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27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

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1 Einleitung Über 90 %

1 Einleitung Über 90 % aller baulichen Maßnahmen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die eine jährliche Investitionssumme von ca. 40 Mio. € umfassen, erfolgen derzeit im Bestand. Es ist daher entscheidend, dass die Weichen zu Beginn einer Maßnahme richtig gestellt werden. Die Diözese möchte mit der Sanierung des Gemeindezentrums „Zum Guten Hirten“ in Ulm-Böfingen – auch vor dem Hintergrund von ca. 5.000 eigenen Gebäuden – über die Diözese hinaus ein Zeichen setzen und zeigen, welchen Beitrag die Kirche zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung leisten kann. Vor Beginn einer anstehenden Dachsanierung am Gemeindehaus machte die Diözese der Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ den Vorschlag, das gesamte Gemeindezentrum energetisch zu sanieren und solare Maßnahmen umzusetzen. Die Idee fand im Kirchengemeinderat breite Zustimmung. Um zweckmäßige Lösungen für diese komplexe Aufgabe zu erhalten, wurde Ende 2000 ein Architektenwettbewerb mit folgender Aufgabenstellung durchgeführt [1]: − Das Ziel ist ein ressourcenschonendes und energiesparendes Gesamtkonzept. Der Energieverbrauch für das gesamte Gemeindezentrum soll drastisch reduziert werden. Die Halbierung des Gesamtenergieverbrauchs stellt dabei ein Minimum dar. Angestrebt ist die maximale Reduzierung der Gesamtemission bis zur „Nullemission“ die sich allerdings nur rechnerisch erzielen lässt. − Anhand eines Prioritäten- und Maßnahmenkataloges soll der Einsatz der aktiven und passiven Komponenten des Gesamtenergiekonzeptes in einen energetischen, funktionalen und wirtschaftlichen Zusammenhang gebracht und dargestellt werden. − Bei der architektonischen Umsetzung der Modernisierungsmaßnahmen soll sowohl die Gesamterscheinung des Gemeindezentrums als auch die unterschiedlichen Qualitäten der einzelnen Gebäude berücksichtigt werden. Entsprechend dieser Vorgabe werden bei der Kirche wegen der besonderen architektonischen und künstlerischen Qualitäten die Eingriffe in der Hüllfläche ausgeschlossen. Energetische Verbesserungen sind durch den nutzungsbedingten Einsatz von aktiven Komponenten zu erzielen. Bei den übrigen Gebäuden gibt es diesbezüglich keine Einschränkungen. − Die unterschiedliche Nutzungsdichte und Nutzungsfrequenz der einzelnen Gebäude soll unter Beibehaltung der funktionalen Qualitäten bei der Erarbeitung des Konzeptes berücksichtigt werden. Die technischen Anlagen sollen eine einfache Bedienbarkeit zulassen. − Angestrebt wird der nachhaltige Einsatz von ökologischen Maßnahmen; d. h. jede Einzelmaßnahme soll im Zusammenhang eines Gesamtkonzeptes stehen und sich synergetisch mit den anderen Maßnahmen verbinden. Die langfristige Wirksamkeit des Gesamtkonzeptes ist anzustreben. In einem zweistufigen begrenzt offenen Wettbewerb wurden aus 25 Entwürfen 5 ausgewählt. Nach detaillierter Konkretisierung dieser Arbeiten entschied sich das Preisgericht für den Entwurf des Büros Günter Hermann Architekten, Stuttgart. Als Fachplaner für den Bereich Bauphysik war die Gesellschaft für bauphysikalische Objektplanung aus Krefeld beteiligt. Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 5

Der Entwurf sah unter anderem vor, die äußere Schale der Hüllfläche des Kindergartens und des Pfarrhauses auszutauschen und den Zwischenraum so zu dämmen, dass der Wärmeschutz der Außenwand gegenüber dem Zustand vor der Sanierung deutlich verbessert wird. Um Aufbauhöhe und Wanddicke schlank zu halten, fiel im Rahmen der integralen Planung die Entscheidung für den Einsatz von Vakuumdämmung im Fußboden des Kindergartens und in der Wand des Pfarrhauses. Diese Dämmtechnik ist neu und bisher kaum verbreitet. Es fehlen insbesondere einschlägige Erfahrungen sowohl bei der Handhabung auf der Baustelle als auch im Einsatz als Dämmstoff. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik wurde vom Bundeswirtschaftsministerium mit der Validierung des Energiekonzeptes unter Einsatz von Vakuumdämmpaneelen beauftragt. Das Vorhaben wird durch die Stadt Ulm, die Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm und die Fernwärme Ulm (FWU) unterstützt. Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, sind Schirmherren des Projektes. 2 Beschreibung des Ist-Zustandes Das katholische Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“ wurde ab 1966 in drei Bauabschnitten erstellt. 1966 entstanden Kirche und Gemeindehaus, 1974 kamen Pfarrhaus und Kindergarten hinzu. Der Bau des Glockenturms vervollständigte 1990 das Ensemble. Bild 1: Lageplan mit Darstellung der Gebäude des Gemeindezentrums „Zum Guten Hirten“ in Ulm-Böfingen Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 6

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    Die Leistung beträgt 19,04 kWp. Di

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    5.3.1 Meteorologische Randbedingung

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    Bild 79: Darstellung der mittleren

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    5.3.4 Verhalten der Vakuumdämmpane

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    und unter dem Dämmpaneel ein groß

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    an der Vakuumdämmplatte und außen

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    5.3.8 Energetische Bewertung der L

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