2. Strelasundquerung - Gussasphaltarbeiten - VSVI MV

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2. Strelasundquerung - Gussasphaltarbeiten - VSVI MV

MAX BÖGL

2. Strelasundquerung

Gussasphaltarbeiten

Hr. Löschner

Fortschritt baut man aus Ideen.


Tätigkeitsbereiche der Abteilung Abdichtungstechnik

- Abdichtung von Ingenieurbauwerken,

- Parkhaus- und Tiefgaragenabdichtungen sowie Parkhausbeläge,

- Gussasphaltarbeiten im Verkehrsbau,

- Industriebodenbeschichtungen,

- Sanierungsarbeiten.


2. Abdichtung der Strelasundbrücke in Zahlen

BW 1.1: 1.100m² Kappendichtung, 3.630m² Fahrbahndichtung Teil 7.1

380m² RS Schutzschicht, 320m² RS Deckschicht, 3.255m² Schutzschicht

3.320m² Deckschicht

BW 1.2: 1.140m² Kappendichtung, 3.750m² Fahrbahndichtung Teil 7.1

390m² RS Schutzschicht, 330m² RS Deckschicht, 3.360m² Schutzschicht

3.420m² Deckschicht


2. Abdichtung der Strelasundbrücke in Zahlen

BW 2: 6.700m² Fahrbahndichtung Teil 7.4, Bauart 1, 700m² RS Schutzschicht,

580m² RS Deckschicht, 6.000m² Schutzschicht, 6.120m² Deckschicht


2. Abdichtung der Strelasundbrücke in Zahlen

BW 3-5: 5.610m² Kappenabdichtung, 18.430m² Fahrbahnabdichtung Teil 7.1

1.920m² RS Schutzschicht, 1.600.m² RS Deckschicht, 16.510 Schutzschicht,

16.830m² Deckschicht

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3. Chronologische Entwicklung der Rezepturen

- Ausschreibung Schutz- und Deckschicht GA 0/11S entweder PmB 45A

oder bei der Deckschicht Trinidad Epure‘.

- Klärungssgespräch am 14.06.06 in Stralsund, erstmalig Bedenken

gegen PmB ( besser wäre Temperaturabsenkung, zusätzliche

Eignungsprüfungen ).

- Klärungsgespräch im Regierungspräsidium Stuttgart 19.09.06( Dr. Vest )

( Aufhellung, aber warum Temperaturabsenkung? ).

- Beauftragung Asphaltlabor Arno Hinrichsen Rezeptur für Schutz- und

Deckschicht mit zusätzlichen Prüfungen und Olexobit 45 NV, Juni 2007

- Klärungsgespräch Anfang Juli 2007 ( Bedenken gegen GA als

Deckschicht wegen Gefälle – besser SMA 0/11S, neuer Aspekt kam

aus Planfeststellung lärmtechnische Verbesserung ), Bauherr besteht

auf Gussasphaltdeckschichten mit Aufhellung und farblos bit. 2/3mm

nat. aufgehelltem Abstreusplitt.

- Beauftragung Asphaltlabor Arno Hinrichsen mit Deckschicht 0/8S

mit 35 M-% natürliche Aufhellung Ende Juli 2007.


Erweiterte Eignungsprüfung

- Wärmestandfestigkeit (dynamischer Eindringversuch)

- Kälteflexibilität (Verhalten bei tiefen Temperaturen)

- Ermüdungsfestigkeit (Zugschwellversuch)

- Verarbeitbarkeit von Gussasphalt


4. Inhaltliche Entwicklung der Rezepturen

4.1 Ausschreibung

Gussasphalt 0/11S, 3,5 bzw. 4cm dick, PmB 45 A o. B, BKL SV, I und II

mit normalen und besonderen Beanspruchungen, Einbau maschinell

Gussasphalt gem. ZTV Asphalt StB-01

Zusätzlich gilt:

Gesamtsplittgehalt min. 53M-%, Natursand/Brechsand 1:1

SZ 8/12 Wert


4. Inhaltliche Entwicklung der Rezepturen

4.2 Schutzschicht Dr. Eulitz vom 02.07.07

Gussasphalt 0/11S, 3,5 bzw. 4,5cm dick, Olexobit 45 NV, BKL SV, I und II

mit normalen und besonderen Beanspruchungen, Einbau maschinell

Gussasphalt gem. ZTV Asphalt StB-01

Zusätzlich gilt:

Gesamtsplittgehalt min. 53M-%, Natursand/Brechsand 1:2

SZ 8/12 Wert


4. Inhaltliche Entwicklung der Rezepturen

4.3 Deckschicht Dr. Eulitz vom 03.07.07*

Gussasphalt 0/11S, 4cm dick, Olexobit 45 NV, BKL SV, I und II, 35M-%

Aufhellung Vossit 2/5 und 8/11

mit normalen und besonderen Beanspruchungen, Einbau maschinell

Gussasphalt gem. ZTV Asphalt StB-01.

Zusätzlich gilt:

Gesamtsplittgehalt min. 53M-%, Natursand/Brechsand 1:2

SZ 8/12 Wert


4. Inhaltliche Entwicklung der Rezepturen

4.4 Profilausgleich 0/8S vom 03.09.07

Grund:

Am 29.08.07 wurde die Schutzschichtrezeptur vom 02.07.08 zum Einbau des

Profilausgleiches eingebaut. Nach wenigen vergeblichen Versuchen wurde abgebrochen.

Als Profilausgleich in Dicken von 1 bis 3cm erwies sie sich als nicht

geeignet

Gussasphalt 0/8S, 3cm dick, Olexobit 45 NV, BKL SV, I und II, 35M-%

Aufhellung Vossit 2/5 und 5/8mm

mit normalen und besonderen Beanspruchungen, Einbau maschinell

Gussasphalt gem. ZTV Asphalt StB-01.

Zusätzlich gilt:

Gesamtsplittgehalt min. 46M-%, Natursand/Brechsand 1:1,7

SZ 8/12 Wert


4. Inhaltliche Entwicklung der Rezepturen

4.5 Deckschicht 0/8S vom 19.09.07 abends 21:00 Uhr

Grund:

Am 19.09.07 wurde Abends gegen 18:00 Uhr ein Versuch mit der Deckschichtrezeptur

durchgeführt. Entsprechend der Rezeptur vom 24.07.07 wurde ein Bindemittelgehalt

von 7,2 M-%, Füller 27 M-% gewählt. Diese Zusammensetzung erwies

sich als nicht geeignet. Der Gussasphalt ließ sich nicht ohne Rauhstellen an der

Oberfläche einbauen. Es entstand kein ausreichender Bindemittelüberschuss.

Lösung:

Erhöhung des Bindemittelgehaltes auf 7,4 M-%

Reduzierung des Füllers auf 25 M-%

Erhöhung der 5/8mm Fraktion von 22 M-% auf 24 M-%

Ergebnis:


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.1 Transport

Ständige Kontrolle der Mischguttemperatur und Vergleich der Handmessungen

mit den Anzeigen an den Kochern.

Vorgaben Schutzschicht < 225°C, Deckschicht < 230°C.

Genügend Kocherkapazität auch hinsichtlich der langen Rückwärtsfahrstrecken

( bis zu 4km! ).

Zu Beginn der Maßnahme wurden alle Kocher hinsichtlich Ihrer

Scherblätter kontrolliert.

Kontrolle der Kocher vor dem Befüllen im Mischwerk auf

ausreichendes Vorheizen und Sauberkeit ( Kocherbrand ).

Maximale Verweildauer im Kocher betrug 4,5h !

Kontrolle des Druckmanometers ( 100-200 bar ).


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.1 Transport


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.2 Geräte

Verwendung einer ausreichend dimensionierten Einbaubohle mit

verlängertem Raupenfahrwerk, integriertem Splittstreuer und einem

entsprechend hohem Gewicht ( ohne Splitt bei 11,50m Breite 14to).

Verwendung eines Schwertverteilers zum optimalen Verteilen und

Vermischen unterschiedlicher Mischgutkonsistenzen.

Zusätzliche Vorhaltung von 2 Stück Großflächenheizgeräten um

eventuelle Taupunktniederschläge oder Feuchtigkeit zu verdampfen

( lärmtechnisch verbessert = nicht walzen! ).

Ausreichende Laderkapazität zum Befüllen des Splittstreuers

( Anfahrtswege bis zu 1,5km! )


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.2 Geräte


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.2 Geräte


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.3 Einbau

Ständige Kontrolle der Einbautemperatur des ausgelassenen

Gussasphaltes und dessen optische Beschaffenheit.

Kocher die nebeneinander stehen sollten keine Abweichungen

größer ±15°C haben, gegebenenfalls austauschen.

Gleichmäßige Einbaugeschwindigkeit einhalten, langsames hochoder

herunterregulieren der Fahrgeschwindigkeit.

Nach dem ersten Öffnen eines neuen Kochers die erkaltete

Lukenanhaftung entfernen. Ständig auf „ Kocherbrand „ achten und

entfernen.

Nicht einbaufähiges Material zur Mischanlage zurückschicken.

Offene Nähte im Randbereich sorgfältig nacharbeiten ( langsamer

fahren, Splitt raus!).

Ständige Prüfung der profilgerechten Lage der Schichten ( Überoder

Unterbogen ).

Ebenheit in Querrichtung stichprobenartig prüfen.

Bei nicht gewalzten Decken bei jeder Art von auftretender

Feuchtigkeit unterbrechen, abwarten, trocknen und neu beginnen!


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.Einbau


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.Einbau


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.Einbau


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.4 Besonderheit Abstreusplitt

Lärmtechnisch verbessert = Fraktion 3/4mm oder 2/3mm.

PSV >= 53 und natürlich aufgehellt.

Das ging nur mit Vossit oder Taunus Quarzit.

Unsere Entscheidung Taunus Quarzit farblos bit. mit 0,9% Mexphalt.

Walzen nicht erwünscht und auch nicht möglich ( Kunststoff ).

Material wurde in Dresden Kaditz hergestellt und mit Sattelzügen

( abgedeckt ) transportiert.

Zwischenlagerung jeweils zur Hälfte WL Stralsund und Rügen

( abgedeckt ).

Abstreuung mit Splittstreuer automatisch ca. 10-12 kg/m².

Anschlussbereiche wurden mit Brennern erwärmt, um

Splitteinbindung zu gewährleisten.


5. Praktische Umsetzung der Theorie

5.4 Besonderheit Abstreusplitt


6. Probleme

Der Gussasphalt der Schutzschicht war extrem „stramm“. Oberfläche

war zwar geschlossen, jedoch stand das Größtkorn extrem weit heraus.

Trotz Einsatzes von Flächenheizgeräten konnte nach einem Regenguss

in der Nacht vom 04. zum 05.10.07 die gesamte Feuchtigkeit nicht

entfernt werden = Blasen.

Der Taunus Quarzit erwies sich als die schlechtere Lösung. Sehr hohe

plattige Anteile, keine Möglichkeit der Erwärmung, da Mischwerk zu

weit entfernt war. Dadurch partielle Glatzenbildungen.

Walzen waren für diesen Fall vorgesehen, konnten jedoch nicht

eingesetzt werden, da der Kunststoff schmolz und an den Bandagen

kleben blieb. Der Abstreifer verursachte dann Splitthaufen die beim

nächsten Walzgang eingedrückt wurden.


6. Probleme


6. Probleme


7. Filmausschnitt


8. Feierliche Eröffnung


8. Feierliche Eröffnung


8. Feierliche Eröffnung


8. Feierliche Eröffnung


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