Magazin WERTE 2014 - 2. Ausgabe

werte2012

Magazin zu Restaurierung, Denkmalpflege, Handwerkstradition

Schutzgebühr 4,00 €

November 2014 . 2. Ausgabe

Restaurierung | Denkmalpflege | Tradition

WERTE 2014

VORHER – NACHHER

BESONDERE ORTE

Glück,

BLICK In DIE WERKSTATT

DaS man essen kann


EDIToRIAL

10

WERTGUTACHTEN

20

BESONDERE ZEITGENOSSEN

3 EDITORIAL

Inhalt

5 NEWS & TERMINE

Sehens- & Lesenswertes, Käufliches & Persönliches

6 BLICK IN DIE WERKSTATT

Die handgefertigten Kreationen aus der Manufaktur von

Sabine Pauly sind sinnliche Versuchungen aus Schokolade.

22

BESONDERE oRTE

14

VORHER – NACHHER

Baukultur28

20 BESONDERE ZEITGENoSSEN

Die betagte Tochter des Firmengründers Johannes Hammer

hält engagiert die Erinnerung an sein Lebenswerk wach.

22 BESONDERE oRTE

Das unter der Bezeichnung Translozierung bekannte Verfahren

der Gebäudeversetzung ist inzwischen auch für private Bauherren

eine denkbare Lösung zur Rettung eines Bauwerks vor dem Abriss.

„Schöne Erinnerungen sind wie

Schokolade: Man kann zwar nicht von

ihnen leben, weil sie nicht nahrhaft

sind, doch sie VERSüSSen das Dasein.“

Janine Weger, deutsche Aphoristikerin

D iese Feststellung passt perfekt zu unserer zweiten WERTE-

Ausgabe, die erneut mit erhaltenswerten Erinnerungsstücken, aber eben

auch mit Schokolade zu tun hat. Bei einer unserer Ausstellungen haben

wir Sabine Pauly und ihre Pralinen kennengelernt. Wir waren völlig

fasziniert von der Geschmacksexplosion, welche die kleinen Kalorienbomben

hervorrufen. Wir fragten uns: Wie und mit welchen Zutaten

kreiert die vielfach ausgezeichnete Patissière solch süßen Hochgenuss?

Bei unserem Besuch in ihrer Schokoladenmanufaktur fanden wir die

beglückende Antwort.

Was den Umgang mit Erinnerungen angeht,

sind wir bei einer beeindruckenden Dame, der Leipzigerin Christa

Hammer, fündig geworden. Die 90-jährige Inhaberin einer einst renommierten

Firma für Feinwerktechnik fasziniert durch ihre disziplinierte

Hingabe, mit der sie seit über 25 Jahren ihr eigenes Lebenswerk und das

ihres Vaters lebendig hält. Eine ganz andere Reminiszenz an Vergangenes

stellt die Translozierung von Gebäuden dar. Ein oberschwäbisches Unternehmen

für Baudenkmalpflege versetzt ganz selbstverständlich und

mit großer Präzision komplette – oft denkmalgeschützte – Häuser von

einem Ort zum anderen. Wer also beispielsweise sein Elternhaus bewohnen,

aber nicht in der elterlichen Heimat leben will, lässt es dort einfach

ab- und am Wunschort wieder aufbauen. Zwar eine höchst komplexe,

aber durchaus lösbare Angelegenheit.

Wir bewegen uns thematisch also wieder in einer großen

Bandbreite und freuen uns, wenn Sie beim Lesen genauso ins Staunen

geraten wie wir bei unseren Recherchen. Lassen Sie sich von der Vielfalt

inspirieren und tauchen Sie ein in das Gestern, das mehr denn je eine

Zukunft hat!

Viel SpaSS bei der kurzweiligen Lektüre!

Ursula Hoffmann

Thomas Büscher

10 WERTGUTACHTEN

Maßanalyse, Marketerie und Maserung – wichtige Begriffe rund

um die Restaurierung einer Braunschweiger Schreibkommode

13 MESSE-IMPRESSIONEN

Bilder der WERTE-Ausstellungen 2014

14 VORHER – NACHHER

Am Bodensee erhielt eine Harley-Davidson WLA 51 nach einer

nahezu kompletten Restaurierung ein zweites Legenden-Leben.

18 INTERVIEW

Im Dialog mit Mirko Albert, Vorstandsmitglied der

banken unabhängigen Vermögens ver waltung VALEXX AG

26 EXPERTENWISSEN

Nachschlag(en) gefällig? Fachbegriffe dieser Ausgabe

zusammengestellt und erklärt

28 BAUKULTUR

Ein Freiwilliges Jahr gibt jungen Menschen einen profunden

und vielschichtigen Einblick in die Welt der Denkmalpflege.

30 EXPERTENverzeichnis

Von „B“ wie Baukeramik bis „Z“ wie Zimmerer –

diese Experten helfen mit Rat und Tat.

Impressum

HERAUSGEBER

Thomas Büscher,

buescher@werte2014.de,

Ursula Hoffmann,

hoffmann@werte2014.de

Redaktion

Thomas Büscher, Paul Göttl,

Ursula Hoffmann, Frank Jörger

Mitarbeiter der Ausgabe

Matthias Gaul, Beatrice Härig,

Nobilis, Jonny W. Stadler,

Karin Weidenbacher

Grafik und

Produktion

Frank Jörger, Stephanie Tarateta,

Marcus Zimmer

Druck

W. Kohlhammer Druckerei

GmbH & Co. KG, Stuttgart

Anzeigenverkauf

Thomas Büscher,

buescher@werte2014.de,

Bettina Pfeffer,

bettina.pfeffer@etmservices.de

VERTRIEB EINZELVERKAUF

DPV – Deutscher Pressevertrieb GmbH, 20355 Hamburg, Telefon 07 11.32 06 99 44, Telefax: 07 11.1 82-25 50, E-Mail an: bestellservice@dpv.de

Verlag

EuroTransportMedia (ETM)

Verlags- und Veranstaltungs-GmbH

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11.7 84 98-80

Telefax: 07 11.7 84 98-75

Internet: www.etm-verlag.de

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NEWS & TERMINE

Schloss Schwetzingen, Schwetzingen

Schloss Biebrich, Wiesbaden

21. | 22. März 2015

Schloss Biebrich, Wiesbaden

11. | 12. April 2015

Kurfürstliches Schloss, Koblenz

12. | 13. September 2015

Schloss Schwetzingen, Schwetzingen

Kurfürstliches Schloss, Koblenz

WERTE 2015

Ausstellungen

Auch 2015 setzt sich die erfolgreiche WERTE-

Ausstellungsreihe fort und ist bereits zum

zweiten Mal in folgenden Städten zu Gast:

Öffnungszeiten: jeweils Samstag 13-18 Uhr

und Sonntag 11-18 Uhr

Weitere Termine und Veranstaltungsorte

sind in Planung. Wir freuen uns schon jetzt

auf Ihren Besuch!

Sehenswerte

Ausstellungen

25. Oktober 2014 – 12. April 2015

Landesmuseum WürTtemberg,

Altes Schloss, Stuttgart

Stadt – Prestige – Wohlstand

Die „ewige Stadt“ Rom steht für gehobenes

Wohnen, florierende Wirtschaft, private

luxusgüter und städtebaulichen Glanz.

Mit der Verschiebung der römischen

Grenzen in den Norden gelangte die so

charakteristisch römisch-mediterrane

lebensweise auch in entfernte Provinzen.

www.landesmuseum-stuttgart.de

29. Juli 2014 – 15. Juni 2015

Sprengel Museum, Hannover

Präsentation zur Architekturgeschichte

und Zukunft

Mit der Erweiterung des Sprengel

Museum Hannover nimmt eines der

größten Kulturprojekte der letzten

Jahre in der niedersächsischen Landeshauptstadt

Gestalt an. Seine renommierten

Sammlungsbestände der Kunst

des 20. und 21. Jahrhunderts haben

das Museum in aller Welt bekannt

gemacht. Jetzt nimmt der spektakuläre

Neubau Gestalt an. Für die Museumkuratoren

Anlass genug, den baugeschichtlichen Stationen

und der zukünftigen Erweiterung des Sprengel Museum

Hannover eine eigene Präsentation zu widmen: Wie sehen

die „tanzenden Räume“ aus? Wie trägt die lichtsituati on zum

Kunst er leben bei? Wie nehmen wir Werke von Pablo Picasso

über Niki de Saint Phalle bis Gerhard Richter in der neuen

Raumsituation wahr? Die Antworten wecken die Vorfreude auf

‚Mehr Museum‘!

www.sprengel-museum.de

21. November 2014 – 15. Februar 2015

Kunsthalle, Mannheim

Your trust. Olafur Eliasson

In intensiv erfahrbaren, raumgreifenden

Installationen arbeitet Eliasson mit Farbe,

Licht und Bewegung. Seit einem Jahr zieht

Eliassons „Starbrick“, eine wolkenartige

Installation aus 35 Lichtmodulen, in der majestätischen

Kuppelhalle des Jugendstilbaus

der Kunsthalle Mannheim die Besucher in

seinen Bann. Mit „Your trust“ präsentiert die Kunsthalle nach

13 Jahren wieder eine Museumsausstellung des Künstlers im

Südwesten Deutschlands. „Your trust“ richtet den Fokus auf das

räumliche Erleben von Farbe und Licht. Die konzentrierte Werkpräsentation

ermöglicht einen Einblick in den Kosmos eines der

wichtigsten internationalen Gegenwartskünstler. Zugleich ist sie

eine Einladung an das Publikum, sich beim Sehen und Verstehen

bewusst zu erleben. www.kunsthalle-mannheim.dE

Buchtipp

Die Kultur der Reparatur

„Die Kultur der Reparatur“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das

Instand setzen liebgewonnener Gegenstände – vom Kinderspielzeug

bis zum Plattenspieler. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des

Deutschen Museums in München, lehrt uns in seinem Buch, dass es

sich nicht nur materiell lohnen kann, Dingen eine zweite Chance zu

geben, sondern gibt in kurzweiligen Anekdoten eigene Do-it-yourself-

Erfahrungen preis. Vor allem schärft er in seinem Buch unsere Sinne

für die Wertschätzung vermeintlich nutzlos

gewordenen Eigentums, das durch Reparatur

in vielerlei Hinsicht neue Attraktivität

gewinnt. „Wer dieses Buch gelesen hat, wird

das Ankleben eines Kaffeetassenhenkels

nie wieder für Zeitverschwendung halten“,

befindet Mark Spörrle am 28. 11. 2013 in

„Die Zeit“.

Wolfgang M. Heckl,

Die Kultur der Reparatur,

208 Seiten, Carl Hanser Verlag,

ISBN: 978-3-446-43678-7, EUR 17,90

Der Dorfkirchen-Kalender

Heiter, trutzig, anmutig, heimelig, romantisch: Der Dorfkirchen-

Kalender 2015 wartet mit mancher Entdeckung auf und enthüllt dem

Betrachter Schönheit, die oft im Verborgenen blüht.

Bildwandkalender mit zwölf Monatsblättern.

Format: 21 x 24 cm, ISBN 978-3-86795-088-6, EUR 11,50

Der Architektur-Kalender

Motive romanischer Baukunst aus Maria Laach, dem Bamberger Dom,

dem Kloster Jerichow, St. Cyriakus in Gernrode, Sanctae Crucis in

Landsberg, dem Limburger Dom und dem Dom zu Speyer, St. Zeno

in Bad Reichenhall, St. Wigbert in Göllingen, dem Freiburger Münster

und der Dorfkirche Bochum-Stiepel sowie St. Michael in Hildesheim

vereint dieser Architektur-Kalender.

Bildwandkalender mit 12 Monatsblättern, Jahreskalendarium

und kommentierter Motivübersicht.

Format: 46 x 32 cm, ISBN 978-3-86795-087-9, EUR 19,50

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BLICK IN DIE WERKSTATT

Ob mit oder ohne Alkohol: Handgefertigte

Pralinen gelten als Königsdisziplin der

Schokoladenkunst. In Manufakturen wie

der von Sabine Pauly können Naschkatzen

hautnah erleben, welch großer Aufwand

mit der Herstellung der edlen Kreationen

verbunden ist.

Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der

wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt,

wie gerade bei der Kakaobohne.“ Diesen Ausspruch des deutschen

Naturforschers und Universalgelehrten Alexander von Humboldt,

der von 1799 bis 1804 durch Südamerika reiste, dürften heutige

Schokoladenkreateure wohl jeden Tag aufs Neue bestätigen. Für sie

ist dieser kostbare Rohstoff schließlich die Grundlage für jene süßen

Versuchungen, von denen sich allein die Deutschen pro Jahr im Schnitt

jeweils mehr als elf Kilogramm einverleiben. Weltweit liegt unser Land

damit auf Platz zwei, lediglich die Schweizer verzehren mit über zwölf

Kilogramm noch mehr. Zum Vergleich: In Japan als Schlusslicht dieser

Statistik beläuft sich der Schokoladenkonsum „nur“ auf etwas mehr als

zwei Kilogramm pro Kopf und Jahr.

Zartschmelzende Gaumenfreuden

Für Feinschmecker gibt es dabei keinen Zweifel: Die sinnlichste Art,

sich die Schokolade auf der Zunge zergehen zu lassen, sind Pralinen.

In ihnen vereinen sich auf verführerischste Weise die Zutaten und

Aromen zu zartschmelzenden Gaumenfreuden. Oder wie Sabine

Pauly sagt: „Schokolade ist Glück, das man essen kann.“ Die Bendorfer

Patissière muss es wissen, in ihrer 2009 gegründeten Manufaktur „La

fleur du chocolat“ am Rande der Eifel produziert sie mit ihren zehn

Mitarbeitern Schokolade-Variationen und Pralinen-Kompositionen

von außergewöhnlicher Qualität.

6


Glück,

DaS man essen kann

7


BLICK IN DIE WERKSTATT

Eine wichtige „Zutat“ ist genügend Zeit für die Herstellung.

Denn Schokolade mag eines überhaupt nicht: Hektik.

Herkunft der Praline

Das Wort „Praline“ stammt aus dem Französischen und geht zurück

auf den im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. herrschenden Marschall

du Plessis-Praslin, dessen Koch Clément Jaluzot eben diese Spezialität

zubereitete. Der Überlieferung nach handelte es sich um Konfekt

für den seinerzeit in Regensburg abgehaltenen „Immerwährenden

Reichstag“. Jaluzot überzog hierfür überzuckerte Mandeln und Nüsse

mit Schokolade und benannte die Spezialität zu Ehren seines Herrn

„Praliné“. Doch das ist nur eine Version der Geschichte von der Leckerei.

Belgische Confiseure erzählen eine andere. Danach sind die Pralinen

dem Brüsseler Schokoladenfabrikanten Jean Neuhaus zu verdanken. Der

Firmen chronik ist zu entnehmen, dass der Nachfahre eines ausgewanderten

Schweizers das erste gefüllte Schokoladenbonbon auf den Markt

gebracht und es „Praline“ genannt haben soll.

Mit einer Tauchgabel holt der Patissier die mit Schokolade

überzogene Praline aus der Schale, ...

Schmackhafte Komposition

„Eine Praline entsteht immer zunächst in meinem Kopf“, sagt Sabine

Pauly. „Noch bevor ich die Schokolade schmelze oder die Früchte

verlese, die ich dafür brauche, weiß ich schon ganz genau, wie meine

neue Kreation schmecken wird.“ Dazu gehört selbstverständlich auch

das Ausprobieren ungewöhnlicher Kompositionen von Gewürzen und

Früchten. Natürlich habe alles seine Grenzen: „Eine Praline mit Knoblauch

oder ein Törtchen aus Fisch oder Krustentieren wird es in meiner

Chocolaterie nicht geben.“

MATTHIAS GAUL

Das Fachmagazin „Der Feinschmecker“ zählt den Betrieb von

Sabine Pauly zu den besten Schokoladenmanufakturen Deutschlands.

Ausgezeichnete Arbeit

Für ihre Kreativität und ihren Mut, auch scheinbar gegensätzliche

Aromen zu einem köstlichen Ganzen zu verbinden, hat sich Sabine

Pauly schon die höchsten kulinarischen Weihen gesichert. Der

Gourmetführer Gault Millau etwa kürte sie zur „Patissière des Jahres“,

das Fachmagazin „Der Feinschmecker“ zählt ihren Betrieb zu den besten

Schokoladenmanufakturen Deutschlands.

Im Rahmen von Workshops stellen die Teilnehmer unter Anleitung

selbst feinste Pralinen, Petit Fours oder köstliche Desserts her.

Verführerische Pralinen sind seit jeher ein beliebtes Präsent.

Nachvollziehbare Qualität

Doch zurück ins Hier und Jetzt. „In Zeiten fehlender Wertschätzung

gegenüber Lebensmitteln, Lebensmittelskandalen, industriellen

Billig- und Massenprodukten mit trivialem Geschmack und großer

Unehrlichkeit gegenüber dem Konsumenten besteht bei immer mehr

Verbrauchern der Wunsch nach klarer Herkunft und nachvollziehbarer

Qualität“, gibt Sabine Pauly zu bedenken. Daher machen Manufakturen

wie die ihre in Sachen Produkte auch keine Kompromisse und setzen

auf Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit.

Beste Zutaten

Ihre Grand-Cru-Schokoladen bezieht sie ausschließlich von einem

namhaften Produzenten aus Frankreich, der seine Edelschokoladen „bean

to bar“ herstellt, also jeden Schritt von der Kakaobohne bis zur fertigen

Kuvertüre selbst kontrolliert. Dazu kommen subtile Aromen wie Cassis,

Veilchen, Zitronengras, Rosmarin oder Fleur de Sel und frisches Obst der

Saison – hauptsächlich aus dem eigenen Garten des elterlichen Bauernhofs

– sowie hochwertige Weine und Brände von Winzern oder Brennereien

aus der Region. Eine weitere wichtige „Zutat“ ist genügend Zeit für

die Herstellung. Denn Schokolade mag eines überhaupt nicht: Hektik.

... um sie anschließend ganz nach Belieben zu dekorieren.

Praline oder Konfekt

Zeit und Muße sind bei allen Arbeitsschritten ganz wesentliche Voraussetzungen

für vollendeten Pralinengenuss. Alle Rohschokoladen

werden einzeln geschmolzen, conchiert und von Hand temperiert. Beim

Conchieren erwärmt der Patissier die Schokolade und rührt sie über

längere Zeit in einer „Conche“ genannten Maschine. Hierbei entwickelt

sich der spezifische Schokoladengeschmack, zudem kann sich das Aroma

aller Inhaltsstoffe voll entfalten. Erfunden hat diese Technik 1879 der

Schweizer Rodolphe Lindt. Das erwähnte Temperieren wiederum ist erforderlich,

damit sich beim Abkühlen die richtige Kristallform bildet. Ist

die Schokolade geschmolzen und hat sie eine Temperatur von über 35

Grad Celsius, so enthält sie keine Kristalle. Auch das Füllen, Überziehen

und Ausdekorieren der Pralinen erfolgt ausschließlich manuell. Grundvoraussetzung

für die Bezeichnung Praline ist übrigens ein Schokoladenanteil

von mindestens 25 Prozent. Andernfalls spricht man von Konfekt.

Gefüllte Schokoladen-Trüffel in allen Variationen

lassen das Herz jedes Genießers höherschlagen.

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WERTGUTACHTEN

„Die Restauratoren übernehmen mit ihrer Arbeit besondere Verantwortung für das Kulturgut

gegenüber der Gesellschaft und der Nachwelt. Ihre Aufgabe ist der Schutz, die Erhaltung und

die Restaurierung des Kulturgutes, im Respekt des ganzen Reichtums seiner Authentizität und

unter Wahrung seiner Integrität.“

Auszug aus der Präambel der Satzung des VDR, 1. Fassung vom 22. Oktober 2011

Restaurierung mit

System

10

Anhand einer Braunschweiger

Schreib kommode aus dem ersten Drittel des

achtzehnten Jahrhunderts verdeutlicht unser

Autor die notwendige und weitreichende

Auseinandersetzung bei der Konservierung

und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut.

Hölzer verschiedenster Art, Elfenbein, Schildpatt,

Perlmutt, Textilien und Leder, Naturfarben oder gebeizt, Metalle

wie Gold, Bronze, Kupfer, Eisen und Zinn, ferner Glas, Porzellan und

Steine: Das sind die Materialien, aus denen früher Möbel gefertigt

wurden. Hinzu kommen zahlreiche Oberflächenüberzüge, Polituren

oder lacke, sowie Harze, Wachse, Öle und natürlich Vergoldungen.

Technologisch sind Möbel häufig komplexe Gebilde, die vielfältiger

Abnutzung unterworfen sind: Sie verbleichen im Licht, verfärben sich,

greifen sich ab, zerkratzen oder brechen gar. Früher wurden Möbel immer

wieder „renoviert“, ihr ursprünglicher Zustand auf diese Art und

Weise nach und nach immer mehr verändert. Über lange Zeiträume

stand dabei der Versuch im Vordergrund, durch Überarbeitungen ein

auf Hochglanz poliertes Prestigeobjekt zu erzeugen. Die Patina, die mit

ihren Gebrauchsspuren den Werdegang, das Alter und die Authentizität

eines Objektes dokumentiert, ging zu Gunsten eines Renovierungsideals

oft vollständig verloren.

Anhand der vorgefundenen Ritzspuren fertigt der Restaurator eine Pauszeichnung der verlorenen Plattenmarketerie und vervollständigt

anschließend die fehlenden Linien in der Konstruktionszeichnung.

Einsichtige Zeiten

Erst langsam setzte sich in den vergangenen Jahrzehnten die Einsicht

durch, dass es nicht darum geht zu erneuern, sondern zu erhalten

und zu pflegen. Mit der Gründung der ersten Fachhochschule für

Konservierungs- und Restaurierungstechnik Ende der achtziger Jahre

des vergangenen Jahrhunderts wurde dieser Einsicht Rechnung getragen.

Mittlerweile hat nicht nur der museale Bereich sondern auch

mehr und mehr der Kunsthandel erkannt, dass auch der Charme der

vergangenen Zeiten an den Objekten ablesbar sein soll. Diesem wird

die kunsttechnologische Restaurierungswissenschaft mit modernsten

naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden gerecht – bei

der Befunderstellung wie in der Bearbeitung der Objekte.

Herkunftsbestimmende MaSSanalyse

Die Braunschweiger Schreibkommode war vor der Restaurierung

in einem völlig desolaten Zustand. Es fehlten zahlreiche Teile wie

Beschläge, Füße, Schlösser, Schlüssel, Buntpapierbeklebung im Inneren,

die Plattenrandprofile und insbesondere die Marketerie der Platte. Bei

der Marketerie handelt es sich um ein aus Furnierteilen zusammengefügtes

ornamentales Muster, das ursprünglich auf dem Blindholz der

Platte aufgeleimt war. Um die fehlenden Teile nicht rein hypothetisch

zu ergänzen, wurde die Maßanalyse, ein Verfahren für die regionale

Herkunftsbestimmung der Kommode, entwickelt. Dadurch gelang es,

ein ähnliches Möbel zu finden, das als Vorbild für die umfangreichen

Ergänzungen diente.

Die Braunschweiger Schreibkommode von ca.1720 vor der Restaurierung.

Zeichnerische Rekonstruktion

Die auf den Front- und Seitenflächen der Schreibkommode erhaltenen

Furnierornamente der Marketerie zeigen zeittypische, kantenparallel

gearbeitete Rechteckfelder, die von unterschiedlich breiten, querfurnierten

und mit Fadeneinlagen gerahmten Bändern eingefasst sind.

Die Marketerie besteht aus Nussbaum-, Nussmaser-, Apfel-, Zwetschgen-

und Birkenholz. Vor der Restaurierung war die Oberfläche der

originalen Platte von zwei Farbschichten bedeckt: eine weiße Ölfarbe

neueren Datums überdeckte eine braune Maserung, die vermutlich

aus dem 19. Jahrhundert stammte. Nach Abnahme der beiden Farbschichten

zeigt sich, dass die Plattenmarketerie vollständig verloren

gegangen ist.

11


WERTGUTACHTEN

Passgenau ergänzen neue Furnierteile die fehlende Marketerie.

Auf dem freigelegten Holz sind mehr oder weniger klar definierte Linien

zu erkennen. Diese sind offensichtlich mit scharfer Klinge eingeritzt,

an ihnen finden sich in unregelmäßigen Abständen kleine viereckige

Löcher. Der Linienverlauf erscheint auf den ersten Blick unregelmäßig.

Erst bei genauerer Betrachtung wird eine Systematik erkennbar. Mit

einer Pauszeichnung werden die Linien der gesamten Fläche kopiert.

Es erscheinen die Konturen eines Furnierbildes, das der Seitenmarketerie

gleicht. Durch eine Verbindung der Linienfragmente lässt sich die

Plattenmarketerie zeichnerisch rekonstruieren. Aus historischen Quellen

zur Tischlerkunst des 18. Jahrhunderts ist das Herstellungsverfahren

derartiger Marketerien bekannt. Es handelt sich bei diesen Linien und

Löchern um Verarbeitungs spuren, welche die beim Aufbringen der

Furniere auf der Platte verwendeten Werkzeuge und Hilfsmittel, wie das

Schultermesser und geschmiedete Furnierhaltenägel, hinterließen.

Neues Furnier nach altem Vorbild

Mit Hilfe der Zeichnung der rekonstruierten Marketerie lässt sich das

Furnierbild der Platte mit nur geringen Abweichungen vom Original

reproduzieren. Die Platte wird in der traditionellen, zeit typischen

Arbeitsweise neu furniert. Die Furniere werden aus massivem Holz

gesägt – in Textur und Maserung passend zu den Hölzern der erhaltenen

Seiten und Frontpartien. Dem Original entsprechend wird

nur reversibler Hautwarmleim verwendet. Die frische Farbigkeit der

wiederhergestellten Platte unterscheidet sich stark von der Altersfärbung

des übrigen Möbels. Diese ist in fast 300 Jahren vor allem

durch den Einfluss der ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes entstanden.

Um eine dauerhafte und natürlich wirkende Farbveränderung

der Ergänzungshölzer zu erzielen, gleicht eine 700-stündige künstliche

UV-Bestrahlung die erneuerten Holzoberflächen dem Patinazustand

des Originals an. Die abschließende Oberflächenveredelung der Platte

erfolgt mit einem Überzug nach einer historischen Rezeptur aus

Bienenwachs, Dammarharz und reinem Terpentinöl.

Handwerklicher Duktus

Die sehr umfangreiche, authentische Ergänzungsarbeit setzt genaues

Beobachten und die gründliche Zustandserfassung voraus. Die

schadensanalyse unter Einbeziehung naturwissenschaftlicher Verfahren

und die Berücksichtigung historischer Quellen waren die Basis des

detaillierten theoretischen Befundes. Die Anwendung traditioneller

Handwerkskunst stellt den Restaurator vor die nicht zu unterschätzende

Herausforderung, sich in der Qualität der Ausführung so nah als möglich

an das Werk des altvorderen Meisters und Schöpfers eines wunderschönen

Unikats des deutschen Möbelbaus anzugleichen. Er folgt

damit einem handwerklichen Duktus, der seine Wurzeln in einer heute

nicht mehr vorstellbaren traditionellen Ausbildung und hochtrainierten

Versiertheit hat, die aus einem oft in sehr jungen Jahren begonnenen,

jahrzehntelangen täglichen Umgang mit den damals zur Verfügung

stehenden Werkzeugen und Materialien resultierte.

Jonny w. Stadler

Das im 18. Jahrhundert für die Herstellung von

Marketerien verwendete Schultermesser kam bei der

Restaurierung ebenfalls zum Einsatz.

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MESSE-IMPRESSIoNEN

fürstenfeldbruck

Das Lampenhaus Glinz nutzte die perfekten Bedingungen

für seine antiken Leuchten.

Rustikales Ambiente im Veranstaltungsforum

Fürstenfeld

Die Teppichrestauratorin

Carmen Sendelbach erläutert

ihre Vorgehensweise.

Bilder DER

WERTE-AusstellungEN 2014

Die Anzahl der WERTE- Ausstellungen steigt mit jedem Jahr stetig.

Fünf erfolgreiche Veranstaltungen fanden im Jahr 2014 bereits statt.

Jede Messe konnte mit besonderen Highlights aufwarten: sei es mit einem

spontanen Cembalo- konzert im Gohliser Schlösschen in Leipzig,

einer Modenschau in Stuttgart oder der eindrucksvollen Schmiedekunst

in Meersburg. So unterschiedlich die Räumlichkeiten waren, alle

Veranstaltungen hatten eines gemeinsam: Sie brachten Menschen und

Berufe zusammen, die zueinander passten. Dies spiegelt sich auch in

den auf dieser Seite zusammengestellten Impressionen wider. Vielleicht

bekommen auch Sie Lust, 2015 eine der WERTE- Ausstellungen

zu besuchen? Die Termine finden Sie auf Seite 4.

Stuttgart

HAMM

Tischlermeister Schlieper

weiht eine Besucherin in die

Geheimnisse historischer

Türen ein.

Leipzig

Schlussbild der Modenschau von Sabine Kantimm

Meersburg

Der australische Pianist Chris Berensen gibt eine Kostprobe seines

Könnens auf einem historischen Cembalo.

Schmiedekunst unter

freiem Himmel


VORHER – NACHHER

Legende

Die

lebt weiter

Eigentlich sollte Ulrich Spelz von Classic Bikes Bodensee

an der Harley-Davidson WLA 51 eines Kunden nur einen

neuen Kabelbaum einziehen. Doch daraus wurde mit

der Zeit nahezu eine Komplettrestaurierung.

Abenteuerlust, Pioniergeist, Unabhängigkeit: Es gibt

kaum eine zweite Motorradmarke, die wie Harley-Davidson den

amerikanischen Traum von Freiheit verkörpert. Längst ist die Harley ein

Mythos, ja eine Philosophie für sich. Hoch im Kurs stehen dabei nicht

nur die jüngeren Modelle, sondern auch Maschinen, die schon ein

paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben. In der mittlerweile 111-jährigen

Geschichte des Unternehmens gibt es davon schließlich genügend.

Wie bei den Automobilklassikern bleibt es allerdings nicht aus, dass

auch an den Zweirädern der Zahn der Zeit nagt. Also heißt es, selbst

Hand an zulegen – oder von einem Profi Hand anlegen zu lassen, der

die Maschine in technischer Hinsicht wie auch fürs Auge auf Vordermann

bringt.


14

15


VORHER – NACHHER

Prüfung: Ulrich Spelz

begutachtet eine Zündkerze.

Fundgrube Internet

Der Konstanzer Oldtimerfan Jürgen Becker ist seit 2010 Besitzer einer

Harley-Davidson WLA 51 mit Seitenwagen. Gefunden hat er sie im

Internet. Die Maschine aus dem Jahr 1951 stand im Wohnzimmer eines

Privatmanns im Saarland und musste aus Platzgründen weg. Da Becker

schon immer von einem solchen Gespann geträumt hatte, machte sich

der Inhaber eines Ingenieurbüros für Bauwesen auf den Weg ins kleinste

Flächenland der Bundesrepublik. Hier erfuhr er auch gleich, dass die

WLA wohl über Indonesien nach Deutschland gekommen war.

Auf Patrouille

Während des Zweiten Weltkriegs spielte Harley-Davidson durch die

Versorgung der Vereinigten Staaten und ihrer Alliierten mit Motorrädern

eine wichtige Rolle. Das Unternehmen baute speziell für diesen

Zweck eine Vielzahl von Motorrädern – darunter auch die WLA,

eine Marineversion des Modells U für den Küstenpatrouilleneinsatz.

Ins gesamt baute Harley-Davidson rund 100.000 WLA-Motorräder,

wobei ein Drittel der Produktion im Rahmen des Leih- und Pachtabkommens

mit den Alliierten nach England und Russland ging. Nach

dem Krieg wurde die Produktion zunächst eingestellt, dann aber

zwischen 1950 und 1953 für den Koreakrieg wieder hochgefahren. In

diesem Zusammenhang fanden viele WLAs den Weg nach Asien und

nach Ende des Koreakriegs unter anderem in Länder

wie Indonesien oder die Philippinen.

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Die Geburtsstunde der Baureihe „W“ schlug übrigens bereits 1937,

unter dem Tank hatten die Maschinen einen 750 Kubikzentimeter

großen seitengesteuerten Flathead-Motor, der für seine hohe Wartungsfreundlichkeit

und extreme Langlebigkeit bekannt war.

Mit Expertenhilfe

Die WLA 51 aus dem Internet befand sich rein äußerlich in einem ordentlichen

Zustand, die Maschine verfügte außerdem über einen nachträglich

angebauten Seitenwagen der Marke Duna. Ursprünglich wollte

Jürgen Becker sein neues Gefährt immer freitagnachmittags in der

Werkstatt des befreundeten Oldtimerrestaurators Achim schlumberger

selbst richten. Als der Bauingenieur es aber zerlegt hatte, musste er

feststellen, dass sämtliche Stromkabel verbrannt waren. Auch verlief die

Verbindung der Kabel kreuz und quer in alle Richtungen. Gefragt waren

daher Fachmänner. Nach der Motorrevision durch Motorrad-

Technik Latscha ging es bei Ulrich Spelz von Classic Bikes

Bodensee in Konstanz zunächst an die Elektrik. Das war

aber nur der Anfang einer nahezu

kompletten Restaurierung

von der Instandsetzung der

Prachtstück: eine restaurierte Harley-Davidson WLA

von 1951 mit Seitenwagen von Duna

Bremsen über das Löten von Kühlrippen am Zylinderkopf bis hin zum

Richten von Schrauben und Gewinden. Als sehr zeitaufwändig erwies

sich darüber hinaus der Neuaufbau der Seitenwagenbefestigungen, die

mit dem Rahmen mehr schlecht als recht verschweißt waren. Unterm

Strich summierten sich die anfangs rund 20 veranschlagten Stunden auf

über 200.

Neu gefräst: eine Schelle

für den Seitenwagenanschluss

vorne

Sozius: Auch der

Beifahrersitz erfuhr eine

komplette Aufarbeitung.

Kein Garagengold

Von Beginn an war auch der TÜV mit im Boot, um die Straßenverkehrstauglichkeit

und -sicherheit zu gewährleisten. „Schließlich sollte hier

kein Garagengold entstehen, sondern eine Maschine, die regelmäßig

zum Einsatz kommt“, sagt Ulrich Spelz, der sich auf die Restaurierung

klassischer Motorräder insbesondere aus den Produktionsjahren von

1935 bis 1985 spezialisiert hat. „Fahrspaß muss sein“, betont auch Jürgen

Becker, „ich habe nichts von einem ‚Originalmotorrad‘, mit dem ich

nicht fahren kann.“ Diese Einstellung passt bestens zur Philosophie von

Spelz, einer historischen Maschine ihre Patina zu lassen, dabei aber auch

modernste Technik einzubauen – zum Beispiel in Sachen Bremsen,

Vergaser oder Elektrik. Dabei achtet der Motorradexperte darauf, dass

sich alle Änderungen auch wieder in den Originalzustand zurückbauen

lassen. „Ersatzteile sind auch für ältere Harleys bei spezialisierten Händlern

noch zur Genüge vorrätig“, sagt der studierte Maschinenbauer,

der zunächst mehrere Jahre

in der Luftfahrt tätig war,

bevor er 2011 sein Hobby

zum Beruf gemacht und eine

eigene Firma gegründet hat.

Und wenn es kein Ersatzteil

mehr gibt, fertigt Spelz, der

seinen Kunden auch bei der

Suche nach historischen Maschinen

behilflich ist und technische Gutachten erstellt, die betreffenden

Stücke einfach nach und passt sie den jeweiligen bautechnischen

An forderungen an. Oberster Grundsatz hierbei: Am Ende soll der Kunde

eine Maschine in Händen haben, an der er nicht nur beim Anblick,

sondern vor allem im Praxis gebrauch seine Freude hat. Bei Jürgen Becker

steht das außer Frage.

MATTHIAS GAUL

Gebrauchte Motorräder hoch im Kurs

Im Gegensatz zum Gebraucht-Pkw-Markt zeigen sich Motorräder in

der Regel als erheblich wertstabiler. Das ist das Ergebnis einer Analyse

der EurotaxSchwacke GmbH mit Sitz in Maintal. Fast 500 Motorräder

von 125 bis 2.300 Kubikzentimeter haben die Datenexperten hinsichtlich

Ein- und Verkaufswerten sowie dem Restwertverlauf überprüft. Die

vergleichsweise hohe Restwertstabilität liegt zum einen an den deutlich

geringeren Laufleistungen als bei den Pkw, ist allerdings auch unmittelbar

auf das Marktverhalten im Neufahrzeug-Sektor zurückzuführen. So kann

sich die US-Kultmarke Harley-Davidson bei den zweijährigen Motorrädern

mit sage und schreibe 18 Modellen an die Spitze des Restwert-

Rankings setzen, bevor ein Motorrad von BMW die amerikanische

Phalanx durchbricht. Ähnlich verhält es sich auch in der Marktübersicht

der dreijährigen Modelle. Mit Ausnahme der BMW R 1200 GS Adventure

und der R 1200 GS liefert ausschließlich die Marke aus Milwaukee die 25

restwertstabilsten Motorräder. Außer der starken Nachfrage der Kunden

sieht Andreas Lotz, Zweirad-Analyst bei Schwacke, in erster Linie die

sehr zurückhaltende Rabatt-Politik von Harley-Davidson ursächlich für

die Werthaltigkeit der gesamten Produktpalette. Neben Harley-Davidson

und BMW zeigen sich in der Schwacke-Analyse zwei europäische

Traditionsmarken als besonders wertbeständig: Modelle von Triumph

und Ducati weisen ebenfalls überdurchschnittliche Restwerte aus. Diese

Rangfolge spiegelt sich auch bei Oldtimern wider. Eine hohe Werthaltigkeit

besitzen Motorräder mit größerem Hubraum bekannterer Marken,

da diese auch eine gewisse Marktgängigkeit haben. An erster Stelle bei

der Auswahl eines Oldtimers sollten jedoch der Spaß am Fahrzeug und

die Freude am Fahren stehen.

17


INTERVIEW

Werte

MIT POTENZIAL

Was Sie beim Invest in Sachwerte beachten sollten

und wo es sich lohnt. Warum immer mehr

Menschen ihr Kapital in Sachwerte investieren?

Mirko Albert, Vorstandsmitglied der bankenunabhängigen

Vermögens ver waltung VALEXX AG,

gibt Antworten auf die Fragen.

Immer häufiger taucht der Begriff

„Finanzielle Repression“ auf, als ein vermeintliches

Instrument, die Staatschulden zu reduzieren.

Gibt es tatsächlich eine finanzielle Unterdrückung,

die wie eine schleichende Enteignung ist?

ALBERT: Unter einer „Finanziellen Repression“ versteht man die

verschiebung von Privatvermögen zu Gunsten des Staates. Die

Inflation ist größer als die Zinsen, die man als Kapitalanleger erhält.

Zinsen werden durch Interventionen des Staates oder der Zentralbanken

künstlich niedrig gehalten. Mit diesen Maßnahmen versucht

sich ein Staat zu entschulden. Die schleichende Enteignung ist bereits

Realität.

Gibt es Bevölkerungsgruppen, die sich dem entziehen

können, oder ist wirklich jeder davon betroffen?

ALBERT: In der Regel ist jeder Bürger mit Privatvermögen betroffen.

Andere Bevölkerungsgruppen werden ihren Beitrag zur Entschuldung

des Staates indirekt leisten müssen, zum Beispiel über die kürzungen

von Sozialleistungen oder die Erhöhung von Abgaben. Mit der

finanziellen Repression ist es bereits verschiedenen Staaten nachhaltig

gelungen, ihre Schulden zu reduzieren. Als Beispiele seien hier die USA

sowie Groß britannien genannt.

Nutzen Regierungen die finanzielle Repression,

weil deren Wirkungen für die Bevölkerung

versteckter sind und damit weniger Gegenwehr

verursachen als drastische Ausgabenkürzungen

und Steuer Erhöhungen?

ALBERT: Natürlich ist eine schleichende Enteignung deutlich unauffälliger

und unspektakulärer als starke Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen.

Denn nominal erhält der Kapitalanleger ja Zinsen – wenn

auch niedrige – und bekommt 100 Prozent seines Kapitals zurück. Aber

real verliert er Geld, da die Kaufkraft schwindet und die Erträge des

Kapitals diesen Kaufkraftverlust nicht auffangen können.

Bei einer Verzinsung von max. 1,5 %, einer

Inflationsrate von über 2 % und der Quellensteuer

kommt man auf eine negative Verzinsung. Was kann

man dagegen tun?

ALBERT: Ein Inflationsausgleich beispielsweise ein realer Gelderhalt ist

mit klassischen Anlagen wie Festgeld oder Sparguthaben nicht mehr

zu erreichen. Es wird immer wichtiger, Sachwerte und Anlagen, die eine

höhere Rendite erwarten lassen, beizumischen. Hier sind zum Beispiel

Aktien von substanzstarken Unternehmen eine gute Wahl. Aber

natürlich muss ein Anleger hierbei auch eine größere Schwankungsbreite

in Kauf nehmen.

Mirko Albert

„Ein Inflationsausgleich

ist mit

klassischen Anlagen

wie Festgeld oder

Sparguthaben nicht

mehr zu erreichen.“

∙ über 20-jährige Tätigkeit bei den Großbanken Dresdner Bank AG

und Commerzbank AG, davon 16 Jahre im Management

∙ Mitglied der Geschäftsleitung der Dresdner Bank AG

∙ Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland Nord-West für die

Commerzbank AG, verantwortlich für den Geschäfts bereich

„Private Wealth Management“

∙ seit November 2013 Vorstandsvorsitzender der VALEXX AG

∙ Dozent an der Frankfurt School of Finance & Management

∙ Mitglied der Prüfungskommission der Industrie & Handelskammer

Hannover

Können Anlageberater überhaupt noch

seriöser weise von einer „Sicherung des Vermögens“

sprechen?

ALBERT: Natürlich. Vermögen wird dann „gesichert“, wenn es real

erhalten wird. Real bedeutet, dass die Wertsteigerung der Anlage nach

Abzug der Steuern höher sein muss als die Inflation; und zwar in der

Nachkostenbetrachtung der Anlage. Das ist natürlich in Zeiten der niedrigen

Zinsen alles andere als leicht. Wir werden von unseren Kunden

vor allen Dingen mit der Sicherung von Vermögen beauftragt. Natürlich

kümmern wir uns im zweiten Schritt dann aber auch um die reale

Vermögensmehrung.

Spätestens mit Beginn der Finanzkrise 2007

wurde klar, dass mit unserem Finanzsystem

etwas nicht stimmt. Was eigentlich?

ALBERT: Als Beginn der Finanzkrise wird der 9. August 2007 festgemacht,

denn an diesem Tag stiegen die Zinsen für Interbankfinanzkredite

sprunghaft an. Der 15. September 2008, der Tag an dem die

US-Investmentbank Lehman Brothers unterging, gilt inzwischen als

Höhepunkt der Finanzkrise. Überall auf der Welt wurden beispiellose

staatliche Milliardenprogramme zur Stützung der Kreditinstitute

notwendig. Schließlich wuchs sich die Krise zur schärfsten Rezession

der Weltwirtschaft in der Nachkriegszeit aus.

In Deutschland gab es schon zwei Währungsreformen:

1923 und 1948. Droht nun die dritte?

ALBERT: Eine Währungsreform, wie sie unser Land in den genannten

Jahren erlebt hat, wird es sicher nicht geben, aber ein Auseinanderbrechen

oder zumindest eine Veränderung des derzeitigen europäischen

Währungsraumes ist trotz aller ergriffenen Maßnahmen nach wie

vor nicht komplett auszuschließen.

Es wird allgemein angeraten, in Sachwerte

aus Zuweichen. Sehen Sie das auch so?

ALBERT: Eine gute Mischung ist das Entscheidende. Dabei sollten

Sachwerte die Hauptrolle spielen. Überaus wichtig ist aber die richtige

Auswahl. Dazu kommt die Notwendigkeit des laufenden Controllings,

denn die Kapitalmärke schwanken heutzutage sehr stark. Wir präferieren

substanzstarke Aktien von Marktführern und einem stabilen und

zukunftsweisenden Geschäftsmodell und erfahrenem Management,

vornehmlich aus Kerneuropa und Nordamerika. Auch Immobilien

spielen bei der Diversifikation von Vermögen naturgemäß eine große

Rolle. Generell gilt: Sachwerte bieten einen hohen Schutz vor Geldentwertung.

Wie ist der „Notgroschen“ derzeit einzuschätzen?

Und wie hoch sollte er mindestens sein?

ALBERT: Der „Notgroschen“ ist auf jeden Fall notwendig, aber nicht

pauschal bestimmbar. Hier hängt die Höhe der Liquiditätsreserve ganz

individuell von der persönlichen Situation ab. Handelt es sich um einen

Unternehmer, Freiberufler oder Gehaltsempfänger? Sind Anschaffungen

in der nächsten Zeit geplant? Wie ist die familiäre Situation? Und

natürlich noch diverse weitere Faktoren, die zu berücksichtigen sind.

Sollte man in Gold anlegen?

ALBERT: Gold kann Sie vor einer weiteren Erosion des Vertrauens in

das Papiergeldsystem schützen. Von daher ist Goldbesitz nicht nur

eine Frage der Rendite, sondern vor allem eine Frage des langfristigen

werterhalts von Vermögen. Wir empfehlen unseren Kunden als

strategische Absicherung der Vermögenswerte eine Goldbeimischung

von drei bis acht Prozent.

Ist vielleicht ein Tresor zuhause derzeit

eine gute Investition?

ALBERT: (Lacht). Nein, ganz sicher nicht. Zum einen stehen die

Anschaffungskosten meistens in keinem Verhältnis zum Nutzen. Nicht

wenige unserer Mandanten lagern aber über unser Haus Gold bei

Banken ein. Bevorzugt bei namhaften Instituten in der Schweiz. Und

das ganz sicher nicht aus steuerlichen Gründen.

HERZLICHEN DANK FÜR DAS GESPRÄCH.Nobilis

VALEXX AG

Als einer der ersten vollkommen bankenunabhängigen

Vermögens verwalter gehört die 1996 gegründete VALEXX

AG heute zu den Top 15 der Branche. Das Unternehmen mit

Sitz in Beckum hat zwar seine Wurzeln in Niedersachsen und

Nordrhein-Westfalen, betreut jedoch nationale wie auch internationale

Kunden und bietet Ihnen Mehrwerte und Vorteile

gegenüber der üblichen Betreuung bei Groß- und Privatbanken.

18

19


BESONDERE ZEITGENoSSEN

Liebe

FRAU Hammer

und Ihre

20

zur Präzision

Das Leipziger Unternehmen Johannes Hammer war bis zur Wende eine

führende Adresse für Feinwerktechnik. Die betagte Tochter des Firmengründers

hält seither engagiert die Erinnerung an ein Lebenswerk wach.

Betritt man die lichtdurchflutete Werkstatt von

Christa Hammer, scheinen ihre Angestellten nur eben mal in der

mittagspause zu sein. Die Maschinen stehen zwar still, ein Kännchen

mit Maschinenöl zeugt jedoch von regelmäßiger Wartung und umherliegendes

Werkzeug von vermeintlichem Gebrauch. Die Luft riecht nach

Metall und Schmierstoffen. „Die Geräte wären jederzeit betriebsbereit“,

erläutert die Firmeninhaberin stolz bei der Führung durch ihr Reich.

Tägliches erbe

Tatsächlich ist es über 25 Jahre her, dass die letzten feinmechanischen

Teile hier die Werkbank verließen. Dass die Zeit fast spurlos an dem

einst florierenden Unternehmen vorüberging, ist Christa Hammer zu

verdanken. Die 90-jährige, elegante Dame nutzt ihr Büro noch täglich.

„Es muss sich doch jemand um den Erhalt der Werkstatt kümmern“,

antwortet sie auf die Frage, warum sie nicht längst den wohlverdienten

Ruhestand genießt.

Sinnhaftigkeit als Produktionsgrundsatz

Vom Vater und Namensgeber Johannes Hammer 1932 gegründet, stellte

der Leipziger Betrieb eine große Bandbreite wissenschaftlicher Apparate

her: vom Lackprüfgerät über Zeitmesstechnik bis hin zu fein sten

Waagen zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten. Das Unternehmen

galt als führende Adresse für Feinwerktechnik. In den Anfangsjahren

produzierte und reparierte Hammer aufgrund guter Kontakte

zur Universität Leipzig medizinische Geräte und Labormesstechnik.

Zu nehmend kamen andere Bereiche wie beispielsweise die Zeitmessung

oder die Tierzucht hinzu. Viele Produkte wurden, je nach Bedarf,

als Einzelstücke oder in Kleinserien entwickelt und gebaut. Kam eine

neue Anfrage, sei stets geprüft worden, ob es Sinn machte, sich mit dem

Thema zu befassen, erzählt Christa Hammer. Fiel der Entscheid – auch

in wirtschaftlicher Hinsicht – positiv aus, so ging es an die Konstruktion

und den Prototypenbau. In einigen Fällen erreichte das erfolgreich entwickelte

Gerät Serienreife. Die gute Auftragslage ließ eine baldige Expansion

zu und der Betrieb wuchs Mitte der 1930er-Jahre auf 90 Mitarbeiter

an. Auf mehreren hundert Quadratmetern befanden sich mittlerweile

Büros und Werkstätten. Jedes noch so kleine Einzelteil wurde hier erst

feinsäuberlich am Reißbrett gezeichnet und danach gebaut. „Es gab

nichts, was wir nicht herstellen konnten“, führt die Diplom-Ingenieurin

für Feinwerktechnik aus. Die Hingabe, mit der sie von dieser prosperierenden

Zeit spricht, hat fast etwas Anrührendes und lässt spüren, dass

der Betrieb bis heute ihr Leben maßgeblich prägt.

Man wächst mit seinen Aufgaben

Während des 2. Weltkriegs änderte sich alles, die Kriegswirren machten

geordnete Geschäfte nahezu unmöglich. Beim Bombenangriff auf Leipzig

am 4. Dezember 1943 kamen beide Elternteile von Christa Hammer

ums Leben. Mit gerade einmal 19 Jahren trug sie nun die Verantwortung

für die väterliche Firma und deren Angestellte. Sie nahm die Herausforderung

ohne große Bedenkzeit an, arbeitete sich mit großer Disziplin in

die Abläufe ein und absolvierte nebenbei – als einzige weibliche Studentin

– an der Fachschule Jena den fünf Jahre dauernden Fernstudiengang

für Feinwerktechnik. Aber nicht nur persönliche Prüfungen brachten

die junge Frau bisweilen an ihre Grenzen. Auch das geteilte Deutschland

stellte sie vor Herausforderungen, denn nach Kriegsende änderten sich

die Bedingungen für die Firma Hammer schlagartig. Material, früher

ohne Probleme zu beschaffen, war jetzt nicht mehr zu bekommen. Die

volkseigene Industrie erhielt keinerlei Devisen, um aus dem Westen Teile

zu beziehen. Glücklicherweise war das Hammer’sche Lager gut gefüllt.

„So konnten wir zwar nur noch die Aufträge bearbeiten, für die wir auch

die Rohstoffe hatten“, erzählt die aufgeweckte Geschäftsfrau, „allerdings

Auch mit 90 Jahren

noch jeden Tag im

Büro: Christa Hammer

Die Vitrine in Hammers Büro zeigt Serienprodukte wie die Mohr-

Westphalsche Waage zur Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten.

erschlossen sich gleichzeitig auch neue Geschäftsfelder.“ Die Kunden

beauftragten nun hauptsächlich Apparate, die in der DDR nicht oder

nicht mehr zu bekommen waren. Christa Hammer erinnert sich: „Leute

brachten uns Abbildungen von mechanischen Gerätschaften und fragten,

ob diese nachzubauen seien.“ Meist gab es eine zufrieden stellende

Lösung und so produzierten in der Nachkriegszeit fünf bis sechs Mitarbeiter

von der Brillenlupe über Sackstecher für Zuckerproben bis hin

zu Tastzirkeln für die Tierzucht. Heute würde man von Diversifikation

sprechen. Damals galt es einfach, wirtschaftlich zu überleben. Hinzu

kam der Nachwuchsmangel, denn ein privates Handwerksunternehmen

durfte keine männlichen Lehrlinge ausbilden. In der Planwirtschaft der

DDR waren sie für andere Berufszweige vorgesehen. Weibliche Auszubildende

wären zwar zu bekommen, aber für die schwere Arbeit nicht

geeignet gewesen. Allen Widrigkeiten zum Trotz schloss die Firma

Hammer geschickt die Lücken des jeweils aktuellen Bedarfs und fand die

richtigen Nischen – bis zum Mauerfall. Anfang der 1990er-Jahre blieben

die Aufträge aus und Christa Hammer musste das Unternehmen gezwungenermaßen

ruhen lassen.

Zwei Restauratorinnen als Verbündete

Viele Interessenten sind seitdem vorstellig geworden und wollten das

zentral gelegene Areal im Herzen Leipzigs nutzen. Frau Hammer hat sie

allesamt weggeschickt. Lediglich zwei jungen Möbelrestauratorinnen

erlaubte die rüstige alte Dame, einen kleinen Teil der Räume als Werkstatt

anzumieten. Bei ihnen kann sie sicher sein, dass sie dieses persönliche

Stück Industriekultur angemessen würdigen.

Ursula Hoffmann

21


BESONDERE ORTE

Liebe

versetzt Häuser

Der Bauernhof Bühler war vor seinem Umzug ins Freilichtmuseum

Beuren in einem desolaten Zustand und zum Abriss vorgesehen.

22

Der historische Fachwerk-Schatz, ein altes

Bauernhaus oder auch das liebevoll gepflegte

Großelternhaus soll vor dem Abriss bewahrt

werden, aber der Standort passt nicht? Das

unter der Bezeichnung Translozierung

bekannte Verfahren der Gebäudeversetzung

ist nicht nur für Freilichtmuseen, sondern

auch für private Bauherren die Lösung.

E

in 200 Jahre alter Bauernhof in Gäufelden-Öschelbronn

weckte das Interesse des Freilichtmuseums Beuren am Albtrauf.

Das beeindruckende Gebäude mit einer Firsthöhe von 15 Metern,

einer auf fünf Etagen verteilten Nutzfläche von rund 1.000 Quadratmetern

und großzügigen Stallbereichen im Erdgeschoss sollte ebenso

der Nachwelt erhalten bleiben wie die reich verzierten Türportale

und Hausecken. Wand für Wand, Mauer für Mauer wurde das

Doppelwohnstallhaus aus dem Jahr 1799 in den Jahren 1990 und 1991

abgebaut, gesichert und für viele Jahre in Beuren eingelagert. Seit Juli

2013 erwacht das „Haus Bühler“ auf dem Museumsgelände zu neuem

Leben und soll schon bald wieder in frischem Glanz erstrahlen – mit

dem erklärten Ziel, den Besuchern ein hautnah erlebbares Gefühl für

die Bewahrung historischer Werte zu vermitteln.

23


BESONDERE ORTE

„Wenn viele Spezialisten ihr Wissen und

Können bündeln, kann Großes bewegt werden.“

Silke Schmidberger, JaKo Baudenkmalpflege GmbH

Erhalten statt AbreiSSen

Die Zeugen der Vergangenheit ganzheitlich und originalgetreu an neuen

Standorten zu erhalten, das gelingt nur mit einer Translozierung. „Neben

der komplexen Versetzung architektonischer Werte von gestern spielen

die perfekte Planung, der fachkundige, nahezu originalgetreue und

dokumentierte Ab- und Wiederaufbau, die Übernahme der Bauleitung,

aber natürlich auch die Restaurierung dieser historischen Gebäude eine

tragende Rolle“, sagt Silke Schmidberger von der JaKo Baudenkmalpflege

GmbH. Mit dem Konzept der Translozierung bewahrt das alteingesessene

Unternehmen bereits seit gut 25 Jahren erhaltenswerte Wohnhäuser

mit Geschichte vor dem Abriss oder Zerfall. Von der Planung bis zur

Ausführung bietet die Umsetzung von Gebäuden nach dem JaKo-

System „ein umfassendes ganzheitliches Betreuungspaket für öffentliche

wie private Bauherren, bei dem nach erfolgtem Wiederaufbau am

gewählten Ort nicht zuletzt auch die Bausicherheit nach modernsten

Richtlinien in vollem Umfang gewährleistet ist“, erklärt die Verantwortliche

für den Bereich Translozierung.

Sieben Schritte

Der Ablauf einer Translozierung erfolgt in sieben Schritten: Ist die

Bestandsaufnahme am ursprünglichen Standort erfolgt, werden die

Bestandteile des Gebäudes in einer zweiten Arbeitsstufe katalogisiert,

in transportfähige Großteile zerlegt und bruchsicher in Holzschalungen

verpackt. Dann folgt Phase drei: der restliche Abbau und Abtransport

der auf diese Weise gesicherten Teile mit einer Tieflader-Flotte. In einer

Halle wird das Gebäude wieder aufgebaut, restauriert und modernisiert.

Beim Haus Cornberg erfolgte der Abbau der Wände und Decken in

Großteilen. Auch das Gebälk des Innenaufbaus ging mit auf die Reise.

Die Entnahme der Gefache erfordert viel Geschick.

Was noch brauchbar ist, wird beim Aufbau wieder verwendet.

Im fünften Schritt zerlegen die Fachleute das komplette Gebäude erneut,

verpacken es und transportieren es auf Tiefladern zum vorgesehenen

Aufbauort. Die letzten Bauabschnitte erstrecken sich vom Aufbau über

den Innenausbau bis zur bauseitigen Abnahme. Mit der Übergabe an

den Bauherrn ist die Translozierung beendet. „Wenn viele Spezialisten

ihr Wissen und Können bündeln, kann Großes bewegt werden“, weiß

Betriebswirtin Schmidberger. „Neben großer Erfahrung und bauhistorischem

Know-how besteht der wichtigste Erfolgsfaktor für eine gelungene

Translozierung in einem eingespielten Team aus geschulten Fachleuten

wie Maurern, Gipsern, Zimmerleuten, Restauratoren, Ingenieuren und

Architekten.“

Bauernhof wird Bauernschloss

Der historische Bauernhof „Haus Bühler“ wurde in insgesamt 157 Großteile

zerlegt und auf Tiefladern zum neuen Standort im Eingangsbereich

des Museumsdorfs in Beuren gebracht. Dort entstand in nur achtwöchiger

Aufbauzeit die Original-Außenhülle des imposanten Gebäudes

mit einer Grundfläche von 200 m², was ihm inzwischen die Bezeichnung

„Bauernschloss“ eingebracht hat. Die Translozierung war ein anspruchsvolles

unterfangen, denn jedes Teil dieser wertvollen und hochsensiblen

Fracht aus Naturstein und Fachwerkkonstruktion wog zwischen sechs

und zehn Tonnen. Dabei kam die historische Expertise und bauspezifische

Fachkenntnis der Bauexperten voll zum Tragen: Sie fügten die

Bauteile standsicher und originalgetreu zusammen, erneuerten morsche

Balken, brachten Regenrinnen und Fluchttreppen an und vieles mehr.

Bis zum 20-jährigen Jubiläum des Museums Anfang 2015 wird auch

der Innenausbau beendet sein. Während der bauhistorisch wertvolle

Wohnteil von 1907 und 1927 eine detailgetreue Rekonstruktion erfährt,

werden die anderen Gebäudeteile künftig als Veranstaltungsräume

genutzt und daher mit modernster Technik ausgestattet.

Zeitzeugen aus Holz, Lehm und Stein

Beispiele von der Versetzung historischer Gebäude inspirieren zunehmend

auch private Bauherren, die jedoch eher eine spätere Nutzung

zu Wohnzwecken anstreben. Christine Sponholz und Erik van Leeuwenstijn

aus Bonn zählen hierzu. Das Paar ist fasziniert von der Qualität,

in der vor Jahrhunderten ohne moderne Werkzeuge solche Gebäude

entstanden. Die vielen Möglichkeiten, die natürliche Baumaterialien wie

Lehm und Holz bieten, gepaart mit hervorragenden Eigenschaften in

puncto Wohnklima, Schallschutz und Energieeffizienz, trafen bei ihnen

auf eine Vorliebe für historische Gebäude und die Geschichte, die sie

ausstrahlen.

Der Transport kompletter Wandsegmente

erfolgt auf Tiefladern.

Die Suche nach dem geeigneten Ort

Überzeugt ist das Paar vom Konzept der Translozierung. Im hessischen

Cornberg hatten sie genau die Rarität entdeckt, nach der sie lange

gesucht hatten: ein dreischiffiges Eichenfachwerk-Ernhaus mit rund

145 m² Grund fläche, fünf Metern Trauf- und 11,5 Metern Firsthöhe,

reich verzierten Eckständern, Sprossen fenstern, Eichendecken, einer

Biedermeier-Haustür und einem Kellersockel aus Cornberger Sandstein.

Mit Unterzügen aus 14 Meter langen massiven Eichenbalken, wie sie

heute nirgends mehr zu finden

sind, wies das zweigeschossige

Eichenfachwerkhaus in Geschoßständerbauweise

aus dem Jahr

1706 eine bemerkenswert gut

erhaltene Bausubstanz bis in den

Dachstuhl auf – und es stand

kurz vor dem Abriss. In buchstäblich

letzter Minute konnten

Sponholz und van Leeuwenstijn

das Gebäude retten, indem sie es

kauften, zerlegen und abtransportieren

ließen. Nur eines fehlt bis

zum heutigen Tag: ein geeigneter

Bauplatz in der Nähe von Bonn,

auf dem sich das historische Flair

dieses 300 Jahre alten Schmuckstücks

neu entfalten kann. Bis

dieser Ort gefunden ist, lagern die

Teile ein.

KARIN WEIDENBACHER

In der Halle erfolgen Aufbau und Restaurierung der zu versetzenden

Gebäude vor dem endgültigen Wiederaufbau am Bestimmungsort.

Geschulte Hände retten Geschichte

Das 1890 gegründete Familienunternehmen JaKo Baudenkmalpflege

GmbH aus Rot an der Rot hat sich im Laufe der Jahre zu

einem Spezialisten für die fachgerechte Restaurierung historischer

Gebäude entwickelt. Ziel ist es, mit speziellem Know-how und

einem Gespür für alte Gebäudesubstanz die zumeist denkmalgeschützten

Gebäude zu erhalten und nach alter Handwerkstradition

möglichst originalgetreu wiederherzustellen. Während

der letzten 30 Jahre wurde die Translozierung zu einer weiteren

JaKo-Spezialkompetenz. Die Arbeiten erfolgen ganzheitlich über

alle Gewerke als Generalunternehmer. Neben der Betreuung

und Abwicklung des Projekts von der Planung über Modernisierungsmaßnahmen

bis zur Fertigstellung zum Festpreis steht die

ganzheitliche Betreuung der öffentlichen oder privaten Auftraggeber

im Vordergrund. Unter der dafür speziell gegründeten Marke

unika © erhalten private Bauherren einen Rundum-Service, der sich

von der Grundstücks- und Gebäudesuche über Behördengänge,

Planung und Statik-Berechnungen bis hin zur handwerklichen

und restau rativen Ausführung erstreckt.

24

25


EXPERTENWISSEN

Kurz und

(Be)griffig

Der ein oder andere Artikel war Ihnen zu fachspezifisch?

Wir haben auf dieser Seite aus drei Beiträgen je zwei Fachbegriffe

etwas ausführlicher erklärt.

Ein mit Buntpapier ausgekleideter

Ammerländer Vieltürenschrank.

Canache

Die Creme aus Kuvertüre und Sahne, die zum Füllen und Überziehen

von Pralinen verwendet wird, ist auch als Ganache oder Pariser Creme

bekannt. Sie kann sowohl mit dunkler als auch mit Milchschokolade

hergestellt und zum Beispiel mit Kaffee, Spirituosen, Vanille, Nüssen

oder Mandeln aromatisiert oder mit Butter, Eigelb oder Glucose verfeinert

werden.

Ernhaus

Das Ernhaus ist ein im Mittelalter aufgekommener Bauernhaustyp in

Fachwerk- oder steinerner Massivbauweise. Der Eingang des Gebäudes

befindet sich an der Längs- oder Traufseite. Hinter der Tür findet der

Besucher einen langgezogenen Flur mit Herd oder Küchenraum. Dieser

Hauptaufenthaltsort der Familie wird als „Ern“ bezeichnet, der fränkischen

Bezeichnung für den zentralen Flur- und Herdraum. Von hier aus

betritt man auf der einen Seite den Wohnraum, die „gute Stube“. Auf

der anderen Seite des Flurs gelangt man über eine zweite Tür direkt in

den Stallbereich.

Ohne Translozierung wäre die Tempelanlage

von Abu Simbel in den Wassermassen des

Assuan-Staudamms versunken.

Marketerie

Die Marketerie besteht aus auf das Konstruktionsholz der Möbelsichtseiten

aufgeleimten Furnierteilen, die zu einem ornamentalen und/oder

figürlichen Muster zusammengefügt sind.

Translozierung

Das Verfahren zur Versetzung von zumeist denkmalgeschützten

gebäuden ist auch als Transferierung bekannt. Dazu wird das Gebäude

oder Baudenkmal dokumentiert, in Teile zerlegt, rekonstruiert

und anschließend möglichst originalgetreu an einem neuen Standort

wieder aufgebaut. Die Translozierung rettet Baudenkmäler, die zum

Beispiel neuen Verkehrswegen oder anderen Bauprojekten im Wege

stehen. Die Versetzung kann sowohl auf das Gelände eines Frei -

l ichtmuseums, als auch auf private Baugrundstücke erfolgen. Das wohl

bekannteste Beispiel stellt die Versetzung der ägyptischen Tempelanlage

von Abu Simbel in den Jahren 1963 bis 1968 dar.

Buntpapiere

Nach der Papierherstellung erhalten Buntpapiere in einem separaten

Arbeitsgang auf der Oberfläche eine ein- oder beidseitige Färbung,

Tränkung, Bedruckung oder Prägung. Der Buchbinder verwendet

Buntpapiere u. a. als Schmuckelement zum Beziehen von Buchdecken,

als Vorsatzpapier und zum Beziehen und Auskleiden von Mappen

und Kästen. Der Sortenreichtum, die technische Vielfalt und die

Pracht der Buntpapiere erreichte im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt.

„Die Dekoration von Schränken und Kommoden mit Papier beginnt

um 1600 und wird mit dem Ende des 17. Jahrhunderts weithin üblich.

Eine rasche Verbreitung findet die Anwendung von Buntpapieren an

Möbeln im 18. Jahrhundert, als durch die Vielfalt von neuen Manufakturprozessen

Papiere preiswert und schnell produziert werden können.

Der Höhepunkt fällt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert

zusammen. Es gibt eine breite Vielfalt von verwendeten Buntpapieren,

beginnend von relativ preiswerten Papieren wie Marmorpapier bis zu

den kostbaren Brokatpapieren.

Conchieren

Schokolade besteht aus Kakaomasse, Zucker und Milchpulver. Nach

dem Mischen der Zutaten ist die Masse mit zwei bis vier Prozent

Restfeuchtigkeit zwar recht trocken, enthält aber noch so viel Wasser,

dass der gelöste Zucker teilweise wieder kristallisiert und die Struktur

der Masse stark verändert. Die Schokolade wirkt dann krümelig. Um

die Kristallisation des Zuckers zu verhindern, wird diese conchiert.

Dazu kommen die Zutaten in eine von Rodolphe Lindt konstruierte

Rührmaschine: ein flaches längliches

Becken aus Granit, über

das sich Granitwalzen vor- und

zurückbewegen. Durch die dabei

ent stehende Reibung wird die

Masse im Behälter auf 76 bis 78

Grad Celsius erwärmt und flüssig.

Die beiden Walzen schlagen

dabei gegen die Ränder, so dass

die flüssige Schokolade über die

Walzen zurück in die Maschine

schwappt. Dadurch verdunstet

die Restfeuchtigkeit und sinkt

auf unter ein Prozent.

Für feinste Pralinen darf die

Schokolade nicht krümelig sein.

26


BAUKULTUR

Fachwerkseminar

der Jugendbauhütte

Soest, 2010

Bundesweit können jährlich etwa

300 Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren

ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege

(FJD) verbringen.

D en Einsatz der jungen Leute organisieren die 13 Jugendbauhütten

in der Betriebsträgerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste

e. V., kurz ijgd. Unterschiedlichste Einsatzstellen in

regionalen Handwerksbetrieben, Archiven, Denkmalbehörden, Museen

und Architekturbüros, in denen die Teilnehmer das Jahr über arbeiten,

und sechs Wochenseminare bieten einen profunden und vielschichtigen

Einblick in die Welt der Denkmalpflege. In den 15 Jahren, in denen es

die Jugendbauhütten gibt, haben fast 3.000 junge Leute diese Weichenstellung

auf ihrem Berufsweg erfahren. Zwei von drei Jugendbauhüttlern

entscheiden sich nach dem Freiwilligen Jahr für ein Studium oder einen

Handwerksberuf im Fach. Ergreifen sie keinen denkmalverbundenen

Beruf, beschäftigen sie sich meist in ihrer Freizeit mit historischer Baukultur.

Das erklärte Ziel der Jugendbauhütten, die Sensibilisierung für

den Denkmalschutz, wird also erreicht. Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege

beginnt jeweils am 1. September.

Ausgezeichnetes Bildungsprojekt

Weitere Informationen sowie die Broschüre „JugendBauhütten“ sind bei

den Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bzw. im

Internet unter www.denkmalschutz.de/aktionen/jugendbauhuetten/

fsj-denkmalpflege.html erhältlich. Um dieses mehrfach ausgezeichnete

Bildungsprojekt dauerhaft zu finanzieren und Jugendlichen das freiwillige

Engagement in Denkmalpflege und Handwerk zu ermöglichen, sind

Spenden jederzeit herzlich willkommen.

Beatrice Härig

Einsatz

Jugend

zeigt

Zehnjähriges Jubiläum der Jugendbauhütte Quedlinburg, 2009

Auszug aus MONUMENTE 4.2014 – mit freundlicher Genehmigung der

Redaktion MONUMENTE, Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Schaumauern der

Jugendbauhütte

Wismar, 2009

28


EXPERTENVERZEICHNIS

Wir sind vom

Fach

Baukeramik, Fliesen

ILSE-Baukeramik

Andreas Heinemann

Kleine Emserstraße 10 a

56203 Höhr-Grenzhausen

Telefon: 0 26 24.41 95

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Telefon: 07 11.60 63 63

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Mozartstraße 26

88214 Ravensburg

Telefon: 07 51.2 61 51

www.buchfertigung.de

Büchsenmacher

Arms‘n Armour

Christian Paulitsch

Restaurator (VDR)

Steinweg 3

94550 Künzing

Telefon: 0 85 47.91 34 66

www.armsnarmour.de

Bei Fragen rund um Ihre wertvollsten Stücke stehen Ihnen

nachfolgende Firmen mit Rat und Tat kompetent zur Seite.

Einrahmungen

Kai Ortlieb

Buchbinderei & Bildeinrahmungen

Wieblinger Straße 21

69214 Eppelheim

Telefon: 0 62 21.76 94 21

www.ortlieb-buchbinderei.de

Frölich GmbH –

Buch & Rahmen

Hohenstaufenstraße 14

70178 Stuttgart

Telefon: 07 11.60 63 63

www.buch-rahmen.de

Kecker Rahmenkunst

Münchinger Straße 34

71254 Ditzingen

Telefon: 0 71 56.83 09

www.kecker-rahmenkunst.de

Fensterrestaurierung

Mosler & Münchow GmbH

Dreimanngasse 2 Rgb.

65589 Oberzeuzheim

Telefon: 0 64 33.49 22

www.mosler-muenchow.de

Holzmanufaktur Rottweil

Neckartal 159

78628 Rottweil

Telefon: 07 41.94 20 06-0

www.homa-rw.de

Geflecht, Korbmacher

Korbmachermeisterin

Martina Fuchs

Kronenstraße 8 | 1

72108 Rottenburg-Wendelsheim

Telefon: 0 74 72.91 64 85

Gemälderestaurierung

Dipl.-Restauratorin für

Kunst- und Kulturgut

Barbara Helmrich

Fuhrbleek 1

30916 Isernhagen NB

Telefon: 05 11.7 30 66 44

www.restaurierung-helmrich.de

Dipl.-Restauratorin

Katrin Etringer

St.-Maternus-Straße 31

56070 Koblenz

Telefon: 02 61.2 24 61

www.restauratorin.net

Dipl.-Restauratorin

Henrike Bierbrodt

Wallstadter Straße 25

68259 Mannheim

Telefon: 06 21.3 36 59 16

Dipl.-Restauratorin für

Gemälde und Skulptur

Daniela Hedinger

70732 Stuttgart

Telefon: 01 51.14 10 44 97

Glasrestaurierung,

Glasmaler

Glas in Form

Stefanie Schönlau

Rampenstraße 16

30449 Hannover

Telefon: 05 11.2 10 36 37

www.glas-in-form.de

V. Saile GmbH

Valentin Saile

Moserstraße 5

70182 Stuttgart

Telefon: 07 11.24 18 91

www.saile-glasmalerei.de

Goldschmied

Galerie März

Atelier für Schmuckgestaltung

Seelhorststraße 6

30175 Hannover

Telefon: 05 11.81 08 65

www.schmuck-hannover.de

Goldschmiede Heinemann

Wilhelmshöher Allee 282

34131 Kassel

Telefon: 05 61.8 70 19 23

www.goldschmiede-heinemann.de

Goldschmiedemeister

Reinhold Willeke

Akazienstraße 83

44143 Dortmund

Telefon: 02 31.59 99 42

www.goldschmiedewilleke.de

FORTSETZUNG

GOLDSCHMIED

Goldschmiede & Kunstwerkstätte

der Schönstätter

Marienbrüder GmbH

Höhrer Straße 80

56179 Vallendar

Telefon: 02 61.65 08 40

www.goldschmiede-schoenstatt.de

Schmuckatelier

Carsten Kissner

Herzogstraße 1

68723 Schwetzingen

Telefon: 0 62 02.9 70 65 18

www.carstenkissner.de

Birgit und Jakob Bruhn

Schwabstraße 189

70193 Stuttgart

Telefon: 07 11.6 36 61 85

www.jakob-bruhn-uhren.de

H istorische

Tasteninstrumente

Jürgen Ammer

Langenbergstraße 9

34270 Schauenburg

Telefon: 0 56 01.92 94 01

www.ammer-cembalo.de

Humidorbau

Der Humidor

Drostestraße 9

70499 Stuttgart

Telefon: 07 11.8 87 79 58

www.humidorbau.de

Kachelöfen, Kamine

Antike Kachelöfen

Theo Holtebrinck

Mürnsee 13

83670 Bad Heilbrunn

Telefon: 0 80 46.17 48

www.antike-kacheloefen.de

Kaffeerösterei

Hannoversche Kaffeemanufaktur

Liepmannstraße 21

30453 Hannover

Telefon: 05 11.79 02 01 81

www.hannoverschekaffeemanufaktur.de

Maqii – Espresso Obsession

Pontdriesch 17

52062 Aachen

Telefon: 02 41.41 25 02 39

www.maqii.de

Kalligraphie

Maya Huber

Ludwig-Quessel-Weg 7

64297 Darmstadt

Telefon: 0 61 51.4 92 64 12

www.calligraphics.de

Kürschner

Fur + Fashion

Marienstraße 4

30171 Hannover

Telefon: 05 11.85 64 34 00

www.furandfashion.de

Kürschnermeisterin

Martina Stertz

Friedrich-Ebert-Ring 50

56068 Koblenz

Telefon: 02 61.3 17 73

www.martina-stertz.de

Pelz – Leder Berchtold

Augsburger Straße 1

82256 Fürstenfeldbruck

Telefon: 0 81 41.1 04 12

www.pelzberchtold.de

Lampen, Kronleuchter

Lampenhaus Glinz

Carl-Benz-Straße 5

69207 Sandhausen

Telefon: 0 62 24.39 42

www.lampenhaus-glinz.de

30 31


EXPERTENVERZEICHNIS

Maler

Farben Fliege

Töpferhof 2

37247 Großalmerode

Telefon: 0 56 04.91 85 90

www.farben-fliege.de

Wandleben

Ludger Brauckmann

Schmiedestraße 5

59514 Welver-Berwicke

Telefon: 0 23 84.94 18 42

www.wandleben.de

Maler Weiler

Müllheimer Talstraße 50

69469 Weinheim

Telefon: 0 62 01.1 24 52

www.weiler-weinheim.de

Waibel GmbH

Malerei & Werbung

Daisendorfer Straße 5 | 1

88709 Meersburg

Telefon: 0 75 32.97 02

www.waibel-meersburg.de

Maurer, Lehmbau

Bauwerk GbR

Dorfstraße 38

38368 Ahmstorf

Telefon: 0 53 65.73 49

www.bauwerk-baut.de

Denk AF Mal

Alexander Fenzke

Zinhainer Weg 60

56470 Bad Marienberg

Telefon: 0 26 61.9 84 75 40

www.denk-mal-fachwerk.de

FORTSETZUNG

Maurer, Lehmbau

Natürlich Bauen GmbH

Klotinger Straße1 b

59514 Welver-Klotingen

Telefon: 0 23 84.5 42 35

www.natuerlich-bauen.com

Dengel Bau GmbH

Burgwiesen 3

74214 Schöntal-Berlichingen

Telefon: 0 79 43.12 25

www.dengel-bau.de

Metallrestaurierung

und -gestaltung,

Gürtlermeister

Sachen aus Stahl

Silke Schmidt-Pfeiffer

Hans-Böckler-Straße 36

30851 Langenhagen

Telefon: 05 11.2 35 72 60

www.sachenausstahl.de

Weber Metallgestaltung

Krantzstraße 7

52070 Aachen

Telefon: 02 41.51 56 70

www.weber-metallgestaltung.de

Ars liturgica Maria Laach e.K. –

Kunstschmiede

Benediktinerabtei

56653 Maria Laach

Telefon: 0 26 52.5 93 71

www.maria-laach.de

Jörg Hofmann –

Metallwerkstaette.de

Obere Sägmühle 1

71111 Waldenbuch

Telefon: 0 71 57.7 21 96 20

www.metallwerkstaette.de

Fortsetzung

Metallrestaurierung

und -Gestaltung,

Gürtlermeister

Axel Hinterseh GmbH

Gewerbestraße 8

88690 Uhldingen-Mühlhofen

Telefon: 0 75 56.5 04 12

M odist

Hut Up Astrid Ries

Hutatelier & Accessoires

für Sie und Ihn

Lindener Marktplatz 10

30449 Hannover

Telefon: 05 11.45 57 96

www.hut-up.de

Möbelrestaurierung

Kaspar & Lauterwald GbR

Hans-Poeche-Straße 7

04103 Leipzig

Telefon: 03 41.2 19 76 91

www.kaspar-lauterwald.de

Dipl.-Restauratorin

für Kunst- und Kulturgut

Barbara Helmrich

Fuhrbleek 1

30916 Isernhagen NB

Telefon: 05 11.7 30 66 44

www.restaurierung-helmrich.de

Phönix-Factory ©

Linda Wadewitz

Holzmarkt 27

55237 Flonheim

Telefon: 0 67 34.5 58 90 25

www.phoenix-factory.de

Fortsetzung

Möbelrestaurierung

Möbelrestaurierung

Karl Jürgen Kullmann

Rissbacherstraße 118

56841 Traben-Trarbach

Telefon: 0 65 41.53 49

www.heidelberger-polsterei.de

Winfried Schlieper

Lechtenweg 7

59329 Wadersloh

Telefon: 0 25 23.92 30 03

www.schlieper-restaurator.de

Möbelrestaurierung

Christoph Dettmering

Salzschlirfer Straße 18

60386 Frankfurt am Main

Telefon: 0 69.44 77 57

www.dettmering-restaurator.de

Antiquitäten, Restaurierung

historischer Möbel

Harald Sättler

Frankfurter Straße 37

64720 Michelstadt

Telefon: 0 60 61.70 56 66

www.hsaettler.de

Möbelrestaurierung und

Konservierung

Ralf Futterknecht

Höfinger Straße 8

70499 Stuttgart

Telefon: 07 11.8 66 14 65

www.futterknecht.de

Böttcher Restaurierung

Dipl.-Restaurator (FH)

Ralph Böttcher

Heilbronnerstraße 43

74889 Sinsheim-Rohrbach

Telefon: 0 72 61.94 69 46

www.boettcher-restaurierung.de

Artes Ligneae

Thomas Benischek

Gottfried-Keller-Straße 9

78467 Konstanz

Telefon: 0 75 31.3 62 54 57

www.artes-ligneae.de

Fortsetzung

Möbelrestaurierung

Holzrestaurierung –

Kunstdenkmalpflege

Robert Zachmayer

Gebhardweg 1

81247 München

Telefon: 0 89.28 06 55

www.restaurierung-zachmayer.de

M otorradrestaurierung

Spelz GmbH –

Klassische Motorräder

Ulrich Spelz

Silvanerweg 8

78464 Konstanz

Telefon: 01 76.84 06 71 71

www.classic-bikes-bodensee.de

N aturbaustoffhandel

Natürlich Stuckert

Klaus Stuckert

Redenstraße 8

30171 Hannover

Telefon: 01 63.2 74 84 74

www.natuerlich-stuckert.de

Denkmal Baustoffladen

Zinhainer Weg 60

56470 Bad Marienberg

Telefon: 0 26 61.9 84 75 40

www.denk-mal-fachwerk.de

Papier-, Buch-,

Grafikrestaurierung

gut gebunden! Die Buchklinik

Stefan Schubert

Ginsterweg 1

31595 Steyerberg bei Nienburg

Telefon: 0 57 64.9 43 77 88

www.buchschliessen.de

Papierrestauratorin (M.A.)

Maren Dümmler

Rebenweg 6

56566 Neuwied

Telefon: 01 75.5 69 09 62

www.duemmler-restaurierung.de

Diplom-Restauratorin

für Grafik und Buch

Annette Kessler

Rühlestraße 4

70374 Stuttgart

Telefon: 07 11.5 00 47 79

www.kesslergraphikrestaurierung.de

Patisserie

Sabine Pauly GmbH

Engerser Straße 59

56170 Bendorf

Telefon: 0 26 22.9 21 87 73

www.sabinepauly.de

Porzellanrestaurierung

HP Hess – Porzellanrestaurierung

Susanne und Hans-Peter Hess

Kirchstraße 12

73269 Hochdorf

Telefon: 0 71 53.95 87 97

www.hess-restaurierung.de

Raumausstatter,

Polsterer

Löhr GmbH

Architektur und Wohnen

Dieselstraße 5

31228 Peine

Telefon: 0 51 71.60 06

www.löhr-peine.de

Polsterei & Raumausstattung

Bernd Faßbender

Rosentalstraße 34 a

52159 Roetgen

Telefon: 0 24 71.82 41

www.berndfassbender.de

Phönix-Factory ©

Linda Wadewitz

Holzmarkt 27

55237 Flonheim

Telefon: 0 67 34.5 58 90 25

www.phoenix-factory.de

Klaus Gerling –

der Raumausstatter

Peter-Böhm-Straße 15

69214 Eppelheim

Telefon: 0 62 21.76 76 20

www.heidelberger-polsterei.de

Fortsetzung

R Aumausstatter,

Polsterer

jea-design

Jordi Evelyn Augenstein

Dachtlerstraße 9

70499 Stuttgart

Telefon: 07 11.8 10 98 24

www.jea-design.de

Wohnfühlung

Stoffe, Accessoires, Raumkultur

Winzergasse 24

88709 Meersburg

Telefon: 0 75 32.80 72 83

www.wohnfuehlung.de

Sattler

Steffen Würtz

Lammgasse 5

74336 Brackenheim

Telefon: 01 60.6 10 13 39

www.sattlerei-wuertz.de

Schneider

Tagtraum-tragen

Birgit Reimann

Humboldtstraße 31 a

65189 Wiesbaden

Telefon: 01 76.41 25 19 69

www.tagtraum-tragen.de

kantimm-anziehendes

Sabine Kantimm

Bismarckstraße 41

70197 Stuttgart

Telefon: 07 11.65 66 28 98


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33


EXPERTENVERZEICHNIS

Schreiner, Tischler,

Holzbildhauer

Holzbildhauerwerkstatt

Sylvia Oetjen

Idarstraße 2

55627 Weiler

Telefon: 0 67 54.9 45 74 49

www.floraleholzkunst.de

Schreinerei J&M Baumann

Am Sägewerk 1 a

56459 Brandscheid

Telefon: 0 26 63.62 75

www.jm-baumann.de

Mosler & Münchow GmbH

Dreimanngasse 2 Rgb.

65589 Oberzeuzheim

Telefon: 0 64 33.49 22

www.mosler-muenchow.de

Holzmanufaktur Rottweil

Neckartal 159

78628 Rottweil

Telefon: 07 41.94 20 06-0

www.homa-rw.de

Schreinerei Binzler

Hauptstraße 38

88079 Kressbronn

Telefon: 0 75 43.64 94

www.binzler.de

Wohn Raum Möbel –

Konrad Kreitmair

Der Zirbenschreiner Ltd.

Forststraße 25 a

93351 Painten

Telefon: 0 94 99.94 25 25

www.wohnraum8.de

Schuhmacher,

MaSSschuhe

Bauer´s Schuhhandwerk

Ludwig-Mond-Straße 119

34121 Kassel

Telefon: 05 61.9 37 29 21

www.schuhhandwerk-kassel.de

Meister Jaekel

Ralf Jaekel

Neckarstraße 126

70190 Stuttgart

Telefon: 07 11.26 73 46

www.meister-jaekel.de

Weber Schuh GmbH & Co. KG

Matthias Weber

86911 Diessen am Ammersee

www.weberschuh.de

Steinmetz,

Steinbildhauer

Naturstein Schulze

Am Rottenbeck 7

59505 Bad Sassendorf-Weslarn

Telefon: 0 29 21.3 45 03 23

www.natursteine-schulze.de

Bildhauer und Steinmetzmeister

David Verstege

Unterer Grund 31

70563 Stuttgart

Telefon: 07 11.68 32 72

www.david-verstege.de

Fortsetzung

Steinmetz, Steinbildhauer

Natursteine Herter

Lehrenweg 44

88709 Meersburg

Telefon: 0 75 32.60 22

www.natursteine-herter.de

Stuckateur

Stuckateurbetrieb

Klaus Stuckert

Redenstraße 8

30171 Hannover

Telefon: 01 63.2 74 84 74

www.stuck-stuckert.de

Stuck Atelier

Hans Georg Fabry

Rurtalstraße 67

52525 Heinsberg

Telefon: 0 24 53.33 18

www.stuck-atelier.de

Restaurator im

Stuckateurhandwerk

Walter Armbruster

Ecklenstraße 21 a

70184 Stuttgart

Telefon: 07 11.46 40 11

Teppichrestaurierung

Teppichhaus Tönsmann

General-Bishop-Straße 23

32339 Espelkamp

Telefon: 0 57 72.97 87 65

www.teppich-toensmann.de

Fortsetzung

TEPPICHRESTAURIERUNG

Teppichwaschcenter Grebe e.K.

Martin Grebe

Am Faulbusch 1

33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: 0 52 42.4 31 70

www.twc-grebe.de

Teppichpflege Braun

Aucht 2-4

74343 Sachsenheim-Ochsenbach

Telefon: 0 70 46.9 62 10

www.teppichpflege.de

Carmen Sendelbach

Restauratorin für Orientteppiche

Frankenstraße 24

89233 Neu-Ulm

Telefon: 0 73 07.3 11 27

www.teppich-reparatur.de

Terrazzo

Natursteine Schulze

Am Rottenbeck 7

59505 Bad Sassendorf-Weslarn

Telefon: 0 29 21.3 45 03 23

www.natursteine-schulze.de

Dengel Bau GmbH

Burgwiesen 3

74214 Schöntal-Berlichingen

Telefon: 0 79 43.12 25

www.dengel-bau.de

Uhrmacher

Hans-Eugen Krümpelmann

Fiedelerstraße 20

30519 Hannover

Telefon: 05 11.83 62 01

www.uhr-service.de

Goldschmiedemeister

Reinhold Willeke

Akazienstraße 83

44143 Dortmund

Telefon: 02 31.59 99 42

www.goldschmiedewilleke.de

Lottermann & Söhne

Till Lottermann

Seckenheimer Hauptstraße 128

68239 Mannheim

Telefon: 06 21.47 30 10

www.lottermannundsoehne.de

Birgit und Jakob Bruhn

Schwabstraße 189

70193 Stuttgart

Telefon: 07 11.6 36 61 85

www.jakob-bruhn-uhren.de

Vergoldung

Vergoldermeisterin

Katinka Wessels

Königswinterer Straße 665

53227 Bonn

Telefon: 02 28.2 40 45 50

www.katinka-wessels.de

Maler Weiler

Müllheimer Talstraße 50

69469 Weinheim

Telefon: 0 62 01.1 24 52

www.weiler-weinheim.de

Fortsetzung

VERGOLDUNG

Kecker Rahmenkunst

Michael J. Kecker

Münchinger Straße 34

71254 Ditzingen

Telefon: 0 71 56.83 09

www.kecker-rahmenkunst.de

Waibel GmbH

Malerei & Werbung

Daisendorfer Straße 5 | 1

88709 Meersburg

Telefon: 0 75 32.97 02

www.waibel-meersburg.de

Z immerer

Zimmerei Weisenfeld GmbH

Hauptstraße 18

56244 Weidenhahn

Telefon: 0 26 66.7 13

www.zimmerei-weisenfeld.de

Qubicus

Mathias Gläser

Im Elbbachtal 11

56459 Härtlingen

Telefon: 0 26 63.2 96 40 01

www.qubicus.de

J. L. Historischer Holzbau &

Lauffer Holzbau-Zimmerei

Industriestraße 50

71272 Renningen

Telefon: 0 71 59.4 20 77 17

www.lauffer-zimmerei.de

Holzbau Schmäh

Schützenstraße 5

88709 Meersburg

Telefon: 0 75 32.61 10

www.holzbau-schmaeh.de

Fotonachweise

J. Ammer: S. 31 (1); M. André: S. 31 (1); Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG:

S. 5 (1); Deutsche Stiftung Denkmalschutz: S. 2 (1), S. 5 (2), S. 28-29 (5);

Feldmeyer: S. 4 (1); Fotolia: S 18 (1); Freilichtmuseum Beuren: Titel, S. 24 (1);

W. Grauby | O. Eliasson: S. 4 (1); Harley-Davidson Presse Service: S. 2 (1),

S.14-16 (2); D. Hedinger: S. 30 (1); U. Hoffmann: S. 2 (1), S. 4 (3), S. 13 (7),

S. 20-21 (4), S. 30-35 (29); T. Holtebrinck S. 31 (1); JaKo Baudenkmalpflege

GmbH: S. 2 (1), S. 22-25 (7); A. Kessler: S. 33 (1); Landesmuseum Württemberg

Stuttgart: S. 4 (1); Nobilis: S. 19 (1); W. Palmer: S. 34 (1); S. Pauly: Titel, S. 6-9 (9),

S. 26 (1); U. Spelz: Titel, S. 16-17 (5), S. 33 (1); J. W. Stadler: S. 2 (1), S. 10-12 (7),

S. 26 (1); K. Stuckert: S. 33 (1); D. Verstege: S. 30 (1); Wikimedia Commons |

AlMare: S. 34 (1); Wikimedia Commons | AxelHH: S. 27 (1); Wikimedia

Commons | M. Kabel: S. 27 (1); S. Wolf: S. 3 (1)

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35


Wasserbehandlung mit Zukunft

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