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März 2013 · 5

Entwicklungsländer

Gesundheitshilfe

Laut Weltgesundheitsorganisation

(WHO) heißt

Gesundheit: ein Zustand

des vollständigen körperlichen,

geistigen und sozialen

Wohlbefindens. Für

viele Menschen, besonders

in Entwicklungsländern,

ist dies jedoch nicht

oder nur schwer realisierbar.

Doch die gute Nachricht: Zwischen

1970 und 2010 ist die Lebenserwartung

der Menschen

in den Entwicklungsländern

von 40 auf 68 Jahre angestiegen.

Die Zahl der Todesfälle

bei Kindern unter fünf Jahren

sank zwischen 1990 und 2009

weltweit von 89 auf 60 je 1.000

Geburten.

Die schlechte Nachricht: Trotz

dieser Fortschritte müssen

sehr viele Menschen in Entwicklungsländern

noch immer

mit vermeidbaren und/

oder behandelbaren Krankheiten

leben. Tuberkulose, Malaria

und parasitäre Infektionen

wie Bilharziose und Onchozerkose

sind bei Kindern und Erwachsenen

sehr verbreitet und

nehmen teilweise wieder zu.

Weltweit waren 2010 rund 34

Millionen Menschen mit dem

HI-Virus infiziert, fast 23 Millionen

davon in Subsahara-Afrika.

Pushpa-Home

Krankenstation für an Tuberkulose

erkrankte Kinder in Kalkutta.

Foto: Jürgen Grosse

Franziska Manske

redaktion.de@mediaplanet.com

action medeor: Hilfe, die ankommt

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Das Medikamentenhilfswerk

Durchfall, Malaria, Tuberkulose – Millionen

Menschen in Entwicklungsländern sterben

jedes Jahr an Krankheiten, die leicht zu behandeln

wären. Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk

action medeor e.V. trägt seit

fast 50 Jahren dafür Sorge, dass die lebenswichtigen

Medikamente die Betroffenen

auch in entlegenen Regionen der Entwicklungsländer

erreichen.

2011 verließen fast 15.000 Pakete mit einem

Gewicht von knapp 360 Tonnen und einem

Warenwert von 7,77 Millionen Euro das Medikamentenlager

in Tönisvorst. Weil es sich

bei den Medikamenten um Generika handelt,

die eigens für medeor bei pharmazeutischen

Unternehmen in großer Stückzahl produziert

werden, und medeor sie zum Selbstkostenpreis

abgibt, entspricht der Abgabepreis dieser

Medikamente im Durchschnitt zehn Prozent

des Preises in einer deutschen Apotheke.

„Die Hilfe kommt direkt bei unseren Partnern,

den Gesundheitsstationen oder Krankenhäusern,

an“, sagt Bernd Pastors, Vorstand von

action medeor. „Den Weg jedes Pakets können

wir ab Lager bis in die entlegenste Gesundheitsstation

nachverfolgen. So sind wir sicher,

dass die Hilfe auch ankommt.“

Seriosität ist Grundvoraussetzung

Bevor die Hilfssendung das Tönisvorster Medikamentenlager

verlässt, wird der Partner oder die

Gesundheitsstation auf Seriosität überprüft. „Mit

den meisten Gesundheitsstationen besteht seit

vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit“, so

Pastors, „ein aktuelles Beispiel ist eine Gesundheitsstation

in Gani-Dah, einem entlegenen Dorf

in Mali.“ Regelmäßig erhält der Gesundheitshelfer

von Gani-Dah Medikamentenspenden von

medeor. Basismedikamente wie Antibiotika oder

Schmerzmittel werden gepackt und per Post auf

die Reise nach Mali geschickt. Auch die Verwendung

der Arzneien in der Gesundheitsstation ist

nachprüfbar, denn der Gesundheitshelfer führt

Buch über den Einsatz der Medizin.

Die einzige Quelle für Arzneimittel

Für die Bewohner von Gani-Dah stellen die Medikamentenspenden

von action medeor die einzige

Quelle für Arzneimittel dar, die sie haben.

„Gani-Dah ist nur ein Beispiel für die vielen Gesundheitsstationen

weltweit, die sich per E-Mail

oder Brief für die medizinische Hilfe bedanken

und auch Fotos von der Ankunft der Pakete schicken“,

sagt Pastors.

medeor-Botschafterin Anke Engelke, überzeugt sich

vor Ort über die Arbeit von action medeor.

Foto: action medeor/B. Breuer

Transparenz jederzeit

Über die Verwendung von Spendengeldern erhalten

Spender und Interessierte Auskunft im

Jahresbericht. Außerdem lässt sich action medeor

jedes Jahr von einem Wirtschaftsprüfer durchleuchten,

richtet sich nach dem Verhaltenskodex

von VENRO - Verband Entwicklungspolitik deutscher

Nichtregierungsorganisationen e.V. und

bekommt regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut

für soziale Fragen (DZI) das DZI-Spendensiegel.

Außerdem ist medeor Mitglied im Deutschen

Spendenrat.

action medeor (lat.: ich heile) in Tönisvorst bei

Krefeld ist das größte Medikamenten-Hilfswerk

Europas und setzt sich für nachhaltige und bessere

Gesundheitsversorgung der Menschen in

Entwicklungsländern ein. Dabei arbeitet medeor

zusammen mit seinen einheimischen Partnern

auf allen Gebieten der Gesundheitsfürsorge.

Neben der Medikamentenhilfe leistet medeor

humanitäre Hilfe im Katastrophenfall und sorgt

für den Wiederaufbau. Für den Katastrophenfall

hält medeor Emergency Health Kits vor, die

10.000 Menschen drei Monate lang medizinisch

versorgen können.

In seinen Gesundheitsprojekten fördert medeor

Basisgesundheitsdienste und bekämpft

Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose. Regionale

Schwerpunkte der Hilfe sind Afrika, Asien und

Lateinamerika. Im Rahmen der pharmazeutischen

Fachberatung bildet medeor einheimische

pharmazeutische Fachkräfte aus, unterstützt vor

Ort die Produktion und Entwicklung von Medikamenten

genauso wie den Aufbau von lokalen

Medikamentenverteilerstellen.

Weitere Informationen unter:

www.medeor.de

Volksbank Krefeld 555 555 555,

BLZ 320 603 62, Stichwort:

„Medikamente retten Leben“

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