24.12.2014 Aufrufe

erinnerungen - Deutsche Schule Kuala Lumpur

erinnerungen - Deutsche Schule Kuala Lumpur

erinnerungen - Deutsche Schule Kuala Lumpur

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

30 JAHRE DEUTSCHE SCHULE KUALA LUMPUR

1. DEUTSCHE INTERNATIONALE ABITURPRÜFUNG

FESTSCHRIFT


DEUTSCHE SCHULE KUALA LUMPUR

1979 - 2009

Festschrift anlässlich des 30. Jubiläums und der ersten

Internationalen Abiturprüfung


Sandra Jacobey

Geburtsjahrgang: 1989

Zeit an der DSKL: 1996-2003 (2.-8. Klasse)

„2003-2006 Gymnasium in Hamburg, 2006-2008 Jakarta

International School, Studiumanfang Oktober 2009: Politikwissenschaft/Journalismus“

DSKL ALUMNI

Was machen

ehemalige Schüler

heute

Vanessa J. Salamanca

Geb: 1987 Zeit an der DSKL: 1995-1999 (1.-5. Klasse)

„Danach: Deutschen Schule in Santiago de Chile (1999-2003). Umzug nach Pretoria, Südafrika.

Hier war ich von Klasse 10 bis zum Abitur (2003-2007) und studiere zurzeit Politische Wissenschafen

(2.Jahr) an der Universität von Pretoria (2008-2009).“

Sixten Schoo

Geburtsjahrgang: 1989, Zeit an der DSKL: 1994-2000 (1.-5. Klasse)

„Danach sind wir zurück nach Stuttgart (Deutschland),

wo ich dieses Jahr mein Abitur an einem Technischen Gymnasium machen werde.“

Alexander Esser

Geburtsjahrgang: 1985, Zeit an der DSKL: 1992-2002

„Danach: Alice Smith School Kuala Lumpur, jetzt Physik auf Diplom an der RWTH Aachen.“

Mark Dauth

Geburtsjahrgang: 1980, Zeit an der DSKL: 1985-1986 (Vorschule – 1. Klasse)

„Seitdem im Frankfurter Raum ansässig und in der Filmbranche tätig.“

Yannick Sander

Geb: 1987, Zeit an der DSKL: 1993-1996

„1996-2003 und 2004-2006 Käthe-Kollwitz-Gymnasium; 2003-2004 Chatham Highschool NJ/

USA; 2006-2007 Zivildienst beim DRK; 2007-2008 Berufausbildung zum Rettungsassistenten; seit

Herbst 2008 Studium im Fach Humanmedizin“

Damian Übelhör

Geb: 1981, Zeit an der DSKL: 1995-1997

„Danach: American School of Tegucigalpa, Honduras, University of Massachusetts, Amherst und

Boston College. Jetzt: Manager of Investment Analysis, Harvard Management Company.“

Viviane Wepfer

Geb: 1986, Zeit an der DSKL: 1997-1999

„Sommer 1999 Umzug in die Schweiz, Matura 2005, Medizinstudium“

Eve Craigie

Geburtsjahrgang: 1980, Zeit an der DSKL: 1988-1989

„Abitur, Staatsexamen Humanmedizin, Approbation“

David Plodek

Geburtsjahrgang: 1986, Zeit an der DSKL: 1994-1998

„Moerike Gymnasium in Esslingen bei Stuttgart (ABI 06), studiere BWL an der BA-Stuttgart.“

Vanessa Türschmann

Geb: 1977, Zeit an der DSKL: 1980-1986

„Nach 86 Umzug nach Tenerifa bis 1993. Von dort nach Offenbach. Abi 1997, Studium Informatik

in Darmstadt (nach sechs Semestern abgebrochen); 2000 Studium Kommunikations-Design,

Diplom 2005; zwischendurch in Barcelona und Zürich gewesen. Heute, freiberuflich als Grafiker,

Fotgraf und vieles mehr in Frankfurt unterwegs.“

Athenais Sivaloganathan

Geburtsjahrgang: 1990, Zeit an der DSKL: 1995-2004

„2004 -2008 an der ISKL (International School of Kuala Lumpur), jetzt an der University of Sydney.

Double degree: Bachelor of Commerce and Bachelor of Science (Schwerpunkt Psychology)“

Marina Senk

Geburtsjahrgang: 1981, Zeit an der DSKL: 1986-1994 (Vorschule - 7. Klasse)

„English Language Instructor“


INHALT

GRUSSWORTE 5

ERINNERUNGEN 12

Chronic 16

TATSACHEN 28

Klasse 12 28

DIAP 29

Klasse 10 30

DSKL auf einen Blick 32

PASCH 34

Blitzumfrage 36

FRAGEN & ANTWORTEN 38

PLÄNE UND WÜNSCHE 45

Qualitätstest 45

Ideen der Grundschüler 46


Katharin Echensperger

Geb. 1974

Zeit an der DSKL: 1985-1989

„1989 sind wir dann nach Manila, Philippinen,

gezogen wo ich die Deutsche

Schule Manila und die ISM besucht

habe. Seit 1991 sind wir wieder in

München, Deutschland, wo ich dann

auf die Munich American Highschool

gegangen bin. 1992 habe ich dann eine

Lehre als Arzthelferin begonnen, nach

meiner Lehre habe ich mein Berufszweig

gewechselt und bin seit 1995 Assistenz.

Seit einigen Jahren arbeite ich für BMW.“

“Viele Grüße aus München!“

Rebecca Stetter

Geb: 1990, DSKL: 1996-

2006 (1.-10. Klasse)

„2006-2008 IB an der

International School Kuala

Lumpur, 2008-2009 Jahr in

Beijing, China, um Mandarin

zu studieren“

Christopher Lee

Geburtsjahrgang: 1988

Zeit an der DSKL: 1992-

2004

„2004-2008 Zahntechnikerlehre

und 2008-2009

ICPU (International Canadian

Pre-University Program)

at Taylors College“

Christian Fiedler

Geburtsjahrgang: 1981

Zeit an der DSKL: 1995-1996 (9.

Klasse)

„Im Jahr 2000 dann Abi, danach

Wehrdienst bei der Luftwaffe. Von

2001-2003 Ausbildung zum Piloten

an der Flugschule der Lufthansa in

Bremen & Phoenix. Seit Ende 2005

Co-Pilot bei Lufthansa, mittlerweile

auf dem Airbus A340 weltweit eingesetzt.“

„Liebe Grüße aus Frankfurt“

Magdalena Wolf

Geburtsjahrgang: 1989

Zeit an der DSKL: 1996-

2005 (2.-9. Klasse)

„Ich studiere an der BOND

Universität in Queensland,

Australien, Bachelor of

Health Sciences “

DSKL ALUMNI

Was machen

ehemalige Schüler

heute

Christian Pittner

Geburtsjahrgang: 1971

Zeit an der DSKL: 1985-1987 (9.-10. Klasse)

„Damals war mein Vater Hermann Pittner dort

Schulleiter und meine Mutter Brigitte Pittner

Grundschullehrerin. 1987 - 1989 dann an

der Deutschen Schule Singapur und danach

in DL die Hochschulreife erlangt. Jetzt tätig

als leitender Angstellter in einem weltmarktführenden

Unternehmen für transparente

Dachsysteme, die dieses Jahr Sentosa Island

in Singapoer überdachen.“

„Viele Grüße aus Bremen und eine schöne

Feier ...“

Andreas Pähler

Geburtsjahrgang: 1986

Zeit an der DSKL: 1994-1999

Deutsche Internationale

Schule Jakarta (1999-2002),

Helmholtz-Gymnasium Bonn

(2002-2005, Abitur 2005), Physikstudium

an der Jacobs University

Bremen (2005-2008, B.Sc.

2008), Volkswirtschaftsstudium

an der University of Warwick (seit

2008)“

Nadia Iliana Precht

Geburtsjahrgang: 1986

Zeit an der DSKL: 1990-2001

(Kindergarten-9. Klasse)

„2001-2005: Ratsgymnasium

Rotenburg Wümme (Abitur),

2005-2006: Auslandsjahr in Paris

als Au-Pair, seit 2006: Studium:

„Wirtschaftssprachen Asien und

Management (malaiisch)“ an der

HTWG in Konstanz“

Karina Stenglein

Geb: 1986

DSKL: 1996-2003

(3.-10. Klasse)

„Abitur und Studium

zur Diplomfinanzwitin“

Robert Koch

Forrest Spallinger

Geb. 1975

Zeit an der DSKL: 1985-1989

„Gymnasium Wien (Abitur

1994), Universität Wien

(Rechtswissenschaften und internationale

Betriebswirtschaft),

Columbia University, New York

(LL.M.-Studium, postgraduate),

derzeit Rechtsanwalt in Wien“

Gesche Wai-Yi Haas

Geburtsjahrgang: 1985

Zeit an der DSKL: 1991-1994

„Danach: Deutsche Schule Singapur,

Gymnasium in Sankt Augustin,

Deutsche Schule Peking (Abi 2004),

Beijing Language & Culture University,

Hong Kong Science & Technology

University / New York University“

„Wünsche Euch gutes Gelingen!“

Mandy Fähndrich

Geburtsjahrgang:

Zeit an der DSKL: 1997-2005 (1.-

8. Klasse)

„The Alice Smith School Klasse

9-12 -Abschluss diesen Sommer.

Werde in England, Anfang September

2009 „Advertising, Marketing

and Event Management“

studieren.“

Geb. 1979, Zeit an der DSKL: 1985-1993 (1.-9.

Klasse)

„Abitur 1998 im norddeutschen Internat Stiftung

Louisenlund. Nach meinem Studium in Deutschland

zum Wirtschaftingenieur und nach Absolvierung

meiner Diplomarbeit in Shanghai, begann

ich meinen ersten „echten“ Job 2005 in Frankfurt

am Main. Nach drei Jahren versetzte man mich

nach Houston, Texas. Von hier aus schreibe

ich nun diese Zeilen und freue mich, dass man

in Houston - im Gegensatz zu Hamburg - Nasi

Lemak in mindestens drei Restaurants bestellen

kann!“

„Anlässlich des Jubiläums herzlichen Glückwunsch

und weiterhin viel Erfolg - auch in dieser Zeit der

finanziellen Unsicherheit weiterhin viele deutschsprachige

Schüler!“


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn eine Schule 30 Jahre alt wird, mag das in Deutschland kein so besonderes Ereignis

sein, denn dort gehen die Gründungsjahre mancher Bildungsstätten sogar bis ins 7.

Jahrhundert zurück. Und wie wir einem Grußwort entnehmen können, steht die älteste

Deutsche Schule im Ausland seit 421 Jahren in Kopenhagen.

Dennoch finden wir, 30 Jahre ist ein guter Grund zu feiern, vor allem angesichts der

Schwierigkeiten, die in Kuala Lumpur auf die Gründungsmitglieder des Schulvereins

zukamen. Deren damaliger Entschlossenheit haben wir es zu verdanken, dass wir dieses

Jahr die erste Internationale Deutsche Abiturprüfung (DIAP) und das Jubiläumsjahr

zusammen feiern können: Ein doppelter Grund stolz zu sein!

Hier halten Sie nun die Festschrift zu diesem denkwürdigen Jubiläum in Händen, die

nicht nur die Vergangenheit der DSKL beleuchtet, sondern einen Überblick über aktuelle

Aktivitäten und eingefangene Stimmungen wiedergibt sowie Zukunftsaussichten

berücksichtigt. Als wir um Beiträge für diese Festschrift baten, bestanden wir nicht

immer ausdrücklich auf die üblichen Grußworte, ohne die eine Festschrift den Namen

allerdings nicht verdienen würde. Oft überließen wir es den Autoren, was sie zu dieser

Festschrift beisteuern wollten.

Wir danken allen jetzigen und ehemaligen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die Beiträge

zu dieser Jubiläumsschrift verfasst oder bereitgestellt haben.

Diese Festschrift soll auch eine Anerkennung sein für alle, die während der vergangenen

dreißig Jahre leidenschaftlich und konstruktiv am Erhalt und der Weiterentwicklung

der DSKL mitgearbeitet haben, sei es im Rampenlicht oder hinter den Kulissen, bezahlt

oder ehrenamtlich, über einen längeren oder kürzeren Zeitraum: Es hat sich gelohnt!

Ferner danken wir den tatkräftigen Redaktionsmitarbeitern dieser Festschrift, die uns

mit Recherchen, Korrekturen, Ideen, Fotos oder Layoutarbeit unterstützt haben, sowie

den Sponsoren für ihren finanziellen Beitrag.

Andrea Trumm und Datin Maria von Stumm


Grußwort von Dr. Wolfgang Munzinger

Schulleiter der Deutschen Schule Kuala Lumpur seit 2007

Grußwort von Joachim Lauer

Abteilungspräsident -Zentralstelle für das Auslandsschulwesen-

GRUSSWORTE

Grußwort und Dank

Von allen Seiten wird der DSKL – der Deutschsprachigen

Schule Kuala Lumpur – eine dynamische Entwicklung

attestiert. Erweiterung des Schulgebäudes,

Ausbau des Pausenhofes, Minisportfeld, Container

für die Oberstufe, Einführung der Flexiblen Eingangsstufe,

Aufbau einer Oberstufe, Schrittmacher bei der

weltweit ersten Deutschen Internationalen Abiturprüfung,

Aufbau des Ganztagsschulprogramms –

dies sind sichtbare Meilensteine der Entwicklung an

der DSKL.

Vor dieser Zeitspanne, die ich in meinen zwei Jahren

als Schulleiter mitgestalten durfte, liegt eine

Entwicklung, wie sie mehrfach in dieser Festschrift

beschrieben ist. Von bescheidenen Anfängen in

einem Wohnhaus führte sie zu einer Schule, die von

deutschsprachigem Kindergarten bis internationaler

Hochschulzugangsberechtigung alles

umfasst, was die heranwachsende

Generation von früher Kindheit bis

akademischer Qualifikation braucht.

In der Zukunft werden zunächst Optimierungen

des bestehenden pädagogischen

Angebotes erfolgen. Die

Schule selber benötigt mehr Raum.

Auch die räumliche Trennung vom

Kindergarten, der bis zu ein Viertel

der Schülerschaft auf das Lernen an

der Schule vorbereitet, soll überwunden

werden. Wenn die Schülerzahl

so weiter wächst wie bisher, wird ein

Schulneubau nötig werden, der die

Trennung zwischen Kindergarten und

Schule beendet und neue Entwicklungsmöglichkeiten

schafft.

Bei der Finanzierung unseres 30-jährigen

Jubiläums mit erstem DIAP-Ball

wurde mir deutlich, wie stark die DSKL

von Firmen, die Niederlassungen im

Klang Valley haben, gestützt wird.

Diese Erfahrung ermutigt uns, neue

Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Im Namen der Schulgemeinschaft

danke ich daher allen Sponsoren,

die unser Fest, diese Festschrift und

unsere Spende an den Kindergarten

der YWCA of Malaysia möglich gemacht

haben. Für planerische und

organisatorische Arbeit bedanke ich

mich beim Festkomitee, bestehend

aus den Eltern, Schülern und Lehrern

der 10. und 12. Klassen. Besonders

danke ich unserer Verwaltungsleiterin

und unserer Vorstandsvorsitzenden, die die Aktivitäten

des Sponsoring so geschickt steuerten. Unserem

Botschafter danke ich für die Übernahme der

Schirmherrschaft, dem Team „Festschrift“ danke ich

für das hier vorliegende Werk, in dem Sie diese Zeilen

gelesen haben.

Zum Jubiläum grüßt Sie herzlich

Dr. Wolfgang Munzinger

Schulleiter

Dreißig Jahre Deutsche Schule Kuala Lumpur

Zum dreißigjährigen Bestehen der Deutschen Schule

Kuala Lumpur möchte ich im Namen des Bundesverwaltungsamts

– Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

– allen, die mit der Schule verbunden sind

– Schülern, Eltern, Lehrern, Schulleitung, Schulvorstand

und allen Freunden und Förderern-, sehr herzlich

gratulieren.

Die Deutsche Schule Kuala Lumpur ist für viele Eltern

und Kinder, die aus beruflichen Gründen häufig Ortswechsel

verkraften müssen, ein fester Bezugspunkt

und ein vertrauter Ort in einem neuen Umfeld. Für

die im Großraum Kuala Lumpur ansässige Familien,

deren Kinder die Deutsche Schule besuchen, wird die

Verbindung zur deutschen Sprache und Kultur aufrechterhalten

und eine Reintegration in das deutsche

Schulsystem nach Rückkehr in ein deutsches Bundesland

gesichert. Darüber hinaus werden die Schüler

mit der Kultur und der Natur Malaysias und den angrenzenden

asiatischen Ländern durch eine Vielzahl

von Aktivitäten und Projekten – u.a. Konzerte mit

einheimischer Gamelanmusik, Geographieunterricht

im Dschungel, Teilnahme an den Kulturfestspielen –

vertraut gemacht. Die dabei erworbenen Erfahrungen

aus zwei Kulturen werden die Schüler für ihr ganzes

Leben prägen und sie zu aktiven Verfechtern eines

offenen und toleranten Umgangs untereinander und

der interkulturellen Begegnung machen.

Ich möchte diesen Festakt zum dreißigjährigen Bestehen

zum Anlass nehmen, der gesamten Schulgemeinschaft

auch für die in jüngster Vergangenheit erfolgreiche

Implementierung des Deutschen Internationalen

Abiturs zu gratulieren. Die Schule ist damit in

den Kreis der vollausgebauten deutschen Schulen im

Ausland aufgenommen worden. Nun können die vor

Ort lebenden, deutschsprachigen Familien mit schulpflichtigen

Kindern ein Schulangebot bis zum Abschluss

einer weltweit gültigen deutschen Hochschulzugangsberechtigung

in Anspruch nehmen. Die deutsche

Schule Kuala Lumpur hat außerdem mit Erfolg

ihre Anstrengungen fortgesetzt, ihr pädagogisches

Profil durch die Einführung eines Ganztageskonzepts

sowie eines „virtuellen Klassenzimmers“ zum Austausch

von Hausaufgaben, Unterrichtsmaterialien und

„Smartboardtafelbildern“ zu erweitern.

Für die Zentralstelle ist die Schule ein verlässlicher

Partner. Dafür sei an dieser Stelle allen Verantwortlichen

gedankt, den Pädagogen, aber vor allem auch

den Mitgliedern des Schulvorstandes für ihr selbstloses

Engagement an der Schule. Ohne ihre ehrenamtliche

und zeitaufwendige Führungstätigkeit wäre

der Erfolg der Deutschen Schule Kuala Lumpur nicht

denkbar.

Abschließend spricht die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

der Deutschen Schule Kuala Lumpur

hohe Anerkennung aus und wünscht der gesamten

Schulgemeinschaft ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr

und für die weitere Zukunft viel Erfolg.

Joachim Lauer

Abteilungspräsident

-Zentralstelle für das Auslandsschulwesen-

GRUSSWORTE

6

7


GRUSSWORTE

Grußwort von Günter Boos

Koordinator für Südostasien und Australien, Regionalbüro der Zentralstelle

für das Auslandsschulwesen, von August 2000 bis Juli 2008 Schulleiter

an der „German International School Singapore“

Kein Grußwort , sondern fast schon eine Liebeserklärung

Als ich von Maria von Stumm um einen Beitrag für die

Festschrift gebeten wurde, sagte ich erst einmal begeistert:

„Ja!“ Aber die Ernüchterungsphase kommt

immer nach dem Rausch und damit die Frage: Was

soll ich eigentlich schreiben Na schön, ich kenne die

Schule seit fast neun Jahren (aus der Ferne), ich

kenne die dort vertretenen Personen (von einigen

Begegnungen und aus der regionalen Zusammenarbeit),

ich kenne auch (fast alle) Pläne zur Entwicklung

der Schule. Ich will auch kein “staatstragendes Grußwort”

verfassen, das überlasse ich gerne den mehr

staatstragenden“ Freunden und Förderern” der Schule,

sondern ich bin ein “Nachbar”, der immer auch mit

großem Respekt zu der etwas kleineren Schwester

geschaut hat.

Ich komme aus Singapur (wie jeder weiß) und Malaysia

und Singapur haben erst einmal die gleichen Wurzeln.

Das macht es deshalb auch so spannend, weil sich

hier im Großen die gleichen oder ähnlichen Familiengeschichten

abspielen wie im richtigen Leben. So geht es

teilweise auch den beiden Schulen. Es gibt zwar keine

richtige Eifersucht (gleiche Familie), aber man beäugt

sich gerne. Und wie das so ist in Familien: Man unterstützt

sich gegenseitig ohne großes Aufheben darum

zu machen.

Wenn man so die Schulen betrachtet, fallen einem Betrachter

von außen erst einmal die Unterschiede auf!

Der gravierendste und elementarste Unterschied in den

letzten neun Jahren war für mich folgender: Singapur

hatte in dieser Zeit einen Schulleiter und fünf Vorstandsvorsitzende,

Kuala Lumpur vier Schulleiter und

eine Vorstandsvorsitzende. Schlussfolgerung daraus:

Egal von welcher Seite man das sieht, eine Konstanz

wurde gewahrt! Dabei fallen alle anderen Unterschiede

als “vernachlässigbare Größen” (fast) weg. Das sind

die etwas höheren Schülerzahlen in Singapur, der europäische

Zweig und die Anstrengung gleich und/oder

besser zu sein als die Mitbewerber auf dem Markt der

internationalen Schulen in Singapur.

Das macht aber auch deutlich, was so alles in Kuala

Lumpur passiert ist, auf einer völlig anderen Basis von

Schülern und auch auf weitaus kleinerem Gelände. Und

hier setzen wieder die familiären Qualitäten an. Beispiel

Laptop-Klassen: zuerst in Singapur eingeführt, dann

von Kuala Lumpur evaluiert und auch eingeführt, dann

wurde wieder der Ansatz von Kuala Lumpur mit den

Verantwortlichen in Singapur ausgetauscht. Wenn das

kein “family business” ist! Und wer das nicht versteht,

der versteht auch nur wenig von Asien. Und wir haben

zusammengearbeitet; ob das die Lehrpläne betrifft oder

die Flexibilität im Grundschulbereich, Bilingualität oder

den Deutschförderbereich, um nur einige Stichworte zu

nennen.

Dann kam die “Emanzipationsbewegung” nach KL in

Gestalt der DIAP, für nicht an Abkürzungen gewöhnte

Nichtbeamte die „Deutsche Internationale Abiturprüfung”.

Damit „stieg“ die Schule in den erlauchten Kreis

“der zum Abitur führenden Schulen” auf (im deutschen

Schulverständnis so etwas wie die Bundesliga für den

Fußball). Bis jetzt hat sich die Schule in dieser “Liga”

tapfer geschlagen und Impulse gesetzt: Sie ist eine der

ersten Schulen, die dieses Derivat der Reifeprüfung

durchführt und hat damit einen Wissensvorsprung vor

anderen Schulen (Was lernen wir daraus: Arroganz der

vermeintlich Großen ist völlig unangebracht.) und hat

sich damit die Möglichkeit erschaffen, die Schüler an

der eigenen Schule zu halten. Aber was für mich noch

interessanter ist, dies schafft eine hervorragende Ausgangslage,

um diese Schule weiterhin für ihre Zukunftsaufgaben

vorzubereiten.

Fazit daraus: In der regionalen Schulentwicklung gibt es

keine “Blaupausen”, sondern nur gemeinsame Ideen,

die aber jeweils strukturell angepasst und weiterentwickelt

werden müssen. Weitere Erkenntnis: Eine Schule

muss sich ständig weiterentwickeln, sonst wird sie zu

einem “Schüleraltenheim”! Was ich meine, die Bedürfnisse

und Anforderungen an das “Leben” (“Nicht für

die Schule, sondern für das Leben lernen wir!” alter lateinischer

Lehrsatz), sind einer permanenten Änderung

unterworfen und wenn die Schule ihre ihr anvertrauten

jungen Menschen auf die Zukunft vorbereiten will, kann

sie das eigentlich nicht mit den Methoden und Inhalten

der Gegenwart leisten und schon gar nicht mit

denen der Vergangenheit. Aus der kritischen Distanz

betrachtet (sowohl inhaltlich als auch geografisch)

komme ich natürlich auch zu einem nachbarlichen

Fazit: Ich mache es kurz und überhaupt nicht akademisch

oder beamtisch. Ich bin schlicht beindruckt

von dem, was hier in den letzten Jahren von den Verantwortlichen

in Szene gesetzt wurde und aus dem

„Twen“ ist ein respektabler Erwachsener geworden,

der zielstrebig seinen Platz sucht und meiner Meinung

nach gefunden hat.

Grußwort von Dr. Reinhard Köhler

Ländervorsitzender des Bund-Länder Ausschusses für schulische Arbeit

im Ausland; DIAP Initiator und nach 1997 und 1998 Prüfungsvorsitzender

an der DSKL im Jubiläumsjahr

Sehr geehrte Frau von Stumm, sehr geehrter Herr

Dr. Munzinger, liebe Eltern, Lehrer und Freunde

der DSKL,

ein herzliches Dankeschön für die freundliche Einladung

zur 30-Jahrfeier und einen herzlichen Geburtstagsgruß

an die Deutsche Schule Kuala Lumpur,

einer Schule mit Fortune und Tempo!

Es ist etwas Besonderes, wenn eine Schule schon

30 Jahre nach der Gründung den modernsten

deutschen Schulabschluss, das Internationale

Deutsche Abitur, anbieten kann. Zur historischen

Einordnung dieser großartigen Leistung ein paar

Vergleichszahlen:

Nun gut, 30 Jahre ist gerade so richtig erwachsen und

ich glaube, jedem ist bewusst, dass es noch ein weiter

Weg bis zum Rentenalter ist. Und da ich ja jetzt

in meiner neuen Aufgabe „Consultant“ bin, habe ich

ja geradezu die Verpflichtung, der Schule einen Rat

zu geben, und der ist in diesem Falle recht einfach:

Macht einfach weiter so!

Günter Boos

Singapur im Januar 2009

Die Deutsche Schule Stockholm wird im Jahr 2010

ihren 400. Geburtstag feiern und die Sankt Petri

Schule in Kopenhagen ist mit 421 Jahre noch älter

und damit die älteste Deutsche Auslandsschule.

Es war und ist mir eine große Freude, die DSKL auf

ihrem sehr erfolgreichen Weg begleiten zu dürfen.

Als KMK-Beauftragter besuchte ich die Schule

zum ersten Mal im Schuljahr 1996/97, damals befand

sie sich noch im Aufbau. Das galt sowohl für

die möglichen Schulabschlüsse, die den Hauptschulabschluss,

den Realschulabschluss und eine

Prüfung zum Übertritt in das damals 13-jährige

Gymnasium umfasste als auch für das noch nicht

sanierte Schulgebäude. Heute ist die DSKL nach

der DS Silikon Valley die zweite Schule weltweit

mit diesem internationalen deutschen Abschluss.

Welch eine Entwicklung!

Bei der ausgezeichneten Qualität der Schule und

dem hohen Engagement der Schulleitung und

Lehrerschaft, des Vorstandes sowie der Eltern und

nicht zuletzt durch die großartige Unterstützung

durch die Botschaft bin ich mir sicher, dass unser

Geburtstagskind weiterhin so erfolgreich und dynamisch

bleiben wird!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Dr. Reinhard Köhler

GRUSSWORTE

8

9


Grußwort von Dr. Anja Nußbaum

Geschäftsführerin des Weltverbandes der Deutschen Auslandsschulen

– WDA

Grußwort von Eckhard W. Mehring

Vorstandsvorsitzender des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen

GRUSSWORTE

Seit mehr als 30 Jahren vermittelt die Deutsche

Schule Kuala Lumpur jungen Menschen nicht nur

die deutsche Sprache, sondern auch Kenntnisse

über Kultur, Geschichte und Leben in Deutschland.

Für diese jungen Menschen und auch für ihre Familien

legen Sie den Grundstein für eine nachhaltige

Verbindung zu Deutschland. Ich möchte dem

Vorstand, der Schulleitung, den Lehrern, Eltern

und Schülern der Deutschen Schule Kuala Lumpur

sehr für ihre Arbeit danken und auch im Namen

der Vorstände des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen

zum Jubiläum ganz herzlich gratulieren.

Eine qualitativ hervorragende Ausbildung, wie ihre

Schüler sie erhalten, bildet die beste Voraussetzung

für den Start in ein erfolgreiches Leben. Ihr

Kindergarten bietet fast 50 Kindern und ihre Schule

mehr als 170 Schülern eine solche Chance und

ist mit der Einführung einer Ganztagsbetreuung

und der Deutschen Internationalen Abiturprüfung

modern und zukunftgerichtet. Jeder Absolvent

ihrer Schule hat die Möglichkeit, ein Studium in

Deutschland aufzunehmen. Sie stellen damit eine

wertvolle Brücke zwischen Deutschland und Malaysia

her.

Diese Bedeutung wird auch in der deutschen Politik,

Wirtschaft und Öffentlichkeit heute wieder

stärker wahrgenommen und geschätzt. Aus diesem

Grund soll auch die Gesamtzahl der Deutschen

Auslandsschulen auf weltweit circa 1000 Schulen

mit höchstem qualitativen Anspruch ausgeweitet

werden.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 unterstützt

der Weltverband Deutscher Auslandsschulen e.V.

als gemeinnütziger Verband tatkräftig die Arbeit

der deutschen Auslandsschulen. Wir vertreten ihre

Interessen und sind kompetenter Ansprechpartner

für Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Zudem

übernehmen wir sehr gern Serviceaufgaben für unsere

Mitglieder. Heute haben wir bereits über 100

Mitglieder und jedes Mitglied trägt zur Stärkung

der Gemeinschaft bei. Der Deutschen Schule Kuala

Lumpur sind wir zu besonderem Dank verpflichtet,

da die Schule Gründungsmitglied des WDA ist. Zudem

arbeitet ihre Vorstandsvorsitzende Maria von

Stumm in unserem Vorstand mit.

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist eine der

drei Säulen deutscher Außenpolitik neben den politischen

und den wirtschaftlichen Beziehungen –

und eines ihrer nachhaltigsten, traditionellsten,

aber auch modernsten Instrumente. Die Deutsche

Schule Kuala Lumpur kann stolz auf sich sein,

denn sie trägt zu diesem gemeinsamen Ziel seit

nunmehr 30 Jahren mit ihrem vollen Einsatz bei.

Ich möchte der Deutschen Schule Kuala Lumpur

ganz herzlich zum Jubiläum gratulieren und sie

bitten, mit ihrem unermüdlichen Engagement am

Menschen und für Menschen fortzufahren. Denn

wie Wilhelm von Humboldt schon sagte: „Im Grunde

genommen sind es doch die Verbindungen zu

Menschen, welche dem Leben seinen Wert geben.“

Dr. Anja Nußbaum

30 Jahre Deutsche Schule Kuala Lumpur – das

steht für Mut, Engagement, Ausdauer und

Durchsetzungsvermögen, denn ohne diese

Eigenschaften ist die Gründung einer Deutschen

Auslandsschule nicht möglich, ganz davon zu

schweigen, eine Schule jetzt schon 30 Jahre zu

betreiben. 30 Jahre Deutsche Schule Kuala Lumpur

ist deshalb ein Jubiläum und eine Leistung, worauf

die Schulgemeinschaft stolz sein kann.

Die Deutsche Schule Kuala Lumpur nimmt einen

anerkannten Platz in der großen Gemeinschaft

der Deutschen Auslandsschulen ein. Auch wenn

sie eine relativ kleine Schule und dazu auch

noch eine Expertenschule ist, so trägt sie doch

einen wichtigen Teil dazu bei, die deutsche

Sprache, die deutsche Geschichte und die

deutsche Kultur in Malaysia bekannt zu machen,

für länder- und nationenübergreifende Kontakte

und Freundschaften in Malaysia zu sorgen und

– eigentlich das Wichtigste – unsere Kinder zu

auslandserfahrenen, sprach- und weltgewandten,

selbstbewussten und den Anderen achtenden und

respektierenden Weltbürgern zu erziehen.

Der ganzen Schulgemeinschaft, den Schülern, den

Eltern, dem Lehrerkollegium, nicht zuletzt auch

dem Vorstand gebührt Dank und Anerkennung,

dass sie sich in der Schularbeit unermüdlich

der großen Aufgabe der Völkerverständigung im

Rahmen der Deutschen Auswärtigen Bildungsund

Kulturpolitik seit nunmehr 30 Jahren jeden

Tag wieder erfolgreich stellen.

Der Weltverband Deutscher Auslandschulen, als

Dachverband der Deutschen Auslandschulen,

gratuliert herzlich zu diesem Jubiläum und ist

stolz, die Deutsche Schule Kuala Lumpur zu

seinen Mitgliedern zu zählen.

Deutsche Schule Kuala Lumpur – ad multos

annos!

GRUSSWORTE

Die Deutsche Schule Kuala Lumpur ist wichtiger

Teil eines weltweit umspannenden Netzwerkes von

Deutschen Auslandsschulen. Mehr als 250 000

Schüler lernen derzeit die deutsche Sprache und

Kultur kennen. Sie haben damit beste Voraussetzungen

für eine nachhaltige Bindung an Deutschland

und die Möglichkeit des direkten Dialoges.

Eckhard W. Mehring

Für den Vorstand

des Weltverbandes

deutscher Auslandschulen e.V.

10

11


Schulerinnerungen von Dr. Günter Gruber

Deutscher Botschafter in Malaysia

Erinnerungen von Dr. Uwe Rummel

Schulleiter der DSKL von 2005 bis 2007

terten, zitierte mich vor die Klasse und quälte mich

mit lateinischen Vokabeln und Sinnsprüchen. Noch

heute sind mir Sinnsprüche daher ein Gräuel, egal ob

lateinisch oder als „Weisheit“ in ein „fortune cookie“

verpackt.

Meine Noten pendelten sich ein. Einigermaßen in

Deutsch, Englisch und Mathe, voll daneben in Physik

und Latein, dafür immer eine Eins in Musik, Sport und

Religion.

Der Samstag eines Schulleiters in Kuala Lumpur oder

Gefangen in der DSKL!

Im ersten Schuljahr an der DSKL passierte es immer

wieder, dass mir die Arbeitszeit während der Woche

nicht ausreichte, um alles zu erledigen, was anstand.

Obwohl ich jeden Nachmittag die Postmappe mit nach

Hause nahm, blieb doch immer irgendetwas liegen,

was ich dann am Samstagmorgen in der Schule erledigte.

ERINNERUNGEN

Vor einigen Tagen hatte ich endlich Zeit und Lust,

die letzten Umzugskartons auszupacken. Einige Umschläge

und Hefter waren bisher wohl der ordnenden

Hand meiner Frau entgangen, sie enthielten eine bunte

Mischung diverser Unterlagen und Schulzeugnisse.

Während mich die Lehrer der vier Grundschuljahre als

brav und fleißig beurteilten, änderte sich diese Einschätzung

im Gymnasium, vor allem ab der 7. Klasse,

oder Quarta, wie man damals noch sagte. Aus dieser

Zeit stammen auch meine intensivsten Erinnerungen

– und nicht alle sind positiv.

Während bei vielen Menschen Gerüche Eindrücke heraufbeschwören,

so ist es bei mir ein Geräusch: die

Schulglocke. Ich wohnte damals in einem Gebäude

unmittelbar neben der Schule. Wenn meine Mutter

und meine älteren Brüder längst das Haus verlassen

hatten, kroch ich noch mal ins Bett zurück. Einen Wecker

benötigte ich nicht, die Schulglocke war so laut,

dass ein Verschlafen nicht zu befürchten war. Genau

zehn Minuten waren zwischen erstem und zweitem

Klingeln. Mehr Zeit brauchte ich auch nicht. Anziehen,

Kämmen, ein Marmeladenbrot im Treppenhaus ...Waschen,

Zähneputzen Ich schaffte es meist in letzter

Sekunde atemlos ins Klassenzimmer zu schlüpfen,

aber eben nicht immer. Fatalerweise kam ich wohl

häufig in den von mir ohnehin gefürchteten Lateinstunden

zu spät. Und Dr. Fritsch, vor dem alle zit-

Das Zeugnis der 10. Klasse, die „Mittlere Reife“, sah

ganz gut aus. Die Familie feierte dieses unerwartete

Glück in einem Restaurant. Wohl ahnend, dass dieses

Zeugnis ein Einzelfall bleiben sollte, aß ich auf Vorrat.

Zehn Bratwürste und fünf Semmelknödel sind

in die Grubersche Familiengeschichte eingegangen.

Ab der 11. Klasse verlagerten sich mit der Aufnahme

von Mädchen in unser Jungengymnasium meine Prioritäten.

Der Kauf einer Vespa und lange Ausfahrten

mit einer gewissen Uschi sorgten für ausgewogen unterdurchschnittliche

Noten. Erst im Studium konnte

ich brillieren. Meine Mutter hatte recht: Ihr Jüngster

war ein Spätentwickler – zumindest in schulischer

Hinsicht.

Die Wohnung neben meiner alten Schule gibt es noch,

meine Tochter studiert in München und wohnt in

meinem alten Zimmer. Kürzlich habe ich sie besucht,

und während sie auf der Couch im Wohnzimmer schlief,

verbrachte ich seit vielen Jahren wieder eine Nacht

in meinem alten Zimmer. Das Läuten der Schulglocke

löste bei mir zwischen 7:50 und 8:00 Uhr Unruhe und

hektische Betriebsamkeit aus und spontan kamen mir

längst verschollene Lateinvokabeln und Fragmente

von Übersetzungen in den Sinn. „Wie ein pavlowscher

Hund“, meinte meine Tochter.

Ein Resumé meiner Schulzeit:

Gemischte Erinnerungen und der Entschluss, einige

oder eigentlich die meisten Zeugnisse wieder ganz

nach unten in die alte Umzugskiste zu verbannen.

Vielleicht geht sie ja zufällig beim nächsten Umzug

verloren, bevor sie meine Kinder finden.

Dr. Günter Gruber

Nach einem solchen Samstagvormittag war ich glücklich,

alles getan zu haben, um ins Wochenende gehen

zu können, und zog die Tür des Haupteingangs hinter

mir zu, um noch das Vorhängeschloss anzubringen.

Dann die Treppe hinunter, um die äußere Tür mit der

Codekarte aufzumachen - das Wochenende war in

Sichtweite! Aber was geschah beim Durchziehen der

Codekarte - Nichts! Noch einmal, und noch einmal

- nichts rührte sich. Ich war in unserem Schulhof gefangen!

Da die Codekarte nicht funktionierte, war es

mir auch nicht möglich, noch einmal in das Schulgebäude

zurück zu gelangen!

In einem solchen Moment ist normalerweise immer

jemand zur Stelle: Frau Shastri, Hasan, Papinder -

irgendjemand hätte geholfen und sofort wäre alles in

Ordnung gewesen. Aber am Samstag Logischerweise

war niemand zu sehen! Ich war allein, dem Schicksal

ausgeliefert und stellte mich darauf ein, das Wochenende

im Schulgarten oder auf einer Bank im Schulhof

zu verbringen.

Nachdem die Panik nach einer Weile verzogen war,

fasste ich Mut und rief ein paar Mal um Hilfe! Nichts

geschah - es kam auch keiner vorbei. Auch die Blickkontaktaufnahme

mit Besuchern des gegenüberliegenden

Hindu-Tempels nützte nichts - man sah durch

den Europäer hinter dem Zaun einfach hindurch! In

meiner Not und noch immer nicht zum Aufgeben bereit

erinnerte ich mich, dass ich seit kurzem stolzer

Besitzer eines Handys war. Ich rief meine Frau an,

welche beim Einkaufen war, und berichtete von dem

Missgeschick. Bis sie vom Einkaufszentrum in Bangsar

schließlich zur Schule gekommen war, verging eine

geraume Zeit. Nun trennte uns nur noch der Zaun,

der unsere Schule umgab. Was sollten wir tun Ich

konnte den Zaun auch nicht mit Hilfe meiner Frau

überklettern. Also musste eine Leiter gefunden werden.

Aber wo Meine Frau sprach im Hindu-Tempel vor

und siehe da - dort gab es eine zusammenklappbare

Leiter, die etwa so hoch wie der Schulzaun war. Man

lieh uns die Leiter, aber es war sehr schwer für meine

Frau, diese Leiter am Zaun hochzuschieben. Mit viel

Kraft und nach mehrmaligen Versuchen gelang es uns

schließlich, gemeinsam die Leiter am Zaun hochzuziehen.

Nun hatte ich die Leiter im Schulhof. Ich stieg

mit ihrer Hilfe auf den Betonsockel, der den Briefkasten

unserer Schule beherbergt und versuchte, die

Leiter erneut hochzuziehen, was mit der vollen Aktentasche

recht schwierig war. Aber schließlich war es

soweit. Die Leiter war oben und ich konnte sie auf der

anderen Seite des Zauns herunterlassen.

Was eine Stunde zuvor noch nicht der Fall gewesen

war - inzwischen gab es eine große Anzahl an Zaungästen,

Besucher des Tempels oder des nahen Sportfeldes.

Etwa dreißig Zuschauer zählte die Gruppe feixender

Menschen, die einen der Verzweiflung nahen

Schulleiter mit Lachen und abfälligen Bemerkungen

begleiteten, wie er seine Schule mit einer Leiter verließ.

Wir gaben mit vielen Dankeszeichen die Leiter

zurück - der Sonntag war gerettet!

Seit diesem Tag bin ich der Meinung, dass bei dem

Vorbereitungslehrgang des Bundesverwaltungsamtes

in Deutschland auch ein Überlebenstraining dabei sein

sollte!

Dr. Uwe Rummel

Estepona/Spanien 27. Januar 2009

ERINNERUNGEN

12

13


Sybille Gräfin zu Solms-Lauterbach-Thomas erinnert sich

an die Gründung der Deutschen Schule Kuala Lumpur. Federführend

war ihr Mann, Peter Thomas. Sie hat die Schule maßgeblich mit ihrem

Kindergarten unterstützt.

schlecht ging, unterstützte ich die Schule mit

meinen Einnahmen, um den Erhalt der Schule zu

sichern. Dafür wurde ich unter die Schirmherrschaft

der Schule genommen, denn mit über 40

Kindern brauchte ich eine Rückenlehne. So fingen

viele Kinder bei mir an, um dann in die Deutsche

Schule zu gehen, aber ich arbeitete weiterhin alleine

als „Mrs. Thomas’ Kindergarten“.

ERINNERUNGEN

Mein verstorbener Mann, Alfred Peter Otto Thomas

(von vielen einfach APO genannt) hielt eine

Ansprache zur Eröffnung der Schule, da er sich als

Vorsitzender des Schulvereins trotz seines vollen

Arbeitsprogramms mit viel Einsatz der Gründung

der Schule widmete.

Die vielen Sitzungen in unserem Haus, mit heißen

Debatten, um die vielen Ideen und Möglichkeiten

durchzugehen, die andere zur Sprache brachten!

Ohne die Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft

wäre die Schule nie zu Stande gekommen,

es waren zu viele Hürden zu durchlaufen, es gab

einfach zu viele Probleme. Außerdem gab es nicht

viele deutsche Kinder und die, die anwesend waren,

gingen schon auf andere Schulen. Dazu gehörten

auch unsere beiden, Jan und Kristina.

So kam zunächst der Junge von Frau Maybaum in

die erste Klasse und ein Mädchen aus Port Klang,

dessen Namen ich nicht mehr weiß. Dann sollten

unsere Kinder auf die Schule, aber ich war dagegen,

weil die Aussichten eines Erfolges gering

waren und die Kinder später wieder auf eine englische

Schule hätten gehen müssen, da es ja keine

Oberstufe gab. Herr Dr. W. Rupprecht, der damals

als Botschafter nach KL kam, ließ seine Kinder

auch in der englischen Schule. Um die Schule

wirklich ins Leben rufen zu können, mussten Jan

und Kristina doch dort angemeldet werden: Denn

ohne Kinder keine Schule!

Sie fanden es am Anfang schwer, da sie ja

schon in der Alice Smith School waren. Als Herr

Weckesser als Schulleiter sein Amt antrat, waren

es wohl etwa zehn Kinder. Eine Aufgabe, die ich

mir gestellt hatte, war, in Absprache mit anderen

Damen, eine Uniform einzuführen, da an allen

anderen Schulen in Malaysia Uniformen getragen

wurden. Der Widerstand war so groß, dass

wir scheiterten.

Gleichzeitig betrieb ich meinen eigenen Kindergarten

in Kuala Lumpur, 40 Kinder mit etwa 14 verschiedenen

Nationalitäten und alles in Englisch.

Die gewünschte Integration in die deutsche Schule

war deshalb nicht möglich, und ich lehnte es

ab. Dennoch fingen die ersten Kindergartenkinder

bei mir an und ich stellte deutschsprachige Lehrerinnen

ein, die dann diese Kinder, am Anfang

etwa neun an der Zahl, unterrichteten. Als es der

Deutschen Schule finanziell eine Zeitlang recht

Als mein Mann 1985 starb, benötigte ich eine Anstellung,

um weiterhin im Land bleiben zu können

und wurde von der Deutschen Schule angestellt.

Ich erhielt ein Gehalt und was von meinen

Einnahmen übrig war, ging an die Schule. Zu

dieser Zeit waren bereits um die 55 Kinder bei

mir angemeldet. Trotz allem arbeitete ich alleine

weiter (fast wie im Schatten der Schule), denn

ich unterrichtete eben nur in Englisch. Ich bereitete

die Kinder auf die verschiedenen Schulen

vor, wo Vorkenntnisse in Rechnen und Schreiben

erwünscht, wenn nicht sogar ein Muss, waren.

Jan blieb nur zwei Jahre auf der Deutschen Schule,

dann ging er auf die ISKL. Kristina folgte dann ein

Jahr später. Marc, unser Jüngster, ging nie auf die

DSKL und hat es nie bereut. Aber die Verbindung

zum damaligen Schatzmeister, Herrn Poel, ist durch

den Vater geblieben. Wir alle freuen uns, dass trotz

der großen anfänglichen Schwierigkeiten sich der

Einsatz und das Durchhaltevermögen meines verstorbenen

Mannes und Vaters von Jan, Kristina und

Marc gelohnt hat, und dass die DSKL heute noch

besteht und ihn in Erinnerung behält

Sybille Gräfin zu Solms-Lauterbach-Thomas.

Die ersten Tage der DSKL

28. September 1978

1. Hauptsversammlung des Deutschen Schulvereins Malaysia

1. Präsident Herr P. Thomas

Vizepräsident

Herr Dr. W. Rupprecht

Schriftführer

Herr G. Niehus

Kassenwart

Herr V. Montfort

Beisitzer

Herr Dr. H. Hartmann

Beisitzer

Herr K. Maybaum

Beisitzer

Herr J. Montfort

Beisitzer

Herr v. Sturm

Botschaftsvertreter Herr E. Cuntz

ERINNERUNGEN

8. Januar 1979

Erster Schultag der Deutschen Schule Kuala Lumpur

Er beginnt mit der Primarstufe (Grundschule)

der Klassen 1 bis 3.

Lehrerin Frau U. Maybaum

Schülerzahl:

1. Klasse 2 Schüler

3. Klasse 1 Schüler

14

15


Chronik

„Warum gibt es in Malaysia keine Deutsche Schule“ fragte Frau Dr. Hildegard

Hamm-Brücher, Staatsminister im Auswärtigen Amt, am 9. November

1977, anlässlich eines Besuchs in Kuala Lumpur.

für den reibungslosen Übergang und

anerkannte Schulabschlüsse; Renovierung

der Schule mit Hilfe von Eltern;

Anmietung des Nachbarhauses

für die Vorschule

1986/1987

7. März 1978

Gründung eines Komitees zum Aufbau einer Deutschen

Schule, Initiator Peter Thomas

17. Juli 1978

1. August 1979

Anmietung des neuen Schulhauses in Bukit Damansara

(25 Jalan Setia Jaya)

27. August 1979

Erste 10. Klasse; erfolgreicher Abschluss

beider Schüler; Einführung

des Betriebspraktikums; Beginn

des Schulbusbetriebs; Besuch von

Dr. Schoser vom „Freundeskreis für

Deutsche Auslandsschulen“

ERINNERUNGEN

Gründungsversammlung des Deutschen Schulvereins

Malaysia, 25 Mitglieder

28. September 1978

Erste Hauptversammlung des Deutschen Schulvereins

Malaysia, erster Präsident Peter Thomas, Träger des

Bundesverdienstkreuzes am Bande

Beginn des Schuljahres; erster Schulleiter Klaus

Weckesser

1979/80

Klasse 2 bis 5, 13 Schüler

11. Oktober 1979

Offizielle Einweihung des Schulhauses durch

S.E. Botschafter Dr. W.A. Ritter

1980/1981

Erster Geburtstag; Lehrpläne der Freien Hansestadt

Bremen

1981/1982

Vorbereitungen für ein eigenes Gebäude; 33

Schüler

1982/1983

1983/1984

Zweiter Schulleiter Hugo Gies; offizielle Eröffnung der

Bücherei; Höhe der Schulbeihilfe des BVA über DM

87.000,00; Überschreitung des Haushaltsvolumens

von MYR 300.000

1985/1986

Dritter Schulleiter Hermann Pittner; Gründung der Vorschule,

Leitung Helle Kafka, 10 Kinder; Würdigung der

DSKL durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker;

Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Singapur

1988/1989

1987/1988

Einrichtung eines Computer-Raumes;

erste Inspektion durch Herrn Thomas,

Vertreter des Bundesverwaltungsamtes;

100. Vorstandssitzung

Zweite vermittelte Lehrkraft; Kampf ums Überleben

der 9. und 10. Klasse; Einrichtung eines naturwissenschaftlichen

Raumes

1989/1990

Lehrpläne von Nordrhein-Westfalen; Erhaltung der 10.

Klasse

1990/1991

Erstes Sportfest in Singapur

1991/1992

ERINNERUNGEN

Januar 1979

8 Schulklassen; Umzug nach Petaling Jaya

(11 Jalan 14/55); Bau einer Sprunggrube;

erster Lehrerausflug nach Cameron High

lands

Vierter Schulleiter Otto Konnemann; Inspektion durch

Herrn Dr. Zeidler, Präsident des BVA; Anschaffung von

Schulmöbeln aus Deutschland

Gründung des Kindergartens in Kuala Lumpur,

Leitung Sybille Thomas

1992/1993

Erweiterung der Bibliothek

8. Januar 1979

Erster Schultag der DSKL in Petaling Jaya (40 Jalan

16/6), Klasse 1 bis 3, Lehrerin Ute Maybaum

1993/1994

Anerkennung des Sek I-Abschlusses

21. Februar 1979

1994/1995

Ankündigung einer entsendeten Lehrkraft für das

kommende Schuljahr durch Herrn Vorbrueggen

von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

Aufführung „Die Zauberflöte“, Leitung Albert Hoffmann

16

17


1995/1996

Anmietung eines dritten Gebäudes,

Jalan 14/55; 100. Schüler

1997/1998

Fünfter Schulleiter Dr. Robert

Anzeneder; über 200 Schüler;

Umzug in die Lorong Utara B,

Petaling Jaya; Besuch des Regionalbeauftragten

des BVA, Herr

Sölch; erste Sek. I-Abschlüsse,

Vorsitzender Ministerialrat Dr.

Reinhard Köhler, Beauftragter

der KMK; Aufnahme in die Vereinigung

der Internationalen Schulen;

Anerkennung als „Deutsche

Auslandsschule“

2005/2006

Sechster Schulleiter Dr. Uwe Rummel; Beginn der

Schulentwicklung; öffentliche Aufführung des Musicals

„Kröti und die Zauberblume“ im Actor’s Studio;

Projekttage für „Hilfe für die Opfer des Tsunami“;

Antrag auf DIAP; englischsprachiger Physikunterricht;

bilingualer Geschichts- und Geografieunterricht;

Musical „Ritter Rost“, Leitung Gabriele

Malschinger, Doris Maierbrugger; Gewinn einer

Reise nach Berlin beim Wettbewerb „Talente 2006

– die FIFA WM in der Schule“ Kategorie „Multimediale

Kunst“ mit „KL-Quest“, Leitung Herr Geus;

Genehmigung für die Durchführung der Deutschen

Internationalen Abiturprüfung; Verleihung des

Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik

Deutschland an die Präsidentin des DSM, Maria

von Stumm, von Botschafter Herbert Jess; Sek.

I- Abschlussprüfungen, Prüfungsvorsitz Ministerialrat

Siegfried Huber

ERINNERUNGEN

1998/1999

Erster Anbau; dritte Südostasienspiele der Region

erstmalig an der DSKL, Leitung Ute Kögl, Ingo Behn;

Erhalt der ständigen Berechtigung zur Abhaltung des

Sekundarstufen I- Abschlussverfahren von Ministerialrat

Dr. Reinhard Köhler, Prüfungsvorsitz

1999/2000

Aufschub der Oberstufe wegen Asienkrise; Verringerung

der Schülerzahlen um 30%; Umbau des Kindergartens

2000/2001

Partnerschule Alice Smith School; die Sek I- Abschlussprüfungen,

Prüfungsvorsitz Ministerialrat Dr. Freund;

Regionale Tagung „Internationale Abschlüsse“ an der

DSKL

2001/2002

Sechste Schulleiterin Sabine Geißler; erstes Kulturfestival

der Region an der DSKL, Leitung Andrea Lorenzen;

Lehrpläne aus Thüringen für die 12-jährige

Schullaufbahn; Musical „Tabaluga“, Leitung Christiane

Beilicke; erster Platz bei den SOAS in Jakarta, Leitung

Waltraud Faust, Jan Bauer, Thomas Rieder; erste

Bundesjugendspiele

2002/2003

Einführung der Kleinkindgruppe im Kindergarten; erster

Lesewettbewerb; Begrüßung des Bundeskanzlers

Gerhard Schröder durch DSKL-Schüler; die Sek. I-Abschlussprüfungen,

Prüfungsvorsitz Lilo Hotz-Demmler,

Beauftragte des Referates für internationale Angelegenheiten

und den Auslandsschuldienst

2007/2008

Siebter Schulleiter Dr. Wolfgang Munzinger; Einführung

der flexiblen Eingangsstufe und des Sozialpraktikums;

erste 11. Klasse; Besuch durch

Guido Göser, ZfA, Regionalbeauftragter für Fernost

und Nord- und Westeuropa; Umbau Pausenhof;

Sek. I-Abschlussprüfungen, Prüfungsvorsitz Ministerialrat

Thomas Mayer.

ERINNERUNGEN

2003/2004

Besuch von Rolf Kohorst, Regionalbeauftragter

der ZfA für Südostasien; Mitgliedschaft

im Weltverband der Deutschen Auslandsschulen;

Sek I- Abschlussprüfungen,

Prüfungsvorsitz Lilo Hotz-Demmler

2004/2005

Entwicklung des Curriculums für bilingualen

Unterricht; Musical „Kröti und

die Zauberblume“, Leitung Gabriele Malschinger,

Doris Maierbrugger; Festlegung

der Ziele Schulentwicklung und Evaluation;

Sek. I-Abschlussprüfungen, Prüfungsvorsitz

Dr. Werner Burger, Beauftragter

der KMK für Deutsche Auslandsschulen

2006/2007

Laptopklassen; Schulkleidung; erster Peer Review;

zweiter Anbau; zum zweiten Mal SOAS an

der DSKL, Leitung Mario Koch, Stefanie Rauch;

Einführung DSKL Managementsystem und Moodle

(E-Learning) ; Meinungsumfrage zur Ganztagesschule;

Sek. I-Abschlussprüfungen, Prüfungsvorsitz

Ministerialrat Thomas Mayer

2008/2009

Ganztagesschule Klassen 3 bis 9; Angebote im

Instrumentalunterricht; erste 12. Klasse; zweiter

Peer Review; 300. Vorstandssitzung; Vorbereitung

auf die Bund-Länderinspektion (Nov

2009); Musical „Sammy“, Leitung Frau Moschner

, Frau Zwiefelhofer; Abschlussprüfungen (DIAP,

allgemeine Hochschulreifeprüfung), Prüfungsvorsitz

Ministerialrat Dr. Reinhard Köhler, Ländervorsitzender

des Bund-Länder Ausschusses

für schulische Arbeit im Ausland; großer Ball für

die Abiturienten und Zehntklässler und anlässlich

des 30. Geburtstages der DSKL am 6. Juni

2009

18

19


ERINNERUNGEN

Andrea Lorenzen erinnert sich

Sechs Jahre (2000 bis 2006) durfte ich als Auslandsdienstlehrkraft

mit den Fächern Kunst und Deutsch an der DSKL arbeiten und es bestehen

viele Erinnerungen, von denen ich sechs mitteilen möchte.

Der reibungslose Einstieg

Dank der guten Betreuung von Seiten der Schule

konnte ich in der Vorbereitungswoche, angereist aus

Deutschland mit meinem drei Monate alten Baby, bereits

zwei Monate vor meinem Arbeitsbeginn ein Haus,

eine Kinderbetreuung und ein Auto finden, sowie diverse

andere Dinge regeln. Auf diese Weise war der

Einstieg sehr angenehm und die Arbeit an der Schule

und das Leben in Malaysia konnten beginnen.

Die besondere Arbeitssituation

An keinem meiner Einsatzorte vorher konnten neue

Ideen des Kollegiums so reibungslos und gut organisiert

in die Tat umgesetzt werden. Die Arbeitsbereitschaft

der Kollegen war groß, die Größe der Schule

ideal, kurze und schnelle Kommunikationswege waren

garantiert und aus vielen Baustellen wurden gute Traditionen.

Dieses wäre nicht möglich gewesen,

wenn nicht fast alle verbindlich zusammengearbeitet

hätten. Ein Dank gilt hier auch

besonders dem damaligen Schulleiter Robert

Anzeneder, der vier Jahre an der DSKL war

und eine Basis dafür schuf. So konnte u.a.

2002 das 1. Kulturfestival der Deutschen

Schulen Südostasiens erstmalig in Kuala

Lumpur stattfinden. Nach sechs Monaten

harter Arbeit im Vorbereitungsteam, in dem

auch Maria von Stumm, Maja Shastri und

die Schulleitung mitwirkten, entstand ein

ansehnliches Programm für die 200 teilnehmenden

Schüler aus New Delhi, Bangkok,

Jakarta, Singapur und Manila. Aber nicht nur

im kulturellen, sondern auch im sportlichen

Bereich brachte die an sich kleine Schule erstaunliche

Leistungen, was durch den Einsatz

der engagierten Sportlehrer dieser Jahre erst

möglich wurde. Die meisten Kollegen blieben

(und bleiben) lange, die Fluktuationsrate unter

ihnen war und ist gering.

Zeit zum Durchatmen und Planen, auch

für Kollegen

An welcher Schule der Welt verbringt schon

ein komplettes Kollegium (nach der Schule)

freiwillig gemeinsame freie Tage zum Erholen

und zum Planen neuer schulischer Projekte

Die vielen gemeinsamen Fortbildungen nach

dem Unterricht und die spontanen Zusammenkünfte

auf Langkawi und Perhentian Island

hatten es in sich. Wir lernten uns gut

kennen, genossen und planten und die Arbeit in der

Schule ging voran. Es gab Zeit für leidenschaftliche

Diskussionen, der Humor kam nicht zu kurz. Dies war

besonders wichtig in schwierigen Zeiten, man bedenke

die vielen Schulleiterwechsel, die es im Laufe der Jahre

in der Tat gab. An dieser Stelle sei Sebastian Geus

gedankt, der auch in turbulenten Zeiten sein Organisationstalent

als Stellvertreter beweisen konnte. Die

unterrichtliche Arbeit ging jedoch auch in Krisenzeiten

erstaunlich gut voran. Darüber hinaus entwickelten

sich enge Freundschaften, manch einer heiratete sogar

einen Kollegen, Kinder wurden geboren, viele Fest gemeinsam

gefeiert.

Enge Verbindung zwischen Deutscher Schule und

dem Gastland.

Diese war immer wieder offenkundig und zum Anfassen

nahe. Ich denke hier wieder an das 1. Kulturfestival,

bei dem die komplette Festivalgruppe

zu Gast im privaten

Theater des weltberühmten

Tänzers Ramlih Ibrahim war,

das Austauschprojekt mit dem

besten Cartoonisten Malaysias

LAT, dessen Werke jetzt

auch auf Deutsch erscheinen,

die zahlreichen Besuche von

Landeskünstlern, vor allem

Musikern und Tänzern an der

Schule, und nicht zu vergessen,

die alljährlichen Klassenreisen

ins Landesinnere und

an die Küste. Drehpunkt und

Kontaktperson zu diesen Projekten

war fast immer Zaini

Zahari, unsere lokale Ortslehrkraft,

ohne die das alles nicht

möglich gewesen wäre.

Der Stellenwert von Kunst,

Musik und Theater an der

DSKL

Jedes Jahr brachten wir gemeinsam

ein Theaterstück,

ein Kabarett oder ein Musical

heraus. „Wasser im Eimer“

– ein Umwelttheater für

Kinder, „Romeo und Julia in

KL“ und „Kein Blut für Dracula“

(beide gemeinsam mit

der Schulband unter Leitung

von Kai und Dagmar Lutter),

eine musikalische Revue der

50er – 80er Jahre und schließlich

die beiden fantastischen

Musical-Aufführungen „Kröti“

und „Ritter Rost“ (Leitung

Gabriele Malschinger u. Doris

Maierbrugger), die sogar im

Actor Studio Bangsar aufgeführt

wurden. Bei allen Aufführungen

arbeitete am Ende

fast die ganze Schule mit und

es war für alle trotz der vielen

Überstunden immer ein

unvergessliches Erlebnis. Ein

großer Dank auch hier an die

Verwaltung und den Vorstand

für die Unterstützung der Projekte.

Freundschaften, die bleiben

Über die schulische Zusammenarbeit hinaus entstanden

zwischen den Menschen, die an der Deutschen

Schule Kuala Lumpur gearbeitet haben und

noch dort wirken, viele Freundschaften. So eine voll

erlebte Zeit bietet immer wieder Grund zur Erinnerung

und Anlass, sich wieder zu treffen. Jedes Jahr

gibt es Treffen zwischen den Ehemaligen. Das kann

nicht jede Auslandschule von sich behaupten.

Insgesamt war es eine sehr spannende Zeit, trotz einiger

Turbulenzen - und ich wünsche der Deutschen Schule

Kuala Lumpur, dass sie weiterhin eine der ganz starken

Schulen der Region bleibt. Das Gütesiegel hat sie schon

lange von den meisten Ehemaligen erhalten!

Andrea Lorenzen,

z. Zt. Lehrerin an der Deutschen Europäischen Schule

Singapur, Februar 2009

ERINNERUNGEN

20

21


ERINNERUNGEN

Erinnerungen von Peter Götz

Mitglied im Vorstand des Schulvereins von August 2003 bis Juli 2005

„Du, sag mal ...!“ oder: Eine kleine Hommage an

den Vorstand der DSKL

Ich erinnere mich noch recht genau. „Du, sag mal,

hättest Du nicht Lust im Vorstand der DSKL mitzumachen

Ich gehe demnächst nach Deutschland

zurück und jetzt braucht man im Vorstand einen

Nachfolger. Da wärst Du doch gut geeignet.“ Mit

diesen Worten begann eine Phase während meines

Aufenthaltes in Malaysia, die zwar nicht mein Leben

verändern, zumindest aber zu einer grundlegenden

Neubewertung meiner bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen

Einstellung bezüglich der ehrenamtlichen

Vorstandsarbeit an der DSKL führen sollte. Aber alles

der Reihe nach.

Nachdem mein damaliger Mitbewohner im Sri Murni

Condo, F.H., seines Zeichens Mitarbeiter bei Siemens,

begeisterter Golfer und Vorstandsmitglied an

der DSKL, mich nach einer gemeinsamen Golfrunde

mit den o.g. Worten überrumpelt hatte, schob er

noch schnell nach, dass man als Vorstand ja nicht

sehr viel zu tun hätte und dass sich die zeitliche

Belastung in aller Regel auf eine monatlich abgehaltene

Vorstandssitzung mit anschließendem Umtrunk

beschränken würde. Und um meine Zweifel bereits

im Keim zu ersticken, schob er auch gleich noch

nach: „Es ist bereits alles im Vorstand besprochen.

Man ist dort der Meinung, dass Du der richtige für

diesen Job wärst.“

Aha … nun war mir also klar, welches Spiel hier gespielt

werden sollte. An und für sich war es nicht

ungewöhnlich, dass im Zeitraum zwischen den alle

zwei Jahre stattfindenden Neuwahlen ausscheidende

Vorstandsmitglieder zunächst relativ unbürokratisch

durch neue Personen ersetzt wurden, die

dann bei den nächsten Wahlen durch die Mitgliederversammlung

des Schulvereins entweder in ihrem

Amt bestätigt (was bei mir glücklicherweise der Fall

war) oder aber einfach wieder abgewählt wurden.

Nachdem ich mich aber bereits bei der ersten Mitgliederversammlung

des Schulvereins nach unserer

Ankunft in KL als eines der ganz wenigen anwesenden

Mitglieder gegen einen vom Vorstand eingebrachten

Vorschlag auf Abschaffung der zeitlichen

Befristung für das Amt des/der Vorsitzenden des

Vorstandes ausgesprochen hatte, schien man seitens

des Vorstandes nun offenbar die Gelegenheit

nutzen zu wollen, um einen Kritiker „mundtot“ zu

machen. Und da dies bekanntermaßen am besten

gelingt, indem man Kritiker zu einem Teil des Establishment

macht, das sie immer kritisiert haben,

sollte ich nun also Vorstand werden und damit Teil

einer geselligen Runde, deren einzige Aufgabe in

meinen Augen sowieso nur im Abnicken der von der

Präsidentin des Schulvereins eingebrachten Vorschläge

und Anträge bestand. Eigentlich ein leicht

zu durchschauender Plan. Aber da man verkrustete

Strukturen ja am besten von innen her aufbricht,

nahm ich das Angebot dennoch an und wurde wenig

später Vorstand an der DSKL, getrieben von der

Vorstellung, den Vorstand einmal richtig auf Trab

bringen zu müssen.

Kurze Zeit später war es dann soweit und ich wohnte

meiner ersten Vorstandssitzung bei. Und schon bei

dieser ersten Sitzung begann sich mein Bild von der

Vorstandsarbeit zu wandeln. Anstatt nämlich alle

Tagesordnungspunkte einfach nur abzunicken, wurde

ernsthaft und lebhaft diskutiert, wurden Positionen

zwischen Schulleitung, Lehrervertretern und

Vorstand ausgetauscht, Argumente intensiv abgewogen

und letztlich immer gemeinsam getragene

Lösungen gefunden, die stets von einem einzigen

Ziel geprägt waren: die DSKL weiter nach vorne zu

bringen, sie attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten

und solche Rahmenbedingungen zu schaffen,

dass die DSKL nicht nur als eine Bildungsinstitution

für ihre Schüler wahrgenommen wird, sondern auch

als ein wichtiger Ort der Begegnung für einen großen

Teil der deutschsprachigen Community in Kuala

Lumpur.

Schnell begann ich auch zu lernen, dass die monatlichen

Vorstandssitzungen zwar ein zentraler

Bestandteil der Vorstandsarbeit waren, sich diese

jedoch keinesfalls ausschließlich auf die monatlichen

Zusammenkünfte beschränkte, sondern zudem

noch diverse Ausschüsse umfasste, in denen

man sich ganz nach Lust und Eignung mit Themen

wie Finanzplanung, Baumaßnahmen, konzeptionelle

Ausgestaltung der Schularbeit, Personal etc.

befassen konnte. Ich entschied mich für die Mitarbeit

im Personalausschuss und durfte fortan Bewerbungsunterlagen

potentieller neuer Lehrkräfte und

Erzieher(innen) wälzen, mich mit den Unterschieden

von als Ortskräfte angeworbenen Lehrern im Verhältnis

zu aus Deutschland entsandten Lehrern vertraut

machen (Auslandsdienstlehrkräfte) und lernte

mit Begriffen wie KMK, BLASchA und BVA zu jonglieren,

Abkürzungen von Institutionen, deren Existenz

mir in meinem früheren Leben als Nicht-Vorstand

nicht einmal bekannt war. Das alles selbstverständlich

außerhalb der Vorstandssitzungen, denn dort

wurden dann ja schließlich nur noch die Vorschläge

diskutiert und entschieden, die bereits im Vorfeld

entsprechend aufbereitet sein wollten.

Und ganz nebenbei gab es ja auch noch die eher

mehr denn weniger umfangreichen Protokolle, die

nach jeder Sitzung möglichst schnell erstellt werden

mussten, damit die in den Sitzungen vom Vorstand

jedes Mal hervorgebrachten „Goldkörnchen“

auch ja für die Nachwelt konserviert werden konnten.

Stumme Zeitzeugen so manch hitzig geführter

Diskussion über die Frage, welcher Weg sich für die

DSKL künftig wohl als „Pfad der Tugend“ erweisen

würde. Diskussionen, die oft auch nach den eigentlichen

Sitzungen noch nicht zu Ende waren, sondern

sich stattdessen noch weit in das anschließende gesellige

Beisammensein im Cobra-Club erstreckten.

Das alles sind selbstverständlich nur Momentaufnahmen,

anhand derer die Vorstandsarbeit an der

DSKL auch nicht annähernd vollständig beschrieben

werden kann, die aber zumindest doch zu verdeutlichen

helfen, dass das Spektrum der Vorstandsarbeit

an der DSKL weit mehr Engagement verlangt,

als es mir mein damaliger Mitbewohner im Sri Murni

(sicherlich wider besseren Wissens) weis zu machen

versuchte. Und wenn ich sehe, was seit meinem

Weggang aus Malaysia im Jahr 2005 alles an der

DSKL erreicht und umgesetzt wurde, bin ich überzeugt

davon, dass sich auch in der Zwischenzeit

nichts daran geändert hat.

Ob ich meinem früheren Nachbarn diese kleine

„Notlüge“ inzwischen verziehen habe, mit der er

mich für die Vorstandsarbeit geködert hat Auf jeden

Fall! Denn auch wenn meine Mitarbeit im Vorstand

der DSKL gerade in eine für die Schule nicht

einfache Zeit fiel, in der schwierige und unpopuläre

Entscheidungen getroffen werden mussten und in

der sich auch der Vorstand immer wieder selbst kritisch

hinterfragte, so hat mir die Arbeit doch stets

sehr viel Freude bereitet. Die Ernsthaftigkeit, mit

der in Diskussionen um die besten Argumente gerungen

wurde, die Sorgfalt im Umgang mit Personal-

und Finanzfragen, das bei allen Mitarbeitern der

Schule permanent spürbare Streben nach weiterer

Verbesserung des Lernumfeldes unserer Kinder und

nicht zuletzt auch die aufrichtige Kollegialität der

Vorstandsmitglieder untereinander haben die Zeit

im Vorstand zu einem Abschnitt meines Lebens

werden lassen, den ich noch heute als Bereicherung

empfinde und an den ich auch heute noch sehr gerne

zurückdenke.

Also hat das System auch in meinem Fall mal wieder

über einen seiner Kritiker gesiegt Vermutlich ja.

Aber wenn das System so gut wie im Fall der DSKL

funktioniert, habe ich auch keine Probleme damit,

meine „Niederlage“ einzugestehen, sondern freue

mich im Gegenteil, für einen kurzen Zeitraum Teil

dieses Systems gewesen zu sein. Und eines sollte

man dabei auch nie vergessen: Nörgeln tun viele,

sich engagieren leider nur wenige.

In diesem Sinne beglückwünsche ich die DSKL zu

Ihrem 30jährigen Jubiläum und wünsche ihr von

ganzem Herzen, dass sie auch künftig nicht nur ein

Hort von schulischer Ausbildung auf hohem Niveau

sein wird, sondern darüber hinaus auch ihre Rolle

als Ort der Begegnung und als kultureller Fixpunkt

für die deutschsprachige Community in Kuala Lumpur

weiter ausbauen kann.

Herzlichst

Peter Götz und Familie

ERINNERUNGEN

22

23


Erinnerungen von Angelica Tan

Realschullehrerin für Biologie und Sport, unterrichtete an der DSKL von

1984 bis 1991 in allen Stufen von Klasse 1-10 Fachunterricht in Sport,

Biologie, Chemie, Mathematik und Geographie, war Klassenlehrerin der

1./2. bis 5./6. Klasse

Gesund ist, was hart macht!

Zu meinen schönsten Erinnerungen an meine siebenjährige

Tätigkeit an der DSKL zählt eine Klassenreise

mit meiner damaligen kombinierten 5./6.

Klasse. Nach einem erfolgreichen Schüleraustausch

mit der 6. Klasse der Deutschen Schule Singapur

im Jahr zuvor fasste ich den Mut zu einer gemeinsamen

Klassenreise. Als Ziel wählte ich ein erlebnisversprechendes

Abenteuer Camp in Lumut an

der malaysischen Westküste aus.

ERINNERUNGEN

Im April 1990 ging es per Bus von Petaling Jaya

aus los. Nach einer mehrstündigen Fahrt, während

der sich die Schüler aus Singapur und Malaysia

wieder näher kamen, wurden wir „ausgesetzt“, um

den Rest des Weges zum Lager zu Fuß zurückzulegen.

Das Gepäck wurde umgeladen und per Landrover

weiter transportiert. Frohen Mutes folgten

wir unserem Lagerführer über steile Dschungelpfade.

Schon kurze Zeit später fing es heftig zu

regnen an und Regenhäute und –jacken wurden

ausgepackt. Schon bald verwandelte sich der Weg

in eine schlammige Rutschpartie; und neben dem

Ächzen und Stöhnen wurden erste Flüche laut.

Schließlich erreichten wir das Camp und freuten

uns auf eine bequeme Unterkunft. Die Schüler

wurden auf strohgedeckte Hütten mit typischen

Jugendherbergsbetten verteilt, wir Lehrer durften

separat in einem Holzhaus übernachten.

Beim Besichtigen unseres “Bungalows“ wurden

meine Kollegin und ich von der spärlichen oder

besser gesagt fehlenden Ausstattung überrascht:

Es gab weder Betten noch Decken oder Kissen!

Ein Holzfußboden sollte uns als Lager dienen. Betreten

sahen wir uns an und stellten uns die kommenden

schlaflosen Nächte vor. Missmutig rollten wir

T-Shirts zusammen und breiteten Sarongs als Kissen

und Lakenersatz aus. Lange Zeit zum Eingewöhnen

blieb uns nicht. Schon begann das Programm

unseres Aufenthaltes: ein Seil Parcours hoch oben

in den Urwald Bäumen. Als der Gruppenleiter gewandt

auf die Seile kletterte und demonstrierte,

wie man sich darauf am sichersten fortbewegen

sollte, wurde mir ganz flau im Magen. Doch der

Gedanke, dass diese Übungen ja nur für die Schüler

vorgesehen waren, beruhigte mich schnell. Einige

Kinder hatten sich bereits mutig auf den Parcours

begeben, als mich lautes Rufen auf meine

Kollegin aufmerksam machte. Ich traute meinen

Augen kaum: Diese zog sich gerade auf allen Vieren

über zwei parallel gezogenen Seile von einem

Baum zum anderen! „Frau Huber, das müssen Sie

auch machen!“, hörte ich ein paar Schüler rufen,

„Sie sind doch unsere Sportlehrerin!“ In diesem

Moment hätte ich viel darum gegeben, die Fähigkeiten

einer „Jeannie“ zu besitzen. Ganz Autorität

bot ich jedoch den anderen Kindern den Vortritt:

„Erst mal seid ihr dran!“ Aber „drücken“ konnte ich

mich nicht viel länger, nachdem der letzte Schüler

das Ende des Parcours erreicht hatte. Mit einem

Stoßgebet auf den Lippen erklomm ich die vier Meter

hohe Leiter. Mit zittrigen Knien legte ich mich

auf die Seite, den Vorderkörper mit gespreizten

Ellbogen abstützend. Zögernd zog ich mich nach

vorne und – hei, das ging ja ganz einfach! Unter

lautem Gejohle der Schüler und mit zunehmender

Sicherheit überwand ich den „Seiltanz“. Erleichtert

und stolz sprang ich am Ende auf den Waldboden.

Was war das für ein tolles Gefühl!

In dieser Nacht und auch in den folgenden konnte

mich der harte Fußboden nicht vom Schlafen abhalten.

Denn schon am nächsten Morgen wartete

ein neues Abenteuer auf uns!

Angelica Tan

24


Nora und Leonie Krahl

... damals in Kuala Lumpur

Nora Krahl hatte schon immer blonde Lockenhaare.

Als Vierjährige war sie am Samstag und in den Ferien,

wenn der deutsche Kindergarten geschlossen blieb, im

malaysischen Kindergarten. Sie kam nach Hause und

war mit ihren blonden Lockenhaaren unzufrieden, sie

wollte unbedingt schwarze, glatte Haare so wie sie alle

ihre Freundinnen im malaysischen Kindergarten hatten.

Oft wurden wir von Malaysiern gefragt, ob die Haare

blondiert und ob es Dauerwellen seien. Die tropischen

Früchte wie Ananas, Litschies, Rambutan, Starfruit,

Mangos und Papayas mag sie heute noch, Durian, die

sie damals mit großem Vergnügen verspeiste, hat sie in

Deutschland noch nie gegessen – warum wohl

Leonie war schon im Kindergarten vom indischen Tanz

fasziniert und deshalb mussten die Eltern für sie eine

Tanzschule suchen. Sie war dann fast fünf

Jahre 1-2 mal pro Woche zum Üben des

klassischen indischen Tanzes Bharata

Natyam, als einzige Europäerin gemeinsam

mit ihrer Schwester Nora. Besondere

Erlebnisse waren öffentliche Aufführungen

in Hindutempeln – für die Mutter ein

besonderer Stress. Gemeinsam mit unserer

Perle Madelyn die Haartracht herrichten,

ankleiden und schminken. Für zwei Mädchen

dauerte das 3-4 Stunden. Diese Erlebnisse

wirken heute noch nach.

ERINNERUNGEN

Tropische Früchte (und andere) lieben die

beiden heute noch und Tanz findet vor allem

in der Disco statt. Indischen Tanz hätte

Leonie gerne weitergemacht, aber es gab in

München keinen Lehrer, der sie auf ihrem

Niveau unterrichten konnte.

Ursula Krahl

25


Florian und Julia Götz

Als wir mit unserer Familie zwei Jahre nach unserem

Rückumzug erneut nach Malaysia geflogen sind und

einen Besuch an der Deutschen Schule eingeplant

hatten, wusste wir nicht, was uns erwarten würde.

Wie würden uns unsere alten Mitschüler aufnehmen,

würden uns unsere ehemaligen Lehrer noch kennen.

Was hat sich alles verändert All diese Fragen und

Zweifel waren schnell verschwunden. Wir klopften

an die Türen zu den Klassenzimmern unserer alten

Klassen, öffneten die Tür und schon hatten uns

die Ersten erkannt. Wir waren sofort wieder in die

Gemeinschaft integriert und wir beide merkten schnell,

wie sehr uns diese Schule damals ans Herz gewachsen

war. Das Familiengefühl war sofort wieder vorhanden

und alle empfingen uns mit offenen Armen. Wir

erinnerten uns zurück an die schönsten Momente in

unserer Schulzeit.

ERINNERUNGEN

Wir wünschen der Schule alles Gute bei ihrem weiteren

Bestehen.

Florian und Julia Götz

Reiner Allgeier

Reiner Allgeier hat von 2004 bis 2005 die DSKL besucht

und dort die Mittlere Reife Prüfung abgelegt.

Schon damals waren seine Karikaturen berümt-berüchtigt.

Für diese Festschrift hat er uns sechs Karikaturen gezeichnet,

Erinnerungen an seine (Schul-)zeit in Kuala

Lumpur.

Das Foto unten wurde bei der Abschlussfeier der 10.

Klasse im Juni 2005 aufgenommen. Von links: Isabel

Trumm, Reiner Allgeier, Sebastian Beyer, Fabian Heppe,

Leo Mahr; vorne: Sylvia Nikitaridis, Mirjam Grieninger

26


DSKL ALUMNI

Was machen

ehemalige Schüler

heute

David Grötsch

Geburtsjahrgang: 1989

Zeit an der DSKL: 1995-1999

„Danach: Matura an der

Schweizer Schule in Bangkok

(2008).

Jetzt: 1. Semester Mechatronik

Studium“

Robert Lutter

Geburtsjahrgang: 1990

Zeit an der DSKL: 2003-

2006

„13te Klasse der Kurt-

Schwitters-Oberschule in

Berlin und absolviere in

diesem Jahr mein Abitur!“

Robert Nutsch

Geburtsjahrgang: 1971

Zeit an der DSKL: 1981-

1983

„Aktuell Sales Manager

für eine kleine französische

Firma namens

PNY“

Katharina Weber-Lortsch

Geburtsjahrgang: 1983

Zeit an der DSKL: 1990-1995 (2.-6. Klasse)

Johannes Stricker

Geburtsjahrgang: 1983

Zeit an der DSKL: 1996-1997

„1997 habe ich auf die ISKL gewechselt und

bin 1998 nach Australien gegangen, wo ich

bis 1999 das Geelong College besucht habe.

Danach bin ich wieder zurück nach Österreich

und habe 2002 die Matura (Abitur) am Bundesgymnasium

Frauengasse Baden (bei Wien)

gemacht. Seit 2004 bin ich Student an der

Fachhochschschule des bfi Wien im Studiengang

Projektmanagement und Informationstechnik.

Meinen Abschluss mache ich vorraussichtlich

diesen Juni.“

„Ich wünsche der DSKL schon mal vorab alles

Gute zum 30. Geburtsag und viel Erfolg für die

Zukunft! Liebe Grüße aus Österreich!“

Stephanie Wohlgemuth

Geburtsjahrgang: 1986

Zeit an der DSKL: 2001-2003

„2005, nach der 10. Klasse auf die Alice

Smith School Kuala Lumpur gewechselt, 2005

dort mit A-Levels abgeschlossen. Chemiestudium

an der University of Cambridge,

England. Werde diesen Sommer meinen MSci

abschliessen und dann ab Oktober 2009 eine

Doktorandenstelle am Max Planck Institut für

Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam

annehmen.“

Nils Rohbohm

Geburtsjahrgang:

1993

Zeit an der DSKL:

1999-2002

„Viel Spass bei der Feier, schade dass ich nicht

kommen kann.

Ich vermisse die DSKL sehr :)“

„ich gehe in die 10

Klasse in Frankreich“

Marco Ripperger

Geburtsjahrgang: 1975

Zeit an der DSKL: 1980-

1982

„Abitur danach in Tübingen,

BWL,

arbeite bei MagicMaps.de“

Julia Scherdel

Geburtsjahrgang: 1992

Zeit an der DSKL: 1998-

2000

„Ich bin jetz in Berlin und

besuche das bilinguale John

F. Kennedy Gymnasium.“

Corina Krause

Geburtsjahrgang: 1980

Zeit an der DSKL: 1992-

1994

„Danach: Abitur am Paul

Klee Gymnasium Overath.

Jetzt: Dipl.

Verwaltungswirtin“

Thilo von Hahn

Geburtsjahrgang: 1972

Zeit an der DSKL: 1984-1986

„Abitur 1992 am Alten Gymnasium

in Oldenburg (iO), 1992-1994

Bundeswehr, 1995-2001 Studium

Politische Wissenschaft (M.A.),

2002-2005 Referent Schorlemer

Stiftung des DBV, 2005 bis heute

selbständig als Unternehmensberater

(Geschäftsluftfahrt)“

„Gratulation DSKL zum

30. Geburtstag!!!“

Patricia von Hahn

Geburtsjahrgang: 1974

Zeit an der DSKL: 1984-1986

„Community School, Amman Jordanien;

1993: Abitur Herbartgymnasium

Oldenburg; 2003: MA Ethnologie und

Anglistik Georg August Universtität

Göttingen; Praktika und Hospitanzen

in HH: Völkerkundemuseum; „der

überblick“, Insitut für Asienkunde; seit

2007: freiberufliche Lehrtätigkeit für

Deutsch als Fremdsprache (Erwachsenenbildung).“

„Als wir nach Deutschland gekommen sind,

bin ich in Bonn auf ein katholisches Gymnasium

gegangen und habe dort 2002 mein

Abi gemacht. Nach dem Abi bin ich zum Jurastudium

nach München gezogen und habe

dort - mit der Unterbrechung von einem

Auslandssemester an der Uni Adelaide in

Australien - Jura studiert.

2007 hatte ich mein Staatsexamen und

befinde mich nun in Neuseeland, um an der

Uni of Waikato in Hamilton noch meinen

LLM (Master of Laws) draufzusetzen.“

Santosh Konken

Geburtsjahrgang: 1986

Zeit an der DSKL: 1991-1999

(Kindergarten-7. Klasse)

„Seit 2003 wieder in Deutschland,

BMW-Lehre gemacht und

dieses Jahr Weiterbildung im

Marine Management“

„DSKL war die beste Zeit!“

Isabel Trumm

Geb. 1988

Zeit an der DSKL: 2002-2005

(8.-10. Klasse)

„2 Jahre bis zum IB an der ISKL,

jetzt: Bachelor in Business Adminstration

(Accounting & International

Business) an der University

of New Brunswick, Kanada“


Die 12. Klasse hat es geschafft: Abi 2009 „Wir sind die Ersten!“

Die vergangenen zwei Jahre waren für uns ein total neuer Abschnitt in

unserer Schulkarriere und auch für die Schule ein einmaliges Erlebnis.

Nicht nur sind wir die Ersten, die an dieser Schule das Abitur machen

sondern gehören auch zu dem ersten Jahrgang weltweit, der die Deutsche

Internationale Abiturprüfung ablegt. Daher sind wir nicht nur in dieser

Beziehung etwas Besonderes.

DIAP

Die Deutsche Internationale Abiturprüfung – ein Abitur International (AbI)

TATSACHEN

Aber wie waren diese „Goldenen Zwei Jahre“ für uns

In zwei Worten: purer Stress! Denn nicht nur war das

Abitur für uns unbekanntes Terrain, sondern auch für

die Lehrer an unserer Schule noch ein weißer Punkt

auf der schulischen Weltkarte. Ständige Kontrollen,

Klausuren, Tests, Präsentationen, sowie eine konstante

Verwirrung, waren unsere Wegbegleiter zum

triumphalen Abschluss. So war auch die häufigste

Antwort auf die Frage von Herrn Beyer nach unseren

„momentanen Stresslevel“ immer ein Wert zwischen

7 oder 8… oder mehr!

Dennoch ließen wir uns durch diese schweren Bedingungen,

die vermutlich ein jeder Abiturient früher

oder später zu spüren bekommt, nicht unterkriegen

und meisterten diese, für uns besonders schwere

Zeit, gemeinsam als Team. Gemeinsam und mit Hilfe

unserer Lehrer, die manche Wochenenden für uns opferten,

Physik-, Mathe-, Deutsch- und Bio-Tage organisierten

und uns zu Hochleistungen antrieben, arbeiteten

wir im Laufe dieser zwei Jahre auf das bestmögliche Ergebnis

hin.

Und nicht nur in dieser Hinsicht können wir als besonders

eingestuft werden, denn auch in unserer

Zusammenstellung sind wir weltweit sicherlich einmalig.

Wir sind so verschieden und haben eigentlich

so wenig gemeinsam, dass wir vermutlich unter anderen

Umständen nie zusammengefunden hätten.

Wir haben gelernt, mit den zahlreichen Charaktereigenschaften,

die uns voneinander abheben, zu leben

und diese sogar zu schätzen, was uns vermutlich

auch in menschlicher Hinsicht sehr hat reifen

lassen.

Was die Zukunft mit sich bringt, ist für uns alle noch

ein Rätsel. Eines jedoch ist gewiss, wir sind die Ersten,

nicht notwendigerweise damit auch die Besten, aber

wir sind in jeder Hinsicht einmalig. Jeder in unserer

Klasse und vermutlich auch unsere Lehrer werden sich

auch noch nach langer Zeit an diese zwei bedeutenden

Jahre erinnern und - trotz allem Stress - bei dem Gedanken

daran ein Lächeln auf den Lippen tragen .

Schüler der Klasse 12

Die Geschichte dieser Prüfung ist eine einzige Erfolgsstory!

Das Internationale Abitur, das an der

Deutschen Schule Kuala Lumpur als zweite Schule

weltweit abgelegt werden kann (Die erste Prüfung

findet in Silicon Valley statt.), vereinigt in sich die

hohen akademischen Qualitätsstandards des deutschen

Abiturs mit einer erhöhten fremdsprachlichen

Kompetenz, da mindestens ein Sachfach in einer

Fremdsprache unterrichtet wird sowie ein weiteres

Fach bilingual.

In Kuala Lumpur werden die Fächer Biologie und Geschichte

bilingual (Deutsch/Englisch) unterrichtet.

Im Fach Physik erfolgt der Unterricht vollständig in

englischer Sprache. Damit bietet die Schule einen

höheren fremdsprachlichen Unterrichtsanteil an als

erforderlich. Alle anderen Schulen der asiatischen

Region, die das Abitur International eingeführt haben,

bieten das Fach Geographie fremdsprachlich

und das Fach Geschichte bilingual an.

Mit der Einführung dieser Prüfung verfolgten die Kultusministerkonferenz

(KMK) und die Zentralstelle für

Auslandsschulwesen (ZfA) mehrere Ziele gleichzeitig:

1. Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Deutschen

Schulen im internationalen Bildungswettbewerb,

insbesondere gegenüber dem IB,

2. Erhöhung der Chancen unserer Absolventen in einer

immer stärker globalisierten Welt,

3. Ermöglichen eines Abiturabschlusses auch an relativ

kleinen Schulen (New Delhi, Teheran, Seoul),

4. Vereinheitlichung der an Deutschen Schulen erreichbaren

Hochschulzugangsberechtigungen.

Diese Ziele wurden alle erreicht. In allen Fällen haben

sich Konkurrenzfähigkeit und Schülerzahl durch die Implementation

dieses modernen Abschlusses erhöht.

In Windhoek hat sich beispielsweise die Abiturientenzahl

verdoppelt. Die Kinder der Elite des

Landes lernen in der Deutschen Höheren Privatschule

Windhoek (DHPS). Gibt es schon am hoch

renommierten Massachusetts Institute of Technology

(MIT) 42 Credits für das Deutsche Abitur, was

die Ersparnis von 2 Semestern bedeutet, so erhöht

sich der Studienerfolg durch die verbesserte

Fremdsprachenkompetenz nochmals.

Die Deutsche Internationale Abiturprüfung als Abitur

International bildet ein Dach, welches von zwei

Säulen getragen wird. Die erste Säule reichert das

klassische Deutsche Abitur um den Unterricht in

einem fremdsprachlichen und einem bilingualen

Sachfach an. Die zweite Säule ermöglicht einen

fremdsprachlichen Sachfachunterricht bis zu 50%.

Unter diesem Dach gibt es individuelle Strategien

für Schulen. In Südafrika gibt es dieses Abitur als

binationalen Abschluss, wobei die Fächer Kunst,

Musik, Sport, Englisch und Life Orientation in Englisch

nach nationalem Curriculum unterrichtet und

geprüft werden. Die Noten werden umgerechnet.

Dazu ist ein zwischenstaatliches Abkommen notwendig.

Obwohl im Rahmen dieses Abschlusses naturwissenschaftliche

Fächer nur in Englisch oder Deutsch unterrichtet

werden dürfen, bietet diese neue Prüfung

auch Lösungen für Mittel- und Südamerika an. Unser

neuer Abschluss ist in der Welt angekommen.

Die DSKL hat ihre Chancen genutzt und „ihren“ Weg

in die Zukunft gefunden!

Dr. Reinhard Köhler

Referatsleiter Referat 27 TKM Auslandsschulwesen/

Schulen der Europäischen Gemeinschaft

Ländervorsitzender des Bund-Länder Ausschusses für

schulische Arbeit im Ausland

TATSACHEN

28

29


Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse blicken auf ihre Schulzeit

zurück: „Die Welt steht uns offen!“

TATSACHEN

Andrea Schmid: Als ich die Schule vor einem Jahr

das erste Mal sah, kam sie mir wie ein großes Mehrfamilienhaus

vor und dann konnte ich feststellen,

dass man Innen auch wie eine große Familie lebt.

Auch mein Hobby Fußball konnte ich hier weiter

verfolgen. Selbst wenn wir unsere Spiele verloren

hatten, war der Teamgeist beim Spielen größer als

mir das von Deutschland bekannt war. Nicht jeder

konnte alles, aber alle konnten zusammenhalten.

Hannah Terhorst: Unsere Klasse war immer multikulturell.

Auch im Augenblick ist es faszinierend

zu sehen, aus wie vielen Nationalitäten sie sich zusammensetzt.

Wir haben alle verschiedene familiäre

Hintergründe und Lebensgeschichten. Trotz

unserer Unterschiede können wir zusammenhalten

und uns als die Klasse 10 der DSKL betrachten.

In unserer Klasse mit 13 Schülern haben wir fünf

Schüler, deren Eltern beide Deutsche sind. Dazu haben

wir zwei Österreicher, einen Halbitaliener und

einen Afrikaner. Bei allen anderen Schülern kommt

zumindest ein Elternteil aus Asien. So eine multikulturelle

Klasse kann man nur im Ausland finden.

Katherine Fam: 2006 hatte ich es in unserer

Schule geschafft in die Gruppe zu kommen, die

zum Kulturfest der deutschen Schulen in Südostasien

nach Manila fuhr. Es war erstaunlich, wie

gut unsere eingeübten malaysischen Tänze beim

Publikum ankamen. Ebenso waren die Workshops

interessant. Mein Workshop Body Art war für mich

eine völlig neue Erfahrung. Insgesamt war das

Kulturfestival in Manila ein Erlebnis, das ich bestimmt

nie vergessen werde.

Christoph Dörner: Media Vision ist eine Filmproduktionsgruppe,

die von Schülern unserer Klasse im

Unterricht gegründet wurde. Mit ein paar tausend

„Views“ auf You Tube und einigen Preisen kann man

sagen, dass unsere zwei Filme „Hands“ und „Urban

Ninja“, die während der Projektwoche und im Kunstunterricht

entstanden sind, sehr erfolgreich waren.

Maximilian Walther: Seit zwei Jahren schreibe

ich an einem Fantasy-Roman in englischer Sprache.

Dank den 13 Jahren an der DSKL in Malaysia

konnte ich meinen Wortschatz so erweitern, dass

ich beschlossen habe ein eigenes Buch in Englisch

zu schreiben und auch zu veröffentlichen.

George Baake: Kleine Schule, großer Teamgeist! Es

ist unfassbar, was wir als kleinste Deutsche Schule in

Südostasien so alles durch unseren Willen schaffen.

In den letzten SOAS (Süd-Ost-Asien-Spielen) sind wir

Zweiter geworden. In den Fußballturnieren schneiden

wir immer gut ab und haben eine Chance auf

einen der ersten Plätze. Das werde ich nie vergessen.

Es gibt für einen Jugendlichen nur selten so gute

Chancen bei großen Sportturnieren mitzumachen.

Paul Geus: Vor drei Jahren wurden wir die erste Laptopklasse.

Es ist unfassbar, wie viel Spaß es macht,

den Laptop im Unterricht zu benutzen. Das ist etwas,

was ich definitiv in Deutschland vermissen werde.

Oliver Nass: Als ich aus Deutschland kam, war ich

von den kleinen Klassen und dem guten Gemeinschaftsgefühl

überrascht. Es bildete sich ein Bund,

der hoffentlich, auch wenn die Welt uns jetzt offen

steht, weiter bestehen bleibt.

30


Virginie Illgen

Geburtsjahrgang: 1979, Zeit an der DSKL: 1988-1990

„1990-1997 ISKL; 1998-2000 Bachelor of Business, La Trobe

University, Melbourne/Australia;

Beruflich jetzt bei Mercedes-Benz Australia/Pacific“

Sven Wlach

Jahrgang: 1987, Zeit an der DSKL: 1995-1998

„Studium Luft- und Raumfahrttechnik (Uni Stuttgart)“

DSKL ALUMNI

Was machen

ehemalige Schüler

heute

Jan Rückmar

Geburtsjahrgang: 1989, Zeit an der DSKL: 1994-1996 (Kindergarten

– 1. Klasse)

„Heute: Bauzeichner mit Mittelschule “

Christopher de Jong

Geburtsjahrgang: 1990, Zeit an der DSKL: 1995-2007

„Zur Zeit an einer Kanadischen Schule in Trinidad und Tobago, erhalte mein Abschluss im Juni 09“

Anusha Aan

Geburtsjahrgang: 1984, Zeit an der DSKL: 1989-1995

„Danach: GCE ‚O‘ Levels, GCE ‚A‘ Levels, momentan Europalehramt an Realschulen“

Leonie Krahl

Geb: 1986, Zeit an der DSKL: 1993-1997 (Vorschule.-4. Klasse)

„Theresia Gerhardinger Gymnasium München, 2003-2004, TISB in Bangalore, 2006 Abitur Theresia

Gerhardinger Gymnasium, Bachelor of Physiotherapy “

Philipp Fähndrich

Geb: 1987, Zeit an der DSKL: 1998-2005 (4.-10. Klasse)

„3 Jahre Alice Smith, KL; Ausbildung in Design in Goldsmiths University, London“

Sheela Koch

Geburtsjahrgang: 1975, Zeit an der DSKL: 1980-1982

„Heute SAP Financial Consultant“

Constanze Striese

Geburtsjahrgang: 1976, Zeit an der DSKL: 1982-1984

„Danach: Bonn, Deutsche Schule Nairobi (Abitur 1995) Ausbildung zur Hotelfachfrau; jetzt:

Flugbegleiterin bei Lufthansa “

Iris Rebecca Bechtold

Geb: 1982, Zeit an der DSKL: 1994-1998

„Danach: International School of Choueifat Abu Dhabi; American International School Kuwait;

International Baccalaureate (2002); Universität Wien - 4 Semester IBW; jetzt: Masterstudiengang

Tourismus-Management an der FH Wien“

Christopher Kühltau

Geburtsjahrgang: 1990, Zeit an der DSKL: 2002-2004 (6.-7. Klasse)

„Grundschule in Poxdorf 1.-4. Klasse, Spardorf Emil-von-Behring Gymnasium 5. Klasse, Dskl 6.-7.

Klasse, Spardorf Emil-von-Behring Gymnasium 8. Klasse, Forchheim Ehrenbürg-Gymnasium 8. (erneut)

bis 10. Klasse. Momentan Franconian-Internation-School 11.Klasse.“

Alessandra Sarritzu

Geburtsjahrgang: 1986, Zeit an der DSKL: 2001-2002 (9.-10. Klasse)

„Ich bin zur Zeit Hausfrau und Mutter“

Pia Zenkel

Geb: 1988, Zeit an der DSKL: Januar 1997 bis März 1999

„Abitur 2008 am Marie-Therese Gymnasium in Erlangen bei Nürnberg, befinde mich im Moment im

Wartesemseter, hoffe auf einen Studienplatz für Tiermedizin im WS 09/10“

Vera Lawo

Geb: 1983, Zeit an der DSKL: 1989 (1. Klasse)

„1990 jedoch zurück nach Aachen, gezogen. Derzeit schreibe ich meine Diplomarbeit in Psychologie an

der RWTH Aachen. Danach werde ich wahrscheinlich promovieren.“

Tosan Kraneis

Geburtsjahrgang: 1987, Zeit an der DSKL: 1994-1996 (1.-3. Klasse)

„Abitur 2006 (Ludwig-Georgs-Gymnasium Darmstadt) seit 1.10.2007 Jura Studium an der Bucerius

Law School Hamburg“


Kindergarten der DSKL

Schwerpunkt deutsche Sprache

Flexible Eingangsstufe

Erst- und Zweitklässler lernen zusammen

Die DSKL als Ganztagsschule

Die Umstellung hat sich gelohnt

Informationstechnologie in der DSKL

Eine Schule setzt Standards

Sport und Kultur

Alles andere als Nebenfächer

Deutsche Internationale Abiturprüfung:

Zurück in die Zukunft

TATSACHEN

Der Kindergarten der DSKL liegt in

einem verkehrsberuhigten Wohngebiet,

nur fünf Kilometer von der Schule entfernt.

Ein ehemaliges Wohnhaus mit

großzügigem Außengelände wurde den

Bedürfnissen der Kinder entsprechend

umgebaut und bietet nun Platz für ca.

50 Kinder.

Der Kindergarten umfasst eine Vorschulgruppe

für fünf- und sechjährige

Kinder und zwei Kindergartengruppen

für drei- und vierjährige Kinder. Jede

Gruppe wird von einer deutschsprachigen

Erzieherin betreut, zusätzlich

werden diese von zwei malaysischen

Fachkräften unterstützt. Eine Hauswirtschaftskraft

hilft in der Küche und bei

der Reinigung des Hauses.

Den Mittelpunkt unserer Arbeit bilden

die Kinder. Der Kindergarten arbeitet

nach halboffenem Konzept, die Kinder

können während des Freispiels

die Gruppenräume und Aktivitäten frei

wählen. Die Räume verfügen mit sprachanregender

Ausstattung, Montessori-

und Konstruktionsmaterialien über

einen hohen Aufforderungscharakter.

Klare Strukturen im Tagesablauf und

überschaubare Angebote bieten Sicherheit,

Orientierung und Raum für

eigenes Handeln. Ideen und Fragen der

Kinder sind immer wieder Ausgangspunkt

für Entdeckungen, Experimente,

Abenteuer und Spaß im Kindergartenalltag.

Unsere Rolle als Erzieherin sehen

wir in der Begleitung der Kinder, sowohl

im frei gestalteten Spiel als auch in der

projektorientierten Arbeit.

Als Kindergarten einer Deutschen Auslandsschule

liegt ein besonderer Schwerpunkt

im Erwerb und der Übung der

deutschen Sprache. Neben der alltäglichen

Förderung durch Reime, Lieder,

Spiele, Bücher, Gesprächskreise und

Rollenspiele finden zusätzlich täglich ein

Sprachaufbauprogramm (Konlab) und

wöchentlich ein „Sprachbad“ statt.

Unser Gastland Malaysia bietet eine

bunte Mischung der Kulturen und Religionen.

Wir möchten mit unserem

Kindergarten einen lebendigen Erfahrungsraum

schaffen, der vielfältige Begegnungen

und Möglichkeiten zum Erfahren

und Lernen bereitstellt.

Britta Merabet

Dreizehn aufgeregte Schulanfänger

wurden am 24. August 2007 an der

DSKL eingeschult. Anschließend jedoch

nicht wie üblich nach der Feierstunde

von der Klassenlehrerin in

die Klasse geführt, sondern von drei

Lehrerinnen und 18 Patenkindern liebevoll

begrüßt.

Was war geschehen

Bereits im Schuljahr 2006/07 begannen

die Planungen zur Umstellung der

Schuleingangsstufe. Erst- und Zweitklässler

sollten auch an der DSKL in

einer Klasse zusammen lernen, was

in Deutschland in vielen Bundesländern

schon länger praktiziert wird.

Eltern, Lehrer und Vorstand wurden

von der Umstellung auf die neuen

„Flex- Klassen“ überzeugt und so

konnte man sich auf den Weg zur

letzten Etappe der Vorbereitungen

machen. Größere Räume, mehr Personal

und veränderte Unterrichtsmaterialien

mussten bereitgestellt werden.

Mit Beginn des Schuljahres 2009/10

starten die neuen „Flex- Klassen“ nun

in den kompletten zweiten Durchlauf.

Für Schüler und Lehrer ist es fast

schon zur Normalität geworden, dass

man zusammen lernt und zusammen

arbeitet. Die „Großen“ fühlen sich als

Paten für ihre „Kleinen“ verantwortlich

und führen ihre Aufgabe gut aus.

Jeder Klasse stehen wöchentlich zehn

Teilungsstunden zur Verfügung, in

denen die Kinder nach Jahrgangsstufe

getrennt unterrichtet werden.

Schwerpunkte in diesen Stunden sind

die Einführung neuer Lerninhalte und

die diagnostischen Lernstandserhebungen.

Gemeinsam wird gespielt,

gesungen, gebastelt, gemalt, Sport

getrieben und was sonst noch so alles

zu einem abwechslungsreichen

Unterricht gehört.

In wöchentlichen Absprachen wird

der Unterricht gemeinsam geplant,

vorbereitet und nachbereitet. Und so

können wir heute sagen, dass sich

der Aufwand gelohnt hat. Schüler und

Lehrer fühlen sich wohl in den neuen

„Flex- Klassen“.

Carmen Gust

Auf Wunsch der Elternschaft wurde

die DSKL zu Beginn des Schuljahres

2008/09 auf den Ganztagsbetrieb umgestellt.

Erleichtert wurde dies durch

eine finanzielle Förderung der Zentralstelle

für das Auslandsschulwesen

(ZfA), die uns in die Lage versetzte,

den Pausenhof und die Kantine besser

auszustatten.

Beinahe alle Schüler sind täglich von

8:00 Uhr bis 15:30 Uhr an der Schule,

freitags endet das verpflichtende Programm

um 14:00 Uhr. Den Kindern der

ersten beiden Jahrgänge ist es frei gestellt,

inwieweit sie an Arbeitsgemeinschaften

teilnehmen. Für die Jahrgänge

3 bis 9 ist das Programm Pflicht.

Die Arbeitsgemeinschaften werden

nicht nur von Lehrpersonen, sondern

auch von eigens engagierten Assistenten,

Praktikanten und einigen

Eltern geleitet. Der verlängerte Aufenthalt

der Schüler ermöglicht es,

Hausaufgabenbetreuung einzurichten,

an der alle Schüler bis zur 9. Klasse

teilnehmen. Alternativ zur Hausaufgabenbetreuung

bietet die DSKL Instrumentalunterricht

an.

Für Kinder, die verstärkt Förderung in

Deutsch benötigen, wurde zusätzlich

zur bestehenden Förderung in Deutsch

als Zweitsprache das „Sprachbad“ eingerichtet,

meist eine Doppelstunde, in

der Gruppen von maximal fünf Schülern

Deutsch hören, verstehen und

sprechen üben.

Viele der jüngeren Schüler haben eine

Wahlpflicht-AG bereits vor der Mittagspause.

Nach einigen Stunden Fachoder

Grundschulunterricht betätigen

sie sich z.B. in einer WAG mit Töpfern,

Sport, textilem Gestalten, Basteln,

Drama oder Chinesisch, dann nehmen

sie am Mittagstisch teil und haben nach

dieser Zeit der Abwechslung ab 14:00

Uhr noch ein oder zwei Stunden Fachunterricht.

Im Ergebnis ist der Schultag

für viele Schüler entspannter und

bietet mehr Anregung als bisher.

Die Umstellung zur Ganztagsschule hat

sich gelohnt.

Dr. Wolfgang Munzinger

Als vor Jahren die ersten Notebookklassen

in Deutschland eingeführt wurden, stieß

dies auf großes Medieninteresse. Bilder

der „Vorzeigeklassen“, z.B. aus Gütersloh,

dem Sitz des Sponsors Bertelsmann, fanden

sich in allen großen Illustrierten und

Magazinen. Die DSKL hat sich, zugegeben

einige Jahre später und leider unbeobachtet

von der Presse, zu einer ähnlichen

Vorzeigeschule der Informationstechnologie

entwickelt. Wir erhalten mittlerweile

häufig Besuch bzw. Anfragen der anderen

Deutschen Schulen in Asien, die unsere

Hard- und Software-ausstattung als Referenz

verwenden.

Für die Notebooks, die alle Schüler ab der

achten Klasse im Unterricht einsetzen,

bietet die DSKL eine nahezu ideale IT-

Infrastruktur, die unter anderem besteht

aus

- elektronischen Tafeln in allen Klassen

zimmern der Sekundarstufen und den

Fachräumen

- einer vollständigen Abdeckung des

Gebäudes durch ein Wireless-Netzwerk -

einem eigenen Webserver

- der E-Learning-Umgebung „Moodle“.

Bei Problemen hilft unser IT-Spezialist

Syafiq, der auch die Software installiert,

die die Schule allen Schülern kostenlos zur

Verfügung stellt.

Natürlich stehen auch für die jüngeren

Schüler ausreichend PC-Arbeitsplätze

durch den gut ausgestatteten Computerraum

und die Arbeitsinseln in den Klassenzimmern

der Grundschule zur Verfügung.

Moderner Unterricht muss den Anforderungen

der Informationsgesellschaft

Rechnung tragen. Beispielsweise besaß

in der Mathematik früher das Üben von

Rechnungen nach einem vorgegebenem

Algorithmus größere Bedeutung. Dagegen

muss heute, wo Computer auch schwierige

algebraische Aufgaben lösen, die Anwendung

der Mathematik im Vordergrund stehen.

Das Finden des richtigen Modells, die

Verwertung der vorhandenen Daten und

das Präsentieren der gefundenen Lösung

sind wichtige Qualifikationen, die Schüler

erwerben können, wenn sie das Notebook

zielgerichtet als Werkzeug einsetzen. Für

die Lehrer wird das Unterrichten dabei

nicht leichter. Schließlich gilt es, auch die

„traditionellen“ Qualifikationen weiter zu

vermitteln. Dieser Herausforderung stellt

sich das Kollegium der DSKL gerne.

Sebastian Geus

Sie sind aus dem Schulleben nicht mehr

wegzudenken, die im jährlichen Wechsel

stattfindenden Südostasienspiele und

Kulturfestspiele, an denen sich auch die

deutschsprachigen Schulen in Bangkok,

Jakarta, Manila und Singapur beteiligen.

Sportliche und kulturelle Höhepunkte

gibt es aber auch im Schulalltag.

Trotz der geringen Schülerzahl musste

sich die DSKL bei dem mehrtägigen

sportlichen Großereignis SOAS nie hinter

den großen Schulen verstecken.

Trainingseifer, optimale Vorbereitung

und eine lautstarke Fangemeinde waren

immer ein Garant für Erfolge. 2007

richtete die DSKL zum zweiten Mal die

Spiele aus und konnte sich als würdiger

Gastgeber beweisen.

Hallenfußball erfreut sich ebenfalls größter

Beliebtheit. Die DSKL lädt jährlich

zu einem Futsal-Turnier ein, an dem lokale

Schulen und in den letzten Jahren

sogar einige Teams der GIS Singapur

teilnehmen. Bei den regelmäßig stattfindenden

Sportveranstaltungen der hier

ansässigen internationalen Schulen gibt

es immer wieder Gelegenheiten, das im

Sportunterricht oder in Arbeitsgemeinschaften

Erlernte unter Wettkampfbedingungen

zu testen.

Im Jahr 2002 durfte die DSKL Gastgeber

der ersten Kulturfestspiele sein. Seither

kommen regelmäßig bis zu zweihundert

Schüler aus den deutschsprachigen

Schulen Südostasiens zum Kulturaustausch

zusammen. In fünf ereignisreichen

Tagen werden ihnen durch Präsentationen

und in Workshops auf kreative

Art die verschiedenen asiatischen

Kulturen näher gebracht.

Im Schulalltag der DSKL wird ebenfalls

viel Wert auf die Zusammenarbeit mit

lokalen Künstlern gelegt. Bei Veranstaltungen

wie „Open Stage“, bei der Schüler

ihre verborgenen Talente präsentieren,

bei Schulfeiern und im Instrumentalunterricht

sind immer wieder malaysische

Musiker und Tänzer mit einbezogen. Ob

im Kunstunterricht oder bei klassenübergreifenden

Projekten wie den mehrfach

ausgestellten BMW-Art Cars, die mit malaysischem

Touch veredelt wurden, lassen

sich sowohl Schüler als auch Lehrer

gerne von malaysischen Künstlern inspirieren.

Andrea Trumm

Am 6. Juni 2009 feiert die DSKL den

weltweit ersten Jahrgang der Schüler,

die die Deutsche Internationale Abiturprüfung

(DIAP) abgelegt haben. Diese

Prüfung und die mit ihr erreichte Qualifikation

erfüllt die Forderung, dass der

höchste deutsche Schulabschluss die

internationale Studierfähigkeit nachweisen

soll. Somit ist die DIAP in der

deutschen Bildungslandschaft eine revolutionäre

Neuerung. Sie ist jedoch

keine Neuerung im Sinne der zyklischen

Geschichtsauffassung.

Neu und zugleich Wiederaufnahme

eines alten Gedanken ist die Zweisprachigkeit,

die Grundlage des im Jahr

1788 in Preußen eingeführten Abiturs

war. Damals mussten Prüflinge verhandlungssichere

Lateinkenntnisse

in Wort und Schrift nachweisen. Die

heutige Lingua franca heißt Englisch,

und daher ist die Zweitsprache an der

Deutschen Schule Kuala Lumpur und

an den anderen zukünftigen DIAP-

Schulen Englisch statt Latein.

Für den Bildungsgang zur Deutschen

Internationalen Abiturprüfung (DIAP)

sind an der DSKL und den anderen

künftigen DIAP-Schulen neben dem

Fremdsprachenunterricht mindestens

ein fremdsprachig und ein bilingual unterrichtetes

Sachfach verpflichtend. An

unserer Deutschen Schule Kuala Lumpur,

die bereits in diesem Schuljahr

2008/09 die DIAP abnimmt, werden

beispielsweise Geschichte und Biologie

bilingual und Physik ausschließlich auf

Englisch unterrichtet.

Die zweite Sprache wird daher viel

stärker geübt als im herkömmlichen

Abitur. Vor allem werden mit der DIAP

die Kenntnisse der Schüler im mathematisch-naturwissenschaftlichen

Bereich

der zunehmenden Globalisierung

angepasst. Damit der Charakter einer

Deutschen Abiturprüfung gewahrt

bleibt, ist allerdings der fremdsprachliche

Anteil in den drei schriftlichen und

zwei mündlichen Abiturprüfungen auf

50 % begrenzt.

Unsere bisherigen Erfahrungen mit der

DIAP sind vielversprechend und ein

wenig stolz sind wir schon auf unseren

Beitrag dazu, das deutsche Abitur internationaler

zu machen.

Dr. Wolfgang Munzinger

TATSACHEN

32

33


The German School of Kuala Lumpur (DSKL) is a member of PASCH

PASCH is not only onomatopoetic*, PASCH is one of the most popular

acronyms in German overseas education of 2008.

Zufriedene Schüler und Eltern

DS Kuala Lumpur: von der „Vormittags-“ zur Ganztagsschule

TATSACHEN

This PArtner SCHool initiative (www.pasch-net.de

in German), which is also known by the name of

‘Schools: Partners for the Future’ was launched by the

German Foreign Office in early 2008 and has created

an international network of schools with German. It

is rapidly growing towards one thousand members

before anyone could realize how successful a good

marketing strategy can really be.

When the German School of Kuala Lumpur decided to

become a Comprehensive Day School in 2008** under

the umbrella of PASCH they chose to adhere to the

principles of high quality teaching, global networking,

international support services and easy access to German

universities – all of which constitute the core idea

of the PASCH objectives that are based on the general

idea to arouse curiosity and interest in the German

Language and Society amongst youngsters worldwide.

PASCH is cutting edge education at secondary and

tertiary levels for elite students around the globe.

These are the PASCH member schools in Malaysia

(2008):

DSKL, German School of Kuala Lumpur

St. Christopher’s International Primary School in Penang

Riam Road Secondary Schoo in Miri, Sarawak

Interest in PASCH membership has been expressed (2009) by:

International Education Centre (INTEC) of UiTM

German-Malaysian Institut (GMI) in Bangi

Global Indian International School in Brickfield

REAL Private School in Shah Alam

KBU International College in Damansara Utama

Uplands International School of Penang

Germany’s competitive advantage in the world market

has always profited from educating and training international

achievers. Many of them came from secondary

schools where they had studied German, before

they continued their education in German Universities.

More than 12% of the current student population in

Germany comes from foreign countries and Germany

wants to increase this number to 15%!

The initiative of the German School of Kuala Lumpur to

join the PASCH network will not only guarantee that a

higher percentage of their graduates will go to German

universities, it will also provide financial support for teaching

equipment and technical upgrades. It also offers

access to training camps for students and teachers

and will finally enhance the schools own vision of a first

class education for their students.

Kuala Lumpur, January 09,

Dr. Volker Wolf

Director of the Goethe-Institut Malaysia

* Especially a speaker of English can make PASCH

sound like a real ‘big bang’!

** “Endlich konnten wir unsere Schule auf Ganztagsschulbetrieb

umstellen”, freute sich zum Beispiel Dr. Wolfgang

Munzinger, Schulleiter der Deutschen Schule Kuala Lumpur

in Malaysia. Erst die Zusage der Zentralstelle, 50 Prozent der

anfallenden Kosten aus Mitteln der Partnerschulinitiative bereitzustellen,

machte die Umstellung möglich, from: http://

www.auslandsschulwesen.de/cln_108/nn_388314/Auslandsschulwesen/NeuesausderZfA/2009/PaschBilanz2.html__

nnn=true (in German)

„Endlich konnten wir unsere Schule auf Ganztagsschulbetrieb

umstellen“, sagt Dr. Wolfgang

Munzinger zufrieden. Dass das nicht selbstverständlich

ist, weiß der Schulleiter der Deutschen Schule Kuala

Lumpur (DSKL) genau. Bereits im Winter 2006/2007

haben sich in einer Umfrage über 70 Prozent der

Eltern für die Ganztags schule ausgesprochen.

Doch erst mit der Zusage der Zentralstelle für das

Auslandsschulwesen (ZfA), 50 Prozent der anfallenden

Kosten aus Mitteln der Partnerschul initiative

bereitzustellen, waren nun auch die Möglichkeiten

gegeben, das lange gewünschte Vorhaben in die Tat

umzusetzen.

Ganztagsschule bietet Vorteile

Die Umstellung auf die Ganztagsschule

bietet schließlich viele Vorteile: Neben der

Hausaufgabenbetreuung und dem Förderunterricht

gibt es an der DSKL nachmittags nun eine Vielzahl

von Wahlpflicht-Arbeitsgemeinschaften (WAG). Hier

werden sowohl die sprachlichen als auch die musischkünstlerischen,

sowie handwerklich-praktischen

Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler gefördert.

Zur Wahl stehen mehr als 40 verschiedene WAGs zu

so unterschiedlichen Themen wie Modellbau, Schach

und Biblische Geschichten. Auch das Sportangebot

wurde deutlich ausgebaut. Die ganztägige Betreuung

erleichtert außerdem die Möglichkeiten, begabte

Jugendliche zusätzlich zu fördern, beispielsweise

durch die Einführung einer weiteren Fremdsprache:

So bietet die Deutsche Schule Kuala Lumpur für zwei

Gruppen verschiedenen Alters Chinesisch an.

Sprachkenntnisse spielend verbessern

In den neuen WAGs spielt vor allem die

Deutschförderung eine große Rolle: Bis zu drei

Doppelstunden pro Woche werden dafür angeboten.

Doch auch außerhalb des Deutschunterrichts

profitieren die Schülerinnen und Schüler von der

neuen Ganztagsregelung: Da sie nun mehr Zeit im

deutschsprachigen Umfeld verbringen, können sie

ihre Sprachkenntnisse spielend verbessern.

Dank der günstigen Ausgangsbedingungen der Schule

ist die Umstellung bereits zum Schuljahr 2008/09

erfolgt. Statt um 13:20 Uhr endet der Unterricht

für alle 3. bis 9. Klassen dann um 15:30 Uhr. Auch

die älteren Schüler, die bereits für die Deutsche

Internationale Abiturprüfung pauken, verlassen selten

vor 15:30 Uhr den Lern- und Freizeitraum Schule. Den

Schülern gefällt die Umstellung: Wo sie in Malaysia

oft weit voneinander entfernt wohnen und es ihnen

bisher meist nicht möglich war, mit den Mitschülern

auch den Nachmittag zusammen zu verbringen, steht

nun einer gemeinsamen Freizeitgestaltung nichts

mehr im Wege.

Die Deutsche Schule Kuala Lumpur ist eine der Partnerschulen,

die die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

(ZfA) betreut. Im Rahmen der Partnerschulinitiative

verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte

Schulentwicklung und unterstützt die Gründung

neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie intensiviert

die Zusammenarbeit mit lokalen Schulen, berät beim

Aufbau des Deutschunterrichts und fördert die Einrichtung

von neuen Bildungsgängen, die zu deutschen

Abschlüssen nach internationalen Standards führen.

Im Auftrag

Yvonne Götzmann

Öffentlichkeitsarbeit, Zentralstelle für das

Auslandsschulwesen

TATSACHEN

34

35


Eine nicht repräsentative Blitzumfrage unter Schülern, Eltern, Lehrern

und Angestellten zu verschiedenen Bereichen der Schule

ketten. „Essen ist kalt und nicht gut“, „Jüngere Schüler

sollten vorbereitete Teller bekommen“, „Speiseplan

wiederholt sich zu oft“, „Was passiert mit dem

kaputten Getränkeautomat“ Ein Drittklässler findet,

dass die Spaghetti zu Hause besser schmecken.

Ausschließlich Positives gibt es über die Bücherei zu

sagen: „Prima“, „Super“, „Gott sei Dank gibt es sie“,

„Wunderbarer Ort“, „Angenehme Atmosphäre“. Lehrer

freuen sich über die aktuellen Magazine wie „Die

Zeit“ und „Der Spiegel“, über die gute Ausstattung

und das hilfsbereite Personal.

TATSACHEN

Viel Lob erntete die Verwaltung: „Immer freundlich“,

„Immer ein offenes Ohr“, „Keep up the good

work“, „Li Lee is wonderful“, „Genau und fleißig“.

Kein Schüler traute sich, etwas über die Lehrer zu

sagen, dafür haben sich einige Eltern geäußert: „Sehr

engagiert, danke!“, „Keep up the good work“, „Tolle

Lehrer in Klasse 3 und Klasse 5“, „... Sohn wird

mit einem guten Wissen ausgestattet, viele Lehrer

sind sehr bemüht und an den Schülern interessiert“,

„Gute Zusammenarbeit“, „Lehrer sollten sich beim

Essen holen anstellen“. Ein Lehrer bemängelte die zu

gute Benotung der Kollegen, manche Eltern finden die

Benotung zu streng und wünschen sich mehr Konsequenz

bei der Einhaltung von Regeln.

Der Schulvorstand wird um Schattenplätze auf dem

Pausenhof gebeten und darum, bei kleinen Personalausgaben

großzügig zu sein. Ansonsten heißt es:

„Gute Arbeit, Vorstand“, „Tüchtige und kompetente

Vorsitzende, „Keep up the good work“.

mängeln aber das Preis-Leistungsverhältnis in Bezug

auf die Qualität der Busse und fahren ihre Kinder

deshalb selber. Sonstige Kommentare: „Manche

Kinder sind nicht angeschnallt!“, „Bus service

should have pick up in front of the house“. Manche

Schüler sind der Meinung, dass Kinder sich im Bus

besser benehmen sollten.

Über das Schulessen* wurde schon immer lebhaft

diskutiert, so auch diesmal. Einige Schüler,

Lehrer und Eltern loben Geschmack und Vielseitigkeit

des Caterers. Wiederum andere sorgen sich

wegen Monosodium Glutamat, finden diese Art der

Schulspeisung nicht geeignet für eine Ganztagsschule,

monieren mangelnde Hygiene und willkürliche

Preise, mutmaßen über unterbrochene Kühl-

Bei den Sportanlagen wird das neu angelegte „Multi-purpose“-Sportfeld

mehrfach gelobt. Schüler wünschen

sich dort einen höheren Zaun und besser gesicherte

Tore. Die Turnhalle des Cobra Clubs kommt

nicht so gut weg. Wenn es finanziell machbar wäre,

wünschten sich Eltern neue Sportanlagen mit eigenem

Schwimmbad, oder wenigstens ein Schwimmbad

in Schulnähe, damit die Kinder rechtzeitig wieder an

der Schule sein können.

Die Schulgemeinschaft wird insgesamt als ganz

in Ordnung empfunden, aber es gibt auch hier noch

Verbessungsvorschläge: „OK, aber könnte durch regelmäßige

Schulversammlungen verbessert werden“,

„Tischdienst für Schüler einführen“, „Mehr Mitverantwortung

für Schüler“, „Streitschlichter einführen“,

„Events a bit unorganized / chaotic“, „Mehr (internationale)

Schüler“, „Schüler sollten stolz auf ihre

Schule sein und Schul-T-Shirt mit Stolz tragen“. Nicht

nur ältere Schüler finden: „Kleine Kinder sind frech“,

„Kleine Kinder sind unverschämt“. Von Lehrerseite

wird beklagt, dass nur wenige Eltern zu konstruktiver

Zusammenarbeit bereit sind.

Gefragt nach der Informationspolitik, sind viele

sind der Meinung, dass sie Dank Elternbrief und Leistungsmitteilungen

besser informiert sind als früher.

Zum Teil ist eine bessere Kommunikation zwischen

Lehrern und Eltern gewünscht. Protokolle könnten

aussagekräftiger sein. Und der Kindergarten möchte

bitte nicht vergessen werden.

Unter Sonstiges hat sich einiges angesammelt. Viele

Vorschläge gingen zu den Arbeitsgemeinschaften ein,

dort sind qualifizierte Kräfte und klare Zielvorgaben

gefragt.

Schüler der Flex-Klassen sind nachmittags zu müde

für den Instrumentalunterricht. Manche Eltern möchten

nicht mit ihren Kindern tauschen und fragen sich,

wo noch Zeit für Familie und Hobbys bleibt. Laptops

werden zu wichtig genommen. Klasse 8 wünscht

mehr Experimente im Physikunterricht. Bäume und

Strohhütten sind als Beschattung auf dem Schulhof

gewünscht: Natürliche Belüftung für die Klassenzimmer

wäre toll. Das Reinigungspersonal würde sich

freuen, wenn keine Getränkeflaschen und Geschirr

in den Klassenzimmern stehen bleiben würden. Und

noch ein Vorschlag: “Wir sollten uns alle gegenseitig

mehr motivieren, um noch besser zu werden!“

* Die Umfrage fand vor der probeweisen Einführung

der Hilton Lunch-Pakete statt.

TATSACHEN

Für das Reinigungspersonal der Schule gibt es nur

Lob, von guter bis sehr guter Reinigung ist die Rede:

„ Doing a good job“, „Good and often“, „Freundliches

Personal“.

Die Sanitären Anlagen im Schulgebäude sind zwar

nicht die modernsten, aber zufriedenstellend, abgesehen

von den Duschen und den „zu tief hängenden

Pinkelbecken“. In der Turnhalle des Cobra Clubs dagegen,

gibt es von fehlendem Klopapier angefangen,

einiges auszusetzen ...

Beim Busservice freuen sich Eltern, dass der

Schulbus meistens pünktlich kommt. Manche be-

Illustration:

Reiner Allgeier

36

37


Fragen an Sebastian Geus, der an der DSKL seit neun Jahren

Mathematik und Physik unterrichtet, seit sieben Jahren stellvertretender

Schulleiter und seit zwei Jahren Oberstufenkoordinator ist. Ohne ihn gäbe

es wahrscheinlich heute noch keine Laptopklassen an dieser Schule.

Fragen an Zaini Zahari, seit 1990 als Französisch- und Englischlehrerin

an der DSKL, ist das Bindeglied zum Gastland Malaysia, stellt

Kontakt zu einheimischen Künstlern her und organisiert auch schon

mal für Kollegen eine „malaysische“ Hochzeit im Reisfeld.

FRAGEN & ANTWORTEN

Herr Geus, warum sind Sie Lehrer geworden

Aus Liebe zu meinen Fächern. Ich hoffe immer noch,

dass sich die Begeisterung für diese auf Schülerinnen

und Schüler überträgt.

Sie waren ein begabter Fußballer. Wäre eine

Sportkarriere eine Alternative gewesen

Wohl kaum, die Landesliga war schon so eine Art natürliche

Grenze für mein Talent.

Was waren die größten Herausforderungen, die

Sie an der DSKL bewältigt haben

Inhaltlich gab es viele Herausforderungen, die wir stets

im Team gelöst haben, wie z.B. die Einführung der Oberstufe,

der Notebookklassen oder des Ganztagesbetriebes.

Die größte Herausforderung besteht aber meiner

Meinung nach in den vielen kleinen Entscheidungen, die

man als Lehrer oder stellvertretender Schulleiter jeden

Tag trifft.

Was war Ihr schönstes Erlebnis an der DSKL

Der Gewinn des Talentwettbewerbs anlässlich der WM

2006 mit unserem Computerspiel „KL-Quest“. Die Reise

nach Berlin, die wir damals gewannen, war für mich

besonders schön, weil wir direkt in meiner alten Gegend

wohnten und z.B. meine alte Schule besuchten.

Ich glaube, auch den Schülern hat es sehr gut gefallen.

Sie waren stolz auf das Geleistete und ihre Präsentation

im Olympiastadion fand viel Interesse.

Wie sieht für Sie die optimale Schule aus

Das wäre eine Schule, in der die Schüler so motiviert

sind, dass man tatsächlich nur noch als Experte

und Moderator den Lernprozess unterstützt.

Die Evaluation des Lernfortschritts sollte im stärkerem

Maße von außen durch Vergleichsarbeiten

erfolgen, so dass die Schüler im Lehrer nicht

den Beurteiler sondern einen Lern-Coach sehen.

Übrigens: Was die technische Ausstattung anbelangt,

ist die DSKL für mich bereits optimal.

Sie ziehen im Sommer zurück nach Berlin. Worauf

freuen Sie sich am meisten

Meine Berliner Freunde (Tatsächlich, der Computer ist

nicht mein bester Freund!), die Heimspiele von Tennis

Borussia (4. Liga), meine Joggingstrecke, den morgendlichen

Tagesspiegel, frische Schrippen (Berlinerisch für

„Brötchen“), Zwiebelmettwurst, schnelles Internet, den

sonntäglichen Tatort, die Berliner Kulturszene.

Was werden Sie vermutlich am meisten vermissen

Tandoori Chicken,

Roti Prata

with Mushrooms

and

Cheese, Nam

Tuk Beef Salad,

Butter Prawns,

Green Curry

Chicken und

noch viele andere

Gerichte,

die in Berlin

nicht zu bekommen

oder

auf Dauer unbezahlbar

sind.

Die Menschen,

die mir zu guten

Freunden

Sebastian Geus mit seinen Söhnen Paul und

Pascal bei den Bundesjugendspielen 2002

in Kuala Lumpur

wurden, werde ich nicht vermissen, denn nach meiner

Erfahrung bleiben die Kontakte erhalten und man

freut sich umso mehr, wenn man sich dann wieder trifft.

Frau Zahari, wie viele Schulleiter haben Sie

in Ihrer Zeit an der DSKL kommen und gehen

sehen

Bisher sah ich fünf Schulleiter gehen und sechs kommen.

Außerdem gibt es einen ständigen Wechsel bei

den Kollegen, wie das an einer Auslandsschule üblich

ist. Wenn Kollegen Freunde werden, ist es besonders

schade, sie ziehen lassen zu müssen. Ein ehemaliger

Kollege blieb in Malaysia, wir haben geheiratet.

Was reizt Sie an der Arbeit an der Deutschen

Schule besonders

Mir gefällt, dass die Schule klein und überschaubar ist.

Dadurch hat man auch persönlichen Kontakt zu den

Schülern, die man nicht selbst unterrichtet. Die Ausstattung

der DSKL ist super, für meinen Unterricht gibt

es alles, was ich brauche. Es herrscht ein gutes Arbeitsklima,

weshalb ich noch nie in Erwägung gezogen habe,

an einer großen internationalen Schule zu arbeiten.

Ihre ersten Schützlinge haben die Schulzeit

bereits hinter sich, studieren oder stehen schon

im Beruf. Haben Sie noch Kontakt zu manchen

Ja, Kontakte gibt es immer wieder, nicht nur wegen

meiner beiden Kinder, die den Großteil ihrer Schulzeit

ebenfalls an der DSKL verbracht haben. Es ist schön

zu sehen, wie sie erwachsen werden und ihren Weg

finden.

Welche lustige Begebenheit lässt Sie heute noch

schmunzeln

In Petaling Jaya, Section 5, ganz in meiner Nähe, gibt

es ein Haus, das mehrere Jahre lang von verschiedenen

DSKL-Lehrerpaaren bewohnt wurde. Jedesmal etwa

ein Jahr nachdem sie eingezogen waren, kam dort ein

Baby und dann noch eins zur Welt. Insgesamt wurden

in diesem Haus fünf Kinder geboren. Ist das nicht bemerkenswert

Die Kinder stehen mir heute noch sehr

2004 mit Tochter Anna bei der Abschlussfeier der 10. Klasse

nahe. Andere beliebte Lehrerwohnungen können nicht

mit einer derartigen Geburtenrate aufwarten.

Malaysia hat sich in den vergangenen Jahren

stark gewandelt. Welche Herausforderungen sehen

Sie darin für die DSKL

Die Deutsche Schule ist so etwas wie eine Insel in Kuala

Lumpur. Entwicklungen im Land haben kaum Einfluss

auf das Schulleben.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit

Am liebsten lese ich und treffe mich mit Freunden und

Freundinnen, für die ich dann auch gerne koche.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft

Ich fände es schön, wenn sich die DSKL mehr für das

Gastland Malaysia öffnen würde, wenn ein Art Begegnungsschule

entstehen würde. Es gibt zwar immer wieder

Kontakte zu einheimischen Schülern oder Künstlern,

die sind aber eher oberflächlich und sporadisch.

Malaysia hat viel mehr zu bieten als das Expat-Leben,

das die meisten kennen. Umgekehrt könnte ein regelmäßiger

Austausch mit unserer Schule eine Bereicherung

für junge Malaysier und Malaysierinnen sein.

FRAGEN & ANTWORTEN

38

39


Fragen an Datin Maria von Stumm. Sie begann ihre Vorstandsarbeit im

August 1996 als Schriftführerin. Im Juni 1997 wurde sie zur Vorsitzenden des

Schulvereins gewählt. Dieses Ehrenamt hat sie bis heute inne. Außerdem ist sie

seit 2005 Vorstandsmitglied im Weltverband der deutschen Auslandsschulen.

Fragen an Susanne Fam. Seit 1999 arbeitet sie engagiert in der Bücherei,

die sie seit 2007 offiziell leitet. Zwei ihrer vier Kinder haben den größten Teil

ihrer Schulzeit an der DSKL verbracht und die beiden jüngeren sind seit dem

Kindergartenalter an der Deutschen Schule.

FRAGEN & ANTWORTEN

Seit wann sind Sie in Malaysia und was zog Sie

von München nach Südostasien

Ich betrat malaysischen Boden das erste Mal am 1. Mai

1988. Die Referendarzeit zwischen dem ersten und dem

zweiten juristischen Staatsexamen gab uns die Möglichkeit

sechs Monate im Ausland zu arbeiten. Malaysia

war allerdings nicht meine erste Wahl, ich wusste nicht

einmal genau, wo es ist, wähnte es gar in Afrika, wurde

aber eines Besseren belehrt. Die ein Jahr vorher gegründete

jetzige Handelskammer, damals hieß sie noch

„Delegate - German Industry and Trade in Malaysia“,

gab mir dann den ersehnten Referendarsplatz in Asien.

Die anderen angedachten Ziele wie Bangkok, Singapur,

Tokio und Hongkong fielen damit unter den Tisch.

S.E. Botschafter Herbert Jess, Datin Maria von Stumm, Dato‘ Gurdia Singh Gill;

Dato‘ Sivaloganathan bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

Können Sie sich noch an ein Leben vor der Vorstandsarbeit

erinnern

Selbst nach 13 Jahren Vorstandsarbeit hat mein Gedächtnis

doch noch nicht so gelitten, dass die Erinnerungen

ausgelöscht worden sind.

Beschreiben Sie die größten Herausforderungen,

die Sie an der DSKL bewältigt haben.

Das fällt mir nicht leicht, denn die Herausforderungen

sind immer wieder groß, insbesondere, wenn man bedenkt,

dass wir keine Kontinuität bei den Schulleitern

hatten, gleichzeitig aber verantwortlich für die Mitglieder

und Mitarbeiter, Lehrer und Schüler sind.

Würden Sie heute etwas anders machen

Nein, wenn man mal davon absieht, dass wir alle schon

davon geträumt haben den „Kram“ hinzuwerfen und

abzuhauen, konnte ich diesem Impuls widerstehen, da

ich an meine Arbeit an sich immer geglaubt habe und

glaube. Dies wurde durch die Verleihung des Verdientskreuzes

am Bande bekräftigt, eine Würdigung all derjenigen,

die sich über das normale Maß für die Schule

eingesetzt haben.

Was mögen Sie an Ihrem Ehrenamt nicht so gerne

Ich habe mir oft gewünscht, dass man den Vorständen

mehr Vertrauen schenkt und ich mich nicht so oft

rechtfertigen muss. Die Aufgaben werden nicht im Eigeninteresse

erfüllt, sondern zum Wohle der Schule im

Allgemeinen und der Schüler im Besonderen.

Was wünschen Sie sich für den Vorstand der DSKL

Ich wünsche dem Vorstand genügend Offenheit gegenüber

der sich immer wieder verändernden Welt und dass

wir alle (Lehrer, Eltern, Vorstand) nie vergessen, dass

die Verantwortung, unsere Kinder für das Leben vorzubereiten,

auf unseren Schultern ruht. Wir alle sollten

getreu den Devisen „Das Meiste ist noch nicht getan.“

oder „Es gibt noch viel zu tun.“ handeln.

Was wünschen Sie sich persönlich für

die Zukunft

Ich vermute, dass sich diese Frage nicht

auf mein Privatleben bezieht. Die Schule

ist nach wie vor der wichtigste Begleiter

der Kinder nach dem Elternhaus und daher

wünsche ich mir, dass sich alle, die damit

zu tun haben, auch in der Zukunft engagiert

und erfolgreich einsetzen werden.

Frau Fam, Ihr Mann ist Malaysier mit chinesischen

Wurzeln, Ihre Kinder sind in Asien aufgewachsen.

Welche Sprachen sprechen Sie daheim

Wir sprechen deutsch, denn mein Mann hat in

Deutschland studiert und spricht die Sprache fließend.

Außerhalb wird natürlich auch englisch gesprochen,

die Jüngste lernt jetzt auch malaysisch.

Ist das auch der Grund, warum Ihre Kinder auf

die Deutsche Schule gehen

Ja, denn Deutsch ist die Muttersprache unserer Kinder.

Es ist uns wichtig, dass sie diese beherrschen.

Ich finde, man sollte sich in seiner Muttersprache zuhause

fühlen. Englisch haben unsere Kinder dann in

dieser Umgebung schnell dazugelernt.

Was hat sich über die Jahre an der DSKL zum

Vorteil verändert, was zum Nachteil

Insgesamt hat sich die Ausstattung der Schule sehr

verbessert. Das regelmäßige Essensangebot ist ebenfalls

ein großer Vorteil. Bedauerlich finde ich die zunehmende

Mir-Alles-Wurscht-Haltung vieler Schüler

und der Mangel an Respekt, der sich täglich zeigt,

auch an Kleinigkeiten wie dem Grüßen.

Hätten Sie denn konkrete Vorschläge, wie man

die Situation verbessern könnte

Wenn es klare Regeln gibt, muss auch darauf geachtet

werden, dass sie eingehalten werden. Ich bin

keine Pädagogin, aber vielleicht könnte man da auch

von anderen Schulsystemen lernen. Mir fällt da zum

Beispiel das Prefect-System ein, bei dem ältere Schüler

Mentoren für die jüngeren sind.

Sie arbeiten seit 1999 in der Bücherei der DSKL

und haben die vielen kleinen Schritte der Erweiterung

miterlebt. Was könnte in der Bücherei

noch verbessert werden

Das Büchereteam 2003: Susanne Fam, Marita Nikitaridis, Andrea Trumm, Kathrin Schmidt

Gemessen an der Größe der Schule ist die Bücherei

schon ziemlich gut ausgestattet. Ein eigener Kopierer

und eine hier und da professionellere Ausstattung

würden mir das Arbeiten erleichtern. Da die Computer

in der Bücherei leider oft falsch genutzt werden,

wünschte ich mir Verstärkung bei der Kontrolle, vielleicht

ja durch Schüler aus den Laptop-Klassen.

Für was hätten Sie gerne mehr Zeit

Ich hätte gerne mehr Zeit für mich, Zeit zum Lesen

ohne ständig auf die Uhr sehen zu müssen und Zeit für

Fort- und Weiterbildung.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren

Das wüsste ich selber gerne!

Es hängt sicher auch

davon ab, wo die Kinder bis

dahin sind. Etwas möchte

ich aber auf jeden Fall

nachholen: zusammen mit

meinem Mann durch die

Länder rund ums Mittelmeer

reisen, mit dem Rucksack.

Das haben wir früher

einfach nicht geschafft.

FRAGEN & ANTWORTEN

40

41


Fragen an die Erzieherin Silvia Uchtmann, die seit 1989 in Malaysia

wohnt. Zunächst arbeitete sie in lokalen Kindergärten, machte ihr

Montessori Diplom und ist seit 1992 im Kindergarten der DSKL

angestellt.

Fragen an Jessica Rölli und Ben Klaas, die zurzeit dienstältesten

Schüler der DSKL. Sie haben bereits 1995 zusammen den Kindergarten

der Deutschen Schule besucht und gehören nun zum ersten

Abitur-jahrgang.

FRAGEN & ANTWORTEN

Frau Uchtmann, worin unterscheidet sich Ihre Arbeit

hier von der Arbeit mit Kindern in einem Kindergarten

in Deutschland

Wir leben hier in einer tropischen Klimazone. Körperliche

Aktivitäten sind anstrengender, denn die Kinder

ermüden schneller durch Hitze und intensive Sonnenbestrahlung.

In den Tropen zu leben heißt auch keine

Jahreszeiten zu erfahren, für die weitere Schullaufbahn

eine wichtige Grunderfahrung. Besonders belastend

ist für die Kinder und auch für

unsere Arbeit als Erzieherinnen

der häufige Wechsel von Gruppenmitgliedern.

Es erschwert

das Entstehen von intensiven

Beziehungen und einem stabilen

Gruppengefüge. Noch ein letzter

wesentlicher Unterschied ist das

Klientel des deutschen Kindergartens.

Viele Kinder kommen

aus Familien mit gutem wirtschaftlichem

Hintergrund und

Bildungsstand. Die Eltern unserer

Kinder bringen bestimmte

Erfahrungen und Erwartungen

mit, entsprechend hoch sind

dann auch die Anforderungen

an die pädagogische Arbeit.

Wie sehen Sie die Entwicklung

des DSKL-Kindergartens in

den vergangenen 14 Jahren

Um zukunfts- und konkurrenzfähig

zu bleiben, hat sich der Kindergarten ebenso wie

die Schule in den letzten 14 Jahren stets weiterentwickelt.

Er hat sich immer wieder neuen Herausforderungen

gestellt, die der stete Wandel und die ständig

wechselnden Schülerzahlen mit sich bringen: ein ansprechendes

Gebäude, ein großes Außengelände (mit

einem neuen Fahrweg rund ums Haus), engagierte qualifizierte

Erzieher, neue Konzepte, usw. Die Entwicklung

des Kindergartens und seine bisher erfolgreiche Arbeit

waren, sind und werden nur dann weiterhin möglich

sein, wenn Eltern, Vorstand und das Kollegium des Kindergartens

weiterhin intensiv und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Ihre ersten Schützlinge haben die Schulzeit bereits

hinter sich, studieren oder stehen schon im

Berufsleben. Erinnern Sie sich noch an einige

Ich erinnere mich an viele der Kinder! Ich freue mich

auch immer, wenn ich in der DSKL von meinen Ehemaligen

begrüßt werde. Wenn meine Kinder Natasha und

Mikhail sagen: „Was, der/die war schon bei dir im Kindergarten“,

dann merke ich erst, wie schnell die Zeit

vergangen ist.

Welche lustige Begebenheit lässt Sie heute noch

schmunzeln

Schmunzeln lassen uns immer wieder neue Wörter wie:

„die Sockenhose“ für Strumpfhose oder ganz besonders

„der Ohtannenbaum“ für die Tannenbaum. Aber ein

Erlebnis werde ich nie vergessen,

obwohl es schon etliche

Jahre her ist. Ein dreijähriger

Junge in meiner Gruppe liebte

es Hund zu spielen. Mit einer

echten Hundeleine am T-Shirt

befestigt krabbelte er auf allen

Vieren um die Tische herum.

Keiner seiner Freunde hatte

mehr Lust ihn an der Leine zu

führen. „Bitte, bitte Silvia, einmal

noch Hund spielen.“ Ich lief

gerade mit ihm an der Leine

um den Tisch, als die Tür aufging

und Frau Shastri mit einer

Dame des malaysischen Erziehungsministerin

hereinkam.

Das Gesicht der moslemischen

Dame werde ich nie vergessen!

Ich bemühte mich natürlich

sehr, sie davon zu überzeugen,

dass wir unsere Kinder normalerweise

nicht anleinen!

Wie sieht für Sie der optimale Kindergarten aus

Den zu beschreiben würde zu lange dauern. Was ich mir

sehr für den DSKL-Kindergarten wünsche ist mehr ausgebildetes,

deutschsprachiges Personal. Die deutsche Sprache

zu erlernen ist das erste Anliegen vieler Eltern für ihre Kinder.

Um sich intensiv in Kleingruppen mit den Kindern beschäftigen

zu können, benötigen wir einfach mehr Erzieher.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit

Freizeit, ein schönes Wort! Ich bin eigentlich, wie jede

Mutter, rund um die Uhr beschäftigt! Vorbereitungen,

Einkäufe für den Kindergarten, Lernen mit meinen eigenen

Kindern, meine Schwiegermutter, die bei uns wohnt,

zwei Hunde, zwei Vögel, die große Verwandtschaft meines

Mannes, ... Es gibt immer etwas zu tun! Bleibt dann doch

mal ein wenig Zeit für mich, spiele ich gerne Karten mit

meiner Familie, höre Musik, skype mit meinen Geschwistern

in Deutschland oder setze mich mit einem Buch

nach draußen und vergesse die Welt um mich herum.

Was ist für euch das Besondere

an der DSKL

Jessica: Durch die geringe

Schülerzahl herrscht eine sehr

familiäre Atmosphäre, nicht

nur innerhalb der Klassen,

sondern auch in der ganzen

Schule. Ich finde es prima,

dass jetzt zweisprachig unterrichtet

wird.

Ben: Schön ist, dass jeder

jeden kennt. Allerdings gibt

es auch ein ständiges Kommen

und Gehen und es ist

nicht einfach, wenn der beste

Freund nach zwei oder drei

Jahren wegzieht.

Welche Veränderungen

würdet ihr euch für die

DSKL wünschen

Ben: Mehr Schülermitsprache

bei wichtigen Entscheidungen

wäre gut. Im Vergleich zu

früher ist die Situation allerdings

schon viel besser. Ich

fände es auch schön, wenn

Kindergarten und Schule unter

einem Dach wären.

Jessica: Eigentlich gefällt mir

die Schule so, wie sie jetzt

ist. Klar, bessere Sportstätten

wären schon toll ...

Ben: Warum nicht Malaysisch

als Pflichtfach für ein oder

zwei Schuljahre einführen

Viele wohnen jahrelang hier,

ohne die Sprache zu sprechen.

Jessica: „Ich zum Beispiel.“

Mit wem an der Schule würdet

ihr gerne einen Tag tauschen,

vielleicht mit dem

Schulleiter Dr. Munzinger

Ben: Nein, lieber nicht. Eher mit den Kindern von Flex A

oder B. Ich weiß zwar nicht genau, was der Unterschied

zur früheren 1. und 2. Klasse ist, aber die scheinen so

viel Spaß miteinander zu haben und können den ganzen

Tag spielen!

Jessica: Ja, das wäre schön. Schade, dass danach nicht

mehr zwei Klassen zusammen unterrichtet werden.

An welches schulische Ereignis

erinnert ihr euch heute

noch besonders gerne

Jessica: An meine ersten Südostasienspiele

2002 in Jakarta.

Die waren besonders toll, weil

wir gewonnen haben.

Ben: Für mich war das auf jeden

Fall die Lesenacht in der

dritten Klasse!

Apropos Lesen, gibt es eine

Lieblingspflichtlektüre aus

dem Deutschunterricht

Ben: Goethes Faust! Beim Lesen

fand ich ihn noch nicht so

interessant, aber wenn man

sich mit ihm beschäftigt und die

vielen Beiträge im Internet dazu

liest, wird vieles klarer.

Jessica: Für mich war das „Die

Welle“ von Morton Rhue. Ich

glaube, wir haben das Buch in

der achten oder neunten Klasse

gelesen. Erst neulich habe ich

mir den Film davon angesehen.

Was war bis jetzt eure größte

Herausforderung

Ben: Das Abitur gut zu schaffen!

Obwohl ich schon im Dezember

mit den Vorbereitungen begonnen

habe und das Schriftliche

schon vorbei ist, bleibt noch viel

zu tun.

Jessica: Für mich sind das jeden

Tag aufs Neue die Hausaufgaben.

Ich habe immer das Gefühl,

irgendetwas vergessen zu haben.

Wie sehen eure Zukunftspläne

aus

Jessica: Ich interessiere mich für Fotografie. Aber vielleicht

mache ich erst einmal ein paar Monate Pause, verdiene

ein bisschen Geld, bevor ich zum Studieren in die

Schweiz gehe.

Ben: Ich werde an eine Uni in Amerika gehen, „International

Business Management“ studieren und im Universitätsteam

Tennis spielen. So kann ich mich bei meinem

Lieblingssport Tennis weiterentwickeln, ohne ins Profilager

wechseln zu müssen.

FRAGEN & ANTWORTEN

42

43


Fragen an Maja Shastri. Seit Januar 1997 ist sie Verwaltungsleiterin

an der DSKL. Sie hat im Hintergrund alle Fäden in der Hand und sorgt für

die reibungslose Organisation des Schulbetriebs, was ihr die inoffizielle

Bezeichnung „Heimliche Schulleiterin“ oder „Mutter der Schule“ einbrachte.

Beschreiben Sie die größte Herausforderung,

die Sie an der DSKL bewältigt haben

FRAGEN & ANTWORTEN

Was haben Sie gemacht, bevor Sie Verwaltungsleiterin

der DSKL wurden

Davor habe ich als MTA (Medizinisch Technische Assistentin)

in verschiedenen Leitungsfunktionen in

Deutschland und Malaysia gearbeitet. Mein erster

Einsatz in Malaysia war der Aufbau des medizinischen

Labors im Hospital Fatimah in Ipoh von 1978

bis 1982. Von 1989 bis 1992 habe ich meinen Mann

bei der Gemeindearbeit in Seremban unterstützt,

dort ab und zu auch mal Reisegruppen organisiert

von Deutschland nach Malaysia und umgekehrt. In

diese Zeit fiel auch ein kurzer Einsatz im Kindergarten

der DSKL, was dazu geführt hat, dass unsere

Tochter die DSKL von 1992 bis 2002 besuchte.

Was hat eine Verwaltungsleiterin zu tun

Die Aufgaben einer Verwaltungsleiterin sind sehr

vielfältig und man ist immer im Einsatz: entweder als

Mitglied in einem der vielen Gremien oder beim Beschaffen

von Arbeitsmaterialien und Möbeln, Busse

organisieren, Veranstaltungen koordinieren, Handwerker

kontrollieren, um nur ein paar zu nennen.

Um allen gerecht zu werden, ist eine gewisse Portion

Organisationstalent, Flexibilität, Diplomatie und Mut

zu unkonventionellen Entscheidungen notwendig.

Die ist immer noch der ständige Wechsel von Eltern,

Lehrpersonal, Schulleitung und Vorstandsmitgliedern.

Um eine gewisse Kontinuität zu bewahren,

die für die Arbeit und Weiterentwicklung der Schule

notwendig ist und die Schule nicht einem konstanten

Kurswechsel unterwirft, ist viel Hintergrundarbeit in

Form von Gesprächen und Informationsaustausch

notwendig.

Was mögen Sie an Ihrem Job besonders gerne,

was überhaupt nicht

An meinem Job gefällt mir, dass jeder Tag anders ist

und viel Spontaneität und Ideen gefordert sind. Das

heißt, ich kann ein Stück Schule mitgestalten und

das macht Spaß. Wie vorhin schon erwähnt, empfinde

ich inzwischen den ständigen Neuanfang bei

Wechsel von Personen in den verschiedenen Gremien

als belastend. Da muss immer wieder viel Zeit investiert

werden, damit später informierte Entscheidungen

getroffen werden können. Aber so ist das

eben an einer Auslandsschule, da ist die DSKL sicher

keine Ausnahme.

Haben Sie je daran gedacht, etwas ganz anderes

zu tun

Ja, ich könnte mir vorstellen noch mal etwas ganz

anderes zu tun, bevor ich mich in den Ruhestand

begebe. Mehr verrate ich heute aber nicht!

Was machen Sie in Ihrer Freizeit

Leider ist diese knapp bemessen, da oft am Wochenende

offizielle Veranstaltungen anstehen durch die

Arbeit meines Mannes. Energien tanken kann ich am

besten bei einer guten Massage oder auf unserer Terrasse

sitzend, in eine interessante Lektüre vertieft.

Vom restlichen Stress der Woche entledige ich mich

dann beim Yoga am Samstagnachmittag. Gelegentlich

spiele ich auch gerne eine Runde Doppelkopf. Seit

einiger Zeit habe ich ein Faible für kniffelige Sudokus,

womit ich mich schon vor der Arbeit beschäftige.

Was wünschen Sie sich für die nächsten zehn

Jahre

Vor allem wünsche ich mir Gesundheit, damit ich die

nächsten zehn Jahre noch all das tun kann, was ich

tun möchte und dann irgendwann meinen Ruhestand

genießen kann.

44


Qualitätstest für unsere Schule – Wie gut sind wir

Es geschieht zwischen dem 28. Oktober und dem 5.

November 2009 an der DSKL: Zwei Unbekannte bahnen

sich freundlich aber bestimmt ihren Weg durch

das Schulhaus. Sie haben einen Raum zur Verfügung

gestellt bekommen, den sie nach Verlassen stets sorgfältig

abschließen. Sie bewahren dort Unterlagen und

Übersichtspläne auf, denen sie entnehmen können,

welcher Unterricht wann in welchem Klassenraum für

welche Klasse erteilt wird.

Sie besuchen den Unterricht jeweils allein, setzen sich

am Anfang oder mitten in der Stunde ins Klassenzimmer,

sie grüßen freundlich aber bestimmt. Ihre Aufmerksamkeit

richtet sich zunächst auf die Lernumgebung,

auf Plakate, Bilder, Merkverse an den Wänden

und auf die eingesetzten oder im Klassenraum sichtbaren

Medien. Dann hören sie, sich Notizen machend,

aufmerksam zu, um nach höchstens 20 Minuten den

Klassenraum freundlich grüßend zu verlassen.

Wenn die Schülerinnen und Schüler längst zu Hause

sind, stecken die Unbekannten ihre Nasen in Dokumente,

die einen Blick hinter die Kulissen der Schule

gewähren. Sie werten zum Beispiel Jahrbücher und

Protokolle aus, um zu sehen, wie sich das Angebot

der Schule verändert hat und weshalb. Sie führen Interviews

und streifen mit offenen Augen durch das

Schulhaus, denn sie suchen Antwort auf die Frage:

Wo steht die Deutsche Schule Kuala Lumpur im Vergleich

der Deutschen Auslandsschulen weltweit

Diese Inspektorinnen oder Inspektoren besuchen unsere

Schule im Auftrag der „Bund-Länder-Inspektion“

(BLI) für Schulen im Ausland. Sie haben bereits Monate

zuvor Unterlagen angefordert, die über die Entwicklungen

an der Schule Auskunft geben. Interessant

sind dabei einerseits Entwicklungskonzepte wie

das IT-Konzept, das Konzept zur Ganztagesschule,

zur Förderung und zum Sozialpraktikum, die sich direkt

auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern

beziehen und andererseits Konzepte, die sich indirekt

auf die Qualität einer Schule auswirken, wie z.B. das

Personalentwicklungs- und das Fortbildungskonzept.

Wichtig für das Funktionieren einer Schule sind aber

auch Normen, die sich in bestehenden Ordnungen

widerspiegeln. Hierzu gehören z.B. Haus- und Schulordnung

sowie alle Arten von Regelungen und Vorschriften,

die sich auf den Unterricht, die Pausen, die

Stundenpläne und die Verteilung von Zuständigkeiten

beziehen.

Die vorgelegten Dokumente und die im Unterricht

und in der Schule gemachten Beobachtungen setzt

das Inspektorenteam in Bezug zum Qualitätsrahmen

des Bundes für die deutschen Schulen im Ausland.

Dieser beschreibt anhand von sechs Bereichen die Arbeit

einer gut funktionierenden Schule und ist damit

ein Katalog von weitgehend objektivierbaren Kriterien,

mit dem die Schule gemessen wird.

Schulen, welche die Kriterien weitgehend erfüllen, erhalten

das Gütesiegel „Qualitätsschule der Bundesrepublik

Deutschland“. Andere Schulen erhalten einen

Termin zur „fokussierten Nachinspektion“. In beiden

Fällen erhalten die Schulen einen ausführlichen Bericht

über die Beobachtungen der Inspektoren, anhand

dessen sie ihre weitere Entwicklung orientieren

können.

Nach spätestens einer Woche machen die Inspektorinnen

oder Inspektoren sich auf den Weg zur nächsten

Inspektion. Vielleicht wird es Rückfragen geben

zu den Ergebnissen der Inspektion, unsere Schule

wird Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Dann

schließlich wird es aktenkundig. Wir erhalten eine

Bewertung, die in Form einer Note dargestellt wird.

Erreichen wir 2,5 Punkte oder mehr, dann ist uns das

Gütesiegel sicher.

Wie auch immer das Ergebnis der Inspektion sein

wird: Die gesamte Schulgemeinschaft, das Kollegium

und die Leitung des Schule brauchen Hinweise, in

welchen Bereichen die Schule gut ist und in welchen

sie besser werden muss. Diese Hinweise werden wir

nutzen. Wir sind gespannt.

Dr. Wolfgang Munzinger

Katrin Beyer

PLÄNE & WÜNSCHE

45


Ideen und Wünsche für die Grundschule

So stellen sich die Grundschüler

die „neue DSKL“ vor.

Merlyn, Klasse 3

Mir gefällt die Schule so, wie sie ist! Vielleicht wären

keine Schuluniformen besser.

Ich mache zwei Kampfsportarten, aber wir können

nicht in die Sporthalle - könnten wir nicht

ein kleines Eckchen haben

Das Mittagessen ist gut, aber Nachspeisen sollte

es auch geben! Wie die erste und zweite Klasse

zusammen unterrichtet wird, so sollte auch die

dritte und vierte zusammen sein. Im Unterricht

fände ich mehr Gruppenarbeit schön. Die, die gut

zusammen arbeiten und die es schon verstanden

haben, könnten es den Schwächeren erklären.

Die Lehrer können gut mit den Kindern umgehen.

PLÄNE & WÜNSCHE

Barthtolomeus, Klasse 3

Es sollte eine “Jetpacks-AG” geben, die man sich auf

den Rücken schnallt und los fliegt. Das Essen könnte

billiger sein. Der Teerbelag auf dem Pausenhof müsste

ausgetauscht werden, da man sich jetzt beim Fallen

die Knie weh tut. Das Fußballfeld im kleinen Pausenhof

sollte immer offen sein, nicht nur zur AG.

Anna, Klasse 3

Die Putzfrauen kommen in der Sporthalle manchmal

in die Umkleideräume, während die Kinder sich umziehen

- das ist ein bisschen peinlich! Auch sind die

Toiletten dort nicht sauber und die Moskitos fliegen

aus dem WC in die Sporthalle. Es sollte eine Tanz-AG

geben, denn ich tanze so gern. Wenn es öfter einen

“Tag Day” gibt, hätten wir freiere Kleiderwahl.

Fahrstühle wären toll…

Lina, Klasse 3

Die Sporthalle soll einen gefederten Boden haben!

Die Bücherei müsste größer sein, so dass mehr Kinder

und Bücher reinpassen.

Der kleine Pausenhof sollte mehr Klettermöglichkeiten

haben - keinen Buddelkasten, der wie ein Weitsprungkasten

aussieht.

Sofus, Flex A

Ich finde gut, dass es hier eine Essensausgabe gibt.

Schön ist, dass es hier viel Musikunterricht mit viel

Auswahl gibt. Saxophon würde ich gerne spielen,

aber vielleicht darf ich es jetzt noch nicht, weil die

Zähne wachsen müssen und man eine große Lunge

braucht.

Mila, Flex A

Ich wünsche mir, dass sich die Kinder nicht streiten.

In der Bibliothek muss es mehr Kinderbücher mit Bildern

geben. Das Essen mag ich nicht so sehr, weil der

Kartoffelbrei aus der Tüte kommt.

Ich wünsche mir, dass die Schule aus Gold ist.

Alle Lehrer die streng sind, dürfen nicht mehr streng

sein.

Lukas, Flex B

Ich finde, dass die Schule ein bisschen klein ist, die

alte Schule war ganz groß.

Der Pausenhof ist groß im Vergleich zur Schule.

Mein Lieblingsfach ist Englisch.

Die Bücherei ist groß, könnte aber noch größer sein.

Das Essen ist ganz gut und lecker.

Meine Lieblings-AG ist Fußball.

Die Schüler streiten hier nicht so viel wie in meiner

alten Schule in Johannesburg.

Timo, Klasse 4

Mir gefällt die Bibliothek sehr gut und auch den

Musikraum mit den vielen Instrumenten mag ich gern.

Die Klassenzimmer könnte man in

der Dekoration verbessern und die

Wände gelb oder blau anstreichen.

Eine Kuschelecke haben wir, aber

die könnte größer sein. Ein Sofa

würde mir gut gefallen. Unsere Tische

und Stühle sind ganz okay.

Den Spielplatz muss man weiter

ausbauen: Schaukeln, Wippen,

Rutschen! Der Fußballplatz und

der Basketballplatz sind gut, auch

der Boden ist okay. Das blaue Klettergerüst

ist gut, nur müsste der

Schulgarten vergrößert werden.

Der Sandkasten dürfte kleiner sein

und zusätzlich sollte es einen extra

Sprungkasten geben. Der große

Pausenhof ist gut, aber morgens ein

bisschen eng: Der kleine Pausenhof

sollte schon vor dem Klingeln aufgemacht

werden, auch die Bibliothek!

Mit den AGs bin ich sehr zufrieden.

Philip, Klasse 4

Man sollte einen größeren Sportplatz bauen mit

einer 100-m-Bahn. Die kleineren Kinder in der

Flex müssen auch schon lernen, mit dem Computer

umzugehen. Auch die 4.Klasse macht es

nicht genügend. Das Klassenzimmer ist ganz

schön, aber es sollte mehr Lesezeiten geben.

Die AGs sind ganz gut, nur sollte Tennis draußen

stattfinden. In der Klasse haben wir nicht so viel

Streit, aber wir streiten oft mit den Großen um

den Fußballplatz.

Das Essen ist ganz gut, ich würde nur manchmal

mehr Gemüse reinbringen. In Malaysia ist

das Essen sehr gut und gar nicht teuer. Einen

Schuppen auf dem Pausenhof für die Kleinen mit

Springseilen und anderen Sachen wäre gut. Ich

würde auf einer Klassenfahrt einmal gerne in

den Urwald fahren. Die Toiletten und Duschen

könnten sauberer sein.

Brendan, Klasse 4

Beim Fußballplatz sollte ein Dach sein, das

Schatten gibt und unter dem man auch bei Regen

spielen kann. Aber mit den Toren ist alles okay. Es

sollte ein Schwimmbad geben mit Sprungbrett für die

Schwimm-AG.

Für die Musical-AG sollte es mehr Kostüme geben.

Die Sporthalle sollte größere Fußballtore haben, dann

könnten wir in den Sportstunden Fußball spielen.

Mehr Filme und Bücher in der vorderen Ecke der Bibliothek

wären gut.

Das Essen sollte besser sein: Ich wünsche mir zum

Beispiel Hotdogs und gesunde Drinks wie Apfelschorle

oder frische Säfte - nicht die ganze Zeit 7up oder ähnliches.

Die 5. Klasse hänselt uns die ganze Zeit, schon

seit der ersten Klasse …

Fadia, Klasse 4

Ich wünsche mir mehr „Tag Days“. Außerdem ist die

Schulkleidung sehr sehr heiß.

Einen sehr großen Spielplatz sollte man bauen: einen

für die Kleineren und einen für die Größeren, denn die

Großen sitzen nur rum und machen nichts. Ich friere

oft in den Klassenräumen, darum sollte man die A/C

wärmer einstellen. Die AGs gefallen mir sehr gut. Wir

haben eine Musik-AG, aber eine Sing-AG wäre auch

noch schön.

Man kann nicht sagen, dass das Essen lecker ist, aber

man kann es essen, wenn man Hunger hat.

Wenn man Tests hat, stört der Lärm aus der Fahrschule

nebenan durch die Knaller zu Chinese New

Year oder die Lautsprecherdurchsagen - man kann

sich dann nicht konzentrieren.

Viele Dinge muss man stabiler bauen: Das Tor auf

dem Fußballfeld ist zu locker, es kann umfallen! Keine

gute Idee sind die Basketballkörbe auf dem Fußballfeld,

auch stören die Basketballkörbe auf dem Pausenhof

den normalen Pausenhofbetrieb.

In der Bibliothek sollten keine Computer stehen, denn

manche bringen Spiele auf Sticks mit und dadurch

wird es störend laut: Das gehört in den Computerraum.

Die Schiebeschlösser auf den Toiletten sind keine gute

Idee, weil sie kaputt gehen, wenn man die Tür aufreißt.

Sara, 4.Klasse

Den Lesewettbewerb finde ich gut, den sollte es öfter

geben! Draußen zu essen ist toll und das Essen

schmeckt mir gut.

Die Turnhalle ist ein bisschen dunkel, man könnte sie

durch Fenster heller machen.

Die AGs finde ich gut: Es gibt viel Auswahl und meine

Lieblings-AG ist Musical. Es ist schön, ein Musical zu

spielen.

Im Klassenzimmer ist es zu kalt, weil die A/C zu oft

an ist.

Im Pausenhof sollte es höhere Klettergerüste geben,

denn jetzt sind sie zum daran entlang Hangeln zu

niedrig.

Die Schul-T-Shirts sind sehr heiß und sehr dick: Man

schwitzt darin sehr schnell.

Die Schulbusse finde ich gut und die Fahrer sind sehr

nett. Die Bibliothek sollte mehr Sitzmöglichkeiten zum

Lesen haben.

PLÄNE & WÜNSCHE

46

47


Josefine Demuth

Geb: 1992, Zeit an der DSKL: 1998-1999

(1.-2. Klasse)

„Nach meinem Aufenthalt in Malaysia sind

wir zurück nach Deutschland gezogen, wo

ich ein Gymnasium besuche. 2008 waren

wir jedoch nochmal ein halbes Jahr in

Louisiana, Amerika. Mein Abitur habe ich

vorrausichtlich 2011. Danach plane ich

Lehramt zu studieren.“

DSKL ALUMNI

Was machen

ehemalige Schüler

heute

Gianluca Nasi

Geburtsjahrgang: 1986

Zeit an der DSKL: 1997-1998

„Danach: Schule in Italien mit

Abitur beendet Schulzeit in

verschiedenen Städten: Costa

Smeralda, Rom, Venedig. Jetzt:

Ausbildung zum Hotelkaufmann

im Sheraton Frankfurt Hotel &

Towers Conference Center“

Nochmal alles Gute zum 30. Geburtstag“

Kai Knocke

Geb: 1984, DSKL:

2001-2002 (10. Kl.)

„Alice Smith School,

Gymniasum Höchstadt

a.d. Aisch (Abitur),

BWL-Studium in Bamberg“

Sebastian Beyer

Geburtsjahrgang: 1988

Zeit an der DSKL: 2004-

2005 (10. Klasse)

„Danach 2 Jahre ISKL und

jetzt im dritten Semester

Chemieingenieurwesen an

der TU Dresden“

Tamara Salamanca

Geb: 1989, Zeit an der DSKL:

1994-1999 (Kindergarten - 4.Kl.)

„Danach zogen wir nach Santiago

de Chile, wo ich die 5. bis 9. Klasse

besuchte, von dort nach Pretoria,

Südafrika, wo ich das 2. Halbjahr

der 9. Klasse machte. Ich schloss

2007 an der Deutschen Schule Pretoria

ab mit dem Abitur. Im Moment

studiere ich im 2. Semester Biologie

and der Universität Bern.“

Nina Kraneis

Geb: 1989, DSKL: 1995-1996

(1. Klasse)

„2008 Abitur am Ludwig-

Georgs-Gymnasium in

Darmstadt, in Hessen. Mache

gerade mein soziales Jahr in

Nord Irland in der Camphill

Glencraig Community. Im

Herbst Studium Kulturwissenschaften

in Lüneburg.“

Sophia Plodek

Geb: 1991,

DSKL: 1998 (1. Klasse)

„Schülerin im Mörike

Gymnasium in Esslingen

bei Stuttgart“

Michael Hoffmann

Geb: 1987

Zeit an der DSKL:

1995-1998

(3.-5. Klasse)

„Studiere Hotelmanagement

in der

Schweiz“

Yasmin Fabiny

Geburtsjahrgang: 1977

Zeit an der DSKL: 1984-1989

„Olpetal Grundschule-Dortmund (1983-1984), DSKL, ISKL

(1989-1995), Kolej Damansara Utama (1998-2000), Bournemouth

University (2000-2001)“

Burcu Taspinar

Zeit an der DSKL: 2000-2004 (3.-6. Klasse)

„Ernst Reuter Schule Ankara (7.Klasse bis Ende der 9.Klasse)

und jetzt bin ich auf der United Nations International School of

Hanoi in Vietnam in der 11.Klasse“

Julian Plodek

Geburtsjahrgang: 1984, an der DSKL: 1994-1998

„Schelztor Gymnasium in Esslingen bei Stuttgart (ABI 2004),

studiere Kunst in der Burg Giebigstein Hochschule in Halle bei

Sari Mock

Geburtsjahrgang: 1990, DSKL: 2002-2007 (5.-10. Klasse)

„Gestalterischer Vorkurs St. Gallen (Kunstschule)“

Keziah Aidan Zainuddin

Geburtsjahrgang: 1994, Zeit an der DSKL: 2000-2001

„Sekundarschule 8.Klasse“

Marvin Rohde

Geburtsjahrgang: 1990, DSKL: 2002-2007 (5.-10. Klasse)

„Ernst Moritz Arndt Gymnasium Klasse 11-13, Abi 2010“

Kevin Rückmar

Geburtsjahrgang: 1987, Zeit an der DSKL: 1993-1996

„1996-1997 Hauptschule Ebnatkappel SG, 1997-2001 Hauptschule

Pfäffikon SZ, 2001-2003 Oberstufe Freienbach SZ, 2003-2005

Gymnasium (abgebrochen), 2005-2007 Ausbildung zum Kaufmann“

Marco Rohbohm

Geburtsjahrgang: 1991, Zeit an der DSKL: 1997-2002

„Französisches Lycée Générale um ein wissenschaftliches

Abitur zu machen.“

Nikolaus

Sivaloganathan

Geb: 1991, Zeit an der

DSKL: 1997-2004

„Schüler in der 12. Klasse

an der ISKL (International

School of Kuala

Lumpur)“

Sebastian Grobys

Geburtsjahrgang: 1982

Zeit an der DSKL: 1993-1996

„Später Studium an der TU

Darmstadt (Mathematik) und

McGill Universität in Montreal,

Kanada (Informatik). 5 Jahre

tätig bei einer amerikanischen

Bank, momentan MBA Studium

an der INSEAD Business School

in Singapur.“

Patricia Wepfer

Geb: 1986, Zeit an der

DSKL: 1997-1999 (5.-6.

Klasse)

Heute: „Ich studiere

Biologie an der Uni Zürich“

Thomas Türschmann

Geb: 1980, DSKL:

1985-1986 (Vorschule)

„Studiere Romanistik

(spanische Sprachwissenschaft)

bis Juni

2009“


Die ersten Absolventen der 10. Klasse

Impressum

Redaktion:

Design/Layout:

Fotos:

Archivarbeit:

Redaktionelle Mitarbeiter:

Titelbild:

Illustration

Druck:

Herausgeber:

Andrea Trumm, Datin Maria von Stumm

Andrea Trumm, Isabel Trumm

Andreas Ringeisen, Gerhard Avemarie, Matt Bulow,

Marita Sayn-Nikitaridis, sowie aus Privatarchiven

Mohd Syafiq

Bettina Jusuf, Hajo Zenzen, Katrin Beyer,

Marion Rohrer, Evelin Kleimann

Julian Lim

Reiner Allgeier

GRAFISCAN PRINT SERVICES, Kuala Lumpur

Persatuan Sekolah Jerman Malaysia

(Deutscher Schulverein Malaysia)

Die Nutzung und Wiedergabe der Fotos und Texte darf nur mit vorherigem Einverständnis

der Schule erfolgen. Die namentlich gekennzeichneten Texte geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.


DEUTSCHER SCHULVEREIN MALAYSIA

LOT 5 LORONG UTARA B, 46200 PETALING JAYA, SELANGOR, MALAYSIA

TEL: +603 7956 6557 FAX: +603 7956 7557 E-MAIL: dskl1@tm.net.my HOMEPAGE: http://www.dskl.edu.my

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!