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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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103 Beeinträchtigung

103 Beeinträchtigung hinsichtlich ihrer sexuellen und identitären Selbstbestimmung. Das weckt Hoffnungen, zum Beispiel bei den Behindertenverbänden und stellt vor allem die Kolleginnen und Kollegen vor neue Herausforderungen, die in der Behindertenhilfe arbeiten. Die leitende Frage des Beitrages von pro familia Berlin im Workshop hatte aus diesem Grund einen hohen Praxisbezug und richtete sich an die Betreuer_innen und Begleiter_innen aus der Behindertenhilfe: „Was brauche ich, um Menschen mit Beeinträchtigung darin zu unterstützen, ihre sexuelle Selbstbestimmung zu stärken bzw. zu erlangen? Was ist dabei meine eigene Position und Rolle und wie kann und will ich diese füllen?“ Um den Zusammenhang zum Arbeitsfeld herzustellen, schilderte pro familia zunächst einige Beispiele aus dem Betreuungs- und Beratungsalltag. Im anschließenden Positionsspiel wurden Thesen vorgegeben, zu denen die Teilnehmer_innen räumlich Position beziehen konnten und vielfältige Fragen zur Diskussion hervorbrachten. Die (provokativ) aufgestellte These, dass Homosexualität in der Behindertenhilfe ein zusätzliches Problemfeld darstelle, fand breite Zustimmung – behindert, und jetzt auch noch schwul / lesbisch / trans*? Das gibt doch nur noch mehr Schwierigkeiten... . Und wie soll denn der Bewohner / die Bewohnerin jemals einen Partner / eine Partnerin finden? Möchte er / sie das überhaupt? Was, wenn er / sie nur ausgenutzt wird von Männern / Frauen ohne Behinderung, wie kann ich ihn / sie davor schützen und soll ich das überhaupt? Was machen Schwule / Lesben eigentlich im Bett und was denke ich darüber? Und was, wenn er / sie sich eine Krankheit holt? Haben seine Wünsche vielleicht etwas mit seiner Behinderung zu tun? Wie kann ich das herausfinden? Was ist eigentlich meine eigene Position zu LSBT*I mit Behinderung? (Homo-)Sexualität in den Einrichtungen der Behindertenhilfe Die Ergebnisse waren vielfältig und zeigten doch zunächst wenig Überraschendes. Sexualität und Beeinträchtigung ist in den Einrichtungen der Behindertenhilfe allgemein nach wie vor ein Thema mit Tabu-Charakter. Seitens der Betreuer_innen und der Institutionen ist die Unsicherheit noch immer groß. Institutionelle, konzeptionelle und personelle Ressourcen, die als Grundlage für eine Umsetzung des Menschenrechts auf sexuelle und geschlechtsidentitäre Selbstbestimmung zweifellos notwendig sind, werden in den meisten Einrichtungen als mangelhaft empfunden.

104 (Homo-)Sexualität in den Einrichtungen der Behindertenhilfe Thesen für die Workshoparbeit Homosexualität ist ein zusätzliches Problemfeld in der Behindertenhilfe. • Ich habe Angst, dass der schwule Mann aus meiner Gruppe von nicht-behinderten Männern ausgenutzt wird. • Würde ich einen schwulen Bewohner unterstützen, wenn er einen Call-Boy in Anspruch nehmen will? Würde ich ihn begleiten zum ersten Termin? Was ist, wenn er sich verliebt? Eigentlich sucht er doch eine Beziehung mit einem Nichtbehinderten. • Lesbische Frauen mit Behinderung finden kaum Kontakt zu anderen lesbischen Frauen. • Ich bin verunsichert, wenn ich mit sexuellen Praktiken konfrontiert werde, die mir selber fremd sind. • Sexuelle Äußerungen von Männern und Frauen mit Behinderung sind oft unklar und ich weiß nicht, was ich tun soll. • Die sexuelle Selbstbestimmung würde ich fördern, wenn der Schutz gewährleistet ist. Der Schutz der Betroffenen ist vorrangig vor der sexuellen Selbstbestimmung. • Es verunsichert mich, wenn ich nicht weiß, ob das sexuelle Verhalten etwas mit der Behinderung oder mit der sexuellen Orientierung zu tun hat. Cosmo-Martin Dittmar-Dahnke, Petra Winkler pro familia Beratungsstelle Berlin Kalckreuthstr. 4 | 10777 Berlin Telefon (030) 39 84-98 98 berlin@profamilia.de | www.profamilia.de

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