Ausgabe Januar 01/06 - EDU Schweiz

edu.schweiz.ch

Ausgabe Januar 01/06 - EDU Schweiz

AZB 3601 Thun

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Postcode 1

Christlich-politische

Monatszeitung

Offizielles Organ

der Eidgenössisch-

Demokratischen

Union EDU

www.edu-udf.ch

Diesen Monat aktuell

• . . . «Es gibt keine hoffnungslosen Fälle!» Seite 5

• . . . 42,7 % wählen EDU! Seite 6

• . . . «Uns ist ein Kind geboren . . .» Seite 7

Standpunkt

26. Jahrgang, Nr. 1

Auflage: 42 000

Inhaltsverzeichnis

Januar 2006

Auf Sand oder Fels?

Auch in der Frage der Integration

anderer Kulturen gilt

es, biblische Tatsachen klar

von humanistischem Gedankengut

zu unterscheiden.

Seite 2

Die 68er-Falle

ist zugeschnappt

Warum die Neuen Linken

heute alt aussehen, lesen

Sie ebenfalls auf Seite 2

Swiss(Eir)com

Hat der Bundesrat die

Swisscom vor dem Grounding

bewahrt? Hintergründe

finden Sie hier: Seite 3

Depressionen

Warum gibt es so viel Hoffnungslosigkeit?

In Europa

und insbesondere in der

Schweiz sind psychische

Krankheiten im Vormarsch.

Eine Fachperson steht Red

und Antwort. Seite 5

(Foto: VoE)

EDU und «EDU-Standpunkt»:

Eine gute Sache – und ganz sicher

nicht «für die Katz» . . . Wir

danken für Ihre Lesertreue und

wünschen Ihnen weiterhin

viel inneren Gewinn bei der

Lektüre!

EDU-Listen haben es

in sich

In Adelboden wählten

42,7 % die EDU. Wie viele

werden es im Februar in Riehen

BS sein?

Beides Seite 6

«Ihr Kinderlein

kommet!»

Wintersession 2005: Es ist

nicht alles Gold, was glänzt,

denn in unserem Land fehlt

es an viel Wichtigerem . . .

Seite 7

...nämlich an Kindern. Dass

es aber immer noch freudige

Ereignisse gibt, beweist

Familie Derron.

Ebenfalls auf Seite 7

Aus Tatsachen nichts

gelernt

Weder Todesfälle noch die

Zunahme der Aids-Ansteckungen

unter Schwulen lassen

BAG und Risikogruppen

umdenken . . . Seite 8

Aus der Geschichte

nichts gelernt

Dies beweist der iranische

Präsident mit seinen jüngsten

antisemitischen Äusserungen.

Sein Bumerang

könnte dereinst auf ihn und

sein Volk zurückfallen.

Seite 8

Präsidiale Worte zum neuen Jahr

Einsatz für die Werte

Im Jubiläumsjahr der EDU

haben sich die Verantwortlichen

das Ziel gesetzt,

Werte, für welche

sich Funktionäre der EDU

einsetzen wollen, zu definieren.

An der Retraite in

Gunten wurde intensiv auf

dieses Thema hingearbeitet.

Um die 50 Personen

aus Landes- und Freikirchen

stellten sich den Fragen

um erhaltenswerte

Werte.

«Zukunft gestalten


Werte erhalten»:

Unter

diesem

Motto hat

sich die EDU

in den vergangenen

Jahren engagiert. Werte

werden immer wieder untergraben.

Innerhalb der

EDU konnten die biblisch

fundierten Werte erhalten

bleiben. Auch wenn es nicht

gelungen ist, in diesem Jahr

eine schriftliche Wertedefinition

zu verfassen, wurden

mir für das kommende Jahr

die Augen für den Wert der

Werte erneut geöffnet.

Geistlich

gewappnet . . .

Ein immer mehr ins Abseits

verdrängter Wert scheinen

Kampfhunde: EDU hat Problem längst erkannt

Die EDU zeigt «Biss»

Im Jahr 2003 fiel eine Frau

dem Angriff eines Hundes

zum Opfer. Der Fall erregte

landesweites Aufsehen

und führte zu einem Vorstoss

von EDU-Kantonsrat

Stefan Dollenmeier. Die

tragische Attacke vom 1.

Dezember vergangenen

Jahres auf den 6-jährigen

Süleyman in Oberglatt ZH

zeigt in erschreckender

Deutlichkeit, wie gering

das Bewusstsein um das

Gefahrenpotenzial bei den

Behörden offensichtlich

ist.

Bereits im Jahr 2000 wurde

Kantonsrat Stefan Dollenmeier,

Rüti ZH, vorstellig. In

einer Parlamentarischen Interpellation

fragte er die Regierung

an, was noch geschehen

müsse, bis der

Kanton Zürich aktiv werde.

«Bedauerlich, dass ich diese

Frage heute wieder stellen

muss», stellt er gut fünf

Jahre später fest – nachdem

ein weiterer Mensch Opfer

einer Hundeattacke und

der Verlust der Nächstenliebe

und die schwindende

Achtung vor dem Nächsten

zu sein. Vermehrt treffen wir

auf Rauherzigkeit und liebloses

Verhalten dem Nächsten

gegenüber. Wie schnell

finden wir Menschen, die

bereit sind, gegen den Bruder

oder die Schwester aufzustehen!

Leider nur zu oft

wird in einer manchmal fast

verleumderischen Art ein

derartiges Verhalten an den

Tag gelegt – sei es nun öffentlich

oder im kleinen

Kreis, hinter vorgehaltener

Hand oder mit lautstarker

Stimme. Doch jegliches

Reden gegen den Bruder,

wenn es nicht wirklich der

Wahrheit entspricht, ist Verleumdung

und eine Saat für

Unfrieden und Misstrauen.

Die Bibel lehrt uns einen klaren

Weg, nämlich direkt mit

dem Nächsten zu sprechen

und nicht mit einem Rundumschlag

und angeblich «offener

Information» massive

Verunglimpfung zu säen.

Keineswegs aber lassen wir

uns mit faulen Werten oder

eben mit dem Wertezerfall

zufrieden stellen. Wir wollen

unserem Auftrag, Licht und

Salz zu sein, auch in den

kommenden Jahren treu

bleiben. Auch wenn sich

viele Fragen nicht einfach

Unser Bild zeigt Kantonsrat Stefan Dollenmeier, hier zusammen

mit den Nationalräten Christian Waber (Wasen i. E. BE, links) und

Markus Wäfler (Schleinikon ZH, rechts) .

(Bild: zvg)

behördlicher Untätigkeit wurde.

Konkrete Vorstösse

Nach dem zweiten tödlichen

Unglück innerhalb von

knapp drei Jahren springen

nun plötzlich Politiker verschiedenster

Couleur auf

den Zug «Kampfhunde» auf.

Recht so! Die EDU hat

schon vor Jahren die Zeichen

der Zeit erkannt und

erste Vorstösse eingereicht.

mit einem Satz beantworten

lassen, wird es mein Gebet

bleiben, dass wir unter der

Führung und der Gnade

Gottes unsere Entscheide

und Aufgaben auch in Zukunft

erledigen können.

. . . und organisatorisch

gerüstet

Mit dem ASLD-Projekt

konnte die EDU in ihrem Jubiläumsjahr

entscheidende

Grundlagen für die Zukunft

schaffen. Durch eine externe

Datenverarbeitung,

mit einem erarbeiteten Prozessmanagement

und der

Wahl einer nationalen Werbeagentur

kann die EDU

Schweiz den Kantonalsektionen

und Funktionären an

der politischen Front aktive

Unterstützung anbieten. Mit

den somit frei werdenden

Ressourcen kann die nationale

Aufbauarbeit effizienter

fortgesetzt werden.

Mit vielen politisch aktiven

Frauen und Männern, mit

stillen Betern und Beterinnen,

unterstützt von Freunden,

Gönnern, Mitgliedern

und Sympathisanten kann

die EDU mit einer sehr

guten Zukunftsperspektive

in das neue Jahr gehen.

Hans Moser,

Präsident EDU Schweiz

Interpellation;

Parlamentarische Initiative

In einer Parlamentarischen

Initiative vom 5. Dezember,

mitunterschrieben von Hans

Fahrni (EVP, Winterthur), erinnerte

Kantonsrat Stefan

Dollenmeier an seine Interpellation

aus dem Jahr 2003

und monierte für eine Standesinitiative

«Import- und

Zuchtverbot für Kampfhunde»

des Kantons Zürich.

Fortsetzung Seite 2

«25 Franken für eine gute Sache...»

Abo erneuern!

In der ersten Ausgabe unseres

Publikationsorgans

finden Sie einen Einzahlungsschein

mit dem Aufdruck

«Fr. 25.–». Dies soll

Sie einerseits an die Abozahlung

fürs 2006 erinnern,

Ihnen aber andererseits

auch die Einzahlung

erleichtern.

Auch in diesem Jahr stehen

wir vor einigen grossen Herausforderungen.

Diverse Projekte

Ein Projekt ist unter anderen

die Umsetzung von ASLD

(Adressen/Abonnemente,

Spenden, Legate, Dienstleistungen)

im Zentralsekretariat

in Thun. Das Büro wird

zu einem Dienstleistungszentrum

ausgebaut. Eine

neue Aufgabe wird sein, die

gesamte Mitgliederverwaltung

mit ESR (Einzahlungsschein

mit Referenznummer)

abzuwickeln. Dies

bringt für die einzelnen Sektionen

eine echte Vereinfachung

und mehr Zeit für das

eigentliche politische Engagement.

Zum Welt-Aids-Tag 2005

mussten wir die stark gestiegenen

HIV-Infektionen

zur Kenntnis nehmen.

Vor allem Schwule

brechen alle Rekorde.

Kaum erstaunlich, denn

fast jeder zehnte homosexuelle

Mann ist HIV-positiv.

Das Ansteckungsrisiko

ist bei Homosexuellen

30- bis 40-

mal höher als bei Heteros.

Mit einer Selbstverständlichkeit

wurde das Partnerschaftsgesetz

vom Schweizervolk

angenommen.

Selbstverständlich ist offenbar

auch, dass die Schwulenorganisation

Pink Cross

an Schulen einschlägige Broschüren

wie «Selbstverständlich.»

abgeben darf, in

denen Homosexualität als

etwas Natürliches, Lustvolles

und Normales dargestellt

wird – inklusive praktische

Anleitung dazu. Dies

erst noch mit dem Segen

des BAG und des Bundesrats

. . .

Versteht sich, oder?

Es ist nicht nur selbstverständlich,

sondern unsere

Kommentar

Aber auch auf den Versand

des «EDU-Standpunkts»

wird sich ASLD auswirken.

So werden wir unser Publikationsorgan

voraussichtlich

ein bis zwei Mal im Jahr in

einer neuen Versandart zustellen

(per Kuvert oder foliert)

plus einen Begleitbrief

mit einem orangen Einzahlungsschein

(ESR) beilegen.

Damit können wir die Aboverwaltung

automatisieren

und nicht zuletzt Einsparungen

tätigen.

Wir brauchen Sie!

Mit Dankbarkeit schauen wir

auf das Jubiläumsjahr zurück.

Als eine praktisch ausschliesslich

von Spenden

getragene Partei erlebten

wir oft, wie die nötigen Finanzen

im richtigen Zeitpunkt

eingetroffen sind.

Auch im 2006 brauchen wir

Sie und hoffen auf die Erfahrung

«Vom Glauben zum

Schauen» – und sagen «Vergelts

Gott» für Ihre Lesetreue

und Ihr Mittragen!

Harold Salzmann,

Administrator EDU Schweiz

«Selbstverständlich.»: Infektionen nehmen zu

Unverständlich!

Pflicht, unsere Kinder vor

solchen Machenschaften

zu schützen, denn diese

verhängnisvolle Saat wird

dereinst aufgehen. Selbstverständlich.

Jedes Jahr werden ganz

selbstverständlich Millionen

von (Steuer-)Franken

für Stopp-Aids-Kampagnen

zum Fenster hinausgeworfen,

die von jeder HIV-Statistik

ad absurdum geführt

werden: Die Neu-Ansteckungen

steigen munter

weiter. Von Treue ist

selbstverständlich nie die

Rede, obwohl diese nach

wie vor der beste Schutz

vor Aids ist!

Selbstverständlich zahlen

die dummen Prämienzahler

die Zeche für die Zügellosigkeit

von homosexuellen und

heterosexuellen Lustkranken:

Die Behandlung eines

Aids-Kranken lassen sich die

Krankenkassen selbstverständlich

etwas kosten,

nämlich um die 30 000 Franken

pro Jahr. . . Derweilen

«freien» die sexuell Zügellosen

ungehemmt weiter.

Selbstverständlich?

Thomas Käser


2 EDU-Standpunkt 1/06 Schweiz

Fortsetzung von Seite 1

Ihr Inhalt: «Der Kanton

Zürich reicht bei den Bundesbehörden

eine Standesinitiative

ein, die ein Verbot

des Imports von Kampfhunden

und deren Züchtung in

der Schweiz verlangt.»

Begründung

«Die beklagenswerten Verletzungen

und Todesfälle durch

Kampfhunde der letzten

Jahre haben gezeigt, dass

diese Tiere auch bei optimaler

Haltung gefährlich bleiben.

(...) Wir sollten einsehen,

dass auch die besten Gesetze

(wenn sie denn einmal

eingeführt würden), ein

Restrisiko nicht ausschliessen

können. Meiner Meinung

nach brauchen wir

auch keine ethischen Skrupel

zu haben, diese Kampfhunde

in der Schweiz ‹auf

natürliche Weise› aussterben

zu lassen! (...)»

Motion

Die am 5. Dezember von

Stefan Dollenmeier lancierte

und von Peter Reinhard

(EVP, Kloten) und Gerhard

Fischer (EVP, Bäretswil) mitunterzeichnete

Motion bezweckt

ein Leinenobligatorium

bzw. eine Maulkorbtragepflicht

für Kampfhunde.

Die Motion im Wortlaut:

«Der Regierungsrat wird ersucht,

gesetzliche Bestimmungen

zu erarbeiten, welche

vorschreiben, dass so

genannte Kampfhunde, insbesondere

Rottweiler, Stafford

Terrier, Pitbulls und Bullterrier

(. . .), auf öffentlichem

Grund nicht mehr von der

Leine gelassen werden dürfen,

bzw. Maulkörbe tragen

müssen.»

Begründung

Die Begründung des Anliegens

lautet wie folgt (gekürzt):

«Schon wieder ist ein

tragischer Todesfall durch

Kampfhunde zu beklagen!

Der grausame Tod eines

sechsjährigen Knaben in

Oberglatt am 1. Dezember

2005 hat die Bevölkerung

einmal mehr tief erschüttert.

Schon seit dem Jahr 2000,

als sich solch tragische Vorfälle

– leider auch mit Todesfolge

– häuften, habe ich unermüdlich

griffige Massnahmen

gefordert, so unter anderem

in zwei Anfragen und

zwei parlamentarischen Vorstössen

– leider ohne Erfolg.

Mit einem Leinenobligatorium

respektive einer Maulkorbtragepflicht

bei freiem

Auslauf wären fast alle Unfälle

mit Kampfhunden zu

vermeiden gewesen. (...)

Das bestehende Leinenobligatorium

bzw. die Maulkorbtragepflicht

für bissige

Hunde genügt nicht, weil sie

nur dann gelten, wenn der

Hund schon einmal jemanden

verletzt hat. (...)»

«Sitz?» Nein: «Such!»

Was muss noch geschehen,

bis die Gefahr erkannt wird

und griffige Massnahmen

getroffen werden? Bis der

Amtsschimmel sich effizient

in Bewegung setzt, wird

auch die EDU verschiedentlich

noch «die Zähne zeigen»

müssen. Und plötzlich

wird die Frage laut, ob nicht

auch gewisse Dienststellen

«an die Leine genommen»

werden müssten. Dass der

Hundehalter von Oberglatt

trotz fehlender Aufenthaltsbewilligung

offenbar von der

öffentlichen Hand unterstützt

worden ist, bleibt hoffentlich

ein Einzelfall.

Thomas Feuz

Integration anderer Kulturen und Ideologien

Chance oder Risiko?

Der Anteil der ausländischen

Bevölkerung in der

Schweiz liegt bei ungefähr

20 %. Das Problem der Integration

von Menschen

aus anderen Kulturen ist

zwar nicht mit der «Globalisierung»

gekommen. Die

weltweite Migration (Völkerwanderung)

ist ein

Aspekt davon und die Globalisierung

verschärft das

Problem.

Ob Unsicherheiten und Angst

oder Euphorie für eine «Multikulti-Suppe»:

Die Wahrnehmungen

anderer Kulturen

sind oft emotional, da es letztendlich

um die Frage der Identität

jedes Einzelnen geht.

Begegnung wagen

Die Aufnahme von Asylsuchenden

ist Inhalt vieler politischer

Debatten. Wer darf,

wie lange und mit welcher

staatlichen Unterstützung?

Dazu kommt die Frage der Integration.

Diejenigen, die bei

uns bleiben dürfen, haben

auch das Anrecht, in unserer

Gesellschaft integriert zu

werden. Und hier ist nicht nur

«die Politik» gefragt, sondern

jede Bürgerin und jeder Bürger;

denn integrieren bedeutet

auch akzeptieren. Diese

Akzeptanz ist Sache beider

Seiten: nicht nur unsere, sondern

auch diejenige des Ausländers.

Er muss unsere Kultur

und unsere Bräuche akzeptieren,

er hat sich unseren

Gesetzen zu unterstellen, er

muss unsere Sprache lernen

und seine Selbstverantwortung

in unserem Land wahrnehmen.

Es ist unbestritten:

Gute Gesetze ermöglichen

eine gute Integration. Somit

ist es auch richtig, wenn die

Gesellschaft klare Erwartungen

und Regeln an Ausländer

definiert und umsetzt, welche

in unserem Land leben

wollen. Der persönliche Wille

jedes Einzelnen, sich zu integrieren

und sich integrieren

zu lassen, ist noch wichtiger.

Inwiefern bin ich als Nachfolger

Jesu Christi bereit, auf

den Anderen zuzugehen, von

ihm zu lernen, mich begeistern

zu lassen und ihn als

Gottes Schöpfung wahrzunehmen,

zu respektieren und

zu lieben?

Auf Sand bauen?

Anderseits leben wir im Zeitalter

falscher Toleranz. In

den letzten Jahrzehnten ist

der Begriff Toleranz in den liberalen

Gesellschaften des

Westens zum Laisser-faire

geworden. Diese Mentalität

hat immer mehr zu einem

moralischen und kulturellen

Relativismus geführt. «Alles

ist gut, solange es für mich

stimmt!» Absolute Wahrheiten

werden abgelehnt. Jegliche

Kraft oder moralische

Werte, die dem Menschen

übergeordnet sind, werden

verneint. Der Humanismus

führt zum naiven Glauben an

eine multikulturelle Gesellschaft,

wo alle Menschen

gut und lieb sind und wo

Harmonie und Frieden dank

menschlicher Weisheit und

Vernunft möglich sind. In

diesem Sinne versteht man

Aktuelle Buchrezension: «Die 68er-Falle»

unter Toleranz Einschliesslichkeit

und nicht Abgrenzung,

was im Zusammenhang

mit der Integration von

Ausländern mit Risiken verbunden

ist. Toleranz verneint

Unterschiede nicht; sie ermöglicht

nur ein friedliches

Zusammenleben von Menschen,

die unterschiedliche

Meinungen haben. Die Würde

des Menschen als von

Gott geliebtes Geschöpf bildet

zwar die Basis für Toleranz,

aber das bedeutet

nicht, alles gutzuheissen.

Dieses Gedankengut prägt

einen grossen Teil unserer

Demokratien. Menschen,

die im Namen einer Religion

oder Philosophie unsere demokratischen

Werte ablehnen

oder bekämpfen, haben

bei uns nichts zu suchen.

Auf Fels gebaut

Der Mensch, der weiss, wer

er ist, woher er kommt,

wohin er geht und der den

Sinn des Lebens erkannt

hat, braucht keine Berührungsängste

mit Menschen

zu haben, welche anders

sind und an etwas anderes

glauben. Nachfolger Christi

haben diese Identitätsüberzeugung.

Sie haben die

Möglichkeit, Ausländern zu

begegnen und sich mit

ihnen über existenzielle Fragen

auszutauschen, ohne

sich über sie zu stellen, aber

mit der inneren Gewissheit,

dass sie auf festem Fundament

stehen.

Stéphane Derron,

Politologe

Das Desaster der Neuen Linken

Der Moment für diese

Buchrezension könnte aktueller

nicht sein: Die alte

Regierung in Deutschland

hat die berechtigten Erwartungen

vieler Bürger

nicht erfüllt und höchstens

hinsichtlich Staatsverschuldung

für «Rekorde»

gesorgt. Die Reform-

und Umgestaltungswut

von Rot-Grün wurde –

nicht nur bei der umstrittenen

Rechtschreibereform

– in die Schranken

gewiesen. Derweil gratulieren

sich die beiden SP-

Bundesratsmitglieder zum

Amt des Bundespräsidenten

und der Bundesvizepräsidentin.

Weder im fast 160-seitigen

Buch von Dr. Daniel Regli

noch in dieser Besprechung

geht es um eine pauschalisierende

Abrechnung. Vielmehr

wird eine Sensibilisierung

bezweckt, die das Augenmerk

für aktuelle Vorgänge

schärfen und manches

besser verstehen lassen.

Umsturz mit System

Aufmerksamkeit ist ein Gebot

der Stunde, gerade auch

hierzulande. Was wollen

Parteien, die 15 Jahre nach

dem Fall der Berliner Mauer

immer noch mit Inbrunst die

kommunistische Internationale

anstimmen? Welche

Demokratie meint eine Partei,

die auf Französisch die

Bezeichnung «socialiste»

trägt?

Warum zerfallen Ehen und

Familien? Warum vereinsamen

Kinder? Warum nehmen

Arbeitslosigkeit und Invalidität

zu? Warum explodieren

die Sozialkosten?

Verantwortlich für diese Entwicklung

ist primär die Politik

der «68er». Das mag vereinfacht

tönen, erweist sich

aber bei näherer Betrachtung

als bittere Wahrheit.

Gestützt auf die Lehren von

Marx, Freud und anderen

hatte die so genannte Neue

Linke seit den 30er-Jahren

des vorigen Jahrhunderts an

einer neomarxistischen Revolution

gearbeitet. Unermüdlich

versprachen sie die

totale Freiheit und Selbstverwirklichung

– und erhielten

Gehör, Zustrom, Wählerstimmen

und Einfluss.

Während die DDR den «real

existierenden Sozialismus»

bis zum bitteren Ende auskostete,

schaffte die Linke

im Westen den «Gang durch

die Institutionen».

Im «Fallenland»...

Doch was lief falsch, nachdem

die Neue Linke sich um

1930 mit der so genannten

Frankfurter Schule (Horkheimer,

Adorno, Fromm, Marcuse)

einer neuen Form des

Kommunismus verschrieben

hatte? Regli im Originalton:

«Unterstützt von einflussreichen

Intellektuellen

wie Hesse, Sartre, de Beauvoir

und C. G. Jung lockte

die Neue Linke die Völker

ins vermeintliche Paradies

der liberalen Werte. Und sie

kamen, die Massen. Verzückt

tappten sie zu Tausenden,

zu Millionen in die Falle.

In wenigen Jahren hat linksliberale

Politik eine egomane

([krankhaft] selbstbezogen),

Autor | Buch

Daniel Regli, 47, ist promovierter

Historiker und

PR-Agent. Er lebt mit

Frau und drei Kindern in

Zürich.

«Die 68er-Falle. Fluchtwege

aus dem Desaster

der Neuen Linken», Verlag

Artesio, Zürich;

falle1968@bluewin.ch;

157 Seiten, viele Fussnoten

und wertvolle Verweise

auf Geschichte

und Ideologien; ISBN 3-

906562-37-9; 20 Fr.

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Früchten des vermeintlichen

Fortschritts – und hoffen,

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Hauptkapiteln «Die brüchigen

Säulen des 20. Jahrhunderts»,

«68er-Leitfiguren auf

der Suche nach dem verlorenen

Paradies» und «Leben

im ‹Paradies› der Neuen Linken».

Im letzten Teil werden

«Fluchtwege aus dem Desaster

der neuen Linken»

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mit Prägnanz durchleuchtet

der Autor die Thematik. Er

ist überzeugt: Auf der

Grundlage der christlichen

und bürgerlichen Tradition

ist eine radikale Neuordnung

von Familie, Gesellschaft

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Impressum

Der monatlich erscheinende

«EDU-Standpunkt»

und sein französischsprachiges

Pendant «impulsion»

(sechsmal jährlich,

Fr. 20.–) sind christlichpolitische

Zeitungen und

die offiziellen Organe der

EDU für den jeweiligen

Sprachraum.

Herausgeber/Redaktion

EDU-Standpunkt

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Telefon 033 222 37 07

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37). Herzlich willkommen!

Redaktionsmitglieder

thf Thomas Feuz BE

(Schlussredaktion)

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ft Fränzi Tschabold BE

Die Autoren geben zum

Teil ihre persönliche Meinung

wieder.

Satz, Druck, Spedition

Schlaefli & Maurer AG,

Spiez


Aktualitäten

EDU-Standpunkt 1/06

3

Löst externe Kinderbetreuung die (traditionelle) Familie ab?

Auslaufmodell Hausfrau?

Swisscom: Halt, sichern! (Endlich!)

Die Swisscom-Story

Die Zeitungen sind voll

von Artikeln zum Thema

Tagesschulen, Mittagstischbetreuung

und Krippenplätze.

Diese werden

von verschiedenen Interessengruppen

gefordert.

Warum ist die Nachfrage

derart gross?

Die Tatsache, dass viele Kinder

zu wenig oder gar nicht

mehr betreut werden, ist ein

offensichtliches Problem.

Immer mehr Frauen mit Kindern

müssen oder wollen

berufstätig sein. Dadurch ist

die Betreuung der Kinder zu

Hause nicht mehrt sichergestellt.

Oft reichts einfach

nicht . . .

Frauen, welche auswärts arbeiten

müssen, sind oft allein

erziehend oder das Einkommen

des Partners reicht

nicht aus, um den gewünschten

oder notwendigen

Lebensstandard halten

Nationaler Sammeltag von «Marche Blanche»

zu können. Dies hat zwei

Hauptursachen: Zum einen

führt der allgemeine Zerfall

der Familien dazu, dass wir

immer mehr allein erziehende

Mütter haben. Dies

ist die Folge des Wertezerfalls

in unserer nicht mehr

christlich orientierten Gesellschaft

(Stichwort «Bis dass

der Tod euch scheidet»!?).

Der andere, noch fatalere

Grund ist der stetige Lohndruck,

der es Familien je länger

desto mehr verunmöglicht,

mit dem Einkommen

eines Elternteils zu leben.

Dieser Trend wird sich in

den nächsten Jahren noch

verschärfen, indem das

Lohnniveau an die EU-Länder

angepasst, d. h. nach

unten korrigiert werden

wird.

Weiter gibt es eine Gruppe

von Frauen, die darunter leiden,

dass der Beruf der

Hausfrau und Mutter in unserer

Gesellschaft keine Beachtung

mehr findet. So

werden Frauen, die «in»

sein wollen, auch wenn sie

Mütter geworden sind, in

den Arbeitsprozess zurückgedrängt.

Bleibende Werte

Wie gross muss die Not

noch werden, bis wir endlich

aufhören, die geniale Einrichtung

Gottes, die Ehe und

Familie, den Götzen Wohlstand

und Egoismus zu opfern?

In einer gesunden

christlichen Familie wachsen

junge Menschen heran,

die auf festem Fundament

stehen und später auch fähig

sind, in Gesellschaft und

Volkswirtschaft Verantwortung

zu übernehmen. Oder

sind wir schon so stark auf

unser Wohlergehen fixiert,

dass es uns gleichgültig ist,

was aus der nächsten Generation

wird?

Erfolgreicher Einsatz

Engagierte Teams organisierten Stände und sammelten für die

Initiative gegen pornografische Straftaten an Kindern. Haben Sie

schon unterschrieben?

(Bild: zvg)

Am 22. Oktober fand in

Bern einer von acht «weissen

Märschen» statt: Märsche

gegen jegliche Form

von pädophiler Gewalt

und sexueller Ausbeutung

von Kindern. Menschen

marschierten mit weissen

Ballons und einem grossen

Transparent durch

Bern, um sich anschliessend

wieder auf dem Bundesplatz

zu versammeln.

Nebst diversen musikalischen

Darbietungen machten

Chantal Besson und weitere

Rednerinnen auf die

heutige Situation in der

Schweiz und über die oft im

Verborgenen stattfindenden

Gräueltaten an Kindern aufmerksam.

Es ist dringend

nötig, dass dieses Tabu gebrochen

wird und die Gesellschaft

gerade für diese Verbrechen

an wehrlosen Kindern

sensibilisiert wird.

Spenden in WIR

Sie können Spenden an die

EDU auch

in WIR tätigen.

Spenden

in WIR

senden Sie

bitte BA an

EDU Schweiz, Postfach,

3601 Thun. Wir danken herzlich

für Ihre Unterstützung!

Jetzt unterschreiben!

Um einen von vielen Missständen

im Zusammenhang

mit pädophilen Verbrechen

anzugehen, lancierte «Marche

Blanche» die eidgenössische

Volksinitiative für die

Unverjährbarkeit pornografischer

Straftaten an Kindern.

Bis März 2006 müssen

100 000 gültige Unterschriften

gesammelt werden und

es fehlen noch viele.

Deshalb fand am 19. November

ein nationaler Unterschriftensammeltag

statt.

«Marche Blanche» war an

diesem Tag mit 53 Ständen

in der ganzen Schweiz präsent,

um für die Initiative zu

werben. Von diesen Ständen

durfte ich einen in Thun

organisieren.

Wir waren stets etwa drei

bis acht, vor allem junge

Leute, die den Stand in Thun

betreuten und Passanten

auf unser Anliegen aufmerksam

machten. Trotz des kalten

Wetters hielten viele Interessierte

an, um uns ihre

Unterschrift zu geben oder

um sich über «Marche Blanche»

zu informieren. Auch

durften wir erleben, wie uns

jemand einfach so ein feines

«Znüni» vorbeibrachte oder

uns Geld für das Mittagessen

gab. Die Bilanz des

Tages: Über 560 Unterschriften

allein in Thun!

Damit die Initiative aber

tatsächlich zu Stande

kommt, braucht es noch

eine zusätzliche Anstrengung!

Weitere Informationen

erhalten Sie bei

www.marche-blanche.ch

oder 079 375 74 28.

Samuel Kullmann

Präsident Junge EDU

Thunersee

Roland Reichenbach

Für einen neuen

Artikel 123 b in der

Bundesverfassung

Die Volksinitiative «für

die Unverjährbarkeit pornografischer

Straftaten

an Kindern» verlangt einen

neuen Artikel 123 b

in der Bundesverfassung:

«Unverjährbarkeit

der Strafverfolgung und

der Strafe bei sexuellen

und bei pornografischen

Straftaten an Kindern vor

der Pubertät; Die Verfolgung

sexueller und pornografischer

Straftaten

an Kindern vor der Pubertät

und die Strafe für solche

Taten sind unverjährbar.»

Sie verdient auch

Ihre Unterstützung!

Aufruf

Die Koordinatorin der

Unterschriftensammlung

in der Deutschschweiz

ruft zum konkreten

Engagement auf!

Helfen Sie mit?!

Liebe Leserinnen und

Leser, herzlichen Dank

für Ihre Unterstützung

bei unserem wichtigen

Anliegen gegen die Kinderpornografie!

Viele

von Ihnen haben uns

schon zahlreiche Unterschriften

geschickt. Ein

grosses Merci an Sie

alle! «Marche Blanche»

führt in der ganzen

Deutschschweiz Standaktionen

durch, bei denen

wir auf die Hilfe von

Freiwilligen angewiesen

sind.

Kontakt

Melden Sie sich direkt bei

Telefon 079 375 74 28,

031 832 01 45, 022

360 02 43 oder chantalbesson@bluewin.ch.

Chantal Besson

Die EDU unterstützt dieses

Anliegen und dankt

für Ihr tatkräftiges Engagement

in dieser Sache.

Ende November 2005 gab

der Bundesrat bekannt,

dass der Bund als Hauptaktionär

seinen Vertreter

im Swisscom-Verwaltungsrat

angewiesen habe,

Auslandbeteiligungen

der Swisscom an Telekom-

Gesellschaften mit Grundversorgungsauftrag

zu

verbieten.

Diverse Medien reagierten

mit lautem Getöse auf den

«bösen Bundesrat», der sich

erdreistet, die Swisscom

ausgerechnet kurz vor Vertragsunterzeichnung

für die

Übernahme der irischen Eircom

zurückzupfeifen. Von

inkompetenten, verkrachten

Bundesräten und Einmischung

in die operativen Geschäfte

war die Rede. Was

war geschehen? Um was

geht es da?

Ziel: Unternehmswert

steigern

Anfang Oktober 1998 erfolgte

der Börsengang der

Swisscom im Zusammenhang

mit der europäischen

Liberalisierung der Telekom-

Gesellschaften. Der Bund

besitzt gemäss Telekommunikationsgesetz

Art. 6 seither

als Mehrheitsaktionär

immer zwischen ca. 60 und

66 Prozent der Aktien und

legt, laut gleichem Artikel,

die Swisscom-Strategie jeweils

für 4 Jahre fest. Dort

wird u. a. auch die Frage von

Beteiligungen und Partnerschaften

geregelt, wobei

klar festgehalten ist, dass

deren Ziel die Steigerung

des Unternehmenswerts ist

und dem Risikoaspekt genügend

Rechnung getragen

werden muss. Im Fernmeldegesetz

ist zudem in Art.

16 und 19 der Grundversorgungsauftrag

definiert. Die

diesbezügliche Swisscom-

Konzession läuft jeweils 5

Jahre und dauert gegenwärtig

von 2003 bis 2007. Der

Börsenkurs startete beim

Börsengang 1998 bei ca. Fr.

340.–, stieg 1999 im Rahmen

der Telekom-Blase auf

über 700 und liegt seit 2000

immer zwischen ca. 350 und

450 und beträgt heute ungefähr

420 Franken.

Tops und Flops

Der Bund kassierte bisher

pro Jahr gut 500 Millionen

an Swisscom-Dividenden.

Seit ihrem Start sind über 9

Milliarden aus Dividenden,

Nennwertrückzahlungen

und Aktienverkäufen in die

Bundeskasse geflossen. Die

Swisscom verjubelte aber

auch enorm viel Geld. In

Abonnement

Ich abonniere den «EDU-Standpunkt»

für Fr. 25.– (12 Nummern).

Name

Vorname

Strasse

PLZ/Ort

Datum

Asien und vor allem mit dem

Kauf von Debitel handelte

sich Swisscom Verluste von

mehreren Milliarden Franken

ein. Auch der heutige

Konzernchef Jens Alder ist

an diesen Beteiligungen mitverantwortlich.

Weitere

Übernahmeversuche scheiterten

(glücklicherweise) in

Österreich und Tschechien.

Mit dem Kauf der maroden

Eircom stand erneut ein Firmenkauf

zu weit übersetztem

Preis bevor. Dies, weil

der geplante 4,2-Milliarden-

Deal auch internationalen

Anlegern in die Nase stieg,

was zur Folge hatte, dass

die Eircom-Aktien innert

Kürze von ca. 1,60 auf 2,40

Euro getrieben wurden.

Nach Bekanntgabe des bundesrätlichen

Vetos fiel der

Eircom-Kurs sofort auf ca.

1,90 Euro.

(Wachstums-)Probleme

der Swisscom

Swisscom kann in der kleinen

Schweiz kaum wachsen,

weil die ehemalige Monopolistin

durch die Liberalisierung

des Telekommunikationsmarktes

durch private

Anbieter konkurrenziert

wird, Marktanteile verliert

und zudem durch das neue

Fernmeldegesetz auch auf

der so genannt «letzten

Meile» beschnitten wird.

Dazu kommt die Gratis-Telefonie

übers Internet, die die

zukünftigen Erträge des

Festnetzes ebenfalls massiv

nach unten drücken wird.

Die Renditen und der Wert

der Swisscom werden daher

mittelfristig eher abnehmen.

Deshalb ist es durchaus richtig,

wenn der Bund seinen

Bestellschein

Probenummern

Senden Sie mir/der folgenden Person

Probenummern des «EDU-

Standpunkts»:

Name

Vorname

Strasse

PLZ/Ort

Empfohlen von

Coupon einsenden an: EDU-Standpunkt, Postfach, 3601 Thun

Aktienanteil reduziert, solange

er noch einen angemessenen

Preis dafür erhält.

Sonst drohen massive Wertverluste.

Bei einem Totalverkauf

müsste die Grundversorgung

weiterhin sichergestellt

werden.

«Sünden»

des Bundesrats

Der Bundesrat hat als Swisscom-Hauptaktionär

eindeutig

richtig gehandelt, wenn er

sein Veto gegen weitere

Flopabenteuer einlegte. Die

Konzernleitung war über

diese Absichten orientiert

worden. Nebst den Risiko-

Bestimmungen in den strategischen

Zielen, hat der Bundesrat

zusammen mit Verwaltungsrat

und Konzernleitung

seit Sommer 2005 die

weitere Beteiligung und die

Swisscom-Strategie des Bundes

diskutiert. Als die Swisscom

parallel dazu den Eircom-Flop

einfädelte, musste

der Bundesrat handeln und

die Notbremse ziehen, bevor

erneut Milliardenverluste resultierten.

Nicht optimal verlief

die Information über die

beschlossenen Schritte.

Dass diverse bekannte Medien

dies in ihrer üblichen

Weise aufblasen und ausschlachten,

ist ein anderes

Problem.

Nationalrat Markus Wäfler

Der

Standpunkt

Ihre gute Verbindung

zu den Hintergründen

der (Tages-) Politik!

Die EDU lädt herzlich ein

Datum Anlass

10. Januar 19 h, Apéro, 19.30 h DV, Begegnungszentrum

FCGT, Giessenpark, Weinfelden: Vortrag der

EDU Thurgau mit Regierungsrat Bernhard

Koch: «Ergänzungsbau Pädagogische Hochschule

Kreuzlingen und Bildung»

15. Januar 16 h, Pfingstgemeinde Rosenaustrasse 1,

Herisau: EDU-Gebet für Land, Volk und

Regierung

17. Januar 19.30 h, ref. Kirchgemeindehaus Stettbachstrasse

58, Zürich: Vorstellen der EDU-Gemeinderatskandidaten

Stadtkreis 12 und Vortrag

von Richard Wiskin: «Die Programmierung

unserer Kinder»

20. Januar 20 h, Hotel Zentrum Töss, Zürcherstrasse 106,

Winterthur: Aseba Digital-Panorama-Multimediashow

«Israel – geboren im Feuer,

vollendet in Hoffnung»: Veranstalter EDU

Winterthur und Umgebung

Nr. 2/06 Die nächste Ausgabe des «EDU-Standpunkts»

wird am 24. Januar versandt (Redaktions-

(er) schluss: 10. Januar, Druck: 19. Januar)


4 EDU-Standpunkt 1/06 Christsein heute

ChinderHörspielBible von Adonia

In letzter Minute. . .

Waren es früher Bücher

oder Kassetten, so sind es

heute die CDs. Bereits unsere

Kleinsten verstehen

es, einen Computer zu bedienen.

Diese Tatsache

soll und kann sinnvoll genutzt

werden. Im Adonia-

Verlag erscheinen seit

Sommer 2005 CDs mit biblischen

Geschichten.

Erstmals wird eine Kinderbibel

mit allen wichtigen biblischen

Geschichten als Dialekt-Hörspiel

produziert. Auf

20 DCs wird in den nächsten

vier Jahren jeweils quartalsweise

eine CD mit Bibelgeschichten

erscheinen. Über

250 Laiensprecher interpretieren

die Rollen der biblischen

Personen. Die «ChinderHörspielBible»

soll aber

weit mehr als nur eine Hörspiel-CD-Serie

sein.

7-teilige CD

Nebst dem Hörspiel, welches

sich eng an den biblischen

Text hält und kindgerecht

umgesetzt wird, zieht

sich die Geschichte der Familie

Keller durch die ganze

Aktuell im «EDU-Standpunkt»

thf. Periodisch finden Sie

an dieser Stelle Links zu

interessanten, lesenswerten

und hilfreichen Internetseiten.

Vorschläge aus

dem Leserkreis sind willkommen!

Die Spielregeln: moralisch

fragwürdige und rein kommerzielle

Internetadressen

werden nicht veröffentlicht,

Serie. In dieser Szene wird

das Thema der biblischen

Geschichte im Alltag der

Kinder auf natürliche Art behandelt.

Ein fiktives Interview

mit einer Person, die in

der biblischen Geschichte

vorkommt, bringt vor allem

biblisches Hintergrundwissen

ein. Jede CD enthält

eine Bilderbuch-Animation,

die am PC angeschaut werden

kann. Dazu wird den

Kindern die Geschichte erzählt.

Mehrere Malbilder

können ausgedruckt und

ausgemalt werden. Jede

Scheibe enthält auch einen

Sketch mit Brigä und Adonette,

den beiden bekannten

Adonia-Puppen. Zwei bis

Neu: Surftipps

die anderen nach Möglichkeit.

Wenden Sie sich direkt

an surftipps@edu-udf.ch.

Aktuelle Links

www.livenet.ch

Offiziell das Internetportal

von Schweizer Christen.

Eine wahre Fundgrube an Informationen

aus christlicher

Sicht.

Christliche Veranstaltungen

Bibelschule

Beatenberg

27. Dezember bis 1. Januar:

Neujahrsfreizeit (Dozenten

Bibelschule) (033 841 15 00)

Ländli Oberägeri

6.–8. Januar: Retraite

« . .. zwischen den Jahren . . .

Türen schliessen – Türen

öffnen!»

19. Januar, 10.30–15.30 h:

TextLive-ImpulsTreffen für

Einzelbesucher im Ländli

(041 754 99 10)

27.–29. Januar: Seminar «Gemeinsam

sind wir stärker!»

30. Januar bis 1. Februar:

Forum für Evangelisation

«Von Herz zu Herz» (041

754 92 14)

Evang. Brüderverein

7.–8. Januar: Wochenende

für Frischverliebte

28.–30. Januar: Eltern-Wochenende

«Erziehung nach

biblischen Grundsätzen»

Freizeithaus Wydibühl,

Herbligen (031 770 71 71)

Verschiedenes

Kiko

7. Januar, 9–16 h: 2. Kiko-

Materialmesse für die Arbeit

unter Kindern, Stadttheater

Olten (www.klaex.ch)

Hope for the Nations

14. Januar, 9.30–11.30 h:

«Vom ‹Vaterloch› zur gesunden

Vaterschaft», Messianisch-christliches

Center St.

Gallen

IGW International

20.–21. Januar, Freitag 10–

20.30 h, Samstag 9–16 h: Einführung

IGW Studium, Ländli,

Oberägeri (044 272 48 08)

ABS Israel Travel

25.–30. Januar: Studienreise

für angehende geistliche

Leiter (071 422 45 45)

Pro Israel

5.–12. Februar: Ferienwoche

für Israelfreunde mit

Henri Vaucher, Bibellehrer

aus Jerusalem, Hotel Friedegg,

Aeschi (033 335 41 84)

BritHaJona

Israelvorträge von René

Stutz, Reha-Zentrum Nazareth

Illit Israel:

6. Februar, 15–19.30 h: Zentrum

Artos, Alpenstrasse

45, Interlaken

7. Februar, 15–19.30 h:

Hotel Rest. Victoria, Dorfstrasse

15, Adelboden

8. Februar, 15–19.30 h:

Hotel Rest. Landhaus, Dorfstrasse

16, Frutigen

9. Februar, 19.30 h: Zentrum

Lötschberg, Thunstrasse 2,

Burgerstube, Spiez

10. Februar, 15–19.30 h:

Hotel Rest. Alpha, Eisenbahnstrasse

1, Thun

Willow Creek

11. Februar, 9.30–17.30 h:

Konferenz «Die Mitarbeiter-

Revolution», Chrischona-

Konferenzzentrum Bettingen

bei Basel

(er)

drei passende Lieder runden

das Ganze ab.

Weihnachtsgeschenk

gesucht?

Bereits sind die CDs Nr. 1

«D’Schöpfig» und Nr. 2

«Jesus chunnt uf d’Wält»

erschienen. In Planung und

Bearbeitung sind die Ausgaben

Nr. 3 «Noah» und «Abraham».

Die Geschichten werden

in 13 AT- und 7 NT-Ausgaben

aufgeteilt. Das Projekt

wird im Jahr 2010 abgeschlossen

sein.

Falls Sie als Eltern, Grosseltern

oder Paten noch ein

sinnvolles Weihnachtsgeschenk

suchen, so könnten

die neuen Kinder-CDs eine

Idee sein. Ein Einzelexemplar

kostet Fr. 24.80, die

ganze Serie von 20 CDs

Fr. 19.80 pro Stück, zuzüglich

Versandkosten, und können

beim Adonia-Verlag bestellt

werden. Einzelexemplare

sind auch in allen

guten Buchhandlungen erhältlich.

Eveline Rytz

www.ch.ch ist ein Wegweisersystem,

das Sie durch

die Verwaltungsstellen von

Bund, Kantonen und Gemeinden

führt. Das Informationsportal

gibt Ihnen Antwort

auf administrative Fragen

des täglichen Lebens

und verbindet Sie direkt mit

den verantwortlichen Verwaltungsstellen.

Hier einige

Rubriken: Privatleben, Gesellschaft,

Arbeit, Gesundheit/soziale

Sicherheit, Umwelt

und Mobilität usw.

www.cxFlyer.de

Aus unserem Leserkreis

wurde diese Website empfohlen.

Mit cxFlyer verfolgen

die Verantwortlichen das

Ziel, möglichst alle evangelistischen

Möglichkeiten des

Internets zu nutzen, um

Menschen mit der frohen

Botschaft zu konfrontieren.

«Unser Ziel ist es, möglichst

viele wirklich gute Flyer auf

dieser Seite zu sammeln,

um dir so die Möglichkeit zu

geben, deinen Freunden,

Verwandten und Bekannten

den passenden Flyer per

Mail zukommen zu lassen.

Auf diese Weise kann man

wunderbar ins Gespräch

über Gott und den Glauben

kommen.»

Harold Salzmann

Jahreslosung

2006

Gott spricht: Ich lasse

dich nicht fallen und

verlasse dich nicht.

Josua 1, 5

Wir wünschen allen unseren

treuen Leserinnen

und Lesern von

Herzen frohe Weihnachten

und ein gesegnetes

neues Jahr.

Ihre

Redaktion

«Nachfolger Jesu werden

umdenken müssen.

Wussten Sie zum Beispiel,

dass das Datum

des 25. Dezember als

Weihnachtsfest zirka um

das Jahr 300 n. Chr. vom

römischen Kaiser Konstantin

willkürlich festgelegt

wurde?»

Diese deutlichen Worte

richtete Christian Wider im

«EDU-Standpunkt» Nr.

12/1998 an die Leserschaft.

Weiter war im Artikel

zu lesen: «Wussten

Sie, dass Konstantin mit

den Christen der damaligen

Tage dann einen

dreckigen Deal gemacht

hat, der historisch belegt

ist? Der Handel, der offensichtlich

die Christen dem

römischen Reich besser

einverleiben sollte, hiess

nämlich: Ihr übernehmt die

Daten der römischen Feste

und vergesst eure jüdischen

Festdaten – und

damit allmählich eure jüdischen

Wurzeln, dann verfolge

ich euch nicht mehr

und werfe euch nicht mehr

den wilden Tieren in der

Arena vor! Und die Christen

gingen auf den Handel

ein . . .».

Tatsächlich wurde der

Sohn Gottes, Jesus Christus,

nicht an einem 25. Dezember

geboren. Auch

kann die dreifache Begegnung

der Planeten Jupiter-

Saturn des Jahres 7 v. Chr.,

die bisher fast ausnahmslos

für den

«Stern von

Bethlehem» gehalten

wurde,

nicht mehr als

«Messiasstern»

gelten.

Gottes

Zeichen

am Sternenhimmel

Sucht man den

gestirnten Himmel

mittels

Computerprogramm

nach

auffälligen Konstellationen

ab, welche um

die Zeitenwende zu beobachten

waren, fallen nämlich

die fünf Konjunktionen

der Jahre 3 und 2 v. Chr.

des Planeten Jupiter ganz

besonders auf. Zweimal

begegnete Jupiter, der bei

den alten Völkern als «Königsplanet»

galt, dem «Planeten

der Fruchtbarkeit»,

der Venus: Am Morgen des

12. August 3 v. Chr. und am

Abend des 17. Juni 2. v.

Chr. Gar dreimal hatte der

Planet Jupiter mit dem

hellsten Stern eine nahe

Begegnung: Am 14. September

3 v. Chr. morgens,

am 17. Februar 2 v. Chr.

und am 8. Mai 2 v. Chr. jeweils

abends.

Der Hauptstern im Sternbild

Löwe trägt den wohlklingenden

lateinischen

Namen Regulus, was «Königssohn»

bedeutet. Die

alten Völker nannten den

Stern aus verschiedenen

Gründen auch einfach nur

«König»; die Juden wohl

deshalb, weil für sie gemäss

der alttestamentlichen

Prophezeiung das

Zum Bedenken

Jüdische Wurzeln unseres Glaubens

Der Stern von Bethlehem

das Bild des Löwen von herausragender

Bedeutung

war. Denn unter diesem

Sternbild sollte einst ihr

Messias-König erscheinen,

wie es Jakob einem seiner

Söhne verheissen hatte:

«Juda, du, dich werden

deine Brüder preisen! Deine

Hand wird auf dem Nacken

deiner Feinde sein. Vor dir

werden sich niederbeugen

die Söhne deines Vaters.

Juda ist ein junger Löwe;

vom Raub, mein Sohn, bist

du hochgekommen. Er

kauert, er lagert sich wie ein

Löwe und wie eine Löwin.

Wer will ihn aufreizen? Nicht

weicht das Zepter von Juda,

noch der Herrscherstab zwischen

seinen Füssen weg,

bis dass der Schilo kommt,

dem gehört der Gehorsam

der Völker.» Diese Verse aus

1. Mose 49, 8–10 geben zusammen

mit dem bekannten

prophetischen Ausspruch

von Bileam in 4.

Mose 24, 17 ein klares Bild:

«Ich sehe ihn, aber nicht

jetzt, ich schaue ihn, aber

nicht nahe. Es tritt hervor ein

Stern aus Jakob, und ein

Zepter erhebt sich aus Israel

und zerschlägt die Schläfen

Moabs und zerschmettert

alle Söhne Sets.»

Der Stern Regulus wurde

von den alten Völkern auch

«Zepter» genannt – ein weiterer

Hinweis auf die Herrschaft

des Messias (Offb. 5,

5)!

Gottes perfektes

Timing

Die Begegnungen dieser

drei Sterne bzw. Planeten

(Regulus, Jupiter, Venus) untereinander

fanden in den

Jahren 3 und 2 v. Chr.

gemäss jüdischem Kalender

nicht etwa an irgendwelchen

Tagen statt, sondern

der Herr über Raum und Zeit

hatte sich etwas ganz Erstaunliches

ausgedacht: Alle

fünf Konjunktionen fielen

mit jüdisch-biblischen Festtagen

zusammen! Selbst

der Tag, an dem der heliakische

Aufgang des Messiassterns

Zedek (= Jupiter) zu

verzeichnen war, war ein

Festtag der Juden! Bibelkenner

wissen: Genau nach

diesem Tag hatte Herodes

die persischen Weisen gefragt:

«Dann berief Herodes

die Weisen heimlich und erforschte

genau von ihnen

die Zeit der Erscheinung des

Sternes» (Matth. 2, 7).

Bibelkenner wissen auch,

dass der «König der Könige»

angesichts der Schafherden

in der Gegend von Bethlehem

sicher nicht im Winter

Hanspeter Wild

48, verheiratet, drei Kinder,

ist gelernter Maschinenkonstrukteur

und wendet

seit ungefähr zwanzig Jahren

einen grossen Teil seiner

Freizeit als Autodidakt

für die Nachforschungen zu

verschiedenen biblischen

Themen auf. Der Autor beschäftigt

sich seit mehr als

zehn Jahren mit dem

Thema «Der Stern des

Messias» und arbeitet zurzeit

an einem Buchprojekt.

Ausführlich soll dabei insbesondere

auf das Zusammengehen

von jüdischen

Festtagen und «himmlischen»

Konjunktionen eingegangen

werden, das sich

entsprechend typologisch

deuten lässt.

Menschengestalt angenommen

hat. Auch aus anderen

Gründen gibt es nur

einen einzigen Tag im Kalender

der Juden, der für

dieses weltbewegende Ereignis

in Frage kommt: der

jüdische Neujahrstag am 1.

des Monats Tischri, Rosch

Haschana genannt!

Leider reicht der Platz nicht

aus, um diese Ansicht

näher zu begründen. Nur

so viel: Der 1. Tischri 3759,

der damalige jüdische Neujahrstag,

entsprach gemäss

der julianischen Zeitrechnung

dem 10. September

3 v. Chr.: An diesem

denkwürdigen Tag

wurde der Messias Jesus

Christus geboren und es

begann zugleich das Sabbatjahr

3/2 v. Chr.!

Einige Zeit zuvor hatten

sich Joseph und Maria

zwecks Einschreibung in

Steuerlisten nach Bethlehem

begeben. Obwohl leider

heute aus Unwissenheit

vielfach noch umstritten,

fand diese Einschreibung

laut ausserbiblischen

Dokumenten im Herbst 3

v. Chr. statt.

Hinweise

Auf www.livenet.ch/

www/index.php/D/article/633/28214/

finden

Sie eine aktuelle Arbeit

des Autors. Im vorliegenden

Beitrag geht es

um die wissenschaftliche

Deutung von

Sternkonstellationen

und biblischer Prophetie

– keineswegs um

fragwürdige astrologische

Praktiken. (thf)

In der Hoffnung, dass Sie

damit eine neue «jüdische

Dimension» unseres

christlichen Glaubens entdecken

durften, wünsche

ich Ihnen ein gesegnetes

Weihnachtsfest!

Hanspeter Wild


Das Interview

EDU-Standpunkt 1/06

5

Flucht und Sucht, Freiheit und Gebundenheiten . . . Ein Fachmann zu den Problemkreisen Drogenkarriere und Sinnleere

«Es gibt keine hoffnungslosen Fälle!»

Jeder 4. Mensch in der EU

leidet gemäss Statistik an

psychischen Problemen.

Vom «Mehltau der Depression»,

wie alt Bundesrat

Adolf Ogi einmal in

einer Neujahrsansprache

formulierte, wird auch die

Schweiz nicht verschont.

Gibt es Alternativen zum

aktuellen Trend, gibt es

nachhaltige Lösungen,

Auswege aus Flucht und

Sucht? Die Redaktion im

Gespräch mit einem Fachmann

aus dem christlichen

Therapiebereich.

Interview:

Thomas Feuz

«EDU-Standpunkt»: Herr

Häring, warum werden

Menschen psychisch krank?

Hans Peter Häring: Die

Gründe sind so vielfältig wie

die Menschen. Erziehung,

Arbeit, Freizeit und das soziale

Umfeld prägen uns.

Leider nicht immer positiv.

Gibt es EU-weit verlässliche

Zahlen, die Rückschlüsse

auf Alter, Jahreszeit oder soziale

Schicht zulassen?

Meines Wissens gibt es jüngere

Studien. Ich kenne aber

deren Wortlaut nicht im Einzelnen.

Die neusten Zahlen

gehen davon aus, dass bis

zu einem Viertel der Einwohner

aller 25 EU-Mitgliedsstaaten

mit psychischen

Problemen belastet sind.

Das muss uns zu denken

geben.

Welchen Trend stellen Sie

hierzulande fest?

Der «Meilestei» wurde 1985

gegründet und ist ein abstinenzorientiertes

Rehabilitationszentrum

für Menschen

mit Sucht- und psychischen

Problemen. Praktisch jedes

Jahr überstieg die Nachfrage

nach geschützten Arbeits-

und Wohnplätzen unsere

Möglichkeiten. Die

soziale Vereinsamung,

Suchtmittelkonsum während

der Pubertät und die

Lage auf dem Arbeitsmarkt

hinterlassen ihre

Opfer auch in der Schweiz.

Haben Sie es von daher begrüsst,

dass der Nationalrat

überraschend auf die Revision

des Betäubungsmittelgesetzes

verzichtet hat?

Ich bin froh, dass der Nationalrat

nicht vorschnell auf

die Liberalisierungswünsche

eingetreten ist. Frankreich

hat vor kurzem eine

Grossinitiative gegen das

Kiffen gestartet. Landesweit

wird das Thema mit der den

Franzosen eigenen Dynamik

vertreten. Die Politiker sind

sich der dramatischen Situation

an den Schulen bewusst

und greifen nun ein.

In der Schweiz ist das

Thema bedauerlicherweise

zum Teil bereits wieder in

Vergessenheit geraten.

Viele abstinenzorientierte

Einrichtungen mussten in

den letzten Jahren schliessen.

Der Grund dafür ist nicht nur

in der offiziellen Drogenpolitik

zu suchen. Das Produkt

der abstinenzorientierten

Drogentherapie wurde ganz

einfach zu wenig vermarktet.

Man hat es nicht geschafft,

den Wert an Lebensqualität

dank einem

drogenfreien Leben zu

kommunizieren. Zudem

wird der volkswirtschaftliche

Nutzen von den Verantwortlichen

zu wenig beachtet.

Die Rechnung ist ziemlich

einfach; das System ist

mit dem Gesundheitsfachmann

Willy Oggier besprochen

worden: Die Vollkosten

für eine Therapie betragen

rund 400 Franken pro Tag

oder 180 000 Franken für 18

Monate. Kann ein Mensch

wieder in den Arbeitsprozess

integriert werden, realisiert

er in 35 Jahren bei

einem Monatslohn von 4000

Franken ein Einkommen von

rund 1,86 Millionen Franken.

Berücksichtigen wir die

nicht mehr zu bezahlende

Sozialhilfe (Werte der SKOS,

Schweizerische Konferenz

für Sozialhilfe), resultiert ein

Gesamtbetrag von 2,6 Millionen

Franken. Das ist langfristig

betrachtet eine sehr

gute Investition.

Leider werden diese Zusammenhänge

bei der Beurteilung

der Lage noch zu wenig

gewichtet. Hier ist es sehr

wichtig, den genauen Sachverhalt

aufzuzeigen. Neuen

Kostengutsprachegesuchen

legen wir deshalb gleich ein

Berechnungsbeispiel bei.

Seit längerem wird postuliert,

eine drogenfreie Gesellschaft

sei unmöglich.

Welche Ideologie steckt hinter

der daraus abgeleiteten

Liberalisierungsbewegung?

Es ist offensichtlich, dass

gewisse Kreise für einen

«bewussten Umgang mit

der Droge» lobbyieren. Das

wird als Gradmesser für die

Freiheit angesehen, führt

aber in die Abhängigkeit der

Substanzen. Die Folgen dieser

«Freiheit» trägt die Allgemeinheit,

Kosten für

Substanzen in den Abgabeprojekten,

die zusätzlichen

selbstverschuldeten Gesundheitskosten,

die Ausfälle

im Wirtschaftsleben,

die Sozialhilfe und anderes

mehr. Jede Freiheit hat

ihre Schranke dort, wo sie

in die Freiheit eines andern

eingreift. Der an sich

liberale Begriff der Freiheit

wird durch die Liberalisierung

gefährdet und nicht gefördert.

Hans Peter Haering

lic. iur., geboren 29. Januar

1947, verheiratet, 2

Kinder. Vorstandsmitglied

VCRD, Delegierter

Schweizerischer Dachverband

Stationärer

Suchthilfe. Hobbys: Tennis,

Pistolenschiessen.

Politik: Ehemaliges Mitglied

des Verfassungsrats

des Kantons Zürich

Der «Meilestei» setzt andere

Massstäbe.

Unsere Vision lautet: «Wir

sind ein ‹Meilenstein› für bedürftige

Menschen, d. h. wir

bieten Schutz, Hoffnung,

Orientierung und Halt.»

Unsere Mission lässt sich

wie folgt umschreiben: «Wir

wollen eine Gemeinschaft

sein, wo Menschen Gott

praktisch erleben, heil und

fit werden und lernen, im

Leben Verantwortung zu

übernehmen.»

Es gibt keine hoffnungslosen

Fälle, weder in der

Psychiatrie noch in anderen

Bereichen. Unser

Motto lautet denn auch:

«Heb Muet, ‘s chunnt

guet!» Unser praktisches

Christsein ruft uns zu Glauben,

Hoffnung und Liebe

auf. Diesen Grundsatz umzusetzen

und im Alltag auszuleben

ist eine grosse Herausforderung.

Gibt es Rezepte für eine

nachhaltige Therapie?

Es ist sehr entscheidend,

Grenzen zu setzen, d. h. im

praktischen Leben Nein

sagen zu können. Dies ist im

Sinne einer echten Hilfestellung

gemeint, wo Therapeuten

und Fachkräfte weiter

sehen als nur bis zur Erfüllung

eines kurzfristigen Bedürfnisses.

Wichtig ist auch,

ein Nein akzeptieren zu können.

Das war im früheren

Lebensabschnitt der Therapieteilnehmer

nicht immer

der Fall. Im süchtigen Zustand

hiess es einfach: «Ich

brauche, ich will, ich muss –

jetzt und hier, sonst werde

ich unausstehlich . . .» Wir

lernen die Leute, im Nein

etwas Positives zu erkennen.

Jedes Nein bietet die

Chance, etwas Neues anzugehen.

Hier wird sehr oft

eine gewisse Reife sichtbar,

was mich jeweils sehr freut.

Wichtig ist auch, dass wir

jeden Menschen gesamthaft

zu erfassen versuchen.

Viele Programmteilnehmende

machen in einem

einzelnen Jahr enorme Fortschritte,

auch wenn diese

für so genannt «Normale»

nicht so auffällig sind.

Eine Erfolgsquote zu berechnen

ist nicht immer

ganz einfach, denn wer darf

den Erfolg für sich buchen?

Oft bedürfen diese Menschen

nach einem Rückfall

nochmals einer Therapie

und schaffen dann den

Schritt. Entscheidend ist,

dass er es geschafft hat und

dazu beigetragen haben

viele Menschen und Institutionen.

Generell lässt sich

unter Berücksichtigung des

vorher Gesagten, dass unsere

Erfolgsquote deutlich

über 50 % liegt.

Vielen fällt es sehr schwer,

ein «Nein» zu akzeptieren

und sich nach diesen Massstäben

zu richten. Einige unserer

Bewohnerinnen und

Bewohner haben in ihrer

Entwicklung viel verpasst,

zum Beispiel wenn sie

während der Pubertät gekifft

haben.

Wie setzen Sie das durch?

Eine Politik des Laisser-faire

erhöht grundsätzlich das

Suchtpotenzial. Es braucht

Mut, Nein zu sagen. Das

bricht das Lustprinzip, ist

aber der Anfang zu etwas

Neuem. Ich meine, das bestehende

Potenzial muss in

die richtige Richtung gelenkt

werden. Dazu ist auch die eigene

Überzeugung der Programmteilnehmenden

wichtig.

Gibt es Wege aus der

Sucht?

Das Beispiel des Bestsellerautors

Jakob Wampfler

(«Vom Wirtshaus ins Bundeshaus»,

vgl. «EDU-Standpunkt»

9/05, d. Red.) zeigt

deutlich: Es gibt keine hoffnungslosen

Fälle! Es muss

uns gelingen, den betroffenen

Menschen, die unter

mangelndem Selbstwert leiden,

wieder Selbstvertrauen,

Selbstwert als gottgewolltes

Geschöpf zu vermitteln.

Dabei ist es wichtig,

mit neuen Perspektiven die

Sinnlosigkeit zu durchbrechen.

Meist ist dies ja der

ausschlaggebende Faktor,

warum Leute in die Abhängigkeit

geraten.

Wer keine Perspektive hat,

ändert in seinem Leben

nichts. «Ohne einen gewissen

Druck geschieht keine

Veränderung», sagt Prof.

Uchtenhagen wiederholt

und treffend.

Sie gehen aber noch weiter,

nicht wahr?

Neben aller Fachlichkeit

(Ärzte, Psychologe, Psychiater)

ist es sehr wichtig, dass

wir im «Meilestei» auch die

christlichen Werte betonen.

Das ist in unserer Arbeit ausschlaggebend.

Die entscheidenden

Momente im Therapieverlauf

passieren im

hörenden Gebet von Teilnehmenden

zusammen mit

ihren Betreuern. Ein solches

«Living-Word-Gebet» kann

bis zu einem halben Tag

dauern und beeinflusst das

Leben des Teilnehmers

nachhaltig.

Welchen Handlungsbedarf

leiten Sie diesbezüglich zum

Beispiel für christliche Gemeinden

ab?

Wir müssen die Leute abholen,

uns zum Beispiel

neben einen Drogensüchtigen

setzen und fragen,

wie es ihm geht. Zuerst

hören, richtig zuhören, Vertrauen

gewinnen, den

Selbstwert stärken, erst

dann mit Rezepten wie Therapie

oder Bekehrung kommen.

Hier sind wir alle gefragt!

Mein Herz schlägt in

Richtung «allgemeines Priestertum»,

differenzierter

werden, aufeinander zugehen,

helfen und motivieren,

Gott hat dir Gaben gegeben.

Die Heroinabgabe hingegen

stempelt viele Menschen

als hoffnungslose Fälle ab,

das darf nicht sein. Das beelendet,

denn es gibt Hoffnung

für jeden Menschen!

Wo orten Sie Schwachstellen

im System?

Dass stationäre und ambulante

Institutionen nicht miteinander

arbeiten, ist

schwer verständlich. Es bestehen

aber Ansatzpunkte,

diesen Mangel zu beheben

und den Kampf gegen die

Verelendung gemeinsam zu

führen. Für die Verwaltung

ist das Ziel erreicht, wenn

die Menschen von der

Gasse weg sind. Und

genau diesen Menschen

möchten wir Perspektiven

vermitteln, zu einem Sinn

im Leben verhelfen.

Ziel aller Massnahmen muss

die Integration ins tägliche

Leben sein. Die Medikamenten-

und Heroinabgabe

bezeichne ich ausdrücklich

als Zwischenstation; Abstinenzorientiertheit

ist ein

Mittel zur Zielerreichung der

Wiedereingliederung in die

Gesellschaft.

Was wären die Folgen eines

Jas zur irreführenden Initiative

«Pro Jugendschutz»?

Ich bin gegen die Legalisierung

des Cannabiskonsums.

Das käme einer Verharmlosung

gleich, was bei

der Gefährlichkeit der Substanz

nicht der Sinn sein

kann. Aber die ganze Frage

nach der Legalisierung Ja

oder Nein geht nicht auf.

Eine sofortige Kriminalisierung

als Folge der Nichtlegalisierung

bringt uns nicht

weiter. Dem Süchtigen ist

dabei nicht geholfen. Es

müsste ein Mediationsverfahren

stattfinden, bevor jemand

als letzte Massnahme

kriminalisiert wird.

Die Sache geht auch sonst

nicht auf: Warum soll ein 18-

Jähriger konsumieren dürfen,

wohingegen ein 16-

Jähriger nicht? Diese willkürliche

Grenze macht absolut

keinen Sinn. Ein Glas

Wein oder ein Joint kann für

den Einzelnen durchwegs

entspannend sein. Für jemanden

mit Suchtpotenzial

kann sich dies aber sehr verhängnisvoll

auswirken, Psychosen

oder Rückfall in die

Sucht. Die meisten Raucher

starten ihre «Karriere» mit

12. Wer die Jungen in diesem

Alter erreicht, kann sie

ein Leben lang abhängig behalten.

Wirklich süchtige Cannabiskonsumenten

rauchen 10

bis 15 Joints im Tag, zum

Teil auch während der Arbeitszeit.

Das ist volkswirtschaftlich

eine verheerende

Entwicklung.

Was ist Ihrer Meinung nach

zu tun?

Ich mache einen Vergleich

mit dem Strassenverkehr.

Hier ist die Sachlage klar:

Eine 50er-Tafel gibt generell

das Tempo innerorts an. Wir

müssen den Mut aufbringen,

gegenüber den Drogen

wieder Klartext zu

reden und konsequent

handeln.

Wichtig ist denn auch eine

nachhaltige Prävention. Das

heisst, man muss immer

wieder dran blieben. Man

muss wissen, dass Drogen

gefährlich sind und dass sie

deshalb geächtet werden

müssen. Dessen sind sich

die Leute viel zu wenig bewusst.

Cannabiskonsum ist

fast wie eine Art Russisch-

Roulette: Es gibt einen gewissen

Prozentsatz, der einfach

Opfer wird.

Wir als «Meilestei» gehen in

Konfirmandenklassen und

berichten als direkt Betroffene

aus erster Hand. Wir

geben Anregungen weiter,

wie eine «Drogenkarriere»

verhindert werden kann.

Das Anreiz- bzw. Belohnungssystem

müsste vermehrt

betont werden. Krankenkassen

würden besser

ein Fitnessabonnement und

ein Paar Turnschuhe abgeben,

statt millionenschwere

Werbefeldzüge zu führen.

Der Jugendschutz läuft im

Alkoholbereich nicht zufriedenstellend,

weshalb

ich auch im Cannabisbereich

skeptisch bin. Die

Verkaufsbeschränkungen

für Alkohol funktionieren

nicht. Es wird immer wieder

geredet und gedroht, statt

die Gesetze einfach anzuwenden

wie im Strassenverkehr.

Wer Jugendlichen

Suchtmittel verkauft, muss

mit drastischen Konsequenzen

rechnen, seien dies nun

Bussen oder mit dem Entzug

des Patents.

Eine persönliche Frage: Was

gibt Ihrem Leben Sinn?

Was wir als Team mit diesen

als hoffnungslos abgeschriebenen

Menschen erreichen,

macht mir Freude. Ich darf

bei vielen Menschen Veränderung

und eine positive

Entwicklung miterleben und

dabei mitgestalten, das gibt

meinem Leben Sinn. Ich

kann meinen christlichen

Glauben im Alltag leben und

auch darüber reden. Das

Überwinden von Schwierigkeiten

macht mein Leben

spannend.

Welche Auswirkungen hat

dies für Ihre Arbeit in der

Suchttherapie, in der Politik,

in Ihrer Familie?

Ich kann mir meine (Drogen-)

Arbeit ohne diese Sicht

schlicht nicht vorstellen. Ich

bin immer noch am Eruieren,

wie die anderen das machen.

Ich engagiere mich in dreifacher

Hinsicht:

– politisch, weil christliche

Werte in der Politik wichtig

sind;

– für den «Meilestei»,

damit solche Institutionen

bekannt werden;

– in der Evangelisation, weil

viele Leute Sinn und Perspektiven

in ihrem Leben suchen.

Das motiviert!

Hans Peter Häring, wir danken

für dieses Gespräch und

wünschen Ihnen weiterhin

ein segensreiches Wirken.

«Meilestei»

Der «Meilestei» wurde

1985 gegründet und ist

ein abstinenzorientiertes

Rehabilitationszentrum

für Menschen mit Suchtund

psychischen Problemen.

Kontakt:

Christliches Rehabilitationszentrum

MEILESTEI

Uessikon, 8124 Maur

Telefon 043 366 21 21,

Fax 043 366 51 82, E-

Mail: info@meilestei.ch,

www.meilestei.ch


6 EDU-Standpunkt 1/06 Gemeindewahlen

12. Februar: Einwohnerratswahlen in Riehen

Fürs christliche Dorf: EDU-Liste einlegen!

Roland Herzig-Berg hat mit

seinem Eintritt als Grossrat

vor anderthalb Jahren

viel Schwung in die EDU

des Kantons Basel-Stadt

gebracht. Nachdem er im

Februar dieses Jahres an

der Generalversammlung

zum Präsidenten der EDU

BS gewählt worden war,

konnte er seine reiche politische

Erfahrung und sein

gutes Beziehungsnetz voll

zugunsten der Partei nutzen.

Zusammen mit Liliane Vitanza-Hoffer

(Vizepräsidentin

und Sekretärin) und Heidi

Recher (Kassierin) ist so ein

kompetenter, aktiver Vorstand

entstanden. Sein

oberstes Ziel ist es, die EDU

im Kanton Basel-Stadt weiter

auszubauen.

Werte im Trend

Eine Analyse zeigt nämlich,

dass die Partei allein schon

unter den gläubigen Christen

ein grosses Wählerpotenzial

hat, das bisher nur zu

einem kleinen Teil ausgeschöpft

wird. Dazu kommt

ein noch viel grösseres

Wählerpotenzial von noch

nicht an Christus gläubigen

Menschen, die gemerkt

haben, dass biblische Werte

für das Wohlergehen der

Gesellschaft entscheidend

sind.

Früchte zeigen sich bereits

in verschiedenen Bereichen.

So hat sich die Zahl der Besucher

an den Parteiversammlungen

auf rund zwanzig

verdoppelt – eine respektable

Zahl, wenn man bedenkt,

dass gewöhnliche

Versammlungen der Grossparteien

selten von mehr als

fünfzig Leuten besucht werden.

In diesem Rahmen

fasst die EDU zu allen kantonalen

und eidgenössischen

Abstimmungsvorlagen Parolen.

Zwar werden diese Abstimmungsempfehlungen

leider noch nicht regelmässig

von den Zeitungen abgedruckt.

Die Präsenz der EDU

bzw. ihrer Mitglieder in den

Medien hat sich aber deutlich

erhöht. Das zeigte sich

besonders in der Abstimmung

über das Partnerschaftsgesetz

im Juni letzten

Jahres.

Grosse (Wahl-)Überraschung in Adelboden

Am Puls der Zeit

Im Oktober veranstaltete die

EDU eine öffentliche Diskussion

zur neuen Kantonsverfassung

aus christlicher

Sicht. Ein voller Erfolg: Rund

50 Besucher folgten der Einladung.

Sie informierten sich

aus erster Hand von den Referenten

Ernst-Ulrich Katzenstein,

Verfassungsrat der

DSP und Grossratspräsident

2002 (Pro), und Lukas Michel,

Mitglied der Synode

der evang.-ref. Kirche (Contra).

Viele wurden sich bewusst,

wie gefährlich diverse

Punkte dieser neuen

Verfassung sind bzw. worauf

sie als Christen in Zukunft

besonders Acht geben

müssen. Interessant, dass

in den grossen Parteien und

in den Medien davon kaum

etwas zu hören war – ein Beweis

dafür, wie wichtig die

Aufgabe der EDU ist und

was sie bewirken kann!

Es ist erfreulich, dass sich

laufend namhafte Politiker

anderer Parteien als Referenten

zu den Abstimmungsthemen

an unseren

Parteiversammlungen zur

Verfügung stellen. So konnten

wir im letzten Jahr Persönlichkeiten

aus den Parteien

DSP, LDP, SVP und SD

sowie den Direktor der Basler

Verkehrsbetriebe begrüssen.

Damit zeigt sich, dass

die EDU in der Parteienlandschaft

unseres Kantons respektiert

wird; eine entscheidende

Grundlage, um konstruktiv

erfolgreiche Politik

machen zu können.

Wir bemühen uns auch um

ein konstruktives Verhältnis

zur VEW/EVP. Wir sehen,

dass politisch links stehende

Christen lieber die VEW

wählen, die EDU aber für die

bürgerlich denkenden Christen

die richtige Wahl ist.

Dies äusserte Roland Herzig-Berg

bereits vor den

letztjährigen Grossratswahlen.

Leider wurde in der Vergangenheit

aber durch ungeschickte

Äusserungen –

auch von Seiten der EDU

einiges Geschirr zerschlagen.

Der Prozess zur Verbesserung

des Verhältnisses

zur VEW gestaltet sich

deshalb nicht ganz einfach.

Mittlerweile sollten beide

christliche Parteien aber so

weit sein, dass sie sich zumindest

vollständig respektieren.

Die EDU in Riehen

Der Vorstand der EDU

Basel-Stadt führt gemäss

den Statuten auch die Geschäfte

der selbständigen

EDU Riehen. Dies ist sehr

sinnvoll, denn der Erfolg der

Kantonalpartei hängt massgeblich

vom Erfolg der Riehener

Partei ab. Entsprechend

wichtig nimmt Roland

Herzig-Berg sein Amt als

42,7 % wählen EDU!

Bei den Gemeinderatswahlen

von Ende November

durfte die EDU einen

Wahlerfolg verzeichnen.

Marcel Müller wurde neu in

den Gemeinderat gewählt.

Er folgt auf Jakob Schwarz,

der wegen Amtszeitbeschränkung

aus dem Gemeinderat

ausscheidet. Mit

824 Stimmen erreichte der

EDU-Vertreter das drittbeste

Resultat aller Kandidierenden.

Marcel Müller ist verheiratet,

Vater von vier Kindern,

Inhaber eines Betriebes

für Haustechnik und

Präsident der EDU Adelboden.

Die EDU stellt in Adelboden den Gemeindevizepräsidenten und

neu zwei Gemeinderäte. Links im Bild Marcel Müller, rechts

Christian Allenbach-Richiger. Wir gratulieren, verbunden mit den

besten Segenswünschen!

(Bilder: zvg)

2. Sitz für EDU

Nach Ermittlung der Parteistimmen

und der Berechnungsgrundlage

des Gemeindegesetzes

hatte die

EDU Anrecht auf einen

zweiten Sitz im Gemeinderat.

Dieses überraschende

Resultat ergab sich, nachdem

sich die EDU den Minderheitsanspruch

gesichert

hatte. Von gesamthaft 1364

gültigen Wahlzetteln waren

582 mit der Bezeichnung

EDU in die Urne gelegt worden,

was einem Wähleranteil

von 42,7 % entspricht.

Gemäss Gemeindegesetz

stellte die EDU für die Stichwahl

vom 11. Dezember

zwei Kandidaten, Christian

Allenbach-Richiger und Robert

Allenbach-Germann, zur

01 Backlund-Morris Catrin,

lic. theol., 1966, Hausfrau, drei

Kinder

Wahl. Gewählt wurde Christian

Allenbach-Richiger mit

424 Stimmen vor Robert Allenbach-Germann

mit 119

Stimmen. Somit hat die

EDU erstmals eine Doppelvertretung

im Gemeinderat

von Adelboden.

Bereits etwas früher wurde

EDU-Grossrat Erwin Burn in

stiller Wahl als Gemeindevizepräsident

bestätigt.

Mediendienst

EDU Kanton Bern

02 Kost Eva, 1956, Hauswirtschafterin

Präsident der EDU Riehen.

Aufgrund der besonderen

christlichen Tradition ist es

für die EDU nämlich viel einfacher,

sich in Riehen zu

etablieren als in Basel. Das

zeigte sich bei den letzten

Grossratswahlen deutlich.

Während die EDU in Basel

lediglich 0,5 % der Stimmen

erhielt, lag ihr Wähleranteil

in Riehen bei respektablen

1,74 %. Hier wird es zuerst

möglich sein, die 5-%-Hürde

für den Einzug ins Kantonsparlament

zu schaffen.

Glücklicherweise gilt diese

undemokratische Benachteiligung

von kleinen Parteien

nicht bei den bevorstehenden

Riehener Einwohnerratswahlen.

Bereits mit

2,44 % der Stimmen zieht

man ins Gemeindeparlament

ein. Mit einem Sitzgewinn

in Riehen könnte sich

die EDU nicht nur in Riehen,

sondern auch im Kanton

Basel-Stadt endgültig etablieren.

Entsprechend muss

es das Wahlziel sein, so

rasch als möglich diese

2,44 % Stimmenanteil zu

bekommen, wenn immer

möglich schon am 12. Februar!

03 Mark-Hammel Sonja, 1965,

Mutter von vier Kindern, Mitarbeiterin

Frauenverein Riehen

Unser Programm

Wie in jeder EDU-Sektion

bilden die biblisch-christlichen

Werte die Grundlage

unserer Politik. Der gesamte

Text der Bibel wird als von

Gott inspiriertes, wahres

Wort verstanden. Nachfolgend

unsere wichtigsten

Anliegen für die Riehener

Politik:

● Hohe Lebensqualität, relativ

lockere, oft architektonisch

wertvolle Überbauung

mit viel Grün, gesunde

Bevölkerungsstruktur

mit vielen Familien

sowie eine ausgezeichnete

soziale, kulturelle

und verkehrstechnische

Infrastruktur prägen

das Bild in Riehen. Dieser

Segen kommt nicht umsonst.

Er basiert massgeblich

auf der besonderen

christlichen Tradition.

Diese muss deshalb konsequent

gepflegt werden;

wo nötig auch

gegen den im Kanton

herrschenden Zeitgeist

von Multikulturalität, Humanismus

und Sozialismus

bzw. Staatsgläubigkeit.

● Die Gemeinde Riehen

muss sich vom Kanton

abgrenzen können, obwohl

bzw. gerade weil

sie im Verhältnis zur

Stadt Basel sehr klein ist.

Sie muss freundlich, aber

bestimmt auf die verfassungsrechtlich

garantierte

Gemeindeautonomie

pochen. Eine Majorisierung

durch die Stadt,

wie zuletzt im Jahr 2002

bei der Abstimmung

über die Steuergesetzänderungen,

darf es nicht

mehr geben. Damals

zwang die Stadt der Gemeinde

gegen ihren Willen

auf, ihr soziales, familienfreundliches

Steuersystem

abzuschaffen.

Riehen soll ein gutes Vorbild

für die Stadt sein.

● Die vielen, teilweise

sogar über die Region

hinaus berühmten christlichen

Institutionen wie

das Diakonissenhaus, die

Staatsunabhängige

Theologische Hochschule

STH, die Christliche

Schule Riehen, die

therapeutischen Kliniken

und die vielfältigen kirchlichen

Gemeinschaften

sind zugleich Ausdruck

und Träger der christlichen

Tradition. Sie sind

grundsätzlich zu fördern

bzw. der Staat soll ihnen

nicht «Steine in den Weg

legen».

● Die Bewahrung der Natur

ist wichtig; sie kann aber

nicht gegen Staatsverträge

geschehen. Deshalb

ist der Bau der Zollfreistrasse

zu akzeptieren.

Der Bau dieser

Strasse soll gleichzeitig

genutzt werden, die

Hauptstrasse durch den

Dorfkern zu entlasten.

Nicht akzeptiert werden

darf aber die anhaltende

Tendenz, alle möglichen

Freiflächen zu überbauen.

● Familien von Mann, Frau

und Kind(ern) sollen gefördert

werden. Sie gewährleisten

eine gesunde

Bevölkerungsentwicklung

und sind die

Grundzellen des Staates.

● Auf die Qualität der Kindergärten

und Schulen

ist besonders zu achten.

Bei der Bildung soll

grundsätzlich nicht gespart

werden. Hierin liegt

die Zukunft der nächsten

Generation. Hingegen

sollen Kindertagesheime

nicht staatlich subventioniert

werden. Es ist

schlicht ungerecht, wenn

nicht bedürftige Eltern

ihre Kinder in Tagesheimen

auf Steuerkosten

betreuen lassen, gleichzeitig

aber Eltern, die selber

für die Betreuung

ihrer Kinder aufkommen,

keine entsprechenden

Subventionen erhalten!

Die EDU ist der Ansicht,

dass die Eltern und nahe

Verwandte ihr Kind am

besten lieben und erziehen

können. Auf jeden

Fall darf die Wahlfreiheit

der Eltern, wie sie ihre

04 Lüchinger Markus, 1959,

selbständiger Buchhalter mit

eidg. Fachausweis

Kinder betreuen wollen,

nicht durch staatliche

Eingriffe bzw. finanzielle

Benachteiligungen eingeschränkt

werden.

● Eine tiefe Steuerbelastung

ist wichtig für eine

gute wirtschaftliche Entwicklung.

In diesem Zusammenhang

gilt es zu

beachten, dass der

grösste Teil der Steuern

von wohlhabenden Privatpersonen

bezahlt werden.

● Der Finanzhaushalt soll

im Durchschnitt der

Jahre ausgeglichen sein.

Ein Leben mittels Schulden

machen ist unsozial,

weil es auf Kosten der

zukünftigen Generationen

geht.

● Die Gemeindeverwaltung

soll kostengünstig

und bürgernah arbeiten.

Die durchgeführte Verwaltungsreform

PRIMA

soll weiter konsequent

angewendet werden.

● Eine unbürokratische Gemeindeverwaltung

ist die

beste Wirtschaftsförderung.

Die Wirtschaft, insbesondere

die Klein- und

Mittelbetriebe (KMUs),

sollen sich möglichst frei

entwickeln können. Wo

immer der Staat das

Wirtschaftsleben dirigiert,

geht es der Wirtschaft

und damit der Bevölkerung

schlechter.

● Hingegen soll der Staat

seine Kernaufgaben mit

Kraft und Sorgfalt erfüllen.

Dazu gehört auf Gemeindeebene

insbesondere

die Sicherheit (Polizei),

die Gesetzesausführung

(Gemeinderat

und Verwaltung), die Gesetzgebung

(Einwohnerrat),

die Bildung (Kindergärten

und Schulen) und

die Infrastruktur bezüglich

Soziales (Sozialhilfe),

Verkehr (Strassenbau, öffentliche

Verkehrsmittel),

Energieversorgung

Abfallentsorgung.

und

Sie haben es in der

Hand!

Das grosse Wahlziel, 2,44 %

der Stimmen und damit

einen Sitz im Einwohnerrat

zu erhalten, ist erreichbar:

Wenn jeder regelmässige

«Standpunkt»-Empfänger in

Riehen die Liste der EDU

unverändert abgibt und sein

Ehegatte dasselbe tut, ist

der Sitzgewinn geschafft!

Sie, liebe Leserinnen und

Leser, haben es also in der

Hand. Wählen Sie! Die EDU

ist Ihr Garant für biblischchristliche

Politik in Riehen.

Geben Sie deshalb die EDU-

Liste unverändert ab!

Mediendienst EDU Riehen


Aktualitäten

EDU-Standpunkt 1/06

7

Rückschau auf die Wintersession der Räte

Geld, viel Gold und fehlende Kinder

Zuwachs in der Familie Derron

Gratulation!

Der Nationalrat hatte

unter anderem das traditionelle

Haupttraktandum

der Wintersession beraten,

das Budget fürs neue

Jahr. Der Vorschlag des

Bundesrates sieht bei

einem nur um ca. 0,6 % angewachsenen

Ausgabentotal

von rund 53 Mia.

Franken ein Defizit von

rund 700 Mio. vor. Die Erfolgsrechnung

wird durch

ausserordentliche Ausgaben

wie Finöv-Fonds und

Defizite der Arbeitslosenversicherung

belastet und

führt 2006 zu einem Schuldenwachstum

von rund 2

Mia. Franken.

In der Finanzkommission

hatten wir in mühsamer

Kleinarbeit versucht, das

Defizit in Richtung

schwarze Null zu drücken

und erreichten Einsparungen

von rund 150 Millionen.

Davon wird bis zum Schluss

vielleicht die Hälfte übrig

bleiben. Auch beim Finanzplan

2007–2009 sehen die

Finanzperspektiven wenig

erfreulich aus, obwohl noch

nicht alle voraussichtlichen

a. o. Ausgaben wie zum Beispiel

Euro 2008, Neat-Zusatzkredite,

Pensionskassen,

die Finanzierung der

zusätzlichen Ausgaben bei

den Kinder- und Familienzulagen,

die Steuerreformen

usw. berücksichtigt wurden.

Der Schuldenberg wird

so, dank dem unverantwortlichen

Finanzschlendrian

des Parlaments, weiter anwachsen.

Doch der Leidensdruck

ist noch zu wenig

gross, um wirksam kostensenkende

Massnahmen,

zum Beispiel in den wachsenden

Ausgabenbereichen

Gesundheitswesen und Soziales,

zu realisieren. Nebst

den üblichen politischen Nebengeräuschen

von links

und rechts wurde u. a. vom

Nationalrat auch die Vorinvestition

von rund 7,5 Millionen

für die Porta alpina im

Neat-Gotthardbasistunnel

genehmigt. Die beiden

EDU-Nationalräte votierten

dagegen, da dieses Projekt

aus unserer Sicht als zusätzliches

(Neat-)Fass ohne

Boden enden wird.

Nationalbankgold

Nochmals wurde im Nationalrat

über Nationalbankgold

diskutiert, diesmal über die

Verwendung des Bundesanteils.

Als EVP-EDU-Fraktion

forderten wir, die ca. 7 Milliarden

für die Tilgung von

Bundesschulden zu verwenden.

Die Regierungsparteien

hatten jedoch vor der Wintersession

in den so genannten

von-Wattenwyl-Gesprächen

ein Päckli geschnürt

und schoben diese Mittel in

den AHV-Fonds, um die

durch die IV-Misswirtschaft

verursachten Milliardenlöcher

zu stopfen. Damit

konnten SP und SVP «gestillt»

werden und die Chancen

für eine Ablehnung der

KOSA-Initiative der SP im

nächsten Jahr sind etwas

gestiegen, weil die SVP

diese SP-Initiative, welche

die Verwendung der Nationalbankgewinne

primär für

die AHV bezweckt, nun evtl.

nicht unterstützen wird.

Kinderzulagen

Unter den zahlreichen Differenzbereinigungen

zum

Ständerat war auch diejenige

der neuen Kinderzulagenregelung

fällig. Die beiden

EDU-Vertreter unterstützten

nochmals den Systemwechsel

auf neu «1

Kind = 1 Zulage» (bei unselbständig

und nicht Erwerbstätigen)

und parallel

dazu den Einbezug der Arbeitnehmer

zur Finanzierung.

Dies ist für uns wesentlich,

da nur so Kinderlose

endlich auch etwas an

Stadtrat Thun: Külling folgt auf Schmocker

die Kinderzulagen für diejenigen

Kinder bezahlen, die

ihnen dereinst die AHV finanzieren

werden. Bei dieser

Vorlage wird es mit grosser

Wahrscheinlichkeit ein

Referendum von Seiten des

Gewerbeverbandes absetzen,

falls die Finanzierung

bei den Arbeitgebern hängen

bleiben sollte.

Präimplantations-

Diagnostik (PID)

Mit richtigem Timing zum

Beginn der Behandlung der

Motion Gutzwiller respektive

der entsprechenden Nationalrats-Kommission

hat

die eidgenössische Ethikkommission

die Präimplantations-Diagnose

unter definierten,

strengen Bedingungen

als zulässig beurteilt.

Der Ständerat dürfte dem

Nationalrat folgen und die

entsprechende Gesetzesänderung

in die Wege leiten.

Die heute gültige gesetzliche

Regelung im Fortpflanzungsmedizingesetz

verbietet

die Untersuchung von

durch Befruchtung ausserhalb

des Mutterleibs gezeugten

Embryonen vor

deren Einpflanzung in die

Gebärmutter der Frau. Einmal

eingepflanzt, dürfen sie

aber nach heutigem Recht

mit den gängigen vorgeburtlichen

Diagnosemethoden

getestet werden. Statt diesen

Widerspruch durch ein

Verbot der ethisch und für

die betroffenen Frauen äusserst

fragwürdigen Befruchtung

ausserhalb des Mutterleibes

zu verbieten, wird nun

eben die Präimplantations-

Diagnostik ebenfalls unter

fadenscheinigen Alibis zugelassen.

Dies passt in die

ethische Logik der Mehrheit

unseres Volks mit Fristenlösung,

Stammzellenforschungs-

und Transplantationsgesetz,

welche aus der

ungeborenen Generation

Danke, Walter Schmocker!

14 lange Jahre wirkte Walter

Schmocker mutig, aufbauend

und unabhängig

für die EDU im Thuner

Stadtrat – zuletzt als sein

amtsältestes Mitglied,

bevor er nun auf den 31.

Dezember 2005 zurückgetreten

ist.

Hartnäckig bekämpfte Walter

Schmocker die technisch

unausgereifte Schwelbrennanlage

und versöhnte sich

mit dem optimierten Ersatz

KVA, der heutigen Kehrichtverbrennungsanlage.

Ebenso erfolgreich setzte er

sich als Mitglied der SAKO

(Sicherheit) gegen die Thuner

Hanfläden und die offene

Drogenszene ein. Für

die Fokussierung im Schulwesen

auf die Bildung und

in der Familie auf Erziehung

als deren Kernaufgaben

sowie für den Wachstumsstopp

des Thuner Schuldenbergs

von heute rund 200

Millionen fand er leider

keine Mehrheiten im Stadtrat.

«Weg frei» für den politischen

Tatbeweis: Walter Schmocker

(links) öffnet seinem Nachfolger

die Tür zum Stadtratssaal

Thun.

(Bild: eduPress)

Dank und

Segenswünsche

Sein Nachfolger im Stadtrat

an der Seite von Gerhard

Bieri heisst David Külling –

seit 3 Jahren Präsident der

EDU Stadt Thun. Der promovierte

Naturwissenschafter

(Dr. sc. nat.) arbeitet bei Armasuisse

Immobilien als

Fachberater Natur- und

Denkmalschutz. Bereits seine

Eltern waren beide im

Stadtrat vertreten – der

nachmalige EDU-Grossrat

Dr. phil. Friedrich Külling bis

1991 und Annemarie Külling

bis 2002. Weil David Külling

bis 2001 ausserhalb der Gemeinde

Thun wohnte, gelangte

die Mutter vom zweiten

Ersatzplatz aus in den

Stadtrat; nun rutscht der

Sohn dank dem Verzicht seiner

Mutter ebenfalls vom

zweiten Ersatzplatz aus in

den Stadtrat.

Die EDU Stadt Thun dankt

Walter Schmocker für sein

unermüdliches Engagement

als Stadtrat, Gründungs- und

Vorstandsmitglied seit 1978

und wünscht seinem Nachfolger

viel Freude und Gelingen.

Mediendienst

EDU Stadt Thun

medizinisch-wissenschaftliches

Freiwild machen.

Fragestunde

In der Fragestunde des

zweiten Montags beantwortete

der Bundesrat u. a. eine

Frage von Christian Waber

betreffend die umstrittene

Besetzung des Chefpostens

im Staatssekretariat für Bildung

und Forschung. Markus

Wäfler hatte Fragen

zum Vorgehen bei Swisscom

gestellt, welche anlässlich

der dringlichen Debatte

zu diesem Thema in der dritten

Woche beantwortet

wurden. Nationalrätin Franziska

Teuscher (GP) wollte

wissen, ob auch die

Schweiz von so genannt geheimen

Flügen der amerikanischen

CIA überflogen

wurde. Bundesrätin Calmy-

Rey antwortete, dass die

Schweiz aus den Medien

von solchen Flügen erfahren

habe und nicht vorgängig

von der amerikanischen Regierung

informiert worden

sei. Gemäss Flugüberwachung

wurde die Schweiz

bisher von 26 solchen amerikanischen

Flugzeugen überflogen;

einzelne machten

angeblich in Genf eine Zwischenlandung.

Auf entsprechende

Rückfragen der

Schweizer Regierung in

Washington hat die Schweiz

bisher noch keine Antwort

erhalten; diese wurde aber

versprochen.

Nationalrat Markus Wäfler

Mitglied

der Finanzkommission

9. April: Grossrats- und Regierungsratswahlen im Kanton Bern

Wesentliches geschieht

im Gebet und durch Gebet

– auch das vermag die Geschichte

von Nehemia

deutlich aufzuzeigen. Mit

einer Dynamik, die im

Gebet begründet ist, wollen

wir die kommenden

Grossrats- und Regierungsratswahlen

in Angriff

nehmen. In der von

der EDU initiierten Gebetsbewegung,

die seit

März letzten Jahres läuft,

finden Gebete aus vielen

Regionen und Gemeinden

zusammen. Hier beten

Menschen für lokale, nationale

und natürlich für

kantonale politische Belange

und Akteure.

Auch auf diese Weise leben

wir unserem Motto nach

und sind «zäme unterwägs

für üse Kanton Bärn». Der 9.

April schliesslich soll zum

Wahltag werden, der in den

Herzen von Christen vorbereitet

und mitgetragen wird.

Chancen für Kleine

steigen

Bei den Wahlen im April

kommen die Reformen des

kantonalen Wahlsystems

zum Zug. Das bedeutet zum

einen, dass nun in acht grossen,

statt wie bisher in 26

kleinen Wahlkreisen gewählt

wird. Zum andern wird

der Grosse Rat von 200 auf

neu 160 Sitze verkleinert.

Die Vergrösserung der

Wahlkreise kann für kleinere

Am 8. Dezember, um 8.27 Uhr, wurde unserem Politologen

und seiner Frau Sabine ein Sohn geschenkt. Giona Ruben

ist ein prächtiger Junge: 3490 g, 49 cm. Auch Schwesterchen

Sarina freut sich sichtlich über den Familienzuwachs.

Wir gratulieren herzlich, verbunden mit unseren besten

Segenswünschen.

Die Redaktion

Porträt aus dem Leserkreis

«biblisch fundiert»

«Ich freue mich jedes Mal

auf den ‹EDU-Standpunkt›.

Die Zeitung ermöglicht es

mir, mich aus erster Hand

und seriös über politische

Ansichten zu informieren.

Der ‹Standpunkt› ist interessant

aufgemacht und biblisch

fundiert. Dadurch unterscheidet

er sich von vielen

anderen Zeitungen und

Blättern. Das schätze ich

sehr und freue mich darüber.

Weiter so!»

Esther Bonsack-Stotz

geb. 1924, engagierte

Grossmutter (14 Enkel, 5

Bern wählt

Parteien von Vorteil sein: Die

neuen Wahlkreise weisen

mehr Mandate auf als vorher.

Die Anzahl Stimmen pro

Wahlkreis kann dabei exakter

auf Sitze umgesetzt werden.

Neu wird im Kanton Bern in

nur noch 8 statt wie letztmals

im Jahr 2002 in 26 Wahlkreisen

gewählt. Die Chancen für kleinere

Parteien steigen damit.

Nehmen wir sie wahr?

(Grafik: zvg)

Für die EDU bietet sich am

9. April die einmalige

Chance, ihre Anzahl Mandate

im Grossen Rat deutlich

zu erhöhen. Aus den

derzeit vier Sitzen können

bis zu deren neun werden.

Diese Chance gilt es zu nutzen.

Konkret heisst das: Vorteilhaft

für die Wahlen ist die

Reform. Wichtig sind gute

Listenverbindungen mit der

EVP. Entscheidend schliesslich

ist die Wählerschaft, die

Kinder), früher eigene Gärtnerei

und Samenzucht,

wohnhaft in Basel

an die Urnen geht und damit

zum Ausdruck bringt, dass

der Wahltag im Herzen von

Christen stattfindet.

RR-Kandidat

aus dem Jura

Mit der Nominierung von

Marc Früh aus Lamboing als

Kandidat für die Regierungsratswahlen

setzt die EDU ein

Zeichen der Verbundenheit

zwischen Bern und dem Berner

Jura. Marc Früh ist 49-

jährig, verheiratet und Vater

von fünf Kindern. Beruflich

ist er als Erziehungsberater

tätig, politisch engagiert er

sich als Präsident der EDU

Berner Jura sowie als Gemeindepräsident

von Lamboing.

Seine Zweisprachigkeit

erlaubt es ihm, in beiden

Amtssprachen des Kantons

Bern zu kommunizieren.

Marc Früh ist einer, der seinen

Blick nach vorne richtet

und praktisch denkt. Seine

Botschaft: «Wagen, sich

über unsere geistigen Grenzen

hinwegzusetzen! Wir

müssen die Vergangenheit

ruhen lassen und pragmatische

und interregionale Lösungen

zu brisanteren Problemen

suchen. Wir müssen

über die Grenzen hinausgehen,

die unseren Geist prägen.

Dies gilt in allen gesellschaftspolitischen

Aspekten,

wo wir an die Grenzen

der Lösungsmöglichkeiten

stossen.»

Grossrat Fred Schneiter


8 EDU-Standpunkt 1/06 Letzte Seite / «La pagina italiana»

Zum Weltaidstag: «Warum ficken sich diese Männer zu Tode?»

Höchste Zeit, umzudenken!

Il comportiamento del cristiano nel processo elezione di un magistrato civile

Responsabilità a Dio

In einem ganzseitigen Hintergrundbeitrag

im «Tagesanzeiger»

vom 1. Dezember

2005 berichtet ein

promisker Schwuler, bei

dem «das lustvolle Erleben

von Sex mit Fremden zu

einem bestimmenden Teil

der Persönlichkeit gehörte»,

über seine Ansteckung

mit HIV vor rund

10 Jahren – und sein Sexleben

vor und nach diesem

drastischen Ereignis.

Zum Weltaidstag vom 1. Dezember

berichteten viele

Medien über die drastisch

gestiegenen Ansteckungen

an der so genannten Lustseuche

Aids. Dass die Zunahme

unter Schwulen

37 % beträgt, verleitete

Pink-Cross-Geschäftsführer

Moël Volken dazu, den

Schwarzen Peter elegant

weiterzugeben. Anders der

Autor Peter-R. König, der am

Weltaidstag nicht nur über

seine Ansteckung mit HIV

berichtet, sondern sich auch

vehement für eine plakative

Aids-Kampagne ausspricht,

die die möglichen Auswirkungen

ungeschönt kommuniziert.

Wann denkt BAG um?

Es mutet schon schizophren

an: Während Raucher öffentlich

gestempelt werden,

Rauchen in öffentlichen

Räumen verboten wird und

die Aufdrucke auf Zigarettenpackungen

fast noch

grauenvoller als ihr Inhalt anmuten,

verleiten die millionenteuren

Aids-«Präventions»kampagnen

des Bundesamts

für Gesundheit

(BAG) zum Sex in allen Variationen

und mit den verschiedensten

Partnern. In die

Reihe dieser Anmacheprodukte

mischt sich auch die

Broschüre «Selbstverständlich.»,

die Jugendliche hemmungslos

zu spontanen

Sexkontakten zu zweit, in

einer Gruppe mit Freunden

oder mit Unbekannten ermuntert

(vgl. «EDU-Standpunkt»

8/05 und 11/05).

Wann endlich realisiert die

Gummilobby, dass die Aussage

«gleich was, Hauptsache

mit Gummi» nicht greift

und zu billig ist? Peter-R.

König spricht Klartext:

«Kann und soll man die

Schwulen belehren, wo sie

doch seit vielen Jahren genau

dafür gekämpft haben,

nicht belehrt zu werden?

Meine einfache Antwort:

Und wie sie belehrt werden

müssen!»

«Gleich» – und doch

nicht gleich!

Nach dem Ja zum Partnerschaftsgesetz

vom 5. Juni

letzten Jahres hat ein weiteres

Land einer solche Regelung

zugestimmt: Grossbritannien

ermöglicht die so

genannte Zivilpartnerschaft

für gleichgeschlechtliche

Paare. Damit werden diese

den heterosexuellen Paaren

von Mann und Frau rechtlich

Die (arabische) Welt spuckt auf Gottes Volk

weitgehend gleichgestellt.

Vor Inkrafttreten bedauerten

verschiedenste Kreise die

Entwicklung.

«Die Einführung der Zivilpartnerschaft

als Rechtsgebilde

muss zwangsläufig bedeutende

und bleibende kulturelle

und soziale Auswirkungen

haben», erklärte Erzbischof

Peter Smith aus Cardiff

(Wales). Er befürchtet

vor allem, «dass das tief verwurzelte

Verständnis von

Ehe als dauerhafter und ausschliesslicher

Bund zwischen

einer Frau und einem

Mann sowie als bestmögliches

Umfeld zum Grossziehen

von Kindern untergraben

wird». Aus diesem

Grund fordert der Erzbischof

die britische Regierung dazu

auf, die Ehe vielmehr zu fördern

und zu schützen als sie

zu schwächen.

«Das natürliche Ziel der Vereinigung

zwischen Mann

und Frau kann von gleichgeschlechtlichen

Partnerschaften

nicht erreicht werden.

Letztere sind auch nicht in

der Lage, mit Gott bei der

Entstehung neuen Lebens

mitzuarbeiten. Die Ehe zwischen

Frau und Mann, die

das ganze Leben dauern

soll, bleibt auch in der heutigen

Zeit ein Ideal – ein lebenswichtiger

Anker in der

sich so rasch verändernden

Welt.»

Bereits im Vorfeld der Abstimmung

zum Partnerschaftsgesetz

hat die EDU

auf die Auswirkungen und

Folgen hingewiesen. Sie forderte,

dass die Bedeutung

von Ehe und Familie als

Grundzelle des Staates gefördert

werden muss und

niemals verringert werden

darf. Angesichts der verschiedensten

Publikationen

zum Weltaidstag zeigt sich,

wie nötig solch klare Aussagen

sind. Verharmlosungen

à la BAG sind letztlich menschenverachtend

und negieren

die Tatsachen.

Sachbuchautor Peter-R.

König: «Man steckt ja nicht

nur einen einzelnen Menschen

an, sondern auch dessen

Freunde und Familie.»

Ein wahres Wort mit hohem

Wahrheitsgehalt und tiefer

Tragik.

Thomas Feuz

Allorché un magistrato civile

del potere legislativo,

esecutivo o giudiziario ha

da essere eletto, il cittadino

o il membro dell’autorità

incaricata dell’elezione

che si professano

cristiani devono assumersi

la responsabilità

dinnanzi a Dio, prima ancora

che dinnanzi agli uomini,

di valutare seriamente,

sulla scorta delle

informazioni a loro disposizione,

se tale magistrato

adempie o meno ai requisiti

richiesti per ricoprire

quella carica.

Parlando di requisiti solitamente

si intendono tutte

quelle conoscenze, esperienze

e capacità naturali, professionali

e generali, ritenute

adatte e sufficienti

per prendere le dovute misure

per una ponderata decisione

di elezione.

Il cristiano non può e non

deve fermarsi, in questo processo

decisionale, ad una

tale valutazione, ma deve invece

prendere in considerazione

il punto di vista del suo

Dio, estrapolabile dalla Sacra

Bibbia, Sua preziosissima

Parola.

Ed ecco che la Bibbia ci

dice che il magistrato ha il

dovere di mantenere pura

e integra la verità di Dio, di

sopprimere ogni sorta di

bestemmie ed eresie e di

fare debitamente riconoscere,

applicare e rispettare

tutti i comandamenti di Dio

(Salmo 122, 9; 2 Re 18, 3;

2 Re 23, 3.24; 1 Cro.13,

1–4). Questi suoi doveri

vanno esercitati innanzitutto

su sé stesso, onde

essere di esempio agli

altri, e poi applicati al prossimo.

Antisemitismus in Reinkultur

Neue ungeheuerliche Entgleisungen

des iranischen

Präsidenten: Er verlangte

am Islamgipfel in Mekka,

dass die Juden nach

Österreich oder Deutschland

deportiert werden!

Ebenfalls leugnete er die

Gräueltaten Hitlers.

Der im Vorfeld der Wahlen

von den Medien als «gemässigt»

bezeichnete Ahmedinejad

zeigt immer mehr sein

wahres Gesicht (vgl. «EDU-

Standpunkt» 12/05 betreffend

Aufruf zur Vernichtung

Israels).

Lauwarme Reaktion

Erneut fallen die Reaktionen

der Regierungen sehr zurückhaltend

aus. Die Exponenten

Deutschlands und

Österreichs, Frank-Walter

Steinmeier und Wolfgang

Schüssel, gaben klare Wortmeldungen

ab und zitierten

den iranischen Botschafter

in die Kanzlerämter. Augenfällig

aber ist, dass es die Re-

Iran: So nicht!

thf. Am 15. Dezember

fand vor der iranischen

Botschaft in Bern eine

Protestkundgebung

statt, an der u. a. NR

Christian Waber als Redner

teilgenommen hat.

gierungen bei verbalen Äusserungen

beliessen. Es werden

keine Sanktionen gegen

den Iran angeordnet (das

Erdöl lässt grüssen . . .).

Das kleine Israel wird weltweit

immer mehr isoliert.

Die verantwortlichen Politiker

können versuchen was

sie wollen, kein noch so gewaltiger

Kompromiss besänftigt

die islamischen

Staaten. Die Räumung des

Gazastreifens hat nichts

zum Frieden beigetragen, im

Gegenteil! Nicht nur wurde

Stammland der Juden aufgegeben;

das erste Mal in

der Geschichte Israels seit

1948 traten Juden gegen

Juden an. Synagogen wurden

nach dem Abzug der Israelis

von der Hamas besetzt

und dem Erdboden

gleichgemacht. Weltweit

publizierte Bilder zeigen das

Meer von Hass, der brutal

ausgelebt wurde! Doch die

Welt schaut weg, zeigt mit

Fingern auf die «Vergehen»

Israels und spricht von den

restlichen «besetzten» Gebieten,

die noch geräumt

werden müssen. Dies sei

eine Voraussetzung für

einen dauerhaften Frieden!

Vergessen wird das grosse

Leid der Juden in den Kriegen

von 1948, 1956, 1967

und 1973. Das heutige Kernland

Israels ist gerade mal

20 991 km 2 gross, die Westbank

mit den Golanhöhen

6955 km 2 . Die Bevölkerungsdichte

ist mit 331 Einwohner/km

2 die höchste im

Nahen Osten!

Den arabischen Staaten

geht es nicht um die Palästinenser,

nicht um das Land.

Sie kämpfen ganz einfach

gegen das Volk des allmächtigen

Gottes! Sie werden

erst Ruhe geben, wenn die

Juden ins Meer geworfen

sind oder ein Exodus nach

Europa einsetzt. «Am Sabbat

töten wir die Juden, am

Sonntag die Christen»,

heisst ein Schlachtruf, der

schon vor langem erklungen

ist und wieder ganz offen

auf Mauern und Fahnen geschrieben

wird. Europa hat

sich schon lange vom allmächtigen

Gott abgewandt,

die USA kämpfen um das

kostbare Erdöl. Der Rest der

Welt ist dermassen mit dem

Wachstum beschäftigt, dass

für Gerechtigkeit keine Zeit

mehr übrig bleibt!

Alle gegen Israel

Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises

an die

IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation)

sprach

deren Direktor Mohammed

el Baradei klare Warnungen

an Israel aus: Terrorismus,

Massenvernichtungswaffen

und organisierte Kriminalität

könnten nur durch internationale

Kooperation gebannt

werden. Gegen den Bau von

Mauern und effizientere

Atomwaffen müsste sich die

UNO verwenden und deren

Ächtung durchsetzen. Eine

einseitige, aber klare Warnung

an Israel!

Die Welt wird eine Zeit des

relativen Friedens im Nahen

Osten erleben. Zuvor wird Israel

noch viel mehr Konzessionen

eingehen. Bedenklich:

Die Einseitigkeit, der

Hass gegen die Juden wird

geprägt von der Gottlosigkeit

der ganzen Welt! Die Juden

werden an den Pranger gestellt

– nicht nur heute, sondern

auch morgen. Wenn Israel

die gestellten Bedingungen

der (islamischen) Welt

nicht akzeptiert, wird die

grosse Weltenarmee gegen

die «Gotteskrieger» (Israel)

aufmarschieren. Der grosse

Sieg gehört aber nicht dieser

Welt, sondern dem allmächtigen

Gott! Er wird eingreifen

und Frieden schaffen.

Darum stehen wir als EDU

hinter Israel und segnen

Land und Menschen. Die

Prophetie geht in Erfüllung.

Wir freuen uns darüber!

Nationalrat Christian Waber

Schlusspunkt

Requisiti biblici

E’ chiaro che nessun essere

umano sia perfetto e che

anche il credente stesso

possa cadere nell’errore; tuttavia

il cristiano, nell’elezione

del magistrato, deve

tener conto, nella misura

massima possibile, della

presenza dei suddetti requisiti

biblici nella vita di quel

magistrato e, laddove vi

siano situazioni di aperto

conflitto e di palese disobbedienza

del magistrato nei

confronti dei comandamenti

di Dio, deve prendere una

chiara posizione, schierandosi

in modo deciso contro

tale comportamento irrispettoso

delle leggi divine. Così

facendo, il cristiano onora il

suo Signore, praticando la

giustizia di Dio, e nel contempo,

rifiutando e odiando

il male, diventa un buon

punto di riferimento, un

buon esempio, una luce per

tutti coloro che sono disorientati

in questo mondo di

tenebre.

Se poi il magistrato disobbediente

nei confronti dei comandamenti

di Dio viene tuttavia

legittimamente eletto,

allora il cristiano è tenuto in

seguito, proprio in obbedienza

alla Parola di Dio, a

pregare per lui (1 Tim. 2,

1–2), ad onorarlo (1 Piet. 2,

17), ad obbedire ai suoi legittimi

comandi e ad essere sottomesso

alla sua autorità per

motivi di coscienza (Rom. 13,

5–7; Tito 3, 1), indipendentemente

dalla fedeltà o meno,

dall’obbedienza o disobbedienza

a Dio da parte del magistrato

(1 Piet. 2, 13–16).

E’ questo il normale processo

comportamentale che

deve essere assunto dal

cristiano in tutta buona coscienza

nell’ambito di elezioni

di magistrati: si tratta solo di

applicarlo!

Giovanni Isella,

presidente UDF Ticino

Die verlorenen Schildkröten

Geheimnis des Winters

Wenn unsere physischen

Kräfte altershalber abnehmen,

erleben wir

einen ungeahnten geistigen

Reichtum, den uns

nur unser Schöpfergott

vermitteln kann. Aber

auch das kindliche Gebet

vermag viel!

Trübe, kalte Herbsttage

zogen ins Land. Man bereitete

sich auf den Winter

vor. Florian sammelte

trockenes Laub für die

Schildkröte, die schon ein

Loch zu graben anfing.

Nach ein paar Tagen kontrollierten

wir, ob das Tier

noch im Loch sei. Doch o

Schreck: Die Schildkröte

war weg! Ein Erdloch und

viel Laub, ein Tannenast –

und nun plötzlich diese

Leere. Florian war sehr

traurig und weinte. Am

Abend betete er von sich

aus, dass das Tier doch

wieder gefunden werden

könnte. Doch nichts geschah,

das Loch blieb

leer.

Überraschung

im Frühjahr

Im kommenden Frühjahr

schenkte ihm ein Nachbarskind

eine junge Schildkröte

als Trost. Zwei Tage

später spazierte die alte

Schildkrötendame wieder

im Garten herum! Was für

ein Wunder! Kein Mensch

wusste, wo sie sich wäh-

Das waren noch

Zeiten...

. . . als Kommentare

«schwarz-weiss» wiedergegeben wurden.

Heute wird das aktuelle Geschehen seriös

analysiert, hinterfragt und grafisch ansprechend

kommentiert – bei der EDU erst noch

in insgesamt drei Landessprachen!

rend des Winters aufgehalten

hatte.

Nach einigen Tagen dann

verschwand plötzlich die

neue Schildkröte – wie

vom Erdboden verschluckt.

Vielleicht von

einem Marder als Spielball

benutzt? Auch der Nachbar

half suchen. Dieser fragte

Florian, ob er wisse, dass

er auch beten könne, um

das Tier wieder zu finden.

Natürlich wisse er das, antwortete

Florian. Sein

Gebet sei ja erhört worden,

auch wenn er einen

ganzen Winter lang habe

warten müssen.

Nach einigen Tagen schon

tauchte auch die Kleine

wieder im Garten auf. Florian

fragte den Nachbarbuben,

ob er gebetet habe.

«Warum auch?», antwortete

dieser. «Ich wusste

doch, dass du das für mich

erledigen wirst!»

Henry Bonsack

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