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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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139 BEHINDERTE LIEBE.

139 BEHINDERTE LIEBE. Schwule und lesbische Filme zum Thema Liebe und Sexualität und Behinderung Andreas von Hoeren In der AG wurden Ausschnitte aus lesbischen und schwulen Filmen der Reihe »Behinderte Liebe« des Medienprojektes Wuppertal präsentiert und zu diesen Filmsequenzen Erfahrungen und Anregungen für die Medien- und Antidiskriminierungsarbeit mit lesbischen oder schwulen Menschen mit Behinderungen gegeben. Um diese Eindrücke wiederzugeben, sollen an dieser Stelle kurz die Erfahrungen aus der Projektreihe »Behinderte Liebe« zusammengefasst und transkribierte O-Töne aus den zwei Filmen »Nicht viel anders« und »Es hat sich eine Welt eröffnet« dieser Reihe vorgestellt werden, um so den Blickwinkel der Beteiligten authentisch und direkt zu Wort kommen zu lassen. Für die Filmreihe „Behinderte Liebe“ produzierte das Medienprojekt Wuppertal 2008 und 2009 einunddreißig kürzere und längere Dokumentationen mit und über Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zu den Themen Liebe und Sexualität. In den Filmen beschreiben diese offen ihre positiven und negativen Erfahrungen, ihre Wünsche und Ängste im Bezug auf Liebe und Sexualität. Die 10- bis 60-minütigen Dokumentationen werden vom Medienprojekt Wuppertal auf 3 Doppel-DVDs als Bildungsmittel der Aufklärung und Sensibilisierung für junge behinderte und nicht-behinderte Menschen vertrieben (www.medienprojekt-wuppertal.de). Die Themen der Filme sind u.a.: Kennenlernen, Leben als Paar, das erste Mal, Partnersuche und Partnervermittlung, Verhältnis von Liebe und Sexualität, Lust und Selbstbefriedigung, Sexuelle Hilfen durch Sexualbegleitung und Prostitution, Geschlechtsrolle und sexuelle Identität, Homosexualität, Beziehungslosigkeit und Einsamkeit, Vorurteile und Diskriminierungen, Verhütung und Kinderwunsch, geistig behinderte Eltern und ihre Kinder. Die Filme zeigen, wie ähnlich die Wünsche und Ängste und wie unterschiedlich das sexuelle Erleben (auch) bei Behinderten ist und stellen die Frage, wie stark sie sexuell und beziehungsmäßig behindert sind oder werden. Die Filme wurden in drei großen Filmpremieren in Wuppertaler Kinos präsentiert. Das große Interesse von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Filmproduktion

140 Behinderte Liebe und durch das Publikum zeigte, wie groß das Interesse an der offenen Thematisierung von Sexualität und an einer medialen Partizipation von Menschen mit Behinderung ist, die in Fernsehen, Kino und Presse in der Regel kaum, als Problem stigmatisiert oder klischeehaft vorkommen. Die Nachhaltigkeit besteht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der tief greifenden individuelle Erfahrung der Filmarbeit und der breiten öffentlichen Publizierung. Die Mitarbeit am Film unterstützte (neben dem Erwerb von Medienkompetenz) die Reflektion der eigenen Geschlechtsrolle und der sexuellen Wünsche, Ängste und Erfahrungen und durch die mediale Artikulation ihre gesellschaftliche Partizipation. Durch den integrativen Ansatz entstand eine Brücke von Verständnis, Empathie und Solidarität zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen. Eine besondere Nachhaltigkeit der Videoprojekte insgesamt ist durch die langjährige Nutzung der Filme gegeben. Durch deren sehr erfolgreichen Vertrieb erreichten die Filme bisher mehr als 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Menschen mit Behinderungen wollen keine „behinderten“ Filme. Sie haben aufgrund ihrer rezeptiven Medienerfahrungen die gleichen Ansprüche an ihre Filme wie Menschen ohne Behinderung. Ein Erfolg ist es auch für sie, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Filmen lachen, wenn sie lachen sollen, nachdenken, wenn sie nachdenken sollen, weinen, wenn sie weinen sollen. Daraus ergibt sich der Anspruch, den Filmemacherinnen und Filmemacher nicht einfach ihre Leistung zu bestätigen, egal welche,sondern ihnen die Unterstützung zu geben, die ihre Ansprüche und das Publikum ernst nehmen. Lesbische und schwule Menschen mit Behinderungen werden mehrfach diskriminiert: Sie werden als Behinderte und aufgrund ihrer Homosexualität ausgrenzt. Durch die Betreuungsverhältnisse bei Eltern, in Behinderteneinrichtungen et cetera wird ihre Sexualität, ihre Lust und ihre Liebebedürfnisse, die in der Regel denen von nicht-behinderten Menschen gleichen, nicht wahrgenommen oder beschnitten. Denen, die Unterstützung bei dem Ausleben ihrer Sexualität benötigen, wird diese oftmals nicht oder nicht ausreichend gegeben. Außerdem werden sie auch innerhalb der schwulen und lesbischen Szene diskriminiert. Besonders für diskriminierte Menschen ist die Möglichkeit, ihre Geschichten und ihre Themen selbstbestimmt medial zu publizieren beziehungsweise solche Filme (am besten an öffentlichen Orten) zu rezipieren, die ihr eigenes Leben und

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