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1909 – 2009 HUNDERT JAHRE FUTURISTISCHES MANIFEST

LA NOSTRA SFIDA ALLE STELLE

Vortrag von EMILIO GENTILE – Università di Roma „La Sapienza“

AM 22. JANUAR 2009 | 19 UHR

MARTIN-GROPIUS-BAU

Niederkirchner Straße 7 | 10963 Berlin

Begrüßung GEREON SIEVERNICH – Direktor Martin-Gropius-Bau

Moderation ANGELO BOLAFFI – Direktor Italienisches Kulturinstitut Berlin

Auf Italienisch mit Simultanübersetzung

© Fortunato Depero | Traversando l’Hudson, 1930–31 | Fotocollage, 32,3 x 21cm | Rovereto, Mart Fondo Depero, 22-C


Sie träumten von einer nationalistischen und libertären Demokratie. „Jetzt

herrscht die Poesie“, proklamierten sie und wollten die Künstler und die Fantasie

an die Macht bringen. Sie erfanden einen Stil der politischen Revolte,

der unter den Rebellen des 20. Jahrhunderts viele bewusste und unbewusste

Nachahmer fand. Sie, das waren die Futuristen!

Die Künstlerbewegung praktizierte den Aufstand gegen den Moralismus des liberalen

Europa. „Schaffen wir die Geschichte ab“, war der mit lauter Stimme vorgetragene

Ruf. Und sie boten sich an, nun den „neuen“ Menschen zu kreieren.

Mit dem Ersten Weltkrieg trat der Futurismus in die Politik ein und gründete eine

eigene Partei, was unter den Avantgarden des 20. Jahrhunderts einzigartig war.

Die Partei war mit Inbrunst interventionistisch und nationalistisch. Im Zentrum

stand die radikale Utopie eines neuen Staates und der natürliche Primat der „Italianità“.

Die Bewegung der futuristischen

Bünde (fasci fu turisti) unterhielt

dann im Laufe ihres kurzen Bestehens

eine weder bloß gelegentliche noch

zufällige Verbin dung mit Mussolini.

Der renommierte Historiker und Faschismusforscher EMILIO GENTILE lehrt an

der Universität „La Sapienza“ in Rom an der Fakultät für Politikwissenschaften.

Er hat zahlreiche Untersuchungen zur Geschichte des Faschismus in Italien veröffentlicht,

darunter STORIA DEL PARTITO FASCISTA 1919–1922. MOVIMENTO E MILI-

ZIA | LA VIA ITALIANA AL TOTALITARISMO. IL PARTITO E LO STATO NEL REGIME

FASCISTA | LE RELIGIONI DELLA POLITICA. FRA DEMOCRAZIE E TOTALITARISMI.

Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen des Italienischen

Kulturinstituts Berlin im Jahr 2009 zur Erinnerung an die Veröffentlichung

des ersten Futuristischen Manifests durch Marinetti vor hundert Jahren, am 20.

Februar 1909.

Die Reihe wird fortgesetzt mit dem kunsthistorischen Vortrag von Philippe Daverio

am 19. März 2009. Sie gipfelt in der großen Ausstellung zum Futurismus, die der

Martin-Gropius-Bau in Zusammenarbeit mit dem MART von Trient und Rovereto

und dem Italienischen Kulturinstitut Berlin im Herbst 2009 zeigen wird.

Um Anmeldung wird bis zum 20. Januar 2009 gebeten:

antwort.iicberlino@esteri.it

Tel: 030 - 26 99 410 | Fax: 030 - 26 99 4126

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