Wirtschaftsblatt 4/11 - Wirtschaftsförderung Wuppertal

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Wirtschaftsblatt 4/11 - Wirtschaftsförderung Wuppertal

42 Wuppertal

Flache Fläche: Der Mittelstandspark

VohRang punktet

nicht nur durch seine im

Bergischen ungewohnte

topfebene Topographie

117.000 Quadratmeter

für den Mittelstand

Im Westen viel Neues: Die Vermarktung des Mittelstandsparks

VohRang in Wuppertal-Vohwinkel ist angelaufen. Neben kleineren

Flächen ab 1.000 Quadratmetern stehen dort auch Grundstücke bis

zu einer Größe von 30.000 Quadratmetern zur Verfügung.

D

er Mittelstandspark VohRang

findet sich tief im Westen Wuppertals.

Mit den Flächen des

ehemaligen Rangierbahnhofs stehen

unmittelbar an der Stadtgrenze zu

Haan über 117.000 Quadratmeter für

kleine und mittelständische Unternehmen

zur Verfügung.

„Es ist, neben dem Engineering Park

auf den Südhöhen, das größte Flächenpotential,

das Wuppertal derzeit zu bieten

hat“, sagt Otto Baum, Investorenbetreuer

bei der Wirtschaftsförderung

Wuppertal. Erst kürzlich ist der Verkauf

planmäßig gestartet worden. Das

Interesse ist bereits enorm, so Baum:

„Sie finden hier Grundstücke für jeden

Bedarf.“

Von Größe S bis XL

So sind auf den Baufeldern individuelle

Zuschnitte von 1.000 bis 5.000 Quadratmetern

möglich. „Genau diese Parzellierungen

werden von mittelständischen

Unternehmen häufig nachgefragt“,

erzählt Wirtschaftsförderer Baum. Doch

auch große Anfragen kann er bedienen.

In einem Baufeld stehen bis zu 30.000

Quadratmeter als Einheit zur Verfügung.

„Wir haben in diesem Bereich eine Bebauungsplanänderung

vorgenommen,

damit sich hier auch Unternehmen mit

großem Flächenbedarf ansiedeln können“,

berichtet Baum.

Alles in der Nähe

Der Mittelstandspark liegt in fußläufiger

Entfernung zum Zentrum von

Vohwinkel, wo sich gute Einkaufsmöglichkeiten

bieten. In der Umgebung

finden sich weitere Gewerbegebiete

mit erfolgreich wirtschaftenden Unternehmen.

Auch die Verkehrsanbindung

stimmt: Die Endstation der

Schwebebahn ist fußläufig erreichbar,

ebenso der Bahnhof im Stadtteil. Zwei

Erschließungsstraßen führen in den

Mittelstandspark. In kurzer Fahrt erreicht

man die Auffahrt Haan-Ost der

Autobahn A 46. Von dort sind es 20 Minuten

bis zum Düsseldorfer Flughafen.

Und wer möchte, kann auch mit dem

Fahrrad zur Arbeit kommen, denn hier

wird die Nordbahntrasse an das Radwegenetz

von NRW angeschlossen.

Vorteil Preisgestaltung

Mittlerweile sind die Abbruchmaßnahmen

abgeschlossen. Die neue Infrastruktur

mit Wasser, Strom und Telekomunikation

wird gerade verlegt.

Zusätzlich finden kommende Nutzer hier

eine Rarität im Bergischen Land: völlig

ebene Flächen. Die Bagger der Investoren

können rollen.

Auch die Preisgestaltung ist mittelstandsfreundlich

ausgefallen: In den

79 Euro pro Quadratmeter sind alle Erschließungskosten

enthalten. „Ein Top-

Preis im Vergleich zu anderen Standorten,

mit denen wir im Wettbewerb

stehen, wie zum Beispiel Düsseldorf“,

freut sich auch Chef-Wirtschaftsförderer

Dr. Rolf Volmerig.

Weitere Informationen:

Otto Baum

Tel.: 02 02 / 24807-29

baum@wf-wuppertal.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 4/11


Wuppertal

Entspannt zur Arbeit

43

Morgens gemeinsam mit der Familie frühstücken, anstatt im Stau

zu stehen. Um Einpendlern diese Chance zu geben, weist die Stadt

Wuppertal zusätzliche Baugrundstücke für Familien aus.

Foto: Wifö Wuppertal

D

ie Statistiker haben mal wieder

gezählt: 41.709 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte

pendeln täglich nach Wuppertal ein

(Stand 30.06.2010). Pendeln muss aber

nicht sein, schließlich bietet Wuppertal

nicht nur ein gutes Arbeitsumfeld,

sondern ist auch ein lebenswerter

Wohnort. Dazu gehört die attraktive

Infrastruktur einer Großstadt und ein

breites Kultur- und Freizeitangebot. Zudem

gehört Wuppertal zu den grünsten

Städten Deutschlands. Man ist schnell

in der Natur.

Viel Platz zum Wohnen

Für Zuzügler verfügt die Stadt durch

die städtische Grundstückswirtschaft

und das Gebäudemanagement über

ein großes Angebot an Wohnbauflächen.

Neben Bauträgerflächen gibt es

hier auch eine Reihe von Grundstücksparzellen

für freistehende Einfamilienhäuser,

Reihen- und Doppelhäuser.

„Aktuell gibt es rund 60 Areale im gesamten

Stadtgebiet in Kleinflächen mit

zwei bis sechs Parzellen“, berichtet Alexander

Buckardt, Spezialist in Sachen

Wohnungswirtschaft. „Der Verkauf der

städtischen Immobilien erfolgt direkt

und provisionsfrei durch die Stadt Wuppertal.“

Die Ära der langen Arbeitswege

kann somit vorbei sein. Nach dem Frühstück

mit der Familie fährt man ganz

entspannt zur Arbeit – vielleicht sogar

mit dem Rad.

Weitere Informationen:

Wirtschaftsförderung Wuppertal

Alexander Buckardt

Tel.: 02 02 / 24807-32

buckardt@wf-wuppertal.de

-

Standpunkt: Baugruppe Malerstraße

Ein Platz an der Sonne des Ölbergs

auträger ziehen sich aus dem

B Geschoss-Wohnungsbau zurück.

Wir setzen dagegen. Ein gebautes Bekenntnis

für das Leben in der Stadt;

für das Wohnen in Wuppertal. Wir

bauen in einem der lebendigsten, buntesten

und vielfältigsten Quartiere

Nordrhein-Westfalens, in der Wuppertaler

Nordstadt, an dem Hang, den der

Volksmund liebevoll ‚Ölberg‘ nennt.

Der Finanzcrash begann weit weg von

unserer Stadt, aber die schmerzhaften

Auswirkungen reichen bis ins Bergische

Land: Finanzierungen kollabierten, Bauträger

fielen aus – der Wohnungsneubau

trudelte ins Bodenlose. Aber jede Krise

bietet auch Chancen für neue Ideen. Und

diese Gelegenheit hat die ‚Baugruppe Malerstraße‘

als erste für Wuppertal ergriffen:

Wohnungsneubau in einer bürgerschaftlich

selbstorganisierten Form.

Der Neubau Malerstraße mit 2.000

Quadratmetern Fläche entsteht ohne

Bauträger. Dies erleichtert die Finanzierung,

weil sie von vielen Schultern

getragen wird. Es macht das Bauen

preiswerter, bringt etwa 20 Prozent Kostensenkung,

denn Risikozuschläge,

Margen und Verwaltungskosten entfallen.

Gleichzeitig ermöglicht es individuelle

Planung, denn kein Bauträger plant

für einen anonymen Kunden „auf Verdacht“:

Wir planen und bauen unseren

individuellen Wünschen entsprechend

– von dreigeschossiger Maisonette bis

zum Mini-Apartment. Diese innovative

Bauform macht eine Individualisierung

möglich, wie man sie sonst nur im Einfamilienhausbau

auf der grünen Wiese

kennt. Noch sind wenige Flächen frei.

Für – behindertengerechte – Wohnungen

und Gewerbe. Letztere sind ideal

geeignet für barrierefreie Praxisräume

oder Ähnliches, auch ihr Zuschnitt ist

auf die Bedürfnisse der zukünftigen

Nutzer anpassbar.

Weitere Informationen:

www.malerstrasse.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 4/11


44 Wuppertal

Mit dem neuen Hörsaalgebäude nimmt die Universität Kontakt zur Stadt auf

Im Innern des Vorzeigebaus

Fotos: Manfred Görgens/WMG

Uni auf der Höhe

Die Bergische Universität schafft Raum für ihre Studierenden

und den doppelten Abitur-Jahrgang und öffnet sich mit neuem

Studentenwohnheim und Hörsaalgebäude architektonisch zur Stadt.

N

och nicht fertiggestellt und

schon preisgekürt: Das neue

Studentenwohnheim der Bergischen

Universität. Mitte Juli empfing das

Wuppertaler Architektur Contor Müller

Schlüter ein stattliches Preisgeld in Höhe

von 20.000 Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium

ehrte damit ein „projektiertes

Bauvorhaben mit hoher Architekturqualität

bei minimalem Energiebedarf“.

Was da bestaunt wurde, hatte schon Monate

zuvor eindrucksvolle Spuren in der

Südstadt von Wuppertal-Elberfeld hinterlassen.

Dort klaffte in der Straße Ostersiepen

ein tiefer Einschnitt als Vorbote

eines Studentenwohnheims von gänzlich

neuer Qualität.

Heime für den Doppeljahrgang

Von 14.000 auf circa 16.000 soll die

Zahl der Studierenden klettern, die mit

den doppelten Abitur-Jahrgängen an

die Bergische Universität drängen. Um

gerüstet zu sein, ließ das Hochschul-

Sozialwerk Wuppertal (HSW) ein älteres

Wohnheim abreißen, um Platz für

drei neue Baukörper mit zertifizierter

Passivhausqualität zu schaffen. „Theoretisch

hätte man auf dem Hanggrundstück

noch mehr Plätze bauen können.

Allerdings sollen sich die Häuser gut

in die Umgebungsbebauung einfügen.

Deshalb haben wir uns auf eine viergeschossige

Bauweise beschränkt“, sagt

HSW-Geschäftsführer Fritz Berger.

Offener und universitärer

Mit 6,65 Millionen Euro liegt die Investition

in das Studentenwohnheim bei

einem Drittel dessen, was der Bau- und

Liegenschaftsbetrieb NRW in den Umbau

einer Maschinenhalle zum supermodernen

Hörsaal- und Veranstaltungsgebäude

K für die Bergische Uni gesteckt hat.

Es umfasst ein Audimax für 792 Zuhörer

und einen kleineren Saal mit 236 Plätzen,

zudem acht Seminarräume. Für den

„Rektor des Jahres 2011“, Lambert T. Koch,

ist das neue Hörsaalzentrum ein wegweisender

Schritt zur weiteren Entwicklung

der Bergischen Uni. „Gute Bildung bedarf

einer guten Infrastruktur, die Hardware

muss mit der Software Schritt halten“,

sagte er bei der Eröffnung. Das neue Zentrum

mit seiner hochmodernen Technik

wird ab dem Wintersemester in den

Vorlesungsplan integriert sein. Die neue

Architektur heißt Besucher willkommen

und öffnet die Bergische Uni weit mehr

zur Stadt und zum Bürger hin als die

Bauten der 70er-Jahre, als die Universität

gegründet wurde. „Was wir jetzt haben,

ist universitär“, freut sich Johannes Busmann,

Professor für Mediendesign.

Mehr Bindung an die Stadt

Gemeinsam mit der Wuppertal Marketing

GmbH (WMG) entwirft die Bergische

Universität zudem neue Strategien,

um die Studierenden stärker an die Stadt

zu binden und Wuppertal zu einer echten

Universitätsstadt zu entwickeln. Ein Pfeiler

in diesem Bemühen ist die „Welcome

Week“, mit der im Wintersemester die

Studienanfänger empfangen und durch

die Stadt begleitet werden. Ein Arbeitskreis,

dem Uni, WMG, Wirtschaftsförderung

und Vertreter der Stadt angehören,

widmet sich regelmäßig den Fragen zum

Austausch zwischen der Stadt und ihrem

Bildungszentrum auf den Höhen. Mit der

Zeitschrift „Blickfeld“, deren Start von

der WMG finanziert wurde, liegt zudem

ein unabhängiges Organ vor, das bei Studierenden

das Universitätsgefühl weiter

stärken wird.

Weitere Informationen:

www.uni-wuppertal.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 4/11


Wuppertal

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Wuppertaler Profile

Haben den Schlüssel zu Barmens Zukunft: Citymanagerin

Anna Wittmer (l.) und Mitglieder des neugegründeten Vereins,

der auf die Gründung der ISG Barmen-Werth hinarbeitet

ISG für Barmen

Mit Zusammenhalt und langfristigem Denken wird ein

Standort nach vorne gebracht. In Barmen soll hierfür eine

Immobilien-Standortgemeinschaft (ISG) installiert werden.

I

SGs werden in anderen Städten bereits

erfolgreich zur Steuerung privater

Initiativen eingesetzt, die auf

die Stärkung und Revitalisierung von

Stadt(teil)zentren abzielen. Barmens Immobilienbesitzer

zeigen sich bislang sehr

angetan von der Idee, die Citymanagerin

Anna Wittmer mit viel Engagement vorantreibt.

Daher beteiligen sich viele schon

jetzt aktiv an dem Prozess. Derzeit wird

geprüft, was sich auf dem Werth, der

Schlagader der Barmer Innenstadt, substantiell

verändern sollte. Bei der Realisation

kooperiert der nun gegründete Verein

der ISG Barmen eng mit dem erfahrenen

ISG Planungsbüro aus Dortmund, dem

Innenstadtressort der Stadt Wuppertal,

der Wirtschaftsförderung sowie Stadtplanern

und Architekten. Auch das Jobcenter

Wuppertal unterstützt das ambitionierte

Projekt: „Schon jetzt arbeiten wir sehr eng

mit der IG Barmen und dem dortigen Citymanagement

zusammen und begrüßen

den Aufbau einer Standortgemeinschaft

in der Barmer City. Zum einen versprechen

wir uns durch neue Investitionen

positive Effekte für den Arbeitsmarkt.

Zum anderen können wir die fruchtbare

Zusammenarbeit gerade im Bereich der

Arbeits- und Ausbildungsvermittlung

weiter ausbauen“, begründet Geschäftsführer

Thomas Lenz das Engagement. Geplant

sind zum Beispiel Aktionstage zum

Thema Ausbildung oder branchenspezifische

Jobbörsen.

Sauberer Aktionstag

Anfang Juli führte das Citymanagement

in Kooperation mit der Alfred

Kärcher GmbH und der Junior Uni bereits

einen Aktionstag durch. Die jungen

Studenten konnten ihre theoretischen

Kenntnisse des Hochdruckreinigens

gleich mit den von der Firma Kärcher

gestellten Geräten auf dem Geschwister-

Scholl-Platz praktisch anwenden. „Solche

Aktionen könnten unter dem Dach

einer ISG noch intensiviert werden“, ist

sich Citymanagerin Anna Wittmer sicher.

Weitere Veranstaltungen in der momentanen

Vorprojektierungsphase der

ISG sind in Planung.

Weitere Informationen:

www.citymanagement-barmen.de

Foto: Jochen Stiebel, Wirtschaftsförderung

Karl-Heinz Dörr, geschäftsführender

Gesellschafter der STANNOL ® GmbH

Die STANNOL ® GmbH ist seit mehr

als 130 Jahren ein exponierter Name

in der Welt der Löttechnik. 65 Mitarbeiter

sind an den beiden Standorten

Wuppertal-Barmen und Schrobenhausen/Bayern

beschäftigt. Seit 1.

Juli 2001 wird das exportorientierte

Unternehmen von Karl-Heinz Dörr als

geschäftsführendem Gesellschafter

geführt – und die nächste Generation

wird ihn in Kürze unterstützen.

Mit Wuppertal verbindet mich…

...mein Werdegang und die langjährige

Tätigkeit in Unterbarmen.

Mein Lieblingsort in Wuppertal ist…

...der Bereich des Historischen Zentrums

und das Luisenviertel.

Unternehmen oder Produkte, die ich

mit Wuppertal verbinde, sind…

...so viele und erfolgreiche wie die

Sparkasse, Vorwerk, Bayer, Delphi und

die vielen ungenannten, aber erfolgreichen

Mittelständler.

Der Standort hat anderen Städten voraus,

dass…

...er durch seine Lage zwischen Ruhrgebiet,

Sauerland und der Rheinschiene

beste Möglichkeiten bietet sowie mit

Schwebebahn, Historischer Stadthalle

und neuer Schwimmoper beeindrukkende

Wahrzeichen hat.

Der Wirtschaftsraum „Bergisches

Land“ ist für NRW wichtig, weil…

...sich hier starke und innovative Unternehmen

befinden, die erhalten und

gestärkt werden müssen.

Ich wünsche mir für Wuppertal, dass...

...es weniger regnet und die Stadt bald

finanziell besser ausgestattet werden

kann, um mehr Menschen für Wuppertal

zu begeistern.

www.stannol.de

Bergisches Wirtschaftsblatt 4/11

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