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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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105 SEXUALITÄT UND

105 SEXUALITÄT UND PARTNERSCHAFT SELBSTBESTIMMT LEBEN! Körperlichkeit, sexuelle Lust und Partnerschaftsbörsen Die zentrale Fragestellung der Arbeitsgruppe lautete: • Was muss passieren, damit LSBT mit Behinderung Sexualität und Partnerschaft selbstbestimmt leben können? Es folgen die Berichte der Mitwirkenden. Aus der Gruppe wurden folgende Empfehlungen gegeben: • Menschen mit Behinderung als „sexuelle Wesen“ anerkennen! • Selbstbehauptung lernen! • Aufklärung über Sexualität und LSBT – Lebensweisen für alle, auch für Eltern, gesetzliche Betreuerinnen und Betreuern und Bewohnerbeiräten. Das Institut zur Selbst-Bestimmung Behinderter (ISBB) Lothar Sandfort Ich wurde zu diesem Arbeitskreis eingeladen, weil einige Behinderte und Nichtbehinderte im ISBB versuchen, sich und insbesondere ihre Sexualität zu emanzipieren. Wir sind dabei nicht auf eine bestimmte sexuelle Ausrichtung eingeschränkt. Thema unserer Bemühungen ist immer genau die Orientierung, die eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer einbringt. Ich selber bin heterosexuell interessiert, aber mit meinen besonderen körperlichen Vorgaben, die durch eine Querschnittlähmung gesetzt sind. Das ISBB Trebel bietet eine unabhängige und emanzipatorische Sexualberatungsstelle. Unsere Zielgruppen sind • einerseits Behinderte in pädagogischer Betreuung mit ihrer ganz typischen Bindung an betreuende Personen und • andererseits Behinderte, die selbstbestimmt und integriert leben.

106 Sexualität und Partnerschaft selbstbestimmt leben Die Übergänge zwischen Selbsthilfe, Beratung und Psychotherapie sind in unserem Angebot fließend, je nach Auftrag. Alle, die zu uns kommen und von uns eingeladen werden, sind Ratsuchende. Sie können bei uns einzeln, als Paar, als Familie oder Team beraten werden. Sie können aber auch innerhalb einer Surrogatbeziehung ganz praktische Erfahrungen mit Sexualität machen. Die von mir durchgeführte Therapie und die ganz praktische Sexualbegleitung ergänzen sich zu einem einzigartigen Experimentierfeld. Die gemachten Erfahrungen sollen mit dem eigenen Körper und mit der eigenen Lebensgeschichte versöhnen. Die Sexualbegleiterinnen und Sexualbegleiter werden im ISBB ausgebildet. Wesentliche Voraussetzung, um als behinderter Mensch attraktiv zu sein, ist die Akzeptanz der eigenen Behinderung. Eine Behinderung entsteht während der kulturell geprägten Wahrnehmung einer erheblichen Abweichung von der körperlichen, geistigen oder psychischen Norm. Die Identität eines Menschen ist immer das Resultat der Kommunikation zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. Mit der Perzeption einer Behinderung beginnt ein kulturell geprägtes und individuell kultiviertes Schonverhalten gegenüber dem irgendwie eingeschränkten Menschen, was wiederum die Behinderung verfestigt. Solange diese Fremdbestimmung besteht, gehört sie zu mir und wird unter meinen Schutz gestellt. Meine Behinderung anzunehmen und positiv zu bewerten, das ist der erste Schritt zur Attraktivität. Ohne diesen Prozess kann ich als Behinderter nicht begehrenswert sein, weder als Lebenspartner / -in noch als Sexualpartner / -in. Mein Partner oder meine Partnerin sollen ja meine Beeinträchtigungen und die kulturellen Reaktionen darauf mit mir teilen, für eine Nacht bis hin zu einem ganzen Leben. Wie soll ich für ihn oder sie attraktiv sein, wenn ich mich selber nicht attraktiv finde? Das gilt für Hetero- oder Homosexuelle, für Trans- wie Intersexuelle, gilt für alle. Wenn ich höre, wie einige Behinderte (auch auf dieser Veranstaltung) durch neue Wortschöpfungen versuchen, ihre Identität weg zu definieren, gleichzeitig aber beklagen, ihre begehrte Community nähme sie nicht an, so entsteht bei mir die Frage, wen das denn wundert. Was durch solche Prozesse passiert ist zunehmende Verunsicherung, denn ich darf die Behinderten ja nicht merken lassen, dass ich sie als solche empfinde. Ich nenne sie dann behinderte Menschen, Mensch mit Behinderungen, Mensch mit einer Beeinträchtigung, Mensch mit Lernschwierigkeiten, Mensch mit einem anspruchsvollen Körper und so weiter.

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