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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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135 Doppelt

135 Doppelt anders? Ein Fortbildungsmodul für Multiplikator_innen Dorothee Karle In den Jahren 1999 – 2002 ist beim Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V. ein besonderer Kreis von jungen Menschen zusammengekommen – lesbische, schwule, bisexuelle und trans* Jugendliche mit und ohne Behinderung haben persönliche Erfahrungen ausgetauscht, sich gegenseitig unterstützt und über verschiedene Aktionen und Aktivitäten die Öffentlichkeit für die Möglichkeit einer zweifachen Diskriminierung – hinsichtlich ihrer sexuellen Orientierung / Geschlechtsidentität und ihrer Behinderung – sensibilisiert. Aus diesem Projekt heraus ist ein Fortbildungsmodul für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entstanden. Lernen über Vielfalt Das Modul gliedert sich in drei Themenbereiche: 1. die Lebenssituation von lsbt* Jugendlichen 2. die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung 3. Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bi und Trans mit Behinderung Die Lebenssituation von lsbt* Jugendlichen Einen Einblick in die Lebenswelt eines jungen Menschen auf der Suche nach seiner sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität gibt der Roman „Jenny mit O“ von Karen Susan Fessel: „‚Klar, ich küss lieber Mädchen als Jungs, und ich geh auch lieber mit Mädchen ins Bett. Und, egal wie ich trainiere und wie ich mich anzieh und gebe, ich selber bin schließlich auch eins. Ein Mädchen. Von außen zumindest. Aber bin ich deswegen lesbisch? (...) „Ich weiß nicht, ob ich ’ne Lesbe bin“, sage ich ruhig. „Irgendwie ja. Aber andererseits auch überhaupt nicht.“ Und das ist, zumindest zu diesem Zeitpunkt, die einzige Antwort, die ich ihm geben kann. Die einzige, die annähernd stimmt.’“ Auszüge aus dieser sehr lebensnahen Erzählung können als Grundlage genutzt werden, um sich der Lebenssituation von lsbt Jugendlichen anzunähern und darüber ins Gespräch zu kommen.

136 Lernen über Vielfalt Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung Menschen mit Behinderung finden nicht selten eine schöne Form von Humor um anderen zu vermitteln, welche Umgangsweisen sie als hilfreich oder als hinderlich empfinden. So die Schriftstellerin Ursula Eggli mit ihrer Geschichte vom blinden Maulwurf: „‚Der blinde Maulwurf war eigentlich zufrieden – er wusste nichts anderes. Eines Tages aber überkam ihn der Sinn nach Höherem, und er machte sich auf, die Welt zu entdecken. Zuerst ging alles gut. Er orientierte sich am vertrauten Geruch der Erde und freute sich an den wärmenden Strahlen der Sonne. Plötzlich packte ihn jemand unsanft am Pelz, und eine eifrige Eichhörnchenstimme schrie ihm ins Ohr: „Kommen Sie, ich führe Sie zu ihrer Höhle!“ „Ich will gar nicht zu meiner Höhle“, sagte der Maulwurf ärgerlich und riss sich los. ...’“ 43 Oder Hans-Hellmuth Schulte mit seiner Anleitung zur Kontaktaufnahme zu Menschen mit Behinderung: „‚Erkundigen Sie sich nicht etwa, ob Ihre Assistenz erwünscht ist und wie sie erfolgen soll. Packen Sie beherzt zu, vielleicht mit den Worten „Zu zweit geht es besser!“ – auch auf die Gefahr hin, Rollstuhlfahrer / innen auszukippen oder Blinde gegen ihren Willen zu packen und hinter sich herzuzerren. ... Setzen Sie jetzt dazu an, die Brücke zur behinderten Person zu schlagen, indem Sie sich als in Behindertenfragen kompetent zu erkennen geben: „Die Schwägerin meiner Putzhilfe sieht auch ganz schlecht“ oder: „Meine angeheiratete Großtante saß auch im Rollstuhl.“ 44 Bei dem Thema „lsbt und Behinderung“ kann leicht eine Befangenheit entstehen, die dazu führt, dass Menschen sich schweigend zurückhalten – aus der Befürchtung heraus, etwas Falsches zu sagen. Ein wie oben beschriebener humorvoller Einstieg mit der Aufgabe, in Kleingruppen Rollenspiele zur Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln, in denen alles falsch gemacht wird, was denkbar und vorstellbar ist, löst in der Regel diese anfängliche 43 Ursula Eggli in „Freakgeschichten für Kinder und Erwachsene“. Riurs (Selbstverlag), Bern 1983 Erweiterte Neuauflage 44 Hans-Hellmuth Schulte „Einen wie mich hätte ich früher links liegen lassen.“ - behinderte Schwule und soziale Barrieren in: Leben mit Behinderung, Leben mit HIV und AIDS, Deutsche Aids-Hilfe e.V., o.J.

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