Teurer Sieg

sportwoche

Die neue kostenlose Sportwoche(49) Themen: Dynamo: Der teure Sieg DSC: Keine Angst vorm Deja-vu Titans: Heimsieg & erster Abgang HSV Lok: Felssturz nach erstem Saisonsieg Nachwuchs: Wie aus Tiny Titans große Titanen werden Eislöwen: Es ist halt Männersport? History-Serie: Dynamo vor 30 Jahren Wasserball: Erster Heimsieg gegen Zwickau

Ausgabe 49/2014

KOSTENLOS & ABOFREI

Impressum

SPORTWOCHE

Foto: report­dresden.de

DSC Volleyball

Keine Angst vorm Déjà­vu

Eislöwen

Ist eben Männersport?

Handball

Felssturz in der sächs. Schweiz

Chaoten trüben die Freude

über den 3:1 - Sieg gegen

Hansa Rostock

Dynamo stellt Strafantrag

Teurer

Sieg

SG Wasserball

Erster Sieg !

Dynamo History

Der Sonntagsschuss

Dresden Titans

Heimsieg & Abgang


2

Teurer Sieg

F

ätsch! Fetschwinner! oder Hattrick! hätte die Headline

der heutigen Ausgabe eigentlich lauten müssen.

Doch während Mathias Fetsch mit seinem Hattrick

Dynamo beim 3:1 Sieg in Rostock zurück in die Erfolgsspur

schoss, war das Spiel von schweren Ausschreitungen

überschattet, welche in der Endkonsequenz für die

Schwarz-Gelben richtig teuer werden können.

Dynamo spielte unter Bewährung, ein Teilausschluss

der Fans bei den nächsten Heimspielen war seitens des

DFB schon angedroht. Neben einer wahrscheinlich deftigen

Geldstrafe wird es dadurch zu weiteren finanziellen

Einbuen kommen.

Drei Punkte mit Beigeschmack. Mathias Fetsch

machte alle drei Tore. Foto:Imago

Fürdie, welche es noch nichtmitbekommen haben: Beim

Stand von 1 :1 zündeten Chaoten im Dresdner Block nicht

nur die verbotenen Bengalos, sondern setzten dem Treiben

noch einen drauf indem sie Leuchtspurmunition in den

Block von Hansa schossen und diverse Hansa Fanartikel

in Brand setzten.

Schiedsrichter Siebert unterbrach die Partie für 1 2 Minuten.

Danach profitierte Dynamo sogar noch davon, weil die

Rostocker aus ihrem recht guten Lauf etwas rausgerissen

wurden. Das lieen die Hanseaten aber zum Glück nicht

als Ausrede gelten und es wäre der richtig guten Leistung

der schwarz-gelben Kicker gegenüber auch unfair gewesen.

Die zeigten am Samstag nämlich endlich wieder den erfrischenden

Fuball vom Saisonbeginn.

Auch Stefan Böger schien eingesehen zu haben, dass

die Schönrederei nichts bringt und schlug überraschenderweise

schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel andere

Töne an. Hie es nach dem Grottenkick gegen

Dortmund noch, Kritik hätte die Mannschaft nicht verdient,

so sagte er ein paar Tage später „So kann es nicht weitergehen“

und forderte die Mannschaft.

Dennis Erdmann musste gar wegen seiner Disziplinlosigkeit

zu Hause bleiben und bekam keine Ostseeluft zu

schnuppern.

Für ihn machte Jannik

Müller einen soliden

Job in der

Innenverteidigung,

welche trotzdem wieder

in Diskussionen

und Streitigkeiten

verwickelt war. Michael

Hefele ist das

Stichwort. Auch er

muss sich besser in

den Griff bekommen.

So sehr wir alle Emotionen

und gerade

Spieler mit Ecken und

Kanten lieben, Hefele

bewegt sich immer

stark am Rande der

roten Karte.

Aber zum Glück sah

seinen Kopfsto gegen

einen unten liegenden

Hansaspieler

niemand so richtig

bzw. wares nichtganz

nachvollziehbar, ob

Hefele ihn getroffen

hat. Die Bewegung jedoch

war recht eindeutig.

Dynamo war im Glück und so waren es die

Rostocker, welche das Spiel nach der Rausstellung von

Robin Kraue mit zehn Mann beenden mussten.

Das groe Zittern blieb Dynamo diesmal erspart, weil

sie alles richtig machten und sich trotz Überzahl nicht hinten

reinstellten und das Ergebnis über die Zeit retten wollten.

Sie spielten weiter nach vorne und siehe da, es gab

Chancen und aus Chancen wurden Tore. Es war völlig

egal, ob Hansa in der letzten Minute noch einmal getroffen

hätte und genauso war es Nebensache, ob es ein psychologisches

Problem gab oder gibt. Wie schon letzte Woche

festgestellt, so einfach kann Fuball sein. Und genauso

einfach spielte es Dynamo gegen Hansa.

Bezeichnend das erste Tor, als Hartmann einfach mal


aus der zweiten Reihe abzog, der Keeper den Ball nicht

festhalten konnte und die Dresdner richtig gut nachsetzten.

Das war keine groe Fuballkunst, das war einfach nur

nach dem Lehrbuch und auch in weiteren Versuchen erfolgreich.

Es gäbe, wie schon erwähnt, allen Grund zu feiern, wäre

da nicht der blöde Beigeschmack der erneuten Randale.

Dynamo machte in der Tabelle den gröten Sprung von

elf auf fünf und hat nur drei Punkte Abstand zum Herbstmeister

Arminia Bielefeld. Es darf also wieder vom Aufstieg

geträumt werden.

Doch Vorsicht! Mehr als Träume sind nicht drin. Wie

schnell es gehen kann und Dynamo mit der Regionalliga

in Verbindung gebracht wird, zeigten die letzten Wochen.

Es ist unbestritten, dass dieses Team Zweitligaformat hätte.

Aber das gilt eben nur für jeden Spieler individuell und

an Tagen, wo in der

Mannschaft alles

stimmt. Daswarzuletzt

nicht der Fall. Stefan

Böger scheint aber

einen Weg gefunden

zu haben, die Mannschaft

an den sprichwörtlichen

Eiern zu

packen. Glückwunsch!

Nicht jedem

Trainer gelingt so etwas

und auch Bögers

Stuhl hätte nach weiteren

Misserfolgen

schnell gewackelt.

Momentan steht der

Stuhl aber bombenfest.

Böger ist ganz gut

in die Kurve hineingekommen,

nun muss er

sie noch richtig bekommen.

DieHälftederSaison

ist um, am Sonntag

geht es nach Groaspach,

was einige sicherlich

verwundern

wird. Gespielt wird

nämlich selbstverständlich

gegen die zweite Mannschaft vom VfB Stuttgart.

Doch die haben ihre Spiele in die „Andrea Berg“-Hauptstadt

verlegt und so können sich die Dynamo Fans auf ein

zweites Fuballfest freuen. Nur so richtig will angesichts

der letzten Vorfälle keine Freude auf dieses Event

aufkommen.

Es wird Zeit den Chaoten die rote Karte zu zeigen. Doch

auch das bleibt nur ein Traum. Wer die Reaktionen allein

in den SocialMedia-Netzwerken verfolgt, wird schnell

merken, dass die Randalebrüder noch eine ganze Menge

Sympathisanten haben. Während sich die Vereinsführung

sehr schnell von diesen „Fans“ distanzierte und die groe

Mehrheit der wahren Anhängerschaft eine groe Wut

gegen die Chaoten hat, gibt es leider noch eine Menge,

welche sie verteidigen und ein fadenscheiniges Argument

nach dem nächsten liefern, warum das alles doch gar nicht

so schlimm gewesen wäre.

Dann wird wieder auf andere Stadien gezeigt, Gründe

wie ein brennendes Dresdner Auto angeführt und die

Presse lügt bekanntlich sowieso und spielt das alles nur

hoch.

Doch genau das tat sie diesmal gar nicht. Es war für alle

live im MDR zu sehen und selbst die, welche sich gar nicht

für Fuball interessierten, bekamen es ganz schnell mit.

Denn die nachfolgenden Sendungen mussten natürlich

alle 1 2 Minuten verschoben werden. Dynamo hat inzwischen

Strafantrag gegen Unbekannt gestellt. Einige Täter

sollen nach ersten Videoauswertungen nicht das

gesamte Spiel über vermummt gewesen sein. Dynamo

hofft, dass die Ermittlungsbehörden es schaffen die Täter

zu identifizieren.

Der DFB-Kontrollausschuss fordert eine

Stellungnahme vom Verein bis zum 08.1 2.201 4

Das Fazit ist schnell gezogen. Dynamo ist auf dem

besten Wege sportlich die Kurve zu bekommen, doch der

Sieg kostete viel Geld, wieviel wird der DFB demnächst

bekanntgeben. Aktionen wie die Dynamo Schuldentilgung

oder die gerade beschlossene Sonderumlage zur Tilgung

des Kölmel Darlehens werden dadurch zur Farce

gemacht.

Auch die Befürworter des Klatschpappen-Fuballs –

sprich personalisierte Tickets und Sitzplätze – werden

dadurch immer mehr. Ein zu teurer Sieg.

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Es ging auch anders. Die Rauchbombe, welche aus

der Pfeife kam, ist genaugenommen auch verboten

aber von ihr ging keine Gewalt aus. Foto:Imago


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Nachwuchs Willkommen!

Wie aus Tiny Titans große

Titanen werden

Ein großer Moment für die Tiny Titans ­

Einlaufkinder bei den Großen in der

Bundesliga. . Foto:SpZ

Von Andreas Rohde

Was sich in den letzten Jahren bei den Dresden

Titans im Nachwuchsbereich getan hat, ist schon

bemerkenswert.

Angefangen vor ein paar Jahren aus einer eigentlich privaten

Sportgruppe sind die „Tiny-Titans“ hervorgegangen,

die kleinsten Mitglieder des Dresdner Basketball

Vorzeigeclubs.

Weil Initiator Oliver Kasper von Dresden nach Radebeul

zog, organisierte er für seine Tochter und ihre alten Freunde

eine Sporthalle, wo sie sich in regelmäigen Abständen

treffen und austoben konnten. Das hatte sich schnell

herum gesprochen. Wie es genau dazu kam, dass die Halle

immer voller wurde, wei Oli heute auch nicht mehr.

Doch die die Halle füllte sich nach und nach mehr mit Kindern

von basketballbegeisterten Eltern.

Was klein anfing wurde gro und hat heute System. Die

4-6jährigen lernen bei den „Tiny Titans“ dank der Hilfe

vieler ehrenamtlicher Helfer das Dribbeln, Passen und

Werfen. Es sind die Grundlagen, welche später benötigt

werden. Und diese so früh wie möglich zu erlernen hat einige

Vorteile.

„Basketball ist ein technisch sehr anspruchsvoller Sport.

Es ist tatsächlich ein Vorteil sehr zeitig damit anzufangen,

weil viele Sachen schon sehr früh vermittelt werden können

und die Kinder dadurch mehr Zeit haben diese zu automatisieren

und umzusetzen“, erklärt Oli Kasper.

Das alles passiert natürlich nicht ganz ohne Blick nach

vorne. Je gröer die Basis aus den ganz kleinen Kindern

ist, desto gröer ist eben das Potential, wenn die „Tiny Titans“

mit 7-8 Jahren so richtig mit dem Basketball anfangen.

Dann beginnt auch der regelmäige Spielbetrieb. „Das

ist nicht immer einfach, weil natürlich in Sachsen die

Mannschaftsdichte sehr gering ist und die meisten Vereine

immer noch deutlich

später anfangen“,

erzählt Oli und ergänzt

„Wir müssen uns daher

viel bemühen untereinander

zu spielen.

Bei einer groen Kinderfülle,

wie wir sie derzeit

haben, geht das

aber ganz gut.“

Ab da wird es dann

auch etwas härter.

Zweimal Training pro

Woche sollten eigentlich

Pflicht sein, doch

auch der Trainer

wei,dass dies nicht

für alle Eltern realisierbar

ist. Das ist nichts

Besonderes, da die

Kinder in dem Alter ja

noch nicht alleine zum

Training kommen. Oft

können die Eltern

nicht, jemand ist krank

oder eine Schulveranstaltung

ist gerade zur

Trainingszeit.

Umso wichtiger sind die regelmäigen Basketballspiele

am Wochenende. „Die 9-1 0jährigen sind dann bereits

jedes zweite Wochenende unterwegs. Damit können wir

ein bisschen kompensieren, dass die meisten immer noch

unregelmäig am Training teilnehmen“, so Oli Kasper.

Der richtige Mannschaftssport beginnt mit 1 0-1 2 Jahren.

Dann sollte aber möglichst jeder schon dribbeln und

werfen können, ganz nach dem amerikanischen Vorbild.

Da kann dies in dem Alter eigentlich fast jedes Kind.

„Um Basketball als Mannschaftssport machen zu können,

musst du einfach dribbeln können, du musst verteidigen

und einen Pass spielen können“, wei Oli Kasper

um die dringende Notwendigkeit der Grundlagen.


Bis dahin können sich die Kinder ganz ohne jeglichen

Druck entwickeln, denn auch die Trainer wissen natürlich,

dass dies nicht bei jedem Kind gleich von statten geht.

„Die Entwicklungstypen sind unterschiedlich. Bei manchen

passiert lange gar nichts, dann haben die eine riesige

Explosion und dann wieder lange nichts. Dann gibt’s

die die sich Stück für Stück entwickeln, die welche das

sprunghaft machen. Aber völlig unabhängig von den Entwicklungstypen

hilft am meisten die Kontinuität.“

Nachwuchssorgen haben die Titans also nicht, dennoch

sind die Titans an jedem Kind interessiert. "Bei uns sind

alle sehr herzlich Willkommen", betont Oliver Kasper deshalb

nochmal ausdrücklich! Obwohl die Titans mit Hallenzeiten

und Trainern auch nicht gerade gesegnet sind,

wollen die Verantwortlichen der kleinen Basketballer keinen

wegschicken. Jeder, der möchte, bekommt seine

Chance.

„Mit den Möglichkeiten, die wir haben, versuchen wir

das Maximum raus zu holen.

Da versuchen wir groe Künstler zu sein. Deshalb ist es

schön, dass sich das Ehrenamt in den letzten Jahren immer

mit entwickelt hat“, ist es Oli Kasper ein ganz besonderes

Anliegen den ehrenamtlichen Helfern, welche zum

gröten Teil aus Eltern besteht, auch einmal groen Dank

zu sagen.

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Die Dresden Titans werden präsentiert von

Von Tobias Schlegel

D

ie Höhen und Tiefen bei den Pro-B-Basketballern

der Dresden Titans gingen am vergangenen

Sonntag in die nächste Runde. Nach der Niederlage in

Recklinghausen eine Woche zuvor, gelang den

Elbestädtern ein wichtiger

70:60-Erfolg in der heimischen

MargonArena gegen die Otto

Baskets Magdeburg. In der

Tabelle bleiben die Titans zwar

weiter auf Rang elf, konnten den

Rückstand auf den ersten

Playoff-Platz aber auf zwei

Punkte verkürzen. „Wir haben

diesmal die wichtigen Korbleger

getroffen und in der Defense

wieder gut gestanden“, sagt

Titans-Cheftrainer Thomas

Krzywinski in seinerAnalyse. Mit

Damon Smith (1 8 Punkte),

Jaroslav Tyrna (1 5), Kevin

Butlerund PhilippLieser(jeweils

1 0) scorten vier Dresdner

zweistellig, was für den Trainer

ebenfallsein Schlüssel zum Sieg

war, da „die Offensivlast verteilt

werden konnte.“ Dazu konnten

„kleine Duelle“ gegen die

Magdeburger gewonnen

werden, womit Krzywinski das

Reboundduell (44:38) und die

Vorlagen anspricht (1 3:5).

Zwei Dresdner stachen dabei

besonders hervor. Zum einen

Max Jentzsch, der sich am

Sonntagnachmittag zwölf

Rebounds angelte und damit einen persönlichen

Saisonbestwert aufstellte. „Es war, als hätte er Magneten

in der Tasche gehabt“, scherzt Krzywinski. Nur leider

konnte sich Jentzsch für diese Leistung nicht zu 1 00

Erneuter Heimsieg

und ein Abgang

Zu Hause können sie es. Weiterer Heimsieg für

die Titans gegen Magdeburg. Foto: BigM Pictures

Prozent belohnen. Seine Wurfquote lag an diesem Tag

nur bei 1 4 Prozent und so schaffte es der Flügelspieler

lediglich auf zwei Punkte. Als Spielgestalter und

Vorlagengeber glänzte gegen Magdeburg Kapitän Philipp

Lieser, der in der Partie acht Assists zum Sieg beisteuerte

und seine Mitspieler immer wieder in Szene setzen konnte.

„Ich habe mit Philipp vor der Partie gesprochen und ihm

gesagt, er soll den Ball laufen lassen. Das hat er gut


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umgesetzt“, lobt der Head-Coach seinen Spielführer.

Im Groen und Ganzen hatten die Titans ihren

Kontrahenten am Sonntagnachmittag im Griff, auer

einen: Chris Frazier. Der Magdeburger Aufbauspieler

brachte es auf 26 Punkte und sorgte so auch bei Thomas

Krzywinski für ein paar Kopfschmerzen. „Ihn bekamen

wirnichtin den Griff. Erhataberauch richtig schwereWürfe

getroffen.“

Vor der Begegnung gab es aber noch eine personelle

Veränderung im Kader der Dresden Titans. Der Vertrag

mit dem deutsch-amerikanischen Forward Daniel

Cheledinas wurde im beidseitigen Einvernehmen

aufgelöst. „Daniel ist charakterlich ein feiner Kerl, doch

wir und auch er selbst haben sich sportlich mehr erhofft“,

erklärt der Cheftrainer. Daniel habe im Training gute

Ansätze gezeigt, diese jedoch im Spiel nicht umsetzen

können. Als vor zwei Wochen auch noch Guy Aud und

Jaroslav Tyrna zum Team stieen, sanken die Chancen

auf Spielzeit für den Flügelspieler noch weiter. Durch den

Abgang von Daniel Cheledinas umfasst der Kader der

Titans elf Spieler. Bei dieser Anzahl soll es laut Krzywinski

auch bleiben: „Eine weitere Verstärkung ist nicht

vorgesehen.“

Dessen ungeachtet soll es am kommenden

Wochenende endlich mit dem ersten Auswärtssieg der

Saison klappen. Dafür müssen die Sachsen in den Norden

reisen. Am sechsten Dezember gastieren die Titans um

1 9 Uhr bei der Baskets Akademie Weser-Ems/OTB. Der

amtierende Pro B-Meister ist der Ausbildungsverein des

Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg. Da einzig die

Nachwuchsförderung Priorität besitzt, verzichtete der

Club in diesem Frühjahr auf den Aufstieg in die Pro A,

obwohl er die sportliche Qualifikation für die zweite Liga

geschafft hatte. In dieser Saison kommen die Nordlichter

aber wie die Titans nur schwer in Tritt und sind derzeit

punktgleich mit den Dresdnern auf Rang zehn. Dennoch

mahnt Thomas Krzywinski: „Oldenburg hat eine tolle

Truppe, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen

dürfen.“ Besonders auf Shooting Guard Preston Wynn

(1 6,7 Punkte im Schnitt) und Flügelspieler Leo Niebuhr

(1 4,8) müsse seine Mannschaft achtgeben. „Da müssen

wir uns was einfallen lassen“, wei der Dresdner Head-

Coach.

Was soll's, ist halt Männersport!?

E

s ist schwierig geworden. Wer sagt, Eishockey sei

ein Männersport und da fliegen nun einmal die Fäuste,

kann sich gleich bei diversen Frauenverbänden dafür

entschuldigen gehen. Eishockeyisteben längstnichtmehr

Männersache. Ganz im Gegenteil. Frauen-Eishockey hat

Im Derby flogen die Fäuste. Foto:T. Heide

spätestens zu Olympia wieder Hochkonjunktur im deutschen

TV.

Diese sollen sich zwar auch schon hier und da einmal geprügelt

haben, aber das soll wohl noch die Ausnahme sein.

Von einer seltenen Ausnahme kann im Männer Eishockey

allerdings nicht gesprochen

werden.

Dass es aber gleich so

zur Sache geht wie im

Derby zwischen

Crimmitschau und

Dresden, ist dann

doch eher ein Einzelfall.

Das Problem daran ist

die Vorbildwirkung

der Spieler. In den

letzten Jahren schaffte

es der Eishockey

zum Familiensport-

Event zu werden. Eltern

mit Kindern sind

dabei nicht nur in den

Sitzplatzreihen anzutreffen,

sondern stehen

auch gerne mal im

stimmungsgeladenen

Fanblock. Solange

nichts passiert, ist

das auch für die Kinder

ein tolles Erlebnis.

Anders beim Derby.


Nachdem die Spieler auf dem Eis die Nerven verloren

hatten und beim Shakehands nach dem Spiel ordentlich

zulangten, übertrug sich die eh schon angeheizte

Stimmung auf die Ränge. Die Polizei griff ein und setzte

den Dresdner Block mit Pfefferspay Schach Matt.

Die Fans finden dieses Vorgehen völlig überzogen und

erstatteten gegen die Polizisten Anzeige.

Ein schöner

Familienausflug war

es am Ende des Tages

jedenfalls nicht, zumal

die Dresdner Eislöwen

das Spiel auch noch

2:5 (2:0; 0:3; 0:2)

verloren hatten. Die

Dresdner Stefan

Chaput (8.) und

Carsten Gosdeck(1 4.)

zeigten sich im ersten

Abschnitt mit

Weitschüssen als gute

Chancenverwerter

und brachten die

zunächstvorrangig mit

Kontern agierenden

Eislöwen in Führung.

Nach derersten Pause

glichen Jamie Mac

Queen (25.) und Daniel

Bucheli (28.) zunächst

für den

Gastgeber aus, ehe

Erik Gollenbeck (34.)

die Eispiraten in Führung

bringen konnte.

Eishockey wurde aber auch gespielt. 5:2 gewann

Crimmitschau. Foto:T. Heide

Im Schlussdrittel nutzte André Schietzold eine doppelte

Überzahlsituation (55.) zur Vorentscheidung. Matthew

MacKay (59.) markierte den verdienten 5:2-Endstand für

die Eispiraten.

Doch dies war beim Shakehands alles schon Nebensache.

"Beim Shakehands gab es zwischen einigen Spielern

eine Aussprache, die nicht verbal geklärt werden

konnte. Das sollte so nicht sein. Wir werden das auswerten“,

so der Eislöwen-Trainer Thomas Popisch, welcher

aber zeitgleich nicht verstand, warum der Eislöwe Travis

Martell, der sich mit Nico Oprée prügelte, eine Matchstrafe

bekam.

So ist das im Eishockey. Gibt es Strafen sind sie eher

Wischwaschi und dann versteht sie auch noch keiner.

Doch der Trainer hatte Glück, denn der Disziplinarausschuss

hatte das Ermittlungsverfahren gegen Travis Martell

nach Sichtung der Beweismittel eingestellt und die

Sperre aufgehoben, da vor der Aktion durch den Crimmitschauer

Spieler Nico Oprée eine sportwidrige Handlung

an Martell begangen wurde.

Das ist eben Eishockey. Es ist nicht vergĺeichbar mit anderen

Sportarten. Man stelle sich nur mal vor beim Fuball

gäbe es eine Rangelei und ein Spieler, welcher zwar

zuerst geschlagen wurde, schlägt mit den Fäusten zurück?

Die Sperre würde, völlig unabhängig wer angefangen

hat, wahrscheinlich mindestens drei Spiele betragen.

Die angeblichen Verursacher der Schlägerei bekamen

vorerst gar keine Strafe und konnten am Sonntag gegen

Frankfurt auch wieder auf dem Eis stehen. Einziger Wermutstropfen,

gegen Goali Kevin Nastiuk und Feodor Boiarchinov

wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die

beiden Spieler der Dresdner Eislöwen hatten bis zum

Dienstag die Möglichkeit, eine schriftliche Stellungnahme

einzureichen.

Am Sonntag gewannen die Eislöwen gegen Frankfurt mit

5:3, nichtzuletztwegen einesbärenstarken Kevin Nastiuk!

„Frankfurt hat ein starkes Spiel gezeigt, uns von Beginn

an unter Druck gesetzt. Wir haben versucht die Scheiben

schnell hinter das Tor zu bringen, das ist uns zunächst

nicht so gut gelungen. Dennoch konnten wir unsere Chancen

effektiv ausnutzen. Im zweiten Drittel hat uns Kevin

Nastiuk durch gute Paraden im Spiel gehalten. Im letzten

Abschnitt fällt durch unsere Unkonzentriertheit schnell

das 3:1 . Meine Mannschaft hat sich dennoch nicht aus der

Ruhe bringen lassen und am Ende verdient gewonnen.

Dennoch haben wir dem Gegner über weite Strecken zu

viele Möglichkeiten gelassen. An dieser Stelle müssen wir

ganz klar ansetzen“, so die kurze Zusammenfassung des

Spiels durch Eislöwen Trainer Thomas Popiesch, welcher

heilfroh war, dass Eishockey kein Fuball ist und er seinen

Goali zur Verfügung hatte.

Welche Signalwirkung solche Wischwaschi-Bestrafungen

nach auen haben, ist aber klar. Wenn die Gewalt auf

die Ränge überschwappt, muss sich von den Verantwortlichen

niemand mehr wundern. Oder war es jetzt doch ein

„Männersport“, wo so etwas dazugehört? Wie schon am

Anfang geschrieben, es ist verdammt schwierig geworden.

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Felssturz

F

elsstürze in der Sächsischen Schweiz sind an sich

nichts ungewöhnliches. Doch meistens hinterlassen

sie eine Spur der Verwüstung und jede Menge Ärger. Anders

der Stein, der den Spielern und Verantwortlichen am

Samstagabend vom Herzen fiel. Die Gröe eines Felsen

Was für eine Befreiung. Toto Schneider schreit die

Freude über den ersten Sieg hinaus. Foto:Förster

hatte dieser inzwischen allemal, doch verursachte er nur

kollektiven Jubel und Erleichterung.

Ja, die Lok kann doch noch gewinnen. So richtig geglaubt

hatte zuletzt niemand mehr an die schnelle Wende,

doch mit dem 28:26 Heimsieg gegen Köthen scheint

diese nun schnell möglich. Der HSV Lok kletterte auf den

vorletzten Tabellenplatz und lediglich zwei Punkte fehlen

noch zu einem Nichtabstiegsplatz. Das ist der groe Vorteil

der Teams, welche sich sehr früh in der Saison schon

mit dem Abstieg beschäftigen müssen. Sie haben nämlich

noch viel Zeit.

Und so scheint nach der Leistung der Pirna-Dresdner

Spielgemeinschaft der Klassenerhalt doch wieder möglich.

So schnell kann das gehen.

Der Lohn für den Sieg waren minutenlange Standing

Ovations der Pirna-Dresdner Handballfans nach einem

für die Nerven nicht einfachen Spiel.

Der Sieg war alles andere als souverän und trotzdem

hochverdient. Doch es ging bis kurz vor Schluss alles sehr

knapp zu. Erst mit 27:24 konnten sich die Gastgeber das

erste Mal überhaupt etwas von den Köthenern absetzen.

Zur Halbzeit stand es 1 5:1 5 und das spiegelte das Spiel

auch gut wieder. „Unser Spiel war heute natürlich nicht

fehlerfrei", gab Coach Petr Hazl zu, "aber wir haben in den

wichtigen Momenten

die richtigen Entscheidungen

getroffen."

Manager Uwe Heller

erklärte es etwas präziser:

„In derTatwares

so, dass wir heute

auch einmal die ganz

einfachen Tore gemacht

haben - Ball

nehmen und einnetzen,

das ist das, was

uns in den vergangenen

Spielen gefehlt

hat, wenn man bedenkt,

wie oft und lange

wir manchmal für

einzelne Tore kämpfen

mussten."

Besonders bemerkenswert:

Da beide

Stamm-Torhüter weiterhin

ausfallen,

musste die Lok wieder

mit den Sachsenklasse-

und Bezirksliga-

Torhütern Carsten

Schmidt und Tyll

Schmidtke antreten

und die klauten den

Köthenern gemeinsam

mit der Lok-Abwehr den ein oder anderen sicher geglaubten

Treffer.

Auch auf Leistungsträger Dušan Miličević mussten die

Pirna-Dresdner verzichten, da dieser sich in der Anfangsphase

der Partie verletzte. Bleibt zu hoffen, dass es nichts

Ernstes ist und er schon am Samstag wieder spielen kann.

Dann gibt es für die Lok nämlich gleich die Möglichkeit

nachzulegen. Die Beavers vom Dessau-Rolauer HV 06

sind zu Gast in der Pirnaer Sonnensteinarena und mit dem

Rückenwind des ersten Sieges ist auch da für die Lok einiges

möglich. Mit Dessau kommt allerdings die MannschaftderStunde

an die Elbe. Mitneuem Trainerschafften

sie zuletzt drei Siege, ein Unentschieden und rückten auf

Platz acht nach oben. Gegen Köthen gewannen die Dessauer

ähnlich knapp wie die Lok. Auch wenn Quervergleiche

hinken, es ist ein Anzeichen für ein sehr enges und

spannendes Match. Anpfiff ist Samstag um 1 9.30 Uhr.

Vielleicht gibt es zum Nikolaus ja wieder zwei wichtige

Punkte?!


Klarer Heimsieg gegen Zwickau

D

ie SG Wasserball Dresden feiert den ersten Sieg der

Saison 201 4/1 5. Am 2. Spieltag der 2.

Wasserballliga-Ost gewannen die Dresdner gegen den

SV Zwickau 04 deutlich und ungefährdet mit 1 5:7 (5:1 ,

4:4, 5:0, 1 :2). Vor samstagabendlicher Kulisse in der

Schwimmhalle am Freiberger Platz erspielen die

Hausherren somit auch den ersten Erfolg für den neuen

Trainer Martin Höfler.

"Nach den letzten knappen Niederlagen ist dieser Sieg

natürlich erstmal eine kleine Erleichterung. Die Punkte

sind aber auch eine Belohnung für die geschlossene

Trainingsarbeit der letzten Wochen", so der Trainer nach

Neues DSC ­ Logo

dem Spiel. "Dieser Sieg sollte uns für das nächste

Heimspiel in knapp zwei Wochen gegen Magdeburg

(1 3.1 2., 1 9.30 Uhr),was definitiv wieder enger zugehen

wird, Selbstvertrauen geben."

Einen echten Sahnetag erwischte Sascha Kurlykov, der

mit seinen vier Treffern

im ersten Viertel klar

die Richtung vorgab.

5:1 hie es bereits

nach den ersten acht

Minuten, richtig eng

wurde es danach nicht

mehr. Mit insgesamt

sechs Treffern

avancierte Kurlykov

am Ende zum

treffsichersten

Dresdner.

Einziger

Wermutstropfen eines

ansonsten

gelungenen

Wasserballabends:

beim Stand von 1 4:6 erhielt Kapitän und Centerverteidiger

Axel Marquardt eine umstrittenen Ausschluss mit Ersatz

und ist damit im nächsten Spiel gesperrt. "Bitter und

angesichts des Spielstands absolut unnötig! Ich hoffe,

dass die Jungs gegen Magdeburg auch ohne mich

gewinnen!"

( Jan Weinreich)

Erster Saisonsieg für Dresdens Wasserballer. In

der vollen Halle am Freiberger Platz besiegten sie

Zwickau. Foto:Spz

D

er Dresdner SC präsentiert sich fortan mit einem neuen

Logo. Zukünftig werden alle 1 1 Abteilungen das

gleiche Logo nach Auen tragen.

Trotz dass die Entscheidung für das neue Logo und die

gemeinsame Auendarstellung des Dresdner SC 1 898

e.V. durch alle Abteilungen getragen wurde, gab es nach

der Präsentation nicht nur zustimmende Meinungen. Speziell

die Fuballer des DSC hatten und haben mit dem neuen

Logo wohl etwas Bauschmerzen. Im Vorfeld gab es im

Juli allerdings eine Zusammenkunft mit den Abteilungsleitern,

die über das neue Design beraten und letztlich entschieden

haben. Da haben auch die Fuballer dafür

gestimmt. Um die Meinungen und Diskussionen in einem

Dialog zu führen, wird die Fuball-Abteilungsleitung am

Freitag, dem 1 2.1 2.201 4 abends im Rahmen eines Fantreffens

die Entscheidung erläutern und diskutieren.

Die Gesamtkosten für die Umstellung liegen im unteren

fünfstelligen Bereich. Diese Kosten verteilen sich auf die

Erstellung des Logos, eine komplette Gestaltungsrichtlinie,

die Neugestaltung der Homepage sowie diverse

Druck- und Werbemittel für den Verein.

Eine Ausnahme bleibt aber weiterhin auch beim DSC bestehen.

Die DSC-

Volleyballerinnen

in der 1 . Bundesliga,

welche aber

ohnehin als

GmbH ausgegliedert

sind, werden

ihr

bestehendes

Foto:DSC

Logo behalten.

„Grundsätzlich

wird es bei einem Groverein mit elf Abteilungen immer

schwierig sein, allen Meinungen gerecht zu werden. Wir

halten das neue Logo für gelungen, insbesondere in der

heutigen Medienwelt und unter gegenwärtigen Marketinggesichtspunkten

beinhaltet es die nötige Vereinfachung,

die wir gebraucht haben, ohne dabei die Wurzeln

des Vereins zu vernachlässigen. Die Flagge des Dresdner

SC wird deshalb, wie in unserer Satzung verankert,

ebenfalls bleiben und bei Mitgliederversammlungen und

Feiern neben dem neuen Logo präsent sein“, heit es auf

unsere Anfrage beim Dresdner SC.

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Keine Angst vorm Deja­vu

Von Sten Hornig

E

s war der Tiefpunkt einer grandiosen Meister-

Saison! Vor fast genau einem Jahr kassierten

die Volleyball-Mädels vom Dresdner SC eine

denkwürdige Pokalschlappe. Im Halbfinale zuhause

gegen dieRoten Raben Vilsbiburg ging derDSCsang

und klanglos 0:3 unter. Doch nicht nur das: Nachdem

einzelne Spielerinnen gnadenlos ausgepfiffen

wurden, brannten auch bei Trainer Alexander Waibl

die Sicherungen durch und er zeigte den eigenen

Fans den Stinkefinger. Eine Kurzschlussreaktion, für

die sich der Chefcoach beim nächsten Spiel

entschuldigte.

Heute (1 9 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) treffen

beide Teams wieder aufeinander - diesmal auswärts

und im Pokal-Viertelfinale. Kommt es da zum Dejavu?

Immerhin gewann der DSC wie in der Vorsaison

das Bundesliga-Spiel gegen die Bayern vorher

souverän 3:0.

„Ich habe nur noch im Kopf, dass wir im Halbfinale

ausgeschieden sind. Der Gegner ist mir da egal“,

verrät Waibl.

Nicht egal wird ihm das Ergebnis sein. Mit aller

Macht soll sein Team in die Vorschlussrunde

einziehen. Denn der erste Pokalsieg nach 201 0 ist

insgeheim das Ziel. Waibl: „Es wird eine super

schwere Aufgabe, aber wir sind gut drauf und es wird

schwer, uns zu schlagen.“

Kein Wunder, der DSC ist derzeit schlielich kaum

zu stoppen. Nach sieben Siegen in sieben

Bundesligaspielen, blieb die Mannschaft auch auf

europäischer Ebene ungeschlagen. Beim finnischen

Meister LP Salo gab es vergangenen Donnerstag

nach einem 1 29-Minuten-Krimi erneut einen 3:2-

Erfolg. „Der Siegeswille der Mädels ist unglaublich“, sagte

Waibl hinterher. „Die Mannschaft ist im entscheidenden

Moment über sich hinaus gewachsen.“ – Und wurde dafür

belohnt! In der Champions League Vorrunden-Gruppe C

kletterten die Dresdnerinnen auf Platz eins der Tabelle.

Waibl und Co. können sich berechtigte Hoffnungen auf

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DSC Trainer Alexander Waibl emotional. Angst

vorm Deja­vu hat der DSC aber nicht.

Foto: Imago/Hentschel

einen Weiterkommen auf europäischer Ebene machen.

Doch Achtung: So toll der internationale Erfolg ist, patzt

der DSC heute im Pokal verblassen die guten

Vorleistungen. Es geht schlielich um Titel und nicht um

Siegesserien...

Nichts Neues

N

ichts neues im Dresdner Männervolleyball. Nach dem 0:3 beim Aufsteiger aus Lüneburg

letzten Mittwoch, hagelte es die nächste Niederlage am Samstag gegen Coburg

hinterher. Mit 0:3 ging es wie immer in dieser Saison mit leeren Händen zurück nach

Dresden.

Die Aufarbeitung des andauernden Misserfolges gestaltet sich derweil schwierig. Weil

Diagonalangreifer Adrian Szlubowski weiterhin verletzt ausfiel wurde darin jetzt der Grund

für die Niederlagen gefunden. Warum es allerdings nicht lief, als er noch mit von der Partie

war, ist damit leider nicht beantwortet. CHV-Trainer Zoran Nikolic sieht aber zuversichtlich

nach vorne: "Wir werden weiter hart trainieren. So werden sich sicher auch die Erfolge

noch einstellen und wir die Rote Laterne abgeben.“ Angesichts des letzten Tabellenplatzes

und fünf Punkte Rückstand auf Hersching wird hartes Training alleine nicht reichen.

Der sportliche Abstieg aus der 1 . Bundesliga scheint immer wahrscheinlicher zu werden.


11

Vor 30 Jahren in der Saison 1984/85 gab es gleich zwei starke Auftritte von Dynamo Dresden. Die erste spielte erwartungsgemäß ganz oben

in der DDR Oberliga mit und die zweite Mannschaft sorgte als Aufsteiger in der zweiten Liga für Fuore.

Unsere Serie „Dynamo vor 30 Jahren“

Sonntagsschuß

D

ie Sportseite des Neuen Deutschland am Montag

nach dem 1 2. Spieltag der DDR-Oberliga brachte es

auf den Punkt. „Sonntagsschuss eines Juniors zerstörte

Dresdens Wünsche“, so der Titel der damaligen Ausgabe.

ND Journalist Eik Gallay kommentierte darunter: „Der

1 7iährige Thomas Müller im Vorwärts-Dress warnte mit

seinem Führungstor in Dresden den Spitzenreiter.

Gescholten und in den letzten Wochen oft belächelt,

besannen sich die

Armeefuballer vor 22 000

Zuschauern auf das

einfachste Rezept, um

erfolgreich zu sein. Sie

griffen an, wenn sich dazu

die geringste Chance bot.

Dynamo schien davon

gehörig überrascht und

fand erst spät zu

erfolgversprechenden

Aktionen. Mehr als das 1 :1

gelang nicht.“

Und das reichte dem BFC

Dynamo um die

Tabellenspitze zu

übernehmen und später die

Herbstmeisterschaft zu

feiern. Der Stasiklub

gewann gegen Suhl mit 6:0

und stellte an diesem

Spieltag leider die Weichen in Richtung nächsten

Meistertitel. Was im Nachhinein immer gerne als

Zweikampf zwischen den Dynamo Clubs dargestellt

wurde, war in Wirklichkeit aber ein knallharter Dreikampf

um die Tabellenspitze. Der 1 . FC Lok Leipzig freute sich

genauso wie der BFC über den Dresdner Punktverlust.

Durch den 4:0-Sieg im RB-freien Leipzig-Derby gegen

Chemie rückten sie auf einen Punkt an Dynamo in der

Tabelle heran und blieben den Dresdnern bis zum Schluss

der Saison ganz dicht auf den Fersen.

Doch zurück ins Dynamo Stadion des Jahres 1 984. Da

hie das nämlich ganz offiziell noch so. Rudolf-Harbig-

Stadion ist ein Name, der erst viel später in den 90igern

die Lennéstrae eroberte.Von 1 971 an trug das Stadion

den Namen des Vereins. Deshalb ist sich die Dynamo

Fangemeinde in Sachen Stadionnamen auch nie wirklich

einig. Während ganz viele statt einem Sponsor ihr RHS

wieder haben möchten, sehen die anderen

Traditionalisten den Namenszug Dynamo viel lieber auf

der neuen Dresdner Arena.

Am Ende werden sich beide Gruppen den

wirtschaftlichen Zwängen des Profifuballs beugen

müssen. EsistnureineFragederZeitbisein Sponsorname

wieder das Stadion schmückt.

Damals aber im Dynamo Stadion schafften es die

Dresdner nach einer richtig schwachen ersten Hälfte nur

noch zum Ausgleich in der 69. Minute.

Klaus Sammer war nicht erfreut darüber: „Wir haben die

Die Experten werden es natürlich sofort bemerkt haben, dieses

Foto stammt nicht aus dem jahr 1984. Damals hieß dasn nämlich

noch Dynamostadion. Foto von 1990/Imago

erste Halbzeit verschlafen. Dann ging unter Zeitdruck

vieles daneben“, so der Trainer gegenüber dem ND,

welches auch feststellte: „Nach der Pause hatten dann die

Dresdner Chancen für ein halbes Dutzend Tore, doch es

fehlte den Angriffsspielern diesmal an der nötigen Ruhe.“

Es war die Entscheidung im Meisterschaftskampf, was

damals natürlich noch keiner wusste. Dynamo kam aber

nie wieder am BFC in der Tabelle vorbei.

Dem damaligen Sonntagsschützen Thomas Müller

gelang übrigens keine groe fuballerische Karriere.

Müller wechselte nach einer weiteren Saison in Frankfurt

nach Babelsberg in die DDR-Liga, spielte dann nochmal

ein Jahrin Frankfurtund nach derWendeverliertsich seine

Spur. Sein groer Namensvetter vom FC Bayern wurde

gerade 1 989 geboren.

Die zweite Mannschaft von Dynamo musste sich nach

dem Unentschieden gegen Dessau nun auch in Eisleben

mit einem 1 :1 abfinden. Sie bleiben aber weiterhin erster

der Liga Süd vor Fortschritt Bischofswerda.


Unsere Sport- Empfehlungen

Fußball

Sachsenliga

Bischofswerdaer FV

Samstag, 06.1 2.201 4 1 3:30 Uhr

gegen BSC Freiberg

Sachsenklasse Mitte

VfL Pirna Copitz

Samstag, 06.1 2.201 4 1 3:30 Uhr

gegen Meiner SV 08

Stahl Freital

Samstag, 06.1 2.201 4 1 3:30 Uhr

gegen FV Gröditz 1 91 1

SV Bannewitz

Sonntag, 07.1 2.201 4 1 3:30 Uhr

gegen SV Wesenitztal

Sachsenklasse Ost

SC Borea

Sonntag, 07.1 2.201 4 1 0:30 Uhr gegen

FV Blau Wei Zschachwitz

SG Weixdorf

Sonntag, 07.1 2.201 4 1 3:30 Uhr gegen

Dresdner SC 1 898

Jugend:

Dynamo Dresden U1 7

Samstag, 06.1 2.201 4 1 2:00 Uhr

gegen Hertha BSC II

SC Borea U1 9

Samstag, 06.1 2.201 4 1 4:00 Uhr

gegen Tennis Borussia Berlin

Handball

HSV Lok Pirna Dresden I 3. Liga

Samstag, 06.1 2.201 4 1 9:30 Uhr

gegen Dessau-Rolauer HV

HSV Lok II Sachsenliga

Sonntag, 07.1 2.201 4 1 6:00 Uhr

gegen HVH Kamenz (SH Gamigstr.)

Volleyball

DSC 1 . Bundesliga

Samstag, 06.1 2.201 4 1 7:30 Uhr gegen KSC

Olympia Dresden (2.DSC) 2. Bundesliga

SSV Dresden 3. Liga

Samstag, 06.1 2.201 4 1 7:00 Uhr gegen TV Altdorf

Herren:

Tu Dresden Regionalliga

Samstag, 06.1 2.201 4 20:00 Uhr gegen SV Reudnitz

Eishockey

Eislöwen DEL2

Freitag, 05.1 2.201 4 1 9:30 Uhr gegen

Ravensburg Towerstars

Regionalliga Eishockey- ESC (Eislöwen II) Dresden

Samstag, 06.1 2.201 4 1 9:30 Uhr gegen

SV Rudelswalde Outlaws

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