PDF: 1,8 MB - Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein

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PDF: 1,8 MB - Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein

Programm 2013|14

hörgenuss in sichtweite:

deutsche kammerakademie neuss am rhein

„Tastentiger“


DIE VIELEN FARBEN DER MUSIK

Die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein und Chefdirigent Lavard Skou Larsen haben

wieder ein spannendes Programm erarbeitet, welches vom Barock bis in die Gegenwart einen

farbenreichen Bogen spannt. Große Klavierkonzerte der Klassik und Romantik, interpretiert

von internationalen Solistinnen und Solisten, von Nicola Frisardi, Ottavia Maceratini und Henri

Sigfridsson, ziehen sich durch den Reigen der Konzerte. Wir freuen uns auf unsere liebevoll

genannten „Tastentiger“.

Mit Streicherzauber wird dem Jahresregenten Richard Wagner gratuliert. Neben Meisterwerken

der Wiener Klassik gilt ein besonderer Fokus diesmal der Musik aus Großbritannien, die in

unseren Breitengraden viel zu wenig bekannt ist. Erleben Sie brillante Musik von Gustav Holst,

John Foulds, Malcolm Arnold, Benjamin Britten – auch er 2013 ein Jahresregent! –, Frank Bridge

und William Walton, genießen Sie die Vitalität und elegante Folklore-Verbundenheit dieser

Kostbarkeiten. Die Barockmeister Henry Purcell und Händel, häufiger in unseren Spielplänen,

bilden dazu gleichsam das Fundament.

Martin Jakubeit

Orchestermanager

Dass Musik des 20. Jahrhunderts schön und berührend sein kann, beweisen nicht nur die

Briten, sondern auch Arthur Honegger, der US-Amerikaner Aaron Copland, der Luxemburger

Alexander Müllenbach und der Este Arvo Pärt – so wird dieser abwechslungsreiche und dennoch

in sich stimmige Zyklus auch zu einer musikalischen Weltreise in der ersten Klasse!

Chefdirigent

Lavard Skou Larsen

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Grusswort Bürgermeister

Grusswort

Mehrfach wurde unsere Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein in der letzten Spielzeit mit

großem Lob bedacht: „Kammerakademie begeistert im Zeughaus“ oder „Glänzende Technik, schillernder

Ausdruck“ sind nur wenige Beispiele für die überschwänglich positiven Rezensionen über die Konzerte

und CD-Produktionen unseres Orchesters. Gleich zwei dieser CD-Aufnahmen wurden im letzten Jahr bei

dem renommierten Label cpo veröffentlicht und von der nationalen und internationalen Fachpresse

mit Bestnoten ausgezeichnet.

Mit großem Interesse verfolge ich die Entwicklung und freue mich, dass die Kammerakademie neben

den vielen regionalen Gastspielen auch international erfolgreich ist. Erst im Frühjahr 2013 gastierte

das Ensemble im Théâtre des Champs-Elysées mit dem Weltstar Juan Diego Flórez.

Besonders aber freue ich mich über den stetig wachsenden Erfolg der spannenden und einfallsreichen

Konzertreihe im Neusser Zeughaus. In der vergangenen Saison bescherten Sie, liebe Konzertfreunde,

der Kammerakademie die höchsten Abonnentenzahlen seit Beginn der Reihe.

Das neue Saisonprogramm verspricht wieder begeisternde Konzerte und abwechslungsreiche Stunden

in der einmaligen Atmosphäre des Neusser Zeughauses. Ich wünsche Ihnen, dem Orchester und Chefdirigent

Lavard Skou Larsen eine erfolgreiche Konzertsaison.

Herbert Napp

Bürgermeister der Stadt Neuss

Von Victor Hugo stammt der Satz: „Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen

unmöglich ist.“ Dieser Maxime folgt die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein auch mit ihrem neuen Jahresprogramm

für die Spielzeit 2013/2014. Sie dürfen sich wieder auf eine abwechslungsreiche und spannende Konzertsaison

freuen.

Ausverkaufte Konzerte bei den „Heimspielen“ im Neusser Zeughaus und die erfolgreichen Gastauftritte im In- und

Ausland zeigen deutlich: Das Orchester genießt unter Musikfreunden einen exzellenten Ruf. Darüber freuen wir uns

sehr, da die Sparkasse Neuss bereits seit rund 30 Jahren zu den Unterstützern der DKN zählt. Die Entwicklung zu

einem anerkannten und herausragenden Ensemble ist eine tolle Bestätigung unseres langjährigen Engagements.

„Menschen erfolgreich machen“ lautet die Unternehmensvision der Sparkasse Neuss – und mit Fördermaßnahmen

wie der für die dkn erfüllen wir diese Vision mit Leben. Die Sparkasse und ihre 7 Stiftungen setzen sich mit Leidenschaft

für den Erhalt der Lebensqualität in unserer Region ein und unterstützen Menschen, Vereine und zahlreiche

Projekte im Rhein-Kreis Neuss.

Unser Engagement für die Deutsche Kammerakademie Neuss lohnt sich – davon wird Sie ein Konzertbesuch überzeugen.

Dem Orchester unter der künstlerischen Leitung von Lavard Skou Larsen wünsche ich eine erfolgreiche

Spielzeit und allen Besucherinnen und Besuchern faszinierende Konzerte mit zahlreichen unvergesslichen Momenten.

Michael Schmuck

Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Neuss

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Abonnementkonzerte der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein 2013|14

1. Abonnementkonzert

13. Oktober 2013, 18 Uhr, Zeughaus

Alles Gute zum Geburtstag, Richard Wagner!

Klavier: Nicola Frisardi

Leitung: Lavard Skou Larsen

2. Abonnementkonzert

17. November 2013, 18 Uhr, Zeughaus

Ohne Dissonanz keine Harmonie

Klavier: Ottavia Maria Maceratini

Leitung: Lavard Skou Larsen

3. Abonnementkonzert

9. Februar 2014, 11 Uhr, Zeughaus

Flautomagie

Flöte: Ruth Legelli

Englischhorn: Ulrich Ehret

Leitung: Lavard Skou Larsen

Die deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein – Hörgenuss in Sichtweite

v.l.n.r. Jovana Stojanovic, Aya Muraki, Nazli Giglberger, Milan Vrsajkov, Andres Mehne, Xandi van Dijk, Salma Sadek, Fenella Humphreys, Stefanie Dietz, Clara Trullén, Ralf-Jörn

Köster, Teemu Myöhänen, Lavard Skou Larsen (sitzend), Klaus Liebetrau, Milan Milojicic, Damir Orascanin, Petra Wolff, Yana Gottheil, Vilmos Buza, Hyun-Jung Kim, Heike Schuch

4. Abonnementkonzert

16. März 2014, 11 Uhr, Zeughaus

Tonali Preisträgerkonzert

Leitung: Florian Donderer

Sonderkonzerte

8. Dezember 2013, 18 Uhr, Zeughaus

Weihnachtskonzert

Klavier: Matthias Kirschnereit

Leitung: Lavard Skou Larsen

5. Abonnementkonzert

6. April 2014, 18 Uhr, Zeughaus

Besinnliches

Leitung: Lavard Skou Larsen

12. Januar 2014, 11 Uhr, Stadthalle

Neujahrskonzert der Stadt Neuss

Leitung: Lavard Skou Larsen

(gesonderter Kartenverkauf)

6. Abonnementkonzert

18. Mai 2014, 18 Uhr, Zeughaus

Licht des Nordens

Klavier: Henri Sigfridsson

Leitung: Lavard Skou Larsen

24. März 2014

Abonnenten-Exklusiv-Konzert

Stipendiaten der Kammerakademie

(Abonnenten erhalten eine separate Einladung)


13. Oktober 2013

18 Uhr, Zeughaus

1. Abonnementkonzert

Konzerteinführung 17.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

Jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn bieten wir Ihnen im oberen Foyer des Zeughauses eine Konzerteinführung

mit Dr. Matthias Corvin. Diese Einführungen sind kostenlos.

Alles Gute zum Geburtstag, Richard Wagner!

Abonnementkonzerte 2013|14

Richard Wagner „Karfreitagszauber“ aus Parsifal

(Bearbeitung für Streicher von

Werner Thomas-Mifune)

Anton Bruckner Adagio

aus dem Streichquintett F-Dur

Richard Wagner

Vorspiel zu „Tristan und Isolde“

(Bearbeitung für Streicher von Sebastian Gürtler)

Frédéric Chopin

Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll

Klavier

Nicola Frisardi

Leitung

Lavard Skou Larsen

Richard Wagner, dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 200. Mal jährt, gehört zu den zwiespältigsten

und umstrittensten Figuren der Kunstgeschichte. „Ihr habt meine Werke – lasst mir meine

Torheiten“ hat er einmal geschrieben, und daran sollte man sich halten. Unbestreitbar ist, dass

dieser maßlos deutsche Feuerkopf in seiner Musik die Türen zur Moderne weit aufgestoßen hat,

dass die symphonische Klanggewalt seines Musiktheaters unwiderstehlich ist und dass es schwer

ist, sich der süchtig machenden Sogwirkung seiner Harmonien zu entziehen. Ein Stück wie der

„Karfreitagszauber“ aus dem Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ malt die Tage und Nächte eines

spirituellen Frühlings mit sanfter Gewalt. Das Vorspiel zu „Tristan und Isolde“ erzählt in trunkener

Schönheit von der Liebe und ihren Abgründen. Wagner zu seinen Werken: „Ich kann den Geist der

Musik nicht anders fassen, als in der Liebe.“

„Wenn ich etwas Wichtiges zu sagen habe, muss ich vorher Atem holen“, so Anton Bruckner.

Das Herzstück seines Streichquintetts ist das Adagio. Breit strömt das Hauptthema, während das von der

ersten Viola vorgestellte „Gegenthema“ zwischen Dur und Moll schwankt. Die von Bruckner verehrte

Welt des Wagnerschen „Tristan“ ist stimmungsmäßig mitunter sehr nahe, doch die gesamte Textur ist

von größter Originalität. „Himmlische Längen“ dominieren wie bei Schubert, scheinen oft in magischer

Weise still zu stehen, verklingen am Ende in zartester Ruhe.

Lavard Skou Larsen

Die orchestralen Ausschnitte aus Wagner-Opern erklingen diesmal

in schlanker Streicherversion, so auch Chopins 1. Klavierkonzert.

Was hat Wagner mit dem französischen Polen, mit

dem Klavier-Erzromantiker zu tun? Wie weit Wagner Chopins

Ballade Nr. 1 in g-Moll kannte, wissen wir nicht – immerhin

taucht in diesem Stück von 1831 der berühmte „Tristan-Akkord“

nahezu identisch auf. Die beiden in ihrem Mut zu harmonischen

Experimenten gar nicht so fernen Komponisten waren einander

zwar nie begegnet, doch Wagner schätzte Chopin und dirigierte

1855 in London sogar eines von dessen Klavierkonzerten.

„Ich hasse nichts mehr als eine Musik ohne Hintergedanken“,

so Chopins Bekenntnis zur Programm-Musik. Im Falle der

Klavierkonzerte bleiben die Hintergedanken der Phantasie des

Publikums überlassen.

Nicola Frisardi

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17. November 2013

18 Uhr, Zeughaus

2. Abonnementkonzert

Konzerteinführung 17.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

Ohne Dissonanz keine Harmonie

Ottavia Maria Maceratini

Abonnementkonzerte 2013|14

Franz Schubert

Ouvertüre für Streichquintett in c-Moll D 8

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier Nr. 1 C-Dur op. 15

(Bearbeitung für Klavier und Streicher)

Wolfgang A. Mozart

Streichquartett C-Dur KV 465

„Dissonanzenquartett“

(Bearbeitung für Streichorchester

von Lavard Skou Larsen)

Klavier

Ottavia Maria Maceratini

Leitung

Lavard Skou Larsen

Ohne Dissonanz entsteht keine große Musik, denn ohne Auseinanderklingen gibt es kein Zusammenfinden.

Das wussten schon die Klassiker. Mit Franz Schubert beginnt zwar die Romantik, aber die der

tragischen Tonart zum Trotz jugendfrische Ouvertüre in c-Moll für Streichquintett ist ein noch ganz im

Banne Mozarts stehendes Werk des 14-Jährigen, gewidmet seinem Bruder und Kammermusik-Partner

Ferdinand, der ein guter Kirchenmusiker gewesen ist. Die erste öffentliche Aufführung fand erst 1948

in New York statt – typisch für so viele Werke Schuberts.

Beethoven hat sich seine Klavierkonzerte selbst auf den Leib und in die virtuosen Finger geschrieben,

Mozarts Vorbild folgend. „Dem Manne muss die Musik Feuer aus dem Geiste schlagen“ meinte er –

und reizte den damaligen Hammerflügel bis an die äußersten Grenzen seiner Möglichkeiten aus.

Am C-Dur-Konzert arbeitete er in einem sechs Jahre dauernden Schaffensprozess, der immer mehr

vom zunehmenden Gehörleiden beeinträchtigt wurde. Doch konnte er das Stück im April 1801 im

alten Wiener Burgtheater in der endgültigen Version noch selbst spielen. Angeblich in Cis-Dur, was

den Solopart betrifft, denn das Klavier war einen Halbton zu tief gestimmt, was Beethoven erst kurz

vor dem Konzert bemerkt haben soll. In der Tradition Mozarts pflegte er die Solostimme teilweise zu

improvisieren. Kadenzen liegen original vor, allerdings gleich in drei Varianten, die erst um 1809

niedergeschrieben wurden.

Das so genannte „Dissonanzenquartett“ des Wolfgang Amadé Mozart entstand in wenigen Tagen im

Januar 1785. Es waren nicht die seit dem Barock üblichen Dissonanzen, die das aufregend Neue, für

die Zeitgenossen Verstörende an diesem Stück ausmachten. Gleich in der für Mozart neuen langsamen

Einleitung tauchen unglaublich experimentelle Sequenzen auf. Mozart schrieb tatsächlich Musik, die

nicht in Tonarten festgelegt ist. Nur ein paar Minuten lang ist dieser Vorgriff ins 20. Jahrhundert, dann

setzt ein festliches Allegro ein. Wir wissen nicht, warum er dies gewagt hat. War es eine ganz

persönliche, dunkle Stimmung? Die Emotionalität der Aussage steht im ganzen Quartett in scharfem

Kontrast zum fröhlichen C-Dur. Mozart ging hier einen Weg, der direkt zu Schubert führte.

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9. Februar 2014

11 Uhr, Zeughaus Konzerteinführung 10.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

3. Abonnementkonzert

Flautomagie

Abonnementkonzerte 2013|14

Arthur Honegger

Kammerkonzert für Flöte,

Englischhorn und Streicher

John Foulds „Ritornello con Variazione“

Malcolm Arnold

Concertino for Flute and Strings op. 19a

Aaron Copland

„Appalachian Spring“ (Originalversion)

Flöte

Ruth Legelli

Englischhorn

Ulrich Ehret

Leitung

Lavard Skou Larsen

„Sie zähmt den Geist und dringt mit einem so anmutigen Ton in die Ohren ein, dass sie Befriedung

und Ruhe in alle Regungen trägt bis in die Seele hinein“, so wusste es schon Plutarch. Und Jean Paul

schrieb: „Wohl lieb' 'ich die Flöte, den Zauberstab, der die innere Welt verändert, wenn er sie berührt –

eine Wünschelrute, vor der die innere Tiefe aufgeht.“ Nicht nur Mozart, auch Komponisten des

20. Jahrhunderts haben Musik für das magische Instrument geschaffen. Arthur Honegger, in Paris

naturalisierter Schweizer, fügte 1948 noch das gleichfalls zauberhafte Englischhorn hinzu und fand in

seinem Kammerkonzert zu erlesener Spielmusik zwischen folkloristischen Themen, zarter Melancholie

und einem brillanten Scherzo-Finale.

Der Brite John Foulds, Nachfahre eines französischen Finanzministers, war Pianist, Oboist und Cellist,

erfolgreicher Stummfilmbegleiter in Paris, Vierteltonmusikpionier und Volksmusikforscher in Indien,

wo er der Cholera erlag. Ein spannendes Musikerleben zwischen verschiedenen musikalischen Welten –

und ein „ignoriertes Genie“? Sein hoch konzentriertes Streichtrio „Ritornello con Variazione“ ist jedenfalls

ein unentdecktes Meisterwerk. Zur Flöte zurück führt uns Foulds’ Landsmann Malcolm Arnold,

Schuhfabrikantensohn, Trompeter, zum Sir geadelt, Oscar-Preisträger für die Filmmusik zum Kultklassiker

„Die Brücke am Kwai“ und ein vielseitiger Komponist, der die leidigen Grenzen zwischen

Ulrich Ehret

E- und U-Musik zeitlebens lustvoll überschritt. Sein Concertino

für Flöte und Streicher aus dem Jahr 1954 schöpft die virtuosen

Möglichkeiten der Flöte mit großer Eleganz aus.

Aaron Copland, einer der wesentlichen Komponisten der USA

im 20. Jahrhundert, war sich auch nicht für Filmmusik zu schade.

Seine tonale Musiksprache verrät die liebevolle Beschäftigung

mit dem Jazz und mit der Folklore, ohne auf ein wenig Würze

aus der Neuen Musik zu verzichten. „Appalachian Spring“, die

erst nachträglich so titulierte „Frühlingsmusik“ aus den Bergen

– dabei bedeutet „Spring“ hier Quelle – ist als Orchestersuite

populär geworden. Doch 1944 war es ein Ballett für die große

Choreographin Martha Graham und erhielt den Pulitzer-Preis –

und erklingt diesmal in der Kammermusik-Originalfassung, in

der auch die Flöte eine stimmungsvolle Rolle spielt.

Ruth Legelli

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16. März 2014

11 Uhr, Zeughaus Konzerteinführung 10.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

Abonnementkonzerte 2013|14

4. Abonnementkonzert

Tonali Preisträgerkonzert

Frank Bridge

Suite for String Orchestra

Wolfgang Amadeus Mozart

Klavierkonzert nach Wahl mit einem

Preisträger des Tonali Grand Prix 2013

Henry Purcell

Fantasia

Benjamin Britten

Variations on a Theme of Frank Bridge

Wer die Wahl hat, der hat die Qual, aber wer die Wahl zwischen 23 Klavierkonzerten Mozarts hat,

der kann nicht daneben greifen, wenn er einen Preis gewonnen hat. Immerhin stehen ausschließlich

Meisterwerke zur Auswahl, jedes für sich ist ein Edelstein in der Konzertliteratur. Es bleibt also

spannend, welches dieser Stücke der Preisträger oder die Preisträgerin interpretieren will, inmitten

eines feinen englischen Programms. Mozart war auch in Sachen Sprachen ein Genie und lernte als

achtjähriger Junge in London sehr schnell die Weltsprache, die damals noch gar keine war.

Schon gar nicht in der Musik, denn seit Henry Purcell hatte kein gebürtiger Brite große Karriere in

dieser Kunst mehr gemacht. Purcell, der Organist und Musikmeister am Hofe der Queen Mary,

war ein früh verstorbenes Genie wie Mozart. Die Fantasias für Violen, um 1680 geschrieben, sind

die instrumentalen Meisterstücke des „Orpheus Britannicus“.

Florian Donderer

ist ungerecht, denn der aus Brighton stammende Frank Bridge war nicht nur ein

bedeutender Pädagoge, sondern auch ein phantasievoller Komponist, der sich im

Lauf seines Lebens immer mehr der Schönberg-Schule annäherte, ohne allerdings

auf die einprägsame britische Folk-Melodik und ihre pulsierende Rhythmik zu verzichten,

die sich in der brillanten Streichersuite von 1910 eigentümlich mit impressionistischen

Tonbildern à la Claude Debussy mischt.

Tonali Grand Prix 2013

Mozart-Preis der Deutschen Kammerakademie Neuss am rhein

Für den renommierten TONALI Grand Prix 2013 stiften wir einem der Preisträger

ein Konzert mit unserem Orchester. Wir freuen uns sehr auf den hochbegabten

Nachwuchs.

Leitung

Florian Donderer

Rund 250 Jahre später erregte der junge Benjamin Britten Aufsehen und wurde als neuer britischer

Orpheus bezeichnet. Noch in diese Zeit des jugendlichen Stürmen und Drängens gehörig, aber

bereits ausgefeilt und abwechslungsreich komponiert, sind die Variationen über ein Thema seines

Lehrers Frank Bridge, immerhin 1937 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt – eine charmante

Wanderung durch die Stile der Zeit. Viel weniger bekannt als der Schüler ist der Lehrer – und das

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6. April 2014

18 Uhr, Zeughaus Konzerteinführung 17.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

5. Abonnementkonzert

Besinnliches

Abonnementkonzerte 2013|14

William Walton

Passacaglia „The Death of Falstaff“

Alexander Müllenbach

„An die Königin der Nacht“

Wolfgang A. Mozart

Maurerische Trauermusik c-Moll KV 477

Arvo Pärt

Cantus in Memoriam Benjamin Britten

Joseph Haydn

„Die sieben letzten Worte

des Erlösers am Kreuz“

(Bearbeitung für Streicher)

Leitung

Lavard Skou Larsen

Trauer und Tod bestimmen ein österliches Programm. Doch wo kann Trauer schöner sein als in

der Musik, wo ist Tod mehr vom Trost gemildert? William Walton, einer der großen Engländer der

Moderne, hat 1944 in dunkler Zeit im Rahmen seiner Filmmusik zu Shakespeares „Heinrich V.“ eine

noble Passacaglia im Geiste Händels über Falstaff, den wohlbeleibten und sinnesfrohen König der

Spaßmacher, geschrieben. Der estnische Mystiker Arvo Pärt meditierte über den Tod des verehrten

Kollegen Benjamin Britten mit einem zehnstimmigen Streichorchester und einer Glocke – Musik, die

aus dem Geheimnis der Stille kommt und dahin zurückführt. Alexander Müllenbach, Salzburger aus

Luxemburg, spinnt in seinem 1997 für die Salzburger Mozartwoche komponierten Orchesterstück

„An die Königin der Nacht“ die Fäden von Mozarts eine Brücke zu Bach schlagender „Maurerischer

Trauermusik“ berührend weiter – als „Tor zum Jenseits“, welches die Geharnischten aus der „Zauberflöte“

klangmächtig bewachen.

Eines der eigenartigsten Werke der Literatur ist Joseph Haydns fast einstündige Instrumentalmusik

„Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze oder Sieben Sonaten mit einer Einleitung und

am Schluss ein Erdbeben“. Im Jahre 1785 hatte Haydn einen Auftrag angenommen, der von sehr

weit her gekommen war und seine Bekanntheit in ganz Europa deutlich macht. Der Bischof von

Cádiz in Andalusien wünschte Musik für die dort alljährlich stattfindenden

Passionsexercitien in einer unterirdischen Grabkirche. „Wenn ich an Gott

denke, ist mir mein Herz so voll Freude, dass mir die Noten wie von der

Spule laufen“ hat der Komponist über seine geistliche Musik gesagt.

Mit den „Sieben letzten Worten“ ist ihm ein singuläres Meisterwerk gelungen,

welches den „schalkhaften“ Haydn von einer ganz anderen Seite

zeigt – von der eines tiefgläubigen Menschen und eines musikalischen

Visionärs. Allein die Aufgabe, sieben Adagio-Sätze zu komponieren, ohne

zu ermüden, hat der „Vater der Klassik“ phänomenal gelöst. Die Innerlichkeit

dieser Musik führt in eine gläubige Zuversicht, in die Hoffnung

auf eine schöpferische Kraft, der sich Menschen aller Religionen, auch der

atheistischen, nicht verschließen können.

Lavard Skou Larsen

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18. Mai 2014

18 Uhr, Zeughaus Konzerteinführung 17.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

6. Abonnementkonzert

Licht des Nordens

Henri Sigfridsson

Abonnementkonzerte 2013|14

Jean Sibelius

„Valse Triste“ op. 44 Nr. 1

Edvard Grieg

Klavierkonzert a-Moll op. 16

Johannes Brahms

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Klavier

Henri Sigfridsson

Leitung

Lavard Skou Larsen

Der Finne Sibelius, der Norweger Grieg und auch der gebürtige Hamburger Brahms haben das

„Licht des Nordens“ gleichsam mit der Muttermilch eingesogen. Der „Valse Triste“ von Jean Sibelius

ist eigentlich Theatermusik. Im Drama „Der Tod“ von Arvid Järnefeldt begleitete er 1902 in Helsinki

eine schwerkranke Mutter, die im Traum mit ihrem verstorbenen Mann tanzt – und unter den Augen

ihres Sohnes nicht mehr zum Leben erwacht. 1904 bearbeitete Sibelius das Stück und trat es

unentgeltlich an seinen Verleger ab, der mit diesem Geniestreich eines traurigen Walzers sehr viel

Geld verdiente.

Im Sommer 1868 im idyllischen Sölleröd in Dänemark in einem Gartenhaus mit eigenem Klavier,

schuf der Komponist sein berühmtes Klavierkonzert. Laut Grieg war es „unerträglich heiß. Die Hitze

machte mich etwas träge, mir war aber gleichzeitig klar, dass ich jetzt angespannt arbeiten musste.“

Seit der Kopenhagener Uraufführung zählt das Werk zu den großen Klavierkonzerten der Romantik.

Das Stück ist eine Musik der Freude, des Glücks – eigenartig, dass Grieg dies in Moll formuliert hat.

Die eingängige Eröffnung durch das Klavier, oft als „Grieg-Motiv“ schlechthin bezeichnet, führt zu

freien Aneignungen der klassischen Form, zu kurzen melancholischen Stimmungen, die sich jedoch

immer wieder ins festliche C-Dur des Orchesters wenden.

Aus dem Norden wandern wir für das Finale dieses Konzerts

in den Süden der Alpen, ins sonnige Kärnten, wo wir

allerdings auch auf die Schwermut und auf die Naturverbundenheit

des Johannes Brahms treffen. Der Freund

Theodor Billroth prägte mit seiner brieflich geäußerten

Sichtweise – „Das ist ja lauter blauer Himmel, Quellenrieseln,

Sonnenschein und kühler grüner Schatten!“ – die

Rezeption der 2. Symphonie als „Wörthersee-Symphonie“,

woran deren Urheber nicht schuldlos war, erklärte er doch

selbst, an diesem See flögen einem die Melodien nur so zu.

Jedenfalls hatten die Wiener Philharmoniker laut Komponist

für die Uraufführung „mit einer Wollust geübt und

gespielt“, die zum großen Erfolg beitrug. Und Eduard

Hanslick jubelte in seiner Kritik über die „frühlingsblühende

Erde“, der sich Brahms nach den Abgründen seiner

„Ersten“ zugewandt habe.

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8. Dezember 2013

18 Uhr, Zeughaus

sonderkonzert

Georg Friedrich Händel

Concerto grosso op. 6 Nr. 1

Carl Philipp Emanuel Bach

Fantasie in Es-Dur Wq 58 Nr. 6 (Klavier Solo)

Georg Friedrich Händel

Zwei Orgelkonzerte für Klavier und Streicher

Gustav Holst

St. Paul's Suite op. 29 Nr. 2

Klavier

Matthias Kirschnereit

Leitung

Lavard Skou Larsen

Konzerteinführung 17.15 Uhr mit Dr. Matthias Corvin

weihnachtskonzert

Die festliche, Geist und Gefühl erhebende Musik des Barock passt ganz hervorragend zum

Weihnachtsfest, sei sie nun dafür geschrieben oder nicht. Auch ohne Trompetenschall, auch in reiner

Streicherweise, mit dem Tasteninstrument zu Gottes Ehr und Lob. „Aus der Seele muss man spielen,

und nicht wie ein abgerichteter Vogel“, so meinte Carl Philipp Emanuel Bach, einer der vier großen

Söhne eines großen Vaters, in seiner Klavierschule. Da spielte natürlich schon der „Sturm und

Drang“ eine Rolle, der tiefe emotionale Wandel nach 1750, der Europa erfasste und die Kunst

revolutionierte. In der kühnen Es-Dur Fantasie für Klavier ist dies deutlich zu hören.

Umgeben wird der „Berliner“ und „Hamburger“ Bach-Sohn von glanzvollen Meisterstücken des

sächsischen Engländers Georg Friedrich Händel, der nicht zu Unrecht für die Briten ein George

Frederic Handel ist. Zur weltlichen Feier, die in den Weihnachtstagen auch nicht fehlen darf,

entstanden die Concerti grossi. Händels Orgelkonzerte stammen aus der Zeit um 1735.

Der Komponist besaß in seiner Londoner Wahlheimat eine eigens für ihn gebaute Hausorgel;

er war nicht nur als Meister der Oper und des Oratoriums, sondern zeitweilig fast noch mehr als

phantasievoller Virtuose und Improvisator auf Cembalo und Orgel in ganz Europa berühmt.

Die Interpretation der Orgelkonzerte auf dem Klavier verspricht ungewohnte, faszinierende Klangfarben.

Gustav Holst und „The Planets“, das ist eine populäre Gleichung. Doch der englische Spät-

romantiker lettisch-schwedisch-spanischer Abstammung – ein wahrer Europäer! – hat eine

ganze Reihe spielenswerter Stücke geschrieben und nicht nur eine klingende Astrologie im

Breitwandformat. Der gelernte Posaunist war drei Jahrzehnte lang Musiklehrer in einer nach

St. Paulus benannten Londoner Mädchenschule. Dort baute man ihm ein schalldichtes Studio;

dafür schrieb er eine Suite für Streichorchester in vier abwechslungsreichen Sätzen mit

„Jig and Dance“ – very british, und in ein mitreißendes Folksong-Finale samt „Greensleeves“

mündend.

Matthias Kirschnereit

Sonderkonzert zur Weihnachtszeit

(außerhalb des Abonnements)

Im diesjährigen Weihnachtskonzert haben wir einen ganz besonderen Gast eingeladen. Klaviervirtuose und Echopreisträger Matthias Kirschnereit wird

zusammen mit der Deutschen Kammerakademie gleich zwei wundervoll unterhaltsame Händel'sche Orgelkonzerte auf dem Klavier interpretieren.

Erleben Sie dieses Konzert zum weihnachtlichen Sonderpreis von nur 15 € (Abonnenten der dkn zahlen nur 10 €).

Wir freuen uns auf Sie!

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International unterwegs ...

... im THEATRE DES CHAMPS-ELYSEES, PARIS


Biografie: Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein

… im Zeughaus zuhause

Chefdirigent: Lavard Skou Larsen| Erster Gastdirigent: Ralf Gothóni

„... die Deutsche Kammerakademie Neuss spielt unter Lavard Skou Larsen mit der gebotenen Präzision

und Glut ... Anders als in so vielen anderen Interpretationen hat man hier nirgends das Gefühl,

der Musik sei der Sprit just in dem Augenblick ausgegangen, wenn sie abheben möchte ...”.

Für ihre Schostakowitsch-Veröffentlichung hat die Deutsche Kammerakademie Neuss die Top-Bewertung

„10“ von der Kritikerlegende David Hurwitz in Classics Today erhalten. Und die Kaminski-CD

wurde von dem amerikanischen Magazin Fanfare „Urgently recommended“.

likum mit einem derartigen Adrenalinschub zu begeistern wie Juan Diego Flórez, der gefeierte peruanische

Sänger, der sich – von der Deutschen Kammerakademie unter der Stabführung von

Christopher Franklin begleitet – in dem schön gestalteten Saal des Pariser Théâtre des Champs

Elysées (das in diesem Jahr seinen einhundersten Geburtstag feiert) in der Reihe Les Grandes Voix

mit einem breiten Spektrum an schwierigen Arien und Zarzuelas hören ließ. [...]“ so www.operaclick.com.

Egal ob auf Tonträger oder live: Die Deutsche Kammerakademie Neuss begeistert ihr Publikum immer

wieder mit einem modernen Programmkonzept, in dem sie die Klassiker experimentellen Werkkombinationen

gegenüberstellt, und einer überzeugten Spielfreude, die jugendlichen Schwung und

überlegte Seriosität miteinander verbindet. Diese Erztugenden sind es, die dem Ensemble während

seines inzwischen mehr als dreißigjährigen Bestehens zu einem weithin sichtbaren Podiumsplatz auf

der internationalen Musikbühne verholfen haben: Inspiriertes Musizieren, eine an jedem Pult unverkennbare

Leistungsbereitschaft, hohes persönliches Engagement und die unablässige Bereitschaft

zur Weiterentwicklung prägen das Bild der Kammerakademie.

Dass diese Merkmale über die Jahre und Jahrzehnte erhalten blieben und sogar in feinsinniger Weise

kultiviert wurden, liegt nicht zuletzt auch an Chefdirigent Lavard Skou Larsen. Der aus Brasilien

stammende Violinist und Dirigent wurde am

Salzburger Mozarteum ausgebildet und hat

sich früh auf den internationalen Podien hören

lassen.

Im April 2013 wurde der Deutschen Kammerakademie

eine besonders ehrenvolle Aufgabe

zuteil – die Begleitung des Tenors Juan Diego

Flórez, der weithin als legitimer Nachfolger des

legendären Luciano Pavarotti betrachtet wird:

„Nur wenige Tenöre sind in der Lage, ein Pub-

Die Geschichte des Orchesters ist untrennbar mit zahlreichen Entdeckungen und Auftragskompositionen

sowie Ur- und Erstaufführungen verbunden. Unter anderem hat die Deutsche Kammerakademie

Neuss 2011 die Sinfonie „Anni horribili“ von Don Jaffé aus der Taufe gehoben und

soeben eine begeisterte europäische Erstaufführung von David Balakrishnans „Force of Nature“

im Zeughaus Neuss gegeben.

Eine deutliche Sprache spricht vor allem auch die Diskografie des Orchesters, die sich auf über

dreißig CDs beläuft. In Vorbereitung ist zur Zeit eine Veröffentlichung mit dem Vokalensemble

„die Singphoniker“, mit denen die dkn Werke des Filmkomponisten Enjott Schneider eingespielt hat.

Seit 1983 wird die Deutsche Kammerakademie

von der Stadt Neuss gefördert. Sponsoren wie die

Neusser Sparkasse, 3M, h1 und //wwmedia leisten

wichtige Unterstützung.

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Abonnementtermine der Zeughauskonzerte 2013|14

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 20 Uhr

Till Fellner, Klavier

Werke von Mozart, Bach, Haydn

und Schumann

Dienstag, 26. November 2013, 20 Uhr

Dietrich Henschel, Bariton

Florian Uhlig, Klavier

Balladen von Schubert, Wolf, Schumann

und Liszt

Mittwoch, 5. Februar 2014, 20 Uhr

Joseph Moog, Klavier

Werke von Beethoven, Chopin,

Liszt, Debussy, Rave

Freitag, 28. März 2014, 20 Uhr

Jerusalem Chamber Music Festival

Werke von Haydn, Berg, Beethoven

und Schönberg

Mittwoch, 6. November 2013, 20 Uhr

Stefan Temmingh und Ensemble

Werke von Georg Friedrich Händel

Dienstag, 17. Dezember 2013, 20 Uhr

Quatuor Ebène

Nicolas Altstaedt, Violoncello

Antoine Tamestit, Viola

Werke von Strauss, Schönberg

und Tschaikowsky

Montag, 17. Februar 2014, 20 Uhr

WDR-Kammerkonzert

Modigliani Quartett

Werke von Haydn, Bartók, Beethoven

Freitag, 15. November 2013, 20 Uhr Donnerstag, 23. Januar 2014, 20 Uhr

Jungmeisterkonzert

Berlin Counterpoint

Amina Taikenova, Klavier

Werke von Mozart, Ligeti, Beethoven

Georg Kjurdian, Klavier

und Poulenc

In Kooperation mit der

Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf

Dienstag, 11. März 2014, 20 Uhr

Harriet Krijgh, Violoncello

Magda Amara, Klavier

Werke von Strauss, Debussy, Brahms

und Chopin


Klassik-Education

CD-Aufnahmen im Kammermusiksaal beim Deutschlandfunk Köln

Mit dem Education-Programm möchten wir Kinder und Jugendliche unterschiedlicher sozialer und

kultureller Herkunft für eine aktive Auseinandersetzung mit Musik begeistern. In jeder Saison bieten

wir unseren Neusser Schülerinnen und Schülern bei Proben- und Konzertbesuchen, Dirigenten- und

Solistengesprächen (kostenfrei) die Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Humorvoll

und unterhaltsam, mit kuriosen Geschichten und Anekdoten aus dem Orchesterleben gestalten der

Musikpädagoge Ralf Bienioschek, Chefdirigent Lavard Skou Larsen, die Gastdirigenten und Solisten

immer wieder unsere Veranstaltungen. Auch freuen wir uns sehr, wenn Eltern die Möglichkeit wahrnehmen,

ihre Kinder zu begleiten.

Klassik-Education im Gymnasium Marienberg

Es bleibt jede Menge Platz für allerlei Fragen, und alle werden beantwortet.

Warum hat eine Harfe so viele Pedale? Ist die Flöte wirklich aus Gold? Wie lange haben Sie für das

Konzert geübt? Ist Beethoven ein guter Komponist? Wie viel wiegt ein Flügel?

Sie sind Lehrer und wollen einmal mit Ihrer Klasse eine Probe und/oder ein Konzert besuchen?

Sie sind Konzertbesucher und möchten mal an einem Dirigenten- oder Solistengespräch teilnehmen?

Sprechen Sie uns an: 02131 90-4116

30


Abonnements

Einladung zum Abonnement

Preise siehe Seite 34

Kombi-Abonnement

Preise siehe Seite 34

Ermäßigung auf Abonnements und Einzelkarten

Das Abonnement der Saison 2013|14 umfasst sechs Konzerte. Die bestehenden Abonnements

verlängern sich automatisch oder müssen bis zum 31.07.2013 schriftlich beim Kulturamt gekündigt

werden. Neubestellungen oder Änderungswünsche werden spätestens bis zum 14.08.2013 erbeten.

Kommt eine Ermäßigung infrage, muss diese sofort bei der Bestellung nachgewiesen werden.

Bestehende ermäßigte Abonnements können nur nach Vorlage eines aktuellen Nachweises –

vorzulegen bis zum 14.08.2013 – ermäßigt bleiben. Ansonsten werden diese zum Vollpreis verlängert.

Zur Bestellung nutzen Sie bitte die Postkarte auf der letzten Seite dieser Broschüre.

Es besteht die Möglichkeit, das Abonnement mit den neun Zeughauskonzerten (siehe eigenen Prospekt)

zu kombinieren (insgesamt 16 Konzerte). Eine Terminübersicht der Zeughauskonzerte finden

Sie auf Seite 26.

Ein Preisnachlass von 30% auf allen Plätzen erhalten Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schülerinnen,

Schüler und Studierende bis 27 Jahre, Zivildienst- und Wehrpflichtleistende, Personen mit

Jugendleiterkarte bzw. Ehrenamtskarte sowie Empfänger von Leistungen nach dem SGB II oder nach

dem SGB XII gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises (Ausweis, Bescheid). Einen Preisnachlass

von 20% (nur auf Einzelkarten) erhalten Personen mit der Art:card plus.

Das Schüler-Abo

Cliquen-Tickets

Abonnementausweis

Frühbuchung von Einzelkarten für Abonnenten

Schüler und Azubis bis 21 Jahre bekommen das volle Klassik-Paket zum ganz kleinen Preis: 30 €

für alle 6 Konzerte. Übrigens: Klassische Musik klingt in Jeans und T-Shirt genauso wie im Anzug.

Vier Ohren hören mehr als zwei, und sechs Ohren mehr als vier. Deshalb kosten zwei Schüler-Abos

nur 48 € und drei Schüler-Abos sogar nur 60 € (jedes weitere kostet 20 € – für sechs (!) Orchesterkonzerte).

Und ein Softdrink in der Pause ist auch noch mit drin.

Der Abonnementausweis gilt als Eintrittskarte für alle Konzerte. Er ist übertragbar. Dies beschränkt

sich auf den Kreis der Berechtigten (Ermäßigungsnachweis ist auf Verlangen vorzuzeigen).

Die Abonnementausweise werden Ihnen zusammen mit der Rechnung spätestens zwei Wochen vor

dem ersten Konzert übersandt. Auf Wunsch kann der Rechnungsbetrag in drei Teilbeträgen jeweils

zum 15. Okt., 15. Nov. und 15. Feb. in Verbindung mit einer Lastschriftermächtigung gezahlt werden.

Bei Verlust stellt das Kulturamt gegen eine Bearbeitungsgebühr (5 € pro Abonnementausweis)

Ersatzausweise aus.

Wer zusätzlich zum Abonnement Einzelkarten bestellen möchte, kann dies bis zum 14.08.2013 beim

Kulturamt tun und erhält einen Rabatt von 10% auf den Einzelkartenpreis. Die Einzelkarten werden

zusammen mit den Abonnementausweisen zugesandt.

30

31


Einzelkarten

Abonnenten werben Abonnenten

Unser Familienangebot

Kommen Sie doch zusammen mit Ihren Kindern,

Enkeln, Nichten und Neffen ins Konzert!

KonzertCard der Musikschule Neuss

Vorverkauf Einzelkarten

Zu jeder von Ihnen erworbenen Eintritts- bzw. Abonnementkarte für Erwachsene können Sie für Ihre

familienzugehörigen Kinder und Jugendlichen (bis zu 17 Jahre) ermäßigte Karten für nur 5 € erwerben.

Familienzugehörigkeit ist durch entsprechende Ausweise zu belegen.

Schüler der Musikschule Neuss erhalten gegen Vorlage ihrer KonzertCard an der Abendkasse Restkarten

zum Preis von 4 €.

Der Einzelkartenverkauf (zusätzlich 12 % Vorverkaufsgebühren) beginnt am 11.09.2013 ab 9 Uhr bei

allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Bitte wenden Sie sich an die Vorverkaufsstelle in Ihrer Nähe.

Für Neuss:

Tourist-Information, Büchel 6, Telefon 02131 4037795

Das Rheinische Landestheater, Oberstraße 95, Telefon 02131 269933

Platten Schmidt, Theodor-Heuss-Platz 7, Telefon 02131 222444

Neusser Zeitungsverlag GmbH, Niederstraße 42, Telefon 02131 404239

Tickets können außerdem über das Internet unter www.deutsche-kammerakademie.de

und www.westticket.de bestellt werden (zuzüglich Versandkosten und 12 % VVK-Gebühr).

Mit der Saison 2013/14 sind wir von der Stadt Neuss aufgefordert die Eintrittspreise um je 5 € pro Eintrittskarte zu erhöhen. Die daraus resultierenden

Mehreinnahmen fließen in vollem Umfang der Stadt Neuss zu. Dadurch aber bleibt der städtische Zuschuss an die Kammerakademie in Gänze erhalten,

und unsere abwechslungsreichen Konzerte mit den spannenden und hochkarätig besetzten Programmen können ohne Einschränkungen fortgeführt

werden. Mehr noch, in der kommenden Saison bieten wir Ihnen zusätzliche Vorteile als Abonnent/in:

Abonnenten genießen neue Vorteile

Erstmalig können Sie als Abonnent/in ihre Karten für das kommende Neujahrskonzert 2014

direkt bei uns bestellen – 1 Karte je Abonnentenplatz

Karten für das Weihnachtskonzert erhalten Sie zum Sonderpreis von 10 € (anstatt 15 € zzgl. VVK).

Bitte bestellen Sie bis zum 14.08.2013, danach gehen alle Restkarten in den freien Verkauf

Abonnenten-Exklusiv-Konzert

Wir schenken Ihnen ein ca. einstündiges exklusives Konzert mit den Stipendiaten der

Kammerakademie. In diesen Genuss kommen nur unsere Abonnenten.

Die Abonnenten erhalten hierfür eine separate Einladung.

Sie gehören zum Kreis unserer treuen Abonnenten – und wissen warum:

Sie sparen im Vergleich zum Einzelkartenerwerb bis zu 20%

Sie haben Ihren Stammplatz und sind bei ausverkauften Konzerten sicher dabei

Sie bekommen zusätzlich zum Abo vergünstigte Einzelkarten

Sie müssen sich nicht um Konzertkarten bemühen

Für die Vermittlung eines neuen Abonnenten

erhalten Sie als Dankeschön:

Das Buch „Reclams Konzertführer: Orchestermusik“

oder zwei Freikarten für das Neujahrskonzert

am 12. Januar 2014 oder einen

Verzehrgutschein in Höhe von 25 € für das

„SCHWAN-Restaurant“ gegenüber vom Zeughaus.


Preise

Saalplan Zeughaus

Platzgruppe 1 2 3 4

Parkett Parkett Parkett Parkett

Reihen 4-10 Reihen 1-3 Reihen 16-21 Reihen 22-24

und 11-15 Balkon Balkon

Reihen 1-8 Reihen 9-10

Einzelkarten 41,00 E 36,90 E 30,80 E 22,60 E

Bühne

24

Abonnement 204,00 E 186,00 E 153,00 E 114,00 E

(6 Orchesterkonzerte)

1

2

3

4

5

6

7

8

9 10

11 12

13 14

15 17 18

19 20

21 22

23

Kombi-Abo 439,00 E 422,00 E 354,00 E 276,00 E

(16 Konzerte)

Zeughaus Neuss

Markt 42-44

41460 Neuss

Parkett

306 Plätze

Balkon

152 Plätze

34

35


Sparkassen-Finanzgruppe

Auch unser Arrangement kann

sich hören lassen.

Diskografie

Die Deutsche Kammerakademie hat mit über 30 CD-Einspielungen ein umfangreiches Œuvre

geschaffen. In diesem Jahr sind gleich zwei Veröffentlichungen in Vorbereitung. Mit dem Vokalensemble

„die Singphoniker“ wurden Werke des Filmkomponisten Enjott Schneider eingespielt

und besonders erwarten wir die erste CD der Gesamteinspielung Händel´scher Orgelwerke beim

Raritäten-Label cpo.

Eine Auflistung aller CD-Einspielungen mit einer umfangreichen Übersicht finden Sie auf unserer

Webseite www.deutsche-kammerakademie.de. Sie kann auch telefonisch unter 02131 90-4116 angefordert

werden.

Zwei von über 30 CDs

Presse

Kreativität und virtuose Leistungen sind in allen Bereichen des Lebens wichtig.

Geht es dabei um Ihren finanziellen Einsatz, bieten wir Ihnen ein vielseitiges

und stimmiges Repertoire. Ob Sparideen, Geldanlagechancen oder Wertpapiere:

Unser Arrangement ist Musik für Ihre Ohren. Wenn’s um Geld geht –

Sparkasse.

Umjubelte Matinee der Kammerakademie im Zeughaus

[…] Die wie gewohnt mit überschäumender

Musizierfreude agierenden jungen Künstler ließen

sich gern vom überlegten Dirigat motivieren. […]

Brillante Soli und blühender, dabei immer durchsichtiger,

federnder Gesamtklang machten das Zuhören

zu einem belebten, ungetrübten Vergnügen […].

NGZ, 18. März 2013

CD-Rezension zu den Klavierkonzerten von

Dmitri Schostakowitsch

[…] Einen ebenso starken Eindruck wie die Pianistin

hinterlässt die Deutsche Kammerakademie

Neuss, die sich in den vergangenen Jahren zu

einem der führenden deutschen Kammerorchester

entwickelt hat.

das Orchester 1 / 2013

Ein krönender Saisonabschluss Die Deutsche

Kammerakademie bot einen bravourösen Mozart-

Abend in der Stadthalle.

[…] Eine perfekte Formsprache, überraschende

harmonische Wendungen, aber auch eine leichte

Eingängigkeit sowie Witz und Humor […] begeisterten

direkt das Publikum.

Borkener Zeitung, 23. April 2013

36 37


Impressum

Veranstalter

Stadt Neuss, Der Bürgermeister, Kulturamt

Oberstraße 17, 41460 Neuss

www.neuss-kultur.de

in Zusammenarbeit mit der

Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein e. V.

Redaktion, Herausgeber

Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein e. V.

Martin Jakubeit, Mano Eßwein

Texte

Gottfried F. Kasparek

PRO CLASSICS

Konzeption und Realisation

h1 communication hillen

werbeagentur gmbh & co. kg

www.h1com.de

Bildnachweis:

Melanie Stegeman: Cover, Seite 3 (beide),

Seite 7, Seite 9 (links),

Seite 17, Seite 22-24, Seite 28,

Fabio Borquez: Seite 38

Ulrich Ehret: Seite 13 (Foto Legelli)

Ruth Legelli: Seite 13 (Foto Ehret)

Giorgia Bertazzi: Seite 15

Manfred Esser (hänssler classic): Seite 19

Steven Haberland: Seite 21

Wir danken den Förderern und Sponsoren

· Stadt Neuss, www.neuss-kultur.de

· Sparkasse Neuss, www.sparkasse-neuss.de

· 3M Deutschland GmbH, www.die-erfinder.de

· h1 communication, www.h1com.de

· //wwmedia.de

Festliche Atmosphäre

Alle Rechte vorbehalten. Änderungen und

Ergänzungen im Programm möglich.

Falls auch Sie uns unterstützen möchten,

nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein e. V.

Oberstraße 17, 41460 Neuss

Telefon: 02131 90-4116, Fax: 02131 90-4127

info@deutsche-kammerakademie.de

www.deutsche-kammerakademie.de

Musik erreicht Herzen.

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Die kreativen Lotsen für Marktführer vom Niederrhein –

mit Sicherheit in allen Kommunikationskanälen zu Ihren Kunden.

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Am Zollhafen 5 · 41460 Neuss

E agentur@h1com.de

I www.h1com.de


Abonnement Orchesterkonzerte der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein (6 Konzerte)

Ich bestelle Abonnements der Platzgruppe

1 204,00 E 2 186,00 E 3 153,00 E 4 114,00 E

Kombi-Abo für die Konzerte der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein und die Zeughauskonzerte (16 Konzerte)

Ich bestelle Kombi-Abonnements der Platzgruppe

1 439,00 E 2 422,00 E 3 354,00 E 4 276,00 E

Ich bitte bei Abonnements um 30 % Ermäßigung. Platzwunsch

Entsprechender Nachweis liegt vor. Parkett, Reihe Balkon, Reihe

Zusätzlich zum Abonnement bestelle ich hiermit Einzelkarten (10 % ermäßigt) für folgende Konzerte (dkn und Zeughauskonzerte)

x 09.10.13 Platzgruppe

x 13.10.13 Platzgruppe

x 06.11.13 Platzgruppe

x 15.11.13 Platzgruppe

x 17.11.13 Platzgruppe

x 26.11.13 Platzgruppe

x 17.12.13 Platzgruppe

x 23.01.14 Platzgruppe

x 09.02.14 Platzgruppe

x 17.02.14 Platzgruppe

x 11.03.14 Platzgruppe

x 16.03.14 Platzgruppe

x 28.03.14 Platzgruppe

x 06.04.14 Platzgruppe

x 18.05.14 Platzgruppe

Für das Weihnachtskonzert am 08.12.2013 der dkn bestelle ich Karten á 10 € (Exklusivpreis für unsere Abonnenten).

Für das Neujahrskonzert am 12.01.2014 der Stadt Neuss bestelle ich Karten á 12 € (Exklusiv für Abonnenten, max. 1 Karte je Abonnement).

Die Anmeldefrist für zusätzliche Einzelkarten zum Abonnement endet am 14.08.2013.

Die Abonnements verlängern sich automatisch für die folgende Saison, wenn diese nicht rechtzeitig gekündigt werden.

Den Termin für die Kündigung erfahren Sie im Programmprospekt der nächsten Saison.

Datum

Unterschrift


Bitte ausreichend

frankieren

Konzerte der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein

Name, Vorname

Straße

PLZ, Ort

Telefon

E-Mail

Programm 2013|14

Stadt Neuss

Der Bürgermeister

Kulturamt

Oberstraße 17

41460 Neuss


h1com.de

hörgenuss in sichtweite:

deutsche kammerakademie neuss am rhein

Oberstraße 17

41460 Neuss am Rhein

Deutschland

Telefon 02131 90-4116

Fax 02131 90-4127

info@deutsche-kammerakademie.de

www.deutsche-kammerakademie.de

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