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MMD16-4253

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LANDTAG

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 16. Wahlperiode Drucksache 16/4253 V. Schichtdienstsysteme Vorbemerkung der Großen Anfrage Die Unternehmensberatung Wibera hatte bereits Mitte der 1990er Jahre in einer Untersuchung deutlich gemacht, dass sich der Wach- und Wechseldienst in seiner Stärke an vielen Standorten der Polizei Nordrhein-Westfalen nicht an den Einsatzhäufigkeiten, sondern oft an starren Schichtmodellen des Drittel- und des Vierteldienstes orientiert. So wurde etwa rund um die Uhr – selbst an den einsatzschwachen Sonntagen und in den wenig einsatzbelasteten Nachtdiensten – dasselbe Personal für die Einsatzbearbeitung zur Verfügung gestellt. Dabei wäre es dringend nötig, in stark einsatzbelasteten Zeiten, wie z.B. im Spät- und Nachtdienst am Freitag und Samstag deutlich mehr Personal einzusetzen, als in den Nachtdiensten von Sonntag bis Donnerstag und in den Frühdiensten am Samstag und Sonntag. Die Unternehmensberatung hatte daher dringend angeraten, die Schichtdienststärken und Dienstzeiten den Einsatzbelastungen anzupassen, so dass sich die Schichtstärken an den Tatzeiten orientieren würden. Dies ist jedoch bis heute in vielen Polizeibehörden nicht geschehen. Stattdessen wird bis heute an vielen Standorten in vergleichsweise starren Schichtdienstmodellen gearbeitet. Vorbemerkung der Landesregierung Bereits mit Einführung des Dezentralen Schichtdienstmanagements (DSM) im Jahr 2000 gelten bei der Polizei Nordrhein-Westfalen landeseinheitliche Rahmenbedingungen. Das DSM ist insbesondere durch Jahresarbeitszeitkonten für die Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte gekennzeichnet. Systembedingter Mehrdienst, der im durchgehenden Wechseldienst bis dahin regelmäßig anfiel, kann damit vermieden und die Arbeitszeit flexibilisiert werden. Funktionsbesetzungspläne gewährleisten hierbei eine bedarfsgerechte Besetzung von Funktionen in unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Im Ergebnis orientiert sich der Einsatz des Personals an der Einsatzbelastung. Bereits mit Einführung des DSM erfolgte somit bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen die vom Fragesteller geforderte landeseinheitlich strukturierte Anpassung von Schichtdienststärken und Dienstzeiten an Einsatzbelastungen. 1. In welchen Polizeibehörden Nordrhein-Westfalens wird der Wachdienst in folgenden Schichtmodellen gestaltet: a) Dritteldienst? b) Vierteldienst? c) Fünfteldienst? d) Poolmodell in der gesamten Behörde? e) Poolmodell in ausgesuchten Dienststellen? Die Beantwortung der Frage erfolgt anhand der nachfolgenden tabellarischen Darstellung. 32

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 16. Wahlperiode Drucksache 16/4253 Stadt oder Ort 1. PP Aachen 2. PP Bielefeld 3. PP Bochum 4. PP Bonn 5. LR Borken 6. LR Coesfeld 7. PP Dortmund 8. LR Düren 9. PP Duisburg 10. PP Düsseldorf 11. LR Ennepe-Ruhr-Kreis 12. PP Essen 13. LR Euskirchen 14. PP Gelsenkirchen 15. LR Gütersloh 16. PP Hagen 17. PP Hamm 18. LR Heinsberg 19. LR Herford 20. LR Hochsauerlandkreis 21. LR Höxter 22. LR Kleve 23. PP Köln 24. PP Krefeld 25. LR Lippe 26. LR Märkischer-Kreis 27. LR Mettmann 28. LR Minden-Lübbecke 29. PP Mönchengladbach 30. PP Münster 31. LR Oberbergischer Kreis 32. PP Oberhausen 33. LR Olpe 34. LR Paderborn x x x Dritteldienst Vierteldienst x x x Fünfteldienst x Poolmodell zu d.) Poolmodell zu e.) x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x 33

Entschließungsantrag NFS Landtag NRW 2017-03-08 MMD16-14407
Originaldokument als PDF-Datei - Hessen
Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans de...
Entschließungsantrag - FDP Rhein-Sieg
Drs. 15/1455 vom 08.03.2011 - Sagel, Rüdiger (Die Linke)
Drucksachen allgemein - Niedersächsischer Landtag