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35 Beschlossene

35 Beschlossene Rechtsprechungen wie etwa vom Europäischen Gerichtshof und dem Bundesgerichtshof werden nicht immer beachtet. Das Menschenrecht und die Menschenwürde schließen auch mit ein, dass zum Beispiel die Diagnosen „Geschlechtsidentitätsstörung“ und „Transsexualität“ nach der Internationalen Klassifizierung der Krankheiten (International Classification of Diseases) bei der Medizinischen Versorgung entfallen sollten. Denn Trans* Menschen sind nicht – wie oft behauptet oder angenommen wird – psychisch krank. Sie sind vielmehr Menschen, die im falschen Körper geboren wurden. Oftmals werden transgeschlechtliche Menschen von der Gesellschaft und durch die Hürden der zur Behandlung und Geschlechtsangleichung erforderlichen Kriterien diskriminiert und entwürdigt, sodass hieraus erst eine psychische und physische oder psychosomatische Störung erfolgt. Daraus resultierend folgen wiederum viele kostenintensive Behandlungen. Transgeschlechtliche Menschen, gleich ob mit oder ohne Behinderung, wollen das nicht, sie wollen sich in dem Geschlecht, in dem sie leben wollen, mit allen Rechten und Pflichten in die Gesellschaft integrieren. Ganz nach dem Motto: „Sei Du das Neue, das Du in der Welt zu sehen wünscht.“ (Mahatma Ghandi). Lebenssituationen von transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderung Dennis Friedel Heiermann Handicap-Netzwerk und Trans*beauftragter bei queerhandicap e.V. Telefon (02331) 923 66 66 redaktion@handicap-netzwerk.de | www.queerhandicap.de www.handicap-netzwerk.de

36 Lebenssituationen von transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderung Transgeschlechtliche Menschen mit Behinderung Gerhard Senf Als Lela Lähnemann mich fragte, ob ich auf dieser Tagung einen Vortrag über transgeschlechtliche Menschen mit Behinderung halten kann, habe ich gerne zugesagt. Als Psychotherapeut habe ich mit vielen transidenten Menschen gearbeitet – es sind bisher etwa 200 –, und ich bin selbst behindert. Doch als ich anfing, mich auf diesen Vortrag vorzubereiten, musste ich feststellen: Es ist bisher wirklich nichts zu diesem Thema veröffentlicht worden. Ich kann also nur aus meinen Erfahrungen und Gesprächen mit Fachleuten und transidenten Menschen schöpfen. Wir arbeiten im Saarland und Rheinland-Pfalz in einem interdisziplinären Team aus Richter / innen, Endokrinolog / innen sowie anderen Ärztinnen und Ärzten. Leider bin ich der einzige Psychotherapeut. Da ich nicht alle, die kommen, in Einzeltherapie begleiten kann – sonst müsste ich Tag und Nacht arbeiten – habe ich eine therapeutische Gruppenbegleitung eingeführt. Diese hat sich inzwischen zu einem wertvollen Selbsthilfe- und Unterstützungskreis entwickelt, der schon vielen Trans* 14 personen Selbstbewusstsein und Unterstützung geben konnte. Von einigen werde ich im Laufe des Vortrags berichten. Eine merkwürdige Frage, die sich beim Thema dieses Vortrags aufdrängt, ist, ob die Transsexualität eine Behinderung darstellt. Dies wird sowohl von Betroffenenvereinigungen als auch von gerichtlicher Seite (…) verneint. Es geht also um Transmenschen, die Trans* sind und außerdem eine Behinderung haben. Bei dieser Doppelbetroffenheit stellt sich oft die Frage: Was wiegt schwerer? oder auch: Was war zuerst? Und konkret, wenn Menschen zu mir in die Beratung kommen: Wie soll es weiter gehen? Was ist der nächste Schritt? Transidente Menschen mit Behinderung haben zunächst dieselben Probleme mit fehlender Barrierefreiheit – sei es im öffentlichen Raum, im Internet oder in den Köpfen der Mitmenschen –, mit eingeschränkten Bildungs- und Arbeitsmarktchancen und Diskriminierungserfahrungen wie andere Menschen mit Behinderungen auch. Bei einem transsexuellen Coming-out und auf dem Weg 14 Erklärung zu „Trans*“ (mit hochgestelltem Sternchen) siehe Glossar S. 161

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