VP 1-2011.indd - IG VELO im Landkreis Lörrach

igvelo.de

VP 1-2011.indd - IG VELO im Landkreis Lörrach

Zeitschrift der IG Velo im Landkreis Lörrach www.igvelo.de

Nr. 1/2011

VeloPost

Lässig im Wind

E-Bikes machen Lust auf bequemes Radeln. Dossier VeloPost 1/2011 Seite 1 6


Lokales

Vorneweg

Der eine oder lässt sich künftig

beim Radeln von einem Elektromotor

unterstützen – ja und?

Oder verstehen wir vielleicht noch

gar nicht richtig, wie das E-Bike

die Verkehrslage verändern könnte?

Münster jedenfalls, Deutschlands

Fahrradstadt zum Vorzeigen,

rechnet damit, dass dank

E-Bike auf längere Sicht nochmals

die Hälfte mehr an Fahrrad-Kilometern

zurückgelegt werden!

Sie lesen übers Radeln unter

Strom in unserem Dossier, das

diese kleine technische Revolution

mit unserer Region verknüpft. Wir

informieren zum Beispiel, wo sich

bei uns das Radeln mit Strom ausprobieren

lässt. Und wir erzählen

froh, wie die Stadt Lörrach sich

an das erfolgreiche E-Bike-Projekt

des Naturparks Südschwarzwald

anhängen wird.

Apropos Lörrach: Die Velostation

rückt näher, in der Frühlingsausgabe

werden wir wohl schon Fotos

von der Baustelle zeigen können.

Ab Herbst lassen sich dort E-Bikes

leihen. Und selbstverständlich

werden hier Stellplätze angeboten,

auf denen Pendler den Akku

ihres E-Bikes aufladen können, bis

sie am Feierabend mit der S-Bahn

wieder zurückkehren – dann ab in

den Sattel und nach Hause, ganz

lässig, auch wenn die Fahrt auf

den Salzert oder auf den Bühl hinauf

führen sollte. (wg)

IMPRESSUM

VELOPOST: Zeitschrift der

IG Velo, erscheint vierteljährlich. Der

Preis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

HERAUSGEBER:

IG Velo im Landkreis Lörrach.

Postanschrift: Postfach 1702,

79507 Lörrach.

Telefon & Fax: 07621-44446.

E-Mail: info@igvelo.de

REDAKTION: Wolfgang Göckel

(wg/verantw./velopost@igvelo.de),

Thomas Hofmaier (th/E-Mail: thomas.

hofmaier@gmx.net). Mitarbeiter dieser

Ausgabe: Jürgen Wiechert (wie), Wolfgang

Gorenfl o (lo), Gerd Wernthaler,

Hans-Jürgen Hilbrig (hil)

ANZEIGEN: Wolfgang Göckel

(E-Mail: velopost@igvelo.de)

DRUCK: Südwestdruck Lörrach

auf 100% Recycling-Papier.

AUFLAGE: 3.300

2 VeloPost 1/2011

Mitglied des Jahres:

Bernhard Braun

Bevor das Jahr zuende ging,

kürte der IG Velo-Vorstand wie

immer das Mitglied des Jahres

– ohne Zögern und Zaudern:

Bernhard Braun, wichtiger

Initiator der neuen Ortsgruppe

Grenzach-Wyhlen.

Eine der besonders erfreulichen

Nachrichten 2010 kam aus Grenzach-

Wyhlen. Dort hat eine starke Truppe

Radfahrer eine Ortsgruppe der IG Velo

gegründet und sich das Ziel gesteckt,

die Doppelgemeinde für Radler spürbar

attraktiver zu machen. „Wir sind sehr

optimistisch, dass wir einiges erreichen

können“, versichert Bernhard Braun.

Die neue IG Velo-Ortsgruppe hat ihn

und Thomas Kappler zu ihren

beiden Sprechern gewählt.

Bernhard Braun (63), in

Wyhlen zu Hause, ist bürgerschaftliches

Engagement

wichtig. Er hat viele Jahre

lang beim Turnerbund Wyhlen

angepackt, befasste sich

intensiv mit der Umgehungsstraße

B 34 NEU, jedoch mit

einer anderen Trassenführung

im Ortsteil Wyhlen; und als

Gemeinderat der Freien Wähler

Grenzach-Wyhlen gestaltete

er fünf Jahre lang die

Kommunalpolitik mit.

Drei längst erwachsene

Kinder hat Bernhard Braun,

früher ist die gesamte Familie

immer wieder mit dem Fahrrad

auf Tour gegangen. Als

das erste Kind in die Schule

kam, machte Braun im Elternbeirat

den Schulweg zum

Thema. „Damals bin ich sensibel geworden

für die Nöte des Radfahrers

und besonders für sichere Schulwege.

Ich habe gesehen: Da müsste einiges

besser werden!“

Bernhard Braun ist am Thema dran,

bis heute. Weil er überzeugt war, dass

in Grenzach-Wyhlen die reiche Erfahrung

und der Sachverstand der IG Velo

eine große Hilfe sein würden, klopfte er

bei der Interessengemeinschaft an und

wurde zum gern gesehenen Gast in den

Sitzungen des Vorstands. Der Vereinsvorsitzende

Thomas Hofmaier nahm

sich Grenzach-Wyhlen an und lud die

hier wohnenden IG Velo-Mitglieder

zu einer Besprechung ein. Gemeinsam

machten sie Inventur und stellten einen

Katalog der Probleme auf.

Jeden Monat trifft sich die Ortsgruppe

Grenzach-Wyhlen; die Termine

finden sich unter www.igvelo.de. Ein

Dutzend Mitglieder sitzen dann am

Tisch. „Aufgestellte Leute, das macht

richtig Spaß“, sagt Bernhard Braun

und fügt hinzu, allein 2010 seien in

Grenzach-Wyhlen sieben Mitglieder

neu zur IG Velo gestoßen. Besonders

dringend erachtet die Ortsgruppe, die

Bundesstraße mitten durch die Gemeinde

sicher zu machen für Radfahrer

– mit abmarkierten Streifen auf der

Straße oder teilweise durch Freigabe

von Gehwegen.

In sachlicher Diskussion und ohne

Engagiert für Radfahrer: Bernhard Braun.

Polemik sucht die Ortsgruppe den Erfolg.

Die Voraussetzungen sind günstig,

denn im Rathaus findet sie offene

Ohren. Bürgermeister Jörg Lutz, Bauamtsleiterin

Monika Neuhöfer-Avdic

und Ordnungsamtleiter Jürgen Käuflin

zielen ebenso auf eine fahrradfreundliche

Gemeinde. Ein erstes Ergebnis gemeinsamen

Strebens ist die im Sommer

2010 gebaute Abstellanlage für zwölf

Velos bei der Bushaltestelle „Siedlung“,

genutzt vor allem von Pendlern,

die hier auf die grenzüberschreitende

Buslinie 38 der BVB umsteigen. (wg)


Lörrach kann

noch spürbar zulegen“

Neugierig und kritisch haben

Verkehrsplaner aufs Radfahren

in Lörrach geschaut. Fazit:

fahrradfreundliches Image, aber

erheblicher Handlungsbedarf.

Baden-Württemberg will den Anteil

des Radverkehrs verdoppeln und deshalb

mehr Lust aufs Radeln machen,

will die Infrastruktur optimieren und

die Verkehrssicherheit für Radfahrer

weiter erhöhen. Dafür gibt es einiges

zu tun. Wie sich der Radverkehr durch

weitere Förderung entwickelt, soll beobachtet

werden. Dafür ist 2009 und

2010 die Lage in elf Städten, unter anderem

in Lörrach, sowie in drei Landkreisen

genau angeschaut worden. In

vier bis fünf Jahren soll erneut ein

Auge auf diese Testkommunen geworfen

werden – die „Wirkungskontrolle“.

Die „Planungsgemeinschaft Verkehr“

in Hannover war von der Nahverkehrsgesellschaft

Baden-Würtemberg

(bei der das Land das Thema Fahrrad

geparkt hat) mit der Bestandsaufnahme

beauftragt worden, genannt „Nullanalyse“.

Das Büro ließ dafür auch in

Lörrach Radfahrer zählen, informierte

sich im Rathaus, studierte Planungen,

fuhr in der Stadt herum und interviewte

Radfahrer. Notiert wurde, was nicht

überzeugte und ebenso, was Eindruck

machte - so die alternierenden Schutzstreifen

in der Mühlestraße, mal links,

mal rechts (weil die Straße zu schmal

ist für durchgehende Streifen auf beiden

Seiten). Das Fazit des Hannoveraner

Verkehrsbüros liest sich so:

„Zusammenfassend lässt sich sagen,

dass Lörrach sich insgesamt ein vergleichsweise

fahrradfreundliches Image

Der Zeitplan bis zur Eröffnung der

Velostation „Velö“ in Lörrach steht.

Nach Auskunft von Andy Wochner,

Geschäftsführer des follow me, wird

das Fachgeschäft im Februar vorübergehend

in die Güterhallen an der

Bahnlinie umziehen – dorthin, wo

follow me bereits Lagerflächen nutzt,

in Nachbarschaft zur Gaststätte Ama-

erworben hat. Auch die öffentlichkeitswirksamen

Markierungsmaßnahmen in

problematischen Straßenzügen können

hierzu beigetragen haben. Allerdings

verbleibt im Bereich der Verbesserung

der Verkehrssicherheit noch erheblicher

Handlungsbedarf, insbesondere

die tendenziell eher negative Bewertung

aus der Radfahrer-Gruppe sollte

hier aufmerksam machen. Auch beim

Fahrradparken und der Öffentlichkeitsarbeit

kann Lörrach noch spürbar zulegen.“

„Wir sehen jetzt, wo wir stehen“,

kommentiert Jürgen Nef, im Rathaus

Leiter des Fachbereichs Straßen/Verkehr/Sicherheit,

das Ergebnis der Nullanalyse.

Man werde sie nun aufarbeiten

und schauen, welche nächsten Schritte

gegangen werden könnten. „Wir wollen

beim Radverkehr In Lörrach auf je-

den Fall auf Erfolgskurs bleiben.“

Der Amtschef des Ministeriums für

Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg,

Ministerialdirektor

Bernhard Bauer, hatte diesen Schluss

aus der Nullanalye im Land gezogen:

„In den Untersuchungskommunen

wurden eine Vielzahl vorbildhafter

und innovativer Lösungen umgesetzt.

Gleichwohl zeigt sich, dass in allen

Kommunen Verbesserungen bei der

Fahrradinfrastruktur wünschenswert

sind. Aber auch die verkehrsrechtlichen

Handlungsspielräume, welche die

Straßenverkehrsordnung bietet, könnten

noch stärker ausgeschöpft werden“.

(wg)

Die Ergebnisse der Nullanalyse in ausgewählten

Städten und Landkreisen fi ndet

man unter www.fahrradland-bw.de.

Zur Nullanalyse in Lörrach gehörte eine Radfahrerzählung im Frühjahr 2010.

Velostation Lörrach ab Herbst 2011

zonica. Im März erfolgt der Abriss des

Gebäudes und beginnt der Neubau

an gleicher Stelle nördlich des

Bahnhofs. Im Herbst 2011 kann

das neue follow me eingeweiht

werden und ebenso die Velostation,

die follow me im Auftrag

der Stadt Lörrach betreibt, finanziell

unterstützt auch von der Sparkasse

Lörrach-Rheinfelden. Hier werden als

Service unter anderem sichere Abstellplätze

am Bahnhof vermietet.

Eine beschränkte Zahl Leihvelos

gibt es von Beginn an, ab Frühjahr

2012 dann in kompletter

Stärke: 20 Tourenräder (fünf von

ihnen E-Bikes), 10 Mountainbikes und

10 Rennvelos. (wg)

VeloPost 1/2011

3

Lokales


Lokales

Durch Warmbach –

vorne hui und hinten pfui

Die Kanalisationsarbeiten durch

Warmbach haben Verbesserungen

für Radfahrer gebracht

– allerdings nicht durchgängig,

zeigt der Augenschein.

Wenn man von der Innenstadt kommend

Richtung Warmbach fährt, freut

man sich: Endlich ein Radstreifen,

markiert auf der Fahrbahn, der ein sicheres

und zügiges Fahren ermöglicht.

Vorbei am Seidenweber und der Polizei

ist das kleine Glück schon zu Ende,

denn der Radfahrer wird auf den nun

gemeinsamen Geh-und Radweg geführt.

Hier hat man dem Gehweg einen

neuen Belag gegeben und die Hecken

sind zurückgeschnitten, so dass wider

Erwarten ein gutes Fahren möglich ist

(kaum Fußgänger unterwegs) und es

gibt bei kreuzenden Straßen die rot

eingefärbten Furten, die in Rheinfelden

vorbildlich sind. Dazu (fast) Nullabsenkung

der Bordsteine. Das hat etwas.

Und dann aber: Nach der Mouscron

Allee (Äußerer Ring) ist fast alles beim

Alten geblieben. Es gibt zwar noch

eingefärbte Furten, aber der Belag ist

nicht verbessert und so schlecht wie eh

und je. Es ist eine lieblose Holperstre-

4 VeloPost 1/2011

cke, die an manchen Stellen verboten

eng und somit zu gefährlich ist. Das

ist auf beiden Seiten der Warmbacher

Straße so – vorne hui und hinten pfui.

Wie jetzt in der Zeitung zu lesen war,

wird das Albiez-Gelände neu bebaut.

Hier sollte die Stadtverwaltung die Gelegenheit

ergreifen, vom Seidenweber

zum Hochgericht entlang der Bahnlinie

ein kleines Stück zu erwerben, um eine

gefahrlose Radwegverbindung durch

Warmbach in die Stadt zu legen. (lo)

Schutzstreifen für Radfahrer, rot eingefärbte Furten über anstoßende Straßen: Nach

den Kanalisationsarbeiten in Warmbach ist an den Radfahrer gedacht worden.

Kraftwerksteg abgerissen – und jetzt?

Mit dem Abriss des Kraftwerkstegs

in Rheinfelden wurden

Fakten geschaffen.

Vor Jahrzehnten beschlossen, war

der Abriss nicht mehr aufzuhalten,

auch wenn der Protest in den letzten

Wochen immer stärker wurde und die

Rheinfelder merkten, was ihnen ihre

Geburtsstätte bedeutete. Der Kraftwerkssteg

war noch aus massivem

Stahl ( der Eiffelturm hinterließ hier

seine Ähnlichkeit) und die groben

Holzdielen waren einfach, aber stabil.

Es war kein künstlerisch wertvoller und

mondäner Übergang, aber praktisch

und verbindend im wahrsten Sinn des

Wortes. Er hat die Bevölkerung zweier

Länder zusammengebracht und auf

unspektakuläre Art und Weise den

Rhein überqueren lassen.

Für Velofahrer war es zum einen

ein bequemer Übergang für Ausflüge

in die Schweiz. Aber auch zum Migros

oder zum Kurzentrum mit dem

sole uno konnte man vom Osten der

Stadt genauso einfach fahren wie von

der Schweiz ins nahe Famila-Zentrum.

Auch für den Alltagsradler ist dieser

Übergang nun abgerissen.

Nur ein Teil des Stegs steht auf unserem Foto noch – und ist

nun auch längst schon abgerissen.

Es gibt nun einen provisorischen

Übergang beim neuen Kraftwerksteg,

der am Sonntag geöffnet ist, der aber

für Radfahrer, die hier Rad schieben

müssen, nicht geeignet ist. Es ist spannend,

ob man diesen unattraktiven,

wesentlich längeren Weg der Bevölkerung

zumuten

will oder den Mut

und das Geld zusammenbringt,

um die Bevölkerung

mit einem

neuen Steg wieder

zu verbinden.

Abgerissen war

der Steg schnell.

Um so mühsamer

wird der Wiederaufbau,

wenn man

das eigene Motto

„Rheinfelden verbindet“

ernst nehmen

will. (lo)


Lörrach. Der Umzug

der Theodor-

Heuß-Realschule in

die als Provisorium

gerichtete Alte

Spinnerei Haagen

hat dem Radfahrer

Verbesserungen

gebracht. So ist nun beim Bahnhof

Haagen die Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung

mit einem weißen

Streifen zweigeteilt, zudem sind zwei

Spiegel installiert (wie dieser auf dem

Foto, der einen Briefträger beim Unterqueren

der B 317 zeigt). Ein Spiegel ist

zwar bald zerschmissen worden – aber

vielleicht hält der Ersatz etwas länger.

Rheinfelden/

Bad Säckingen.

Wieder mal

ist die Uneinheitlichkeit

des

Bahnregionalverbundes

ein

großes Ärgernis.

Wer von Lörrach nach Karlsruhe

fahren möchte und sein Fahrrad mitnehmen

will, kann dies auf der ganzen

Strecke kostenlos tun. Wer von Rheinfelden

nach Bad Säckingen sein Fahrrad

mitnimmt und dabei die Kreisgrenze

nach Waldshut überquert, wird des

Zuges verwiesen, wenn er keine Fahrkarte

vom Regionalverbund Waldshut

vorweisen kann. Das ist vor kurzem

einem Velofahrer passiert. Dieses Gebaren

erinnert an die alten Zölle, die

im Mittelalter bei Überschreiten der

Grafschaftsgrenzen erhoben worden

sind. Der Landkreis Waldshut hat erst

vor kurzem diese Regelung bestätigt.

Sie ist ein Rückschritt bei der Vereinheitlichung

und fördert keinesfalls die

Benutzung von umweltfreundlichen

Verkehrsmitteln.

Basel. Baustellen

sind im Landkreis

Lörrach für

Radler mal besser,

mal schlechter

zu umfahren.

Dieses Beispiel

einer optimalen

Regelung haben Pendler in Basel in der

Grenzacher Straße, Höhe Roche-Hochhaus

sehen können. Die rote Markierung

des Radstreifens ist vorbildlich;

eine zusätzliche gestrichelte Linie hält

Autofahrer auf Distanz.

Weil am Rhein.

Seit Anfang November

können

Velofahrer am

„Point Vauban“,

unmittelbar an

der Dreiländerbrücke

in Weil am Rhein, ihre Zweiräder

an vier neuen Fahrradständern

sicher abstellen.

Holzen/Egringen.

Dieses Hinweisschild

wurde

auf Drängen der

IG Velo-Ortsgruppe

Weil vom

Landratsamt

aufgestellt beim

Radweg von Holzen nach Riedlingen

sowie auf der Kreisstraße in Egringen,

auf Höhe des Friedhofes. Es soll Autofahrer

warnen, dass an diesen Stellen

häufig und unvermutet Velofahrer die

Fahrbahn kreuzen können. Auf Höhe

der Kalten Herberge müssen Velofahrer

die Bundesstraße 3 überqueren, wenn

sie den Markgräfler Radwanderweg in

Richtung Bamlach bzw. in Richtung

Mappach befahren wollen – eine nicht

unerhebliche Gefahrenquelle für die

Radfahrer. Deshalb wurde auch hier

dieses Verkehrszeichen aufgestellt.

Binzen/Fischingen.

Von Binzen

nach Fischingen,

auf der Binzener

Straße, ist für

Radler die Fahrt

längst nicht

mehr so gemütlich

wie noch vor Jahren, ja sogar riskant.

Einer der Gründe dafür ist der

außerordentliche Erfolg bei Fünfschillings

am Ortseingang von Fischingen,

aber auch die Attraktivität von Hieber

in Binzen. Im Januar will der Fischinger

Gemeinderat beraten, wie für

Radfahrer wieder größere Sicherheit

erreicht werden könnte. Eine „Nahverkehrsinitiative

Kandertal“ hat im

Dezember vorgeschlagen, die beiden

erwähnten und auch andere Betriebe

könnten Baumaßnahmen mitfinanzieren,

indem sie zeitweilig an der Kasse

einen „Speichenpfennig“ erheben.

VeloPost 1/2011

5

Aufgefallen


E-Bike

Velo

unter

Strom

2010 war das Jahr der E-Bikes:

Noch nie waren Modellvielfalt,

Verkaufszahlen und Akzeptanz

der Räder mit Elektro-Unterstützung

so groß. Mittlerweile

lautet die Frage vielfach nicht

mehr: „Brauch‘ ich das?“, sondern

„Gönn‘ ich mir das?“.

Jedenfalls bleibt es dabei: Das

Elektrofahrrad erweitert das

Einsatzgebiet des Velos und

kann den umweltfreundlicheren

Individualverkehr stärken.

Ein Lagerbericht von

Thomas Hofmaier.

Das gibt‘s doch nicht: Schon fast

zehn Jahre ist es her, dass wir in der

VeloPost ausführlich über die Entwicklung

von E-Bikes berichtet haben –

verrückt, wie die Zeit vergeht. Damals

hatten wir im gewagten Selbstversuch

die aktuelle Generation der Elektroräder

im tiefsten Schwarzwald zwischen

Hornberg, St. Georgen und Schramberg

getestet. Wir fanden die Antriebe

ausgereift, zumindest jene der damals

führenden Pioniere, die Modelle der

Schweizer Firma BikeTec mit ihrem

Flyer (Industrie Neuhof 9, CH-3422

Kirchberg) oder der Firma Heizmann

aus Schönau mit dem Estelle. Auch

den damals getesteten Dolphin (heißt

heute IZIP Express, in der Jurastraße

52, CH-4057 Basel) gibt es heute noch

in überarbeiteter Version zu kaufen.

Den ersten Boom hatten wir im

Jahr 2001 in Japan ausgemacht und

Deutschland in Sachen Elektrorad

noch als rückständig bezeichnet. Das

ist heute anders. Der Hilfsmotor boomt

nun auch hier, die Elektroräder sind

beliebt, insbesondere bei den älteren

Velofahrern. Aber nicht nur: Sportli-

6 VeloPost 1/2011

Flott und pfi ffi g: Das E-Bike erschließt auch neue Radlerkreise.

che und kraftvolle Modelle mit hohem

Drehmoment für den schnellen Sprint

sprechen auch die jüngeren Generationen

und Berufspendler an, ja sogar

den ein oder anderen Mountainbiker.

Gleich überm Rhein zum Beispiel, in

Basel, ist die Elektro-Dichte bei den

Alltagsradlern besonders hoch.

Zweierlei: Pedelec & E-Bike

Von „E-Bike“ sprechen und schreiben

wir – auch hier. Tatsächlich müssen

wir beim Elektrorad unterscheiden:

zum einen das Pedelec, zum anderen

das E-Bike. Wo liegt der Unterschied?

Pedelecs sind, wie der Name schon

erahnen lässt, Elektroräder, bei denen

der Antrieb nur dann läuft, wenn der

Fahrer selbst in die Pedale tritt. Sobald

der Fahrer aufhört zu treten, stellt sich

der Antrieb selbstständig aus. Ebenso

drosselt der Elektroantrieb seine Unterstützung

mit steigender Geschwindigkeit.

Ab Geschwindigkeiten größer 25

km/h ist der Motor praktisch aus. Somit

gilt das Fahrzeug nicht als „Mofa“.

Ein Helm muss nicht getragen werden.

E-Bikes sind Elektroräder, die in der

Regel auch dann antreiben, wenn der

Fahrer nicht tritt. Diese E-Bikes gelten

als Fahrzeuge und nicht als Fahrrad

und sind daher versicherungspflichtig.

In der Regel sind E-Bikes für höhere

Geschwindigkeiten zugelassen. Mit

entsprechendem Mittreten kommt man

so locker auf 40 bis 50 km/h.

Ein Versicherungskennzeichen muss

am E-Bike angebracht sein. Manche

Räder werden wie Motorräder mit

manuellen Steuerungen, zum Beispiel

einem Drehgriff bedient. Durchgesetzt

haben sich aber die Steuerungen der

Tretkraftunterstützungen. Je stärker

man in die Pedale tritt, umso stärker

der Antrieb durch den Motor. Und das

man richtig Freude.

Vielfalt: Anbieter & Technik

Mittlerweile gibt es eine schier unüberschaubare

Vielzahl von Anbietern

für Räder und Antriebssysteme. Das

Magazin Aktiv Radfahren hat auf 80

Seiten Kaufberatung 28 Pedelecs und

E-Bikes getestet. Vom Rentner-Pedelec

über das Sport-, Lasten-, Touren-,

Komfort-, Liegerad- bis hin zum Falt-


Pedelec wird für alle

Einsatzfälle etwas

angeboten.

Fast jeder Hersteller

hat sein eigenes

Konzept für das Batteriesystem.

Auch die

Antriebe unterscheiden

sich: Da findet

man neben dem Vorderradnabenmotor

(sieht aus wie ein

großer Nabendynamo)

auch die Motoren

im Hinterrad und

ebenso den Motor im

Tretlagerbereich (dort

ist in der Regel der

bewährte Panasonic-

Motor verbaut).

Der Frontantrieb

hat den Vorteil, dass

er sich relativ einfach

nachrüsten lässt (siehe

Heinzmann). Ein

Nachteil kann sein,

dass auf glattem Untergrund

und bei ungünstigerLastverteilung

das Vorderrad

durchrutschen kann.

Der Heckantrieb

hat in der Regel den

Vorteil, dass die

Elektrokraft abhängig

von der Tretkraft

verstärkt werden

kann. Nachteilig ist bei Nabenmotoren

im Heck, dass nur Kettenschaltung und

keine Nabenschaltung möglich ist.

Liegt der Motor im Tretlagerbereich,

braucht es hier auch immer spezielle

Rahmen, eine Nachrüstung ist nicht

möglich.

Weit verbreitet ist auch das System

Fachhandel statt Discounter

In diesem Jahr hat ein führender

Discounter ein Elektrorad für 700 Euro

unter seine Lebensmittel gebracht.

Warum also ein Pedelec für über 2.000

Euro von einem Markenhersteller kaufen?

Auch hier gilt: Es kommt darauf

an, was man erwartet für sein gutes

Geld. Aber unbedingt beachten: Auch

oder gerade ein Elektrorad braucht

Ein Jahr im Test bei Thomas Hofmaier: der Bionx-Antrieb...

...hier kombiniert mit einem Mountainbike.

des kanadischen Lieferanten Bionx,

mit dessen Hinterradradantrieb sich

ein handelsübliches Velo umrüsten

lässt – ein stabiler Rahmen ist allerdings

Vorraussetzung. Man kauft ein

Hinterrad komplett eingespeicht mit

Nabenmotor. Ein Ritzel auf die Nabe,

die Batterie noch an den Rahmen, die

Wartung und nach ein paar Jahren

auch mal einen neuen Satz Batterien.

Ein Fachgeschäft vor Ort ist meist die

bessere Wahl.

Erst mal ausleihen

Fast alle Radhändler vermieten auch

E-Bikes. So kann man an einem Wochenende

oder mit einem Ausflug ins

Grüne relativ schnell herausfinden, ob

das Elektrorad das richtige ist. Ausleihen

kann man auch bei:

b.b.dienstleistungen, Verleihstation

in Obereggenen, Lina-Kromer-

Straße 4, Tel: 0151-50154716

Steuerungselektronik an den

Lenker montiert und zum Motor

wie zur Batterie verkabelt – und

fertig ist das Bike.

Im IG Velo-Test: Bionx

Einen solchen Bionx Antrieb

habe ich im Langzeittest und

unter Alltagsbedingungen ein

Jahr lang bei Wind und Wetter

mit Hitze und Kälte getestet. Zu

diesem System können wir nur

Gutes berichten. Ein Generatormodus

speichert bei langen Abfahrten

und im Stop and Go im

Stadtverkehr die Brems-Energie

zurück in die Batterie – das sorgt

für eine Reichweitenverlängerung

von bis zu zehn Prozent.

Die Effizienz des Antriebs setzt

neue Standards und ist nach

meiner Meinung bei den Serienprodukten

unerreicht.

Die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten

des Systems über

die Programmierung erlaubten

eine gute Anpassung an die Bedürfnisse.

So ist natürlich die

Reichweite abhängig davon, wie

viel Unterstützung man während

der Bergfahrten und auch auf der

Ebene anfordert. Mit der kleinsten

Unterstützungsstufe kommt

man mit einer Batterieladung

locker 60 bis 70 km weit. Bei

vielen Berg-und Talfahrten und

der höchsten Unterstützungsstufe

ist bereits nach 25 km finito. Dann

kann eine mitgeführte zweite Batterie

in der Satteltasche weiter helfen.

Bionx boomte in den letzten Jahren

sehr stark, was sich negativ auf

den Service in Deutschland auswirkte.

Mittlerweile sind die Probleme behoben,

ein neuer Distributor ist besser.

Testen und Kaufen – hier in der Region

Warum besser ins Fachgeschäft,

wo man Probefahren

kann, Adressen für den Kauf.

oder Festnetz 07635-9825; E-Mail:

b.b.dienstleistungen@t-online.de

(kostet pro Tag = 6 Stunden: 25.- bis

28.- Euro

Solar elektro velo, Hartmut Schmidt,

Gupfweg 3, Kandern, Tel: 07626-8427

ekone - Das E-Bike-Center, Im

Rebacker 11, Eimeldingen, Tel: 7621

- 4253091, E-Mail: info@ekone.de,

www.ekone.de

Und ab zum Kaufen

Die meisten Fahrrad-Fachgeschäfte

bieten E-Bikes an. Fragen Sie doch

nach bei Inserenten der VeloPost!

VeloPost 1/2011

7

E-Bike


E-Bike

Info aus

dem Buch

Gunnar Fehlau, der gemeinsam

mit Peter Barzel das Buch „Das

E-Bike“ geschrieben hat – mittlerweile

in der 2. Aufl age und

sehr zu empfehlen –, hat die

zehn wichtigsten Tipps zum

E-Bike zusammengestellt:

1. Kein Radkauf ohne E-Bike-Test!

E-Bikes gibt es mittlerweile in jeder

Fahrradgattung. Wer über ein neues

Rad nachdenkt, sollte immer auch E-

Bikes in Erwägung ziehen – oder sie

ganz bewusst ausschließen. „Nutzen

Sie die Gelegenheit und testen Sie

ein aktuelles E-Bike im Fachhandel“,

schlägt Gunnar Fehlau vor

2. Alles eine Typfrage. Ihre Anforderungen

entscheiden über den Radtyp.

Das klassische E-Bike mit Gasgriff ist

ideal zum Beispiel für die fiese Rampe

auf dem Heimweg oder das Lastenrad.

Über 90 Prozent aktueller Elektroräder

aber gehören zur Gattung der Pedelecs

3. Der Spaß hat seinen Preis. Wie

alles, was Spaß macht, kostet auch

das E-Bike Geld. Es besteht aus einem

Qualitäts-Fahrrad, einem Motor und

dem Akku. Ein guter Vergleich ist der

Handy-Akku: Das Energiebündel in

Radiergummi-Format kostet gerne 30

Euro – verständlich, dass ein Akku in

TetraPak-Größe das Zwanzigfache kostet.

Die Faustformel besagt: Ein taugliches

Alltagsrad startet bei 700 Euro,

ein E-Bike bei 1.700 Euro.

4. Vergessen Sie das Reha-Image!

Noch vor kurzer Zeit haftete E-Bikes

das Flair des Nicht-mehr-Könnens an.

Mittlerweile sind sie auch stilistisch im

Alltag angekommen und das Durchschnittsalter

von E-Bike-Käufern sinkt

jährlich. Nutzen Sie Rolltreppen, Spülmaschine

und Fensterheber? Warum

dann E-Bikes verpönen? Es gibt sie

mittlerweile in allen Fahrradkonzepten:

Trekking, City, Reise, Mountainbike,

Lasten-, Liege- oder Faltrad.

5. Falsche Frage: Reichweite. Bedenken

Sie: Über 50 Prozent aller Autofahrten

sind kürzer als fünf Kilometer,

die Frage der Reichweite wird für

den Alltag überbewertet. Die Reichweite

eines E-Bikes hängt stark von Nutzer

und Nutzung ab [siehe Tipp 7]. Sie

8 VeloPost 1/2011

kann zwischen 20 und 100 Kilometer

betragen. Zudem: Im Alltagsgebrauch

gibt es immer ausreichend Infrastruktur

für das Aufladen und die Akku-

Anzeige gibt stets Auskunft.

6. Richtige Frage: Energie-Strategie.

Wer länger radelt als ein Akku reicht

oder Sicherheit wünscht, hat zwei Möglichkeiten:

Zweitakku oder Zweitladegerät.

Es gilt: Wer Zeit hat, lädt – im

Alltag etwa im Büro, auf Touren zum

Beispiel beim Mittagessen. Das dauert

je nach System zwischen einer und

fünf Stunden. Wer ohne Pause weiter

will, braucht einen frischen Akku. Der

ist freilich schwerer und teurer als ein

Ladegerät. Clever: Touristische Hotspots

wie die Schweizer Herzroute bieten

Akku-Wechselstationen

7. Fahrstil = Verbrauch. Viele Faktoren

beeinflussen den Verbrauch der

Pedelecs: Systemgewicht, Topographie,

Temperatur – allen voran jedoch die

Fahrweise. Bei Ampelsprints und im

Wiegetritt bringen E-Radler viel Kraft

in die Pedale, der Sensor registriert sie

und lässt den Motor entsprechend

der eingestellten

Stufe unterstützen.

Daher sind hochwertige

Systeme individuell auf

das Nutzungsprofil einstellbar.

Übrigens gilt

immer: Mit Bedacht fahren

und sinnvoll schalten

schont auch den Akku-

Stand“.

8. Braucht man Helm,

Führerschein und Ver-

sicherung? Eine Helmpflicht

besteht beim E-Bike

nicht – höchstens moralisch,

wie beim Fahrrad.

Fürs Nummernschild ist

Tipp

Gunnar Fehlau, Peter

Barzel: Das E-Bike.

Verlag Delius Klasing.

135 Seiten, 14,90 Euro.

das anders: Man unterscheidet abgeregelte

E-Bikes und die sogenannte offene

Klasse. Die Ersteren schieben mit bis

25 km/h, die Offenen bis 45 km/h. Nur

schnelle E-Bikes bedürfen in Deutschland,

wie Mofas, eines Versicherungskennzeichens

und einer Betriebserlaubnis.

Das Mindestalter zum Führen

offener E-Bikes ist 15 Jahre; man

braucht eine Mofa-Prüfbescheinigung,

die in jedem beliebigen Führerschein

enthalten ist. Menschen, die vor dem

1. April 1965 geboren wurden, dürfen

auch ohne sie schnell E-Biken.

9. Unter Strom zu neuen Zielen. E-

Bike macht Spaß, E-Bike schafft Freiheit!

Wann waren Sie zuletzt mit dem

Rad am Aussichtsturm auf dem Berg

vor der Stadt? Wann sind Sie das letzte

Mal zur Arbeit geradelt? Haben Sie

kürzlich das Auto einfach stehen gelassen,

weil Sie richtig Lust aufs Fahrrad

hatten? Vielleicht gibt das E-Bike

Ihnen genau den richtigen Impuls, all

das mal wieder zu tun. Genießen Sie

die frische Luft, geben Sie richtig Gas

ohne Abgas und lachen

Sie über Parkplatzsucher

– das dürfen Sie sich mal

gönnen.

10. Der Memory-Effekt

war einmal! Moderne

Akkus sind wahre

Hightech-Wunder. Sie

funktionieren unkompliziert,

wie man das

vom Handy oder Laptop

kennt. Der Memory-

Effekt, durch den die

Akku-Leistung stetig abnimmt,

tritt bei E-Bikes

mit aktueller Ausstattung

wie Lithium-Mangan-

Akkus nicht mehr auf.

Einer der Marktführer: Flyer der Bike-Tech AG

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, was mit einem Elektrorad

möglich ist, können Sie sich beim Fachhandel zum Beispiel ein Rad vom

Marktführer Flyer (Huttwil, Schweiz) ausleihen. Die Flyer-Bikes sind sehr problemlos

zu handhaben und deshalb für Test und Einstieg bestens geeignet.

Aus der Modellpalette herausgegriffen: Die Flyer C-Serie mit kompaktem

Design und tiefem Einstieg ist Maßstab

geworden in der Komfort-Klasse – für

Einkaufen und Touren. Die C-Serie ist

auch als schnelle Version mit Mofa-

Zulassung erhältlich. Die T-Serie

zielt auf Pendler, die Radtour

am Wochenende und das

Fahren im Alltag.

Flyer T-Serie, tiefer Einstieg.


Bekenntnisse

eines E-Bike-Junkies

Wie einer (kein Einzelfall!) voll

abfährt aufs Stromvelo – Name

der Redaktion bekannt.

Im zeitigen Frühjahr 2010 hatte ich

(notorischer Schönwetter- und Gelegenheitsbiker

mit Handicap) mich bei

einer Probefahrt mit einem Flyer selbst

angefixt. Neun endlos lange Wochen

dauerte die Zeit, bis die Droge endlich

zugeteilt wurde.

Aber dann war es soweit! Das Gefühl:

unbeschreiblich. Die Jugend ist zurück.

Endlich hat man die Power, die man

eigentlich immer schon haben wollte.

Das E-Bike fliegt durch die Landschaft.

Bekannte am Wegesrand? Ein flüchtiges

Winken – und schon saust man

weiter. In der Ebene gleiten die Wege

nur so unter einem dahin. Klar strengt

man sich trotzdem an, auch Schweiß

fließt – bei Bedarf und auf Wunsch sozusagen

–, aber die große Ermattung

bleibt aus.

Am Berg zeigt der Flyer erst, wofür

er gemacht ist: Mit einem Knopfdruck

wird die „Unterstützung“ diskret auf

HIGH (I want to take you higher!) gestellt

und moderate Steigungen werden

kaum noch wahr genommen. Wird’s

gar wirklich steil – o.k., dann muss

man halt auch die Gangschaltung bemühen

und sich ein bisschen plagen,

aber passt schon, gleich geht’s wieder

bergab!

Der große Vorteil: Man benutzt das

Velo – denn das ist es ja immer noch

– jetzt wirklich oft (über 1.000 Kilometer

waren es bereits in den ersten drei

Monaten) und muss nicht fürchten,

regelmäßig in Schweiß gebadet anzukommen.

Man bewegt sich definitiv

mehr an der frischen Luft und hat viel

Freude daran.

Dummerweise hatte ich die Tage ein

schlimmes Entzugserlebnis. Wie gewohnt,

wollte ich eine kleine Besorgung

„mal eben“ mit dem Flyer erledigen.

In der Garage stellte ich fest, dass

dieser aber noch auf der Autohalterung

fixiert war. Den benötigten Schlüssel

hatte ich gerade auch nicht zur Hand,

da fiel mein Blick auf das immer noch

vorhandene, ein Schattendasein führendes

Vorgängervelo. Sieben-Gang

Nabenschaltung immerhin. Also nicht

lang gezögert, man ist ja in Übung!

Aber ach, was ist denn das? Schon

die Auffahrt aus der Tiefgarage holt einen

fast vom Rad. Ein kritischer Blick:

Sind etwa die Reifen platt, oder ist eine

(nicht vorhandene) Feststellbremse betätigt?

Die „Steigung“ im Grütt zum Rosengarten

– gut, dass es die Gangschaltung

gibt! Der leichte Anstieg bei Gegenwind

auf dem Heimweg sorgt für

Déjà-vu Gefühle: Schweiß gebadet betritt

man das traute Heim.

Nachteil? Bei (Drogen-)Entzug: kalter

Schweiß. Lesen Sie doch die Packungsbeilage

oder fragen Sie Ihren

Fahrradhändler.

„Bin viel schneller am Ziel!“

Einige Fragen Nathalie Matter,

eine jungen E-Bike-Fahrerin.

Warum fährst Du ein E-Bike?

Nathalie Matter: Weil ich damit viel

schneller am Ziel bin, in der Schule,

bei meinen Freunden und sonst wo

bin. Ich darf keinen Scooter haben,

deshalb habe ich mich für ein E-Bike

entschieden. Es hat den Vorteil, dass

es praktisch ist und schneller als ein

normales Fahrrad, vor allem weil ich

auf einem Hügel wohne. Ich spare auf

dem Weg ins Gymnasium im Vergleich

zum öffentlichen Verkehr rund

20 Minuten pro Weg und Tag. Ich

kann am Morgen eine halbe Stunde

länger schlafen.

Wie fährt es sich mit dem E-Bike?

Gut! Im Flachen braucht man es

nicht unbedingt, ist aber sehr angenehm;

wenn man bergauf fährt, fährt

es sich viel leichter. Man fährt bergauf,

als wenn es eben weiterginge.

Ist die Handhabung – Akku laden,

Akkumontage – einfach genug?

Wir haben uns für einen Umbausatz

(PL-250) von Bionx aus Kanada

entschieden. Mein Vater hat den Umbausatz

per Internet bestellt und mein

Fahrrad umgebaut:

neues Hinterrad mit

Motor, Steuerung,

Verkabelung, Steuerkasten

etc. Preis

umgerechnet rund

1.250 Euro inklusive

Fracht. Die Akkumontage

war an meinem

Fahrrad nicht

allzu einfach, denn

ich habe keine Befestigungspunkte

für

einen Flaschenhalter.

Das hat deshalb mein

Vater gemacht. Aber

den Akku zu laden

ist kinderleicht: anschließen

und etwa sechs Stunden

warten.

Was gibt es zu beachten?

Das E-Bike immer gut abschließen

und aufpassen, dass der Akku richtig

in der Halterung drin und abgeschlossen

ist, nicht dass man ihn einfach

herausziehen kann.

Was würdest Du verbessern?

Ich würde die Leistung

des Akkus etwas

erhöhen, damit man

länger damit fahren

kann, ohne ihn aufzuladen.

Was sagen die Kollegen

und Kolleginnen?

Die finden es toll

und sind auch froh,

wenn sie manchmal –

wenn sie zum Beispiel

Im Interview: Nathalie Matter

über Mittag nach

Hause müssen, weil

sie ihre Schulsachen vergessen haben

– mein E-Bike benützen dürfen.

VeloPost 1/2011

9

E-Bike


E-Bike

Das Velo

könnte boomen

Die Fahrradregion Münster

rechnet dank E-Bike mit 56

Prozent mehr Kilometern auf

dem Velo – was sich, vielleicht

mit Abstrichen, auch auf andere

deutsche Landschaften

übertragen ließe.

Die Stadt Münster hat sich vom Planungsbüro

LK Argus Kassel – unter

Mitarbeit des Deutschen Instituts für

Urbanistik (Difu, Berlin) – die Expertise

„Mobilität Münster/Münsterland

2050“ erstellen lassen. Nach ihr steigt

dank Elektrohilfe die mit Fahrrädern

zurückgelegte Verkehrsleistung um 56

Prozent, während der Pkw-Verkehr um

17 Prozent und der Öffentliche Verkehr

um 11 Prozent abnehmen.

Ein für das Münsterland wichtiger

Trend in der Verkehrsmittelwahl

wird nach Überzeugung der Planer die

wachsende Bedeutung von Pedelecs

oder E-Bikes. Der Leistungszuwachs

durch einen Elektromotor verdreifache

die Reichweite des Fahrrades, das

Fahrrad werde auch auf größeren Entfernungen

und bei Steigungen konkurrenzfähiger.

2007 wurde für Münster eine mittlere

Wegelänge für den Radverkehr von

Deutschlands Fahrradstadt Münster verspricht sich viel vom E-Bike und investiert

selbst weiter in den Radverkehr. Eben hat sich Münster ein drittes Fahrradparkhaus

zugelegt. Das „Radlager“ (Foto), entstanden im Erdgeschoss eines umgebauten ehemaligen

Autoparkhauses, bietet Platz für 420 Velos.

10 VeloPost 1/2011

3,4 km ermittelt, die mittlere Reiseweite

der Münsteraner lag bei 6,89 km.

In der neuen Expertise wird von einer

Erhöhung der Anteile des Radverkehrs

ausgegangen, wobei die Erhöhung mit

der Wegelänge zunimmt. Während bis

3 km von keiner weiteren Steigerung

des Radverkehrsanteils ausgegangen

wird, wird bei größeren Entfernungen

eine deutliche Steigerung angenommen

(+200 Prozent).

Unterm Strich rechnen die Planer

damit, dass der Anteil des Radverkehrs

am Gesamtverkehrsaufkommen der

Münsteraner Bevölkerung um knapp

7 Prozentpunkte zunimmt. Deutlich

verringert sich der Kfz-Verkehr, auch

die ÖPNV-Nutzung geht etwas zurück.

Die mit dem Fahrrad zurückgelegten

Kilometer nehmen gegenüber der Analyse

2007 um 56 Prozent zu. Die Verkehrsleistung

im Kfz-Verkehr (Fahrer)

nimmt gegenüber 2007 um 17 Prozent

ab, im ÖPNV beträgt die Reduzierung

der Verkehrsleistung 11 Prozent.

Die mittleren Wegelängen im Radverkehr

nehmen von 3,4 km in der

Analyse 2007 auf 4,6 km zu. Durch die

teilweise Substitution der „kürzeren“

ÖPNV- und Kfz-Fahrten durch Wege

mit dem (Elektro)Fahrrad nehmen die

mittleren Wegelängen von ÖPNV und

Kfz bei rückläufiger Wegezahl ebenfalls

leicht zu.

Wussten Sie?

Rund 150.000 Elektrofahrräder

wurden im Jahr 2009 in Deutschland

verkauft (die Zahlen für 2010 hatten

wir bei Redaktionsschluss noch nicht).

Im Vergleich zu ca. 9.000 Elektroautos,

welche in den Zulassungsstellen registriert

wurden, eine überwältigende

Zahl. Das Wachstum im Bereich Elektrofahrräder

erfordert dann aber auch

den Ausbau von öffentlichen Ladestationen,

Mietradsystemen und mehr Platz

im Straßenraum für alle Radfahrer.

Was Sie wissen sollten und wie Sie

ein gutes Elektrofahrrad finden: Alle

wichtigen Verbraucherinformationen

gibt es in der ADFC-Broschüre „Pedelecs

und E-Bikes“. Sie steht zum

Herunterladen bereit auf http://www.

adfc.de/pedelecs/Tipps-zu-Auswahlund-Kauf.

Angemerkt

Nach Schönau

wechseln!

„Solange im bundesdeutschen Energieträgermix

die Atomenergie mit 29

Prozent und die erneuerbaren Energien

mit lediglich 11 Prozent zu Buche

schlagen, ist die Anschaffung eines E-

Bikes eigentlich umweltpolitischer Frevel.

Aber es sind ja die Widersprüche,

die den Menschen sympathisch machen.

Also, liebe Bewohnerinnen der

Lörracher Höhen, liebe Anzugträger

und Bergziegen, liebe etwas betagte

MitbürgerInnen – ab aufs E-Bike und

zu den Elektrizitätswerken Schönau

wechseln!“ Gerd Wernthaler

Auch das schon

Elektro-Falter

Dahon hat seiner Palette von Falträdern

bereits eines mit Stromhilfe

hinzugefügt, zu kaufen für rund

2.000 Euro. Das Boost E-Rad soll eine

Reichweite von 25 Kilometer haben,

die Ladezeit der Batterie beträgt etwa

drei Stunden. www.dahon-faltrad.de


Urlauber aufs E-Bike

Die Stadt Lörrach wird sich in

das E-Bike-Netz des Naturparks

Südschwarzwald einfädeln

– vielleicht schon 2011,

spätestens 2012.

Lörrach will für Touristen attraktiver

werden. „Wir sehen das größte Entwicklungspotenzial

im Radverkehr“,

erklärt Karin Kupka, Leiterin der Touristinformation.

Zuwächse sollen gelingen

mit der Velostation, mit

einem Navigationssystem für

die Mythischen Orte am Oberrhein,

dem weiteren Ausbau

des Rad- und Wanderwegenetzes

– und mit dem Verleih

von E-Bikes.

Im Dezember lud Bürgermeisterin

Marion Dammann

Hoteliers und Vermietern von

Ferienwohnungen ins Rathaus ein und

informierte über das Projekt E-Bike. Es

knüpft an den Verleih von E-Bikes im

Naturpark Südschwarzwald an: Über

100 E-Bikes der Marke Flyer können

Lörrachs Gemeinderat hat

eine Fortschreibung des Tourismuskonzepts

gutgeheißen,

das den Radurlauber im Auge

hat. Das sei ganz im Sinn der

IG Velo, stellt Gerd Wernthaler

in der VeloPost heraus.

Der Fahrradtourismus ist

die einzige Tourismussparte

im Deutschland, die kontinuierliche

Zuwächse verzeichnet.

Unsere Regio ist

wie geschaffen für Velotouristen.

Trotzdem wird ihnen

noch nicht der gebührende

Stellenwert eingeräumt. Die

IG Velo unterstützt Bestrebungen

der Stadtverwaltung,

das zu ändern.

Hier sind Trümpfe auszuspielen.

Wir liegen an einer

idealen, zentralen Schnittstelle

von Radfernwanderwegen:

dem Rheintal-Rad-

von Urlaubern für Touren genützt werden;

dafür ist ein Netz von Verleihstationen

und Akkulade- bzw. Akkuwechselstationen

geknüpft. Das Projekt gilt

als Erfolg, Feriengäste sind begeistert.

Eine Erkenntnis lautet, dass Urlauber

zunehmend Ferienorte wählen, wo E-

Bikes zur Verfügung stehen.

In Lörrach werden E-Bikes bei der

Velostation am Bahnhof auszuleihen

sein, die im Herbst 2011 in Betrieb gehen

soll. Wer ein Hotel betreibt oder

Ferienwohnungen vermietet, wird E-

So wirbt der Naturpark Südschwarzwald für sein Projekt.

Bikes auch für sechs Monate im Jahr

leasen können – für 100 Euro Gebühr

im Monat, die mit dem Verleih an Gäste

wieder hereingeholt werden könnte.

Beim Leasing ist die Velostation der

Radtouristen nach LÖ – eine Chance!

weg, dem Südschwarzwald-Radweg

und dem Dreiland-Radweg. Vor drei

Jahren wurde das grenzüberschreitende

Radroutennetz „Zwei Ufer - drei

Brücken“ eingeweiht, das bis Lörrach

reicht. 2009 wurde der 250 Kilometer

lange Südschwarzwaldradweg sehr

erfolgreich seiner Bestimmung übergeben.

Auch er führt über Lörrach.

Eine weitere Attraktion für den Freizeitradler

wird ab Frühjahr 2011 der

Radtouristen erwünscht: in Lörrach das Urlaubsquartier, mit

dem Fahrrad das Wiesental und die gesamte Region erkunden.

Partner, auch hier handelt es sich um

die stets neuesten Modelle von Flyer.

Auf www.ebike-suedschwarzwald.

de ist das Gesamtprojekt dargestellt

mit allen Angeboten an Nutzer – unter

anderem mit präzisen Vorschlägen

für Touren. In Lörrach sind zunächst

zwei Touren vorgesehen, eine in Tallage,

eine über die Hügel links und rechts

der Stadt, mit elektrischer Unterstützung

bequem zu absolvieren. Die vielen

Routen im Südschwarzwald sollen

möglichst rasch auch von Lörrach aus

auf dem E-Bike erreicht werden

können. Dafür sollten

jedoch weitere Gemeinden

im Wiesental beim E-Bike-

Projekt des Naturparks Südschwarzwald

mitmachen und

ebenfalls Akkuwechselstationen

vorhalten. Denn die

Lörrach nächstgelegene Servicestation

liegt derzeit in

Fröhnd. Und zwischendrin könnte – je

nach Ladestand und Lust zum Mittreten

– ein Akku schlapp machen, auch

wenn eine Ladung heutzutage für 30

bis 40 Kilometer reichen sollte. (wg)

Fahrradbus auf den Feldberg sein.

Für den Radtourismus in unserer

Stadt wird die Velostation von zentraler

Bedeutung. Hier können beispielsweise

Elektroräder ausgeliehen

und familienfreundliche Radtouren

zusammengestellt werden. Wichtig

wird sein, einen Radreiseveranstalter

zu gewinnen, der attraktive Radtouren

in unserer Region anbietet.

Gasthäuser und Hotels sollten ein

Angebot für Radtouristen

schaffen und sich

ohne große Investitionen

auf die besonderen Belange

der Fahrradfahrer

einstellen. Politik, Verwaltung,

Hotels, Gastronomie

und die IG Velo

können diese Form des

sanften und nachhaltigen

Tourismus voranbringen

und dazu beitragen,

dass sich die Stadt

Lörrach auf der überre-

gionalenRadroutenkarte zu einem bekannten

Etappenort mausert.

VeloPost 1/2011

11

E-Bike


Unterwegs

Unsere Leser sind

– die VeloPost vor

Augen – schon

mehrfach mit Franz

Schmider und Sabine

Ehrentreich auf

Radreise gegangen.

Dieses Mal macht

Franz Schmider

Lust auf zehn Tage

zwischen Berlin

und Kopenhagen,

mit Start entlang

der Havel (Foto).

Berlin ab, Ziel: Kopenhagen!

Bei unserem Start kommen wir am

Flughafen Berlin-Tegel vorbei, wir

hören die Jets, lange bevor wir sie

einschweben sehen. Kurz vor unserem

Ziel ist es umgekehrt: Wir sehen

die Maschinen beim Anflug ohne sie

zu hören, diesmal auf Kastrup, dem

Flughafen der dänischen Hauptstadt

Kopenhagen. Man kann die Strecke in

rund einer Stunde zurücklegen – oder

in zehn Tagen wie wir. Wer die kürzere

Variante wählt ist zwar schneller, aber

er hat etwas verpasst.

750 Kilometer werden es am Ende

sein, die wir von Berlin nach Kopenhagen

geradelt sind, kleine Umwege und

Abstecher eingeschlossen. Das klingt

viel, aber da es überwiegend flach vorangeht,

ist es gut zu schaffen. Und da

es sehr abwechslungsreich ist, erscheint

die Distanz kürzer. Zumal in den zehn

Tagen reichlich Zeit eingeschlossen ist

für Stadtbesichtigungen, ein Päuschen

am See, einen Ausflug zum Strand oder

den Besuch eines Museums.

Der Radweg Berlin-Kopenhagen hat

für Bewohner des Dreiländerecks einen

ganz entscheidenden Vorzug vor anderen

Radwanderstrecken: Es gibt einen

Nachtzug von Basel nach Berlin und

einen von Kopenhagen nach Basel. Das

ist, als würde einem ein Angebot auf

einem silbernen Tablett serviert. Teilt

man die Strecke in die beiden Abschnitte

Berlin bis Rostock und Gedser

nach Kopenhagen, also die Tage vor

und nach der Überfahrt mit der Fähre,

muss man eindeutig festhalten, dass

der deutsche Teil vielfältiger und interessanter

ist als der Part in Dänemark.

12 VeloPost 1/2011

Doch der Reihe nach. Wir stellen

mit großer Überraschung fest, dass

der Weg bereits mitten in Berlin sehr

gut ausgeschildert und die Route auch

schön gewählt ist. Wer das Signet

mit dem stilisierten Vorderrad samt

Lenker erst einmal entdeckt hat, dem

springt es immer wieder ins Auge zwischen

Brandenburger Tor, Siegessäule

und Ernst-Reuter-Platz, also auf der

Ost-West-Achse durch das alte West-

Berlin. Alternativ führt ein Weg direkt

am Hohenzollernkanal

entlang zur Havel, vorbei

am Flughafen Tegel

nach Spandau und

dort an der Havel weiter

Richtung Norden,

vorbei an wunderbaren

Stadtvillen. Auf einigen

Kilometern führt

der Radweg direkt auf

einem alten Mauerstreifen,Geschichte

ist hier sicht- und

greifbar. Das bleibt im

Grunde so bis an die Ostsee und gilt

natürlich auch für Oranienburg mit der

Gedenkstätte des KZ Sachsenhausen

und Fürstenberg, wo das Frauen-Konzentrationslager

Ravensbrück liegt. An

das Haus Oranien erinnert der “Holländerweg”,

ein Radweg, auf dem wir eine

– nicht die letzte – Baustelle am Oder-

Havel-Kanal umfahren.

Zeitgeschichtlich etwas näher liegt

uns die alte Ziegelei bei Zehdenik, die

zu einem Museum umgebaut wurde.

Mit der Wende war 1990 Schluss mit

dem Brennen von Steinen und Ziegeln,

die ehemaligen Tongruben wurden mit

Wasser aufgefüllt, wodurch eine völlig

neue Seenlandschaft entstanden ist.

Was folgt, ist landschaftlich extrem

reizvoll. Denn über weite Strecken

führt der Radweg entlang Kanälen und

Seen, wer gerne zwischendurch mal

eine Runde schwimmt, der sollte die

Badesachen griffbereit halten – oder

auch nicht. Denn an vielen Seen der

Mecklenburger Seenplatte gibt es kleine

Buchten und Lichtungen mit Seezugang,

wo man ganz

für sich ist. Nacktbaden

ist kein Verstoß gegen

irgendeine Kleiderordnung,

in diesem Punkt

waren Bewohner der

DDR ohnehin etwas

lockerer drauf als ihre

Brüder und Schwestern

im Westen.

Eine Radtour durch

Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

erinnert aber nicht allein

an den vor 20 Jahren untergegangenen

zweiten deutschen Staat, das auch. Und

an vielen Stellen ist auch zu erkennen,

wie viel noch aufzuholen ist. Doch

noch augenfälliger wird, dass sich hier

eine Region zeigt, die über Jahrhunderte

und bis ins frühe 19. Jahrhundert

die Wohlstandsregion Deutschlands

war. Hier residierten die Großagrarier;

die Fürstentümer mögen klein gewesen

sein, ihre Schlösser waren es nicht. In

der Barockstadt Neu-Strelitz ist davon

noch viel zu sehen, aber nicht nur dort.

Güstrow, der Name ist vielleicht schon


einmal gefallen, vielleicht im Zusammenhang

mit Ernst Barlach. Aber wer

erwartet hier eine Renaissance-Residenz,

einen Dom, in dem eine Nachbildung

von Barlachs „Der Schwebende”

hängt, und prächtige Bürgerhäuser?

Und wer kennt Bützow? Dabei war das

Nest einst Bischofsstadt, die ehemalige

fürstliche Residenz ist riesig und könnte

wunderschön sein. Wenn denn jemand

das Geld aufbringen könnte, sie

zu renovieren. Es sind einfach zu viele.

Die Zeiten gingen über diese Landstriche

hinweg. Der Reichtum von vorgestern

ist die Last von heute.

In Krakow, in einer Mittagspause,

treffen wir in einem Café am See Gotthold

und Käti aus der Nähe von Bern,

ein Ehepaar Ende 50, das den gleichen

Weg unter die Speichen genommen

hat – wir werden ihnen in den folgenden

Tagen immer wieder begegnen.

Sie werden uns neugierig ausfragen

über die politischen Verhältnisse und

die wirtschaftlichen Zustände in den

neuen Bundesländern und wir werden

viele Fragen unbeantwortet lassen

müssen, weil wir sehen, wie wenig wir

selbst diese Region kennen und verstehen.

Aber mit ihren Fragen wecken sie

unser Interesse zusätzlich.

Zu Fontane und Schliemann

Wir machen einen Abstecher an den

Stechlinsee zu Herrn Fontane und stehen

in Ankershagen vor einem Trojanischen

Pferd (in dem Kaff verbrachte

Heinrich Schliemann seine Kindheit),

wir bummeln am Abend durch Waren

an der Müritz und radeln durch den

Müritz-Nationalpark, wir bestaunen

Seeadler und genießen weite Wälder.

Wir fahren fast eine Stunde durch den

Wald, ohne ein Haus zu sehen, wir

riechen den feuchten, leicht modrigen

Geruch ausgedehnter Moore und jenen

von trockenen Kiefernnadeln, die uns

an Balsam in der heimischen Badewanne

erinnern. In Rostock tauchen

wir nach einer Woche Landidylle für

zwei Tage ein in das Stadtleben und

bei einem Ausflug nach Warnemünde

in das Leben in einem Seebad.

Eineinhalb Stunden ist die Fähre

unterwegs hinüber nach Gedser, und

beim Weg in den Bauch das Schiffes

machen wir eine neue Erfahrung.

Denn wir müssen dem Pfeil folgen:

„mit Handicap”. Das Schild stammt aus

Zeiten, als sich nur einzelne Radtouristen

hierher verirrten. Das ist heute

anders, auffallend sind vor allem die

vielen Familien, die uns begegnen. Mit

Sack und Pack und Anhänger, Kinder

mit dem eigenen Fahrrad oder im Kindersitz,

wir erleben alle Varianten. Das

Die Mecklenburger Seenplatte verleiht dem Radfahren besonderen Reiz.

geht sehr gut, weil man überwiegend

weg ist von Straßen und Verkehr, vereinzelt

aber sind die Wege auf kurzen

Passagen so eng, dass es mit Anhänger

schwierig wird. Aber es ist machbar.

In Dänemark müssen wir uns zunächst

daran gewöhnen, dass dieses

uns lieb gewordene Zeichen nicht mehr

am Straßenrand steht, sondern der Radweg

die schlichte Nummer 9 trägt. Und

das Zeichen steht nicht auf Augenhöhe,

sondern manchmal fast etwas versteckt

knapp über der Grasnarbe. Der

Start wird uns leicht gemacht, weil wir

eine Adresse haben, die uns entgegenkommende

Radler zugesteckt haben,

eine Bed & Breakfast-Unterkunft in

Nyköbing, Haus mit Garten, zentrumsnah.

Eine lebenslustige Irin betreibt die

Pension, in der wir uns auf Anhieb wie

zuhause fühlen. Als wir uns am nächsten

Morgen von Patricia verabschieden,

sind wir fast befreundet, sie lädt uns zu

ihrem 50. Geburtstag ein. Sie vermietet

die erste Saison die

drei kleinen Zimmer

im Souterrain

ihres Hauses und

vermisst in Dänemark

die Offenheit

und Herzlichkeit

ihrer Heimat – weshalb

sie jeden Gast

sofort in ihr Herz

schließt.

Sie hat uns die

Kreidefelsen von

Moen ans Herz gelegt,

über die wir

zwar einiges gelesen

hatten, aber die

uns auf dem Papier

keinen Umweg von 50 Kilometern wert

erschienen. Patricia hat uns vor einem

Fehler bewahrt – zudem waren wir ja

gut vorangekommen die ersten Tage.

Die Kreidefelsen von Moen können es

mit ihren 130 Metern Höhe und ihrer

Ausdehnung aufnehmen mit denen von

Rügen. Wir haben den Abstecher ohne

Gepäck in Angriff genommen, das wir

im Gästehaus ließen. Auch das war

eine glückliche Entscheidung, denn die

letzten Kilometern Radweg führen auf

schmalen Pfaden durch den Wald mit

steilen Abfahrten und Anstiegen sowie

einer holprigen Piste. Aber der Blick

von den Klippen entschädigt für das

Zittern in den Handgelenken. Und im

übrigen lohnt eine Rast im benachbarten

Schloss Liselund mit seinem Park

voller riesiger alter Bäume.

Mit Salzwasserluft

Der Abschnitt in Dänemark wird

dominiert von langen Strecken durch

stark genutztes Agrarland, wir fahren

kilometerlang durch Getreidefelder.

Am beeindruckendsten sind jene Stücke,

die parallel zur Küste verlaufen.

Manchmal sieht man das Meer gar

nicht, weil der Weg durch dicht bestandenen

Wald führt, und doch dringt

durch den Moosgeruch hin und wieder

ein Hauch Salzwasserluft, und meist

Fähre nach Rostock - Radler sind Passagiere mit „Handicap“.

taucht dann Sekunden später aus dem

Schatten plötzlich eine Lichtung mit

Blick auf die Ostsee auf. In Sekunden

schlägt die Stimmung der Landschaft

um und man taucht in eine andere

Welt ein.

Die letzten 40 Kilometer vor Kopenhagen

wird der Verkehr dichter, zumal

die Route in verschiedenen Abschnit-

VeloPost 1/2011

13

Unterwegs


Unterwegs

Ein noch neue architektonische Attraktion in Kopenhagen: die Bibliothek, der

„Schwarze Diamant“, in dem sich Wasser und Sonne spiegeln.

ten neben der Hauptstraße verläuft. Es

sei denn, man wählt die küstenferne

Variante, die sich mit vielen Windungen

von Dorf zu Dorf schlängelt. Uns

stand nach fünf Tagen Landschaft pur

der Sinn eher nach Stadt und Kultur,

wir wollten zwei Tage später noch weiter

nach Louisiana mit seinem wunderbaren

Kunstmuseum (wir hatten dort

riesiges Wetterglück, der Ausflug von

Kopenhagen mit dem Zug hin und dem

Rad zurück mit einem Stopp im Blixen-

Museum hat sich wirklich gelohnt; 50

Kilometer flach), und so haben wir uns

für die Küstenroute entschieden.

14 VeloPost 1/2011

…ALLES RUND UM´S RAD.

WEIL-HALTINGEN, GROSSE GASS 13, T: 07621-61154, MONDAY CLOSED

MTB, CITY-BIKE, RENNRAD

Stevens, Cube, Max Cycles, …

Organisierte Radtouren

INFOS UNTER WWW.VELOZIPED.COM

Wer die oft nicht sehr attraktiven

Außenbezirke einer Großstadt wie Kopenhagen

meiden will, kann jederzeit

in den Regionalzug einsteigen. Am

Hauptbahnhof, oder besser: dem Vergnügungspark

Tivoli gegenüber endet

der Radweg, und wer es eilig hat, nimmt

gleich den Nachtzug. Er verpasst dann

eben eine überaus sehenswerte, lebendige

und attraktive und extrem fahrradfreundliche

Stadt. Das finden auch

Gotthold und Käti, die wir am nächsten

Morgen beim Frühstück im Hotel wiedersehen

und die in höchsten Tönen

schwärmen. Wir widersprechen nicht.

www.veloziped.com

Infos zur Tour

Anreise

Nachtzug Basel-Berlin bzw.

Kopenhagen-Basel,

Fahrradmitnahme möglich.

Übernachtungen

Güstrow: Gästehaus Güstrow,

direkt beim Schloss, preiswert,

umgebautes Krankenhaus; Telefon:

03843-245990; www.gaestehausguestrow.de.

Nyköbing: B&B Patricia

Satchwell Paludan; sehr liebevoll

und familiär;Telefon: 0045-54868645

(mobil: 004520104030); www.avantgarden.dk.

Einzig in Rostock und Waren war

es nicht ganz einfach, spontan eine

Übernachtung zu fi nden, ansonsten

ist der Radweg inzwischen gut eingeführt.

Privatunterkünfte ab 25 Euro

für ein Doppelzimmer; in Dänemark

vornehmlich Bed & Breakfast (ab

zirka 50 Euro pro Nacht).

Karte

Bikeline Radfernweg Berlin-Kopenhagen

(12,90 Euro).

Fähre

Rostock-Gedser: mehrmals täglich

ohne Buchung.

Preisgünstige

Markenfahrräder

arkenfahrräder

in großer Auswahl ab

299,- Euro

City- und

Trekkingfahrräder

Cross- und

Mountainbikes

Puky-Kinderfahrräder

Reduzierte

Auslaufmodelle

Gebrauchte Fahrräder

Fachmännischer

Reparatur-Service

79618 Rheinfelden

Friedrichstraße 25

Tel. 0 76 23 / 98 33


Martl Jung mit Klaus Herbold und Hans-Jürgen Hilbrig (von

rechts) an einem gelungenen Dia-Abend.

SSV

www.zeg.de

%

%

Wer zuerst zuerst zuuer kommt, kommtt,

Pace Disc Cross Country 26 Zoll Art.Nr.: 555-90042

Aluminium-Rahmen, Formula Aluminium-

Naben, Tektro Auriga Comp Scheibenbremsen,

STYX Aluminium Hohlkam-

merfelgen, STYX Ace of Pace Berei-

fung, STYX super-lite foam Sattel,

STYX Aluminium-Sattelstütze

spart zuerst!

* Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers

Velo Shop Weil

Meisterbetrieb / Inh. Marcus Mehlin

79576 Weil am Rhein

Hauptstr. 65 Tel. 07621 78915

Reparaturen aller Marken

Bitte Termin vereinbaren

Like a Bike RennRad Roller Scoolbike

Kinderanhänger

Internet www.veloshopweil.de

Shimano Deore

24-Gang Schaltwerk

Suntour Federgabel

mit Lockout

Günstiges

Hardtail!

€ 699 *

499

Sie sparen € 200

Radsport Bieg

Zeppelinstr. 40

79540 Lörrach

Tel. 07621-8338

Fax 07621-8339

email: info@bieg.com

www.bieg.com

Burley Chariot Croozer Dolphin etc.

,-

Wir führen

Stevens Velo de Ville Puky

Flyer Staiger Winora

Panther Wulfhorst

Göricke Shannon IDUKAH

Verschiedene Marken auf Bestellung

Anhängerad Elektro-Fahrrad Anhänger

Noch einzelne reduzierte Modelle vorrätig

E - mail veloshopweil@t-online.de

Bläck Fööss

„Vision Erde“ und IG Velo präsentierten ein

Wüstenabenteuer auf zwei Rädern.

Wir stehen mit „Nackten Füssen“ auf dieser Welt… In

diesem Sinne, wie die kölsche Musiktruppe, zelebriert auch

der Reisejournalist und Naturfotograf Martl Jung sein Leben

und seine Abenteuer: Sahara mit dem Fahrrad, barfuss

über die Alpen oder durch den Regenwald mit dem

Schlauchboot - der 43jährige Referent aus Murnau konnte

im vorigen November mit seinen Dia-Reportagen hier in

der Region begeistern. Den Vortragsabend „Sahara mit

dem Fahrrad“ in Weil am Rhein sponserte die IG Velo und

begleitete ihn mit einem Infostand.

Schon als Kind gewöhnte er sich an das Barfußlaufen

und praktiziert es als Teil seiner Lebensart im Alltag, in

der Stadt, beim Wandern oder wo auch immer. Regelmäßige

Übung sei nötig, erläuterte er. Wer möchte, kann auf

den Barfusspfaden in Bad Bellingen oder Bad Säckingen

nachspüren. Der gesundheitliche Wert wird allgemein anerkannt.

Zusätzliche Infos unter: www.jung.travel-fever.

com und www.alpin-barfuss.de (hil)

IG Velo-Treffs

Ortsgruppe Lörrach: Montag, 17. Januar, 19 Uhr, im

Alt Stazione (Marktplatz). Diskutiert werden Projekte

im neuen Jahr.

Ortsgruppe Weil am Rhein: Am 28. Februar, 19.30

Uhr, Mitgliederversammlung im „crea‘tif“.

Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen: Mittwoch, 12. Januar,

und Mittwoch, 9. Februar, jeweils 19 Uhr im

Gasthaus Auerhahn in Wyhlen.

Auf Velos zum Einsatz

In Weil am Rhein hat die Freiwillige Feuerwehr im Oktober

die neue Feuerwache bezogen, nahe beim Freizeitzentrum

Otterbach. Die Wehrleute sind glücklich, aber auch

etwas besorgt: Staus auf der Straße könnten das Ausrücken

verzögern. Um schneller zu sein, haben etliche ein Fahrrad

oder einen Roller bereitgestellt, auf dem sie bei Alarm

schneller zur Feuerwache kommen als mit dem Auto.

TIPP:

Übernachten auf der

Südschwarzwald-Tour

„Jägerhof Baumann in Waldshut-

Tiengen“: ein Übernachtungstipp von

Bernhard Ritter für all jene, die sich

2011 den Südschwarzwald-Radweg

vornehmen sollten. Bernhard Ritter

war 2010 mit der Fahrradgruppe des

Schwarzwaldvereins Schopfheim auf

dieser Tour. Eine Erkenntnis der Radler

aus dem Wiesental: Entgegen den

Anpreisungen – es ist keineswegs eine

Fahrt „fast ohne Anstiege“.

VeloPost 1/2011

15

Lokales


Lokales

Platz fürs Hochwasser

Am Altrhein werden Uferzonen

neu gestaltet. Auf dem Velo

lässt sich alles gut anschauen.

Das „Intergrierte Rheinprogramm

(IRP)“ zielt darauf, Schäden durch

Hochwasser zu begrenzen, wie sie regelmäßig

in am Rhein gelegenen Städten

zu beklagen sind. Früher war am

Oberrhein Hochwasser in die Auenwälder

geschwappt. Als für Schifffahrt

und Stromgewinnung die Staustufen

Und doch noch

ein neuer Belag

Wo Rückhalteräume geschaffen

werden, ist der alte Hochwasserdamm

mit dem vertrauten

Leinpfad verschwunden;

auf der gleichen Linie wird ein

neuer Weg, fast auf Wasserhöhe,

angelegt und bei Hochwasser

ebenfalls geflutet sein.

Eigentlicher Ersatz für den vertrauten

Leinpfad ist ein Weg

(unser Foto) am östlichen Rand

der Rückhalteflächen, mit einem

Erdwall von der A5 getrennt. Doch Radfahrer haben

sich 2010 über den feinen Kies auf diesem Weg geärgert. Die

IG Velo protestierte beim Regierungspräsidium. Als Reakti-

Ein Schild – oder aber markieren

…wünschte die IG Velo. Das

Landratsamt hält‘s nicht für nötig.

Gefährdung ausgeschlossen, wenn

sich Kraftfahrer und Radfahrer verkehrsgerecht

verhalten – so lautet die

Bewertung des Landratsamtes zu einem

Hinweis der IG Velo-Ortsgruppe

Weil am Rhein auf eine Gefahrenstelle

zwischen Bad Bellingen und Steinenstadt

an der Landstraße (L 134)

und der Einmündung der Kreisstraße

(K 6347) bei Schliengen.

Am Ende des Radweges, auf Höhe

dieser Einmündung, muss der Velofahrer

vor der Eisenbahnunterführung

die Straße passieren, um nach Steinenstadt

zu gelangen. Die Überquerung

ist aus Sicht der IG Velo nicht

gefahrlos möglich, da die Einmündung

unmittelbar nach einer Kurve

liegt und die Autofahrer teilweise mit

erhöhter Geschwindigkeit in die Straße

in Richtung Schliengen einfahren.

16 VeloPost 1/2011

zwischen Märkt und Iffezheim gebaut

wurden, gingen die natürlichen Überflutungsflächen

verloren. Baden-Württemberg

will nun zwischen Weil am

Rhein und Mannheim 13 neue Rückhalteräume

für Hochwasser schaffen.

Im ersten Bauabschnitt, zwischen

Weil am Rhein und Breisach, sollen

450 Hektar am Rhein so gerichtet werden,

dass sich bei Hochwasser bis zu

25 Millionen Kubikmeter Rheinwasser

„zwischenlagern“ können. Wie das gelingen

kann, sieht man gut, radelt man

Die gefährliche Querung für Radfahrer an der Abzweigung Richtung Schliengen.

Besonders gefährdet sind Schüler, die

täglich diese Radwegstrecke nutzen,

um in die weiterführenden Schulen

nach Neuenburg zu gelangen oder

wenn sie im Sommer das Sportbad in

Steinenstadt aufsuchen wollen.

Um größere Sicherheit zu erreichen,

empfahl die IG Velo dem Landratsamt,

vor der Einmündung der Straße ein

Hinweisschild anzubringen, wonach

Radfahrer die Straße kreuzen; oder

vom Stauwehr Märkt eineinhalb Kilometer

auf dem Leinpfad nach Norden.

Die Kander liegt umgeleitet in einem

neuen Bett. Ab ihrer neuen Mündung,

auf dem nächsten Kilometer, ist ein

90 Meter breiter Geländestreifen um

bis zu neun Meter vertieft worden; er

liegt nur noch ein Weniges höher als

der normale Spiegel des Altrheins. Der

Kies ist fortgeschafft und die alte, obere

Erdschicht wieder aufgetragen. Im

Winter wird aufgeforstet mit Bäumen,

die Überschwemmung vertragen. (wg)

on ist noch im alten Jahr eine Forstmischung aufgebracht

worden. Auf der soll man so leicht radeln können wie vom

Leinpfad her gewohnt. (wie/wg)

auch den Übergang farblich zu markieren,

so dass es für Fahrzeugführer

eindeutig erkennbar ist, dass hier Velofahrer

die Straße kreuzen.

Keines von beidem wird kommen

(siehe ganz vorne). Man darf nur hoffen,

dass sich die radelnden Schüler

wie die sonstigen Verkehrsteilnehmer

immer entsprechend verhalten und an

diesem neuralgischen Punkt niemand

zu Schaden kommt. (wie)


IG Velo Weil am Rhein

Terminkalender 2011

Mitgliederversammlung

Die Ortsgruppe Weil am Rhein lädt

alle Mitglieder und Velofreunde zur

Mitgliederversammlung am Montag,

28. Februar, um 19.30 Uhr ins Restaurant

„crea‘tif“, Mühlenrain 2, Weil am

Rhein-Ost, herzlich ein. Nach Rückschau

und Wahlen werden Bernd Klar

und Hans-Jürgen Hilbrig Bilder von

mehrtägigen Velotouren der Ortsgruppe

zeigen.

Radtour für Jedermann

Am 29. Mai, 9.30 Uhr (Treffpunkt:

Realschule, Egerstraße), beginnt eine

kurzweilige Tour für Jedermann entlang

der Wiese bis nach Schopfheim

und weiter nach Wehr und Schwörstadt

bis nach Basel. Sieben Mal wird

der Grenzfluss zwischen Schwörstadt

und Basel überquert. Die Tour führt

abwechselnd an den Ufern des Rheins

entlang (Tourlänge ca. 70 km). Führung:

Jürgen Wiechert

Viertägige Velotour

Die anspruchsvolle Velotour vom

14. bis 17. Juli führt über die Höhen

des mittleren Schwarzwalds durch das

Enztal, Kinzigtal, Wolftal und Renchtal

statt. Dabei sind täglich ca. 75 km

sowie jeweils ca. 1.000 Höhenmeter zu

überwinden. Führung: Bernd Klar

Sportliche Radtour

28. August, Abfahrt: 9 Uhr, Treffpunkt:

Weil am Rhein-Haltingen

(Festhalle). Wir fahren über Lörrach,

Schopfheim bis nach Hausen, wo wir

in kürzester Zeit die Höhen des südlichen

Schwarzwaldes in Gresgen sowie

die sonnigen Plateaus bei Pfaffenberg

erreichen. Die Mühen werden belohnt

mit einer einmaligen Aussicht (Tourlänge

ca. 90 km). Führung: Jürgen

Wiechert

Herbstwanderung

9. Oktober, Treffpunkt: Bahnhof

Weil am Rhein-Ost, 9.15 Uhr. Fahrt

mit der S-Bahn nach Zell i. W. Wanderung

rund um den Zeller Blauen,

Wanderzeit ca. 5 Stunden. Rucksachverpflegung

sollte mitgeführt werden.

Abschlusshock ist im Hotel „Löwen“ in

Zell. Führung: Dieter Höferlin

Anmeldungen für die Touren: Bernd

Klar, Tel.: 07621/71634, E-Mail:

beroklar@web.de; oder: Jürgen Wiechert,

Tel.: 07621/77419; E-Mail:

JB.Wiechert@t-online.de

E-Bike

Mit einem Lächeln gegen den Wind fahren

Römerstraße 13

79541 Lö-Brombach

Tel. 07621/52391

Fax 07621/576271

Öffnungzeiten:

Mo. - Fr. 8.30-12.30 Uhr

15.00-18.30 Uhr

Mittwoch 8.30-12.30 Uhr

Samstag 8.30-13.00 Uhr

VeloPost 1/2011

17

Lokales


Radreise

Schon Mitglied?

Füllen Sie diese Beitrittserklärung

aus und unterstützen sie künftig als

Mitglied die erfolgreiche Arbeit der IG

Velo für attraktive Radrouten.

Als Mitglied erhalten Sie unsere Zeitschrift

VeloPost kostenlos zugeschickt

und sind eingeladen zu unseren Treffen,

Touren – und, sehr gerne, zur Mitarbeit.

Name

Straße

PLZ Ort

Geburtsdatum Telefon

E-Mail

Einzelmitgliedschaft € 12,-/Jahr

Familienmitgliedschaft € 18,-/Jahr

mit den Familienmitgliedern:

Name Geburtsdatum

Kollektivmitgliedschaft ab € 25,-/Jahr

Bitte ausschneiden + senden an:

IG Velo, Postfach 1702, 79507 Lörrach

Bankverbindung:

Volksbank Lörrach (BLZ 683 900 00)

Konto-Nummer 155 411

Die IG Velo ist gemeinnützig und als Verein

eingetragen. Ihre Anschrift wird für die

vereinsinternen Zwecke auf einem Datenträger

gespeichert, aber nicht an Dritte

weitergegeben.

Einzugsermächtigung

Ich ermächtige die IG Velo widerufl ich,

den Mitgliedsbeitrag zu Lasten des

Kontos

Bank

BLZ

mittels Lastschrift einzuziehen.

Falls ich umziehe:

Ich bin einverstanden, dass die Deutsche

Post meine neue Anschrift an die IG Velo

weiterleitet.

Ort, Datum

Unterschrift

18 VeloPost 1/2011

Vier Tage auf Tour

Bernd Klar führt auch 2011 unternehmungslustige

Radfahrer

durch deutsche Landschaften.

Die anspruchsvolle(!) 4-tägige IG

VeloTour führt vom 14. bis 17. Juli

2011 die Radler in den Schwarzwald:

vom Kaiserstuhl in das Elztal, in das

Kinzigtal, in den mittleren westlichen

Schwarzwald, in das Renchtal nach

Bad Rippoldsau-Schapbach, nach Bad

Peterstal, nach Oberkirch, nach Durbach,

nach Appenweier, nach Achern

und durch die Ortenau.

1.Tag: Mit dem Busunternehmen

Stiefvater geht es von Weil am Rhein

nach Opfingen an den Tuniberg. Hier

beginnt die Velotour und führt die

Radler durchs Elztal ins Kinzigtal.

2. Tag: Rundfahrt über die westlichen

Schwarzwaldhöhen ins Renchtal

und zurück ins Kinzigtal.

3. Tag: Rundfahrt über die westlichen

Schwarzwaldhöhen und Täler

und wieder zurück ins Kinzigtal.

4. Tag: Vom Kinzigtal über die Ba-

Liegt auf dem Weg: Mühle im Oberern Harmersbachertal.

dische Weinstraße (Ortenau) bis in die

nördliche Ortenau, wo die Radler nach

einem Abschlusshock wieder vom Busunternehmen

Stiefvater abgeholt werden.

Am ersten und letzten Tag wird das

Gepäck am oder auf dem Velo mitgeführt.

Am zweiten und dritten Tag wird

nur das Tagesgepäck benötigt.

Unterkunft: Gasthof „Linde“, Erzbach

11 in 77781 Biberach / Kinzigtal.

Tel.: 07835/3333. www.linde-biberach.

de

Kosten: 3 x Übernachtung/Halbpension,

incl. Kurtaxe und der angefallenen

Unkosten bei der Vorbereitung/

Planung der Touren. Bustransport

zum Ausgangspunkt und Rücktransport

nach Weil am Rhein: pro Person

im Doppelzimmer 195,50 Euro (für

Mitglieder der IG Velo; 215,50 Euro

Nichtmitglieder); pro Person im Einzelzimmer

210,50 Euro (für Mitglieder der

IG Velo; 230,50 Euro Nichtmitglieder).

Anmeldung: Bernd Klar, Oberbaselweg

31/9, 79576 Weil am Rhein, Tel.:

0 76 21 / 7 16 34. E-Mail: bernd.klar@

googlemail.com

Die Teilnehmerzahl

ist auf 24 Radler-/innen

begrenzt. Bei der

Anmeldung zur Velotour

bitte Bernd Klar

eine Anzahlung von

80 Euro überweisen.

Restbetrag bis Mittwoch,

den 15. Juni

2011.

Die komplette Ausschreibung

kann bei

Bernd Klar per E-Mail

oder telefonisch angefordert

werden.

ANMELDUNG zur Velotour der IG Velo vom 14. bis 17. Juli 2011

Name: __________________________ Vorname:_____________________

Straße: _________________________ Wohnort:______________________

Telefon-Nr. _______________________ E-Mail:_______________________

(bitte in Druckschrift)

Unterschrift: ___________________________________________________

Die Anzahlung von € 80,- bzw. € 160,- (Ehepaare) ___________ habe/n ich/wir am

_____________ mit dem Vermerk „Velotour Mittlerer Schwarzwald“ auf das Konto

Bernd Klar, Nr. 100131660 bei Sparda Bank Baden Württemberg, BLZ 60090800,

überwiesen. Den Restbetrag werde ich bis 15. Juni 2011 überweisen.


„Velo“ im Schauraum B

In der Austraße 24 in Basel (Nähe

Zoo) nutzen Blaser Architekten einen

großen Raum mit Fabrik-Charakter

als Schauraum B – auch für Ausstellungen.

Bis 14. April lautet das

Thema „VeloCity“: Das Fahrrad wird

in Bezug gestellt zu Stadtentwicklung

und Architektur. Die Ausstellung

zeigt neben aktuellen Bauten

der Architekten BIG Bjarke Ingels

Group aus der Velostadt Kopenhagen

ein Dutzend Single Speed und Fixed

Gear Bikes als Kunst- und Kultobjek-

„Mit dem Velo in die Wildnis“

Im Gespräch mit Klaus Gattner,

1987 Gründungsvorsitzender

der IG Velo und heute Bike-

Reiseveranstalter in Kanada.

Klaus Gattner auf einer der alten Eisenbahnbrücken, die heute für

Tourenradler gerichtet sind.

Viele Jahre lang war Klaus Gattner

als Vorsitzender der IG Velo der Kämpfer

für einen attraktiveren Radverkehr

im Landkreis Lörrach. Seit 1994 lebt er

in Kanada und ist dort zum Velo-Reiseveranstalter

geworden. Demnächst

schaut Gattner aber in der alten Heimat

vorbei und zeigt Dienstag, 1. März, um

19 Uhr in der Stadtbibliothek Lörrach

einen Film über seine Touren auf dem

Trans Canada Trail und durch die Rocky

Mountains. Vorab haben wir Klaus

Gattner einige Fragen gestellt.

Wolfgang Göckel: Seit 1997 führst Du

Radfahrer auf dem Trans Canada Trail

durch British Columbia. Was könnte

der besondere Reiz sein für jemanden,

der in der Region Basel zu Hause ist?

te. Eine Vortragsreihe mit Referenten

aus den Gebieten Stadtentwicklung,

Architektur, Gewerbe und Verkehrsplanung

ergänzt die Ausstellung:

Donnerstag, 27. Januar, 18 Uhr:

VeloStadt. David Sim, Direktor von

Gehl Architects Copenhagen (Vortrag

in Englisch).

Donnerstag, 17. Februar, 18 Uhr:

VeloArchitektur. Kai-Uwe Bergmann,

Architekt, Associate Partner BIG Bjarke

Ingels Group Copenhagen.

Donnerstag, 24. März 2011, 18 Uhr:

Klaus Gattner: Viele unserer in dicht

besiedelten, industriell geprägten Regionen

lebenden Gäste schätzen die Abgeschiedenheit

unserer Radroute. Sie

führt durch weitgehend unbesiedelte

schöne Landschaften, das ist ein sehr

intensives Naturerlebnis.

Die von uns

beradelten

Bahntrassen

sind autofrei,

die Steigung

ist gering

und wir kommen

mit der

aufregenden

Pionier- und

Eisenbahngeschichte

des

riesigen Landes

in Berührung.

Du machst Gästen Deiner Touren inzwischen

auch Lust auf die Rocky

Mountains…

Nun, die Rockies mit der durch die

Banff und Jasper National Parks führenden

Panorama-Bergstraße Icefields

Parkway gelten als das Kleinod

West-Kanadas. Auf einer der schönsten

Straßen überhaupt mit grandioser

Bergkulisse zu radeln, passt einfach zu

meinem Konzept, mit dem Velo einzutauchen

in die Wildnis, statt motorisiert

alles vorbeirauschen zu lassen.

Wie fast jedes Jahr reist Du durch

Deutschland und die Schweiz und

stellst im Film Deine Tour in West-

Kanada vor – am 1. März um 19 Uhr

in der Stadtbibliothek Lörrach. Haben

VeloGewerbe. Joost Oerlemans, Inhaber

KurierZentrale Basel.

Donnerstag, 14. April, 18 Uhr:

VeloBasel. Hans-Peter Wessels, Bau-

und Verkehrsdepartement Basel-Stadt.

die Jahre in Kanada den Blick auf die

frühere Heimat verändert?

Kaum wahrnehmbar. Durch meine

enge Verbindung mit meiner früheren

Heimat fühle ich mich nach wie

hüben wie drüben heimisch, komme

jedes Mal gern zum Ausklang des

Winters besuchsweise unter anderem

in die Regio. Für mich ist es weiterhin

stimmig, meinen Lebensmittelpunkt

im Kootenay-Gebirge im Süden von

British Columbia zu haben und dort

mit Gleichgesinnten aus „meiner alten

Welt“ Jahr für Jahr auf dem Velo unterwegs

zu sein.

Und wo bewältigt man den Alltag besser

auf dem Fahrrad – in Kanada oder

hier in der badischen Grenzecke?

Mir ist keine vergleichbare Region in

Kanada bekannt, die über eine ähnlich

umfassende Radverkehrs-Infrastruktur

verfügt, wie es sie inzwischen im

Landkreis Lörrach gibt. Allmählich erkennt

man auch im Westen Kanadas

die Bedeutsamkeit der Förderung des

Radverkehrs. So hat sich im Herbst in

meinem Wohnort mit meinem Mitwirken

eine Initiative gebildet, die sich

für das Zustandekommen eines kombinierten

Fuß- und Radweges entlang

dem Slocan Lake zum Nachbarort New

Denver stark macht.

Termin

Rails to Trails – Per Fahrrad durch

Kanadas Westen: Filmvortrag am

Dienstag, 1. März, 19 Uhr, in der

Stadtbibliothek Lörrach.

Eintritt 5 Euro.

www.kanada-bike.com

VeloPost 1/2011

19

Im Gespräch


Vermischtes

20 VeloPost 1/2011

Wie geht’s zur IG Velo?

www.igvelo.de

E-Mail: info@igvelo.de

Telefon und Fax:

07621-44446

Postadresse:

IG Velo

Postfach 1702

79507 Lörrach

Sollte die

Versandanschrift

NICHT stimmen stimmen,

bitte Nachricht an die

IG Velo mit diesen Infos

Unbekannt verzogen

Neue Adresse:

IG Velo im Landkreis Lörrach | Postfach 1702 | 79507 Lörrach

Versandanschrift

Dia-Reportage in Kooperation mit der IG Velo – vormerken!

12. April: Mit Dorothee Fleck um die Welt

Viele Menschen der Region haben im Internet

gespannt mitverfolgt, wie Dorothee Fleck aus

Steinen mit dem Fahrrad um die Welt gefahren

ist: 888 Tage unterwegs, 26 Länder in Europa,

Asien, Australien und Südamerika passiert.

2010 schloss sie das 61.140 Kilometer lange

Abenteuer ab.

Zum Jahreswechsel zeigte Dorothee Fleck bereits

Bilder ihrer Reise durch unterschiedlichste

Kulturen und phantastische Landschaften. Martin

Schulte-Kellinghaus präsentiert Dorothee

Fleck demnächst in einem größeren Rahmen in

seiner Vortragsreihe Vision Erde, in Kooperation

mit der IG Velo, am...

Dienstag, 12. April, 20 Uhr,

Stadthalle Schopfheim.

4 x IG VeloBörse

Seit 1989 bietet die IG Velo ihre IG VeloBörsen

als ideale Plattform, gebrauchte

Fahrräder zu verkaufen oder günstig

zu erstehen. Die Termine von Börsenchef

Heinz Wilke im Jahr 2011:

26. März: Lörrach, Meeraner Markt

2. April: Schopfheim, Pflughof

9. April: Rheinfelden, Oberrheinplatz

16. April: Weil am Rhein, Leopoldschule

Der Ablauf ist eingespielt. Velos und Zubehör

zwischen 8 und 10 Uhr bringen;

zwischen 10.30 und 12 Uhr kann gesucht

und gekauft werden.

Mitbringsel

Dekoriert

Es stand unmittelbar

neben dem Oder-Neiße

Radweg, nahe Bad

Muskau – ist jedoch als

Ersatzvelo nicht zu gebrauchen.

Richard Rinklin

hat es fotografiert.

In Rom

Rom ist zweifellos

eine tolle Stadt, allerdings

nicht unbedingt

für Radfahrer – befand

jedenfalls Klaus Brossok,

der als Beleg dieses

Foto gemailt hat: an drei

Fahrrad-Verleihstatitionen

nur dieses eine, auch

noch defekte Velo.

Dorothee Fleck 2009 in Australien.

Wir freuen uns über aufmerksame Radfahrer, die durch aller Herren

Länder streifen und uns für die VeloPost mitbringen, was ins

Auge fällt – so wie dieses hier. Also Kamera zücken und einfach

mailen an velopost@igvelo.de!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine