23.12.2014 Aufrufe

Vivum 10 | SCHÖNE NEUE WELT?

Die vivum ist ein Magazin für trendige Erwachsene der Region Laupheim.

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Ausgabe 10 | 1. Quartal 2015


www.zartbitter-design.com

HEISSER OFEN

GEFÄLLIG

Scheffold feuert ein!


Inhalt

4 GREATFRUIT

Flüchtlinge – Willkommen in Laupheim

Klick mal rein – unsere neue Homepage 5

Optik Herrmann _Jeanne Toleikis 6

Karateverein Der Name täuscht 7

8 SPRECHDURCHFALL

vivum Umfrage

Steffies Planet – Lieber hippe Oma, als ölige Kim 9

10

Schöne neue Welt

Kommunikationskrüppel

Intelligenz 12

War früher alles besser 13

14 GEILOMAT

Unglaublich – aber wahr

Kulturschock 15

Habenswert 16

18 KRASS

Wissen Kompakt

Technik 20

JoPicX 21

22 OUTTAKES

HALLO,

LIEBE LESERINNEN UND LESER...

...und einen guten Start ins Neue Jahr 2015!

Silvester ist meist der Moment, an dem man

das vergangene Jahr reflektiert, an alles denkt,

was sich in dieser Zeit verändert hat und gespannt

ins neue Jahr blickt.

Auch wir haben uns mit Veränderung beschäftigt.

Was beeinflusst und verändert unsere Gesellschaft,

was hat das mit Intelligenz zu tun und

war früher wirklich alles besser Und auch wir

wagen einen kleinen Ausblick in die Zukunft. Ihr

dürft gespannt sein!

Da wir mit dieser Ausgabe unsere 10. Ausgabe

feiern, hat sich auch bei der vivum selbst einiges

verändert. Nicht nur unser Erscheinungsbild

wurde gepimpt, wir sind auch stolz, unsere neue

Internetseite präsentieren zu dürfen. Klickt mal

rein: www.vivum-magazin.de. Viel Spaß beim

Entdecken!

Vielen Dank an das ganze vivum-Team für eure

großartige Arbeit!

Bianca Sommer

mit Team

Bilder: zartbitter / enchantedgal

IMPRESSUM

TEAM

VERLAG_zartbitter design gmbh • VERLEGER_Evelyn Wekenmann • DRUCK_Auflage 5.200 Stück • Druck & Medien Zipperlen GmbH • Dornstadt

vivum magazin

Zeppelinstraße 19

88471 Laupheim

Fon 07392 . 939297 -4

Fax 07392 . 939297 -5

Web www.vivum-magazin.de

Mail redaktion@vivum-magazin.de

Mail anzeigen@vivum-magazin.de

Stefanie Lehnert

Eugene D. Dorival

Melissa Wagner

Sophie Zell

Michael Schulte

Lea Stückle

Bianca Sommer

Evelyn Wekenmann

Vielen herzlichen Dank an zartbitter design und alle, die uns durch ihre

Anzeige unterstützen. Ohne Sie würde es unsere vivum nicht geben.


4 Greatfruit

Flüchtlinge –

Willkommen in Laupheim

Neckarhausen hat es geschafft: Dort ist ein Unternehmer zum

»Bruder« eines iraker Flüchtlings geworden. Einheimische und

Flüchtlinge haben gemeinsam eine Fußballmannschaft gegründet

und trainieren mehrmals die Woche. Anfängliche

Ängste sind überwunden und es haben sich mittlerweile

außergewöhnliche Freundschaften entwickelt.

Schöne Geschichte. Was geht uns das an

In unserer Region sind rund 500 Flüchtlinge untergebracht.

In Biberach, Oggelsbeuren, Riedlingen, Altheim, Bad Buchau,

Bad Schussenried, Ochsenhausen, Reinstetten und seit

Dezember auch in Laupheim. Die Flüchtlinge sind hauptsächlich

Männer und Familien. Sie sind zwischen 25 und 50 Jahre

jung, es gibt kaum jemanden, der älter als 50 ist. Über 40 %

von ihnen kommen aus Syrien, viele aus Serbien, Afghanistan

und Nigeria.

Schrecklich

Sie alle haben schreckliche Dinge erlebt, mussten Freunde

und Familie zurück lassen mit dem Wissen, sie nie wieder zu

sehen, haben Gewalt erfahren und müssen Angst um ihr

Leben haben. Hier bei uns können sie aufatmen, Kraft tanken

und im Falle eines positiven Asylantrags ein komplett neues

Leben anfangen. Sie haben alles verloren, Haus, Hab und

Gut, Familien und Freunde. Hier machen sie einen Neuanfang.

Und dabei brauchen sie Hilfe.

Wie kann ich helfen

Materiell werden die Flüchtlinge mit dem Wichtigsten ausgestattet.

Daher sind Spenden in Form von Möbeln nicht sinnvoll.

Was Ehrenamtliche spenden können ist vor allem eines: Zeit!

Ob Hausaufgabenbetreuung, Hilfe bei Arzt- oder Behördengängen

oder Freizeitaktivitäten. Man muss bedenken: Während

die Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften sind, dürfen

sie nicht arbeiten. Sie haben daher sehr viel freie Zeit, die ausgefüllt

werden soll.

Wo kann ich mich melden

Erster Ansprechpartner ist Pfarrer Matthias Ströhle*. Er

übernimmt so lange die Ehrenamtsbetreuung, bis die hauptamtliche

Stelle besetzt ist. Ehrenamtliche Helfer können sich

spezialisieren auf die verschiedenen Arbeitskreise „Deutschunterricht“,

„Einzelfallbetreuung“, „Hilfe bei Behördengängen“,

„Kinder- und Jugendbetreuung“ und „Kleidung, Möbel und

Ausstattung“. Die Hauptverantwortliche für diese fünf Arbeitskreise

ist Sigrun Winkler.

Hier kannst du dich zusätzlich einbringen:

Ökumenischer Arbeitskreis

Asyl

Pfarrer Matthias Ströhle

• Fallberatung Flüchtlinge

• Unterbringung nach

24 Monaten

• Ehrenamtsbetreuung

Evang. Kirchengemeinde

Pfarrerin Martina Servatius

• Religiöse Anbindung

Arbeitskreis christl. Kirchen

Pfarrer Alexander Hermann

• Besuchsdienst

Interreligiöser Arbeitskreis

der Stadt Laupheim

Rainer Ganser

• interreligiöse Fragen

Aktion Hoffnung

Bruno Heiss

• Kostenlose Erstausstattung

an Kleidung

• Zweitausstattung bei Bedarf

• Möglichkeit der Mitarbeit

von Flüchtlingen

Caritas Biberach

Andreas Gratz

• Hilfe bei der Sprache

• Hilfe bei der Arbeitssuche

• Integration

• Sozialpsychiatrischer Dienst

Deutscher Kinderschutzbund

Ursula Dreiz

• Hausaufgabenbetreuung

• Sprachförderung

• Kinderhort

• Familienbegleitung

AWO

Helmut Polzer

• Unterstützung bei Arztund

Behördengängen

• Räumlichkeiten für Sprachunterricht

oder Geselligkeit

Volkshochschule

Sabine Zolper

• Deutsch als Fremdsprache

Arbeitskreis Interkulturelle

Begegnung

Brigitte Schmidt

• gemeinsame Aktivitäten

Sei dabei

Bisher hat sich gezeigt, dass Laupheim und Region eine gute

Willkommenskultur mit vielen Ehrenamtlichen hat. Doch dem

Helferkreis fehlt es noch an Engagierten aus der jüngeren

Generation. Ihr seid gefragt!

*

Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich für Flüchtlinge zu

engagieren, kann sich bei Pfarrer Matthias Ströhle

melden.

Telefon: 08395 / 936 93 80

stroehle@kirche-erolzheim-rot.de


Klick mal rein!

www.vivum-magazin.de

Wir feiern die 10. Ausgabe unserer vivum. Zu diesem Anlass

möchten wir euch unsere neue Internetseite präsentieren.

Ihr wollt immer auf dem neuesten Stand sein und euch über alles rund um

Laupheim und die vivum informieren Dann werdet ihr auf unserer vivum-Seite

fündig. Ob Partyshots, Locations oder Jobs – hier bekommt ihr einen Überblick,

was in unserer Region los ist. Das und noch mehr Wissenswertes und

Aktuelles rund um Laupheim gibt es zu entdecken. Oder seht euch Laupheim

und Ehingen einfach mal in 360° an!

Ihr könnt die nächste vivum nicht mehr erwarten Dann werft doch einfach mal

einen Blick in unseren Blog. Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten aus Laupheim und

der Umgebung oder lest über interessante Themen, die uns und die Welt

beschäftigen. Sag uns, was du denkst! Per Kommentarfunktion könnt ihr eure

Meinung teilen oder unsere Artikel bewerten. Steffies Planet ist natürlich auch

mit dabei. Stöbert in einer Sammlung voll Artikeln, die ihren ganz eigenen

Steffie-Charme haben.

Es gibt viele spannende, regionale und überregionale Themen wie Lifestyle,

Kultur, Kunst, Trends, Politik, Events und vieles mehr zu entdecken.

Wir fördern

soziales

Engagement

in unserer

Region!

Wir sind nicht nur ein leistungsstarker

Finanzpartner sondern investieren

auch gerne in die Förderung von

Vereinen und gemeinnützigen

Institutionen in unserer Region.

Reinklicken lohnt sich!

www.vr-li.de

Ein

starker

Beitrag!

Jeder Mensch hat etwas,

das ihn antreibt.

Wir machen den Weg frei.

Bilder: zartbitter


6

Greatfruit

Optik Herrmann

30 Jahre TRENDS

UND TRADITION

JEANNE TOLEIKIS

10 Jahre

NATURHEILKUNDE

30 Jahre – ein Grund zum Feiern! So lange gibt es das

Optikgeschäft in der Rabenstraße bereits. Klar, dass der

Erfahrungschatz und die Kompetenz mit jedem Jahr ein

Stück gewachsen sind. Ebenso wie das Gespür für neue

Trends. Ob Superdry, RayBan oder DIESEL – das traditionsreiche

Optikgeschäft vereint Tradition und Moderne wie kein

anderes.

Modern, frisch und jung!

Dabei steht beste Qualität immer an erster Stelle. Inhaber

Herr Herrmann hat nicht nur hohe Ansprüche an die

Lieferanten, sondern auch an sich, sein Team und seine

Ausstattung. So werden alle Brillen in der eigenen Meister-

Werkstatt geschliffen und die technische Ausstattung ist

genial.

Besonderer Service

Optik Herrmann bietet kostenlose Brilleninspektionen,

Augenglasbestimmungen, Verträglichkeitsgarantien und

Brillenglasversicherungen. Herausragend ist der besondere

Kundenservice und das kompetente Team.

Wie für dich gemacht!

Eine professionelle, typgerechte Beratung ist garantiert.

Ob modische Highlights oder unauffällige Alltagsunterstützer

– hier findet jeder die passende Sehhilfe.

Vor genau 10 Jahren eröffnete Jeanne Toleikis ihre Naturheilkundepraxis

und ungefähr dreimal so lang arbeitet sie

nun im medizinschen Bereich und kann nun – durch ihre

langjährige Erfahrung einiges vorweisen. Für Jeanne Toleikis

steht das Wohl ihrer Patienten im Vordergrund und deshalb

verbessert sie durch die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen

ihr Behandlungspotenzial ständig.

Naturheilkunde

Die Grundlagen dieser Heiltechnik beziehen sich aus der

Natur und haben keinesfalls etwas mit „Hokuspokus“ zu tun.

Medizin nach „Natur-Art“ sozusagen.

Schule

Durch ihr umfangreiches Wissen leitet Jeanne Toleikis

seit einigen Jahren erfolgreich eine Schule, in der sie Heilpraktiker

und zur klassischen Homöopathie ausbildet. Momentan

betreut sie in ihrer Schule ungefähr 10 Schüler.

Die Schule liegt noch in den Kinderschuhen, es sind noch

weitere Ausbildungsstränge für die nächsten Jahre geplant.

Ästhetische Medizin

Jeanne Toleikis widmet sich auch der ästhetischen Medizin

und bietet kosmetische Korrekturen mit Hilfe von natürlichem

Hyaluron an.

17. Januar: Tag der offenen Tür

Hier kann man sich anhand von Vorträgen über die Schule

und ihre Arbeit informieren. Außerdem wird das Team von

Jeanne Toleikis verstärkt, ihre neue Kollegin ist auf Kinderheilkunde

spezialisiert.

WiR seTzen TRends

Rabenstraße 1· 88471 Laupheim · Tel. 07392/5178 · optik-herrmann@t-online.de

Bilder: Teodora Vlaicu


Greatfruit

7

karateverein der name täuscht!

Ob Fechten, Kickboxen oder Budomotion – hinter dem Namen verbirgt sich noch viel mehr, als nur

Karate. Der 1975 gegründete Verein zählt inzwischen über 400 Mitglieder. Geboten wird:

KARATE

Neben Karatetechniken wird viel Wert auf Disziplin und Fairness

gelegt. Gleichzeitig wird die Koordination, Konzentration

und Feinmotorik verbessert.

KICKBOXEN

Kickboxen ist ein Kampfsport, bei dem das Schlagen mit Füßen

und Händen mit konventionellem Boxen verbunden wird.

KIDS

Bereits ab 4 Jahren wird ein abgestimmtes, spielerisches

Training angeboten, bei dem Bewegungserziehung und Koordinationstraining

im Fokus stehen.

Prävention/Selbstverteidigung

In Zusammenarbeit mit der Polizei lehren die Gewaltschutztrainer

Gefahren zu erkennen, bedrohliche Situationen zu

vermeiden, geeignete Selbstbehauptungs- und Konfliktlösungsstrategien

zu erlernen und Handlungsalternativen anzuwenden.

Sport pro Gesundheit – Budomotion

Ziel ist, durch Bewegung, Spiel und Spaß gesünder und aktiver

zu leben. Beim Budomotion wird das Körperbewusstsein

gesteigert und die Bewegungskoordination geschult.

X-Do:

X -Do verbindet Elemente aus Karate, Taekwondo und Kickboxen

mit Aerobic. Die Ausdauer wird verbessert und Stress

abgebaut. Zu schneller Musik praktiziert, ist es jedoch eher

eine Fitnessgymnastik mit hohem Spaßfaktor.

Fechten

Beim Fechten geht es nicht nur um körperliche Stärke und

Fitness, sondern es zählt vor allem der Kopf. Wer fechtet,

schult seine Koordination und Feinmotorik. In der Fechtabteilung

des Karatevereins trainieren Jugendliche und Erwachsene,

Breiten- und Leistungssportler in der nagelneuen

Fechthalle. Durch die Kooperationen mit den Fechtclubs

aus Ravensburg und Ulm findet ein reger Austausch statt.

Einmal im Monat finden sich Fechter aus dem ganzen Umland

zum Poolfechten ein, um turniermäßig jeder gegen jeden

zu fechten.

Add-ons

Ebenso wichtig, wie das Training, ist die Regeneration. Hierfür

bietet der Verein zahlreiche Möglichkeiten:

- Wellness: eine Bio-Sauna mit Aroma- und Farblichttherapie,

einen Ruheraum sowie ein Solarium.

- Fitness: für alle, die noch nicht genug haben.

- Bistro: für alle, die hungrig und durstig sind.

- Freizeitaktivitäten: für die ganze Familie.

Und vor allem eines zeichnet den Karateverein Laupheim aus:

Die offene und herzliche Atmosphäre.

Schaut am besten selbst vorbei!

Bilder: zartbitter


8

Sprechdurchfall

Früher war alles besser!

Wir haben nachgefragt: Was hat sich verändert, was war besser

und was war schlechter

Jain, eher anders. Die Entfaltungsmöglichkeiten sind heute umfangreicher, sowohl was berufliche

Ziele angeht, als auch die der Freizeitaktivitäten und manchmal habe ich das Gefühl, dass heute nicht

wenige junge Menschen damit überfordert sind.

Besser Was heißt das Dass ich lieber so leben möchte, wie vor 30 Jahren Definitiv nein, da

ich das Leben heute viel interessanter finde als damals. Früher musste ich beispielsweise mein

Wissen aus Büchern speisen, heute gehe ich ins Internet, das ist schneller und aktueller. Klar ist es

hier wichtig seriöse Quellen zu finden, denn Unfug gibt es ebenso massenweise im Netz der Netze.

Die Lebensmittelversorgung und Vielfalt ist heute besser, trotz aller Skandale.

Michael Schulte, 51

Es gibt tatsächlich etwas, dass ich früher besser fand: Wir haben unsere Bekannten und Freunde

zum Spielen „abgeholt“. Genau, wir klingelten bei denen an der Tür und fragten, ob Mr. oder Mrs.

X rauskommen zum Fußballspielen oder Sonstigem. Heute verbringen die jungen Leute mehr Zeit am

Smartphone oder am Computer, statt draußen zu sein, das finde ich schade.

Früher ging alles nicht so schnell, man hatte mehr Zeit. Man hat mehr körperlich gearbeitet, was

natürlich Einfluss auf die Gesundheit hatte. Heute machen sich die Menschen sehr viel Stress.

Und im Endeffekt wählen sie zwischen 200 Möglichkeiten sich die Zeit kaputt zu machen.

Der Egoismus und die Anonymität sind viel größer geworden, keiner interessiert sich mehr groß

für den anderen. Früher in der Nachkriegszeit war das besser, da hatte man eine gute Nachbarschaft

und war auch auf sie angewiesen. Alle haben sich gegenseitig geholfen, untereinander

vermittelt und Tipps gegeben, wo man was bekommt. In der Not kommen alle zur Besinnung,

keiner sitzt mehr auf dem hohen Ross. Da ging es ums Überleben, jeder noch so kleine Flecken

wurde genutzt, um Kraut und Rüben anzubauen. Damals war man noch nicht so „schleckig“.

Was sich auch verändert hat sind die Familien: Früher hat man in Großfamilien zusammen gelebt,

alle Generationen unter einem Dach. Da war das Familienleben natürlich anders als heute.

Paul Marksteiner, 75

Heutzutage hört man überall von Milliarden. Bei diesem Flughafen, bei jenem

Projekt,...die Zeitung ist voll von Milliarden. Früher gab es das nicht. Das waren

noch ganz andere Zeiten. Da kamen die Zigeuner immer zum Betteln. Die waren so

in Not, dass sie einmal vor der Tür standen und ihr Kind verkaufen wollten. Und wer

hatte früher schon ein Auto Da gab es den Bus und das Postauto, selbst besaß

kaum jemand eines.

Franz Sommer, 90

www.bergbier.de

Bilder: bianca sommer / fotolia_ grthirteen


Sprechdurchfall

9

Lieber hippe Oma, als ölige Kim.

Mit großen, ungläubigen Augen schauen mich meine Nachhilfeschüler

an. Minutenlanges Schweigen, verstohlene Blicke zum

Sitznachbarn, unruhiges hin und her Rutschen auf den Stühlen.

Keine Sorge, ich hatte keine unangebrachte, peinliche Gruselgeschichte

aus meinem Leben erzählt. Man könnte es eher unter

dem Titel

„Ein Land vor unserer Zeit“

verbuchen. Ich hatte meinen super-hippen und modernen Schülern

lediglich vermitteln wollen, dass es mal eine Zeit ohne Internet

gegeben hatte. Und ich war sogar dabei gewesen (war ein eher

schlechtes Erzähldetail, da mich die meisten bis dato für eine

hippe 20-Jährige hielten – diese Zeiten sind nun definitiv vorbei).

Wir haben mit einem Telefon (mit Kabel), der Post und eventuell

einem Faxgerät miteinander kommunizieren müssen. Bis zum

Punkt „persönliche Gespräche“ bin ich gar nicht gekommen.

Die Geschichte sorgte für blankes Entsetzen.

Anfangs war ich eher belustigt, dass ich mich dabei tatsächlich

ein bisschen wie meine Großeltern gefühlt hatte, die mit noch

weniger technischem Fortschritt aufgewachsen waren als ich und

sich auch bis heute nicht wirklich mit der Generation Smartphone

anfreunden können. Und ich war gleichzeitig ein bisschen stolz,

dass ich mitbekommen habe, wie sich das Internet entwickelt

hat. Aber vor allem war ich stolz darauf, dass ich noch immer

weiß, wie sich eine Welt ohne anfühlt. Ich habe meine liebevoll

geschriebenen Briefe noch selbst zur Post getragen und ungeduldig

auf eine Antwort meiner Brieffreundinnen gewartet.

Urlaubsbilder mussten entwickelt werden, die Vorfreude schien

unendlich groß, da durfte es dann auch mal die teure Express-

Entwicklung sein. Meine Bücher habe ich aus der Bibliothek

ausgeliehen, samstags gab es in der Tageszeitung eine Rätselseite

für Kinder und Jugendliche und zu Hause kommunizierte

man mit der besten Freundin in einer Geheimsprache, weil das

Telefonkabel nun mal nicht bis ins eigene Zimmer reichte.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich sehr schnell an Internet,

Smartphone und neue Medien gewöhnt habe. Mein iPhone würde

ich noch vor Kater und Freund aus einem brennenden Gebäude

retten (selbstverständlich nur ein Spaß, wirklich!). Aber ich

musste schließlich auch den mühsamen Weg ohne gehen. Heutzutage

bekommt man vermutlich ein Early Bird Special (der-frühe-

Vogel-fängt-den-Wurm-Angebot), wenn man pünktlich zur Geburt

seines Nachwuchses einen Smartphone-Vertrag mit Allnet-Flat

für ihn abschließt. Natürlich genieße ich es, dass ich theoretisch

nie vom Sofa aufstehen müsste, um mir so gut wie alle Dinge des

täglichen Lebens liefern zu lassen oder mit dem Rest der Welt in

Kontakt treten zu können.

Aber ich finde, diese Bequemlichkeit sollte man sich

verdienen. Oder lernen sie zu schätzen.

Bei Kleidung, Accessoires oder auch der Wohnungseinrichtung

ist Retro total angesagt (kenn ich mich als fast 20-jährige, hippe

Person auch super aus). Es sollte also auch wieder hipp sein,

einen Brief zu schreiben, Fotos auf Papier auszudrucken,

die Tageszeitung ab und an zu lesen (in Papierform) oder ein

richtiges Buch (auch Papierform) in die Hand zu nehmen.

Und im persönlichen Gespräch mit seinen Mitmenschen

erfährt man mindestens genauso viele interessante

Neuigkeiten wie beim Chatten. Und sind wir mal

ehrlich. Es hätte mir völlig gereicht, nur zu hören,

dass Kim Kardashian nun als öliges Nacktmodel

zu bewundern ist. Damit hätte ich beim Surfen

nun wirklich nicht überrascht werden müssen.

In Großaufnahme. Und Detailbildern.

Bilder: photocase_ nadine platzek / fotolia_ tomispin

Wir „spielen“ mit der Farbe und

verändern Menschen – typgerecht und stilvoll.

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10

Schöne Neue Welt

Unser Leben ist voll von Veränderung. Alles wandelt sich: Die Bäume, Mode, Trends und vor allem

wir Menschen. Was beeinflusst uns am meisten

Willkommen in der Welt der Kommunikationskrüppel

Überall Menschen, die auf ihre Smartphones schauen, egal ob

sie auf den Bus warten, beim Essen sind oder mit Freunden

feiern. Neudeutsch: Phubbing – die Kombination aus »phone«

(Handy) und »snubbing« (vor den Kopf stoßen).

Wir schauen täglich 150 Mal auf unser Smartphone – selbst

während dem Sex! Das ist häufiger, als wir in das Gesicht

unseres Partners blicken. Viele würden durchdrehen, wenn

sie ohne Smartphone auf den Bus warten müssten!

Bei einer Studie wurden Probanden in Gesprächspaare aufgeteilt.

Einmal mit Handy, einmal mit Notizblock ausgestattet.

Nach zehn Minuten wurden die Probanden gefragt, ob sie sich

vorstellen können, Freunde zu werden. Die Antwort der

Probanden mit Block fiel deutlich positiver aus. Fazit: Das

Handy reduziert die Aufmerksamkeit enorm und Multitasking-

Konversationen bleiben oberflächlich.

Wie sozial sind soziale Netzwerke

Wir verbringen Zeit auf sozialen Netzwerken und

posten, wie toll unser Leben ist. Es wird immer mehr

Zeit mit Medien verbracht, anstatt mit Freunden und

Familie.

Manche vergleichen ein Facebook-Profil

mit einer zweiten Existenz: Wir

präsentieren uns so, wie wir

gerne wären, posten nur die

hübschen Bilder und zeigen

der Welt, wie glücklich wir

sind!

Was, wenn es dir schlecht

gehen sollte Bei wie vielen

deiner 900 Facebook-

Freunde würdest du dich

melden

Schlaues Zuhause

Sogar in unseren eigenen vier Wänden werden wir regiert. Das

ganze Heim ist vernetzt, die Zahnbürste kommuniziert via

Bluetooth mit einer App, die unser Putzverhalten aufzeichnet,

der Kühlschrank schickt uns zum Einkaufen und die Pflanze

jammert, wenn sie zu wenig Wasser hat.

Perfekte Menschen

Quantified Self ist hier das Stichwort. Um ein besserer

Mensch zu werden, lassen wir uns von einer App sagen, was

und wie viel wir essen dürfen, lassen uns ans Atmen erinnern

und zum Sport zwingen.

Optimiere deine Vagina!

KGoal nennt sich das Vagina-Workout-Tracking Device, welches

in die Vagina eingeführt wird und durch Anspannen der

Muskulatur komprimiert wird. KGoal soll die Beckenbodenmuskulatur

straffen und das Sexleben sowie die

Gesundheit nachhaltig verbessern. Die Kickstarter-Kampagne

wurde schon zwei Wochen vor Ablauf von rund 2000 Unterstützerinnen

überfinanziert.

Stromschlag garantiert!

Das Armband Pavlok treibt die Selbstoptimierung auf die Spitze:

Dem Träger werden Stromschläge verpasst, wenn er nicht

aufsteht oder zu faul zum Sport ist. Die App erkennt via GPS

und Uhrzeit, ob man sich pünktlich auf den Weg zum Fitnessstudio

macht. Ist man zu spät dran – zack bekommt man

einen Schock von bis zu 340 Volt. Das Gerät soll im April auf

den Markt kommen und hat schon jetzt über 1000 Vorbestellungen.

Vergesslichkeit

Neue Medien helfen auch gegen Vergesslichkeit. Beim Lifelogging

befestigt man eine Kamera an seiner Kleidung, die alle

60 Sekunden ein Foto schießt. Jede Minute des Lebens wird

so dokumentiert – willkommen in deinem digitalen Gedächtnis.

Bilder: zartbitter / shutterstock_ vook


Schöne Neue Welt

11

Was macht den Reiz aus

Viele Menschen fliehen in die digitale Welt und verdrängen

ihre Probleme. Doch der Begriff „Entspannungsmedien“ trifft

nicht wirklich zu. Wir sind einer Reizüberflutung ausgesetzt,

andauernd wird Adrenalin ausgeschüttet, wir stehen unter

Stress. Dies führt zu Aufmerksamkeitsstörungen. Bei manchen

löst dies auch Aggressionen aus.

Wir verbringen viel Zeit mit den Medien, obwohl diese uns

stressen. Warum Wir finden bei Google sofort alle Infos die

wir brauchen, verfolgen Geschehnisse in Echtzeit, beim Chatten

werden sogar Endorphine freigesetzt... jedes Like aktiviert

unser Belohnungssystem und jeder leere Moment wird ausgefüllt.

Was machst du, wenn deine Begleitung im Restaurant

kurz auf der Toilette ist

Sind wir für eine Stunde offline und öffnen dann Facebook,

werden wir von unzähligen Neuigkeiten begrüßt. Dadurch haben

wir das Gefühl etwas zu verpassen! Genauso verhält es sich

auch mit Quantified Self. Eigentlich sind wir ganz zufrieden mit

uns. Doch geht es noch besser Das ist doch reizvoll!

Außerdem können wir unsere Verantwortung an die Medien

abgeben, brauchen nichts mehr denken und nichts mehr wissen.

Die Medien sind suchtgefährdend und machen uns abhängig.

Phantomvibration – sind wir süchtig

Fast jeder hat schon einmal gedacht, sein Handy vibriere,

doch dann festgestellt, dass es reine Einbildung war. Dieses

Phänomen nennt man Phantomvibration.

Es gibt drei Kriterien, mit denen man Suchtverhalten feststellen

kann:

1. Gesteigertes Bedürfnis: Du verbringst bis zu 60 % des

Tagesablaufs im Netz.

2. Das Beenden des Internetkonsums löst negative Effekte aus.

3. Der Alltag wird ständig unterbrochen.

Was passiert in unserem Gehirn

Neuronale Verschaltungen ändern sich. Zum Guten oder

Schlechten Darüber wird noch heftig debattiert. Kindermedienforscher

Prof. Dr. Klaus Peter Jantke ist der Meinung,

dass gute Computerspiele Denkanreger im allerbesten Sinne

seien. Wer spielt, der lernt.

Doch nicht alle sehen die Veränderung durch Medien so

positiv. Der Psychiater und Hirnforscher Dr. phil. Manfred

Spitzer spricht sogar von »Digitaler Demenz«. Er ist der

Meinung, dass es negative Auswirkungen hat, wenn wir

geistige Arbeit auslagern, da damit die Gehirnbildungsprozesse

kaputt gemacht werden. Die Folgen seien Konzentrationsmangel,

Ängste, Abstumpfung, Schlafstörungen,

Depressionen, Übergewicht und Gewaltbereitschaft. »Digitale

Medien schaden dem Gedächtnis, sind zur Förderung des

Lernens ungeeignet und machen süchtig.« Er warnt davor,

dass die junge Generation früher dement werde.

Ist das ein Zeichen für Sucht Tatsächlich haben Mediensucht

und andere Suchterkrankungen ähnliche Abhängigkeitsmuster.

Medienkonsum erregt die gleichen Gehirnareale wie

Drogen. Überspitzt kann man sagen, für manche ist das Surfen

auf dem Smartphone so etwas, wie für

andere Nikotin.

Bilder: zartbitter

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren,

verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten

und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Sie widersprechen ihren Eltern,

schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen,

legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Sokrates ca. 400 v. Chr.


12

Schöne Neue Welt

Kampagnen gegen Phubbing!

Es gibt einen neuen Trend: Abstand von digitalen

Medien. Es wurden Stop-Phubbing Kampagnen

gestartet mit Aufrufen wie

»Leave your phone in your

pocket and have a chat

in the real world« oder

»While you finish updating

your status we’ll gladly serve the polite person behind you«.

Immer mehr Videos kursieren im Netz, in denen aufgefordert

wird in die reale Welt zu gehen. Gary Turks Video »Look Up«

wurde über 48 Millionen Mal aufgerufen. Darin bezeichnet er

die Technologien als Illusion von Kommunikation, Freundschaft

und Integration. Er beschreibt eine Welt voller Egoismus und

Selbstdarstellung, in der wir uns von unserer besten Seite

zeigen, aber Gefühle und Emotionen auslassen. Er ruft dazu

auf, vom Handy aufzublicken, es auszuschalten und das Beste

aus dem heutigen Tag zu machen, denn am Ende sei nichts

schlimmer als zu bereuen.

Immer mehr bekannte Stars verarbeiten dieses Thema in

ihren Songs. Selbst Passenger singt »But we‘re all slowly

dying in front of fucking computers«. Doch ob sich davon so

viele beeinflussen lassen Wir sind gespannt, wie sich unsere

Gesellschaft verändern wird. Vor allem im Hinblick auf unsere

Kleinsten, die nichts anderes kennen.

Lässt sich Intelligenz verändern

Nach dem Kinostart von »Lucy«, wurde das oft

zitierte Gerücht, dass wir nur 10 Prozent

unserer Gehirnkapazität nutzen, häufig

diskutiert. Werden wir in Zukunft unsere

Intelligenz mit Hilfe einer Pille beeinflussen

können

Forscher lachen über die 10-Prozent-These.

Denn wir alle nutzen

100% unseres Gehirns! Würden

wir bestimmte Teile nicht benutzen,

so würden diese absterben

oder sich neuen Aufgaben

zuwenden. So können

Blinde oft besser hören,

da die Nervenzellen, die

normalerweise für die Verarbeitung

visueller Eindrücke zuständig

sind, andere Funktionen

übernehmen.

Warum gibt es dann Menschen,

deren Gehirne zu Außergewöhnlichem

fähig sind Menschen, die

komplizierteste Aufgaben in Sekunden

berechnen, Erbsen mit einem Blick zählen oder komplexe

Musikstücke nach einmaligem Hören nachspielen. Die Antwort

ist einfach: So wie beim Blinden das Sehzentrum wegfällt, so

haben diese vermeintlichen Genies anderswo massive Defizite.

Oft fällt ihnen der Umgang mit Menschen schwer. Nervenzellen,

die für die soziale und emotionale Intelligenz zuständig

sind, übernehmen folglich andere Funktionen.

Die australische Psychologin Robyn Young schaltete bei einem

Experiment mit gezielten magnetischen Impulsen zeitweilig

Teile des Sprachzentrums und Areale, die für das Sozialverhalten

wichtig sind, ab. Sie imitierte Symptome des Autismus. Die

Ergebnisse waren überraschend: Einige der Teilnehmer vollbrachten

extreme Leistungen, vor allem im künstlerischen Bereich.

Man vermutet, dass Sprache und Gedanken uns abhalten,

manche kreativen Fähigkeiten auszuschöpfen.

Gehirndoping durch Pillen

Immer mehr Menschen greifen zum ADHS-Medikament Ritalin.

Zappelige Kinder werden dadurch beruhigt und Erwachsene

aufgeputscht. Sie berichten von einer gesteigerten Konzentrationsfähigkeit

und dem Gefühl, hellwach zu sein. Eine Umfrage

zum Thema Gehirndoping ergab, dass es jeder Fünfte schon

einmal ausprobiert hat. Die meisten von ihnen probierten

Methylphenidat, den Ritalin-Wirkstoff.

Dieser macht uns nicht schlauer, sondern senkt die Konzentration

des Botenstoffs Dopamin und wirkt wie eine Impulsbremse.

Man kann sich besser konzentrieren und blendet

unwichtige Wahrnehmungen und Bedürfnisse aus. Liebe Leser,

wartet noch, bis ihr euch auf den Weg zur Apotheke macht!

Denn das Ganze hat seine Schattenseite. Die Konsumenten

empfinden Gefühle nur noch gedämpft, verlieren ihre Kreativität

und vor allem verändert der Stoff die Persönlichkeit.

Vergissmeinnicht

Der Neurologe Ron Davis möchte über die Manipulation von

Dopaminrezeptoren das Vergessen eliminieren. Er führt Forschungen

an Fruchtfliegen durch, bei denen Dopaminrezeptoren

unwichtige Informtionen aktiv löschen, bevor sie sich

festigen. Schaltet man diese Rezeptoren ab, so bleiben alle

Informationen erhalten.

Davis geht davon aus, dass es im menschlichen Gehirn

ähnliche Mechanismen gibt. Menschen, die ein ausgeprägtes

Erinnerungsvermögen haben, haben möglicherweise einen

fehlerhaften Vergessensmechanismus. Hier wittert man einen

Ansatz für ein Medikament, das das Vergessen hemmt. Doch

hier ist Vorsicht geboten, denn ein fehlerhafter Dopaminhaushalt

ist Auslöser zahlreicher psychischer Erkrankungen. Und

ist es nicht zu unserem Selbstschutz, dass wir so manche

Dinge vergessen

Bilder: zartbitter


Schöne Neue Welt

13

War früher alles besser

Klar, manche denken: Früher war alles besser! Die Welt

scheint zu spinnen. Doch war früher wirklich alles besser

Und wenn ja, was war dann früher besser als heute oder

sollte es eher heißen, früher war nicht alles besser, sondern

anders

Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir

uns in zehn Jahren zurücksehnen werden.

Wir werden alt!

Die Medizin und die Technologie hat enorme Fortschritte gemacht.

Unsere Lebenserwartung ist so hoch wie nie. Im Vergleich

zu vor ca. 200 Jahren ist die Lebenserwartung um

fast 40 Jahre gestiegen. Forscher gehen davon aus, dass

Menschen, die im 21. Jahrhundert geboren wurden, eine

Lebenserwartung von 100 Jahren haben. Gründe sind

u.a., dass weniger Kinder sterben und die medizinische Versorgung

besser geworden ist. Wir haben einen hohen Lebensstandard.

Zahlreiche Techniken erleichtern uns das Leben.

Noch nie war es so einfach, ans andere Ende der Welt zu

kommen oder mit ihm zu kommunizieren.

Technik, die begeistert!

Via Internet kann man sich seine Einkäufe aus aller Welt

schicken lassen, ohne das Sofa zu verlassen. Es ist mittlerweile

eher ungewöhnlich, wenn man noch nie den Kontinent

verlassen hat oder noch nie geflogen ist. Früher war eine

Reise nach Südtirol ein absolutes Highlight.

Die Welt wird tolerant!

Die Menschen früher waren eher »starrsinnig«, nicht weltoffen.

Oft wurde ein extremes Rollenverhalten gelebt. Heute

darf sich auch ein Mann aktiv am Haushalt beteiligen, ohne,

dass er von Gleichgeschlechtlichen als Weichei angesehen

wird. Frauen genießen heutzutage Unabhängigkeit und

Möglichkeiten, von denen die Frauen früher nur geträumt

haben. Insgesamt geht es uns heute sehr gut, keiner muss

Angst haben, zu verhungern, wir sind sozial abgesichert.

Herkunft, Hautfarbe oder sexuelle Neigung spielen heute

keine ganz so große Rolle mehr.

Dauerstress

Wir leben inzwischen unter einem enormen Druck. Schnelligkeit

und Perfektion, im Berufsleben und in der Freizeit. Kurz: Wir

sind im Dauerstress. Kein Wunder, dass psychische Krankheiten

wie Burn-Out oder Depressionen so sehr zunehmen.

Geh kaputt – das hilft der Wirtschaft!

Um die Wirtschaft anzutreiben, betreiben immer mehr

eine geplante Obsoleszenz, das heißt, dass die Geräte gewollt

schnell kaputt gehen. Früher haben Produkte zum

Teil mehrere Generationen überlebt, heute halten sie

ein Jahr.

Allergien

Früher gab es weniger Menschen mit Allergien. In

den letzten Jahrzehnten hat sich die Zahl der Allergiker

verdreifacht. Untersuchungen zufolge leiden heute mehr

als drei Millionen Menschen unter Asthma. Es ist

bewiesen, dass die Ursachen für den Allergieboom

zum Teil mit unserem Lebensstandard zu

tun haben. Impfungen, Antibiotika und übertriebene

Hygiene sollen Allergien fördern.

Social Freezing

Beim Social Freezing werden Eizellen eingefroren, so

dass Frauen auch in höherem Alter noch Mutter

werden können, wenn das biologisch nicht mehr

möglich ist. Befürworter freuen sich, da die Frau

dadurch mehr Unabhängigkeit erlangt und Karriere

mit Kinderträumen leichter verbinden kann. Gegner

kritisieren, dass mit Leben gespielt wird und die Karriere

über das Leben eines Kindes gestellt wird.

Egoismus pur

Vielleicht ist das nur unser Empfinden... aber die Zahl

der Egoisten scheint ständig zuzunehmen. Wohin sind

die christlichen Werte verschwunden Nächstenliebe

etc. Gab es früher schon so maßlose Egoisten oder

ist das ein Produkt unserer Gesellschaft

Im Hier und Jetzt

Wir werden zu einer bestimmten Zeit geboren und

wissen meist nicht zu schätzen, wie gut es uns

geht. Denn mal ehrlich, wollt ihr tauschen Fortschritt

hat immer gute und schlechte Seiten.

Woanders wächst das Gras immer grüner

als dort, wo man selbst ist!

So wie schon Sokrates 400 v. Chr. die Veränderung

der Jugend bemängelte, wird es bestimmt auch

noch in 50 Jahren heißen: »Früher war

alles besser«.

Bilder: zartbitter


14 Geilomat

*unglaublich - aber wahr!

Er muss es ja wissen – er hat ja

studiert!

Tatort: Laupheimer Hautärztin

Lassen sie sich nicht ärgern, das

steht Ihnen nicht!

Tatort: Blaue Tankstelle Laupheim

November 2014. Ein Besuch in der Praxis. Mein Ziel: Einen Termin

zum Hautkrebs-Screening. Die Dame am Empfang teilte

mir mit, dass sie einen Termin hat: Im September 2015! Ich

sagte, dass mir das zu spät ist, da ich eine Veränderung an

einem Fleck entdeckt habe. Auch erklärte ich, dass wir Hautkrebs

in unserer Familie haben.

Sie: Hat Ihr Hausarzt den Fleck angeschaut

Ich: Ja… er meinte, es sei eine »Alterswarze«.

Sie: Er muss es ja wissen – er hat ja studiert!

Total geschockt habe ich die Praxis verlassen. Ich bin wirklich

keine Dramaqueen, aber etwas besorgt, da sich die Farbe und

die Form an meinem Fleck verändert haben.

DIE EXISTENZ DER FACHÄRZTE

Wenn der Hausarzt alles weiß, dann frage ich mich schon,

warum Fachärzte existieren. Am meisten stört mich das nicht

vorhandene Einfühlungsvermögen der Arzthelferin. Ich soll

neun Monate mit der Besorgnis leben. Vielen Dank auch. Ich

melde mich dort an, wo ich einen Termin bekomme.

PRIVATPATIENTEN SIND WERTVOLLER

Ich setzte den Test fort: Ich rufe bei der laupheimer Hautärztin

an, sage, dass ich privatversichert bin und frage, bis wann ich

einen Termin zum Hautkrebsscreening bekomme. 1,5 Wochen

später habe ich einen Termin.

Das Ergebnis ist ernüchternd!

Wartezeit Kassenpatient: 10 Monate

Wartezeit Privatpatient: 1,5 Wochen

Unglaublich – aber wahr!

Vor einiger Zeit bekam ich einen Tankgutschein über 50 Euro

geschenkt und tankte für diesen Betrag. An der Kasse bestellte

ich mir noch 2 Schachteln Zigaretten dazu. Nun stand ich da,

mit meinem Gutschein und zwanzig Euro, doch der Gutschein

wurde vom System nicht angenommen.

Ich: Wo liegt denn das Problem Ist kein Geld auf der Karte

Er: Doch es ist Geld auf der Karte, aber sie wird nicht

akzeptiert! Sie müssen jetzt Geld besorgen, um Ihre

Rechnung zu begleichen! Fahren Sie heim und holen Sie

welches.

Ich: Wenn Geld auf dem Gutschein ist, dann liegt es ja an

Ihrem System. Können Sie bitte Ihren Vorgesetzten anrufen

und ihn um Hilfe bitten

Er: Treten Sie zur Seite, Sie sehen ja, ich habe noch andere

Kunden, die bedient werden müssen!

Nach 20 Minuten, in denen ich nicht beachtet wurde, bat ich

den Angestellten erneut und er rief seinen Vorgesetzten an.

Danach belehrte er mich: Mit dem Gutschein kann man nur

tanken und keine Zigaretten kaufen, das hätten Sie wissen

müssen! Ungläubig schaute ich ihn an.

Ich: Meinen Sie das wirklich ernst!

Er: (mit spöttischem Lachen) Sie können sich gerne beschweren,

mein Name steht auf dem Schild.

Ich: So nötig habe ich es nicht!

Er: Das glaube ich Ihnen, dass Sie das nicht nötig haben.

Arbeitete er bei der Tankstelle oder ich! Ungläubig und irritiert

verließ ich die Tankstelle. Wird man so neuerdings behandelt!

Als ich am Auto war, sagte ein älterer Herr mit einem Lächeln

zu mir: „Lassen Sie sich nicht ärgern und schauen sie nicht

so drein, das steht Ihnen nicht“. Er hatte Recht, über solche

Menschen sollte man doch nur lachen!

AKTION!

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Bilder: fudgegraphics


Geilomat

15

kulturschock

Dominic en republica Dominicana

Afrika, Asien, Lateinamerika… Immer mehr Jugendliche zieht es

ins Ausland. Als Backpacker, Au-Pairs, FSJ-ler – noch nie waren

die Möglichkeiten vielfältiger und das Interesse größer. Im vergangenen

Jahr haben über 3350 Freiwillige mit dem entwicklungspolitischen

Freiwilligendienst „weltwärts“ Deutschland verlassen,

um in Projekten in einem der über 80 Ländern zu arbeiten.

Die Aufgabenbereiche reichen von der Arbeit an Schulen und Kindergärten,

über Umwelt- und Gesundheitsaufklärung bis hin zu

Einsatzstellen, bei denen Sport, Kunst und Kultur im Fokus stehen.

In den Projekten nimmt man als Freiwilliger eine unterstützende

Position ein und arbeitet zusammen mit Einheimischen.

Der kulturelle Austausch und das „Voneinander-

Lernen“ stehen dabei im Vordergrund.

Einer dieser Freiwilligen war ich. Zusammen mit einem deutschen

Kollegen wohnte und arbeitete ich in einem kleinen Dorf in der Dominikanischen

Republik. Das Projekt, in dem ich beschäftigt war,

besteht aus einer ökologischen Urlaubsanlage und einem Büro,

welches unseren Einsatz und sonstiges Organisatorisches regelt.

Durch den erwirtschafteten Gewinn werden Freiwillige finanziert,

die im nahegelegenen Dorf vor allem mit Kindern, Jugendlichen

und Frauen arbeiten.

In meinem Freiwilligendienst organisierte ich zum Beispiel Musikkurse,

Vor- und Nachmittagsbetreuung für Kinder, Hausaufgabenhilfe

und Englischkurse. Der Höhepunkt des Jahres war ein zweitägiges

Zeltlager mit Spielen und unterschiedlichen Lerneinheiten.

Die Situation ist schwierig.

Überforderte, unzureichend ausgebildete und schlecht bezahlte

Lehrkräfte an öffentlichen Bildungseinrichtungen, für das Bildungssystem

stehen zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung,

wer Geld hat, schickt seinen Nachwuchs auf private Schulen,

Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft, ein Teufelskreis... Etwa 11 %

der Bevölkerung sind Analphabeten. Wenn Kinder von zuhause

aus keine Unterstützung erfahren, bzw. die Eltern (Schul-)Bildung

nicht als wichtig empfinden, ist es auch für den Nachwuchs

schwer, aus der Armut auszubrechen. Was außerdem dazu

kommt: viele Kinder werden tagsüber zu Hause gebraucht und

können deshalb nicht zur Schule gehen.

80% der Viertklässler konnten nicht einmal ihren

eigenen Namen schreiben oder lesen.

Besonders Spaß hat mir die Musik-AG gemacht. In kleinen Gruppen

von 4-6 Schülern wurde getrommelt, gesungen und Gitarre

gespielt. Es war schön zu sehen, wie viel Spaß die Kinder am Musikmachen

hatten. Das kleine Konzert bei der Zeugnisübergabe

war der Höhepunkt unseres Schuljahres.

Kulturelles Verständnis bedeutet, zu erkennen, dass

es kein Gut und kein Schlecht gibt, nur ein Anders.

Wenn man in einer fremden Kultur lebt, kommt man mit einigen

zuvor unbekannten Dingen in Berührung. Oft eckt man mit

dem eigenen kulturellen Hintergrund an die Andersartigkeit des

Gastlandes an. Doch umso mehr man sich auf eine solche Erfahrung

einlässt, beginnt man diese neuen, anderen Sichtweisen

auch zu verstehen. Durch kulturelles (Kennen-)Lernen rücken Kulturen

zusammen und werden nicht mehr als fremd oder als „Gefahr“

wahrgenommen. Wenn man so will, wurden „mir die Augen

geöffnet“. Dafür, dass ich nicht allein auf der Welt bin. Dafür, dass

nicht alle die selben Möglichkeiten haben und man sich deshalb

der eigenen durchaus bewusst sein sollte. Und dafür, dass bloßes

Vorurteilsdenken einfach nur Schwachsinn ist.

Mein Freiwilligendienst war eine riesen Chance für mich. Ich habe

unheimlich viel über mich, die Welt und das Leben gelernt. Die

Arbeit im Projekt hat mir Spaß gemacht und ich bin davon

überzeugt, etwas Sinnvolles gemacht zu haben. Mit

der Dominikanischen Republik habe ich eine zweite Heimat

gefunden, mit den Menschen dort neue Freunde.

Dominic Graf

• Es ist niemals ruhig, aus jeder Ecke kommt Musik

• Gelassene Unpünktlichkeit / in den Tag hineinleben

• Bei Regen fällt die Schule aus und einige Straßen

verwandeln sich in Schlammpisten.

Bilder: Dominic Graf

Neueröffnung

Schönheit beginnt mit schönen Händen

Dunja Schäfer • Im Schlößle 20 • 88483 Burgrieden/Rot • [ T ] 07392.913 17 30 • [ M ] 0157.84 31 49 32

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10

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16

Geilomat

HABENSWERT

Kuchen im Glas

REHFORM

Ein Unikat aus Beton ist das iPhone Akustik-Horn. Der Sound

des Smartphones wird durch einen Schalltrichter verstärkt,

der den ganzen Raum mit Musik füllt. Das Smartphone wird

einfach auf die Öffnung aus Holz gesteckt und los geht‘s. Das

Horn ist handgefertigt und jedes hat seine individuelle Betonstruktur.

Lass das Horn ertönen!

Sehr simpel, individuell, qualitativ hochwertig, lecker und

super zum verschenken. Die kleinen Kuchen sind bereits

fertig gebacken und man kann sofort mit Schlemmen beginnen.

Außerdem sind sie in den verschiedensten Geschmacksrichtungen

erhältlich. Zum Beispiel als Schoko-Guinness-,

Rotwein- oder Schoko-Erdnuss-Karamell-Kuchen. Mmmhh...

Preis: 6er Set 53,40 € // www.kuchen-im-glas.com

Preis: ca. 119 € // www.rehform.com

VESPER

Zeigen, was man hat! Mit Vesper hat die Sextoyindustrie

einen so eleganten Vibrator entwickelt,

dass man ihn nun auch dezent als Schmuckstück

um den Hals tragen kann. Ihn gibt es in den Farben

Silber, Bronze oder Gold. Batterie leer Per USB-

Stick lässt Vesper sich schnell aufladen. Praktisch,

elegant und sexy!

Preis: ca. 37 € // www.crave.tilt.com

Lotus grill

Der Grill für Stubenhocker. Mit dem Lotus Grill kann man nahezu

rauchfrei grillen, denn er hat einen speziellen Lüfter eingebaut,

der dafür sorgt, dass man schon innerhalb von Minuten loslegen

kann. Einige Teile des Grills sind sogar geeignet für Spülmaschinen.

Perfekt für alle, die auch an kalten Tagen nicht aufs Grillen

verzichten wollen!

Preis: ab 138 € // www.lotusgrill.de

LJ LAMP

Eine Hängeleuchte aus Beton mit Textilkabel. Jedes Exemplar dieser ungewöhnlichen Lampe ist ein

Unikat und kann zusätzlich durch das Zerschlagen des Betons individualisiert werden. Durch das

Zerschlagen wird die Drahtstruktur sichtbar und von innen beleuchtet. Diese einzigartige Lampe wird

mit Sicherheit alle Blicke auf sich ziehen!

Preis: ca. 149 € // www.ljlamps.de

Bilder: kuchenimglas / rehform / crave.tilt / lotusgrill / ljlamps


Geilomat 17

Samenbomben

Du wünschst dir eine bunte Blumenwiese in der grauen Stadt

Dann wirf eine Samenbombe! Samenbomben sind aus Erde

geformte Kugeln, die Pflanzensamen enthalten. Die idealen

Wurfzeiten sind je nach Wetter zwischen April und August.

Das Komplettpaket enthält acht verschiedene Sorten Samenbomben

mit jeweils zehn Stück pro Sorte. Flower Power!

Preis: 52 € // www.diestadtgärtner.de

KEECKER

Das fahrende Multimediasystem für zuhause. Keecker ist eine Mischung

aus Roboter, Beamer, Soundsystem und Kamera. Es fährt überall hin, wo

man ihn haben will, projeziert Filme, Musik und Fotos auf alle Wände und

Oberflächen. Sogar als Überwachungskamera kann man ihn einsetzen.

Auf jeden Fall ein Gerät mit Zukunftschancen!

Preis: ca. 1969 € // www.keecker.com

JOHNS PHONE

Dieses Handy übertrifft alle anderen in seiner Einfachheit. Die Tasten sind groß

und übersichtlich und das Adressbuch ist ganz klassisch analog mit kleinem

Block und Stift auf der Rückseite angebracht. Es ist stoß- und spritzwasserfest

und es hat nur eine Funktion: Telefonieren. Doch die eigentliche Besonderheit

liegt in dem puristischen Design und der langen Akkulaufzeit. Ganze drei Wochen

hält der Akku!

Preis: ab 69,95 € // www.johnsphones.com

TANTE FINES SPA

Hier bekommst du das Rundum-Schönheitsprogramm. Liebevoll

zusammen gestellt und für jede Stimmung passend. Nur Natur, sonst

nix – alles wird von Hand gesät, geerntet und getrocknet, ganz ohne

Chemie. Genieße das Fühl-dich-wohl-Bad und ruhe dich danach auf dem

Träum-schön-Kissen aus. Entspannung pur!

Preis: 25,90 € // www.tantefine.de

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18

Krass

WISSEN KOMPAKT

Nationale Vielfalt, Blood Bridge, Luis Quiles und Traces.

Zahl der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen

Zahl der Amtssprachen der Vereinten Nationen

Zahl der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Zahl der Amtssprachen der Europäischen Union

Quelle: Brand eins

193

6

28

24

Achtung – Du wirst angezapft!

Energiequelle mensch

Nationale Vielfalt

In Deutschland leben 6 169 400

Menschen mit fremder Staatsbürgerschaft

und es werden immer mehr:

- 1 607 161 Türken

- 520 159 Italiener

- 468 481 Polen

- 283 684 Griechen

- 223 014 Kroaten

- 197 984 Serben

- 195 310 Russen

Im Gesamten sind es ca. 7,4 % Ausländer.

Quelle: 100+1 Fakten, Das muss jeder Deutsche wissen.

weisheit

Energie wird zum knappen Gut. Wir leben, als hätten wir

noch drei Erden in Reserve. Um Energie zu gewinnen, werden

immer wieder neue Wege eingeschlagen. Die Industriedesignerin

Naomi Kizhner will den Menschen selbst als

Energiequelle nutzen. Sie hat eine Serie von drei Schmuckstücken

entwickelt, die durch Blutdruck und Nervenaktivität

angetrieben werden und so 100 Prozent Öko-Strom erzeugen.

Bei der »Blood Bridge« wird die Pulsschlagader angezapft,

so dass der vom Herzschlag erzeugte Blutdruck ein kleines

Rädchen antreibt. Der »e-Pulse Conductor« ist ein Anhänger,

der durch einen Zangengriff im Rückgrat verankert wird.

Dort soll er die Bioelektrizität des menschlichen Nervensystems

nutzen. Das dritte Schmuckstück, der »Blinker«, ähnelt

einer Brillenbrücke und wird von den Muskelkontraktionen

beim Blinzeln betrieben.

Auch die Körperwärme lässt sich nutzen. So wird bereits

jetzt das 13-stöckige Bürohaus »Kungsbrohuset« in Schweden

mit der Körperwärme von 250.000 Pendlern beheizt,

die sich in der U-Bahnstation unterhalb des Gebäudes aufhalten.

Für Sportler gibt es bereits den AMPY portable charger,

der Bewegungen zur Energiegewinnung nutzt. 30 Minuten

Laufen bringen genug Energie, um 3 Stunden das Smartphone

nutzen zu können.

Die gewonnene Energie soll per Chip oder Mikroenergiezelle

gespeichert werden. Bisher ist es erst ein Konzept, doch es

ist definitiv ein Schritt in die Zukunft.

Entdecken Sie die Kunst der Nagelmodellage!

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Bilder: naomikizhner / iStock_ loops7


LUIS QUILES, der Satiriker

Mädchen, die für ein paar mickrige Likes auf die Knie gehen, Kinder, die von

putzigen Videospielhelden verstümmelt werden, Menschen, die nur noch durch

kunterbunte Medikamente ein einigermaßen geregeltes Dasein führen können.

Der spanische Illustrator Luis Quiles weiß die »perverse« Welt, in der wir heutzutage

leben, gekonnt für immer festzuhalten.

»Flesh Market« nennt sich die durchaus explizite Sammlung von Bildern, die die

aktuelle Lage unserer Spezies besser veranschaulichen, als so mancher Roman.

WIR LASSEN

DIE PUPPEN

TANZEN!

Die ADTV-Tanzschule in Laupheim.

Der Künstler wiederum ist im Netz eher bekannt unter dem Namen Gunsmithcat,

er illustriert homosexuelle Teletubbies, sprichwörtliche Finanzhaie und die Zensur

an sich – unheimlich realitätsnah.

TRACES – IT`S UP TO You!

Das neue Must-Have aus Großbritannien: Traces. Du erhältst eine Nachricht,

die dich auffordert, zu einem bestimmten Ort zu gehen. Dein Smartphone

führt dich und sobald du in der Nähe bist, erscheint ein Wassertropfen

auf deinem Display. Erreichst du diesen Ort, explodiert der

Tropfen und die Nachricht erscheint. Diese kann Texte, Musik, Bilder,

Videos, Animationen und sogar Gutscheine beinhalten.

Welches Potenzial bietet Traces

Unternehmen könnten beispielsweise eine Schatzsuche mit Coupons starten

und Museen und Tourismusbüros können interaktive Reiseführer anbieten.

Mitglied im Allgemeinen Deutschen

Tanzlehrerverband e.V.

Bilder: zartbitter / Luis Quiles

Das Ziel ist klar: Traces ist der nächste Schritt in die Zukunft der Messenger.

Bisher gibt es die App nur in Großbritannien.

Ulmer Straße 45

88471 Laupheim

Fon 07392.18921

Web www.tanzschule-gutzmann.de


20 Krass

Mercedes FT2025

Eine Revolution im Lkw-Bereich kommt ins Rollen. Von der

Vision zur Realität. Auf der IAA Nutzfahrzeuge feierte der

autonome Lkw „Mercedes-Benz Future Truck 2025“ seine

Premiere.

Der Future Truck 2025 ist dank einer umfassenden Vernetzung,

neuesten Techniken und speziellen Sensoren in der

Lage, bei realistischen Geschwindigkeiten von 80 km/h im

echten Verkehrsgeschehen auf der Autobahn autonom zu

fahren. Der Lkw macht alles allein. Er kann mit seiner Kameratechnik

sehen, mit seinen Sensoren alles kontrollieren

und völlig eigenständig auf den Verkehr reagieren. Dem Truck

sieht man seine Fähigkeit auch an! Fährt ein Mensch, ist der

Truck mit weißem Licht unterwegs. Fährt der Truck autonom,

wechselt die Farbe des Lichts zu blau. Außerdem blinkt das

blaue Licht, um den anderen Verkehrsteilnehmern zu zeigen,

dass der Truck autonom fährt.

Aus der Sicht von Mercedes Benz hat das autonome Fahren

viele Vorteile: Verbrauch und Emissionen werden stark reduziert,

Staus werden vermieden und auch zu Unfällen soll es

seltener kommen.

Technisch sieht sich Mercedes-Benz bereits heute in der

Lage, den Lkw alleine fahren zu lassen. Realistisch geht

man davon aus, dass der Truck frühestens 2025 eingesetzt

wird. Das Berufsbild des bisherigen Lkw-Fahrers wird sich

folglich ändern. Inwieweit ist noch nicht klar. Es wird spannend!

BMW i8

Der erste einer neuen Generation: Der BMW i8. Die Mischung

ist perfekt: Die Eleganz eines Sportwagens und Emissionswerte

eines Kleinwagens. Was bisher Wunschdenken war, ist

nun Realität:

In diesem Fahrzeug werden die Vorteile von innovativer

Elektro- und Verbrennungsmotortechnologie vereint, ein

echter Plug-in-Hybrid. Innerhalb von zwei Stunden ist der

Sportwagen geladen und das mit einem einfachen Ladekabel

zuhause. Sensationell: Der Verbrauch liegt bei ungefähr 2,1

Litern (49 g CO2/km) und das bei 362 PS!

Der i8 wurde primär aus Carbon gefertigt, das dem Fahrzeug

enorme Leichtigkeit verleiht. Es ist weltweit das erste Serienfahrzeug,

bei dem Laserlicht zum Einsatz kommt.

Ein weiteres Highlight ist das stylische Design. Es ist kompromisslos

auf Aerodynamik und Ästhetik getrimmt: von den

grifflosen Flügeltüren bis zum Stream-Flow, der den Weg des

Fahrtwinds vorgibt. Mit seiner geschwungenen Silhouette und

den spektakulären Flügeltüren ist er ein echter Hingucker.

Man spürt bereits im Stand den Bewegungsdrang.

Der BMW i8 beweist, dass sich Nachhaltigkeit und Premiumqualität

keinesfalls ausschließen – sondern vielmehr zukunftsorientiert

harmonieren.

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Krass

21

Seit 2010 erobert eine junge Band aus Ulm die Bühnen Süddeutschlands.

Jochen Jehle an der Gitarre, Stephan Dötterer,

von allen Picco genannt, am Schlagzeug und Alexandra Rohde an

Bass und Mikro. Die drei begeistern mit ihren selbst geschriebenen

Songs, die ihren Spaß an der Musik und ihre Spielfreude

spüren lassen.

• 21.02.2015

Hirsch Auernheim

• 06.03.15

Tweety Biberach

• 14.03.2015

Danzinger Stüble

Stuttgart

• 23.03.2015

Open Stage Roxy

• 21.04.2015

Radio Fips

Göppingen

Ein Ohrwurm reiht sich an den anderen und live sind JoPicX eins

mit dem Publikum. Klar, dass bei einer stetig wachsenden Fanbase

der Ruf nach einem Longplayer immer lauter wurde und so

erschien im September 2014 ihr erstes Album „Soundmenue“,

welches sofort zur Platte der Woche beim regionalen Radiosender

Radio free FM wurde. Die erfolgreiche Band war bereits im

Fernsehen, Radio, Zeitungen und hat fast alle Bandcontests gewonnen.

Wir haben mit ihnen gesprochen...

Wir würdet ihr euren Musikstil beschreiben

Es ist schwer unseren Stil in eine der gängigen Genre-Schubladen zu

stecken. Unsere Musik ist eine Mischung aus Pop und Country,

zu dem die einzelnen Einschläge von uns Dreien dazu kommen.

Alex hört gern Singer-/Songwriter und Country, Jochen mag es

etwas rockiger, er hört gern Eric Clapton und Marc Knopfler und

Picco kommt aus der Punkrichtung, er hat früher Green Day rauf

und runter gehört und liebt Indie. So entsteht eine ganz eigene

Mischung, die immer nach JoPicX klingt.

Worauf seid ihr stolz, was sind eure größten Erfolge

Uns freut es sehr, dass wir nach fünf Jahren immer noch so einen

starken Zusammenhalt in der Band haben. Wir sehen das bei so

vielen jungen Bands, die sich nach einiger Zeit verkrachen und

auseinander gehen. Für uns alle ist die Band ein sehr wichtiger

Pfeiler in unserem Leben und es ist toll, dass wir immer noch so

gute Freunde sind.

Zu unseren größten Auftritten gehört das Summernight Festival in

Laupheim (2013), das Donaubeben (2013) und die CD-Release-

Party im Swobsters (2014). Und der Bandcontest-Sieg in Starnberg

2012, an dem über 600 Bands teilgenommen haben, das

war schon ein sehr tolles Gefühl und eine lehrreiche Zeit. Und als

sie uns in der KUFA Ulm fast die Bude eingerannt haben, obwohl

es schon spät nachts war. Das freut uns immer, wenn so viele

da bleiben, um einen zu sehen. Wir hätten anfangs niemals damit

gerechnet einmal zusammen mit Bands wie Blumentopf, Heisskalt,

den Donots oder Flo Mega auf einer gemeinsamen Bühne zu stehen.

Unser Ziel war es erstmal, in Ulm an einen Auftritt zu kommen

(lachen). Die Freude am spielen haben wir noch immer wie

am ersten Tag.

Was sind eure Pläne für die Zukunft

Es sind einige Auftritte geplant, wir wollen auch mal ein Musikvideo

drehen und in weiterer Ferne ein zweites Album aufnehmen. Toll

wäre es natürlich auch, wenn wir als Toursupport für eine bekanntere

Band durch die Republik fahren dürfen. Wir freuen uns außerdem,

in Zukunft neue Städte, Bars, Clubs und Festivals zu rocken.

Aber wer weiß, was in 20 Jahren ist Wir sind gespannt

und freuen uns darauf!

Was ist euch am wichtigsten

Am wichtigsten ist uns, dass man sich auch in stressigen Phasen

immer wieder besinnt und Kraft in der Band finden kann. Der

Zusammenhalt und die Freude an der Musik haben bei uns allen

Dreien einen sehr hohen Stellenwert. Unser Ziel ist es, diese Freude

am Musik machen weiterzutragen und unseren Zuhörern ein Lächeln

auf ihre Gesichter zu zaubern.

Wir freuen uns immer über neue Zuhörer und neue Besucher

auf unseren Konzerten und Internetplattformen (facebook, soundcloud

und youtube).

Danke an JoPicX für das tolle Interview!

Ihr kennt JoPicX noch nicht Dann hört doch einfach mal rein:

soundcloud.com/jopicx!

Gewinne das neue Album Soundmenue!

So einfach gehts: Einfach die vivum-Seite auf

facebook liken und du nimmst automatisch

an der Verlosung teil. Mit etwas Glück hältst

du bald das Soundmenue mit original Autogrammen

in deinen Händen!

Bilder: JoPicX


22 Outtakes

01

APR

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