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DEGEMED News 50 Dezember 2014

DEGEMED News 50 Dezember

1 Nr. 50 Dezember 2014 news Soviel wie ich brauche! Bedarfsgerechte Finanzierung Jeder kennt es: das Gefühl durstig zu sein. Und nicht genug zu trinken zu haben. Wer dennoch Sport treiben soll, ist dann kaum leistungsfähig. Und gefährdet seine Gesundheit. So ungefähr ist das auch bei der Finanzierung der medizinischen Reha. Ohne Geld geht es eben nicht. Zu wenig Geld schränkt die Leistungsfähigkeit ein. Und dauerhafte Unterfinanzierung bedroht die Einzeleinrichtung und die gesamte Kliniklandschaft. Insolvenzen und Strukturabbau sind die zwangsläufige Folge. Sachverständigenrat: Anpassung des Budgets an Bedarf Der Sachverständigenrat für die Entwicklung im Gesundheitswesen fordert in seinem aktuellen Gutachten, das Reha-Budget an den tatsächlichen Versorgungsbedarf anzupassen. Die Politik ist hier aufgerufen, die bestehende Budgetierung aufzuheben oder zu modifizieren. Doch wieviel uns die Reha tatsächlich wert ist, zeigt sich auf der Ebene der Einrichtungen. Nur was die Reha-Träger zahlen, steht den Rehabilitanden auch langfristig zur Verfügung. Wer hat Schuld? Doch es ist zu einfach, alleine die Reha- Träger für die Prekarisierung der Vergütung verantwortlich zu machen. Nicht alle Einrichtungen beantragen eine Erhöhung ihrer Vergütungssätze. Sie könnten es, fürchten aber Nachteile bei der Zugangssteuerung durch die Reha-Träger. Denn dort ist der Preis ein Steuerungsmerkmal, das sich massiv auswirkt. Was ist drin im Preis? Problematisch ist auch, dass Einrichtungen Leistungen übernehmen, die nicht zur Reha gehören. Etwa Fahrdienste oder Krankentransporte. Kliniken versprechen sich davon stabile Belegung und tragen daher die Kosten dafür selbst. Ein fatales Entgegenkommen, warnt DEGEMED-Vorsitzender Petri: „Morgen schon wird man von den Kliniken die Übernahme weiterer Leistungen verlangen. Denn wenn sie heute die Fahrtkosten übernehmen, dann morgen vielleicht auch das Krankengeld für den Rehabilitanden während der Reha. Oder die Medikamentenkosten während der Nachsorge.“ Die dritte Forderung der Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ der DEGEMED lautet daher: Soviel wie ich brauche! Das Sparen an der Reha muss aufhören. Kontakt zur Kampagne • www.meinereha-meinleben.de • E-Mail: degemed@degemed.de info@meinereha-meinleben.de