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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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143 Filmausschnitt…

143 Filmausschnitt… Behinderte Liebe Gisela: Nadja ist meine erste Liebe mit einer Frau und es war für mich was ganz Neues. Es ist ein tiefes Gefühl, dieses Verliebt-sein…Es war ein Eintauchen quasi in die Liebe mit ihr, und das war für mich neu, schön und auch richtig gut… Das ist schon eine Umstellung gewesen. Ich meine, ich hab mich ja auch vorher jeden Tag umgezogen oder angezogen, aber da hab ich dann ne ganze Stunde damit zugebracht… Es war aber auch erst einmal nicht so einfach, die Hilfe von der Nadja anzunehmen. Weil, das ist ein Intimbereich ja? ... Wenn wir mal Streit haben, dann bin ich stur. Dann kann ich sie gar nicht ertragen. Dann verschwinde ich im Bad, und sie ist dann sauer, weil ich ihr dann die Unterstützung nicht gewähre. ... Nadja: Also kennen tun wir uns schon so seit vier bis fünf Jahren, aber wir leben erst seit zwei Jahren zusammen. Es gab dazwischen eine Zeitspanne, wo wir uns nicht gesehen haben. Als wir uns wieder trafen, ging das eigentlich sehr schnell. Und da habe ich gemerkt, dass dieses Gefühl von Verknalltheit oder von Schwärmen so umschlägt in Verliebtheit, und dass das auch immer wächst und wächst. Manchmal denke ich, das ist schon fast beängstigend. Weil ich immer merke, umso länger wir zusammen sind, umso reiner, umso sanfter, umso achtsamer ist das Gefühl. Das ist ein Grund, warum ich die Gisela so sehr liebe, glaube ich. ... Gisela: Ganz am Anfang, als wir uns näher kennengelernt haben, … da hat mich meine Behinderung insofern eingeschränkt, dass ich gedacht habe, „Na gut, ich hab jetzt ein Ohr, was mir fehlt.“ Aber fühlt sie genauso mit mir, wie mit einer Frau, die eben ganz normale Arme hat? Ja und das Umgreifen, das konnte ich nicht bei ihr. Also ich kann das nur bis zu einem bestimmten Radius. Ich komm gar nicht so rum, weil die Arme so verkürzt sind. Dann war das die Frage für mich, „Fehlt ihr vielleicht, dass ich nicht ganz drum herum komm?“ Und dass ich bestimmte Verbeugungen nicht machen kann. Und man denkt dann schon, ob das ein Problem sein könnte. Oder man überlegt auch, dass wenn sie mit mir zusammen kommt und wir uns in der Öffentlichkeit zeigen und als Paar unterwegs sind, wie fasst sie das auf? Wenn wir unterwegs sind, dann kann sie in die Rolle einer Pflegerin kommen. Wenn uns jemand nicht kennt, dann denken die, da ist eine behinderte Frau und eine Pflegerin oder eine Assistenz dabei. Und das ist so eine Rolle, die wir gar nicht wollen, weil wir leben ja als Paar und nicht in dieser Position.

144 Behinderte Liebe ... Nadja: Das passiert uns auch manchmal bei meinen Freunden, wo ich die Gisela mit einführe sozusagen, und die dann so um sie rum springen und tausendmal das Glas nachfüllen müssen und den ganzen Abend um den Tisch kreisen. Und dann wird die Frage gestellt, „Braucht sie ‘nen Strohhalm?“ Das ist sehr anstrengend, weil ich selbst auch für mich schauen muss, dass ich nicht da rein gezogen werde. Also das Typischste zum Beispiel ist auch so beim Arzt, wenn ich dabei bin oder sie mal abhole, dass ich dann das Rezept bekomme. Am Anfang habe ich da auch drauf reagiert und habe die genommen, aber mittlerweile lasse ich einfach die Hände in der Hosentasche oder zeige keine Reaktion. Aber das muss man sich erst mal angewöhnen…. Andreas von Hören Medienpädagoge, Filmemacher, Referent, Publizist, Prüfer der FSF, Gründer und Leiter des „Medienprojektes Wuppertal“: Jugendvideoproduktion, -präsentation und -vertrieb. Medienprojekt Wuppertal Hofaue 59 | 42103 Wuppertal Telefon (0202) 563 26 47 info@medienprojekt-wuppertal.de | www.medienprojekt-wuppertal.de Weitere Filme Neben den im vorigen Kapitel vorgestellten Filmen des Medienprojekts Wuppertal wurden die folgenden Filme auf der Tagung „Inklusive Leidenschaft“ vorgestellt. Kein Tag ohne Liebe Spezialistinnen und Spezialisten für behinderte Lebenssituationen berichten über ihr Leben. Erfahrungen von lesbisch, schwul bis bi werden vorgestellt, dabei sind Elektro-Rollis, Korsetts und Stöckel die Hilfsmittel, nicht der Fetisch. Offensive

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