VW

klaus.guenther

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Auslandspreise: A 1,80 €; B 1,90 €; BG 6,20 BGL; CH 3,50 CHF; CZ 80,00 CZK; DK 17,00 DKK; E 2,40 €; F 2,40 €; GR 2,50 €; H 920,00 FT; I 2,40 €; I.C. 2,50 €; KRO 21,00 HRK; L 1,90 €; N 28,00 NOK; NL 2,10 €; P 2,40 €; PL 11,00 PLN; S 29,00 SEK; SK 2,10 €; SLO 2,40 €; TR 9,00 TL

Nr. 40 · 2. 10. 2014 · www.autobild.de

Neuer Golf SUV

50

Winterreifen im Test

AUDI

Offizielle Fotos

vom großen TT

AUTOKLAU

Diebe haben es

viel zu leicht!

S. 10

S. 68

S. 26

S. 62

3 NEUE

Neuer Skoda Fabia Combi

Schon vermessen!

VW

Neuer Passat

auf Mercedes-Niveau!

Der erste 4-Liter-Lambo

VERGLEICHSTEST Neuer BMW 2er Active Tourer

gegen VW Golf Sportsvan und Ford C-Max

S. 36

S. 28

S. 22

S. 24

NEUER TREND:

HAMMER-

ROLLER-

SHARING

S. 12

Neuer VW Bus

S. 78


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The new smart fortwo.

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Die Verbrauchswerte beziehen sich auf die zur Verkaufsfreigabe (18.09.2014) verfügbaren Motoren (52 kW und 66 kW). Kraftstoffverbrauch: 4,9 l/100 km (innerorts), 3,7 l/100 km

(außerorts), 4,2–4,1 l/100 km (kombiniert), CO 2-Emissionen (kombiniert): 97–93 g/km. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug, sondern dienen allein Vergleichszwecken

zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO 2-Emissionen

neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO 2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden,

der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.

Anbieter: Daimler AG, Mercedesstraße 137, 70327 Stuttgart


Chefredakteur

BERND WIELAND

DER BULLI SCHREIBT

GESCHICHTEN – UND

WIR ERZÄHLEN SIE

RICHTIG ZU ETWAS gebracht

hat es ein Automodell,

wenn die Menschen

sich Geschichten darüber

erzählen. „Weißt du noch, damals,

mit dem Kadett über die

Alpen?“ Oder: „Erinnerst du dich,

wie wir mal mit dem Trabi zum

Plattensee gefahren sind?“

In die Reihe dieser geschichtsträchtigen

Autos gehört auf jeden

Fall auch der Bulli. Wie viele

Urlaube haben Menschen schon

im VW Bus absolviert, wie viele

IKEA-Schränke transportiert und,

nun ja, wie viele Kinder haben

sie wohl darin gezeugt?

Fünf Redakteure erzählen in

dieser Ausgabe ihre persönlichen

Geschichten mit T1 bis T5. Und

zwar aus einem ganz besonderen

Anlass: Schon heute können wir

Ihnen zeigen, wie der nächste VW

Bus aussehen wird, also der T6.

Er wird im Mai 2015 präsentiert,

aber dank unserer Insider-Informationen

sowie der gerade in

Hannover vorgestellten Studie

eines Pritschenwagens mit ganz

viel T6-Basis kennen wir die Details

des nächsten Bulli bereits.

Auch der VW T6 wird wieder

Geschichten schreiben. Und wir,

wir werden sie erzählen.

AUTO BILD – AUCH ALS TABLET-APP

„Wie viele

Urlaube haben

Menschen

schon im VW

Bus gemacht?

Und wie

viele Kinder

sind darin

wohl gezeugt

worden?“

Jede Ausgabe gibt es auch

als interaktives Magazin

für das Apple iPad und

andere Tablet-Computer

KONTAKT

facebook.de/autobild twitter.com/autobildonline redaktion @ autobild.de

FOTOS: F. STRAUCH, S. HABERLAND, ACTION PRESS, PICTURE ALLIANCE

Bling-Bling!

Die in London lebende russische BWL-Studentin Daria Radionowa hat

ihren Mercedes CLS 350 zum Glitzern gebracht – mit Swarovski-Kristallen

im Wert von rund 25 000 Euro.

Dreiste Methoden

100 000

Euro muss die Stadt Hagen dem Baukonzern Züblin zahlen. Sie hatte

auf einem Gelände der Firma einen Parkautomaten aufgestellt und

jahrelang Gebühren für 35 Parkplätze kassiert – ohne Genehmigung des

Unternehmens!

Kein Mitleid

Du kommst hier nicht rein!

„Die Leute mögen es doch,

wenn die Champions Probleme

bekommen.“

Der ehemalige Formel-1-Pilot Mark Webber

über seinen früheren Teamrivalen Sebastian

Vettel. Der belegt vor dem Rennen in Suzuka

nur Rang fünf.

Seit einem Jahr kommt Heinz Josef

Heistermann (68) nicht an sein Audi

80 Cabrio. Während der Duisburger

im Urlaub war, wurde die Tiefgarage,

in der das Fahrzeug steht, wegen

Einsturzgefahr geschlossen. Seitdem

darf niemand das Gebäude

betreten – auch Heistermann nicht.

3

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


Die zweite

Generation

Panamera

Sie kommt auch als Kombi.

Deshalb wird die Limousine

ihren Buckel los, wie Fotos

von geheimen Testfahrten

beweisen. S. 18

Das taugt ein

Skoda Fabia für

4500 Euro

Weil schon der neue Fabia

am Start steht, sinken die

Preise für das bisherige

Modell drastisch. Wir nennen

die Stärken und

Schwächen des kleinen

Tschechen. S. 86

Kleine

heiße

Alfa

Sie sehen sich nicht

ähnlich – und doch

sind sich der Alfa 4C

von heute und die

Giulietta SS von 1959

verdammt nah. Was

sie alles gemeinsam

haben: S. 90

Twingo,

wie gut

bist du?

Süßes Grinse-Gesicht,

Motor und Antrieb

hinten. Voilà, der Twingo

ist da. Aber wie gut

ist Renaults Kleiner? Auf

zum ersten Vergleich

gegen Peugeot 108 und

VW Up. S. 42

Wer seinen

Bulli liebt,

der schiebt!

Der neue VW T6 steht in den

Startlöchern. Zeit für uns, die

schönsten Geschichten über

den VW Bus zu erzählen. S. 12

Höher

sitzen,

Leben

retten

Der AMC Eagle

war der Vater

aller Crossover.

Und für einen

Arzt das perfekte

Dienstauto. S. 64

INSIDER

VW Golf als SUV10

VW Bus T6 – und unsere Erlebnisse mit T1 bis T512

NEWS

Bei Tests erwischt: der nächste Porsche Panamera 18

Future Truck von Mercedes: der autonome Brummi19

Jaguar-Mittelklassemodell XE: Preise und Motoren20

EU macht Druck beim Killer-Kältemittel 20

Aufreger: Verbrauchsangaben immer realitätsferner96

NEUE AUTOS

Skoda Fabia Combi22

Lamborghini Asterion 24

Audi TT Sportback26

Ferrari 458 Spider Speciale plus Mix27

VW Passat Variant gegen Mercedes C-Klasse T-Modell28

TEST

BMW 218d Active Tourer gegen Ford C-Max 2.0 TDCi

und VW Golf Sportsvan 2.0 TDI 36

Renault Twingo SCe 70 gegen Peugeot 108 E-VTi 68

und VW Up 1.0 42

TAGEBUCH

Notizen aus dem Redaktionsalltag60

REPORTAGE

Experten warnen: leichtes Spiel für Autodiebe62

AMC Eagle – der Lebensretter 64

SERVICE

Altes Auto, teurer Schaden: Wir retten einen Polo66

50 Winterreifen im XXL-Test68

Schützen Sie Ihren Wagen vor Marderattacken76

Roller-Sharing: die Vespa für Spritztouren 78

AUTO BILD erklärt das Laserlicht80

SECONDHAND

Skoda Fabia – jetzt wird er günstig! 86

Der Lambo

mit dem

Mini-Durst

Gestatten: Lamborghini

Asterion. Der

Plug-in-Hybrid mit

910 PS soll sich mit

4,2 Liter Sprit zufriedengeben.

S. 24

Großer

Winterreifen-

Test

Wer leistet was auf Eis und

Schnee? Die Flops und

Tops für die bevorstehende

Wintersaison finden Sie ab

S. 68

FASZINATION

Zwei scharfe Italiener: Der Alfa 4C trifft auf seinen

Urahnen Alfa Giulietta Sprint Speciale 90

AKTIONEN

Connected Car Award 52

RUBRIKEN

Kreuzworträtsel 51

Post88

Sperzel 89

Impressum 89

Vor 25 Jahren96

Das letzte Wort 96

AUTOS IN

DIESEM

HEFT

AMC Eagle Wagon 4-WD 64

Alfa Romeo 4C 90

Alfa Romeo Giulietta SS 90

Audi TT Sportback 26

BMW 218d Active Tourer 36

Ferrari 458 Speciale A 27

Ford C-Max 2.0 TDCi 36

Jaguar XE 20

Lamborghini Asterion 24

Mercedes C-Klasse T-Modell28

Peugeot 108 E-VTi 6842

Porsche Panamera II 18

Renault Twingo SCe 7042

Skoda Fabia 1.2 HTP Ambiente 86

Skoda Fabia Combi 22

VW Golf Sportsvan 2.0 TDI 36

VW Passat Variant 28

VW Tiguan 10

VW T1 14

VW T2 14

VW T3 14

VW T4 16

VW T5 16

VW T6 12

VW Up 1.0 42


BMW 1600-2 oder 1802?

Ausgabe 11/2014 I November I 4,20 Euro Auslandspreise: A 4,50 € • B 4,50 € • CH 8,50 CHF • CZ 160, 0 CZK • DK 43 D K • HR 47 KN •

H 2040 FT • E 5,60 € • GR 5,60 € • I 5,60 € • L 4,50 € • N 54 NOK • NL 4,50 € • S 65 SEK • SLO 5,60 €

32

SEITEN

MEHR!

MUSCLE CARS DER 60ER-JAHRE

WELCHEN KAUFEN?

Porsche 968 oder 924? Alfa Giulia Nuova oder TI?

Fünf Vergleiche:

Urversion gegen

letzte Serie

S. 10

MGB Mark I

oder Gummiboot?

6

FOTO: R. RÄTZKE

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

DIE KRASSESTEN TYPEN UNTER DER SONNE

Ein friedliches Foto. Fast zu harmlos für die Autos, die hier im Abendlicht

zusammenstehen: Pontiac GTO, Chevrolet Chevelle SS 350,

Plymouth Road Runner Superbird, Dodge Charger 440 und Ford Torino

GT 429 (im Uhrzeigersinn) – fünf Legenden des amerikanischen

Muscle-Car-Zeitalters. Biedere Mittelklasse-Coupés ohne Chrom und

Luxus, aber mit dicken Motoren und Leistung bis zum Abwinken,

Die wilden Jahre der

Peter I lmann, Studebaker

Der Opel Diplomat im

so simpel konnte Fahrspaß in den 60ern sein.

Wie sich die bösen Amischlitten heute anfühlen, steht in der

Mexiko-Käfer oder Brezelkäfer?

Chevrolet

Cheve le SS

Pontiac GTO

Plymouth Road Runner Superbird

AUA, DAS

IST TEUER!

neuen Ausgabe von AUTO BILD KLASSIK. Die große Muscle-Car-Story

erklärt unter anderem, warum inzwischen „ein hässliches, unbrauchbares

Auto, das sich beim Händler die Räder platt stand“, die

höchsten Preise erzielt. Ab sofort im Handel.

S. 202

S. 104

Mercedes

Adenauer

restauriert

S. 194

Dodge Charger

SHOWDOWN DER MUSCLE CARS

Ford

Torino GT

S. 56

11

Kaufberatung

VW T3

S. 174

4 197435 104208

7

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


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DER NEUE PEUGEOT 508 RXH

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DER NEUE PEUGEOT 508 RXH


INSIDER

EXKLUSIV

DER NEUE

GOLF SUV

NEU

10

Es wird ein SUV!

VW ist in froher Erwartung

auf den Golf SUV,

der die Lücke unter dem

immer größer werdenden

Tiguan füllen soll

GENERATION GOLF erwartet

Nachwuchs – mal wieder. Der

Golf SUV soll 2018 das Licht der

Autowelt erblicken. Und zwischen

CrossGolf und Tiguan seinen

Platz in der Familie finden.

Dabei behält der Golf SUV im Prinzip

die fünftürige Schrägheckkarosserie

bei, basiert auf dem Golf VIII und

bedient sich – wie der Tiguan – im erweiterten

VW-Baukasten MQB. Zu den

geplanten Extras gehören Allradantrieb,

mehr Bodenfreiheit, Zusatzscheinwerfer,

Offroad-Fahrprogramm mit Bergabfahrhilfe,

Navigation mit Offroad-

Memory (findet den Weg zurück in

die Zivilisation), Zusatzinstrumente

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Tiguan, du kriegst

ein Brüderchen

(Neigungswinkel längs, Kippwinkel

quer), Dämpferverstellung mit spezieller

Geländestufe, größerer Tank

und mehr. Was es nicht geben wird,

sind Differenzialsperren und ein Reduktionsgetriebe.

Da der Golf SUV schwerer und

höher, also auch durstiger als ein normaler

Golf sein wird, werden Spartricks

wie Doppelkupplungsgetriebe

mit Segelfunktion, Zylinderabschaltung

und ein schon beim Heranrollen

an eine Ampel aktives Start-Stopp-

System eingesetzt. Sogar die neuen

Dreizylinder könnten im Golf SUV

stecken. Mit maximal 110 PS und 200

Nm (1.0-Benziner) beziehungsweise

Der Golf

SUV findet

von allein

aus der

Wildnis

zurück!

105 PS und 250 Nm (1.4 TDI) bieten sie

nämlich inzwischen auch ausreichend

Durchzugskraft. Darüber hinaus gelten

folgende Vierzylinder als gesetzt: 1.2

TSI, 110 PS/175 Nm; 1.4 TSI, 150 PS/250

Nm; 1.8 TSI, 190 PS/320 Nm; 1.6 TDI,

110 PS/250 Nm; 2.0 TDI, 150 PS/340

Nm; 2.0 TDI, 190 PS/400 Nm. Ganz

oben erwarten wir den 2.0 TSI mit 230

PS und 370 Nm sowie den 2.0 TDI mit

circa 224 PS und 450 Nm.

Auf Wunsch cruist auch der Golf

SUV hybridisch durchs Land. Die Plugin-Technik

stammt vom Golf GTE,

die Systemleistung beträgt also 204

PS, der CO 2 -Fußabdruck ist 35g/km

schmal.

FOTOS: A. SCHICK-ZECH, HERSTELLER, R. RÄTZKE

DIE KOMPAKTEN SUV

VON VW

KÜNFTIG FÜLLT

DER GOLF SUV

DIE LÜCKE

Die nächste Generation des Tiguan mit

künftig drei Karosserievarianten wächst

aus den kompakten Kinderschuhen heraus

und macht so den Parkplatz frei für

den Golf SUV. Der wird technisch deutlich

anspruchsvoller als der im Programm

verbleibende CrossGolf, bei dem es

sich nur um eine Ausstattungsvariante

des kompakten Bestsellers

handelt. Als Tiguan

light findet der

Golf SUV

also seine

Nische.

Der Tiguan (links)

wandert in der

nächsten Auflage

nach oben

ab, der CrossGolf

überlebt als

softe Abenteuer-

Ausstattung

FAZIT

Mitarbeiter

GEORG KACHER

Der Golf SUV kann

deutlich mehr als

der Standard-

Golf, kostet mit

knapp 3000 Euro

Aufpreis aber

kaum mehr als ein

CrossGolf. Mit

zwei Radständen,

optionalem Plugin-Hybriden

und

einer umfassenden

Palette an

Assistenzsystemen

zeigt sich

der neue VW

Crossover zudem

gut gerüstet.

11

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


INSIDER

VW T6

START: MAI 2015

PREIS:

AB ETWA 32000 EURO

(MULTIVAN)

Mehr Auto als Transporter: Der

Materialmix im VW T6 soll aufwendiger

werden, den Bulli mehr

in Richtung Pkw-Sparte rücken

FAZIT

Redakteur

ROBIN HORNIG

Der T6 zeigt Kante: Beim neuen Bulli wölbt sich

die Front stärker nach vorn als beim aktuellen

T5. Die Lufteinlässe wirken größer und kantiger

Der Bulli für den

Strand: Derivate

wie etwa den

Westfalia mit

Hubdach und

Sonnenmarkise

wird es auch

vom T6 geben

Auf Basis des

aktuellen T5 wird

der T6 keine

große Revolution.

Aber VW will der

neuen Mercedes

V-Klasse in puncto

Komfort die Stirn

bieten. Wir

erwarten, dass die

sechste Bulli-Generation

auf dem

hohen Preisniveau

des Vorgängers

liegen wird.

Neuer VW T6

12

FOTOS: I. HATJE, M. HEIMBACH, S. HABERLAND; FOTOMONTAGE: A. AVARVARII (2)

Der Bus kommt!

VW überarbeitet den Bulli: Nächstes Jahr fährt der T6 vor – schicker und mit mehr Power

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

UPS, WAS IST DAS DENN FÜR

EINE GELBE KISTE? Das wird

doch nicht ... Doch! Das wird der

neue VW Bus. Auf der Nutzfahrzeug-IAA

präsentierte VW die Studie

Tristar, eine höhergelegte Pritsche mit

Stollenreifen. AUTO BILD hat daraus

den neuen Bulli zeichnen lassen.

Unter uns gesagt: In der Studie

steckt schon ganz viel T6 drin. Im Mai

2015 wird die sechste Bulli-Genera -

tion präsentiert. Besonders Front und

Cockpit des Konzepts verraten, was

momentan noch unter der Tarnung

der T6-Erlkönige steckt. Die Front

wölbt sich stärker nach vorn als beim

T5. Die Falze werden markanter und

vermitteln zusammen mit dem breiteren

Grill und dem größeren Lufteinlass

darunter einen kantigeren Eindruck.

Zugleich lassen der Kühler, die

neuen LED-Scheinwerfer mit integriertem

Tagfahrlicht sowie die eckigen

Nebelleuchten den T6 bulliger

wirken, obwohl sich an den Maßen

(Breite 1,90 Meter) kaum etwas ändern

wird. Außerdem bleibt es bei den zwei

Radständen (3,00 bis 3,40 Meter), und

natürlich werden auch beim T6 die

unterschiedlichen Derivate wie etwa

der Westfalia nicht fehlen. Golf und

Passat liefern Motoren, Assistenzsysteme

und Infotainment-Bausteine.

Im Cockpit ändert sich die Armaturen-Architektur.

Die dominante Mittelkonsole

fällt weg, schafft Platz für

ein durchgehendes Armaturenbrett,

das dank vieler Ablageflächen nicht

DIESEL MIT

MEGA-POWER

231

PS leistet der

stärkste Dieselmotor

im neuen VW

T6. Bislang ist bei

180 PS Feierabend.

Der stärkste Zweiliter-Benziner

wird

224 PS stark.

mehr so klobig erscheint. Somit rückt

das Interieur in Richtung Pkw. Auch

der aufwendige Materialmix der Studie

hat wenig mit einem Nutzfahrzeug

zu tun. VW will ähnlich wie Mercedes

bei der V-Klasse im Interieur Farbe bekennen,

sich abgrenzen vom grauen

Transporter-Image. Wie bereits die

T5-Alltrack-Studie aus Genf und erste

Erlkönigbilder des Cockpits verraten,

rücken optionale Acht-Zoll-Touchscreens

in die Mittelkonsole.

Aber die Karriere des T6 dauert

voraussichtlich nur fünf Jahre: Weil

ab 2020 schärfere Fußgängerschutzund

Abgasbestimmungen gelten, konstruiert

VW den T7 neu.

>>

Unsere Erlebnisse mit den alten Bullis

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INSIDER | VW BUS

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AUTO BILD-KOLLEGEN ÜBER IHRE ERLEBNISSE MIT DEM VW BULLI

„Kumpel Svenni

gräbt die in

Schweden aus.“ Jan Horn (46)

Split-Window, Barndoor, Samba – die Szene kennt viele Spielarten des

ersten Bulli. Für alle gilt: Sie werden inzwischen extrem aufwendig

restauriert, teils unter hohem finanziellem Aufwand umgebaut – und sind

in bestem Zustand gern mal sechsstellig teuer. Mein Schrauber-Freund

Sven ist einer dieser irren Liebhaber,

restauriert VW T1, wie andere

Leute Kuchen backen (gern

und häufig). Seinen Kombi

von 1965 (Foto rechts) zerrte

er südlich von Karlsborg/

Schweden aus schwerem

Morast. Substanz?

Nicht vorhanden. Aufwand?

Schwamm drüber. Ergebnis:

Besser geht’s nicht.

VW T1

GEBAUT 1950–1967

STÜCKZAHL: 1,8 MIO.

GEBRAUCHTPREIS:

AB 5000 EURO

a Unikat: Voll restaurierter

T1 Kombi

mit Samba-Verglasung

und „leichter“

Tieferlegung

s Erinnerungsstück:

Statt des Gama-Modells

hätte Redakteur

Claudius Maintz heute

lieber das Original

„Meine

Oma hatte

einen

Betten-

Bulli.“

Claudius Maintz (41)

VW T2

GEBAUT 1967–1979

STÜCKZAHL: 2,5 MI0. (IN D.)

GEBRAUCHTPREIS:

AB 5000 EURO

Normalerweise besitzen ältere Damen keine

VW Transporter. Doch meine mittlerweile

verstorbene Großmutter führte bis kurz

vor ihrem 70. Geburtstag ein Bettengeschäft.

Den Bulli hatte sie, um Matratzen

auszuliefern. Normalerweise fuhr der

Schaufensterdekorateur den weißen Lieferwagen,

ein Herr Hrdlicka. Weil ich den

Namen kaum aussprechen konnte, fragte

ich lieber Oma nach Spritztouren. Manchmal

ärgere ich mich ein wenig,

dass ich den Wagen

nicht übernommen habe.

FOTOS: K. AMTENBRINK (2), K. WEICHBRODT (2), M. HEIMBACH, S. HABERLAND

Mission Himmelsstürmer der Philips Series 9000 Rasierer:

Deine einmalige Chance

auf einen Flug

in den Weltraum!

BEWIRB DICH

JETZT FÜR EIN

UNVERGESSLICHES

ERLEBNIS!

„Mein Bulli fuhr

quer durch Afrika.“ Bernd Volkens (45)

Mit meinem Kumpel Kay Amtenbrink fuhr ich 2010 von Hamburg nach Kapstadt in Südafrika.

Zur Fußball-WM. 123 Tage, fast 20 000 Kilometer – das Abenteuer meines

Lebens! Und alles in einem VW T3 Syncro Turbodiesel mit 70 PS. Den Bulli ganz klassisch

bei Ebay ersteigert, natürlich ohne ihn vorher anzusehen. Schon beim Kauf hatte der

mittlerweile 22 Jahre alte VW über 300 000 Kilometer auf dem Zähler. Die originale Viscokupplung

völlig verhärtet, rüsteten wir auf zuschaltbaren Allrad

um, steigerten so die Geländegängigkeit. Die Tour ging

über die Ostroute. Unter anderem durch Syrien, heute

nicht mehr möglich. Erst viel auf Asphalt, später im Sudan

auch durch die Wüste, ins äthiopische Hochland

und natürlich durch viele Nationalparks. Leider

nicht immer ohne Probleme: Zwischen Äthiopien

und Kenia brannte sogar der Motor

ab. Und trotzdem, der Bulli gab

nicht auf, nach drei Wochen

ging es weiter!

VW T3

GEBAUT 1979–1992

ZAHL: 1,23 MIO.

GEBRAUCHTPREIS:

AB 3000 EURO

Flussdurchfahrt in

Äthiopien, zeitweise

stand das Wasser

bis zum Fensterrahmen

Mit ihrer weltweit einzigartigen Konturenerkennungstechnologie

sorgen die Rasierer Series 9000 von

Philips für eine Rasur, die nicht von dieser Welt ist!

Philips und Markenbotschafter Jürgen Klopp

rufen gemeinsam mit dem Raumfahrtunternehmen

XCOR Space Expeditions dazu auf, sich unter

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zu bewerben – für die einzigartige Chance,

in Richtung Weltraum zu fliegen.

Jetzt bewerben – und Jürgen Klopp

überzeugen, dass Du der Himmelsstürmer bist!

Über die Aktionsseite www.philips.de/himmelsstuermer bist Du dazu eingeladen, in wenigen

Worten zu beschreiben, warum Du die perfekte Besetzung für den Himmelsstürmer bist.

Jürgen Klopp ist neben weiteren Experten Jurymitglied bei der Mission und wählt aus den

Favoriten schließlich den Gewinner aus. Übrigens: Solltest Du nach einem mehrstufigen

Auswahlprozess einer der vier Favoriten sein, darfst Du Dich auf ein intensives Vorbereitungscamp

im XCOR Space Expeditions Training Center freuen, an dessen Ende der Gewinner schließlich

feststeht. Das Spaceship startet Ende 2015 in den Weltraum.

Series 9000

Shaver

14

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Durch die Wüste im Sudan – 70 PS sind bei dem hohen Gewicht

des Busses zu wenig, Absenken des Reifendrucks hilft

Philips.de/himmelsstuermer


INSIDER | VW BUS

Alles dran außer Briefkasten: Roland Kontny

und seine rollende Zweizimmerwohnung

VW T4

GEBAUT 1990–2003

STÜCKZAHL: 1,9 MIO.

GEBRAUCHTPREIS:

AB 1500 EURO

SCHWER ANGESAGT:

Vom T1 bis zum T5 hat

sich das Leergewicht

verdoppelt

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Shield sitzen in den Außenspiegeln, in der Heckklappe

und im Frontbereich. Den Nissan Note

Visia 1.2 (80 PS) gibt es ab 13.990 Euro

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erklärt

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VW T1

890 kg

VW T2

„Mit Kind und Kegel auf großer Reise.“ Roland Kontny (35)

16

FOTOS: C. BITTMANN, M. HEIMBACH

Manchmal ist mir zum Scherzen zumute.

Zu erkennen zum Beispiel

am Kennzeichenträger meines Bulli:

„Die Heimbachs fahren lieber

Bus statt Bahn“. Ja, ich hab ’nen Bus,

und der T5 ist seit drei Jahren nicht

nur Privatwagen, sondern auch Firmenzentrale.

Und das geht so: Hintere

Sitzbank raus, Lichttechnik, Stative und

Kamera-Ausrüstung inklusive Objektive

rein, losfahren. Vielleicht würde das

auch in einen größeren Kombi reinpassen,

im Urlaub könnten wir Heimbachs

damit aber nichts anfangen. Letztens

waren wir in Schweden, 4000 Kilometer

mit unserem Bulli mit drei Kindern,

Gepäck und fünf Fahrrädern. Und es war

immer noch Platz im Bus! Dabei ist

das Teil kaum länger als ein Kombi, lässt

sich auch in der Stadt prima einparken.

Ach ja: Neulich hatte ich einen Job

in Stuttgart, sollte einen Leihwagen bekommen.

Und der Autovermieter fragte

doch allen Ernstes, ob ich auch ’nen

Vito nehmen würde. Ich hab natürlich

abgelehnt: Der VW T5 ist der Mercedes

unter den Bussen. Zumindest für mich.

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Das beste Erlebnis mit meinem VW Bus?

Habe ich jedes Mal, wenn ich einsteige.

Meist ist die Familie drin, manchmal Oma

und Opa. Einen Tag später ein ganzer

Kleiderschrank oder drei Meter lange Bretter.

Im Sommer sind es die große Kühlbox,

der Campingkocher, das Vorzelt, vier

Klappstühle, ein Tisch, drei Taschen Klamotten,

Kinderfahrräder, Fahrradanhänger,

Bücher, Spielzeug, Wickelsachen.

Eigentlich ist es gar kein Auto. Es ist eine

rollende Zweizimmerwohnung, die ins

Parkhaus passt. Ein Refugium. Geht es in

den Urlaub, kommen wir mit dem Einsteigen

schon ein bisschen am Ziel an: Das

Leo-Lausemaus-Hörbuch nach hinten zu

VW T5

GEBAUT 2003–HEUTE

STÜCKZAHL: 1,8 MIO.

GEBRAUCHTPREIS:

AB 5000 EURO

den Kindern gedreht, vorn ist endlich mal

Zeit, sich in Ruhe zu unterhalten. Die 88 PS

genügen für alles, bei dem kein Stress aufkommt,

einmal tanken reicht für 1000

Kilometer. Kommt unterwegs doch mal was

dazwischen, schalten wir die Standheizung

an, klappen das Dach hoch – und

alle finden einen kuscheligen Schlafplatz.

„Der Bulli ist der Mercedes

unter den Bussen.“ Markus Heimbach (54)

Selfie mit Bulli:

Hier knipst sich

unser Fotograf

Markus Heimbach

mit seinem VW T5

1275 kg

VW T3

1395 kg

VW T4

1682 kg

VW T5

1762 kg

So arbeitet das System

Totwinkel-Assistent: Das System

erkennt, wenn sich rechts oder

links ein Fahrzeug im toten Winkel

befindet. Es warnt anfangs mit einem

Symbol im Außenspiegel. Setzt der

Fahrer dennoch den Blinker, ertönt

zusätzlich ein Warnton.

Spurhalte-Assistent: Verlässt das

Auto die Spur ohne zu blinken,

schlägt das System akustisch Alarm.

Bewegungserkennung: warnt optisch

und akustisch, wenn sich hinter dem

Auto Personen oder Objekte bewegen.

Jederzeit klare Sicht: Die Heckkamera

verfügt über eine autonome

Wasch- und Trockenblasfunktion.

Der Nissan Note hat

für Sie alles im Blick

360 Grad Sicherheit: Vier Kameras sorgen für perfekte Rundumsicht

Stellen Sie sich mal vor, Sie hätten

nicht nur vorn Augen, sondern

auch an der Seite und am Hinterkopf.

Dann wüssten Sie jederzeit

ganz genau, was um Sie herum geschieht.

Hätte was, oder? Der Nissan Note ist der

einzige Kleinwagen, der genau das kann.

Er hat stets alles im Blick. Vor dem Auto,

daneben und dahinter. Mit der neuen Nissan

Sicherheitstechnologie Safety Shield,

bestehend aus Lane Departure Warning

(Spurhalte-Assistent), Blind Spot Warning

(Totwinkel-Assistent) und Moving Object

Detection (Bewegungserkennung). Die

drei hoch entwickelten Sicherheitssysteme

stützen sich auf vier Weitwinkelkameras

– am Heck, unter den Außenspiegeln und

Das neue

Nissan

Safety

Shield senkt

das Unfallrisko

ganz

erheblich

Folge 2: Nissan Safety Shield

in der Front des Nissan Note. Gemeinsam

bilden sie ein einzigartiges Sicherheitsnetz.

Das Nissan Safety Shield macht den

Fahrer frühzeitig auf drohende Gefahren

aufmerksam und senkt das Unfallrisiko

damit erheblich. Zusätzlichen Überblick

liefert der Around View Monitor, den Nissan

mit dem Note erstmals im B-Segment

anbietet. Das System erzeugt eine virtuelle

360-Grad-Rundumsicht aus der Vogelperspektive

und bildet das Geschehen auf

dem vollfarbigen 5,8-Zoll-Bildschirm in

der Mittelkonsole ab. Das Einparken und

Rangieren auf engem Raum wird dadurch

erheblich erleichtert – bei jedem Wetter:

Das innovative Kamerasystem arbeitet

selbstreinigend.


18

Erste Testfahrt: Porsche

erprobt zurzeit den neuen

Panamera auf dem

Testgelände in Weissach

Porsche Panamera II

Der Buckel ist weg

Porsche testet die zweite Generation des Panamera. Weil es künftig einen Kombi

gibt, kann das Heck der Limousine viel eleganter als bisher ausfallen

ALS DER PANAMERA

2009 auf den Markt

kam, hatte der Porsche

schnell einen Spitznamen

weg: Buckelwal. Damit

meinten die Kritiker die nicht

ganz so elegante Gestaltung

des Hecks. Die war notwendig,

weil der Viersitzer ausreichend

Platz für vier große Passagiere

plus Gepäck bieten sollte.

Das dicke Ende ist künftig

Geschichte – wie erste Erlkönigbilder

des nächsten

Panamera zeigen. Die

Limousine sieht deutlich

gefälliger aus – als Lademeister

ist ein Kombi vorgesehen,

der das Design

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

der Studie „Sport Turismo“

aufgreift.

Die Motorenpalette des

Panamera wird komplett überarbeitet.

Die Diesel stammen

wie gehabt von Audi, können

künftig auch mit

Allradantrieb

kombiniert werden. Erstmals

soll auch ein V8-Selbstzünder

angeboten werden. Die von

Porsche entwickelten Benziner

leisten bis zu 600 PS.

Der neue Panamera

startet Ende

2016.

Typisch

Porsche: Bei

der Gestaltung der

Front steht immer

wieder der 911 Pate

ALLES

WICHTIGE

IN KÜRZE

FOTOS: HERSTELLER (5), A. EMMERLING, AUTOMEDIA, H. ALMONAT, H.HETZER, S. BECKEFELDT, S. HABERLAND; FOTOMONTAGE: LARSON

66

Prozent aller Autofahrer sind dagegen,

dass Elektroautos Busspuren

befahren dürfen. So das

Ergebnis einer Umfrage auf

autobild.de

HOHL-SPIEGEL

MEINE

MEINUNG

Redakteur

HAUKE SCHRIEBER

GLÜCKSFORSCHER einer Uni in

Norwich machten eine bahnbrechende

Entdeckung: Wer mit Rad

oder Bus und Bahn zur Arbeit

fährt, ist glücklicher als jemand, der

das Auto nimmt. Meldet „Der

Spiegel“. Beim dort für Auto-Themen

zuständigen Kollegen führte

diese „Nachricht“ wohl zu heftigem

Kopfnicken, in jedem Fall aber

zu wüsten Pöbeleien wider das

Automobil. „Einen profunden

Dauerfrust“ säße die Autogesellschaft

aus, heißt es in einem

Kommentar. Es folgt das übliche

Genörgel über Radwege und

Bahnnetze, Dobrindt, E-Autos und

SUV. Quasi: Autos als Allzweckwaffe

in der Anleitung zum Unglücklichsein.

Das alles sei ein „unangemessener

Energie- und Platzver -

brauch“, formuliert es der Autor.

Bei flüchtigem Lesen könnte man

denken, er meine damit seinen

eigenen Magazin-Beitrag. Tut er

aber nicht. Um darüber zu berichten,

fährt er auch in Zukunft

neue Autos. Elegant gelenkt

mit zwei erhobenen Zeigefingern.

FAKTENCHECK

6. TAUGT DIE

TECHNIK AUCH FÜR PKW?

Natürlich. Allerdings ist

auto nomes Fahren beim Pkw

technisch anspruchsvoller, unter

anderem wegen des höheren

Tempos und größerer Geschwindigkeitsunterschiede.

5. WER HAFTET

BEI EINEM UNFALL?

Das ist noch unklar, denn

die gesetzlichen Voraussetzungen

für autonome Fahrzeuge

müssen erst noch geschaffen

werden. Und das wird wohl

noch ein paar Jahre

dauern.

PRO SICHERER, ALS

JEDER MENSCH ES IST

Alexander Mertens, BILD

Ich habe dieses Wunderwerk auf dem

Beifahrersitz live erlebt. Und mich in

der Obhut des „Highway Pilot“ sofort

sicher gefühlt. Exakter als jeder

Mensch hält er die Spur. Und bremst schneller, als

ich eine Gefahr erkennen kann. Viele technische

Komponenten sind längst auf öffentlichen Straßen

im Einsatz. Und Unfälle durch übermüdete Lkw-

Fahrer seit Jahrzehnten trauriger Alltag. Also her

mit dem Ding. Lieber heute als 2025.

DAS BESTE VON FACEBOOK

EIN FILMSTAR AUF DER IAA

Er war ein Held der Nutzfahrzeug-IAA: Daimlers US-Truck

der Marke Western Star in einer „Transformers“-

Kinoversion. An den Fotos dieses Monsters konnten sich

die Fans nicht sattsehen. facebook.com/autobild

1. WAS IST DAS?

Der Future Truck 2025

ist ein Lkw-Prototyp, der bis

zu einer Geschwindigkeit von 85

km/h völlig autonom fahren kann.

Den Automatikmodus nennt Daimler

„Highway Pilot“.

FUTURE TRUCK

2025

4. IST ES DAS ENDE

DER ELEFANTENRENNEN?

Um zu überholen, muss

der Fahrer den Automatikmodus

abschalten. Er könnte aber

auch Zeitung lesen oder Kaffee

trinken. Möglicherweise wird

also wirklich weniger

überholt.

CONTRA DER MENSCH

IST NICHT ZU ERSETZEN

Manfred Klangwald,

AUTO BILD

Technische Unterstützung für Trucker

begrüße ich. Zumal, wenn sie die

Straßen sicherer macht. Entmündigung

lehne ich ab. Wichtiger als autonomes Fahren

ist, die Lenk- und Ruhezeiten einhalten zu können.

Unmenschlicher Termindruck durch Spedi -

teure und Disponenten muss geahndet werden.

Dann haben wir sofort wachere Fahrer in

den Brummis. Und zwar heute, nicht erst 2025.

ZITAT DER WOCHE

2. FÄHRT DER DANN

GANZ OHNE FAHRER?

Nein. Sensoren überwachen,

dass hinter dem

Lenkrad jemand sitzt. Allerdings

muss der Fahrer im Highway-

Pilot-Modus Lenkrad und

Pedale nicht bedienen.

3. WAS IST

DAS BESONDERE DARAN?

Autonome Lkw anderer

Hersteller wie Volvos „Sartre“

orientieren sich am vorausfahrenden

Fahrzeug. Der Future

Truck fährt aber auch

ohne Vordermann

autonom.

„Detroit 5.30 Uhr. U2-Songs im

Kopfhörer. Eine Stunde Intervalltraining

auf dem Laufband.

Das wird ein guter Tag / KTN.“

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann

via Twitter

IN KÜRZE

WELTUMRUNDUNG IM OLDTIMER

WO IST HEIDI H.?

Taschkent klingt nach Märchen. Für Heidi Hetzer (77)

fühlt sich die usbekische Hauptstadt seit zwei

Wochen mehr wie ein Gefängnis an. Das Auto, mit

dem Hetzer Ende Juli in Berlin aufbrach, ein 1930er

Hudson Great Eight, braucht eine neue Zylinderkopfdichtung.

Und die hängt irgendwo auf dem

Post weg zwischen Frankfurt und Taschkent fest.

Außerdem hat sich Beifahrer Patrik nach 10 000 Kilometern

überraschend verabschiedet, und die Visa

für die nächsten geplanten Etappenziele Russland,

Mongolei und China sind wegen der Zwangspausen

abgelaufen. Muss Heidi in Usbekistan überwintern?

AUTO BILD TV

AB 10. OKTOBER

AUF SENDUNG

AUTO BILD TV kommt

ins Fernsehen.

Ab 10. Oktober wird

Dennis Petermann

(Foto) jeden Freitag

um 18.25 Uhr das

halbstündige Automagazin

auf N24 präsentieren.

Gleich in der

ersten Sendung

kracht es richtig: Der

Besitzer eines Shuanghuan

CEO jagt seinen

maroden China-

SUV in die Luft. Dazu:

die erste Fahrt im

neuen Mercedes-AMG

GT, Tests und Analysen

sowie spannende

Reportagen.

RÜCKRUFE

DIE LENKUNG!

OPEL ÜBER-

PRÜFT ADAM

UND CORSA

Opel ruft die seit

Mai 2014 ausgelieferten

Fahrzeuge der

Modelle Adam und

Corsa wegen

einer „dringenden

Sicherheitsüberprüfung“

in die Werkstätten

zurück.

Nach Angaben des

Herstellers seien

etwa 8000 Autos mit

einem Teil des Lenksystems

hergestellt

worden, das „nicht

den Spezifikationen“

entspricht. Betroffene

Halter werden automatisch

von Opel kontaktiert.

Zusätzlich

wird auf der Internetseite

www.opel.de

eine Hotline-Nummer

veröffentlicht.

19

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


AUTO BILD Augmented Reality

Die neue Dimension

von AUTO BILD

Erwecken Sie mit der neuen kostenlosen

Augmented Reality App Ihre AUTO BILD

zum Leben. AUTO BILD stellt zu vielen

Geschichten im Heft zusätzliche Inhalte

wie Videos, Sounds, 3D-Modelle oder

Bilder bereit, die Sie über Ihr iPhone, iPad

oder Android Smartphone abrufen können.

Jaguar greift

mit dem XE die

Mittelklasse

von Audi, BMW

und Mercedes

an

NEWS

FOTOS: HERSTELLER (3)

Modell XE

Jaguar für 36 450 Euro

Und so funktioniert es:

1

Laden Sie sich die AUTO BILD

Augmented Reality App kostenlos

aus dem Apple App Store oder Google

Play Store auf Ihr Gerät herunter.

Die App funktioniert auf mobilen Geräten ab iPhone 3GS

und ab iPad 2 mit iOS 5.1 und höher sowie auf Android-

Smartphones mit Android 2.3 oder höher, Rückkamera

und einer Bildschirmgröße von min. 320 x 480 Pixeln.

Zur Nutzung der App wird eine stabile Internetverbindung

benötigt (3G, LTE oder WLAN).

Halten Sie in

AUTO BILD

Ausschau

nach Seiten mit dem 2Augmented-Reality-Symbol:

Öffnen Sie die App, aktivieren Sie

die Scan-Funktion, und halten

Sie Ihr iPhone, iPad oder Android-

Smartphone über die Seite, 3damit die Kamera sie erfasst.

4Wenn die App die Seite gescannt

hat, erscheinen auf dem Geräte-

Display eine oder mehrere Schaltflächen.

Klicken Sie darauf, und

schon sehen Sie die hinterlegten Inhalte wie

Videos, Sounds, Bilder, 3D-Modelle, Kalendererinnerungen

oder interaktive Elemente

wie Leserumfragen.

Das ist AUTO BILD zum Mitmachen

und Miterleben. Viel Spaß mit der

AUTO BILD Augmented Reality App!

Gemeinsam

günstiger:

AUTO BILDePaper

und

-App gibt es mit

einem iPad

nach Wahl zum

Sonderpreis

20

DER NEUE EINSTIEGS-JAGUAR

XE wird in der Basisversion

36 450 Euro kosten. Dafür bekommen

Kunden ab Sommer

2015 einen Mittelklasse-Briten der Ausstattungslinie

„Pure“. Der Jaguar kostet

damit im Segment von BMW 3er und

Audi A4 etwas mehr als die deutsche

Killer-Kältemittel

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

AUTO BILD-Aktion

Konkurrenz. Allerdings verzichten die

Briten auf PS-schwache Einstiegsmotoren.

So wird es zwei Zweiliter-

Diesel mit 163 und 180 PS geben sowie

zwei Zweiliter-Benziner mit 200 und

240 PS. Das Topmodell XE S tritt mit

einem 340 PS starken Dreiliter-V6 an

und kostet 54 600 Euro.

EU macht Druck im Kältemittelstreit

Digitalpaket zum Vorzugspreis

WELCH EIN AN-

GEBOT! Wenn

Sie jetzt AUTO

BILD-App und -ePaper abonnieren,

bekommen Sie ein Apple iPad

zum Vorzugspreis dazu. Sie erhalten

das iPad inklusive 24-Monats-Abo für

AUTO BILD-App und -ePaper schon

ab 395,76 Euro. Und genießen zahlreiche

Vorteile: Die digitalen Versionen

AUTO BILD-App und -ePaper stehen

bereits am Donnerstagabend zur Verfügung,

einen Tag vor dem Heft. Das

ACHTUNG!

R1234yf

DIE EU-KOMMISSION hat Deutschland

eine Zweimonatsfrist gesetzt, um

die Nutzung des in neuen Modellen

verbotenen Kältemittels R134a zu unterbinden.

Betroffen sind Mercedes

A- und B-Klasse, für die sich Daimler

nachträglich eine zweite Typzulassung

besorgt hatte. So konnten die Stuttgarter

den Einsatz des brennbaren

Kältemittels R1234yf umgehen.

Daimler bleibt bei seiner Position und

plant, das klimaschädliche R134a erst

im Jahr 2017 durch CO 2 zu ersetzen.

Hierfür wird zurzeit mit Hochdruck

neue Klimaanlagentechnik entwickelt.

Ein Sprecher sagte gegenüber AUTO

BILD, die Erprobungen der CO 2 -Anlage

verliefen vielversprechend.

ePaper ist sowohl auf Computern als

auch auf mobilen Endgeräten lesbar,

die AUTO BILD-App ist speziell auf

Tablet-Computer abgestimmt und

bietet neben dem Inhalt des Hefts

zahlreiche Multimedia-Extras wie zum

Beispiel Videos, Geschichten im Hörbuch-Format,

360-Grad-Ansichten

und interaktive Autovergleiche. Alle

Infos zum AUTO BILD-Digitalpaket

sowie Bestell- und Finanzierungsmöglichkeiten

finden Sie ab sofort unter

www.autobild.de/digitalpaket

Sag es mit

Deinem Projekt.

hornbach.de


XRUBRIKXY | XUNTERKATEGORIEXY

ALTERNATIVEN

AUTO BILD hat nachgemessen

ALLES ÜBER DIE

WICHTIGSTEN

NEUHEITEN

Redakteur Dirk Branke

hat sich den Fabia

genau angesehen:

Der Combi ist

breiter und flacher

Wie der Fünftürer hat

auch der Combi gegenüber

dem Vorgänger

an Statur gewonnen.

Er trägt klare

Linien, scharfe Kanten

So klein und doch so groß

Der neue Skoda Fabia Combi ist außen kompakt und bietet innen jede Menge Platz

AUF DIE LIMOUSINE FOLGT

DER KOMBI, so läuft das auch

bei Skoda. Konkret: Der neue

Fabia-Fünftürer startet bei uns

im November, der Combi folgt ihm

Anfang nächsten Jahres. Und genau

wie den Fünftürer (siehe AUTO BILD

39/2014) haben wir auch den

Combi schon mal präzise vermessen.

Der ist mit 4,26 Metern

immerhin 26 Zentimeter

länger als das

Schrägheck, aber

mit 1,73 und 1,47

Metern genau so

breit und hoch. Im

Vergleich zum

Vorgänger ist er

damit einen Zentimeter

länger,

immerhin neun

breiter und drei

flacher. Genau wie

beim Fünftürer tut

das den Proportionen

sichtlich gut. Der neue

Combi ist schärfer geschnitten

als bisher, wirkt

kantiger und klarer, insgesamt

sehr ansehnlich und viel

stattlicher.

In das Gepäckabteil passen im Normalfall

530 Liter, mit umgelegter Rückbank

sind es 1395. Zum Vergleich:

Beim Vorgänger waren es 505 bis 1485

Liter, beim neuen Fünftürer sind es

330 bis 1150 Liter.

Klarer Vorteil für den Combi also,

und er sammelt weiter Punkte. Die

Lade kante liegt mit 60 Zentimetern

angenehm niedrig (und sechs Zentimeter

niedriger als beim Fünftürer).

Die Heckklappe öffnet weit (1,90 Meter

hoch) und die Ladeöffnung ist breit.

Rückbank und -lehne lassen sich geteilt

umlegen, die Bank auch mit wenigen

Handgriffen ausbauen, das

bringt ein paar Zentimeter mehr an

Ladelänge. Dazu gibt es das volle Programm

an nützlichen Details: Doppelter

Ladeboden, allerlei Haken und

Netze, flexible Ablagefächer und Ähnliches.

Beim Easy-Index kommt der

Combi auf 64 Punkte – und bestätigt

damit den Ruf von Skoda, besonders

praktische Autos zu bauen.

Ein Octavia im

Kleinen, oder?

Kantig wie der

große Bruder

FAZIT

Redakteur

DIRK BRANKE

Renault Captur

ab

15 390

Euro

Easy-Index-

Wertung

69,5

Punkte

VW Golf Variant

ab

19 475

Euro

Easy-Index-

Wertung

64

Punkte

22

EASY-INDEX

Der AUTO BILD Easy-Index ist gemessener

Komfort in Zentimetern. Der

Index zeigt, wie leicht und angenehm

ein neues Auto zu handhaben ist:

Wie gut kommt der Fahrer rein – und

wieder raus? Lässt sich das Auto

gut überblicken? Wie variabel ist der

Innenraum? Die für einen problemlosen

Umgang relevanten Kriterien

werden in einem Zehn-Punkte-

Programm geprüft und mit maximal

jeweils zehn Punkten bewertet.

Zu der Vielzahl an Messwerten, die wir ermitteln,

gehört auch die „Türausschnittweite vorn“.

Redakteur Branke maß beim Fabia 66 cm

Beim Combi sind Rückbank und -lehne geteilt

klappbar, dazu lässt sich die Sitzfläche mühelos

ausbauen — das verlängert die Ladelänge

Seite scannen

und das Video

abspielen!

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

Da staunt der Redakteur

(1,93 m):

Die Klappe öffnet

bis 1,90 Meter

Wertungen

Punkte max.

FABIA COMBI

Einstieg 10 7

Sitzhöhe 10 8

Sitzposition 10 8

Beladen 10 6

Verkehrsfläche 10 5

Wendekreis 10 6

Funktionalität 10 9

Bedienbarkeit 10 9

Variabilität 10 2

Easy-Extras 10 4

Gesamtwertung 100 64

SKODA: INZWISCHEN VIEL

MEHR ALS PRAKTISCH

SKODA HAT EINFACH EINEN

LAUF. Die Tschechen liefern solide

Qualität zu vergleichsweise kleinen

Preisen. Praktisch waren die Autos

schon immer, jetzt kommt noch

eine neue Qualität hinzu: erstklassiges

Design. Wie beim neuen Fabia-

Fünftürer und jetzt auch beim Fabia

Combi. Und besonders praktisch

ist der sowieso, wie unser gemessener

Easy-Index eindrucksvoll zeigt.

Skoda Rapid SB

ab

14 990

Euro

Easy-Index-

Wertung

58

Punkte

FOTOS: A. EMMERLING (3), C. BÖRRIES (2), HERSTELLER, S. HABERLAND, T. BADER

23

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


NEUE AUTOS | LAMBORGHINI ASTERION

Plug-in-Hybrid mit 910 PS

Dieser Stier steht

unter Strom

Der Schnitt im hinteren

Kotflügel täuscht:

Die Studie hat nur

zwei Türen und zwei

Plätze. Hinterm

Fahrer liegt der Mittelmotor

Der erste Plug-in-Hybrid der Marke hat Power für Rekordrunden und

wählt trotzdem die weiche Welle: So soll der Stier auf Reisen gehen

DER STIER WIRD SANFTER.

Nicht nur, dass Lamborghini in

Paris seinen ersten Hybrid-Sportler

präsentiert (der trotzdem vor

Kraft nur so schnaubt), auch im Design

finden die Italiener zur weicheren

Welle. Der Asterion LPI 910-4 erscheint

neben den scharfkantig-aggressiven

Flachmännern Huracán und Aventador

ungewohnt rund und gefällig und

trotzdem – das ist die schönste Überraschung

– hinreißend attraktiv. Der

Zweisitzer gehört sicher zu den großen

Stars der Messe.

Seine Türen schwenken nicht nach

oben, sondern konventionell nach

außen. Wie beim Miura von 1966, den

das Designteam um Filippo Perini als

Vorgabe betrachtete, wie die gerundeten

Lufteinlässe zeigen. Die beiden

Einzelsitze neben dem massiven Mitteltunnel

stehen höher als bei Lambo

gewohnt, denn das Showcar will der

sportliche Reisewagen sein und testet

dessen Marktchancen. Offiziell heißt

es: Eine Serie ist nicht geplant.

Keine Spoiler, keine

Kanten: Dennoch sieht

die Studie auch

von hinten nach Lambo

aus. Die Batterien

für insgesamt drei

Elektromotoren

lassen sich per

Stromkabel

aufladen (Plug-in)

Seite scannen

und das Video

abspielen!

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

Davon ist die Technik zudem weit

entfernt. Die Entwickler haben im

Prinzip den großen Aventador entkernt,

dessen V12 und Kraftübertragung

ausgebaut und den gewonnenen

Platz für den Hybrid-Antrieb genutzt.

Der besteht aus dem 610 PS starken,

5,2-Liter großen V10 des Huracán, dahinter

folgen ein 100 PS starker E-Motor

und das Getriebe. Vor dem Mittelmotor

liegen im ehemaligen Kardantunnel

die Batterien, die für 50 Kilometer

Stromfahrt reichen sollen.

An der Vorderachse arbeiten zwei

weitere 100 PS starke E-Motoren, sie

schalten sich als „elektronischer Allrad“

zu (so hieß das System bei Audi-

Studien). Insgesamt vier Motoren erlauben

verschiedenste Antriebsarten,

vom Sparschleichen(bis 125 km/h rein

elektrisch) bis zum Raketenstart mit

zusammen 910 PS (3,0 Sekunden bis

Tempo 100 und 325 km/h Spitze). Als

Normverbrauch kommen 4,2 Liter/

100 km heraus, aber da denkt jeder:

Beim Lambo ist das der Hubraum.

Die Frontscheibe

steht steiler, das Dach

höher als beim

Aventador. So will

der Asterion bequemeres

Reisen ermöglichen.

Deshalb

öffnen die Türen

konventionell nach

außen

Die Karosserie aus

Kohlefaser senkt das

Gewicht, der Hybridantrieb

wiegt

250 Kilo. So soll der

Asterion unter

zwei Tonnen bleiben

24

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

FOTOS: HERSTELLER (2)

25

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


NEUE AUTOS

Ein Hauch von A5, ein

Schuss A3 und das

Heckfenster abgerundet

wie im ersten

TT. Hinten können zwei

Erwachsene sitzen

Ferrari verwandelt

den 458 Speciale

in einen Roadster mit

Rennlizenz

NOCH MEHR PARIS IN KÜRZE

FOTOS: HERSTELLER (7)

Ferrari 458 Speciale A

Rasse-Roadster für Superreiche

Extremes Fahrgefühl unter freiem Himmel – 499 Stück wird’s geben

Der Zweiliter-Passat Ein Zweiliter – war mal eine wichtige

Motorenformel. Und bezog sich auf den Hubraum.

Beim Passat ist künftig der Verbrauch gemeint. Der GTE soll als

Hybrid nur zwei Liter schlucken (45 g CO 2 /km) – trotz 218 PS.

458 SPECIALE – mehr geht nicht.

605 PS, den Sprint auf 200 (!) in unter

zehn Sekunden, das Fahrwerk auf

Rundenzeiten getrimmt. Sportwagenfetischist,

was willste mehr? Das

Ganze vielleicht „ohne Dach“? Schon

sind wir beim Speciale A (wie Aperta,

also offen). Der über 260 000 Euro teure

A nutzt die Basis des schnellsten

458-Renners, fügt eine Frischluftdosis

hinzu. Das kleine Dach öffnet und

schließt elektrisch. Trotzdem ist der

458 A nur 1340 Kilo schwer, schafft den

Spurt auf 100 in drei Sekunden.

Honda dreht auf – und spart Sprit

Hondas GTI-Gegenstück Civic Type R

kommt künftig mit Turbo-Vierzylinder.

Versprochen sind 320

PS. Der CR-V wird sanfter,

setzt auf einen 1.6-Diesel

(5,6 l/100 km).

26

Audi TT Sportback

400 PS für vier

AUDI FRAGT: WELCHEN TT

WOLLT IHR NOCH? Das Sportcoupé,

längst eine Markenikone,

soll zur Familie wachsen.

Wie wär’s mit einem SUV-Coupé?

Die Studie stand Anfang 2014 auf der

Messe in Detroit. Oder ein Offroader?

Zu sehen im April in Peking. Nun Vorschlag

Nummer drei: Der TT Sportback

sieht aus, als hätte Audi seinen

Flachmann wie Gummi um 29 Zentimeter

gestretcht, damit vier Türen und

zwei Fondplätze reinpassen.

Zumindest optisch funktioniert die

Kreuzung besser, als ihr Name verspricht.

Mit satten 1,89 Metern und

ausgestellten Radhäusern steht das

Messe-Mobil sechs Zentimeter breiter

auf seinen 21-Zoll-Rädern als der

Serien-TT, das Dach liegt drei Zentimeter

niedriger. Alltagsnutzen sieht

anders aus, trotzdem sollen auf Einzelsitzen

selbst vier großgewachsene

Erwachsene Platz finden.

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Ein Gesicht wie

der stärkste TT

nach Tuning

ab Werk.

Dahinter

stecken

400 PS aus

zwei Litern.

Und kein

Hybrid!

Wie im TT steckt hinterm Lenkrad

das neue virtuelle Cockpit im Format

12,3 Zoll, das ein Display in der Mittelkonsole

überflüssig macht.

Überraschung unter der Motorhaube

aus Alu: Audi kündigt mal keinen

Hybriden an (für Batterien fehlt der

Ein Stretch-Coupé mit Turbodampf -

das könnte der TT für die Familie werden

Bauraum), sondern einen hochaufgeblasenen

Benziner. 1,8 Bar Ladedruck

bringen den Zweiliter-Vierzylinder auf

400 PS – die Antwort auf die 360 PS

der Mercedes A-Klasse. Sprintwert bis

100 km/h: 3,9 Sekunden, der Verbrauch

wird gnädig unterschlagen.

Das Wetter kommt und geht.

Ein Subaru kommt an.

3.000,– € sparen

bei Eintausch eines Gebrauchtwagens

1

Wer einen Subaru XV, Forester oder Outback fährt,

kommt sicher ans Ziel. Egal bei welchem Wetter

und auf jedem Terrain. Das liegt an ihrem einzigartigen

symmetrischen Antriebskonzept mit Boxermotor

und permanentem Allradantrieb.

Testen Sie die drei bei einer Probefahrt und

überzeugen Sie sich selbst.

Je nach Modell:

Allrad-Assistenzsystem „X-Mode“

Bodenfreiheit bis zu 220 mm

Automatische Niveauregulierung

Anhängelast bis zu 2.000 kg

• Stop & Go-Startautomatik

Der Subaru Forester

und der Subaru XV erreichten

fünf Sterne im

Euro NCAP Crashtest.

Weltgrößter

Allrad-PKW-Hersteller

www.subaru.de

Kraftstoffverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,5 (Forester 2.0XT) bis 5,6 (Subaru XV 2.0D). CO 2

-Emission (g/km) kombiniert: 197 (Forester 2.0XT) bis 146 (Subaru XV 2.0D).

Abbildungen enthalten Sonderausstattung.

* Die gesetzlichen Rechte des Käufers bleiben daneben uneingeschränkt bestehen.

1

Die Aktion gilt vom 01.08.2014 bis 31.10.2014 (bei Neuwagen gilt das Kauf- und Erstzulassungsdatum, bei Vorführwagen gilt das Kauf- und Besitzumschreibungsdatum auf den Endkunden im Aktionszeitraum) in Verbindung

mit dem Kauf eines aktuellen Subaru Modells (Neu- oder Vorführwagen) und gleichzeitiger Inzahlungnahme eines Gebrauchten bei teilnehmenden Subaru Partnern. Die Aktion wird gemeinsam von der SUBARU Deutschland

GmbH und den teilnehmenden Subaru Partnern getragen. Diese Angebote sind nicht mit anderen Aktionen der SUBARU Deutschland GmbH kombinierbar. Detailinformationen erhalten Sie bei Ihrem teilnehmenden Subaru

Partner oder unter www.subaru.de.


NEUE AUTOS

VW Passat gegen Mercedes C-Klasse

VW will die Nummer eins werden – auch bei der

Qualität. Der Passat greift sogar nach dem Stern

Jetzt hat der Passat Mercedes-Qualität

Qualitäts-Duell

im Studio: neuer VW

Passat gegen neue

Mercedes C-Klasse.

Schiedsrichter:

Redakteur Stefan

Voswinkel

28

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

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und das Video

abspielen!

Mehr Infos finden Sie auf Seite 20.

PLOPP – TÜR ZU. Jahrzehnte -

lang hat bei Mercedes das satte

Schließgeräusch gereicht, um

den Qualitätsanspruch des

Sterns zu verstehen. Die Autos waren

für die Ewigkeit gebaut. Dann kam

Jürgen Schrempp als Chef und mit

ihm der Gedanke einer Welt AG und

des „Shareholder-Value“, also der Gewinnmaximierung

für die Aktionäre.

Rostende Autos und schon bei niedrigen

Kilometerständen kränkelnde

Dieselmotoren waren die Folge – vom

blechernen Türschließgeräusch mal

ganz abgesehen. Plönk statt Plopp, das

Image des Sterns mehr als nur angekratzt.

Zum Glück Geschichte. Als sie bei

Daimler die neue C-Klasse an den Start

gerollt haben, gab es vor allem ein Sig

nal: Wir haben verstanden. Vor allem

die Qualität sollte endlich wieder die

alles entscheidende Rolle spielen.

Sie haben nicht zu viel versprochen,

was für ein Comeback! Aus dem

Stand hat die Mittelklasse aus Stuttgart

in unseren Vergleichstests qualitativ

Haptikweltmeister Audi und erst

FOTO: R. RÄTZKE

recht BMW hinter sich gelassen. Und

damit ist das C-Klasse T-Modell der

perfekte Gegner für den neuen Passat

Variant. Moment mal, Mercedes gegen

Volkswagen?! Geht’s bei denen

von AUTO BILD noch?, werden Sie sich

jetzt vielleicht fragen. Dabei ist der

Vergleich gar nicht so abwegig, wie er

sich vielleicht noch vor ein paar Jahren

angehört hätte. Denn die Wolfsburger

wollen künftig nicht mehr gegen

Opel Insignia und Ford Mondeo

antreten, sondern am liebsten der

Premiumkonkurrenz ans Blech fahren

Der Passat

wirkt so unaufgeregt,

wie es früher

einmal die

Autos mit dem

Stern waren.

– Qualität spielt eine Hauptrolle auf

dem Weg der Wolfsburger zur weltweiten

Nummer eins.

Und da wir lieber alles selbst überprüfen,

muss sich der Passat eben mit

der C-Klasse messen. Zunächst noch

statisch im Fotostudio, bevor wir ihn

in der kommenden Woche das erste

Mal fahren dürfen.

Wobei sie bei Volkswagen mit ihren

Ambitionen vielleicht gar nicht

so falsch liegen. Der Passat Kombi

präsentiert sich unaufgeregt und zeitlos.

Alles Attribute, die früher einmal

für die Autos mit dem Stern galten.

Vielleicht am wichtigsten: Jetzt passen

die Proportionen. Der zu kurze

Radstand ist gewachsen, gleichzeitig

ist der Passat breiter und flacher geworden.

Vor allem im direkten Vergleich

fällt auf, wie sehr sich die C-Klasse

von der alten Kantigkeit entfernt hat.

Der Benz wirkt weicher, dynamischer,

runder. Das kommt auch bei

den Kunden in China an, hier muss

der Mercedes wichtige Stückzahlen

machen.

>>

29

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


NEUE AUTOS

Die Karosserie

ist top

verarbeitet.

Maßstab: enge Spaltmaße,

perfekt verlaufende

Fugen am Passat

— das geht kaum besser

30

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

a Die Schalter für

die Fensterheber

stammen aus dem

Konzernregal

— Massenware

s Die Schalter in der

Mittelkonsole sind

sauber eingepasst

FOTOS: R. RÄTZKE (5)

AUF EINEN BLICK

Das mögen wir

Die Karosserie

ist top verarbeitet,

hochwertige

Kunststoffe

im oberen Teil

des Cockpits.

Das mögen

wir nicht

Eher harte

Kunststoffe im

un teren Teil des

Armaturenbretts,

vergleichsweise

einfache Auskleidung

des

Kofferraums.

>> Auch bei näherer Betrachtung

kann der Passat dem hochgesteckten

Anspruch gerecht werden. Ein

Blick auf die engen Fugen und die

perfekt paralle len Spaltmaße zeigt

es. Das geht kaum besser, Volkswagen

hat offensichtlich eine Menge

Geld in den Karosserierohbau im

Werk Emden investiert, wo der Passat

vom Band läuft. Selbst die Übergänge

zwischen den Stoßfängern

aus Kunststoff und den Kotflügeln

sind extrem passgenau, gar nicht

so leicht bei unterschied lichen Materialien.

Da kann auch die oft gelobte C-

Klasse nicht mithalten. Die Spaltma -

ße sind deutlich größer, Türen sind

nicht ganz so exakt eingepasst wie

beim VW, und so manche Fuge, vor

allem an der Front, verläuft nicht ganz

parallel. Vor allem rund um den Kühlergrill

wirken die Spalten groß und

unterschiedlich.

Das ist nicht wirklich dramatisch,

die C-Klasse bietet immer noch eine

sehr hohe Qualität – doch der Passat

kann das außen mittlerweile besser.

Dazu kommt, dass bei der C-Klasse

die Türen mit viel Kraft ins Schloss

geworfen werden müssen.

Bei der Funktionalität nehmen

sich die Konkurrenten nicht viel. Hier

wie dort finden sich solide Bügeltürgriffe,

die Hauben öffnen sich dank

Gasdruckdämpfern fast wie von

selbst, und – fast schon selbstverständlich

– die Motorhaube muss >>


NEUE AUTOS

Keiner ist feiner

– zumindest

im Innenraum.

Die Spaltmaße

an der Front sind viel zu

groß, die Fugen

zum Teil nicht parallel

32

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

a Die solide gefertigte

Türverkleidung

überzeugt ebenso

wie die sauberen Nähte

am Leder

s Die mit Metall bedampften

Fensterheberschalter

wirken

nícht nur edel und

solide – sie sind es

FOTOS: R. RÄTZKE (5), G. VON STERNENFELS (4)

AUF EINEN BLICK

Das mögen wir

Der Mercedes

ist bis in die

kleinste Ecke

pingelig genau

verarbeitet,

trägt feine

Materialien.

Das mögen

wir nicht

Die Karosserie

hat vergleichsweise

große

Spaltmaße, die

Fugen verlaufen

nicht ganz so

exakt wie beim

VW. Die Türen

schließen zu

schwer.

>> nicht mit einer billigen Stange offen

gehalten werden.

Im Innenraum zeigt sich jedoch,

dass die VW-Ingenieure dann doch

nicht aus dem Vollen schöpfen konnten.

Auf den ersten Blick ist alles fein

eingerichtet, mit einem ähnlich tiefenentspannten

Stil wie bei der Karosseriegestaltung.

Vor allem unser

Testwagen mit hellem Leder, matten

Holzeinlagen im Cockpit und den

neuen digitalen Instrumenten wirkt

richtig edel. Doch bei genauerer Betrachtung

relativiert sich der Eindruck.

Die Kunststoffe im unteren

Bereich des Armaturenbretts erweisen

sich als Hartplastik, das sich nicht so

fein anfasst wie beim Benz, die Innenseite

der Taschen an der Rückseite der

Vordersitze ist aus einfachem Kunstleder

– hier ist wenig Unterschied zum

deutlich günstigeren Golf zu spüren.

Vielleicht sollten sich die VW-Entwickler

mal die taufrische C-Klasse

ganz genau anschauen. Das Cockpit

des Mercedes wirkt noch einmal

hochwertiger. Das liegt nicht nur am

Design, die verwendeten Kunststoffe

wirken etwas edler. Bis in die letzte

Ecke werden weiche Materialien verwendet,

so exakt zusammengesteckt,

dass wir hier kaum Raum für Verbesserungen

sehen.

Vor allem der Testwagen mit seinem

belederten Cockpit – das es nur

gegen Mehrpreis gibt – zeigt einen

spürbaren Unterschied zum Volkswagen.

Dazu kommen Schalter >>


NEUE AUTOS

Große Klappe: Der

Passat bietet zwar

viel Platz – der fummelige

Ladeboden

passt aber nicht ganz

zum hohen Anspruch

Mehr Infos finden Sie auf Seite 20.

Seite scannen

und die interaktiven

Zusatzinhalte

erleben!

Kleineres Abteil: Weniger Platz als im VW, aber

weicher Teppich und solide wirkende

Verzurrösen im Mercedes C-Klasse T-Modell

34

>> und Knöpfe, die mit Metall beschichtet

sind und präzise rasten –

VW verwendet hier einfachere Kunststoffschalter

aus dem Kon zernregal.

Kleiner Fauxpas bei Mercedes: Die

Sitze sind zwar mit feinem Leder bezogen,

aber bereits beim Neuwagen

finden sich unschöne Falten an der

Seite der Sitzfläche.

Ein ähnliches Bild wie im Cockpit

zeigt sich auch in den Laderäumen der

Kombis. Auf den ersten Blick sind

kaum Unterschiede auszumachen,

beide Konkurrenten überzeugen mit

einem sauber ausgekleideten Gepäckabteil.

Doch schon der Anfühltest

zeigt: Während Volkswagen einen einfachen,

relativ harten Teppich verwendet,

ist die Auslegeware im Mercedes

fast schon flauschig. Dazu kommen

nette Details wie solide verchromte

Verzurrösen. Auch die Fächer in der

Seitenwand wirken etwas hochwertiger

als im Passat.

Schlimm? Nein. Denn im Großen

und Ganzen kann der Passat durchaus

mit der C-Klasse mithalten – und

spielt jetzt in einer höheren Liga als

Opel, Ford und die Koreaner. Das

zeigt sich vor allem in einem Detail,

das uns nach getaner Arbeit auffällt.

Plopp – so tönt es beim Schließen

der Fahrertür. Satt und hochwertig

hört sich das an. Fast so wie früher

bei Mercedes.

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

FAZIT

Redakteur

STEFAN VOSWINKEL

Qualitativ sind

sich VW und

Mercedes so nah

wie nie zuvor.

Während der

Passat mit einer

nahezu perfekt

verarbeiteten

Karosserie punktet,

kann die C-Klasse

vor allem mit dem

feinen Innenraum

überzeugen. Beide

gehören zu den

Besten in der Mittelklasse.

1832

2083

SO GROSS IST DER PASSAT

1 Sitzhöhe vorn

2 Beinraum vorn

3 Sitztiefe vorn

930–1010

5

2 955–1180

670–925

545

1

3

500

4 Lehnenhöhe vorn

5 Innenhöhe vorn

6 Beinhöhe hinten

640

4

350

6

Radstand 2791/Länge 4767

7

8

1010

9

490

655

10

7 Beinraum hinten

8 Sitztiefe hinten

> Alle Abmessungen in Millimetern

Voll vernetzt: Tester

Berend Sanders

beim Connectivity-

Check in neuen

Passat. Der VW holt

die gleiche Punktzahl

wie der Mercedes

– wegen seines

deutlich günstigeren

Preises

9 Innenhöhe hinten

10 Lehnenhöhe hinten

Höhe 1477

625

Ladekantenhöhe

Connected-Car-Index

max. Passat C-Klasse

Infotainment

Telefon 15 11 15

Online/Apps 15 13 15

Navi 15 15 15

Audio 15 15 15

Assistenzsysteme

Totwinkelwarner 5 5 5

Spurhalteassistent 5 5 5

Abstandsregeltempomat 5 5 5

Stauassistent 5 5 5

Eigenschaftswertung 80 74 80

Preis 20 6 0

Gesamtwertung 100 80 80

1810

2020

SO GROSS IST DIE C-KLASSE

1 Sitzhöhe vorn

2 Beinraum vorn

3 Sitztiefe vorn

2

535

1

930–1180

3

960–1040

5

500

4 Lehnenhöhe vorn

5 Innenhöhe vorn

6 Beinhöhe hinten

650

4

340

6

600–860

Radstand 2840/Länge 4702

7

8

940

9

460

650

10

7 Beinraum hinten

8 Sitztiefe hinten

> Alle Abmessungen in Millimetern

9 Innenhöhe hinten

10 Lehnenhöhe hinten

Höhe 1457

605

Ladekantenhöhe

FOTOS: R. RÄTZKE (2), S. HABERLAND


WIE GUT SIND

DIE NEUEN

WIRKLICH?

Seite scannen

und das Modell

als 360°-Ansicht

betrachten!

Mehr Infos finden Sie auf Seite 20.

DIE

KANDIDATEN

BMW 218d

Active Tourer

150 PS

0-100 km/h 8,8 s

5,7 l/100 km

ab 31 050 Euro

Fürs Foto fährt der BMW an der

Spitze – doch gegen Sportsvan

und C-Max wird es schwer,

beide sind ausgereifte Vans

VW Golf

Sportsvan 2.0 TDI

150 PS

0-100 km/h 9,8 s

5,5 l/100 km

ab 28 350 Euro

Ford C-Max

2.0 TDCi

140 PS

0-100 km/h 10,1 s

6,2 l/100 km

ab 24 440 Euro

Neuer Active Tourer im ersten Vergleich

36

Kann BMW

auch Familie?

BMW steht für spritzige Motoren, Sport und Spaß. Bislang. Mit dem

2er Active Tourer machen die Bayern jetzt auch auf Familie. Hat

der Neuling eine Chance gegen die Platzhirsche von Ford und VW?

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

EINE SCHWERE GEBURT WAR’S,

damals bei BMW. Weil die Bayern

partout keinen Van bauen wollten.

Nein, niemals, das passt

doch nicht zum sportlichen Image.

Also dachten sie sich etwas Besonderes

aus: Luxury Sports Tourer sollte

das neue Auto heißen, später dann

vielleicht PAS (für Progressive Activity

Sedan). Als der Neue dann 2009 kam,

hieß er 5er GT. Und war der erste

Schritt der bayrischen Sportsmänner

in Richtung eines variablen, praktischen

Familien-Mobils. Später kam

noch der 3er GT hinzu, und jetzt, ein

paar Jahre später, folgt mit diesem 2er

die nächste Stufe. Auch der will natürlich

kein Van sein, sondern heißt

Active Tourer, schon klar.

Beim Raumangebot

fährt der VW

in einer

eigenen Liga.

VW stellt sich dem Thema ähnlich

verschämt und nennt den neu aufgelegten

Golf Plus jetzt Sportsvan. Doch

keine Sorge, liebe Familien und Senioren,

auch der ist mehr Van als Sport,

das nur vorweg. Bei Ford wiederum

passt der C-Max ganz gut in die Nomenklatur

zwischen B- und S-Max,

bekennt sich mutig zum Van.

PLATZ: DER VW LIEGT WEIT VORN

Der seit 2010 gebaute C-Max ist der

Älteste des Trios, und das merkt man

ihm dann doch an. Das gilt vor allem

für das arg zerklüftete Cockpit mit den

vielen kleinen Tasten und dem winzigen

Monitor auf der Mittelkonsole

samt der dazugehörigen verschrobenen

Menüführung. Beim Platz hat der

Ford gegenüber BMW und VW leicht

das Nachsehen, zumindest im Fond.

Doch das kann er ausgleichen – mit

seiner schlauen Sitzanlage.

Die drei Einzelsitze lassen sich kippen,

klappen und ausbauen. Das wiederum

bringt Vorteile für den Kofferraum:

Mit ausgebauten Sitzen passen

1723 Liter rein, Bestwert (VW 1520,

BMW 1510 Liter). Und für 230 Euro

extra lässt sich das Sitzensemble in

zwei Einzelsessel umbauen, das Mittelteil

klappt weg, sehr schlau.

Beim BMW ist die Fondlehne dreigeteilt

(40/20/40) umlegbar, das war

es erst mal. Eine Längsverstellung der

Rückbank kostet 300 Euro extra, dazu

gehören neigungsverstellbare Lehnen.

Auch die vorzüglichen Sportsitze >>

NEUE PUNKTE

BEI AUTO BILD

Die Vernetzung unserer Autos schreitet

unaufhaltsam voran, wird immer wichtiger.

Dieser Entwicklung trägt AUTO BILD

Rechnung, indem wir ein neues Wertungskapitel

in unsere Punktetabelle einfügen.

Unter dem Begriff „Connected

Car“ werden wir künftig Onlinefunktionen/

Apps, Telefon, Navigation, Audio- und

Assistenzsysteme mit insgesamt 50 zusätzlichen

Punkten bewerten. Maximal

sind jetzt also 750 Punkte erreichbar.

FOTOS: T. BADER (4)

37

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


38

FOTOS: T. BADER (9)

TEST | KOMPAKTE VANS

BMW 218d ACTIVE TOURER SEHR CHARMANT

Typisches BMW-

Cockpit, ziemlich eng

um den Fahrer

herumgezogen, perfekte

Sitzposition.

Bedienung tadellos

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

s Im Detail ist der 2er

liebevoll gestaltet:

oben Bedieneinheit

für Klima, unten

Fahrerlebnisschalter

a Platzangebot im

Fond ordentlich, aber

unter VW. Straff

gepolsterte Sitze, Auf -

lage ziemlich kurz

s Die Rücklehne ist

ge teilt klappbar

(40/20/40), ebene Ladefläche.

468 bis

1510 Liter passen rein

BMW: NAVI FÜR 950 EURO

Der BMW war ausgestattet mit dem Navi für 950 Euro. Dazu gehört

der 6,5-Zoll-Bildschirm (Foto), Bluetooth ist Serie. Die Bedienung erfolgt

über das iDrive, Funktionalität und Grafik sind bestens. Wer Echtzeit-

Verkehrsinfos möchte, muss noch Connected Drive Services Paket

ordern – für 700 Euro, der Zugriff aufs BMW-Internetportal gehört dazu.

>> vorn, die wir sehr empfehlen, berechnet

BMW extra: 490 Euro. Mit seinem

Platzangebot sortiert sich der 2er

zwischen C-Max und Sportsvan ein

– ganz ordentlich, aber vorn BMWtypisch

eher knapp um den Fahrer

herum geschnitten und auch im Fond

nicht übertrieben geräumig.

Der VW spielt da in einer anderen

Liga. Er hat schon vorn spürbar mehr

Platz als 2er und C-Max und dazu wegen

der vielen geraden Flächen und

der großen Fenster ein bemerkenswert

luftiges Raumgefühl. Und für den üppigen

Riesen-Fond gibt es die vollen

20 Punkte von uns, hier könnte wohl

auch Dirk Nowitzki bequem reisen,

Platz wäre genug da. Dazu lässt sich

die Rückbank geteilt längs verschieben

(Serie ab Comfortline) und die Lehne

in der Neigung verstellen.

FRONTANTRIEB? GAR KEIN

PROBLEM FÜR BMW

Angetrieben wird der Sportsvan vom

bekannten Zweiliter-TDI mit 150 PS.

Der läuft leise und geschmeidig, ein angenehmes,

unauffälliges Aggregat. Das

damit bestens zur komfortablen Abstimmung

des VW passt. Besonders mit

den verstellbaren Dämpfern (DCC für

1000 Euro) fährt sich der Sportsvan souverän

und ganz entspannt. Bei den

Fahrleistungen liegt er mit dem Ford

etwa gleichauf. Nicht aber beim Verbrauch,

dort bleibt er mit 5,5 Litern der

Sparsamste, der BMW folgt mit 5,7 Litern,

der Ford genehmigt sich 6,2 Liter.

Wir sprachen drüber, der C-Max ist

nicht mehr der Jüngste. Den Zweiliter-

TDCi mit 140 PS hatten wir aus früheren

Tests laufruhiger in Erinnerung.

Inzwischen wirkt er im direkten Vergleich

doch etwas rau. Doch das Alter

hat bekanntlich auch seine guten

Seiten: Noch immer fährt sich der C-

Max ausgesprochen handlich und agil,

es bringt einfach Spaß, wie er um die

Ecken kurvt. Nur die etwas zu spitze

Lenkung bringt Nervosität ins Auto.

Trotzdem: So viel Fahrfreude bereiten

nur ganz wenige Vans.

Doch ab jetzt gibt es einen mehr: den

2er Active Tourer. Wer Sorgen hatte, ob

BMW mit dem Frontantrieb klarkommen

würde, kann sie vergessen. Die

Antwort: Sie haben das im Griff. Der 2er

fährt sich – für einen Van – erstaunlich

zackig und flink. Der Mini lässt grüßen,

mit dem teilt er sich ja die Technik. Die

Lenkung spricht sensibel und direkt an,

arbeitet nicht zu leichtgängig. Antriebseinflüsse?

Sind kaum zu spüren, nur

manchmal beim Herausbeschleunigen

aus engen Kurven zum Beispiel. >>

C-MAX NICHT UNGEMÜTLICH, ABER

DIE BEDIENUNG IST ECHT ANTIQUIERT

Das Cockpit

wirkt verschachtelt,

die

vielen kleinen

Tasten und der

schlecht ablesbare

Mini-

Bildschirm

gehen uns langsam

auf

die Nerven.

Im Fond ist

es vergleichsweise

eng

Seite scannen und

in den Kofferraum

schauen!

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

GOLF SPORTSVAN VIEL PLATZ,

VIEL LUFT, HOHE FUNKTIONALITÄT

Eingerichtet

ist der Sportsvan

klar und

geradlinig, auffällig

das

betont luftige

Raumgefühl.

Und das Platzangebot

im Fond ist

schlichtweg

riesig,

dazu die

Bank längs verschiebbar

WINTERLICHE VERHÄLTNISSE

BRAUCHEN SPITZENTECHNOLOGIE.

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pirelli.de


40

TEST | KOMPAKTE VANS

R134a: altes Kältemittel,

steht vor der

Ablösung; R1234yf:

neues, wegen Sicherheitsbedenken

umstrittenes

Kältemittel

Mehr zum Thema:

autobild.de/go/killer

AUTO BILD

testet mit

JET-Kraftstoffen

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Fahrzeugdaten BMW FORD VW

Motor/Bauart/Zylinder Vierzylinder, Turbo Vierzylinder, Turbo Vierzylinder, Turbo

Einbaulage vorn quer vorn quer vorn quer

Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2

Nockenwellenantrieb Kette Zahnriemen Zahnriemen

Hubraum 1995 cm³ 1997 cm³ 1968 cm³

kW (PS) bei U/min 110 (150)/4000 103 (140)/3750 110 (150)/3500

Nm bei U/min 330/1750 320/1750 340/1750

Höchstgeschwindigkeit 210 km/h 201 km/h 210 km/h

Getriebe Achtstufenautomatik Sechsgang manuell Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe

Antrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb Vorderradantrieb

Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben Scheiben/Scheiben

Testwagenbereifung 225/45 R 18 W 215/50 R 17 W 225/45 R 17 W

Reifentyp Pirelli P Zero TM Continental SportContact 3 Dunlop Sport Maxx RT

Radgröße 8 x 18" 7 x 17" 7 x 17"

Abgas CO 2 109 g/km 129 g/km 115 g/km

Verbrauch* 4,8/3,7/4,1 l 6,1/4,2/4,9 l 5,1/4,0/4,4 l

Tankinhalt/Kraftstoffsorte 51 l/Diesel 60 l/Diesel 50 l/Diesel

Kältemittel/Klimaanlage R134a R134a R134a

Vorbeifahrgeräusch 71 dB (A) 71 dB (A) 70 dB (A)

Anhängelast gebr./ungebr. 1300/725 kg 1500/740 kg 1600/730 kg

Kofferraumvolumen 468-1510 l 471-1723 l 500-1520

Länge/Breite/Höhe 4342/1800-2038**/1555 mm 4380/1828-2067**/1626 mm 4338/1807-2050**/1578 mm

* innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; ** Breite mit Außenspiegeln

Kosten/Garantien

Abgasnorm Euro 6 Euro 5 Euro 6

Steuer pro Jahr 218 € 258 € 230 €

Typklassen HPF/VK/TK 16/19/24 15/21/21 16/21/23

Werkstattintervalle nach Anzeige/2 Jahre 20 000 km/1 Jahr nach Anzeige/2 Jahre

Wartungskosten von/bis 250/500 € 250/350 € 280/450 €

Garantie/Gewährleistung Gewährleistung Garantie Garantie

Technik/km-Begrenzung 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne

Garantie gegen Durchrostung 12 Jahre 12 Jahre 12 Jahre

Mobilitätsgarantie 5 Jahre unbegrenzt unbegrenzt

Messwerte

Beschleunigung 0–50 km/h 2,9 s 3,5 s 3,3 s

0–100 km/h 8,8 s 10,1 s 9,8 s

0–130 km/h 15,1 s 17,1 s 17,5 s

Zwischenspurt 60–100 km/h 5,0 s 5,8 s 5,6 s

80–120 km/h 6,6 s 7,6 s 8,3 s

Leergewicht/Zuladung 1509/446 kg 1574/476 kg 1525/465 kg

Gewichtsverteilung v./h. 60/40 % 60/40 % 60/40 %

Wendekreis links/rechts 11,4/11,4 m 11,2/11,3 m 11,0/10,1 m

Bremsweg aus 100 km/h kalt 35,6 m 37,2 m 36,7 m

aus 100 km/h warm 35,2 m 36,6 m 36,1 m

Innengeräusch bei 50 km/h 58 dB (A) 59 dB (A) 58 dB (A)

bei 100 km/h 64 dB (A) 65 dB (A) 65 dB (A)

bei 130 km/h 67 dB (A) 68 dB (A) 68 dB (A)

Testverbrauch – CO 2 5,7 l – 150 g/km 6,2 l – 165 g/km 5,5 l – 147 g/km

Reichweite 890 km 960 km 900 km

Preise/Ausstattung

Modell 218d Active Tourer C-Max 2.0 TDCi Golf Sportsvan 2.0 TDI

Grundpreis 31 050 € 24 440 € 28 350 €

Testwagenausstattung – Titanium Highline

Automatikgetriebe ab 2100 € 1750 € 1850 €

Automatisch abblendender Innenspiegel 170 € S 175 €

Xenon-Scheinwerfer 990 € (LED-Scheinwerfer) 860 € S

Tempomat 430 € S 205 €

Zwei-Zonen-Klimaautomatik 590 € S S

Sitzheizung vorn 330 € 255 € S

Anhängevorrichtung 770 € ab 510 € 845 €

Metalliclackierung 660 € 655 € 530 €

Testwagenpreis 36 999 €* 28 865 €** 35 290 €***

S = Serie; N = nicht lieferbar; * inkl. Sport-Automatikgetriebe 2250 €, Multifunktions-Lenkrad 150 €, Sportsitzen 490 €, variabler Sportlenkung 350 €, Navigation 950 €, Connected Drive 350 € und 18-Zoll-Bereifung

1400 €; ** inkl. Sitzsystem Komfort 230 €, Sony-Navigation 1065 € und 17-Zoll-Bereifung 550 €; *** inkl. Doppelkupplungsgetriebe 1850 €, Dämpferverstellung 1000 €, Navigation Discover Pro 2315 €

Finanzierung

Grundpreis 31 050 € 24 440 € 28 350 €

Anzahlung 6210 € 4888 € 5670 €

Monatsrate 309 € 284 € 286 €

Schlussrate 16 457 € 10 503 € 13 978 €

Gesamtkosten 33 791 € 25 615 € 24 944 €

Drei-Wege-Finanzierung, 36 Monate Laufzeit, 15 000 km Jahresfahrleistung, Angabe laut Herstellerbanken, ohne Gewähr

FOTOS: T. BADER (4), S. HABERLAND

WERTUNGEN

Karosserie

Punkte max.

Falsche Reihenfolge: Der BMW

ist klar der Schnell ste, VW und

Ford müssten hinter ihm fahren

VW

BMW

FORD

Platzangebot vorn 20 16 14 15

Platzangebot hinten 20 20 14 12

Raumgefühl 10 9 8 8

Kofferraum 20 17 16 17

Variabilität 10 8 6 7

Zuladung 10 6 5 6

Anhängelast 5 4 3 4

Übersichtlichkeit 15 12 10 10

Qualitätseindruck 20 18 18 16

Funktionalität 10 9 9 8

Sicherheitsausstattung 10 6 6 5

Karosseriewertung 150 125 109 108

Antrieb

Beschleunigung 15 10 11 10

Zwischenspurt 20 11 13 11

Höchstgeschwindigkeit 5 3 3 3

Laufkultur 15 13 12 11

Drehfreude/Ansprechen 10 8 8 7

Getriebe 20 16 17 12

Testverbrauch 30 24 24 23

Reichweite 10 5 5 6

Antriebswertung 125 90 93 83

Fahrdynamik

Fahrverhalten 20 18 18 18

Elektronische Fahrhilfen 15 13 13 12

Geradeauslauf 10 9 9 8

Agilität 20 17 18 17

Lenkung 20 17 17 16

Traktion 10 7 7 7

Wendekreis 10 6 5 5

Bremsen 20 15 17 14

Fahrdynamikwertung 125 102 104 97

Connected Car

Telefon 5 4 4 3

Navigation 15 10 10 6

Onlinefunktionen/Apps 5 2 4 1

Audio 5 5 5 5

Assistenzsysteme 20 14 8 8

Connected-Car-Wertung 50 35 31 23

Umwelt

Außenabmessungen 10 5 5 5

Leergewicht 10 4 4 4

CO 2 -Ausstoß 10 7 7 6

Effizienzklasse 5 5 5 4

Außengeräusch 5 4 3 3

Umwelttechnik 10 6 6 2

Umweltwertung 50 31 30 24

Platzierung

Punkte maximal 750

Komfort

VW Golf Sportsvan

563

Der Sportsvan ist

geräumig und variabel,

fährt komfortabel.

Punkte max.

Kosten

Preis 20 7 5 15

Wiederverkauf* 15 9 9 5

Steuer/Versicherung 10 6 6 6

Wartung 10 8 8 2

Garantien 15 4 4 4

Kraftstoffkosten 20 16 16 15

Aufpreisgestaltung/Extras 10 7 7 7

Kostenwertung 100 57 55 54

Gesamtwertung 750 563 535 504

Platzierung 1. 2. 3.

Preis in Euro 35 290 36 999 28 865

Preis pro Wertungspunkt 62,68 69,16 57,27

Preis-Leistungs-Sieger 2. 3. 1.

*ermittelt von

Bewerten Sie Ihr Fahrzeug auf www.autobild.de

Lustfaktor

Hier geht es um Geschmack – die Wertung fließt nicht in das Gesamturteil ein

Kategorien BMW VW FORD

Design 1111 1111 11

Temperament 1111 1111 1111

Handling 11111 1111 1111

Wellness 11111 11111 1111

Image 11111 1111 111

Gesamt 1111 1111 111

5 Sterne = traumhaft, 4 Sterne = macht an, 3 Sterne = akzeptabel,

2 Sterne = könnte besser sein, 1 Stern = langweilig

Es gibt einfachere Design-Aufgaben als einen kompakten

Van, aber besonders VW hat das souverän erledigt. Bemerkenswert,

wie zeitlos-modern der Sportsvan auftritt. Und

wie schwer es ist, hat BMW ganz bestimmt gemerkt: Vorn ist

dieser 2er deutlich ein BMW, auch die Seitenlinien gehen in

Ordnung. Aber das Heck? Nun gut, dafür hat BMW Cockpit

und Innenraum mit viel Liebe zum Detail hinbekommen.

BMW 2er Active Tourer

535

Der Sportler unter den

Vans: lebhaft und agil.

Aber nicht der Größte.

VW

BMW

Ford C-Max

504

FORD

Einstieg 5 5 4 4

Sitzposition 20 16 18 16

Sitze vorn 25 21 23 20

Sitze hinten 10 9 7 7

Bedienbarkeit 10 9 9 6

Federung 30 27 23 25

Innengeräusch 10 8 8 8

Geräuscheindruck 15 12 12 11

Komfortausstattung 15 10 6 12

Klimatisierung 10 6 3 6

Komfortwertung 150 123 113 115

Eigenschaftswertung 650 506 480 450

Sehr handlich und mit

schlauem Sitzsystem.

Günstiger Preis.

>> Und, klar, die Federung ist von der

strammen Sorte. Nicht unangenehm

und auch nicht poltrig, man sollte sich

aber auf eine gewisse Härte einstellen.

Auch der Zweiliter-Diesel mit 150

PS ist grundsätzlich eher ein kerniger

Typ, sein anfängliches Knurren verflüchtigt

sich aber bei höherem Tempo

und freier Fahrt – dann läuft er erstaunlich

leise. Und er macht hier den

größten Druck, hängt lebhaft am Gas

und schiebt den 2er spür- und messbar

flotter an als Ford und VW.

DIE PREISE: DER FORD IST MIT

ABSTAND AM GÜNSTIGSTEN

Das Vergnügen lässt sich BMW entsprechend

bezahlen. Mit Automatik,

Sportlenkung, 18-Zoll-Rädern, Sportsitzen

und Navi aufgerüstet steht der

2er Active Tourer für 36 999 Euro in

der Liste – ganz schön happig. Doch

auch der VW Golf Sportsvan kommt

als Highline mit Doppelkupplungsgetriebe

DSG, Dämpferverstellung DCC

und großem Navi auf 35 290 Euro – da

relativiert sich der BMW-Preis.

Ford liefert hier das Schnäppchen.

Der C-Max kostet als komplett ausgestatteter

Titanium mit 17-Zoll-Rädern,

Sony-Navi und dem schlauen Sitzsystem

schlanke 28 865 Euro. Und wird

dennoch Letzter.

BMW feiert bei den kompakten

Vans einen bemerkenswerten Einstand.

Auch wenn der Sportsvan nicht

zu schlagen ist. Und trotz der schmerzhaften

Geburt.

FAZIT

Redakteur

DIRK BRANKE

BMW BRINGT FAHRSPASS

IN DIE VAN-KLASSE

ENTWARNUNG. BMW hat zum einen

den Frontantrieb im Griff und

zum anderen mit dem Active Tourer

einen blitzsauberen Van auf die

Räder gestellt. Der ist zwar nicht der

Größte, bringt aber großen Fahrspaß

in diese Klasse. Damit entthront

er den bislang auf diesem Gebiet

Besten, den Ford C-Max. Gegen den

Golf Sportsvan haben beide aber

keine Chance. Der fährt souverän,

ist riesengroß und sehr praktisch.

41

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


DIE

KANDIDATEN

TEST

VW Up

75 PS

0–100 km/h 14,3 s

5,3 l/100 km

ab 12 255 Euro

Seite scannen

und die interaktiven

Zusatzinhalte

erleben!

Mehr Infos finden Sie auf Seite 20.

Peugeot 108

69 PS

0-100 km/h 13,6 s

4,9 l/100 km

ab 11 900 Euro

Renault Twingo

71 PS

0-100 km/h 15,3 s

5,4 l/100 km

ab 10 990 Euro

Neuer Renault Twingo gegen Peugeot 108 und VW Up

Zeig uns, was du

kannst, Kleiner!

42

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Als Stadtflitzer und Charmebolzen hat er sich einen Namen gemacht. Jetzt startet der

Twingo in seiner dritten Auflage durch. Ob der kleine Renault nun groß auffährt, klärt der

erste Vergleich. Im Test: die günstigen Varianten mit kleinem Benziner

EINES GLEICH MAL VORWEG:

Der Twingo fährt Kreise um

seine Konkurrenten. Selbst

wenn es sich hier um Typen

wie den bewährten Alleskönner

VW Up oder den brandneuen Peugeot

108 handelt.

Also: den wuselig-agilen Renault

kaufen, oder was? Langsam – so einfach

ist das dann doch nicht. Wir

sind hier nicht beim Motorsport.

Kreise um die Gegner fahren bedeutet

dort vielleicht einen Start-Ziel-

Sieg. Hier nicht. Wir meinen das

nämlich wortwörtlich, sprechen

vom Wendekreis des neuen Renault

Twingo. Der schafft winzige Kringel,

wenn es darum geht, auf engstem

Raum zu wenden. Grund: der Heckmotor.

Er erlaubt den Vorderrädern,

viel weiter einzuschlagen, als wir es

von modernen Fronttrieblern gewohnt

sind. Wo sich Peugeot und

VW bald die Antriebswellengelenke

brechen, macht die Vorderachse des

Renault Yoga-Kunststücke.

w So lieb, diese

Kleinen: Der neue

Twingo übernimmt

auf dem Foto

schon mal die Führung

vor Peugeot 108

und VW Up

Warum machen die anderen das

eigentlich nicht auch so?

Weil ein Motor im Heck auch

Nachteile hat. Die Einkäufe werden

nach längerer Fahrt ordentlich

vorgegart (durch die Abwärme der

Maschine unter dem Ladeboden),

wertvoller Platz im Kofferraum

geht flöten, und der Fahrstabilität

ist so ein Klotz am Allerwertesten

auch nicht zuträglich. Ob sich das

auch beim Twingo dramatisch auswirkt?

Schaun wir mal.

FOTOS: S. KRIEGER (4)

43

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


TEST

y Fehl-Griff?

Nee, der Öffner

für die Fondtür

sitzt neben der

C-Säule. Gut:

kräftiger Stoßschutz

FOTOS: S. KRIEGER (7), S. GEHRT

w Dreh raus? Der Tourenzähler fehlt. Nur ein

Piktogramm empfiehlt den Gangwechsel

a Druck-

Fehler: Die

Taste zum

Entriegeln

der Gepäckraumklappe

liegt

versteckt,

zudem

unglücklich

platziert

RENAULT TWINGO SCe 70

434

Punkte

Sauberer Motor mit Start-

Stopp. Traktionsprobleme

kennt er nicht – und der

Wendekreis ist genial.

Praktisch geht anders.

Und die teils

brummige Maschine

nervt.

TWINGO IST ANDERS: Motor hinten, Mini-Wendekreis,

höhere Sitzposition als andere Kleine. Aber anders ist

nicht immer besser. Zwar hat Renault die Antriebseinheit

geschickt unter den Kofferraumboden gequetscht,

opfert so nur wenig Raum und bietet im Vergleich zum

Peugeot sogar mehr Stauraum. Zudem muss niemand

Angst vor den Tücken der Heckschleuder haben –

die Balance stimmt, der Renault fährt sicher.

Doch der kleine Franzose ärgert uns mit anderen

Unzulänglichkeiten. Hinten können normal

große Erwachsene nicht lange bleiben: Sie stoßen

mit dem Kopf an den Dachrahmen. Der Fahrer

findet keine optimale Sitzposition. Dem Motor fehlt

Schwungmasse, eine nervige Anfahrschwäche ist

die Folge. Überhaupt müht sich der Dreizylinder arg zäh

durchs Drehzahlband. Im Stand schüttelt der Einliter

unflätig, bei niedrigen Touren brummt das Aggregat.

Trost: Im Teillastbereich summt die Maschine

leise, die Abgase sind nach Euro-6-Norm blitzsauber.

BRAVO! SO WENDIG IST DER TWINGO

Unsere

Platzierung

AUWEIA! SO SCHRULLIG IST DER TWINGO IM DETAIL

Fehlt Öl? Ein Anzeigelämpchen

warnt. Wer es genauer wissen

möchte oder nachfüllen muss, hat

Arbeit vor sich: Der Twingo-Motor

steckt unter einem verschraubten

Deckel im Kofferraum, das Gepäck

muss raus. Ebenfalls unnötig

kompliziert: Zum Nachfüllen des

Waschwassers muss die vordere

Haube demontiert werden. Auch

das ist ein Stück Arbeit. Kleine

Kunst stoffkappen verdecken

die Entriegelungen, die Haube lässt

sich dann nur etwas nach vorn

Wasser-Spiele:

Der Scheibenwaschbehälter

findet sich hier

legen, aber nicht vollständig öffnen.

Und: Den Taster zum Öffnen

der Heckklappe findet kein

Mensch. Im Innenraum schrullt

der Twingo weiter. Die Fondsitzfläche

ist starr und hoch im

Auto montiert. So verkürzt

sich der Abstand zum Dach, große

Passagiere stoßen an. Ein

weiteres kleines Ergonomie-Ärgernis

muss der Fahrer ertragen.

Seine Fußstütze ragt weit in den

Innenraum, eine bequeme

Haltung lässt sich so kaum finden.

44

Antrieb hinten – das

entlastet die Vorder

achse. Heißt:

Der Lenkwinkel kann

größer ausfallen

als beim Fronttriebler,

der Radius des

Wendekreises verkürzt sich drastisch.

So kommt es, dass der 3,60

Steuer-Trick: Großer Lenkeinschlag

hilft beim Wenden

Meter lange Twingo

nur 8,90 Meter im

Durchmesser benötigt

– als Viersitzer!

Zum Vergleich: Der

70 Zentimeter

kürzere Toyota iQ

wendet auf rund 8,5 Metern, der

aktuelle Smart-Zweisitzer ebenfalls.

Seite scannen

und das Video

abspielen!

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

Dach-Schaden: Hier fehlt

Höhe, Große verrenken sich

Öl-Vorkommen: Leider unter

einem verschraubten Deckel

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


TEST

Unsere

Platzierung

PEUGEOT 108 E-VTi 68

437

Punkte

VW UP 1.0 BMT

471

Punkte

Der subjektiv lebendige

Motor läuft besonders

sparsam. Peugeot gewährt

fünf Jahre Garantie – top!

Das Platzangebot (auch im

Gepäckabteil) fällt bescheiden

aus, die Sitze sind

leider rundum unbequem.

Leiser und kultivierter Motor

trifft für diese Klasse auf

souveräne Federung. Dazu

ist er agil und fahrsicher.

Die vielen aufpreisigen Extras

erhöhen den hohen Preis

zusätzlich. Wertstabil ist

der Up auch nicht gerade.

TOCKTOCK – nanu, das Klopfen auf die Waage bringt

auch kein anderes Ergebnis. Dann muss der 108er wohl

wirklich rund zwei Zentner leichter sein als seine (ebenfalls

nicht schwergewichtigen) Gegenspieler. Tatsächlich,

unsere Achslastwaage attestiert dem Peugeot rund 880

Kilogramm Leergewicht. Entsprechend agil und spritzig

fühlt sich der Franzose an. Flinker sogar als die etwas

PS-stärkeren Konkurrenten. Auch beim

Verbrauch kommt ihm seine Fitness

entgegen – er trinkt als Einziger

hier weniger als fünf Liter. Allerdings:

Tatsächlich schneller ist er nicht, der

VW zum Beispiel überholt ihn ohne

Mühe. Und sonst? Nicht so dolle. Die

sehr schaumig gepolsterten Sitze

bieten nahezu keinen Seitenhalt, der

Als Einziger

trinkt der 108

unter fünf Liter.

Schalthebel wandert widerwillig und ungenau geführt

durch die Gassen, hinten geht es besonders eng zu,

und seine Rückbank lässt sich nicht bündig zusammenfalten.

Ein dickes Plus heimst er im Kostenkapitel ein.

Peugeot traut ihm Haltbarkeit zu, gewährt fünf Jahre

Garantie. Tocktock – da klopfen wir auf Holz.

Vorbildlich: die

automatische

Bremsfunktion.

AUFMERKSAMEN LESERN ERZÄHLEN WIR HIER

NICHTS NEUES: Echte Schwächen im Umgang hat der Up

nicht. Er federt erwachsen, rollt leise, sein leise agierender

Dreizylinder arbeitet emsig, dank passender Getriebeabstufung

(mit exakter

Schaltung) schnurrt er den beiden

anderen Kleinen frech voraus. Im

Fond finden auch größere Passagiere

eine vernünftige Haltung, und

Fahrer wie Beifahrer nehmen

auf Sitzen mit

strammer Polsterung und

guter Seitenführung Platz.

Vorbildlich: Gegen Aufpreis ist die automatische

Bremsfunktion City-Stop (verzögert in Notsituationen

bis Tempo 30 selbsttätig) erhältlich.

Stichwort Aufpreis: Hier patzt der kleine VW.

Ein Bordcomputer kostet ebenso zusätzliches

Geld wie eine Freisprecheinrichtung fürs Handy.

Dazu kommt der ohnehin hohe Kauf preis.

Auch hier erzählen wir wohl nichts Neues: Die

Qualitäten des Up haben halt ihren Preis.

Unsere

Platzierung

Glanz-Lichter: Reichlich Displays im

Cockpit, dazu feine Blenden. Chic!

Blau-Mann: Armaturenbrett in Wagenfarbe,

dafür angenehm ruhige Anzeigen

46

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

a Sieht aufwendiger

aus, als es ist:

Heckklappe aus

Glas, Dachspoiler

(aus Blech) aufund

Gepäckabdeckung

angesetzt

a West-Flügel:

die Fenster klappen

seitlich auf

s Daumen drauf:

schlichter, dafür

effektiver Öffner

FOTOS: S. KRIEGER (7)


TEST

48

R134a: altes Kältemittel,

steht vor der

Ablösung; R1234yf:

neues, wegen Sicherheitsbedenken

umstrittenes

Kältemittel

Mehr zum Thema:

autobild.de/go/killer

AUTO BILD

testet mit

JET-Kraftstoffen

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Fahrzeugdaten PEUGEOT RENAULT VW

Motor/Bauart/Zylinder Dreizylinder Dreizylinder Dreizylinder

Einbaulage vorn quer hinten quer vorn quer

Ventile/Nockenwellen 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2 4 pro Zylinder/2

Nockenwellenantrieb Zahnriemen Kette Zahnriemen

Hubraum 998 cm³ 999 cm³ 999 cm³

kW (PS) bei U/min 51 (69)/6000 52 (71)/6000 55 (75)/6200

Nm bei U/min 95/4300 91/2850 95/3000

Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 151 km/h 172 km/h

Getriebe Fünfgang manuell Fünfgang manuell Fünfgang manuell

Antrieb Vorderradantrieb Hinterradantrieb Vorderradantrieb

Bremsen vorn/hinten Scheiben/Trommel Scheiben/Trommel Scheiben/Trommel

Testwagenbereifung 165/60 R 15 H 165/65–185/60 R 15 H 185/55 R 15 T

Reifentyp Continental EcoContact 5 Dunlop Sport Response Continental PremiumContact 2

Radgröße 4,5 x 15" 5–5,5 x 15" 5,5 x 15"

Abgas CO 2 88 g/km 95 g/km 98 g/km

Verbrauch* 4,5/3,4/3,8 l 5,0/3,7/4,2 l 5,1/3,7/4,2 l

Tankinhalt/Kraftstoffsorte 35 l/Super 35 l/Super 35 l/Super

Kältemittel/Klimaanlage R134a R1234yf R134a

Vorbeifahrgeräusch 70 dB (A) 71 dB (A) 71 dB (A)

Anhängelast gebr./ungebr. keine keine keine

Kofferraumvolumen 196–780 l 219–980 l 251–951 l

Länge/Breite/Höhe 3475/1615–1884**/1460 mm 3595/1647–1875**/1557 mm 3540/1645–1910**/1489 mm

* innerorts/außerorts/gesamt pro 100 km; ** Breite mit Außenspiegeln

Kosten/Garantien

Abgasnorm Euro 5 Euro 6 Euro 5

Steuer pro Jahr 20 € 20 € 26 €

Typklassen HPF/VK/TK 15/15/14 15/16/18 14/16/18

Werkstattintervalle 15 000 km/1 Jahr 20 000 km/1 Jahr 15 000 km/1 Jahr

Wartungskosten von/bis 150/300 € 140/280 € 190/310 €

Garantie/Gewährleistung Garantie Garantie Garantie

Technik/km-Begrenzung 5 Jahre/80 000 km 2 Jahre/ohne 2 Jahre/ohne

Garantie gegen Durchrostung 12 Jahre 12 Jahre 12 Jahre

Mobilitätsgarantie unbegrenzt unbegrenzt unbegrenzt

Messwerte

Beschleunigung 0–50 km/h 4,1 s 4,5 s 4,8 s

0–100 km/h 13,6 s 15,3 s 14,3 s

0–130 km/h 24,9 s 28,1 s 24,2 s

Elastizität 60–100 km/h 18,0 s (4. Gang) 17,7 s (4. Gang) 15,7 s (4. Gang)

80–120 km/h 33,8 s (5. Gang) 32,2 s (5. Gang) 25,3 s (5. Gang)

Leergewicht/Zuladung 882/358 kg 984/376 kg 956/334 kg

Gewichtsverteilung v./h. 62/38 % 46/54 % 60/40 %

Wendekreis links/rechts 10,8/10,7 m 8,8/9,0 m 10,1/9,9 m

Bremsweg aus 100 km/h kalt 37,4 m 39,0 m 37,7 m

aus 100 km/h warm 38,4 m 38,8 m 38,1 m

Innengeräusch bei 50 km/h 61 dB (A) 62 dB (A) 61 dB (A)

bei 100 km/h 69 dB (A) 71 dB (A) 69 dB (A)

bei 130 km/h 74 dB (A) 74 dB (A) 73 dB (A)

Testverbrauch – CO 2 4,9 l S – 116 g/km 5,4 l S – 128 g/km 5,3 l S – 125 g/km

Reichweite 710 km 640 km 660 km

Preise/Ausstattung

Modell 108 e-VTi 68 Stop & Start Twingo ENERGY SCe 70 Up 1.0 BMT

Grundpreis (5-Türer) 11 900 € 10 990 € 12 255 €

Testwagenausstattung Allure (+ 1550 €) Dynamique (S) high up (+ 1825 €)

automatisiertes Getriebe 300 € N 725 €

Klimaanlage S 790 € S

Sitzheizung vorn 250 € 290 € 260 €

Faltdach 1250 € 990 € 890 € (Panoramadach)

Rückfahrkamera 555 € (Paketpreis) 990 € (Paket, lieferbar ab Luxe) N

USB-Anschluss/Bluetooth-Freisprecheinrichtung S/S S/S N/390 €

Navigationssystem nur über MirrorLink mit Smartphone nur über Smartphone-App R&GO 390 €

Metalliclackierung 450 € 490 € 460 €

Testwagenpreis 13 450 € 10 990 € 14 470 €*

S = Serie; N = nicht lieferbar; * inklusive Navigationssystem Garmin Maps & More 390 Euro

Finanzierung

Grundpreis 11 900 € 10 990 € 12 255 €

Anzahlung 2380 € 2198 € 2451 €

Monatsrate 142 € 124 € 114 €

Schlussrate 5664 € 5089 € 6155 €

Gesamtkosten 13 156 € 11 751 € 12 710 €

Drei-Wege-Finanzierung, 20 % Anzahlung, 36 Monate Laufzeit, 15 000 km Jahresfahrleistung, alle Angaben laut Herstellerbanken, ohne Gewähr

WERTUNGEN

FOTOS: S. KRIEGER (7), K. WEICHBRODT

Karosserie

Punkte max.

VW

PEUGEOT

RENAULT

Platzangebot vorn 20 14 14 14

Platzangebot hinten 20 16 12 14

Raumgefühl 10 6 5 4

Kofferraum 20 13 9 12

Variabilität 10 5 2 5

Zuladung 10 5 6 6

Anhängelast 5 0 0 0

Übersichtlichkeit 15 11 9 11

Qualitätseindruck 20 15 13 13

Funktionalität 10 7 6 3

Sicherheitsausstattung 10 3 4 3

Karosseriewertung 150 95 80 85

Antrieb

Beschleunigung 15 9 9 8

Elastizität 20 10 6 7

Höchstgeschwindigkeit 5 3 2 2

Laufkultur 15 10 8 6

Drehfreude/Ansprechen 10 6 5 4

Getriebe 20 16 14 15

Testverbrauch 30 25 26 25

Reichweite 10 4 5 4

Antriebswertung 125 83 75 71

Fahrdynamik

Fahrverhalten 20 17 17 17

Elektronische Fahrhilfen 15 13 12 11

Geradeauslauf 10 10 10 8

Agilität 20 15 12 11

Lenkung 20 16 15 15

Traktion 10 8 8 9

Wendekreis 10 7 5 9

Bremsen 20 12 12 10

Fahrdynamikwertung 125 98 91 90

Connected Car

Telefon 5 3 3 3

Navigation 15 6 2 3

Onlinefunktionen/Apps 5 1 1 0

Audio 5 4 5 5

Assistenzsysteme 20 1 0 1

Connected-Car-Wertung 50 15 11 12

Umwelt

Außenabmessungen 10 6 6 5

Leergewicht 10 8 9 8

CO 2 -Ausstoß 10 8 9 8

Effizienzklasse 5 4 5 4

Außengeräusch 5 3 4 3

Umwelttechnik 10 4 2 6

Umweltwertung 50 33 35 34

Foto-Finish: Up vor

108 und nur optisch

großem Twingo

Platzierung

Punkte maximal 750

Komfort

Kosten

Preis 20 7 9 14

Wiederverkauf* 15 11 13 12

Steuer/Versicherung 10 9 9 9

Wartung 10 2 2 2

Garantien 15 4 10 4

Kraftstoffkosten 20 15 16 15

Aufpreisgestaltung/Extras 10 6 6 6

Kostenwertung 100 54 65 62

Gesamtwertung 750 471 437 434

Platzierung 1. 2. 3.

Preis in Euro 14 470 13 450 10 990

Preis pro Wertungspunkt 30,72 € 30,78 € 25,32 €

Preis-Leistungs-Sieger 2. 3. 1.

*ermittelt von

Bewerten Sie Ihr Fahrzeug auf www.autobild.de

Lustfaktor

Hier geht es um Geschmack – die Wertung fließt nicht in das Gesamturteil ein

Kategorien VW RENAULT PEUGEOT

Design 111 1111 111

Temperament 111 11 111

Handling 1111 111 1111

Wellness 1111 1111 11

Image 11111 1111 111

Gesamt 1111 111 111

5 Sterne = traumhaft, 4 Sterne = macht an, 3 Sterne = akzeptabel,

2 Sterne = könnte besser sein, 1 Stern = langweilig

Frisch, anders, besonders – der Twingo sticht optisch aus der

Kleinwagenmasse heraus, das ist uns einen Extra-Stern für die

Designbewertung wert. Der Up ist dafür der Prestige-König.

VW ist VW – selbst in der Kleinstwagenklasse. Das niedrige

Gewicht beschert dem Peugeot subjektiv eine angenehme

Leichtfüßigkeit. Dafür vier Sterne im Handlingkapitel. Seine

mäßigen Sitze ziehen dafür den Wellnessfaktor runter.

VW Up

471

Punkte max.

Peugeot 108

437

VW

PEUGEOT

RENAULT

Einstieg 5 3 3 4

Sitzposition 20 14 11 12

Sitze vorn 25 14 11 13

Sitze hinten 10 7 5 5

Bedienbarkeit 10 7 8 6

Federung 30 26 21 24

Innengeräusch 10 5 5 4

Geräuscheindruck 15 10 8 7

Komfortausstattung 15 4 5 4

Klimatisierung 10 3 3 1

Komfortwertung 150 93 80 80

Eigenschaftswertung 650 417 372 372

Reifes Fahrverhalten,

brauchbar Platz

– so geht Siegen.

Flottes Fahrgefühl

zu geringen Kosten

– also Zweiter.

Renault Twingo

434

Wendig, aber auch

kleinlich beim Komfort

– schade.

Renault Verrippte Trommel, 15-Zoll-Felge

Peugeot Alurad vor schlichter Guss-Bremse

VW Auch Trommel, schöner versteckt

TWINGO? ORIGINELL!

ABER NICHT BESSER

FAZIT

Redakteur

JAN HORN

KEINE CHANCE AUF EINEN SIEG:

Der Twingo kann in diesem ersten

Vergleich nicht vorn mitfahren. Steht

einem ersten Platz ohnehin der

Allrounder VW Up entgegen, kann

der Renault nicht einmal auf den

zweiten Rang klettern. Mehr Laufruhe

täte ihm gut, zudem haben

wir zu viele kleine funktionale Schwächen

ausgemacht. Seine überragende

Handlichkeit kann das

nicht auffangen.

49

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


NEUER LESER FÜR UNS

VORTEILE FÜR DEN WERBER:

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neue Leser werben

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Dieses Angebot gilt nur in Deutschland und solange der Vorrat reicht. Der neue Leser bestellt AUTO BILD für mindestens 1 Jahr zum Preis von zzt. 1,70 pro Heft (51 Hefte/Jahr) ab der nächsterreichbaren Ausgabe. Bei Bankeinzug liest er zusätzlich 4 Hefte GRATIS! Nach Ablauf des ersten Jahres kann er jederzeit kündigen und erhält zu viel

gezahltes Geld zurück. Er kann der Nutzung seiner Daten zu Werbezwecken jederzeit beim Verlag widersprechen. AUTO BILD erscheint im Verlag Axel Springer SE, Axel-Springer-Platz 1, 20355 Hamburg, vertreten durch den Vorstand, Amtsgericht Charlottenburg, HRB 154517 B. Alle Informationen über Ihr gesetzliches Widerrufsrecht und die

Widerrufsbelehrung fi nden Sie unter http://www.lesershop24.de/widerruf/axel-springer-se.


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wartungsfreien Batterien mit größter Genauigkeit. Das Gerät ist leicht zu

verwenden und liefert schnelle und einfach zu verstehende Ergebnisse.

Die Betriebsspannung reicht von 8–15 V bei einem Prüfbereich von

200–1 200 EN. Klemmen Sie einfach die Klemmen an die Batterie an und

befolgen Sie die schrittweisen Anweisungen auf dem Display. Das leicht

abzulesende Display liefert klare Informationen über den Zustand jeder

12 V-Blei-Säure-Batterie und informiert über die erforderlichen Maßnahmen.

Ein Abklemmen der Batterie von Fahrzeug ist nicht erforderlich; die patentierte

Technologie des CTEK BATTERY ANALYZER ist sowohl für den Anwender

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So machen Sie mit

Das Lösungswort ergibt sich aus

den nummerierten Feldern.

So können Sie uns die Lösung mitteilen:

PER TELEFON unter 0 13 79-30 90 30*

Alles Weitere hören Sie vom Band.

PER SMS

mit AuBi1 + Lösungswort an 40 400**

Der letzte Termin (Einsendeschluss) für die

Telefondurchsage oder den SMS-Versand

ist der 9. Oktober 2014.

Bei mehreren richtigen Einsendungen

ent scheidet das Los.

Teilnehmen dürfen nur Personen

mit Wohnsitz in Deutschland. Mitarbeiter

der Axel Springer SE und deren Angehöri ge

sind von der Teilnahme ausgenommen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinne werden nicht bar ausgezahlt.

* 50 Cent/Anruf aus dem

dt. Festnetz, Mobilfunk deutlich teurer

** 50 Cent/SMS

Lösung aus Heft 38

MARKENZEICHEN

Gewinner aus Heft 37

Die Bremsen des VW Amarok V8 Passion sind groß wie ...

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DIETER KRENTZ, 18528 Bergen

(ein Sommerpflege-Set von Nigrin)

51

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


CONNECTED CAR AWARD

Wählen und gewinnen

Welches Auto ist am besten vernetzt?

Zum zweiten Mal suchen AUTO BILD und

COMPUTER BILD das beste Connected Car des Jahres

TELEFON: Smartphoneanbindung,

innovative

Lademöglichkeit

INTERNET: Geschwindigkeit,

Integration

sozialer Netzwerke

SICHERHEIT: Welche

Assistenzsysteme vermeiden

Unfälle?

KOMFORT: Welche

Assistenzsysteme erleichtern

den Alltag?

NAVIGATION: Wer navigiert

am schlausten

um den Stau herum?

ENTERTAINMENT: Unterhaltung

an Bord,

Musik aus dem Internet

AUTOMOTIVE APP:

Gesucht wird die beste

App des Jahres

CONNECTED CAR: Wer

baut das am besten vernetzte

Auto des Jahres

Hauptpreis:

Mercedes GLA 200

im Wert von circa 43 000 Euro.

Unter allen Einsendern

verlosen wir einen jupiter roten

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AMG Line. Als Extras dabei

unter anderem Licht- und

Sicht paket, Night-Paket,

Command Online, Bi-Xenon-

Scheinwerfer ...

WEITERE PREISE ZU GEWINNEN

52

DIE ZUKUNFT IST EIN

SCHEUES TIER. Will man

nach ihr greifen, ist sie schon

weg. Auf kaum einem anderen

Gebiet wird dies so deutlich wie

beim Connected Car.

War das vernetzte Auto eben

noch eine komplett irrationale Zukunftsvision

von spinnerten Superhirnen,

so ist es heute fast schon gespenstische

Realität. Unsere Autos

sprechen miteinander, fahren autonom

durch die Gegend und erlauben

es uns, bei Tempo 250 durch das

World Wide Web zu surfen. Kurz um:

Die ganze Kultur des Autofahrens

wird im Moment einmal durch den

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

SO STIMMEN

SIE AB

Sie können Ihre

Stimme bis zum

31. 10. 2014 unter

www.autobild.de/

go/connected-car

abgeben. In jeder

der acht zu wählenden

Kategorien

haben Sie je eine

Stimme. Jeder

Teilnehmer hat die

Chance, einen

der Preise zu gewinnen.

digitalen Fleischwolf gedreht und

komplett neu definiert.

Sie, die Leser, sind Zeuge dieser

Revolution und konnten sich bei

AUTO BILD und COMPUTER BILD

in den letzten Jahren ein Bild darüber

machen, wer die Zukunft am besten

ins Auto integriert. Und deshalb sind

auch Sie die ideale Jury für unseren

Connected Car Award. Zum zweiten

Mal vergeben wir Preise rund um das

vernetzte Auto.

Gewählt wird erneut in acht Kategorien.

Wir suchen die Hersteller, die

das Telefon am intelligentesten integrieren,

das Internet und die Navigation

am besten im Griff haben. Wer

gibt beim Entertainment den Takt

vor, welche Sicherheits-Assistenten

sind wirklich innovativ, und wer hat

beim Thema Komfort seine Assistenten

optimal eingestellt?

Zu all den Punkten konnten die

Hersteller ihre aktuellen Innovationen

einreichen. In den Kategorien

„Beste Automotive App“ und „Connected

Car gesamt“ haben unsere Experten

aus beiden Redaktionen bereits

eine Vorauswahl getroffen.

Jetzt haben Sie die Wahl. Welche

Systeme überzeugen Sie besonders,

und wer baut das beste Connected Car

des Jahres? Stimmen Sie mit ab, und

gewinnen Sie einen der Preise. TH

FOTOS: HERSTELLER (6), PICTURE ALLIANCE

1 x Samsung GALAXY Note 4

und Gear S

Direkt von der IFA schickt

Samsung sein neuestes

technisches Doppel

ins Rennen. Smartphone

und Smartwatch

haben einen Wert

von rund 1000 Euro

Das neue Erazer von Medion hat es mit seinem

matten HD-Display vor allem auf Spielernaturen

abgesehen. Wert je Notebook: 1100 Euro

5 x Mio Combo 5107 LM

Navigationssystem

3 x Notebook Medion

ERAZER X7829

Handlicher Navigator mit eingebauter Kamera

(Dashcam) und kostenlosem Karten-Update auf

Lebenszeit. Preis pro Gerät: 200 Euro

10 x 100 Euro Tankgutscheine von mobile.de

Das Gebraucht- und Neuwagen-Portal

mobile.de spendiert zehn Tankfüllungen

à 100 Euro, einlösbar bei Shell

53

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


CONNECTED CAR AWARD

www.renault.de/twingo

TELEFON

AUDI Phonebox/Induktives Laden

Eine im Auto verlegte Antenne verstärkt bei der

Phonebox das Sende- und Empfangssignal des

Smartphones – ganz ohne Kabelverbindung.

Beim induktiven Laden werden Akkus von in der

Phonebox abgelegten Smartphones kabellos

geladen. Das System kommt im nächsten Jahr

auf den Markt.

Telefonieren im Auto

ist längst Alltag.

Deshalb setzen die

Hersteller auf

Komfort und Sprachsteuerung.

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

DELPHI

Induktives Laden

Handy-Akkus werden drahtlos geladen, müssen

nicht mehr in Ladeschalen gesteckt oder per

Kabel verbunden werden.

FORD

MERCEDES

Sync

Komfortable Sprachsteuerung des Handys bei

Wählen, Anrufannahme etc., bietet bei Verständnisproblemen

Alternativen an.

Always on

Das iPhone wird vollständig entweder mit

Sprache (Siri) oder dem Controller in der Mittelarmlehne

bedient.

VOLVO

Integration iOS/Android

Während Mirror Link nur mit Android- und Car

Play nur mit iOS-Geräten arbeitet, hat Volvo

beide Systeme in den XC90 integriert.

VW

Composition Media

In diesem Gerät sind zwei Handys gleichzeitig

erreichbar, zum Beispiel ein geschäftliches und

ein privates Telefon.

Audi: Die Phonebox

verstärkt die

Telefonsignale

OPEL

Bluetooth Handsfree

Anruf von Nummern aus den Handykontakten

per Sprache. Verfassen, Lesen und Versenden

von SMS sowie Mails an Kontakte.

Im XC90 zeigt das Display Inhalte gekoppelter

Smartphones auf dem Display an

NAVIGATION

AUDI


Google POI-Voice-Search/

Google Earth/Street View

Mittels Sprachbedienung kann der Autofahrer

via Google nach sogenannten POI („Points of

Interest“; besondere Orte) suchen. Und im Navi

werden Karten von Google Earth mit Bildern

von Google Street View sowie Panoramio kombiniert.

Staumeldungen kommen in Echtzeit.

BMW

iConnect/RTTI

iConnect ist ein Navi für E-Autos, es berechnet

die Reichweite anhand von Topografie, Ladezustand,

Fahrstil, Echtzeit stau in for ma tio nen.

Für diese Verkehrsinformationen nutzt es

das auch für andere BMW erhältliche RTTI-

System, das fast alle Straßentypen berücksichtigt

und Umleitungen berechnen kann.

Tür-zu-Tür-Navigation

war gestern.

Heute zählen Echtzeit-Informationen

und intuitive Bedienung

per Touchscreen

oder Stimme

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

FORD

Sync

Weitgreifende Sprachsteuerung der Navifunktionen

mit Zieleingabe, bietet bei Verständnisproblemen

Alternativen an.

MERCEDES

Drive Style App

Spiegelt Apps vom Smartphone aufs Autodisplay.

Apps wie die Navi-App von Navigon kann

man per Sprache bedienen.

MINI


Mini Connect/

Connected XL Journey Mate

Liefert via Handy und Online-Suche Ziele (POI)

ans Festeinbau-Navi, auch von Foursquare,

Facebook oder aus dem Kalender.

Das Connected XL Journey Mate holt Routen

und Termine vom PC ins Auto, kombiniert sie

mit Echtzeitstauinfos sowie Parkplatz- und

Tankstelleninfos.

OPEL

BringoAPP

Handy-Navi, dessen Inhalte auf das Radio-

Display gespiegelt werden. Gesteuert wird das

Bringo-Navi über das Auto-Display.

VW


CarNet/

Rubber Band

Das CarNet meldet freie Parkplätze, Sprit preise

mit passender Tankstelle, Wetter und Fahrzeugzustand

(zum Beispiel für die Wartung) an

den Fahrer.

Beim Rubber Band kann eine Route mittels

Berührung eines Wegpunktes auf dem Navi-

Display von Hand verschoben und somit variiert

werden.

54

Mini Connected liefert via Handy Points of

Interest oder Facebook Locations ans Navi,

kombiniert sie mit Echtzeitstauinfos

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

SO VIELE

NAVIS GIBT ES

21

Millionen Navis gab

es laut Statistischem

Bundesamt

2013 in Deutschland.

54 von 100

Haushalten haben

demnach digitale

Lotsen.

CarNet von VW zeigt Staumeldungen plus

Infos zu freien Parkplätzen, Spritpreisen in

der Umgebung sowie den Fahrzeugzustand

Die Navigation mit Google Earth ergänzt

Audi mit Bildern von Google Street View und

Verkehrsmeldungen in Echtzeit

FOTOS: HERSTELLER (4), R. RÄTZKE

ab 79 € monatlich

Renault Twingo Expression SCe 70 eco 2 : Fahrzeugpreis* 8.949,– €. Bei Finanzierung: nach Anzahlung von 1.100,– € Nettodarlehensbetrag 7.850,– €, 60 Monate

Laufzeit (59 Raten à 79,– € und eine Schlussrate: 4.075,– €), Gesamtlaufleistung 50.000 km, eff. Jahreszins 2,99 %, Sollzinssatz (gebunden) 2,95 %, Gesamtbetrag

der Raten 8.736,– €. Gesamtbetrag inkl. Anzahlung 9.836,– €. Ein Finanzierungsangebot für Privatkunden der Renault Bank, Geschäftsbereich der RCI

Banque S. A. Niederlassung Deutschland, Jagenbergstraße 1, 41468 Neuss. Gültig bis 31.12.2014.

Renault Twingo SCe 70 eco 2 : Gesamtverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert (l/100 km): 5,6/3,9/4,5; CO 2-Emissionen kombiniert (g/km): 105. Renault

Twingo: Gesamt verbrauch kombiniert (l/100 km): 4,5 – 4,2; CO 2-Emissionen kombiniert (g/km): 105 – 95 (Werte nach Mess verfahren VO [EG] 715/2007).

* Abbildung zeigt Renault Twingo Luxe mit Sonderausstattung. Bei allen teilnehmenden Renault Partnern. Renault Deutschland AG, Postfach, 50319 Brühl.


CONNECTED CAR AWARD

INTERNET

AUDI

LTE-Integration

Audi bietet im S3 sowie den überarbeiteten

Modellen A6/A7 erstmals einen LTE-Hotspot

zum Surfen mit Hochgeschwindigkeit an.

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

MAZDA

Internetradio

Mazda verbindet die beiden Musik-Streamingdienste

Aha und Stitcher mit dem Multimedia-

System des neuen 3er.

VW

Car Net

Unter dem Begriff Car Net bündelt VW seine

mobilen Onlinedienste. Dazu gehören Echtzeit-

Staudaten und ein Effizienztrainer.

JAGUAR/LAND ROVER

MySpin

Zulieferer Bosch bringt für die Briten ein

System, das sowohl Android- als auch iOS-

Smartphones ins Auto integriert.

Immer mehr Autos

gehen online. Das

Angebot reicht von

Musikstreaming

über Hochgeschwindigkeits-Internet

bis zu Programmen

zum Spritsparen

OPEL

Tune-In-App/

Stitcher-App

Mit der Tune-In-App lassen sich Millionen

von Musiktiteln aus dem Internet wiedergeben

und in persönlichen Play-Listen abspielen. In

Adam und Corsa können über die Stitcher-App

gut zwölf Millio nen Musiktitel gestreamt werden.

Bedienung komfortabel über den Touchscreen.


Mazda: Stitcher kann bis zu zwölf Millionen

Musiktitel streamen und im Auto wiedergeben

SKODA

Smart Gate

Ein spezieller Effizienztrainer, der Fahrzeugdaten

per Internet auf das Smartphone und

den heimischen PC überträgt.

Skoda zeigt Wetterdaten

des Smartphones

auf dem Touchscreen an

ENTERTAINMENT

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

AUDI



Siri-Integration/

ITouch Wheel/

Kombiinstrument TT

Apples Spracherkennung Siri liest bei Audi

Termine, SMS oder Mails vor und steuert per

Stimme auch Navi und Telefon. Das ITouch

Whell beinhaltet die erste Schriftzeichenerkennung

im Auto. Man schreibt Buchstaben

und Zahlen auf ein Touchpad, gibt so Ziele

oder Nummern ein. Das Kombiinstrument

im neuen TT ist eine volldigitale Anzeige, die

alle Unterhaltungsfunktionen (Radio, iPod mit

Cover-Anzeige etc.) neben den Fahrerinfos abbildet.


BMW

Online Entertainment/

Apps

Musik-Streaming von Internet-Plattformen

wie Rara. Stücke werden entweder live gestreamt

oder im Auto gespeichert. Der Fahrer

kann Apps wie Napster, GoPro, Deezer oder

Aupeo! über das Radio nutzen.

Entertainment im

Auto ist mehr als

Radio oder CD. Heute

geht es um Musikstreaming

aus dem

Internet und

vom Smartphone

FORD

Sync

Radio und iPod gehorchen aufs Wort: Der

Fahrer lässt die Hände am Steuer, wählt per

Stimme Sender oder Titel aus.

INFINITY

InTouch

Integriert über eine App das Smartphone ins

Auto, macht Kontake, SMS und einige Apps auf

dem Display sichtbar.

MINI


Mini Connect/

Radio Visual Boost

Das Mini Conncet verbindet das Handy über

eine App mit dem Auto, erweitert die Radiofunktionen

um Internet-Radio und andere Plattformen.

Radio Visual Boost bringt neben der

Freisprechanlage für Smartphones auch das

Digitalradio DAB und Videos über den Apple

iPod in den Mini.

NISSAN

Nissan Connect

Multimediaeinheit mit DAB, integriert Smartphone-Apps

für Musik, soziale Netzwerke und

Navigation ins Fahrzeug.

OPEL

IntelliLink

Macht iPhone und Android-Handys zur Festplatte

des Autos, bringt von dort Musik oder

Fotos ins Auto.

SKODA

Mirror Link

Über ein Kabel spiegelt diese Technik ausgewählte

Smartphone-Apps für Musik und

Webradio auf dem Auto-Display.

TOYOTA

Aygo x-play touch

Das System zeigt Smartphone-Apps, etwa

eine Navi-App, auf dem Fahrzeug-Display

und macht auch Internetinhalte nutzbar.

VW


Mirror Link/

Media Control App

Per Mirror Link werden ausgewählte Apps

auf dem Auto-Display gezeigt und bedient,

etwa Musikplattformen im Web.

Die Media Control App macht den Tablet-PC

zur Bedienoberfläche fürs Auto. Das Tablet

steuert alle Media-Quellen bis hin zur Online-

Musiksuche.

as süße Leben im Sauerland.

La Dolce Vita in Olpe. Am 12.

Oktober lädt Fiat 20 Leser zum

italienischen Testtag ins ADAC-

Fahrsicherheitszentrum Olpe ein. Gemeinsam

mit den Testprofis der AUTO

BILD können Sie dort die ganze Bandbreite

des Fiat-Angebots erfahren. Vom

kleinen Fiat Panda über den kultigen

Fiat 500 und den erfolgreichen Punto

bis zum unkonventionellen Qubo, dem

praktischen Doblò und dem vielseitigen

SUV Freemont. Testen Sie einen

ganzen Tag lang ausgiebig die aktuellen

Fiat-Modelle, und entscheiden Sie sich,

welcher Fiat-Typ Sie sind.

Unter Anleitung der AUTO BILD-

Redakteure fahren Sie verschiedene

Übungen. Erfahren Sie z.B. beim Ausweichmanöver

„Elchtest“, wie das ESP

die Fahrzeuge sicher in der Spur hält

und das autonome Notbremssystem

„City Break Control“ effektiv Auffahrunfälle

verhindert. Neben der Sicherheitstechnik

warten an diesem Tag weitere

interessante Herausforderungen

auf Sie. Am Ende entscheidet dann Ihr

Geschick, ob Sie Ihren Fiat-Favoriten

mit in den nächsten Urlaub nehmen

dürfen, inkl. Benzingeld natürlich.

Bewerben kann sich jeder – vom Single

bis zur Familie (bis vier Personen).

56

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Opel: IntelliLink

spiegelt ausgewählte

Apps auf

dem Auto-Display

„Unterhaltung

im Auto

sollte

komfortabel

sein und

das Gewohnte

von zu Hause

ins Fahrzeug

holen.“

Skoda: Mirror Link verbindet das Smartphone

mit dem Auto. So lassen sich Apps nutzen

Audi: Das Kombiinstrument zeigt auf Wunsch

Musiktitel größer als das gefahrene Tempo

FOTOS: HERSTELLER (2), A. EMMERLING, C. BITTMANN, H. NEU


CONNECTED CAR AWARD

ASSISTENZSYSTEME KOMFORT

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

BESTE AUTOMOTIVE APP

BESTES CONNECTED CAR (GESAMT)

58

BMW Vollautom. Einparkassistent

BMW 5er und i3 parken selbstständig ein, übernehmen

Gas, Bremse und Lenkung. Der Fahrer

muss nur noch einen Knopf gedrückt halten.

IVECO

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Service-Assistent

Im Schadensfall meldet das Fahrzeug selbstständig

Defekte an die Werkstatt für eine

schnelle Reparatur direkt vor Ort.

MAZDA

Head-up-Display

Noch sind Head-up-Displays eine Seltenheit in

der Kompaktklasse. Mazda bietet es nun für den

neuen 3er an.

MINI Vollautom. Einparkassistent/

Head-up-Display

Parklücke aussuchen, Schalter des Parkassistenten

gedrückt halten, und das System parkt

vollautomatisch ein.

Das Head-up-Display projiziert erstmalig bei

einem Kleinwagen Infos direkt in das Blickfeld des

Fahrers auf einen versenkbaren Bildschirm.

ASSISTENZSYSTEME SICHERHEIT

BMW

Intelligenter Notruf

Melden Airbag- und ESP-Sensoren einen Notfall

wird automatisch ein Callcenter angerufen und

falls nötig ein Rettungswagen alamiert.

INFINITI

Safety Shield

Infiniti fasst sein Auffahrwarnsystem sowie den

Totwinkelwarner mit aktivem Lenkeingriff im

Q50 unter „Safety Shield“ zusammen.

MINI

Driving Assist

Kamerabasiertes Assistenzpaket, bestehend aus

Geschwindigkeitsregelung, Speed Limit Info und

Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion.

NISSAN

Safety Shield

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Bündel von

Assistenten wie etwa Müdigkeitserkennung,

Spurhalte- sowie Totwinkelassistent.

Neu bei den Kleinwagen: Opel bietet erstmals

für den Corsa einen Totwinkelwarner an

Das vernetzte Auto

unterstützt den

Fahrer im Alltag – an

dieser Stelle

präsentieren wir die

wichtigsten neuen

Systeme des vergangenen

Jahres

Das Connected Car

ermöglicht den

Einsatz modernster

Technik, die

unsere Autos immer

sicherer macht,

Folgen von Unfällen

minimiert – oder

sie sogar verhindern

kann

Unsere Autos

werden

immer sicherer

– auch

dank ihrer

Vernetzung.

VALEO

Valet Parking

Der Fahrer kann sein Fahrzeug am Eingang eines

Parkhauses verlassen und den autonomen Parkvorgang

über eine Smartphone App starten.

VOLVO

Stau-Assistent/

Connected Service Booking

Bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h fährt

der neue Volvo XC90 im Stau vollautomatisch,

übernimmt Lenkung, Bremse und Gas.

Der XC90 setzt sich bei einer anstehenden

In spektion selbstständig mit dem Händler in

Verbindung, um einen Termin zu vereinbaren.


Im Blick: Beim

Mazda 3

spiegelt das

Head-up-

Display Infos

direkt in die

Frontscheibe

VW


Stauassistent/Trailer Assist/

Blind Spot Sensor

Der neue Passat folgt im Stau bis zu 60 km/h

außerhalb geschlossener Ortschaften dem

vorausfahrenden Fahrzeug vollautomatisch.

Als Weltneuheit kann der neue Passat rückwärts

mit einem Anhänger einparken. Der Trailer

Assist übernimmt dabei die Lenkung.

Der Blind Spot Sensor erkennt Fahrzeuge im

toten Winkel und warnt beim Rückwärtsausparken

vor herannahenden Fahrzeugen.

STIMMEN SIE HIER AB: WWW.AUTOBILD.DE/GO/CONNECTED-CAR

OPEL

Totwinkelwarner/

Frontkamera

Opel bringt im Corsa den aus größeren Fahrzeugklassen

bekannten Totwinkelwarner erstmals

in das Segment der Minis.

Neu bei den Kleinwagen ist auch die Front kame

ra mit Verkehrszeichenerkennung, Spur halteassistent

sowie Frontkollisionswarner.

SKODA

Front Assist/

Multikollisionsbremse

Beim Front Assist erkennt der Radarsensor

Fahrzeuge bis zu einer Reichweite von 80 Meter

Entfernung und hilft, Auffahrunfälle zu ver meiden.

Die serienmäßige Multikollisionsbremse in

Fabia und Octavia verhindert nach einem Unfall

das ungewollte Weiterfahren des Fahrzeugs.

VOLVO Fußgängererkennung/

Radfahrererkennung/

Kreuzungsassistent/


Run Off Road Protection

Die Fußgängererkennung leitet im neuen

XC90 auch bei Nacht eine Vollbremsung bei

einer drohenden Kollision ein.

Erstmals im neuen XC90 erkennt das Fahrzeug

auch Fahrradfahrer und bremst bei dro hen-

VW


Vollautomatisch: Einparken bei BMW

den Unfällen automatisch – auch bei Nacht.

Der Kreuzungsassistent erkennt entgegenkommende

Fahrzeuge und bremst bei einem

drohenden Unfall automatisch.

Und die Run Off Road Protection erkennt, wenn

das Fahrzeug von der Straße abkommt und

strafft die Gurte. Zusätzlich gibt es spezielle

Polster im Vordersitz.

Front Assist/

Emergency Assist

Das Front-Assist-System (identisch mit Skoda)

leitet bei einem drohenden Auffahrunfall bis

30 km/h eine Vollbremsung ein.

Wird ein Fahrer plötzlich fahruntüchtig, bremst

der Emergency Assist im neuen Passat bis zum

Stillstand ab und hält automatisch die Spur.

Volvos Kreuzungsassistent:

automatische

Vollbremsung

bei entgegenkommendem

Verkehr

FOTOS: HERSTELLER (16), A. EMMERLING (2), T. BADER (2), C. BÖRRIES, H. NEU, R. RÄTZKE, S. KRIEGER

Der Markt der Smartphone-Apps ist riesig. AUTO BILD und COMPUTER

BILD nominieren zehn Programme speziell für Autofahrer.

BMW CONNECTED

iOS/Android

Zeigt Facebook, Twitter, Nachrichten, Vorort-

Infos, Kalender mit Vorlesefunktion, Fahrtipps,

mit Musikstreaming, mailt vorgefertigte Texte (für

bestimmte BMW-Ausstattungen), Gratis

CARJUMP

iOS/Android

Meldet verfügbare Autos der Carsharing-Anbieter

Cambio, Car2Go, DriveNow, Multicity und Fahrräder

von Nextbike; mit Buchung, Anzeige des

Geschäftsgebiets. Gratis

INRIX XD

Integration iOS/Android

Verkehrsmeldungen in Echtzeit. Warnt vor Staus

und Behinderungen auf fast allen Straßentypen,

Anzeige mit einem Ampelsystem. Gibt auch Stauprognosen.

Gratis

MITFAHRGELEGENHEIT iOS/Android

Mobile Mitfahrzentrale, bringt Fahrer und Mitreisende

zusammen; mit Fahrer-/Beifahrer-Bewertung,

Angabe zum Platzangebot, Online-Bezahlung,

24-Stunden-Hotline. Gratis

MOOVEL

Integration iOS/Android

Mobilitäts-App, vernetzt öffentlichen Nah- und

Fernverkehr, Taxi, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten

und Mietfahräder. Mit Strecken-, Fahrzeit- und

Kostenübersicht. Gratis

MEIN AUTO (MY CARS)

Android

Verwaltet Daten rund ums Auto: Betankung (Art,

Menge, Tankstellen), Service und Wartung (Terminerinnerung,

Kosten), mit Statistiken/Diagrammen

und Daten-Export auf den PC. Gratis

MYDRIVEASSIST

iOS/Android

Schildererkennung für Tempolimits und Überholverbote

auch im Ausland; mit Warnung beim

Überschreiten, Hinweisen auf Ortsein- und -ausgänge,

Community teilt die Meldungen. Gratis

PARKOPEDIA iOS/Android

Parkplatzfinder mit Wegbeschreibung zum Parkplatz,

Verfügbarkeit in Echtzeit, Preise und Öffnungszeiten,

Auswahl nach Kosten, Bezahlweise

oder Art des Parkplatzes. Gratis

TORQUE PRO

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Misst via Bluetooth-Adapter Drehmoment und

Leistung in Echtzeit. Liest Fehlercodes aus,

schlägt Alarm bei zu hoher Motortemperatur etc.

3,55 Euro

VW MYGUIDE

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Reiseführer und Navi (auch für Fußgänger) mit

Wetterdaten, Bewertungen von Reisezielen durch

andere Nutzer, Öffnungszeiten. Fahrzeuganbindung

durch Mirror Link. Gratis

Die Redaktionen von AUTO BILD und COMPUTER BILD haben zehn neue Modelle des

Jahrgangs 2014 ausgewählt. Sie treten zur Wahl des „Connected Car des Jahres“ an.

AUDI TT

Der Sportwagen ist komplett vernetzt, ist immer

online und bietet neue Assistenzsysteme. Als

Weltneuheit sind frei programmierbare Digital-

Instrumente an Bord.

BMW 2ER ACTIVE TOURER

Der erste Van von BMW bringt mit Echtzeitverkehrsinfos,

Head-up-Display und Conciergeservice-Technik

aus der Oberklasse in die Klasse

der kompakten Familienvans.

MAZDA 3

Der kompakte Japaner hat mit zahlreichen Apps,

Echtzeitstaudaten, Head-up-Display und Assistenzsystemen

für die Kompaktklasse eine Menge

Vernetzung zu bieten

MERCEDES C-KLASSE

Die C-Klasse hat im Bereich Multimedia und

Assistenzsysteme viele Features aus der

größeren S-Klasse übernommen. Eine Stereokamera

nutzt nur Mercedes.

MINI III

Der neue Mini nutzt viel Technik aus den größeren

BMW-Modellen. Erstmals bei den Kleinen sind

etwa Staudaten in Echtzeit und ein Einparkassistent.


NISSAN QASHQAI

Nissan bringt mit dem „Safefty Shield“ zahlreiche

Sicherheitsassistenten zum vergleichsweise

günstigen Preis (ab 700 Euro) in die Klasse der

kompakten SUV.

OPEL CORSA

Bei der Überarbeitung des Kleinwagens hat Opel

Assistenten wie einen Totwinkelwarner sowie

das Multimedia-System „IntelliLink“ in den Corsa

gepackt.

SKODA FABIA

Der komplett neu entwickelte Fabia verfügt

erstmals über die Telefonschnittstelle „Mirror Link“

sowie zahlreiche Sicherheitsassistenten wie etwa

eine Multikollisionsbremse.

VOLVO XC90

Der XC90 wurde von Grund auf neu entwickelt.

Er verfügt nun über alle klassenüblichen Multimedia-

und Onlinefunktionen sowie aktuelle

Assistenzsysteme.

VW PASSAT

Der Passat schließt mit seinem Angebot an

Internet- und Assistenzsystemen zu den Premiumherstellern

auf – bei weiterhin vergleichs weise

bodenständigen Preisen.

STIMMEN SIE AB BIS ZUM 31. 10. 2014, UND GEWINNEN SIE EINEN MERCEDES GLA

59

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


60

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Im Redaktionsalltag fallen uns von AUTO BILD immer wieder

Besonderheiten auf. Manche sind erfreulich. Andere ärgerlich. Das Tagebuch berichtet darüber

STÖRT:

BMW Active Tourer

KAUM STAND DER BMW Active

Tourer bei uns auf dem Hof, entbrannten

die Diskussionen. Am

heißesten wurde dabei aber nicht

darüber gestritten, ob der Frontantriebs-Van

nun ein echter BMW

ist oder nicht. Nein, es waren seine

vorderen Kopfstützen, die zu

heftigen Streitgesprächen führten.

Während die Testmannschaft

fast einhellig die Sitze als zu klein

kritisierte, hatte sie an der Position

der Kopfstützen nichts auszusetzen.

Andere Kollegen waren

STÖRT NICHT:

Daumen rauf oder runter? Die Mehrheit

von AUTO BILD hatte wie Kollege Jan

Horn kein Problem mit der Kopfstütze.

Annika Fischbeck dagegen stört sie.

Der Kopfstützen-Streit

da anderer Meinung. „Das Ding

drückt und schubbert am Hinterkopf“,

so eine öfter gehörte Kritik.

Hat der Active Tourer etwa ein

echtes Ergonomieproblem? Wir

wollten es genauer wissen und

starteten einen Blitztest in der

AUTO BILD-Tiefgarage. 40 Kollegen

stiegen in den Active Tourer

ein, positionierten Sitz und Kopfstütze

nach ihrer Statur und reckten

danach den Daumen hoch

oder runter. Klares Ergebnis: Die

Mehrheit hatte kein Problem.

Rund zwei Drittel votierten mit

„Stört nicht“. Was umgekehrt bedeutet,

dass sich die restlichen

Probanden von den Kopfstützen

belästigt fühlten – sie waren ihnen

zu dicht am Kopf. Für ein neues

Premium-Familienauto ist das

eine ziemlich hohe Quote, die

den Entwicklern zu denken geben

sollte. BMW täte darum gut

dar an, dem 2er eine Kopfstütze

mit Verstellbarkeit nach vorn und

hinten zu gönnen – zumindest als

Option.

NOTIZEN AUS

DEM AUTO BILD-

FUHRPARK

MEINE

MEINUNG

Redakteur

STEFAN SZYCH

S, M, IN, F, K -

unsere Testwagen

kommen aus

ganz Deutsch -

land. Fahren wir

damit durch

Hamburg, wissen

wir, wie sich

fremde Autofahrer

bei uns

fühlen. Mies!

Sie werden geschnitten,

ausgebremst,

abgedrängt.

Mit

Auswärtigen, die

unsere Straßen

nicht kennen,

kann man es ja

machen! Woher

ich das weiß?

Fahre ich meinen

Privatwagen,

passiert mir

das nicht. Also,

liebe Platzhirsche,

jeder

Besucher sollte

sich wohlfühlen.

Egal wo. Er

ist Gast in einer

fremden Stadt,

auch wenn er im

Auto sitzt.

Bitte behandelt

ihn auch so.

FOTOS: K. WEICHBRODT (2), S. PULS (2), F. MEYER, J. MALTZAN, R. BUNKE, R. RAETZKE, R. RÄTZKE, S. HABERLAND, U. SONNTAG

Reisemobil

Immer voller

Einsatz

Rechts oder links vorbei? So lautet die

Standardfrage unserer Testfahrer. „Egal,

nur nicht drüber“, so die Antwort von

Fotograf Roman Rätzke. AUTO BILD-Experten

wollen immer das beste Bild

machen. Um Dynamik, Tempo und Extremsituationen

sichtbar zu machen, hocken

oder legen Sie sich fast überallhin. Zur

Seite flüchten, wenn es zu eng wird?

Keine Chance. Trotzdem erledigen unsere

Fotografen ihre Jobs mit Ruhepuls.

Die Fotoserie von Roman Rätzke

(oben) steht in der nächsten Ausgabe

von AUTO BILD REISEMOBIL.

Hyundai i30

Ein Kühlfach

im Keller

Der Hyundai i30 absolvierte seinen Redaktionsaufenthalt

unauffällig gut. Warum

aber das gekühlte Handschuhfach bei

bestimmten Betriebszuständen eher einer

Wärmekammer glich, blieb rätselhaft.

Stephan Puls aus der Leserredaktion

fand aber eine gute Alternative an

Bord. Unter den zahlreichen Fächern im

Kofferraum gibt es auch ein besonders

tief reichendes Fach. Dort unten blieben

Getränke, die man am Vorabend verstaute,

auch an heißen

Tagen gut trinkbar:

nicht eis-, aber immerhin

kellerkalt.

CAR

COUNTER

Anzahl der Autos, die seit Anfang des

Jahres bei uns getestet wurden

Radfahrers Glück

Gut behütet

Wieder zwei Klischees widerlegt. Erstens:

AUTO BILD-Leute nehmen immer

das Auto. Zweitens: Die Welt ist

schlecht. Beides völlig falsch! Redakteur

Frank B. Meyer kommt gern mit dem

Fahrrad zum Verlag. Neulich ließ er aus

Versehen seinen Fahrradhelm am Sattel

hängen. Erst spät am Abend fiel es ihm

ein, er fürchtete Schlimmstes. Schließlich

gehen täglich Hunderte Mitarbeiter

am Fahrradständer vorbei. Falsch gedacht:

Die Halbschale hing unberührt da.

Meyer sagt: „Danke, liebe Kollegen!“

KONTAKT

redaktion @ autobild.de

AUSGEBREMST

Viele Kollegen mögen

die mechanische

Handbremse. Aus gutem

Grund: Bei ihr

sieht man mit einem

Blick, ob sie angezogen

ist oder nicht. Ein

Knopf dagegen zeigt

das nur mit einer winzigen

Diode. Die erlischt

aber, wenn das

Auto verriegelt wird.

Doof: Hat der Fahrer

beispielsweise im i3

(Foto) vergessen, ob

er die Bremse angezogen

hat, muss er den

Wagen wieder

aufschließen. Zu viel

Umstand für ein

tägliches Problem.

Nerverei der Woche: Beim Suzuki

SX4 piept’s! Immer beim Auf- und

Abschließen. Stille wäre schöner.

Mercedes E 400 Cabrio

Offen für den

Herbst

EINGEPARKT

Der Land Rover Defender

hat jetzt ESP. Voll

modern! Nur hilft das

beim Einparken eher

wenig. Die Fünf-Meter-

Lücke, die Redakteur

Gerald Czajka mit dem

4,79 Meter langen

Geländetier ansteuerte,

ließ ihn innerlich

erst mal fluchen. Bis

er bemerkte, dass

trotz der vielen Kurbelei

am großen

Lenkrad irgendwas

viel entspannter

flutschte als in den

meisten modernen

Autos. Dann dämmerte

es: „Ich kann die

Ecken und Enden des

Landys perfekt einsehen,

ohne Parkpiepser

und Kamera zentimetergenau

rangieren.

Wie herr lich unmodern!“

Redakteur Jörg Maltzan mag offene Autos mit

viel PS und wenig Komfort. Macho-Maschinen

eben. Dann fand er sich im Mercedes E 400 Cabrio

wieder: Luxus mit Sechszylinder, Windschott

und „Aircap“ - einem Dachspoiler, der alle Turbulenzen

aus dem Cockpit fernhält. „Altherren-

Kiste? Nein! Er ist das ideale Genießercabrio

für den Herbst des Lebens“, findet Maltzan. Altersmilde

ist das nicht: Dazu ist Jörg (51) zu jung.

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AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


REPORTAGE | AUTODIEBSTAHL

Experten klagen an:

Die Diebe haben es zu leicht

Schwächen in der Software machen Diebstahl moderner Autos zum Kinderspiel

AUTOKLAU IN

ZWEI MINUTEN

62

WERKZEUG ins Türschloss –

ruckeln – auf! Modul an die

OBD-Buchse, Programm

startet: Wegfahrsperre aus,

Schlüsseldaten zurücksetzen, eigenen

Schlüssel anlernen ... und tschüs!

„Mit ein bisschen Übung knacken

Diebe jedes Auto in weniger als zwei

Minuten“, sagt Manfred Göth. Der Experte

für Autokriminalität untersucht

Diebstahlfahrzeuge für Polizei und

Versicherungen. Er weiß: Kommt ein

neues Modell auf den Markt, holen

osteuropäische Entwickler sich ein Exemplar

und analysieren es. Ein bis

sechs Monate später sei ein passendes

„Entwendungstool“ auf dem Markt.

WIEDER MEHR DIEBSTÄHLE

Machen es die Autobauer Kriminellen

zu leicht? Noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts

ging die Zahl der Pkw-Diebstähle

in Deutschland stetig zurück.

Ein Hauptgrund war die Einführung

der elektronischen Wegfahrsperre.

Doch seit fünf Jahren ist ein Ende

DIESE MARKEN WURDEN 2013

AM HÄUFIGSTEN GESTOHLEN

Automarke

Diebstähle

pro

10 000 Pkw*

Absolute

Stückzahlen

Land Rover 31 192

Audi 12 2841

BMW 10 2748

Honda 9 383

Porsche 8 125

VW 8 5949

Mazda 6 470

Toyota 6 758

Skoda 6 758

Mitsubishi 4 170

Seat 4 263

Mercedes 3 1065

Citroën 3 183

Opel 2 637

Ford/Europa 2 570

Renault 2 384

Peugeot 2 196

Fiat 2 189

* kaskoversichert, Quelle: GDV

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

FOTOS: CLIPDEALER , H. ALMONAT, HERSTELLER, PICTURE ALLIANCE/DPA, PRIVAT

dieses Trends, ja sogar eine leichte

Trendumkehr zu beobachten (siehe

Grafik rechte Seite). Diebe setzen heute

nicht mehr auf Brachialwerkzeuge,

sondern auf Diagnosegeräte und Laptops.

Die Wegfahrsperre ist für sie kein

Hindernis mehr.

Bereits 2009 ätzte Bundesinnenminister

Thomas de Maizière (CDU):

„Mein Eindruck ist, dass die Automobilindustrie

sich auf ihren Lorbeeren

ausruht.“ Nun legt Sachsens Innenminister

Markus Ulbig (CDU) gegenüber

AUTO BILD nach: „Mit einer intelligenten

Diebstahlsicherung würden

Autohersteller einigen Kunden viel

Ärger ersparen“, so Ulbig. Es sei für

ihn völlig unverständlich, warum moderne

Autos in wenigen Sekunden geknackt

sind.

Die Innenpolitiker sind nicht die

einzigen, die Vorwürfe erheben. Auch

die Polizei teilt ihre Kritik. „Die Hersteller

hätten mehr Möglichkeiten“,

sagt Cathleen Tzscheppan von der Soko

Grenze, die auf das Thema Autodiebstahl

spezialisiert ist.

MERCEDES SELTENER GEKLAUT

Bemerkenswertes Detail der aktuellen

Klau-Statistik: Betrachtet man die

relative Diebstahlhäufigkeit nach

Marken, schneidet Mercedes deutlich

besser ab als die anderen deutschen

Premiumhersteller. Bei BMW und Audi

ist die Klau-Quote gut drei- beziehungsweise

sogar viermal so hoch wie bei

Mercedes (siehe Tabelle).

Mit mangelndem Interesse der Diebe

an Autos mit Stern habe das nichts zu

tun, meint Soko-Sprecherin Tzscheppan.

Die Sicherheitstechnik der Stuttgarter

sei einfach besser: „Die ist

schwerer zu knacken.“

Diese Einschätzung bestätigt auch

der IT-Sicherheitsexperte Karsten

Nohl. Mercedes mache einiges anders

als andere Hersteller, so Nohl, nutze

zum Beispiel individuellere Technik.

Der 33-Jährige muss es wissen: Er berät

mit seiner Firma Security Research

Labs zahlreiche große Autobauer.

SOFTWARE IST SCHWACHSTELLE

Insgesamt fällt Nohl ein vernichtendes

Urteil über den aktuellen Technikschutz

im Auto. Die Kryptografie, die

etwa die Kommunikation zwischen

Funkschlüssel und Fahrzeug schützt,

basiere auf bis zu 20 Jahre alten Methoden.

Schlimmer aber noch: „Diebe

müssen sie gar nicht entschlüsseln,

weil die Software-Architektur selbst

drastisch schlecht ist“, so der IT-Sicherheitsexperte.

So fehle der Autotechnik etwa ein

Betriebssystem, das sensible Bereiche

von anderen abtrenne. Kriminelle

müs sten nur irgendwo im Code eine

Schwachstelle finden, beispielsweise

in der Kommunikation von Außenspiegel

zum Steuergerät. Dann könnten

sie auf das gesamte System zugreifen

– inklusive Wegfahrsperre.

Die Hersteller selbst beteuern, alle

gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen

und ständig auf aktuelle Entwicklungen

zu reagieren. Sicherheitsverbesserungen

über Software-Updates

kommen bislang allerdings viel zu spät

im Auto an – sie werden nur bei einem

Besuch in der Werkstatt aufgespielt.

Bis neue Modelle jedoch zur Inspektion

kommen, haben die Diebe längst

zugeschlagen.

Mit der zunehmenden Vernetzung

der Fahrzeuge und der Funktion des

autonomen Fahrens werden sich die

Sicherheitsprobleme der Auto-Software

künftig noch verschärfen. Experten

warnen: Diebe könnten Autos bald

aus der Ferne knacken und

wegfahren – ohne das

Fahrzeug überhaupt

anzufassen.

Benjamin Gehrs

Mit einem Lockpicking-Werkzeug

öffnet

der Dieb das

Türschloss. Geübte

Langfinger brauchen

dafür zehn Sekunden.

Ist eine Alarmanlage

an Bord, deaktiviert

sie der Dieb mit einem

kleinen Werkzeug. Es

verpasst der Anlage

einen Stromstoß.

Der Dieb steckt Laptop

oder Platine (Bild

unten) an die OBD-

Buchse. Ein spezielles

Programm deaktiviert

die Wegfahrsperre.

Dann löscht es die

Schlüsseldaten im

Steuergerät und lernt

einen mitgebrachten

Schlüssel an. Die

Fahrt kann losgehen.

AUTODIEBSTÄHLE ZIEHEN WIEDER AN

1993 lag die Zahl der in Deutschland geklauten Autos noch bei über 100 000.

Bis 2008 gingen die Diebstähle zurück, seither nimmt ihre Zahl wieder leicht zu.

25 000

20 000

15 000

23 771

18 965

„Die Autohersteller hätten

mehr Möglichkeiten.“

Cathleen Tzscheppan,

Polizei Brandenburg, Soko Grenze

16 502

16 134

18 215

19 503

19 658

18 063

18 805

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013

Quelle: GDV

Zum Öffnen der Autotür

nutzen Diebe meist noch

mechanisches Werkzeug.

Alles weitere läuft über

die Buchse der On-Board-

Diagnose (OBD)

„Die meisten

aktuellen

Steuergeräte

haben das

Sicherheitsniveau

eines

Gameboys.“

Karsten Nohl,

IT-Sicherheitsexperte

„Es ist für mich völlig un ­

verständlich, warum

moderne Autos automatisch

einparken können,

aber in wenigen Sekunden

geknackt sind.“

Markus Ulbig (CDU), Innenminister von Sachsen

63

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


SERIE | ICH FAHRE EIN EINZELSTÜCK

XRUBRIKXY | XUNTERKATEGORIEXY

Folge 21: AMC Eagle Wagon 4-WD

Fahrersitz und Teppiche wurden nach 300 000

Kilometern erneuert, der Rest war in Ordnung

Der Lebensretter

Mit Allrad und Bodenfreiheit gegen Krankheit und Tod: Über 22 Jahre und 300 000 Kilometer diente dieser AMC Eagle

Wagon als Arztwagen. Der frühe Crossover erlebte Abenteuer – anders als viele seiner modernen Enkel

ALLRADANTRIEB und erhöhte

Bo den freiheit: In Autos mit diesen

Attributen saßen früher keine

modisch orientierten Typen.

Sondern Leute, die diese Autos benutzen

mussten. Leute wie Alfred Muggli.

„Ohne den Allrad-Eagle hätte meine

Patientin nicht überlebt“, sagt er.

Eine Frau war eines strengen Winters

in ihrem Haus zusammengebrochen.

Weder Krankenwagen noch Polizei

schafften es nach oben. Nur Muggli,

der Hausarzt, der kam durch und rette

te ein Leben.

Mit Allrad und Bodenfreiheit gegen

Krankheit und Tod: Das ist die

Geschichte dieses AMC Eagle Wagon.

Zwei Jahrzehnte vor den vielen XCund

Allroad-Irgendwas hatte die

American Motor Corporation im Jahr

1979 einen Kombi auf den Markt gebracht,

der ein Vorläufer der heute

modernen Crossover ist. Im schon

siechen Unternehmen hatten sie dazu

einen Allradantrieb der Schwestermarke

Jeep unter eine Kombi-Karosse

gebaut. Viel Bodenfreiheit und Radhausverbreiterungen

ergaben sich

nebenbei. Außer bei Subaru gab es

keine Konkurrenz – allerdings auch

kaum Interessenten: Das Auto floppte,

vor allem in Europa.

Einer der wenigen Käufer: Alfred

Muggli. Auf Empfehlung eines Kollegen

erstand er beim Zürcher Exporteur

das letzte Exemplar des Modelljahres

1980 und fuhr es fortan als

Arztwagen in seinem Praxisgebiet auf

der Schweizer Seite des Bodensees.

Wegen eines Ärztemangels in den

Details wie dicke Metall-Stoßstangen zeugen

von Stabilität und erklären 1,6 Tonnen Gewicht

80er-Jahren war die Region ebenso

groß wie unterversorgt und teilweise

unwegsam noch dazu. Manche Höfe

sind bis heute nur mit dem Geländewagen

zu erreichen. „Mein Eagle aber

meisterte die stark verschneiten Bergstrecken

ohne Probleme.“

Für Muggli, der zu Geburten,

Krankheiten und Todesfällen zu jeder

Zeit und bei jedem Wetter rausmuss,

ist der Eagle Wagon der ideale Kompromiss:

Mit Jeep-Unterbau und

drehmomentstarkem Sechszylinder

ist das Auto geländegängig. Doch anders

als mit den damaligen Geländewagen

kommt der Arzt bequem an.

Der Wagen hat eine für Europa außergewöhnliche

Luxus-Ausstattung

mit Ledersitzen, Automatik und

einem sanften Fahrwerk. Mit der

Zeit zeigt sich zudem, wie stabil

er ist. Erst nach 22 Jahren und gut

300 000 Kilometern ernsthaftem Einsatz

wird er durch einen Jeep Cherokee

ersetzt und stillgelegt.

Der Motor hat viel Hubraum und wenig Leistung

— eben typisch amerikanisch

Das Ende der Geschichte ist das

allerdings noch nicht. Denn der AMC

Eagle fährt heute wieder, meist über

topfebene Straßen wie seine modernen

Enkel. 2012 hat Muggli den Eagle

als Oldtimer wieder in Betrieb genommen.

Mit ein paar neuen Lagern und

einem neu bezogenen Fahrersitz. Viel

mehr als das war auch gar nicht nötig.


Henning Hinze

Die Kombi-Karosse sieht unauffällig aus.

Besonders an ihr ist aber, wie hoch sie liegt

AMC EAGLE

WAGON 4-WD

Baujahr

1980

Herkunftsland:

USA

Besonderheit:

Vorläufer der

gerade beliebten

Crossover-Modelle

Technik:

Sechszylinder,

Reihe • 4235 cm 3

74 kW/100 PS

(DIN) bei 3200 U/

min • Allradantrieb

• L/B/H

4740/1825/1410 mm

Leergewicht

1680 kg •152 km/h

17,4 l Normal

Klima, Leder, Automatik,

elektrische

Fensterheber: So viel

Luxus war 1980

in Europa selten

Auch hinten nichts für Handwerker:

Der Eagle Wagon ist so edel

wie damals ein Mercedes T

ÜBRIGENS …

Das Ende der American Motor Corporation geriet ausgesprochen

unamerikanisch: Die letzten angebotenen Modelle waren Lizenzbauten

auf Renault-Basis. So lief der Renault 9 von

1983 bis 1987 als AMC Alliance vom Band.

Lesen Sie

nächste Woche

VW Quantum

— die US-

Seltenheit

Kennen Sie auch eine

automobile Rarität?

Schreiben Sie

an einzelstueck@

autobild.de

BMW 1600-2 oder 1802?

Die wilden Jahre der

Mexiko-Käfer oder Brezelkäfer?

MGB Mark I

oder Gummiboot?

DER BESITZER:

Alfred Muggli

Der Schweizer war

Hausarzt in Steckborn

am Ufer des Bodensees.

Inzwischen ist er

pensioniert. Muggli

ist Mitglied im Schweizer

AMC-Club und nimmt

regelmäßig an dessen

Ausfahrten teil.

FOTOS: P.CORMINBOEUF (8), PRIVAT

Ausgabe 11/2014 I November I 4,20 Euro Auslandspreise: A 4,50 € • B 4,50 € • CH 8,50 CHF • CZ 160, 0 CZK • DK 43 D K • HR 47 KN •

H 2040 FT • E 5,60 € • GR 5,60 € • I 5,60 € • L 4,50 € • N 54 NOK • NL 4,50 € • S 65 SEK • SLO 5,60 €

32

SEITEN

MEHR!

WELCHEN KAUFEN?

Porsche 968 oder 924? Alfa Giulia Nuova oder TI?

Fünf Vergleiche:

Urversion gegen

letzte Serie

S. 10

S. 104

Peter I lmann, Studebaker

Der Opel Diplomat im

S. 202

Chevrolet

Cheve le SS

Pontiac GTO

Plymouth Road Runner Superbird

AUA, DAS

IST TEUER!

Mercedes

Adenauer

restauriert

Dodge Charger

SHOWDOWN DER MUSCLE CARS

S. 194

Ford

Torino GT

S. 56

4 197435 104208

11

Kaufberatung

VW T3

S. 174

64

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Heute ist der AMC nur noch selten

auf Schotterwegen unterwegs.

Früher gehörten sie zu seinem Alltag

Noch mehr Einzel -

stücke und Raritäten

im neuen Heft von

AUTO BILD KLASSIK

— ab sofort im Handel

65

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


66

Armer kleiner Polo! Nach

dem Auffahrunfall

ist vorn alles Schrott.

AUTO BILD repariert

mit Teilen vom Recycler

und kauft bei Ebay ein

Zeitwertgerechte Reparatur

Dieser Polo

entkommt dem

Schrott

Auffahrunfall, vorn alles kaputt! In der Werk statt

würde dies 3000 Euro kosten. Wirtschaft -

licher Totalschaden! Wir richten das für 450 Euro

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

TIPPS FÜR

ALLE AUTO-

FAHRER

MOTORHAUBE

80 EURO

FRONTSCHÜRZE

60 EURO

SCHLOSSTRÄGER

70 EURO

KÜHLER 40 EURO

KLIMAKONDEN SATOR

52,50 EURO

BLINKER 23 EURO

SCHEINWERFER

86 EURO

PRALLDÄMPFER

40 EURO

KLEINTEILE

UND KÜHLMITTEL

50 EURO

GESAMTKOSTEN

500 EURO

DIE LIEBE ANNETTE ist fix und

fertig, erzählt mit zittriger Stimme

von ihrem Unfall: „Ich bin mit

meinem Polo auf einen Ford

Galaxy aufgefahren. Mein Auto sieht

ziemlich schlimm aus ...“ Stimmt, und

es riecht nach wirtschaftlichem Totalschaden.

Aber zum Glück hat Annette

uns, die Jungs von AUTO BILD. Wir

zeigen am Beispiel ihres Polo, wie zeitwertgerechte

Reparatur geht.

Wirtschaftlicher Totalschaden –

was ist das eigentlich?

Bei Annettes VW Polo sieht das so

aus: Baujahr 2000, über 150 000 km

runter, Zustand so lala, noch ein Jahr

TÜV, Wert 1200 Euro. Für die Reparatur

des Frontschadens mit Neuteilen

würde eine Werkstatt locker 3000 Euro

nehmen. Die Behebung des Schadens

ist höher als der Fahrzeugwert, also

wirtschaftlicher Totalschaden.

Wie kann man billig reparieren?

Das Zauberwort heißt „zeitwertgerechte

Reparatur“. Das geht mit

gebrauchten Teilen vom Schrott oder

von Ebay. Und die gibt’s reichlich ...

Was ist beim Polo alles kaputt?

Der Blitz-Check mit AUTO BILD-

Schrauberprofi Lars Busemann: Motorhaube,

Frontschürze, Pralldämpfer,

Schlossträger, Kühler, Klimakondensator,

Blinker und Scheinwerfer. Ganz

schön viel für einen kurzen Schubser

mit Tempo 20. Zumindest haben die

Airbags nicht ausgelöst, und auch die

Längsträger haben keinen abgekriegt.

Wo kriegen wir die Teile her?

Die Karosserieteile finden wir bei

Ebay. Unser Tipp: Auf der Auktions-

Plattform und bei Ebay Kleinanzeigen

stöbern. Doof nur, dass Annettes Polo

das Facelift des Massenmodells 6N

ist. Der 6N2 wurde nur zwei Jahre

gebaut, entsprechend begrenzt ist das

Angebot. Vom 6N hätten wir Karosserieteile

in allen Farben an allen Orten

bekommen. Die Teile unterm Blechkleid

haben wir bei Auto-Recycler

Kiesow in Norderstedt bei Hamburg

gekauft. Und noch ein Tipp: Unter callparts.de

haben sich 21 Demontagebetriebe

zusammengetan, bieten 439 000

gebrauchte Autoteile im Internet an.

Was hat die Reparatur gekostet?

Die Arbeit war für Annette kostenlos,

sie musste nur etwa 450 Euro für

Teile zahlen, rund 70 Euro für die

Klimaanlagenbefüllung kommen dazu.

Wer keine Schrauber-Freunde hat,

lässt’s bei der freien Werkstatt auf dem

Dorf richten. Die arbeitet auch mit

Gebrauchtteilen. Und nimmt 400 bis

500 Euro Arbeitslohn. So entkommt

der Polo auch hier dem Schrott.

Ab auf die Bühne: AUTO BILD-Schrauberprofi

Lars Busemann hat die Vorderräder demontiert,

damit er die Innenkotflügel abschrauben kann.

Die müssen runter, weil sie mit der Frontschürze

verbunden sind. Und die ist ja leider Schrott!

Demontage: Lars Busemann und Andreas May

holen Blinker und Scheinwerfer aus der Fahrzeugfront.

Ärgerlich: Beim Crash sind die Plastik-

Nupsis kaputtgegangen. So brauchen wir die

Teile neu, obwohl sie äußerlich noch gut aussehen

Pralldämpfer, ade: Früher gab’s an unseren Autos

’ne Stoßstange, die sich verformt hat. Heute

sitzt hier die durchlackierte Schürze. Der Pralldämpfer

drunter hat beim Crash seinen

Job gemacht und sich verformt, muss also neu

Wasser marsch: Die Kühlflüssigkeit fangen wir

in einem Eimer auf. Als Umweltfreunde müssen

wir an dieser Stelle darauf hinweisen: Das Zeugs

darf auf keinen Fall ins Abwasser, gehört in einen

Kanister umgefüllt und fachgerecht entsorgt

FAZIT

Redakteur

ANDREAS MAY

Reparieren statt

Verschrotten –

diese Geschichte

war längst

überfällig! Denn

dank der

Abwrack prämie

sind die Lager

der Fahrzeugverwerter

immer

noch rappelvoll, bei

Ebay gibt’s

Karosserieteile in

allen Farben

im Überfluss. So

können auch

Sie bei der Autoreparatur

eine

Menge Geld sparen!

Alles raus hier: May zerlegt den Plastik-

Schlossträger, baut Kühler und Klimakondensator

aus. Die beiden kaputten Teile geben

wir auf dem Schrott zurück und holen uns die 30

Euro Pfand für die Austauschteile

Montage: Das alte Lüfterrad ist noch okay, wird

am neuen Schlossträger befestigt und ist im

Stand die Klimaanlage für den Kühler. Tipp: Alle

Schräubchen bei der Demontage in beschriftete

Tütchen stecken, so ist die Montage einfacher

Schlussakkord: Die gebrauchte Frontschürze im

Original-Farbton LC9Z kommt dran. Die

Scheinwerfer haben übrigens 43 Euro pro Stück

gekostet, sind billiger Taiwan-Schrott. Lieber

etwas mehr in ordentliche Qualität investieren!

Abholung: Annette hat den Unfall-Schock verdaut

und ist glücklich, ihren Polo weiterfahren zu

können. Für die Teile zahlte sie 450 Euro, die Klimaanlagenbefüllung

kostet rund 70 Euro. Der

Polo hält noch drei Jahre, mindestens, wetten?!

FOTOS: T. RUDDIES (9), K. WEICHBRODT, S. HABERLAND

67

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


SERVICE | REIFENTEST

DIE 50 KANDIDATEN

In Kooperation

mit

BREMSWEG (KOMBINIERT)

In einer Vorausscheidung bei den Bremstests müssen sich

die 50 frei im Handel gekauften Reifen zunächst für den Haupttest

qualifizieren. Die Exemplare mit den längsten Bremswegen auf nasser

Piste werden als Erste aussortiert (rot markiert). Für die restlichen 20

Kandidaten entscheidet die Summe der Bremswege auf Nässe und Schnee

über den Verbleib. Nur die besten 16 kämpfen im Finale um den Testsieg.

Reifenfabrikat Bremsen Nass * Schnee ** gesamt

68

1 Pirelli Sottozero Serie 3 35,7 27,9 63,6

2 Goodyear UltraGrip 8 Performance 36,4 27,4 63,8

3 Dunlop SP Winter Sport 4D 36,5 27,6 64,1

4 Continental WinterContact TS 850 36,1 28,2 64,3

5 Bridgestone Blizzak LM-32S 36,9 28,1 65,0

6 Michelin Alpin A4 36,8 28,4 65,2

7 Nokian WR D3 37,5 28,4 65,9

8 Cooper WeatherMaster SA2 37,9 28,6 66,5

9 Semperit Speed-Grip 2 38,0 28,7 66,7

10 Hankook Winter I*Cept RS 38,5 28,4 66,9

10 Kumho I’Zen KW27 38,3 28,6 66,9

12 Uniroyal MS plus 77 39,9 27,1 67,0

13 Fulda Kristall Control HP 40,0 27,3 67,3

13 Goodride SW608 37,6 29,7 67,3

15 Westlake SW608 37,9 29,6 67,5

16 Barum Polaris 3 39,7 28,1 67,8

17 Falken Eurowinter HS449 37,8 30,2 68,0

18 Roadstone Winguard Sport 38,7 30,4 69,1

19 Apollo Alnac Winter 40,1 29,5 69,6

19 Nexen WinGuard Sport 39,1 30,5 69,6

21 BF Goodrich g-force Winter 40,5

22 Nankang NK Snow SV-2 40,6

22 Sava Eskimo HP 40,6

24 Accelera X-Grip 40,7

24 Toyo Snowprox S953 40,7

26 GT Radial Champiro WT-AX 40,8

26 Ovation W 586 40,8

28 Firestone Winterhawk 2 Evo 41,0

28 Star Performer Winter AS 41,0

30 Kleber Krisalp HP2 41,5

30 Vredestein Wintrac Xtreme 41,5

32 Sonar PF-2 41,6

33 Matador Sibir Snow 41,8

33 Yokohama W.driveV902 41,8 Vorsicht,

Finger weg!

35 Sunny SN 3830 Snowmaster 41,9

36 Ceat Formula Winter 42,6

36 Evergreen Winter EW66 42,6 Für diese 30

38 HiFly Win-Turi 42,7 Kandi daten war bereits

39 Fortuna Winter 43,4

nach dem

40 Maxxis Presa Snow 44,1 ersten Bremsen

41 Marangoni Meteo HP 44,4 Schluss. Sie

41 Wanli S1083 Snowgrip 44,4 bieten nur geringe

43 Minerva Ice-Plus S210 44,7 Sicherheits -

44 Syron Everest 1 45,0 reserven auf nasser

45 PneuVranik Everest HPL 45,1 Fahrbahn.

46 Rockstone Eco Snow 46,0

47 Imperial Snowdragon 3 48,2

47 Maxtrek TREK M7 48,2

49 Hercules Winter HSI-L 50,5

50 Sonny WOT 18 52,7

Sommerreifen (zum Vergleich) 36,0 58,2 94,2

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

* aus Tempo 80 in Metern, ** aus Tempo 50 in Metern

50 Winterreifen im Test

Für den Schnee

von morgen

Es wird kälter. Und das verursacht Schlangen bei den

Reifenhändlern. Die Tops und Flops der Winterreifen

MAN MAG NOCH GAR NICHT

DARAN DENKEN. Aber bald

heißt es wieder: Schnee vom

Dach fegen, Scheiben kratzen

und Frostschutz in die Scheibenwaschanlage

kippen. Von O wie Oktober bis

O wie Ostern müssen wir einfach mit

Schnee und Eis auf unseren Straßen

rechnen. Und wer auch dann noch

(auto-)mobil sein möchte, sollte sich

rechtzeitig mit der Winterausrüstung

seines Fahrzeugs beschäftigen. Das

fängt mit der richtigen Bereifung an.

Sind die Winterreifen älter als sechs

Jahre oder beträgt die Profiltiefe weniger

als drei bis vier Millimeter, ist

ein Austausch empfehlenswert.

Gerade bei der Weiterentwicklung

von Winterreifen hat sich in den letzten

Jahren eine Menge getan. Besonders

bei den Sicherheitsreserven auf nasser

Piste haben die Hersteller nachgebessert

und den Rollwiderstand, der beim

Kraftstoffsparen hilft, weiter gesenkt.

Doch welchen Reifen nehmen?

Gut, dass es den Reifentest von

AUTO BILD gibt. Zum Beispiel den

großen Winterreifentest auf diesen

Seiten mit 50 Kandidaten der Dimension

225/50 R 17. Nach bewährtem

Testschema kauften unsere Reifentester

50 unterschiedliche Winterreifen

im freien Handel – von Accelera bis

Yokohama. Mehr als zwei Wochen war

unser Team anschließend quer durch

die Klimazonen Europas auf speziellen

Reifen-Teststrecken für diesen Bericht

unterwegs.

Dabei bekommt jeder Reifen bei uns

die gleichen Chancen. Allerdings müssen

die Kandidaten in der Qualifikationsrunde

zunächst den Sicherheitscheck

bestehen und beim Bremsen auf

nasser Piste gegeneinander antreten.

Nur die besten Bremser kommen in die

zweite Quali-Runde, das Bremsen >>

FOTOS: T. BADER (5)

DIE TESTDISZIPLINEN AUF SCHNEE

BREMSEN

Alle Kandidaten bieten gute Sicherheitsreserven

durch kurze Bremswege.

Sieger: Am besten bremst der Uniroyal MS

plus 77 aus dem Hause Continental.

Sommerreifen brauchen bei der Vollbremsung

den doppelten Bremsweg

TRAKTION

Toll, wie sich unser Test-BMW in den Schnee

krallt. Traktionsprobleme gibt es bei

keinem der 16 Kandidaten. Überzeugend:

Fulda und Uniroyal liegen vorn.

Die Traktionsmessung wird bei abgeschalteter

Schlupfregelung ausgeführt

Uniroyal

27,1

Fulda

27,3

Goodyear

27,4

Dunlop

27,6

Pirelli

27,9

Barum

28,1

Bridgestone

28,1

Continental

28,2

Hankook

28,4

Michelin

28,4

Nokian

28,4

Cooper

28,6

Kumho

28,6

Semperit

28,7

Westlake

29,6

Goodride

29,7

Sommer 58,2

Fulda

Uniroyal

Goodyear

Bridgestone

Dunlop

Michelin

Continental

Nokian

Semperit

Barum

Hankook

Pirelli

Kumho

Westlake

Cooper

Goodride

Sommer

2831

2831

2827

2826

2802

2766

2759

2748

2743

2733

2726

2718

2705

2682

2664

2627

1276

aus Tempo 50 km/h in Metern

Durchschnittliche Zugkraft in Newton

HANDLING

Michelin, Pirelli und Uniroyal gelingen die

schnellsten Runden. Gut für den Alltag:

Dort bedeutet das neben viel Fahrspaß ein

Höchstmaß an Fahrsicherheit.

Neben der Rundenzeit hat auch das

Fahrgefühl einen Einfluss auf die Note

SLALOM

Gute Seitenführung auf verschneiten Bergpisten

sorgt vor allem bei Talfahrt für ein sicheres

Fahrgefühl. Eine Bank: Goodyear, Uniroyal

und Dunlop bleiben sicher in der Spur.

Messgeräte erfassen exakt die maximal

auftretenden Querkräfte des Reifens

Michelin

Pirelli

Uniroyal

Dunlop

Fulda

Barum

Continental

Goodyear

Hankook

Bridgestone

Semperit

Nokian

Cooper

Kumho

Westlake

Goodride

Sommer

Goodyear

Uniroyal

Dunlop

Hankook

Michelin

Barum

Continental

Bridgestone

Fulda

Nokian

Pirelli

Semperit

Cooper

Kumho

Westlake

Goodride

Sommer

55,0

54,8

54,7

54,3

54,0

53,7

53,6

53,4

53,3

53,2

52,5

52,2

51,9

51,4

49,8

49,6

nicht fahrbar

1,49

3,10

3,04

2,98

2,96

2,94

2,90

2,82

2,81

2,78

2,77

2,75

2,68

2,66

2,53

2,22

2,18

Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h

Querbeschleunigung in m/s²

69

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


SERVICE | REIFENTEST

DIE TESTDISZIPLINEN BEI NÄSSE

BREMSEN

Bremsen auf nasser Fahrbahn zählt nicht

gerade zu den Stärken eines Winterreifens.

Darum: Nur sechs Kandidaten bremsen auf

dem Leistungsniveau eines Sommerreifens.

Pirelli kann als einziger Winterreifen den

Bremsweg des Sommerreifens unterbieten

Pirelli

Sommer

Continental

Goodyear

Dunlop

Michelin

Bridgestone

Nokian

Goodride

Cooper

Westlake

Semperit

Kumho

Hankook

Barum

Uniroyal

Fulda

35,7

36,0

36,1

36,4

36,5

36,8

36,9

37,5

37,6

37,9

37,9

38,0

38,3

38,5

39,7

39,9

40,0

aus Tempo 80 km/h in Metern

>> auf festgefahrener Schneedecke.

Wieder wird ausgesiebt,

nur die 16 Kandidaten mit den

in Summe kürzesten Bremswegen

treffen in der Endausscheidung

im direkten Vergleich aufeinander.

Sieger-Gene tragen sie

nach der Qualifikationsrunde

schon alle in sich, doch wer hat

das Zeug zum Winterkönig 2014?

Für Fragezeichen sorgen insbesondere

zwei Billigmarken aus

China an der Startlinie: Wie werden

sie sich gegen die sechs Premiumreifen

an der Tabellenspitze

behaupten? Alle Ergebnisse finden

Sie wie immer fachgerecht

zubereitet auf den folgenden

Seiten, damit Sie sicher auf den

Schnee von morgen (oder den

der nächsten Wochen?) vorbereitet

sind.

Sportwagenfahrer und Besitzer

von SUV oder Geländefahrzeugen

finden in unseren

Spezialmagazinen SPORTSCARS

und ALLRAD weitere Reifentests

für die kalte Jahreszeit

(siehe Kästen auf Seite 74).

Und als besonderen Winter-

Service finden Sie jetzt alle Winter-

und Ganzjahresreifentests,

auch die der letzten Jahre, auf

unserer Online-Datenbank unter

www.autobild.de/ratgeber/win

terreifen.

Der Test wurde unterstützt von BMW, Continental, Dunlop, Fulda,

Goodyear, Hankook, Michelin, Pirelli, Semperit,Uniroyal und ASA

Felgen. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit

finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

HANDLING

Auf rutschigem Asphalt sind überraschenderweise

acht Reifen den Sommerpneus

überlegen. Aber: Unharmonisches Fahrverhalten

verschlechtert die Handlingnote.

Der WinterContact TS 850 von Conti ist auf

nasser Piste der absolute Überflieger

Continental

Dunlop

Goodyear

Pirelli

Goodride

Michelin

Nokian

Bridgestone

Sommer

Cooper

Westlake

Uniroyal

Kumho

Semperit

Barum

Hankook

Fulda

73,8

72,7

72,7

72,3

71,4

71,1

71,1

70,9

70,9

70,8

70,8

70,6

69,9

69,6

69,2

69,0

68,0

Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h

AQUAPLANING

Steht Wasser nach Regenfällen auf der Piste,

können die Vorderräder den Kontakt zur Fahrbahn

verlieren. Überraschung: Der Westlake

aus China bietet die besten Reserven.

Zwischen 80 und 90 km/h geht der Fahrbahnkontakt

verloren (8 mm Wassertiefe)

Westlake

Goodride

Sommer

Continental

Semperit

Uniroyal

Kumho

Fulda

Hankook

Goodyear

Cooper

Dunlop

Barum

Bridgestone

Michelin

Nokian

Pirelli

88,1

86,5

86,3

86,3

85,7

85,2

85,1

85,1

84,5

84,4

84,4

83,2

82,8

82,6

82,6

82,5

90,3

Aufschwimmgeschwindigkeit in km/h

SPRITSPAREN ENERGIZED BY

Jetzt kostenlose

LANXESS

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herunterladen:

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Spritspar-Rechner

app.green-mobility.de

70

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

KREISBAHN

Bei konstanter Kreisfahrt liegt der Sommerreifen

eindeutig in Führung. Schlecht:

Winterreifen mit weichem Profil wie Fulda,

Barum und Uniroyal sehen dagegen alt aus.

Schnelle Runden bringen auch hier ein Plus

an Fahrsicherheit für den Alltagsverkehr

Sommer

Continental

Dunlop

Goodride

Goodyear

Kumho

Nokian

Westlake

Bridgestone

Cooper

Pirelli

Semperit

Michelin

Hankook

Uniroyal

Barum

Fulda

12,16

12,62

12,63

12,76

12,81

12,82

12,89

12,89

12,97

12,99

12,99

12,99

13.01

13,11

13,18

13,20

13,56

Rundenzeit in Sekunden

KURVEN-AQUAPLANING

Wird das Profil in der Kurve gequetscht,

kann das Wasser nicht schnell genug abgeleitet

werden. Griffig: Hankooks Winter

I*Cept RS kann damit am besten umgehen.

Glücklicherweise sorgen DSC und ESP in

modernen Autos für mehr Spurstabilität

Hankook

Cooper

Bridgestone

Dunlop

Continental

Goodyear

Michelin

Semperit

Uniroyal

Westlake

Barum

Fulda

Nokian

Goodride

Sommer

Kumho

Pirelli

3,18

3,08

3,05

2,99

2,94

2,87

2,87

2,87

2,87

2,84

2,82

2,76

2,74

2,69

2,65

2,42

3,40

Querbeschleunigung in m/s²

FOTOS: A. SONNTAG (6)

Als Weltmarktführer synthetischer Hochleistungskautschuke und starker Partner

der Reifenindustrie ermöglichen wir die Herstellung von „Grünen Reifen“. Sie

senken den CO 2 -Ausstoß und den Spritverbrauch um bis zu 7%. Erreicht wird

dies durch eine deutliche Senkung des Rollwiderstandes – bei gleichzeitig sehr

guter Bremsleistung. Spritsparende Reifen können Sie direkt durch die EU-

Kenn zeichnung für Reifen auf einen Blick erkennen. Wie hoch Ihr persönliches

Spar potenzial ist, errechnet Ihnen bereits die Spritspar-App von LANXESS. Mehr

erfahren: www.green-mobility.de


SERVICE | REIFENTEST

DIE TESTDISZIPLINEN AUF TROCKENER PISTE

WIRTSCHAFTLICHKEIT/KOSTEN

PRÄSENTIERT VON

72

BREMSEN

Kurze Bremswege

auf trockener

Piste sind trotz aller

Fortschritte mit

Winterreifen nicht

realisierbar.

Mit Sommerreifen

steht unser Test-

3er nach nur 37

Metern. Problematisch:

Winterreifen

verlängern

den Weg um

mindestens

eine Wagenlänge.

HANDLING

Die Bremswege mit Sommerreifen werden immer kürzer. Dagegen haben

die weichen Gummis und instabilen Profile des Winterreifens keine Chance

Natürlich kann man mit Winterreifen auf der Rennstrecke keine

Pokale gewinnen. Doch: Sicheres Fahrverhalten garantiert in Notsituationen

wie plötzlichem Spurwechsel zusätzliche Reserven.

Die Winterreifen von Nokian und Hankook überzeugen mit direktem

Einlenkverhalten und stabiler Seitenführung der Hinterachse

VORBEIFAHRGERÄUSCH

Die Abrollgeräusche werden bei abgeschaltetem Motor von außen

gemessen. Im Fahrzeuginneren fallen die Unterschiede deutlich geringer

aus. Flüsterer: die Leisetretervon Goodride und Westlake.

Die Abrollgeräusche müssen nach Richtlinie der EU-Kommission immer

weiter abgesenkt werden. Das schont Trommelfelle und Nerven

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Sommer

Nokian

Hankook

Semperit

Dunlop

Michelin

Goodyear

Pirelli

Bridgestone

Continental

Kumho

Barum

Cooper

Fulda

Goodride

Uniroyal

Westlake

Goodride

Westlake

Bridgestone

Fulda

Dunlop

Cooper

Nokian

Goodyear

Semperit

Kumho

Continental

Barum

Uniroyal

Hankook

Michelin

Sommer

Pirelli

Sommer

Pirelli

Nokian

Continental

Michelin

Barum

Hankook

Semperit

Dunlop

Uniroyal

Bridgestone

Goodyear

Westlake

Fulda

Goodride

Cooper

Kumho

120,9

120,2

120,1

119,8

119,8

119,6

119,6

119,4

119,0

119,0

118,3

118,2

118,2

117,7

117,7

117,5

37,0

124,3

Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h

63,0

63,0

64,1

63,5

64,7

65,1

65,4

65,4

65,5

65,3

66,4

66,0

65,9

65,9

66,4

66,5

67,1

41,6

41,7

KOMFORT

43,5

43,5

43,6

43,6

43,7

43,9

44,5

44,8

45,0

45,1

45,2

45,3

45,8

45,8

Die automobile Mittelklasse wie der

BMW 3er setzt mit den 17-Zoll-Reifen der

Serie 50 auf den richtigen Kompromiss

zwischen Sportlichkeit und Fahrkomfort.

Angenehm: Besonders komfortabel

rollt er mit den Reifen von Goodyear und

Semperit über Absätze und Gullydeckel.

70,1

70,3

71,6

72,2

71,3

72,2

72,1

72,3

72,2

73,1

72,1

72,6

73,1

73,4

72,9

74,5

76,0

aus Tempo 100 in Metern

bei 50 und 80 km/h in dB (A)

FOTOS: A. SONNTAG (4), HERSTELLER

LAUFLEISTUNG PREIS/LAUFLEISTUNG ROLLWIDERSTAND

Die Unterschiede in der Kilometerleistung

sind überraschend groß. Kurzlebig:

Goodride und Cooper erreichen nicht

mal die halbe Laufleistung des Michelin.

Michelin

Continental

Bridgestone

Dunlop

Goodyear

Semperit

Barum

Nokian

Hankook

Fulda

Kumho

Pirelli

Uniroyal

Westlake

Goodride

Cooper

kalkulierte Laufleistung in Kilometer

Dass sich teure Reifen rechnen, beweist

das gute Abschneiden des Michelin

Alpin A4. Tipp: Der Preisbrecher SW608

von Westlake fährt kaum günstiger.

45 000

40 050

38 250

35 550

33 300

32 400

31 050

30 150

29 250

26 550

25 650

25 650

25 650

23 400

20 250

Westlake

Michelin

Goodride

Bridgestone

Barum

Continental

Semperit

Dunlop

Hankook

Nokian

Goodyear

Kumho

Uniroyal

Fulda

Pirelli

13,68

14,22

14,81

15,16

15,46

15,98

16,05

16,32

17,09

17,91

18,02

19,49

20,27

20,34

22,61

19 350 Cooper

27,91

Euro per 1000 Kilometer

Nach der Faustformel ergibt eine fünfprozentige Absenkung des

Rollwiderstands eine Kraftstoffersparnis von etwa einem Prozent.

Spartyp: Der Semperit könnte den Verbrauch im Vergleich

zum Cooper um etwa vier bis fünf Prozent absenken, immerhin.

Sommer

Semperit

Pirelli

Uniroyal

Barum

Dunlop

Hankook

Continental

Michelin

Fulda

Goodride

Goodyear

Westlake

Bridgestone

Nokian

Kumho

Cooper

7,3

8,1

8,2

8,2

8,5

8,8

8,8

8,9

8,9

9,0

9,0

9,0

9,0

9,2

9,2

9,4

10,1

in kg/to

Der Rollwiderstand

wird auf einem geeichten

Trommelprüfstand

gemessen

MOTORS

DEN WINTER

FEST IM GRIFF

Marken-Winterreifen in riesiger Auswahl

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passende Reifen für Ihr Auto.

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44 AUTO BILD ALLRAD | Nr. 11 • November 2014

Es hilft nichts: Der nächste Winter kommt.

Deshalb finden Sie bei uns alljährlich einen großen

Winterreifentest für Allradfahrzeuge. Dieses

Mal mit neun Winterreifen sowie zum Vergleich

einem Sommerprofil und einem Spikesreifen

Erinnern Sie sich noch an dieses

gleichmäßige, helle Rauschen immer. Dann lassen nur Spikesreiung

aufgrund der großen Kälte nicht

beim Autofahren im Winter? Bis fen eine sichere Fahrt zu.

1975 konnte man es hören, danach Muss man ihnen bei uns nachtrauern?

Wir haben nachgemessen

waren Spikesreifen in Deutschland

verboten. Zu groß waren die Fahrbahnschäden

durch die rund 100 unseres alljährlichen Winterreifen-

– in einem Spezialtest im Rahmen

Metallstifte, die pro Reifen einvulkanisiert

sind. Heute darf man noch kaltem Eis: ein normaler Winterreitests.

Mit dabei auf minus 3 Grad

in Österreich, in der Schweiz und in fen, ein Sommerreifen, ein Spezialwinterreifen

für arktische Gegenden

Skandinavien mit Spikesreifen unterwegs

sein. Ihre Qualitäten auf Eis und ein Spikesreifen. Resultat beim

sind legendär. Und deshalb gibt es Eisbremsen aus 25 km/h:

sie immer noch. Denn in alpinen • Sommerreifen 31,6 Meter

und arktischen Regionen funktioniert

das heute übliche Auftauen • Nordic-Winterreifen 15,3 Meter

• Winterreifen 17,7 Meter

von Schnee und Eis per Salzstreu-

• Spikesreifen 10,6 Meter

November 2014 • Nr. 11 | AUTO BILD ALLRAD 45

Winterreifentest

96 AUTO BILD SPORTSCARS | Nr. 10 · Oktober 2014

Die Optik passt, doch was taugen unsere

XXL-Kandidaten auf Schnee und Eis?

Moderne Winterreifen überzeugen mit sportlicher Optik und hoher Fahrdynamik.

Und das nicht nur auf verschneiter Piste, wie unser Test zeigt

ir Autofahrer müssen und ausgeklügelter Profilgeometrie – ein Gedicht, wie sich der stahlblaue

Kurvensportler mit den Trak­

umdenken: die alte mutieren Fahrzeuge mit breiten

Regel „Bei Schnee Puschen auf geschlossener Schneedecke

jetzt aber zum Pistenbulli. chelin sicher über die festgefahrene

tionskünstlern von Pirelli und Mi­

und Eis besser zu

schmalen Reifen greifen“ ist überholt

und ab sofort außer Kraft ge­

15 Prozent größeren und vor allem der selbst bei durchdrehenden Hin­

Dabei profitieren sie von der bis zu Schneedecke dirigieren lässt. Dank

setzt. Moderne Winterreifentechnologie

macht’s möglich.

Reifens. Wie gut sich das anfühlt, Seitenführung verliert der heftigste

breiteren Aufstandsfläche des XXL­ terrädern nicht abreißen wollenden

Auf nasser und trockener Piste erfahren wir bei unseren Tests auf Wintereinbruch so seine Schrecken.

Damit auch Sie mit möglichst

sind die breiten Winterschlappen einem speziellen Wintertestgelände

den schmalbrüstigen Standardreifen

aufgrund besserer Kurvendy­

Hier lädt unser M 135i die sechs sicher durch den Winter kommen,

im äußersten Norden Schwedens. viel Spaß am Fahren und natürlich

namik und kürzerer Bremswege Kandidaten im Format 235/35 R 19 lesen Sie bitte unseren XXL­Reifentest

mit 13 Einzeldisziplinen auf

schon lange überlegen. Dank weiterentwickelter

Gummimischung einlenken, Gas geben, gegenlenken

zum Schneewalzer. Anbremsen,

Der Reifentest wurde unterstützt von Continental, Michelin, Nokian, Pire li und Vredestein. Unsere Standards

der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

Oktober 2014 · Nr. 10 | AUTO BILD SPORTSCARS 97

In Kooperation

mit

Einsatz im

Schnee:

Reicht die Seitenführung

der

Allseasons für die

Skiferien?

ROSSER FAKTENCHECK quer

durch alle Klimaregionen. Beim

diesjährigen Ganzjahresreifentest

stellen sich zehn Kandidaten

im direkten Vergleich einem Sommerund

einem Winterreifen. Der Test liefert

Antworten auf die wichtigsten Fragen

zu den angeblichen Multitalenten:

Einsatz bei

Nässe:

Wann verlieren die

Kandidaten den Kontakt

zur Fahrbahn?

Welche Vorteile bietet ein Ganzjahresreifen?

Er erspart vor allem das lästige Umbereifen

im Frühjahr und Herbst. Natürlich

entfallen auch die Ausgaben

für den zweiten Satz Reifen, die Räder

und Lagerkosten.

Was taugen Ganzjahresreifen im

Wintereinsatz?

Bei Schnee und Eis sind die meisten

Allseasons kaum schlechter als Winterreifen.

Achten Sie aber auf das

Schneeflockensymbol auf der Reifenflanke,

denn das garantiert eine gute

Schneetauglichkeit.

Kann ich mit ihnen guten Gewissens

in den Wintersport fahren?

Ja, rechtlich gelten Ganzjahresreifen

mit M+S-Kennzeichnung auch

in den Alpenländern als Winterreifen.

Allerdings mangelt es bei größeren Dimensionen

und schwereren Fahrzeugen

an der Seitenführung im Schnee.

Einsatz auf

trockener Piste:

Bleibt mit Allwetterreifen

der

Fahrspaß

auf der Strecke?

Für welche Fahrzeugklassen kommen

Allwetterreifen infrage?

Nur für Klein- und Kompakt wagen

ist der Einsatz wirklich zu empfehlen.

In den übrigen Fahrzeugklassen leidet

entweder die Fahr sicherheit oder der

Fahrspaß.

Ist der Gebrauch von Allwetterreifen

für Vielfahrer sinnvoll?

Nein, wer mehr als 10 000 Kilometer

pro Jahr zurücklegt, sollte besser zu

Sommer- und Winterreifen greifen.

Innerhalb von sechs Jahren sind ohnehin

zwei Reifensätze fällig.

Warum verlängert sich der Bremsweg

auf nasser und trockener Piste?

Sowohl dem Profil als auch der

Gummimischung mangelt es speziell

bei hohen Temperaturen an der Festigkeit.

Ein bis zwei Fahrzeuglängen

zusätzlicher Bremsweg sind ein ernst

zu nehmendes Sicherheitsmanko.

RDKS: JETZT PFLICHT!

Ab dem 1. 11. 2014 müssen alle in der

EU neu zugelassenen Pkw und Wohnmobile

mit einem Reifendruckkontrollsystem

(kurz RDKS) ausgerüstet sein. Dazu benutzen

die Hersteller spezielle Sensoren

an jedem Rad oder die indirekte

Methode mittels ESP/ABS-Sensoren.

Beides ist erlaubt. Eine Nachrüstpflicht für

ältere PKW besteht nicht.

Wie sollte der ideale Ganzjahresreifen

aussehen?

Er hat kürzere Bremswege und ein

knackiges Fahrverhalten in der Sommerzeit.

Liegt dann wirklich für kurze

Zeit einmal Schnee, sollte man mit ihm

nicht zum Verkehrshindernis werden.

TRAKTION

Bei der Zugkraftmessung erreichen die meisten Allwetterreifen Winterreifen-

Niveau. Der Expert von Uniroyal kann seine Leistung sogar noch toppen.

Uniroyal

2465

Winter

2409

Nexen

2362

Goodyear

2316

Hankook

2313

Kumho

2308

Dunlop

2293

Vredestein

2270

Raddrehzahlgeber

Pirelli

2263

an der Achse

Falken

2169

erfassen den

Schlupf

Maloya

1891

Sommer

707

HANDLING

Bis auf die Reifen von Falken und Maloya taugen alle Kandidaten für den harten

Wintereinsatz. Der Sommerreifen macht bereits an der ersten Steigung schlapp.

Kumho

54,2

Dem Quadris Nexen

53,9

von Maloya

mangelt es an Winter

53,9

Seitenführung Dunlop

53,5

Uniroyal

53,3

Goodyear

53,0

Pirelli

52,9

Vredestein

52,6

Hankook

52,5

Falken

51,2

Maloya

50,8

Sommer nicht fahrbar

Der Test wurde unterstützt von Dunlop,

Falken, Goodyear, Hankook, Kumho,

Nexen, Pirelli, Uniroyal und Vredestein.

Unsere Standards Transparenz und

journalistische Unabhängigkeit finden

Sie unter www.axelspringer.de/

unabhaengigkeit

Jetzt mit drei Prozent

Rabatt!

Finden Sie Ihre

passenden Ganz-

jahres- und

Winterreifen unter

www.autobild.de/

ratgeber/reifen/

BREMSEN

Auch beim Bremsen lassen die Ganzjahresreifen ihre Herkunft vom Winterreifen

erkennen. Drei Kandidaten bremsen besser als der Winterspezialist.

Uniroyal

26,3

Nexen

26,5

Kumho

26,7

Winter

27,0

Hankook

27,5

Vredestein

27,7

Goodyear

27,8

Dunlop

28,0

Pirelli

29,6

Falken

30,0

Der Sommerreifen benötigt einen mehr

Maloya

34,0

als doppelt so langen Bremsweg

Sommer

57,6

SLALOM

Typisch Ganzjahresreifen: In der Kurve fehlt ihnen die sichere Seitenführung.

Besonders bei Talfahrt gibt einem der Winterreifen das sicherere Fahrgefühl.

Winter

4,44

Nexen

4,36

Dunlop

4,24

Kumho

4,22

Uniroyal

4,21

Goodyear

4,18

Hankook

3,93

Vredestein

3,81

Pirelli

3,79

Maloya

3,76

Die höchsten Seitenführungskräfte

Falken

3,75

bietet immer noch der Winterreifen

Sommer

1,32

AUTOBILD.DE 26. SEPTEMBER 2014

SERVICE | REIFENTEST

PRÄSENTIERT VON

SO LESEN SIE DIE TABELLE RICHTIG:

Der Winterreifentest unterteilt sich in

vier Kapitel: Schnee, Nass, Trocken

und Kosten. Die wichtigen Kapitel Schnee

und Nass gehen bei der Gesamtbewertung

mit einer Gewichtung von jeweils

30 Prozent ein. Die Kapitelnoten

für trockene Fahrbahn und Kosten

mit jeweils 20 Prozent. Einzelnoten

schlechter als 2- in sicherheitsrelevanten

Testdisziplinen führen

wegen Unausgewogenheit bei den

Leistungen zur Abwertung.

Schnee

Nass

Trocken

Kosten

Durchschnitt in %

WINTERREIFEN DER DIMENSION 225/50 R 17 H/V

VORBILDLICH

2014

Dunlop

SP Winter Sport 4D

94 H

circa 580 €

TESTSIEGER

2014

Michelin

Alpin A4

94 H

circa 640 €

Continental

WinterContact TS 850

98 H

circa 640 €

Nokian

WR D3

98 V

circa 540 €

Goodyear

UltraGrip 8 Performance

94 H

circa 600 €

Bridgestone

Blizzak LM-32S

98 V

circa 580 €

Pirelli

Winter Sottozero Serie 3

94 H

circa 580 €

Traktion 30 1 1- 1- 1- 1+ 1+ 2+ 1- 2+ 1+ 2+ 1+ 2+ 2 2- 2

Bremsen 30 1 2+ 1- 2+ 1 1- 1- 2+ 2+ 1 1- 1 2+ 2- 2- 2+

Handling 30 1- 1 2+ 2 2+ 2+ 1 2 2+ 1 2+ 1- 2- 3 3 2

Slalom 10 1- 1- 2+ 2+ 1 2+ 2+ 2 1- 1 1- 2+ 2- 3- 3- 2

Durchschnitt 1 1- 1- 2+ 1 1- 1- 2+ 2+ 1 2+ 1 2 3+ 3+ 2

VORBILDLICH

2014

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER

2014

PREISTIPP

2014

SEHR GUT

2014

EMPFEHLENSWERT

2014

VORBILDLICH

2014

€co-Meister

2014

GUT

2014

Start-Stopp-Systeme

BESTER IM TEST

¨¨¨¨¨

2014

VORBILDLICH

2014

TESTSIEGER

2014

VORBILDLICH

2014

Aquaplaning 20 2 2- 2+ 2- 2 2- 2- 2+ 2 2 2- 2 2 1+ 1 2

Kurven-Aquaplaning 10 2+ 2 2+ 2- 2+ 2+ 3+ 2 1 2 2 2 2- 2 2- 1-

Handling 30 1 2+ 1 2+ 1 2 1 3+ 3 2- 3 3- 3+ 2- 2+ 2-

Kreisbahn 10 1 2 1 2+ 1- 2 2 2 2- 3+ 3+ 3- 1- 2+ 1- 2

Bremsen 30 1- 1- 1- 2+ 1- 1- 1 2 2 2- 2- 2- 2 2+ 2+ 2+

Durchschnitt 1- 2+ 1- 2 1- 2+ 2+ 2 2- 2- 3+ 3+ 2 2+ 2+ 2

Handling 35 2 2 2- 1- 2 2- 2 2+ 2+ 3 3+ 3+ 2- 3- 3 3+

Bremsen 35 2- 2- 2- 2+ 3+ 3+ 2+ 2- 2- 3+ 2- 3 3- 3 3 3-

Komfort 15 2 2- 2 2 1- 3+ 2- 2+ 2- 2- 2 2- 2- 3 3- 3-

Vorbeifahrgeräusch 15 1- 2 2 2+ 2+ 1- 3+ 2+ 2 2 2 1- 2 1 1 2+

Durchschnitt 2 2 2- 2+ 2 2- 2 2 2 3+ 2- 3+ 3+ 3+ 3+ 3

Laufleistung 50 2+ 1+ 1 2- 2 1- 3 2 2- 3 2- 3+ 3 3- 4+ 4+

Preis/Laufleistung 30 2+ 1- 2+ 2 2 1- 3 2+ 2 3+ 1- 3+ 2- 1 1- 4-

Rollwiderstand 20 2 2 2 2- 2 2- 2+ 2+ 2 2+ 2+ 2 2- 2 2 3

Durchschnitt 2+ 1 1- 2- 2 2+ 3+ 2+ 2 3+ 2 3+ 3+ 2- 3+ 4+

Semperit

Speed-Grip 2

98 H

circa 520 €

Hankook

Winter I*Cept RS

94 H

circa 500 €

Uniroyal

MS plus 77

98 H

circa 520 €

Barum

Polaris 3

98 H

circa 480 €

Fulda

Kristall Control HP

98 V

circa 540 €

Kumho

I’Zen KW27

98 V

circa 500 €

Westlake

SW608

98 H

circa 320 €

Goodride

SW608

98 H

circa 300 €

Cooper

WeatherMaster SA2

98 V

circa 540 €

Die Bewertung erfolgt in Schulnoten

1 = Sehr gut bis 6 = Ungenügend.

Die Prozentzahlen hinter den Einzeldisziplinen

entsprechen der Gewichtung.

Eine Kapitelnote schlechter

als 2- und Einzelnoten ab 3+

erlauben kein „vorbildlich“ mehr.

Bei Notengleichstand sind die

Hersteller in alphabetischer Reihenfolge

sortiert.

GESAMTURTEIL vorbildlich vorbildlich vorbildlich vorbildlich empfehlenswert empfehlenswert empfehlenswert empfehlenswert empfehlenswert befriedigend befriedigend befriedigend befriedigend befriedigend bedingt empf. bedingt empf.

Stärken:

hervorragender Winterreifen

mit dynamischen

Handlingqualitäten

auf verschneiter

und nasser Strecke.

Progressives Lenkansprechen

und angenehmes

Lenkgefühl,

sichere Aquaplaningqualitäten,

gutes

Preis-Leistungs-Verhältnis

und hohe

Kilometerleistung

Stärken:

vorbildliches Winterprofil

mit sehr gutem

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Stabile Seitenführung

und beste

Handlingqualitäten auf

verschneiter Piste.

Präzise Lenkung mit

guter Rückmeldung.

Hohe Wirtschaftlichkeit

und das mit

Abstand beste Laufleistungsergebnis

Stärken:

Winterspezialist mit

beeindruckenden

Fahreigenschaften auf

nasser Straße.

Hervorragende Sicherheitsreserven

bei

Aquaplaning. Kurze

Bremswege auf verschneiter

und nasser

Piste. Hohe Kilometerleistung

mit sehr

gutem Preis-

Leistungs-Verhältnis

Stärken:

Winterprofil mit

ausgewogen sicherem

Fahrverhalten und

kurzen Bremswegen

auf verschneiter

Strecke. Dynamisches

Handling, präzises

Einlenkverhalten und

gute Verzögerung

auf trockener Strecke.

Angenehmer Abrollkomfort

und ein leises

Vorbeifahrgeräusch

Stärken:

Premium-Winterreifen

mit hervorragenden

Fahrleistungen auf ver -

schneiter und nasser

Piste, stabile Seitenführung

und präzises

Einlenkverhalten

bei allen Witterungsbedingungen,

guter

Abrollkomfort

Schwächen:

leicht verlängerte

Trockenbremswege

Stärken:

ausgewogenes Leistungspotenzial

bei allen Witterungsbedingungen,

gute

Schneetraktion, kurze

Bremswege auf verschneiter

und nasser

Piste, gutes Preis-

Leistungs-Verhältnis

Schwächen:

leicht verlängerter

Trockenbremsweg,

mäßiger Komfort

Stärken:

spitzenmäßiges

Hand ling auf verschneiter

und nasser Piste,

präzises Einlenken mit

guter Rückmeldung,

kürzeste Nass- und

Trockenbremswege,

niedriger Rollwiderstand

Schwächen:

mäßige Aquaplaningeigenschaften,

reduzierte

Laufleistung

Stärken:

Markenreifen mit ausgeglichenem

Leistungspotenzial,

harmonisches

Fahrver -

halten auf verschneiter

und trockener

Piste, angenehmer

Fahrkomfort, gute

Wirtschaftlichkeit

Schwächen:

nur durchschnittliche

Handlingqualitäten auf

nasser Fahrbahn

Stärken:

Winterprofil mit sicherem

Fahrverhalten

auf verschneiter und

trockener Strecke,

harmonisches Einlenken,

stabile Seitenführung

auf Schnee,

gute Sicherheitsreserven

bei Aquaplaning

Schwächen:

befriedigende Handlingqualitäten

bei Nässe,

mäßiger Komfort

Stärken:

Winterspezialist mit

kürzesten Bremswegen

und sportlichen Handlingqualitäten

auf

verschneiter Strecke,

kraftstoffsparender

Rollwiderstand

Schwächen:

untersteuerndes

Handling und mäßige

Verzögerung auf

trockener Piste, reduzierte

Laufleistung

Stärken:

preisgünstiges Winterprofil

mit guter

Schneetauglichkeit,

angenehmer Komfort,

gutes Preis-Leistungs-Verhältnis,

geringer

Rollwiderstand

Schwächen:

eingeschränkte Seitenführung

und mäßige

Fahrqualitäten

auf nasser und

trockener Fahrbahn

Stärken:

überzeugende Wintertauglichkeit

mit guter

Zugkraft und dynamischen

Handlingqualitäten,

leises Abrollgeräusch

Schwächen:

nur befriedigendes

Nass- und Trockenhandling,

leicht

verlängerte Trockenbremswege,

mäßige Laufleistung

Stärken:

gute Traktion und kurze

Bremswege auf

Schnee, stabile Seitenführung

bei Nässe,

sichere Aquaplaningqualitäten

Schwächen:

untersteuerndes

Fahrverhalten auf

nasser Strecke,

verlängerte Trockenbremswege,

reduzierte

Laufleistung

Stärken:

harmonisches Fahrverhalten

und gute

Verzögerung bei Nässe,

günstiger Preis

Schwächen:

unharmonisches Fahrverhalten

bei Trockenheit

und Schnee,

verzögertes Einlenkverhalten,

eingeschränkter

Abrollkomfort,

geringe

Kilometerleistung

Stärken:

kurze Bremswege und

gute Handlingeigenschaften

bei Nässe,

leises Abrollgeräusch,

günstiger Preis

Schwächen:

mäßige Fahrdynamik

auf trockener und

verschneiter Piste,

lange Trockenbremswege,

stark

eingeschränkte

Kilometerleistung

Stärken:

stabile Handlingqualitäten

und kurze

Bremswege auf Nässe

und Schnee

Schwächen:

nur befriedigende

Trockenresultate,

schlechte Wirtschaftlichkeit

durch erhöhten

Rollwiderstand

und erheblich eingeschränkte

Kilometerleistung

74

AUTO BILD ALLRAD, Nr. 11/2014 AUTO BILD SPORTSCARS, Nr. 10/2014 AUTO BILD, Nr. 39/2014

Neun Winterreifen in 235/65 R 17 Sechs Reifen in XXXL 235/35 R 19 10 Allwetterreifen in 185/60 R 15

Sicher

test Winterreifen für Allradler

SERVICE | REIFENTEST

235/35 R19 Breite schlappen

Guter Grip bei

jedem Wetter?

Allroundtalent oder Sicherheitsrisiko? Ganzjahresreifen

im Schnee

für schnelle

sind weder im Sommer noch im Winter optimal.

AUTO BILD hat geprüft, ob dieses alte Vorurteil noch gilt

Schlitten

G

DIE TESTDISZIPLINEN AUF SCHNEE

Bridgestone Dunlop

Goodyear

Blizzak LM-80 Evo SP Winter Sport 4D UltraGrip+ SUV

Kumho

I’ZEN RV KC15

Michelin

Latitude Alpin LA2

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Nokian

WR SUV 3

Pirelli

Scorpion Winter

Roadstone

Winguard SUV

semperit

Speed-Grip 2

Continental

WinterContact TS 850 P

W

Michelin

Pilot Alpin PA4

nokian

WR A3

Pire li

Winter Sottozero 3

den nächsten Seiten. »

star Performer

SPTS AS

Vredestein

Wintrac Xtreme S

Fotos: T. Bader, A. Möller­Sonntag

FOTOS: A. SONNTAG (7), HERSTELLER, S. KRIEGER

durchschnittliche Zugkraft in Newton

Durchschnittsgeschwindigkeit in km/h

Bremsweg aus Tempo 50 in Metern

maximale Querbeschleunigung in m/s 2

65

REIFEN FÜR ALLE

WAGENKLASSEN

Sie suchen nach einer anderen Reifengröße oder

für eine anderes Fahrzeugsegment? Kein Problem!

Unsere erfahrenen Testpiloten machen den

jährlichen Reifencheck auch für die AUTO BILD-

Spezialmagazine ALLRAD und SPORTSCARS.

Natürlich finden Sie die Tests der vergangenen

Jahre auch online unter www.autobild.de

FOTOS: T. BADER (16), K. WEICHBRODT

MEINE

MEINUNG

Redakteure

DIERK MÖLLER-SONNTAG,

HENNING KLIPP

DIE TEUREN MARKEN HABEN DIE NASE VORN

AUF DEN ERSTEN BLICK liefert unser Test keine großen Überraschungen.

Die teuren Premiummarken landen auf den vorderen Rängen – ein weiterer

Beweis, dass gute Leistung eben ihren Preis hat. Die Billigreifen belegen

die hinteren Plätze, auch das war in diesem hochkarätigen Testfeld nicht anders

zu erwarten. Dennoch sind die aus einem Werk stammenden Reifen

namens Westlake und Goodride keine Verlierer. In den sicherheitsrelevanten

Tests können sie durchaus bestehen. Sie scheitern ebenso wie der teurere

Cooper an der schwachen Laufleistung. Die wahren Verlierer sind dagegen

die 30 rot unterlegten Reifen mit den zu langen Bremswegen auf Seite 68.

Schnell, einfach,

günstig !

Finden Sie Ihre

passenden

Winterreifen unter

www.autobild.de/

ratgeber/

winterreifen/

75

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


RATGEBER | ZUBEHÖR

Marder

Schutz

vor

scharfen

Zähnen

Feel Good Winter:

mehr erleben

für weniger Flocken.

Nachgerüstet: Hochspannung

unter der Motorhaube schützt

das Auto vor Marderschäden

Kuscheltier-Angriff:

Das Original steht

nicht so auf Nähe zu

den Artgenossen

FOTOS: C. R. SCHMIDT (12), S. HABERLAND

KRATZSPUREN an Dämmwolle,

verräterische Haare oder Bissspuren

an Schläuchen und Kabeln

– alles Hinweise auf einen

geheimnisvollen Besucher: Martes

foina, der Steinmarder. Die wilden Gesellen

haben ihre Scheu vor Menschen

schon lange verloren. Sie nutzen den

Überfluss, ernähren sich von Abfall,

wohnen auf Dachböden und wüten

leider auch besonders gern unter unseren

Motorhauben.

Eigentlich kein Problem, wenn der

Marder – anders als auf dem Foto – als

Einzelgänger auftaucht. Dann will er

nichts Böses. Der Nager mag es nur

nicht, wenn es in seinem Revier nach

Rivalen riecht. Konkurrenz macht ihn

bissig. Und das heißt, er beißt und nagt

sich in alles, was nach Nebenbuhler

riecht. Erwischt er dabei Schläuche

und Stromleitungen, wird es teuer.

Die Motorwäsche ist der erste Schritt,

auf Dauer hilft nur eine Art Weidezaungerät,

um ihn fernzuhalten. Wie das

funktioniert und wie Sie es ein bauen,

lesen Sie unten.

HV-MARD Germany:

Tel. 0 80 31-26 86 90

hv-mard-shop.de

OStH:

Tel. 0 51 02-6 73 69 87

marderschutz.eu

SO GEHT DER EINBAU

Stop & Go:

Tel. 0 76 31-9 72 70

marderabwehr.de

76

Mit Hochspannung gegen Marder.

Unser Einbauset kommt von

Stop & Go. Vorteil: Es funktioniert

unabhängig vom Bordnetz. Das

erleichtert den Einbau und ist in

unter zwei Stunden erledigt.

Nachteil: Die nötigen Knopf zellen

halten nicht ewig. Nach rund 18

Monaten sind sie zu

ersetzen. Sonst

droht Marderbesuch.

Stop & Go 8 Plus-Minus, Preis 175

Euro. Der Einbau ist in unter

zwei Stunden möglich. Weitere

Infos: www.marderabwehr.de

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Grund für den Angriff ist der

Geruch eines Rivalen – eine Reinigung

ist Pflicht. Das Spray

soll Gerüche neutralisieren

Jede Kontaktplatte besitzt Minus

und Plus. Vorteil: Der Marder

muss keine Pkw-Masse berühren,

um einen Impuls zu bekommen

Steuergerät im Motorraum

montieren. Es sendet zusätzlich

Ultraschall, die Lautsprecher

sollten daher nicht verdeckt sein

Die Platten im oberen Drittel

des Motorraums verteilen.

Nicht zu dicht an heißen und bewegten

Bauteilen installieren

Zwei Knopfzellen sitzen im Steuergerät

hinter einer Klappe.

Sie müssen nach rund 18 Monaten

getauscht werden

Der Aufkleber warnt vor der

Hochspannung. Keine Angst, das

Berühren ist zwar kurz schmerzhaft,

aber nicht weiter gefährlich

FAZIT

Redakteur

BERND VOLKENS

Eigentlich mag ich

Tiere und möchte ihnen

nicht wehtun – bei

der Marderabwehr

geht es leider nicht

ohne Stromschlag.

Meine Freundin versteht

das. Ihr Pferd

steht auf einer Koppel

mit Weidezaun.

4 Goodyear Winterreifen kaufen

und eine Prämie sichern. *

Aktionszeitraum: 01.10. – 15.11.2014 (Verlängerung bis 30.11.2014 möglich).

* Gilt nur für die Modelle UltraGrip 9, UltraGrip 8, UltraGrip 8 Performance oder UltraGrip+ SUV und nur,

solange der Vorrat reicht. Ein sendeschluss ist der 30.11.2014 (bei Aktionsverlängerung der 15.12.2014).

Ihre Prämie: 30 € Tankgutschein oder

Vignette für Österreich oder die Schweiz

MADE TO FEEL GOOD.


SERVICE | ROLLER-SHARING

JAANO:

SO

GEHT’S

In Hamburg ist die Testphase

mit 15 Rollern

gestartet. 2015 wird auf

150 Vespa aufgestockt

Momentan läuft Jaano noch in der Testphase

ausschließlich in Hamburg.

Richtig los geht es im Frühjahr 2015. Eine Gratis-

App zeigt, wo die Roller parken. Mit dem Handy

wird auch die Sitzbank entriegelt. Dort

befinden sich Schlüssel und Helm. Motor starten,

und los geht’s. Pro Minute werden 13 Cent

fällig. Wer die Vespa abstellt, aber nach einer

Pause weiterfahren will, zahlt neun Cent pro

Parkminute. Die einmalige Jaano-Anmeldegebühr

beträgt acht Euro. Interessant dürften die

Roller für Kurzstreckenfahrten sein. Aber auch

für Touristen, die am Lenker die City erkunden.

2

Lokalisiert und entriegelt werden

sie mit einer App auf dem Smartphone

Jeder Roller hat zwei hübsche Helme

in den Größen M und XL

3

4 5

Jaano-Kundin Valeska Faber

schätzt den lässigen Stil der Vespa

Die notwendige Fahrprüfung besteht sie souverän

FOTOS: S. KRIEGER (9)

78

Cooler Italo-Flair für zwischendurch

Die Vespa zum Teilen

Nach Car2Go und DriveNow kommt Jaano. In Hamburg gibt es das

Roller-Sharing schon. Für nächstes Jahr sind weitere Städte geplant

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Redakteur Jörg Maltzan

tauschte Auto gegen

Vespa und wurde spontan

Jaano-Mitglied.

Das Mindest alter beträgt

21 Jahre

UND JETZT SLALOM UM DIE

HÜTCHEN“, sagt Tino Hoffrichter

zu seinen Fahrschülern.

Der 25-jährige Jungunternehmer

ist Mitgründer der Firma Jaano,

die in Hamburg eine Motorroller-Ausleihe

gestartet hat. Wie bei Car2Go

(Smart) und DriveNow (BMW/Mini)

stehen die Vespa am Straßenrand und

können von Jaano-Mitgliedern ruck,

zuck ausgeliehen werden.

Doch vorher müssen alle, die auf

dem italienischen Kult-Roller durch

die Stadt flitzen wollen, eine kurze

Fahrprüfung bei Hoffrichter ablegen.

Auch Hubschrauber-Piloten wie Bernd

Schenk, einer der ersten Jaano-Kunden,

der in seinem Audi Q3 vorfährt.

Beruflich fliegt er einen Rettungshelikopter.

Was will so einer mit der

Leih-Vespa? „Vor allem flexibel unterwegs

sein“, sagt Schenk, der auch bei

Car2Go angemeldet ist und viele Strecken

mit seinem Rad fährt.

Mal Drahtesel, mal Auto, mal Bus

und Bahn – der moderne Stadtnomade

ist immer öfter mit verschiedenen

Verkehrsmitteln unterwegs. Nun auch

auf Motorrollern.

So wie Studentin Valeska Faber.

Bisher fährt sie nur Rad, nun freut sie

sich auf die Jaano-Roller. Die ersten

Meter rollert Faber etwas wackelig

durch den Testparcours, dann hat

sie den Dreh raus. Bis zu 50 km/h

schafft die Vespa Primavera. Sie hat

eine Automatik, was Neueinsteiger

mögen. Unter der Roller-Sitzbank und

im Topcase sind jeweils ein Helm untergebracht,

sodass Jaano-Fahrer auch

zu zweit losfahren können.

Den Ausleihvorgang regelt eine clevere

App auf dem Smartphone, das

während der Fahrt in einem Halter

steckt, Navi-Karten zeigt und geladen

wird. Die mobile Frischluft-Ladestation

dürfte schnell Freunde finden,

denn mit 13 Cent pro Minute sind die

Preise moderat. 20 Minuten durch die

Stadt kosten 2,60 Euro. Benzin-, Wartungs-

und Parkkosten entfallen.

Jetzt im Handel

„Ich mag es,

wenn ich

Verkehrsmittel

flexibel

wählen kann.“

Jaano-Fan und

Pilot Bernd Schenk

Klar, Jaano will modern und cool

sein. Der Roller ist es auf jeden Fall.

„Manche mieten unsere Vespa gleich

den ganzen Tag“, berichtet Hoffrichter.

Die Start-up-Idee scheint also

eine Marktlücke zu sein. „Gleich an

den ersten Tagen haben sich 350 Mitglieder

registriert und an der Kurzanweisung

teilgenommen“, freut sich

der Firmengründer. Hält der Trend an,

will Hoffrichter mit seinem Partner

Jaan Hoffmann das Projekt auf andere

Städte wie Berlin, Köln, München und

Düsseldorf ausweiten. Der nächste

Sommer kann kommen. J. Maltzan

HELD IM HEFT!

Nur in SPORT BILD: die limitierte

Match Attax-Trading Card

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NOCH MEHR SEHEN,

NOCH MEHR ERLEBEN!

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In Kooperation mit:

Die Jaano-Gründer Tino Hoffrichter (rechts) und

Jaan Hofmann sind begeisterte Vespa-Fans

Streng limitiert

und exklusiv nur

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Ohne geht nicht.


SERVICE

Lichtwochen 2014

AUTO BILD erklärt das Laserlicht

Den besten Preis

mache ich!

Star Wars oder was? Im Audi R8 LMX sorgen Laser für galaktische Erleuchtung auf der Straße

80

LASERLICHT – HÖRT SICH IR-

GENDWIE NACH WELTRAUM

AN, ist aber der Versuch von

BMW und Audi, für eine noch

bessere Ausleuchtung der Straße zu

sorgen. Erreichen moderne LED-

Scheinwerfer eine Reichweite von 300

Metern, kann das aus vier Strahlen

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

Die seit etwa 1970 verbaute

H4-Lampe wird langsam abgelöst

gebündelte Laserlicht im Audi R8 LMX

Gegenstände in einer Entfernung von

600 Metern erkennen. Das Problem:

Je mehr Licht das Auto auf die Straße

wirft, um so größer ist die Gefahr, andere

Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Die beiden Autobauer haben eine

Lösung gefunden: Sie schal ten

das Licht ab, sobald ein

Fahrzeug auftaucht,

MITMACHEN UND EINEN SUZUKI GEWINNEN

Auch in diesem Jahr initiieren das Deutsche Kfz-Gewerbe und AUTO BILD das große Gewinnspiel

zum Lichttest 2014. Mittlerweile seit über 20 Jahren! Mitmachen ist gleich zweimal angesagt:

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Cross im Wert von rund 29 490 Euro. Einfach drei Fragen richtig beantworten, die seit dem

1. Oktober auf der Internetseite licht-test.de stehen, oder eine Teilnahmekarte in

der Werkstatt ausfüllen. Weitere Informationen bietet die Fanpage Licht-Test bei Facebook.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2014. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet

das Los. Die Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

egal ob es entgegenkommt oder vorausfährt.

Der BMW i8 kann sogar noch

mehr: Eine Kamera erkennt die genaue

Position des anderen, das Laserlicht

wird dann exakt in diesem Bereich abgedunkelt,

und blendet niemanden.

ZU GEWINNEN

EIN SX4

VON SUZUKI

» Nächste Woche: So

gefährlich ist verbotenes

Lichttuning

MEIN TIPP

Redakteur

BERND VOLKENS

Es geht auch ohne

Laser: Wer alte H4/

H7-Lampen gegen

neue Markenbirnen

tauscht, erreicht

schon eine Menge.

Mit diesem Auto startet der Gewinner des Lichttests 2014 durch:

der Suzuki SX4 S-Cross im Wert von 29 490 Euro

FOTOS: HERSTELLER (4), S. HABERLAND

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meist genau, wann ein Modellwechsel

ansteht: Denn dann sinken

die Preise für das ladenneue

Vorgängermodell oft um bis zu ein

Drittel. Und wenn ab dem 15. November

die dritte Generation des Fabia zu

den Händlern rollt, wird das Angebot

an gepflegten Fabia II (Typ 5J, 2007–

2014) üppiger – die Preise fallen.

Schon jetzt gibt es den tschechischen

Technik-Zwilling von VW Polo

und Seat Ibiza ab 4500 Euro. Innerhalb

des Trios übernimmt der Fabia die Rolle

des pragmatischen Alleskönners: Der

Fabia hat fünf Türen, steil stehende

Seitenscheiben sorgen für luftige Platzverhältnisse

– genug für vier Erwachsene.

Wer mehr Platz benötigt, greift

zum weitverbreiteten Combi. Egal welcher

Fabia: Sitz- und Federungskomfort

zählen zum Besten, was es in der

Kleinwagenklasse zu kaufen gibt. Enttäuschend

ist jedoch das mittelmäßige

Abschneiden beim TÜV: In der Kategorie

der fünfjährigen Fahrzeuge erreicht

der Fabia nur einen 76. Platz –

von insgesamt 122 Typen. Die Prüfer

bemängeln Ölverlust, ausgeschlagene

Silentbuchsen vorn und verschlissene

Bremsscheiben (siehe Kasten rechts).

Die Motorwahl ist relativ einfach:

Wenigfahrer kommen mit dem 1,2-

Liter-Dreizylinder-Basisbenziner (60

oder 70 PS) gut aus, ein problemloser

Alleskönner ist der 1.4 16V mit 85 PS.

Der seit März 2010 angebotene 1.2 TSI

(85 oder 105 PS) ist zwar sparsam und

kräftig, leider enttäuscht er häufig mit

gerissenen Steuerketten. Vielfahrer

werden mit dem ebenfalls seit März

2010 angebotenen 1.6 TDI (75, 90 oder

ALLES ÜBER

GEBRAUCHT-

WAGEN

Jetzt wird er günstig

Der Fabia III steht in den Startlöchern, beim alten purzeln die Preise. Nicht immer ist der Tscheche ein guter Kauf

Schlicht, aber logisch: ein intuitiv bedienbares

Cockpit, solide Verarbeitung, gute Übersicht

Fast auf Kompaktwagen-Niveau: bei Fahr- und

Sitzkomfort zählt der Fabia zu den Klassenbesten

FAZIT

Redakteur

LARS BUSEMANN

Fahrkomfort und

Raumangebot des

Fabia II haben fast

Kompaktklasse-

Niveau. Reißende

Steuerketten beim

1.2 TSI und Zylinderkopfschäden

bei den Pumpe-

Düse-Dieseln erleichtern

die Motorenwahl:

der 1.4

16V als Allrounder

oder der 1.6 TDI

für Vielfahrer.

URTEIL

11154

Skoda Fabia 1.2 HTP

Ambiente (Typ 5J)

Baujahr2007

Laufleistung72 900 km

Preis

5990 Euro

105 PS) glücklich. Der Common-Rail-

Diesel ersetzte die rau laufenden und

technisch anfälligen Pumpe-Düse-

Diesel.

Unser Testwagen von Automobile

Eimsbüttel in Hamburg präsentiert

sich optisch nahezu makellos. Das

Scheckheft mit Stempeln eines Skoda-

Vertragshändlers passt ins positive

Bild. Allerdings steht eine große Wartung

an, zudem ist das rechte Rad -

lager vorn verschlissen. Der Händler

verspricht, sich um eine Inspektion

und ein neues Radlager zu kümmern,

außerdem gewährt er ein Jahr Gebrauchtwagengarantie.

Marktbeobachter

Schwacke weist 5250 Euro für

den Fabia aus – angesichts des überdurchschnittlich

guten Zustands und

der achtfachen Bereifung wären 5500

Euro ein faires Angebot.

Präzise Lenkung, straffes Fahrwerk: ESP ist seit

der Modellpflege 2010 bei allen Versionen Serie

VERSCHLEISSTEILE FÜR DEN FABIA SIND ERFREULICH GÜNSTIG

Kosten

Unterhalt Ersatzteilpreise 2)

Testverbrauch 7,0 l S/100 km Bremsscheiben und -beläge vorn 307 Euro

CO 2 167 g/km Anlasser (AT) 375 Euro

Inspektion 150–350 Euro Lichtmaschine (AT) 411 Euro

Haftpflicht (16) 1) 567 Euro Wasserpumpe 210 Euro

Teilkasko (16) 1) 70 Euro Steuerkette inkl. Spanner 476 Euro

Vollkasko (15) 1) 412 Euro Endschalldämpfer 293 Euro

Kfz-Steuer (Euro 4) 81 Euro Kotflügel vorn links, lackiert 653 Euro

1) Onlinetarif der HUK24-Versicherung: Zulassung in Hamburg, Fahrer nur Versicherungsnehmer und Partner (25 Jahre alt),

jährliche Fahrleistung 15 000 km, Schadensfreiheitsklasse 1; 2) Preise inklusive Arbeitslohn und 19 Prozent Umsatzsteuer

DIE SIMPLEN SAUG-BENZINER MACHEN DEN WENIGSTEN ÄRGER

Beim TÜV schneidet die zweite Fabia-Generation

(Typ 5J) nur mittelmäßig ab. Neben Ölverlust

an Getriebe und Motor beanstanden die Prüfer

überdurchschnittlich häufig eingerissene

Zylinderkopf der

Pumpe-Düse-Diesel

Die Injektoren entwickeln Spiel in

ihren Sitzen, Ölverdünnung durch

Diesel ist die Folge – ein Motorschaden

droht. Ein

neuer Zylinderkopf

kostet

rund 1600

Euro (inkl.

Einbau, ohne

neue PD-

Elemente).

Bremsanlage

Häufig wird der Fabia im Stadtverkehr

gefahren – und gebremst.

Scheiben und Beläge sind

folglich oft verschlissen. Trost:

Ersatz ist günstig zu haben.

Silentbuchsen an den vorderen Querlenkern

und abgenutzte Bremsscheiben vorn. Bei den

bis 3/2010 verkauften Pumpe-Düse-Dieseln

1.4 TDI und 1.9 TDI können die PD-Elemente

Steuerkette 1.2 TSI

Defekte Kettenspanner, überspringende

Steuerketten oder verschlissene

Kettenglieder sind beim 1.2 TSI nicht

selten. Im schlimmsten Fall

droht ein kapitaler Motorschaden.

Ölverlust

Bereits bei der ersten Hauptuntersuchung

fällt der Fabia häufig mit Ölverlust auf, oft am

Antriebswellenflansch am Getriebe.

Technische Daten

Seite scannen und

die interaktiven

Zusatzinhalte erleben!

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

Motor

Dreizylinder/vorn quer

Ventile/Nockenwellen

2 pro Zylinder/1

Hubraum

1198 cm³

Leistung

44 kW (60 PS) bei 5200/min

Drehmoment

108 Nm bei 3000/min

Höchstgeschwindigkeit

155 km/h

0–100 km/h 15,9 s

Tank/Kraftstoff

45 l/Super

Getriebe/Antrieb

Fünfgang manuell/Vorderrad

L/B/H

3992/1642/1498 mm

Kofferraumvolumen

300-1163 l

Leergewicht/Zuladung

1106/449 kg

Spiel in ihrem Sitz im Zylinderkopf entwickeln.

Abhilfe schafft nur ein neuer Zylinderkopf.

Der 1.2 TSI nervt mit defekten Kettenspannern

und gerissenen Steuerketten.

Türdichtungen vorn

Windgeräusche und Wassereinbruch

im Bereich der vorderen

Türen haben meist ihre Ursachen

in schief sitzenden

oder abgelösten

Türdichtungen.

Silentlager Die

hinteren Silentlager an

den Querlenkern vorn

sind oft schon nach

fünf Jahren porös und

austauschreif. Kosten

je Seite: 110 Euro.

ab

4500

Euro

für ein sieben Jahre

altes Modell

AUTO BILD-Tipp

1.3 MZR

(84 PS)

AUTO BILD-

Testverbrauch:

6,5 Liter

Toyota Yaris

(Typ XP9)

ab

3500

Euro

für ein acht Jahre

altes Modell

AUTO BILD-Tipp

1.0 VVT-i

(69 PS)

AUTO BILD-

Testverbrauch:

5,6 Liter

Honda Jazz

(Typ GE)

ab

6000

Euro

für ein sechs Jahre

altes Modell

AUTO BILD-Tipp

1.2 i-VTEC

(90 PS)

AUTO BILD-

Testverbrauch:

6,2 Liter

FOTOS: T. RUDDIES (6), T. BADER (2), HERSTELLER, L. BUSEMANN, S. KRIEGER, PRIVAT

87


POST

88

NEUER JEEP RENEGADE IM MULTIPLA-DESIGN

GRATULATION AN FIAT zur gelungenen Weiterentwicklung

des Multipla-Designs. Ein solcher Kasten, wie Sie dieses

Vehikel treffend genannt haben, kann für alles stehen – nur

nicht für einen Jeep. Mit diesem Gesicht werden

wohl keine nennenswerten Verkaufszahlen erzielt werden.

WERNER HEINEMANN, per E-Mail

REALITÄTSFERNE

NORMVERBRÄUCHE

Dann lieber einen Gebrauchten

Dass Normverbräuche von aktuellen

Neuwagen reine Fantasie sind,

war mir bekannt. Aber dass selbst

das Steuergerät während des

Testlaufs auf weniger Leistung programmiert

wird, ist doch Betrug.

Ich kaufe definitiv keine Neuwagen

mehr, nur weil diese ja angeblich

so viel sparsamer sind. Ein sechs Jahre

alter Gebrauchter schluckt auch

nicht mehr. Sollen sie doch auf ihren

Mogelpackungen sitzen bleiben.

HANS MÜLLER, per E-Mail

Niemand muss schnell fahren

Die Verbrauchsangabe gilt international,

es gibt keine deutsche Extrawurst-Norm.

Wer unspektakulär

fährt, erreicht die Werksangabe. Mein

Auto braucht laut Norm 9,4 Liter,

doch mein niedrigster Verbrauch

lag bei 7,8 mit Klimaanlage.

Deutschland jammert auf hohem

Niveau. Wir haben doch beides:

Wir dürfen schnell fahren, aber auf

Wunsch auch gemäßigt und

sparsamer. Niemand hindert uns

daran.

RICHARD SCHEDEL, 63906 Erlenbach

Diese Tricks gehören verboten

Da kommt einem echt die Galle hoch.

Diese Tricksereien gehören sofort

verboten. Ein noch elendigerer Betrug

am Kunden sind die vollkommen

absurden Verbrauchswerte bei

Hybridmodellen.

RALPH D. MEILINGER, 63636 Brachttal

„Die derzeitige

Debatte um

die Straßenmaut

in

Deutschland

ist mehr

als nur peinlich

– wie eben

auch die verantwortlichen

Politiker.“

Herwig Holzrattner

per E-Mail zur

geplanten Maut

IM TEST: BMW 225i ACTIVE

TOURER MIT 225 PS

Sehr viel Aufmerksamkeit für

einen Nachbau

Warum schenkt man dem BMW-

Van so viel Aufmerksamkeit?

Für mich ist das ein nachgebauter

Franzosen-Van, der sich nicht

gerade durch Preiswürdigkeit auszeichnet.

DIETRICH ZERBST, 22949 Ammersbek

Position der Klimaanlage passt

Ihre Kritik an der angeblich zu tief

sitzenden Klimaanlage kann ich

nicht nachvollziehen. Die meisten

BMW werden mit Klimaautomatik

ausgeliefert. Die ist so perfekt,

dass man einmal die

Temperatur einstellt und dann

den Regler nie wieder anfasst.

LUTZ LEHMANN-BERGHOLZ, per E-Mail

Das kann Mercedes schon lange

Was BMW als neu verkauft, macht

Mercedes mit der B-Klasse seit

2005 – und zwar deutlich besser.

Und seit Mai 2012 mit dem

B 250 auch mindestens genauso

sportlich. Die technischen Daten

sprechen für sich. Wenn der B 250

im November auch noch von

der 4Matic unterstützt wird, dann

heißt es: Tschüs, neuer sportlicher

Kompaktvan von BMW.

ERIC HAIN, per E-Mail

VIER KOMPAKTE MIT KLEINEN

DIESELMOTOREN IM VERGLEICH

So hart, als seien die Federn

noch im Montagewerk

Wir fahren den neuen Octavia

Combi mit den schicken, aber unkomfortablen

18-Zoll-Turini-Rä-

Sperzel

dern. Jede Bodenwelle schlägt derart

in den Rücken, dass man sich

fragt, ob die Stoßdämpfer noch im

Montagewerk liegen. Doch genauso

sparsam, wie er federt, ist er im

Unterhalt. Als G-Tec verbraucht

er 3,9 Kilogramm Erdgas, das kostet

etwa vier Euro pro 100 Kilometer.

Dazu 32 Euro Steuern und 1330 Kilometer

Reichweite.

HANS-WERNER REQUARDT, 33729 Bielefeld

SUV-BOOM: 50 NEUE BIS 2018

Es ging auch mal ohne

Jeder, der mal einen Berg hochfährt,

glaubt, er braucht ein SUV. Ich kann

mich erinnern, dass wir in meiner

Kindheit mit fünf Personen und Gepäck

700 Kilometer in den Urlaub

gefahren sind – und zwar in einem

VW Käfer.

DIETER MURMANN, 96317 Kronach

Lasst die Vans am Leben!

Als ich 1989 vom VW Jetta auf

Renault Espace umstieg, kam ich mir

vor, als wäre ich aus einer Kellerwohnung

in ein Penthouse umgezogen!

Ich genoss Raum und Licht,

Bewegungsfreiheit und Rundumsicht.

Dass nun der Zafira, der Meriva

und andere Vans aus rein modischen

Gründen ihren vorbildlichen Nutzen

verlieren und SUV-Ableger werden

sollen, betrübt mich. Liebe

Marketing-Experten: Entwerft so

viele SUV wie nötig, aber bitte

lasst das Van-Konzept nicht sterben!

DIETER FLATOW, 50996 Köln

FOTOS: S. GEHRT (2), T. STARCK

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TEXTCHEF Alexander Cohrs-Henschel

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AUTOREN Dani Heyne, Dipl.-Ing. Wolfgang König (Sonderaufgaben),

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TEST UND TECHNIK Andreas Borchmann;

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NACHRICHTEN/REPORTAGEN Matthias Moetsch;

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RATGEBER Andreas May;

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WEITERE AUSGABEN AUSSERHALB EUROPAS:

Argentinien, China, Georgien, Indien, Indonesien, Mexiko, Thailand

89

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


Alfa lebt wieder: Der 4C

erinnert an den SS,

die ultimative Straßenmaschine

von 1959.

DAS

SCHÖNSTE

ZUM SCHLUSS

Alfa Giulietta SS trifft Alfa 4C

ALFA

TIERCHEN

Zwischen links und rechts

liegen 55 Jahre, gefühlt

sind es Erdzeitalter. Alfas

Vierzylinder-Raketen von

einst und jetzt im Vergleich

UNTERSCHIEDLICHER GEHT’S

NICHT. Der eine rundlich-organisch,

der andere kantig-spröde.

Verwandtschaft lässt sich zwischen

den beiden wirklich nicht erkennen.

Aber ist ja auch klar, es liegen

55 Jahre dazwischen, dazu noch etliche

Krisen der Familie.

In den späten 50ern und den ganzen

60ern war Alfa Romeo alles andere als

langweilig und voll angesagt. Und die

Vermeidung der Langeweile hätte eine

der Grundtugenden von Alfa bleiben

müssen, aber dann kamen die 70erund

80er-Jahre mit dem Einstieg von

Fiat. Dennoch haben noch immer viele

Leute Alfa im Blut, einschließlich

Ferdinand Piëch, der die Marke am

liebsten in sein Album kleben würde.

Was den Erfolg ausmachte? Der geniale

Doppelnockenwellen-Alumotor

von Chefkonstrukteur Orazio Satta Puliga

und die aufreizenden Karosserien

von Bertone, Pininfarina und Zagato.

Alfa Romeo klangen gut, fuhren gut,

waren preiswert, nicht jedoch billig.

1959 kam die Giulietta Sprint Speciale,

kurz SS, ins Alfa-Programm. Mit

ihrem drallen Cokebottle-Körper stach

sie als Primadonna hervor. In Italien

wurde sie vom Volk ehrfürchtig „il squalo“,

der Hai, genannt. Der Entwurf

stammte von Bertone und dort vom

jungen Franco Scaglione. Der SS bekam

zunächst den 1300er-Veloce-Motor mit

100 PS und lief glatte 200, was >>

90

FOTO: R. RÄTZKE

Die Perspektive zeigt’s:

Damals waren Straßen

schlechter. Die hochbeinige

Giulietta von 1959

stakst wie ein Storch, der

4C kauert am Boden

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

91

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


FASZINATION | ALFA ROMEO

>> für so einen Hubraumzwerg der

Overkill war. Der c W -Wert betrug 0,28!

Scaglione ließ Aerodynamik-Tests mit

aufgeklebten Wollfäden auf der Autostrada

machen, denn von einem Windkanal

träumte man noch nicht einmal.

Ursprünglich war die Giulietta SS

als spartanischer Racer gegen den Porsche

356 gedacht, übernahm später

jedoch den Part des eleganten Reisecoupés

mit Renn-DNA. Sozusagen ein

Ferrari fürs bürgerliche Budget. 1963

wurde schließlich der bulligere 1600er-

Giulia-Motor mit 112 PS implantiert,

was in so ein mondänes Coupé auch

besser passte. Teuer ist es noch heute.

Gute SS werden ab 80 000 Euro gehandelt

– deutlich mehr als der 4C neu

kostet.

Der ist heute das, was der SS damals

war: der ultimative Straßen-Sportwagen.

Und der erste Silberstreif von

vielen, die Fiat-Boss Marchionne nach

der jüngsten Krise kommen sieht. 4C

steht schlicht für vier Zylinder. Ein verharmlosendes

technisches Detail, das

sich andere Marken wegen Banalitätsalarm

nicht trauen, besonders bei

einem solchen Radikalsportwagen.

Steigen wir also in den 4C ein, mit

dem Alfa Geschichte weiterschreiben

will: Hinterradantrieb, Mittelmotor,

Leichtbau. In stubenreinen Drehzahlen

bana lisiert der 1,8-Liter-Vierzylinder

noch so vor sich hin. Wecke ich jedoch

per Gaspedal den Turbo, dann wird

der Vierzylinder zur brüllenden Furie.

Lehre: Kleine Nackenschläge erhöhen

das Freuvermögen! Nun zwitschert, >>

Alfa Romeo

4C

Motor Vierzylinder,

Turbo, Mitte quer

Hubraum 1742 cm 3

Leistung 177 kW (240

PS) bei 6000/min

max. Dreh moment

350 Nm bei 2100/min

Spitze 258 km/h

0–100 km/h 4,5 s

Antrieb Hinterrad/

Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe

Tankinhalt 40 l • L/B/H

3989/1868/1183 mm

Kofferraum 110 l

Leer gewicht 995 kg

EU-Mix 6,8 l Super/

100 km • Abgas CO 2

157 g/km

Mit der optischen Verwandtschaft,

der

„Heritage“, ist es nicht

weit her, dennoch

war die Giulietta SS

damals ebenso

eine Rakete wie der

4C heute

Übersichtlich sieht

anders aus, aber was

soll’s. Bei den Fahrleistungen

des 4C und

der nervösen Lenkung

guckt man eh besser

auf die Straße. Die

Armaturen sind rein

virtuell, alles bildschirmgeneriert.

Das

Auto nennt seine

Zylinderzahl, zu sehen

ist davon hinter den

Sitzen indes nur eine

Kunststoffhaube

Alfa Romeo

Giulietta SS

Motor Vierzylinder,

vorn längs • Hubraum

1290 cm 3 • Leistung

74 kW (100 PS) bei

6500/min • max. Drehmoment

108 Nm bei

5500/min • Spitze

200 km/h • 0–100 km/h

13,9 s • Antrieb Hinterrad/Fünfganggetriebe

Tankinhalt 80 l • L/B/H

4120/1660/1245 mm

Leer gewicht 920 kg

Verbrauch 11,8 l Super/

100 km • Abgas CO 2

280g//km

Seite scannen

und das Video

abspielen!

92

Die Giulietta Sprint Speciale von 1959 lässt

sich notfalls in der Garage reparieren, der Mittelmotor-4C

kann davon nicht mal mehr träumen

FOTOS: R. RÄTZKE (3)

Mehr Infos finden Sie

auf Seite 20.

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


BARBARA SCHÖNEBERGER

Exklusiv fotografiert

für HÖRZU

Eine, die

zu Hause hat

Choke, was war das

noch gleich? Der

1300-Kubik-SS-Motor

war mit 100 PS im

Jahr 1959 pures Hightech

und brauchte

die Gemischanreicherung

zum Kaltstart.

Und er wollte zärtlich

warm gefahren werden.

Das Lenkrad war

sperrig und wenig

griffig, die Sitzposition,

nun ja, seltsam.

So ging Sport damals

Ein Kurvenkünstler war die elegante Giulietta SS nicht, ihre sensationelle Aerodynamik machte

sie eher zum Autobahnkometen. Spitze 200! Mit 1300 Kubik! Ist der Motor nicht schön?

FOTOS: R. RÄTZKE (7), HERSTELLER (3), C. BITTMANN, T. BADER, PRIVAT

>> grölt, schnauft und zischt es in der

Technik, dass ich erschrecke, vor allem

wegen der physikalischen Nebenwirkungen

wie taumelndem Kopf, engem

Brustkorb und interessanten Erfahrungen

mit meinem Blutkreislauf,

0–100 in 4,5 Sekunden!

Ein scheues Lamm ist der 4C nicht,

besonders wenn man das Sechsgang-

Doppelkupplungsgetriebe und all

die anderen elektronisch regierten

Motor- und Fahrparameter per Schalter

Stufe um Stufe zuschärft, von A wie

Allwetter (und Sanftmut des Antriebs)

bis in den hysterischen Racemodus,

der das ESP zum Chillen schickt, die

Gangwechsel giftig macht, und eine

Launch-Control in petto hält.

Nachdem die Alfa in den letzten Jahren,

in denen nicht mal die Chefs die

Marke verstanden, fettleibig wurden,

stand diesmal Diät bis an den Rand zur

Magersucht auf dem Programm. Mit

Carbon-Chassis, Alu und schlichtem

Weglassen entbehrlicher Dinge, etwa

der Servolenkung. Die Folge sind 900

Kilo und eine gewöhnungsbedürftige

Präzisionslenkung, die den Nachteil

hat, dass der Wagen vehement allen

Bodenwellen nachläuft, was mangels

Servo anspruchsvoll für den Piloten

wird. Der 4C verlangt nach totaler Konzentration

und zwei kräftigen Händen,

die den Apparat auf welliger Bahn auf

Kurs halten. Doch mit dem spontanen

Klitschko-Motor, dem schnappmesserschnellen

Getriebe, der Gokart-

Lenkung und Hammerbremse verhält

sich der Alfa schließlich wie ein angewachsenes

Körperteil. So geht Sportwagen!

Dagegen ist unser 1959er SS ein

Muttersöhnchen. Betulich akzeleriert

der 1300er-Motor, dabei dennoch kernig

blökend. Drehzahl liebt der kleine

Vierzylinder, 5000 Touren sind nötig,

damit sich etwas tut, sagenhafte 7000

machbar. Das Fünfganggetriebe lässt

sich prächtig bedienen. Nur die vier

Trommelbremsen stammen aus einem

anderen Erdzeitalter. Die Wirkung

meiner beachtlichen Tritte ins Pedal

erinnert an die Welt der Güterzüge.

Das Direkte, Unmittelbare, Messerscharfe

geht ihm völlig ab. Die dünnen

Reifen sind zwar aerodynamisch

wertvoll, mehr auch nicht. Aber ich

wollte ja gnädig sein. Der SS war 1959

ein enorm fortschrittliches Auto, das

uns im Vergleich zum 4C zeigt, was die

Menschheit inzwischen an Wunderbarem

gelernt hat. Und dass Alfa mit

dem 4C wieder auf der Höhe der Zeit

ist. Mehr erregendes Kribbeln ist derzeit

nicht erfahrbar. B. Schmidt

Galerie der

Stromlinien

Die 50er waren auch

bei Alfa eine Zeit der

ersten Ahnungen, wie

wohl Aerodynamik

funktioniert – doch erst

in den 60er-Jahren

fanden windkanaloptimierte

Alfa-Modelle

in die Großserie.

Neben den Sportcoupés

jener Zeit gehörte

auch die berühmte

viertürige Giulia

dazu. Den Alfa Romeo

33 Stradale sieht die

Marke heute als

Designvorbild des 4C.

1953 Alfa Romeo B.A.T. 5

1954 Alfa Romeo B.A.T. 7

1955 Alfa Romeo B.A.T. 9

1959 Alfa Romeo Giulietta SS

1967 Alfa Romeo 33 Stradale

2014 Alfa Romeo 4C

95

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014


AUFREGER

30 %

20 %

10 %

0 %

8 %

ABWEICHUNG VOM

NORMVERBRAUCH

INSGESAMT*

2000 ’01 ’02 ’03 ’04 ’05 ’06 ’07 ’08 ’09 ’10 ’11 ’12 ’13

Öko-Untersuchung

38 %

Abweichung vom Normverbrauch

am Beispiel VW Passat Variant:

17,2 %

ab 2001

1.9 TDI, 130 PS

Werksangabe

5,8 l D/100 km

Testverbrauch**

6,8 l D/100 km

18,3 %

ab 2005

2.0 TDI, 140 PS

Werksangabe

6,0 l D/100 km

Testverbrauch**

7,1 l D/100 km

* Quelle: ICCT, Datenbasis 540 000 Pkw

** gemäß AUTO BILD–Testzyklus

Die Trickser-Kurve

23,9 %

ab 2010

2.0 TDI, 140 PS

Werksangabe

4,6 l D/100 km

Testverbrauch**

5,7 l D/100 km

Spritverbrauch im Schnitt 38 Prozent höher als angegeben

FOTOS: GETTY IMAGES, H. SCHAPER, R. SASSEN, S. GEHRT, S. HABERLAND, U. SONNTAG

VOR 25 JAHREN

HEFT 40/1989. Fritz Fend

entwirft einen zweiten

Kabinenroller. Während

sein erster in den 1950er-

Jahren für kostengünstige

Mobilität sorgte, soll der

„Fend 2000“ jetzt vor allem

die Umwelt entlasten:

Dank geringem Luftwiderstand

verbraucht der 80-PS-

Dreizylinder im Heck nur

zwei Liter pro 100 Kilo -

meter. Zur Serienproduk -

tion kommt es aber nicht.

Gebrauchte

schlauer kaufen!

96

Verbraucher an der

Nase herumgeführt:

Die Angaben zum

Spritverbrauch werden

von Jahr zu

Jahr unrealistischer

SCHREIBEN

SIE UNS

Sie wollen uns Ihre

Meinung zu diesem

Thema sagen?

AUTO BILD,

Brieffach 39 40,

20350 Hamburg

E-Mail:

redaktion@autobild.de

Stichwort:

Verbrauchsangaben

AUTOBILD.DE 2. OKTOBER 2014

450

EURO PRO JAHR. So

viel Geld hätte jeder

Fahrer mehr in der

Tasche, wenn sein

Auto so viel – oder besser: so

wenig – Sprit verbrauchen

würde, wie der Hersteller verspricht.

Dass die Werksangabe

nicht dem realen Kraftstoffkonsum

auf der Straße entspricht, quittieren

die meisten mit einem Schulterzucken.

Aber: Der Unterschied zwischen

dem im Prüflabor nach dem Neuen

Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermittelten

Werten und der Wirklichkeit

wird jedes Jahr größer!

Zuletzt (2013) wuchs die Abweichung

auf durchschnittlich 38 Prozent

an, wie die Forschungsorganisation

ICCT (International Council on Clean

Transportation) ermittelt hat. 2001

waren es noch acht Prozent.

Um das herauszufinden, hat der

ICCT eine riesige Datenmenge gesammelt.

Die Prospektwerte der Autohersteller

wurden mit dem tatsächlichen

Verbrauch von rund 540 000 Pkw verglichen.

Die echten Zahlen stammen

unter anderem von LeasePlan, der

weltweit größten Leasinggesellschaft,

dem netzbasierten Nutzerportal spritmonitor.de

und aus der Datenbank

von AUTO BILD.

Die Zeche für die ständig steigende

Differenz zwischen den Angaben der

Autoindustrie und der Wirklichkeit zahlen

nicht nur die Fahrer. Weil die Kfz-

Steuer in Deutschland teilweise nach

den Kohlendioxid-Emissionen erhoben

wird, gehen dem Staat nach Berechnungen

des ICCT etwa 240 Millionen Euro

Einnahmen pro Jahr durch die Lappen.

Der scheinbare Erfolg der Autoentwickler,

den von der EU erst 2015 vorgegebenen

CO 2 -Grenzwert von 130

Gramm pro Kilometer schon 2013 unterboten

zu haben, entpuppt sich also

als Täuschung. Die Motivation der

Autobranche ist klar: Die drohenden

EU-Strafzahlungen sollen unbedingt

vermieden werden.

Dabei brechen die Hersteller keineswegs

Gesetze; sie nutzen einfach

die Schwächen im Messzyklus NEFZ

aus. Das können unpräzise formulierte

Testbedingungen oder eine ausgeschaltete

Klimaanlage sein. Dazu kommen

Systeme, die zwar den Prüfstandsverbrauch

drücken, in der Praxis

aber wenig Wirkung entfalten – wie

etwa die Start-Stopp-Automatik.

Einige der Lücken werden mit der

neuen Verbrauchsnorm WLTP („Worldwide

harmonized Light vehicles Test Procedure“)

geschlossen, die den NEFZ 2017

ablösen soll. „Auch der WLTP wird nicht

perfekt sein“, gibt Dr. Peter Mock vom

ICCT zu Bedenken. Er ist einer der Verfasser

der Verbrauchsstudie und kritisiert

an der kommenden Norm zum Beispiel,

dass die Klimaanlage ausgeschaltet

bleibt. „Darüber hinaus sollten Serienautos

stichprobenartig auf den Prüf stand

gestellt werden, um deren Verbrauch

zu messen“, so Mock. Damit könne verhindert

werden, dass speziell vorberei -

tete Autos die Ergebnisse nach unten

manipulierten. Christoph M. Schwarzer

DAS LETZTE

WORT

Redakteur

CLAUDIUS MAINTZ

TEMPO 250:

DIE BAHN REGELT AB

ICH BIN MAL 430 KM/H gefahren,

im Transrapid zwischen

Shanghai und dem Flughafen

Pudong. 4-3-0 – der pure

Wahnsinn! Jetzt will die Bahn die

nächste ICE-Generation bei 250

km/h abregeln, so wie bei deutschen

Luxuslimousinen. Erster

Impuls: schade! Doch die Fakten

sprechen für die zwar langsamere,

aber immer noch rasante

Gangart. Im dicht besiedelten

Deutschland kommt etwa alle

70 bis 75 Kilometer ein Bahnhof,

ein Tempo jenseite der 300 wäre

nur für einen kurzen Augenblick

drin. Daher will die Bahn Züge

anschaffen, die besser beschleunigen.

Bahn fahren wie in der

Achterbahn? Als sportlicher Autofahrer

finde ich das super. Gas

geben und bremsen im schnellen

Wechsel macht viel mehr

Spaß, als stumpf 300 zu fahren –

und nichts davon zu merken.

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mit 128 Seiten!


AM 10. OKTOBER IM NEUEN HEFT

Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag –

unter anderem mit diesen Themen:

Wie viel Leistung braucht ein Kompakter?

Immer mehr, immer weiter, immer schneller – muss das sein? BMW widersetzt

sich diesem Drang und schiebt mit dem 114d einen 95 PS starken

Basisdiesel nach. Vergleichstest gegen Mercedes A 160 CDI, Peugeot 308 HDi 92

und Hyundai i30 1.6 CRDi.

Ein ganz

solides Stück

Als Gebrauchtwagen ist

der Mercedes GLK

extrem beliebt – weil er

mitten im Trend fährt

und sehr haltbar ist. Wir

nennen die Stärken

und die Schwächen des

kantigen Benz.

Das

schlechteste

Auto der Welt!

Unser Autor hat sich die

chinesische X5-Kopie

Shuanghuan CEO gekauft –

und versucht jetzt

mit allen Mitteln, das Auto

wieder loszuwerden.

So fährt

der neue

VW Passat

Bei der Qualität hat der neue

Passat mächtig zugelegt –

siehe Seite 28 in diesem Heft.

Aber wie fährt er sich?

Wir haben es ausprobiert.

Vorläufige Themenauswahl, Änderungen aus Aktualitätsgründen möglich

IHRE VORTEILE:

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Charlottenburg, HRB 154517 B. Alle Informationen über Ihr gesetzliches Widerrufsrecht und die Widerrufsbelehrung finden Sie unter http://www.lesershop24.de/widerruf/axel-springer-se.


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Finanzangebote bei den teilnehmenden Toyota Händlern.


Citroëns Rallye-Stationen

Vom Auto in der Nachwuchsklasse bis zur Weltmeisterschaft

Nr. 40 | 2. Oktober 2014

Formel 1

Bald drei

Autos pro Team?

Chefvermarkter Bernie Ecclestone plant die grosse

Revolution: Jedes Team soll mit drei Autos fahren.

Doch der Plan ist nicht zu Ende gedacht Seite 2

Noch mehr

Auto Bild MOTORSPORT

www.autobildmotorsport.de

@abms_reporter

Fotos: Hersteller; picture-alliance; dpa/F. Goden/DPPI

Gewinner

In der GP2 läuft es für Daniel

Abt nicht rund. Jetzt gibt es

trotzdem Grund zur Freude. Der

21-Jährige testet am 27. Oktober

ein IndyCar von Andretti

Racing. Gute Aussichten …

Verlierer

Jean Eric Vergne fuhr beim

GP Singapur erneut ein klasse

Rennen. Dennoch verliert der

Toro-Rosso-Pilot sein Formel-1-

Cockpit 2015 an Max Verstappen.

Schade für den Franzosen!

Editorial: Wolff bändigt seine Fahrer

Liebe Leser, die letzten fünf Formel-1-Läufe werden

es in sich haben. Gerade mal drei Punkte trennen

Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Wie Mercedes-

Sportchef Toto Wolff seine Titelkandidaten bändigen

will, erklärt er im Interview (Seite 2/3). Im ADAC GT

Masters werden wir bereits an diesem Wochenende

einen Champion haben. Die Titelfavoriten in der

Ihr Olaf Schilling Chefredakteur

Liga der Supersportwagen stellen

wir Ihnen auf Seite 10 vor. Da Sie uns

wegen des Feiertags bereits an einem Donnerstag in

Händen halten, hatten wir einen vorgezogenen

Redaktionsschluss. Daher finden Sie im Heft kein

DTM-Ergebnis, aber auf www.autobildmotorsport.de

finden Sie alles zum Lauf in Zandvoort.


Formel 1

Ecclestone-Plan

Bald drei

Autos pro Team?

Er ist 83 Jahre alt, hat gerade einen

anstrengenden Gerichtsprozess

hinter sich und will jetzt die Formel 1

neu ordnen: Charles Bernard Ecclestone.

Der Chefpromoter der Königsklasse hat

genug von den kleinen Teams, die Jahr

für Jahr ums Überleben kämpfen – und

rüttelt deshalb an den Grundfesten der

Formel 1. Im britischen Guardian trat

er die Lawine los: „Ich sehe lieber ein

Team wie Ferrari mit drei Autos als

Rennställe am Ende des Feldes, die

ums Überleben kämpfen.“

Ecclestone hat zwei konkrete Pläne.

Der erste: acht Teams mit drei Autos.

Der zweite, noch spektakulärere, aber

streng geheime: vier Teams mit fünf

Autos. Das Ergebnis wäre eine Formel 1

der Hersteller.

Doch die sind sich selbst nicht einig,

was sie wollen. „Die Regel gibt es ja

bereits, dass wir – wenn wir unter 20

Autos fallen – pro Team drei Fahrzeuge

einsetzen müssen“, verrät Mercedes-

Motorsportchef Toto Wolff (42) gegenüber

AUTO BILD MOTORSPORT. „Ich gehe

aber nicht davon aus, dass wir unter 20

Autos fallen. Und dann wird es auch

die drei Autos nicht geben.“

Bei Ferrari ist man da ganz anderer

Meinung. Schon seit Jahren pushen die

Italiener Kundenautos. Und auch Red-

Bull-Motorsportchef Helmut Marko (71)

ist nicht abgeneigt: „Unsere Kapazitäten

in Milton Keynes sind so groß, dass wir

kaum Zusatzkosten durch ein drittes

Auto hätten. Im Gegenteil: Man könnte

weitere Sponsorflächen verkaufen, die

dann sogar Geld bringen. Außerdem

wäre das eine Lösung für unser Luxusproblem:

Wir haben zu viele gute Fahrer

für zu wenige Cockpits.“

Das Problem: Mit Marussia, Caterham

und sogar Sauber sind derzeit allein

Die Strippenzieher der Formel 1:

Chefvermarkter Bernie Ecclestone (li.)

und FIA-Präsident Jean Todt

Hier geht’s weiter

Citroëns Rallye-Stationen

Vom Auto in der Nachwuchsklasse bis zur Weltmeisterschaft

Formel 1

drei Teams akut von der Pleite bedroht.

Gerüchten zufolge soll für Marussia nach

dem Rennen in Sotschi (12. 10.) Schluss

sein. Zu Caterham sagt Neu-Teamchef

Manfredi Ravetto: „Jeder weiß, in welchem

Zustand wir dieses Team vorgefunden

haben und wir versuchen alles, es am

Leben zu halten.“ Doch Ecclestone will

da nicht mitspielen. Er zögert mit der

Überweisung der TV-Gelder. Auch Pirelli

droht mit Lieferstopp der Reifen, wenn

Raten nicht bezahlt werden.

Bekommt Ecclestone also doch seine

Regel durchgesetzt? Mercedes opponiert

zwar noch, würde im Fall eines

zu kleinen Starterfeldes aber klein

beigeben. „Wenn das passiert, wären

wir im Sinne der Formel 1 bereit, über

ein drittes Auto nachzudenken“, sagt

Toto Wolff. „Dann muss man sich aber

Force India und Williams

als Hinterherfahrer

Chefvermarkter Bernie eCClestone plant die grosse

revolution: Jedes team soll mit drei autos fahren.

doCh der plan ist niCht zu ende gedaCht seite 2

Bald drei

Autos pro Team?

Gewinner

In der GP2 läuft es für Daniel

Abt nicht rund. Jetzt gibt es

trotzdem Grund zur Freude. Der

21-Jährige testet am 27. Oktober

ein IndyCar von Andre ti

Racing. Gute Aussichten …

Nr. 40 | 2. Oktober 2014

Verlierer

Jean Eric Vergne fuhr beim

GP Singapur erneut ein klasse

Rennen. Dennoch verliert der

Toro-Rosso-Pilot sein Formel-1-

Cockpit 2015 an Max Verstappen.

Schade für den Franzosen!

genau überlegen: Wie macht man es?

Vielleicht einen Rookie ins Auto setzen,

eine andere Lackierung nutzen und so

auch eine andere Finanzierung? Aber

eigentlich möchte ich gar nicht darüber

nachdenken, denn prinzipiell ist es nicht

gut für die Formel 1.“

Der Grund: Mit drei Autos pro Team

werden Mannschaften wie Force India,

Williams oder Sauber plötzlich zu Hinterherfahrern.

Sieg und Punkteränge

machen die großen vier dann unter

sich aus. Force India-Teamchef Vijay

Mallya (58) warnt deshalb: „Die DNA

unseres Sports sollte erhalten bleiben.

Statt das Starterfeld auf den Kopf zu

stellen, sollte Bernie Ecclestone lieber

über eine gerechtere Verteilung der

Einnahmen nachdenken.“

Denn für die kleineren Teams würde

ein drittes Auto einen zusätzlichen

Kraftakt darstellen. Toto Wolff rechnet

vor: „Weniger als zehn Millionen Euro

extra sind nicht realistisch. Man muss

die Autos bauen, Motor und Getriebe

bezahlen (zusammen mindestens

sieben Millionen Euro; d. Red) das

Auto transportieren und es auch noch

fahren lassen.“ Macht ca. 20 Millionen

Euro Zusatzkosten pro Team.

Weil das kein Privatteam

stemmen kann, würde die

Formel 1 abhängig von

großen Herstellern. Doch

die kommen und gehen,

wie sie wollen …

Bianca Garloff/Ralf Bach

Bianca Garloff

@bgarloff

Noch mehr

Auto Bild MotoRSPoRt

www.autobildmotorsport.de

@abms_reporter

Editorial: Wolff bändigt seine Fahrer

Liebe Leser, die letzten fünf Formel-1-Läufe werden

es in sich haben. Gerade mal drei Punkte trennen

Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Wie Mercedes-

Sportchef Toto Wol f seine Titelkandidaten bändigen

wi l, erklärt er im Interview (Seite 2/3). Im ADAC GT

Masters werden wir bereits an diesem Wochenende

einen Champion haben. Die Titelfavoriten in der

Ihr Olaf Schi ling Chefredakteur

Liga der Supersportwagen ste len

wir Ihnen auf Seite 10 vor. Da Sie uns

wegen des Feiertags bereits an einem Donnerstag in

Händen halten, hatten wir einen vorgezogenen

Redaktionsschluss. Daher finden Sie im Heft kein

DTM-Ergebnis, aber auf www.autobildmotorsport.de

finden Sie a les zum Lauf in Zandvoort.

Fotos: picture-alliance; Privat

Mercedes-TeAmchef WolFF

Herr Wolff, Ihre Piloten wurden in

dieser Saison öfter von Technikdefekten

heimgesucht. Zuletzt Nico

Rosberg in Singapur. Haben Sie

Angst, dass die WM durch stotternde

Silberpfeile entschieden wird?

Toto Wolff (42): Das wäre nicht nur

ärgerlich, sondern würde einen Schatten

auf die Meisterschaft werfen. Wir

wollen nicht, dass ein Fahrer die WM

verliert, weil ihn die Technik im Stich

gelassen hat. Deshalb arbeiten wir

hart an der Zuverlässigkeit. Die Qualitätsabteilung

ist mit wirklichen Top-

Leuten besetzt, aber die Dinge brauchen

manchmal, bis sie greifen.

Fünf Rennen vor Schluss herrscht fast

Gleichstand zwischen Ihren beiden

Piloten. Was bedeutet das für Sie?

Das macht die Sache für uns noch

schwieriger. Der Kampf wird noch

intensiver werden. Die Konsequenz

sind wohl weniger Haare auf meinem

Kopf (lächelt).

Haben die Fahrer freie Fahrt, wenn

Nico

Rosberg

Der Deutsche liegt

mit 238 Punkten auf

Platz zwei der Fahrer-

WM. Er ordnet laut

Toto Wolff sein

ganzes Leben der

Formel 1 unter und

ist extrem fokussiert

auf seinen Job

„Sie dürfen sich nicht

Noch

in die Kiste fahren!“

Toto Wolff

Ich bin generell

Pessimist mit

einem Quäntchen

Optimismus. Und

es fühlt sich für

mich so an, als

wären noch viele,

viele Kilometer

zwischen uns und

dem vermeintlichen

WM-Sieg.

Gerade im Sport

kann alles passieren.

Wir dürfen uns

nicht in Sicherheit

wiegen

der Konstrukteurs-Titel gesichert ist?

Wenn es je zu der Luxusposition kommen

sollte, dass wir auch in Sachen

Fahrer-WM abgesichert sind, dann

kann ich mir vorstellen, dass es ein

bisschen schärfer zur Sache gehen

kann. Was trotzdem ein No-Go ist:

Dass sie sich in die Kiste fahren.

Was ist anstrengender: Wie 2013

einen Rückstand auf Red Bull wettzumachen

oder wie 2014 zwei wilde

Fahrer bändigen zu müssen, die nur

noch drei Punkte auseinanderliegen?

Schwieriger ist es, nicht die Messlatte,

nicht das Team mit dem besten Auto

zu sein. Einen Rückstand aufholen zu

müssen ist um ein Vielfaches schwieriger

als zwei Fahrer zu managen. Die

beiden sind nach außen unsere

Botschafter und unsere Helden. Sie

müssen sich aber auch stets bewusst

sein, dass sie Bestandteil einer großen

Gruppe sind.

Nach der Kollision in Spa wurde Ihnen

Missmanagement vorgeworfen.

fünf Sebastian Rennen Vettel – und nur hat drei mit Platz Punkte zwei trennen in

Singapur Nico Rosberg sein und bestes Lewis Saisonergebnis Hamilton im Titelkampf.

geholt.

Teamchef ABMS Toto Wolff hat vorher erklärt, mit wie ihm er gesprochen

damit umgeht

Ihre Antwort auf die Kritiker?

Das war doch hauptsächlich Eddie Jordan.

Und Eddie muss immer mal einen

raushauen. Das ist auch sein Auftrag.

Man kann’s nie allen Recht machen.

Im Endeffekt muss man sich die Kritik

Beide Fahrer bleiben

zu „99 Prozent“ auch

2015 bei Mercedes

anhören und selbstkritisch hinterfragen:

Was können wir besser machen?

Aber intern ist alles gut und das ist das

Wichtigste.

Wie kritisch hat der Vorstand nach

dem Verhalten des Teams in und

nach Spa reagiert?

Die Vorstände haben etwas anderes

zu tun, als ein Formel-1-Team zu managen.

Die Formel 1 ist nur ein winziger

Bestandteil des Konzerns. Wir

haben das Glück, dass uns die Vorstände

mit Rat und Tat zur Seite ste­

hen, wenn wir das brauchen. In diesem

Fall war das ansatzweise so. Den

Vorständen hat das, was in Spa auf

der Strecke passiert ist, sehr missfallen.

Und unsere Reaktion war im absoluten

Konsens mit den Vorständen.

Was haben Sie aus der ganzen

Situation für nächstes Jahr gelernt?

Das ist ja kein statischer Prozess,

sondern eine dynamische Entwicklung.

Im letzten Jahr gab es keine

Probleme. Aber da waren wir auch

nur Zweiter und einfach nicht gut

genug. Das ist natürlich eine andere

Situation für die Fahrer, als wenn sie

jetzt die Messlatte sind. Beide sind

ihr ganzes Leben lang drauf kalibriert

gewesen, Weltmeister zu werden

und jetzt wird das natürlich intensiv.

Und im nächsten Jahr wird es

wieder anders sein.

Wie wird Hamilton denn reagieren,

wenn Rosberg Weltmeister wird und

umgekehrt?

Einer wird verlieren und natürlich

2 AUTO BILD MOTORSPORT AUTO BILD MOTORSPORT 3

Toto

Wolff

Mercedes-

Motorsportchef

Geboren am 12. Januar 1972

in Wien (A). Rennfahrer: 1992–2006 in

Formel Ford, Sportwagen und Rallye.

Seit Januar 2013 Nachfolger von Norbert

Haug als Mercedes-Motorsportchef

Lewis

Hamilton

Der Weltmeister von

2008 ist derzeit WM-

Führender (241Punkte).

Er brauche laut Wolff

mehr Freiräume als

Nico Rosberg, um

sich entfalten

zu können

Selfie: Toto Wolff (li.) drückt den Auslöser

fürs Selbstporträt mit unseren

Reportern Bianca Garloff und Ralf Bach

hoffe ich, dass der andere dann Weltmeister

ist – und kein Ricciardo. Die

Chance dazu beträgt 75 Prozent, aber

nicht mehr. Der eine wird dann „over

the moon“ sein, total glücklich. Und

der andere wird einige Zeit brauchen,

bis er das verdaut hat.

Wie wichtig ist es dann, sich zunächst

um den Verlierer zu kümmern?

Sehr wichtig. Weil wir mit beiden

Fahrern die nächsten Jahre weiterarbeiten

wollen. Deshalb ist es wichtig,

da das Gleichgewicht zu halten. Und

dabei darf man vor allem den Verlierer

nicht vergessen.

Wie sehr können Sie denn garantieren,

dass beide Fahrer nächstes Jahr

noch bei Mercedes fahren?

Zu 99 Prozent. Weil man sich immer

eine Restchance für außergewöhnliche

Situationen zurückhalten muss.

Im Leben ist nie alles hundertprozentig.

Ich werde für gar nichts eine hundertprozentige

Zusicherung geben.


Interview: B. Garloff/R. Bach


Adrenalin in seiner

schärfsten Form.

Das neue Audi TTS Coupé mit 2.0 TFSI-Motor und 228 kW (310 PS).

Fordert heraus. Mehr erfahren unter www.audi.de/tts

Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 7,2–6,9;

CO 2

-Emissionen in g/km: kombiniert 166–159.


DTM

Boss Hans Werner Aufrecht

„Ein Motorsport-Festival wäre toll“

Hans Werner

Aufrecht

Vorsitzender

der DTM

Geboren am 28. Dezember 1938 in

Großaspach. Karriere: 1967 Gründung

Unternehmen AMG, 1999 Gründung

Rennabteilung HWA, seit 1986 DTM-Boss

Im Exklusiv-Interview verrät

Hans Werner Aufrecht, wie er die DTM noch

besser machen will. Das sind seine Ideen

Essen Motor Show

29.11.—07.12.2014

Halle 10 • Stand F100

Noch getrennt: Bisher

fuhren die DTM (o.) und

die GT Masters (u.) unter

anderem Rennen in

Oschersleben. In Zukunft

könnten sie eventuell bei

einem gemeinsamen

Event starten

Mehr Kampf auf der Strecke

DTM und GT Masters bei einem Event

DTM nicht auf der Nordschleife

Keine Hybrid-Systeme

EINS MIT DER STRASSE

Sei eins mit der Straße. Und die Straße wird eins mit Dir.

Fotos: Hersteller; Hoch Zwei

Herr Aufrecht, rückläufige Zuschauerzahlen

und strittige Situationen

auf der Strecke. Macht Ihnen die DTM

überhaupt noch Spaß?

Hans Werner Aufrecht (75): Ohne Zweifel.

Vor allem, wenn man sieht, dass

man noch Verbesserungspotenzial

hat. Dann macht mir das umso mehr

Spaß. Aber um das Negative zu nennen:

Mich stört beispielsweise, dass

Fahrer bestraft werden, wenn sie über

eine weiße Linie fahren. Der Zuschauer

will Kampf auf der Strecke sehen.

Aber wenn gekämpft wird, kann so

etwas passieren. Da müssen wir

einfach unsere Strecken so ändern,

dass das nicht passieren kann.

Oft in der Kritik ist auch die TV-

Übertragung. Wie stehen Sie dazu?

Meiner Meinung nach ist die TV-Übertragung

auf einem sehr hohen Level.

Wenn wir Quotenprobleme haben,

dann müssen wir schauen, dass unser

Produkt besser wird. Wie schon gesagt,

wir müssen zum Kampf auf der

Strecke kommen. Dann wird der Zuschauer

das quittieren.

Lassen Sie uns auf 2015 blicken. Wie

viele Rennen sehen wir nächstes Jahr?

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass

wir elf Rennen sehen. Aber das ist

nicht das Thema, sondern dass an der

Strecke mehr gefahren wird und mehr

Aktivität herrscht. Auch wir träumen

davon, dass wir vielleicht samstags

noch ein kurzes Rennen haben. Aber

irgendwie muss das in die Budgets

passen, denn die sind begrenzt. Wir

sind da zwar dran, aber ich habe

eigentlich wenig Hoffnung.

Nach der DTM ist das ADAC GT Masters

die zweitgrößte deutsche Rennserie.

Macht es Sinn ein gemeinsames

Event zu planen, um wieder mehr

Zuschauer an die Strecke zu locken?

Ob man damit mehr Leute an die

Strecke holen kann, weiß ich nicht.

„Die Wahrscheinlichkeit

ist groß, dass wir 2015

elf Rennen sehen“

Kann sein. Aber was mir an dieser

Idee gefällt: Wir könnten so ein

Motorsport-Festival auf die Beine

stellen, an dem beide Top-Serien an

einem gemeinsamen Wochenende

ihre Rennen fahren. So ein deutsches

Motorsport-Festival wäre toll.

Finden da schon Gespräche statt?

Es finden Überlegungen statt. Gespräche

will ich das nicht nennen.

Die Tourenwagen-WM fährt nächstes

Jahr auf der Nordschleife. Ist das

auch ein Denkanstoß für die DTM?

Nein!

Können Sie Gründe nennen?

Sicher hat man Träume und es ist

schön auf der Nürburgring-Nordschleife

zu fahren. Aber es gibt viele

Gründe, warum wir dort nicht fahren.

Und die sind für mich so massiv, dass

ich das überhaupt nicht erwäge. Die

Sicherheit zum Beispiel.

Es war ja einmal eine US-DTM

angedacht. Wie ist der Stand der

Kooperation mit Nordamerika?

Die Hersteller in den USA schauen

sich das gerade an. Und ich denke die

Chancen stehen fünfzig zu fünfzig,

dass die Herrschaften sich das positiv

angucken.

Welche Hersteller sind das?

In Amerika ist das einfach. Es gibt

nur drei (GM, Ford, Chrysler; d. Red.).

Wir sind mit allen im Gespräch.

Würde es dort eine Serie ohne

amerikanische Hersteller geben?

Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich

glaube, dass man nationale Hersteller

braucht, wenn man in so einem

großen Land fährt.

Mit der japanischen Super-GT-

Meisterschaft besteht bereits eine

Kooperation. Sind für 2015

gemeinsame Rennen angedacht?

Man muss sogar sagen, die Japaner

haben uns überholt. Die fahren

schon jetzt mit dem Reglement, das

wir vorgeschlagen haben. Wir tun

das erst ab 2017. Deshalb habe ich

solche Gedanken erst dann.

Sie meinen den 2-Liter-Turbomotor,

der 2017 kommt. Wird dann auch

das Aussehen der Autos verändert?

Das Reglement wird sich nicht ändern.

Es werden diese Art Autos sein,

keine anderen. Vielleicht im Detail

weniger Aerodynamik, das kann

sein. Da sind wir noch im Gespräch.

Kommt dann ein Hybridsystem?

Das sehe ich im Moment nicht. Weil

wir dadurch keine Effizienzsteigerung

bekommen. Es kostet viel Geld. Aber

das Gewicht, was ein Hybridantrieb

mit sich bringt, egalisiert die Rundenzeit

wieder, die man durch den Leistungsvorteil

bekommen würde.

Interview: O. Müller/T. Schmidt

Für bestes Handling

Überzeugende Handlingqualität

mit stabiler Seitenführung

und guter Verzögerung auf verschneiten

Pisten. Gute Lenkpräzision

und kurze Bremswege

auf trockener Straße.

6 AUTO BILD MOTORSPORT

hankookreifen.de


Wochenschau

TOP-NEWS

der Woche

Mike Rockenfeller

Der Audi-DTM-Pilot

startet an diesem

Samstag beim „Petit Le

Mans“ in Road Atlanta/

USA in einem Corvette-

Prototyp. Für Rocky ist

es nach den 24 Stunden

von Daytona und 12

Stunden von Sebring

der dritte Einsatz im

Sportwagen 2014.



Slalom-DM

Auf der Bergslalompiste

in Freiamt im Schwarzwald

gewann Sven Schill

in einer C-Kadett-Limousine

den 8. Lauf der

Slalom-DM Region Süd.

Tabellenführer ist der

Meister Daniel Dichter

(BMW 318 is).


Blancpain Sprint Series

Drei deutsche Teams aus

dem GT Masters starten

beim Finale der Sportwagenserie

in Baku/

Aserbaidschan

(1./2. 11.). Callaway

Competition bringt zwei

Corvette Z06, Schütz

einen Porsche 911 und

Prosperia C. Abt Racing

einen Audi R8.

TV-Tipps

der Woche

Samstag, 04. 10. 2014

22.00 Uhr – Sport 1

DTM – das Magazin.

Highlights vom neunten

Lauf aus Zandvoort/NL

Fotos: Hersteller; R. Sassen; A. Trienitz; picture-alliance; Twitter

Tweet

der Woche

„Habe gerade das Lenkrad meines

Vaters im Büro gefunden“, twitterte

Nico Rosberg unter @nico_rosberg

ein paar Tage nach seinem Ausfall

wegen Elektronikproblemen am

Lenkrad. Rosbergs Nachsatz: „Dad,

Ihr hattet es früher so viel einfacher!“

Rosberg senior hatte nur einen

Knopf für die Trinkflasche …

Schumacher-Sohn

Schumi junior

Erster groSSer Kart-

Erfolg für Schumi-Sohn

sorgt für Rummel

Er will Weltmeister werden! Seit Mick

Junior (15) – unter diesem Namen

fährt Michael Schumachers Sohn Mick

Kartrennen – das einer italienischen

Sportzeitung nach seinem Vize-WM-Titel

in der KF Juniorklasse verraten hat, ist

der Hype um den Sohn des Rekord-

Champions nicht mehr zu bremsen.

BILD, RTL und Co berichteten über den

rasanten Aufstieg des Schumi-Sprösslings.

Auch in den sozialen Medien ging die

Post ab. Der „Mick Junior Fan Club“

hat auf Facebook innerhalb weniger

Tage 2000 Likes gewonnen. Ebenso

eine Fanseite mit dem Namen des

jungen Kartfahrers. Und der Boom um

Schumi III wird weitergehen. Je höher

die Motorsportkategorie, desto weniger

wird die Familie den Nachwuchs-Schumi

abschirmen können. Die Kölner Tageszeitung

Express spekulierte bereits über

einen Aufstieg in den Formel-Sport.

Wählen Sie die Fahrer des Jahres

Zum vierten Mal verleihen wir in den vier Kategorien Formelsport, Tourenwagen, Rallye und Sportwagen die AUTO BILD MOTORSPORT-AWARDS. Und

Sie, liebe Leser, entscheiden, wer die Gewinner sind. Dafür müssen Sie im Internet abstimmen und Ihren Lieblingsfahrer wählen.

So stimmen sie ab: Die Redaktion hat in

jeder der vier Kategorien eine Auswahl von

zehn Fahrern zusammengestellt. Unsere

Kriterien: die außergewöhnliche Leistung

in der aktuellen Saison bzw. auch die

Sonderstellung der Fahrer in ihrer jeweiligen

Rennserie. Die Auswahl finden Sie auf

www.autobildmotorsport.de

Mit einem Klick können Sie bis zum

20. Oktober Ihren Lieblingsfahrer wählen.

Unsere Partner der Veranstaltung:

Gewinnspiel

Kart-Hype um

Mick Junior nach Platz

zwei bei der Kart-WM

Das können Sie gewinnen: Einen

VW Scirocco R! Das Topmodell des

kompakten Sportlers hat mächtig Dampf unter

der Haube. 280 PS beschleunigen den Klassiker

in nur 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

So macht er im Alltag genauso eine gute Figur

wie auf der Rennstrecke im VW Scirocco R-Cup,

dessen Läufe im Rahmenprogramm der DTM

ausgetragen werden. Gesamtwert des Autos:

36 175 Euro. Der Hauptpreis wird unter allen

Gewinnen Sie Tickets für

den Saisonabschluss der

VLN auf dem Nürburgring

Der letzte Saisonlauf der VLN Langstreckenmeisterschaft

Nürburgring steigt am 25. Oktober.

Und Sie können dabei sein. AUTO BILD

MOTORSPORT und der TMG GT86 Cup verlosen

10 x 2 Eintrittskarten. Auf den Hauptgewinner

wartet zusätzlich eine besondere Überraschung:

Ein Blick hinter die Kulissen des TMG GT86 Cup,

der als Markenpokal in der beliebten Breitensportserie

startet.

Machen Sie mit und schreiben Sie Ihre

Kontaktdaten an

gewinnspiele@autobildmotorsport.de

Teilnahmeschluss ist der 9. Oktober 2014

Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Mitarbeiter

des Axel Springer Auto Verlags, der Axel Springer SE sowie deren Angehörige

dürfen nicht teilnehmen. Teilnahme nur aus Deutschland möglich.

Teilnehmern der Leserwahl von AUTO BILD

MOTORSPORT und unserem Schwestermagazin

AUTO BILD SPORTSCARS verlost. Viel Glück!

Scannen Sie mit Ihrem Handy

diesen QR-Code und gelangen

so direkt zur großen Wahl der

Motorsportler des Jahres 2014

Schnappschuss

Meine

Favoriten

McLaren MP4/13 „Damit wurde

Mika Häkkinen 1998 Formel-1-

Weltmeister. Ich bin das Auto

nie im Rennen gefahren, sondern

habe es nur getestet. Es

war schnell, einfach zu fahren.

Hat gemacht, was ich wollte“

Helmtrockner à la Tomáš Enge: Der GT-Masters-

Pilot nutzte beim Test den warmen V8-Motor

seines Camaro GT3 mal anders. Sein scherzhafter

Kommentar: „Was will ich mit einem normalen

Helmtrockner, wenn ich den hier haben kann!“

In seiner langen Karriere ist

Nick Heidfeld (37) viele

Rennautos gefahren. Jetzt

verrät der Sportwagenund

Formel-E-Pilot

seine Lieblinge

BMW Williams FW 27

„Damit habe ich 2005

am Nürburgring meine

einzige Poleposition in

der Formel 1 geholt“

Sauber C20 „Damit

wurden wir unerwartet

Vierter in der Konstrukteurswertung“

BMW Sauber F1.07 „Das F1-

Auto, mit dem ich am besten

zurechtgekommen bin und das

Maximum herausholen konnte“

Formel 3000, Imola 1999 „In der ersten Runde hatte

ich einen Crash, die Spur war krumm. Doch danach

war ich eine Sekunde schneller als alle anderen“

Formel 3 generell „Einfach deswegen, weil mir die

Formel 3 sehr viel Spaß gemacht hat. Und vor allem:

Man musste sehr präzise fahren“

DTM/Rallycross

Bruno Spengler (31) mag es rutschig.

Nicht nur auf dem Oktoberfest, auch im

Rennauto. Denn: Spengler will Rallycross

fahren! Das hat er ABMS verraten. „Ich

hatte sogar schon eine Einladung von

BMW Kanada beim WM-Lauf in Trois-

Rivières mit einem Mini zu starten“, erzählt

er. „Aber das hat terminlich leider

nicht geklappt.“ Trotzdem reizt ihn weiterhin

die boomende Serie, bei der fünf bis

sechs Fahrzeuge auf einem kurzen Rundkurs

auf Asphalt und Schotter gegeneinander

antreten. „Die Autos sind geil!

600 PS und richtig laut.“ Als Ersatz für seinen

Job in der DTM sieht der BMW-Pilot

Rallycross aber nicht. „Wenn, würde ich

gerne beide Meisterschaften fahren.“

Spengler wäre nach Mattias Ekström

(36), der Anfang 2014 sein eigenes

Team gegründet hat, der zweite DTM-

Pilot, der im Rallycross fremdgeht. ts

Chefredakteur & Herausgeber:

Olaf Schilling (V. i. S. d. P.)

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8 AUTO BILD MOTORSPORT AUTO BILD MOTORSPORT 9

Der Rechtsweg und die Barauszahlung sind ausgeschlossen. Mitarbeiter des Axel Springer Auto Verlags und der Axel Springer SE sowie deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Teilnahme nur aus Deutschland möglich.

Historie

der Woche

Genau 20 Jahre ist es nun her, dass

Klaus Ludwig seinen dritten DTM-

Titel holte. Am 4. Oktober 1994, einen

Tag vor seinem 45. Geburtstag, wurde

der Mercedes-Pilot in Hockenheim

zum Meister gekrönt. Somit ist er bis

heute der älteste DTM-Champion.

Video

der Woche

Eine Wette der besonderen Art. Offroad-Pilot

BJ Baldwin will im 800 PS

starken Trophy Truck in 20 Minuten

von einem Ort inmitten der Wüste

bis zum Strand kommen. Dafür

donnert er wie wild geworden durch

die mexikanische Stadt Ensenada.

Scannen Sie mit Ihrem

Handy diesen QR-Code oder

suchen Sie bei YouTube

unter den Schlagworten

bj baldwin unleashed

Team

der Woche

Audi-DTM-Pilot Timo Scheider gründet

ein Team für die ADAC Formel 4.

Die neue Einstiegsserie startet ab

2015 in Deutschland. Erster Pilot ist

Leon Wippersteg, der aus Scheiders

Kart Team aufsteigt.

Impressum


Sportwagen

5

N

ADAC GT Masters

Vor dem Saisonfinale an

diesem Wochenende in

hockenheim kämpfen im

gt Masters noch fünf

Piloten Um den Titel. Das

sind die Favoriten und

so stehen die Chancen

für den

Titel

och zwei Rennen, 50 zu vergebende

Punkte und fünf Rennfahrer mit

einem Ziel: der Titel im ADAC GT

Masters! Der Kampf um die Meisterschaft

geht an diesem Wochenende in Hockenheim

in die letzte, heiße Phase.

Vor allem eine Fahrerpaarung hat

die Favoritenrolle inne: René Rast und

Kelvin van der Linde. Das Audi-Duo

von Prosperia C. Abt Racing hat bislang

in jedem Rennen Punkte geholt. „Wir

reisen mit einem großen Vorsprung

nach Hockenheim“, freut sich Rast

über die 35 Zähler mehr. „Die anderen

Titelkandidaten sind jetzt im Zugzwang

und müssen mehr Risiko eingehen.

Das ist unser großer Vorteil.“ Der

Sieger des 24-Stunden-Rennens von

Spa teilt sich den Audi R8 LMS ultra

mit dem 18-jährigen van der Linde. Der

Scirocco-R-Cup-Champion 2013 ist der

Jüngste im Feld. Doch der Südafrikaner

weiß genau, worauf es ankommt: „Wir

waren die gesamte Saison über konstant,

haben immer gepunktet.“

Jaap van Lagen (Porsche 911 GT3 R,

Team Schütz) ist der erste Verfolger.

Der 38-Jährige will Rast/van der Linde

mit seiner Motorsporterfahrung, die

er nicht nur im Porsche Carrera Cup

sammelte, schlagen. „Gerade weil ich

so viel Erfahrung habe, bin ich viel

entspannter. Mit 18 bist du zwar schnell,

aber machst noch viele Fehler. Es wird

ein harter Kampf, aber ich bin zuversichtlich“,

meint der Holländer.

Doch wo sich zwei streiten, freut sich

bekanntlich der Dritte: Claudia Hürtgen

und Dominik Baumann (Schubert-BMW

Z4 GT3) haben theoretische Titelchancen.

46 Punkte trennen die Beiden von

der Spitze. „Es wird bis zum Schluss

spannend“, sagt Hürtgen. Teamkollege

Baumann fügt hinzu: „Es kann noch alles

passieren. Wenn Audi eine Nullrunde

macht, sind wir wieder mitten im Spiel.

Für uns zählt jetzt nicht das Podium,

sondern der Sieg.“

Für Rast und van der Linde würde ein

dritter Platz beim Samstagsrennen bereits

ausreichen, um vorzeitig Champion zu

werden. Doch der Hockenheimring ist

nicht Audis Lieblingskurs. Ihr Glück: Das

Gleiche gilt für die Konkurrenten von

Porsche und BMW. Auch ihnen kommt

der badische Kurs nicht entgegen. Auf

den langen Geraden fehlt der Topspeed

und auch die schnellen Kurven liegen

ihnen nicht. So heißen die Favoriten

auf den Sieg Corvette Z06.R GT3 oder

Mercedes SLS AMG GT3. Und der Titelkampf

könnte sich im kurvenreichen

und engen Motodrom entscheiden.

Wenn es nach Vorjahres-Champion

Daniel Keilwitz (Callaway-Corvette) gehen

würde, stünden die Meister bereits

fest: „Ich drücke der BMW-Mannschaft

die Daumen. Sie sind ein super Team

und haben es verdient, den Sieg nach

Hause zu fahren.“ Doch das ADAC GT

Masters ist kein Wunschkonzert. Die

Entscheidung fällt im Kampf auf der

Rennstrecke.

Jennifer Falkner

Fotos: Hersteller

René Rast (27)

Kelvin van der Linde (18)

205 Punkte

Audi R8 LMS ultra

GT-Routinier Rast und Neuling Van der

Linde sind Meister der Konstanz: drei

Siege, sechs Podestplätze, immer Punkte

Claudia Hürtgen (43)

Dominik Baumann (21)

159 Punkte

BMW Z4 GT3

Außenseiterchancen für das gemischte

Doppel; sie brauchen zwei Siege. Dass sie das

können, haben sie mit zwei Erfolgen gezeigt

Jaap van Lagen (37)

170 Punkte

Porsche 911 GT3 R

Der erfahrene Mann aus Holland

baut auf seine Erfahrung. 2014

holte er schon zwei Siege

10 AUTO BILD MOTORSPORT


Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Michelinstraße 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland, Stand 10/2014

DER START EINER NEUEN LEIDENSCHAFT.

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Latitude Sport 3 Reifen. Bereit zum

Durchstarten.

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ie erste Fahrt in einem neuen Auto ist immer

etwas Besonderes. Damit die Premiere im

neuen Macan unvergesslich wird, hat Porsche

ihn mit dem neuen MICHELIN Latitude Sport 3

ausgestattet – dem ersten speziell für den neuen

Porsche optimierten Reifen.

Diese Entscheidung war kein Zufall, denn

Porsche und Michelin sind bereits seit 50

Jahren erfolgreiche Technologiepartner. Zwei,

die sich verstehen und bei der gemeinsamen

Entwicklungsarbeit ein klares Ziel verfolgen: das

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Know-how bei der

Reifenentwicklung für

den Porsche Cayenne

12 JAHRE

geballte SUV-Erfahrung


Rallye

Trophy-Sieger Knof testet

Citroëns Rallye- Clan

Als Sieger der Citroën DS3 R1 Trophy

durfte Philipp Knof alle Rallyeautos der

Marke testen. In ABMS berichtet er von

seinen Fahrten im R1, R3 Max, R5 und WRC

Rallye

Nachrichten

Rallye-WM

Gefolgt von einer meterhohen Staubwolke

jagt der Citroën DS3 WRC

über die Schotter-Testpiste im französischen

Issoire. Ein beherzter Ruck an

der Handbremse, das Steuer gedreht

und schon geht es mächtig quer. Nach

einigen Minuten ist die Testfahrt vorbei.

Der Rallye-WM-Renner kommt zurück

ans Service-Zelt, die Tür geht auf und

Philipp Knof (24) klettert mit einem

breiten Grinsen aus dem Cockpit. „Das

ist der Himmel für jeden Rallyefahrer“,

prustet er seine Freude heraus, „an dem

Auto passt einfach alles zusammen.“

„In drei Jahren werde ich ins WRC-

Cockpit zurückkehren“, scherzt Knof und

relativiert sofort: „Das wäre jedenfalls

mein Traum.“ Dann allerdings möchte er

nicht nur für wenige Minuten, sondern

die gesamte Saison hinterm Steuer des

300 PS starken DS3 WRC sitzen.

1,6

Liter Hubraum haben

alle Motoren in

Citroëns Rallye-

Flotte. Leistung

und Charakteristik

variieren dabei.

Während den DS3

R1 ein Sauger mit

125 PS antreibt,

verfügen R3 Max,

R5 und WRC über

bis zu 300 PS starke

Triebwerke mit

Turboaufladung

Doch der Reihe nach: Erst vor einigen

Wochen schloss der Westfale

erfolgreich das Kapitel Citroën DS3

R1 Trophy. Nach fünf Siegen in sechs

Läufen krönten sich Knof und Copilotin

Anne Katharina Stein (23) vorzeitig zu

den Champions der deutschen Nachwuchsserie.

„Wir kannten einige Rallyes

aus dem Vorjahr und wussten, worauf

es ankommt. Das hat sehr geholfen.

Außerdem sind wir einfach unseren Stil

durchgefahren und haben uns nicht aus

der Ruhe bringen lassen“, verrät Knof

den Schlüssel zum Erfolg.

Gerade der saubere Fahrstil war für

die Triumphfahrten entscheidend. Denn,

so der Meister: „Der DS3 R1 lässt sich

nur schnell bewegen, wenn man eine

gute Linie fährt, ohne zu driften. Sauber

bremsen und lenken, dann wieder früh ans

Gas – das ist das ganze Geheimnis.“

Philipp

Knof

Der Westfale

begann bereits im

Alter von 11 Jahren

mit den ersten

Fahrversuchen. Mit

19 Jahren fuhr er

seine erste Rallye.

Seit 2013 fährt er

im Citroën-

Markenpokal, der

DS3 R1 Trophy

Neben dem fahrerischen Talent,

besitzt Knof eine weitere Begabung,

die auf den Rallyes Gold wert ist. Der

beruflich selbständige Instruktor und

Fahrer für Filmproduktionen besitzt ein

großes technisches Know-how. Seit seiner

Lehre zum Kfz-Mechatroniker führt er

alle Arbeiten an seinen Einsatzfahrzeugen

in Eigenregie aus. Wenn es sein muss

sogar direkt an der Zeitkontrolle der

Wertungsprüfungen. „Letztes Jahr ist

mir bei der Vogelsberg-Rallye mitten

auf Strecke das Motorlager abgerissen.

Ich habe gestoppt, es mit einem

Spanngurt wieder am Motor befestigt

und wir konnten weiter“, erinnert sich

der schraubende Drifter.

2015 wird er sich nun an ein neues

Arbeitsgerät gewöhnen müssen. Dann

wird Knof mit dem nächstgrößeren

Boliden aus Citroëns Rallye-Clan auf

Punktejagd gehen. Die erste Probefahrt

im 234 PS starken DS3 R3 Max hat er

bereits absolviert.

Wieder ist die Handbremse im Dauereinsatz.

Mit quietschenden Reifen lässt

der Youngster das R3-Heck quer über

den Asphalt schlittern. Eine Sekunde

gleiten, schon steht er wieder voll auf

dem Gaspedal und reist einen Gang

nach dem nächsten durch. „Da musst

du richtig kämpfen“, kommentiert

Knof, „spät bremsen, aggressiv in die

Kurve rein, dann herumreißen und

wieder raus.“ Im Gegensatz zu seinem

derzeitigen Dienstwagen besitzt der DS3

R3 Max ein Leistungsplus von 109 PS.

Der Tester vergleicht: „Es ist alles viel

besser aufeinander abgestimmt. Der R3

macht noch mal viel mehr Spaß.“

Die Freude und den Zugang zum

Motorsport hat Knof von seinem Vater

Karl geerbt, der heute als Teamchef und

Koch bei den Rallyes seines Sohnes im

Einsatz ist. Bereits mit elf Jahren ließ

er Klein-Philipp das erste Mal mit dem

Auto übers Familiengrundstück und

die angrenzenden Felder fegen. Mit 13

Jahren bekam der Junior dann sein

„Im DS3 R3 Max musst du

richtig kämpfen“

erstes eigenes Auto, einen Peugeot 205,

mit dem er zwei Jahre später die ersten

Autoslalom-Wettkämpfe auf Schotter

bestritt. Der Umstieg in den Rallyesport

folgte 2009. „Ein Bekannter kaufte mir

einen Volvo, den ich nur noch selbst

aufbauen musste. Zudem übernahm

er die Kosten für nationale und internationale

Einsätze“, erinnert sich Knof.

So startete der Nachwuchspilot parallel

in Deutschland und Skandinavien und

lernte das Querfahren auf Asphalt,

Schotter, Eis und Schnee.

Am Citroën-Testtag kann sich Knof

auf Asphalt und Schotter beweisen. Zu

guter Letzt wartet das Cockpit des DS3

R5, dem zweitstärksten Rallye-Citroën

der Familie. Mit 280 PS, Allradantrieb,

Turboaufladung und 400 Nm Drehmoment

jagt Knof über das Gelände.

Diesmal hält sich die Begeisterung

jedoch etwas in Grenzen. Er analysiert:

„Der DS3 R5 ist sehr weich. Es fühlt

sich an, wie ein Auto mit dem du zum

Brötchenholen fährst. Aber der R5 hat

mächtig viel Leistung.“

Eines ist Knof jedenfalls ganz klar:

Er will Teil von Citroëns Rallye-Familie

bleiben und sich im Clan in die Spitze

hocharbeiten.

S. Höpfner

Macht Sébastien Ogier (Foto) zu Hause

alles klar? Der VW-Pilot kann bei seinem

Heimspiel in Frankreich an diesem

Wochenende seinen zweiten WM-Titel in

Folge einfahren. Dafür müsste er seinen

derzeitigen Vorsprung von 50 Punkten auf

Teamkollege Jari-Matti Latvala um sechs

Zähler ausbauen. Ein mögliches Szenario:

Ogier gewinnt im Polo R WRC vor Latvala

und büßt in der Power Stage maximal

einen Zähler auf den Finnen ein. Dann

wäre der amtierende auch der nächste

Weltmeister. Übrigens: Bereits im Vorjahr

krönte sich der Volkswagen-Werksfahrer

ausgerechnet in seiner Heimat Frankreich

zum Champion.

sh

Citroën DS3 R1 Trophy

Traumauto: Auf der

Schotter-Trainingsstrecke

übernimmt Knof das

Steuer des Rallye-WM-

Autos. Seine Analyse:

„Das ist besser als fliegen,

auch ohne Sprunghügel.“

Neues Arbeitsgerät: 2015

geht Knof im DS3 R3

auf Punktejagd. Ob national

in der R3 Trophy oder

international in der Junior-

WM ist noch offen. Auf

Asphalt testete er bereits

Deutscher Nachwuchs-Drifter:

Beim Citroën-Testtag stieg

Philipp Knof in die Cockpits

aller Rallye-Modelle der

Franzosen. Für AUTO BILD

MOTORSPORT vergleicht er

seine wilden Probefahrten

Wer wird Philipp Knofs Nachfolger? Auch

2015 bietet Citroën für Einsteiger und

Nachwuchspiloten die DS3 R1 Trophy an.

Fortgeschrittene können sich im nächsthöheren

Markenpokal, der Citroën DS3 R3

Trophy messen. Es sind jeweils sechs

Rallyes geplant. Informationen zu den

Serien gibt es unter:

www.citroen-trophy.de

ADAC Opel Rallye Cup

DS3 R1 DS3 R5

125 PS, Markenpokal DS3

R1 Trophy

280 PS, Rallye-WM

Klasse WRC2

DS3 R3 Max

234 PS, Junior-WM oder

Markenpokal

DS3 WRC

300 PS, Rallye-WM

Fotos: Hersteller

Als Alternative zur Citroën DS3 R1 Trophy

gibt es in der deutschen Rallye-Szene für

Nachwuchs-Piloten den ADAC Opel Rallye

Cup. Ähnlich wie bei Citroën treten die

Youngster hier mit identischen Rallye-

Autos gegeneinander an. Die größten

Unterschiede: Opels Cup-Fahrzeug, der

Rallye-Adam (Foto), hat mit 140 PS rund

15 PS mehr Leistung als sein Pendant aus

Frankreich. Zudem steht im Kalender des

Opel-Markenpokals mit sieben Veranstaltungen

ein Event mehr.

sh

12 AUTO BILD MOTORSPORT

AUTO BILD MOTORSPORT 13


Offroad-Rallye

Auf dem Sprung: Bis zu

1,5 Meter hoch fliegt

der 320-PS-Buggy

durch die Luft

Mit Armin Schwarz bei der Baja

Querfeldein

durch Mexiko

Da wird schon die Vorbereitung zum Abenteuer. Sechs Tage lang

jagte Emmerich Engels mit Armin Schwarz und Co durch die Wüste

Fotos: Hersteller; E. Engels

Eine leichte Steigung drückt die Nase

des Buggys nach oben. Die Spitze

ist erreicht und das Gefährt hebt ab. 20,

30 Meter weit fliegt der 320-PS-Renner

mit Gitterrohrkäfig durch die Luft.

Eine gut gefederte Landung. Und die

großstolligen Räder wühlen sich direkt

weiter durch den losen Untergrund. Es

geht rasant zu.

Gefolgt von einer mächtigen Staubwolke

fegt Abenteurer Emmerich Engels

(60) gemeinsam mit Ex-Rallye-WM-Pilot

Armin Schwarz (51) und der Crew des

All German Motorsports-Teams durch

die mexikanische Wüste – stets mit

einem adrenalingeladenen Grinsen

im Gesicht. Doch: Spaß allein ist der

Ausritt nicht. Im Gegenteil. Die Mannschaft

ackert intensiv in der sengenden

Hitze. Sie sucht nach der besten Route

durch das raue Gelände und erstellt

einen Aufschrieb für die bevorstehende

Offroad-Wettfahrt – die Baja.

Dabei müssen die Piloten Armin

Schwarz und Martin Christensen (46)

Emmerich Engels

Es gab kein

besonderes

Highlight. Es war

alles ein Highlight.

Ich bin von einem

Adrenalinstoß in

den nächsten

gestolpert. Das

hat nichts damit

zu tun, was ich

bisher aus dem

Motorsport kannte

in kürzester Zeit eine mit GPS-Punkten

grob vorgegebene Strecke bewältigen.

Ihre Länge variiert je nach Saisonlauf

zwischen 500 und 1000 Meilen. Pausen

gibt es dabei nicht. Lediglich ein Fahrerwechsel

ist geplant sowie Service-Stopps

für den 740 PS starken AGM Jimco X6

Trophy Truck, der nur im Wettbewerb

zum Einsatz kommt.

Zurück zur Vorbereitung. Engels und

Co erkunden mit dem Pre-Runner, einem

Buggy mit 320-PS-Chevy-Triebwerk,

weiter das Terrain. Seit geraumer Zeit

haben sie die weite Landschaft hinter

sich gelassen. Es geht nun steil bergauf

zur Spitze einer 2200 Meter hohen Gebirgskette

und immer weiter querfeldein

durch Mexiko.

Zwischen acht und zehn Stunden

sitzt die Truppe jeden Tag im Buggy.

Insgesamt dauert die Vorbereitung

sechs Tage. Die Hälfte der Zeit nutzen

Engels und seine Begleiter, um jeden

Kilometer der Route genau unter die

Lupe zu nehmen. An den restlichen

Tagen fahren sie die erkundeten Pisten

dann unter Volllast ab.

Dabei geht es richtig zur Sache.

„Man ist brutal festgezurrt mit einem

Hosenträgergurt, hat eine Skibrille und

den großen Kopfhörer auf. Und dann

fliegt man los – mitsamt dem ganzen

Auto. Hindernisse werden hier nicht

um- sondern einfach überfahren“, staunt

Engels noch immer über seine Erlebnisse

aus dem Cockpit. Der Vertriebsorganisationsleiter

von Volkswagen begleitet

Armin Schwarz zum ersten Mal nach

Mexiko und würde die Reise sofort

wiederholen. Denn: „Die Begeisterung

der Leute ist so faszinierend. Man wird

tausendmal fotografiert, mit oder ohne

Auto. Und am Tag der technischen

Abnahme veranstalten die dort ein

Volksfest.“

Für Armin Schwarz und sein Team

steht als Nächstes das Saisonhighlight,

die Baja 1000 an. Vom 12. bis 16. November

geht es also wieder: Querfeldein

durch Mexiko. Sascha Höpfner

Gute Bekannte:

Abenteurer

Emmerich Engels

(ganz o., li.) und

Rallye-Ass Armin

Schwarz. Volksfest-

Stimmung vor dem

Start: Am Tag der

technischen Abnahme

feiern die

Fans ihre Piloten

und deren monströse

Gefährte (o.)

14 AUTO BILD MOTORSPORT


DAS GROSSE FINALE

GARY PAFFETT

MERCEDES-BENZ

MIKE ROCKENFELLER AUDI

MARTIN TOMCZYK BMW

17.– 19.10.

2014

Hockenheim

TICKETS DTM.COM

ODER +49 1806 456 456 *

* 0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus dem

dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf inkl.

MwSt. aus dem dt. Mobilfunknetz

QUALIFYING SAMSTAG 14:30 UHR

Folge der #DTM

RENNEN SONNTAG 13:30 UHR


POWER VON MERCEDES-AMG.

GRIP VON DUNLOP.

Intelligentes

4D-Lamellensystem

für mehr Grip

V-Rillen in der Profilmitte

für mehr Fahrstabilität in Kurven

Rang 1

8 Reifen im Test, davon 4x besonders

empfehlenswert, 3x empfehlenswert,

1x bedingt empfehlenswert

* Gültig beim Kauf von 4 Dunlop Winter Sport 3D-, Winter Sport 4D- oder Winter Response 2-Reifen. Einlösbar für die Reifeneinlagerung beim stationären Handel. Einlagerungskosten müssen auf der Rechnung vermerkt sein.

Aktionszeitraum 01.10.–15.11.2014 (Verlängerung bis 30.11.2014 möglich). Solange der Vorrat reicht. Teilnahme ab 18. Vollständige Teilnahmebedingungen auf www.dunlop.de

Abbildung zeigt: Mercedes-Benz CLA 45 AMG, ausgestattet mit Sport Maxx RT.

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