Aufrufe
vor 3 Jahren

27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

− Die an

− Die an der Pfarrhausfassade verlegten und der Messung unterzogenen Vakuumdämmpaneele waren ebenfalls während des Messzeitraums intakt. Eine Aussage für die Zukunft lässt sich auch hier nicht ableiten. − Die Reduzierung des klimabereinigten Heizwärmeverbrauchs ist mit 73 % beim Gemeindehaus am deutlichsten ausgeprägt. Beim Kindergarten sind es 48 % und beim Pfarrhaus 53 %. Im Mittel über alle Gebäude sind es 59 %. − Bei der Trinkwarmwassererwärmung waren im Kindergarten die Zirkulationsverluste annähernd so hoch wie die Trinkwassernutzwärmen, die bei ca. 8 kWh/m²a liegen. Eine Zeitschaltuhr wurde nicht eingebaut, da angeblich den Wohnungen kontinuierlich warmes Wasser zur Verfügung stehen muss. Die solare Deckungsrate liegt mit ca. 52 % im üblichen Bereich. Mit optimal ausgelegten Anlagen können bei guten Voraussetzungen auch 60 % erreicht werden. Für die gesamte Trinkwarmwassererwärmung wurden im Jahr 2006 17,9 kWh/m²a und im Jahr 2007 21,9 kWh/m²a aufgewendet. Vor der Sanierung waren es 19,9 kWh/m²a, die vollständig mit Fernwärme abgedeckt werden mussten. − Der Trinkwarmwasserverbrauch im Pfarrhaus war mit 1,5 kWh/m²a im Jahr 2006 und mit 1,8 kWh/m²a sehr gering. Das liegt daran, dass in den Büros kaum warmes Wasser benötigt wird und in der Wohnung nur eine Person wohnt. Für diese geringe Nutzung wurde jedoch ein Wärmebeitrag von 13,9 kWh/m²a in 2006 und von 10,6 kWh/m²a in 2007 benötigt. Die Differenz zwischen Verbrauch und Aufwand stellen die Zirkulations- und Speicherverluste dar. Die solare Deckungsrate lag im Jahr 2007 mit 54 % im akzeptablen Bereich. Im Jahr 2006 war das System noch nicht richtig eingeregelt. Der Systemnutzungsgrad ist mit 66 % zufriedenstellend. Insgesamt ist die Trinkwarmwassererwärmung bei so geringen Mengen in dieser Weise nicht wirtschaftlich. − Die Wärmeverluste der Verbindungsleitungen zwischen der Technikzentrale und den einzelnen Gebäuden sind von ca. 36 MWh um über 30 % auf ca. 23 MWh zurückgegangen, liegen aber immer noch deutlich über dem Gesamtheizwärmeverbrauch des Gemeindehauses. Die von der Projektleitung vorgeschlagene Dämmung der in der Erde verlegten Leitungen wurde aus Kostengründen abgelehnt. Es wurden Kosten für diese Maßnahme von 50.000 € bis 100.000 € angegeben. − Der Gesamtstromverbrauch im Gemeindehaus ist gegenüber dem Zustand vor der Sanierung von ca. 15 kWh/m²a um 100 % auf 30 kWh/m²a angestiegen. In der Messperiode 2007 ist er dann wieder um 5 kWh/m²a zurückgegangen. Für den Anstieg gibt es mehrere Gründe: Das Gemeindehaus ist durch die Sanierung attraktiver geworden. Ferner wurden im Untergeschoss neue Jugendräume eingerichtet. Es hat sich weiter herausgestellt, dass von der alten Kühltheke, in der in der Regel nur wenige Flaschen Getränke stehen, jährlich etwa soviel elektrische Energie verbraucht wird wie in einer durchschnittlichen Wohnung im ganzen Jahr. Es wurden zwar die Heizungspumpen erneuert, doch sie verbrauchen trotzdem noch ca. 5 kWh/m². − Die Stromverbräuche im Kindergarten sind ebenfalls angestiegen. Der Anstieg mit ca. 8 kWh/m²a entspricht ziemlich genau dem Verbrauch der Lüftungsanlage. Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 127

− Im Pfarrhaus stieg der Stromverbrauch ebenfalls deutlich an. Er lag vor der Sanierung bei 9,4 kWh/m²a und stieg auf 19,9 kWh/m²a im Jahr 2006 und auf 25,0 kWh/m²a im Jahr 2007 an. Die Lüftungsanlage trug mit ca. 4 kWh/m²a zum Verbrauch bei. − Der gemessene Heizwärmeverbrauch ist in den betrachteten mit Fernwärme beheizten Gebäuden identisch mit der Endenergie für Beheizung. Der mittlere, klimabereinigte Endenergieverbrauch aller drei Gebäude zusammen liegt 50 % unter dem gemessenen klimabereinigten Endenergieverbrauch vor der Sanierung. Dabei erfolgte die Bewertung des Strombedarfs für die Hilfsenergie mit dem Primärenergiefaktor 2,7. − Der Primärenergieverbrauch für Heizung, Trinkwarmwassererwärmung sowie Hilfsenergie und Reststrom für Elektrogeräte und Licht liegt im Jahr 2006 41 % und im Jahr 2007 45 % unter den gemessenen Werten vor der Sanierung. − Der mit den Photovoltaik-Modulen erzeugte Strom entlastet die Primärenergiebilanz der drei Gebäude zusammen um 36,7 kWh/m²a im Jahr 2006 und um 40,1 kWh/m²a im Jahr 2007. − Lag die CO 2 -Emission vor der Sanierung bei 43,3 kg/m²a so konnte sie durch die Sanierung im Jahr 2006 auf 17,7 kg/m²a und auf 14,5 kWh/m²a im Jahr 2007 abgesenkt werden. Zur Reduktion trug die Stromerzeugung durch die PV-Module im Jahr 2006 8,5 kg/m²a und im Jahr 2007 und 9,3 kg/m²a bei. − Die Luftqualitätsmessungen im Kindergarten zeigten, dass während des Kindergartenbetriebs bei laufender Lüftungsanlage die CO 2 -Konzentration nur unwesentlich über 1000 ppm ansteigt. Der eingestellte Luftwechsel könnte vor diesem Hintergrund künftig etwas reduziert werden. − Zwischen der mit dem LUQAS- Sensor der Firma Elektronik Technologie Rump gemessenen Schadstoffkonzentration gibt es keinen sichtbaren Zusammenhang. − Die auf die Nettogrundfläche bezogenen Nettokosten der Kostengruppe 300 (Gebäude – Baukonstruktion) und der Kostengruppe 400 (Gebäude – Technische Anlagen) liegen beim Gemeindehaus bei 574 €/m², beim Kindergarten bei 982 kWh/m² und beim Pfarrhaus bei 908 €/m². Die Kosten der PV-Module sind in diesen Kosten nicht enthalten. − Die Vakuumdämmpaneele sind mit ca. 80 €/m² etwa 3 bis 5 Mal teurer als Polystyroldämmung mit gleicher Dämmwirkung. Der Heizwärmeverbrauch aller drei Gebäude zusammen wurde gegenüber dem Zustand vor der Sanierung um 59 % reduziert. Es konnte allerdings nur eine 50 %ige Reduzierung des Endenergieverbrauchs erreicht werden – wobei die Hilfsenergie mit dem Primärenergiefaktor 2,7 in die Bewertung einging – da der Stromverbrauch nach der Sanierung teilweise deutlich angestiegen ist. Bei der integralen Planung wurde das Augenmerk stark auf die Hüllflächendämmung gelegt, bei der das Ziel auch vollkommen erreicht wurde. Die stromverbrauchenden Aggregate wurden jedoch zu wenig beachtet. Bei der Planung muss künftig eine gezielte Auswahl getroffen werden, denn der Primärenergiefaktor des Stromes ist um ein Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 128

3070 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
Energetische Sanierung durch Wärmedämmung Energetische Sanierung ...
Energetische Sanierung durch Wärmedämmung Energetische Sanierung ...
Energetische Sanierung auf Passivhaus-Neubaustandard -am ...
Kompendium Energetische Sanierung - KfW
Bauen · Wohnen · Einrichten · Energetische Sanierung
Energetische Sanierung von Wohngebäuden - Landratsamt Rems ...
Energetische Sanierung - Internationale Schule Kleinmachnow 1
Energetische Sanierung Leitfaden zur praktischen - Stadt Eupen
Klimaschutz durch energetische Sanierung - CO2-Erdsonde ...
Energetische Sanierung – auch mit neuem Balkon - Alupor
Beiträge an die lärmtechnische und energetische Sanierung von
Anforderungen an die energetische Sanierung aus Sicht - BDA Berlin
Energetische Sanierung spart Energie, schafft besseres Raumklima ...
32.863 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
4.926 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
203 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
2.228 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
443 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
303 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
296 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
in Ulm-Böfingen - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
1688 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
454 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
43.247 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
12 MB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
38.350 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
1.530 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
1.688 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan
10.171 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz