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27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

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Die

Die Sanierung des Pfarrhauses wurde ebenfalls im leer gezogenen Zustand durchgeführt. Wie in Bild 4 und Bild 27 zu erkennen, stellen die auskragenden Balkone erhebliche Wärmebrücken dar. Bereits der Wettbewerbsentwurf sah vor, die auskragenden Balkone samt der auskragenden Betonträger abzutrennen und die Balkone wärmebrückenfrei vor das Gebäude zu stellen. Auf der östlichen Südseite ist die Fensterfassade zurückgesetzt. Auf diese Weise konnte die Grundfläche vor der Fassade bisher als Balkon genutzt werden. Bild 27 stellt einen Ausschnitt dieser Balkonecke dar. Bild 27: Darstellung der südöstlichen Ecke des Pfarrhauses mit Darstellung der auskragenden Betonträger Bild 28: Die Giebelwand vom Rauminnern aus betrachtet. Das bisherige Fenster ist bereits entfernt. Das neue Fenster sitzt an der Außenkante der Deckenplatte. Um diese bauliche Situation wärmetechnisch zu lösen, da ein Abschneiden der Kragarme wegen der Dachauflagerung nicht möglich war, wurde die Fensterfassade nach außen versetzt und so die bisherige Balkonfläche zum Wohnraum umgewandelt. Mit dieser Maßnahme hat man Wohnfläche hinzugewonnen und gleichzeitig das Wärmebrückenproblem gelöst. Bild 28 zeigt die vom Innenraum aus betrachtete Giebelwand. Das bisherige Fenster ist bereits ausgebaut, das neu eingebaute ist am rechten Bildrand zu erkennen. An den Außenwänden wurde die äußere 7 cm dicke Betonschale samt der dahinter liegenden 6 cm dicken Polystyrolschicht abgenommen. Die äußere Schicht hatte keine lastabtragende Funktion, sie konnte daher entfernt werden. Die Demontage stellte sich jedoch als zeitaufwendig dar, da die äußere Schale an vielen Stellen über Stahlanker mit der inneren tragenden Betonwand verbunden war. Nach dem Entfernen des Polystyrols zeigte sich die Wand in einem sehr unebenen Zustand, auf dem erst zum Aufbringen von Dämmplatten ein Ausgleichsputz mit einer mittleren Dicke von 3 cm aufgebracht werden musste. Die Planung sah vor, die neue mit Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 37

Vakuumdämmpaneelen gedämmte Fassade als Vorhangfassade auszuführen. Die Dicke der Vakuumdämmplatten solle 3 cm betragen. Als Verkleidung waren 1,2 cm dicke Faserzementplatten mit einer Breite von 1,20 m vorgesehen. Der Wandaufbau ist in Bild 29 angegeben. Bild 29: Darstellung des Wandaufbaus des Pfarrhauses Die erste vom Fassadenbauer vorgelegte Planung mit der Aluminium-Unterkonstruktion ATK 601 ergab einen U-Wert von 0,35 W/m²K. Dieser Wert wurde vom Projektteam als deutlich zu hoch angesehen, denn unter der Annahme einer 3 cm dicken Vakuumdämmplatte ohne Fugen und ohne Fassadenverankerung ergäbe sich ein U-Wert von 0,15 W/m²K. Dies führte zu einer Umplanung und zur Wahl des Systems Gaubatz-Thermostar. Dieses System besteht aus Edelstahlkonsolen mit einer Dicke von 3 mm zur Befestigung der senkrechten Aluminiumschienen. Die Schienen ermöglichen einen größeren Abstand der Befestigungspunkte gegenüber dem System ATK 601. Die Konsolen werden mit Edelstahlschrauben an der Wand befestigt. Unter den Konsolen befindet sich eine 5 mm dicke Dämmung mit der Wärmeleitfähigkeit 0,1 W/mK. Bild 30: Darstellung der senkrechten Befestigungsprofile für die Faserzementplatten der Vorhangfassade. Die Profile sind über jeweils vier Konsolen an der tragenden Wand befestigt. Bild 31: Darstellung des Verlegeplans der Vakuumdämmpaneele Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 38

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