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27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

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die Nettogrundfläche

die Nettogrundfläche bezogenen Netto-Gesamtkosten der drei Gebäude. Die geringsten Kosten weist das Gemeindehaus mit 574 €/m² auf. Die höchsten hingegen sind mit 982 €/m² beim Kindergarten und etwas geringere mit 908 €/m² sind beim Pfarrhaus angefallen. Beim Gemeindehaus sind im Gegensatz zu den beiden anderen Gebäuden keine innovativen Elemente zum Einsatz gekommen. Ferner hat die Innendämmung mit 66 €/m² deutlich weniger gekostet als die Außenwanddämmungen der beiden anderen Gebäude. Hinzu kommt noch, dass das Gemeindehaus mit einer Nettogrundfläche von 769 m² deutlich größer ist als die beiden anderen Gebäude. Bei größeren Gebäuden ist die wärmetauschende Hüllfläche bezogen auf die Nettogrundfläche kleiner als bei kleineren Gebäuden. 7 Visualisierung der Verbrauchsdaten Im Rahmen der Validierungsmessungen erfolgte im Foyer des Gemeindehauses an gut sichtbarer Stelle direkt nach dem Haupteingang der Aufbau einer Verbrauchsdatenvisualisierung. Folgende Daten werden dort angezeigt: − Endenergieverbrauch gesamt (momentaner Wert, berechneter Bedarf, Wert vor Sanierung) − Energiegewinne gesamt (momentaner Wert, berechneter Wert) − Kohlendioxidemissionen gesamt (momentaner Wert, berechneter Wert, Wert vor Sanierung) − Energiegewinne (Photovoltaik, thermische Kollektoren) − Stromverbrauch Gemeindehaus (momentaner Wert, berechneter Wert, Wert vor Sanierung) − Stromverbrauch Kindergarten (momentaner Wert, berechneter Wert, Wert vor Sanierung) − Stromverbrauch Pfarrhaus (momentaner Wert, berechneter Wert, Wert vor Sanierung) − Heizwärmeverbrauch Gemeindehaus (momentaner Wert, berechneter Bedarf, Wert vor Sanierung) − Heizwärmeverbrauch Kindergarten (momentaner Wert, berechneter Bedarf, Wert vor Sanierung) − Heizwärmeverbrauch Pfarrhaus (momentaner Wert, berechneter Bedarf, Wert vor Sanierung) Der Bildschirm wird durch einen Bewegungsmelder eingeschaltet. Die Bilder laufen danach hintereinander in einem vorgegebenen zeitlichen Rhythmus ab. Auf diese Weise besteht ausreichend Zeit für die Betrachtung der einzelnen Graphiken. Wird mehr Zeit für ein Bild gewünscht, kann es durch Tastendruck festgehalten werden. Bild 119 zeigt den Visualisierungsbildschirm. Der Aufbau der Visualisierung war sehr zeitaufwendig. Sie hat auch lange Zeit nicht zufriedenstellend funktioniert. Es gibt für diesen Sachverhalt mehrere Gründe. Die Vorstellungen des Architekten und der Projektleitung waren sehr hoch. Die mit der Ausführung beauftragte Firma hat, obwohl sie eine solche Aufgabe noch nie abwickelte, während der Planungsphase stets den Eindruck vermittelt, als würde die Umsetzung keinerlei Probleme darstellen. Es ging eher um sekundäre Dinge wie Balkenbreite der monatlichen Verbräuche usw. Hätte die Firma während der Planungsphase Bedenken geäußert, wäre es auch möglich gewesen, die Anforderungen zu reduzieren. Es ging lange, bis die richtigen Daten ankamen. Als dies Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 123

funktionierte, gab es Probleme mit der Darstellung. Kontinuierlich ansteigende Verbrauchssäulen konnten nicht dargestellt werden usw. Bis die Verbesserungen dann umgesetzt wurden vergingen teilweise mehrere Wochen. Bild 119: Darstellung des Bildschirms auf dem sowohl die Verbrauchsdaten der drei sanierten Gebäude als auch die Energiegewinne der thermischen Kollektoren und der Photovoltaikmodule angezeigt werden. 8 Zusammenfassung und praktische Konsequenzen Die Diözese Rottenburg-Stuttgart investiert derzeit ca. 90 % ihres 40 Mio. € umfassenden Budgets in den Bestand ihrer ca. 5000 Gebäude. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, zur „Wahrung der Schöpfung“ künftig beispielhaft in die Steigerung der Energieeffizienz ihrer Gebäude zu investieren. Denn die Kirche hat auch für die Öffentlichkeit eine Vorbildfunktion. Die Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ in Ulm- Böfingen griff die Idee bereitwillig auf und entschied sich für die energieeffiziente Sanierung ihres Gemeindezentrums. Bei der Formulierung der Wettbewerbsanforderungen spielte der Erhalt der charakteristischen Architektur des Ensembles eine maßgebende Rolle. Von 20 eingereichten Arbeiten ging das Stuttgarter Büro Günter Herman als Sieger hervor. Der Entwurf sah vor, die Wände des Gemeindehauses von innen zu dämmen, um die Sichtbetonstruktur auf der Außenoberfläche zu erhalten. Für den Kindergarten und für das Pfarrhaus war geplant worden, die äußere Schale der Außenwand abzunehmen und durch eine dünne Faserzementplatte zu ersetzen und den Zwischenraum durch eine Dämmschicht mit erhöhter Dämmwirkung zu dämmen. Im Rahmen der integralen Planung wurde das Konzept beim Pfarrhaus geändert und die Zwischendämmung durch eine Vakuumdämmung ersetzt. Weiterhin wurde auch für den Boden des Kindergartens eine Vakuumdämmung vorgesehen. Weitere Maßnahmen zu Steigerung der Energieeffizienz wurden im Rahmen der integralen Planung, an der die Büros – Günter Herrmann, – Gesellschaft für bauphysikalische Objektplanung (GFO) – T.P.I. Trippe + Partner sowie Bayrisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik beteiligt waren, vorgenommen. Im Zuge der der Sanierung wurden Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 124

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