Ökum. Gemeindebrief (Nr.11, Juni - August 2012)

evangdelhi.de

Ökum. Gemeindebrief (Nr.11, Juni - August 2012)

LANGAR

Ökumenischer Gemeindebrief zu Pfingsten

und zur Sommerzeit

Juni bis August 2012

Anja Funk geht, Hans Cornelsen kommt: Wechsel in der katholischen

Emmausgemeinde. Wir sagen zum Abschied leise Servus und zum

Willkommen ein kraeftiges Gruess Gott!


Warten auf den Heiligen Geist?

Foto: Nils Teufel


INHALTSVERZEICHNIS

GRUSS ............................................................................. 2-4

ABSCHIED............................................................................ 5-6

ANKUNFT ........................................................................ 7-8

EKD ..............................................................................9-11

BIBELGESPRÄCHSABENDE ................................................. 11

GEMEINDEJUGEND ....................................................... 12-13

KALENDER ................................................................... 14-15

KINDERSEITEN ............................................................. 16-17

KONFIRMATION ........................................................... 18-20

FIRMUNG ......................................................................21-23

PSALM 121 ................................................................. 24-25

KATHOLISCHE EMMAUS GEMEINDE ..................................26

EVANG. GEMEINDE ...........................................................27

KONTAKT ..........................................................................28

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Liebe Leserin, lieber Leser,

GRUSS

die großen christlichen Feste von Weihnachten bis Pfingsten haben alle

gemeinsam, dass sie immer die Richtung ändern und beschreiben, wie Gott

jeweils die Grenze zwischen dem Ewigen (dort) und dem Zeitlichen (hier)

überschreitet. Ironischerweise könnte so der gleichbleibende Kommentar zu

Weihnachten, Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten lauten, dass ab

jetzt nichts mehr ist, wie es war. Mit seiner Geburt als Mensch kommt Gott

von dort nach hier, mit seinem Tod am Kreuz geht er von hier nach dort, in der

Auferstehung kommt er von dort nach hier, um an Himmelfahrt von hier nach

dort entrückt zu werden und mit der Ausgießung des Heiligen Geistes sich

wieder vom Dort im Hier zu zeigen. Jeweils ändert sich also die Richtung, jeweils

wird die Grenze zwischen Gott und Mensch überschritten und jeweils ändert

sich für die Menschen nicht weniger als alles und jeweils feiern wir Menschen

die Gelegenheiten wie immer, also nach Möglichkeit ohne Änderung.

Als die Jünger zu Pfingsten, vom Heiligen Geist erfüllt, anfingen von den

„großen Taten Gottes“ (Apg 2,11) zu sprechen, hatte sich insofern alles

verändert, als nicht nur der Geist die Grenze zwischen Gott und Menschen

überschritten hatte, sondern die Worte der Jünger alle zwischenmenschlichen

Grenzen abschafften, da sie in jeder einzelnen Sprache der Zuhörer

verstanden wurden. Nicht die Sprachen selber verschwanden, sondern der

Grenzcharakter der Sprachen, der Menschen in Gruppen einteilt, in der die

dazugehören, die verstehen und die außen vor bleiben, die nicht verstehen.

Gruppen, die untereinander warmherzig und hilfreich sind, aber aufeinander

mit dem Finger zeigen, die Unterschiede zwischen dem „wir“ und dem „sie“

herausstreichen, wobei aus dem neutralen „sie“ ein abwertendes „die da“ oder

wie hierzulande oft zu hören ein „these people“ wird.

Das Erkenntnisprinzip des Geistes liegt in der Gleichheit des Anderen, das

des Ungeistes im Unterschied des Anderen. Soweit die einfache Struktur der

großen Taten Gottes, die schon immer darin bestanden hatten den Menschen

ihre Gleichheit vor Augen zu führen, auch wenn sie lieber Unterschiede

machten.

Das Pfingstfest wird oft auch als der Geburtstag der Kirche bezeichnet und

das sollte uns vor dem einfachen Erkenntnisprinzip des Geistes zu denken

geben. Denn kaum war das Fest vorüber, begannen die ersten Christen den

Geist zu ignorieren und schufen neue Unterscheidungen von „mein“ und „dein“

(Apg 5) und aus verschiedenen Ämtern in der Gemeinde wurde schnell eine

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GRUSS

Hierarchie, d.h. aus Arbeitsteilung enstanden Befehls- du Autoritätsketten.

Aus theologischen Meinungsverschiedenheiten wurde „Irrlehre“ und „rechter

Glaube“, aus moralischen Fragen wurden Himmel und Hölle.

Es scheint mir daher gar nicht so schlecht, wie es vielleicht eingangs

geklungen hat, dass wir die großen Feste, in denen es darum geht, dass

nichts mehr ist, wie es war, nach Möglichkeit wie immer feiern, weil es uns

auf den Grund von Gottes Zuwendung zu uns zurückführt, nämlich die

Zuwendung zum „Anderen“ im Sinne von geistvoller Grenzüberschreitung

anstatt geistlosen Mauerbaus. Was so einfach formuliert ist, ist natürlich in

der Praxis schwer, weil zum Überwinden von Grenzen zwei Seiten gehören,

und der Geist der Verständigung natürlich immer dem Spott als naiv oder

benebelt ausgesetzt ist. Zu einfältig vorgetragen, kann er das durchaus sein

in einer Welt, in der die Unterschiede sehr viel stärker ausgeprägt scheinen

als der Gleichheitsgrundsatz.

Aber die Alternative zum Geist der Verständigung ist eine zersplitterte

Menschheit mit all den Zumutungen, die wir als Realität bezeichnen.

Und dagegen, dass die sog. Realität wirkmächtiger sein soll als Gottes

Grenzüberschreitungen, gibt es ein tiefes menschliches Misstrauen, das sich

im gefühlten Niedergang eben der Realität (der Werte, der Währung, der

Sicherheit, der Kultur, der Bildung....etc.) seit Beginn der Geschichte in uns

verankert hat. Restlos zufrieden ist kaum einer mit dem, wie es ist, ob nun in

echt oder nur wahrgenommen.

Deswegen ist es ausgesprochen heilsam, immer wieder und wie immer,

wie an diesem Pfingstfest, zu feiern, dass, wo Gottes Geist in und zwischen

Menschen weht, nichts bleibt wie es ist.

In sehr praktischer Weise wird in unseren beiden christlichen Gemeinden nach

diesem Sommer sich manches verändern, wenn auch nicht aus pfingstlichen

Gründen:

Gemeindereferentin Anja Funk beendet nach fünf Jahren ihren Dienst in

der katholischen Emmausgemeinde und tritt eine neue Stelle in ein einer

Gemeinde in Kiel an. In diesen fünf Jahren hat sie nicht nur mit der Gemeinde

den Namen gefunden, der von den Jüngern erzählt, die den Auferstandenen

zwar nicht erkennen, sich aber von ihm für Gottes Wort entflammen („brannte

nicht unser Herz?“) lassen. Sie hat auch unsere evangelische Gemeinde

entscheidend mitgeprägt, weil wir fast alle unsere Aktivitäten entweder

gemeinsam durchgeführt haben oder ausdrücklich für die Angehörigen der

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anderen Konfessionen (es gibt ja auch orthodoxe und anglikanische Christen

unter uns) offen gemacht haben. Die ökumenischen Gottesdienste auf

Farmen, in der Handelskammer, der Deutsche Schule oder der Blauen Halle

der deutschen Botschaft waren immer Feste von zwar zwei Gemeinden, aber

letztlich einer Gemeinschaft.

Anja Funks Herz brannte für die Seelsorge und sie hat sich dabei Menschen

in Not zu helfen immer bis an die Grenze der Belastbarkeit eingesetzt. Die

Gefahr, in die man gerät, wenn man nicht fragt wie spät es ist oder wie lange

es dauert zu helfen, ist natürlich, dass solcher Einsatz ausgenutzt wird. Und

auch das ist gelegentlich vorgekommen, ohne dass Anja Funk die Konsequenz

gezogen hätte, ihre Hilfe zu verweigern.

Immer hat sie Ideen aufgegriffen, die an sie herangetragen wurden, so

die Bastelnachmittage für Kinder, die Unity Suppers, Anregungen für die

Integration von Kindern und jungen Familien ins Gemeindeleben.

Für ihren Dienst im deutschsprachigen christlichen Leben in Neu-Delhi sei ihr

herzlich gedankt. Für den Neuanfang in Kiel wünschen pfingstgemäß beide

Gemeinden im selben Geist Gottes Segen.

Dieser letzte Wunsch ist aber nicht auf Anja Funk beschränkt, sondern gilt

allen, die in diesem Sommer Delhi verlassen und neu an einem anderen Ort

in der weiten Welt anfangen, ob nun in Nürnberg, Kiel, Berlin, Houston, Miami,

Athen, Pretoria, Boston, Edinburgh......

Er gilt allen, die in diesem Sommer hier ihre Zelte aufschlagen, verbunden

mit dem Versprechen, dass wir allen dabei helfen möchten sich hier schnell

heimisch zu fühlen.

Und er gilt schließlich uns anderen, die wir in diesem Sommer „nur“ verreisen

oder den Monsun über durcharbeiten müssen. „Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott dich fest in deiner Hand....“

In diesem Sinne,

Ihr und Euer

Joachim von Kölichen

GRUSS

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Verabschiedung Anja Funk 13.5.

Der Weggang von Gemeindereferentin Anja Funk nach fünfjährigem Wirken

in der deutschsprachigen katholischen Emmausgemeinde (die sich unter

ihrer Leitung diesen Namen gegeben hat), bedeutet auch für die evangelische

Gemeinde eine Zäsur. Viele Aktivitäten beider Gemeinden sind als gemeinsame

Initiativen aus Ideen von Gemeindegliedern entstanden, Bastelnachmittage für

Kinder, Unity Suppers, Kinderbibeltage, nicht zuletzt der Gemeindebrief. Sie

selbst hat im letzten Gemeindebrief Bilanz gezogen, am 13.5., dem Sonntag

Rogate, hat sich die evangelische Gemeinde von ihr verabschiedet und ihr

für ihre Arbeit einen unzureichenden, aber von Herzen gemeinten Dank

gesagt. Ein Kleinchor, bestehend aus Tamara Wagner, Susan Pope, Martin

Wörlein, Carsten Blaich und Nils Teufel sang die alte Weise „Delhi, ich muss

dich lassen“ mit neu entdeckten Strophen (s.u.). Katrin Schultz sprach für den

Gemeindekirchenrat bewegte und bewegende Dankesworte und wünschte

ihr für ihre neuen Aufgaben in unser aller Namen Gottes Segen und alles

erdenklich Gute in ihrer neuen Wirkungsstätte in Kiel.

Fotos: Jonathan und Nils Teufel

Innsbruck ich muss Dich lassen

(Orig.(1. Strophe): Heinrich Isaac, 1450-1517; 2.-4. Strophe altindisches

Pilgerlied, in einer Klosterbibliothek in Tamil Nadu gefunden und aus

dem Alt-Kirchentamil übersetzt von Martin Wörlein)

1. Innsbruck ich muss Dich lassen

Ich fahr dohin mein Strassen

In fremde Land dohin

Mein Freud ist mir genommen

Die ich nicht weiss bekommen

Wo ich im Elend bin

ABSCHIED

2. Delhi ich muss Dich lassen

Ich fahr dahin mein Strassen

Zur Kieler Förde hin

Die Kirch hat sich besonnen

Dass Indien mir genommen

Wenn ich in Deutschland bin

Gemeindereferentin Anja Funk

und Benedikt

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ABSCHIED

3. Auch Leid musste ich tragen

Wie alle Expats klagen

Das Wetter oft zu heiss

Strom Wasser Strassen schwierig

Behörden auch mal gierig

Es war ein hoher Preis

4. Als Trost nach manchem Leiden

Es wird auch Freundschaft bleiben

Auch wenn so Manche gehn

Nun muss Dich Gott bewahren

In all den nächsten Jahren

Bis wir uns wiedersehn.

Katrin Schultz bedankte sich im Namen des

GKR fuer fuenf Jahre Zusammenarbeit

von links: Tamara Wagnr,

Susan Pope, Martin Woerlein,

Carsten Blaich, Nils Teufel

Adam Teufel am

Klavier

Alles Gute, Anja!!

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ANKUNFT

Der neue Pfarrer der katholischen

Emmausgemeinde: Hans Cornelsen

Vorstellung Pfarrbrief Delhi – April 2012

Gerne komme ich der Bitte nach, mich Ihnen in diesem Pfarrbrief kurz

vorzustellen.

Wenn ich Ende Juni/Anfang Juli Italien verlassen werde, habe ich gut acht

Jahre in „bella Italia“ tätig sein dürfen.

Ich gehöre zum Bistum Münster, auch wenn ich gebürtiger Dortmunder bin.

Nach dem Studium der Philosophie und der Theologie (in Münster und Turin)

wurde ich im Mai 1977 zum Priester geweiht. Anschließend war ich Kaplan in

Altenberge (nahe Münster) und Recklinghausen. 1989 wurde ich Pfarrer der

Gemeinde St. Gottfried in Lünen.

Nach meiner Freistellung für den Auslandsdienst durch Bischof Dr. Lettmann

ging ich im August 2001 nach Singapur. Noch im gleichen Jahr wurde ich

gebeten, auch die deutschsprachige Gemeinde in Manila zu betreuen.

Im Juni 2004 wechselte ich nach Mailand. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits

fest, einige Monate später auch die deutschsprachige Gemeinde Ispra (Provinz

Varese) zu „übernehmen“, etwa 80 km von Mailand entfernt. So pendele ich

zwischen der Finanz- und Wirtschaftsmetropole Italiens und dem nicht ganz

unbekannten Lago Maggiore, wo es vor allem im Frühling und im Sommer

von Touristen wimmelt. Doch ich genieße es auch sehr, dort sein zu dürfen:

die Luft ist wesentlich besser und es ist deutlich weniger (Dauer-)Lärm als in

Mailand zu vernehmen.

Im Mai werden wir in beiden Gemeinden die Erstkommunionen und

Firmungen feiern - für mich die letzten großen und wichtigen Feste mit meinen

Gemeindemitgliedern.

Ich werde, so die bisherige Planung, Anfang August nach Delhi kommen

und vermutlich eine geraume Zeit aus dem Koffer leben müssen, bis mein

Container dort eintrifft. Ganz ungewohnt ist diese Situation ja nicht für mich.

Indien ist mir nicht fremd. Seit gut 20 Jahren besuche ich das Land regelmäßig.

Allerdings ist mir der Süden, vor allem Kerala, Tamil Nadu und Karnataka,

wesentlich vertrauter als der Norden. Ein guter Freund ist mir zudem der

Groß-Erzbischof von Trivandrum geworden, der mich in den 90-er Jahren

Juni / Juli / August 12 7 Langar/ yaxj


mehrmals während meines Urlaubs vertreten hat, als er in Rom studierte.

Schließlich habe ich mehrere größere und kleinere Reisen mit Mitgliedern aller

Gemeinden, in denen ich Pfarrer war und bin, nach Bombay und Südindien

gemacht. Die letzte fand Ende Dezember/Anfang Januar mit 18 Teilnehmern

statt.

Diese Gelegenheit habe ich auch dazu genutzt, um einen kleinen Blick in

Ihre Gemeinde und in die Stadt Delhi zu werfen. Zumindest vermag ich nun

zu erahnen, wohin es mich führen wird. Und so bin ich sehr gespannt auf die

neue Aufgabe, die andere Umgebung, die Atmosphäre, das Miteinander …

Bis zu unserem Kennenlernen grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen

schon jetzt erholsame und schöne Sommerferien.

Hans Cornelsen, Pfarrer

ANKUNFT

Nachtrag: Zunächst einmal: HERZLICH WILLKOMMEN, lieber Hans

Cornelsen! Wir hoffen, wir können beim Einleben und Zurechtfinden mit

Rat und Tat zur Seite stehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit! Die

Einführung von Pfarrer Hans Cornelsen in sein Amt findet im Rahmen eines

Festgottesdienstes am Sonntag, den 2.9. statt. Uhrzeit und Ort werden noch

bekanntgegeben.

Pfarrer Hans Cornelsen vor dem Dom in Mailand

Foto: Privatbesitz

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EKD

Fortbildungsseminar für Kirchenvorsteher

in Hannover

Unsere Gemeinde nahm dieses Jahr zum ersten Mal am Fortbildungsseminar

der Kirchenvorsteher der Auslandsgemeinden in Hannover teil. Es hat sich

gelohnt. Nicht nur in fachlicher Hinsicht sondern vor allem in bezug auf den

Austausch mit anderen Gemeinden. Die meisten der 43 Teilnehmer kamen aus

15 europäischen Ländern. Die 4 anderen Gemeinden sollen daher namentlich

erwähnt werden: Peking, Jakarta, Dubai und Delhi.

Spannend zu sehen waren die Unterschiede zwischen den Gemeinden:

Schwindende Mitgliederzahl da, aufwendig zu sanierende Kirchen hier, teure

Sozialprojekte manchmal auch noch und immer wieder die gleichen Leutchen,

die sich um alles kümmern. Mit diesen Themen haben wir als klassische Expat-

Gemeinde weniger zu kämpfen. Klar, es gibt immer wieder Fluktuation, und

finanziell könnten wir natürlich auch auf einem etwas weicheren und dickeren

Polster sitzen. Die aus Deutschland bekannten Herausforderungen haben

wir aber nicht und das hilft uns, als Gemeinde lebendig zu bleiben.

Thematisch kann ich das Seminar in 3 Teile trennen: Status der

Auslandsgemeinden/Finanzen, 500 Jahre Luther und Fundraising.

Luther (www.luther2017.de): 2017 feiert die EKD das 500. Jubiläum der 95

Thesen, die Luther am 31.10. 1517 an das Portal der Wittenberger Schlosskirche

genagelt hat. Für alle Evangelischen in der Welt ein bedeutsames Ereignis

und Basis unseres Glaubens. Aber wem sage ich. By the way: Es entstand

kurzzeitig ein heftiger Disput im Seminar zur Frage, wie denn „evangelisch“ ins

Englische übersetzt werden soll: Gegen „Evangelical“ haben sich die Briten

heftig, aber erfolglos gewehrt. ..

Größeren Unmut gab es dann jedoch bei der Frage der Zugehörigkeit

der evangelischen Gemeinden: Gehört Malmö noch zur EKD oder soll

die deutsche Gemeinde dort nicht doch viel eher sich der schwedischen

lutherischen Kirche angliedern und damit die EKD verlassen? Eigentlich eine

ziemlich sinnfreie Frage, solange in den Gottesdiensten deutsch gesprochen

und gepredigt wird und solange deutsche Auswanderer die Kirche tragen,

formen und finanzieren. Hintergrund der Überlegung zur Ausgliederung ist

aber die schwierige finanzielle Situation, in der sich die EKD befindet, die

die Gemeinde in Malmö eben auch finanziert. Durch Mitgliederschwund und

degressive Bevölkerungsentwicklung sprudelt das Geld nicht annähernd so

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stark in die Kasse der EKD wie noch vor Jahren. Es muss gespart werden

und Investitionen in z.B. auslandsentsandte Pfarrer werden von Faktoren wie

Lebenshaltungskosten, Pfarrergehalt, geringe Zahlungskraft der Gemeinde

(z.B. Migranten - Gemeinden), Mitversorgung anderer Orte, Verringerung

durch Mieteinnahmen oder Einnahmen aus Religionsunterricht abhängig

gemacht.

Dass deutsche Auslandsgemeinden neben ihrer Funktion als Anlaufstelle für

die Expats auch und vor allem kirchlich-evangelische Inhalte und Themen der

deutschen Amtskirche vermitteln und so zur kulturellen Vielfalt des Gastlandes

einerseits und zur Identitätsstiftung der vor Ort Lebenden beiträgt, fließt in die

Abwägung zur finanziellen Ausstattung einer Auslandsgemeinde nicht ein.

Schade, wenn der technokratische und buchhalterische Aspekt den religiösen

verdrängt. Inwieweit „Finanzen“ unsere Gemeinde betrifft, wird sich in diesem

oder im nächsten Jahr zeigen; Herr Oppenheim, unser direkter Oberhirte

würde uns gerne besuchen, auch um diesen Punkt zu diskutieren.

Fundraising. Natürlich kennt jeder Fundraising, jede Gemeinde muss es

kennen, um finanziell nicht komplett auf die EKD angewiesen zu sein. Die

Feinheiten des Mitteleinwerbens aber, die kennen die wenigsten von uns. z.B.

„Mailing/persönlicher Brief hat die höchstmögliche Spendenmotivation“ oder

„Schreibe im Fundraising-Brief den wichtigsten Punkt in das „P.S.“: Das wird

immer gelesen. Der lange Text davor nur selektiv.“ Jede Gemeinde merkte

an diesem Punkt, dass es Optimierungspotential gibt. Ein Fallstudie und die

Entwicklung konkreter Maßnahmen für eine Handvoll Gemeinden mit sehr

drängenden monetären Herausforderungen rundeten den Themenblock ab

und vervollständigten ihn.

Geendet hat das Seminar mit der Teilnahme am Sonntag am Gottesdienst

in der Evangelisch-lutherischen Marktkirche in der Altstadt von Hannover

teilgenommen. Wir konnten den Gottesdienst in Teilen geringfügig mitgestalten,

beindruckt waren diejenigen von uns ohne eigene Kirche von der großartigen

Akustik mit perfekter Orgel und hohem Raum.

Das Seminar im nächstes Jahr steht unter dem Motto „Ehrenamtliche“ statt.

Ich denke, wir sollten dabei sein.

Wer mehr zum Austausch der Auslandsgemeinden wissen will, kann sich

unter www.geistreich.de schlau machen.

Carsten Blaich

EKD

Juni / Juli / August 12 10 Langar/ yaxj


EKD

Kirchenvorsteher aus aller Welt berieten in Hannover ueber die Zukunft der Auslandsgemeinden

BIBELGESPRÄCHSABENDE

Schon länger gab es Anfragen aus der Gemeinde, doch ein zusätzliches

geistliches Angebot zu machen wie einen Bibelgesprächs- bzw. Gebets- oder

Hauskreis. Ähnliches hatte es in der Vergangenheit schon gegeben, war aber

nach dem Wegzug von tragenden Personen wieder eingestellt worden.

Seit dem 8.5. versuchen wir es wieder, diesmal abends, um Berufstätigen die

Teilnahme zu ermöglichen. Eventuell sogar während der Ferien, ansonsten

aber im zweiwöchigen Abstand dienstags um 19.30 Uhr. Wir fangen im

evangelischen Pfarrhaus an, aber eventuell zieht der Kreis später in ein

Privathaus um. Falls er in den Ferien nicht stattfindet, beginnt er am 31.7.

wieder.

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Konfirmanden-Firmausflug 16./17.3

Wie schon im Dezember, so trafen sich auch im März die Konfirmanden

und Firmbewerber zu einem gemeinsamen Koch-, Spiel- und Filmabend im

katholischen Gemeindehaus. Vorher besuchten sie das Sunshine Projekt

von Herrn Kuku Arora, indem sich schon viele aus der deutschen community

engagiert haben durch Fundraising oder Spenden (oft lange über ihre Zeit

in Delhi hinaus) oder andere ehrenamtliche Mitarbeit, wie Englischunterricht

oder Hausaufgabenbetreung.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen fuhren sie nach Tikli Bottom, wo

sie in idyllischer Umgebung ihre Konfirmations- bzw. Firmkerzen gestalten

konnten. Da die Betreiber des Resorts Tikli Bottom, Annie und Martin Howard,

auch eine Schule für die Kinder der drei umliegenden Dörfer ausschließlich

auf Spendenbasis unterhalten, beschlossen die Konfirmanden die Kollekte

bei der Konfirmation dieser Schule zukommen zu lassen und freuten sich,

dass sie am Ostersonntag den Howards INR 22.000 übergeben konnten.

Bilder: Anja Funk und Joachim v. Kölichen

GEMEINDEJUGEND

Die Sunshine Kids freuten sich ueber den Besuch

der Konfirmanden und der Firmbewerberin

Suchbild: finde vier Konfirmanden und eine

Firmbewerberin

Juni / Juli / August 12 12 Langar/ yaxj


GEMEINDEJUGEND

In idyllischer Umgebung

nach ausgiebigem Essen

wurden die Kerzen fuer die Konfirmation und die Firmung verziert

Juni / Juli / August 12 13 Langar/ yaxj


Termine Juni bis August 2012

der kath. Emmaus-Gemeinde und der

evang. Gemeinde

Juni 2012 (Monatsspruch: “Durch Gottes Gnade

bin ich, was ich bin.” 1.Kor 15,10)

Tag Zeit Ereignis

Sa. 02. 18.00 Gottesdienst in Mumbai

So. 03. 10.30 Kath. Eucharistiefeier mit Verabschiedung

von Gemeindereferentin Anja Funk

Fr. 08.

Letzter Schultag an der DSND; Sommerferien

bis 12.8.

Fr. 08.

Evang. Pfarramt nicht besetzt bis 19.7.; in

dringenden Fällen können sie Pfarrer von

Kölichen unter seiner email

jvkoelichen@yahoo.co.uk oder der deutschen

Mobilnummer +49 (0)151 5303 5807

erreichen

Fr.08. –

Fr. 06.7.

KALENDER

Kath. Pfarramt besetzt; danach vakant bis zur

Ankunft von Pfarrer Hans Cornelsen

Juli 2012 (Monatsspruch: “Mit welchem Maß ihr

messt, wird man euch wieder messen.” Mk 4,24)

Do. 19.

Evang. Pfarramt wieder besetzt

Ab. 7.7.

Kath. Pfarramt vakant;

bis Mitte

August

So. 29. 10.30 Evang. Gottesdienst mit Abendmahl in

der GIZ B5/2 Safdarjung Enclave (an der

Africa Avenue)

Di. 31. 19.30 Bibelgesprächskreis

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KALENDER

August 2012 (Monatsspruch: “Gott heilt, die

zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre

Wunden.” Ps 147,3)

Fr.10. 10.00 Freitagsgruppe

So. 12. 10.30 Evang. Gottesdienst in der GIZ, B 5/2

Safdarjung Enclave (an der Africa

Avenue)

Di. 14. 19.30 Bibelgesprächskreis

Do. 23. 19.30 Unity Supper im evang. Gemeindehaus

Fr. 24. 10.00 Freitagsgruppe

Fr. 24. 16.00 Swagatgruppe

Sa. 25. 18.00 Willkommensabend der beiden

Kirchengemeinden für neu Hinzugezogene

und aus dem Urlaub Zurückgekehrte in der

DSND

So. 26. 10.30 Evang. Gottesdienst

Mo. 27. 19.30 Konfirmandenelternabend

Di. 28. 19.30 Bibelgesprächskreis

So. 2.9. Ort und Einführungsgottesdienst Pfarrer Hans

Zeit t.b.a. Cornelsen

So. 9.9. 10.30 Evang. Gottesdienst

Kindergottesdienst in der evangelischen Kirche

Es gibt ihn wieder! Kindergottesdienst oder Kinderkirche, wie es

oft auch heißt. Seit dem 29.1. hat ein Team, bestehend aus

Rebekka Widmayer, Tamara Wagner und Christine Aulbach

diesen oft geäußerten Wunsch in die Tat umgesetzt und bietet

ihn parallel zum Gottesdienst an. Wir freuen uns über dieses

Engagement und so müssen sich die Kinder nicht mehr

während laaaanger Predigten laaaaaaangweilen, sondern

können mit spielerischen Mitteln sich biblischen Geschichten

nähern. Kommt zahlreich, macht mit!

Einführung Pfarrer Hans Cornelsen am 2.9..

Ort und Uhrzeit werden noch gesondert bekanntgegeben,

aber merken Sie sich den Termin schon einmal vor!

Juni / Juli / August 12 15 Langar/ yaxj


Kinderfest „Einmal(ich)!“ am 28.4. in der DSND

Einmal(ich)! So lautete das Motto des Kinderbibelnachmittages am

28. April.

Im Mittelpunkt des Kinderfestes stand zu entdecken, dass Gott jeden von uns

einmalig geschaffen hat, und dass er ein Leben lang eine Beziehung mit und

zu uns möchte.

Alle Gruppen haben sich mit der Geschichte von Punchinello (Max Lucado)

auseinander gesetzt. Punchinello war traurig, weil er von den anderen

Holzpuppen um ihn herum nur schlecht bewertet wurde. Erst als er seinen

Schnitzer Eli kennen lernt, ändert sich sein Leben. Eli macht ihm klar, dass

es nur darauf ankommt, was er denkt, und er sagt kipp und klar, dass jeder

einmalig ist!

Die Kleinsten haben in der Gruppe selber aus Holzlöffeln Puppen gebastelt.

Das Ergebnis war einmalig! Die Mittlere Gruppe hat zusätzlich zur Geschichte

noch Psalm 139 vertieft, es wurden Lesezeichen gebastelt und jedes Kind

hat einen kleinen Spiegel bekommen. In der Gruppe der Ältesten ging es bei

Spielen heiß her, und anschließend gab es einen Austausch darüber, ob man

sich auch schon mal wie Punchinello gefühlt hat, und wie man eine Beziehung

zu unserem Schöpfer gestalten kann.

Zum Abschluss des Tages gab es einen kleinen Überblick für die Eltern, und

beim Lied „Ja Gott hat alle Kinder lieb“ war zu spüren, dass viele kleine Herzen

richtig fröhlich waren!

Ein Dankeschön gilt dem Elternbeirat und der Evang. Kirchengemeinde

für die finanzielle Unterstützung und der DSND für die Bereitstellung der

Räumlichkeiten!

Rebekka Widmayer

KINDERSEITEN

bunt war das Treiben der vielen Kinder (ueber 50 Anmeldungen!!!) Leider liessen sich die Bilder nicht

groesser abdrucken, sodass diese Einblicke nur einen Abglanz des Festes zeigen.

Juni / Juli / August 12 16 Langar/ yaxj


KINDERSEITEN

Juni / Juli / August 12 17 Langar/ yaxj


KONFIRMATION

Ostern ist seit frühesten Zeiten der Kirchengeschichte DAS Taufdatum, weil die

Auferstehung die frohe Botschaft des Sieges über den Tod und ein neues Leben in

einer neuen Schöpfung verkündet. Das Eintauchen in das Wasser und Auftauchen aus

ihm symbolisieren den Gang von Karfreitag (Tod) zu Ostersonntag (neues Leben), wie

Paulus es im Römerbrief im 6. Kapitel beschreibt: „3 Oder wisst ihr nicht, dass alle, die

wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit

ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den

Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

Welch passenderen Termin könnte es also für die Konfirmation geben, die mit dem

„Ja“ der Jugendlichen zu ihrer Taufe und dem Bekenntnis zum Leben schaffenden,

erlösenden und heiligenden Gott, die Taufe gleichsam abschließt?

Nina Latteier, Yasmin Ledder, Merle Scholz und Adam Teufel sagten am

Ostersonntag „ja“ und sind nun konfirmierte Gemeindeglieder. Die Vorsitzende

des Gemeindekirchenrates Christine Aulbach hieß die Konfirmierten als mündige

Christinnen und mündigen Christen in der Gemeinde willkommen.

Der Festgottesdienst fand auf der Farm von Familie Arnhold statt, der hier noch einmal

herzlich gedankt sei für diese enorme Gastfreundschaft, da ein Farmgottesdienst mit

Auf- und Abbau, Organisation von Technik und nicht zuletzt dem Auftauchen einer

erfreulich großen Gemeinde mit viel Arbeit über ein ganzes Wochenende verbunden

ist.

Die Konfirmandeneltern sorgten für ein festliches Apéro nach dem Gottesdienst und

musikalisch wurde die Gemeinde von Elvira Ginsbach und Adam und Jonathan Teufel

durch den Gottesdienst geführt. Herzlichen Dank dafür!

Bilder machte Gunther Arnhold (mit der erprobten Kamera von Nils Teufel)

“Wir wollen alle froehlich sein” - die Gemeine singt sich warm

Juni / Juli / August 12 18 Langar/ yaxj


KONFIRMATION

Adam Teufel und Yasmin Ledder

Merle Scholz und Nina Latteier

Es wird ernst: Einzug mit dem Gemeindekirchenrat

Joanathan Teufel, Saxophon

Elvira Ginsbach, Klavier

Juni / Juli / August 12 19 Langar/ yaxj


KONFIRMATION

Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Christine Aulbach, begruesst die Konfirmierten als muendige

Christinnen und Christen und wuensht ihnen, dass sie in der Gemeinde eine Heimat finden

Konfirmandenunterricht 2012-2013

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres beginnt auch wieder ein neuer

Konfirmationsvorbereitungskurs. Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren

sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen. Damit wir einen Überblick

über die Zahl der Interessenten gewinnen, sind alle Eltern, die überlegen

ihren Sohn oder ihre Tochter anzumelden, herzlich eingeladen zu einem

ersten Konfirmandenelternabend am Montag, den 27.8. um 19.30 Uhr

ins evangelische Pfarrhaus A 11/19 Vasant Vihar. Bei dieser Gelegenheit

legen wir die Zeiten für den Konfirmandenunterricht fest und suchen schon

einmal nach einem geeigneten Konfirmationstermin im nächsten Frühjahr.

Bitte machen Sie auch neu Zugezogene auf dieses Angebot aufmerksam, da

nicht jede neue Familie gleich im Pfarramt bekannt ist.

Juni / Juli / August 12 20 Langar/ yaxj


FIRMUNG

Firmung am 29.4.2012

Allein unter Frauen

So oder so ähnlich könnte ich jetzt schreiben, aber das wäre langweilig, denn

darum ging es ja nicht und außerdem wäre dann gleich klar, wer den Text hier

geschrieben hat.

In den vergangenen Monaten wurden wir auf die Firmung vorbereitet, das

heißt - wir haben uns auf die Firmung vorbereitet unter Anleitung von Frau

Funk. Wir, das sind Elisabeth, Elvira, Dominik, Freya, Freya, Laura, Maria,

Meike und Viola.

Themen, die wir besprachen, waren: Warum gehe ich zur Firmung? Was

bedeutet Firmung? Das Vaterunser/ Glaubensbekenntnis spielte immer

wieder eine Rolle. Und wir haben übernachtet. 1 mal bei uns, 1 mal in der

evangelischen Gemeinde, denn die Konfirmanden waren dabei. Aber das hat

uns nicht motiviert, evangelisch zu werden. Nachdem alle geschlafen haben,

hat der Verfasser und ein ausgewählter Kreis Filme ab 12oderso geguckt.

Das muss jetzt aber keiner wissen.

Auja, und in Tikli Bottom, waren wir natürlich auch, zusammen mit den

Konfirmanden. Ein schöner Ausflug, auf dem wir zwischen Essen, Schwimmen

und Diskussionen unsere Firmkerzen verziert haben. Adam und ich sind auf

den Berg geklettert, um kurz danach wieder runterzugehen.

Und plötzlich war die Firmung da. Heiß, voller Verwandter und extra

eingeflogener Firmpaten, wir mussten 3-sprachig erklären, was Firmung

bedeutet und Bischof Jakob, Pater Leo und Frau Funk sowie die

Kirchenbesucher begrüßen. 6 Eltern haben für uns schöne englische uralte

Weisen gesungen, von denen ich nicht viel verstand, die aber wie gesagt

schön waren. Bei der Firmung legten uns die Firmpaten die Hand auf die

Schulter und sagten unseren Namen. Das war noch einfach. Schwieriger war

dann schon das Backe-Streicheln. Ich war mir nicht zu 100% sicher, ob der

gute Herr Bischof uns nicht doch noch eine Backpfeife gibt wie in früheren

Zeiten – als Erinnerung an die Firmung. Das Salböl auf der Stirn ist erst beim

anschließenden Empfang draußen in die Augen geschmolzen. Nach lecker

Essen und S E K T sind dann alle auseinandergegangen. Und ich mit der

Gewissheit:

Jetzt ist gut, jetzt gehöre ich dazu, jetzt bin ich gefirmt.

Dominik Blaich, gefirmt und nicht mehr allein unter Frauen

Fotos: Nils Teufel

Juni / Juli / August 12 21 Langar/ yaxj


FIRMUNG

Bischof, Father, Gemeindereferentin, Gefirmte und

Ministranten - die Hauptpersonen des Festgottesdienses

Fathr Leo und Bischof

Jacob

Die Gemeine bereitet sich auf den Einzug der

Firmbewerber vor

Jonathan und Adam Teufel und Philipp

Blaich begleiteten die Gemeinde

Juni / Juli / August 12 22 Langar/ yaxj


FIRMUNG

von links: Viola Csurgay, Freya Russ,

Maria Hofmann, Freya Bonenberger

Dominik Blaich - allein mit Frauen

und der Hand des Bischofs

Laura Ginsbach, Elisabeth von Alvensleben, Maike Herzog, Elvira

Ginsbach

von links: Carolin Remy, Susan Pope, Gina Blaich, Martin Woerlein, Carsten Blaich, Nils Teufel

Juni / Juli / August 12 23 Langar/ yaxj


PSALM 121

Ein Gott, der niemals ruht

Wenn es uns gut geht, wenn wir wütend oder traurig sind, dann schalten viele

ihre Lieblingsmusik ein, um zu träumen, sich zu beruhigen oder einfach nur

abzuschalten. Wer dann noch alleine ist oder eine gute Stimme hat singt so

manches Lied je nach Stimmung mit.

Die Forschung hat herausgefunden, dass die Menschen im Laufe ihrer

Geschichte sich schon in den Anfängen musikalisch betätigten oder

ausdrückten. Manche Forschungen gehen soweit, dass sie annehmen, dass

die Menschen bevor sie gesprochen haben, sich singend verständigt haben.

Musik und Gesang gehört somit untrennbar zum Menschsein dazu.

Auch in der Bibel stoßen wir auf eine umfangreiche Sammlung an Liedern, die

instrumental unterlegt wurden. Im Alten Testament (AT) findet sich das kleine

Buch der Psalmen: 150 Gedichte und Lieder, 150 Bekenntnisse unseres

Glaubens, 150 Ausdrücke der Angst, Verzweiflung, Sehnsucht nach Gott,

aber auch Todesnot.

Die Psalmen sind somit mehr, als nur ein Buch. Die Psalmen geben lebendig

wieder, was die Menschen seit je her beschäftigt und in Beschlag nimmt

(Liebe, Angst, Verfolgung, Verzweiflung, Schöpfung, Gottes Nähe und Ferne).

Wer die Psalmen aufmerksam liest oder betet, wird auch das eigene Leben

in ihnen wiederfinden. Von der Aktualität haben die Psalmen auch nach 3.000

Jahren nichts eingebüßt.

Der Wächter Israels

Der Psalm 121 soll uns durch die folgenden Gedanken begleiten.

121 1 [Ein Wallfahrtslied.]

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: /

Woher kommt mir Hilfe?

2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, /

der Himmel und Erde gemacht hat.

3 Er lässt deinen Fuß nicht wanken; /

er, der dich behütet, schläft nicht.

4 Nein, der Hüter Israels /

schläft und schlummert nicht.

5 Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; /

er steht dir zur Seite.

Juni / Juli / August 12 24 Langar/ yaxj


PSALM 121

6 Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden /

noch der Mond in der Nacht.

7 Der Herr behüte dich vor allem Bösen, /

er behüte dein Leben.

8 Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, /

von nun an bis in Ewigkeit.

Ein Mensch sucht nach Hilfe – sein flehentlicher Ruf beantwortet er schnell

selbst – denn er weiß, seine Hilfe kommt von DEM, der alles erschaffen hat.

Wovor sollte man sich da noch fürchten? Mut machende Worte folgen: Dein

Fuß wird nicht wanken! Dein Behüter wird nicht müde, auf DICH zu achten!

ER ist der Schattenspender – ER steht DIR zur Seite! Vor allem will der HERR

DICH bewahren!

Wenn sich einige von uns in den kommenden Tagen und Wochen von den

Gemeinden und Freunden hier in Delhi verabschieden müssen, so soll uns

der Psalm 121 Wegweiser und –begleiter sein.

Neues, unbekanntes erwartet uns. Was mag sich zuhause verändert haben?

Welche neuen Erlebnisse warten in der zukünftigen Stadt auf uns? Neu zu

beginnen kann spannen und beängstigend zugleich sein.

Wir dürfen in diesen Situationen, wie der Psalmist, unsere Augen zu Gott

erheben – von IHM Hilfe erbitten und erhoffen. ER wird auf jede/n von uns

achten, im Neuanfang stärken und unsere Schritte leiten.

Dieser Zuspruch gilt gleichwohl auch all jenen, die neu in Delhi anfangen

bzw. angefangen haben. Besonders meinem Nachfolger, Pfarrer Hans

Cornelsen, wünsche ich einen guten Anfang und Einstieg in die Gemeinde

und (ökumenische) Gemeinschaft.

Nur MUT! Gott ist bei uns. Gott ist bereits dort, wo wir erst noch ankommen

müssen.

Gott segne uns unseren (Neu-) Anfang.

Das wünscht sich und Ihnen/Euch,

Anja Funk

Juni / Juli / August 12 25 Langar/ yaxj


ANMELDUNG

Ich möchte in die Liste der Deutschsprachigen Katholischen Emmaus-

Gemeinde in Neu Delhi aufgenommen werden.

Vor- und Nachname: _______________________________________________

Geburtsdatum: ___________________ Konfession: _____________________

Ehepartner/in: ___________________________________________________

Ehepartner/in: Geb.Dat.: _______________Konfession: _________________

In Neu Delhi seit: _________________________________________________

Kinder:

KATHOLISCHE EMMAUS GEMEINDE

Vorname: __________________ Geb.dat.: ___________Konfession:________

Vorname: __________________ Geb.dat.: ___________Konfession:________

Vorname: __________________Geb.dat.: ___________Konfession:________

Adresse: ________________________________________________________

________________________________________________________________

E-Mail: _________________________________________________________

Tel: privat: ______________________ Mobil: __________________________

Neu Delhi, __________________ Unterschrift: _________________________

Bitte geben Sie Ihre Anmeldung im Anschluss an einen Gottesdienst bei

uns ab oder schicken sie an folgende Adresse:

Germanspeaking catholic Church

F 4/12, Vasant Vihar, New Delhi – 110057

Liste für die deutschsprachige katholische Emmaus-Gemeinde

In den vergangenen Monaten haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es

sinnvoll erscheint, neben dem ökumenischen Gemeindebrief immer wieder auch per Mail auf

verschiedene Veranstaltungen hinzuweisen.

Gerne würden wir für diesen Zweck eine Gemeindeliste anfertigen, in denen vor allem die

E-Mail Adressen aufgeführt werden.

Sollten Sie neu in Delhi angekommen sein oder auch schon länger zur Gemeinde gehören und

gerne in die Datei der Gemeinde aufgenommen werden möchten, füllen Sie bitte die beigefügte

Anmeldung aus. Wir würden uns freuen, Sie noch besser über verschiedene Veranstaltungen

der Gemeinde informieren und einladen zu können.

Juni / Juli / August 12 26 Langar/ yaxj


EVANG. GEMEINDE

An die Deutschsprachige Protestantische

Kirchengemeinde Nordindien

A – 11/19, Vasant Vihar, New Delhi 110 057

Vor– und Nachname: _____________________________________

Geboren am: _____________________________________

Adresse/Tel.: _____________________________________

Email: __________________________________________

Ich möchte Mitglied der Deutschsprachigen Protestantischen Kirchengemeinde

Nordindien werden.

Ich erkläre mich bereit einen Beitrag von

__________ Rs /Euro monatlich/ jährlich zu leisten.

Konto für Daueraufträge und Überweisungen:

“Deutschspr. Prot. Kirch. Gem. Nordindien” bei der Bank für KD Bank, Konto–

Nr. 10 11719 011, BLZ 350 601 90.

Konto BIC GENODED1DKD und IBAN: DE17 3506 1090 1011 7190 11

________________

Ort, Datum

_____________________________

Unterschrift

Folgende Familienmitglieder möchten auch der Gemeinde angehören:

Namen

Geburtsdatum

_______________________________________ ___________

_______________________________________ ___________

_______________________________________ ___________

_______________________________________ ___________

_______________________________________ ___________

_______________________________________ ___________

Juni / Juli / August 12 27 Langar/ yaxj


KONTAKT

Deutschsprachige Protestantische Kirchengemeinde Nordindien

A-11/19, Vasant Vihar, New Delhi 110 057

WEBSITE : www.evangdelhi.de

E-Mail : jvkoelichen@yahoo.co.uk

Pfarrer Joachim von Kölichen 0091-11-46049627

9873937589

Bankverbindung :

“Deutschsprachige Protestantische Kirchengemeinde Nordindien”

KD Bank, Duisburg

Konto-Nr. 10 11719 011; BLZ 350 601 90

Konto BIC GENODED1DKD und IBAN: DE17 3506 1090 1011 7190 11

Patenschaftskonto fuer die Sunshine Kids: Kto 1011719020; BLZ 350 601 90

Deutschsprachige Katholische Emmausgemeinde Neu-Delhi

Germanspeaking Catholic Church

F4/12, Vasant Vihar

New Delhi 110057

Telefon:

Anja Funk, Gemeindereferentin

(bis Ende Juni)

0091- 11- 4166 9134 Büro

0091 – 9873 9187 92 Mobile

E-mail:funkanja@web.de

Pfarrer Hans Cornelsen (ab Mitte August)

Impressum

“Langar” heisst “Der Anker” und erscheint in einer Auflage von 700 Exemplaren, die

vor allem an deutschsprachige Haushalte in Delhi, Kolkata, Mumbai, Pune, Goa,

Chennai, Bangalore, Dhaka und Kathmandu verschickt werden.

Herausgeber :

Deutschsprachige Protestantische Kirchengemeinde Nordindien und katholische

Emmausgemeinde New Delhi.

Verantwortlich für Layout und Inhalt : Joachim von Kölichen und Anja Funk.

Printed at Archana, Ph.: 26810747 / 48

Juni / Juli / August 12 28 Langar/ yaxj


Willkommen zum Willkommensabend!!!

Falls Sie neu in Neu-Delhi sind, aber auch wenn Sie schon lange

hier sind und sich gut auskennen, sind Sie herzlich eingeladen

zum

Willkommensabend am 25.08.12 um

18.00 in die Deutsche Schule

(DSND, 2, Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi,

110021)

Dort ist Gelegenheit Informationen zu bekommen über

verschiedene Institutionen hier in Delhi. Darüberhinaus soll es eine

Gelegenheit sein, dass sich neue und erfahrene Bewohner der

Stadt kennen lernen, sich austauschen, gemütlich plaudern und

etwas essen und trinken. (Auch wenn es in der Schule ist: alle

sind eingeladen, nicht nur die, die Kinder in der Schule

haben!)

Veranstalter:

Deutschsprachige Katholische Emmausgemeinde New Delhi,

vertreten durch den Pfarrgemeinderat

Deutschsprachige Protestantische Kirchengemeinde

Nordindien, vertreten durch den Gemeindekirchenrat und Pfarrer

Joachim v. Kölichen, Tel. 46049627, jvkoelichen@yahoo.co.uk


Und nun: Ihnen und Euch allen einen erholsamen,

erfrischenden Sommer!

www.archanapress.com

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