Ideen- und Arbeitsheft - Entwerfen und Energieeffizientes Bauen

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Ideen- und Arbeitsheft - Entwerfen und Energieeffizientes Bauen

ENERGIE UND ARCHITEKTUR

VON DER ENERGIEQUELLE NATUR ZUM ENERGIEEFFIZIENTEN BAUEN UND WOHNEN

IDEEN‐ UND ARBEITSHEFT FÜR DEN UNTERRICHT

© NUR FÜR LEHRZWECKE


Inhalt

Seite 4

Einleitung

Seite 5‐ 16

Teil 1: Energiequelle Natur

1. Was ist das?

Wie wäre ein Tag ohne Energie/ Strom?

Die verschiedenen Energiequellen

2. Wofür braucht man überhaupt Energie in Gebäuden?

Beispiele nennen

Ratespiel und Rundgang im Gebäude

Grafik Haus

3. Mit welchen Soffen kann man Wärmeenergie erzeugen?

Fossile Brennstoffe/ regenerative Energien

Übung: 1 Stunde Fahrradfahren erzeugt 100 Watt

Experiment: Wärme braucht Energie

4. Welche Stoffe sind natürliche Energiequellen und warum?

Fakten zum Energiebedarf/ Natürliche Energiequellen

Sonne

Experiment 1: warmes Wasser

Experiment 2: Schokolade schmelzen

Experiment 3: Sonnenbilder

Wind

Experiment 1: Windrad

Experiment 2: Luftballonauto bauen

Wasser

Experiment: Wasserrad

Erdwärme, Biomasse

5. Wie kann man Energie sparen und warum überhaupt Energie sparen?

Grafik Klimaerwärmung

Seite 16‐ 22

Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

1. Wie schafft man das?

Bauweise/ Haustechnik

2. Wie bleibt es innen schön warm?

Dämmung/ Dichtheit

Experiment 1: Dämmstoffe und Dämmwirkung

Experiment 2: Glashaus

Modellbau: Wärmespeicherhaus

3. Wie können regenerative Energien beim Bauen und Wohnen zum Einsatz kommen?

Die Sonne als Energiequelle nutzen

Übung: Sonnenheizung

2

Wärmepumpe/ Wärmetauscher


Inhalt

Seite 23‐ 29

4. Was ist ein Sonnenhaus?

Niedrigenergiehaus/ Passivhaus/ Plus‐Energiehaus

5. Was ist der Solar Decathlon?

Solar Design Wettbewerb: Solarhäuser aus natürlichen/ nachhaltigen Materialien

Solar Foto Wettbewerb: zum Thema „Erneuerbare Energien“

6. Was ist eigentlich ein Energieausweis und eine Vor‐Ort‐Energieberatung?

Sinn und Zweck

7. Was ist eigentlich mit den vielen bereits bestehenden Gebäuden?

Infos

Spiel: Energiedetektive

Seite 30

Überleitung

Im Haus und in der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Seite 31‐ 43

Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

1. Wie können Ressourcen in der Stadt geschont werden?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltiger Städtebau/ Beispiele

Übung 1: Fundstücke

Übung 2: Stadtforscher

2. Wie baut man eine energiesparende Wohnsiedlung?

Wie geht das?/ Eckdaten

3. Welche Maßnahmen führen zur Energieeinsparung beim Unterhalt einer

Wohnsiedlung?

Kurzfristig, mittelfristig und langfristig umsetzbare Maßnahmen

Übung: Energiesparen zu Hause

Sanieren von Gebäuden

Nachverdichtung

Übung: Nachverdichtung ‐ da geht noch mehr!

4. Wie könnte ein grüner Stadtteil aussehen?

Am Bespiel einer Solarsiedlung/ Bereits gebaute Beispiele

Planspiel: Stadtteil der Zukunft

5. Solar Village

Planspiel „How we want our own Solar Village“

Seite 44

Literatur‐ und Linkliste/ Bildquellen

Seite 45

Seite 46

Schneidevorlage Wärmespeicherhaus

Impressum

3


Einleitung

Durch die Beschäftigung mit dem Thema ENERGIE UND ARCHITEKTUR und somit der

Auseinandersetzung mit der Entwicklung von der Energiequelle Natur zum energieeffizienten

Bauen und Wohnen, sollen Schüler die Möglichkeit bekommen, ein nachhaltiges Umwelt‐ und

Architekturbewusstsein zu entwickeln.

Das Konzept ist auf 3 Hauptelementen aufgebaut

1: Energiequelle Natur

2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Alle Hauptelemente werden erläutert und teilweise mit Bildern und Grafiken ergänzt.

Aber vor allem steht das Erleben des Themas und das praktische Lernen im Vordergrund. Dazu

werden viele Experimente und praktische Übungen vorgestellt.

Die angestrebten Ziele sind dabei folgende:

Das Bewusstsein für das eigene Handeln und die Auswirkungen des Handelnden auf Natur und

Umwelt zu stärken.

Die Sensibilisierung für Rohstoffe und Gebrauch von nachhaltigen Materialeien in der Architektur.

Die ästhetische Einbindung und Verwendung von regenerativen Energien.

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Teil 1: Energiequelle Natur

1. Was ist das?

Wie wäre ein Tag ohne Energie/ Strom?

Energie ist ein rätselhafter Stoff, der schwer zu greifen ist. Sie kann aus der Sonne kommen oder

aus der Steckdose, aber auch aus dir selbst. Sie entsteht in deinem Kopf, wenn du denkst und

wird verbraucht, wenn du dich bewegst. In riesigen Kraftwerken kann man sie produzieren und

muss dabei eine Unmenge davon aufwenden. Energie ist immer und überall da und dennoch gibt

es nicht genug davon.

Begriffsdefinition

Aristoteles, „énérgeia“ (dt. Tätigkeit, Wirksamkeit) = die Wirkkraft, durch die Mögliches in

Seiendes übergeht. Naturwissenschaftliche Definition „Energie“: = die im System gespeicherte

Arbeit oder die Fähigkeit des Systems zur Verrichtung von Arbeit

Ein Tag ohne Energie/ Strom

Einleitung: Heute ist es kalt und dunkel in der Schule. Für einige Zeit kann kein Strom genutzt

werden. Licht, Heizung, und elektrische Geräte bleiben aus.

Material: Dinge, die ohne Strom funktionieren, wie Schneebesen (Mixer), Kerze (Lampe),

Zahnbürste (elektrische Zahnbürste), Waschbrett(Waschmaschine), Fächer (Ventilator),

Anleitung: Anregung zur Schaffung von Alternativen ohne Strom. Kerzen erhellen, ein dicker Pulli

und eine Jacke wärmen, Toastbrot kann auf einem Stövchen über Kerzen geröstet werden

Ziel: Sensibilisierung für das Thema „Energie“

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Teil 1: Energiequelle Natur

Die verschiedenen Energiequellen

Kernenergie Solarstrahlung Erdwärme Gravitation

vergangene Strahlung

aktuelle Strahlung

• Atomenergie • Kohle

• Erdöl

• Erdgas

nicht erneuerbar

• Globalstrahlung • oberflächenferne • Gezeitenenergie

• oberflächennahe Erdwärme

Erdwärme

• Atmosphärenwärme

• Wind

• Meereswärme

• Meeresströmung

• Wellenbewegung

• Laufwasser

• Biomasseproduktion

erneuerbar

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Teil 1: Energiequelle Natur

2. Wofür braucht man überhaupt Energie in Gebäuden?

Beispiele nennen/ Ratespiel und Rundgang im Gebäude/ Grafik Haus

Viele unserer heutigen Umweltprobleme haben damit zu tun, dass wir Energie brauchen. Strom

für Computer und Haushaltsgeräte, Wärme zum Heizen. Diese Energie müssen wir erzeugen.

Beispiele nennen

Wir verbrauchen jeden Tag eine Menge Energie: Noch vor dem Aufstehen klingelt der

Radiowecker, dann schalten wir das Licht ein, wir waschen uns mit warmem Wasser und machen

Kakao oder Tee auf dem Herd…Überlegt doch mal für was Ihr tagsüber alles Energie verbraucht

Ratespiel und Rundgang im Gebäude

Einleitung: Heute seid Ihr Energiedetektive

Material: Klebepunkte in verschiedenen Farben

Anleitung: Jedes Team sucht Geräte und Gegenstände oder andere Dinge in der Schule, die

Energie in Form von Strom, Heizöl oder anderen Brennstoffen verbrauchen und versehen sie mit

Klebepunkten. Am Ende treffen sich alle Teams und präsentieren sich gegenseitig ihre Funde.

Dabei müssen drei Kategorien von Energiefressern unterschieden werden: 1. Stromfressende

Geräte/ 2. Heiz und Erdölverbrauchende Geräte/ 3. Versteckte Energiefresser, wie

Plastikgegenstände.

Gemeinsam wird überlegt, wodurch Energie eingespart werden kann:

‐ Im Winter nur Stoßlüften

‐ Warme Sachen anziehen statt die Heizung aufzudrehen

‐Gegenstände aus langlebigen Materialien oder Naturmaterialien kaufen

Ziel: Sensibilisierung für das Thema Energie

Grafik Haus

Hier sieht man für was man wie viel Energie zu Hause, einschließlich dem Auto, verbraucht.

Eindeutig wird am meisten Energie für das Beheizen von Gebäuden benötigt.

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Teil 1: Energiequelle Natur

3. Mit welchen Soffen kann man Wärmeenergie erzeugen?

Fossile/ regenerative Energien

Übung: 1 Stunde Fahrradfahren erzeugt 100 Watt etc…

Experiment: Hände wärmen

Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas, sind begrenzt vorhanden und werden zur

Energieerzeugung verbrannt. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wird das über Millionen

von Jahren gespeicherte CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Dies hat Einfluss auf das Klima. Der so

genannte Treibhauseffekt führt zu einer zusätzlichen Erwärmung der Erde, was die derzeitige

Lebensbedingungen nachhaltig beeinflusst. Außerdem sind die fossilen Brennstoffe dafür auch

viel zu schade, da man sie auch z. B. für die Herstellung von Medikamenten benötigt. Deshalb

sollte man von den fossilen Brennstoffen möglichst wenig verbrauchen.

Regenerative Energien ‐ Erneuerbare Energie aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Pflanzen

oder Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Erdwärme sind immer da.

Derzeit ist 1/3 des Co2‐ Ausstoßes durch das Heizen von Gebäuden verursacht.

Der Anteil an regenerativen Energien ist im Zeitraum von 1998 bis 2007 von 2,1% auf 9,5%

gestiegen.

Übung : 1 Stunde Fahrradfahren erzeugt 100

Watt

Um eine Glühbirne mit 100 Watt oder 5

Energiesparlampen mit 20 Watt für eine

Stunde zum Glühen zu bringen, muss man auf

einem Fahrrad 1 Stunde treten. Dann hat man

100 Watt Stunden Arbeit geleistet.

1 kWh sind 1000 Watt Stunden. Um einen

Heizlüfter oder Föhn für eine Stunde zu

betreiben müsste man entsprechend 17

Stunden Fahrrad fahren. Für 3 Minuten

laufenden Föhn ist es dann 3/4 Stunde.

Experiment: Wärme braucht Energie

Wenn es draußen kalt wird und wir an den

Händen frieren, fangen wir automatisch an

diese aneinander zu reiben. Dabei werden

nicht nur unsere Hände warm sondern wir

spüren auch, dass Energie in Form von

Muskelkraft dafür notwendig ist.

8


Teil 1: Energiequelle Natur

4. Welche Stoffe sind natürliche Energiequellen und warum?

Fakten zum Energiebedarf/ Natürliche Energiequellen

Sonne

Experiment 1: warmes Wasser

Experiment 2: Schokolade schmelzen

Experiment 3: Sonnenbilder

Wind

Experiment 1: Windrad

Experiment 2: Luftballonauto bauen

Wasser

Experiment: Wasserrad

Erdwärme, Biomasse

Der Energiebedarf der Menschheit steigt

Der Primärenergieverbrauch der Welt steigt Jahr für Jahr. 1960 wurden rund 5 Mrd. Tonnen

Steinkohleeinheiten verbraucht. 1970 waren es schon fast 8 Mrd. 1997 waren es bereits 14,3

Mrd. Tonnen. Heute leben rund 6 Mrd. Menschen auf der Erde. Jährlich nimmt die Zahl zu.

Derzeit sind es fast 80 Mio. 2050 schätzt man werden es mindestens 10 Mrd. Menschen sein. Ein

Siebtel (Nordamerika, Europa, Japan mit seiner hochentwickelten Industrie) der Weltbevölkerung

verbraucht über die Hälfte der gesamten Energie.

Die heutige Energienutzung in Deutschland

Sechs Tonnen Steinkohle oder rund 47.000 Kilowattstunden verbrauchte 2008 im Durchschnitt

jeder Deutsche. Pro Bürger ein LKW voll Kohle, so genannte PRIMÄRENERGIE.

Davon kommen nur 2/3 beim Verbraucher an, so genannte ENDENERGIE. 1/3 sind Verbrauch und

Verluste in den Kraftwerken. Bei der Stromerzeugung kommt auf Grund der Verluste der

Kraftwerke sogar nur 1/3 der Energie beim Nutzer an.

1/3 Endenergie für Heizen in Privathaushalten

1/3 für die Industrie

1/3 für den Verkehr

Natürliche Energiequellen :

Wasser, Wind, Biomasse, Sonne und Geothermie

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Teil 1: Energiequelle Natur

Sonne

Wir könne die Sonne nutzen indem wir sie in Strom (Photovoltaik) umwandeln oder warmes

Wasser (Solartermie) erzeugen. Im großen Maßstab geschieht das in Sonnenkraftwerken, aber

auch zu Hause kann man sich ein kleines „Kraftwerk“ z. B. auf das Hausdach oder an die

Häuserfassade bauen.

SOLARTHERMIE ist die Nutzung der Sonnenenergie zur direkten Erzeugung von Wärme. Der

entsprechende Energiewandler wird Sonnenkollektor genannt. Der wichtigste Teil des

Sonnenkollektors ist der Absorber. Der Absorbers, schwarz bzw. dunkelblaue Fläche, wandelt

Sonnenstrahlung in Wärme um, die für Heizung oder Brauchwassererwärmung genutzt werden

kann. Die durch den Absorber erwärmte Trägerflüssigkeit (Wasser+Frostschutz) zirkuliert dafür

zwischen dem Kollektor und Speicher hin und her.

Flachkollektor

Vakuumröhrenkollektor

PHOTOVOLTAIK Sonnenstrahlensammler der Sonnenenergie in Strom umwandelt

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Teil 1: Energiequelle Natur

Experiment 1: Warmes Wasser

Einleitung: Die Sonne schenkt uns ihre Kraft

und Energie, jeden Tag. Sie lässt die Pflanzen

wachsen, gibt uns Nahrung, Licht und Wärme...

Material: 2 Wasserflaschen, schwarze Farbe

und Pinsel, Wasser

Ort: im Freien in der Mittagssonne

Anleitung: Füllt in zwei Flaschen, von denen Ihr

eine schwarz angemalt habt, Wasser. Wartet

einige Zeit. Ist das Wasser in der schwarzen

oder der anderen Flasche wärmer und warum?

Ziel: Schwarz absorbiert mehr Licht / Wärme.

Kurzwelliges Licht wird in langwellige

Wärmestrahlung umgewandelt. Weiß bzw.

durchsichtig reflektiert mehr Licht.

Experiment 2: Schokolade schmelzen

Einleitung: Sonnenlicht hat, wenn es gebündelt

wird, soviel Kraft, dass es Schokolade zum

schmelzen bringen oder Löcher in Papier

brennen kann.

Material: Papier, Lupe, Sonnenbrille,

Schokolade

Ort: im Freien in der Mittagssonne

Anleitung: Suche einen feuerfesten Untergrund

wie z. B. Plattenbelag aus Stein. Richte bei

Sonnenschein die Sonnenstrahlen mit der Lupe

genau auf das Papier bzw. die Schokolade auf

dem Papier. Setze dabei besser eine

Sonnenbrille auf, denn der gebündelte

Sonnenstrahl ist extrem hell! Nach einiger Zeit

entsteht ein Loch oder die Schokolade schmilzt.

Ziel: Die Kraft der Sonne sichtbar machen.

Experiment 3: Sonnenbilder

Einleitung: Die Kraft der Sonne zeigt sich auch

mit folgendem Experiment…

Material: Din A4 Tonpapier, Solares Fotopapier

Ort: im Freien in der Mittagssonne

Anleitung: Suche verschiedene Materialien und

lege sie auf das Papier in die Mittagssonne.

Nach mind. 2 Stunden werden die

Gegenstände wieder vom Papier

heruntergenommen. Die Schatten der

Gegenstände sind dann auf dem Papier

abgebildet.

Ziel: Die Kraft der Sonne sichtbar machen 11


Teil 1: Energiequelle Natur

Wind

Zwischen 2000 und 2008 hat sich die Stromerzeugung aus Windkraft mehr als verfünffacht und

trägt inzwischen mit rund 6,6% zu der Stromerzeugung in Deutschland bei. Bei Ausschöpfung des

Potenzials an Land und auf der See kann die Windenergie perspektivisch 30% der

Bruttostromerzeugung in Deutschland decken.

Früher schon bauten die Menschen Windmühlen, um z. B. ihr Korn zu Mehl zu mahlen oder

fuhren mit Windkraft in Segelschiffen übers Meer. Heute werden Windgeneratoren für die

Erzeugung von umweltfreundlichem Strom genutzt.

Erdwärme

GEOTHERMIE Erdwärme ist eine unerschöpfliche Energiequelle, die zu jeder Zeit verfügbar ist.

Erdwärmeanlagen eignen sich zur Gebäude‐ und Wassererwärmung. Zudem kann Erdwärme zur

Stromproduktion genutzt werden. Die Energie aus dem Erdkern erhitzt auf ihrem Weg nach oben

sowohl Gesteins‐und Erdschichten als auch unterirdische Wasserreservoirs. In Mitteleuropa

nimmt die Temperatur im Durchschnitt um 3°C pro 100 m Tiefe zu. Im Erdmantel herrschen

Temperaturen von 1.300°C. Im Erdkern sind es ca. 6.000°C.

Biomasse

Dazu zählen pflanzliche und tierische Stoffe, aber auch organische Abfälle. Biomasse ist eine

nahezu unerschöpfliche Energiequelle, denn die in den Trägern gespeicherte Sonnenwärme steht

als selbsterneuernder Lieferant zur Verfügung. Biomasse hat eine ausgeglichene CO2 Bilanz, da

lediglich die Menge Kohlendioxid ausgestoßen wird, die zuvor biochemisch gebunden wurde.

12


Teil 1: Energiequelle Natur

Wind

Experiment 1: Windrad

Einleitung: Wir bauen ein Windrad.

Material: Schere, quadratisches Papier,

Klebestreifen, Holzstift, Musterklammer

Anleitung: Faltet das Quadrat zwei Mal über

die Diagonale. Anschließend schneidet ihr zur

Mitte hin die Hälfte einer jeden Ecke ein. Locht

das Papier an den gleichen Stellen

(siehe Foto). Die Musterklammer steckt ihr

durch alle 4 Außenecken nacheinander ein und

zum Schluss in das mittlere Loch. Legt den

Holzstift zwischen die Beutelklammer und biegt

sie um. Um das ganze stabiler zu machen,

könnt ihr es mit einem Klebestreifen fixieren.

Ziel: Windkraft sichtbar machen.

Experiment 2: Luftballonauto

Einleitung: Dieses Auto wird nur mit Luft

angetrieben.

Material: 3 Bierdeckel, 2 gerade Trinkhalme,

2 Knick‐Trinkhalme, 2 lange Schaschlikspieße,

4 halbe Korken, 2 halbe Toilettenpapierrollen,

2 Luftballons, Schere, Klebeband

Anleitung: Bierdeckel zusammenkleben (siehe

Skizze). Gerade Trinkhalme so abschneiden,

dass sie jeweils seitlich 1 cm überstehen und

mit Klebeband an den Bierdeckeln befestigen

(Radaufhängung). Schaschlikspieße durch die

Halme schieben (Radachsen). Diese in die

halben Korken stecken( Räder). Beide

Luftballons aufblasen. In die Öffnung der

Ballons wird jeweils das lange Ende eines

Knick‐Strohhalms geschoben und mit

Klebeband fixiert. Um zu testen, ob die Halme

wirklich dicht sind, in die Halme pusten. Damit

die Luftballons nicht auf dem Boden schleifen,

werden die Strohhalme an den halben

Klopapierrollen befestigt (siehe Skizze). Das

andere Ende der geknickten Halme wird auf

den Bierdeckeln befestigt, so dass es ein wenig

übersteht.

Ziel: Veranschauliche von Anrieb durch Luft.

13


Teil 1: Energiequelle Natur

Wasser

Wasserkraft gehört zu den ältesten Energiequellen der Menschen. Die Wassermühle ist die

älteste Maschine mit der mechanische Arbeit verrichtet werden kann.

Maßgeblich für die Nutzung von Wasserkraft ist die Wassermenge in Verbindung mit der

Höhenlage des Wassers. Innerhalb Europas wird diese Form von Energie unterschiedlich intensiv

genutzt. In Norwegen werden 90% der elektrischen Energie mit Wasserkraft erzeugt, Österreich

72%, Schweiz 70%, Deutschland 3,5%. Weltweit beläuft sich der Anteil auf 15%.

Experiment 1: Wasserrad

Einleitung: Wasser ist ein Naturelement mit

richtig viel Kraft.

Material: Tetrapakmaterial, Schere,

Schaschlikspieße

oder Knete, Kronkorken und Schaschlikspieße

Drinnen: große Schüssel und eine Gießkanne

mit Wasser

Draußen: Ein Bachlauf

Anleitung: Aus Knete wird eine Kugel geformt.

Als Schaufeln werden Kronkorken gleichmäßig

verteilt in die Walze aus Knete gesteckt. Das

Wasserrad wird auf eine Schüssel gelegt und

mit der Gießkanne zum Laufen gebracht.

Dieses Experiment kann auch an einem

Bachlauf ausprobiert werden.

Alternativ kann das Wasserrad auch aus

Tetrapak gemacht werden. Dazu werden 2

Kreise (d= 8 cm) und 4 rechteckige Stücke

(6/10 cm) ausgeschnitten (siehe Skizze). Die

Kreise werden im Mittelpunkt mit dem

Schaschlikßpieß durchbohrt und 4 Mal ¼ tief

eingeschnitten. Auch die 4 rechteckigen Teile

werden im Abstand der Kreise ¼ tief

eingeschnitten. Alle Teile werden dann

zusammengesteckt (siehe Skizze). Ausprobiert

wird das Wasserrad wie oben beschrieben. 14


Teil 1: Energiequelle Natur

5. Wie kann man Energie sparen und warum überhaupt Energie sparen?

Grafik Klimaerwärmung

Warum ist es also wichtig Energie zu sparen?

Der Vorrat fossiler Brennstoffe ist begrenzt. Die Menschen müssen ihren Verbrauch an Energie

daher drosseln, sonst geht der Vorrat zu Neige. Sonne, Luft und Wasserkraft schufen zusammen

die Grundlage für die Entwicklung von Leben auf unserer Erde. Das Zusammenspiel der 4

Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft bildet unser Ökosystem ‐ ein schützenswerter

Gesamtorganismus.

Wie kann man Energie sparen?

‐ Gebäude in denen die Menschen leben gut einpacken

‐ Benötigte Energie aus nachwachsenden Stoffen erzeugen

‐ Nicht benötigte Geräte abschalten

‐ Licht ausmachen, wenn man nicht im Raum ist

‐ Weniger Auto fahren

‐ Recycling von Material

Das sind nur einige Beispiele

.

15


Teil 1: Energiequelle Natur

+ 1,5 bis 5,8 °C

16


Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

1. Wie schafft man das?

Bauweise/ Haustechnik

Wie baut man ein umweltschonendes Haus? Generell wird ein bestimmter Energiestandard durch

bauliche Maßnahmen und die Haustechnik erreicht. Dafür sollten die folgende Grundprinzipien

beachten werden:

BAUWEISE

1. Die Bauweise des Hauses sollte möglichst kompakt sein. Das heißt, das Verhältnis von

Außenfläche des Hauses zu seinem Volumen (A/V) sollte möglichst klein sein.

2. Das Haus sollte sich nach Süden hin öffnen, damit viel Sonne hereinkomme kann.

3. Das Haus muss so gut eingepackt werden, dass es möglichst wenig Wärmeenergie verliert.

Bestehende Gebäude müssen entsprechend nachgerüstet (saniert) werden.

4. Das Haus darf keine Fugen haben, durch die kalte Luft durchblasen kann.

5. Die Fenster und Türen des Hauses müssen extrem dicht sein, damit keine Wärme von Innen

nach Außen verloren geht.

6. Einbau von Speicherwänden zur Nutzung der tagsüber eingestrahlten Sonnenenergie bei

verzögerter Wärmeabgabe nachts.

7. Es sollten möglichst viele ökologische (nachwachsende) Baumaterialien zum Einsatz kommen.

8. Das auf dem Dach anfallende Regenwasser kann zur Spülung der Toiletten und für die

Waschmaschine genutzt werden.

HAUSTECHNIK

Für die Heizung des Hauses sollten regenerative Energien genutzt werden. Je nach Standort und

Ausrichtung des Gebäudes können verschiedene Komponenten zum Einsatz kommen:

1. Bei einem Dach, welches sich nach Süden orientiert ist, sollten Solarkollektoren auf das Dach.

(Photovoltaik/ Solarthermie).

2. Einsatz von Erdwärmpumpen.

3. Bei einem Gebäude, welches einen sehr hohen energetischen Standard erfüllt (Passivhaus,

Plus‐Energiehaus), kann eine Lüftungsanlage mit Erdwärmetauschern eingesetzt werden.

4. Falls vorhanden, Einsatz von Wind oder Wasserkraft.

5. In Passiv‐ oder Effizienzhäusern (Null‐Plusenergiehaus) ersetzen Lüftungssysteme sogar die

Heizung. So effizient funktioniert die Technik aber nur, wenn das Haus luftdicht ist. Auch

Altbauten können luftdicht saniert werden.

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

2. Wie bleibt es innen schön warm?

Dämmung / Dichtheit

Experiment 1: Dämmstoffe und Dämmwirkung

Experiment 2: Glashaus

Modellbau: Wärmespeicherhaus

Dämmung: Verschiedene Stoffe können verschieden gut Wärme halten. Dämmung ist wie im

Winter gut anziehen. Dämmung funktioniert so, dass viel eingeschlossene Luft sich nicht bewegen

kann und somit keine Wärme transportiert wird.

Das Haus ist dafür gut eingepackt

Wann will man es denn innen warm haben? Wenn es draußen kalt ist!

Wann will man es innen kalt haben? Wenn es außen heiß ist!

Also für beide Fälle braucht man etwas, das die Kälte bzw. Wärme nicht ins Haus lässt.

Arten der Wärmedämmung

Innendämmung, Außendämmung und Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk

Material der Wärmedämmung

Synthetische Dämmung wie Styropor

Vor und Nachteile: sehr gute Dämmfähigkeit Schimmel‐Fäulnisresistent , gute Wasserabweisung.

Unverrottbar, Freisetzung giftiger Gase im Brandfall, hoher Energieaufwand bei der Herstellung,

nicht UV‐beständig.

Mineralische Dämmung wie Glaswolle, Steinwolle

Vor‐ und Nachteile: Glaswolle, gute bis sehr gute Wärmedämmung , guter sommerlicher

Wärmeschutz, nicht brennbar, sehr guter Schallschutz, Glaswolle aus bis zu 70 % Altglas, Resistent

gegen Schimmelbefall, Ungeziefer und Fäulnis.

Natürliche Dämmung wie Zellulosefasern, Holzfaserdämmplatten, Kork, Schafwolle

Vor und Nachteile: Da aus nachwachsenden Rohstoffen, unproblematisch im Recycling.

Befriedigende bis gute Dämmfähigkeit. Derzeit noch relativ teuer. Bei tierischen Materialien Befall

durch Ungeziefer möglich.

Winddichtheit: Außer einer guten Dämmung ist es wichtig, dass das ganze Gebäude dicht gebaut

ist. Mit Folien und Klebebändern wird winddicht gebaut, damit die Wärme nicht durch Fugen oder

an Anschlüssen zu Fenster und Türen entweicht. Um zu testen wie dicht ein Gebäude ist, wird ein

Test gemacht. Dieser Test heißt “Blower Door Test”.

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Experiment 1: Dämmung und Dämmwirkung

Einleitung: Welcher Stoff dämmt wie gut?

Material: 3 leere Gläser, 3 Eiswürfel pro Glas,

Alufolie, einen Schal

Anleitung: In jedes Glas werden 3 Eiswürfel

gegeben. Ein Glas bleibt frei stehen, eines wird

in Alufolie gewickelt und um ein Glas wird der

Schal gelegt, so dass es komplett eingepackt ist.

Warte bis die Eiswürfel im offenen Glas

geschmolzen sind und sehe nach wie der Stand

bei den anderen beiden Gläsern ist.

Ergebnis: 1 Glas: ungehindert kann Wärme an

die Eiswürfel

2 Alufolie: reflektiert die Sonnenstrahlen

3 Schal: dämmt gut da Luftporen im Stoff sind

Ziel: Unser Versuch hat gezeigt, dass man bei

Häusern Energie sparen kann. Wenn alle

Menschen ihre Häuser isolieren würden,

könnte man mit dieser und weiteren

Maßnahmen dem Klimawandel erfolgreich

entgegenwirken, weil eine gute Dämmung

Heizenergie spart und an heißen Tagen

zusätzlich Klimaanlagen überflüssig macht.

Experiment 2: Glashaus

Einleitung: Es schwitzt, wer im Glashaus sitzt!

Material: 1 Thermometer, 2 kleine Becher,

1 kleine Schüssel aus Glas, Wasser,

Sonnenschein!

Anleitung: Fülle zwei Becher gleich hoch mit

Wasser und stelle sie in die Sonne. Über den

einen Becher stülpst du eine Glasschüssel.

Nach einer Stunde nimmst du die Schüssel

weg, prüfst mit dem Finger das Wasser in den

beiden Bechern und misst mit einem

Thermometer.

Ergebnis: Das Wasser unter der Glasschüssel ist

wärmer. Sonnenlicht geht durch Glas und

verwandelt sich in Wärme. Ein Teil der Wärme

bleibt unter dem Glas gefangen.

Ziel: Du hast ein Glashaus gebaut und die

Sonne zum Heizen genutzt. Genauso arbeiten

Gewächshäuser und Wintergärten. Sie fangen

die Wärme der Sonne ein und sparen

Heizenergie

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Modellbau: Wärmespeicherhaus

Einleitung: Für dieses Experiment werden zwei

so genannte Nur‐Dach‐Häuser aus Pappe

gebastelt.

Material: Fotokarton, Lineal, Bleistift, Kleber,

Schere, Luftpolsterfolie (Verpackungsmaterial)

Anleitung: Zeichne 2 Mal, den angegebenen

Maßen entsprechend, eine Vorlage auf den

Fotokarton auf. Die Nur‐Dach‐Häuser sollten 13

cm lang, 15 cm breit und 16 cm hoch werden.

Eines der beiden Häuser kleidet man innen mit

einer dünnen Schicht Luftpolster aus. Das

andere bleibt unbehandelt. In die Stirnseite

schneidet man einen Schlitz, durch den man

einen Thermometer stecken kann, um die

Temperatur im Gebäude außen ablesen zu

können. Die Gebäude erhalten nun eine

Warmwasserheizung. Dazu füllt man die

gleiche Menge warmes Wasser in zwei

Schraubverschlussgläser, stellt diese in die

Häuser und steckt das Thermometer in den

Schlitz in der Wand.

Ergebnis: Nun kann man beobachten wie sich

die Wärme in den verschiedenen Gebäuden

hält und verändert. Längerer Anstieg der

Temperatur im „gedämmten“ Haus.

Langsamerer Abstieg der Temperatur im

„ gedämmten“ Haus.

Ziel: Veranschaulichung der Wirkung von

Wärmeisolierung durch eingeschlossene

Luftschichten.

20


Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

3. Wie können regenerative Energien beim Bauen und Wohnen zum Einsatz kommen?

Die Sonne als Energiequelle nutzen

Übung: Sonnenheizung

Wärmepumpe/ Wärmetauscher

Wie kann ein Haus mit Hilfe der Sonne sogar mehr Energie erzeugen, als es selbst für Heizung,

Licht und Elektrogeräte braucht?

Übung: Sonnenheizung

Einleitung: Sonnenschirme aus Alufolie an den

Fingern lassen, mit Hilfe der Sonne, die Finger

warm werden.

Material: Ein Karton als Vorlage, Zirkel, Lineal,

Bleistift , Folienstift, Alufolie, Klebeband

Anleitung: Zeichne mit dem Zirkel auf dem

Karton eine Vorlage auf. Einen großen Kreis mit

ca.12 cm Durchmesser und einen kleinen Kreis

mit ca. 3 cm Durchmesser, schneide die

Vorlagen so aus, dass ein Ring entsteht. Lege

die Vorlage auf die Alufolie und zeichne die

Umrisse auf und schneide das Ganze aus. Jetzt

wird die Alufolie zu einem Trichter

zusammengewickelt und auf die Finger

gesteckt. Richte deine Finger der Sonne

entgegen.

Ergebnis: Die Sonnenstrahlen werden auf der

Alufolie reflektiert und dadurch gebündelt und

die Finger aufgeheizt.

Ziel: Das Prinzip der Bündelung von

Sonnenenergie zeigen und die Kraft der Sonne

spüren.

21


Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

In der Außenluft und in der Erde enthaltene Wärmeenergie durch Sonnenstrahlung eignet sich,

über Wärmepumpen und Wärmetauscher, zur Gebäudeheizung sowie zur

Trinkwassererwärmung.

WÄRMEPUMPE Die Wärme wird meist dem Erdreich oder der Umgebungsluft entzogen und an

das Heizungssystem des Hauses abgegeben. Für die Erdwärmepumpe werden Bohrungen ins

Erdreich gemacht oder Erdkollektoren horizontal in 1‐2 Meter Tiefe verlegt (Fläche ca. 1‐1,5 fach

der Wohnfläche). Für die Luftwärmepumpe kann die Umgebungsluft als Medium genutzt werden.

Für den Antrieb der Wärmepumpe ist Fremdenergie (Strom) notwendig. Dieser kann selbst durch

Photovoltaik auf dem Dach produziert werden.

WÄRMETAUSCHER In Passiv‐ oder Effizienzhäusern ersetzen Lüftungssysteme sogar die Heizung.

So effizient funktioniert die Technik aber nur, wenn das Haus luftdicht ist. Auch Altbauten können

luftdicht saniert werden. Kalte Frischluft kommt über einen Kanal von draußen. Sie strömt an

der warmen Fortluft von innen vorbei und wird dadurch angewärmt. Wenn man zusätzlich die

Erdwärme nutzen will, führt man die Zuluft durch einen Kanal im Erdreich zum Wärmetauscher

im Haus. Für den Antrieb der Wärmepumpe ist Fremdenergie (Strom) notwendig. Dieser kann

selbst durch Photovoltaik auf dem Dach produziert werden.

Zuluft

+16°C

Fortluft

+8°C

Abluft

+21°C

Außenluft

‐3°C

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

4. Was ist ein Sonnenhaus?

Niedrigenergiehaus/ Passivhaus/ Plus‐Energiehaus

Die verschiedenen Energiestandards von Häusern werden durch die verschiedenen

Bezeichnungen formuliert.

Niedrigenergiehaus, 3‐Liter‐Haus, Passivhaus und Nullenergie‐Haus sind also alles

Energiesparhäuser. Nur mit dem Unterschied, dass diese Bezeichnungen Baukonzepte sind, für

die ganz klare Grundlagen gelten. Genaue Messwerte für den Energieverbrauch von Heizwärme

und Warmwasser und genaue technische Anforderungen für Dämmung und Fenster, Lüftung und

Kühlung müssen erfüllt sein, um an das eigene Haus eines der Labels anbringen zu dürfen.

Niedrigenergiehaus: Der Heizwärmebedarf von Niedrigenergiehäusern darf höchstens 70

Kilowattstunden betragen, oder umgerechnet sieben Liter Heizöl oder sieben Kubikmeter Erdgas

pro Quadratmeter und Jahr Primärenergie verbrauchen.

Passivhaus: Unter einem Passivhaus wird in der Regel ein Gebäude mit einer Lüftungsanlage

verstanden, welches aufgrund seiner guten Wärmedämmung sowohl im Winter als auch im

Sommer keine klassische Heizung oder Kühlung benötigt.

Diese Häuser werden „passiv“ genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus

„passiven“ Quellen gedeckt wird, wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und

technischen Geräten.

Es ist auch durch Umbauten und Sanierungen möglich diese Standards zu erreichen.

Die sehr geringe Bedarf an Wärme durch die Heizung eines Passivhauses erlaubt eine Beheizung

ausschließlich über die Lüftungsanlage.

23


Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Plus‐Energie‐Haus

Ein Sonnenhaus, wie das Gebäude für den Solar Decathlon von 2007, ist ein Gebäude welches:

1. Die Sonne als Energiequelle nutzt.

Es fängt viel Sonne ein, denn wenn viel Sonne im Haus ist, entsteht Wärme.

2. Die Energie gut im Inneren hält.

Durch gute Dämmung, Dichtung und 3‐fach bzw. 4‐fach verglaste Fenster.

3. Sogar mehr Energie als für das Gebäude selbst notwendig, mit Hilfe der Sonne, produziert.

Bei dem Gebäude von Solar Decathlon 2007 sind es 20 kWh/qm pro Jahr

4. Bei der Heizung handelt es sich um eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Bei dem so

genannte Wärmetauscher wird die noch warme Abluft an der kalten Frischluft vorbeigeführt und

erwärmt somit die Frischluft. Ansonsten reicht die Abwärme von Kochen Elektrogeräten und den

Menschen im Haus.

24


Teil 2: Im Haus - Energieeffizientes Bauen und Wohnen

5. Solar Decathlon

Im Rahmen der Solar Decathlon Europe, einem internationaler Hochschulwettbewerb,

in dem solarbetriebene und nachhaltige Häuser mit innovativer Gebäudetechnik in zehn

Disziplinen miteinander verglichen, getestet und bewertet werden.

Dabei wurde 10ACTION entwickelt, einem Veranstaltungsformat, auch für Kinder und

Jugendliche. Vorstellbar ist eine interdisziplinäre Einbindung des Wettbewerbs in eine

Projektwoche, als auch in den Kunst- und Werkunterricht.

Solar Design Wettbewerb

Einleitung: Diese Übung kann auch als Wettbewerb im Rahmen der 10ACTION durchgeführt

werden.

Material: Modellgrundplatte A3 aus Karton, Modellbaumaterial wie Pappe, farbige Tonpapiere,

Schnüre… Naturmaterialien wie Stöcke, Blätter,… Kleber (Weißleim), Schere/ Cutter je nach Alter.

Anleitung: Die teilnehmenden Schüler sollen auf Gebäudeebene Modelle oder Bausteine aus

natürlichen und nachhaltigen Materialien bauen. Die einzureichende Unterlagen können variieren

von Modellen, Plänen und Zeichnungen, Collagen bis hin zu Filmen.

Ziel: Sensibilisierung für Rohstoffe und den Gebrauch von nachhaltigen Materialien in der

Architektur als auch die „ästhetische“ Einbindung und Verwendung von Solarenergie.

Heranführung an das Thema „Erneuerbare Energie“ über den kreativen Ansatz.

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Teil 2: Im Haus - Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Solar Photo Wettbewerb

Einleitung: Diese Übung kann auch als Wettbewerb im Rahmen der 10ACTION durchgeführt

werden.

Material: Fotoapparat, Fotokarton A2, Stift, Kleber, Collagenmaterial wie Zeitschriften u.a.

Anleitung: Die Schüler sollen Fotos, Poster oder Collagen von Dingen machen, welche die

natürlichen und erneuerbaren Ressourcen im täglichen Leben aufzeigen. Es können Vorher- Bilder

und Nachher- Bilder von bestimmten Orten, die die Veränderung zeigen, ebenso eingereicht

werden, wie kleine Bilderserien von max. 5 Abbildungen, die einen Prozess dokumentieren.

Ziel: Sensibilisierung für natürliche und erneuerbare Ressourcen und die spielerische

Heranführung an das Thema „Erneuerbare Energie“ über den kreativen Ansatz. Langfristig soll

sich eine Verhaltensänderung betreffend der Energienutzung und des CO2–Ausstoßes einstellen.

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

5. Was ist eigentlich ein Energieausweis und eine Vor‐Ort‐Energieberatung?

Sinn und Zweck

Die meisten Autofahrer wissen in etwa, wie viel Benzin ihr Fahrzeug im Durchschnitt verbraucht.

Zur energetischen Qualität von Gebäuden existieren allerdings häufig keine objektiven Angaben.

Und das, obwohl ein Großteil des Energiebedarfs in Deutschland für das Heizen und die

Warmwasseraufbereitung in Haushalten aufgewendet wird.

ENERGIEAUSWEIS

‐ Der Energieausweis dokumentiert die

energetische Qualität des Gebäudes und die

Effektivität der Heizungsanlage.

‐ Der Energieausweis zeigt den Energiebedarf

des Gebäudes, die CO2 Emission und beschreibt

2 Modernisierungsempfehlungen.

‐ Der Energieausweis wird von einem

Energieberater erstellt.

VOR‐ORT‐ENERGIEBERATUNG

Der Eigentümer eines Hauses möchte sein Haus

sanieren, weil er zu viel Energie verbraucht. Das

ist ihm auf die Dauer zu teuer und außerdem ist

es nicht allzu gemütlich in seinem Haus weil es

hier und da zieht. Er weiß aber noch nicht

genau, wodurch sein Energieverbrauch so hoch

ist. Deshalb lasst er einen Energieberater

kommen der einen Energiecheck macht. Wo

sind die Schwachstellen des Gebäudes und in

welchem Zustand ist die vorhandenen

Heizungsanlage? Der Energieberater untersucht

alles ganz genau und macht dem Eigentümer

Vorschläge, wie er sein Haus sanieren kann und

was eine Sanierung kostet. Außerdem rechnet

er aus, was der Eigentümer zukünftig an Energie

sparen kann, wenn er das Haus energetisch

saniert.

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

7. Was ist eigentlich mit den vielen bereits bestehenden Gebäuden?

Infos

Spiel: Energiedetektive

Gebäude sind sehr langlebig. Zwei Drittel der im Jahr 2040 bewohnten Häuser stehen schon

heute. Früher wurde oft nicht energiesparend gebaut, da der Energieverbrauch von Gebäuden

kein Thema war.

Wie sehr friert ein Haus oder eine Wohnung?

‐ Der persönlicher Energieverbrauch lässt sich ganz einfach an der Rechnung des

Energieversorgers ablesen.

‐ Die Wärmeverluste teile sich folgendermaßen auf:

Außenwände 20‐25%

Dach 15‐20%

Fenster 20‐25%

Fensterlüftung 10‐20%

Boden 5‐10%

Heizung 30‐35%

‐ Wo die Schwachstellen eines Hauses sind kann man gut mit thermographische Fotoaufnahme

sehen. Rot bedeutet : Achtung hier geht viel Wärme verloren.

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Teil 2: Im Haus ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Spiel: Energiedetektive

Einleitung: Spiel über einen längeren Zeitraum

Material: Papier, Klemmbrett, Stift

Anleitung: 2 Energiedetektive pro Klasse werden gewählt. Es werden Energiesparregeln

vereinbart, die in der Klasse gut sichtbar aufgehängt werden. Regelmäßige Treffen zur

Berichterstattung (aktuelle Verbrauchsentwicklung, Aktionen, Probleme) werden vereinbart.

Die Energiesparregeln dabei sind:

‐ während der Heizperiode auf Stoßlüftung achten

‐ in beheizten Räumen keine Fenster und Türen offen stehen lassen

‐ Einstellung der Thermostatventile der Heizung kontrollieren

‐ Beleuchtung nur bei Bedarf einschalten

‐ Schaltmöglichkeiten der Beleuchtung (z. B. Wand‐/ Fensterseite) nutzen

‐ Licht in den Pausen immer ausschalten

‐ Stand‐by‐Funktion bei Elektrogeräten im Klassenraum ausschalten

‐ Schäden melden (z. B. tropfender Wasserhahn)

‐ Energiefragen überlegen wie: Wer ist heute mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln

in die Schule gekommen?

‐ Temperatur beobachten und gezielt regulieren

Wenn die durchschnittliche Raumtemperatur um nur 1 °C gesenkt wird, werden rund 6 %

Heizenergie – und damit natürlich Kosten und CO 2 ‐Emissionen eingespart.

Ziel: Die Energiedetektive übernehmen Verantwortung für das Energiesparen in der Klasse.

Energiedetektive sind Ansprechpartner für ihre Klassenkameraden und den Energiebeauftragten

des Kollegiums bzw. den Hausmeister.

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Überleitung

Im Haus und in der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Bevor es mit Teil 3 weitergehr, ist zu begreifen, dass bevor die Einsparpotentiale auf Stadtebene

angegangen werden, die einzelnen Gebäude und Häuser energieeffizient gebaut bzw. saniert

werden müssen, um nachhaltig in einem Verbund zu funktionieren.

Hier die 10 Bausteine des energieeffizienten Bauens:

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

1.Wie können Ressourcen in der Stadt geschont werden?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltiger Städtebau/ Beispiele

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Ursprünglich stammt der Begriff „Nachhaltigkeit“ aus der Forstwirtschaft und wurde 1713 von

dem sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz geprägt.

Nachhaltigkeit bedeutete damals, dass dem Wald nicht mehr Holz entnommen werden durfte als

nachwuchs.

Das Konzept der Nachhaltigkeit hat bisher kaum Eingang in die lebensweltliche Praxis gefunden.

Im Bauwesen soll es bei der Errichtung und Unterhalt von Gebäuden und der Wechselbeziehung

Umwelt und den Gebäude spürbar umgesetzt werden.

Nachhaltiger Städtebau

Ziel: Integration von städtebaulichen und ökologischen/sozialen Inhalten als Bausteine.

Durch was kann das erreicht werden?

‐ Bewusstsein der Menschen auf Umweltschutz sensibilisieren.

‐ Neubauten mit unterschiedlichen Haustypen (Solitär/ Reihenhäuser/ Geschosswohnung) sollen

sich in gegebene Nachbarschaften einpassen.

‐ Bei Neubauten oder Bestandssanierungen sollen Energiesysteme aus erneuerbare Energien zum

Einsatz kommen.

‐Neubauten/ neue Sielungen sollen sensibel in Naturräume eingebettet werden. Naturräume

sollen in Siedlungen und Stadtteilen ausreichend berücksichtigt sein. Dies ist vor allem für Kinder

und Jugendliche sehr wichtig, damit sie ihr direkte Umfeld frei und gefahrenlos erkunden und

entdecken können.

‐ Die Infrastrukturen sollten immer mit Mischnutzungen geplant werden. Daraus ergeben sich

kurze Wege.

‐Einbeziehung von ÖPNV, Fuß‐ und Fahrradwegen, Car‐Sharing.

‐Bewohnerfreundliche Lösungen für den Individualverkehr wie Verkehrsberuhigung und

autofreien Räumen.

‐Berücksichtigung der bestehenden Altersstruktur (verschiedene Generationen) und der sozialen

Herkunft, mit Lösungen für ein lebendiges Zusammensein.

Fazit: Nachhaltiger Siedlungsbau erhält Gemeinschaft und Zusammenhalt, schafft Identifikation

und eröffnet Chancen für Kommunikation. Ökologisches Bauen heißt nicht Verzicht, sondern

schafft attraktive Quartiere von hoher Lebensqualität.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Beispiele, wie es zu nachhaltigem Städtebau kommt.

Neubauten selbstbewusst einfügen

Neubaumaßnahmen sollten die bereits bebauten Flächen möglichst

nicht ausweiten. Dies nutzt die vorhandene Infrastruktur besser aus.

Sie sollten neue Anforderungen an Klimaneutralität und umfassende

Nachhaltigkeit erfüllen. Zukunftsfähiges Bauen bedarf des Muts zu

neuen Bildern.

Wohngebiete um andere Nutzungen anreichern

Gewerbliche Einrichtungen stellen heute im Regelfall keine

Beeinträchtigungen mehr dar. Im Gegenteil: Sie verbessern eine

standortnahe Versorgung, sie vermehren das wohnungsnahe

Arbeitsplatzangebot und sie bereichern das alltägliche

Erfahrungsumfeld.

Gewerbegebiete um Wohnen ergänzen

Monostrukturierte Gewerbe‐ und Industriegebiete können durch die

Ansiedlung von Wohnen gewinnen. Wie auch das Wohnen, das nach

Erreichen einer kritischen Masse diese Orte zu Stadtteilen mit neuen

Qualitäten formen kann.

Leer stehende Gebäuden zur Bereicherung der Nutzungsvielfalt neu

nutzen

Umnutzungen und Zweckentfremdungen leer stehender Gebäude

erweitern die Angebotsvielfalt und den sozialen Mix und tragen zur

Schaffung neuer Bilder von Stadt und Wohnen bei. Sie eröffnen neue

Angebote für die Stadt.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Nutzungsdichten im Bestand erhöhen

Innerhalb des genutzten Gebäudebestands liegen erhebliche

Nutzungsreserven. Es belebt den Stadtteil, wenn „Raumpiloten“

Reserven und Potenziale erkennen; kreative Handlungsstrategien

entwickeln und neue Nutzungen ermöglichen. Die erforderliche

Infrastruktur ist bereits vorhanden und wird besser genutzt.

Baulich nachverdichten

Innerhalb bebauter Räume können zusätzliche Bauflächen erschlossen

werden, soweit Gebäudeabstände dies zulassen und Stadträume auf

eine klare Fassung warten. Die macht die Vorzüge dichten urbanen

Lebens spürbar.

Aufstocken

Die geringe Dichte vieler Stadträume, ermöglicht das nachträgliche

Aufstocken von Gebäuden. Hier lässt sich zusätzlicher Lebensraum

schaffen, der auch die soziale Durchmischung im Quartier bereichern

kann.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Stadtoberflächen zur Verbesserung der Reflexion aufhellen

Bei ungünstigen Witterungsbedingungen können enge Räume und

dunkle Oberflächen als belastend wahrgenommen werden. Helle

Oberflächen helfen ab. Sie reduzieren zudem den Kunstlichtbedarf in

Stadträumen und Gebäuden sowie den sommerlichen Kühlbedarf.

Tageslicht und Verschattung durch Vegetation regeln

Stadtvegetation kann einen wesentlichen Beitrag zum sommerlichen

Wärmeschutz von Stadträumen und Gebäuden liefern. Gebäudenahes

Stadtgrün ist weniger wildwüchsige Natur als Beitrag zur Architektur der

Stadt und zum Gebäudeklima.

Nachhaltige Stadtbeleuchtung umsetzen

Stadträume sind bei Nacht oft von Licht überflutet. Gezielte Vermeidung

von Lichtverschmutzung verringert den Energiebedarf für das Stadtlicht

und kann die Qualität der nächtlichen Inszenierung von Stadt kann

entscheidend verbessern.

Solare Ertragspotenziale optimieren

Homogene Gebäudehöhen und solar optimierte Dachfiguren reduzieren

die gegenseitige Verschattung. Sie schaffen damit nicht nur günstige

solare, sondern auch geothermische Ertragspotenziale.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Maße der Effizienz im Stadtraum anzeigen

Nachhaltigkeit und Energie sind unsichtbar. Informationen über

Effizienzmaßnahmen, seien sie baulich, technisch oder

verhaltensbezogen, sind am besten auf spielerische Weise vermittelbar.

Sie werden damit für die Bürger der Stadt fassbar.

Flächige Energiesysteme architektonisch integrieren

Solare Systeme bedürfen der gestalterisch sensiblen und

zurückhaltenden Integration in die Gebäudehülle. Integration spart

zusätzliche Fläche und ermöglicht Synergien, etwa in Verbindung mit der

Gebäudehülle oder dem Sonnenschutz.

Punktuelle regenerative Energiesysteme inszenieren

Wärmenetze, Geothermieanlagen, Biogaserzeugung, Biomassenutzung

und viele andere regenerative Energiesysteme bieten auf Grund ihrer

technischen Anforderungen wenig Gestaltungsspielraum. Es sollte

dennoch gelingen, diese Maßnahmen sichtbar zu machen, sie zu

inszenieren, positiv umzuinterpretieren ‐ und damit emotionale

Akzeptanz zu verstärken.

Neue Energiesysteme stadtbildprägend einsetzen

Neue Systemkomponenten einer nachhaltigen Energieversorgung

werden das Bild der Stadt verändern. Sie sollten nicht nur als technische

Elemente begriffen werden, sondern auch einen Mehrwert für den

Stadtraum und ihre Benutzer darstellen, indem sie funktional wie

ästhetisch in den urbanen Raum eingebunden sind.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Mobilität gestalten, Mobilitätsräume optimieren

Mobilität bedeutet nicht zwangsläufig physischen Transport. Mit

reduziertem Transportzwang ist eine höhere und qualitativ überlegene

Mobilität erreichbar. Mischverkehrsflächen können die Qualität

städtischen Lebens deutlich verbessern.

Freiflächen erhalten und aufwerten, neue Landschaftsbilder schaffen

Hochwertige Parks, quartiersspezifische Freiflächen und Brachflächen

sind zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die energetische Nutzung von

Brachflächen als Energielandschaft kann zu neuen Landschaftsbildern

führen und zur Energieversorgung beitragen.

Dach‐ und Fassadenbegrünung fördern

Die Dach‐ und Fassadenbegrünung sind wichtige Instrumente zur

Verbesserung des Stadtklimas, zur Verhinderung städtischer Hitzeinseln

und zur Pufferung von Regenwasser. Sie verringern die

Gebäudeabstrahlung und den Kühlbedarf von Gebäuden.

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Teil 3: In der Stadt ‐ energieeffizientes Bauen und Wohnen

Übung 1: Fundstücke

Einleitung : Diese Übung leitet spielerisch in

das energieeffiziente Bauen und Wohnen –in

der Stadt ein.

Material: Karteikarten, doppelseitiges

Klebeband, Stift

Anleitung: Jeder Schüler bekommt 3

Karteikarten. Drei Suchbegriffe werden

festgelegt: Nachhaltigkeit, Baumaterial,

Energie. Die Schüler bekommen den Auftrag,

sich ihre Umgebung näher anzusehen und

Fundstücke zu den drei Begriffen zu sammeln.

Die Fundstücke werden mit doppelseitigem

Klebeband auf die Karteikarten geklebt und

anschließend auf einer Tafel oder Stellwand

gesammelt und vorgestellt.

Ziel: Anregung zur aufmerksamen

Wahrnehmung in Bezug auf Nachhaltigkeit,

Baumaterial und Energie im direkten Umfeld.

Übung 2: Stadtforscher

Einleitung: Bei dieser Übung wird die stätische

Umgebung erkundet.

Material : Zeichenblöcke, Stifte, Stadtkarate

oder Luftbild

Anleitung: Festlegung des Erkundungsgebiets,

Vorbereitung von Kartenmaterials. Die Schüler

bekommen den Forschungsauftrag, ein Gebiet

unter einer bestimmten Fragestellung zu

erkunden. Themen können sein Parks,

Spielräume, Wohnen, öffentliche Gebäude.

Entsprechend der Themen wird ein Fragebogen

vorbereitet. Der Ablauf der Erkundung kann

variieren. So kann des „Forschungsgebiet“ erst

einmal auf einer Karte erkundet werden und

die thematischen Orte ausfindig gemacht und

markiert werden. In Kleingruppen gehen die

Schüler dann los und das Gebiet wird anhand

des Fragebogens erkundet. Dabei können viele

Methoden angewendet werden. Fotos, Größen

messen (Schritte), Zeichnungen. Die Ergebnisse

werden in der Schule an der Tafel oder

Stellwand gesammelt. Jede Gruppe stellt ihre

Ergebnisse den anderen vor. Dabei wird immer

anhand eines Stadtplanes besprochen, um

welche Stelle es sich genau handelt und welche

städtebaulichen Beziehungen dabei

vorherrschen.

Ziel: Erkundung und Wahrnehmung eines

Gebietes, Förderung des Verständnisses

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räumlicher Zusammenhänge.


Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

2. Wie baut man eine energiesparende Wohnsiedlung?

Wie geht das?/ Eckdaten

Wie geht das?

1. Die einfachste Möglichkeit ist das zu beheizende Volumen der Gebäude möglichst klein zu

halten. Kompaktheit , also ein günstiges Verhältnis von A/V, und die Reduzierung der

individuellen Wohnflächen schaffen das gemeinsam.

2. Damit jeder auch alles in seiner Wohnsiedlung machen kann, werden

Gemeinschaftseinrichtungen gebaut. Diese können dann alle gemeinsam nutzen, wie zum

Beispiel eine Waschküche im Haus. Das spart Platz in den Wohnung.

3. Wenn Gebäude ein kleines Volumen haben, dann haben sie auch eine kleine Grundfläche, was

gleichzeitig wenig Bodenversiegelung bedeutet. Die Fläche, die das Gebäude der Natur

wegnimmt, sollte es möglichst als „grünes Dach“ (Dachbegrünung) der Natur„ zurückgeben“.

3. Damit unsere Gebäude möglichst viel natürliches Licht und Sonne bekommen, ist darauf zu

achten, wie die Ausrichtung der Bebauung ist. Bei vielen Häusern kann es nämlich zu

Verschattungen kommen, was bedeutet, dass ein Haus das andere in den Schatten stellt.

4. Verwendung umweltfreundlicher und wiederverwendbarer Baustoffe.

5. Die optimale Ausrichtung der Gebäude ist auch eine Voraussetzungen für aktiven und

passiven Sonnenenergienutzung . Wenn die Häuser mit der „offenen“ Seite nach Süden

orientiert sind, können diese am meisten Sonnenenergie einfangen.

6. Wenn weitere Heizenergie überhaupt notwendig wird, kommt die natürlich aus

nachwachsenden Rohstoffen, Erdwärme…..

7. Kurze Wege innerhalb der Wohnsiedlung zum Bäcker oder der nächsten

Straßenbahnhaltestelle machen das Auto überflüssig.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

3. Welche Maßnahmen führen zur Energieeinsparung beim Unterhalt einer Wohnsiedlung?

Kurzfristig , mittelfristig und langfristig umsetzbare Maßnahmen

Übung: Energiesparen zu Hause

Sanieren von Gebäuden

Nachverdichtung

Übung: Nachverdichtung ‐ da geht noch mehr!

Kurzfristig umsetzbare Maßnahmen:

1. Beratung der Bewohner zu energieeffizienten Haushaltsgeräten

2. Informationen zur Stromreduzierung

3. Sensibilisierung im Umgang mit Gebäuden ‐ Kontrollierte Lüftung

4. Nachbessern der Dichtungen bei Fenstern und Außentüren

5. Dämmung der obersten Geschossdecke um Wärmeverluste zu reduzieren

6. Dämmung aller „warmen“ Leitungen

Mittelfristig umsetzbare Maßnahmen:

1. Regenwassernutzung für Brauchwasser wie Toilettenspülung

2. Ökologisches Konzept mit den Schwerpunkten: Ressourcenschonung

wie dem Bau von Zisternen, Photovoltaikanlage, Kompostanlage

3. Eigene dezentrale Energieversorgungen mit Blockheizkraftwerk

4. Heizung „ gefüttert“ mit regenerativen Energieträgern

5. Neue Wohnkonzepte – Wohnen ohne eigenes Auto

Langfristig umsetzbare Maßnahmen:

1. Bau von Gemeinschaftseinrichtungen bei Reduzierung der

individuellen Wohnfläche

2. Erhöhung der Wohnfläche durch Dachausbau und Balkonanbau

3. Verwendung umweltfreundlicher und wiederverwendbarer Baustoffe

Übung: Energiesparen zu Hause

Einleitung : Energiespartipps für zu Hause.

Material: Arbeitsblatt, Stift

Anleitung: Jeder Schüler bekommt ein

Arbeitsblatt, auf dem der hier abgebildete

Querschnitt eines Haus drauf ist. Es wird

überlegt wo im Haus überall Energie gespart

werden kann. Jeder Schüler geht dazu

gedanklich alle Räume durch und notiert

pro Raum mindestens 3 Energiespartipps.

1. Wohnzimmer/ Arbeitszimmer

2. Bad

3. Küche

4. Waschküche

5. Heizung

Ziel: Sensibilisierung im Umgang mit

Energie/ Strom zu Hause.

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Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Sanieren von Gebäuden

Bauen im Bestand, in der Stadt.

Die bauliche Wiederverwendung von Gebäuden erhält das gewohnte Bild der Stadt und zugleich

die in Baustoffen gebundene Energie. Nutzungsbezogen führt sie zu einer besseren

Bedarfsdeckung im urbanen Raum und kann zu einer erhöhten Nutzungsdichte führen.

Nachverdichtung

Das Zauberwort heißt Nachverdichtung: Zwischen bestehenden Gebäuden, auf einem niederen

Gebäude obendrauf, in Innenhöfen oder seitlich an Häuser, könnten in Deutschlands Großstädten

noch viele neue Wohnungen gebastelt werden. Und zwar auch dort, wo man auf den ersten Blick

alles vermuten würde, nur keinen Bauplatz.

Übung: Nachverdichtung ‐ da geht noch mehr!

Einleitung : Spielerisch/ Gestalterische Übung

zum Thema Nachverdichtung in der Stadt.

Material: Architekturzeitschriften, Kleber,

Scherer, Buntstifte, Collagenmaterial,

Fotokarton A3

Anleitung: Jeder Schüler (Einzelpersonen/

Kleingruppen) soll aus Architekturzeitschriften

Fotos von Häusern/ Straßenzüge/ Siedlungen

ausschneiden und auf ein Fotokarton kleben,

so dass eine Gebäudegruppe oder ein

Straßenzug zu sehen ist. Nun wird überlegt, wo

Orte zur Nachverdichtung zur Verfügung

stehen könnten, und wie diese aussehen

könnten. Dabei geht es um möglichst

individuelle Vorschläge.

Ziel: Anregung zur Kreativität, Umsetzung

futuristischer Visionen zum Thema

Nachverdichtung in einer Collage.

40


Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

4. Wie könnte ein grüner Stadtteil aussehen?

Am Beispiel einer Solarsiedlung/ Bereits gebaute Beispiele

Planspiel: Stadtteil der Zukunft

Solarsiedlung ist eine Siedlung bei deren Errichtung bzw. Sanierung/ Modernisierung die Nutzung

der Solarenergie für die Energieversorgung festgeschrieben wurde.

Die Sonnenenergie wird in folgenden Formen genutzt:

Solararchitektur für direkte Beheizung und Beleuchtung über Fensterflächen, Dächer und Wände.

Solarthermie für indirekte Beheizung.

Photovoltaik für die Stromversorgung.

Es wird eine energiesparende Bauweise (Dämmung, Lüftungstechnik) und energiesparendes

Verkehrskonzept (Car‐Sharing, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Elektroautos)

vorausgesetzt. Üblich ist weiterhin, dass auch Kombinationen von Solarenergie mit anderen

regenerativen Energien wie Geothermie (Wärmepumpenheizung, Luftwärmetauscher) oder

Bioenergie (Holzheizung) erfolgt.

Bereits gebaute Beispiele sind:

‐ Solardorf Penzberg in Penzberg

‐ Solarsiedlung am Schlierberg in Freiburg

‐ die Solar City Linz, Österreich

Planspiel: Stadtteil der Zukunft

Einleitung: Dieses Planspiel ist für Jugendliche

geeignet. Die Klasse stellt sich der folgenden

Frage: Ist es zu schaffen, einen bestehenden

Stadtteil in einen grünen Stadtteil umzuwandeln?

Material: Stadtplan, Fotoapparat zur

Dokumentation, Tonbandgerät für Interviews.

Anleitung: Um welchen Stadtteil geht es? Kann

hier der Energiebedarf teilweise oder ganz aus

erneuerbaren Energien wie Biomasse,

Geothermie, Wasserkraft, Solar‐ oder

Windenergie gewonnen werden?

Was kostet das? Lohnt sich die Investition?

Bis wann wäre eine veränderte

Energiegewinnung machbar? Alle diese Fragen

spielen eine Rolle.

Um die Aufgabe lösen zu können, sollen Energie‐

Experten zu Rate gezogen werden, beispielsweise

aus dem städtischen Bereich (Stadtwerke,

Umweltamt, Energiebeauftragte) aus

Unternehmen oder aus Forschungseinrichtungen.

Ziel: Darstellung des Prozesses zur Umwandlung

in einen grünen Stadtteil, Beteiligung an

energetischen Planungsprozessen.

41


Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

5. Solar Village

Planspiels „How we want our own Solar Village“

Im Rahmen der Solar Decathlon Europe, einem internationalen Hochschulwettbewerb,

in dem solarbetriebene und nachhaltige Häuser mit innovativer Gebäudetechnik in zehn

Disziplinen miteinander verglichen, getestet und bewertet werden.

Dabei wurde 10ACTION entwickelt, einem Veranstaltungsformate, auch für Kinder und

Jugendliche. Vorstellbar ist eine interdisziplinäre Einbindung des Wettbewerbs in eine

Projektwoche, als auch fächerübergreifend.

Planspiels „How we want our own Solar Village“

Einleitung: An dem Planspiel ist die gesamte Klasse beteiligt. Es kann auch als Wettbewerb im

Rahmen der 10ACTION durchgeführt werden. Wichtig ist, dass im Rahmen des Planspiels die

Grundlagen und Prinzipien nachhaltiger Stadtplanung vermittelt werden.

Material: Modellgrundplatte A1 oder größer aus stabilem Material, Modellbaumaterial wie

Pappe, farbige Tonpapiere, Schnüre, Zahnstocher, Schaschlikspieße, kleinteiliges

Recyclingmaterial (Korken, Krohnkorken), Acrylfarben, Kleber (Weißleim), Klebeband, Schere/

Cutter je nach Alter.

Anleitung: Das Planspiel ist in mehreren Phasen aufgebaut.

Phase 1: Der/die Lehrer/Lehrerin ist Koordinator des Planspieles. Innerhalb der

Klassengemeinschaft werden Gruppen gebildet. Jede Gruppe vertritt eine

Interessensgemeinschaft in der Stadt, wie Bewohner der Stadt, Verkehrsplaner,

Gewerbetreibende, Vertreter der Stadtverwaltung (Interessen der Allgemeinheit). Jede Gruppe

bespricht, was sie in einer neu zu planenden Stadt für Interessen hat und was dabei ihre Ziele

sind. Jede Gruppe gestaltet dazu ein Plakat und stellt es den anderen vor.

42


Teil 3: In der Stadt ‐ Energieeffizientes Bauen und Wohnen

Phase 2: Gemeinsam wird auf der Grundplatte, auf der die neue Stadt entstehen soll, folgendes

festgelegt:

‐ Welche Interessensgemeinschaft ist in welchen Bereichen der Stadt vertreten?

‐ Welche Bereiche in der Stadt sind öffentlich? (Straßen/ Plätze/ öffentliche Gebäude/ Flächen

und Gebäude für Gewerbe/ öffentliche Parks)

‐ Welche Bereiche sind halböffentlich? (Rückzugsorte, Freiräume zum Spielen)

‐ Welche Bereich sind privat? (Wohnbebauung)

Phase 3: Aus Tonpapier werden farbige Fläche als Vertreter der verschiedenen Gruppen, an den

vorgeschlagen Ort und in der vorgeschlagenen Größe auf der Grundplatte ausgelegt. Ausmaß, Ort

und die Beziehungen der einzelnen Gruppen untereinander werden so deutlich und können

modifiziert und korrigiert werden. Dann werden die Flächen festgeklebt.

Phase 4: Es wird besprochen, was die verschiedenen Gruppen dazu beitragen können, nachhaltig

in der Stadt zu bauen. Welche Grundlagen und Prinzipien nachhaltiger Stadtplanung werden

innerhalb ihrer Interessensgemeinschaft umgesetzt? Jede Gruppe gestalte dazu ein weiteres

Plakat und stellt es den anderen vor.

Phase 5: Nun kommen Baukörper ins Spiel. Dafür wird das Recylingmaterial mit Acrylfarbe weiß

angemalt um ein einheitliches Erscheinungsbild der Baukörper zu bekommen. Jede Gruppe kann

nun, entsprechend der Regeln für nachhaltiges Bauen, in ihren Bereichen anfangen zu bauen.

Die einzelnen Phasen und erarbeiteten Ergebnisse sollen fotografiert und dokumentiert werden.

Ziel: Das Planspiel soll das Bewusstsein für das eigene Handeln und die Auswirkungen des

Handelnden auf Natur und Umwelt stärken. Vertiefend werden auf Quartiers‐ bzw. Stadtebene

die Potenziale erkundet und transformiert. In Stadtmodellen können kreative Ansätze

aufgearbeitet und umgesetzt werden.

43


Literatur‐ und Linkliste/ Bildquellen

Verwendete Literatur und Internetseiten

Wettbewerb Energiesparweltmeister, www.energiesparmeister.de

Wissenschaftsjahr Energie, www.zukunft‐der‐energie.de

Solarenergie, www.solar‐is‐future.de

Erneuerbare Energien, Materialien für Bildung und Information, www.bmu.de

Erneuerbare Energien, Innovationen für eine nachhaltige Energiezukunft, www.bmu.de

Energiesparen in Gebäuden, Broschüre, www.dena.de

Basis Energie, Broschüren, www.bine.info

Footprintrechner, www.footprintrechner.at

Kinder_Sichten, Städtebau und Architektur für und mit Kindern und Jugendlichen,

Bildungsverlag EINS

Sonne Wind &Wasserkraft, ökotopia Verlag

Wir bauen uns ein Passiv‐Haus, Eigenverlag www.aap.or.at

Ein Königreich für die Zukunft, NZH Verlag Natur Gut Ophoven

Bildquellen

S.4 ClipART Office S.5 Natalie Hajduk; S.6 Datenquelle von l. n. r.: Steffen Luik/pixelio.de ,

Eduardo Amorim, Markus Wegner/pixelio.de, Cornerstone/pixelio.de;

S.7 http://www.energie‐umwelt‐schule.de ; S.8 ClipART Office; S.10 Foto Gabi

Schoenemann/pixelio.de, Datenquelle: http://www.ufu.de, Energie Atlas; S.11 Fotos Simone Hess;

S.12 oben: Andreas Senftleben/pixelio.de, Foto Simone Hess, unten:

GFZ Potsdam, Thomas Siepmann / pixelio.de; S.13 www.bastelratgeber.de; S.14 v. l. n. r.: Anita

Fetter / pixelio.de, Own work by softeis Roland Siegele, unten: Simone Hess; S.15 David

Stainforth, ClimatePrediction.net; S.16 von oben nach unten: Energieatlas, Geophysical Fluid

Dynamics Laboratory Princeton University, Energieatlas; .17 Foto Simone Hess;

S.18 www.umweltschutz‐bw.de; S.19 ClipART Office; S.20 Fotos Simone Hess; S.21 Fotos Simone

Hess; S.22 u.S23 Bildmaterial TUD; S.24 SD 09, Leon Schmidt; S.25 u.S26 Fotos Simone Hess;

S.27 www.dena.de; S.28 Bildquelle TU Darmstadt, unten: Foto Lutz Weidner; S.29 Bildquelle

v.o.n.u: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de, Natalie Hajduk;S.30 Bildquelle TU Darmstadt;

S. 31 Katrin Weyermann Bötschi / pixelio.de; S.32‐ S.36 Quelle Piktogramme: TU Darmstadt;

S.37 ClipART Office; S.39 ClipART Office S.40 Bildquelle TU Darmstadt; unten:dgi architekten

S.41 Foto Claire 7373, unten ClipART Office; S.42 Andreas Morlok / pixelio.de;

S.43 Foto Simone Hess

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Impressum

Ideenund Arbeitsheft für den Unterricht

ENERGIE UND ARCHITEKTUR

von der Energiequelle Natur zum

energieeffizienten Bauen und Wohnen

Idee, Konzept, Gestaltung

Simone Hess, Dipl. Ing. Architektin

In Zusammenarbeit mit

Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen

Im Rahmen des EU‐Projekts:

10Action, www.10Action.com

Copyright

© nur für Lehrzwecke

April 2011

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Schneidevorlage

Wärmespeicherhaus

Schneidevorlage muss noch auf die tatsächliche Größe gebracht werden!

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IDEEN‐ UND ARBEITSHEFT FÜR DEN UNTERRICHT

SIMONE HESS, DIPL. ING. ARCHITEKTIN

IN ZUSAMMENARBEIT MIT

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