Nr. 6

michael.eisert
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23. Jahrgang

Nr. 6

Dezember 2014

Gut aufgelegt in Letzlingen

Die Rekorde purzelten beim

letzten Titelkampf des Jahres

19. Sportlerumfrage

Der Landesverband sucht die

Sportschützen des Jahres 2014

2. Bundesliga Luftgewehr

Staffelfavorit SV Gölzau nach

drei Auftakterfolgen im Soll

SILBERPLATZ IN SÜDTIROL:

MAIK KIRSTE TREFFSICHER

Marathon in Magdeburg

Christoph Tolonitz verbesserte

den Landesrekord bei den Herren

online-Verbandszeitschrift für 18.000 Schützen in Sachsen-Anhalt


Frohe Weihnachten

und ein gesundes neues Jahr

Das Präsidium des Landesschützenverbandes und die Redaktion von mitteldeutscher

schütze wünschen allen Lesern und Inserenten ein friedvolles und frohes Weihnachtsfest,

einen Guten Rutsch in das neue Jahr und für 2015 alles Gute.

Alles zum Kochen

am Lagerfeuer

Neuer Katalog von VENATUS erschienen

Unlängst ist der neue Katalog von

VENATUS erschienen mit dem Titel „Alles

zum Kochen am Lagerfeuer“. Und

der Inhalt hält, was der Titel verspricht:

auf 72 Seiten DIN A4 wird alles

dargestellt, was man zum Kochen

am Lagerfeuer braucht. Die

vielen Fachinformationen und

Rezepte zeigen auch gleich, wie

man mit den dargestellten Utensilien

umgeht. So kann „Mann“

alles kaufen, was er zum Kochen

benötigt – vom Lagerfeuer-Kaffee

bis zur Feuerzangenbowle,

vom Spiegelei bis zum Spanferkel.

Und wer sich noch unsicher

fühlt, der kann an den Kursen

der VENATUS-Akademie teilnehmen

und das Kochen am Lagerfeuer

oder die Herstellung von

Wurst und Schinken erlernen.

Der Katalog kann kostenlos

und unverbindlich bestellt werden:

VENATUS, Pastorenberg 4, 31164

Bockenem OT Hary; Tel.: 05067/247150,

Fax: 05067/247153, E-Mail: info@venatus.de,

Internet: www.venatus.de.

mds zum freien Download

E-Magazin

kann weiterhin heruntergeladen werden

Auf vielfachen Wunsch kann das E-Magazin

mitteldeutscher schütze weiterhin

aus dem Internet heruntergeladen

werden. Auf der externen Serviceseite

www.mds.de.to steht die Ausgabe

wieder als Datei im PDF-Format allen

Interessenten zum Download in einer

Dateigröße von ca. 5 MB zur Verfügung.

Aus organisatorischen Gründen ist

der Download erst ca. sechs bis sieben

Tage nach dem Erscheinen des Magazins

möglich. Die Redaktion bittet dafür

um Verständnis. Neben der aktuellen

Ausgabe können auch zuvor erschienene

Magazine, dann alle sechs Ausgaben

des laufenden Jahrganges, heruntergeladen

werden. Zur Download-Seite gelangen

Sie mit einem Klick auf das Bild.


Vor-Schuss

Wissen, was ringsum passiert

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

„schließlich will man auch wissen, was

im Land passiert“, sagte mit unlängst ein

Leser unseres Magazins am Rande einer

Landesmeisterschaft und ein weiterer

Aktiver resümierte ein paar Wochen

danach zum E-Magazin: „Eine schöne

Sache“. Eine schöne Sache ist es auch,

wenn man erfährt, was die Leser bzw. Leserinnen

meinen.

Mit der aktuellen Ausgabe ist der erste

elektronische Jahrgang von mitteldeutscher

schütze nun komplett. Ein

Jahrgang, der mit nicht nur einigen Unwägbarkeiten

begonnen hatte, aber im

Rückblick durchaus einen positiven Eindruck

hinterlassen hat. Die Anzahl der

Aufrufe der Magazine war deutlich höher

als erwartet und das Feedback auf

die beiden kleinen, daher auch nicht unbedingt

repräsentativen Umfragen auf

der Serviceseite, die sich mittlerweile

ebenso etabliert hat, erhellte die Meinungen

rund um das Magazin noch ein

gutes Stück mehr.

Das Gros der Leser findet das E-Magazin

gut, wesentlich geringer war demgegenüber

die Zahl derer, die, das ist

ebenso verständlich, gern weiter eine

gedruckte Ausgabe gehabt hätten. Was

machen Sie mit dem Download, war die

danach gestellte Frage. Hier gab, sicher

nicht überraschend, jeweils rund die

Hälfte an, sich einzelne Seiten auszudrucken

bzw. die Datei nur als solche auf

dem Rechner abzuspeichern. Allerdings

wird die Ausgabe auch schon mal komplett

ausgedruckt.

Wissen, was ringsum passiert; das

steht mit oben auf der Agenda des Magazins.

Und dazu der Anspruch, Themen,

die ansonsten eher oberflächlich

gestreift werden auch einmal ein wenig

tiefgründiger zu reflektieren.

Erfreulich ist es daneben auch, dass

das Gros der langjährigen Mitstreiter,

durchweg keine Junioren mehr, mitteldeutscher

schütze auch unter den neuen

Gegebenheiten die gewohnte und

verbindliche Treue gehalten hat. Und

hier geht es schon lange ausschließlich

digital zur Sache. Nur ein Beitrag in diesem

Jahr erreichte die Redaktion per

Briefpost und der Bildanteil der Papierfotos

lag in etwa bei einem halben Prozent.

Das sollte Sie aber, so Sie Freund

von Papier und Fotoabzügen sind, nicht

davon abhalten, etwas an die Redaktion

einzusenden. Jeder Beitrag mehr – auch

konventionell - trägt zur Vielfalt im Magazin

bei, und das ist schön so.

Mit diesem Exkurs rund um das Magazin

und dem herzlichen Gruß aus Magdeburg

wünsche ich Ihnen ein Frohes

Weihnachtsfest, kommen Sie gut in das

neue Jahr. Auch 2015 können Sie auf

mds als informatives Medium rund um

den Landesverband, das Schützenwesen

und das Sportschießen bauen. Bleiben

Sie uns gewogen. Viel Spaß beim Lesen

wünscht Ihnen

Ihr

Michael Eisert

mitteldeutscher schütze 6/2014 3


Granschütz gewinnt: Beim Schießen um den Roland-Dreyhaupt-Pokal in Schkopau,

einem freundschaftlichen Kombinationswettkampf aus mehreren Kurzwaffendisziplinen,

hat der SV Granschütz mit 388:288 Ringen gegen die Schützengilde Merseburg

den Sieg davongetragen. Seite 10

Mosaik

Sondereffekte bescherten Schützenbund leichtes Mitgliederplus

Die Statistik des Dachverbandes wies ein Mehr von 6.171 Mitgliedschaften aus 7

Schützenwesen

Gerfried im Glück: Gans ging nach Apolda

Vorderlader: 6. Martinsgans-Schießen auf dem Stand in Naumburg 9

Sabine Unze und Matthias Röhl am treffsichersten

Jahresabschluss beim RSV Magdeburg: Junge Enten als Preise für die Sieger 11

Vier Auflage-Rekorde: Bei den Kreismeisterschaft in den Luftdruckdisziplinen 30 und

100 Schuss Auflage des KSV Wittenberg sind vier Kreisrekorde aufgestellt worden. Einen

erzielte mit der Luftpistole C-Senior Michail Michailow, ältester Aktiver der Titelkämpfe.

Seite 18

21 Trios bestritten die

Bei der Premiere der Verbandsliga-Wettkämpfe Luftge

lage haben sich in Wolmirstedt und

ten gemessen. Die besten Ergeb

Emersleben und Magdeburg

Bruno Otte, war einer von

den Ligen am Start war.

Dessauer Gilde feierte den elften Schützenball

Vorsitzender Ulf Koch dankt dem heutigen Ehrenvorsitzenden Klaus Hiltrop 14

Hans-Günter Heinze Bester mit der Traditionswaffe

Herbst-Pokalschießen mit dem K98 beim SV Heide Burgstall 14

Wittenberger proklamierten Kreiskönige in Seyda

Drei Titel für den SV Astoria, Kreiskönig kommt von der SGi Seyda 16

Titelfoto

Einen ungefährdeten Erfolg feierte

Christoph Tolonitz von der

Giebichensteiner SGi Halle bei der

Landesmeisterschaft in den Luftdruckdisziplinen

über 100 Schuss in

Magdeburg. Seine 981 Ringe im Luftgewehr-Marathon

der Herrenklasse,

das waren elf Zähler mehr als der

Zweitplatzierte, bedeuteten neuen

Landesrekord in dieser Konkurrenz.

Foto: Michael Eisert

4

mitteldeutscher schütze 6/2014


Horoskop

Weitreichende Änderungen: Für die Disziplin Ordonnanzgewehr hat die Technische

Kommission des Deutschen Schützenbundes weitreichende Regeländerungen vorgesehen.

Verbands-Gewehrreferent Dr. Henry Herper erläutert, was ab dem neuen Sportjahr

zu beachten ist. Seite 31

Premiere

wehr und Luftpistole Auf-

Schkopau 21 Mannschafnisse

hatten die Trios aus

erzielt. Der SV Estedt, hier

sechs Vereinen, der in bei-

Seite 30

Sport

Rubriken

Mosaik 6

Schützenwesen 9

Sport 18

Neuling feierte seinen ersten Ligasieg

Verbandsliga Luftpistole: Aufsteiger Gröningen bezwang Bitterfelder 23

Jana Eckhardt und Jan Lunitz trafen am besten

Landesmeisterschaft Luftgewehr und Luftpistole 100 Schuss in Magdeburg 24

Zwei Sachsen-Anhalter unter den besten 50

Deutsche Meisterschaft Auflage: Bestes Resultat durch Erwin Millich 27

Dörg Engeln gewinnt Trap-Pokalschießen

Schießen um den Pokal der Wiedervereinigung in Aschersleben 29

Die guten Vorsätze reichten diesmal nicht

Eilsleber Quartett war mit dem Abschneiden in Letzlingen nicht zufrieden 33

Gölzauer souverän, Halle patzt gegen Berlin

2. Bundesligen: Teams aus Salzwedel und Jersleben noch ohne Punkte 37

Favoriten vorn, aber keine Vorentscheidung

Verbandsligen: Gölzau II und Gardelegen vor der letzten Runde Spitzenreiter 39

Steinbock (22. Dezember - 20. Januar)

Ziehen Sie sich nicht zurück, wenn Sie verunsichert

sind. Lassen Sie die Dinge etwas

ruhen. Ein wenig Abstand hilft, um größere

Probleme zu lösen.

Wassermann (21. Januar - 19. Februar)

Nutzen Sie die Fülle neuer Ideen, um bisher

aufgeschobene Vorhaben zu Ende zu bringen.

Schaffen Sie dort Ordnung, wo es notwendig

ist.

Fische (20. Februar - 20. März)

Sie haben jetzt die Klarheit und die Energie,

um wichtige Dinge zu klären. Achten Sie auf

die Reaktionen und schießen Sie nicht über

das Ziel hinaus.

Widder (21. März - 20. April)

Für Entscheidungen ist es nie zu spät. Trotz

großer Anstrengungen liegt das Ziel aber immer

noch in weiter Ferne. Seien Sie zu mehr

Zugeständnissen bereit.

Stier (21. April - 20. Mai)

Bald bietet sich die Gelegenheit, über die Ereignisse

der letzten Zeit nachzudenken und

den Kurs neu zu fixieren. Lassen Sie sich dabei

nicht verunsichern.

Zwilling (21. Mai - 21. Juni)

Übersehen Sie nicht die Ursachen für nur unerwartet

auftretende Spannungen. Kollegen

sind gerade jetzt bereit, zu helfen und auf Sie

zuzukommen.

Krebs (22. Juni - 22. Juli)

Schrecken Sie nicht davor zurück, einmal etwas

Grundlegendes zu ändern. Ihre Pläne

können dadurch weitaus schneller eine positive

Wendung nehmen.

Löwe (23. Juli - 23. August)

Sie realisieren Ihre Wünsche mehr oder weniger

halbherzig. Zu langes Warten stört die

Entwicklung, da sich höchst selten etwas von

allein ergibt.

Jungfrau (24. August - 23. September)

Bringen Sie etwas mehr Bereitschaft zum Zuhören

auf, und wundern Sie sich nicht über

günstige Gelegenheiten. Überzeugen Sie andere

von Ihren Ideen.

Waage (24. September - 23. Oktober)

Ihr Gespür hilft Ihnen, sich souverän zu behaupten.

Gehen Sie aber davon aus, dass sich

die momentane Situation nicht dauerhaft

konservieren lässt.

Skorpion (24. Oktober - 22. November)

Finden Sie den Weg, um das auszuräumen,

was Ihnen schon lange Kopfzerbrechen bereitet.

Ein längerer Gedankenaustausch kann

dabei hilfreich sein.

Schütze (23. November - 21. Dezember)

Manches, was bisher unter der Oberfläche

brodelte, tritt plötzlich an das Licht. Suchen

Sie vor wichtigen mitteldeutscher Entschlüssen schütze daher 6/2014 den Rat 5

von Freunden.


Mosaik

Zwei Goldmedaillen in Gabala

Die Sportschützen

des Jahres werden gesucht

Insgesamt 16 Aktive wurden

für die nun 19. Sportlerumfrage nominiert

Beim Weltcup-Finale des Schießsportverbandes

ISSF im Oktober in Gabala

(Aserbeidschan) waren die deutschen

Sportschützen zweimal erfolgreich. Monika

Karsch aus Regensburg entschied

mit der Sportpistole das Medaillen-

Match um Gold mit 7:3 gegen die Mongolin

Gundegmaa Otryad für sich. Im

Liegendschießen ging Platz eins an Daniel

Brodmeier. Der Niederlauterbacher

setzte sich im Finale mit 210,5 Ringen vor

Henri Junghänel aus Darmstadt durch.

Insgesamt gewann das DSB-Team vier

Medaillen.

Foto: ISSF

fremd gelesen

Das nun 19. Mal kürt der

Landesschützenverband

seine Sportschützin und

seinen Sportschützen des

Jahres, diesmal für das

Sportjahr 2014. Für die

Umfrage unter den Lesern

des E-Magazins mitteldeutscher

schütze wurden

diesmal 16 Aktive nominiert.

Magdeburg (rt) – Sieben etablierte

Sportschützinnen

und neun Sportschützen

von der Jugend-

bis zur

Seniorenklasse,

darunter

auch erfolgreiche

Bogensportler

und

S o m m e r b i a t h l e t e n ,

stehen diesmal auf der

Kandidatenliste. Sie stehen für

unterschiedliche Erfolge bei Wettbewerben

auf Verbandsebene sowie bei

internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften

und bei den nationalen Titelkämpfen.

International hatten im abgelaufenen

Sportjahr insbesondere Trap-Auswahlschützin

Jana Beckmann bei der ISSF-

Weltmeisterschaft in Granada sowie

Bogensportlerin Cynthia Freywald bei

den 2. Olympischen Jugendspielen im

chinesischen Nanjing für Freude im Landesverband

gesorgt. Bei den Deutschen

Meisterschaften hatten Michael Jakosits

in den Konkurrenzen Laufende Scheibe,

das Kleinkaliber-Gewehrteam der Giebichensteiner

SGi Halle, Bogensportler

Thomas Hasenfuß sowie die Sommerbiathleten

Grit Otto und Tobias Schröder

in ihren Konkurrenzen ganz vorn mitgemischt

und dabei nationales Edelmetall

gewonnen.

Wie zuletzt kann jeder Umfrageteilnehmer

wieder in beiden

Kategorien seine jeweils

drei persönlichen Favoriten

benennen. Die

Wertung erfolgt

auch diesmal wie

in den Umfragen

der letzten Jahre

nach einem Punktsystem,

das Ergebnis

wird beim Landesschützentag

in Thale bekanntgegeben.

Der Stimmschein steht diesmal im

Internet auf der Serviceseite www.mds.

de.to als Download zur Verfügung. Einsendeschluss

für das Votum auf dem

elektronischen oder dem Postweg, die

Abstimmung ist mit dem Erscheinen dieser

Ausgabe eröffnet, ist der 30. Januar

des kommenden Jahres. Alle Kandidatinnen

und Kandidaten sowie weitere

Hinweise und den „direkten Klick“ zum

Umfragestimmschein findet man auf

Seite 28 in dieser Ausgabe.

Platz selbst nutzen

Zum WM-Titel von Katrin

Quooß im Trap der Frauen

schrieb „Brandenburger

Sportschütze“:

Nur aus der Ferne (…), aber sicher nicht

minder begeistert, erlebten Lebensgefährte

Oliver Teetz und Töchterchen

Emma den WM-Sieg (…) mit. Wegen Emma

hatte sie erst am 1. Februar nach der

Baby-Pause das Training wieder aufgenommen.

Vizeeuropameistertitel und

WM-Krone folgten (…). Nun will Katrin

Quooß auch nach Rio. Olympia 2016 in

Brasilien sei der „wirkliche Traum und

das höchste Ziel“ ihrer Karriere. Schließlich

wolle sie den Startplatz für Deutschland,

den sie in Granada erobert habe,

auch selbst nutzen.

Im Schwinden begriffen

Zum 100. Jubiläum des

KSV Pinneberg im Norddeutschen

Schützenbund

schrieb Margit Kunde in „Der

NordDeutsche Schütze“:

„Wie leben in sich wandelnden Zeiten,

Traditionen brechen ab und die Generationen

driften auseinander. Manchmal

scheint es, dass sich der innere Zusammenhalt

auflöst“, bedauerte Präsident

Peter Kröhnert (…) und fuhr fort: „Was

den Vorfahren Geborgenheit, Halt und

Sicherheit gegeben hat, ist im Schwinden

begriffen. Und weil es immer unverbindlicher

wird, nimmt die persönliche

Verbindlichkeit ab. Gesetzgebungen

und Verordnungen stellen uns vor immer

neue Herausforderungen.“

Kai Jaugsch, Thomas Hasenfuß und Cynthia Freywald, hier beim Empfang in der Staatskanzlei

im Oktober zusammen mit Verbandspräsident Eduard Korzenek und Ministerpräsident

Reiner Haseloff, zählen zu den für die Umfrage nominierten Aktiven. Foto: Eisert

6

mitteldeutscher schütze 6/2014


Sondereffekte bescherten Schützenbund leichtes Mitgliederplus

Die offizielle Statistik des Dachverbandes wies ein Mehr von 6.171 Mitgliedschaften aus

Erstmals seit Jahren hat

es im Deutschen Schützenbund

(DSB) keinen Mitgliederrückgang

gegeben. Der

Jahresabschluss 2013, der

erst im Oktober veröffentlicht

worden war, weist ein

Plus von 6.171 Mitgliedschaften

aus. Das sind 0,45

Prozent mehr als im Jahr

zuvor.

Von

Michael Eisert

Magdeburg – Der Dachverband zählte

(vor nun fast einem Jahr) damit 1.378.589

Mitgliedschaften. Zuvor war die Mitgliederzahl

zwölf Jahre lang kontinuierlich

gesunken. Dieser Trend hatte sich in den

meisten der 20 Landesverbände auch

2013 fortgesetzt, in 16 Verbänden gingen

die Mitgliederzahlen mehr oder weniger

zurück. In Niedersachsen (- 2.754)

und Bayern (- 1.236) fiel der Rückgang

total am höchsten aus, mit 555 Mitgliedschaften

weniger verlor der Brandenburgische

Schützenbund (- 5,19 %)

verhältnismäßig am meisten.

„Aufgrund von Sondereffekten“, so

heißt es im „Finanzierungsbedarf zur Zukunftssicherung

des Deutschen Schützenbundes“,

habe es zuletzt ein leichtes

Plus gegeben. Diese Effekte sind auch

in der aktuellen Mitgliederstatistik unschwer

zu erahnen. In der Pfalz (+ 7.944)

und im Rheinland (+ 7.779) fiel das Mehr

gegenüber 2012 ungewöhnlich hoch im

zweistelligen Prozentbereich aus. Wohl

auch ein Grund für die späte Veröffentlichung

des DSB-Zahlenwerkes, das sonst

schon im Frühjahr eingesehen werden

konnte.

Die Anzahl der Senioren unter den Mitgliedern der Schützenvereine hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen, in Sachsen-Anhalt

ist deren Anteil besonders hoch.

Foto: Michael Eisert

Stärkster Landesverband bleibt weiter

Bayern mit 468.326 Mitgliedern in 4.658

Vereinen vor Niedersachsen (168.973). Mit

5.876 Mitgliedschaften ist wie zuletzt der

Schützenverband aus Berlin der kleinste.

Sachsen-Anhalt wird mit 18.024 Mitgliedschaften

(- 247) weiter als mitgliederstärkste

Schützenvereinigung in den

neuen Ländern vor Thüringen (17.395) geführt.

Weitgehend stabil blieb die Anzahl

der Vereine, 14.803 Clubs (+ 49) addierte

der DSB unter seinem Dach. Damit zählte

der „durchschnittliche Schützenverein“

rund 93 Mitglieder, in den 1.799 Vereinen

der fünf neuen Landesverbände mit 37

statistisch deutlich weniger.

Mit fast 529.000 Mitgliedern bildeten

die Seniorinnen und Senioren laut

Sportordnung die größte Altersgruppe

im Schützenbund, deren Anteil stieg

zuletzt von 37,6 auf 38,4 Prozent an. Der

Anteil der weiblichen Mitglieder beträgt

insgesamt etwas über 24 Prozent.

In Sachsen-Anhalt lag der der Anteil der

Frauen und Männer im Seniorenalter an

der Gesamtmitgliedschaft mit 48,2 % (+

1,7) weit über dem Bundesdurchschnitt,

auch eine Projektion des Bundeslandes

mit der ältesten Bevölkerung in

Deutschland. 19,5 Prozent der Mitglieder

hierzulande sind Frauen oder Mädchen.

Unverändert zum Jahr zuvor bei

5,6 Prozent blieb der Anteil des Nachwuches,

fasst man die Schützenjugend

von den Schülern bis zu den Junioren

zusammen. Im viertgrößten deutschen

olympischen Sportverband machten diese

Altersgruppen zusammen mit 12,1 Prozent

(- 0,1) deutlich mehr aus.

DSB: Kein sicheres Indiz

Trotz des zuletzt leichten Mehr bei

den Mitgliedschaften rechnet der DSB

perspektivisch nicht mit einem Mitgliederzuwachs.

Auch die aktuelle

Entwicklung, das Plus wird vor allem

„Sondereffekten“ zugeschrieben, könne

„nicht als sicheres Indiz für zukünftige

Entwicklungen gelten“, heißt es im

„Finanzierungsbedarf zur Zukunftssicherung

des Deutschen Schützenbundes“

(Stand Juli 2014). Es sei „vorsichtig

an die Finanzplanung heranzugehen“,

es müsse „mit einem leichten Minus von

1 % bei der Mitgliederentwicklung in

den nächsten Jahren geplant werden“.

Unter anderem vor diesem Hintergrund

wird beim Deutschen Schützentag 2015

auch die Erhöhung des Bundesbeitrages

auf der Tagesordnung stehen.

Schon beim letzten Landesschützentag

in Magdeburg hatte Gerd Hamm,

DSB-Vizepräsident Finanzen, in seinem

Grußwort gesagt, dass man in Hamburg

darüber reden müsse.

mitteldeutscher schütze 6/2014 7


Mosaik

Jana Beckmann im „Team Rio Sachsen-Anhalt“

Olympia 2016: Sachsen-Anhalts Hoffnungen ruhen vorerst auf 32 Athleten

Trap-Auswahlschützin Jana Beckmann

aus Magdeburg ist am 15. Oktober

in das „Team Rio Sachsen-Anhalt“

berufen worden. Sachsen-Anhalts

Olympiahoffnungen ruhen auf 32

Sportlerinnen und Sportlern aus zehn

Sportarten, die an diesem Jahr an Weltund

Europameisterschaften teilgenommen

haben. Das sind 13 weniger

als im einstigen „Team London“. Unter

den Athleten befinden sich unter anderem

bereits erfahrene Olympioniken

wie der Ruderer Marcel Hacker, Handbikerin

Andrea Eskau oder Schwimmer

Paul Biedermann.

„An Olympia teilzunehmen, gehört

gewiss zu den größten Träumen eines

Sportlers. Sie haben gezeigt, dass Sie

das Potential haben, um sich mit den

Besten der Welt zu messen und ich drücke

Ihnen die Daumen, dass möglichst

alle von Ihnen die Tickets für die Olympiamannschaft

lösen. Als Land lassen

wir Sie auf diesem Weg nicht allein,

sondern sorgen dafür, dass Sie hier die

passenden Rahmenbedingungen vorfinden“,

sagte Innen- und Sportmister

Holger Stahlknecht.

Jana Beckmann, Mitglied in der Priv.

SGi Nienburg, hatte bei den letzten

Weltmeisterschaften zusammen mit

Auswahlschützin Jana Beckmann, hier bei der Weltmeisterschaft im spanischen Granada, wurde in das „Team Rio Sachsen-Anhalt“

berufen.

Fotos (2): DSB

DOSB-Präsident griff zur Flinte

Im Rahmen der jährlichen Sitzung der

Generalsekretäre der olympischen und

nichtolympischen Spitzenverbände des

Deutschen Olympischen Sportbundes,

die im November diesmal in den Räumen

des Deutschen Schützenbundes am

Bundesleistungszentrum in Wiesbaden

stattfand, haben sich die Sitzungsteilnehmer

am Abend auf dem Schießstand

„Rheinblick“ im Flintenschießen ausprobiert.

Mit dabei war auch Alfons Hörmann,

Präsident des Olympischen

Deutschen Sportbundes. Hörmann, der

von einem Termin beim Internationalen

Olympischen Komitee in Lausanne gekommen

war, hatte über die Pläne von

IOC-Präsident Thomas Bach in der Agenda

„20 plus 20“ berichtet.

Katrin Quooß und Christiane Göhring

den Mannschaftstitel im Trap der Frauen

gewonnen, im olympischen Einzelwettbewerb

hatte die 31-Jährige als

Vierte eine Medaille verpasst. Bei den

Olympischen Spielen im August 2016

Zweistufen-Klappkorn

Walther GSP

neu bei Gehmann

in Rio de Janeiro wird nur eine Schützin

Deutschland im Trapschießen der Frauen

vertreten.

Neu bei Gehmann ist das Zweistufen-

Klappkorn 589 für Walther GSP. Einfache,

passgenaue Montage, nur gegen das Originalkorn

austauschen; stabile, schussfeste

Konstruktion aus Aluminium. Die

Höhe ist zwischen 8 und 9 Millimeter umschaltbar,

Kornbreite 4 Millimeter. Beste

Wiederholgenauigkeit der gewählten

Position durch präzise mechanische, federunterstützte

Rastung; mattschwarz

eloxiert, um ungewünschte Reflexionen

zu vermeiden. Speziell für den schnellen

Wechsel zwischen Präzision und Duell.

Kostenloser Katalog unter: Gehmann

GmbH & CO KG, Karlstraße 40,

76133 Karlsruhe; Tel.: 0721/24545/6, Fax:

0721/29888; E-Mail: info@gehmann.com,

Internet: www.gehmann.com, Lieferung

nur über den Fachhandel.

Alfons Hörmann (re.) zusammen mit Jörg Brokamp, Geschäftsführer des Deutschen Schützenbundes,

auf dem Schießstand „Rheinblick“.

8

mitteldeutscher schütze 6/2014


Schützenwesen

Gerfried im Glück: Gans ging nach Apolda

Vorderlader: 6. Martinsgans-Schießen auf dem Stand in Naumburg

Das Martinsgansschießen auf dem Stand des Bürgerschützencorps in Naumburg vereinte auch diesmal wieder Vorderladerschützen

aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Fotos: Jens Fischer

Bereits das sechste Mal

wurde in Naumburg um

die Martinsgans geschossen.

Die frisch geschlachtete

Gans ging diesmal

nach Apolda. Der Thüringer

Vorderladerschütze

Gerfried Barth hatte in der

„Sonderwertung“ den besten

Treffer erzielt.

Naumburg (jf) – Die nun sechste Auflage

des Martinsgans-Schießens fand

bei perfektem Herbstwetter statt. Bei

angenehmen Temperaturen hatten sich

dazu zahlreiche, teilweise historisch gekleidete

Schwarzpulverschützen aus

Sachsen-Anhalt und dem benachbarten

Thüringen beim zum sechsten Mal ausgetragenen

Martinsgans-Schießen auf

der Schießsportanlage des Privilegierten

Bürgerschützencorps in Naumburg

getroffen. In den drei Vorderlader-Gewehrdisziplinen

ging es mit geschossenen

Fünfer-Serien dabei auch um

begehrte Sachpreise.

In der Disziplin Perkussionsgewehr

war Maik Kirste vom gastgebenden Bürgerschützencorps

mit 48 Ringen nicht

zu schlagen. Zweite wurde mit ebenfalls

48 Ringen Doreen Schug von der

Privilegierten Schützengilde Lützen vor

dem Weißenfelser Traditionsschützen

Jens Fischer, der einen Ring weniger

getroffen hatte. Sieger in der Disziplin

Steinschlossgewehr über 50 Meter stehend

war Mario Meißner von der Lützener

Gilde mit 44 Zählern. Platz zwei ging

an den für Köthen startenden Axel Hera

Gerfried Barth (Mitte), hier mit Maik Kirste und Jens Fischer

(re.), gewann die Gans.

vor Jens Fischer, beide waren ringgleich

mit 43 Zählern. Die Konkurrenz mit dem

Dienstgewehr hatte der für Eckartsberga

startende Gerfried Barth für sich entschieden.

Zusätzlich schossen alle Teilnehmer

traditionell auf eine Motivscheibe, die

dem Schützen mit dem besten Treffer eine

frisch geschlachtete Gans bescherte.

An diesem Tag hatte Gerfried Barth aus

Apolda das Glück auf seiner Seite, der

seinen Schuss dem Wertungspunkt am

nächsten platziert hatte.

Volker Brabant von der Gilde aus Barby zählte zu den Aktiven.

An das Schießen erinnern die in diesem Jahr als Preise aufgelegten Medaillen aus echtem Silber, die Goldschmied Jens Fischer

gefertigt hatte.

mitteldeutscher schütze 6/2014 9


Schützenwesen

Granschützer gewinnen freundschaftlichen Vergleich

Letzte Runde des Roland-Dreyhaupt-Pokalschießens im Oktober in Schkopau

Zwei Vereine, drei

Disziplinen. Beim

Schießen um den

Roland-Dreyhaupt-

Pokal in Schkopau

ging die Trophäe

an die Kurzwaffenschützen

vom SV

Granschütz. Sie hatten

sich mit 388:288

gegen Merseburg

durchgesetzt.

Pokalspender Roland Dreyhaupt übergab die Trophäe an Oberschützenmeister Karl Hase.

Fotos: Hartmut Beinroth

Karl Hase bedankte sich bei den Ausrichtern

und lud zur Weihnachtsfeier ein.

Schkopau (rd) - Im Wechsel wird ein

Pokalschießen, das jeweils über drei

Jahre geht, zwischen den Schützen

vom SV 1899 Granschütz und den Gildeschützen

der Schützengilde Merseburg

ausgetragen. Kein harter

Wettkampf, sondern ein freundschaftliches

Treffen, das der gegenseitigen

sportlichen Freundschaft durchaus

förderlich ist und das Gefühl der Zusammengehörigkeit

der Schützen untereinander

stärkt. Sich auf diese Art

jährlich gegen Jahresende einmal auf

den wechselseitigen Schießstätten zu

treffen, währt schon 12 Jahre. Eingeleitet

hatte es seinerzeit der inzwischen

verstorbene Granschützer Oberschützenmeister

Reiner Buschhardt. Es folgte

der Eckhard-Brehm-Pokal, danach

der Erich-Lutsche-Pokal und zuletzt

der Roland-Dreyhaupt-Pokal. Letzterer

fand am 25. Oktober auf dem Schießplatz

der Merseburger Gilde statt.

Geschossen wurden drei Disziplinen,

Klein- und Großkaliber sowie

Vorderlader, alle mit Kurzwaffen über

25 Meter. Während des Wettkampfes

konnten sich die Partner der Aktiven

bei Kaffee und Kuchen im Vereinsheim

in freundschaftlicher Atmosphäre unterhalten,

sofern sie nicht über die jeweiligen

Ergebnisse neugierig waren.

Gegen 16 Uhr war alles entschieden.

Der Roland-Dreyhaupt-Pokal ging wider

Erwarten an die Granschützer. Jeweils

zwei Schützen wurden in den

einzelnen Disziplinen gewertet, jeder

hatte 13 Schuss, die zehn besten Treffer

wurden angerechnet. Im Ergebnis

konnten die Granschützer jubeln, sie

konnten den Pokal endgültig mit nach

Hause nehmen. Die Trefferwertung:

Für Granschütz 388 Ringe und für die

Gildeschützen 288 Ringe.

Der Kreisschützenmeister und 2. Vorsitzende

der Schützengilde Merseburg,

Klaus-Dieter Klose, gratulierte Oberschützenmeister

Karl Hase zum Erfolg,

wobei er sich gleichzeitig mit einer Flasche

Sekt für die entgegengebrachten

Glückwünsche anlässlich seines Geburtstages

vom Tag zuvor bei den Damen

der Schützen artig ins Benehmen

setzte. Die Herren bekamen natürlich

auch ihre Wunschgetränke. Abgerundet

zu der gelungenen Veranstaltung gab

es noch leckere Grillwurst.

Man verabschiedete sich am Ende

wie immer sehr herzlich mit einer

gegenseitigen Einladung zur anstehenden

Weihnachtsfeier der beiden

Vereine. Ein gelungenes Treffen der

Granschützer und der Merseburger endete

mit dem Vorsatz zu einem neuen

Pokalschießen 2015 bis 2017. Die Resultate:

Granschütz

Kleinkaliber: Sven Spindler 79 Ringe,

Großkaliber: Sven Spindler 70, Vorderlader:

Hubert Warnecke 70.

Merseburg

Kleinkaliber: Werner Bianga 63, Großkaliber:

Eckhard Brehm 72, Vorderlader:

Uwe Stoltenberg 67.

Der Granschützer Sven Spindler war mit 79 Ringen Tagesbester im Kleinkaliberschießen.

Merseburgs Gildesportleiter Eckhard Brehm (vorn) hatte die Auswertung vorgenommen.

10

mitteldeutscher schütze 6/2014


Sabine Unze und Matthias Röhl am treffsichersten

Jahresabschluss beim RSV Magdeburg: Junge Enten als Preise für die Sieger

Magdeburg (rt) - Sabine Unze und

Matthias Röhl haben das Jahresabschlussschießen

des Reservisten-

Schützenvereins Magdeburg-Buckau

(RSV) mit dem Kleinkalibergewehr im

Dunkeln gewonnen. Beim Saisonausklang

hatte Matthias Röhl mit 48 Ringen

auf dem Stand am Schanzenweg

das beste Resultat des Abends erzielt

und sich damit bei den Herren

vor den mit 47 Zählern ringgleichen

Heiko Dallmann und Andreas Jaeger

durchgesetzt. Mit 46 Ringen hatte Sabine

Unze bei den Frauen Birgit Neum

(45) und Kerstin Lohß (44) ebenfalls

nur knapp auf die Plätze verwiesen

und sich damit wie der Sieger bei den

Herren als ersten Preis eine junge Ente

gesichert.

Insgesamt hatten beim Jahresabschluss

am Vorabend des ersten

Advent 25 Mitglieder und Gäste, darunter

sieben Frauen, angelegt. „Eine

hohe Beteiligung“, freute sich Vereins-Schatzmeisterin

Kerstin Lohß.

Die neue Saison eröffnet der aktuell

28 Mitglieder zählende Verein um seinen

Vorsitzenden Klaus-Dieter Gabriel

am 24. Januar.

Matthias Röhl und Sabine Unze waren beim Jahresabschluss die

Treffsichersten.

Peter Kirschke verabschiedet

Im Kreise zahlreicher langjähriger Mitstreiter

hat Landestrainer Peter Kirschke

am 10. Dezember in Barleben seinen

Eduard Korzenek verabschiedete Peter

Kirschke (li.) vom Hauptamt im Landesschützenverband.

Jeweils ein Schinken ging an die Zweitplazierten Heiko Dallmann

und Birgit Neum.

Schon im Zeichen der vorweihnachtlichen Zeit stand der letzte Wettkampf am Schanzenweg. Im Anschlag hier Klaus-Dieter Gabriel, Vorsitzender

des Vereins.

Fotos: Michael Eisert

Ausstand im Landesschützenverband

gegeben. Der 60-Jährige, der seit der

Gründung des Verbandes hauptamtlich

für den Sportbereich zuständig war, ist

ab dem 1. Januar Rentner. Verbands-

Präsident Eduard Korzenek hatte noch

einmal die Leistungen des Diplomtrainers

gewürdigt, der 1979 sein Studium

an der DHfK in Leipzig abgeschlossen

hatte. Hans Keller, heute Ehrenpräsident

des Landesverbandes, hatte den Absolventen

in der damaligen Gesellschaft für

Sport und Technik als Bezirkstrainer eingestellt.

Neben den besten Wünschen für die

Zukunft gab es auch einige Aufmerksamkeiten.

Besonders „nützliche Dinge“

für den weiteren Lebensweg hatte Fritz

Naumann vom SV Gölzau im Auftrag

der Jugendgruppe seines Vereins mit

im Gepäck. Ab dem neuen Jahr wird ein

Sportkoordinator im Wesentlichen die

Aufgaben des bisherigen Landestrainers

übernehmen.

Damen-Pokal am 25. Januar

Verbands-Damenleiterin Silvia

Suchland hat noch einmal auf den

Meldeschluss für den 22. Damen-

Pokal des Landesverbandes hingewiesen.

Die Teilnahmemeldungen

für den Pokalwettkampf, der am

25. Januar wieder im Wolmirstedter

Schützenhaus ausgetragen wird,

müssen bis zum 18. Januar 2015 abgegeben

werden.

Auf dem Programm des Pokalschießens

stehen die Disziplinen

Luftgewehr und Luftpistole 40

Schuss sowie Luftgewehr und Luftpistole

Auflage 30 Schuss. Im freien

Anschlag ist der Start ab der Jugendklasse

möglich, in den Auflagekonkurrenzen

ab der Damenklasse. Die

Wettkämpfe werden in der offenen

Klasse ausgetragen. Wettkampfbeginn

ist 9 Uhr, die Siegerehrung soll

gegen 16 Uhr erfolgen.

Pokalverteidiger im Luftgewehr

ist die Giebichensteiner SGi Halle,

mit der Luftpistole die Magdeburger

SGi und im Luftgewehr-Auflageschießen

die SGi Eichstedt. Die

komplette Ausschreibung findet

man über die Homepage des Landesverbandes.

mitteldeutscher schütze 6/2014 11


Schützenwesen

Astorianer luden zum Firmen-Pokal

Vier Duos maßen sich im Aufgelegtschießen mit dem Luftgewehr

Der Schützenverein Astoria

Wittenberg hatte im

Oktober wieder Firmen

und Einrichtungen zu seinem

Firmen-Cup in das

Schießsportzentrum in der

Draußgartenstraße eingeladen.

Wittenberg (jb) - Durch den stellvertretenden

Vereinsvorsitzenden Joachim

Bresack wurden die Vertreter der Unternehmen

und Einrichtungen begrüßt und

Hinweise zum Ablauf des Wettkampfes

gegeben. Anders als in den vergangenen

Jahren gingen diesmal nur Vertreter

der Unternehmen an den Start. Zu jedem

Team gehörten zwei Teilnehmer, diese

mussten 20 Wertungsschüsse mit dem

Luftgewehr aufgelegt auf die in 10 Meter

entfernte Scheibe abgeben. Vertreter

von vier Unternehmen waren am Start,

aus organisatorischen Gründen konnte

der Sieger der letzten Jahre vom Edeka-

Die Teilnehmer zusammen mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Joachim Bresack (re.) nach der Siegerehrung.

Im Oktober hatten die Astorianer zu ihrem Firmen-Pokalschießen mit dem Luftgewehr aufgelegt

eingeladen.

Center Wittenberg nicht teilnehmen.

Während des Wettkampfes wurden den

Vertretern der Firmen durch die Schützenfreunde

Hinweise gegeben. Für die

Ermittlung des besten Unternehmens,

das mit einem Wanderpokal geehrt wurde,

wurde jeweils die beiden Ergebnisse

addiert.

Als Sieger ging die Vertretung der Firma

Torsten Schlüter Heizung und Sanitär

mit Frank Pareigis und Torsten Schlüter

mit 373 Ringen hervor. Beide Vertreter

hatten auch die besten Einzelergebnisse

mit 189 bzw. 184 Ringe erzielt. Platz

drei in der Einzelwertung belegte Cindy

Böhme mit 179 Ringen. Zweiter der

Mannschaftswertung wurde die Fahrzeugtechnik

Böhme mit Dirk und Patrick

Böhme mit 344 Zählern vor dem Duo des

Landkreises Wittenberg mit Julia Hahn

und Franziska Martin. Platz vier ging an

den Bau-und Hausmeisterdienst mit Cindy

Böhme und Gerhard Richter.

Alle Beteiligten erhielten Urkunden

und versprachen, im nächsten Jahr

wieder zu diesem Pokalwettkampf zu

kommen und hofften auf eine Beteiligung

weiterer Firmen. Joachim Bresack

informierte, dass vor dem jeweiligen

Firmencup auch am Vereinstag im

Schießsportzentrum trainiert werden

kann. Daneben bedankte er sich für die

Unterstützung der Vereinsmitglieder, für

die Nachmittagsversorgung mit Kaffee

und Kuchen hatte wieder Romy Dotschko

gesorgt.

Cindy Böhme (vorn) hatte mit 179 Ringen das drittbeste Einzelresultat erzielt.

Fotos: Verein/Bresack

Frank Pareigis (vorn) und Torsten Schlüter gewannen den Firmencup des SV Astoria.

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mitteldeutscher schütze 6/2014


Kreisverbands-Präsidium hatte eingeladen

KSV Wittenberg:

Präsident Eckhardt Okon zog vor dem Gesamtvorstand Bilanz

Wittenberg (jb) - Das Präsidium des

KSV Wittenberg hatte die Mitglieder

des Gesamtvorstandes am 15. November

in das Schießsportzentrum

der Wittenberger Astorianer eingeladen.

Nach der Begrüßung durch

Präsident Eckhardt Okon und der

Feststellung der Beschlussfähigkeit

schloss sich der Bericht des Präsidenten

an. Okon brachte zum Ausdruck,

dass die Mitgliederzahl in den

25 Vereinen gegenüber dem Vorjahr

um über 20 geringfügig gestiegen

ist. Der überwiegende Teil der Mitglieder

ist männlich, nur vier Prozent

seien unter 21 Jahre alt. Hier sollte

etwas mehr getan werden. Auch die

Anzahl an weiblichen Mitgliedern sowie

der Kinder und Jugendlichen ist

zu gering. Im Bericht war Okon auch

zu Fragen der Verwaltungsarbeit innerhalb

der Vereine und Vorstände

eingegangen. Laut Aussagen des

Ordnungsamtes der Stadt Wittenberg,

so der Präsident, gibt es derzeit

keine größeren Probleme. Auch

Hinweise des Finanzamtes zur Gemeinnützigkeit

wurden im Bericht

erläutert. Bei den Bedürfnisanträgen

sollten Fragen der Zugehörigkeit des

Mitgliedes und der Nachweis über

die Ablegung der Sachkundeprüfung

genau geprüft und beachtet

werden.

Auch auf neue und aktuelle Informationen

vom Landesschützenverband

ging der Präsident ein.

Auf Versicherungsfragen, die auch

für die Vereine wichtig sind, wurde

nochmals hingewiesen. Schatzmeisterin

Antje Müller-Schubert gab

einen Zwischenbericht zum finanziellen

Stand ab. Der 1. Vizepräsident

Dieter Lübbers erläuterte den Mitgliederstand

und Fragen der ordnungsgemäßen

Meldung an das

Präsidium des KSV. Ausführungen

gab es auch zur Aktion „Ziel im Visier“

und zur Beitragserhöhung, die

beim nächsten Kreisschützentag

durch die Delegierten noch bestätigt

werden muss. Der 25. Jahrestag

des Kreisverbandes im kommenden

Jahr wie auch der Schützentag am

14. März 2015 stehen an werden vorbereitet.

Kreissportleiter René Dotschko berichtete

über die schießsportliche

Arbeit. Es wurden 36 Kreismeisterschaften

durchgeführt und 16 Kreisrekorde

aufgestellt. Die Beteiligung an

den Landesmeisterschaften hat sich

verbessert, es wurden Landesmeistertitel

und vordere Platzierungen erreicht.

Negativ sei, so Dotschko, dass

der Jugend-Pokalwettkampf in den

letzten zwei Jahren ausgefallen ist.

Das Kreiskönigsschießen, das dieses

Jahr erstmals an zwei Tagen mit dem

Luft- und Kleinkalibergewehr durchgeführt

wurde, wird auch nächstes

Jahr so bestritten. Die Proklamation

der neuen Schützenkönige erfolgt

wieder auf dem Kreiskönigsball.

Der Präsident und Schützen, die

am Königsball teilgenommen hatten,

bestätigten, dass die Form der

Proklamation gut angekommen sei.

Auch die große Teilnehmerzahl habe

das unterstrichen. In seinem Schlusswort

bedankte sich Eckhardt Okon

bei allen Vorstandsmitgliedern für

die bisherige aktive Unterstützung

des Präsidiums und ihre ehrenamtliche

Arbeit in den Vereinen und hofft

darauf auch in den kommenden Jahren.

Kurz berichtet

Zuschlag für Wernigerode

Der dann 61. Deutsche Schützentag

wird im Jahr 2019 in Wernigerode

stattfinden. Der Gesamtvorstand

des Deutschen Schützenbundes

befürwortete auf seiner Sitzung am

15. November die Bewerbung und

vergab den Bundesschützentag an

die Bunte Stadt am Harz. Nach 1997,

damals fand in Magdeburg erstmals

ein Deutscher Schützentag in den

neuen Bundesländern statt, sind

Sachsen-Anhalts Schützen damit das

zweite Mal Gastgeber.

Präsidentennadel verliehen

Walter Jahnel ist bei der letzten

Zusammenkunft des Gesamtvorstandes

im Dezember die Präsidentennadel

des Landesverbandes

verliehen worden. Verbands-Präsident

Eduard Korzenek würdigte

damit das Engagement des Magdeburgers

als Vorsitzender des

Fördervereins des Landesschützenverbandes.

„Was ich mache, mache

ich gern“, bedankte sich der Unternehmer,

der zuvor vor dem Gesamtvorstand

für mehr Mitgliedschaften

im Förderverein geworben hatte.

„Viele kennen den Förderverein offenbar

nicht“, hatte Jahnel gesagt.

Neuer Koordinator

im Verband

Dirk Schwiderski tritt am 1. Januar

2015 seinen Dienst als

Sportkoordinator des Landesschützenverbandes

an und ist damit in

der Geschäftsstelle hauptamtlicher

Ansprechpartner für die sportlichen

Belange im Landesverband.

Der gebürtige Westfale, Inhaber

der B-Lizenz des Deutschen Schützenbundes,

hatte den Zuschlag unter

zehn Bewerbern erhalten und

löst Landestrainer Peter Kirschke

ab, der zum Jahresende in den Ruhestand

gehen wird.

Auf der Tagung im November bilanzierten Präsidium und Gesamtvorstand des KSV das nun fast abgelaufene Jahr.

Foto: Bresack

Dirk Schwiderski ist ab Januar Sportkoordinator

des Landesverbandes.

Foto: Eisert

mitteldeutscher schütze 6/2014 13


Schützenwesen

Dessauer Gilde feierte den elften Schützenball

Gildevorsitzender Ulf Koch dankt dem heutigen Ehrenvorsitzenden Klaus Hiltrop

Dessau (kg) - Am 8. November hatte

die Schützengilde Dessau zu ihrem

diesjährigen Schützenball in die

Vereinsgaststätte der Gartenfreunde

„Oberbreite“ Dessau-Roßlau eingeladen.

Die Gilde feiert mit diesem Ball

ihren kulturellen Höhepunkt im Vereinsleben.

Der Einladung waren viele

Mitglieder mit ihren Angehörigen,

aber auch zahlreiche Gäste befreundeter

Schützenvereine gefolgt. Die

Festlichkeit begann mit kräftigen Salutschüssen

und unter den Klängen des

Dessauer Marsches, der historisch auf

Leopold I. von Anhalt Dessau zurückgeht,

schritten die Traditionsschützen

im langsamen Infanteriemarsch in

den liebevoll geschmückten Saal. Alle

Anwesenden erhoben sich von den

Plätzen und verbanden damit in würdigender

Weise die Vergangenheit mit

der Gegenwart.

Ulf Koch, neuer Vorsitzender der Gilde,

bedankte sich in seiner Ansprache

bei allen, die im laufenden Sportjahr

mit ihren Leistungen das Gemeinschaftsleben

positiv beeinflussten. Im

Mittelpunkt standen dabei die erlebten

Höhepunkte im Wettkampfgeschehen,

aber auch die abgeschlossenen

und künftigen Arbeiten an den baulichen

Innen-und Außenanlagen. Besonders

herzliche Worte fand er für Klaus

Hiltrop, der nach 14 Jahren erfolgreicher

Amtszeit als Gildevorsitzender

die Verantwortung weitergab. Ulf Koch

überreichte unter anhaltendem Beifall

die Urkunde mit der Ernennung von

Klaus Hiltrop zum Ehrenvorsitzenden.

Der Schützenball war damit eröffnet.

Dieter Enke, der für den Ball organisatorisch

Verantwortliche, führte in

bewährter Weise und auch in diesem

Jahr gemeinsam mit der „Gerd-Wodke-

Combo“ und den „Vincentos“ durch das

kulturelle Programm. Der sich nun anschließende

Wettbewerb um die drei

besten Tanzpaare sowie die mit Spannung

erwartete Tombola brachten Spaß

und Entspannung. Gäste und Mitglieder

beteiligten sich aktiv und erlebten erholsame

Stunden.

Die Traditionsschützen der Schützengilde im „Hoch-Fürstlichen Jägercorps Anhalt Dessau“.

Ulf Koch (li.) überreichte Klaus Hiltrop die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden.

Fotos: Gräfe

Hans-Günter Heinze Bester mit der Traditionswaffe

SV Heide Burgstall: Am Herbst-Pokalschießen mit dem K98 beteiligten sich zehn Aktive

Burgstall (wr) - Bei recht warmen

Herbstwetter bestritten im Oktober

zehn Aktive aus dem KSV Ohre-Kreis mit

dem K98 den Pokalwettkampf mit der

Traditionswaffe auf dem Schießstand in

Burgstall. Am frühen Vormittag gegen

10 Uhr bei etwas Morgensonne, sitzend

aufliegend schon auf der linken Schussbahn,

begannen die Schützen den 13

Schuss-Wettkampf über 100 Meter, der

im Sportplan des Kreisverbandes ausgeschrieben

war. Geschossen konnte

durch den möglichen Nachkauf so oft

wie gewollt. Von den 13 Schuss wurden

die besten zehn gewertet.

Bereits im ersten Durchgang mit vier

Teilnehmern wurden gute Ergebnisse

erzielt. Schon hier kristallisierten

sich Dr. Hans-Günter Heinze vom Neuenhofer

LSV mit 97 Ringen und Wolfgang

Rost vom SV Heide Burgstall mit

95 Ringen als die Besten heraus. In der

zweiten Runde hatten Jürgen Lobenstein

vom Neuenhofer LSV und Fred

Dieckmann SV Heide Burgstall mit 92

und 88 Ringen nachgelegt. Weiterhin

absolvierten den Wettkampf Hilmar

Helmecke mit 87 Ringen, Henry Braune

mit 86 Ringen, Detlef Wolff mit 86

Ringen, Ortwin Luthe mit 80 Ringen,

Günter Giechau mit 75 Ringen und

Henry Kirchgäßner mit 12 Ringen, alle

vom gastgebenden Verein. Es stellte

sich heraus, dass das Schießen mit dem

K98 immer wieder einer gewissen Trainingsvorbereitung

bedarf, da durch

die doch alte und robuste Ausführung

dieser Waffen ein gewisses Maß an Talent

erforderlich ist, um gute Resultate

zu erreichen.

Nach Wettkampfschluss hatten die

fleißigen Damen des SV Heide Burgstall,

Silvia Hagendorf und Birgit Barteit, die

Auswertung vorgenommen. Sofort im

Anschluss wurde auch die Siegerehrung

mit der Pokalübergabe für die drei Bestplatzierten

vorgenommen. Auch eine

Motivation für die Teilnehmer, sich im

nächsten Jahr erneut an diesem schönen

Traditionswettkampf zu beteiligen. Bleibt

zu hoffen, dass sich dann mehr Schützen

daran beteiligen. Der Pokalwettkampf ist

offen für alle Mitglieder des Landesschützenverbandes.

Die Teilnehmer am Pokalschießen mit dem K98 auf dem Stand des SV Heide Burgstall.

Foto: Verein

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mitteldeutscher schütze 6/2014


Leute im Landesschützenverband

Es blieb bei

einem Marathon

Norman Maier bei der Landesmeisterschaft über 100 Schuss, tags darauf startete der Schlanstedter beim Magdeburger Marathon über die

13 Kilometer-Laufstrecke. Fotos: Michael Eisert

Sportlich viel vorgenommen hatte

sich Norman Maier von der SG

Schlanstedt am dritten Wochenende

im Oktober. Erst bestritt er am Sonnabend

zusammen mit seinen Vereinskameraden

die Landesmeisterschaft

im Marathonschießen in Magdeburg,

tags darauf sollte der Start beim 11.

Magdeburger Marathon folgen. Gemeldet

hatte der 35-Jährige das erste

Mal für den Halbmarathon, trat

dann aber in der Firmenmannschaft

einer Versicherung über die 13 Kilometer

an. „Es gab einen Ausfall in der

Mannschaft, da bin sich kurzfristig

eingesprungen“, erklärte der Vereins-

Schießsportleiter den Umstieg auf

die kürzere Strecke. Letztlich belegte

er dort mit einer Zeit von 1:23:13

Stunden Platz 648. Nur einige Minuten

mehr hatte Norman Maier für die

100 Schuss mit dem Luftgewehr gebraucht.

Und nicht nur wegen des

fünften Platzes tags zuvor auf dem

Schießstand, mit den 929 Zählern war

er dort Bester des Schlanstedter Trios

bei den Herren, wird Norman Maier

mehr Schütze als Läufer bleiben.

Laufen sei für ihn Ausgleich und Entspannung

und bringe ihm auch die

Ruhe, erklärte er.

Schon Ende der 1980er-Jahre fand

er an der Polytechnischen Oberschule

in Schlanstedt über die Arbeitsgemeinschaft

zum sportlichen

Schießen, gehört seit 1991 der dortigen

Schützengesellschaft an. Seit

nun sechs Jahren ist der „nur Gewehrschütze“

Schießsportleiter in

Seit 1991 auch zusammen in der Schützengilde: Regina und Karlheinz Schwerin zählten

beim Empfang des Ministerpräsidenten im Oktober zu den Ausgezeichneten.

seinem Verein, seine Lieblingsdisziplin

ist der Kleinkaliber-Liegendkampf.

Mit den 580 Ringen bei der

Landesmeisterschaft 2012 war er

„sehr zufrieden“, sagte er. Auch auf

einige Königstitel kann der Sportschütze

aus dem Vorharz verweisen,

zweimal war er Jugendkönig und

einmal Schützenkönig im Verein, dazu

wurde er je einmal als Huy-König

und Kreiskönig im KSV Halberstadt

ausgerufen.

Karlheinz Schwerin: Regina ist die gute Fee des Vereins

Seit 1971 ein Ehepaar und seit 1991

zusammen in der Schützengilde: Regina

und Karlheinz Schwerin aus

Eichstedt gehören zu den zahlreichen

Ehrenamtlichen, die das Vereinsleben

am Laufen halten. Und

nicht immer nur bei Schützen… Karlheinz

Schwerin, seit der Gründung

der dortigen Schützengilde deren

Vorsitzender, kümmert sich nicht

nur um die Belange seines Vereins. In

Eichstedt ist er seit 16 Jahren ehrenamtlicher

Bürgermeister, engagiert

sich daneben im Landesfeuerwehrverband.

Da ist er auch internationaler

Kampfrichter, war schon bei

Deutschen Meisterschaften sowie

Feuerwehr-Olympiaden in Frankreich

und Tschechien im Einsatz.

„Zum Schießen bleibt da keine Zeit“,

bekennt der gebürtige Eichstedter,

der sich selbst mehr in der Rolle des

Organisators sieht. Im Kreisschützenverband

Stendal-Altmark ist er so

auch seit Jahren für die Rundenwettkämpfe

in den Luftdruckdisziplinen

zuständig. Immer vier Runden, so der

Rentner, dem seine Multifunktionalität

„Spaß macht“. Ein wenig anders

sieht es bei Ehefrau Regina aus, die

als Sportschützin auch landesweit

eine „Hausnummer“ hat. Schon in

ihrer Schulzeit kam sie in Arneburg

zum Militärischen Mehrkampf, war

sogar einmal DDR-Meisterin. Heute

ist sie vor allem als versierte Luftgewehrschützin

im Auflagebereich

bekannt, schaffte es sogar zur Deutschen

Meisterschaft. 2009 wurde

Regina Schwerin, im Kreisverband

seit 2001 als Schatzmeisterin für die

Kasse zuständig, als Landesschützenkönigin

ausgerufen; nur einer

der zahlreichen Erfolge der mehrfachen

Landesmeisterin. Daneben ist

sie, so lobt Karlheinz Schwerin seine

bessere Hälfte, „die gute Fee des Vereins“.

Sie kümmert sich um die Finanzen,

die Jugend- und Frauenarbeit

und das Training, ist quasi das „Mädchen

für alles“. Dazu noch Haus und

Hof und ein großer Garten, „viel Zeit

bleibt da nicht“, rechnet Karlheinz

Schwerin vor.

Die Schützengilde Eichstedt wurde

am 1. April 1991 gegründet und

zählt aktuell 48 Mitglieder. Auf dem

Areal eines ehemaligen Schießstandes

wurde nicht lange danach ein alter

Bau abgerissen, der Stand wurde

erweitert. Schon im Mai 1993 wurde

das Schützenhaus eingeweiht, geschossen

werden können dort Kleinkaliber-

und die Luftdruckdisziplinen.

mitteldeutscher schütze 6/2014 15


Schützenwesen

Wittenberger proklamierten Kreiskönige in Seyda

Drei Titel für Schützen des SV Astoria Wittenberg, Kreiskönig kommt von der SGi Seyda

Seyda (jb) - Am 1. November fand im

Schützenhaus der Stadt Seyda der

Schützenball des Kreisschützenverbandes

Wittenberg mit der Proklamation

der Kreiskönige statt. Nach der

Begrüßung der 130 Teilnehmer durch

KSV-Präsident Eckhardt Okon erfolgte

das Essen vom Buffet. In diesem

Jahr wurde das Königsschießen einmal

anders durchgeführt, denn bekannt

waren nur die Termine im Juli

für Schützen ab 18 Jahre und Anfang

September für die unter 18-Jährigen.

Schützen ab 18 Jahre schossen auf

dem Schießstand der Schützengilde

Flämingrand in Rahnsdorf mit dem

Kleinkalibergewehr stehend aufgelegt

einen Wertungsschuss auf eine

Scheibe in 50 Meter Entfernung. Die

Teilnehmer unter 18 Jahren schossen

im Schießsportzentrum der Wittenberger

Astorianer mit dem Luftgewehr

auf die Entfernung von 10 Metern stehend

aufgelegt zehn Wertungsschüsse.

Gewertet wurde jeweils der beste

Teiler. Gekommen waren in Rahnsdorf

23 Teilnehmer, darunter acht Frauen,

und in Wittenberg sieben, davon drei

Nachwuchsschützinnen.

Die ersten drei Plätze bei den weiblichen

und männlichen Teilnehmern

unter 18 Jahren erhielten ihre persönlichen

Scheibenbänder und einen

Gutschein, der König eine Königsscheibe.

Jugendschützenkönigin wurde

Yvonne Lübbers vom SV Astoria

Wittenberg mit einem Teiler von 152,7

vor Melina Bassin von der SGi Kemberg

(167,3) und Julia Okon vom SV

Astoria Wittenberg (185,9). Jugendschützenkönig

wurde Pascal Nimmich,

ebenfalls SV Astoria, mit einem

115,1 Teiler. Platz zwei belegte Kevin

Ermisch vom BSV Annaburg (119,0),

Die Nachwuchsschützen hatten ihre Könige in Wittenberg ausgeschossen. Vorn KSV-Vizepräsident Dieter Lübbers mit seiner Tochter

Yvonne, der späteren Jugendkönigin.

Pascal Nimmich (Mitte) wurde als Jugendkönig

des Kreisverbandes geehrt.

Alle Wittenberger Kreiskönige auf einen Blick, die neuen Majestäten waren im November in

Seyda ausgerufen worden.

Fotos: Bresack/Privat

Dritter wurde dessen Vereinskamerad

Jonas Eichelbaum (248,0). Bei den Erwachsenen

wurde der beste Schusswert

und die Entfernung zum Zentrum

der Scheibe gewertet. Kreisschützenkönigin

mit einem Schusswert 10 und

drei Millimetern bis zum Zentrum wurde

die Wittenberger Astorianerin Katrin

Pareigis, die den Titel das dritte

Mal in Folge gewann. Als Kreisschützenkönig

wurde Tom Schob von der

Seydaer Schützengilde ausgerufen,

dessen Treffer nur ein Millimeter vom

Zentrum entfernt lag.

Nach der Proklamation der neuen

Schützenkönige erfolgte Tanzeinlagen

durch den Entertainer „Franky Pflug“

und ein Bingospiel, bei dem es wieder

Präsentkörbe zu gewinnen gab. Anschließend

wurde bis nach Mitternacht

das Tanzbein geschwungen.

23. Neujahrsschießen

des SV Klötze

Termin / Ort

Sonnabend, den 10. Januar 2015 von

09.00 bis 15.00 Uhr auf dem Schießstand

Klötze.

Waffe

Großkaliber-Langwaffen ohne

optische Zielhilfe, Visierung mit

Dach-, Balken- oder Perlkorn, ohne

Matchlauf und im Kaliber 6,5 mm bis

8 mm.

Eigene Waffen sind zugelassen,

wenn sie der Ausschreibung entsprechen.

Leihwaffen werden zur

Verfügung gestellt. Munition kann

dafür erworben werden. (Munition:

6,-- Euro pro Serie – 7 Schuss).

Schussentfernung

50 Meter KK-Scheibe

Anschlag

Sitzend aufgelegt, Auflagen werden

vom Veranstalter zur Verfügung gestellt.

Schusszahl

2 Schuss Probe / 5 Schuss Wertung

Auswertung

Bei gleicher Ringzahl erfolgt die

Platzvergabe entsprechend dem

besseren Trefferbild. Schießt ein

Teilnehmer mehrere Serien, so wird

nur die beste Serie gewertet. Es erfolgt

eine getrennte Pokalwertung

für Frauen und Männer für die ersten

drei Plätze.

Versicherung

Die Schützen haben eine ausreichende

Versicherung nachzuweisen.

Tagesversicherungen können

abgeschlossen werden (2,-- Euro pro

Versicherung).

Hinweis: Waffen sind auf dem Schießstand

in einem Futteral zu transportieren.

Die Entnahme aus dem

Futteral erfolgt am Schützenstand

nach Anweisung durch die Standaufsicht!

Gebühren

Startgebühr: 5,-- Euro pro Serie,

Protestgebühr: 30,-- Euro (Rückerstattung,

wenn dem Protest stattgegeben

wird).

Die Preisvergabe erfolgt ca. 16.45

Uhr (Pokale und Sachpreise). Änderungen

durch den Veranstalter vorbehalten.

Jan Boeck

Schießsportwart

16

mitteldeutscher schütze 6/2014


Schützen erwiesen ihrem Vorsitzenden die Ehre

SV Eilsleben: Ein Salut im Dunkeln zum 60. Wiegenfest von Hartmut Zucker

Eilsleben (bs) - Obwohl der 60. Geburtstag

ihres Vereinsvorsitzenden Hartmut

Zucker schon einige Tage zurück lag, ließen

es sich die Mitglieder des SV Eilsleben

1909 e.V. nicht nehmen, am Tag der

offiziellen Feier mit einer etwas größeren

Abordnung am Ort des Geschehens

zu erscheinen, um ihm die besten Glückwünsche

zu überbringen und mit einem

Ehrensalut zu würdigen.

Aufgrund seiner großen Verdienste

beim Aufbau und dem Erhalt seines Vereins

und seiner beispiellosen Tätigkeit als

langjähriger Vorsitzender wollte man sich

natürlich auch mit einem besonders gut

ausgeführten Ehrensalut bedanken. Die

Mitglieder mussten zwar kurzfristig die

Stammformation des Salutkommandos

verändern, waren aber trotzdem guter

Dinge und trafen sich mit einer leichten

Verspätung am vorgesehenen Ort. Der Jubilar

wurde gebeten, etwas vorzutreten,

und der an diesem Tag als Befehlshaber

agierende Vereins-Schießsportleiter Ingo

Abel überbrachte nochmals die Glückwünsche

der Mitglieder und informierte

die versammelten Gäste über den Ablauf

der bevorstehende Zeremonie und die

zu erwartende Lautstärke. Da es schon

sehr dunkel war und die Salutgaben am

Abendhimmel fast wie ein kleines Feuerwerk

anzuschauen waren, bemerkte auch

kaum jemand die eine oder andere kleine

Ungenauigkeit hinsichtlich der Präzision

bei der Abgabe einzelner Salutschüsse.

Nach dem sicheren Verwahren der Flinten

war dann allerdings erst einmal eine

kräftige Stärkung am warmen und kalten

Buffet angesagt. Das Geburtstagskind

ließ es sich dann auch nicht nehmen

und eröffnete mit seiner besseren Hälfte

Heidemarie nach flotter Musik den entspannten

und fröhlichen Teil der Feier.

Die Gäste hielt es dann auch nicht lang

auf ihren Stühlen und die Schützen bedankten

sich beim edlen Spender und

Gastgeber mehrmals mit einem dreifachen

„Gut Schuss“.

Klein- und großkalibrig in Loburg

Pokalschießen bei der Schützengilde von 1432 e.V.

Es war schon dunkel, als das Salutkommando anlässlich des Geburtstages des Vereinsvorsitzenden

angetreten war.

Fotos: Verein/Smikowski

Vereins-Sportleiter Ingo Abel (re.) hatte bei

der Zeremonie das Kommando.

Der Jubilar eröffnete mit seiner besseren

Hälfte den entspannten Teil der Feier.

Loburg (ds) - Auf dem Sportgelände der

Schützengilde Loburg wurden im Herbst

verschiedene Wettkämpfe durchgeführt.

In den verschiedenen Disziplinen

konnten die Sportschützen ihr Können

und Treffsicherheit unter Beweis stellen.

Auch in diesem Jahr wurde der Hubertus-Pokal

gesplittet. Dieser Wettkampf

wird mit dem Kleinkaliber-Gewehr ausgetragen.

Neben der Diopter-Visierung

war auch eine Teilnahme mit dem Zielfernrohr

ermöglicht werden, dabei wurden

die Ergebnisse getrennt gewertet.

Beim Diana-Pokal zeigten die Schützen

ihr Können mit der Kurzwaffe im

Groß- sowie Kleinkaliberschießen und

beeindruckten mit ihren überaus guten

Ergebnissen, auf die mancher Gewehrschütze

zurecht neidisch war. Die Schützengilde

gratuliert allen Siegern und

bedankt sich bei Freunden, Schützen

und Helfern. Platzierungen:

Wander-Pokal der Stadt Möckern

KK Gewehr, 15 Schuss. 1. Sigrid Rühlicke

(SV Möser, 2. Siegfried Stief (SGi

Loburg), 3. Hermann Rühlicke (SV

Möser)

Hubertus-Pokal

KK Gewehr Diopter, 10 Schuss. 1.

Dagmar Schmitt, 2. Andreas Maier, 3.

Siegfried Stief (alle SGi Loburg)

KK Gewehr Fernglas, 10 Schuss. 1.

Dagmar Schmitt (SGi Loburg), 2. Ralf

Heger (Steckbyer SGi), 3. Siegfried

Stief (SGi Loburg)

Diana-Pokal

KK Kurzwaffe, 30 Schuss. 1. Ralf Heger

(Steckbyer SGi), 2. Peter Müller

(SGi St. Hubertus Schweinitz), 3. Andreas

Maier (SGi Loburg)

GK Kurzwaffe 30 Schuss: 1. Peter

Müller (SGi St. Hubertus Schweinitz),

2. Ralf Heger, 3. Ralf Müller (Steckbyer

SGi)

Hermann Rühlicke, Gilde-Präsident Siegfried Stief und Sigrid Rühlicke waren beim Wander-

Pokal der Stadt Möckern die Besten, rechts Bürgermeister Frank von Holly. Foto: Maier

Zum Gruppenfoto vereint: Mitglieder der Schützengilde sowie Teilnehmer an den Pokalschießen

auf dem Vereinsgelände der Loburger Gilde.

Foto: Schmitt

mitteldeutscher schütze 6/2014 17


Sport

Vier Auflage-Kreisrekorde in Wittenberg

KSV Wittenberg: Meisterschaften in den Luftdruckdisziplinen 30 und 100 Schuss Auflage

Wittenberg (jb) – Im Oktober fanden im

Schießsportzentrum des SV Astoria Wittenberg

die Kreismeisterschaften in den

Luftdruckdisziplinen 30 und 100 Schuss

Auflage statt. Aktive von sieben Vereinen

absolvierten 39 Starts. Ältester Teilnehmer

war Michail Michailow vom Heideschützenverein

Söllichau. Der 82-Jährige verbesserte

mit der Luftpistole bei den Senioren C

den im Vorjahr aufgestellten Rekord von

855 Ringen um sechs Zähler. Mit dem Luftgewehr

erhöhte der Wittenberger Astorianer

Dieter Lübbers den Kreisrekord über 30

Schuss bei den Senioren A auf 293 Ringe.

Über die 100 Schuss verbesserte in der Damen-Altersklasse

Katrin Pareigis ihren eigenen

Rekord um 18 Ringe auf nun 973 Zähler.

Deren Vereinskamerad Ronald Schlüter erzielte

mit der Luftpistole bei den Senioren A

mit 969 Ringen einen weiteren Rekord.

In der inoffiziellen Vereinswertung war

der SV Astoria Wittenberg mit sieben ersten,

drei zweiten und zwei dritten Plätzen

vor der SGi Elster (4/4/1) und der SGi Kemberg

(3/1/0) am erfolgreichsten. Resultate:

Luftgewehr 30 Schuss

Herren-Altersklasse: 1. Uwe Klatte (SGi

Elster) 282, 2. Frank-Peter Matthias (BSV

Auf dem Stand des SV Astoria wurden die Wittenberger Kreismeisterschaften Luftgewehr

und Luftpistole aufgelegt ausgetragen. Aktive von sieben Vereinen waren am Start.

Annaburg) 253. Damen-Altersklasse: 1.

Katrin Pareigis (SV Astoria Wittenberg)

294. Senioren A: 1. Dieter Lübbers 293,

2. Ronald Schlüter 291, 3. Harald Spelz

(alle SV Astoria Wittenberg) 263. Senioren

B: 1. Kurt Hunkert (SGi Kemberg)

280. Senioren C: 1. Heinz Kirchner (SV

Astoria Wittenberg) 272, 2. Friedrich

Jungfer (SGi Kemberg) 269, 3. Klaus

Pötzsch (SV Elbauae Pratau) 262.

Luftpistole 30 Schuss

Herren-Altersklasse: 1. Jens Mehre

(Priv. SGi Gräfenhainichen) 276, 2. Uwe

Klatte (SGi Elster) 249. Damen-Altersklasse:

1. Kornelia Graf (SGi Kemberg)

274. Senioren A; 1. Ronald Schlüter

(SV Astoria Wittenberg) 285, 2. Günter

Großkopf (SGi Elster) 264, 3. Hans-Joachim

Czerwinski (SV Astoria Wittenberg)

256. Senioren C: 1. Klaus Pötzsch

(SV Elbaue Pratau) 254, 2. Heinz Kirchner

(SV Astoria Wittenberg) 254, 3.

Michail Michailow (HSV Söllichau) 251.

Luftgewehr 100 Schuss

Herren-Altersklasse: 1. Uwe Klatte (SGi

Elster) 916, 2. Frank-Peter Matthias (BSV

Annaburg) 823. Damen-Altersklasse: 1.

Katrin Pareigis (SV Astoria Wittenberg)

973. Senioren A: 1. Ronald Schlüter 969,

2. Harald Spelz (beide SV Astoria Wittenberg)

879, 3. Günter Großkopf (SGi

Elster) 784. Senioren B: 1. Frank-Lutz

Antje Müller-Schubert und Joachim

Bresack bei der Auswertung.

Koltermann (SGi Elster) 973. Senioren

C: 1. Klaus Pötzsch (SV Elbaue Pratau)

892.

Luftpistole 100 Schuss

Herren-Altersklasse: 1. Jens Mehre

(Priv. SGi Gräfenhainichen) 829, 2. Uwe

Klatte (SGi Elster) 857. Damen-Altersklasse:

1. Kornelia Graf (SGi Kemberg)

921. Senioren A: 1. Ronald Schlüter

(SV Astoria Wittenberg) 937, 2. Günter

Großkopf (SGi Elster) 898. Senioren B: 1.

Frank-Lutz Koltermann (SGi Elster) 927.

Senioren C: 1. Michail Michailow 861,

2. Peter Dietrich (beide HSV Söllichau)

845, 3. Klaus Pötzsch (SV Elbaue Pratau)

828.

Ronald Schlüter verbesserte den Kreisrekord mit dem Luftgewehr über 100 Schuss gleich

um 53 Ringe.

Fotos: Bresack/Privat

Neuer Katalog von AKAH

Mit dem neuen AKAH-Katalog weist

die Albrecht Kind GmbH auf einige Neuheiten

hin: Steyr Mannlicher glänzt mit

Varianten der SM12 Reihe und der neuen

Classic II Linie. Auch im Optik-Bereich gab

es viele Produktverbesserungen, zuletzt

wurde der AKAH-Entfernungsmesser

Testsieger in seiner Klasse des ausgezeichneten

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die AKAH-Lederfertigung kann jetzt Namen

und Telefonnummern auf Hundehalsbänder,

Gewehrriemen, Jagdtaschen

und Jagscheinetuis usw. lasern. Immer

mehr Jäger wünschen diese Individuali-

Michail Michailow war der älteste Schütze. Der 82-Jährige siegte bei den C-Senioren über

100 Schuss mit neuem Kreisrekord.

sierung. Beim Jagdzubehör wird die neue

Marke Knives of Alaska, ein Hersteller von

Jagdgebrauchsmessern höchster Qualität,

präsentiert. Neuheiten gibt es im Bekleidungsbereich:

Die Marke Shooterking

hat sich zu einem echten „Shooting Star“

entwickelt. Aigle stellt den ersten Gummistiefel

mit Wärmehaltigkeit bis -40° C

vor. Almgwand: Erstmals wird den jagenden

Damen und Ehefrauen der Jäger eine

wirklich sportliche-trachtige Linie angeboten.

Das gesamte Sortiment gibt es kann im

guten Fachhandel. Endverbraucher können

auch über www.akah.de bestellen

und die sofortige Verfügbarkeit prüfen.

Genehmigungsfreie Waren können direkt

nach Hause geliefert werden. Dafür

muss sich der Endverbraucher zuvor einen

teilnehmenden Händler aussuchen,

über den er die Ware bezahlt. Gegen Einsendung

von 5 Euro per Scheck oder bar

wird der Katalog portofrei zugesandt. Im

Jahr darauf erhält jeder Interessent den

Katalog ohne Schutzgebühr.

Albrecht Kind GmbH, Postfach 310283,

51617 Gummersbach, Fax: 02261/73540,

Email: info@akah.de.

18

mitteldeutscher schütze 6/2014


Hundert Ringe reichten nicht zum Sieg

Vorderlader: Maik Kirste beim 21. Internationalen Apfelschießen in Südtirol Zweiter

Fünf Schützen aus

Sachsen-Anhalt und

ein Thüringer Schütze

aus der Riege der

M i t t e l d e u t s c h e n

S c h w a r z p u l v e r -

schützen haben am

traditionellen 21. Internationalen

Apfelschießen

in Goldrain/

Südtirol teilgenommen.

Maik Kirste hatte

dabei mit dem

Pe rkussionsgewe hr

den Sieg nur knapp

verpasst.

Goldrain/Weißenfels (jf) - Bei Sonne

und fast sommerlichen Temperaturen

wurden Spitzenergebnisse geschossen.

Kein Wunder, nahmen doch Schützen

aus Italien, Deutschland und Österreich,

unter ihnen manch Nationaler-, Europa-

oder Weltmeister, teil. Der gastgebende

Schützenverein aus Südtirol um

Oberschützenmeister Kurt Platzgummer

organisierte wie jedes Jahr nicht

nur einen hochkarätigen Wettbewerb,

sondern auch ein abwechslungsreiches

Begleitprogramm für die mitgereisten

Ehepartner.

120 Schützen schossen nach internationaler

13 Schuss-Regel die lukrativen

Preise aus, unter anderem ein

von der Firma Pedersoli gesponsertes

Vorderladergewehr wie auch vom

Italienischen Nationalen Sportschützenverband

(UITS) gestiftete Sonderpreise.

In einer rekordverdächtigen

Umbauzeit von April bis Oktober war

in Goldrain die Anlage zu einem der

modernsten Südtiroler Schießstände

inklusive elektronischer Trefferanzeige

der Firma Meyton modernisiert und

umgebaut worden. Unter den Gästen

der Siegerehrung waren unter anderem

der Landesoberschützenmeister

des Südtiroler Sportschützenverbandes

August Tappeiner und der Bezirksschützenmeister

Valentin Grüner aus

Vinschgau.

Erfreulicherweise waren unter den

Siegern und Platzierten auch Aktive

aus Sachsen-Anhalt. Ein überragendes

Glückspilz Torsten Lorber (Mitte) und die Schwarzpulverschützen aus Sachsen-Anhalt hatten den langen Weg nach Goldrain gern in Kauf

genommen.

Ergebnis schoss der Hassenhausener

Maik Kirste in der Disziplin Perkussionsgewehr

50 Meter stehend. Mit

100 Ringen belegte er leider nur den

zweiten Platz. Sieger mit ebenfalls 100

Ringen wurde Weltmeister Andreas

Maik Kirste (li.) verpasste im Wettkampf Perkussionsgewehr 50 Meter stehend ringgleich als

Zweiter nur knapp den Sieg.

Fotos: Jens Fischer

Gassner aus Österreich. Ebenfalls eng

ging es in der Disziplin Miquelet (Muskete)

zu. Hier erzielte der Weißenfelser

Jens Fischer mit ausgezeichneten 92

Zählern Rang vier hinter den aktuellen

Weltmeistern Leonhard Brader, Roland

Juranek und Hannes Oberpriller,

die alle 93 Ringe erzielt hatten. In der

Disziplin Lamarmora (Dienstgewehr 50

Meter) belegte der Eckartsbergaer Jürgen

Richter Platz fünf und Jens Fischer

Platz sechs. In der Disziplin Pennsylvania

(Steinschlossgewehr 50 Meter) belegte

Maik Kirste mit 96 Ringen einen

beachtlichen dritten Platz, Jens Fischer

kam mit 91 Ringen auf Platz zehn ein.

Anders als in den letzten Jahren

wurde diesmal die Festscheibe nicht

ausgeschossen, sondern unter allen

Startern verlost. Als Glücksfee agierte

die kleine Carmina Zellner aus Bayern.

Sie zog für den Hauptpreis, ein Dienstgewehr

der Firma Pedersoli, das Los Nr.

1 – glücklicher Besitzer dieser Losnummer

war der Apoldaer Torsten Lorber.

Beladen mit Tiroler Äpfeln und Tiroler

Speck nahmen die Mitteldeutschen

Schützen den langen Heimweg gern

in Kauf.

mitteldeutscher schütze 6/2014 19


Sport

Gut aufgelegt

In der Heide purzelten

die Rekorde

Gut aufgelegt zeigten sich die Aktiven bei

den Landesmeisterschaft Luftgewehr und

Luftpistole über 100 Schuss aufgelegt in

Letzlingen. Bei den letzten Titelkämpfen des

Sportjahres auf Verbandsebene wurden gleich

zehn Landesrekorde auf- bzw. eingestellt, davon

acht in den Einzelkonkurrenzen. Auf dem

Stand der gastgebenden Heideschützen waren

über die Marathondistanz noch einmal

124 Einzelstarts absolviert worden.

20

mitteldeutscher schütze 6/2014


Sport

Von

Michael Eisert

Letzlingen – Einer der acht neuen

Bestmarken im Einzel war gleich zu Beginn

der Titelkämpfe aufgestellt worden.

Im Luftgewehrwettbewerb der

Damen-Altersklasse verbesserte Cornelia

Niebel, diesmal für den SV Heide

Letzlingen am Start, mit 995 Ringen

den bis dato Rekord von Sabine Helbing

um vier Zähler. Das Ergebnis, die

Landesmeistern hatte gleich in sechs

Serien „voll getroffen“, blieb auch das

beste Gewehrresultat der Landesmeisterschaft

überhaupt. Eine ähnlich

optimale Trefferlage hatte auch Altersklassen-Landesmeister

Burghard Jaeger

von der SGi Oebisfelde erzielt, der

mit seinen 990 Zählern die bisherige

Bestleistung eingestellt und sich damit

als dritter Schütze in dieser Klasse als

Rekordhalter eintrug. Die drei weiteren

Landesrekorde mit dem Luftgewehr

gingen auf das Konto von Senioren/Innen.

B-Seniorin Helga Tell mit 919 und

C-Seniorin Lisel Volber, schon seit dem

Vorjahr Mitinhaberin des Rekordes, mit

976 Ringen stellten ebenso eine Bestmarke

auf wie das Trio des Neuenhofer

LSV in der Mannschaftswertung der A-

Senioren mit 2945 Zählern.

Eine weitere Bestleistung in der

Teamwertung hatten die Luftpistolenschützen

des SV Heide Letzlingen aufgestellt,

die ihren eigenen Rekord aus

dem Vorjahr mit 2913 Ringen gleich

um 48 Zähler nach oben schraubten.

Günther Freitag, der mit 976 Ringen

auch eine neue Bestmarke im Einzel

aufgestellt und damit auch das beste

Luftpistole-Resultat der Titelkämpfe

geschossen hatte, Armin Neels sowie

Bernd Lambrecht hatten auf ihrem

Heimstand daneben in der Konkurrenz

der Senioren A auch alle drei Einzelmedaillen

gewonnen. Als Landesrekorde

gingen dazu die Ergebnisse von Christine

Schmidt, die B-Seniorin von der

Magdeburger Gilde erzielte als einzige

Starterin in ihrer Wertung 921 Ringe,

von C-Senior Wolfgang Matheis (961)

von der Giebichensteiner SGi Halle und

C-Seniorin Sigrid Rühlicke (923) vom SV

Möser in das Protokoll ein.

Insgesamt waren bei der nun 3. Landesmeisterschaft

im aufgelegten Marathonschießen

124 Starts in den 15

Einzelkonkurrenzen absolviert worden,

das sind etwas mehr als noch im

Jahr zuvor (115). Mit 67 Starts in den

Luftgewehrentscheidungen wurden

Cornelia Niebel erzielte das beste Ergebnismit dem Luftgewehr überhaupt, die 995 Ringe bedeuteten Gold und Landesrekord in der Damen-

Altersklasse.

Fotos: Michael Eisert

Wolfgang Matheis setzte sich mit dem neuen Landesrekord von 961 Ringen bei den C-Senioren vor Axel Störzner durch.

mit der Langwaffe zehn Antritte mehr

als mit der Kurzwaffe absolviert. 16 Aktive

hatten sich der Herausforderung

„Doppelstart“ gestellt, davon gleich

neun Schützen in der Klasse Senioren

A. Mit dem Luftgewehr und der Luftpistole

konnte sich allerdings nur C-Seniorin

Sigrid Rühlicke gleich zweimal

einen Podestplatz sichern.

Mit vier Titeln, jeweils zwei in der Einzel-

und Mannschaftswertung und drei

Landesrekorden als Sahnehäubchen,

waren die gastgebenden Heideschützen

auch der erfolgreichste Verein der

Meisterschaft.

mitteldeutscher schütze 6/2014 21


Sport

Dritte in der Damen-Altersklasse: Die 986 Zähler bescherten Petra Bendisch die Bronzemedaille.

Mit 951 Ringen setzte sich Gerhard Dunkel deutlich in der Konkurrenz der Senioren B durch.

Die Spitzenplatzierungen der Titelkämpfe

vom 31. Oktober bis zum 2.

November in Letzlingen:

Luftpistole stehend aufgelegt

Versöhnlicher Abschluss

Die diesjährigen Landesmeisterschaft Luft

100 Schuss mit dem Luftgewehr und der Luftpistole

in der Auflageversion sollten für den

Ausleber Burkhard Smikowski ein versöhnlicher

Abschluss der Wettkampfsaison im KSSV

Burkhard Smikowski trat mit dem Gewehr und der Pistole

an.

Herren-Altersklasse

1. Lothar Schulenburg (Priv. SGi Stendal) 958, 2. Sylvio

Zurleit (SGi Groß Apenburg) 952, 3. Christoph

Peterke (SG Dingelstedt) 934

Mannschaft: 1. SGi Groß Apenburg (Zurleit, Mitschka,

Wille) 2805, 2. SG Dingelstedt (Rittmüller,

Peterke, Stengert) 2793, 3. SGi Wanzleben (Seidel,

Becker, Jung) 2755

Börde sein. Seine Trainingsvorbereitungen liefen

auf dem vereinseigenen Schießstand recht

zufriedenstellend und auch mit seiner zugewiesenen

Startzeit am ersten Wettkampftag

hatte er keinerlei Probleme. Seine Anreise zum

ausrichtenden SV Heide Letzlingen verlief am

letzten Oktober-Wochenende ebenfalls ohne

Zwischenfälle, so dass er sich pünktlich anmelden

und zur Waffenkontrolle gehen konnte.

Im Beisein von Landestrainer Peter Kirschke

verlief alles problemlos. Nur ein hartnäckiger

Infekt, den sich Smikowski einige Tage vorher

eingefangen hatte, hätte sich im Laufe des

zweistündigen Wettkampfes noch negativ auswirken

können.

Obwohl er nicht gleich seinen gewohnten

Rhythmus fand, lag er bis zur sechsten Serie

noch gut im Bereich seines selbst gesetzten

Zieles, mindestens mit einem Schnitt von einer

9,5 aus den Wettkampf zu gehen. Dann machte

sich aber die fehlende Fitness bemerkbar und

es schlichen sich immer mehr Konzentrationsund

Konditionsfehler ein. Dank einer 98-er und

einer 97-er Serie gelang es ihm aber dennoch,

mit seinem Gesamtergebnis von 955 Zählern,

seine vorab festgelegte Marke zu erreichen.

Über den daraus resultierenden 12. Platz ärgerte

er sich auch nicht lange und will nun versuchen,

im nächsten Jahr die 9,6 oder sogar 9,7

zu erzielen.

Damen-Altersklasse

1. Ruth Krone (Magdeburger SGi) 950, 2. Viola Pieper

(SV Hordorf) 947, 3. Birgit Otte (SV Estedt) 944

Senioren A

1. Günther Freitag 976 / Landesrekord, 2. Armin

Neels 972, 3. Bernd Lambrecht (alle SV Heide Letzlingen)

965

Mannschaft: 1. SV Heide Letzlingen (Freitag, Neels,

Lambrecht) 2913 / Landesrekord, 2. GSGi Halle (Matheis,

Dunkel, Riekewald) 2853, 3. SV Diana Bitterfeld

(Störzner, Jaekel, Bäcker) 2815

Senioren B

1. Gerhard Dunkel (GSGi Halle) 951, 2. Dieter Jaekel

(SV Diana Bitterfeld) 938, 3. Frank-Lutz Koltermann

(SGi Seehausen/A.) 935

Seniorinnen B

1. Christine Schmidt (Magdeburger SGi) 921 /

Grundrekord

Senioren C

1. Wolfgang Matheis (GSGi Halle) 961 / Landesrekord,

2. Axel Störzner (SV Diana Bitterfeld) 959, 3.

Otto Wehrmann (SGi Eichstedt) 945

Seniorinnen C

1. Sigrid Rühlicke (SV Möser) 923 / Landesrekord

Luftgewehr stehend aufgelegt

Herren-Altersklasse

1. Burghard Jaeger (SGi Oebisfelde) 990 / Landesrekord

eingestellt, 2. Egbert Hofmann (SGi Eichstedt)

987, 3. Detlef Paul (SG Elbingerode) 985

Mannschaft: 1. SG Schlanstedt (Groß, Uhrlandt, Pott)

2914, 2. SGi Wanzleben (Seidel, Becker, Jung) 2897, 3.

SV Schermcke (Schulze, Wajroch, Schilling) 2883

Damen-Altersklasse

1. Cornelia Niebel 995 / Landesrekord, 2. Birgit Otte

(beide SV Heide Letzlingen) 987, 3. Petra Bendisch

(SGi Seehausen/A.) 986

22

Mannschaft: 1. SV Heide Letzlingen (Niebel, Otmitteldeutscher

schütze 6/2014


te, Lambrecht) 2938, 2. SGi Eichstedt (Hofmann,

Schwerin, Volz) 2900

Senioren A

1. Bernd Kramer (SG Emersleben) 991, 2. Dietmar

Kapser (GSGi Halle) 990, 3. Ekkehard Wolf (Neuenhofer

LSV) 985

Mannschaft: 1. Neuenhofer LSV II (Wolf, Heinze, Lobenstein)

2945 / Landesrekord, 2. SV Reinstedt (Millich,

Herbrich, Koßmann) 2928, 3. SG Emersleben

(Hübener, Cuno, Hübener) 2905

Seniorinnen A

1. Sabine Helbing (SV Lüttgenrode) 986, 2. Monika

Keweloh (Neuenhofer LSV) 983, 3. Annerose

Schwieger (SV Beckendorf/Neindorf) 982

Senioren B

1. Dr. Hans-Günter Heinze (Neuenhofer LSV) 982, 2.

Helmut Herbrich (SV Reinstedt) 977, 3. Bruno Alsleben

(SV Estedt) 973

Rolf Bestehorn musste in der Klasse der C-Senioren nur Erwin Millich den Vortritt lassen. Der Vizelandesmeister vom

SV Gölzau erzielte 984 Ringe.

Fotos (4): Michael Eisert

Seniorinnen B

1. Helga Tell (SG Harbke) 919 / Landesrekord, 2. Ursula

Lindemann (SG Emersleben) 863, 3. Angelika

Simon (SV Wolmirstedt) 852

Senioren C

1. Erwin Millich (SV Reinstedt) 993, 2. Rolf Bestehorn

(SV Gölzau) 984, 3. Hermann Rühlicke sen. (SV Möser)

951

Seniorinnen C

1. Lisel Volber (SV Estedt) 976 / Landesrekord, 2. Sigrid

Rühlicke (SV Möser) 958

Neuling feierte seinen ersten Ligasieg

Verbandsliga Luftpistole: Aufsteiger Gröningen bezwang den SV Diana mit 3:2

Gröningen (tb) – Am 9. November

um 10.45 Uhr starteten die Rookies des

Gröninger SV in ihr zweites Verbandsliga-Wettkampfwochenende

gegen die

Magdeburger SGi und den Schützenverein

Diana Bitterfeld. Die Erfahrung der

Magdeburger machte dem Aufsteiger

zwar keine Angst, aber hinterließ Spuren.

So konnten „nur“ zwei kleine Einzelpunkte

von Mirco Pahlke und Torsten Bohndorf

eingefahren werden. Am Nachmittag sollte

das Unmögliche wahr werden. Gegen den

Schützenverein Diana Bitterfeld, nicht weniger

erfahrener als die Magdeburger, sollte

sich das Blatt für die Gröninger wenden.

Unbeeindruckt der Tatsache , dass der Kontrahent

Zweit-Bundesligaerfahrung hat,

setzten sich hier die ersten drei Positionen

des Gröninger Teams mit sicheren Siegen

durch. Sven Konopka mit 368 Ringen gegen

Steffen Scholz, Martin Baumbach mit

361 Ringen gegen Dieter Jaekel und Torsten

Bohndorf mit 373 Ringen gegen Florian

Baumgart. Somit waren die Anfänger nach

vier Partien schon Tabellensechster.

Mario Schilling, Gisbert Schulze und Ralf Wajroch (von li.) gewannen Teambronze im Luftgewehr.

Foto: Smikowski

Mit einem 3:2 gegen Bitterfeld feierte das Verbandsliga-Team vom Aufsteiger Gröningen in der zweiten Doppelrunde seinen ersten Ligasieg.

Foto: Torsten Bohndorf

mitteldeutscher schütze 6/2014 23


Sport

Jana Eckhardt und Jan Lunitz trafen am besten

Landesmeisterschaft Luftgewehr und Luftpistole 100 Schuss in Magdeburg

Auch dank drei 100er-Serien erzielte Jana Eckhardt das

beste Resultat mit dem Luftgewehr.

Bei der Landesmeisterschaft

Luftgewehr und

Luftpistole über 100

Schuss haben Jana Eckhardt

mit dem Gewehr

und Jan Lunitz mit der

Pistole die besten Ergebnisse

erzielt. Auch zwei

Landesrekorde

wurden

bei den 13. Titelkämpfen

in Magdeburg aufgestellt.

Der Bitterfelder Tobias Hawel war einer von zwei Junioren in den Konkurrenzen mit der Luftpistole.

Ulf Oehlmann von der SGi Salzwedel verteidigte mit 945 Ringen seinen Titel in der Herren-Altersklasse.

Magdeburg (rt) – Mit 987 Zählern hatte

Jana Eckhardt dabei bei den Damen

das beste Resultat mit dem Luftgewehr

insgesamt erzielt und damit auch Herren-Landesmeister

Christoph Tolonitz

übertroffen, der mit 981 Ringen in seiner

Klasse einen neuen Landesrekord geschossen

hatte. Dem am nächsten kam Junioren-Landesmeisterin

Fabienne Lange

vom SV Eilsleben, die sich mit 976 Ringen

und einem Zähler mehr Gold vor Titelverteidigerin

Siena Heger gesichert hatte. Die

einzige Titelverteidigung im Luftgewehr

ging auf das Konto von Ulf Oehlmann in

der Herren-Altersklasse, der mit 945 Zählern

seinen Salzwedeler Vereinskameraden

Ralf Gronert auf Distanz gehalten

hatte. Mit dem Landesrekord von 942 Ringen

feierte Marina Bliss einen gelungenen

Einstand bei den Seniorinnen.

In den Luftpistole-Konkurrenzen hatten

neun Aktive die Marke von 900 Ringen

geknackt. Herren-Landesmeister Jan

Lunitz hatte dabei das beste Resultat erzielt

und verteidigte mit 933 Zählern seinen

Titel vor den ringgleichen Sebastian

Roloff und Christian Kenklies (beide 929).

Mit 916 Ringen war Lothar Schulenburg in

der Herren-Altersklasse nicht zu schlagen,

Olaf Sonnenberger und Gunar Paternoga

folgten auf den Plätzen. In seinem ersten

Seniorenjahr sicherte sich Ronald Schlüter

Gold in der nun höheren Altersklasse, der

Lutherstädter verwies mit 918 Ringen den

Magdeburger Günther Stage (911) auf den

Ehrenplatz.

Mit 68 Einzelstarts, davon 40 mit der

Luftpistole, ging die Zahl der Antritte gegenüber

dem Vorjahr (87) deutlich zurück.

Über die Hälfte der Starts (36) in den 13

Einzelkonkurrenzen entfielen wie zuletzt

auf die Alters- und Seniorenklassen. In sieben

Wertungen hatten sich nur drei oder

weniger Aktive um den Titel beworben.

24

mitteldeutscher schütze 6/2014


Christoph Tolonitz stellte in der Herrenklasse einen neuen

Landesrekord auf.

Mit 976 Zählern und einem Ring mehr setzte sich Fabienne Lange vom SV Eilsleben bei den Juniorinnen vor Siena Heger du

rch.

Fotos (5): Michael Eisert

Die Spitzenplatzierungen der 13.

Landesmeisterschaft vom 16. bis 19.

Oktober in Magdeburg:

Luftgewehr Herren

1. Christoph Tolonitz (GSGi Halle) 981 / Landesrekord,

2. André Böhme (SV Schwanebeck) 970, 3.

Heiko Weidner (SGi Hubertus Eggersdorf) 959

Luftgewehr Damen

1. Jana Eckhardt (SV Estedt) 987, 2. Kathrin Brünnecke

(SV Krottorf) 954, 3. Dr. Elina Taneva (Magdeburger

SGi) 911

Luftgewehr Junioren

1. Pascal Melchert (SV Eilsleben) 944, 2. Andy Glaser

(Barleber SV) 929, 3. Florian Schmidt (SV Halberstadt)

928

Luftgewehr Juniorinnen

1. Fabienne Lange (SV Eilsleben) 976, 2. Siena Heger

(GSGi Halle) 975, 3. Michelle Becker (SV Krottorf) 973

Luftgewehr Herren-Altersklasse

1. Ulf Oehlmann 945, 2. Ralf Gronert (beide SGi

Salzwedel) 926, 3. Uwe Stummer (SV Diana Bitterfeld)

893

Luftgewehr Damen-Altersklasse

1. Sybille Loose (SV Estedt) 947, 2. Kerstin Melchert

(SV Eilsleben) 924

Luftgewehr Senioren

1. Frank Melchert (SV Eilsleben) 919

mitteldeutscher schütze 6/2014 25


Sport

Luftgewehr Seniorinnen

1. Marina Bliss (SV Eichenbarleben) 942 / Landesrekord

Luftgewehr Herren Team

1. SG Salzwedel (Oehlmann, Gronert, Decker) 2787,

2. SG Schlanstedt (Maier, Kremz, Doerks) 2526

Luftpistole Herren

1. Jan Lunitz (SV Hubertus Schönebeck) 933, 2. Sebastian

Roloff (SGi Seehausen/A.) 929, 3. Christian

Kenklies (SGi Hecklingen) 929

Luftpistole Junioren

1. Tobias Hawel (SV Diana Bitterfeld) 804, 2. Marvin

Riedel (Priv. SGi Lützen) 794

Luftpistole Herren-Altersklasse

1. Lothar Schulenburg (Priv. SGi Stendal) 916, 2. Olaf

Sonnenberger (SV Diana Bitterfeld) 911, 3. Gunar

Paternoga (Priv. SGi Lützen) 908

Luftpistole Damen-Altersklasse

1. Ruth Krone (Magdeburger SGi) 882

Wie im Vorjahr waren die Aktiven mit der Luftpistole in der Überzahl. Im Anschlag hier Horst Niemann (vorn) vom SV Eilsleben

und der Bitterfelder Jens Dietrich.

Fotos: Michael Eisert

Luftpistole Senioren

1. Ronald Schlüter (SV Astoria Wittenberg) 918, 2.

Günther Stage (Magdeburger SGi) 911, 3. Elmar

Franke (SV Holdenstedt) 887

Luftpistole Herren Team

1. SV Diana Bitterfeld (Jaekel, Boeck, Störzner)

2627, 2. Gröninger SV (Konopka, Baumbach, Baumbach)

2600, 3. SV Holdenstedt (Franke, Schindovski,

Hund) 2568

Zwei Plätze und 19 Ringe lagen zwischen Benjamin Kroll (li.) vom SV Siptenfelde und Vizelandesmeister André Böhme vom

SV Schwanebeck.

Einer von drei Einzelstartern in seiner Klasse war Senior

Frank Melchert.

Senior Dieter Jaekel, im Vorjahr Landesmeister, wurde diesmal Vierter, sicherte sich aber mit dem SV Diana Bitterfeld Gold

in der Teamwertung.

26

mitteldeutscher schütze 6/2014


Zwei Sachsen-Anhalter unter den besten 50

Deutsche Meisterschaft Luftgewehr Auflage: Bestes Resultat durch Erwin Millich

Dortmund (bk/red) - Bei den Deutschen

Meisterschaften der Luftgewehr-Auflageschützen

erreichten die Teilnehmer

aus Sachsen-Anhalt in den erstklassigen

Teilnehmerfeldern keine vorderen Platzierungen.

Der Landesverband war in

Dortmund mit zwölf Schützinnen und

Schützen vertreten, die im Landesleistungszentrum

des Westfälischen Schützenbundes

ihr Bestes gaben. Allen voran

die Debütantinnen Doris Cuno von der

SG Emersleben, Andrea Bostelmann

vom SV Sargstedt sowie die Steinitzer

Roberto Könitz, Gero Kölle und Thomas

Dommenz. Die Aktiven hatten vor dem

Wettkampf die Möglichkeit, auf der Anlage

zu trainieren und sich an den Stand

mit all seinen Facetten zu gewöhnen.

Vielen machten jedoch an den beiden

Wettkampftagen die hohen Temperaturen

in der Schießhalle zu schaffen.

Bei den Senioren A belegte Bernd Kramer

vom SV Wolmirstedt im 565-köpfigen

Starterfeld mit 297 Ringen Platz 154.

Die gleiche Ringzahl erzielte der Steinitzer

Roberto Könitz, der bei seiner ersten

Teilnahme an einer DM Rang 185 erreichte.

In dieser Altersklasse waren vom Landesverband

daneben Dietmar Kapser,

Gero Kölle, Wolfgang Witte und Thomas

Dommenz am Start. In der Mannschafts-

Jessen (jb) - Am 8. November führte

der SV Astoria Wittenberg bei

Sonnenschein seine erste Vereinsmeisterschaft

im Trapschießen auf

dem Schießstand der Schützengilde

Jessen in Lindwerda durch. Acht

Astorianer hatten sich für diesen

Wolmirstedts Vereinsvorsitzender Manfred Schulz zusammen mit Wolfgang Witte, Bernd Kramer und Dietmar Kapser (von li.). Das Trio belegte

in der Mannschaftswertung der A-Senioren Platz 88 unter 210 Teams.

Foto: Privat

wertung belegte das Team vom SV Wolmirstedt

mit 885 Ringen Rang 84, vier

Plätze dahinter folgte das ringgleiche

Trio vom SV Steinitz. 210 Mannschaften

kamen hier in die Wertung.

Zwei Schützinnen hatten Sachsen-Anhalt

bei den Seniorinnen A vertreten. Im

Feld der 223 Starterinnen sorgte Sabine

Helbing SV Lüttgenrode mit 293 Ringen

Horst Mientus wird erster Vereinsmeister

Der SV Astoria Wittenberg führte die erste Meisterschaft im Trap durch

und Rang 151 für das beste Ergebnis,

Doris Cuno von der SG Emersleben erreichte

bei ihrer Meisterschaftspremiere

mit 289 Ringen Platz 194. Das erste

Mal bei einem nationalen Championat

dabei war auch Andrea Bostelmann

vom SV Sargstedt, die B-Seniorin erzielte

bei ihrer Premiere als 88. der Konkurrenz

287 Ringe.

Wettkampf eingetragen, jeder der

Teilnehmer musste zwei Serien á 15

Schuss auf die Wurfscheiben abgeben.

Die Erkenntnis: Ohne Training in dieser

Disziplin ist es gar nicht leicht, die Wurfscheiben

zu treffen. Durch den Vereinsvorsitzenden

René Dotschko, selbst als

Aktiver am Start und mit 12 Treffern Vierter

der Wertung, wurde der Pokal an den

Erstplatzierten Horst Mientus übergeben.

Der Sieger hatte 25 Treffer (11 und

14) erzielt. Platz zwei belegte dessen

Bruder Heinz mit 15 Treffern (8 und 7) vor

Über Platz 50 konnte sich der Reinstedter

C-Senior Erwin Millich freuen, er

schoss 298 Ringe das beste Resultat der

Sachsen-Anhalter. Hermann Rühlicke

sen. vom SV Möser kam in dieser Altersklasse

mit 296 Ringen auf Platz 121 ein,

dessen Ehefrau Sigrid platzierte sich bei

den Seniorinnen C mit 294 Ringen und

Platz 34 ebenfalls unter den besten 50.

André Schreiber mit 14 Treffern (6 und 8).

Nach dem Wettkampf war man sich einig,

die Meisterschaft wird im nächsten

Jahr wieder durchgeführt. Die Astorianer

bedankten sich bei der Schützengilde

Jessen für die Unterstützung des

ersten Wettkampfes auf ihrem Stand.

Reinhard Bassüner (vorn) und Vereinsvorsitzender René Dotschko bei der Trap-Meisterschaft

auf dem Stand in Lindwerda.

Die Teilnehmer der ersten Vereinsmeisterschaft im November, vorn Horst Mientus mit dem

Siegerpokal.

Fotos: Verein

mitteldeutscher schütze 6/2014 27


Sport

Die Kandidaten für die Sportlerumfrage im Landesverband

Die sieben Sportlerinnen und neun Sportler in der alphabetischen Reihenfolge

Das 19. Mal sucht

der Landesschützenverband

die

Sportschützin und

den Sportschützen

des Jahres. Für die

Umfrage zum abgelaufenen

Sportjahr

wurden sieben

Sportlerinnen und

neun Sportler nominiert.

Alle Kandidaten/Innen

in

alphabetischer Reihenfolge,

bei Platzierungen

bei der

Deutschen Meisterschaft

wurde der

Verein genannt, für

den der Aktive dort

startete.

Die Sportschützinnen

Jana Beckmann von der Priv. SGi Nienburg

sorgte für das internationale

Glanzlicht aus Sicht des Verbandes. Bei

der Weltmeisterschaft in Granada gewann

die Trapschützin mit der Mannschaft

Gold, wurde Vierte im Einzel

+++ Lea Bohndorf vom Gröninger SV

zählt zu den Talenten im Pistolenschießen,

bei der Deutschen Meisterschaft

wurde sie mit der Mehrschüssigen

Luftpistole Siebte in der Jugendklasse

+++ Silber bei den Olympischen Jugendspielen

gewann Cynthia Freywald

von der SGi Groß Apenburg, im

Mixed-Wettbewerb Recurvebogen

stand sie zusammen mit ihrem Partner

Muhamad Sarif Syahiir Zolkepeli

aus Malaysia auf dem Podest +++ Kristin

Großhennig vom SV Lüttgenrode,

Landesmeisterin der Damen im KK

Liegendkampf, verzeichnete mit dem

ersten Platz beim IWK in Berlin einen

Achtungserfolg +++ Johanna Kippe

vom SV Gölzau, Jugend-Landesmeisterin

im KK Liegendschießen, belegte

in ihrer Altersklasse bei der Deutschen

Meisterschaft den zehnten Platz +++

Zu den erfolgreichen Sommerbiathle-

Über ein gutes Trefferbild bei nationalen Titelkämpfen durfte sich dieses Jahr nicht nur Auflageschütze

Wolfgang Matheis freuen.

Foto: Kapser

So wird abgestimmt

Stimmschein downloaden und ausfüllen

Zum Stimmschein gelangen

Sie mit einem Klick auf das Umfrage-Logo,

Sie finden ihn im

Download-Bereich der Serviceseite

www.mds.

de.to. Laden Sie sich

den Stimmschein

herunter und tragen

Sie dort Ihre

jeweils drei Favoriten

aus der Kandidatenliste

in beiden Kategorien in der

Reihenfolge auf dem Stimmschein

ein.

Für Platz eins werden wie fünf

Punkte, für Platz zwei drei Punkte

und für den dritten Rang ein Umfragepunkt

vergeben.

Gewertet werden nur

vollständig ausgefüllte

Stimmscheine.

Senden Sie den

S t i m m s c h e i n

per Post bis zum

Einsendeschluss am

30. Januar 2015 (Poststempel)

an die Michael Eisert,

Curiestraße 36 c in 39124

Magdeburg oder als Scan digital

an michael.eisert@gmail.com.

Christoph Tolonitz, André Böhme und Kai Jaugsch (von li.), hier mit Trainer Manfred Schumann,

standen bei der Deutschen Meisterschaft als Dritte im olympischen Liegendkampf

auf dem Podest.

Foto: Lunau

ten zählte Grit Otto vom SC Köthen,

sie gewann bei der Deutschen Meisterschaft

zwei Bronzemedaillen bei den

Damen +++ Zweimal unter den besten

Zehn platzierte sich Natalie Pfeiffer

von der GSGi Halle bei der Deutschen

Meisterschaft, in der Jugendklasse

wurde sie Siebte im Luftgewehr-Dreistellungskampf

und Achte mit dem KK

Gewehr über 3 x 20 Schuss.

Die Sportschützen

Knapp an einer Medaille vorbei

schoss Michael Bäcker vom SV Gölzau

mit der Freien Pistole bei der

Deutschen Meisterschaft, in der Herren-Altersklasse

wurde er Vierter

+++ Die meisten Starts bei der Deutschen

Meisterschaft absolvierte André

Böhme von der GSGi Halle, im

KK Liegendkampf der Männer war er

Bester des Teams, das als Dritter auf

dem Podest stand +++ Bogensportler

Thomas Hasenfuß vom BC Bellingen

wurde Dritter der Männer bei der

Deutschen Meisterschaft Bogen FI-

TA im Freien +++ Gleich drei Goldene

gewann Michael Jakosits in den

Disziplinen Laufende Scheibe bei der

Deutschen Meisterschaft. Für die SGi

Hohenwarthe und den SV Wolmirstedt

gewann er bei den Herren die Einzeltitel

im Wettbewerb 10 Meter und 10

Meter mix und dazu Mannschaftsgold

im Wettbewerb mix +++ Kai Jaugsch

von der GSGi Halle zählte zum Trio seines

Vereins, das bei der Deutschen

Meisterschaft Mannschaftsdritter im

olympischen KK Liegendkampf wurde

+++ Um eine Scheibe verfehlte Trapschütze

Wolfgang Krause vom SV Hubertus

Schönebeck bei der Deutschen

Meisterschaft das Podest, mit 110 Treffern

wurde der Senior Achter der Konkurrenz

+++ Ein Ring fehlte Wolfgang

Matheis von der GSGi Halle bei der

Deutschen Meisterschaft der Auflageschützen

an Bronze, der C-Senior wurde

in seiner Klasse Vierter +++ Ein Titel

sowie zwei Silbermedaillen stehen in

der Bilanz von Sommerbiathlet Tobias

Schröder vom SC Köthen bei der Deutschen

Meisterschaft +++ Mannschaftsbronze

im KK Liegendschießen der

Männer gewann Christoph Tolonitz

von der GSGi Halle bei der Deutschen

Meisterschaft, im Gewehrschießen

über 100 Meter wurde er Zehnter.

28

mitteldeutscher schütze 6/2014


Dörg Engeln gewinnt Trap-Pokalschießen

Schießen um den Pokal der Wiedervereinigung in Aschersleben

Die sechs Finalisten (von li.) des Pokalschießens: Jana Beckmann, Marko Hollburg, Jens Simmroth, Eberhard Fröhlich, der spätere Sieger Dörg Engeln und Mario Pönicke.

Fotos: Joachim Rothe

Aschersleben (jr) - Am 1. November wurde

in Aschersleben der Pokal der Wiedervereinigung

in der Disziplin Wurfscheibe

Trap über 100 Scheiben ausgetragen.

Bei fast sommerlichen Temperaturen

von 22 Grad und einer Invasion von Marienkäferchen

wurde es ein spannender

Wettkampf, zumal sich die Mannschaftsweltmeisterin

Jana Beckmann aus Magdeburg

für die Konkurrenz angemeldet

hatte. Nach der dritten Serie war das Feld

der 30 Aktiven in eine A- und B-Wertung

unterteilt worden.

Nach dem Ende der vierten und letzten

Serie führte Dörg Engeln die Konkurrenz

vor Jana Beckmann und Marko

Hollburg an. Nun musste das Finale der

besten Sechs die Entscheidung bringen.

Hier setzte sich am Ende Dörg Engeln,

amtierender Landesmeister in der

Herren-Altersklasse vom SV Rippachtal,

nach 20 getroffenen Scheiben mit 113

Gesamttreffern vor Marko Hollburg vom

SC Diana Berlin, der im Endkampf mit 21

die meisten Scheiben getroffen hatte,

und Jana Beckmann von der Privilegierten

SGi Nienburg in der Pokalwertung

durch. Ergebnisse:

Wertung A

1. Dörg Engeln 113 Treffer (93 + 20 im

Finale), 2. Marko Hollburg 109 (88 +

21), 3. Jana Beckmann 107 (89 + 18),

4. Eberhard Fröhlich 106 (86 + 20), 5.

Jens Simmroth 105 (87 + 18), 6. Mario

Pönicke 102 (86 + 16)

Wertung B

1. Friedhelm Krüger 79, 2. Helmut

Hahn 78, 3. Detlev Zinke 76, 4. Volkmar

Deibricht 75, 5. Joachim Rothe

71, 6. Horst Eisenberger 70

Eine von zwei Frauen in der Konkurrenz: Mannschaftsweltmeisterin Jana Beckmann von

der Priv. SGi Nienburg.

mitteldeutscher schütze 6/2014 29


Sport

Emersleben und Magdeburg die besten Trios

Auflage-Verbandsligen absolvierten den ersten Wettkampf

Die Tabellen nach dem ersten

Wettkampf am 29. November in Wolmirstedt

und Schkopau:

Luftgewehr Nord

1. SV Estedt 876

2. SV Möser 866

3. Neuenhofer LSV 862

4. SGi Seehausen/A. 861

5. SGi Eichstedt 852

6. SV Wolmirstedt 848

Luftgewehr Süd

1. SG Emersleben 881

2. SV Astoria Wittenberg 876

3. SGi Löbejün 873

4. GSGi Halle 850

Das Estedter Trio mit Bruno Alsleben, Bruno Otte und Birgit Otte (von re.) überzeugte mit jeweils 290 Ringen und mehr und übernahm damit

in der Gruppe Nord die Spitze.

Fotos: Dirk Lunau

Die Mannschaften der SG

Emersleben im Luftgewehr

und der Magdeburger SGi

in der Luftpistole haben

zum Auftakt der Verbandsligen

Auflage die besten

Resultate erzielt. Bei

der Ligapremiere auf den

Ständen in Wolmirstedt

und Schkopau hatten sich

in den vier Gruppen 21 Trios

von 15 Vereinen gemessen.

Magdeburg (rt) – Die SG Emersleben,

für die Bernd Kramer und Detlef Paul mit

298 bzw. 297 Ringen am besten getroffen

hatten, setzte sich mit dem besten

Mannschaftsresultat von 881 Ringen an

die Spitze der Gruppe Süd Luftgewehr

vor dem SV Astoria Wittenberg. Die Lutherstädter

hatten mit 876 Zählern das

gleiche Resultat erzielt wie der SV Estedt,

der in der Nord-Gruppe Platz eins übernahm.

Gleich 17 Aktive hatten 290 Ringe

oder mehr getroffen, Bernd Kramer und

der Hallenser Dietmar Kapser waren mit

jeweils 298 Zählern die Tagesbesten.

Auch mit der Luftpistole wurde das

beste Mannschaftsergebnis in der Süd-

Gruppe geschossen. Das Trio der Magdeburger

SGi, Ruth Krone war mit 292

Ringen Beste des Teams, erzielte mit 860

Ringen in der Summe drei Zähler mehr als

die Letzlinger Heideschützen, die im Norden

vorerst die Spitzenposition einnahmen.

Mit 295 Ringen hatte der Hallenser

Wolfgang Matheis das beste Ergebnis des

Tages ebenfalls im Süden erzielt, die 290

Ringe hatten daneben Ruth Krone (292)

von der Magdeburger SGi, Armin Neels

(291) vom SV Heide Letzlingen sowie Axel

Luftpistole Nord

1. SV Letzlingen 857

2. Priv. SGi Stendal 845

3. SV Estedt 832

4. SGi Seehausen/A. 831

5. SGi Groß Apenburg 810

6. SV Möser 792

7. Neuenhofer LSV 765

Luftpistole Süd

1. Magdeburger SGi 860

2. SV Diana Bitterfeld 851

3. GSGi Halle 845

4. SGi Löbejün 817

Störzner (290) vom SV Diana Bitterfeld

„geknackt“.

Ursprünglich hatten für die Ligawettkämpfe

24 Mannschaften gemeldet, drei

Mannschaften vom KSSV Börde hatten

kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt. Der

zweite Qualifikationswettkampf wird am

1. Februar in Stendal und Wittenberg ausgetragen.

Sylvio Zurleit war mit 273 Ringen Bester der Groß Apenburger, die nach der ersten Runde

Staffelfünfter waren.

Ganz in Familie schoss das Team des SV Möser, hier im Bild Sigrid und Hermann Rühlicke

sen. in Wolmirstedt.

30

mitteldeutscher schütze 6/2014


Neue Regeln für die Disziplin Ordonnanzgewehr

Verbands-Gewehrreferent Henry Herper erläutert die weitreichenden Änderungen

Die Disziplin Ordonnanzgewehr

ist

die, die in den letzten

Jahren die meisten

Regeländerungen

über sich ergehen lassen

musste. Für das

Sportjahr 2015 hat die

Technische Kommission

des Deutschen

Schützenbundes nun

weitreichende Änderungen

vorgesehen.

Dr. Henry Herper,

Gewehrreferent des

Landesverbandes, erläutert.

Die Disziplin Ordonnanzgewehr

wird in zwei Teildisziplinen unterteilt.

Das sind 1.58.G Ordonnanzgewehr

mit „Geschlossener Visierung“

und 1.58.O Ordonnanzgewehr mit

„Offener Visierung“. Für die Deutschen

Meisterschaften werden beide

Disziplinen als offene Klasse ausgetragen.

Es besteht die Möglichkeit,

dass Schützen in beiden Disziplinen

starten. Auf Landesebene wird

die Disziplin 1.58.G als offene Klasse

geschossen, für die Disziplin 1.58.O

wird wie bisher eine Unterteilung

in Herrenklasse, Herren-Altersklasse

und Senioren vorgenommen. Für

die Landesmeisterschaften 2015 ist

vorgesehen, dass die 1.58.O Ordonnanzgewehr

mit „Offener Visierung“

für die Senioren und Herren-Altersklasse

am Samstag, den 13. Juni und

die Herrenklasse mit den Disziplinen

1.58.0 und 1.58.G am Sonntag,

den 14. Juni geschossen werden. Als

Mannschaftswertung ist in der Disziplin

1.58.O die Herren-Altersklasse

und die Herrenklasse sowie in der

Disziplin 1.58.G die Herrenklasse

ausgeschrieben.

Eine weitere Veränderung gibt

es beim Ablauf des Wettkampfes.

Den Schützen steht eine Standbelegungszeit

von 15 Minuten zur Verfügung,

in der auch Halteübungen

durchgeführt werden dürfen. In der

45-minütigen Wettkampfzeit werden

20 Schuss liegend und 20 Schuss stehend

abgegeben. Innerhalb dieser

Zeit können die Schützen vor dem

Liegendanschlag und vor dem Stehendanschlag

jeweils bis zu 5 Probeschüsse

abgeben. Diese Regelung

wurde schon in diesem Jahr bei den

Deutschen Meisterschaften in Hannover

angewendet. Für Betreiber

elektronischer Anlagen ist zu beachten,

dass nach dem Liegendanschlag

ein Wechsel zur Probescheibe erfolgt.

Allgemein gilt für beide Disziplinen

lt. Sportordnung: „Zugelassen

sind Repetiergewehre, die bis einschließlich

31. 12. 1963 als Ordonnanzwaffen

geführt wurden. Der

Nachweis der Originaltreue obliegt

dem Schützen. Einzellader, Unterhebelrepetierer

und Halbautomaten

sind nicht zugelassen.“ Im

Liegendanschlag darf ein Gewehrriemen

verwendet werden. Dieser

ist der Trageriemen der Waffe, der

mit beiden Enden an der Waffe befestigt

sein muss. Er darf um den

Arm geschlungen, jedoch nicht an

der Kleidung fixiert werden. Die Verwendung

von Schlaufen, über die

einige Originalriemen verfügen, ist

nicht zulässig. Schießkleidung entsprechend

der Sportordnung ist zugelassen.

Bezüglich der Munition

wird nur gefordert, dass sie dem Kaliber

der Waffe entspricht. Ein Mindestimpuls

wird nicht gefordert.

Der abgebildete Schütze darf mit dieser Waffe ab 2015 nur noch in der 1.58.G starten.

Foto: Henry Herper

mitteldeutscher schütze 6/2014 31


Sport

Bild 1 Bild 2 Bild 3

Welche Visierungen?

Die zurzeit am häufigsten verwendete

Waffe für das Ordonnanzgewehrschießen

ist das schwedische

Gewehr Mauser M96, auch als Schwedenmauser

bezeichnet. Die Waffen

wurden in ihrer oft mehr als

100-jährigen Geschichte nicht in

Kriegen eingesetzt und befinden

sich daher häufig in einem sehr guten

Zustand. Außerdem besitzt das

Kaliber 6,5*55 SE eine sehr hohe Eigenpräzision

und einen vergleichsweise

moderaten Rückstoß.

Welche Visierungen sind nun welchen

Disziplinen zuzuordnen? Entsprechend

der Sportordnung gilt

für die Visierung: „originalgetreue

Visierung; spezielle Diopter- oder

Scharfschützenvisierungen sind

nicht gestattet.“ Das gilt für beide

Disziplinen, die offene und die Dioptervisierung

müssen ordonnanzmäßig

geführt worden sein.

Für die Disziplin 1.58.O Ordonnanzgewehr

mit „Offener Visierung“

gilt: Zugelassen sind offene Visierungen,

die aus Kimme und Korn

bestehen. Bei den Visierungen der

Gewehre und Karabiner der Modelle

98 und Mosin-Nagant gibt es kaum

Veränderungen. Zu beachten ist,

dass die Form der Kimme und das

Korn der Originalform entspricht.

So darf z. B. eine Waffe, die im Original

ein Dachkorn besitzt, nicht mit

einem Balkenkorn ausgestattet werden.

Für das Gewehr M 96 gab es ausschließlich

das im Bild 3 dargestellte

Schiebevisier. Feinvisiere, die in

die Nut des Visierblattes eingesetzt

werden, wurden mit dem Karabiner

m/96-38 eingeführt. Die Karabiner

m/96-38 wurde aus Gewehren M 96

hergestellt, indem diese um 14 cm

gekürzt wurden. Zur Anpassung der

Visiere an die geänderten Schussentfernungen

wurden Feinvisiere

mit einen Entfernungsbereich von

100 bis 600 Metern verwendet. Die

Feinvisiere wurden von den Västeras

Metallverken hergestellt (Bild

4). Da die Originale mittlerweile

selten und teuer sind, gibt es auch

Nachbauten (Bild 5). Für das Scharfschützengewehr

m/41 wurde das

Feinvisier SM m/55 verwendet. Die

zivile Version, das SM sikte F-ram,

ist im Bild 6 dargestellt. Darüber

hinaus wurden weitere Feinvisiere

aus ziviler Produktion verwendet.

Dazu gehören z. B. das höhen- und

seitenverstellbare Visier „Tunheden“

(Bild 7) und das SM sikte-ASJ

(Bild 8). Diese Visiere sind in der

Disziplin 1.58.O zugelassen, da sie

in der schwedischen Heimwehr verwendet

wurden.

Für die Disziplin 1.58.G Ordonnanzgewehr

mit „Geschlossener

Visierung“ sind Lochkimmen zugelassen.

Einige Modelle sind schon

von der ursprünglichen Konstruktion

her mit verstellbaren Lochkimmen

ausgestattet. Dazu gehören z.

B. das amerikanische Springfield M

1903, das englische Enfield Nr.4 MK

I (Bild 1), das P14 (Bild 2) und das bis

auf das Kaliber baugleiche M17. Für

diese Waffen ist zu beachten, dass

die Lochkimme mindestens einen

Durchmesser von 2,5 mm haben

Bild 4 Fotos (9): Henry Herper Bild 5

Bild 6 Bild 7

32

mitteldeutscher schütze 6/2014


Bild 8

muss. Spezielle Dioptereinsätze

sind nicht zugelassen.

Für die schwedischen M96-Gewehre

wurden mehrere unterschiedliche

Diopter verwendet.

Zugelassen sind das Söderin-Diopter

und das Pramm-Diopter. Der

Durchmesser des Diopterdurchblicks

muss mindestens 1,5 mm betragen.

Bei dem Kornschutz ist zu

beachten, dass entweder ein geschlossener

Kornschutz (8-Form)

oder der in Abbildung 9 dargestellte

Kornschutz verwendet wird. Militärsportgewehre

des Modells M63

sind nicht zugelassen. Das Korn muss

in seiner originalen Form verwendet

werden. Lochkorne oder Wechseleinsätze

sind nicht zugelassen.

Detaillierte Informationen sind

auf dem Informationsblatt der

technischen Kommission enthalten

und stehen unter: http://www.

d s b . d e /m e d i a / P D F/ S t a t u t e n / T K-

M it teilungen/2-2014 - O rdonnanzgewehr.pdf

Bild 9

Die guten Vorsätze reichten diesmal nicht

Eilsleber Quartett war mit dem Abschneiden in Letzlingen nicht zufrieden

Eilsleben (bs) - Für eine kleine

Gruppe von Sportschützen des SV

Eilsleben wurde es am ersten Wochenende

im November noch einmal

richtig spannend, denn sie hatte sich

über die Kreismeisterschaft in der Disziplin

Luftpistole Auflage 100 Schuss

im KSSV Börde für die beim SV Heide

Letzlingen ausgetragenen Landesmeisterschaften

qualifiziert.

Obwohl die vier Senioren schon

bei der Kreismeisterschaft mit eher

unterdurchschnittlichen Resultaten

aufgewartet hatten, setzten sie ihre

Erwartungen aufgrund ihrer Trainingsergebnisse

bei der Teilnahme

an den Landesmeisterschaften etwas

höher. Dass gute Leistungen im

Training und gutgemeinte Vorsätze

bezüglich Gestaltung des zweistündigen

Wettkampfes nicht immer zum

gewollten Erfolg führen, mussten die

Eilsleber Pistolenschützen an diesem

Tag schmerzlich erfahren. Ob das Kennen

oder Wissen der vorab erzielten

Resultate der Konkurrenz ausschlaggebend

für das Abschneiden in den

Einzel- und Mannschaftswertungen

waren, kann wohl nur eine entsprechende

Analyse ergeben.

Nach Bekanntgabe der Resultate

und Platzierungen der A-Senioren

Lothar Julius, mit 946 Ringen Siebter,

und Burkhard Smikowski, mit 873 Ringen

auf Rang 20, sowie B-Senior Jörg

Oppermann, Elfter mit 842 Ringen,

und C-Senior Eberhard Reinsdorf, mit

923 Zählern Fünfter, begannen sie

aber nicht sofort mit der Suche nach

irgendwelchen Gründen oder Umständen,

die als Entschuldigung für

ihre schlechten Leistungen dienen

konnten. Nach einer kleinen Stärkung

beschlossen sie kurzerhand, noch etwas

das schöne Wetter und die frische

Waldluft in der Letzlinger Heide zu genießen

und auch das eine oder andere

Bier zu probieren.

Als dann auch noch bekannt wurde,

dass es mit der Mannschaft doch noch

für den unerwarteten vierten Platz

gereicht hatte, verlief die Heimfahrt

dann entsprechend entspannt und

man schmiedete sogar schon wieder

Pläne für die Teilnahme im nächsten

Jahr.

Kurz vor dem Start, die Eilsleber Pistolenschützen auf dem Stand in Letzlingen.

Fotos: Burkhard Smikowski

Jörg Oppermann, einer der vier Senioren vom SV Eilsleben, bei der Waffenkontrolle vor dem

Wettkampf.

mitteldeutscher schütze 6/2014 33


Sport

Namen & Ringe

Weltcup-Finale

Vier Medaillen haben die deutschen

Sportschützen beim Weltcup-Finale in

Gabala gewonnen. Die Final-Ergebnisse

vom Saisonfinale des Welt-Schießsportverbandes

ISSF im Oktober in

Aserbeidschan in den 15 olympischen

Wettbewerben:

KK Dreistellung 3x40

1. Sergey Kamenskiy (Russland) 459,3,

2. Daniel Brodmeier (Deutschland)

458,6, 3. Ole Kristian Bryhn (Norwegen)

446,7

KK Liegendkampf

1. Daniel Brodmeier (Deutschland)

210,5, 2. Shengbo Zhao (China) 208,5,

3. Henri Junghänel (Deutschland) 187,9

Luftgewehr

Männer: 1. Nazar Louginets (Russland)

209,0, 2. Niccolo Campriani (Italien)

205,8, 3. Quinan Zhu (China) 184,2

Frauen: 1. Siling Yi (China) 207,7, 2.

Andrea Arsovic (Serbien) 207,4, 3. Liuxi

Wu (China) 185,6, … 6. Sonja Pfeilschifter

(Deutschland) 122,9

KK Dreistellung 3x20

1. Snejzana Pejcic (Kroatien) 460,2, 2.

Petra Zublasing (Italien) 459,9, 3. Jing

Chang (China) 450,0, … 8. Beate Gauß

(Deutschland) 401,7

Freie Pistole

1. Zhiwei Wang (China) 195,8, 2. Tomoyuki

Matsuda (Japan) 194,8, 3. Wie

Pang (China) 170,1

Olympisch Schnellfeuer

1. Leonid Ekimov 35 / Final-Weltrekord

eingestellt, 2. Alexei Klimov

(beide Russland) 31, 3. Yuehong

Li (China) 26, … 6. Christian Reitz

(Deutschland) 15

Luftpistole

Männer: 1. Sergey Chervyakowskiy

(Russland) 200,4, 2. Pablo Carrera (Spanien)

199,9, 3. Wei Pang (China) 177,4

Frauen: 1. Alejandra Zavala (Mexiko)

201,5, 2. Klaudia Bres (Polen) 200,6, 3.

Celine Goberville (Frankreich) 176,2

KK Sportpistole

Medaillen-Match um Gold: Monika

Karsch (Deutschland) – Gundegmaa

Ortryad (Mongolei) 7:3, um Bronze:

Jingjing Zhang (China) – Nino Salukvadze

(Georgien) 8:2

Wurfscheibe Trap

Männer, Medaillen-Match um Gold:

Massimo Fabrizzi – Giovanni Pellielo

(beide Italien) 14:14, Shoot-off 19:18,

Dingelstedter allein auf dem Stand

um Bronze: Alberto Fernandez (Spanien)

– Manavjit Shing Sandhu (Indien)

15:14

Frauen, Medaillen-Match um Gold:

Zuzana Rehak Stefecekova (Slowakei)

– Janessa Jo Beaman (USA) 14:14,

Shoot-off 1:0, um Bronze: Catherine

Skinner (Australien) – Alessandra Perilli

(San Marino) 13:11

Wurfscheibe Skeet

Männer, Medaillen-Match um Gold:

Di Jin (China) – Azmy Mehelba (Ägyten)

15:15, Shoot-off 22:21, um Bronze:

Alexander Zemlin (Russland)

– Stefan Nilsson (Schweden) 16:14

Frauen, Medaillen-Match um Gold:

Albina Shakirova (Russland) – Meng

Wei (China) 15:11, um Bronze: Danka

Bartekova (Slowakei) – Diana Bacosi

(Italien) 15:12

Wurfscheibe Doppeltrap

Medaillen-Match um Gold: Jeffrey

Holguin (USA) – Hao Wang (China)

29:26, um Bronze: Binyuan Hu (China)

– Joshua Richmond (USA) 28:26

Lapua-Event Berlin

Jana Eckhardt von der Giebichensteiner

SGi Halle hat beim Lapua KK Gewehr

Event im Oktober den Liegendkampf der

Damen gewonnen. Mit 593 Ringen war

sie Beste unter 14 Frauen. Ausgewählte

Ergebnisse vom KK Liegendkampf in der

Walther-Arena des PSV Olympia Berlin:

Fast hätte es bei der Landesmeisterschaft

in den Luftdruckdisziplinen

über 100 Schuss in Magdeburg einen

„Leerlauf“ gegeben. Lange war

bei der Wettkampfplanung für den

Sonnabend ein Durchgang gar nicht

belegt. Letztlich traten zwei Pistolenschützen

von der SG Dingelstedt als

Solisten auf den Bahnen an. Oliver

Peterke (Foto) und dessen Vereinskamerad

Mirco Pahlke erzielten 699 bzw.

882 Ringe und belegten damit in der

Herrenklasse die Ränge neun und fünf.

Fotos: Michael Eisert

Damen: 1. Jana Eckhardt (GSGi Halle)

593, 2. Manja Busse (SV Hamwarde)

591, 3. Nicole Ehmki (Nord-Berliner

SG) 588, 4. Kristin Großhennig (SV

Lüttgenrode) 588

Herren: 1. Stefan Busse (SV Hamwarde)

594, 2. Jörg Bott (PSV Olympia

Berlin) 593, 3. Felix Otten (SV Ocholt-

Howiek) 593, 4. Christoph Tolonitz

(GSGi Halle) 591, … 8. Frank Schubert

(Magdeburger SGi) 585

Herren-Altersklasse: 1. Michael Wischnewsky

(PSV Olympia Berlin) 597, 2.

Marco Hummler (SV Teutoburger

Wald) 591, 3. Miroslav Varga (Dukla

Plzen) 590, … 6. Dirk Lunau (SGi

Salzwedel) 587, … 10. Andreas Schnitzeler

(SGi Hubertus Eggersdorf) 571

Senioren: 1. Nikolai Venger (SV Großund

Kleinkaliberschießen) 594, 2. Rainer

Bennewitz (PSV Olympia Berlin)

587, 3. Ralf Benitz (SGi Deutschenbora)

587, 4. Frank Behrends (SGi Haldensleben)

583, … 8. Arno Fehse (SV

Liesten) 574

Deutsche Meisterschaft

Kleinkaliber und

Luftgewehr Auflage

Ergebnis-Nachtrag von der Deutschen

Meisterschaft Kleinkaliber und Luftgewehr

Auflage, die vom 9. bis 12. Oktober

in Hannover ausgetragen wurde. C-Senior

Wolfgang Matheis von der Giebichensteiner

SGi Halle hatte dabei als Vierter

die beste Platzierung eines Aktiven aus

Sachsen-Anhalt erreicht (mds berichtete).

Wettbewerbe mit Aktiven aus Sachsen-Anhalt:

KK Gewehr Zielfernrohr 50m

Senioren A: 1. Bernd Becker (SV Gönnern)

297, 2. Otto Sonnenberg (SpSch

Burg Altenwied) 297, 3. Martin Krafcsik

(Wildschützen Pentenried) 297, …

105. Dietmar Kapser (GSGi Halle) 286

(193 Aktive am Start)

KK Gewehr Auflage

Senioren C: 1. Joachim Rehmet (Priv.

SG Nördlingen) 298, 2. Horst Nagel

(SG Wittlich) 297, 3. Franz Falke (SG

Overberge) 297, … 113. Erwin Millich

(SV Reinstedt) 281 (130 Aktive)

Luftpistole Auflage

Senioren A: 1. Martin Härter (SV Gollmuthhausen)

297, 2. Bodo Drews (SV

Groß- und Kleinkaliberschützen) 297,

3. Andreas Eckhardt (Schöneberger

SGi) 296, … 75. Armin Neels284, …

84. Günther Freitag (beide SV Hei-

34

mitteldeutscher schütze 6/2014


de Letzlingen) 283, … 104. Hans-Joachim

Wolf (SGi Seehausen/A.) 281,

…163. Gero Kölle (SV Steinitz) 271, …

181. Dieter Mitschka (SGi Groß Apenburg)

267, … 191. Bernd Lambrecht

(SV Heide Letzlingen) 245

(192 Aktive)

Mannschaft: 1. Schöneberger SGi

881, 2. SV Klein- und Großkaliberschützen

873, 3. SV Falke Dasbach

866, … 34. SV Heide Letzlingen 812

(42 Teams)

Senioren B: 1. Bernd Rahn (Nord-Berliner

SG) 296, 2. Peter Alkov (ZSG Unsernherrn)

290, 3. Wolfgang Mau (SV

Groß- und Kleinkaliberschützen) 290,

… 69. Wilfried Stengert (SG Dingelstedt)

278, … 98. Lothar Julius (SV Eilsleben)

272 (120 Aktive)

Seniorinnen B: 1. Gisela Kaps (SGi

Cottbus) 290, 2. Christiane Gatz (SV

Stadtwerke München) 289, 3. Gisela

Weinreich (KK SSV Bergen) 285, …

9. Christine Schmidt (Magdeburger

SGi) 275, … 21. Ursula Gebel (SV Jersleben)

238 (21 Aktive)

Senioren C: 1. Manfred Rapp (SG Göppingen)

292, 2. Dieter Heinrichs (PSV

Dortmund) 291, 3. Heinrich Baum

(SV Falke Dasbach) 290, 4. Wolfgang

Matheis (GSGi Halle) 289, … 20. Axel

Störzner (SV Diana Bitterfeld) 284, …

67. Eberhard Reinsdorf (SV Eilsleben)

275, … 85. Klaus-Otto Jenke (SV Staßfurt)

269, … 100. Fritz Klühe (SV Kabelitz)

262 (107 Aktive)

Seniorinnen C: 1. Brigitte Pfleger (ESG

Frankonia) 284, 2. Meta Sonnet (SG

Bad Kreuznach) 279, 3. Helga Steube

(SV Hegelsberg-Vellmar) 278, … 15.

Sigrid Rühlicke (SV Möser) 251

(17 Aktive)

Deutsche Meisterschaft

Luftgewehr Auflage

Resultate von der Deutschen Meisterschaft

Luftgewehr Auflage vom 18. bis

19. Oktober in Dortmund, Sachsen-Anhalt

war bei den nationalen Titelkämpfen

mit zwölf Seniorinnen bzw. Senioren

vertreten. C-Senior Erwin Millich vom SV

Reinstedt hatte mit 298 Ringen das beste

Einzelergebnis erzielt und belegte damit

in seiner Wertung Platz 50.

Wettbewerbe mit Aktiven des Landesverbandes:

Seniorinnen A

1. Sigrid Oster (Kaderschützen Gau

Main-Spessart) 300 (Stechen 146,0),

Dietmar Kapser, Zweiter von li., zählte zu den zwölf Aktiven aus Sachsen-Anhalt bei der Deutschen Meisterschaft Luftgewehr Auflage in

Dortmund. Der A-Senior belegte mit 296 Ringen in seiner Konkurrenz Rang 223.

Foto: Privat

2. Uschi Mayer (SK Dachtel) 300

(145,7), 3. Juliane Küter (SG Hornberg)

300 (124,6), … 151. Sabine Helbing

(SV Lüttgenrode) 293, … 194. Doris

Cuno (SG Emersleben) 289

(222 Aktive)

Senioren A

1. Peter Weinrich (SV Hubertus) 300

(Stechen 212,5), 2. Manfred Schmidt

(SV Diana Ober Roden) 300 (211,3),

3. Franz Keller (SG Huglfing) 300

(198,8), … 154. Bernd Kramer (SV

Wolmirstedt) 297, … 185. Roberto

Könitz (SV Steinitz) 297, … 223.

Dietmar Kapser (SV Wolmirstedt)

296, … 251. Gero Kölle (SV Steinitz)

296, … 429. Wolfgang Witte (SV Wolmirstedt)

292, … 457. Thomas Dommenz

(SV Stenitz) 292

(564 Aktive)

Mannschaft: 1. Kaderschützen Gau

Main-Spessart 896, 2. SV Oberkirch

896, 3. St. Seb. SV Düsseldorf-Bilk 896,

… 84. SV Wolmirstedt 885, … 88. SV

Steinitz 885 (210 Teams)

Seniorinnen B

1. Ines Jung (SV Olberthalhofen) 300

(Stechen 50,7), 2. Maria Pöppke (SV Althengstett)

300 (50,5), 3. Bärbel Breuckmann

(SpSch Sythen) 299, … 88.

Andrea Bostelmann (SV Sargstedt) 287

(102 Aktive)

Seniorinnen C

1. Erika Westkämpfer (SpSch Ottfingen)

300, 2. Karin Barth (SG Ebersdorf)

299, 3. Sieglinde Bohner (HSG

München) 299, … 34. Sigrid Rühlicke

(SV Möser) 294 (92 Aktive)

Senioren C

1. Armin Hiemer (SpSch Westallgäu)

300 (Stechen 136,8), 2. Holger Hüttner

(SG Tell Neubau) 300 (136,4), 3.

Reiner Huck (SV Walheil Baden Baden)

300 (115,5), …. 50. Erwin Millich

(SV Reinstedt) 298, … 121. Hermann

Rühlicke sen. (SV Möser) 296

(297 Aktive)

mitteldeutscher schütze 6/2014 35


Sport

Stunde der Wahrheit für Lothar Julius und Eberhard Reinsdorf

Auch für die Eilsleber war Start bei der Deutschen Meisterschaft der Saisonhöhepunkt

Für 21 Seniorinnen

und Senioren des

Landesschützenverbandes

standen am

zweiten Oktober-Wochenende

als absoluter

Jahreshöhepunkt

ihrer schießsportlichen

Wettkampfsaison

die Deutschen

Meisterschaften mit

dem Kleinkalibergewehr

und der Luftpistole

im aufgelegten

Anschlag in Hannover

auf dem Plan.

Lothar Julius, Burkhard Smikowski und Eberhard Reinsdorf (von li.) auf dem Stand in Hannover.

Fotos: Privat/Burkhard Smikowski

Hannover (bs) - Für die Teilnahme an

diesen Meisterschaften hatten sich

drei Gewehr- und achtzehn Pistolenschützen

von 14 Schützenvereinen des

Landesverbandes vorab über die Landesmeisterschaften

qualifiziert, da sie

mit ihren Ergebnissen die Limits für die

nationalen Titelkämpfe erreicht hatten.

Unter den Qualifizierten befanden

sich auch die beiden Luftpistolenspezialisten

Lothar Julius und Eberhard

Reinsdorf vom SV Eilsleben aus dem

KSSV Börde. Damit sich die beiden

Schützen voll und ganz auf ihren Wettkampf

konzentrieren konnten, wurden

sie auch diesmal von Burkhard Smikowski,

der als Fahrer und eine Art Betreuer

bei der Wettkampfvorbereitung agierte,

begleitet. Am Sonntag, dem letzten

Wettkampftag, schlug für die zwei Eilsleber

auch die Stunde der Wahrheit.

Nach der offiziellen Anmeldung, dem

Ausdruck der Startnummern und der

obligatorischen Waffenkontrolle hatte

Lothar Julius als Erster die schwere Aufgabe,

sich in der Gruppe der Senioren

B zu behaupten. Diese mit 121 Startern

am zweitstärksten besetzte Wertungsklasse

hatte es dann auch in sich und

die schon in den vorangegangenen

Durchgängen erzielten Resultate zeigten

dann auch, dass man sich an diesem

Tag keinen einzigen Fehlschuss im

Sinne einer Acht erlauben durfte.

Obwohl er nach außen hin ruhig und

locker wirkte, fand Lothar Julius zwar

schnell in seinen gewohnten Rhythmus,

leistete sich dann doch den einen

oder anderen Ausrutscher. Letztendlich

war er mit seinen Serien von 93, 92

und 87 Ringen allerdings nicht ganz zufrieden

und belegte den 98. Platz. Für

Eberhard Reinsdorf hieß es dann aber

vorerst, die Wartezeit von über drei

Stunden bis zu seinem Einsatz sinnvoll

auszunutzen und sich nicht schon

vorher unnötig verrückt zu machen.

Die Sache war dann letztendlich doch

leichter gesagt als getan und auch er

fand anfangs nicht so richtig in seinen

Wettkampf. Trotzdem erzielte er mit

seinen Serien von 89, 95 und 91 Ringen

ein Gesamtergebnis von 275 Zählern

und belegte damit letztendlich den

67. Rang unter 107 Aktiven in der Wertungsklasse

der Senioren C. Insgesamt

betrachtet war es für die drei Eilsleber

Sportschützen erneut ein erfahrungsreicher,

aber nicht wie erhofft, erfolgreicher

Ausflug. Trotzdem war allein

schon ihre Teilnahme und das Messen

mit den besten Luftpistolenschützen

aus ganz Deutschland ein besonderer

Wettkampf, welchen sie im nächsten

Jahr, allerdings mit einem besseren

Ausgang, erneut in Angrif f nehmen

wollen.

Lothar Julius im Probeanschlag, der B-Senior belegte in seiner Konkurrenz Platz 98. Mit 275 Ringen wurde Eberhard Reinsdorf 67. in der Wertungsklasse der Senioren C.

36

mitteldeutscher schütze 6/2014


Gölzauer souverän, Halle patzt gegen Berlin

2. Bundesligen Luftgewehr und Luftpistole: Salzwedel und Jersleben noch ohne Punkte

In der 2. Bundesliga

Luftgewehr hat

Staffelfavorit Gölzau

mit drei Siegen in Serie

einen lupenreinen

Start hingelegt

und war erster Tabellenführer.

Dagegen

bezog Halle gegen

Berlin überraschend

schon in der dritten

Partie der Staffel Ost

eine Niederlage.

Magdeburg (rt) – Mit drei Erfolgen in

den ersten drei Partien hat sich der SV

Gölzau in der 2. Bundesliga Luftgewehr

den Platz an der Sonne erobert.

Bei den drei Auftakterfolgen gaben die

Naumann-Schützlinge nur ein Duell ab

und führten die Tabelle vor den bis dato

ebenfalls verlustpunktfreien Berlinern

und Halle (4:2) an.

Gegen Jersleben, Dresden und Jüterbog

war der Staffelmeister der

letzten Spielzeit seiner Favoritenrolle

gerecht geworden und hatte drei klare

und ungefährdete Erfolge eingefahren.

Mit zweimal 394 und einmal

395 Ringen hatte der Tabellenführer

vor allem in Lena Cramer seinen Aktivposten,

daneben hatten auch Richard

Bennemann (390, 394, 391) sowie Anne

Debertshäuser mit 396 Zählern gegen

Dresden und Junioren-Mannschaftsweltmeisterin

Charleen Bänisch mit

394 Ringen beim 5:0 gegen Jüterbog

die Glanzlichter gesetzt. Dagegen kassierte

das Quintett der Giebichenstei-

Mit drei klaren Erfolgen wurde der SV Gölzau seiner Favoritenrolle gerecht. Lena Cramer überzeugte für den Spitzenreiter an Nummer eins

und zwei mit starken Ergebnissen.

Foto: Michael Eisert

ner SGi bereits in der dritten Partie

seine erste Niederlage, gegen den PSV

Olympia Berlin hieß es überraschend

2:3. Für die Hallenser waren gegen den

Aufsteiger nur zwei gewonnene Einzelduelle

durch Torsten Sperling und

Jana Eckhardt, mit 392 Ringen Beste

bei den unterlegenen Hallensern,

zu wenig. Zuvor hatten sich das Team

zum Saisonauftakt mit zwei geschlossenen

Mannschaftsleistungen gegen

Dresden und Jersleben mit 5:0 bzw. 3:2

durchgesetzt. Mit zweimal 393 Ringen

hatte dabei Annett Ebert ebenso überzeugt

wie Siena Heger, die bei ihrem

Zweitliga-Debüt mit 392 und 394 Zählern

einen starken Einstand gab.

Mit Jersleben und Aufsteiger Salzwedel

zierten vorerst zwei Mannschaften

aus Sachsen-Anhalt mit jeweils

0:6 Punkten das Tabellenende. Der SV

Jersleben hatte dank der Resultate von

Michelle Becker (392) und Fabienne

Lange (393) vor allem das Ergebnis gegen

Halle freundlich gestaltet, wartete

aber weiter auf den ersten Saisonsieg.

Mit nur einem gewonnenen Einzelduell

war das Gildeteam aus Salzwedel

dagegen in den ersten drei Partien

chancenlos.

Salzwedel Letzter

Ebenso prekär ist die Lage für das

Pistolenteam Salzwedel, das nach vier

Partien als einzige Mannschaft ohne

Punktgewinn am Tabellenende stand.

Besonders schmerzen dürften die Niederlagen

gegen die Mitkontrahenten

um den direkten Klassenerhalt, gegen

die Nord-Berliner SG hieß es 2:3,

gegen Potsdam zuletzt 1:4. Christian

Kenklies und zweimal Hartmut Thoms

hatten er zumindest die ersten drei

Einzelduelle für die Jeetzestädtzer gewonnen.

Salzwedel war in den ersten drei Partien chancenlos, nur Anna Lisa Oehlmann konnte beim

Aufsteiger ein Duell für sich entscheiden.

Foto: Dirk Lunau

mitteldeutscher schütze 6/2014 37


Sport

Mit gleich vier Mannschaften ist der Landesverband in der 2. Bundesliga Luftgewehr vertreten. In einem der zahlreichen Sachsen-Anhalt-Derbys bezwang Halle den SV Jersleben mit 3:2.

Fotos (2): Lunau

2. Bundesliga Luftgewehr

2. Bundesliga Luftpistole

Ein starkes Zweitliga-Debüt bot beim Saisonauftakt die

Hallenserin Siena Heger mit 392 und 394 Ringen.

Konnte sich nach drei Siegen zufrieden zurücklehnen: Gölzaus

Trainer Fritz Naumann.

Foto: Eisert

2. November, Berlin

GSGi Halle – PSSG zu Dresden 5:0, SV Jersleben

– SV Gölzau 1:4, PSV Olympia Berlin – SGi

Deutschenbora 3:2, SGi Salzwedel – SGi Jüterbog

0:5, PSSG zu Dresden – SV Gölzau 0:5, SV

Jersleben – GSGi Halle 2:3, SGi Salzwedel – PSV

Olympia Berlin 1:4, SGi Deutschenbora – SGi

Jüterbog 3:2

22. November, Gölzau

PSV Olympia Berlin – GSGi Halle 3:2, SV Gölzau

– SGi Jüterbog 5:0, SV Jersleben – SGi Deutschenbora

1:4, PSSG zu Dresden – SGi Salzwedel

5:0

1. SV Gölzau 3 14:1 6:0

2. PSV Olympia Berlin 3 10:5 6:0

3. GSGi Halle 3 10:5 4:2

4. SGi Deutschenbora 3 9:6 4:2

5. SGi Jüterbog 3 7:8 2:4

6. PSSG zu Dresden 3 5:10 2:4

7. SV Jersleben 3 4:11 0:6

8. SGi Salzwedel 3 1:14 0:6

Die nächsten Spieltage: Luftgewehr am 14. Dezember

in Gölzau, Luftpistole am 21. Dezember

in Frankfurt/O.

9. November, Frankfurt/Oder

PSV Olympia Berlin II – PSSG zu Dresden 4:1,

SG Strausberg – SGi Potsdam 5:0, SG Wechmar

– SGi Salzwedel 5:0, SGi Frankfurt/O. – Nord-

Berliner SG 5:0, Nord-Berliner SG – SG Wechmar

1:4, SG Strausberg – PSV Olympia Berlin

II 1:4, SGi Potsdam – PSSG zu Dresden 0:5, SGi

Salzwedel – SGi Frankfurt/O. 0:5

30. November, Berlin

SGi Salzwedel – Nord-Berliner SG 2:3, PSV

Olympia Berlin II – SGi Potsdam 5:0, SG Strausberg

– PSSG zu Dresden 1:4, SG Wechmar – SGi

Frankfurt/O. 4:1, Nord-Berliner SG – PSV Olympia

Berlin II 1:4, SGi Potsdam – SGi Salzwedel

4:1, PSSG zu Dresden – SG Wechmar 1:4, SGi

Frankfurt/O. – SG Strausberg 3:2

1. PSV Olympia Berlin II 4 17:3 8:0

2. SG Wechmar 4 17:3 8:0

3. SGi Frankfurt/O. 4 14:6 6:2

4. PSSG zu Dresden 4 11:9 4:4

5. SG Strausberg 4 9:11 2:6

6. Nord-Berliner SG 4 5:15 2:6

7. SGi Potsdam 4 4:16 2:6

8. SGi Salzwedel 4 3:17 0:8

38

mitteldeutscher schütze 6/2014


Favoriten vorn, aber keine Vorentscheidung

Verbandsligen: Gölzaus Zweite und Gardelegen vor der letzten Runde Spitzenreiter

Gölzaus Zweite, hier Isa Yasu Weinberg, führt die Luftgewehrstaffel vor den punktgleichen

Hallensern an.

Gölzaus zweite Mannschaft in der

Verbandsliga Luftgewehr und der

SV Gardelegen in der Verbandsliga

Luftpistole gehen als Spitzenreiter

der Staffeln in das neue Jahr.

Die Entscheidung um die Meisterschaft

fällt in beiden Ligen aber

erst in der letzten Runde.

Magdeburg (rt) – Mit jeweils zwei Erfolgen und 8:0 Punkten

behaupteten in der Verbandsliga Luftgewehr die

Peter Putzmann und das Magdeburger Gildeteam sind in der Verbandsliga Luftpistole Gardelegen

weiter auf den Fersen.

zweiten Mannschaften des SV Gölzau und der GSGi Halle

die Plätze eins und zwei unter diesmal nur sechs Teams

und werden im Januar wie erwartet den Staffelsieg unter

sich ausmachen. Für den Spitzenreiter hatten bei den

5:0-Erfolgen in der zweiten Doppelrunde gegen Pölsfeldund

Löbejün Christian Eckner (380, 385) sowie Isa Yasu

Weinberg und Dagmar Linde mit jeweils 381 Ringen am

besten getroffen. Bei Halle, das gegen Estedt und Schlanstedt

gewonnen hatte, glänzte vor allem Vanessa Herzer

mit dem Tagesbestwert von 390 Zählern, Kai Jaugsch bot

mit 382 bzw. 386 Ringen eine stabile Leistung.

Auch im Tabellenkeller der Staffel fällt die Entscheidung

erst im Januar. Schlanstedt hatte in Gölzau mit einem

3:2-Sieg gegen Pölsfeld, den Mercedes Kohnheiser

erst im Stechen sichergestellt hatte, die ersten Doppelpunkte

eingefahren. Löbejün wartete weiterhin auf den

ersten Sieg und war damit Schlusslicht hinter Schlanstedt

und Pölsfeld. Für Schlanstedt hatte Laura Both

beim 1:4 gegen Halle mit 382 Ringen eine persönliche

Bestleistung und damit den Ehrenpunkt erzielt.

Favorit muss bangen

Eine spannende Konstellation brachte die dritte

Doppelrunde der Verbandsliga Luftpistole, bei der in

Wolmirstedt erstmals die bis dato drei ungeschlage-

Kathrin Brünnecke punktete beim Auftakterfolg der Estedter

gegen Schlanstedt mit 379 Ringen an Nummer zwei.

Fotos: Michael Eisert

Verbandsliga Luftpistole

9. November, Wittenberg/Merseburg

GSGi Halle – SV Astoria Wittenberg 5:0, SV Gardelegen

– SV Letzlingen 4:1, SV Astoria Wittenberg – SV

Gardelegen 0:5, SV Letzlingen – GSGi Halle 2:3, SV

Diana Bitterfeld – SV Bad Dürrenberg 3:2, Magdeburger

SGi – Gröninger SV 3:2, SV Bad Dürrenberg

– Magdeburger SGi 0:5, Gröninger SV – SV Diana

Bitterfeld 3:2

7. Dezember, Wolmirstedt/Letzlingen

Magdeburger SGi – SV Gardelegen 0:5, SV Diana

Bitterfeld – GSGi Halle 5:0, SV Gardelegen – SV Diana

Bitterfeld 2:3, GSGi Halle – Magdeburger SGi 1:4,

SV Letzlingen – SV Bad Dürrenberg 5:0, SV Astoria

Wittenberg – Gröninger SV 2:3, SV Bad Dürrenberg

– SV Astoria Wittenberg 0:4, Gröninger SV – SV Letzlingen

4:1

1. SV Gardelegen 6 26:4 10:2

2. Magdeburger SGi 6 20:10 10:2

3. SV Diana Bitterfeld 6 17:13 8:4

4. GSGi Halle 6 16:14 8:4

5. Gröninger SV 6 14:16 6:6

6. SV Letzlingen 6 14:16 4:8

7. SV Astoria Wittenberg 6 9:21 2:10

8. SV Bad Dürrenberg 6 3:27 0:12

Verbandsliga Luftgewehr

26. Oktober, Halle/Wolmirstedt

GSGi Halle II – SGi Löbejün 3:2, SGi Löbejün – SV

Pölsfeld 1:4, SV Pölsfeld – GSGi Halle II 0:5, SV Estedt

– SG Schlanstedt 4:1, SG Schlanstedt – SV Gölzau II

1:4, SV Gölzau II – SV Estedt 4:1

7. Dezember, Gölzau

GSGi Halle II – SV Estedt 5:0, SV Pölsfeld – SG Schlanstedt

2:3, SV Estedt – SGi Löbejün 4:0, SV Gölzau II

– SV Pölsfeld 5:0, GSGi Halle II – SG Schlanstedt 4:1,

SGi Löbejün – SV Gölzau II 0:5

1. SV Gölzau II 4 18:2 8:0

2. GSGi Halle II 4 17:3 8:0

3. SV Estedt 4 9:11 4:4

4. SG Schlanstedt 4 6:14 2:6

5. SV Pölsfeld 4 6:14 2:6

6. SGi Löbejün 4 3:17 0:8

Die letzten Spieltage der beiden Staffeln werden

am 11. Januar ab 10 Uhr in Bitterfeld (Luftpistole)

sowie am 18. Januar ab 10 Uhr auf dem Stand der

Magdeburger Schützengilde (Luftgewehr) ausgetragen.

mitteldeutscher schütze 6/2014 39


Sport

nen Mannschaften aufeinandertrafen.

Nach dem ungefährdeten 5:0-Erfolg

in der Spitzenpaarung gegen Magdeburg

kassierte Gardelegen etwas

überraschend beim 2:3 gegen Bitterfeld

seine erste Niederlage. Mit jeweils

10:2 Punkten blieben Gardelegen und

Magdeburg, das sich gegen Halle mit

4:1 durchgesetzt hatte, weiter Erster

und Zweiter. Nur die Magdeburger, die

auf Spitzenmann Tobias Lindemann

verzichten mussten, können dem Favoriten

aus der Altmark, für den Jan

Lunitz zuletzt mit 371 und 370 Ringen

am besten getroffen hatte, noch Platz

eins streitig machen. Gegner des Gildeteams

aus der Landeshauptstadt ist

beim Saisonfinale Bitterfeld, Gardelegen

trifft zeitgleich auf Halle, das sich

aus dem Spitzentrio verabschiedet

hatte. Sieger des Spieltages war neben

dem neuen Tabellendritten Bitterfeld

der Gröninger SV, der sich mit einem

3:2 gegen Wittenberg und einem 4:1

Volker Bühnemann und die Letzlinger Heideschützen feierten gegen Bad Dürrenberg den

zweiten Saisonsieg.

Foto: Eisert

gegen Letzlingen als nun Fünfter mit

6:6 Punkten aller Sorgen entledigte.

Sven Konopka, Spitzenmann des Aufsteiger-Quintetts,

hatte mit 372 Ringen

auch die Tagesbestleistung erzielt. Mit

den Niederlagen fünf und sechs blieb

das Team des SV Bad Dürrenberg Achter

hinter Wittenberg und kann auch

am letzten Spieltag die Rote Laterne

der Staffel nicht mehr abgeben.

Sportschützen gingen in die Winterpause

KSSV Börde: Aktive von 14 Vereinen maßen sich beim Kreisrunden-Abschluss

Schermcke (bs) - Am ersten Advents-

Wochenende fand für einen Großteil

der Sportschützen des KSSV Börde mit

dem letzten Durchgang der Kreisrunde

Luft in Schermcke der letzte Saisonwettkampf

statt. Vor der Winterpause wollten

es 76 Aktive von 14 Vereinen noch

einmal wissen und zeigten teils tolle

Leistungen. Schermckes Schießsportleiter

Gisbert Schulze und seine fleißigen

Helfer Ralf Wajroch und Mario Schilling

sorgten für den reibungslosen und sicheren

Verlauf. Da es in einigen Wertungen

sprichwörtlich um die Wurst

ging und einige Entscheidungen über

Podestplatz oder Holzmedaille erst mit

dem letzten Schuss fielen, lag eine gewisse

Spannung in der Luft.

Im freien Anschlag glänzte Schüler

Pascal Melchert vom SV Eilsleben mit

191 Ringen mit dem Luftgewehr. Auch

Juniorin Michelle Becker und Kathrin

Brünnecke bei den Damen, beide vom

SV Krottorf, zeigten mit 378 und 376

Zählern respektable Resultate und sicherten

sich den Sieg. Mit der Luftpistole

lieferten sich Thomas Seidel von der

SGi Wanzleben und der Kroppenstedter

Bernd Solfen einen erbitterten Zweikampf,

den letztlich der Wanzleber mit

zwei Ringen mehr für sich entschied.

Der älteste Starter in diesem Feld, Egon

Klockmann vom SV Kroppenstedt, erwischte

einen super Tag und verdrängte

mit seinem Traumergebnis von 342 Ringen

sogar noch seinen Vereinskameraden

Günter Salm von Platz eins.

Die Auflageschützen ab der Damenund

Herren-Altersklasse machten es bei

einigen Entscheidungen interessant und

sorgten für die eine oder andere Überraschung.

So schoss die Harbkerin Cornelia

Wallbaum bei den Damen mit 296

Ringen einen persönlichen Rekord und

sicherte sich damit locker den Sieg. Die

konstanteste Leistung über drei Runden

bot bei den Seniorinnen Ingrid Graeger

(296, 293, 292), die Hordorferin sicherte

sich damit ebenfalls den begehrten Pokal.

In der mit 16 Aktiven am stärksten

Michelle Becker vom SV Krottorf siegte bei den Juniorinnen.

besetzten Gruppe der Senioren lieferten

sich die beiden Schermcker Gewehrspezialisten

Gisbert Schulze und Ralf Wajroch

ein hartes Kopf an Kopf-Rennen,

das ringgleich ausging und durch die

bessere letzte Serie von Schulze entschieden

wurde. Mit der Luftpistole ließ

sich Udo Becker von der SGi Wanzleben

Rang eins nicht mehr streitig machen

und gewann sicher vor seinem Vereinskameraden

Uwe Jung und dem Ausleber

Burkhard Smikowski. Die Mannschaftswertung

Luftgewehr mit neun Teams

entschied mit nur fünf Ringen Vorsprung

der SV Hordorf für sich. Zweiter wurde

Wanzleben vor Ausleben.

Foto: Smikowski

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mitteldeutscher schütze 6/2014

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