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Inklusive Leidenschaft. Lesben, Schwule ... - Berlin.de

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13 BEGRÜSSUNG

13 BEGRÜSSUNG Rainer-Maria Fritsch, Staatssekretär für Soziales Sehr geehrte Damen und Herren, werte Mitmenschen, ich begrüße Sie herzlich zu der Fachtagung „Inklusive LeidenschaftLesben, Schwule, transgeschlechtliche Menschen mit Behinderung“. Ich freue mich sehr, dass Sie alle da sind! Dass Sie gekommen sind aus Berlin, anderen Bundesländern und aus Österreich. Ich freue mich auch, dass sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verbänden und Einrichtungen der Behindertenhilfe angemeldet haben, Vertreterinnen und Vertreter der Lesben-, Schwulen- und Transprojekte und viele interessierte Einzelpersonen. • Lesbisch, schwul, transsexuell und behindert – ist das so schlimm? heißt es auf einer Postkarte der Schwulenberatung Berlin. • Wie reagieren Eltern, wenn sich ihre Tochter mit Behinderung als lesbisch outet? Sagen sie „auch das noch?“ oder „das ist doch kein Problem!“ • Wie geht es einem offen schwul lebenden Mann, der durch eine Krankheit oder einen Unfall beeinträchtigt ist? Kann er die Orte der schwulen Szene noch besuchen, so wie vorher? Wie wird er dort angesehen, wenn seine Behinderung sichtbar ist? Bleibt sein Partner bei ihm oder findet er einen neuen? • Und welche Hürden hat jemand zu nehmen, der transsexuell ist, eine Behinderung hat und den Weg der Geschlechtsanpassung gehen will? Das sind die Fragen, mit denen Sie sich heute und morgen intensiv auseinandersetzen werden. Wir wissen, dass Lesben, Schwule, transgeschlechtliche Menschen und auch Bisexuelle und Intersexuelle häufig Benachteiligungen, Unverständnis und Ausgrenzung erleben. In den queeren Communities erfahren sie Diskriminierung wegen der sichtbaren oder nicht-sichtbaren Behinderung, in den Behindertenszenen auf Grund der sexuellen Identität. In Berlin leben ca. 300.000 Menschen mit Behinderung. Sie haben sehr unterschiedliche Lebenssituationen und Erfahrungen: Sie sind von Geburt an beeinträchtigt oder haben später eine Behinderung erworben. Sie sind mobilitätseingeschränkt, sinnesbehindert als Hörbehinderte oder Gehörlose,

14 Begrüßung Sehbehinderte oder Blinde. Sie haben eine chronische oder psychische Erkrankung oder eine Lernbehinderung. Fast ebenso viele Berlinerinnen und Berliner sind homo-, bi- oder transsexuell. Für ca. 25.000 trifft beides zu – Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle mit Behinderungen sind eine Gruppe von Menschen, die bisher wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Sie haben jedoch einen Anspruch auf Gleichbehandlung und volle gesellschaftliche Teilhabe. Die rechtlichen Voraussetzungen, um diese einzufordern, sind gar nicht so schlecht. Das Berliner Landesgleichberechtigungsgesetz (LGBG) von 1999 und das Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes (BGG) von 2002 haben genau dieses Ziel: die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern, sowie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten, und ihnen eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen. In beiden Gesetzen geht es um Diskriminierungsverbote, Chancengleichheit und Barrierefreiheit auch unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderung. Auch für Lesben und Schwule hat sich in den letzten 20 Jahren die Rechtssituation verbessert: Seit 2001 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Lebenspartnerschaft (LPartG) eintragen lassen. Sie haben damit Rechte und Pflichten, die denen von Eheleuten ähnlich sind, jedoch noch nicht gleichen. Für Transsexuelle gilt das Transsexuellengesetz (TSG) zur Vornamens- und Personenstandsänderung, das allerdings dringend reformbedürftig ist. Für beide Gruppen – Menschen verschiedener sexueller Identität sowie Menschen mit Behinderungen ist in der Berliner Verfassung ein Diskriminierungsverbot (in Artikel 10 und 11) verankert, und bundesweit gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz von 2006. Danach können alle, die auf Grund eines der Merkmale „Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Religion und Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität“ im Arbeitsleben oder im Zivilrecht benachteiligt werden, ihre Ansprüche einklagen und Schadenersatz geltend machen. Schließlich eröffnet die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit dem März 2009 in Deutschland verbindlich ist, neue Möglichkeiten und vor allem einen Perspektivwechsel: Es geht um Inklusion – eben nicht darum, dass Menschen auf

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