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wdr3.de

Musikkulturen

im Radio und

auf der Bühne

Termine im Mai und Juni

5|6.13

wdr 3. Aus Lust am Hören.


» Nur wer bereit zu

Aufbruch ist und Reise…«

»mag lähmender Gewöhnung sich entraffen«, heißt es bei

Hermann Hesse. Seine Stufen zieren gerne Abiturfeiern, Hochzeiten,

Beförde rungen, jegliche »rites de passages« bis hin

zu Beerdigungen. Text vergessen, aber sinn-hungrig? – einfach

googlen!

Im Zustand von Aufbruch und Reise finden wir heute auch mehr

oder weniger alle lokal verwurzelten Musiken. Jede einzelne

hat sich entwickelt »zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern«.

Globalisierung, Migration bringen ökonomisch, demographisch,

kulturell fast alles in Bewegung, rütteln vieles durcheinander –

woraus Neues entsteht. »Und jedem Anfang wohnt ein Zauber

inne«.

Der wird uns auch bei unseren Mai- und Juni-Programmen der

wdr 3 Musikkulturen wieder begleiten – in unterschiedlichster

Gestalt: als Folclore nuevo aus Argentinien, albanischer HipHop

aus Kalabrien, als dekonstruierter Tango aus Berlin, bajuwarischer

Klezmer-Klang am Schwarzen Meer, als kosmopolitisches

Kompositionskonzept in Hector Zazous musikalischem Vermächtnis,

als selbstbewusster Protestsong vom Kairoer Tahrir-Platz

oder aus sahrauischen Flüchtlingszeltstädten, als bitterböszuckersüß-sarkastisches

Neues Wienerlied.

Brechungen, Aufbrüche allerorten. Zwangsläufig sind viele

unterwegs mit ihrem jeweiligen Gepäck. In welcher Richtung?

Jedenfalls mit der Zukunft im Rücken – denn: sehen und erkennen

können wir nur Vergangenheit. Aus ihr downloaden wir alle unsere

Soundtracks.

Viel Glück beim Hören!

2 wdr 3 Musikkulturen

wdr 3 Musikkulturen 3


mittwoch (maifeiertag)

1. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Mai-Fantasien

Aufrührerische Klänge

Mit Cecilia Aguirre

Aufbruch und Aufruhr am 1. Mai: mit arabischen

Trommeln und Rebellenliedern, mit jeder Menge

Fantasie, wilden Fiddles und Akkordeons – durch

die Straßen von Algerien, Frankreich und Irland.

Die Henry Girls stammen aus dem malerischen

Städtchen Malin auf der Halbinsel Inish Eoghain in

Donegal. Ihr virtuoser mehrstimmiger Gesang ist

ihr Markenzeichen. »Die besten Gesangsharmonien

seit Clannad«, schreibt die BBC über die drei

jungen Schwestern, die eigentlich Karen, Lorna

und Loleen McLaughlin heißen. Mit New Folk, Irish

Tradition, Balladen und Anleihen an die Andrew

Sisters aus den 1930er-Jahren machen die Henry

Girls die Straßen unsicher.

Er galt immer schon als Rebell der ersten Weltmusik-Stunde:

der algerische Sänger Rachid Taha.

Seine Karriere begann er vor 30 Jahren mit der

Band Carte de Séjour. Es folgte ein Künstlerleben

mit vielen Höhen und Tiefen. Seine neue Solo-CD

»Zoom« hat er gemeinsam mit dem britischen Produzenten

und Gitarristen Justin Adams produziert:

mit Texten des französischen Autors und Liedermachers

Jean Fauque, arabischer Lautenkunst von

Hakim Hamadouche – und auch Coverversionen

von Elvis Presley.

Außerdem: Aktuelles aus den Musikkulturen, neue

CDs und Konzert-Tipps.

donnerstag

2. Mai 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

Janusz Prusinowski Trio

Musik aus dem Herzen Polens

Mit Thomas Daun

Polens »Folk Band des Jahres 2011«. Dem Drive der

alten Dorfmusik hingegeben, lässt das Trio Fünfe

gerade sein und tritt bis in Quintett-Besetzung auf.

In den Wäldern Polens haben die jungen Musiker

bei alten Tanzmeistern die ›echten‹ Mazurkas und

Obereks gelernt. Und die klingen fast schon wieder

modern: wilde Rhythmen, stampfende Füße, spontane

Gesangseinlagen schillernde Klänge … Und

die erinnern in ihrer spielerischen Eleganz nicht

selten an das, was einst Frydryk Chopin für die

Salons und Konzertsäle Europas aus den Volksmusiken

seiner polnischen Heimat destilliert und

raffiniert hat. Zugleich spürt man aber auch eine

Kraft wie von Blues und Rock-Leidenschaft. 2011

wurde das zur polnischen »Folk Band des Jahres«

gekürt.

Aufnahme eines Konzerts vom 24. April

aus der Bonner »Brotfabrik«

mit dem Janusz Prusinowski Trio:

Janusz Prusinowski – Geige, Stimme, Akkordeon,

Hackbrett

Piotr Piszczatowski · Perkussion, Geige

Michał Żak · Flöten, Schalmei, Klarinette

Szczepan Pospieszalski · Trompete

Piotr Zgorzelski · Cello, Bass

The Henry Girls Janusz Prusinowski Trio

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sonntag

5. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Folk+World Music NRW

Contest junger Bands in Hürth

Mit Barbara Wrenger

Meinerzhagen 2008

Ibbenbüren 2011

Wanted by Landesmusikrat für den 20. April 2013:

Ensembles, »die Folk, Ethno, Weltmusik, Rockoder

Popmusik sowie Hip Hop und Jazz mit multikulturellen

Klängen und Inhalten auf die Bühne

bringen«.

Gesucht waren freie Bands und Musikgruppen

ebenso wie Ensembles von Schulen, Musikschulen

oder religiösen Vereinigungen bis zu einem Durchschnittsalter

von 27 Jahren. Im Foyer des Hürther

Bürgerhauses: das Wettbewerbsbüro. Den ganzen

Tag lang, von 9.30 Uhr bis 16 Uhr: öffentliche Präsentation

der Teilnehmer im Ernst Mach-Gymnasium

und in der Dr.-Kürten-Förderschule. Bewertung

der Auftritte und Kürung der Gewinner durch eine

Fachjury. Und wdr 3 als Partner dieses Förderprojekts

präsentiert musikalische und atmospärische

Impressionen, Stimmen und Meinungen in der Sendung

wdr 3 Musikkulturen.

Beiträge von Cecilia Aguirre und Antje Hollunder

dienstag

7. Mai 2013· 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Folclore argentino

Luna Monti & Juan Quintero

Von Helena Rüegg

Neue traditionelle Klänge aus Argentinien – Musik

des 21. Jahrhunderts: mit lyrischen, zarten, gleichzeitig

spannungsreichen Tönen und Texten zeichnen

Luna Monti und Juan Quintero Klangbilder der

emotionalen Befindlichkeit einer jungen lateinamerikanischen

Generation, die unter den Sedimenten

von Diktaturen, Globalisierung und Kommerz

nach ihren kulturellen Wurzeln sucht.

Luna Monti lebt und arbeitet als Sängerin und

Schauspielerin vor allem in Buenos Aires. Schon

als Kind sang sie mit ihrer Mutter. Ihr Diplom-

Studienfach war »música popular«. Im Jahr 2000

erschien ihre erste Solo-CD »Dentro … del silencio«

(»Im Innern der … Stille«). Die Ausdrucksformen

der Stimme, wie sie sich in der ländlichen Volksmusik

Argen tiniens entwickelt haben, sind ihr

besonderes Anliegen, wenn sie Gesang unterrichtet.

Im Rahmen unterschiedlichster Musik- und

Theaterprojekte hat sie in vielen lateinamerikanischen

und euro päischen Ländern gastiert. Im

Duo mit Juan Quin tero arbeitet sie seit 2001.

Juan Quintero, geboren 1978 in Tucumán: einer der

innovativsten unter den Gitarristen, Sängern und

Komponisten der argentinischen Folk-Szene. Ausgebildet

auch als Chorleiter, hat er vielfach für

große Besetzungen und Jugendorchester geschrieben

und am Konservatorium Manuel de Falla in

Buenos Aires Chorarrangement unterrichtet. Als

Gitarrist und Sänger gewann er mehrere Nachwuchspreise

und hat bislang acht CDs veröffentlicht.

Auch er gastierte international auf lateinamerikanischen

und europäischen Bühnen, in

Deutschland zuletzt 2010, gemeinsam mit Juan

Falú und Carlos Aguirre, bei unseren wdr 3 Mittwochskonzerten

der Musikkulturen in Bielefeld.

Aufnahmen eines wdr 3 Funkhaus-Konzerts

der Musikkulturen vom 26. April 2013

aus dem Kleinen Sendesaal des wdr

Luna Monti

Juan Quintero

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Misia

donnerstag (christi himmelfahrt)

9. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Ad lucem

Musikalische Himmelstürmer

Mit Cecilia Aguirre

Ad lucem – Zum Licht! »Wer weiß, kleine Schwalbe,

woher du kommst? Du schwingst Dich empor, stürzt

herab, und leicht berührt dein Flügel die Welle.«

Ein traditionelles Lied vom Mittelmeer.

Mit der Leichtigkeit des Vogels erhebt der italienische

Tänzer und Countertenor Vincenzo Capezzuto

seine Stimme in luftige, musikalische Höhen

und besingt die Schwalbe, deren Rücken die Farbe

des Meeres hat. Portugiesische, türkische, neapolitanische

und griechisch-salentinische Balladen,

Fados und Romanzen bündelt Christina Pluhar und

ihr Ensemble L’Arpeggiata in ihrem neuen Programm

»Mediterraneo«: mit Gesangssolisten wie

Misia, der Sopranistin Nuria Rial und Vincenzo

Capezzuto.

»Una voce del Salento« – das ist auch der Sänger

und Tambourin-Spieler Antonio Amato. Der Mann

mit der rauen, sinnlichen Stimme bedient sich der

lebhaften Pizzica- und Tarantella-Traditionen.

Seine Lieder entschleunigen aber das Tempo und

kombinieren die Tänze mit warmen eingängigen

Melodien. Er und andere musikalische Himmelstürmer

erhellen an diesem Feiertag den Weltmusik-Planeten.

Außerdem: Aktuelles aus der Weltmusikszene,

neue CDs und Konzert-Hinweise.

Bobby McFerrin

sonntag

12. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

L’amour …

Liebe, Passion, Leidenschaft

Mit Babette Michel

»Vielleicht ist es mit der Liebe so wie mit der Musik

– man kann sie einfach nicht erklären, sie trifft

einen wortlos mitten ins Herz.« Was die Schriftstellerin

Isabel Abedi in ihrem Jugend-Buch »Isola«

beschreibt, ist Motto heute in den »wdr 3 Musikkulturen«.

Ob französische Chansons von Les Yeux d’la Tête

oder neue Songs des Franko-Algeriers Rachid

Taha, ob seelenvolles Klarinettenspiel von Giora

Feidman oder spirituelle Circle Songs von Bobby

McFerrin, ob Sahrawi-Lieder von Mariem Hassan

aus West-Sahara oder das frische Album des

Ngoni-Virtuosen Bassekou Kouyaté aus Mali: sie

alle lassen die Seelen höher schwingen. So wie die

Liebe. Musik und Liebe sind Energien, Schwingungen,

Frequenzen. Sie berühren unser Innerstes

und wirken daher unabhängig von Sprache, Land

oder Kultur. Mit Musik öffnen wir uns der Liebe und

zeigen unsre Liebe in all ihren Facetten – bis hin zu

Leidenschaft und Liebesleid. Musik ist Liebe, und

Liebe ist der Klang des Herzens!

Mit Konzerttipps für die Region, neuen CDs und

noch mehr Aktuellem aus den Musikkulturen.

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Jana Vébrová

montag

13. Mai 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

EBU Folk RePreView

Radios und ihre Roots-Musiken

Von Bernhard Hanneken

Volk Folk

Segovia in Kastilien-León war im vergangenen

Sommer der Schauplatz. Das nächste Folk Festival

der Europäischen Rundfunk-Union (EBU) geht in

zwei Wochen über die Bühnen des Bulgarischen

Nationalen Radios in Varna am Schwarzen Meer.

Zwischen diesen beiden Momentaufnahmen musikstilistischer

und kulturpolitischer Befindlichkeiten

– für die Verortung der eigenen öffentlichrechtlichen

Radioarbeit und geographisch weit

über Europa hinaus bedeutsam – präsentiert die

heutige Sendung noch einmal eine ausführliche

Kollektion interessanter Live-Momente aus 2012

und auch schon ein paar Klangproben für den EBU

Folk 2013.

Aufnahmen des 33. Folk Festivals der Europäischen

Rundfunk-Union vom vergangenen Sommer aus

Segovia und ein Ausblick auf das 34. EBU Folk

Festival Ende Mai in Varna

mit

Čači Vorba (Polskie Radio), Uwaga! (wdr Köln),

Volk Folk (rtvs Slowenien), Antti Paalanen (Yleisradio

Finnland), Mari Kalkun Band (err Estland),

Jorun Marie Kvernberg (nrk Norwegen), Free Folk

(Radio Nacional de España), Giangol (Schweizerischer

Rundfunk), Jana Vébrová (Tschechischer

Rundfunk), Klapa Neverin (Kroatischer Rundfunk),

Jean and the Mean Machine (Sveriges Radio), Sol

i Serena (Katalanischer Rundfunk), Hotel Palindrone

(orf Österreich), Stefan Timmermans &

Bart De Cock (vrt Belgien), Pavel & Hide-Hide

(rtr Radio Russia) sowie Tara Linda & The Tortilla

Western Trio (npr-krcb California, USA)

dienstag

14. Mai 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Accidente de Tango

Tango Crash

Von Cecilia Aguirre

Sie sind Suchende, Klangforscher, und sie unterscheiden

sich erheblich von Gruppen wie dem

Gotan Project oder dem Bajo Fondo Tango-Club:

die Berliner Formation Tango-Crash.

Tango Crash – das sind der argentinische Keyboarder

Daniel Almada, der Bassist und Cellist Martin

Iannaccone, der Bandoneonspieler Christian Gerber

und der Schlagzeuger Gregor Hilbe. Mit ihrem

aktuellen Repertoire wendet sich die Band von

elektronischem Tango stärker hin zu komplexem

Fusion-Jazz: für ihr Album »accidente de tango«

luden sie den Jazz-Trompeter Martin Klingeberg

und den Schlagzeuger Marcio Doctor ein, außerdem

Nicolas Nobili. Dessen Gesänge sind lautmalerische

Assoziationen zum Lunfardo, dem Slang

von Buenos Aires. Wirklich verstehen kann man

seine Sprachkunst kaum; sie arbeitet mit Wortneuschöpfungen,

erfunden, um sich dem Klang der

hybriden Musik anzupassen. Dichtgesetzte Dissonanzen

und Gesangspassagen wie aus einer

Totengruft. »Accidente de Tango« verstört. Akustische

Großstadtbilder – ob aus Berlin oder Buenos

Aires – rasen vorbei, lassen ratlos zurück.

Aufnahmen eines Konzerts vom 7. Mai

aus dem Bochumer Bahnhof Langendreer

Tango Crash

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pfingstsonntag

19. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

EBU Radio Folk im Vergleich

Klangbilder

Mit Babette Michel

Sechzig Einsendungen aus zwanzig Ländern – nicht

nur Europas, denn der Europäischen Rundfunk-

Union EBU sind öffentlich-rechtliche und staatliche

Rundfunkanstalten weltweit assoziiert.

Alle zwei Jahre schreibt Radio and Television Slovakia

RTVS den Wettbewerb für Rundfunkproduktionen

mit traditioneller Volksmusik, Folk und Weltmusik

aus. Und mindestens so schwer wie geeignete

Gattungsbegriffe für die eingesandten Beispiele

zu finden, ist es auch, sie miteinander zu vergleichen.

Die elfköpfige Jury unter dem Vorsitz Oskár

Elscheks, des Doyens der slowakischen Musikwissenschaft

und musikalischen Volkskunde, saß

und hörte zwei Tage lang in Bratislava – und kürte

dann eine Studioaufnahme von Radio Russia für

den »Grand Prix«. Klangbilder aus unterschiedlichen

Aufnahmekonzepten präsentieren wir in dieser

Sendung – weitere Aspekte des Wettbewerbs

dann in zwei und in vier Wochen.

Mit Wettbewerbsbeiträgen aus dem »Svetozár

Stračina Grand Prix« 2013 des Slowakischen Rundfunks

Bratislava, zur Verfügung gestellt über die

Europäische Rundfunk-Union EBU

Arkady Shilkloper

Preisträgerin Liudmila Osipova

Pablo Aslan

pfingstmontag

20. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Son Contemporáneo

Latin Music in Europa und Amerika

Mit Cecilia Aguirre

»The state of the tango« – wird er heute in Brooklyn

definiert? Dieser Meinung ist zumindest der in

Argentinien geborene, in New York lebende Bassist

und Bandleader Pablo Aslan.

Er versammelte Argentinier um sich – unter ihnen,

am Schlagzeug, der Enkel des legendären Tango-

Erneuerers Astor Piazzolla – und nahm das Album

»Piazzolla in Brooklyn« auf. »Mich faszinierte die

Idee einer Tango-Jazz-Optik. Daran habe ich viele

Jahre gearbeitet. Ich spürte, dass es viele Möglichkeiten

gibt, diese Musik zu öffnen und weiterzuentwickeln.«

Was Piazzolla für den Tango Nuevo ist, ist die Band

Irakere für eine moderne kubanische Klangsprache.

Der junge Pianist Manuel Valera und seine

Band New Cuban Express sind stark beeinflusst

von den Experimenten kubanischer Künstler der

1970er- und 80er-Jahre, die afro-kubanische Musik

mit einem kosmopolitischen Zeitgeist verbanden.

Sein »Danzón« oder »Gismonteando« leben vom

Geist der afro-kubanischen und afro-brasilianischen

Roots. Wie Pablo Aslan lebt auch Valera

mittlerweile in New York. Der in Nantes beheimatete

argentinische Pianist Gerardo Jerez le Cam

hingegen geht mit seinem Quartett das Wagnis ein,

Balkan-Rhythmen mit dem Tango zu kreuzen. Ein

gelungenes Experiment.

Valeri Dimchev

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dienstag

21. Mai 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Klangkosmos nördliches Japan

Shamisen und Shinobue aus Tsugaru

Von Barbara Wrenger

Shamisen: die dreisaitige, mit Katzen- oder Hundehaut

bespannte japanische Langhalslaute – einst

ein Begleitinstrument der Geishas und Troubadoure.

Heute solistisch emanzipiert, tritt sie z. B.

in Dialog mit der Flöte Shinobue.

Gegründet wurde das Duo 2009: Shunsuke Kimura

hat in vielen Regionen Japans traditionelle Musiken

gesammelt und dieses Material in eigenen

Kompositionen für Musiktheater, Tanz und Film

verarbeitet. Er lehrt Musik an Universitäten in Tokio

und Kyoto.

Etsuro Ono wurde in Akita, im nordöstlichen Japan.

geboren, einer für ihre Volksmusik bekannten Region.

In Tsugaru, im Norden Japans, studierte er

bei dem Shamisen-Meister Chisato Yamada. Er ist

Mitglied des berühmten Volkstheater-Ensembles

Warabiza. Im Rahmen einer »Klangkosmos«-Tournee

gastieren Shunsuke Kimura und Etsuro Ono

noch bis 26. Mai in NRW.

Aufnahmen eines Konzerts der Reihe

»Klangkosmos – Weltmusik in NRW«

vom 14. Mai aus der Lutherkirche Hamm

mit

Shunsuke Kimura · Tsugaru-Shamisen,

Shinobue, Gesang

Etsuro Ono · Tsugaru-Shamisen, Gesang

Etsuro Ono

Shunsuke Kimura

Cesaria Evora

sonntag

26. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Universal Mother

Afrikanische Roots, neu aufgelegt

Mit Cecilia Aguirre

»Ich will, dass es tanzt«. Das waren die ersten

Worte, mit denen sich der malische Sänger Salif

Keita an den französischen Produzenten Philippe

Cohen Solal wandte.

Anlass war die Produktion ihres ersten gemeinsamen

Albums »Talé«. Das Konzept: den Traditionen

der Mandinka ein futuristisches Design zu

verleihen und gleichzeitig den Bezug zur eigenen

Geschichte nicht zu verlieren. »Es könnte mein

letztes Album sein«, mutmaßt der 64-jährige Salif

Keita.

Im vergangenen Dezember verstarb die kapverdische

Sängerin Cesaria Evora. Sie zählt zu den ersten

großen Worldmusic Stars auf internationalen

Bühnen. Star oder nicht Star – der »Barfuß-Diva«

waren diese Kategorien gleichgültig. Nun gibt es,

kurz nach ihrem Tod, bislang unveröffentlichte Studioaufnahmen

der »Mãe carinhosa« zu ent decken.

Außerdem: Aktuelles aus der Weltmusikszene mit

Konzerttipps und neuen CDs.

Salif Keita

Nangialai Nashir

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dienstag

28. Mai 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Arbëresh

Albanisches in Kalabrien

Von Marina Collaci

AlpenKlezmer

Toni Burger

dienstag

28. Mai 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

EBU Folk Festival Varna live

AlpenKlezmer am Schwarzen Meer

Mit Ulrike Zöller

Jiddisch-bajuwarische Wahlverwandtschaft live

on stage in Varna: ein Bayern-NRW-Joint-Venture

an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Gemeinsam

entsandten br und wdr ein kreatives alpenländisch-osteuropäisches

Projekt zum EBU Folk

Festival.

Seit 34 Jahren in lückenloser jährlicher Folge: auch

2013 sind wieder traditionelle und experimentelle

Ensembles aus dem weiten Feld der »Folk and Traditional

Music« auf Einladung europäischer öffentlich-rechtlicher

Radios zu Gast bei einem Sender

aus ihrer Runde, dessen Folk-Redakteur ein Festival

organisiert, bei dem alle Konzerte aufgenommen

und – per Austausch über die »Europäische

Rundfunk-Union« (EBU) – allen Teilnehmern für die

Programme in ihren Heimatländern kostenlos zur

Verfügung gestellt werden. Eine Schatzgrube für

alle bedeutet das, und es ist ein jährlicher Seismograph

auch für hochinteressante Aspekte des

europäischen musikalisch-kulturpolitischen

Gesamt befindens. Gastgeber in diesem Jahr ist

das Bul garische Nationale Radio bnr. Und außer

den Musikern aus Deutschland präsentiert sich

auf der Bühne aus Österreich das ungleiche Geigenduo

Toni Burger & Matthias Jakisic.

Übertragung aus Bulgarien mit dem

Duo Toni Burger & Matthias Jakisic

sowie

AlpenKlezmer:

Andrea Pancur, Lorin Sklamberg, Alex Haas,

Ilya Shneyveys und Guy Schalom

Ende des 15. Jahrhunderts verließen viele Albaner

ihre Heimat, die damals vom Heer des Osmanischen

Reichs erobert wurde. Jenseits der Adria

nahm das katholische Königreich Neapel die

Flüchtlinge auf.

Dies war allerdings kein Akt purer Großmut: In Süditalien

hatte lange Krieg geherrscht, zudem hatte

1456 ein schweres Erdbeben viele der schönen kleinen

Dörfer in Geisterorte verwandelt. Nun füllten

sie sich mit neuem Leben. Die Albaner brachten

wundervolle bunte Trachten mit – und auch ihre

Lieder. In 50 Dörfern des Molise, der Abruzzen, der

Basilicata, Siziliens, vor allem aber Kalabriens

sprechen heute noch insgesamt etwa 100.000

Menschen Arberesh, eine alte Variante des Toskischen

aus Südalbanien. Die Menschen dort folgen

griechisch-byzantinischen Riten, und albanische,

türkische wie byzantinische Einflüsse finden

sich auch in der Musik der Arberesh-Dörfer.

Zum ersten Mal 1976 und dann wieder 1983 kam ein

Aufnahmeteam des wdr nach Kalabrien in abgelegene

Bergdörfer und dokummentierte die kalabresisch-albanische

Tradition mit ihren Dudelsäcken,

karramunxat, dem Akkordeon, den surdulinas und

vor allem den mehrstimmigen Gesängen: vjershet

(mit zwei Stimmen) und vallja, die die Tänze begleiten.

Und die Musik dort blieb lebendig. In Lungro

zum Beispiel sind von 2000 Einwohnern etwa 200

als Musiker aktiv. Santa Sofia di Epiro hat heute sogar

zwei Bands, die Reggae und Rock spielen – mit

Gesängen in Arberesh.

Tracht von

S. Costatino

Spasulati

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donnerstag (fronleichnam)

30. Mai 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Musik, die unsere Seele nährt

Prozessionen der Stimmen und Klänge

Mit Cecilia Aguirre

Zum Fronleichnamstag eine eigene Prozession –

mit Stimmen und Klängen aus den Musiken der

Welt.

»Message in a bottle« – allein mit akustischer

Gitarre und Youn Sun Nahs fast flehendem Gesang

›konvertiert‹ Ulf Wakenius zu meditativer Musik.

Bei seinem »Vagabond«-Programm, mit dem er

durch die musikalischen Welten wandert, schöpft

der schwedische Gitarrist zusammen mit Freunden

aus seinen eigenen musikalischen Kraftquellen.

Sie pendeln zwischen Folk, anspruchsvoller Kunstmusik

und ruhigen, improvisierten Passagen: den

Stücken ihres ersten Solo-Albums gab die tschechische

Geigerin und Sängerin Iva Bittová einen

bescheidenen Titel: »Fragments I – XII«. Mit Ihnen

folgt die heute in New York lebende Künstlerin

ihrem »eigenen musikalischen Bewusstseins-

Strom«. Dabei hat ihre Geige sie »immer begleitet,

sie spiegelt meine Träume und meine Einbildungskraft

wider«. Wobei für sie heute wichtig ist:

»Musik einem Stil zuzuordnen, ist mittlerweile

vorbei!« Also Musik über Stilgrenzen hinweg –

wie Iva Bittová bewegen sich auch andere MusikerInnen

durch weite Klanglandschaften auf der

Suche nach der »Musik, die unsere Seele nährt«.

Außerdem Aktuelles aus der Weltmusik mit Konzert-Hinweisen

und neuen CDs.

sonntag

2. Juni 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Tradition und Revival

EBU Radio Folk im Vergleich

Mit Barbara Wrenger

Aus Kuba und Indonesien kamen die gewissermaßen

›exotischsten‹ Wettbewerbsbeiträge.

Insgesamt fiel aber das starke Interesse der osteuropäischen

Rundfunksender auf:

Am Vergleich der spieltechnischen Niveaus, der

Aufnahmestandards, der ästhetischen Konzepte

oder auch ganz einfach der jeweiligen Traditionsschätze.

Unterschiedliche demographische Faktoren,

Ungleichzeitigkeit von Entwicklungen, ganz

simpel und hart auch: Reichtumsgefälle, das sich

genauso bei der Migration von Musikern zeigt wie

auch bei den Möglichkeiten, ihre Arbeit medial zu

würdigen. Es sind einfach in unserem Europa auch

mehr als zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen

Vorhangs noch jede Menge Nachklänge davon zu

hören. Insofern lässt sich der Wettbewerb auch

nicht nur als eine Leistungsschau denn vielmehr

auch als eine europäische kulturpolitische Werkstatt

wahrnehmen. In dieser Sendung geht es um

Themen wie ›Authentizität‹, Tradition, Bearbeitung.

Mehr dann noch einmal heute in zwei Wochen.

Mit Wettbewerbsbeiträgen aus dem »Svetozár

Stračina Grand Prix« 2013 des Slowakischen

Rundfunks Bratislava, zur Verfügung gestellt

über die Europäische Rundfunk-Union EBU

Svetozár Stračina Grand Prix Jury

Iva Bittová

Rundfunkgebäude von rtvs in Bratislava

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samstag

8. Juni 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

EBU Radio-Folk 2013

Frische Früchte vom Schwarzen Meer

Von Bernhard Hanneken

Hector Zazou

Eva Quartet

dienstag

4. Juni 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Where Music Meets the World

Hector Zazou & Eva Quartet

Von Barbara Wrenger

»The arch« heisst Hector Zazous letztes, gemeinsam

mit Dimiter Panev produziertes, inzwischen

mehrfach preisgekröntes Album mit den bulgarischen

Sängerinnen des Eva Quartet.

Für den französischen Musiker, Komponisten und

Produzenten Hector Zazou (1948 – 2008) wurde

diese gemeinsame Arbeit zum Schwanen-Gesang,

posthum veröffentlicht im Dezember 2012. Als Pianist

und Elektroniker war der Global Player Zazou

seit den 1970er Jahren auf der Suche nach neuen

Klangwelten. Traditionelle Musiken, Jazz, Pop und

Elektronisches verwandelte er in farbige Klangskulpturen

und setzte sie zu großflächigen imaginären

Klanglandschaftsbildern zusammen. Der

Bogen, the arch, war für ihn Symbol der Verbindung

verschiedener Zeiten und Räume, ein metaphorischer

Ort des Zusammentreffens musikalischer

Traditionen und Stile mit kreativen neuen

Ideen und technischer Perfektion. Drei Jahre arbeiteten

Hector Zazou und Dimiter Panev mit dem Eva

Quartet und weiteren 50 Musikern aus 14 Ländern

zusammen, unter ihnen Laurie Anderson, Nils Pettar

Molvaer, Djivan Gasparyan und Ryuichi Sakamoto.

Der Kollege und Weggefährte erzählt die

Geschichte dieser ungewöhnlichen Produktion.

Musiken, Stimmen, Impressionen einer Begegnung

von Musikern, die sehr unterschiedliche Traditionen

und Traditionsbilder, Innovationen und Konzepte

von Modernität repräsentieren.

Es geht um die Unterschiede in den Folk- und Weltmusik-Programmen

und -Produktionen euro ­

päi scher und mit der EBU assoziierter außereuropäischer

öffentlicher Rundfunksender. Fünfzehn

Sender aus dreizehn Ländern mit vierzehn Solisten

oder Ensembles insgesamt hatten – abgesehen von

den bulgarischen Gastgebern – ihre Teilnahme am

34. EBU Folk Festival zugesagt: aus Tschechien,

Kroatien, Finnland, Deutschland, Ungarn, Korea,

Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Spanien,

Schweden und der Ukraine. Live geplant für den

28. Mai: das gemeinsame AlpenKlezmer-Projekt

des Bayrischen und des Westdeutschen Rundfunks

sowie das Geigenduo Toni Burger & Matthias Jakisic

des orf. Aus der Fülle der weiteren Konzerte

hier eine bunte Auswahl.

Mit Aufnahmen des Bulgarischen Nationalen

Rundfunks bnr vom 34. Contemporary Folk

Festival der Europäischen Rundfunk-Union (EBU)

Ende Mai aus Varna (Teil 1).

Mehr im wdr 3 Konzert am 17. Juni.

Jeong Ga Ak Hoe

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Ida Kelarová

sonntag

9. Juni 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Europäische Kulturhauptstadt Košice

Romaballaden, Klezmerklänge, Folkjazz

Mit Thomas Daun

Košice – am Rande der Karpaten, im Osten der

Slowakei: hier leben Slowaken und Ungarn, Roma,

Juden, Ukrainer und Deutsche neben- und miteinander.

Geographisch eher abseits gelegen,

wurde die multikulturelle Stadt – neben der Mittelmeer-Metropole

Marseille – zur »Kulturhauptstadt

2013« gewählt.

Košice gilt als Zentrum der Roma, die allerdings

mehr am Rande der Gesellschaft in Armut leben.

Doch mit ihrer originellen, vielschichtigen Musik

spielen sie in der hiesigen Kulturlandschaft eine

besondere Rolle. Zu ihnen zählt z. B. die charismatische

Roma-Sängerin Ida Kelarová, die in der

Eröffnungsgala zum Kulturhauptstadt-Jahr auftrat

und mit stimmungsvollen Balladen begeisterte.

Seit einigen Jahren erfreut sich auch die jiddische

Musik wachsender Beliebtheit. Im Sommer findet

in Košice zum zweiten Mal das Festival »Mazal

Tov!« statt, organisiert von der Kaschauer Klezmer

Band (Kaschau ist der historische deutsche Name

für Košice). Hier werden verschiedene Musik-

Genres international verbunden: Klezmer, Jazz,

klassische und elektronische Musik. Eingeladen

sind z. B. Avishai Cohen aus Israel, David Krakauer

aus New York oder die Budapest Klezmer Band.

Außerdem: neue CDs aus der Weltmusik-Szene

sowie Konzerttipps aus der Region.

dienstag

11. Juni 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Retiro – Trocadéro

Argentinische Musik in Paris

Von Cecilia Aguirre

»Así habían empezado a andar por un Paris fabuloso«

(Julio Cortázar) – sie begannen, durch ein

traumhaftes Paris zu spazieren, ein Bandoneón und

eine Gitarre unterm Arm. In deren melancholisch

Tönen verbirgt sich die memoria colectiva.

Es ist die gemeinsame, die geteilte Erinnerung an

Argentinien, wie es in einer Komposition des seit

30 Jahren in Paris beheimateten argentinischen

Pianisten Lalo Zanelli heißt. Zanelli, bis 2002 Pianist

beim Gotan Project, brachte aus der Heimat

Fragmente des Tango mit und setzte sie in Paris

für sich neu zusammen. Der Bandoneonist Victor

Villena gehört zur zweiten Generation der ›europäischen‹

Argentinier: er gründete 2004 in Paris

gemeinsam mit dem Gitarristen Alejandro Schwarz

das Quintett El Después (Das Danach). Im April ist

ihr Album »Calles lejanas« auf einem deutschen

Label erschienen: eine komplexe Antwort auf die

Frage, was sich »danach«, nach Piazzolla, innerhalb

des Tango Nuevo entwickeln konnte. Während

El Después die U-Bahn von Buenos Aires nicht verlässt

und an der Haltestelle Retiro aussteigt, fährt

der in Nantes wohnende Pianist Gerardo Jerez le

Cam von Trocadéro in Richtung Balkan los: in seiner

Musik schütteln Argentinisches, Pariserisches

und Balkanisches einander lebensfroh die Hände.

Lalo Zanelli

22 wdr 3 Musikkulturen

wdr 3 Musikkulturen 23


Feo Gasy

Fatoumata Diawara

Mia und Mikael Marin

sonntag

16. Juni 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Live-Momente

EBU Radio Folk im Vergleich

Mit Thomas Daun

»Grand Prix«: Wertschätzung einer besonderen

musikalischen Leistung? Wertschätzung besonderer

Aufnahmekunst? Oder vielleicht auch: Wertschätzung

der besonderen Vermittlung eines besonderen

musikalischen Moments?

Der internationalen Jury beim Wettbewerb des

Slowakischen Rundfunks in Bratislava stellte sich

natürlich auch die Frage nach der Bewertung von

»live«. Alle vier Beiträge z. B., die wdr 3 eingereicht

hatte, setzten auf dieses Moment: möglichst

wahrhaftiger Abbildung eines authentischen musikalischen

Geschehens, auf Spiegelung musikalischer

Wirklichkeit. Noch einmal präsentieren

wir in den wdr 3 Musikkulturen Impressionen vom

europäischen Austausch und Vergleich der Radio-

Arbeitsweisen auf dem Feld traditioneller Musik,

Folk und Weltmusik.

Mit Wettbewerbsbeiträgen aus dem »Svetozár

Stračina Grand Prix« 2013 des Slowakischen Rundfunks

Bratislava, zur Verfügung gestellt über die

Europäische Rundfunk-Union EBU

montag

17. Juni 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

EBU Radio-Folk 2013

Schwarzmeer-Ernte, die zweite

Von Bernhard Hanneken

Weitere Musiken, Stimmen, Impressionen einer Begegnung

von Musikern, die sehr unterschiedliche

Traditionen und Traditionsbilder, Innovationen und

Konzepte von Modernität repräsentieren.

Es geht um die Unterschiede in den Folk- und Weltmusik-Programmen

und -Produktionen euro ­

päischer und mit der EBU assoziierter außereuropäischer

öffentlicher Rundfunksender. Fünfzehn

Sender aus dreizehn Ländern mit vierzehn Solisten

oder Ensembles insgesamt hatten – abgesehen von

den bulgarischen Gastgebern – ihre Teilnahme am

34. EBU Folk Festival zugesagt: aus Tschechien,

Kroatien, Finnland, Deutschland, Ungarn, Korea,

Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Spanien,

Schweden und der Ukraine. Live geplant für den

28. Mai: das gemeinsame AlpenKlezmer-Projekt

des Bayrischen und des Westdeutschen Rundfunks

sowie das Geigenduo Toni Burger & Matthias Jakisic

des orf. Aus der Fülle der weiteren Konzerte

hier eine bunte Auswahl.

Mit Aufnahmen des Bulgarischen Nationalen

Rundfunks bnr vom 34. Contemporary Folk

Festival der Europäischen Rundfunk-Union (EBU)

Ende Mai aus Varna (Teil 2).

Mehr gab’s schon im wdr 3 Konzert am 8. Juni.

24 wdr 3 Musikkulturen

wdr 3 Musikkulturen 25


dienstag

18. Juni 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Wust el Balad

Musikszene Kairo-Mitte

Von Suleman Taufiq

CD-Cover Wust el Balad

Das Viertel im Herzen Kairos: Wust el-Balad – zu

ihm gehört auch der Tahrir-Platz, im 19. Jahrhundert

von europäischen Städteplanern entworfen.

Hier gibt es viele Kinos, Ateliers, Buchläden, Literatur-

und Künstler-Cafés, Bars und Theaterhäuser.

Er war – auch schon lange vor dem ›arabischen

Frühling‹ – beliebter Treffpunkt für Jugendliche

ebenso wie für Erwachsene. Auch Ägyptens bekannteste

Band heißt Wust el Balad. Andere Gruppen

wie Cairokee, el Dor el Awal, Eftekassat entstanden

ebenso hier im Zentrum von Kairo, wurden

durch die Revolution bekannt und erfolgreich.

In ihren Songs geht es um ›Gott und die Welt‹ –

Liebesballaden sind ebenso angesagt wie politische

Lieder. Auch Yaser Abdelrahman und Fathi

Salaman mit ihrer Band Sharkiat gehören zur

Szene; seit Jahren experimentieren sie damit,

arabische Musik neu zu interpretieren.

Musik und Kunst haben beim Aufstand eine wichtige

Rolle gespielt. Fast alle Gruppen spielten auf

dem Tahrirplatz live vor begeistertem Publikum.

Ein großer Moment des Aufbruchs in der äygyptischen

Musik – wichtig und zukunftsträchtig trotz

aller aktueller politischer Turbulenzen.

Katerina Lekka

Kairo Graffiti

sonntag

23. Juni 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Orchestres du Soleil

Artisten der Weltmusik

Mit Cecilia Aguirre

» … das Gegeneinander ist längst Geschichte«,

sagt der österreichische Altsaxofonist Wolfgang

Puschnig – und vereint unter der Kuppel seines

Zirkuszeltes Musik-Artisten zu einem einfallsreichen

Experiment.

Er ordnet berühmte Liedmelodien seiner Kärntner

Heimat für seine KünstlerInnen neu an – »sich auf

die Tradition beziehend und mit ihr brechend«.

Koryphäen wie der Geiger Mark Feldman, das Männergesangsquartett

schnittpunkt vokal, die argentinische

Mezzosopranistin mit slowenischen Wurzeln

Bernarda Fink und 8 Querflöten, von der Kontrabassflöte

bis zur Piccolo, wurden eingeladen …

Er ist ein Artist des Akkordeons, Vincent Peirani:

ein Gaukler und Komödiant, der auch die Kehrseite

von fröhlichen Walzern und balkanischen Coceks

kennt. Peirani ist orchestererprobt: er spielte bei

Les yeux noirs und der Bigband Pandemonium. Auf

seinem Debut-Album »Thrill Box« zieht Periani die

Register von amerikanischem Folk über Thelonius

Monk bis zu Eigenkompositionen à la Philip Glass.

Zu diesen Artisten der Weltmusik gesellen sich

zahlreiche andere ›bunte Vögel‹.

Außerdem: Neuheiten aus der Weltmusik-Szene

mit CD-Special und Konzert-Tipps.

Wolfgang Puschnig & schnittpunkt vokal

26 wdr 3 Musikkulturen

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montag

24. Juni 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

Neues Wienerlied live aus Bonn

Die Strottern & Blech

Mit Barbara Wrenger

Ein ausgefuchster Entertainer, charmant und bissig.

Er singt auch Schuberts »Winterreise« – auf

Wienerisch mit der Hannes Löschel Stadtkapelle:

Klemens Lendl – begnadeter Vokalist und Stehgeiger.

Gemeinsam mit dem Gitarristen David Müller widmet

er sich aber auch und vor allem dem echten

Wienerlied, dem ungezuckerten, dem früheren

und dem heutigen – als Duo Die Strottern. Im alten

Wien war ein Strotter eine Art Gauner, besser:

einer, der nach Verwertbarem sucht. Gefunden

wurden Gstanzln, Couplets und Tänze aus vierhundert

Jahren, und Die Strottern beweisen, wie die

Jury des Deutschen Weltmusikpreises RUTH 2012

befand: »Das Wiener Lied funktioniert auch bestens

außerhalb der Donau-Metropole. Denn diese

beiden musikalischen Gauner haben es klug aufpoliert

und zukunftsfähig gemacht, musikalisch

mit Elementen des Jazz und Blues, bissig humorvoll

in den Texten. Ihr jüngstes Projekt, Die Strottern

& Blech, hat die Jury endgültig davon überzeugt,

dass die Deutsche RUTH 2012 den Gaunern

aus Wien gehören sollte.«

Übertragung einer Veranstaltung der von der

Bonner Universität und wdr 3 aufgelegten Reihe

»Concerti discreti« aus dem Arithmeum

mit

Klemens Lendl · Violine, Gesang

David Müller · Gitarre, Gesang

Martin Eberle · Trompete, Flügelhorn

Martin Ptak · Posaune

Die Strottern & Blech

dienstag

25. Juni 2013 · 23:05 bis 24:00

wdr 3 open: SoundWorld

Westsahara

Mariem Hassan

Von Suleman Taufiq

Sie ist die Stimme des sahrauischen Volkes, das

seit fast vierzig Jahren im Exil lebt. Ihre Lieder

haben seine dramatische Geschichte begleitet:

Besatzung, Vertreibung und das Elend der Flüchtlings-Zeltstädte.

Als die Westsahara noch unter spanischer Besatzung

stand, 1958, kam Mariem Hassan in einer

Nomadenfamilie zur Welt. Als Kind sang sie bei

Festen, als Jugendliche dann auch bei Versammlungen

die Lieder der Unabhängigkeitsbewegung

Frente Polisario. Nach dem Tod des Diktators

Franco 1976 zog Spanien sich aus der Westsahara

zurück, doch Marokko besetzte nun das Land. Die

meisten Nomaden flohen vor den blutigen Kämpfen

nach Algerien, auch Mariems Familie. Wie Hunderttausende

anderer Flüchtlinge lebt sie heute in

Smara, einer der vier riesigen Zeltstädte, komplett

auf internationale Unterstützung angewiesen. Die

sahrauischen Frauen bilden das kulturelle Rückgrat

dieser Flüchtlingslager. Sie organisieren das

Zusammenleben und versuchen, auch unter

schlimmsten Bedingungen einen Rest von Würde

zu bewahren. Mariem Hassan wurde mit ihrer

Gruppe El Ouali zur musikalischen Botschafterin

und warb in vielen Ländern mit ihren Konzerten um

internationale Solidarität für ihr Volk. Ihre Lieder

in Hassania, einem arabischen Dialekt, der in der

Westsahara verwurzelt ist, erzählen Geschichten

vom Alltag im Exil, von den Widersprüchen zwischen

Tradition und Modernität, von der Identität

ihres Volkes und der Sehnsucht nach Heimat.

Aufnahme eines Konzerts der Reihe

»Klangkosmos – Weltmusik in NRW«

vom 14. Juni aus der Aula der Alten Schule

am Wall, Detmold

mit

Mariem Hassan · Gesang, Perkussion

Vadiya Mint El Hanevi · Gesang, Perkussion

Luis Gimenez · Gitarre

Gabriel Flores · Flöten

Mariem Hassan

Samy

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My Sweet Canary Ensemble

Mehtap Demir & Yota Nega

Servais Haanen

samstag

29. Juni 2013 · 20:05 bis 22:00

wdr 3 Konzert

Süßer Vogel des Rembetiko

Hommage an Roza Eskenazi

Mit Babette Michel

»My Sweet Canary« heißt ein Dokumentarfilm

über die erste Schallplattendiva Griechenlands.

In einem daraus entwickelten Konzertprojekt verkörpern

Sängerinnen aus Griechenland, der Türkei

und Israel die legendäre Roza Eskenazi.

Sarah Skinazi kam 1890 in einer armen sephardischen

Familie am Bosporus zur Welt. Als Jugendliche

ging sie nach Thessaloniki, wo es ebenfalls

eine große spaniolisch sprechende Gemeinde gab.

Deren Lebenswelt wurde 1917 durch einen verheerenden

Großbrand weitgehend zerstört. Nach dem

Weltkrieg und der Massenflucht von kleinasiatischen

Griechen in die europäisch-griechischen

Metropolen, vor allem Athen mit seinem Hafen

Piräus, entstand dort in einem neuen, ganz eigenartigen

Milieu das musikalische Genre der Rembetika.

Diese Großstadtlieder einer herumtergekommenen

Männerwelt singen von Nostalgie und

Eigensinn, von Zärtlichkeit und der Härte des

Lebens, vom Haschisch und der Liebe. Sarah, das

Judenmädchen aus Konstantinopel, fasste Fuß als

Sängerin in Athen, doch es dauerte noch mehr als

zehn Jahre, bis sie 1928 ihre erste Schallplatte veröffentlichen

konnte – als Roza Eskenazi. Und sehr

bald stand dieser Künstlername für Griechenlands

erste Schallplatten-Diva.

Ihrem Andenken widmet sich Roy Shers Dokumentarfilm.

Das Festival »Klangvokal« brachte das mit

ihm verbundene ebenso nostalgisch anrührende

wie musikalisch mitreißende Konzert-Projekt der

drei Sängerinnen mit einem Ensemble hervorragender

griechischer und türkischer Instrumentalisten

vor einer guten Woche in Dortmund auf die

Bühne.

Aufnahme vom 21. Juni 2013

aus dem Dortmunder domicil

mit

Yota Nega · voc (Griechenland)

Mehtap Demir · voc, Kemane (Türkei)

Mor Karbasi · voc (Israel)

Kyriakos Gouventas · Violine (Griechenland)

Dimitris Mistakidis · Gitarre (Griechenland)

Dimitris Baslam · Kontrabass (Griechenland)

Huseyin Karabulut · Percussion (Türkei)

Pavlos Pafranidis · Bouzouki (Griechenland)

Mumin Sesler · Oud, Qanun, Ltg. (Türkei)

Roza Eskenazi

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sonntag

30. Juni 2013 · 16:05 bis 17:45

wdr 3 Musikkulturen

Festivalzeit weltweit

WOMAD, Sziget, TFF …

Mit Babette Michel

Urlaubsfeeling, Feierlaune – so gehen wir in den

Sommer mit seinen vielen Weltklang-Festivals

zwischen Rudolstadt und Roskilde, Sziget und

Charlton Park, Nürnberg und Krefeld.

Lockere Atmosphäre, Erlebnis- und Musik-Vielfalt

sind diesen – meist open air stattfindenden – Festivals

gemeinsam. Purer Enthusiasmus trieb Peter

Gabriel 1982 dazu, in Großbritannien das erste

Womad-Festival zu veranstalten – ein Zusammentreffen

von Künstlern aus aller Welt – bis heute

eine große Chance für das Publikum, Einblicke in

andere Musikkulturen zu gewinnen. »Musik ist

eine Universal-Sprache«, sagt Peter Gabriel, »sie

bringt Menschen zusammen und zeigt, wie dumm

Rassismus ist«. Festivalzeit ist bald auch in Budapest

auf der Donauinsel Sziget: Der Leiter der

World Music Stage, Csaba Lökös, bezeichnet das

Szigetfestival als »das größte Abenteuer des Jahres«.

Ein weiteres großes europäisches Weltmusik-

Festival ist das Tanz & Folkfest »TFF« – immer am

ersten Juli-Wochenende, so auch diesmal, im kleinen

Rudolstadt in Thüringen. Gianmaria Testa,

Trio Rouge, Lucilla Galeazzi und I Liguriani bereichern

dort den diesjährigen Länderschwerpunkt

»Italien«. The Blind Boys of Alabama führen mit

ihren unvergleichlichen Stimmen in den tiefen Süden

Amerikas. RUTH-Weltmusik-Preis-Gewinnerin

Mariana Sadovska verzaubert den Innenhof der

Heidecksburg. Und Portugals neue Fado-Stimme

Carminho bringt uns Klänge vom äußeren Ende

Europas. Ein irrer Hauch von Welt, ein riesiges Fest

mit Hunderten von Künstlern und ca. 70 000 Musikfans.

Außerdem: Konzerttipps für die Region, neue CDs,

Aktuelles.

TFF Tanzzelt

TFF Burgterrasse

32 wdr 3 Musikkulturen

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Veranstaltungen im Mai und Juni

Fotos Innenseiten:

© Mauritius, musiccontact, Y. Psathas (2x), A. Mendel, LVdM-LMR NRW (2x), Maria Birba, Pierre

Verdy, dpa – Bernd Thissen, Werner Fuhr (4 x), Tropical Music, Keita, Christoph Giese, orf, Spasulati,

Collaci, rte, Elen Music, Dimiter Panev, KBS, Stephan Mussil, le Cam, Claudia Scheer van Erp,

wdr/Schrumpf, SESR, Wust el Balad, El Auwad, Puschnig, Astrid Bartl, alba-kultur, Omri Barel,

www.mysweetcanary.com, Frank Szafinski, Silvia Hauptmann

Programmänderungen vorbehalten.

Musikkulturen

Festivals, Konzerte, Co-Produktionen mit

Veranstaltungspartnern sowie Mitschnitte

im Mai und Juni 2013

dienstag

7. Mai 2013, 20:00

Bochum, Bahnhof Langendreer

Tango Crash

Accidente de tango

www.bahnhof-langendreer.info

Sendung: wdr 3 open: SoundWorld

14. Mai 2013 · 23:05 bis 24:00

dienstag

14. Mai 2013, 17:30

Hamm, Lutherkirche

Klangkosmos – Weltmusik in NRW

Shamisen & Shinobue

Etsuro Ono & Shunsuke Kimura

www.klangkosmos-nrw.de

Sendung: wdr 3 open: SoundWorld

21. Mai 2013 · 23:05 bis 24:00

dienstag

28. Mai 2013, 20:00

Varna/Bulgarien

34th Euroradio Folk Festival

AlpenKlezmer & Co.

www3.ebu.ch/cms/en/sites/ebu/contents/

events/201305/2013-euroradio-folk-music-festiv.htm

Sendung: wdr 3 Konzert · live · 20:05 bis 22:00

donnerstag

13. Juni 2013, 20:00

Bielefeld, Süsterkirche

Weltnacht-Festival

A Moving Sound from Taiwan

Sheng Dong

www.welthaus.de/kulturbuero/weltnacht-festival

Sendung: wdr 3 Musikkulturen

14. Juli 2013 · 16:05 bis 17:45

freitag

14. Juni 2013, 20:00

Detmold, Aula der Alten Schule am Wall

Klangkosmos – Weltmusik in NRW

Lieder der Westsahara

Mariem Hassan

www.klangkosmos-nrw.de

Sendung: wdr 3 open: SoundWorld

25. Juni 2013 · 23:05 bis 24:00

freitag

21. Juni 2013, 20:00

Dortmund, domicil

Klangvokal Dortmund

Hommage à Roza Eskenazi

My Sweet Canary

www.klangvokal-dortmund.de

Sendung: wdr 3 Konzert

29. Juni 2013 · 20:05 bis 22:00

montag

24. Juni 2013, 20:00

Bonn, Arithmeum

Concerti discreti

Neues Wienerlied

Die Strottern & Blech

www.arithmeum.uni-bonn.de

Sendung: wdr 3 Konzert · live · 20:05 bis 22:00

3|4.13

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wdr 3 Musikkulturen sonn- und feiertags 16:05

wdr 3 Konzert werktags 20:05

wdr 3 open: SoundWorld dienstags 23:05

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