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Abteilung Tierhaltung und Tierschutz, Vetsuisse Fakultät Bern

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Abteilung Tierhaltung und Tierschutz, Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern GOLDHAMSTER ALS HEIMTIERE: WIE BEEINFLUSST DIE HALTUNG IHR WOHLBEFINDEN? Sabine G. Gebhardt-Henrich, Evelyne M. Vonlanthen, Andrina R. Hauzenberger, Katerina Fischer, Patrizia Eberli, Esther Gerber, Andreas Steiger Einleitung Seitdem 1937 zum ersten Mal Goldhamster an Privatpersonen abgegeben wurden, stieg ihre Beliebtheit als Heimtiere. Man schätzt den weltweiten Bestand von „Heimtier- Goldhamstern“ auf 7 – 8 Mio. Tiere, eine weitere halbe Mio. werden als Labortiere gehalten. Damit werden mehr Goldhamster gehalten, als wild in Syrien und im Südosten der Türkei leben (Gattermann, 2000). Die Haltungsbedingungen der Goldhamster in Gefangenschaft unterscheiden sich grundlegend von den Lebensbedingungen in der Natur. In der Natur lebt der Goldhamster solitär, bewohnte Hamsterbauten hatten in Syrien einen Mindestabstand von 100 m (Gattermann et al., 2001). Als Labortiere werden Goldhamster oft in Gruppen gehalten, obwohl diese Haltungsart zu vermehrtem Stress und Verletzungen führt (Kuhnen, 2002). Die Fläche, die Hamstern zur Verfügung gestellt wird, ist um ein Vielfaches kleiner als die Territorien in der Natur. Wahrscheinlich benötigen Goldhamster so grosse Territorien, um genügend Futter zu „hamstern“. Dabei verfügen Goldhamster über Methoden der Orientierung, um bei grossen Distanzen auf direktem Weg in den Bau zurückzufinden (Etienne et al., 1995; Siegrist et al., 2003; Etienne and Jeffery, 2004). In Gefangenschaft ist die Fortbewegung über grosse Distanzen zwecks Futtereintragen unnötig, oft sogar in kleinen Käfigen unmöglich. Wilde Goldhamster verbringen die meiste Zeit in selbstgegrabenen, in verschiedene Kammern unterteilten Bauten ca. 80 cm tief im Boden bei einer Temperatur von 12º C (Gattermann et al., 2001). In Käfigen ist bestenfalls ein unstrukturierter Unterschlupf vorhanden. Der Aufenthalt im Bau ist neben einem Witterungsschutz auch ein Schutz vor Prädatoren. Goldhamster als Labor- und Heimtiere werden oft berührt und in die Hand genommen. Auch das ist eine für ein Beutetier ungewöhnliche Situation. Alle Goldhamster, die weltweit als Heimtiere gehalten werden, stammen von einem Goldhamsterweibchen ab, das 1932 in der Nähe von Aleppo ausgegraben wurde (Gattermann, 2002). Rechnet man mit vier Generationen pro Jahr (konservative Schätzung), dann sind seitdem 308 Generationen Goldhamster gezüchtet worden. Das Verhalten der domestizierten Hamster unterscheidet sich allerdings nur wenig von Wildfängen (Gattermann, 2000). Unnatürliche Haltungsbedingungen können zu physischen und psychischen Schäden bei Wildtieren und domestizierten Arten führen (z.B. Mason, 1991a; Balcombe, 2006). Verhaltensstörungen, die durch unnatürliche Haltungsbedingungen ausgelöst werden, ähneln Psychosen bei Menschen (Garner et al., 2001; Garner et al., 2003). In der Forschung können Verhaltensstörungen, ausgelöst durch die unnatürliche Haltung, die Validität der Resultate schwerwiegend beeinträchtigen (Barnett and Hemsworth, 1990; Würbel, 2001; Garner, 2005). Ganz allgemein beeinflusst die Haltung das Wohlbefinden der Labor- und Heimtiere (Balcombe, 2006). Daher untersuchten wir die Einflüsse von Boxengrösse, -struktur, -einrichtung (besonders Einstreutiefe, Laufrad, Unterschlupf) und Handling auf das Verhalten in Hinblick auf das Wohlbefinden von Goldhamstern. Als Messung für das Wohlbefinden diente vor allem das Verhalten (Fehlen von Verhaltensstörungen wie Stereotypien z.B. Gitternagen), aber auch der Lebensfortpflanzungserfolg (reproductive success) und die Körpertemperatur (emotionales

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