DEGEMED News 50 Dezember 2014

degemed.news

1

Nr. 50 Dezember 2014

news

Soviel wie ich brauche!

Bedarfsgerechte Finanzierung

Jeder kennt es: das Gefühl durstig zu

sein. Und nicht genug zu trinken zu haben.

Wer dennoch Sport treiben soll, ist dann

kaum leistungsfähig. Und gefährdet seine

Gesundheit. So ungefähr ist das auch bei

der Finanzierung der medizinischen Reha.

Ohne Geld geht es eben nicht. Zu wenig

Geld schränkt die Leistungsfähigkeit ein.

Und dauerhafte Unterfinanzierung bedroht

die Einzeleinrichtung und die gesamte Kliniklandschaft.

Insolvenzen und Strukturabbau

sind die zwangsläufige Folge.

Sachverständigenrat: Anpassung des

Budgets an Bedarf

Der Sachverständigenrat für die Entwicklung

im Gesundheitswesen fordert in seinem

aktuellen Gutachten, das Reha-Budget an

den tatsächlichen Versorgungsbedarf anzupassen.

Die Politik ist hier aufgerufen, die

bestehende Budgetierung aufzuheben oder

zu modifizieren. Doch wieviel uns die Reha

tatsächlich wert ist, zeigt sich auf der Ebene

der Einrichtungen. Nur was die Reha-Träger

zahlen, steht den Rehabilitanden auch langfristig

zur Verfügung.

Wer hat Schuld?

Doch es ist zu einfach, alleine die Reha-

Träger für die Prekarisierung der Vergütung

verantwortlich zu machen. Nicht alle Einrichtungen

beantragen eine Erhöhung ihrer

Vergütungssätze. Sie könnten es, fürchten

aber Nachteile bei der Zugangssteuerung

durch die Reha-Träger. Denn dort ist der

Preis ein Steuerungsmerkmal, das sich

massiv auswirkt.

Was ist drin im Preis?

Problematisch ist auch, dass Einrichtungen

Leistungen übernehmen, die nicht zur Reha

gehören. Etwa Fahrdienste oder Krankentransporte.

Kliniken versprechen sich davon

stabile Belegung und tragen daher die Kosten

dafür selbst. Ein fatales Entgegenkommen,

warnt DEGEMED-Vorsitzender Petri:

„Morgen schon wird man von den Kliniken

die Übernahme weiterer Leistungen verlangen.

Denn wenn sie heute die Fahrtkosten

übernehmen, dann morgen vielleicht auch

das Krankengeld für den Rehabilitanden

während der Reha. Oder die Medikamentenkosten

während der Nachsorge.“ Die

dritte Forderung der Kampagne „Meine

Reha – Mein Leben.“ der DEGEMED lautet

daher: Soviel wie ich brauche! Das Sparen

an der Reha muss aufhören.

Kontakt zur Kampagne

• www.meinereha-meinleben.de

• E-Mail: degemed@degemed.de

info@meinereha-meinleben.de


Inhalt

Degemed intern

2 Editorial

2 Degemed news modernisiert

4 Degemed-Vorstand erweitert

15 Neue Büroleiterin

Meine Reha – Mein Leben.

1 Bedarfsgerechte Finanzierung

3 Aktionen zur degemed-Kampagne

Politik

5 Versorgungsstärkungsgesetz

verbessern

5 Prävention: Bauchtanz oder

Sozialmedizin?

6 Freie Wohlfahrtspflege: Reha zu

Unrecht das ungeliebte Kind

8 „Gesundheitsweise“ monieren

Intransparenz

9 Kommissar plädiert für

„Europäische Gesundheitsunion“

Initiativen

6 Kreativer Weckruf für die Politik

7 Bedarfsgerechte Finanzierung auch

für Physiotherapeuten?

10 Gute Noten für die Reha

Qualitätsmanagement

Liebe Kolleginnen

und Kollegen,

Editorial

Norbert

Glahn,

Vorstands–

vorsitzender

der DEGE-

MED

als im September 2001 die ersten DEGE-

MED news erschienen, hat wohl niemand

daran gedacht, dass wir einmal die 50ste

Ausgabe lesen würden. Herzlichen Glückwunsch

also und ein großes Dankeschön

an alle, die unser Verbandsmedium in den

vergangenen 13 Jahren mit ihren Texten,

Bildern und Meinungen so lesenswert

und erfolgreich gemacht haben. Blättert

man in den alten Heften (sie stehen alle

im Internetauftritt der DEGEMED unter

„downloads“), dann ist das wie eine

Reise durch die Reha-Geschichte – Gesundheitspolitik,

Tagungen, Berichte aus

relaunch

den Mitgliedskliniken, Arbeitskreisen und

Projekten der DEGEMED reihen sich aneinander

und mit dem Wissen von heute kann

man an der einen oder anderen Stelle sicher

auch schmunzeln. Vor allem aber zeigt die

Chronik der DEGEMED news für mich, wie

der Verband sich mit der Zeit verändert hat.

Sie zeigt, dass die DEGEMED lebt und sehr

vital ist. Gerade deshalb ist für uns die 50ste

Ausgabe auch kein Grund zum Verweilen.

„Tempora mutantur, et nos mutamur in illis“,

wie der Lateiner sagt: „Die Zeiten ändern

sich und wir ändern uns mit ihnen.“ Wenn

Sie diese Ausgabe durchblättern, werden

Sie etwas davon spüren. Die Themenauswahl

und -vielfalt ebenso wie das neue Layout

spiegeln einen Verband wider, der am

Puls der Zeit ist und die Zukunft im Blick

hat. Ich freue mich darauf, diese Zukunft

mit Ihnen zu gestalten und wünsche Ihnen,

Ihren Familien und Ihren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern ein geruhsames Weihnachtsfest

und ein erfolgreiches Jahr 2015.

Ihr Professor Bernd Petri

Vorstandsvorsitzender der DEGEMED

Degemed news modernisiert

13 Revision ISO 9001

Projekte

9 Zum Schmerzkongress nach

Buenos Aires

13 Informationsportal zur Kinder- und

Jugendreha gestartet

14 Startschuss für die therapie Leipzig

14 Gesundheitsversorgung –

eine Frage der Region

15 Literatur: Die Rentenversicherung

im SGB

Junge Reha

11 Systemrelevante Rehabilitation?

von Elmar Lutz

11 Zwischen Kooperation und Konkurrenz

von Dr. Michael Stegbauer

12 Reha zum „Wohlfühlen“ lohnt sich

von Sabine Lachnitt

Service

12 Diskussionsforum www.reha-recht.de

15 Reha-Welt in Zahlen

16 Termine und Veranstaltungen

16 Impressum

Mit dieser Jubiläumsausgabe zum 50.

„Geburtstag“ zeigen sich die degemed

news in einem überarbeiteten Layout. Das

Magazin wirkt nun luftiger, klarer, moderner,

aufgeräumter, mit lebendiger Farbgebung

und angepasst für das Lesen an elektronischen

Endgeräten – ohne den Wiedererkennungswert

verloren zu haben. Das Inhaltsverzeichnis

erlaubt eine komfortable

Navigation durch Verlinkungen, zu jedem

Artikel gibt es eine Zusatzinfo in einem Kasten,

sodass die Inhalte und das Thema der

Artikel auf einen Blick erfassbar sind. Die

neue Hausschrift und das Blau als zweite

Hausfarbe neben dem degemed-Rot verdeutlichen

das Bestreben der degemed,

neue Wege zu gehen wenn nötig und dabei

Altbewährtes nicht aus den Augen zu

verlieren.

Neue Imagebroschüre der degemed

Die degemed hat im Zuge des Relaunches

auch eine neue Imagebroschüre produziert.

Im modernen quadratischen Format und

dem Titel „Den Vorsprung nutzen“ gibt

sie einen Überblick über die Vorteile einer

Mitgliedschaft in der degemed und beschreibt

Grundsätze und Ziele der Gesell-

Den Vorsprung nutzen

14_06_degemed_imagebroschuere_210x210_v7_farbig.indd 1 18.11.14 09:32

schaft. Die Imagebroschüre kann bei der

degemed unter degemed@degemed.de

angefordert werden und steht unter www.

degemed.de unter „Aktuelles“ zum Download

bereit.

Ihre Meinung ist gefragt

Wie gefallen Ihnen die „neuen“ degemed

news? Teilen Sie uns Ihre Meinung

mit und senden Sie eine E-Mail

an: degemed@degemed.de

2

news Nr. 50Dezember 2014


Aktionen zur Kampagne

Für die Reha geworben

Im Oktober ist die Kampagne „Meine Reha

– Mein Leben.“ der DEGEMED in ihre dritte

Etappe gegangen. Unter dem Motto „Soviel

wie ich brauche“ steht die bedarfsgerechte

Finanzierung der Rehabilitation im Mittelpunkt.

Die Kampagne ist inzwischen in vielen

Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland

angekommen. Rehabilitanden und

Mitarbeiter von Reha-Kliniken unterstützen

„Meine Reha – Mein Leben.“ mit Aktionen,

Unterschriften und Statements. Einige

Beispiele finden Sie auf dieser Seite der

degemed news. „Inzwischen haben wir

schon über 10.000 Unterstützer und täglich

werden es mehr“, freut sich DEGEMED-Mitarbeiterin

Katharina Ruppelt. Die gute Resonanz

ist auch ein Grund, warum sich die

DEGEMED entschieden hat, die Kampagne

bis ins Frühjahr 2015 hinein fortzusetzen.

Gemeinsamer Hauptstadt-Dialog

Am 4. November fand erstmals der Hauptstadt-Dialog Reha der DEGEMED gemeinsam mit

dem Bundesverband Geriatrie e.V. statt. Im Rahmen der Kampagne wurde mit Vertretern

aus Politik, Gesundheitswesen und Presse über die bedarfsgerechte Finanzierung der Rehabilitation

diskutiert. Prof. Bernd Petri, Vorstandsvorsitzender der DEGEMED: „Das Sparen

an der Reha, der daraus resultierende Kostendruck und Personalmangel müssen aufhören.“

Über 100 Äpfel verteilt

Mit gesundem Obst und Informationen zur

Kampagne versorgten am 13. November

die Mitarbeiter der Rehaklinik Ob der Tauber

der Rehazentren Baden-Württemberg in

Bad Mergentheim ihre Patienten. Die Aktion

fand großen Zuspruch und am Ende des

Tages waren über 100 Äpfel als Zeichen der

Forderung „Den ganzen Apfel und nicht nur

ein Stück“ für den Erhalt der Reha als Komplexleistung

verteilt. Insgesamt kamen 50

Unterschriften zusammen und ein großer

Bericht in der lokalen Presse.

Tag der Gefäßgesundheit

Ganz im Zeichen der Gefäßgesundheit stand am 27.09. ein Informationstag an der GLG

Fachklinik Wolletzsee. Die DEGEMED war mit einem Infostand vor Ort. Den Besuchern

musste man den Sinn der Kampagne nicht lange erklären. Über 150 Unterschriften konnten

gesammelt werden.

Aktuelles zur Kampagne

Weitere Klinikaktionen gibt es unter:

• www.meinereha-meinleben.de

• Facebook:

https://www.facebook.com/

pages/Meine-Reha-Mein-

Leben/662733683792854?fref=ts

• Twitter:

https://twitter.com/RehaKampagne

• E-Mail: info@meinereha-meinleben.de

degemed@degemed.de

Erste THERAmed-Gesundheitswoche

Das THERAmed – Zentrum für Therapie und Gesundheit in Bad Staffelstein – lud vom 27.

bis 31. Oktober zur ersten THERAmed-Gesundheitswoche ein. Ein besonderer Programmpunkt

war der Vortrag von DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall, dem anschließend

die von der Klinik gesammelten Unterschriften zur Unterstützung der Kampagne „Meine

Reha – Mein Leben.“ übergeben wurden.

news Nr. 50Dezember 2014

3


Prominente Unterstützung

Die Mitgliederversammlung der DE-

GEMED hat Anfang November den

Vorstand des Verbands erweitert. Ricarda

Lorenz, Geschäftsführerin der

Thermalbad Wiesenbad Gesellschaft

für Kur und Rehabilitation mbH, und

Dr. André M. Schmidt, Geschäftsführer

der RHM Klinik- und Altenheimbetriebe

B.V. & Co. KG, verstärken ab

sofort das Führungsgremium.

Dem Vorstand unter Vorsitz von Prof.

Bernd Petri gehören damit acht Geschäftsführer

von privaten, öffentlichen und freigemeinnützigen

Reha-Einrichtungen aus

ganz Deutschland an. „Die Wahl von Frau

Lorenz und Herrn Dr. Schmidt zeigt die Öffnung

der DEGEMED und unterstreicht die

positive Mitgliederentwicklung unseres Verbandes.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit

und das gemeinsame Engagement“,

begrüßte Prof. Petri die neuen Vorstandskollegen

nach der Wahl am 5. November.

„Unser Vorstand ist jetzt gut aufgestellt. Er

repräsentiert unsere Mitgliederstruktur und

wird uns weiter voranbringen.“

Der Vorstand der DEGEMED

im Überblick

Vorstandsvorsitzender

Prof. Bernd Petri

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

(VBG) gesetzliche Unfallversicherung

1. stellv. Vorsitzende

Dr. Constanze Schaal

Rehazentren der DRV

Baden-Württemberg gGmbH

Thomas Bold

Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH

& Co. KGaA

Horst Gollée

Gollée GmbH & Co. KG

Thomas Heiming

AWO Gesundheitsdienste gGmbH

Ricarda Lorenz

Thermalbad Wiesenbad Gesellschaft für

Kur und Rehabilitation mbH

Dr. André M. Schmidt

RHM Klinik- und Altenheimbetriebe B.V.

& Co. KG

Petra Schraml-Dussle

Fachklinik Sonnenhof

Ricarda Lorenz (33)

Geschäftsführerin der Thermalbad

Wiesenbad Gesellschaft für Kur und

Rehabilitation mbH, einer kommunalen

Einrichtung im Erzgebirge. Die

gelernte Bankkauffrau und Diplom-

Betriebswirtin (BA) Gesundheitsmanagement

arbeitete nach dem Studium

zunächst im Controlling und

später in der Verwaltungsleitung der

Thermalbad Wiesenbad GmbH. 2013

übernahm sie die Geschäftsführung

der Gesellschaft.

„Die DEGEMED ist als Direktverband

sehr attraktiv für ihre Mitglieder, da

durch diese Struktur eine Mitgestaltung

aller ermöglicht wird. Der Verband

hat sich in den letzten Jahren als

klarer Vertreter aller Rehaeinrichtungen

etabliert – unabhängig der verschiedensten

Betreibermodelle am Markt.

Für mich stehen Themen wie Qualitätsrehabilitation,

leistungs- und qualitätsorientierte

Vergütung sowie die

stärkere Beachtung des Wunsch- und

Wahlrechtes für meine Vorstandsarbeit

im Vordergrund.“

Dr. André M. Schmidt (46)

Geschäftsführer der privaten RHM

Klinikgruppe mit 26 Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Dr. Schmidt war Unternehmensberater

bei McKinsey &

Company, Klinikleiter der Schön-Klinik

Bad Staffelstein und Geschäftsführer

der Casa Reha Holding. 2010

wurde er COO des McKinsey Hospital

Institut in Frankfurt, bevor er 2011 die

Geschäftsführung der RHM Klinikund

Pflegeheimgruppe übernahm.

„Die RHM Gruppe steht mit ihrem hohen

Anspruch an die Behandlungsqualität

ganz hinter den Zielen der DEGEMED.

In den vergangenen drei Jahren haben

alle RHM-Kliniken die Zertifizierung nach

den Qualitäts-Normen der DEGEMED

geschafft. Reha-Qualität zu messen und

damit Behandlungskonzepte zusammen

mit den Kostenträgern weiterzuentwickeln,

soll ein wesentlicher Beitrag von

mir zur DEGEMED sein. Die Wahl in den

Vorstand ist für mich ein Zeichen, dass

wir als RHM Gruppe im Kreis der großen

Betreiber und Kostenträger angekommen

sind und akzeptiert werden.“

4

news Nr. 50Dezember 2014


Kritik am GKV-VSG

Versorgungsstärkungsgesetz verbessern

Der im Oktober vorgelegte Referentenentwurf

des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes

(GKV-VSG) ist bei vielen Verbänden

auf grundsätzliche Zustimmung gestoßen.

Er beinhaltet unter anderem eine bedarfsgerechte

ländliche Versorgung, den Abbau

von Überversorgung in Ballungsgebieten,

die Regelung von Wartezeiten für Patienten

und einheitliche Rahmenbedingungen für

Selektivverträge. Auch die Arbeitsgemeinschaft

Medizinische Rehabilitation SGB IX

(AG MedReha) hat in einer Stellungnahme

Anfang November prinzipiell die geplanten

Änderungen begrüßt. Allerdings schlägt die

Arbeitsgemeinschaft zur besseren Umsetzung

des Gesetzes eine stärkere Berücksichtigung

der medizinischen Rehabilitation

und die Verbesserung des Reha-Zugangs

im GKV-Bereich vor.

Kritik an Hermann Gröhe und G-BA

Für das Versorgungsstärkungsgesetz hat

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

(CDU) aber auch Kritik aus der Union

geerntet. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Georg Nüßlein (CSU) kritisierte in

der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ)

die geplante Verteilung der Mittel für den

300 Millionen Euro schweren Innovations-

Georg Nüßlein (CSU), stellv. Fraktionsvorsitzender

der CDU/CSU, übte Kritik.

fonds. Sie sollen zu je 50 Prozent aus dem

Gesundheitsfonds und von den Krankenkassen

kommen. Nüßlein fürchtet einen

Machtzuwachs der Ärzte und Kassen, da

künftig der Gemeinsame Bundesausschuss

(G-BA) die Mittel für diese Innovationen verteilen

soll. Er würde der FAZ zufolge lieber

darüber diskutieren, „ob die Rolle des GBA

(…) korrigiert werden muss“. Zudem sei

unklar, „ob der Bundesausschuss für seine

Entscheidungen überhaupt hinreichend

demokratisch legitimiert“ sei.

Mitglieder der AG MedReha

Die Mitglieder der AG MedReha vertreten

die Interessen von rund 800 Rehabilitations-Einrichtungen

mit mehr als 80.000

Betten/Behandlungsplätzen.

• Bundesverband Deutscher Privatkliniken

e.V., Berlin (BDPK)

• Bundesverband Geriatrie e.V., Berlin

(BV Geriatrie)

• Bundesverband für stationäre

Suchtkrankenhilfe e.V., Kassel

(buss)

• Deutsche Gesellschaft für Medizinische

Rehabilitation e.V., Berlin

(DEGEMED)

• Fachverband Sucht e.V., Bonn (FVS)

Download Stellungnahme

Die Stellungnahme der AG MedReha

finden Sie unter www.agmedreha.de

und auf der Homepage der DEGEMED

unter „Aktuelles“.

Aufstockung der finanziellen Mittel geplant

Prävention: Bauchtanz oder Sozialmedizin?

Der Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung

der Gesundheitsförderung und der Prävention,

den das Bundesministerium für Gesundheit

(BMG) Anfang November vor-

gelegt hat, sieht eine deutliche Aufstockung

der finanziellen Mittel für Präventionsleistungen

vor. Die Krankenkassen sollen ihre

Aufwendungen dafür von derzeit etwa 250

Mio. Euro auf etwa 500 Mio. Euro ab dem

Jahr 2016 verdoppeln.

Nationale Präventionsstrategie

Künftig soll eine Nationale Präventionskonferenz

eine Präventionsstrategie festlegen.

Aufgewertet wird die Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Sie

erhält aus den Töpfen der Krankenkassen

35 Mio. Euro pro Jahr

für Maßnahmen in Kitas und

Schulen.

Prävention und Reha

vor Pflege

Der Entwurf sieht weiter vor, dass

Pflegekassen künftig möglichst

frühzeitig alle geeigneten Maßnahmen

der Prävention, Krankenbehandlung und

Rehabilitation einleiten. Diese Regelung soll

Prävention und Reha vor Pflege stärker als

bisher in den Vordergrund rücken.

Prävention mit den Mitteln der Reha

Die DEGEMED fordert, die Reha-Einrichtungen

stärker zu beteiligen. DEGEMED-

Vorstandsvorsitzender Prof. Bernd Petri:

„Wir haben in Deutschland eine einzigartige

Infrastruktur an hoch spezialisierten

Einrichtungen. Prävention mit den Mitteln

der Rehabilitation ist dort schon lange erprobt

und kostengünstig. Sie funktioniert

betriebs- und wohnortnah und nutzt die

etablierte Infrastruktur.“ Das neue Präventionsgesetz

sei unvollständig, kritisierte

Petri. „Es ist völlig unklar, wofür die Krankenkassen

ab 2016 500 Mio. Euro jährlich

ausgeben sollen.“

Pressemitteilung

Eine Pressemitteilung der DEGEMED

zu diesem Thema finden Sie unter

www.degemed.de

news Nr. 50Dezember 2014

5


Reha-Kampagne

Kreativer Weckruf für die Politik

Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft

(BWKG) hat am 24. Oktober

ihre landesweite Kampagne „Umsonst

ist keine Reha“ gestartet. „Die BWKG-

Reha-Kampagne ist ein Weckruf für die

Politik“, machte der Vorstandsvorsitzende

der BWKG, Thomas Reumann, beim

Kampagnen-Auftakt in Stuttgart klar. Die

BWKG richtet drei zentrale Forderungen an

die Politik: ein einfaches und schnelles Zugangsverfahren

für die Reha, das Aufheben

der Budgetierung der Reha-Ausgaben und

eine gesetzlich festgelegte, gerechte Vergütung

von Reha-Leistungen. Im Mittelpunkt

der Kampagne stehen die Patientinnen und

Patienten. Auf Postern, Postkarten und im

Internet unter www.umsonst-ist-keinereha.de

erzählen sie ihre ganz persönliche

Geschichte und machen sich für die Reha

stark. In Aktionen wie Diskussionsrunden,

Pressegesprächen oder Tagen der offenen

Tür sollen die Reha-Kliniken bis zum Frühjahr

2015 die Kampagne mit Leben füllen.

DEGEMED begrüßt Kampagne

„Die BWKG greift mit ihrer Initiative vieles

auf, was wir auch mit unserer Kampagne

‚Meine Reha – Mein Leben.‘ seit dem

Frühjahr bundesweit vertreten“, freut sich

DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall.

Die neue Kampagne setze wichtige

Impulse. Denn die Reha-Branche werde nur

ernst genommen, wenn sie ihre Interessen

lautstark artikuliere und auf allen Ebenen in

die Öffentlichkeit trage. „Wir hoffen daher,

dass viele Kliniken in Baden-Württemberg

sich auch für diese neue Kampagne engagieren“,

so Lawall.

Infos zur Kampagne

Weitere Infos erhalten Sie unter

www.umsonst-ist-keine-reha.de

Auf Postern, Postkarten und im Internet

unter www.umsonst-ist-keine-reha.de

erzählen die Patienten ihre ganz persönliche

Geschichte.

Patienten und die

Mitarbeiter erhalten

Postkarten, mit denen

sie die Forderungen

der Reha unterstützen können. Zum Abschluss

der Kampagne im Frühjahr 2015

werden die gesammelten Postkarten und

Unterschriften an die Politik übergeben.

BAGFW sieht Handlungsbedarf und fordert Abbau der Zugangsbarrieren

Freie Wohlfahrtspflege: Reha zu Unrecht das ungeliebte Kind

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der

Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) sieht

deutliche Defizite im Zugang zu Reha-

Leistungen und fordert in ihrem aktuellen

Positionspapier, Rehabilitationschancen

vor allem für die Bevölkerungsgruppen zu

eröffnen, die bislang kaum dazu Zugang

hatten.

Rehabilitationspolitische Strategie

erforderlich

Die BAGFW fordert daher eine reha-politische

Strategie. Die müsse neben stationärer

und ambulanter Reha auch flexible

Konzepte berücksichtigen. Die BAGFW

sieht hier vor allem Gestaltungsspielraum

für die Selbstverwaltung. Die BAGFW

versteht ihr Positionspapier vor allem als

Was ist eigentlich …? Die BAGFW

Diskussionsbeitrag zur Reform des Reha-

Systems. Deren Ziel bestehe darin, die Lebensqualität

des Einzelnen zu verbessern

und allen Menschen Teilhabe am sozialen

Leben zu ermöglichen.

Rehabilitation unverzichtbarer

Bestandteil

Die Träger der freien Wohlfahrtspflege bekennen

sich zur medizinischen Reha. Deren

Leistungen seien nachgewiesenermaßen

wirksam. Die bevorstehende Entwicklung

des Krankheitsgeschehens mache die Rehabilitation

zu einem unverzichtbaren Bestandteil

einer hochwertigen Versorgung.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der

Freien Wohlfahrtspflege ist die gemeinsame

Stimme der sechs Spitzenverbände

der Freien Wohlfahrtspflege in

Deutschland.

• Arbeiterwohlfahrt

• Deutscher Caritasverband

• Deutsches Rotes Kreuz

• Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

• Diakonie Deutschland – Evangelischer

Bundesverband

• Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in

Deutschland

www.bagfw.de

6

news Nr. 50Dezember 2014


Kampagne

Bedarfsgerechte Finanzierung auch für

Physiotherapeuten?

Interview mit Andrea Rädlein,

stellvertretende Vorsitzende

des Deutschen Verbandes für

Physiotherapie

Die Physiotherapeuten spielen in der

medizinischen Reha eine wichtige Rolle.

Physio-Deutschland, der Deutsche Verband

für Physiotherapie, vertritt aber auch

niedergelassene Kollegen sowie Angestellte

in Krankenhäusern. Was ist die Forderung

des Verbandes beim für alle so wichtigen

Finanzierungsthema? Die stellvertretende

Vorsitzende Andrea Rädlein klärt auf.

DEGEMED news: Frau Rädlein, für wen

fordert Physio-Deutschland 38,7 % mehr?

Andrea Rädlein: Unsere Kampagne „38,7 %

mehr wert.“ weist auf eine heute bestehende

Gerechtigkeitslücke in der Vergütung

von physiotherapeutischen Leistungen hin.

Wir brauchen mehr Geld für die Heilmittelversorgung.

38,7 % ist das Ergebnis einer

betriebswirtschaftlichen Analyse ambulant

tätiger Physiotherapeuten. Grundlage der

Berechnung ist eine Analyse unseres bayerischen

Landesverbandes, diese Zahlen decken

sich mit den Ergebnissen aus anderen

Umfragen wie beispielsweise des im August

2014 veröffentlichten Einkommensrankings

des Fokus.

DEGEMED news: Wie beurteilen Sie die Situation

der angestellten Physiotherapeuten

in Reha-Kliniken?

Andrea Rädlein: In der Reha sollen Patientinnen

und Patienten Funktionen wieder

erlernen, die ihnen beispielsweise die Eingliederung

in den Beruf oder ein selbstständiges

Leben ermöglichen. Wir wissen, dass

auch Rehaeinrichtungen mit viel zu knappen

finanziellen Mitteln haushalten müssen.

Die Folgen sehen wir schon heute: Auch

im Reha-Bereich bleiben immer häufiger offene

Stellen unbesetzt. Die finanziellen Rahmenbedingungen

für Physiotherapeuten

sind auch dort unattraktiv.

DEGEMED news: Was fordern Sie für Ihre

Kollegen in der Reha?

Andrea Rädlein: Das Potenzial der Rehabilitation

ist in Deutschland längst noch

nicht voll ausgeschöpft. Es muss aber der

politische Wille vorhanden sein, diesen Versorgungszweig

auch finanziell zu stärken.

DEGEMED news:

In jüngster Zeit legen

Spartengewerkschaften

wie die GDL ganze

Betriebe lahm, obwohl

sie nur einen Teil der Beschäftigten

vertreten. Ist

mit so etwas auch in der

Reha zu rechnen, wenn

etwa Ihr Berufsverband

sich nach dem Vorbild

des Marburger Bundes

auch in Arbeitskämpfen

engagiert?

Andrea Rädlein: Wir

sind keine Gewerkschaft.

Ein Streik wäre

immer mit erheblichen

Kosten für unsere Mitglieder

und Sympathisanten

verbunden,

denn der Verdienstausfall

wäre von denjenigen

selbst zu tragen. Bei der

ohnehin angespannten

Vergütungssituation ist

das aus unserer Sicht

keine Option. Wir versuchen,

unsere Maßnahmen

für eine bessere Vergütung so zu

organisieren, dass diese für alle Sympathisanten

leicht unterstützbar sind. Unser

Beteiligungsportal unter www.physiotherapie-ist-mehr-wert.de

ermöglicht allen Physiotherapeutinnen

und Physiotherapeuten,

aber auch allen anderen Sympathisanten

der Physiotherapie, eine einfache Beteiligung

an unserer Kampagne. Die Abstimmung

für unsere Forderung nach 38,7 %

mehr Vergütung für physiotherapeutische

Leistungen läuft noch den ganzen Januar

2015. Wer nicht so onlineaffin ist, kann die

Unterschriftenlisten auf dem Portal nutzen.

Dort stellen wir auch umfangreiche Kampagnenmaterialien

zur Verfügung – inklusive

einer Patienteninformation. Nach Beendigung

der Abstimmung am 2. Februar 2015

werden wir die Stimmen medienwirksam

in Berlin an die Politik übergeben. Damit

beginnt die politische Phase unserer Kampagne.

Wir werden auf Landes- und Bundesebene

Aktionen starten und mit den

Verantwortlichen in der Politik sprechen.

Es muss sich etwas ändern, sonst ist die

flächendeckende wohnortnahe physiotherapeutische

Versorgung akut gefährdet.

Das kann niemand wirklich wollen!

V.i.S.d.P.: Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V., Ute Mattfeld (Vorsitzende), Postfach 21 02 80, 50528 Köln; Foto: Kai Jabs – plainpicture

38,7 %

mehr wert.

PHYSIO-DEUTSCHLAND setzt sich für eine

bessere Vergütung physiotherapeutischer

Leistungen ein. Gib uns deine Stimme!

Zur Person

www.physiotherapie-ist-mehr-wert.de

• Andrea Rädlein

• geboren 1963 in Düsseldorf

• ausgebildete Krankengymnastin

• seit 2005 Geschäftsführerin der

Regionalen Therapie-Zentrum

GmbH, Wuppertal

• seit 2007 Stellvertretende Vorsitzende

im Deutschen Verband für Physiotherapie

(ZVK)

news Nr. 50Dezember 2014

7


Sachverständigenrat: Reha braucht Reformen

„Gesundheitsweise“ monieren Intransparenz

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung

der Entwicklung im Gesundheitswesen

diagnostiziert in seinem aktuellen

Gutachten für das Jahr 2014 steigenden

Bedarf an medizinischen Reha-Leistungen.

Er beklagt aber auch Intransparenz und eine

verfehlte Finanzierung. Der Rehabilitationsmarkt

ist dem Gutachten zufolge von steigenden

Fallzahlen und einer zunehmenden

Leistungsverdichtung in den Einrichtungen

geprägt. Dem steht aber nur ein moderater

Anstieg der Vergütung gegenüber.

Finanzierung der Reha

Insbesondere die Anpassung des Reha-

Budgets der DRV durch die Demografiekomponente

sei unzureichend. Der tatsächliche

Versorgungsbedarf müsse berücksichtigt

werden. Der Sachverständigenrat

schlägt daher vor, das Reha-Budget zusätzlich

mit einer Morbiditätskomponente

anzupassen. Dadurch könnten die Veränderungen

im Krankheitsspektrum besser

aufgefangen werden. Außerdem seien ein

weiterer Ausbau der ambulanten Rehabilitation

sowie die Hebung von Effizienzreserven

ein Weg, mit den jetzigen finanziellen

Ressourcen die Versorgungssicherheit zu

gewährleisten.

Vergütungsanstieg zu gering

Der Sachverständigenrat beklagt außerdem

eine zu geringe Vergütungssteigerung.

Leistungserbringer trügen das Risiko der

Fallschwere, gleichzeitig bliebe die Entwicklung

der Vergütung aber hinter dem

allgemeinen Preisanstieg zurück. Trotz

wachsender Insolvenzgefahr komme es

aber noch nicht zur Marktbereinigung auf

der Anbieterseite.

Übergabe des Gutachtens durch den

Sachverständigenrat im Juni in Berlin: (v.

l.) Prof. Dr. rer. pol. Eberhard Wille, Prof.

Dr. phil. Doris Schaeffer, Prof. Dr. med.

Marion Haubitz, Prof. Dr. med. Petra A.

Thürmann, Bundesgesundheitsminister

Hermann Gröhe, Prof. Dr. med. Ferdinand

M. Gerlach, Prof. Dr. Wolfgang Greiner,

Prof. Dr. Gregor Thüsing LL.M. (Harvard)

Kein Geld für die Reha? Der SVR kritisiert

zu geringe Vergütungssteigerungen.

Der Reha-Experte

im Gutachterkreis

Der Gesundheitsökonom Prof. Dr.

Wolfgang Greiner ist der Reha-Experte

im Gutachterkreis. Seit zehn Jahren hat

er den Lehrstuhl für „Gesundheitsökonomie

und Gesundheitsmanagement“

an der Universität Bielefeld inne. Die

wissenschaftlichen Schwerpunkte Prof.

Greiners liegen im Bereich der Evaluation

von Gesundheitsleistungen, der

Lebensqualitätsforschung, des Health

Technology Assessments sowie des Disease

Managements. Im Sommer 2010

wurde er als Experte für Gesundheitswirtschaft

in den Sachverständigenrat

berufen.

Wer ist eigentlich …?

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der

Entwicklung im Gesundheitswesen

Download Gutachten

Das Gutachten können Sie auf

www.svr-gesundheit.de downloaden.

Der aus sieben Wissenschaftlern interdisziplinär

zusammengesetzte Sachverständigenrat

wurde 1985 erstmals berufen,

um Entwicklungsprozesse in der Gesundheitsversorgung

unter medizinischen und

ökonomischen Gesichtspunkten zu analysieren

und Möglichkeiten zu erarbeiten

zur gezielten Weiterentwicklung des Gesundheitswesens

und seiner Finanzierung.

Dazu erstellt der Rat, vom Bundesgesundheitsminister

jeweils für vier Jahre

berufen, zumeist im Abstand von zwei

Jahren umfangreiche Gutachten. Einen

besonderen Stellenwert nimmt das 2001

veröffentlichte Gutachten zur „Über-, Unter-

und Fehlversorgung“ ein. Das aktuelle

Gutachten vom Juni 2014 knüpft an diese

Expertise an. Die Geschäftsstelle des

Sachverständigenrates ist beim Bundesministerium

für Gesundheit angesiedelt

am Standort Bonn.

Zur Person

• Prof. Dr. Wolfgang Greiner

• 49 Jahre

• Lehrstuhl für „Gesundheitsökonomie

und Gesundheitsmanagement“ an der

Universität Bielefeld

8

news Nr. 50Dezember 2014


Reha und Forschung

Zum Schmerzkongress nach Buenos Aires

„Es war eine lange, aber sehr erfolgreiche

Reise“, schwärmt Dr. Thomas Kunze, Chefarzt

der Orthopädie der Klinik Dahlener

Heide der RHM Klinikgruppe, „24.000 Kilometer

und 35 Stunden Flug – von Dahlen-

Schmannewitz in Sachsen nach Buenos

Aires hin und zurück.“ Zusammen mit seiner

Mitarbeiterin, der Diplom-Psychologin

Vilma Henschke, reiste der Reha-Mediziner

Anfang Oktober für eine Woche zum Welt-

Schmerzkongress nach Argentinien, um dort

sein Konzept der Verhaltensmedizinischen

Orthopädie (VMO) vorzustellen. Eingeladen

dazu hatte die beiden Schmerztherapeuten

die International Association for the Study

of Pain (IASP) mit Sitz in Washington.

Dem Schmerz auf der Spur

Dr. Thomas Kunze und Vilma Henschke

hatten in ihrem Gepäck das Konzept der

Verhaltensmedizinischen Orthopädie (VMO)

der Klinik Dahlener Heide. Die Idee vereint

einen ganzheitlichen Behandlungsansatz

für orthopädische Erkrankungen mit begleitenden

psychischen Beeinträchtigungen –

zum Beispiel chronische Rückenschmerzen

durch Stress am Arbeitsplatz. Von 2009 bis

2012 wurden an der Klinik psychische Parameter

und sozialmedizinische Daten der

Patienten gesammelt und für den Kongress

statistisch ausgewertet. Das Ergebnis überzeugt:

Auch ein Jahr nach der Rehabilitation

lässt sich der positive Effekt bei den VMO-

Rehabilitanden nachweisen. Insgesamt fünf

Dr. med. Thomas Kunze und Diplom-Psychologin Vilma Henschke von der Klinik

Dahlener Heide der RHM Klinikgruppe beim Welt-Schmerzkongress in Argentinien

IASP

Infos zur „International Association

for the Study of Pain“ gibt es unter:

www.iasp-pain.org.

Jahre arbeitet man in der Klinik Dahlener

Heide schon mit dem Konzept und wird dabei

auch von der DRV Mitteldeutschland

belegt. 2016 treffen sich die Schmerzforscher

der Welt wieder – diesmal in Yokohama.

Auch da hoffen Dr. Thomas Kunze und

Vilma Henschke mit neuen Ergebnissen aus

der Klinik Dahlener Heide wieder dabei zu

sein.

Impression vom IASP-Kongress

in Buenos Aires

EU-Kommission im Amt

Kommissar für „Gesundheitsunion“

Der ehemalige litauische Gesundheitsminister

Vytenis Andriukaitis ist neuer EU-

Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Der 63-jährige Arzt und

Politiker hat als Nachfolger von Tonio Borg

zusammen mit der „Kommission Junker“

am 1. November 2014 die Arbeit aufgenommen.

Bereits im Vorfeld hatte Andriukaitis

die Ziele seiner Gesundheitspolitik beim

European Health Forum in Bad Hofgastein

umrissen. Er wünsche sich eine „Europäische

Gesundheitsunion“, so Andriukaitis

beim Forum. Die Zeit sei gekommen, um

das Thema Gesundheit in Europa voranzutreiben.

Andriukaitis will unter anderem die

Preise für Arzneimittel in der Europäischen

Union senken und die Behandlungszeiten

verkürzen. Dabei ist die Gesundheitspolitik

bisher eine nationale Aufgabe und lässt auf

europäischer Ebene kaum Handlungsmöglichkeiten

zu.

Zusammenarbeit der Länder gewünscht

Andriukaitis setzt zunächst darauf, eine

einheitliche europäische Datenbasis zu

schaffen, um die Gesundheitspolitiken der

einzelnen EU-Länder besser vergleichen zu

können. Dann, so der Gesundheitskommissar,

könne die EU auch dabei helfen, die

Verteilung von Ärzten und Pflegekräften zu

regeln, sowohl in Bezug auf die Regionen

Europas als auch mit Blick auf das Gefälle

zwischen Stadt und Land. Dazu müssten

die Länder allerdings stärker zusammenarbeiten.

Als Kommissar will Andriukaitis

deshalb von seinem Recht Gebrauch machen,

die nationalen Regierungen in diesen

Fragen zur Rechenschaft zu ziehen.

Europäische Kommission

Weitere Infos gibt es unter:

ec.europa.eu/index_de.htm

Zur Person

• Vytenis Povilas Andriukaitis

• geb. 9. August 1951 in Kiusiur, Jakutien

• Studium der Chirurgie und Geschichte

• 1976 bis 1984 Chirurg am Krankenhaus

• 1980 Militärchirurgie in Riga

• 1990–2014 Mitglied des Seimas

• 2012–2014 Gesundheitsminister

Litauens

news Nr. 50Dezember 2014

9


Gute Noten für die Reha

von Holger Adolph

Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) hat

Ende 2013 eine Online-Befragung unter Sozialarbeitern und Sozialpädagogen*

durchgeführt. Im Vergleich zwischen Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken

schnitt die Reha gut ab.

Insgesamt ist die Zufriedenheit in Rehabilitationskliniken

hoch: Arbeitsspektrum,

Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kooperation

mit anderen Berufsgruppen, die

Wertschätzung der Arbeit und die Entscheidungsspielräume

werden überwiegend als

„gut“ oder „sehr gut“ bewertet. So geben

73 Prozent der Sozialarbeiter in Rehakliniken

an, dass sie die Wertschätzung ihrer

Arbeit durch andere als „sehr gut“ oder

„gut“ wahrnehmen. In Akutkrankenhäusern

liegt der Wert nur bei 62 Prozent. Bei der

Einschätzung der Fortbildungs- und Supervisionsmöglichkeiten

ist die Bewertung

allerdings zurückhaltender: Sie bezeichnen

nur noch 42 Prozent bzw. 13 Prozent als

„gut“ oder „sehr gut“. Deutliche Unterschiede

zwischen dem Reha- und dem

Akutbereich treten auch bei der Bewertung

der Fallzahlen auf: In den Rehabilitationskliniken

ist die Zahl derjenigen, die die Bewältigbarkeit

der Fallzahlen positiv bzw. negativ

bewerten, etwa gleich groß (54 Prozent zu

46 Prozent). Im Akutbereich sagen dagegen

68 Prozent, dass die Arbeitsmenge/

Fallzahlen nur ausreichend oder schlecht

zu bewältigen sei.

Entlassungsmanagement in der

Rehablitation

Die DVSG hat wiederholt kritisiert, dass

in der politischen Diskussion dem Entlassungsmanagement

in der Rehabilitation

wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die

Befragung zeigt, dass die Soziale Arbeit hier

ein breites Spektrum an Beratungs- und

Unterstützungsleistungen erbringt. Dabei

gibt es zwischen Reha- und Akutklinik abweichende

Aufgabenprofile (siehe Grafik

unten). In der Rehabilitation hat die Beratung

zu beruflichen Problemen, zur Wiedereingliederung

in das Erwerbsleben und zu

finanziellen Belastungen eine zentrale Bedeutung.

In den Akutkliniken kommen auch

die Erschließung von Sozialleistungen und

die Unterstützung bei der Durchsetzung

von Patientenrechten hinzu. Aufgrund des

hohen Anteils älterer Rehabilitanden spielt

die Organisation des Übergangs in die ambulante/teilstationäre

Pflege ebenfalls eine

große Rolle im Rehabereich. Die Nummer

eins der Aufgaben der Sozialen Arbeit in

Entlassungsmanagement bei Akut- und Rehakliniken

Hilfestellung bei Anträgen auf Leistungsbewährung (alle SGB)

Beratung bei beruflichen Problemen

Hilfe zur Durchsetzung von Leistungsansprüchen/Patientenrechten

Hilfestellung bei Wiedereingliederung am Arbeitsplatz

Beratung bei finanziellen Problemen

Organisation des Übergangs in die berufliche Rehabilitation

Organisation des Übergangs in die ambulante/teilstationäre Pflege

Beratung bei Problemen der Krankheitsbewältigung

Beratung bei Problemen in der Familie oder im sozialen Netzwerk

Aufgaben der strukturellen/konzeptionellen Entwicklung

Organisation des Übergangs in die stationäre Pflege

Organisation von Leistungen der Eingliederungshilfe

Anregung einer gesetzlichen Betreuung

Organisation des Übergangs in die med. Rehabilitation/AHB

Holger Adolph, Leiter der Geschäftsstelle

der DVSG in Berlin

02 04 06 08 0 100

Rehaklinik Akutklinik

Leistungen der Sozialen Arbeit im Zusammenhang mit der Entlassung, „sehr häufig“

und „häufig“; Nennungen auf fünfstelliger Skala, Angaben in Prozent

Wer ist eigentlich …?

Die DVSG

Die Deutsche Vereinigung für Soziale

Arbeit im Gesundheitswesen e.V.

(DVSG) wurde 1926 gegründet und

verfolgt als Fachverband das Ziel der

Stärkung und Weiterentwicklung der

Sozialen Arbeit in den verschiedenen

Arbeitsfeldern des Gesundheitswesens.

Die DVSG vertritt Fachkräfte

der Sozialen Arbeit aus der Krankenhausversorgung,

dem Rehabilitationsbereich,

der ambulanten Beratung,

der Langzeitpflege, dem ÖGD und

dem Präventionsbereich. Sie organisiert

den fachlichen Austausch, bietet

Fortbildungen und Tagungen an, ist

Herausgeber zweier Fachzeitschriften,

vertritt die Soziale Arbeit in Fachgremien

und kommentiert die gesundheitsbezogene

Gesetzgebung.

den Akutkliniken ist dagegen die Beratung

zum und Organisation des Übergangs aus

dem Akutbereich in die medizinische Rehabilitation/AHB.

(* Wegen der besseren Lesbarkeit wurde die

Schreibung vereinheitlicht. Es sind selbstverständlich

immer die weibliche und männliche

Berufsbezeichnung gemeint.)

Die Stichprobe – wer war dabei?

418 Personen nahmen an der Befragung

teil. Etwa die Hälfte (208 Personen)

ist im Sozialdienst eines Krankenhauses

tätig. 27 Prozent arbeiten

in einer Rehabilitationsklinik (108

Personen). Die weiteren Befragten

(102 Personen) sind in anderen Arbeitsfeldern

des Gesundheitswesens

tätig. 80 Prozent der Befragten sind

weiblich und 20 Prozent männlich,

31 Prozent waren 20 Jahre und länger

im Arbeitsfeld Gesundheitswesen

tätig, weitere 32 Prozent zwischen 10

und 19 Jahren: Sie verfügen also über

große Erfahrung in ihrem Beruf.

Ergebnisse im Detail

Informationen zur DVSG und weitere

Ergebnisse der Sozialarbeiterbefragung

2013 (Aktuelles) finden Sie auf

der Website der DVSG: www.dvsg.org

10

news Nr. 50Dezember 2014


Teilnehmer der DEGEMED-Sommerakademie schildern ihre

Perspektiven für die Reha der Zukunft.

Der Autor

• Elmar Lutz

• 40 Jahre

• Diplom-Betriebswirt (BA )

• Leiter Patientenmanagement

RehaZentren Baden-Württemberg

gGmbH

junge reha

Systemrelevante Rehabilitation?

von Elmar Lutz

Mit Beginn der Finanzkrise und der Überlegung,

ob und wie dem Bankensektor geholfen

werden kann, lernte man durch die

Medien Begriffe wie „too big to fail“ und

„systemrelevant“ kennen. Dabei wird geprüft,

ob eine in Schieflage geratene Bank

Beziehungen zu anderen wichtigen Akteuren

auf dem Kapitalmarkt hat und ihr Absturz

sich auf diese negativ auswirken könnte. Als

Ergebnis wurden und werden Banken, die

nach jahrzehntelanger Misswirtschaft und

hemmungsloser Spekulationswut vor dem

Bankrott stehen, mit Milliarden Steuergeldern

refinanziert, weil unsere Regierung sie

als systemrelevant einstuft.

Wirtschaftlich gefährdet

2013 wurden laut Statistischem Bundesamt

bundesweit 49.455.000 Pflegetage

für 1.953.636 Reha-Fälle in 1.187 Reha-

Kliniken erbracht. Seit 1996 werden es

jährlich weniger Kliniken. Regelmäßig kann

man in den Medien bestenfalls vom (wiederholten)

Verkauf einer Klinik, schlechterdings

von deren Schließung lesen. Und das,

obwohl wir uns in einem Wachstumsmarkt

befinden. Schon der Reha-Rating-Report

2009 sieht 30 Prozent mehr Reha-Kliniken

wirtschaftlich gefährdet als Akuthäuser.

Derselbe Report prognostiziert bis 2020

eine Steigerung von Reha-Fällen um 10,6

Prozent aufgrund des demografischen

Wandels, aber auch bedingt durch die Einführung

der DRG im Akutbereich.

Dringender Handlungsbedarf

Trotz Wachstums eine Reduzierung des

Angebots? Ich sehe dringenden Handlungsbedarf

für unsere Regierung, damit

Reha-Kliniken wieder tun können, wozu sie

da sind: jedem Betroffenen mit neuestem

Wissen und bester technischer Ausstattung

die Teilhabe am Leben ermöglichen. Oder

sind wir nicht systemrelevant?

junge reha

Zwischen Kooperation und Konkurrenz

von Dr. Michael Stegbauer

Um unter schwierigen Rahmenbedingungen

Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit

zu erreichen, sind in den

letzten Jahren strategische Allianzen von

Reha-Einrichtungen untereinander, jedoch

auch mit Akutkliniken und anderen Partnern

entstanden. Die durch eine Vernetzung zu

erzielenden Synergieeffekte können zu einer

Effizienzsteigerung und Stabilisierung

von Reha-Einrichtungen führen.

Verbund der Wettbewerber

Der Zusammenschluss zu einem Verbund

ist jedoch keine Erfolgsgarantie per se. Der

Reha-Bereich befindet sich in einer ausgeprägten

Wettbewerbssituation. Damit aus

Wettbewerbern ein Verbund wird, in dem

auch sensible Kennzahlen ausgetauscht

werden, sind Anstrengungen zur Vertrauensbildung

erforderlich. Einrichtungen, die

traditionell als Einzelorganisation aufgestellt

sind, bedürfen einer Neuausrichtung, um

auf eine Leistungserbringung in Kooperation

vorbereitet zu sein. Die erforderliche

Evaluation der durch die Netzwerkpartner

erbrachten Leistungen dient nicht nur der

Erfolgsbeurteilung des Verbundes, sondern

begründet ebenso ein Ranking der Mitglieder

nach ihrem Beitrag zur Effektivität. Auch

in einem Kooperationsverbund verbleiben

Reha-Unternehmen somit im Spannungsfeld

zwischen Kooperation und Konkurrenz.

Eine klare Wettbewerbssituation besteht

ohnehin durch den „Netzwerkwettbewerb“

der Verbünde untereinander. Umso essenzieller

ist es, dass die DEGEMED durch

Veranstaltungen wie der Sommerakademie

quasi „konkurrenzlose“ Foren und Seminare

zu intensiver Diskussion und offenem Erfahrungsaustausch

in der Reha anbietet.

Kasten

Der Autor

• Dr. Michael Stegbauer

• 53 Jahre

• Facharzt für Arbeitsmedizin, Facharzt

für Allgemeinmedizin, Ärztliches

Qualitätsmanagement

• Oberarzt in der BG Klinik für Berufskrankheiten

Bad Reichenhall

news Nr. 50Dezember 2014

11


junge reha

Reha zum „Wohlfühlen“ lohnt sich

Die Autorin

In der Park-Klinik in Bad Dürkheim zählt Freundlichkeit als kostenloser Wohlfühlfaktor.

von Sabine Lachnitt

Haben Sie schon einmal Patienten, die

aus der Reha entlassen werden, ganz persönlich

nach ihrer Meinung gefragt? „Das

Essen war gut, das Zimmer war schön, die

Mitarbeiter freundlich“ – diese Dinge sind

den Patienten wichtig, wenn sie nach einer

oft längeren Krankheitsphase und Rehabilitation

wieder zurück in das normale

Leben gehen. Wenn wir von unseren Patienten

nach diesen „Wohlfühlfaktoren“ beurteilt

werden, dann müssen wir dafür auch

mehr tun.

Medizinische Qualität plus Komfort

In der Park-Klinik der RHM Klinikgruppe

in Bad Dürkheim haben wir damit schon

angefangen und uns neben einer hohen

medizinisch-therapeutischen Qualität für

eine klare Ausrichtung auf mehr Komfort

entschieden: Das fängt bei der wohnlichen

Ausstattung der Zimmer auf Hotel-Niveau

an, reicht über die Verpflegung mit Frühstücksbüfett

und mehreren Mittagsmenüs

zur Auswahl bis zur schön gestalteten Cafeteria

mit Außenterrasse. Zusätzlich legen wir

sehr großen Wert darauf, dass alle Beschäftigten

vom Chefarzt bis zum Zimmerservice

sich so zuvorkommend verhalten, dass sich

alle Patienten verstanden und gut aufgehoben

fühlen. Der Wohlfühl-Effekt, der so

entsteht, ist keinesfalls nur ein nettes „Addon“,

sondern ein echter Wettbewerbsvorteil.

Denn Freundlichkeit, komfortable Zimmer

und gutes Essen versteht jeder Mensch

• Sabine Lachnitt

• 46 Jahre

• Verwaltungsdirektorin der Park-

Klinik, der Rhein-Klinik, der Kurpfalz-

Klinik und des Therapiezentrums

Reha-Med der RHM Klinikgruppe in

Bad Dürkheim

sofort. Diese gastliche Botschaft tragen die

Patienten in ihren eigenen Worten in Familie

und Bekanntenkreis, in Selbsthilfegruppen

und auf Bewertungsportale. Das Echo sind

authentische Empfehlungen von Patient zu

Patient, die unser Image fördern und für eine

gute Belegung sorgen. Meine Reha der

Zukunft ist deshalb ganzheitlich neben der

medizinisch-therapeutischen Qualität auch

auf das Wohlfühl-Bedürfnis ausgerichtet.

So kann man wieder gesund werden – und

Hand aufs Herz: Möchten Sie nicht auch so

„behandelt“ werden?

Diskussionsforum www.reha-recht.de

Neues aus dem Rehabilitations- und Teilhaberecht

www.reha-recht.de

Diskutieren Sie mit unter

www.reha-recht.de

In Forum A thematisiert Dr. Thomas Motz in

seinem zweiteiligen Beitrag das Kostenerstattungsverfahren

nach § 13 Abs. 3a SGB

V (Beiträge A 25 und 26-2014). In einem

weiteren Beitrag setzt sich Daniel Hlava

mit der Frage auseinander, wer die Kosten

eines Gebärdensprachendolmetschers, die

während eines Krankenhausaufenthalts anfallen,

trägt (Beiträge A 23 und 24-2014).

Auch aktuelle Tagungen des Rechts der

Rehabilitation und Teilhabe wurden vom

Forum dokumentiert, so berichten Katharina

Marchi und Sarah Viehmeier in Forum

C vom sozialmedizinischen Symposium

„Reha für Migranten. Eine Herausforderung

für die medizinische Rehabilitation“

(Beitrag C 16-2014), Diana Ramm und

Maren Giese geben in ihrem gemeinsamen

Tagungsbericht einen Überblick über den

REHA-Rechtstag 2014 (Beitrag D 24-2014).

News in der Infothek

In der Infothek finden sich Themenseiten

zum Bundesteilhabegesetz und neu auch

zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung

der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dazu wurden Dokumente,

Stellungnahmen und Informationen

zu aktuellen Entwicklungen gebündelt. So

kann u. a. der im Oktober veröffentlichte

Bericht zur Evaluation des Behindertengleichstellungsgesetzes

(BGG) abgerufen

werden. Das Diskussionsforum begleitet

den aktuellen Reformprozess des SGB IX

in Diskussionsbeiträgen und mit Hintergrundinformationen.

Weiter finden sich in

der Infothek Neuigkeiten zur Umsetzung

der UN-Behindertenrechtskonvention in

Deutschland: Deutschland hat inzwischen

die sogenannte „List of Issues“ beantwortet

und damit offene Fragen für die erste

Staatenprüfung Deutschlands 2015 durch

den UN-Fachausschuss für die Rechte von

Menschen mit Behinderungen geklärt.

12

news Nr. 50Dezember 2014


Neue Website

Informationsportal zur Kinder- und Jugendreha gestartet

Mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche

nutzen jährlich die Chance einer stationären

Rehabilitation, profitieren davon im Alltag

und im Umgang mit ihrer Erkrankung und

verbessern nachhaltig ihre Lebensqualität.

Doch längst nicht alle Eltern chronisch

kranker Kinder kennen die

Möglichkeiten, die eine

Rehabilitation

ihrem Kind bietet.

Weitere Informationen

erhalten Sie unter

www.kinder-undjugendreha-im-netz.de.

Insbesondere für

diese Eltern, aber

auch für Ärzte

und Interessierte

hat die Deutsche

Gesellschaft

für Pädiatrische

Rehabilitation und

Prävention (DGPRP) die

neue Website www.kinder-undjugendreha-im-netz.de

herausgegeben.

„Wir möchten mit diesem Internetangebot

aufklären, welche Chancen ein mehrwöchiger

Aufenthalt in einer Reha-Klinik für

Kinder und Jugendliche mit z. B. Asthma,

Allergien, ADHS, häufigen Kopfschmerzen,

Übergewicht, Schulschwierigkeiten und an-

deren Gesundheits- und Verhaltensproblemen

bieten kann“, erklärt Alwin Baumann,

Sprecher der DGPRP.

Hilfe bei der

Antragstellung

Unter www.kinder-und-jugend-reha-im-netz.de

erfahren

Besucher u. a., für wen

eine Reha-Maßnahme geeignet

ist, welche stationären

Reha-Leistungen es gibt und

wie ein Reha-Aufenthalt abläuft.

Eine Übersicht zeigt,

welche Reha-Kliniken auf

Kinder und Jugendliche spezialisiert

sind. Die Seite gibt

außerdem Hilfestellung bei

der Antragsstellung und stellt

übersichtlich alle wichtigen

Formulare zur Verfügung.

Die Deutsche Gesellschaft

für Pädiatrische Rehabilitation

und Prävention vertritt seit

2001 die Belange der Rehabilitation

in der Kinder- und

Jugendmedizin in der Öffentlichkeit,

entwickelt Leitlinien für die medizinische

Rehabilitation ausgewählter Krankheitsbilder

und fördert wissenschaftliche

Projekte in der Kinder- und Jugendreha.

Qualitätsmanagement

Revision ISO 9001 kommt 2015

von Markus Illison, Ressortleiter Gesundheits- und Sozialwesen bei der EQ ZERT

Seit August 2014 liegt der aktuelle Entwurf

(DIS) zur neuen ISO 9001 vor. Die offensichtlichste

Änderung ist die neue Struktur

der Norm. Diese wird der im ISO-Leitfaden

für alle neuen Managementsystem-Normen

festgelegten „High-Level-Structure“ entsprechen,

die zehn definierte Abschnitte

vorsieht.

Die neue Struktur für Managementsystem-Normen

1 Anwendungsbereich

2 Normative Verweisungen

3 Begriffe

4 Kontext der Organisation

5 Führung

6 Planung

7 Unterstützung

8 Betrieb

9 Bewertung der Leistung

10 Verbesserung

Im ISO-Leitfaden wurden neben der Struktur

auch allgemeine bzw. übergreifende An-

forderungen für bestimmte Themen festgelegt.

Dies betrifft z. B. Themen wie Führung,

Planung, Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation,

Dokumentation, interne Audits,

Managementbewertung und Verbesserung.

Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen,

dass kein QM-Handbuch neu gegliedert

und keine QM-Dokumentation neu

strukturiert werden muss.

Geplante inhaltliche Änderungen sowie

Weiterentwicklungen sind u.a.

• gleichwertige Berücksichtigung des

Dienstleistungsbereichs in den Anforderungen

• risikobasierter Ansatz bei Planung, Umsetzung

und Verbesserung der Prozesse

• Stärkung der Rolle der obersten Leitung

• Ermittlung der interessierten Parteien und

deren Anforderungen

Zeitplan zur Veröffentlichung

• Der Schlussentwurf (FDIS) soll im ersten

Quartal 2015 erscheinen.

• Die ISO 9001:2015 soll im September

2015 veröffentlicht werden.

• Als Übergangsfrist zur Anwendung der

neuen ISO 9001 sind drei Jahre vorgesehen.

Was ist eigentlich …?

EQ ZERT

Das Europäische Institut zur Zertifizierung

von Managementsystemen

und Personal EQ ZERT in Ulm ist

eine der führenden Zertifizierungsstellen

für Qualitätsmanagementsysteme

im Gesundheits- und Sozialwesen,

u. a. auch das der DEGEMED.

www.eqzert.de

news Nr. 50Dezember 2014

13


Studie zeigt starke abweichungen

Gesundheitsversorgung – eine Frage der Region

Die jüngst zur Gesundheitsversorgung

veröffentlichten Studien der Organisation

für wirtschaftliche Zusammenarbeit und

Entwicklung (OECD) und der Bertelsmann-

Stiftung zeigen übereinstimmend große regionale

Unterschiede in der Gesundheitsversorgung

sowohl innerhalb Deutschlands

als auch in zwölf weiteren untersuchten Industrienationen,

darunter Kanada, Portugal,

Finnland und England.

Am häufigsten werden

Kinder und Jugendliche

operiert aus:

Bremerhaven: 92,1

Delmenhorst: 94,2

Bad Kreuznach: 107,3

Am seltensten werden

Kinder und Jugendliche

operiert aus:

Sonneberg: 12,9

Coburg: 15,6

Unterallgäu: 16,8

Signifikante Unterschiede

Die Bertelsmann-Stiftung zeigt innerhalb

Deutschlands starke Abweichungen in der

Operationshäufigkeit (siehe Grafik rechts

am Beispiel von Kindern und Jugendlichen),

die zwischen einzelnen Bundesländern das

Zwei- bis Dreifache, innerhalb einzelner

Landkreise sogar das Achtfache vom Bundesdurchschnitt

betragen können. Signifikante

Unterschiede zeigen sich bei allen

neun untersuchten Operationen, zu denen

u. a. Mandelentfernungen, Blinddarmentfernungen,

Kaiserschnittentbindungen und

Herzschrittmacher-Implantationen gehören.

Die Ergebnisse der Bertelsmann-Stiftung

basieren auf Langzeituntersuchungen seit

2007 in 402 Kreisen und kreisfreien Städten

in Deutschland. Das Ausmaß der regionalen

Abweichungen in der Versorgung blieb dabei

über die Jahre fast gleich.

je 10.000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren, 2010 bis 2012

Berechnungen bezogen auf den Wohnort der Patienten, Daten nach Alter und Geschlecht bereinigt.

Genauere Untersuchung geplant

Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Sie

reichen von lücken- oder fehlerhafter Patientenaufklärung

über fehlende Leitlinien

und einem zu großen Spielraum bei der

Indikationsstellung bis hin zu sozio-ökonomischen

Faktoren bei der Patientenversorgung.

OECD und Bertelsmann sprachen

sich übereinstimmend dafür aus, die auffälligen

Regionen einer genaueren Untersuchung

und Überprüfung durch Ärztekammern,

Fachgesellschaften und zuständigen

Aufsichtsbehörden zu unterziehen.

Infos im Netz

Grafik:

www.faktencheck-gesundheit.de

Bertelsmann-Stiftung

Informationen zum Faktencheck Gesundheit

der Bertelsmann-Stiftung:

https://faktencheck-gesundheit.de/

die-faktenchecks/faktencheck-regionale-unterschiede/

Information zur OECD-Studie:

www.oecd.org/els/health-systems/

medical-practice-variations.htm

Messen

Startschuss für die therapie Leipzig

Mit einem gemeinsamen Symposium

eröffnen die DEGEMED und der Bundesverband

ambulante medizinische Rehabilitation

(BamR) am 19.3.2015 die Messe therapie

Leipzig. Themen der Veranstaltung am

19. März sind Prävention und Rehabilitation

im betrieblichen Umfeld. Sechs Impulsvorträge

der Landespolitik, der Bundespolitik,

der Leistungsträger, Leistungserbringer sowie

der Wirtschaft ermöglichen einen umfassenden

Einstieg in die Problematik und

versprechen im Anschluss eine interessante

Podiumsdiskussion. Ihre Teilnahme zugesagt

haben u. a. Dr. Ina Ueberschär, Direktorin

der DRV Mitteldeutschland, zum Thema

„Wie Leistungsträger künftig Prävention

und Reha organisieren“ und Olaf Liebig,

Leiter Unterabteilung Prävention und Pflegeversicherung

im Bundesministerium für

Gesundheit, der in seinem Impulsvortrag

Rund 300 Aussteller werden auf dem Messegelände in Leipzig erwartet.

die Erwartungen an die Prävention nach

dem Präventionsgesetz erörtern wird.

therapie Leipzig

Die therapie Leipzig ist eine der führenden

Fachmessen für Therapie, medizinische

Rehabilitation und Prävention

in Deutschland. Rund 300 Aussteller

werden 2015 ihre Innovationen und aktuelle

Branchentrends an therapeutischen

Geräten und Hilfsmitteln präsentieren.

Parallel erwartet die über 12.000 Fachbesucher

ein breitgefächertes, interdisziplinäres

Angebot an Fortbildungen. Die

therapie Leipzig findet im zweijährigen

Turnus statt – vom 19. bis 21. März 2015

bereits zum siebten Mal. Zum Konzept

der Messe, die ständig steigende Besucher-

und Ausstellerzahlen verzeichnen

kann, gehört die enge Zusammenarbeit

mit insgesamt 16 Berufsverbänden und

Fachgesellschaften.

14

news Nr. 50Dezember 2014


Kommentar für die Praxis

Die Rentenversicherung im SGB

Klar gegliedert und konzentriert auf das

Wesentliche, gibt der Kommentar konkrete

Antworten auf alle Fragen der Rentenversicherung.

Die Konzeption des Werkes ist

auf den Einsatz in der täglichen Praxis ausgerichtet.

Um zeitnah und damit aktuell zu

sein, wird der Kommentar als Loseblattwerk

in zwei handlichen Bänden herausgegeben

und grundsätzlich vierteljährlich aktualisiert.

Jeder Lieferung ist der Teil „Aktuelles zur

Rentenversicherung“ mit Informationen zu

neuer Gesetzgebung und neuen Gesetzesvorhaben,

zur Rechtsprechung und zu

Aktuellem aus der Verwaltungspraxis vorangestellt.

Das SGB VI (Gesetzliche Rentenversicherung)

ist vollständig abgedruckt

und kommentiert, angereichert mit einer

speziellen Einführung. Ebenfalls enthalten

sind das SGB IV (Gemeinsame Vorschriften

für die Sozialversicherung) und das SGB X

(Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz),

hier sind die wichtigsten

einschlägigen Vorschriften kommentiert.

Teilweise abgedruckt und kommentiert

sind SGB I (Allgemeiner Teil) und SGB IX

(Rehabilitation und Teilhabe behinderter

Menschen) und SGB V und XI, in Bezug

auf die Kranken- und Pflegeversicherung

für Rentner. Ein Tabellenteil und die für das

Rentenrecht wichtigen angrenzenden Vorschriften

im Anhang sowie das Stichwortverzeichnis

ergänzen das Werk.

Literatur

Die Rentenversicherung im SGB

Heinz Eicher †/Thomas Keck/Klaus

Michaelis (Hrsg.),

Grundwerk mit 84. Ergänzungslieferung.

Loseblatt. Rund 3.836 Seiten in

zwei Ordnern

Verlag Jehle, ISBN 978-3-7825-0082-1

Ca. vier Aktualisierungen pro Jahr

309,99 € inkl. MwSt. Grundwerkspreis

ohne Fortsetzungsbezug (zzgl.

Versandkosten, ISBN: 978-3-7825-

0571-0)

Zahlen helfen uns, die Wirklichkeit zu erkennen.

Wenn wir etwas wiegen, messen

oder zählen können, entsteht dabei ein

Bild im Kopf und wir trauen uns ein Urteil

zu. Nicht immer liegen wir dabei richtig.

Das liegt nur zum Teil an den Zahlen

selbst.

Unsere Rubrik „Die (Reha-)Welt in

Zahlen“ stellt Zahlen ohne Kommentar

zusammen, die uns in den letzten Wochen

begegnet sind. Manche Zahlen

verblüffen oder ärgern, andere erregen

Widerspruch. Allen ist aber gemeinsam:

Sie haben etwas mit Reha zu tun und

wurden bereits veröffentlicht.

DEGEMED-Geschäftsstelle

Neue Büroleiterin

Seit dem 1. November unterstützt Sabine

Weiprecht die Geschäftsstelle der

DEGEMED als neue Büroleiterin. Frau

Weiprecht war zuvor viele Jahre bei

der Deutschen Rentenversicherung

Bund tätig. Erfahrungen mit Rehabilitationsthemen

konnte sie aufgrund ihrer

langjährigen Tätigkeit sowohl in der Geschäftsführung

als auch in der Abteilung

Rehabilitation der DRV Bund sammeln.

In ihrer Freizeit widmet sich Frau Weiprecht

gern dem Sport, engagiert sich

ehrenamtlich und genießt Aktivitäten

mit der Familie.

Die (Reha-)Welt in Zahlen

Künftige jährliche Ausgaben der Krankenkassen für Präventionsleistungen nach dem Entwurf des

Präventionsgesetzes (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Bisherige jährliche Ausgaben der Krankenkassen für Präventionsleistungen

(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Künftige jährliche Direktsubvention der Krankenkassen an Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

nach dem Entwurf des Präventionsgesetzes (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

500 Mio. Euro

238 Mio. Euro

35 Mio. Euro

Anzahl der Rehabilitanden mit stufenweiser Wiedereingliederung zu Lasten der DRV 2013 (Quelle: DRV Bund) 54.043

Durchschnittliche Fallkosten stationäre medizinische Rehabilitation bei körperlichen Erkrankungen 2013

(Quelle: DRV Bund)

Durchschnittliche Fallkosten stationäre medizinische Rehabilitation bei psychischen und

Abhängigkeitserkrankungen (Quelle: DRV Bund)

Durchschnittliche Fallkosten ambulante medizinische Rehabilitation bei körperlichen Erkrankungen

(Quelle: DRV Bund)

2.685 Euro

6.254 Euro

1.746 Euro

news Nr. 50Dezember 2014

15


Termine und Veranstaltungen

Know-how aus der Praxis für die Praxis

Fachtagung: Risiko- und Hygienemanagement

am 27.01.2015 in Berlin

Der Stellenwert des Hygienemanagements

in Rehabilitationskliniken ist stark gewachsen,

seit 2012 deutschlandweit die Anforderungen

an Hygiene mit denen der Akutkrankenhäuser

gleichgesetzt wurden. Durch ein

gut organisiertes Hygienemanagement und

eine funktionierende Krisenprävention kann

die Patientensicherheit in unseren Kliniken

gewährleistet werden. Warum sich eine

Investition in Krisenprävention und Krisenmanagement

lohnt und wie dies effektiv

umzusetzen ist, dazu referieren bei der

Fachtagung Experten verschiedener Disziplinen.

Weiteres Thema der Tagung ist die

Krisenkommunikation und welche positiven

Effekte man aus einer gelungenen Krisenkommunikation

ziehen kann.

Möglichkeiten und Grenzen der aktuellen

Datennutzung aufzeigen. Außerdem wird

diskutiert, welchen Beitrag die Daten in erkrankungsspezifischen

Registern und periodisch

erstellten Berichten für eine weitere

Qualitätsverbesserung in der medizinischen

Rehabilitation leisten können. Das Diskussionsforum

richtet sich an alle Akteure und

Mitarbeiter von Reha-Einrichtungen.

Weitere Informationen zu den

Veranstaltungen und zur Anmeldung

erhalten Sie bei der Geschäftsstelle

der DEGEMED

Tel.: 030 284496-6

E-Mail: degemed@degemed.de

oder im Internet unter

www.degemed.de.

DVSG-Fachtagung Rehabilitation 2015

am 05.02.2015 in Münster

Veranstaltung in Kooperation mit DRV

Westfalen und DEGEMED

Kooperation und Vernetzung sind neben

guter Therapie und Beratung die Basis für

eine nachhaltige, gelingende Rehabilitation.

Die Umsetzung in die reale Rehabilitationspraxis

gestaltet sich erfahrungsgemäß nicht

so leicht. Sie ist geprägt von zahlreichen

Hürden und Barrieren innerhalb der Institutionen,

zwischen den Professionen und

in den Verwaltungsabläufen. Im Rahmen

der Fachtagung Rehabilitation 2015 wird

dieses Thema aufgegriffen und unter verschiedenen

Blickwinckeln aus Theorie und

Praxis diskutiert. Den Fokus bilden dabei

die Themenschwerpunkte der beruflichen

Integration und die indikationsspezifischen

Konzepte der Onkologie sowie der psychischen

Erkrankungen.

DEGEMED-Diskussionsforum „Sozialdaten

– unerschöpfliche Informationsquelle?“

am 18.03.2015 in Augsburg

Veranstaltung im Rahmen des 24.

Reha-Wissenschaftlichen Kolloquiums

Rehabilitationsträger erheben und verwenden

schon im Antragsverfahren in großem

Umfang Daten von Versicherten. Diese

Daten machen das Leistungsgeschehen

transparent, sind Grundlagen für Studien

und zeigen Stärken und Schwächen der

Versorgung. Ist also Big Data der Schlüssel

für bessere Versorgung, bedarfsgerechtere

Zuweisung und Fallsteuerung?

Das Diskussionsforum „Sozialdaten – unerschöpfliche

Informationsquelle“ will die

Symposium „Betrieb – Prävention –

Reha“ am 19.03.2015 bei der therapie

Leipzig

Gemeinsame Auftaktveranstaltung von

BamR und DEGEMED

Mit einem gemeinsamen Symposium eröffnen

die DEGEMED und der Bundesverband

ambulante medizinische Rehabilitation

(BamR) die Messe therapie Leipzig 2015.

Thema der Veranstaltung ist Prävention

und Rehabilitation im betrieblichen Umfeld.

Sechs Impulsvorträge der Landespolitik,

der Bundespolitik, der Leistungsträger,

Leistungserbringer sowie der Wirtschaft

ermöglichen einen umfassenden Einstieg

in die Problematik und versprechen im

Anschluss eine interessante Podiumsdiskussion.

Vorankündigungen 2015 (Änderungen

vorbehalten):

Sozialrecht im Reha-Management, 2.

Quartal 2015

DEGEMED-Mitgliederversammlung am

15.04.2015 in Berlin

Fachtagung Ernährung in der Reha am

16.04.2015 in Berlin

Fachtagung Soziale Arbeit in der Reha (in

Kooperation mit DVSG), KW 19 in Berlin

Fachtagung Kinder- und Jugendreha

(Kooperationspartner ist das Bündnis

Kinder- und Jugendreha) am 13.05.2015

in Berlin

Sozialmedizinisches Symposium – Veränderungen

der Altersstruktur der Rehabilitanden

am 16.06.2015 in Berlin

DEGEMED-Sommerakademie vom 30.6.

bis 03.07.2015 in Bernried (Starnberger

See)

Impressum

DEGEMED

Deutsche Gesellschaft für

Medizinische Rehabilitation e.V.

Vorstand:

Prof. Bernd Petri (Vorsitzender)

Dr. Constanze Schaal

(1. stellv. Vorsitzende)

Thomas Bold

Horst Gollée

Thomas Heiming

Ricarda Lorenz

Dr. André M. Schmidt

Petra Schraml-Dussle

Geschäftsführer:

Christof Lawall (V.i.S.d.P.)

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 284496-6, Fax: 030 284496-70

E-Mail: degemed@degemed.de

Internet: www.degemed.de

Realisation und Verlag:

müller:kommunikation,

Eichhoffstr. 36, 44229 Dortmund

Tel.: 0231 477988-30

www.muellerkom.de

Redaktionsschluss: 28.11.2014

Fotos: S.1: © DigitalGenetics - Fotolia.

com; S. 5: Dr. Georg Nüßlein (c) Deutscher

Bundestag _ Achim Melde; S. 5: © psdesign1

- Fotolia.com; S. 8: Porträt_Prof.

Dr. rer. pol. Wolfgang Greiner; S. 8: BMG/

Schinkel; S. 8: © slasnyi - Fotolia.com; S.

9: Vytenis Povilas Andriukaitis, Quelle www.

andriukaitis.lt; S. 11: © vege - Fotolia.com;

S. 16: © Brian Jackson - Fotolia.com S. 14:

Leipziger Messe/Grubitzsch

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben

die Meinung der Autoren wieder.

16

news Nr. 50Dezember 2014

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine