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113 SCHÖNE SCHWULE WELT

113 SCHÖNE SCHWULE WELT ? Schönheit, Jugendkult und das Internet. Ein- und Ausschlüsse in der Schwulenszene Zentrale Fragestellungen waren: • Welche Kritik gibt es an der jetzigen „schönen schwulen Welt“? • Wie soll eine „schöne schwule Welt“ für alle aussehen? In der Arbeitsgruppe wurden folgende Empfehlungen formuliert: 1. Barrierefreiheit nicht nur vor Ort, sondern auch in den Köpfen (Umdenken, Zulassen, Probieren), sowohl gesamtgesellschaftlich, in der Szene als auch bei den Betroffenen! 2. Schwule Vorbilder, die behindert / beeinträchtigt sind, etablieren und bei Events, zum Beispiel dem Christopher-Street-Day, einbeziehen und sichtbar machen. 3. Idee eines Preises / Auszeichnung für Barrierefreiheit in der Szene (best-practice). Grenzgänger in Krüppel- und Schwulenbewegung Hans Hengelein 1955 bin ich in einem 200-Seelendorf geboren, 1958 erkrankten meine Zwillingsschwester und ich an Polio. Während sie keinerlei Lähmungen behielt, bin ich seitdem auf Hilfsmittel angewiesen. Ich hatte sowohl in meiner Familie (alle Geschwister meiner Mutter waren behindert) als auch in der Schule behinderte Vorbilder. Ich möchte diesen Aspekt schon hier einflechten, weil er später auch zu meinen Forderungen gehören wird. Hans Hengelein Zurück: 1977 habe ich mit anderen Behinderten und Nichtbehinderten in Erlangen die Studenteninitiative

114 Schöne schwule Welt Behinderter (STIB) gegründet. Bis zu meinem Weggang 1984 habe ich bei der STIB mitgearbeitet und war jahrelang deren Vorsitzender. Heute sind die aktivsten Gründungsmitglieder (sofern sie nicht gestorben sind) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. Vorstand des „Zentrums selbstbestimmtes Leben“ in Erlangen. Der Verein vertritt die Interessen Behinderter, chronisch Kranker oder anderer Behinderter, um ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft durchzusetzen und ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Seit 1982 bin ich in der Schwulenbewegung aktiv. Zunächst beim Rosa Flieder 39 in Nürnberg, dann zusätzlich in der Schwulengruppe in Erlangen. Ich habe mich über Jahre hinweg in beiden Bewegungen engagiert, ohne dass es zwischen diesen damals jemals eine Verbindung gab. Neudeutsch würden wir dies heute „subkulturelle Parallelgesellschaften“ nennen. Während es für mich also ab Mitte der siebziger Jahre wichtig war, mich in Behinderten- und Krüppelgruppen zu organisieren und zu politisieren, blieb die Auseinandersetzung mit meiner Sexualität und insbesondere mit meinem Schwulsein bis Ende der Siebziger ein absolutes Tabu. Ich hatte meine Fantasien vom nicht-behinderten Mann, der sich mir bedingungslos unterordnet und gleichzeitig meine Wut auf die Schwulen, die ich ja nicht kannte, und auf deren vermeintlichen Hang zur Körperlichkeit. Ich hatte Angst, in eine Schwulengruppe zu gehen, weil ich mich als „Polit-Krüppel“, der sich über Jahre in der Behindertenbewegung mit der Scheinwelt intakter Körper kritisch auseinander gesetzt hatte, plötzlich einer Gruppe von Männern zu stellen hatte, die pure Sexualität mit reinen, perfekten Körpern zum politischen Programm erhoben hatte; zwar nicht offen, denn es war die große Zeit der theoretischen Revolution, aber doch zumindest heimlich. Ich hatte Angst, als Schwuler zu leben, denn meine Vorstellung von schwuler Sexualität war, Stricher zu kaufen, um mich dann anschließend von diesen auch noch ausrauben zu lassen. Ich hatte Angst vor unendlicher Einsamkeit, denn, wie gesagt, reden über Sexualität in Behindertengruppen war tabu, nur fortschrittliche Sozialarbeiter und Pädagoginnen und Pädagogen klagten lautstark ein Recht auf Sexualität für Behinderte ein, solange sie nicht selbst zum Objekt der Begierde wurden. 39 Der Rosa Flieder war eine bundesweit verbreitete in Nürnberg publizierte Schwulenzeitung, die zwischen 1981 und 1989 erschienen ist. (Der Autor hat mehrere Jahre mitgearbeitet)

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