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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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VORWORT Eren Ünsal,

VORWORT Eren Ünsal, Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung „Niemand darf wegen … seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden … Menschen mit Behinderung dürfen nicht benachteiligt werden.“ So steht es in der Verfassung des Landes Berlin. Doch wie sieht die Realität aus? Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) mit Behinderungen erleben häufig Benachteiligungen, Unverständnis und Ausgrenzung. In den LSBTI-Communities erfahren sie Diskriminierung wegen der sichtbaren oder nicht-sichtbaren Behinderung, in den “Szenen“ der Menschen mit Behinderung auf Grund der sexuellen Identität. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das Lebenspartnerschaftsgesetz und die UN - Behindertenrechtskonvention stellen gute rechtliche Rahmenbedingungen dar, um Gleichbehandlung und volle gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Dennoch müssen im Alltag Akzeptanz, Gleichbehandlung und barrierefreie Zugänge täglich neu erstritten werden. Deshalb hat die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung gemeinsam mit der Schwulenberatung Berlin gGmbH, der offenen Initiative lesbischer Frauen RuT – Rad und Tat e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung im September 2010 eine Fachtagung unter dem Titel „Inklusive Leidenschaft“ durchgeführt. Ziel war es, die spezifischen Lebenssituationen von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderungen in den Blick zu nehmen und Möglichkeiten zur Veränderung aufzuzeigen. Die 200 Teilnehmenden waren Fachkräfte der Behindertenhilfe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Lesben-, Schwulen- und Trans* 1 projekten, politisch Verantwortliche und viele interessierte und engagierte Einzelpersonen. Lesben, Schwule und Transgender-Personen mit Mobilitätseinschränkungen oder Lernbehinderungen, Taube, Blinde, und chronisch Kranke berichteten über ihre Erfahrungen und diskutierten über fehlende Aufklärung in Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderung ebenso wie über Schönheits- und Körperideale insbesondere in der Schwulenszene. 1 Die Schreibweise „Trans*“ (mit hochgestelltem Sternchen) wird als Sammelbegriff für transsexuelle, transidente, transgender und andere Personen, die sich zwischen den polaren Geschlechtern „männlich“ und „weiblich“ verorten, verwendet.

10 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft nahmen Stellung zu der Frage, was nötig ist, um den Anspruch von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderungen auf volle gesellschaftliche Teilhabe einzulösen. Die Teilnehmenden forderten klare staatliche Vorgaben an die Träger der Betreuungseinrichtungen, damit das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung Wirklichkeit wird. Mit der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist Berlin schon auf einem guten Weg. Um das Recht auf Inklusion einzulösen, das Menschen mit Behinderungen nach der im März 2009 von Deutschland ratifizierten UN - Behindertenrechtskonvention zusteht, hat der Senat zwischenzeitlich einen Aktions- und Maßnahmenplan mit „10 Behindertenpolitischen Leitlinien des Landes Berlin zur nachhaltigen Umsetzung der UN - Behindertenrechtskonvention bis zum Jahr 2020“, entwickelt und vorgelegt 2 . Dabei geht es auch um Selbstbestimmung und Gleichbehandlung. In diesem Band finden Sie grundlegende Informationen zu einem Thema, das bisher in Öffentlichkeit und Wissenschaft kaum Beachtung fand. Best-Practice- Beispiele von Berliner und bundesweit tätigen Projekten geben Anregungen für die Selbsthilfe, für Fachkräfte der Behindertenhilfe und die Behindertenund Antidiskriminierungspolitik. Ich hoffe, dass diese Veröffentlichung auch dazu beiträgt, die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu fördern, Lesben, Schwule und transgeschlechtliche Menschen mit Behinderungen zu ermutigen und die tatsächliche gesellschaftliche Inklusion aller Menschen – unabhängig von ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Beeinträchtigungen – zu verwirklichen. Eren Ünsal Leiterin der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung 2 http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/16/DruckSachen/d16-4265.pdf

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