Informationen mündliche Abschlussprüfung

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Informationen mündliche Abschlussprüfung

Einige Informationen zur mündlichen Abschlussprüfung im

Masterstudiengang zum Lehramt an Gymnasien:

Die Anforderungen an diese Prüfung werden abgesteckt durch die "Verordnung über

Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen" (Nds. MasterVO-Lehr, kurz MaVO). Im

§13 dort werden als Eckpunkte genannt:

- "Gegenstand der mündlichen Prüfung sind die Unterrichtsfächer und die

Bildungswissenschaften".

- "Fachwissenschaftliche, fachdidaktische und methodische Kompetenzen sollen unter

Einbeziehung bildungswissenschaftlicher Aspekte fächerübergreifend geprüft

werden."

- Die Kandidatinnen und Kandidaten sollen nachweisen, dass sie diese Kompetenzen

"systematisch in Bezug zur Schulpraxis setzen" und "in einen kritisch-diskursiven

Dialog treten" können.

Formal gilt für die Prüfung (laut MaVO):

- Sie "ist als Einzelprüfung durchzuführen" (keine Gruppenprüfung).

- Sie "dauert etwa 60 Minuten".

- Sie "wird von zwei Prüferinnnen oder Prüfern gemeinsam abgenommen und …

benotet".

- Prüferinnen und Prüfer können sein: Professorinnen/Professoren,

Juniorprofessorinnen/Juniorprofessoren, wissenschaftliche und künstlerische

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrkräfte für besondere Aufgaben

- Für die geforderte Kombination der zwei Prüferinnen oder Prüfer gilt:

Fachwissenschaft eines Unterrichtsfaches kombiniert entweder mit Fachdidaktik des

anderen Unterrichtsfaches oder mit Bildungswissenschaft. In Ausnahmefällen können

auch die Fachdidaktiken beider Unterrichtsfächer die Prüferinnen oder Prüfer stellen.

Idee der Prüfung

Anders als die mündlichen Abschlussprüfungen in den vormaligen

Staatsexamensstudiengängen sind die Abschlussprüfungen neuen Typs keine separierten

fachwissenschaftlichen Prüfungen mehr. Solche Prüfungen gibt es im Laufe des

Masterstudiums genügend. Im Vordergrund steht hier vielmehr der Brückenschlag von

fachlichen zu fachdidaktischen und zu bildungswissenschaftlichen Gesichtspunkten unter

klarem Fokus auf Schule und Unterricht. Die Prüfung ist im Wortlaut der MaVO eine

"fächerübergreifende".


Dieses erfordert eine neue Orientierung der Prüferinnen und Prüfer. Sie müssen jetzt stärker

den thematischen Bezug aufeinander in den Blick nehmen und von einer rein fachlichen

Prüfung absehen. Neue Prüfungsroutinen müssen dazu entstehen.

Thema der Prüfung

Entsprechend der Grundidee hat die Prüfung ein überwölbendes Thema. Es geht also nicht

mehr um nebeneinander stehende Themen der einzelnen Prüferinnen und Prüfer, sondern

um einen gemeinsamen thematischen Bezug aller Prüfungsanteile.

Ein solches Thema könnte vielleicht eine Facette innerhalb der Thematik der Masterarbeit

sein oder etwa ein Themenfeld eines Fachpraktikums oder auch ein ganz eigenes neues

Thema, das Bezüge zu verschiedenen fachlichen und bildungswissenschaftlichen Diskursen

aufweist. Es ist bereits eine der Leistungen im Kontext der Prüfung, dass die Kandidatinnen

und Kandidaten eine solches Thema zu konstruieren vermögen. Dabei kann es natürlich

gewisse thematische Vorgaben und muss es beraterische Hilfestellungen durch die

einzelnen Fächer geben. Sie sollen jedoch im Sinne der fächerübergreifenden Prüfungsidee

den Einbezug aller Prüfungsanteile möglich machen.

An die integrale Thematik der Prüfung können dann jeweils spezifische Prüfungsteile

fachlicher, fachdidaktischer und bildungswissenschaftlicher Art andocken. Diese anzulegen

und fachlich zu flankieren ist die eigenständige Domäne der einzelnen Prüferinnen und

Prüfer.

Ablauf der Prüfung

Hier haben die Prüferinnen und Prüfer eine relativ große Gestaltungsfreiheit. Es hat sich in

den bisherigen Prüfungen etwa bewährt, die Kandidatinnen und Kandidaten mit einer

thematischen Kurzpräsentation beginnen zu lassen (ca. 10–15 Min.). Da dieser Teil von

ihnen vorbereitet werden kann, bekommen die Kandidatinnen und Kandidaten rhetorische

wie argumentative Sicherheit. Zudem bieten die Ausführungen gute Anknüpfungspunkte für

den Prüfungsverlauf. Und sie sind ebenso ein Gegenstand der Prüfungswertung.

Ebenfalls bewährt haben sich themenbezogene Prüfungsskripte, die von den Kandidatinnen

und Kandidaten angefertigt werden und allen Beteiligten zur Prüfung vorliegen. Auch solche

Unterlagen sind wichtige Gestaltungsplattformen für den Prüfungsverlauf.

Prüfungsunterlagen

Die zentrale formale Unterlage für die Prüfung ist das Prüfungsprotokoll. Dieses wie alle

anderen benötigten Formblätter finden sich auf den Internetseiten des Prüfungsamtes

(http://www.uni-hannover.de/de/studium/pruefungen/info/lehramt-gymnasien/master/).


Anbahnung der Prüfung

Zunächst müssen die Studierenden ihre individuelle Prüfungskonstellation wählen. Sie

müssen sich für eine Fachwissenschaft und entweder die Fachdidaktik des anderen Faches

oder eines der beiden bildungswissenschaftlichen Fächer (Erziehungswissenschaft oder

Pädagogische Psychologie) entscheiden. Nach Maßgabe der jeweiligen Fächer können die

Kandidatinnen und Kandidaten dabei auch individuelle Prüferinnen und Prüfer wählen, oder

diese werden vom Fach zentral zugeteilt. Die Prüferinnen und Prüfer müssen ihre

Bereitschaft zur Abnahme der Prüfung bestätigen. Ebenfalls sind die Prüferinnen und Prüfer

verantwortlich für die Raum- und Ablauforganisation. Mit den entsprechend unterzeichneten

Formblättern melden sich die Studierenden innerhalb der festgelegten Meldefristen beim

Akademischen Prüfungsamt zur Prüfung an.

Die Prüfung selbst findet innerhalb festgelegter Zeiträume statt. Derzeit werden pro

Semester zwei alternative Zeiträume angesteuert: entweder innerhalb eines Zeitraums von

drei Wochen zu Anfang eines Semesters oder innerhalb eines Zeitraums, der die letzte

Vorlesungswoche und die ersten beiden Wochen der vorlesungsfreien Zeit umfasst. Über die

exakten Fristen informiert das Akademische Prüfungsamt auf seinen Internetseiten.

Die Prüfungsprotokolle sollen dem Akademischen Prüfungsamt nach der Prüfung zugeleitet

werden. Da die mündlichen Prüfungen reguläre benotete Prüfungsleistungen sind, müssen

die Ergebnisse im üblichen Verfahren online verbucht werden.

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