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27.263 KB - Energetische Sanierung der Bausubstanz - EnSan

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5.3.5.3

5.3.5.3 Leitungswärmeverluste Die Technikzentrale befindet sich im Untergeschoss des Gemeindehauses. Von dieser Zentrale aus führen die Heizleitungen in einem begehbaren Schacht zur Kirche. Die Leitungen zum Kindergarten und zum Pfarrhaus liegen in einem gemeinsamen Schacht, der die Länge von ca. 35 m aufweist. Nach dem Schacht sind die Leitungen zum Pfarrhaus in der Erde verlegt. Im Rahmen der Sanierung wurden die in den Schächten verlegten Leitungen neu gedämmt. Die in der Erde verlegten Leitungen erhielten jedoch keine Dämmung, obwohl dies im Rahmen der integralen Planung vorgesehen war. Als Grund wurden zu hohe Kosten angeführt. Die Gesamtverluste der in den Schächten und in der Erde verlaufenden Leitungen konnten ermittelt werden, da jeweils Wärmemengenzähler in der Technikzentrale und in den Gebäuden installiert wurden. Im Jahr 2006 belaufen sich die Verluste, wie in Tabelle 41 angegeben, auf 22.988 kWh/a. Bezogen auf die Gesamtfernwärme, die im Technikraum an der Übergabestation übergeben wurde sind dies 10 %. Die Verluste der Verteilleitungen in der Zentrale konnten ebenfalls mittels Wärmemengenzähler erfasst werden. Sie liegen bei 4.078 kWh/a, bezogen auf die Gesamtfernwärmemenge sind dies 2 %. Im Jahr 2007 waren die Verluste mit 23.401 kWh/a und 5.320 kWh/a etwas höher als im Vorjahr, wie Tabelle 42 zu entnehmen ist. Da zudem noch der Gesamtfernwärmeverbrauch im Jahr 2007 etwas geringer war als im Jahr 2006, liegen die Rohrleitungsverluste bei 12 % und 3 %. Bild 97: Darstellung der Zusammensetzung des Endenergieverbrauchs für Beheizung und Trinkwarmwassererwärmung vor der Sanierung und in den Jahren 2006 und 2007 nach der Sanierung Die Energieverlustanteile sind in Bild 97 den übrigen Energieanteilen gegenübergestellt. Ferner zeigt das Bild die Energieanteile des Zustandes vor der Sanierung. Prozentual weisen die Verluste der Erdleitungen vor und nach der Sanierung etwa den gleichen Wert auf, doch absolut betrachtet sind die Verluste, wie Tabelle 4 zu entnehmen ist, nach der Sanierung deutlich kleiner. Dies ist auf die verbesserte Dämmung der Leitungen in den Schächten und in der Technikzentrale zurück- Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 93

5.3.5.4 Stromverbrauch zuführen. Ferner ist das Temperaturniveau des Vor- und Rücklaufs nach dem Einbau des Wärmetauschers an der Wärmeübergabestation reduziert worden. Die Leitungswärmeverluste hätten jedoch noch weiter reduziert werden können, wenn auch die in der Erde verlegten Leitungen, so wie vorgesehen, gedämmt worden wären. In Bild 97 ist auch erkennbar, wie der Gesamtenergieverbrauch des Gemeindezentrums insgesamt reduziert werden konnte. Vor der Sanierung lag er bei 368.125 kWh/a, im Jahr 2006 bei 235.682 kWh/a und im Jahr 2007 bei 198.320 kWh/a. Dies ist eine Reduktion von 36 % im Jahr 2006 und von 46 % im Jahr 2007. Es ist dabei zu beachten, dass in diesen Werten noch die nichtsanierte Mesner-Wohnung und die Kirche enthalten sind. Besonders der Verbrauch der Kirche mit einem Energieverbrauchsanteil von über 40 % macht sich deutlich bemerkbar. Vor der Sanierung lag der Anteil der Kirche am Gesamtenergieverbrauch bei 26 %. Tabelle 48: Zusammenstellung des Stromverbrauchs im Gemeindehaus (ohne Mesner-Wohnung) Verbraucher Jährlicher Stromverbrauch 2006 2007 [kWh/a] [%] [kWh/a] [%] Beleuchtung und Steckdosen 12.861 55 9.009 46 Kühlschränke 3.836 16 3.847 20 Heizkreispumpe Kirche 1.319 6 1.217 6 Gemeindehaus 394 2 379 2 Mesner–Wohnung 442 2 345 2 Kindergarten und Pfarrhaus 1.957 8 2.076 11 Abluft 7 0 9 0 Daten – Visualisierung 794 3 794 4 Messrechner 1.861 8 1.867 9 GESAMT 23.471 100 19.543 100 Der Stromverbrauch im Gemeindehaus setzt sich aus den Verbräuchen für Beleuchtung und Geräte, die an Steckdosen angeschlossen sind, Kühlschränke, Heizkreispumpen, Abluftventilator, Visualisierung und Messrechner zusammen. Um den Verbrauch für Beleuchtung und Steckdosen zu erhalten, wurden vom Gesamtstromverbrauch die in der Tabelle 48 angegebenen Einzelverbräuche abgezogen. Aus der Tabelle ist zu ersehen, dass die Steckdosen und die Beleuchtung mit 55 % die Hauptverbraucher darstellen. Die Kühlanlage, die aus einer großen Kühltheke und weiteren Kühlschränken besteht, weist mit 16 % ebenfalls einen großen Verbrauch auf. Dieser Verbrauch könnte deutlich reduziert werden, wenn die große Kühltheke in der Küche außer Betrieb genommen würde, da sie sowieso meist leer ist. Die Heizkreispumpen im Technikraum tragen zu 18 % zum Strom- Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP-Bericht WB 140/2008 Abschlussbericht – Gemeindezentrum „Zum Guten Hirten“, Ulm 94

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