Spenden - Venro

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8 · März 2013 Ein unabhängiges Produkt von Mediaplanet

inspiration

Gütesiegel

geben

Sicherheit

Spenden heißt vor allem

Vertrauen. Vertrauen

braucht Transparenz.

Ein Gütesiegel bescheinigt

diese und kann eine

wichtige Entscheidungshilfe

sein.

Ein Überweisungsträger ist

schnell ausgestellt, der Spendenbutton

binnen Sekunden

gedrückt. Doch so einfach es

ist, für einen guten Zweck ins

Portemonnaie zu greifen und

einer ausgewählten Organisation

einen bestimmten Betrag zu

überlassen: Wer spendet, will

die Sicherheit, dass sein Geld

an entsprechender Stelle ankommt.

Kommen Zweifel auf,

sinkt die Spendenbereitschaft.

Viele Spendenorganisationen

unterziehen sich daher einer

unabhängigen Überprüfung

und lassen sich die Qualität ihrer

Organisation bestätigen. Ein

Gütesiegel, das einer Organisation

einen sorgfältigen und

verantwortungsvollen Umgang

mit den Spenden bescheinigt,

ist der Sternenkranz des Deutschen

Zentralinstituts für soziale

Fragen (DZI).

Freiwillige Verpflichtung

Das Gütesiegel ist verbunden

mit der Verpflichtung, die vom

DZI festgelegten Standards zu

erfüllen und höchsten Qualitätsansprüchen

gerecht zu werden.

Dazu zählen neben Transparenz

und wirtschaftlicher

Sparsamkeit, auch die freiwillige

Verpflichtung, sachlich und

wahrhaftig über Strukturen

und Arbeit der Organisation sowie

die Verwendung der Gelder

zu informieren.

Foto: SubodhBharati, CC BY-NC-ND 2.0

Zeichen für Vertrauen

Das DZI-Spendensiegel.

Foto: DZI

Zurzeit sind rund 260 Organisationen

mit dem DZI-Spenden-

Siegel zertifiziert. Voraussetzung

ist jedoch ein Geldspendenvolumen

von 1,2 Milliarden

Euro im Jahr.

Eine weitere Möglichkeit, die

Qualität der eigenen Berichterstattung

unter die Lupe zu nehmen

und zu verbessern, bietet

seit dem Jahr 2005 der von pricewaterhousecoopers

(pwc) initiierte

Transparenzpreis. Unabhängig

von ihrer Platzierung im

Wettbewerb erhalten teilnehmende

Organisationen eine ausführliche

Analyse ihrer Berichterstattung.

Auf diese Weise hat

pwc dazu beigetragen, Transparenz

und Niveau der Berichterstattung

vieler Organisationen

deutlich zu verbessern. Kleinere

spendensammelnde Organisationen

können sich auch außerhalb

des Wettbewerbs einem

Transparenz-Check unterziehen

und so entsprechendes Vertrauen

schaffen.

Paul Howe

redaktion.de@mediaplanet.com

Seit über 18 Jahren engagiert sich Wolfram Kons

für Kinder dieser Welt. Wir trafen den beliebten

Moderator zum Interview.

Machen Sie die W

bisschen besser

Interview

wolfram kons

■■Herr Kons, seit vielen Jahren

engagieren Sie sich für

Kinder in Not. Wie kam es dazu?

Ein Sender wie RTL muss von seinem

Erfolg auch etwas zurückgeben

und das wurde vor genau 18

Jahren mit dem Thema „Wir helfen

Kindern“ zum ersten Mal umgesetzt.

Dass sich der Spendenmarathon

so fantastisch entwickelt hat,

ist natürlich großartig.

■■Haben Sie sich auch davor

schon engagiert?

Ich hatte schon immer dieses Klassensprechergen

in mir, das gebe

ich zu. Ich habe mich auch früher

schon in vielen kleineren Vereinen

engagiert. Mir war immer wichtig,

die Welt ein bisschen besser, ein

bisschen gerechter zu machen. Das

kann jeder.

■■Sie sind selbst Vater eines

kleinen Sohnes, der hoffentlich

wohl auf ist. Wie verändert

das Ihre Sichtweise,

wenn man weiß, dass es leider

nicht allen Kindern auf

der Welt so gut geht?

Ich habe auch schon vorher für die

RTL-Kinderstiftung immer alles

gegeben, was ich konnte – an Kreativität,

an Leidenschaft, an Herzblut,

an Energie. Doch der Kleine

hat mir dann noch einmal „erklärt“,

um was es wirklich geht. Jetzt sehe

ich alles noch einmal mit ganz anderen

Augen, viel intensiver. Und

wenn ich aus den Hilfsprojekten

nach Hause komme bin ich unendlich

dankbar, dass ich einen gesunden

und so fantastischen kleinen

Jungen habe. Es ist einfach das

Größte.

■■In all den Jahren Ihres Engagements,

welche Szenen

haben Sie besonders bewegt?

Sehr, sehr viele. Einmal war ich beispielsweise

in Brasilien, in einer

Klinik, wo man für ein paar Euro

einem Kind das Augenlicht schenken

kann. Ein kleiner Schnitt am

Auge, der graue Star wird herausgesaugt,

eine neue Linse wird eingesetzt,

dann wird das zugemacht,

ein Pflaster kommt drauf und

schon am nächsten Tag wird das

Pflaster abgenommen. Ich war dabei,

als so ein Kind das erste Mal in

seinem Leben sehen konnte, seine

Mutter sehen konnte, seine Welt.

Ein Kind, das von einem nichtsehenden

Kind zu einem sehenden

Kind wurde. Und das bedeutet natürlich

auch von einem nicht richtig

lernenden zu einem lernenden,

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