Nr. 17 - Dezember 2008 - Arbeitsstelle Weltkirche

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Nr. 17 - Dezember 2008 - Arbeitsstelle Weltkirche

4 Rundbrief Weltkirche

Aktion Dreikönigssingen

Feierliche Eröffnung in Waldsassen am 30. 12. 2008

51. Aktion Dreikönigssingen

von sternsinger.de

Mit einem festlichen Zug und einer Andacht wird

auch heuer die Aktion Dreikönigssingen von Bischof

Gerhard Ludwig Müller eröffnet – in diesem Jahr im

Stiftland, genauer in Waldsassen. Für den 30. Dezember

werden dort mehrere Hundert Kaspars, Melchiors

und Balthasars sowie Sternträger erwartet.

Kinder suchen Frieden – buscamos la paz heißt das

Leitwort der diesjährigen Aktion Dreikönigssingen,

bei der Tausende Kinder und Jugendliche in den Gewändern

der Heiligen Drei Könige in unserem Bistum

von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem aktuellen

Motto machen die Sternsinger gemeinsam mit den

Trägern der Aktion Dreikönigssingen – BDKJ, Arbeitskreis

Ministranten/innen im Bischöfl. Jugendamt und

ARBEITSSTELLE WELTKIRCHE – deutlich, dass sie sich

für das Recht von Kindern weltweit einsetzen, in Frieden

und Freiheit aufzuwachsen. Unter den Folgen von

Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen in

über 40 Ländern der Erde leiden besonders Kinder

und Jugendliche. Versteckte und offene Gewalt erfahren

die Kinder auch in Kolumbien, dem Beispielland

der Aktion Dreikönigssingen 2009. Nach mehr als

40 Jahren Bürgerkrieg gibt es dort kaum jemanden,

der nicht Gewalt und Tod in der eigenen Familie zu

beklagen hätte. Immer stärker wächst aber auch der

Wunsch, diese Spirale von Gewalt und Gegengewalt

zu durchbrechen.

Ein Wort zum Thema Geld

Eine Frage, die sich immer wieder stellt: Muss das

gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt

werden?

In ihrem Aufruf zur Aktion Dreikönigssingen schreiben

die Deutschen Bischöfe: „Die Erträge der Aktion

Dreikönigssingen sind ohne Abzüge dem Kindermissionswerk

‚Die Sternsinger‘ zuzuleiten.“ Warum diese

Regelung? Die Aktion Dreikönigssingen lebt vom immer

neuen Einsatz unzähliger Kinder, Jugendlicher

und Erwachsener. Damit eine so große Basisbewegung

transparent und vertrauenswürdig bleibt, muss es

Grundsätze und Regeln geben. Sie sorgen dafür, dass

die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten

gebraucht wird.

Und was geschieht mit Geld, das die Sternsinger

ausdrücklich für sich selbst bekommen? Diese Frage

taucht vor Ort immer wieder auf. Eine pauschale

Lösung kann es da nicht geben. Es ist schön, wenn

Sternsinger anstelle von „Taschengeld“ eine kleine

Anerkennung in Form von Süßigkeiten bekommen.

Doch kommen manche Gruppen mittlerweile mit

erheblichen Mengen nach Hause. Hier und da teilen

Gemeinden die „Beute“ solidarisch mit Kindern, bedürftigen

Familien oder einer Tafel-Initiative.

Schwieriger ist es, wenn Sternsingern Geld bewusst

außerhalb der offiziellen Sammelbüchse gegeben

wird. Den Sternsingern und ihren Begleitern sollte

deutlich sein, dass sie nicht für sich selbst, sondern für

Not leidende Kinder in aller Welt sammeln. Im Zuge der

inhaltlichen Vorbereitung auf das Dreikönigssingen ist

daher ein Gespräch über das Wesen und das Ziel der

Aktion mit Betreuern und Sternsingern sinnvoll.

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