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Statistischer Quartalsbericht - Stadt Leipzig

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<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong><br />

I/2011<br />

Amt für Statistik und Wahlen<br />

Themen:<br />

<strong>Leipzig</strong>er mit Migrationshintergrund<br />

Gebärverhalten der <strong>Leipzig</strong>er Frauen<br />

Wohndauer der <strong>Leipzig</strong>er Einwohner<br />

Studierende in <strong>Leipzig</strong><br />

Nutzung von Volkshochschulangeboten<br />

Luftverkehr<br />

Tourismus<br />

Kinobesucher<br />

Verkehrsinfrastruktur Sachsens<br />

Volkszählung


LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG<br />

<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011 [04/11]<br />

Herausgeber: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Verantwortlich: Dr. Ruth Schmidt<br />

Redaktion Textteil: Dr. Ruth Schmidt<br />

Redaktion Statistikteil: Peter Dütthorn<br />

Technische Bearbeitung: Kathrin Siegert<br />

Verlag: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Druckerei: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Hauptamt<br />

Redaktionsschluss: 06.05.2011<br />

Gebühr: 7,- €<br />

Alle Rechte vorbehalten.<br />

Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung des Amtes für Statistik und Wahlen<br />

diese Veröffentlichung oder Teile daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in<br />

elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von<br />

Teilen daraus ist für nicht gewerbliche Zwecke mit Angabe der Quelle gestattet.<br />

Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:<br />

Postbezug (zuzüglich Versandkosten):<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Amt für Statistik und Wahlen<br />

04092 <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Statistischer</strong> Auskunftsdienst: Fon (0341) 123 2847<br />

Fax (0341) 123 2845<br />

E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de<br />

Internet www.leipzig.de/statistik<br />

www.leipzig.de/wahlen<br />

Direktbezug:<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Amt für Statistik und Wahlen<br />

Burgplatz 1, <strong>Stadt</strong>haus, Raum 228<br />

Zeichenerklärung:<br />

0 = weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle,<br />

jedoch mehr als nichts<br />

. = Veröffentlichung ist aus Datenschutzgründen nicht möglich<br />

- = nichts vorhanden<br />

/ = Zahlenwert nicht sicher genug<br />

davon = Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)<br />

darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)


Inhaltsverzeichnis Seite<br />

Kurzinformationen ........................................................................................................................... 2<br />

<strong>Leipzig</strong>s Einwohner mit Migrationshintergrund 2010 (Teil 1)............................................................ 4<br />

Das Gebärverhalten <strong>Leipzig</strong>er Frauen – Teil 2: Alter und Migrationshintergrund............................. 8<br />

Wohndauer der <strong>Leipzig</strong>er Einwohner ............................................................................................... 12<br />

Studierende in <strong>Leipzig</strong> im Wintersemester 2010/11 und Städtevergleich 2009/10 .......................... 17<br />

Was Hänschen nicht lernt, . . . ......................................................................................................... 20<br />

Luftverkehr 2010............................................................................................................................... 25<br />

Tourismus 2010................................................................................................................................ 27<br />

Kinobesucher 2010........................................................................................................................... 29<br />

Verkehrsinfrastruktur in Sachsen ..................................................................................................... 30<br />

Volkszählung? Wieso? Fehlt jemand? ............................................................................................. 32<br />

Quartalszahlen ................................................................................................................................. 35<br />

Aus dem Inhalt<br />

Acht Prozent aller <strong>Leipzig</strong>er hatten zum Jahresende 2010 einen Migrationshintergrund. Diese knapp<br />

25 000 Ausländer und knapp 16 000 Deutschen tragen mit einem Durchschnittsalter von 31,5 Jahren in<br />

ganz wesentlichem Maße zur Verjüngung der <strong>Leipzig</strong>er Bevölkerung bei.<br />

Da die Altersgruppe junger Frauen, die in den nächsten Jahren in das hoch fertile Alter hineinwachsen,<br />

in <strong>Leipzig</strong> relativ gut besetzt ist, zudem die <strong>Stadt</strong> stetig Zuzugsplus und wachsenden Migrantinnenanteil<br />

in dieser Gruppe hat, ergibt sich eine solide Basis für das Geburtenniveau der nächsten Jahre.<br />

Die durchschnittliche Wohndauer der <strong>Leipzig</strong>er in ihrer Hauptwohnung beträgt derzeit 9,4 Jahre.<br />

Allerdings sind über ein Viertel aller <strong>Leipzig</strong>er erst im Verlauf der letzten beiden Jahre in die aktuelle<br />

Wohnung eingezogen, bei einem weiteren Viertel liegt der Einzug zwei bis fünf Jahre zurück.<br />

Der Anteil in <strong>Leipzig</strong> Studierender aus den alten Bundesländern wächst stetig. Von den gegenwärtig<br />

36 892 Studierenden kamen 21,8 Prozent aus den elf alten Ländern einschließlich Berlin.<br />

Mit 663 060 Tonnen umgeschlagener Luftfracht konnte der Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle sein Aufkommen<br />

2010 um 26,5 Prozent steigern und avancierte damit zum zweitgrößten Logistikflughafen Deutschlands.<br />

Die Tourismusbranche vermeldet für das Jahr 2010 erstmals mehr als 2 Mill. Übernachtungen in <strong>Leipzig</strong>.<br />

Nach dem Rekordjahr 2009 gingen die Kinobesucherzahlen in allen deutschen Großstädten 2010 zurück.<br />

<strong>Leipzig</strong> hat mit 1,2 Mill. Besuchern deutschlandweit Platz 12 inne.<br />

Ein Rückblick mit etwas Augenzwinkern auf Volkszählungen vergangener Jahrhunderte schlägt die<br />

Brücke zum Zensus 2011.<br />

Die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> konnte 2010 trotz einiger Registerbereinigungen ein Wanderungsplus von 4 359<br />

Personen verzeichnen.<br />

Im I. Quartal 2011 erkrankten 517 <strong>Leipzig</strong>er an Virusgrippe; das sind 9-mal so viel wie im I. Quartal<br />

2010.<br />

Im Jahr 2010 gab es insgesamt 2 062 Insolvenzen, darunter 1 410 Verbraucherinsolvenzen; in beiden<br />

Fällen weniger als im Jahr 2009.<br />

Ende März 2011 waren in <strong>Leipzig</strong> 35 773 Personen arbeitslos gemeldet; das waren rund 2 600 mehr als<br />

zum Jahresende 2010, aber ca. 1 700 weniger als Ende März 2010.<br />

Ende 2010 erhielten 77 648 Personen Leistungen nach SGB II; somit ist die Zahl der Leistungsempfänger<br />

innerhalb eines Jahres um rund 3 000 gesunken.<br />

Der Gesamtumsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag 2010 mit 6,1 Mrd. um rund 27 Prozent höher als im<br />

Jahr 2009; damit wurden auch die Umsätze aus den Jahren vor der Wirtschaftskrise leicht übertroffen.<br />

Auch im ersten Quartal 2011 war in Sachsen ein relativ hoher Anstieg der Verbraucherpreise zu<br />

verzeichnen, im März lagen die Preise um 2,0 Prozent höher als im Vorjahr.<br />

In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 besuchten 240 000 Personen den <strong>Leipzig</strong>er Zoo; das<br />

waren fast 90 000 mehr als ein Jahr zuvor.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 1


Kurzinformationen<br />

Zensus: Stichtag 9. Mai 2011<br />

Seit dem 1. Januar 2011 arbeitet die <strong>Leipzig</strong>er<br />

Zensus-Erhebungsstelle. Mittlerweile sind neun<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit beschäftigt,<br />

die Durchführung der Befragungen zum Zensus<br />

2011 bei ca. 19 000 <strong>Leipzig</strong>er Einwohnern in rund<br />

1 800 Wohnhäusern und 13 000 Bewohnern von<br />

so genannten Sonderbereichen wie zum Beispiel<br />

Studenten- und Seniorenwohnheimen sicherzustellen.<br />

Sie planen und organisieren dafür den<br />

Einsatz der Interviewerinnen und Interviewer. Das<br />

<strong>Leipzig</strong>er Erhebungsstellenteam führt dafür insgesamt<br />

18 Schulungsveranstaltungen für die ca. 300<br />

in <strong>Leipzig</strong> einzusetzenden Erhebungsbeauftragten<br />

durch. In den jeweils 3-stündigen Schulungen<br />

werden die Interviewer auf ihre Befragungstätigkeit,<br />

die ab 10.Mai beginnen kann, vorbereitet und<br />

außerdem über datenschutzrechtliche Belange<br />

belehrt.<br />

Deutschlandweit werden beim Zensus 2011 rd.<br />

80 000 Interviewerinnen und Interviewer tätig sein.<br />

Ostdeutsche Frauen in Führungspositionen<br />

Nach einer Untersuchung des Instituts für<br />

Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind ostdeutsche<br />

Frauen häufiger an Führungspositionen beteiligt<br />

als westdeutsche. Die Gründe dafür sehen<br />

die Forscher in der geringeren Teilzeitquote ostdeutscher<br />

Frauen und in selteneren Unterbrechungen<br />

durch Kindererziehungszeiten, was die<br />

Chance auf eine Führungsposition verbessert.<br />

Allerdings stellten die Forscher auch fest, dass die<br />

Teilzeitquote ostdeutscher Frauen bis 2007 gestiegen<br />

ist, was den Vorsprung zukünftig schrumpfen<br />

lassen könnte.<br />

(Quelle: IAB - Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung<br />

Nürnberg)<br />

Gute Energiekennwerte in der Region <strong>Leipzig</strong><br />

Der Energieverbrauch in Mehrfamilienhäusern<br />

ist deutschlandweit rückläufig. Das zeigen die vom<br />

Energiedienstleister ista und vom Institut für Wirtschaftsforschung<br />

Halle analysierten Verbrauchswerte.<br />

Die Ergebnisse für die Abrechungsperiode<br />

2009 geben für die Raumordungsregion West-<br />

sachsen einen Durchschnittsverbrauch in Mehr-<br />

familienhäusern von 116 kWh/m² an, was einem<br />

Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um<br />

-2,4 kWh/m² entspricht. Damit werden in <strong>Leipzig</strong><br />

und im Umland bereits sehr gute Energiekennwerte<br />

erreicht. Mit einem Energieeffizienzindex von<br />

81,1 (deutscher Durchschnitt 2007≙100) liegt die<br />

Region Westsachsen 2009 deutlich vor dem<br />

gesamtdeutschen Wert von 98,5 und auch vor<br />

dem ostdeutschen Wert von 90,1.<br />

(Quelle: Institut für Wirtschaftsforschung Halle)<br />

Krankenstand ist abhängig vom Beruf<br />

Bei Betriebskrankenkassen versicherte Mit-<br />

arbeiter der öffentlichen Verwaltung waren im Jahr<br />

2009 im Durchschnitt 16,6 Kalendertage krankgeschrieben.<br />

Damit unterscheidet sich der öffentliche<br />

Dienst zwar von anderen Wirtschaftszweigen, der<br />

entscheidende Unterschied ist aber vielmehr der<br />

ausgeübte Beruf. Den höchsten Krankenstand<br />

haben in der öffentlichen Verwaltung das Wach-<br />

und Aufsichtspersonal sowie Soldaten, Grenzschutz-<br />

und Polizeibedienstete mit jeweils über<br />

30 Tagen Arbeitsunfähigkeit. Am seltensten krank<br />

sind dagegen öffentlich bedienstete Bauingenieure<br />

und Architekten (10 Tage). Lehrer und Kindergärtnerinnen<br />

landen mit 14 bzw. 15 Tagen im Mittelfeld,<br />

ebenso Bürofachkräfte mit 18 und Pförtner<br />

mit 19 Tagen Arbeitsunfähigkeit.<br />

(Quelle: BKK Bundesverband)<br />

Guter Länderhaushalt in Sachsen<br />

Der Haushalt des Freistaates steht im deutschlandweiten<br />

Vergleich gut da. Bei den Indikatoren<br />

Schuldenstand, Haushaltsdefizit und Investitionsquote<br />

belegt Sachsen 2010 jeweils den besten<br />

Platz. Nach Meinung des Instituts der deutschen<br />

Wirtschaft Köln könnte es sogar noch besser<br />

aussehen: Über 24 Prozent der Ausgaben für<br />

Verwaltung, Zuschüsse sowie Subventionen<br />

außerhalb der eigenen Verwaltung kann Sachsen<br />

selbst bestimmen – und dort Einsparungen relativ<br />

problemlos realisieren.<br />

(Quelle: Instituts der deutschen Wirtschaft Köln)<br />

Ausbildungsmarkt 2011<br />

Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt<br />

wird sich 2011 aus Sicht der Jugendlichen weiter<br />

entspannen. Nach Meinung des Bundesinstituts<br />

für Berufsbildung wird deutschlandweit aufgrund<br />

der momentan guten Konjunktur 2011 eine Steigerung<br />

der Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze<br />

im Vergleich zu 2010 um knapp 39 000 (+6,7 Pro-<br />

zent) auf rund 618 500 Angebote möglich sein.<br />

Trotz Aussetzung des Wehrdienstes und doppelter<br />

Abiturjahrgänge wird auf Bundesebene keine Verschärfung<br />

der Ausbildungsmarktlage erwartet.<br />

Im Agenturbezirk <strong>Leipzig</strong> lag die Ausbildungsstellenrelation<br />

2010 bei 100 Prozent. Das heißt,<br />

rein rechnerisch kamen auf 100 Bewerber<br />

100 Angebote. Bereinigt man den Indikator jedoch<br />

durch außerbetriebliche Angebote, dann standen<br />

2010 nur noch 69,7 Ausbildungsplätze für 100<br />

Bewerber zur Verfügung. Damit hat sich die Nachfrage-/Angebotsrelation<br />

bei diesem Indikator im<br />

Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozentpunkte verschlechtert.<br />

(Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung Bonn)<br />

2 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Jugend bleibt in der Nähe der Eltern<br />

Am schönsten ist es bei Mutter und Vater – das<br />

möchte man meinen, wenn man die Analysen<br />

einer Forschergruppe liest. Im Durchschnitt liegt<br />

die erste eigene Wohnung junger Menschen nur<br />

9,5 Kilometer entfernt vom Heim der Eltern. Jeder<br />

Zehnte wagt sich sogar nur weniger als einen halben<br />

Kilometer weg. Besonders anhänglich sind<br />

demnach vor allem Jugendliche aus bildungsfernen<br />

und ärmeren Familien. Drei Viertel von ihnen<br />

gründen ihren ersten eigenen Haushalt weniger<br />

als 20 Kilometer entfernt von den Eltern, sogar<br />

wenn es in der Region an Arbeitsplätzen mangelt.<br />

Vor allem junge Männer in Ostdeutschland sind<br />

stark im Ort ihrer Kindheit verwurzelt. Wesentlich<br />

mobiler sind dort die Frauen, die in der Regel besser<br />

ausgebildet sind als die jungen Männer.<br />

Die Forscher schlussfolgern daraus, dass die<br />

erste eigene Wohnung eine geringere Rolle beim<br />

Erwachsenwerden spielt als bisher angenommen.<br />

(Quelle: Universität Bamberg, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)<br />

Mehr Besucher und Aussteller auf Buchmesse<br />

Die <strong>Leipzig</strong>er Buchmesse konnte sich in diesem<br />

Jahr über 163 000 Besucher freuen, die während<br />

der vier Tage die Hallen besuchten. Damit stieg<br />

die Zahl im Vergleich zu 2010 um 3,8 Prozent<br />

(157 000). Auch die Zahl der Aussteller hat 2011<br />

zugenommen. 2 150 Aussteller aus 36 Ländern<br />

haben über Neuerscheinungen informiert. 2010<br />

waren es noch 2 112 Aussteller aus 35 Ländern.<br />

(Quelle: <strong>Leipzig</strong>er Messe GmbH, Ausstellungs- und Messe-<br />

Ausschuss der deutschen Wirtschaft e.V.)<br />

Kassenstatistik: Verwaltungshaushalt <strong>Leipzig</strong>s<br />

Die Einnahmen des Verwaltungshaushalts der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> betrugen 2010 gut 1,1 Mrd. Euro.<br />

340 Mill. Euro wurden durch Steuern und steuerähnliche<br />

Einnahmen erzielt, 586 Mill. Euro kamen<br />

durch Zuweisungen und Umlagen ins <strong>Stadt</strong>säckel.<br />

Weiterhin wurden 58 Mill. Euro durch Gebühren<br />

und zweckgebundene Abgaben eingenommen.<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Vornamen<br />

Die 2010 vom <strong>Leipzig</strong>er Standesamt registrierten<br />

Neugeborenen tragen, ähnlich wie in den Vor-<br />

jahren, vor allem traditionell deutsche Vornamen.<br />

Darüber hinaus wird die Vielfalt der ver-<br />

gebenen Namen immer größer. Seit über zehn<br />

Jahren führen Marie und Sophie beständig die<br />

"Top 30" bei den Mädchen an. 2010 hatte Marie<br />

mit 116 Nennungen knapp die Nase vor Sophie<br />

(114-mal vergeben), welche die letzten fünf Jahre<br />

stets souverän vorn lag. 65 Mädchen wurden<br />

Charlotte, 62 Anna, 58 Emma, 55 Helene genannt.<br />

Auch die drei Spitzenreiter bei den vergebenen<br />

Jungennamen erfreuen sich schon seit über einem<br />

Jahrzehnt großer Beliebtheit. Paul wurden 2010<br />

insgesamt 101, Alexander 87 und Maximilian 67<br />

Jungen genannt. Es folgten die Namen Elias (63),<br />

Luca (62) und der Spitzenreiter aus dem Jahr<br />

2006 Leon.<br />

(Quelle: Standesamt <strong>Leipzig</strong>)<br />

Sachsens Großstädte altern langsamer<br />

Der demografische Wandel trifft alle säch-<br />

sischen Gemeinden, Ausmaß und Geschwindigkeit<br />

variieren jedoch merklich. Auf Basis der letzten<br />

regionalisierten Bevölkerungsprognose des<br />

Statistischen Landesamtes wird mit einer Erhöhung<br />

des Durchschnittsalters in <strong>Leipzig</strong> und Dresden<br />

bis 2025 von 1,5 Jahren (Variante 1) bis<br />

2,5 Jahren (Variante 2) gerechnet. 2015 würden<br />

die <strong>Leipzig</strong>erinnen und <strong>Leipzig</strong>er im Durchschnitt<br />

45,6 Jahre (Variante 1) beziehungsweise<br />

46,6 Jahre (Variante 2) alt sein; die Dresdner zwischen<br />

44,6 Jahre in Variante 1 bis 45,6 Jahre in<br />

Variante 2. Auch die Chemnitzer Bevölkerung<br />

altert im sächsischen Vergleich etwas langsamer,<br />

wenngleich das heutige Durchschnittsalter mit<br />

47,2 Jahren schon überdurchschnittlich hoch ist.<br />

Sachsenweit könnte sich das Durchschnittsalter<br />

bis 2025 um 3,4 Jahre nach Variante 1 und<br />

4,2 Jahre in Variante 2 erhöhen.<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Hasenzählung<br />

Nicht nur die Bevölkerung wird gezählt - im<br />

Herbst 2010 erfolgte in 450 Referenzgebieten<br />

durch nächtliche Scheinwerferzählung die Erfassung<br />

der Feldhasen. Nach mittlerweile neun Zählungen<br />

steht fest: die Feldhasenbestände in<br />

Deutschland sind weiterhin stabil. Demnach tummeln<br />

sich, vorsichtig hochgerechnet, mindestens<br />

4 Mill. Feldhasen auf Deutschlands Feldern und<br />

Wiesen. Das sind durchschnittlich 13 Feldhasen<br />

pro Quadratkilometer und damit einer mehr als<br />

noch im vergangenen Herbst.<br />

(Quelle: Deutscher Jagdschutzverband 2011)<br />

Damals ...<br />

Vor 100 Jahren hatte die Ehe einen höheren<br />

gesellschaftlichen Stellenwert. Kinder außerhalb<br />

einer Ehe zu bekommen galt als unsittlich und<br />

illegitim, häufig auch als Schande. Dennoch<br />

kamen 1911 rund 20 Prozent der <strong>Leipzig</strong>er Kinder<br />

unehelich zur Welt, also jedes fünfte Baby. Seitdem<br />

hat sich nicht nur die rechtliche und gesellschaftliche<br />

Stellung unehelicher Kinder und ihrer<br />

Mütter verändert, auch die Größenordnung ist eine<br />

andere geworden. Heute kommen gut 60 Prozent<br />

der <strong>Leipzig</strong>er Kinder außerhalb einer Ehe zur Welt.<br />

Der Anstieg bis zum heutigen Niveau verlief ziemlich<br />

kontinuierlich. Ende der 1980er und Anfang<br />

der 1990er Jahre waren dann circa 40 Prozent der<br />

<strong>Leipzig</strong>er Babys unehelich. In den letzten 20 Jahren<br />

hat sich das Verhältnis zwischen ehelichen<br />

und unehelichen Geburten also umgekehrt.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 3


<strong>Leipzig</strong>s Einwohner mit Migrationshintergrund 2010 (Teil 1)<br />

Andreas Martin<br />

In Fortführung der seit 2007 jährlich durch das<br />

Amt für Statistik und Wahlen durchgeführten<br />

statistischen Analysen zu <strong>Leipzig</strong>ern, die einen<br />

Migrationshintergrund haben, wurde zu Beginn<br />

des Jahres der Einwohnerbestand per 31.12.2010<br />

erneut hinsichtlich identifizierbarer Migrationsmerkmale<br />

untersucht. Die methodische Herangehensweise<br />

entsprach in der aktuellen Untersuchung der<br />

der Vorjahre, welche im Statistischen <strong>Quartalsbericht</strong><br />

1/2009 ausführlich beschrieben wurde.<br />

Danach fanden in diese Studie alle <strong>Leipzig</strong>er<br />

Eingang, die zum Stichtag<br />

1. keine deutsche Staatsbürgerschaft hatten;<br />

2. neben der deutschen eine zweite Staatsbürgerschaft<br />

hatten;<br />

3. einen Einbürgerungsvermerk aufwiesen;<br />

4. aus einer Erstaufnahmeeinrichtung für Spät-<br />

aussiedler zugezogen sind;<br />

5. aus dem Ausland zugezogen sind;<br />

6. im Ausland geboren wurden;<br />

7. als Kinder eines Elternteils mit einem der obigen<br />

Migrationsmerkmale zugeordnet waren.<br />

Während bei Vorhandensein der Merkmale 1<br />

bis 4 sofort auf einen Migrationshintergrund ge-<br />

schlossen werden kann, ist dies bei den anderen<br />

nicht so eindeutig. Der Personenkreis, der aus-<br />

schließlich Merkmal 5 aufwies, wurde einer Wich-<br />

tung unterzogen, jener mit ausschließlich Merkmal<br />

6 trotz möglichem Ausschluss eines Migrations-<br />

hintergrundes vollständig integriert.<br />

Die erneute Anwendung dieser bewährten<br />

Methodik erlaubt es nunmehr auch, neben der<br />

Bereitstellung umfangreicher Bestandsdaten zu<br />

den <strong>Leipzig</strong>ern mit Migrationshintergrund detaillierter<br />

auf Entwicklungstendenzen in den letzten<br />

Jahren einzugehen. Allerdings nahmen gerade auf<br />

die Entwicklungskennziffern die intensiv durchgeführten<br />

Registerbereinigungen der letzten beiden<br />

Jahre recht großen Einfluss.<br />

Mit Stand 31.12.2010 wurden 40 775 <strong>Leipzig</strong>er<br />

ermittelt, die (mindestens) über ein Migrationsmerkmal<br />

verfügen. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil<br />

von 8,0 Prozent. Der Rückgang gegenüber<br />

dem Vorjahr beruht analog zum Rückgang<br />

2009 ausschließlich auf den erwähnten Register-<br />

überprüfungen und -bereinigungen, von denen<br />

überdurchschnittlich Ausländer betroffen waren.<br />

So ging auch die Zahl der Ausländer als der<br />

größten Migrantengruppe um 1 209 Personen (also<br />

um 4,3 Prozentpunkte) zurück, jene der deutschen<br />

Migranten stieg aber um 836 (+5,8 Prozentpunkte).<br />

21 307 gezählte Migranten (= 52,3 Prozent)<br />

waren männlichen und 19 468 weiblichen Geschlechts.<br />

Neben den Ausländern bilden die<br />

Doppel- bzw. Mehrstaater mit 9 328 Personen und<br />

die Spätaussiedler mit insgesamt 6 075 Personen<br />

die nächstgrößten Migrantengruppen.<br />

Eine besondere Rolle kommt - hinsichtlich der<br />

Auswertung - der Gruppe der Kinder zu, die selbst<br />

kein Migrationsmerkmal aufweisen. Über die<br />

Auswertung der Elterngeneration bei zunächst<br />

deutschen Kindern ohne Merkmal wurden 2 305<br />

Kinder dieser Gruppe zugeordnet; für einen Großteil<br />

konnte zudem auch eine Herkunftsnationalität<br />

festgestellt werden. Eine solche Ableitung ist allerdings<br />

nur bei minderjährigen Kindern vollziehbar.<br />

Nach Nationalitäten bzw. Herkunft betrachtet<br />

kommen die größten Migrantengruppen aus der<br />

Russischen Föderation (5 547), der Ukraine (3 074),<br />

Vietnam (2 846), Kasachstan (2 067), Polen<br />

(1 814), Türkei (1 510), Irak (1 422), China (1 069),<br />

Ungarn (864), USA (781) und Italien (780).<br />

Migrationshintergrund der <strong>Leipzig</strong>er 2008 bis 2010<br />

2008 2009 2010<br />

Anteil (%) an Anteil (%) an Anteil (%) an<br />

Bevölkerung Bevölkerung Bevölkerung<br />

Einwohner mit Migrationshintergrund 1)<br />

42 631 8,5 42 258 8,4 40 775 8,0<br />

davon: Ausländer 1)<br />

28 177 5,6 26 968 5,3 24 881 4,9<br />

Deutsche mit Migrationshintergrund<br />

darunter:<br />

14 454 2,9 15 290 3,0 15 894 3,1<br />

Spätaussiedler 7 025 1,4 6 881 1,4 6 075 1,2<br />

Eingebürgerte 3 161 0,6 2 905 0,6 3 142 0,6<br />

Mehrstaater 7 614 1,5 8 420 1,7 9 328 1,8<br />

Zuzug aus Ausland 2 136 0,4 2 074 0,4 2 012 0,4<br />

Geburtsort Ausland 1 600 0,3 1 932 0,4 2 203 0,4<br />

Kinder 2)<br />

Bevölkerungsgruppe Per-<br />

Per-<br />

Personen<br />

sonen<br />

sonen<br />

2 163 0,4 2 470 0,5 2 305 0,5<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1) 2)<br />

Der Rückgang in den Jahren 2009 und 2010 beruht auf Registerbereinigungen ohne eigene Migrationsmerkmale<br />

4 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Die Altersunterschiede zwischen <strong>Leipzig</strong>ern mit<br />

Migrationshintergrund (und jeder der benannten<br />

Migrantengruppen) einerseits und jenen ohne<br />

Migrationshintergrund andererseits sind auch 2010<br />

wiederum beträchtlich. Während das Durchschnittsalter<br />

aller <strong>Leipzig</strong>er zum Jahresende 2010<br />

bei 43,9 Jahren, das der <strong>Leipzig</strong>er ohne Migrationshintergrund<br />

gar bei 45,0 Jahren lag (jeweils<br />

Rückgang um 0,1 Jahre gegenüber 2009), sank<br />

dieses bei den Migranten auf 31,5 Jahre und lag<br />

damit um 0,5 Jahre unter dem Vorjahr und gar um<br />

1,1 Jahre gegenüber 2008. Gründe hierfür dürften<br />

in erster Linie die höhere Kinderzahl in Migrantenfamilien,<br />

aber auch der Zuzug hauptsächlich<br />

jüngerer erwachsener Migranten sein.<br />

Innerhalb der Gruppe der Einwohner mit Migrationshintergrund<br />

unterschied sich das Durchschnittsalter<br />

per 31.12.2010 noch einmal recht be-<br />

trächtlich. Waren Ausländer im Schnitt 34,8 Jahre,<br />

Bei Betrachtung der einzelnen Altersgruppen<br />

fällt vor allem ins Auge, dass mittlerweile jeder<br />

sechste <strong>Leipzig</strong>er im Vorschulalter (= 16,5 Prozent)<br />

einen Migrationshintergrund hat, wobei nur 3,7 Prozent<br />

ohne deutsche Staatsangehörigkeit sind.<br />

Ähnlich ist die Situation bei weiteren Altersgruppen<br />

bis unter 18 Jahre. Danach nimmt der Anteil der<br />

Migranten an der jeweiligen Altersgruppe der<br />

Gesamtbevölkerung kontinuierlich ab (Ausnahme<br />

sind die 18- bis unter 25-Jährigen) bis hin zu den<br />

Ältesten ab 65 Jahre, wo dieser nur noch<br />

2,0 Prozent beträgt. Neben der Gruppe der<br />

Minderjährigen gibt es im Bereich der 25- bis etwa<br />

45-Jährigen eine weitere relativ stark besetzte<br />

Migrantengruppe. Der Anteil der Migranten an der<br />

Gesamtbevölkerung betrug in dieser Altersgruppe<br />

10,2 Prozent, wobei hier die Ausländer mit 8,0 Prozent<br />

gegenüber den deutschen Migranten deutlich<br />

überwogen.<br />

Knapp die Hälfte (49,4 Prozent) aller in <strong>Leipzig</strong><br />

gemeldeten Ausländer waren laut Register<br />

zwischen 25 und 45 Jahre alt, lediglich 4,9 Prozent<br />

indessen über 65 Jahre.<br />

Bemerkenswert hinsichtlich künftiger Bevölkerungsentwicklung<br />

ist sicherlich, dass zum Auswer-<br />

kamen deutsche Migranten auf 26,3 Jahre. Hier<br />

spielt das seit 2000 bestehende Staatsbürger-<br />

schaftsrecht eine wesentliche Rolle, insbesondere<br />

der Fakt, dass Neugeborene ausländischer Eltern<br />

unter bestimmten Voraussetzungen optional die<br />

deutsche Staatsbürgerschaft erhalten können. Das<br />

ist auch der Grund dafür, dass das Durchschnittsalter<br />

der Doppel- bzw. Mehrstaater von Jahr zu<br />

Jahr rapide sinkt und zuletzt bei 24,0 Jahren lag.<br />

Ende 2010 hatten 57,3 Prozent aller 0- bis unter 6jährigen<br />

Migranten mindestens zwei Staatsbürger-<br />

schaften, das entspricht fast zehn Prozent aller<br />

Kinder in diesem Alter. Im Gegensatz dazu müsste<br />

das Durchschnittsalter der Ausländer durch diese<br />

Regelung (Mehrstaater werden als Deutsche ge-<br />

zählt) eigentlich steigen. Die umfangreichen Re-<br />

gisterbereinigungen 2009 und 2010 führten aber<br />

zu einem überproportionalen Abgang älterer Ausländer<br />

und damit zu einer Verjüngung der Gruppe.<br />

Durchschnittsalter der <strong>Leipzig</strong>er 2008 bis 2010 (jeweils am 31.12.)<br />

2008 2009 2010<br />

Bevölkerungsgruppe<br />

Insg. männl. weibl. Insg. männl.<br />

Altersjahre<br />

weibl. Insg. männl. weibl.<br />

Bevölkerung gesamt 44,0 42,1 45,7 44,0 42,2 45,7 43,9 42,1 45,6<br />

Deutsche 44,5 42,5 46,3 44,5 42,5 46,3 44,4 42,5 46,1<br />

Deutsche ohne Migrationshintergrund 45,1 43,0 46,9 45,1 43,1 46,9 45,0 43,1 46,7<br />

Einwohner mit Migrationshintergrund<br />

davon:<br />

32,6 33,7 31,5 32,0 32,8 31,1 31,5 32,0 30,9<br />

Ausländer 35,1 36,2 33,6 35,2 36,2 34,0 34,8 35,6 34,0<br />

Deutsche mit Migrationshintergrund 27,7 27,9 27,6 26,4 26,1 26,6 26,3 26,0 26,5<br />

darunter: Mehrstaater 25,4 24,7 26,2 24,7 24,1 25,3 24,0 23,5 24,5<br />

Spätaussiedler . . . 30,8 29,0 32,3 32,1 30,5 33,5<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Leipzig</strong>s Migranten 2010 nach Altersjahren<br />

Ausländer<br />

Deutsche mit<br />

Migrationshintergrund<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 5


tungszeitpunkt 25,1 Prozent aller Migranten Frauen<br />

zwischen 15 und 45 Jahren, weitere 11,7 Prozent<br />

Mädchen bis 15 Jahre jung waren. In der Gruppe<br />

der Deutschen ohne Migrationshintergrund betrug<br />

der Anteil der Mädchen und Frauen bis 45 Jahre<br />

nur 24,8 Prozent (-12,0 Prozentpunkte).<br />

Mit hoher Gewissheit lässt sich aufgrund recht<br />

verlässlicher Indikatoren vorhersagen, dass der<br />

Anteil der <strong>Leipzig</strong>er Einwohner mit Migrationshintergrund<br />

unabhängig von der Zu- oder Abnahme der<br />

Gesamtbevölkerung in nächster Zukunft wachsen<br />

wird. Erstens wächst der schon heute überproportionale<br />

Anteil jugendlicher Migranten in das fertile<br />

Alter, zweitens bekommen Migrantenfamilien im<br />

Durchschnitt mehr Kinder und drittens wird das<br />

Aufheben von derzeit noch bestehenden Beschränkungen<br />

künftig in noch stärkerem Maße zum<br />

Zuzug von europäischen Arbeitskräften - im Nachgang<br />

mit Familien - führen (ab Mai 2011 volle<br />

Freizügigkeit innerhalb der EU, außer Rumänien<br />

und Bulgarien).<br />

100%<br />

90%<br />

80%<br />

70%<br />

60%<br />

50% 0%<br />

0 - 6<br />

6 - 10<br />

10 - 15<br />

15 - 18<br />

18 - 20<br />

20 - 25<br />

25 - 30<br />

30 - 35<br />

35 - 40<br />

Derzeit sind in <strong>Leipzig</strong> 10 105 Personen mit<br />

einem Migrationshintergrund und Wurzeln in einem<br />

der 26 anderen EU-Staaten gemeldet. Aus den<br />

zwölf ehemaligen Teilrepubliken der Sowjetunion<br />

(ohne baltische Staaten) stammen 12 430 <strong>Leipzig</strong>er.<br />

Und während der Anteil der deutschen an<br />

allen Migranten in der <strong>Stadt</strong> insgesamt bei<br />

39,0 Prozent liegt, beträgt er unter den aus der<br />

GUS stammenden Migranten insbesondere durch<br />

den hohen Anteil an Spätaussiedlern 52,8 Prozent.<br />

Neben den ohnehin stärksten und weiter<br />

anwachsenden Migrantengruppen mit russischem,<br />

ukrainischem und vietnamesischem Ursprung<br />

stiegen im Verlauf des Jahres 2010 die Gruppen<br />

aus Kasachstan (+204), dem Irak (+167), der<br />

Türkei (+65), Ungarn (+64) und Rumänien (+55)<br />

am auffälligsten, während Nationalitäten wie Por-<br />

tugiesen, Italiener (jeweils -208), Franzosen (-189),<br />

Polen (-152), Briten (-85) und Slowaken (-52)<br />

bedingt insbesondere durch Registerbereinigungen<br />

am stärksten abnahmen.<br />

Altersgruppenanteile ausgewählter Bevölkerungsgruppen 2010 ( in Prozent)<br />

Alters- an der jeweiligen Bevölkerungsgruppe an der jeweiligen Altersgruppe der Bevölkerung<br />

gruppe Einwohner davon Einwohner davon<br />

von ... mit ohne mit mit ohne mit<br />

bis unter Haupt- Migrationshintergrund Haupt- Migrationshintergrund<br />

... Jahre wohnsitz insgesamt Deutsche Ausländer wohnsitz insgesamt Deutsche Ausländer<br />

0 - 6 5,5 5,0 11,3 22,9 3,9 100,0 83,5 16,5 13,0 3,5<br />

6 - 15 6,1 5,6 12,0 20,7 6,5 100,0 84,3 15,7 10,5 5,2<br />

15 - 18 1,5 1,4 3,1 4,2 2,4 100,0 83,4 16,6 8,8 7,8<br />

18 - 25 9,3 9,1 11,4 8,0 13,6 100,0 90,1 9,9 2,7 7,2<br />

25 - 35 17,1 16,7 22,0 12,0 28,4 100,0 89,7 10,3 2,2 8,1<br />

35 - 45 13,0 12,7 16,2 8,8 21,0 100,0 89,9 10,1 2,1 7,9<br />

45 - 55 13,6 13,8 11,4 9,4 12,7 100,0 93,3 6,7 2,2 4,6<br />

55 - 65 11,2 11,6 6,8 7,2 6,6 100,0 95,1 4,9 2,0 2,9<br />

65 u.älter 22,7 24,2 5,6 6,8 4,9 100,0 98,0 2,0 0,9 1,1<br />

Insgesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 92,0 8,0 3,1 4,9<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Altersgruppenanteile von <strong>Leipzig</strong>ern mit und ohne Migrationshintergrund 2010<br />

6 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

40 - 45<br />

45 - 50<br />

50 - 55<br />

55 - 60<br />

Altersgruppe von ... bis unter ... Jahre<br />

60 - 65<br />

Deutsche mit<br />

Migrationshintergrund<br />

Ausländer<br />

Deutsche ohne<br />

Migrationshintergrund<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

65 - 70<br />

70 - 75<br />

75 - 80<br />

80 - 85<br />

85 u. älter


Herkunft /<br />

Ursprüngliche Nationalität<br />

Die stärksten Migrantengruppen in <strong>Leipzig</strong> 2010 nach Herkunft / Nationalität<br />

Migranten insgesamt davon darunter Anteil (%)<br />

Insge- Entw. zum davon Aus- Deutsche Mehr- Spät- deutscher<br />

samt Vorjahr 1) männlich weiblich länder mit MH staater aussiedler Migranten<br />

Russische Föderation 5 547 + 41 2 507 3 040 2 270 3 277 2 293 3 047 59,1<br />

Ukraine 3 074 + 36 1 336 1 738 2 252 822 564 715 26,7<br />

Vietnam 2 846 + 88 1 357 1 489 2 142 704 421 x 24,7<br />

Kasachstan 2 067 + 204 954 1 113 222 1 845 1 187 1 741 89,3<br />

Polen 1 814 - 152 829 985 972 842 384 . 46,4<br />

Türkei 1 510 + 65 944 566 1 092 418 284 x 27,7<br />

Irak 1 422 + 167 883 539 1 048 374 196 x 26,3<br />

China 1 069 - 92 456 613 977 92 37 x 8,6<br />

Ungarn 864 + 64 545 319 529 335 116 x 38,8<br />

Vereinigte Staaten 781 - 58 422 359 512 269 165 x 34,4<br />

Italien 780 - 208 468 312 602 178 111 x 22,8<br />

Frankreich 721 - 189 358 363 485 236 144 x 32,7<br />

Griechenland 644 + 18 394 250 491 153 99 x 23,8<br />

Indien 635 + 40 447 188 455 180 85 x 28,3<br />

Österreich 626 + 43 353 273 386 240 86 x 38,3<br />

Vereinigtes Königreich 622 - 85 397 225 415 207 100 x 33,3<br />

Serbien 620 + 39 365 255 439 181 129 x 29,2<br />

Rumänien 615 + 55 292 323 421 194 85 . 31,5<br />

Bulgarien 574 + 31 282 292 391 183 68 x 31,9<br />

Spanien 534 - 54 231 303 347 187 83 x 35,0<br />

Algerien 474 - 1 349 125 225 249 161 x 52,5<br />

Syrien 469 + 22 311 158 242 227 171 x 48,4<br />

Tschechische Republik 437 + 11 176 261 269 168 74 x 38,4<br />

Kuba 425 + 27 248 177 200 225 164 x 52,9<br />

Schweiz 398 + 46 208 190 142 256 57 x 64,3<br />

Portugal 393 - 208 290 103 311 82 36 x 20,9<br />

Afghanistan 386 + 39 220 166 299 87 63 x 22,5<br />

Iran 379 + 9 230 149 275 104 82 x 27,4<br />

Marokko 333 - 2 240 93 192 141 106 x 42,3<br />

Usbekistan 310 + 16 139 171 179 131 104 126 42,3<br />

Weißrussland 309 + 7 122 187 228 81 47 71 26,2<br />

Pakistan 303 - 18 209 94 193 110 59 x 36,3<br />

Tunesien 296 + 20 195 101 148 148 112 x 50,0<br />

Moldawien 294 - 9 130 164 210 84 67 72 28,6<br />

Niederlande 275 + 33 162 113 190 85 34 x 30,9<br />

Kosovo 267 + 17 154 113 206 61 44 x 22,8<br />

Japan 263 + 23 119 144 226 37 30 x 14,1<br />

Republik Korea 259 + 8 102 157 247 12 5 x 4,6<br />

Ägypten 255 + 25 152 103 175 80 36 x 31,4<br />

Aserbaidschan 253 - 4 125 128 209 44 34 40 17,4<br />

Kirgistan 235 - 6 101 134 89 146 124 143 62,1<br />

Litauen 218 - 17 100 118 179 39 24 x 17,9<br />

Brasilien 218 + 20 100 118 149 69 45 x 31,7<br />

Slowakische Republik 197 - 52 73 124 120 77 36 x 39,1<br />

Nigeria 181 + 16 105 76 88 93 47 x 51,4<br />

Libanon 167 - 2 111 56 102 65 38 x 38,9<br />

Thailand 158 + 23 61 97 106 52 25 x 32,9<br />

Kroatien 155 - 25 97 58 103 52 23 x 33,5<br />

Armenien 149 - 8 78 71 108 41 30 38 27,5<br />

Bosnien-Herzegowina 135 + 8 84 51 97 38 26 x 28,1<br />

Kolumbien 130 + 19 68 62 86 44 23 x 33,8<br />

Israel 129 + 27 81 48 89 40 24 x 31,0<br />

Mazedonien 127 + 14 72 55 93 34 22 x 26,8<br />

Chile 126 + 20 67 59 71 55 25 x 43,7<br />

Peru 126 + 6 62 64 73 53 19 x 42,1<br />

Belgien 122 - 7 75 47 69 53 16 x 43,4<br />

Jordanien 122 - 1 83 39 76 46 30 x 37,7<br />

Georgien 120 + 1 51 69 87 33 17 32 27,5<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Insgesamt stammen <strong>Leipzig</strong>s Migranten aus 163 gegenwärtig existierenden Ländern.<br />

1)<br />

Personern<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 7


Das Gebärverhalten <strong>Leipzig</strong>er Frauen - Teil 2: Alter und Migrationshintergrund<br />

Andrea Schultz<br />

Altersstruktur und Geschlechterverhältnis<br />

Die Geburtenzahl wird zum einen durch die<br />

Fertilitätsrate, also die Kinderzahl je Frau, bestimmt.<br />

Zum anderen ist die Altersstruktur der<br />

Frauen von Relevanz. Je stärker genau jene<br />

Altersjährgänge besetzt sind, die besonders häufig<br />

Kinder bekommen, desto mehr Geburten können<br />

erwartet werden. Ein Beispiel: Die höchste Fertilität<br />

haben derzeit 31-jährige Frauen. Fast jede<br />

Zehnte bekam 2010 ein Baby. Wenn es also viele<br />

Frauen um die 30 gibt, ist entsprechend mit vielen<br />

Geburten zu rechnen. Auch die Relation von Männern<br />

zu Frauen spielt eine Rolle. Ein unausgewogenes<br />

Geschlechterverhältnis wirkt sich negativ<br />

auf die Geburtenzahl aus. Die Auswirkungen von<br />

alters- und geschlechtsspezifischen Strukturen<br />

haben also einen wesentlichen Einfluss auf das<br />

Geburtenniveau. Die nachfolgenden Analysen<br />

basieren im Wesentlichen auf Auswertungen des<br />

Einwohnerregisters der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>. Zu beachten<br />

sind die methodischen Anmerkungen im Teil 1 des<br />

Beitrags (<strong>Quartalsbericht</strong> IV/2010, S. 8 bis 10).<br />

Frauendefizit in der Vergangenheit<br />

In <strong>Leipzig</strong> gibt es mehr Männer als Frauen im<br />

fertilen Alter. In manchen Altersjahrgängen kommen<br />

auf 100 Männer nur zwischen 80 und 85<br />

Frauen (siehe unten stehende Abbildung), was<br />

unter anderem auf ein überproportional hohes<br />

Wanderungsdefizit bei jungen Frauen in den<br />

1990er Jahren zurückzuführen ist. Das führte in<br />

den vergangenen Jahren dazu, dass jede Männerkohorte<br />

auf eine zahlenmäßig kleinere Kohorte<br />

noch nicht partnerschaftlich gebundener Frauen<br />

traf. Wissenschaftler nennen es den „birthsqueeze-Effekt“,<br />

wenn sich ein unausgewogenes<br />

Geschlechterverhältnis negativ auf das Niveau<br />

und die Verteilung von Geburten auswirkt.<br />

Anzahl Frauen auf 100 Männer in <strong>Leipzig</strong> 2010<br />

Männer-<br />

überschuss<br />

Jahre<br />

58<br />

53<br />

48<br />

43<br />

38<br />

33<br />

28<br />

23<br />

75 80 85 90 95<br />

18<br />

100 105 110 115 120 125<br />

Anzahl der Frauen auf 100 Männer<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister)<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Frauen-<br />

überschuss<br />

In den letzten Jahren traf das Frauendefizit<br />

ganz besonders die hoch fertilen Altersjahrgänge,<br />

was unweigerlich die Geburtenzahl drückte. Das<br />

Durchschnittsalter bei Geburt eines Kindes liegt<br />

bei den Frauen – wie im Beitrag Teil I im letzten<br />

<strong>Quartalsbericht</strong> beschrieben – zwischen 29 und 30<br />

Jahren. Dank des vermehrten Zuzugs vieler junger<br />

Frauen nach <strong>Leipzig</strong> herrscht bei den Altersjahrgängen<br />

bis 27 Jahre wieder eine gute Geschlechterproportion<br />

bzw. sogar ein Frauenüberschuss.<br />

Es ist also davon auszugehen, dass in den nächsten<br />

Jahren das Geburtenniveau durch den Geschlechtereffekt<br />

positiv beeinflusst wird.<br />

Stark besetzte hoch fertile Jahrgänge<br />

Im Teil I des Beitrags wurde die Entwicklung<br />

von Erst-, Zweit- und Drittkindern thematisiert. Der<br />

Anteil mehrfachgebärender Mütter ist in den letzten<br />

Jahren zunächst stetig angestiegen, wie die<br />

untere Abbildung zeigt. Aber worin liegen die<br />

Gründe? Ist daraus tatsächlich ein Trend zu insgesamt<br />

größeren Familien abzuleiten oder gab es<br />

einfach nur mehr Frauen in den späteren fertilen<br />

Altersjahrgängen, in denen Frauen üblicherweise<br />

ein zweites oder weiteres Kind bekommen? Zur<br />

Klärung dieser Frage können eigentlich nur Kohortenanalysen<br />

dienen, also wenn wirklich klar ist, wie<br />

viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens zur<br />

Welt gebracht hat. Mit Kohortenanalysen können<br />

jedoch nur Aussagen über das Gebärverhalten<br />

von Frauen jenseits ihrer fertilen Lebensphase<br />

getroffen werden. Aktuelle Trends sind daraus<br />

nicht ableitbar.<br />

Anteil mehrfachgebärender Mütter in <strong>Leipzig</strong><br />

2000 bis 2010<br />

40 %<br />

33<br />

35 %<br />

8 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

50 %<br />

45 %<br />

30 %<br />

25 %<br />

20 %<br />

2000<br />

35<br />

2001<br />

37<br />

2002<br />

39<br />

2003<br />

41 41<br />

2004<br />

2005<br />

42 42 43<br />

2006<br />

2007<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister)<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

2008<br />

45 44<br />

Eine Verschneidung der altersspezifischen Fertilität<br />

und des Durchschnittsalters bei Geburt des<br />

ersten oder weiteren Kindes mit der Anzahl der<br />

Frauen in den Altersjahrgängen kann eine Hilfe<br />

sein, um aus den aktuellen Strukturen Rückschlüsse<br />

zu ziehen. Damit wird unterstellt, dass<br />

sich das Gebärverhalten der Frauen in den jeweiligen<br />

Altersjahren auch zukünftig fortschreibt.<br />

2009<br />

2010


Frauen<br />

Anzahl der Frauen im fertilen Alter und altersspezifische Fertilitätsraten in <strong>Leipzig</strong> 2000 bis 2014<br />

Frauen<br />

Frauen<br />

Frauen<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

6 000<br />

5 000<br />

4 000<br />

3 000<br />

2 000<br />

1 000<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

2000<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

2004<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

0<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 27,3<br />

2. Kind: 29,1<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 26,9<br />

2. Kind: 30,0<br />

2008<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 27,6<br />

2. Kind: 30,3<br />

15 20 25 30 35 40 45<br />

0<br />

Jahre<br />

2012 (Vorausschätzung 2009)<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 9<br />

Frauen<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

2002<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister) Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> (Bevölkerungsvorausschätzung)<br />

* Altersspezifische Fertilitätsraten (GFR)<br />

Frauen<br />

Frauen<br />

Frauen<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

6000<br />

5000<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 27,1<br />

2. Kind: 29,5<br />

2006<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 27,2<br />

2. Kind: 30,0<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

2010<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 28,2<br />

2. Kind: 30,6<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

2014 (Vorausschätzung 2009)<br />

0<br />

0<br />

15 20 25 30 35 40 45 Jahre<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*<br />

Geborene je 1000 Frauen*


In den Diagrammen auf der vorhergehenden<br />

Seite sind für ausgewählte Jahre seit 2000 die<br />

Anzahl der Frauen im fertilen Alter, die Kurve aller<br />

altersspezifischen Fertilitätsraten sowie das<br />

Durchschnittsalter beim ersten und zweiten Kind<br />

angegeben. Was lässt sich daraus für die Geburten<br />

ableiten?<br />

Mehrfachgebärende nehmen zu - Trend zu<br />

wieder größeren Familien<br />

Besonders viele Kinder werden geboren, wenn<br />

jene Altersjahrgänge stark besetzt sind, in denen<br />

viele Frauen ein Kind bekommen - also wenn es<br />

viele Frauen zwischen Ende 20 bis Anfang 30 gibt.<br />

Wenn eher die Jahrgänge ab 30 Jahre stark besetzt<br />

sind, kann mit anteilsmäßig mehr Geschwisterkindern<br />

gerechnet werden.<br />

Insgesamt ist die Zahl fertiler Frauen in <strong>Leipzig</strong><br />

seit 2000 zunächst gestiegen, seit 2005 verbleibt<br />

sie auf konstantem Niveau bei circa 104 500. Um<br />

die eingangs gestellte Frage zu beantworten, ob<br />

es tatsächlich einen Trend zu wieder mehr Geschwisterkindern<br />

gibt, muss der Blick auf die Entwicklung<br />

der Altersjahrgänge gerichtet werden. Im<br />

Jahr 2000 sind die Altersjahrgänge der fertilen<br />

Frauen relativ gleich verteilt. Damals kam aber nur<br />

jedes dritte Kind als Geschwisterkind zur Welt. In<br />

den nächsten vier Folgejahren erhöhte sich der<br />

Bestand an Frauen im jungen fertilen Alter bis<br />

25 Jahre. Also eigentlich waren somit besonders<br />

jene Altersjahrgänge gut besetzt, in denen Frauen<br />

eher ein erstes Kind zur Welt bringen. Trotz eines<br />

unterdurchschnittlichen Anteils an Frauen im<br />

höheren fertilen Alter nahm der Anteil von Geschwisterkindern<br />

in dieser Zeitspanne zu. Bis 2010<br />

verstetigte sich im Wesentlichen dieser Trend zu<br />

mehr Geschwisterkindern. Die jüngeren fertilen<br />

Altersjahrgänge wuchsen überproportional an und<br />

diese Kohorten „schoben“ sich langsam vor ins<br />

hoch fertile Alter. Vergleichsweise hohe Geburtenzahlen<br />

sind somit eine logische Konsequenz. Eine<br />

zweite Ableitung ist, dass der zunehmende Anteil<br />

von Geschwisterkindern somit eindeutig nicht auf<br />

Altersstruktureffekte zurückzuführen ist. Ganz<br />

offensichtlich kommen hier Lebensstiländerungen<br />

zum Tragen, insofern sich Paare tatsächlich häufiger<br />

für mehrere Kinder entscheiden. Denn die prädestinierten<br />

Altersjahrgänge für Mehrfachgebärende<br />

(über 30 Jahre) sind – wie bereits gesagt –<br />

nach wie vor vergleichsweise gering besetzt.<br />

Ein Blick in die Zukunft mithilfe der Daten der<br />

amtlichen Bevölkerungsvorausschätzung für die<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> zeigt, dass in den nächsten Jahren<br />

mit einem quantitativen Anstieg der Altersjahrgänge<br />

um die 30 Jahre und älter zu rechnen ist.<br />

Einerseits sind damit hoch fertile Altersjahrgänge<br />

weiterhin stark besetzt. Bei einer gleichbleibenden<br />

Fertilität dieser Jahrgänge sind auch zukünftig<br />

hohe Geburtenzahlen wahrscheinlich. Andererseits<br />

werden sich durch die erwarteten Zuwächse<br />

bei Frauen über 30 Jahre auch die absoluten und<br />

relativen Zahlen von Geschwisterkindern erhöhen.<br />

Zu bedenken ist aber, dass diese stark besetzten<br />

Jahrgänge durch Zuwanderung junger Frauen,<br />

insbesondere von Studierenden, entstanden sind.<br />

Kinder kommen aber häufig erst nach Abschluss<br />

einer Ausbildung oder eines Studiums zur Welt.<br />

Nur wenn die Absolventinnen dann auch weiterhin<br />

in <strong>Leipzig</strong> wohnhaft bleiben, also sich diese gut<br />

besetzten Altersjahrgänge in die Zukunft fortschreiben,<br />

wird sich diese erwartete Geburten-<br />

entwicklung einstellen.<br />

Frauen mit Migrationshintergrund<br />

Ein anderer Struktureffekt: Jedes neunte Kind<br />

wurde 2010 von einer <strong>Leipzig</strong>erin mit Migrationshintergrund<br />

geboren. Zwar ist die Zahl der Migrantinnen<br />

in den letzten drei Jahren recht stabil<br />

geblieben (<strong>Quartalsbericht</strong> IV/2010, S. 4 bis 7).<br />

Die Altersjahrgänge der Migrantinnen im fertilen<br />

Alter unterliegen jedoch einer besonderen Dynamik.<br />

Aber es gibt mehrere Gründe, warum eine<br />

separate Analyse des Gebärverhaltens von<br />

Migrantinnen sinnvoll ist. Bei derzeit reichlich<br />

11 000 Migrantinnen im fertilen Alter in <strong>Leipzig</strong><br />

beträgt ihr Anteil an allen Frauen dieser Jahrgänge<br />

circa 9 Prozent. Migrantinnen haben im Jahr 2010<br />

jedoch 11 Prozent aller <strong>Leipzig</strong>er Kinder zur Welt<br />

gebracht. Ihre Fertilität ist somit überdurchschnittlich<br />

hoch.<br />

Migrantinnen sind gebärfreudiger<br />

Das Gebärverhalten unterscheidet sich in mehrfacher<br />

Hinsicht. Migrantinnen sind deutlich häufiger<br />

mehrfachgebärend. Der Anteil von Migrantinnen,<br />

die 2010 mindestens ein drittes Kind zur Welt<br />

gebracht haben, liegt um 50 Prozent höher als bei<br />

Müttern ohne Migrationshintergrund. Jedes zweite<br />

Neugeborene einer Migrantin ist ein Geschwisterkind.<br />

Erst- und Mehrfachgebärende mit und ohne<br />

Migrationshintergrund in <strong>Leipzig</strong><br />

2006 bis 2010<br />

0 %<br />

2006 2007 2008 2009 2010<br />

10 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

70 %<br />

60 %<br />

50 %<br />

40 %<br />

30 %<br />

20 %<br />

10 %<br />

Erstgeborene Zweitgeborene<br />

Drittgeborene und weitere Migranten<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister)<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong>


Wenn Migrantinnen Kinder bekommen, so sind<br />

die Abstände zwischen den Geburten in der Tendenz<br />

eher geringer. Im Teil I des Beitrags wurde<br />

gezeigt, dass bei allen <strong>Leipzig</strong>er Müttern die Abstände<br />

zwischen den Geschwistern in der letzten<br />

Dekade kontinuierlich zugenommen haben, was<br />

eventuell auch auf wechselnde Partnerschaften<br />

zwischen den Geburten zurückzuführen sein mag.<br />

Bei Migranten ist kein derartiger Trend erkennbar,<br />

vielmehr besteht bei ihnen hinsichtlich des zeit-<br />

lichen Abstands eine hohe Dynamik.<br />

Migrantinnen werden später Mutter<br />

Deutliche Unterschiede existieren auch hinsichtlich<br />

des durchschnittlichen Gebäralters.<br />

Frauen mit Migrationshintergrund bekommen in<br />

der Regel etwas später Kinder. Im Jahr 2010<br />

waren erstgebärende Migrantinnen im Durchschnitt<br />

28,8 Jahre alt. Zum Vergleich: <strong>Leipzig</strong>er<br />

Frauen ohne Migrationshintergrund waren 2010<br />

bei Niederkunft ihres ersten Kindes 28,2 Jahre alt.<br />

Wie die nachfolgende Abbildung zeigt, ist dies kein<br />

vorübergehendes oder gar zufälliges Ergebnis.<br />

Vielmehr hat sich in der zurückliegenden Dekade<br />

die Altersdiskrepanz manifestiert. Durch die etwas<br />

schnellere Geburtenfolge bei den Migrantinnen<br />

nimmt der Altersabstand zur Vergleichsgruppe bei<br />

weiteren Kindern ab.<br />

Alter der Mutter bei Geburt eines Kindes und<br />

Migrationshintergrund in <strong>Leipzig</strong><br />

2006 bis 2010<br />

Jahre<br />

31<br />

30<br />

29<br />

28<br />

27<br />

Durchschnittsalter bei Geburt<br />

26<br />

25<br />

Durchschnittsalter bei Geburt des ersten<br />

Kindes<br />

darunter Mutter hat Migrantshintergrund<br />

2006 2007 2008 2009 2010<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister)<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Zu den Gründen für die spätere erste Mutterschaft<br />

liegen keine Untersuchungen vor. Sie können<br />

mitunter in der Migrationsbiografie vermutet<br />

werden. Die Migration und die anschließenden<br />

Anstrengungen, sich am neuen Wohnort zu inte-<br />

grieren, stellt eine große persönliche Herausforderung<br />

dar. Häufig müssen wirtschaftliche und sozi-<br />

ale Probleme überwunden werden, dies benötigt<br />

Zeit und könnte somit den Aufschub eines Kinderwunsches<br />

zur Folge haben. Das höhere Erst-<br />

gebäralter kann zudem – neben weiteren erklärenden<br />

Faktoren – für die nachfolgend schnellere<br />

Geburtenfolge mit verantwortlich sein.<br />

Stark besetzte Jahrgänge der Migrantinnen<br />

erreichen hoch fertiles Alter<br />

Angesichts der im folgenden Diagramm dargestellten<br />

Altersverteilung von Migrantinnen im fertilen<br />

Alter ist zukünftig mit einem vergleichsweise<br />

hohen Geburtenaufkommen zu rechnen. Stark<br />

besetzte Altersjahrgänge werden vermutlich in den<br />

nächsten zwei bis vier Jahren das hoch fertile Alter<br />

erreichen. Durch die etwas höhere Fertilität und<br />

das höhere Erstgebäralter wird die Zahl der geborenen<br />

Kinder auch noch in den Folgejahren vergleichsweise<br />

hoch sein.<br />

Frauen mit Migrationshintergrund im fertilen<br />

Alter in <strong>Leipzig</strong> 2010<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 11<br />

Frauen<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

15<br />

20<br />

25<br />

Durchschnittsalter der Mutter<br />

1. Kind: 28,8<br />

2. Kind: 30,1<br />

30<br />

35<br />

40<br />

Quelle: Ordnungsamt (Einwohnerregister)<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

45<br />

Jahre<br />

Resümee<br />

Die Ergebnisse zeigen, dass es in <strong>Leipzig</strong><br />

wieder einen Trend zu größeren Familien gibt.<br />

Bereits in den letzten Jahren wurden zunehmend<br />

mehr Geschwisterkinder geboren, wenngleich die<br />

Altergruppe der über 30-jährigen Frauen im<br />

Moment noch schwach besetzt ist. Das heißt, es<br />

gibt mehr Geschwisterkinder, obwohl die Altersjahrgänge,<br />

in denen Frauen gewöhnlich ein zweites<br />

Kind bekommen, relativ gering besetzt waren.<br />

Durch ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis<br />

bzw. einen Frauenüberschuss bei den jungen<br />

<strong>Leipzig</strong>ern unter 27 Jahre ist zudem auch mit<br />

einem generellen Anstieg der Fertilität in dieser<br />

Altersgruppe zu rechnen. Also unabhängig davon,<br />

wie sich die generelle Fertilität in den nächsten<br />

Jahren entwickeln wird und ob <strong>Leipzig</strong> auch<br />

weiterhin ein Zuzugsort für junge Frauen (und<br />

Männer) sein wird, ergibt sich aus der derzeitigen<br />

Altersstruktur bereits eine solide Basis für das<br />

Geburtenniveau der nächsten Jahre.<br />

Durch stark besetzte Jahrgänge bei den<br />

Migrantinnen, die in den nächsten Jahren das<br />

hoch fertile Alter erreichen werden, sind zudem<br />

Zuwächse bei Kindern aus Migrantenhaushalten<br />

zu erwarten.


Wohndauer der <strong>Leipzig</strong>er Einwohner<br />

Jens Vöckler<br />

Das Amt für Statistik und Wahlen erhält auf<br />

kommunaler Satzungsgrundlage vierteljährlich<br />

anonymisierte Daten zum Bevölkerungsbestand<br />

aus dem Melderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>. Diese<br />

Daten lassen sich für Planungs- und <strong>Stadt</strong>forschungszwecke<br />

nach verschiedenen Merk-<br />

malen auswerten. Eines dieser Merkmale ist das<br />

Einzugsdatum in die momentane Wohnung, das<br />

unmittelbare Rückschlüsse auf die Wohndauer<br />

zulässt.<br />

Der folgende Beitrag untersucht die durchschnittliche<br />

Wohndauer der <strong>Leipzig</strong>er Bevölkerung<br />

vom 31.12.2010 und bezieht sich dabei – sofern<br />

nicht anders angegeben – auf die Einwohner mit<br />

Hauptwohnsitz. Die Wohndauer einer Person wird<br />

definiert als Zeitspanne zwischen dem Betrachtungsjahr<br />

2010 und dem Zuzugsjahr an die aktuelle<br />

Wohnung. Die durchschnittliche Wohndauer<br />

der Bevölkerung einer bestimmten Gebietseinheit<br />

(Gesamtstadt oder Ortsteil) wird aus der Summe<br />

der Wohndauer aller Einwohner dieses Gebietes<br />

bezogen auf diese Einwohnerzahl ermittelt.<br />

Mit dem Merkmal Einzugsdatum werden im<br />

Melderegister sowohl innerstädtische Umzüge als<br />

auch Zuzüge von außerhalb <strong>Leipzig</strong>s erfasst,<br />

wobei dies im vorliegenden Beitrag nicht unterschieden<br />

wird. Bei Neugeborenen gilt der Tag der<br />

Geburt als Einzugsdatum.<br />

Die Verteilung der Einwohnerzahl in Abhängigkeit<br />

der Wohndauer weist bei Betrachtung ausreichend<br />

großer Gebietseinheiten wie der <strong>Stadt</strong><br />

<strong>Leipzig</strong> grundsätzlich einen über die Jahre hinweg<br />

potenziell abnehmenden Verlauf auf (siehe Abbildungen<br />

unten). In der Regel ist die Zahl der Einwohner<br />

mit kurzer Wohndauer vergleichsweise<br />

hoch: aktuell wohnen z. B. 47 % aller <strong>Leipzig</strong>er<br />

Einwohner weniger als fünf Jahre in ihrer derzeitigen<br />

Wohnung. Mit zunehmender Wohndauer<br />

verringern sich die entsprechenden Einwohnerzahlen<br />

dann zunächst schnell, später immer langsamer,<br />

um schließlich gegen Null zu konvergieren.<br />

Die auffälligen elf bzw. neun Jahre zurücklie-<br />

Einwohner<br />

80 000<br />

70 000<br />

60 000<br />

50 000<br />

40 000<br />

30 000<br />

20 000<br />

10 000<br />

0<br />

genden Spitzenwerte in der Abbildung unten links<br />

resultieren aus verfahrensbedingten Besonderheiten<br />

im Melderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>. Zum<br />

einen wurde bei Eingemeindungen das Einzugsdatum<br />

aller betroffenen Einwohner mit dem Tag<br />

der Eingemeindung belegt. Dieser Effekt wird im<br />

Jahr 1999 besonders sichtbar, als neun ehemals<br />

selbstständige Gemeinden und weitere Gemeindeteile<br />

nach <strong>Leipzig</strong> eingegliedert wurden. Die Einwohner<br />

dieser neuen Ortsteile erhielten damals<br />

alle das Einzugsdatum 01.01.1999 zugewiesen<br />

und noch heute sind über 14 000 Einwohner, die<br />

seitdem nicht mehr umgezogen sind, mit diesem<br />

Einzugsdatum registriert. Zum anderen wird im<br />

Meldeverfahren auch bei Adressänderungen<br />

(Straßenumbenennungen und Änderungen von<br />

Hausnummern) das Einzugsdatum der betroffenen<br />

Bewohner auf das Datum des Inkrafttretens der<br />

Umbenennung gesetzt. Hier wirken sich vor allem<br />

die über 300 Straßenumbenennungen vom<br />

01.04.2001 deutlich sichtbar aus. Damals wurden<br />

nach den Eingemeindungen alle mehrfach vorhandenen<br />

Straßennamen bereinigt. Die Anwohner<br />

umbenannter Straßen im Eingemeindungsgebiet<br />

waren hier im Übrigen nochmals betroffen. So<br />

steht auch jetzt noch bei über 10 000 Einwohnern<br />

das Einzugsdatum 01.04.2001 im Melderegister.<br />

Insgesamt sind also über 24 000 Personen, das<br />

heißt rund 5 % aller Einwohner, von derartigen Registrierungen<br />

betroffen. Aufgrund dieser Unzulänglichkeiten<br />

sind Analysen der Wohndauer entweder<br />

nur für das <strong>Stadt</strong>gebiet im Gebietsstand vor den<br />

Eingemeindungen von 1999 oder nur für die Einwohner<br />

mit einem Einzugsdatum ab 2002 sinnvoll.<br />

In beiden Fällen kann freilich nur jeweils ein Teil<br />

der <strong>Leipzig</strong>er Bevölkerung berücksichtigt werden,<br />

im ersten Fall rund 87 %, im zweiten rund 63 %.<br />

Die durchschnittliche Wohndauer wird von den<br />

laufenden Veränderungen im Bevölkerungsbestand<br />

beeinflusst. Zugezogene und Neugeborene<br />

gehen zum Zeitpunkt ihrer Registrierung mit der<br />

Wohndauer Null in den Bestand ein und senken<br />

Wohndauer in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Derzeitiger Gebietsstand Gebietsstand 31.12.1998<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Quelle: Einwohnerregister <strong>Leipzig</strong>. Stand: 31.12.2010<br />

12 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

Einwohner<br />

80 000<br />

70 000<br />

60 000<br />

50 000<br />

40 000<br />

30 000<br />

20 000<br />

10 000<br />

0<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)


damit den Durchschnittswert. Fortziehende wirken<br />

entsprechend ihrer bisherigen Wohndauer bis zum<br />

Wegzug hebend (bei eher kurz Wohnhaften) oder<br />

senkend (bei länger Wohnhaften) auf den Durchschnittswert<br />

ein. Gestorbene bewirken, ausgehend<br />

davon, dass bedeutend mehr Ältere sterben als<br />

Jüngere und ältere Menschen durchschnittlich<br />

auch länger wohnhaft in einer Wohnung sind, eine<br />

Verringerung der durchschnittlichen Wohndauer.<br />

Unter Vernachlässigung der beschriebenen<br />

Unzulänglichkeiten im Melderegister beträgt die<br />

durchschnittliche Wohndauer am Hauptwohnsitz in<br />

<strong>Leipzig</strong> derzeit 9,4 Jahre, tatsächlich ist sie ein<br />

wenig länger. Im Alt-<strong>Stadt</strong>gebiet in den Grenzen<br />

von 1998 liegt der Wert bei 9,6 Jahren. Über ein<br />

Viertel aller <strong>Leipzig</strong>er ist erst im Verlauf der letzten<br />

beiden Jahre in die aktuelle Wohnung eingezogen,<br />

bei einem weiteren Viertel liegt der Einzug zwei bis<br />

fünf Jahre zurück.<br />

Bei den Inhabern einer Nebenwohnung ist die<br />

Wohndauer typischerweise kürzer, da diese meist<br />

durch Ausbildung, Studium oder Berufstätigkeit<br />

befristet ist. Der Mittelwert liegt hier aktuell bei<br />

4,6 Jahren. Mehr als ein Drittel aller Betroffenen ist<br />

nicht länger als zwei Jahre in einer Nebenwohnung<br />

wohnhaft (siehe Abbildung unten).<br />

Die sesshaftesten Einwohner sind in den Ortsteilen<br />

Meusdorf, Plaußig-Portitz, Schönefeld-Ost,<br />

Marienbrunn und Mockau-Nord zu Hause, dort beträgt<br />

die durchschnittliche Wohndauer jeweils über<br />

15 Jahre (siehe auch Tabelle und Abbildungen auf<br />

den Folgeseiten). In Lindenau, Zentrum-Nordwest<br />

und Plagwitz hingegen ist die durchschnittliche<br />

Wohndauer mit unter 6 Jahren am kürzesten. In<br />

Lindenau folgt dies aus der hohen wanderungsbedingten<br />

Fluktuation im Bevölkerungsbestand,<br />

dort hat ein Viertel aller Bewohner die momentane<br />

Wohnung erst im letzten Jahr bezogen. In<br />

Zentrum-Nordwest wiederum führten die umfangreichen<br />

Sanierungsmaßnahmen im Waldstraßenviertel<br />

zwischen 1991 und 1997 zunächst zu einer<br />

Teil-Entvölkerung des Ortsteils – die Einwohnerzahl<br />

ging damals um 42 % zurück – und ab 1998<br />

zur Wieder-Bevölkerung. Aktuell sind 93 % aller<br />

Bewohner erst nach 1998 in ihre Wohnung<br />

eingezogen.<br />

Einwohner (in %)<br />

20<br />

15<br />

10<br />

14,5<br />

Im Zeitverlauf betrachtet ist die durchschnittliche<br />

Wohndauer in den vergangenen Jahren<br />

nahezu unverändert geblieben. Im Alt-<strong>Stadt</strong>gebiet<br />

stieg sie zwischen 2002 und 2010 – bedingt durch<br />

die unverminderte Wanderungsdynamik der<br />

<strong>Leipzig</strong>er – um lediglich 0,13 Jahre auf 9,6 Jahre<br />

an. In den Jahren zuvor war die Wohndauer allerdings<br />

stark gesunken: von 12,4 Jahren im Jahr<br />

1996 über 10,1 Jahre im Jahr 1999 auf 9,5 Jahre<br />

im Jahr 2002. Zum Vergleich: Dresden weist für<br />

die Gesamtstadt eine mittlere Wohndauer von<br />

10,8 Jahren aus (Quelle: <strong>Stadt</strong>teilkatalog 2009).<br />

In den Ortsteilen verlief die Entwicklung im<br />

gleichen Zeitraum differenzierter: in 31 Ortsteilen<br />

erhöhte sich die Wohndauer, in 18 Ortsteilen verringerte<br />

sie sich. Die größten Zuwächse gab es in<br />

Heiterblick um vier Jahre sowie in Grünau-Siedlung,<br />

Grünau-Ost und Plaußig-Portitz mit jeweils<br />

über 2 Jahren. Um über ein Jahr verkürzt hat sich<br />

die Wohndauer in Zentrum-Südost, Schönefeld-<br />

Abtnaundorf, Marienbrunn und Zentrum, faktisch<br />

gleichbleibend (Änderung von weniger als 0,1<br />

Jahren) ist sie in Lindenau, Zentrum-Nordwest,<br />

Neustadt-Neuschönefeld und Schleußig.<br />

Heiterblick nimmt auf Grund seiner Bebauungsgeschichte<br />

eine Sonderstellung unter den <strong>Leipzig</strong>er<br />

Ortsteilen ein. Bis 1990 war der Ortsteil nahezu<br />

unbebaut und damit praktisch unbewohnt. Erst<br />

mit der Fertigstellung des Wohngebietes Kiebitzmark<br />

rund um den Hermelinplatz erfolgte ab 1991<br />

die sukzessive Besiedlung des Ortsteils. Heute<br />

leben dort nur noch 11 Personen, die schon vor<br />

1991 in ihre Wohnung eingezogen sind (siehe<br />

auch Abbildung). Die Wohndauer war daher zunächst<br />

sehr kurz, wuchs dann – weil die Wanderungsaktivität<br />

zugleich eher schwach ausgeprägt<br />

ist – aber überdurchschnittlich schnell an: von 3,2<br />

Jahren im Jahr 1999 auf 8,6 Jahre im Jahr 2010.<br />

Überhaupt hat das Baugeschehen, speziell die<br />

Fertigstellung größerer Wohnsiedlungen, maßgeblichen<br />

Einfluss auf die Wohndauer. Die damit verbundene<br />

konzentrierte Häufung der Zuzüge innerhalb<br />

eines vergleichsweise kurzen Zeitraumes<br />

bewirkt in den betroffenen Ortsteilen auch nach<br />

Jahrzehnten noch deutlich erkennbare singuläre<br />

Ausschläge in der beschriebenen Grundverteilung.<br />

Durchschnittliche Wohndauer in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> (derzeitiger Gebietsstand)<br />

Einwohner mit Hauptwohnsitz Einwohner mit Nebenwohnsitz<br />

11,5<br />

5<br />

0<br />

8,7<br />

6,8<br />

5,5<br />

4,7 4,2 3,7 3,4<br />

0 1 2 3 4 5 6 7 8<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Quelle: Einwohnerregister <strong>Leipzig</strong>. Stand: 31.12.2010<br />

19,1 18,3<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 13<br />

Einwohner (in %)<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

14,3<br />

11,3<br />

7,9<br />

5,8<br />

4,7 3,1<br />

0 1 2 3 4 5 6 7 8<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

2,1


Beispiele dafür sind u. a. (siehe auch Abbildungen)<br />

Schönefeld-Ost mit Zuzugsspitzen um 1975<br />

und 1976 (Wohngebiete zwischen Shukow- und<br />

Volksgartenstraße sowie zwischen Volksgarten-<br />

und Torgauer Straße), Mockau-Nord um 1976 und<br />

1977 (Wohngebiete nördlich der Essener<br />

zwischen Friedrichshafner und Rosenowstraße<br />

sowie nördlich der Tauchaer und westlich der<br />

Stralsunder Straße), Paunsdorf zwischen 1988<br />

und 1990 (Wohngebiet nördlich der Permoserstraße)<br />

und Grünau-Ost zwischen 1978 und 1979.<br />

Ähnliche Muster lassen sich auch in Gohlis-Nord<br />

um 1961 (Wohngebiet zwischen Quedlinburger,<br />

Hannoverscher, Virchowstraße und Viertelsweg),<br />

in Sellerhausen-Stünz zwischen 1962 und 1964<br />

(Wohngebiet südlich der Permoserstraße), in<br />

Marienbrunn um 1968 (Wohngebiet westlich der<br />

Zwickauer Straße), in Lößnig zwischen 1971 und<br />

1975 (Wohngebiet südlich der Probstheidaer und<br />

beiderseits der Zwickauer Straße) sowie in den<br />

anderen Grünauer Ortsteilen zwischen 1978 und<br />

1981 erkennen.<br />

Durchschnittliche Wohndauer in ausgewählten <strong>Leipzig</strong>er Ortsteilen<br />

Ortsteil mit typischer Verteilung der Wohndauer Ortsteil mit atypischer Verteilung der Wohndauer<br />

Einwohner (in %)<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Gohlis-Mitte<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Heiterblick<br />

14 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

Einwohner (in %)<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Ortsteil mit kurzer durchschnittlicher Wohndauer Ortsteil mit langer durchschnittlicher Wohndauer<br />

Einwohner (in %)<br />

Einwohner (in %)<br />

Einwohner (in %)<br />

30<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

Lindenau<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Einwohner (in %)<br />

30<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Meusdorf<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Ortsteile mit zeitlich konzentrierten Zuzugshäufigkeiten,<br />

die durch die Baufertigstellung von größeren Wohnsiedlungen bedingt sind<br />

Schönefeld-Ost<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Paunsdorf<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Einwohner (in %)<br />

Einwohner (in %)<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

Mockau-Nord<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)<br />

Grünau-Ost<br />

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50<br />

Wohndauer (Jahre)


Einwohneranteil mit Wohndauer<br />

unter 5 Jahren in %<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

Korrelation der Wohndauer in den <strong>Leipzig</strong>er Ortsteilen<br />

Wohndauer und Zuzugshäufigkeit Durchschnittsalter und Wohndauer<br />

R 2 = 0,95<br />

20<br />

0 50 100 150 200 250 300<br />

Zugezogene je 1000 Einwohner<br />

(Durchschnitt 2006 bis 2010)<br />

Quelle: Einwohnerregister <strong>Leipzig</strong>. Stand: 31.12.2010<br />

Dass die durchschnittliche Wohndauer unmittelbar<br />

mit dem Wanderungsgeschehen zusammenhängt<br />

ist naheliegend. Auf Basis der Ortsteildaten<br />

kann z. B. eine signifikante lineare Abhängigkeit<br />

der Zahl der Einwohner mit einer bestimmten<br />

Wohndauer von der Zahl der Zuzüge nachgewiesen<br />

werden (siehe Abbildung oben links).<br />

Der Durchschnittswert der Wohndauer wiederum<br />

verhält sich umgekehrt proportional zur Zahl der<br />

Zuzüge.<br />

Durchschnittliche Wohndauer in den <strong>Leipzig</strong>er Ortsteilen<br />

R 2 = 0,73<br />

-2<br />

20 30 40 50 60 70<br />

Einwohneranteil mit Wohndauer<br />

unter 5 Jahren in %<br />

Darüber hinaus können aber auch Korrelationen<br />

von Wohndauer und Durchschnittsalter aufgezeigt<br />

werden. In Ortsteilen mit längerer Wohndauer<br />

ist auch das Durchschnittsalter der Einwohner<br />

höher und umgekehrt. Zusätzlich vermindert<br />

sich in Ortsteilen mit einem hohen Anteil an Einwohnern,<br />

die eher kurz an ihrem Wohnsitz<br />

verbleiben, das Durchschnittsalter – ein Indiz,<br />

dass besonders jüngere Menschen zum Wanderungsgeschehen<br />

beitragen. Die Abbildung oben<br />

rechts verdeutlicht diesen<br />

Zusammenhang für<br />

den Zeitraum der letzten<br />

fünf Jahre. Dort sind<br />

im Diagrammbereich<br />

oben links Ortsteile mit<br />

relativ wenig Zuzügen<br />

und langer Wohndauer<br />

bei gleichzeitig steigendem<br />

Durchschnittsalter<br />

zu finden, z. B. Grünau-<br />

Siedlung, Lützschena-<br />

Stahmeln, Mölkau und<br />

Plaußig-Portitz. Die am<br />

entgegengesetzten Ende<br />

im Diagrammbereich<br />

unten rechts gelegenen<br />

Ortsteile zeichnen sich<br />

hingegen durch kurze<br />

Wohndauer und gleichzeitige<br />

„Verjüngung“ der<br />

Einwohnerschaft aus,<br />

hier sind u. a. Lindenau,<br />

Plagwitz, Südvorstadt<br />

und Zentrum-West vertreten.<br />

Nicht in dieses<br />

Muster passt lediglich<br />

Volkmarsdorf, wo das<br />

Durchschnittsalter trotz<br />

vieler Einwohner mit<br />

kurzer Wohndauer angestiegen<br />

ist.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 15<br />

Änderung Durchschnittsalter<br />

2010 zu 2005 in Jahren<br />

4<br />

3<br />

2<br />

1<br />

0<br />

-1


OT-/<br />

SB-<br />

Nr.<br />

Ortsteil<br />

<strong>Stadt</strong>bezirk<br />

Einwohner<br />

mit Hauptwohnsitz<br />

am<br />

31.12.2010<br />

insgesamt<br />

unter<br />

1 Jahr<br />

davon Anteil der Einwohner<br />

mit einer Wohndauer von …<br />

1 bis unter<br />

5 Jahren<br />

5 bis unter<br />

9 Jahren<br />

9 Jahren<br />

und mehr<br />

Anteil<br />

Neugeborener<br />

an<br />

Einwohnern<br />

mit<br />

Wohndauer<br />

Durchschnittliche Wohndauer am …<br />

(siehe Text zu den<br />

fehlenden Angaben)<br />

31.12.2010 31.12.2006 31.12.2002<br />

< 1 Jahr Gebietsstand 31.12.1998<br />

in Prozent in Jahren<br />

00 Zentrum 1 634 21,7 40,0 17,8 20,5 1,7 6,6 6,8 8,1<br />

01 Zentrum-Ost 3 457 22,2 39,3 16,5 22,0 4,9 6,9 6,9 7,7<br />

02 Zentrum-Südost 10 328 21,9 36,4 12,3 29,4 3,6 9,0 9,5 10,1<br />

03 Zentrum-Süd 10 898 18,9 38,4 14,4 28,3 6,2 7,9 8,4 8,6<br />

04 Zentrum-West 9 026 20,9 42,0 14,9 22,3 6,1 6,8 7,2 7,6<br />

05 Zentrum-Nordwest 9 423 18,3 46,2 17,3 18,2 9,3 5,5 5,4 5,4<br />

06 Zentrum-Nord 7 531 21,0 36,3 14,4 28,4 5,8 8,8 9,1 9,3<br />

0 Mitte 52 297 20,3 39,8 14,8 25,0 5,8 7,5 7,8 8,3<br />

10 Schönefeld-Abtnaundorf 10 106 19,4 38,5 14,7 27,4 6,4 8,1 9,0 9,2<br />

11 Schönefeld-Ost 9 059 8,2 20,3 15,4 56,2 5,4 17,1 16,2 15,8<br />

12 Mockau-Süd 4 011 20,1 27,1 14,4 38,4 5,7 11,1 11,4 11,2<br />

13 Mockau-Nord 10 305 9,9 21,5 13,9 54,7 5,0 15,5 14,9 14,0<br />

14 Thekla 5 526 9,7 23,2 13,2 53,9 4,5 14,2 14,2 12,5<br />

15 Plaußig-Portitz 2 669 5,5 17,2 15,6 61,6 9,5 17,6 16,7 15,6<br />

1 Nordost 41 676 12,5 25,8 14,5 47,2 5,8 13,6 13,6 13,0<br />

20 Neustadt-Neuschönefeld 9 069 20,9 41,6 15,7 21,8 5,4 6,4 6,3 6,4<br />

21 Volkmarsdorf 7 694 20,0 39,9 16,5 23,6 5,3 6,0 5,7 5,5<br />

22 Anger-Crottendorf 9 443 18,4 36,2 15,5 29,9 6,3 8,4 8,5 8,6<br />

23 Sellerhausen-Stünz 7 565 11,6 25,8 15,5 47,2 6,4 15,0 14,7 14,6<br />

24 Paunsdorf 13 635 11,6 28,1 14,6 45,7 5,6 9,9 8,9 7,9<br />

25 Heiterblick 3 941 6,8 23,9 22,5 46,8 6,7 8,6 6,6 4,6<br />

26 Mölkau 5 949 6,1 18,4 15,3 60,1 8,8 x x x<br />

27 Engelsdorf 8 354 11,1 26,2 17,3 45,4 5,9 x x x<br />

28 Baalsdorf 1 671 6,8 23,8 15,7 53,6 20,2 x x x<br />

29 Althen-Kleinpösna 2 109 8,7 27,5 15,5 48,3 9,2 x x x<br />

2 Ost 69 430 13,7 30,6 16,1 39,7 6,1 9,1 8,6 8,2<br />

30 Reudnitz-Thonberg 17 206 19,8 39,6 13,9 26,7 6,8 7,0 7,4 7,1<br />

31 Stötteritz 14 278 15,1 34,8 15,5 34,7 6,9 9,3 10,3 10,2<br />

32 Probstheida 5 722 8,2 29,8 21,3 40,6 7,4 10,0 9,2 8,5<br />

33 Meusdorf 3 452 10,4 18,1 12,6 59,0 4,2 18,1 17,4 16,6<br />

34 Liebertwolkwitz 5 148 9,0 22,4 15,0 53,6 7,5 x x x<br />

35 Holzhausen 6 130 7,0 20,8 14,9 57,4 9,1 x x x<br />

3 Südost 51 936 14,0 31,9 15,3 38,9 7,0 9,2 9,5 9,3<br />

40 Südvorstadt 22 470 18,1 42,1 16,0 23,8 8,0 7,5 7,6 8,2<br />

41 Connewitz 17 010 16,8 37,4 15,9 29,9 7,3 8,4 8,2 8,3<br />

42 Marienbrunn 5 596 10,4 26,4 11,5 51,7 7,7 16,6 17,9 17,9<br />

43 Lößnig 10 775 12,9 29,1 15,5 42,6 5,5 12,5 11,9 11,8<br />

44 Dölitz-Dösen 4 053 12,1 32,8 16,0 39,1 6,1 11,4 11,4 9,7<br />

4 Süd 59 904 15,7 36,3 15,4 32,6 7,3 9,8 9,8 10,1<br />

50 Schleußig 12 165 16,5 41,7 17,2 24,6 11,0 7,0 6,8 7,0<br />

51 Plagwitz 12 116 20,8 42,6 16,7 19,9 7,2 5,6 5,4 5,5<br />

52 Kleinzschocher 8 572 18,5 37,3 14,6 29,6 7,4 8,8 9,6 9,7<br />

53 Großzschocher 8 853 9,8 24,3 15,2 50,7 6,9 14,3 13,8 13,5<br />

54 Knautkleeberg-Knauthain 5 136 6,7 20,8 17,3 55,2 11,6 14,9 14,1 13,6<br />

55 Hartmannsd.-Knautnaund. 1 244 8,7 17,4 13,8 60,1 8,3 x x x<br />

5 Südwest 48 086 15,4 35,1 16,2 33,3 8,5 9,2 9,2 9,4<br />

60 Schönau 4 586 8,6 30,4 17,7 43,3 7,6 10,7 9,6 9,8<br />

61 Grünau-Ost 7 440 8,4 19,1 14,4 58,1 3,0 15,0 13,7 12,6<br />

62 Grünau-Mitte 11 736 10,4 27,6 18,9 43,1 5,0 11,5 10,6 10,2<br />

63 Grünau-Siedlung 3 851 6,6 18,2 16,1 59,0 9,8 14,4 13,2 12,0<br />

64 Lausen-Grünau 11 512 11,5 28,0 15,4 45,1 6,3 10,1 9,5 9,0<br />

65 Grünau-Nord 7 801 12,3 31,5 17,5 38,8 6,2 10,2 10,0 9,7<br />

66 Miltitz 1 939 8,1 19,1 14,2 58,5 7,0 x x x<br />

6 West 48 865 10,1 26,2 16,6 47,1 5,8 11,6 10,8 10,3<br />

70 Lindenau 5 990 25,3 42,3 14,3 18,1 5,9 5,3 5,3 5,2<br />

71 Altlindenau 12 632 21,3 39,4 16,4 22,8 5,5 6,3 6,0 5,6<br />

72 Neulindenau 5 565 13,7 36,0 18,4 32,0 6,2 8,7 8,6 8,9<br />

73 Leutzsch 8 752 14,0 34,7 16,0 35,3 7,3 9,2 9,4 9,0<br />

74 Böhlitz-Ehrenberg 9 847 9,7 26,3 17,6 46,4 6,4 x x x<br />

75 Burghausen-Rückmarsdorf 4 716 7,8 20,6 19,1 59,9 7,3 x x x<br />

7 Alt-West 47 502 15,8 33,8 16,7 33,8 6,1 7,3 7,2 7,1<br />

80 Möckern 12 357 13,7 30,6 15,7 39,9 5,4 11,3 11,2 11,0<br />

81 Wahren 5 940 12,4 29,9 17,7 40,0 6,0 10,3 10,3 9,6<br />

82 Lützschena-Stahmeln 3 982 6,6 17,7 15,4 60,3 8,4 x x x<br />

83 Lindenthal 6 113 11,7 28,6 14,5 45,2 7,7 x x x<br />

8 Nordwest 28 392 12,0 28,2 15,8 43,9 6,2 11,0 10,9 10,6<br />

90 Gohlis-Süd 16 185 16,6 41,2 17,6 24,6 7,9 6,8 6,7 6,5<br />

91 Gohlis-Mitte 14 240 16,1 36,8 17,6 29,5 8,4 8,1 7,9 7,9<br />

92 Gohlis-Nord 8 167 11,7 24,8 15,4 48,1 6,3 13,9 14,0 13,3<br />

93 Eutritzsch 11 637 14,6 37,4 16,0 32,0 6,8 9,0 9,2 9,3<br />

94 Seehausen 2 171 10,7 26,4 16,1 46,8 9,4 x x x<br />

95 Wiederitzsch 8 207 7,5 22,9 20,0 49,7 9,6 x x x<br />

9 Nord 60 607 14,0 34,2 17,3 34,6 7,8 8,8 8,8 8,6<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> insgesamt 508 775 14,5 32,6 15,9 37,0 6,7 9,6 9,5 9,5<br />

Quelle: Einwohnerregister <strong>Leipzig</strong><br />

16 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Studierende in <strong>Leipzig</strong> im Wintersemester 2010/11 und Städtevergleich 2009/10<br />

Heidrun Schellbach<br />

Studierende an <strong>Leipzig</strong>er Hochschulen 2010/11<br />

Die Daten dieses Beitrages zu den in der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> Studierenden des Wintersemesters<br />

2010/11 wurden vom Statistischen Landesamt<br />

Sachsen zur Verfügung gestellt. Bei diesen An-<br />

gaben handelt es sich um die endgültigen Daten<br />

der Hochschulstatistik.<br />

Gegenwärtig studieren in den <strong>Leipzig</strong>er Hochschulen<br />

36 892 junge Menschen. Das bedeutet<br />

einen leichten Rückgang der Inanspruchnahme<br />

von Studienplätzen um 0,4 % gegenüber dem Vor-<br />

jahr. Von den sieben Hochschulen haben vier<br />

einen Anstieg und drei einen leichten Rückgang<br />

an studierenden Personen zu verzeichnen. Weniger<br />

Studierende als im Vorjahr hat die Universität<br />

<strong>Leipzig</strong>. Einen geringfügigen Rückgang müssen<br />

auch die Hochschule für Technik, Wirtschaft und<br />

Kultur sowie die Hochschule für Musik und<br />

Theater verzeichnen. Aktuell studieren in <strong>Leipzig</strong><br />

19 820 Frauen und 17 072 Männer. Das bedeutet<br />

einen Rückgang von 275 Frauen (-1,4 %) und<br />

einen Zuwachs von 128 Männern (+0,8 %).<br />

Vergleich der Studierenden an <strong>Leipzig</strong>er Hochschulen 2010/11 mit dem Vorjahr<br />

Hochschule<br />

Ins- weiblich Ausländer Studien- Ins- weiblich Ausländer Studiengesamt<br />

anfänger gesamt<br />

anfänger<br />

Anzahl 2010/11 Entwicklung zum Vorjahr um %<br />

Insgesamt<br />

davon:<br />

36 892 19 820 3 633 5 965 -0,4 -1,4 -1,7 -8,9<br />

Universität <strong>Leipzig</strong><br />

HS für Technik, Wirtschaft<br />

26 530 15 888 2 441 4 146 -0,9 -1,6 -2,9 -11,4<br />

und Kultur (FH) 6 637 2 413 669 1 279 -1,2 -1,8 +2,3 -6,4<br />

Handelshochschule 363 99 97 61 +4,0 +4,2 -7,6 -19,7<br />

HS für Grafik u. Buchkunst 560 286 69 51 +2,2 -0,3 +16,9 +18,6<br />

HS für Musik und Theater 827 442 263 115 -1,7 -2,6 -5,7 -24,8<br />

HS Deutsche Telekom (FH) 581 65 50 195 +24,9 +47,7 +42,9 +33,6<br />

AKAD. Die Privat-HS (FH) 1 394 627 44 118 +2,5 +1,0 -8,3 +49,4<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Laut Vorausberechnungen der Kultusministerkonferenz<br />

haben die neuen Bundesländer, bedingt<br />

durch die in der Nachwendezeit verursachten<br />

demografischen Besonderheiten, einen anhaltenden<br />

Rückgang der Studienanfängerzahlen bis<br />

2015 zu erwarten. Das bestätigt sich in <strong>Leipzig</strong>.<br />

Die Zahl der Immatrikulationen ging auch im<br />

Herbst 2010 gegenüber vergangener Jahre weiter<br />

zurück. Mit dem Hochschulpakt 2020 werden die<br />

Hochschulen der neuen Bundesländer angehalten,<br />

ihre Studienkapazität von 2005 möglichst beizubehalten.<br />

So sollen die Engpässe in den alten<br />

Bundesländern, bedingt durch stärkere Geburtsjahrgänge<br />

und den gestaffelten Wegfall der gymnasialen<br />

Jahrgangsstufe 13, ausgeglichen werden.<br />

Somit müssen bestimmte Bedingungen geschaffen<br />

werden, um für die Studierwilligen auch attrak-<br />

.<br />

tiv zu sein. Das wird durch entsprechende Mittel<br />

von Bund und Ländern gefördert. An den <strong>Leipzig</strong>er<br />

Hochschulen sind 30 758 Personen und somit<br />

83 % aller Studierenden „Zugewanderte“ aus<br />

anderen Gemeinden Sachsens, den anderen Bundesländern<br />

und dem Ausland. Während die Statistik<br />

bei den Studienanfängern aus den neuen Bundesländern<br />

und auch aus dem Ausland negative<br />

Entwicklungszahlen schreibt, ist die Zahl der Neueinschreibungen<br />

aus den alten Bundesländern<br />

gegenüber dem Vorjahr um 9 % gestiegen. Trotz<br />

rückläufiger Entwicklung gingen die meisten neu<br />

vergebenen Studienplätze an Bewerber aus den<br />

neuen Bundesländern. Im Herbst 2010 meldeten<br />

sich in den <strong>Leipzig</strong>er Hochschulen weniger<br />

Studienanfänger mit <strong>Leipzig</strong>er Abitur an als ausländische<br />

Studieninteressierte.<br />

Studierende nach ihren Herkunftsort 2009/10 und 2010/11<br />

Herkunftsort<br />

Studierende Entwickl. zum Studienanfänger Entwickl. zum<br />

2010/11 2009/10 Vorjahr auf % 2010/11 2009/10 Vorjahr auf %<br />

Insgesamt<br />

davon:<br />

36 892 37 039 99,6 5 965 6 545 91,1<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 6 134 6 441 95,2 892 948 94,1<br />

Sachsen (ohne <strong>Leipzig</strong>)<br />

Neue Bundesländer<br />

8 735 8 990 97,2 1 175 1 451 76,2<br />

(ohne Sachsen) 10 665 10 648 100,2 1 483 1 833 80,9<br />

Alte Bundesländer und Berlin 8 039 7 575 106,1 1 342 1 231 109,0<br />

Ausland 3 319 3 385 98,0 1 073 1 082 99,2<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Der Ort des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung wurde hier mit dem Herkunftsort gleichgesetzt.<br />

Ausschlaggebend für die Entscheidung eines<br />

Studienberechtigten für eine Hochschule ist sicher<br />

auch das Fächerangebot der Bildungseinrichtung.<br />

Die größte Personenzahl konzentriert sich in <strong>Leipzig</strong><br />

auf ein Studium der Rechts-, Wirtschafts- und<br />

Sozialwissenschaften. An zweiter Stelle folgt die<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 17


Zahl der Studierenden der Fächergruppe Sprach-<br />

und Kulturwissenschaften. Die Studiengänge<br />

Mathematik und Naturwissenschaften sowie<br />

Human- und Zahnmedizin können positive Entwicklungen<br />

verzeichnen. Bei den Fächergruppen<br />

Veterinärmedizin und Ingenieurwissenschaften<br />

gab es mehr Neueinschreibungen als im Wintersemester<br />

des Jahres 2009/10.<br />

Ein Drittel aller Frauen an <strong>Leipzig</strong>er Hochschulen<br />

belegt einen Studienplatz der Fächergruppe<br />

Sprach- und Kulturwissenschaften. Auch die<br />

Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften<br />

wird mit einem Anteil von 27 %<br />

von den Frauen sehr frequentiert. Hingegen werden<br />

die Studienplätze der Fächergruppen Mathe-<br />

matik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften<br />

wie auch schon in vergangenen Jahren<br />

vorrangig von Männern belegt.<br />

Als Fazit ist festzustellen, dass sowohl die Zahl<br />

der Studierenden als auch die der Studien-<br />

anfänger in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> rückläufig ist.<br />

Erreicht werden kann eine Erhöhung durch einen<br />

noch größeren Studentenstrom aus den alten<br />

Bundesländern. Es gilt auch, das Studieninteresse<br />

ausländischer junger Menschen weiter auf die<br />

<strong>Leipzig</strong>er Hochschulen zu lenken. Ein gewisser<br />

Anstieg der Studienanfänger könnte für das Wintersemester<br />

2011/12 auch durch die beschlossene<br />

Aussetzung des Wehr- und Zivildienstes zum<br />

1. Juli 2011 erfolgen.<br />

Studierende nach Fächergruppen 2010/11 Entwicklung der Studienanfänger<br />

nach Fächergruppen<br />

11%<br />

8%<br />

15%<br />

12%<br />

27%<br />

1<br />

2<br />

27%<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

18 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

2000<br />

1500<br />

1000<br />

500<br />

0<br />

2000/01 2005/06<br />

2009/10 2010/11<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Fächergruppen<br />

1 Sprach- und Kulturwissenschaften; 2 Rechts-,Wirtschafts-und Sozialwissenschaften; 3 Mathematik/Naturwissenschaften; 4 Medizin<br />

5 Ingenieurwissenschaften; 6 Sonstiges (Kunst, Kulturwissenschaften und Sport)<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

,,<br />

<strong>Leipzig</strong> im Vergleich mit anderen deutschen<br />

Hochschulstädten 2009/10<br />

Dem folgenden Städtevergleich liegen Daten<br />

des Statistischen Bundesamtes für das Wintersemester<br />

2009/10 zu Grunde. Aktuellere regionale<br />

Daten wurden noch nicht veröffentlicht. Für diesen<br />

Teil des Beitrages wurden die Studierendenzahlen<br />

nach dem Standort der Hochschule bzw. gegebenenfalls<br />

der Fakultät ausgewertet.<br />

In Deutschland studierten im Wintersemester<br />

2010/11 über 2,1 Mill. junge Menschen, darunter<br />

1,9 Mill. deutsche Studierende. In 261 Gemeinden<br />

waren Hochschuleinrichtungen vorzufinden. 20<br />

Städte hatten Hochschulen mit insgesamt mehr<br />

als 30 000 Personen. Weitere 17 Städte wiesen<br />

Studentenzahlen zwischen 20 000 und 30 000 auf.<br />

Die mit Abstand meisten Studierenden wurden in<br />

Berlin registriert (140 220) gefolgt von München<br />

(77 781), Hamburg (75 382) und Köln (72 161).<br />

<strong>Leipzig</strong> nahm mit 37 039 Studierenden, wie auch<br />

schon im Vorjahr, den Rang 13 ein. Berücksichtigt<br />

man die Einwohnerzahl der Städte, dann lagen<br />

wieder die kleineren Städte, die schon historisch<br />

als Universitätsstädte gelten, in der Rangliste vorn.<br />

Das waren z. B. Gießen mit 412 Studierenden je<br />

1 000 Einwohner und die Städte Tübingen, Marburg,<br />

Darmstadt, Jena, Heidelberg und Göttingen<br />

mit jeweils weit über 200 Studierenden je 1 000<br />

Einwohner (Hagen wird hier nicht genannt, da es<br />

sich um eine Fernhochschule handelt). Schränkt<br />

man diese Rangfolge auf die Großstädte mit über<br />

100 000 Einwohnern und mehr als 20 000 Studierenden<br />

ein, dann standen nur vier Städte mit über<br />

200 Studierenden je 1 000 Einwohner an der Spitze.<br />

Darmstadt lag hier vor Jena, Heidelberg und<br />

Göttingen. <strong>Leipzig</strong> belegte mit 71 Studierenden je<br />

1 000 Einwohner den Rang 28.<br />

In Berlin studierten mit einer Anzahl von über<br />

69 000 mit großem Abstand die meisten Frauen.<br />

Wie auch schon im Vorjahr nahm <strong>Leipzig</strong> mit über<br />

20 000 Frauen den neunten Rang ein. Quotenmäßig<br />

hatte <strong>Leipzig</strong> mit 54 % einen leichten<br />

Frauenüberschuss und rangierte bei den Städten<br />

mit über 30 000 Studierenden auf Platz 4. In den<br />

Städten mit niedrigem Frauenanteil hatten meist<br />

technische Hochschulen ihren Standort, so z. B. in<br />

Darmstadt, Aachen und Karlsruhe.<br />

An den Berliner Hochschulen hatten sich insgesamt<br />

22 370 ausländische Studierende ein-<br />

geschrieben. Nur etwa die Hälfte dieser Zahl<br />

erreichte München als nächstfolgende <strong>Stadt</strong>. Den<br />

höchsten Ausländeranteil an den Studierenden<br />

hatten Frankfurt am Main mit 18,3 % gefolgt von<br />

Saarbrücken (17,1 %), Bremen (16,6 %) und Düsseldorf<br />

(16,5 %). Besonders anziehend für ausländische<br />

Studierende waren die im internationalen


Vergleich bekannten Universitäten vor allem der<br />

alten Bundesländer. Auch die Grenznähe spielt bei<br />

der Wahl des Studienplatzes eine Rolle, wie man<br />

am Beispiel Saarbrückens mit einem großen Anteil<br />

an französischen Studenten sieht. <strong>Leipzig</strong> hatte<br />

2009/10 fast 3 700 ausländische Studierende und<br />

einen Ausländeranteil an den Studierenden insgesamt<br />

von 10 %. Damit belegte <strong>Leipzig</strong> nur einen<br />

mittleren Platz. Die Zahl dieser Einschreibungen<br />

stieg jedoch jedes Jahr kontinuierlich an.<br />

Städte mit über 30 000 Studierenden im Wintersemester 2009/10<br />

R Anzahl Studierende Studienanfänger Anteil der<br />

a <strong>Stadt</strong> Hoch- Entw. zu je 1 000 Entw. zu weiblichen ausländ. Studien-<br />

n (Bundesland) schulen Anzahl 2008/09 Ein- Anzahl 2008/09 Studierenden anfänger<br />

g um % wohner um % an Studierende insgesamt in %<br />

1 Berlin 39 140 220 +3,5 40,7 20 700 +8,3 49,4 16,0 14,8<br />

2 München (BY) 17 77 781 +3,6 58,5 14 080 -0,5 50,3 14,4 18,1<br />

3 Hamburg (HH) 18 75 382 +5,3 42,5 12 096 +9,6 47,2 11,5 16,0<br />

4 Köln (NW) 11 72 161 +2,6 72,3 10 231 +5,7 49,9 12,4 14,2<br />

5 Hagen (NW) 3 54 730 +17,4 287,9 3 692 -14,7 44,5 9,1 6,7<br />

6 Frankfurt a.M.(HE) 7 48 344 +8,7 71,9 6 358 +15,8 53,4 18,3 13,2<br />

7 Münster (NW) 8 44 999 +0,9 163,3 5 968 +10,2 53,5 7,3 13,3<br />

8 Stuttgart (BW) 12 43 683 +7,6 72,6 9 258 +4,4 42,2 15,4 21,2<br />

9 Dresden (SN) 8 41 280 +1,2 79,8 7 334 +2,0 43,2 9,4 17,8<br />

10 Bochum (NW) 6 40 672 +3,5 108,1 5 760 +7,8 45,4 12,5 14,2<br />

11 Aachen (NW) 4 40 393 +4,6 156,3 6 539 +1,8 32,2 15,7 16,2<br />

12 Mainz (RP) 3 37 389 +0,4 189,0 4 135 +19,4 56,5 10,4 11,1<br />

13 <strong>Leipzig</strong> (SN) 7 37 039 +3,0 71,4 6 545 +9,4 54,3 10,0 17,7<br />

14 Darmstadt (HE) 4 35 181 +10,9 245,5 6 212 +3,9 29,0 15,0 17,7<br />

15 Hannover (NI) 7 34 225 +1,8 65,7 5 581 +4,9 47,1 14,8 16,3<br />

16 Dortmund (NW) 4 33 244 +8,8 57,2 5 875 +15,2 44,6 12,0 17,7<br />

17 Heidelberg (BW) 4 32 808 +3,3 224,0 4 975 +5,8 58,5 15,5 15,2<br />

18 Karlsruhe (BW) 8 32 724 +6,2 112,1 6 614 +3,7 33,5 14,1 20,2<br />

19 Gießen (HE) 4 31 366 +8,1 412,2 4 960 +2,5 55,4 8,7 15,8<br />

20 Essen(NW) 3 30 091 +5,7 52,2 4 196 -6,7 53,7 10,7 13,9<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Größte Universitäten in Deutschland 2009/10<br />

In 30 Universitäten Deutschlands waren mehr<br />

als 20 000 Studierende eingeschrieben, wobei hier<br />

von der Gesamteinrichtung ausgegangen wurde,<br />

unabhängig vom Standort einzelner Fakultäten.<br />

Mit den Universitäten Dresden, <strong>Leipzig</strong>, Jena und<br />

Potsdam hatten vier der größten Einrichtungen<br />

ihren Standort in den neuen Bundesländern. Die<br />

Universität <strong>Leipzig</strong> belegte mit fast 27 000 Studierenden<br />

in der Rangfolge den Platz 15. In 22 dieser<br />

größten Universitäten studierten mehr Frauen und<br />

in acht Einrichtungen, darunter fünf Technische<br />

Universitäten, war der Männeranteil höher. In nur<br />

vier der aufgeführten Universitäten studierten weniger<br />

Personen als im Vorjahr. Auch die Universität<br />

<strong>Leipzig</strong> hatte im Vergleich der Wintersemester<br />

2009/10 mit 2008/09 ein Plus von 477<br />

Personen zu verzeichnen. Das Ansehen deutscher<br />

Hochschulen, besonders das der Universitäten,<br />

nahm in den letzten Jahren zu. Davon zeugt auch<br />

die relativ hohe Zahl ausländischer Studierender.<br />

Den höchsten Anteil an ausländischen Studierenden<br />

hatte die Technische Universität Berlin mit<br />

20,2 %. Diese Zahlen beinhalten jedoch auch die<br />

Ausländer, die schon immer in Deutschland lebten<br />

und hier auch den entsprechenden Bildungsabschluss<br />

erreichten. Die Exzellenzinitiative hat sicher<br />

dazu beigetragen, den Studienstandort<br />

Deutschland international wettbewerbsfähiger zu<br />

machen. So sind die drei Hochschulen Universität<br />

Göttingen, Ludwig-Maximilian-Universität München<br />

und Universität Heidelberg unter den Top<br />

100 des jährlichen Hochschul-Rankings des<br />

Magazins „Times Higher Education“ 2010 zu finden.<br />

Weitere zehn Hochschulen gehören zu den<br />

Top 200.<br />

Hochschulen mit über 20 000 Studierenden im Wintersemester 2009/10<br />

Hochschule Studie- +/- z. Hochschule Studie- +/- z. Hochschule Studie- +/- z.<br />

(Bundesland) rende Vj. (Bundesland) rende Vj. (Bundesland) rende Vj.<br />

1. Fern-Uni Hagen (NW) 52 025 +7 908 11. Uni Duisb.-Essen (NW) 31 982 +694 21. Uni Dortmund (NW) 23 643 +1 961<br />

2. Uni München (BY) 42 824 +1 048 12. Freie Uni Berlin 31 816 +499 22. Uni Göttingen (NI) 23 263 +134<br />

3. Uni Köln (NW) 42 137 +355 13. TU Berlin 28 218 +721 23. Uni Tübingen (BW) 22 951 +1 248<br />

4. Uni Hamburg (HH) 36 422 +314 14. Humboldt-Uni Berlin 27 169 -513 24. Uni Kiel (SH) 22 824 +696<br />

5. Uni Münster (NW) 36 027 -29 15. Uni <strong>Leipzig</strong> (SN) 26 776 +477 25. Uni Freiburg i.Br. (BW) 20 681 +887<br />

6. Uni Frankfurt a.M. (HE) 35 845 +2 884 16. Uni Heidelberg (BW) 26 732 +852 26. Uni Jena (TH) 20 635 +299<br />

7. Uni Mainz (RP) 34 224 -44 17. Uni Erl.-Nürnberg (BY) 26 345 +1 309 27. Uni Würzburg (BY) 20 493 +632<br />

8. TU Dresden (SN) 33 394 +182 18. Uni Bonn (NW) 26 312 -89 28. Uni Potsdam (BB) 20 364 +453<br />

9. TH Aachen (NW) 33 021 +1 553 19. TU München (BY) 24 148 +962 29. Uni Marburg (HE) 20 361 +1 219<br />

10 Uni Bochum (NW) 32 025 +948 20. Uni Gießen (HE) 23 893 +1 385 30. TU Darmstadt (HE) 20 252 +2 077<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt<br />

Die Angabe exakter Universitätsnamen ist hier aus Platzgründen nicht möglich.<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 19


Was Hänschen nicht lernt, ...<br />

Johannes Heinemann<br />

... muss Hans später<br />

lernen. Denn um sich in<br />

unserer dynamischen<br />

und immer stärker tech-<br />

nisierten Welt überhaupt<br />

noch zurecht-<br />

zufinden, ist lebenslanges<br />

Lernen zunehmend<br />

erforderlich. Die EU<br />

veröffentlichte 2000 ein<br />

Memorandum zum<br />

Thema „Lebenslanges<br />

Lernen“. Das Bundesministerium<br />

für Bildung<br />

und Forschung konstatiert:<br />

„Die Verwirk-<br />

lichung des Lernens im<br />

Lebenslauf ist entschei-<br />

dend für die Perspektive<br />

des Einzelnen, den<br />

Erfolg der Wirtschaft<br />

und die Zukunft der Ge-<br />

sellschaft.“ (www.bmbf.<br />

de/de/lebenslangesler-<br />

nen.php). Auch in <strong>Leipzig</strong><br />

gibt es verstärkt<br />

Bemühungen, die vorgegebenenBildungsziele<br />

zu verwirklichen.<br />

Hier sei nur an das Projekt<br />

„Lernen vor Ort“<br />

oder die <strong>Leipzig</strong>er Bildungsberatung<br />

erinnert.<br />

Inwieweit diese Bemühungen<br />

auf fruchtbaren<br />

Boden fallen, hängt<br />

letztlich auch von einer<br />

positiven Einstellung<br />

der Bürgerinnen und<br />

Bürger zum Thema Weiterbildung ab. Einige Aussagen<br />

dazu liefert die Auswertung der jüngsten<br />

<strong>Leipzig</strong>er Kommunalen Bürgerumfrage aus dem<br />

Jahre 2010, woraus einige Ergebnisse nachfolgend<br />

vorgestellt werden.<br />

Demnach wird lebenslanges Lernen von der<br />

Mehrheit der <strong>Leipzig</strong>erinnen und <strong>Leipzig</strong>er befürwortet.<br />

Der Aussage „Jeder sollte bereit sein, sich<br />

ständig weiterzubilden“ stimmen 62 Prozent der<br />

Befragten „voll und ganz“ und ein weiteres Viertel<br />

„eher“ zu. Auf einer fünfstufigen Skala von 1<br />

(stimme „voll und ganz zu“) bis 5 (stimme „überhaupt<br />

nicht zu“) ergibt sich ein Mittelwert von 1,5.<br />

Noch etwas stärker ist die Zustimmung zur<br />

Aussage, dass Weiterbildung für den beruflichen<br />

Erfolg erforderlich ist. Das bejahen insgesamt<br />

neun von zehn Befragten. Die höchste Zustim-<br />

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Weiterbildung zu?<br />

Jeder sollte bereit<br />

sein, sich ständig<br />

weiterzubilden.<br />

Wer im Beruf<br />

erfolgreich sein will,<br />

muss sich<br />

weiterbilden.<br />

Durch<br />

Weiterbildung kann<br />

man nette<br />

Menschen kennen<br />

lernen.<br />

Weiterbildung ist<br />

eine wichtige Hilfe,<br />

um im Alltag besser<br />

zurechtzukommen.<br />

Weiterbildung<br />

macht Spaß.<br />

Ich stimme zu ... (1="voll und ganz",..., 5="überhaupt nicht")<br />

3<br />

mung (97 Prozent) kommt von den Rentnerinnen<br />

und Rentnern, die in der Regel auf Erfahrungen<br />

aus einem abgeschlossenen Berufsleben zurückgreifen<br />

können.<br />

Aber auch für das Zurechtkommen im Alltag ist<br />

Weiterbildung eine wichtige Hilfe – und oft auch<br />

Voraussetzung. Hier ist wieder das höchste Zustimmungsniveau<br />

bei den Älteren zu finden, die<br />

noch ohne Computer, Internet oder Handy aufgewachsen<br />

sind und beim Umgang mit der neuen<br />

Technik umlernen müssen.<br />

Daneben kann Weiterbildung außerdem Spaß<br />

machen oder zum Kennenlernen von netten Menschen<br />

beitragen. Das wird zumindest von 52 bzw.<br />

45 Prozent der Befragten so eingeschätzt. Wiederum<br />

sind es die Rentnerinnen und Rentner, bei<br />

denen diese beiden Nebeneffekte der Weiter-<br />

20 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

2<br />

Erwerbstätige<br />

Arbeitslose<br />

Rentner<br />

Studenten, Schüler<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage <strong>Leipzig</strong> 2010 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1


ildung überdurchschnittliche Zustimmung finden.<br />

Denn sie können sich Weiterbildungsveranstaltungen<br />

ganz freiwillig auswählen und bekommen<br />

sie nicht „verordnet“. Das trifft für Jüngere, die<br />

entweder im Beruf oder noch in der Ausbildung<br />

stehen, nicht ganz zu.<br />

Es fällt auf, dass die Zustimmung der Arbeitslosen<br />

zu den angeführten Weiterbildungsaspekten<br />

durchgängig verhaltener ausfällt. Ob das an einer<br />

generell pessimistischeren Lebenseinstellung oder<br />

– im Falle der Frage nach dem Erfolg im Beruf<br />

durch Weiterbildung - an schlechten persönlichen<br />

Erfahrungen mit Bildungsmaßnahmen und versprochenen<br />

verbesserten Chancen auf dem<br />

Arbeitsmarkt liegt, kann hier nicht geklärt werden.<br />

Eine andere Fragestellung beinhaltet die persönliche<br />

Bedeutsamkeit von Weiterbildung. Für<br />

jeden vierten Befragten hat Weiterbildung einen<br />

„sehr großen“ Stellenwert, für ein weiteres reichliches<br />

Drittel immer noch „großen“. In der Summe<br />

ist Weiterbildung somit für 61 Prozent der <strong>Leipzig</strong>erinnen<br />

und <strong>Leipzig</strong>er mehr oder weniger wichtig;<br />

das entspricht einer Zunahme um zehn Prozentpunkte<br />

gegenüber 2005.<br />

Welchen Stellenwert hat Weiterbildung für Sie?<br />

Stellenwert (1="sehr großen",...,5="überhaupt keinen")<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

18 bis 24<br />

25 bis 34<br />

35 bis 44<br />

Alter<br />

45 bis 54<br />

55 bis 64<br />

65 bis 74<br />

2010<br />

2005<br />

75 bis 85<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfragen <strong>Leipzig</strong> 2005 und 2010<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Es zeigt sich ein deutliches Altersgefälle: Je<br />

weiter Schule und Ausbildung zurückliegen, desto<br />

mehr nimmt der Stellenwert ab. Für Rentnerinnen<br />

und Rentner erreicht er nicht einmal mehr mittleres<br />

Niveau. Das erscheint insofern verständlich, da die<br />

ältere Generation, die das Berufsleben abgeschlossen<br />

hat, einerseits der Weiterbildung als<br />

Erfolgsfaktor im Beruf eine überragende Bedeu-<br />

tung beimisst und andererseits den beruflichen<br />

Erfolg nicht mehr nötig hat.<br />

Eine wichtige Rolle im quartären Bildungsbereich<br />

spielen auf kommunaler Ebene die Volkshochschulen<br />

(VHS). Die Anzahl der Kursbelegungen<br />

an der <strong>Leipzig</strong>er Einrichtung liegt pro Jahr bei<br />

weit über 25 000.<br />

Nach der <strong>Leipzig</strong>er Kommunalen Bürgerumfrage<br />

nutzen fünf Prozent der Befragten (18 bis<br />

85 Jahre) die Bildungsangebote der VHS <strong>Leipzig</strong>.<br />

Fünfmal so viele sind potenzielle VHS-Besucher,<br />

das heißt, sie belegen gerade keinen Kurs an der<br />

Bildungsstätte, haben es aber vor. Die restlichen<br />

knapp 70 Prozent geben an, weder gegenwärtig<br />

noch eventuell in Zukunft die VHS besuchen zu<br />

wollen. Diese Verteilung stimmt etwa mit der in der<br />

Bürgerumfrage 2005 ermittelten überein.<br />

Obwohl sich die Bildungseinrichtung – wie es<br />

bereits im Namen Volkshochschule zum Ausdruck<br />

kommt – mit ihrer breitgefächerten Bildungsofferte<br />

an alle Bevölkerungsgruppen richtet, weicht die<br />

Struktur ihrer Besucher doch erheblich von der der<br />

<strong>Leipzig</strong>er Bevölkerung ab. Das kann man sowohl<br />

an den offiziellen Teilnehmerstatistiken der VHS<br />

als auch der letzten Besucherbefragung an dieser<br />

Bildungsstätte von 2006 ablesen. So besuchen<br />

weit mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer<br />

die VHS. Teilnehmer mit Abitur sind in den Kursen<br />

über- und Ältere sind unterrepräsentiert. Diese<br />

Diskrepanzen schlagen sich selbstverständlich<br />

auch in unterschiedlichen VHS-Besucherquoten<br />

nieder, was in dem Diagramm auf der folgenden<br />

Seite gezeigt wird. Es enthält weiterhin die Anteile<br />

der potenziellen VHS-Besucher. (Vermutlich werden<br />

nicht alle Absichtsbekundungen zum Belegen<br />

von Kursen später dann tatsächlich umgesetzt.)<br />

Die formale Bildung (höchster beruflicher Abschluss)<br />

erweist sich als ein Haupteinflussfaktor<br />

für die Kursteilnahme. So gehört die Hälfte der<br />

Befragten mit einem Hochschul- oder Universitätsabschluss<br />

zu den gegenwärtigen oder künftigen<br />

VHS-Besuchern, von denen mit abgeschlossener<br />

Berufsausbildung bzw. Teilfacharbeitern ist es nur<br />

noch ein Viertel.<br />

Hier wird auch deutlich, dass die Quoten der<br />

tatsächlichen und der potenziellen VHS-Besucher<br />

miteinander korrespondieren: Je höher der Anteil<br />

der gegenwärtigen Teilnehmer in einer Teilgruppe<br />

ist, desto höher ist dort auch der Anteil der beabsichtigten<br />

Kursbelegungen und umgekehrt.<br />

Eine Ausnahme bilden die jüngeren Altersgruppen<br />

(bis 34 Jahre), die sich entweder noch in<br />

der beruflichen Ausbildung befinden oder wo diese<br />

noch nicht so lange zurückliegt. Von ihnen besuchen<br />

gegenwärtig weniger als drei Prozent die<br />

Bildungsstätte, aber fast 40 Prozent haben dies<br />

irgendwann vor.<br />

In den anschließenden Altersklassen ab<br />

35 Jahre nimmt der Anteil der potenziellen VHS-<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 21


75 %<br />

21 %<br />

männlich<br />

Nutzen Sie gegenwärtig Angebote der Volkshochschule?<br />

Geschlecht Altersgruppen höchster beruflicher Abschluss<br />

62 % 62 % 60 % 64 % 67 % 74 % 79 %<br />

30 % 35 % 38 % 28 % 26 %<br />

20 %<br />

15 %<br />

7 %<br />

8 % 8 % 6 % 6 %<br />

4 %<br />

5 %<br />

weiblich<br />

18 bis 24 Jahre<br />

Besucher kontinuierlich ab, wobei die Quote der<br />

wirklichen Besucher zunächst bis auf acht Prozent<br />

ansteigt. Während von den jüngeren Rentnerinnen<br />

und Rentnern (65 bis 74 Jahre) immerhin noch<br />

15 Prozent vorhaben, die <strong>Leipzig</strong>er Bildungsstätte<br />

zu besuchen, nimmt dieser Anteil in der nachfolgenden<br />

Altersklasse (75 bis 85 Jahre) abrupt<br />

auf vier Prozent ab und erreicht damit nicht einmal<br />

das Niveau der Besucherquote. (Allerdings zeigt<br />

der Vergleich zu 2005, dass sich in den beiden<br />

letzten Altersgruppen die Anteile der tatsächlichen<br />

und der potenziellen VHS-Besucher immerhin<br />

mehr als verdoppelt haben.)<br />

Die Teilnehmerquoten sind jedoch nicht nur<br />

vom Bildungsniveau und Alter, sondern auch vom<br />

Geschlecht abhängig. Frauen zeigen sich gegen-<br />

25 bis 34 Jahre<br />

35 bis 44 Jahre<br />

45 bis 54 Jahre<br />

55 bis 64 Jahre<br />

10 % 8 % 7 % 4 %<br />

über den Bildungsangeboten der VHS aufgeschlossener<br />

als Männer.<br />

Offenbar hängt die Bereitschaft zur Kursbelegung<br />

an der VHS mit dem persönlichen Stellenwert<br />

von Weiterbildung zusammen. Das lässt bereits<br />

das Altersgefälle vermuten, das beiden<br />

Indikatoren gemeinsam ist.<br />

Die folgende Tabelle macht deutlich, dass von<br />

denjenigen, die die VHS weder gegenwärtig besuchen<br />

noch dies vorhaben, der persönliche Stellenwert<br />

der Weiterbildung wesentlich geringer eingeschätzt<br />

wird als von den tatsächlichen oder<br />

potenziellen Nutzern der Bildungseinrichtung. Es<br />

verwundert nicht, dass auch bei den anderen vorgegebenen<br />

Aussagen zur Weiterbildung die VHS-<br />

Ablehner weniger Zustimmung signalisieren,<br />

22 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

65 bis 74 Jahre<br />

91 %<br />

ja nein, habe es aber vor nein, habe es auch nicht vor<br />

75 bis 85 Jahre<br />

50 %<br />

40 %<br />

Hochschule,<br />

Universität<br />

61 % 71 % 76 %<br />

31 %<br />

Fachhochschule,<br />

Ingenieur<br />

22 % 20 %<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage <strong>Leipzig</strong> 2010 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Besuch der VHS und Einstellung zur Weiterbildung<br />

Nutzen Sie<br />

gegenwärtig<br />

Angebote<br />

der VHS?<br />

Welchen<br />

Stellenwert<br />

hat Weiterbildung<br />

für<br />

Sie? (1=“sehr<br />

großen“,...,5=<br />

“überhaupt<br />

keinen“)<br />

Inwieweit stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Weiterbildung zu?<br />

Weiterbil-<br />

Durch Wei-<br />

Jeder sollte Wer im Beruf<br />

dung ist eine<br />

terbildung<br />

bereit sein, erfolgreich<br />

wichtige Weiter-<br />

kann man<br />

sich ständig sein will,<br />

Hilfe, um im bildung<br />

nette Men-<br />

weiter- muss sich<br />

Alltag besser macht Spaß.<br />

schenken- zubilden. weiterbilden.<br />

zurechtzunen<br />

lernen.<br />

kommen.<br />

(1=“voll und ganz“,...,5=“überhaupt nicht“)<br />

Mittelwert<br />

ja 2,0 1,2 1,4 2,2 2,1 2,0<br />

nein, habe<br />

es aber vor<br />

1,9 1,4 1,3 2,3 2,2 2,1<br />

nein, habe<br />

es nicht vor<br />

2,6 1,6 1,5 2,5 2,4 2,5<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage <strong>Leipzig</strong> 2010 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Meister, Techniker,<br />

Fachschule<br />

Breufsausbildung,<br />

Teilfacharbeiter<br />

59 %<br />

39 %<br />

(noch) ohne<br />

Berufsausbildung


wobei die Unterschiede dann nicht mehr ganz so<br />

groß sind.<br />

Tatsächliche und potenzielle VHS-Besucher<br />

unterscheiden sich bei den Einstellungsfragen zur<br />

Weiterbildung dagegen nur geringfügig, meist<br />

urteilen die aktiven Besucher etwas positiver. Bemerkenswert<br />

ist, dass bei den Fragen zum Stellenwert<br />

und zum Erfolgsfaktor im Beruf die Zustimmung<br />

der potenziellen VHS-Besucher sogar<br />

leicht höher liegt als bei denen, die gegenwärtig<br />

einen Lernkurs belegen.<br />

Ob jemand die VHS besucht, hängt nicht nur<br />

von seiner Einstellung zur Weiterbildung ab. Auch<br />

bei einer hohen Zustimmung zum Thema Weiterbildung<br />

kann es Gründe geben, dass man die VHS<br />

nicht besuchen möchte oder nicht besuchen kann.<br />

Die Auswertung der Kommunalen Bürgerumfrage<br />

2010 bestätigt, dass fehlendes Interesse<br />

an Weiterbildung nicht der hauptsächliche Hinderungsgrund<br />

für den Besuch der VHS ist. Diese<br />

Ursache liegt mit 18 Prozent der Nennungen sogar<br />

auf dem letzten Rang, wenn man alle vorgegebenen<br />

Gründe für die Gesamtgruppe betrachtet.<br />

(Wobei dort auch eine Kategorie „andere Gründe“<br />

kein Interesse an Weiterbildung<br />

kenne die Angebote der<br />

Volkshochschule nicht<br />

Angebote sind zu teuer<br />

Veranstaltungszeiten der<br />

Volkshochschule sind für mich<br />

ungünstig<br />

nutze die Angebote anderer<br />

Weiterbildungseinrichtungen<br />

aufgeführt ist, die alle Einzelgründe zusammenfasst,<br />

die nicht zu den Vorgaben passen und die<br />

fast jeder dritte VHS-Verweigerer angekreuzt hat.)<br />

An erster Stelle der Hinderungsgründe steht<br />

– abgesehen von den nicht genauer spezifizierten<br />

„anderen Gründen“ - mit 30 Prozent die Nutzung<br />

der Angebote anderer Weiterbildungseinrichtungen,<br />

was besonders bei jüngeren Befragten häufiger<br />

vorkommt. Es folgen die für manche ungünstigen<br />

VHS-Öffnungszeiten (23 Prozent) sowie fast<br />

gleichrangig mit 21 bzw. 20 Prozent der zu hohe<br />

Preis und die fehlende Kenntnis der Angebote.<br />

Bei den Absagegründen fällt wiederum eine<br />

starke Altersspezifik auf. Hinter den mit großem<br />

Abstand von den Rentnerinnen und Rentnern angeführten<br />

„anderen Gründe“ verbergen sich bei<br />

ihnen oft das Alter oder damit in Zusammenhang<br />

stehende Einschränkungen. Erstaunlicherweise ist<br />

bei jüngeren VHS-Abstinenzlern die Unkenntnis<br />

über die Angebote dieser Bildungsstätte besonders<br />

groß. Die Zunahme des Desinteresses an<br />

Weiterbildung mit dem Alter korrespondiert mit der<br />

gegenläufigen Tendenz beim persönlichen Stellenwert<br />

von Weiterbildung.<br />

Wer die VHS gegenwärtig nicht nutzt und das auch nicht vor hat:<br />

Warum nutzen Sie die Angebote der VHS nicht?<br />

andere Gründe<br />

8%<br />

8%<br />

10%<br />

10%<br />

14%<br />

15%<br />

16%<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 23<br />

19%<br />

20%<br />

23%<br />

22%<br />

23%<br />

25%<br />

26%<br />

25%<br />

27%<br />

28%<br />

28%<br />

28%<br />

34%<br />

37%<br />

36%<br />

36%<br />

18 bis 34 Jahre<br />

35 bis 49 Jahre<br />

50 bis 64 Jahre<br />

65 bis 85 Jahre<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage <strong>Leipzig</strong> 2010 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

48%


Die Stellung im Erwerbsleben beeinflusst ebenfalls<br />

die Gründe, warum jemand die VHS nicht<br />

besucht und das auch nicht vorhat. Bei den<br />

Arbeitslosen steht der finanzielle Aspekt eindeutig<br />

an der Spitze vor allen anderen Absagegründen,<br />

obwohl sie in der Regel eine Ermäßigung auf das<br />

Kursentgelt erhalten. Bei Studenten bzw. Schülern,<br />

die im Durchschnitt über noch weniger Einkommen<br />

verfügen, spielt dieser Punkt nur eine<br />

untergeordnete Rolle. Da sie noch eine Ausbil-<br />

36%<br />

44%<br />

dung absolvieren, steht bei dieser Bevölkerungsgruppe<br />

auf Rang Eins der Hinderungsgründe die<br />

Nutzung anderer Weiterbildungseinrichtungen.<br />

Auch Erwerbstätige bilden sich oft an anderen<br />

Einrichtungen weiter und führen das als Hauptgrund<br />

für einen Nichtbesuch der VHS an. Da sie<br />

gewöhnlich über weniger freie Zeit verfügen als<br />

diejenigen, die nicht oder nicht mehr im Erwerbsleben<br />

stehen, ist für sie der Zeitfaktor ein weiterer<br />

wichtiger Absagegrund.<br />

Hinderungsgründe für den Besuch der VHS nach Stellung im Erwerbsleben<br />

34%<br />

28%<br />

Erwerbstätige<br />

24%<br />

23%<br />

Rentner<br />

18%<br />

16%<br />

20%<br />

14%<br />

10% 10%<br />

Arbeitslose<br />

24 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

60%<br />

53%<br />

25% 25%<br />

42%<br />

13%<br />

Studenten/Schüler<br />

kein Interesse an Weiterbildung<br />

Wer die VHS gegenwärtig nicht<br />

nutzt und das auch nicht vor hat: kenne die Angebote der Volkshochschule nicht<br />

Warum nutzen Sie die Angebote Angebote sind zu teuer<br />

der VHS nicht?<br />

Veranstaltungszeiten der Volkshochschule sind für mich ungünstig<br />

nutze die Angebote anderer Weiterbildungseinrichtungen<br />

andere Gründe<br />

Quelle: Kommunale Bürgerumfrage <strong>Leipzig</strong> 2010 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

24%<br />

11%<br />

9%<br />

7%<br />

6%<br />

0%


Luftverkehr 2010<br />

Gabriele Rößner<br />

Nach Angaben des Flughafenverbandes ADV<br />

(Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen)<br />

hat sich im Jahr 2010 die Luftverkehrsbranche<br />

nach den teilweise dramatischen Einbrüchen<br />

im Vorjahr wieder erholt. Die Verluste<br />

durch die Wirtschaftskrise wurden 2010 kompensiert<br />

und trotz witterungsbedingter Ausfälle,<br />

Vulkanausbruch in Island sowie Pilotenstreiks war<br />

insgesamt ein Wachstum zu verzeichnen.<br />

Das Passagieraufkommen an den 23 Internati-<br />

onalen Verkehrsflughäfen erhöhte sich im Vergleich<br />

zum Vorjahr um 4,7 % auf 190 Mill. Sehr<br />

stark zugelegt hat 2010 die Luftfracht (einschließ-<br />

lich Luftpost). Mit 4,4 Mill. Tonnen wurden über<br />

20 % mehr Fracht befördert als 2009.<br />

Für das Jahr 2011 rechnet der Flughafenverband<br />

ADV in seiner aktuellen Jahresprognose<br />

im Passagierverkehr mit einem Zuwachs von bis<br />

zu 5 %, allerdings könnte das Wachstum durch die<br />

neue Luftverkehrssteuer geschmälert werden.<br />

Die für Gesamtdeutschland zutreffende positive<br />

Entwicklung schlägt sich allerdings nicht in den<br />

Zahlen aller internationalen Airports nieder. Die<br />

größten Abweichungen sowohl in positive als auch<br />

in negative Richtung betreffen hauptsächlich die<br />

kleineren Flughäfen. So legte beispielsweise<br />

Weeze bei den Fluggästen gegenüber dem Vorjahr<br />

um 20,6 % zu, während Lübeck ein Minus von<br />

21,9 % zu verzeichnen hatte. Auch der Flughafen<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle zählte diesbezüglich mit einem Passagierrückgang<br />

um 2,6 % beim gewerblichen Verkehr<br />

zu den Verlierern und belegte beim Ranking<br />

der einbezogenen Airports nur den 14. Platz.<br />

Der Rekordumschlag bei Luftfracht und Luftpost<br />

im Jahr 2010 wurde zu mehr als der Hälfte am<br />

Airport Frankfurt getätigt. Die Entwicklung auf den<br />

einzelnen Flughäfen ist dabei sehr differenziert.<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle konnte rund ein Viertel mehr Fracht<br />

umschlagen als im Vorjahr und avancierte zum<br />

zweitgrößten Logistikflughafen Deutschlands, verwies<br />

Köln/Bonn auf den 3. Rang.<br />

Bezüglich der Verkehrseinheiten (VE), wobei<br />

eine VE einem Fluggast oder 100 kg Luftfracht<br />

oder 100 kg Luftpost entspricht, erzielten die deutschen<br />

Airports 2010 insgesamt einen Zuwachs<br />

gegenüber dem Vorjahr von 7,4 %. <strong>Leipzig</strong>/Halle<br />

erreichte ein Wachstum von 18,7 % und blieb mit<br />

8,2 Mill. VE auf Rang 8.<br />

Verkehrsergebnisse deutscher Verkehrsflughäfen 2010 (nur gewerblicher Verkehr)<br />

Flughafen<br />

Fluggäste<br />

insgesamt<br />

Änderung<br />

zu<br />

2009<br />

FlugzeugbewegungenÄnderung<br />

zu<br />

2009<br />

Luftfracht<br />

und<br />

Luftpost<br />

Änderung<br />

zu<br />

2009<br />

VerkehrseinheitenÄnderung<br />

zu<br />

2009<br />

1 000 Pers. % Anzahl % Tonnen % 1 000 VE %<br />

Berlin gesamt 22 323,5 6,4 220 749 2,4 31 696 22,0 22 571,9 6,5<br />

- Tegel 15 025,6 6,0 152 948 1,8 22 117 17,4 15 207,1 6,1<br />

- Schönefeld 7 297,9 7,4 67 801 3,8 9 579 34,1 7 364,9 7,5<br />

Bremen 2 676,3 9,3 38 893 8,3 539 -26,3 2 669,3 9,1<br />

Dortmund 1 747,7 1,8 24 232 0,8 33 57,1 1 741,0 1,7<br />

Dresden 1 843,1 7,2 27 966 2,7 379 -25,4 1 807,2 6,8<br />

Düsseldorf 18 988,1 6,7 209 736 0,3 88 164 34,4 19 821,3 7,7<br />

Erfurt 322,1 19,2 6 431 -13,1 2 628 -5,9 322,2 17,2<br />

Frankfurt 53 009,2 4,1 458 279 0,1 2 307 792 20,4 75 461,3 8,6<br />

Friedrichshafen 590,6 2,1 15 145 12,2 65 x 582,0 2,0<br />

Hahn 3 493,5 -7,9 35 243 -4,6 228 547 30,8 5 135,2 6,5<br />

Hamburg 12 962,4 6,0 137 979 0,4 27 330 -13,5 13 190,4 5,3<br />

Hannover 5 059,8 1,8 62 562 -6,2 16 240 41,3 5 175,0 2,7<br />

Karlsruhe/Baden-Baden 1 177,2 8,2 28 950 10,6 729 -12,9 1 175,4 8,3<br />

Köln/Bonn 9 849,8 1,1 121 011 0,3 656 120 16,7 16 246,5 6,6<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle 2 348,6 -2,6 57 727 3,5 663 060 26,5 8 232,1 18,7<br />

Lübeck 537,8 -21,9 11 326 10,2 1 - 537,6 -21,9<br />

München 34 721,6 6,2 378 910 -2,0 301 647 24,6 37 466,8 7,3<br />

Münster/Osnabrück 1 332,5 -3,6 30 301 4,9 131 -51,3 1 314,0 -3,9<br />

Nürnberg 4 068,8 2,6 55 980 0,3 9 683 -8,7 4 113,4 2,2<br />

Paderborn/Lippstadt 1 028,3 4,5 25 725 -0,8 146 386,7 1 009,4 5,1<br />

Saarbrücken 491,3 4,5 13 759 9,2 143 72,3 421,3 3,6<br />

Stuttgart 9 218,1 3,2 119 752 -4,6 31 105 24,4 9 461,3 3,5<br />

Weeze 2 896,7 20,6 22 624 15,0 - - 2 889,7 20,6<br />

Insgesamt 190 687,1 4,7 2 103 289 0,2 4 366 178 21,4 231 344,4 7,4<br />

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 25


Der Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle kann im Großen<br />

und Ganzen auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurückblicken.<br />

Zwar musste ein leichter Rückgang<br />

der Passagierzahlen hingenommen werden, aber<br />

dafür konnte bei der Luftfracht ordentlich gepunktet<br />

werden.<br />

Entwicklung auf dem Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle<br />

2001 bis 2010<br />

Jahr Fluggäste<br />

Flugzeugbewegungen<br />

Luftfracht<br />

in t<br />

2001 2 185 130 42 408 7 845<br />

2002 1 988 854 41 209 7 827<br />

2003 1 955 070 40 303 9 340<br />

2004 2 041 046 39 316 5 699<br />

2005 2 127 895 37 905 12 054<br />

2006 2 348 011 42 417 29 330<br />

2007 2 723 748 50 972 101 283<br />

2008 2 462 256 59 924 442 406<br />

2009 2 421 382 60 150 524 083<br />

2010 2 352 827 62 247 663 024<br />

Quelle: Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle GmbH<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Im ereignisreichen Jahr 2010 nutzten insgesamt<br />

2 352 827 Reisende den Airport <strong>Leipzig</strong>/Halle,<br />

damit verringerte sich die Zahl der Fluggäste wie<br />

bereits in den Vorjahren relativ geringfügig um<br />

2,8 %, wobei beim Transitaufkommen entgegen<br />

dem bisherigen Trend die größten Verluste<br />

(-8,1 %) verbucht wurden. Mehr als 20 % des<br />

gesamten Passagieraufkommens wurde vom Low<br />

Carrier Markt abgedeckt.<br />

Ziele der Einsteiger außerhalb Deutschlands<br />

Zielland<br />

2010<br />

Einsteiger<br />

Deutsche<br />

Flughäfen<br />

insgesamt<br />

Flughafen<br />

<strong>Leipzig</strong>/<br />

Halle<br />

Anteil<br />

Einsteiger<br />

in<br />

<strong>Leipzig</strong>/<br />

Halle an<br />

insgesamt<br />

in %<br />

Bulgarien 560 513 33 284 5,9<br />

Tunesien 546 375 28 553 5,2<br />

Ägypten 1 425 285 56 470 4,0<br />

Zypern 178 206 6 935 3,9<br />

Malta 211 432 7 826 3,7<br />

Türkei 5 835 502 146 352 2,5<br />

Griechenland 2 171 930 48 233 2,2<br />

Spanien 10 464 548 188 555 1,8<br />

Slowakei 11 590 189 1,6<br />

Kuwait 69 167 644 0,9<br />

Kroatien 610 593 5 283 0,9<br />

Österreich 3 034 804 21 435 0,7<br />

Portugal 1 229 030 7 902 0,6<br />

Frankreich 3 179 562 20 339 0,6<br />

Belgien 622 053 2 053 0,3<br />

Ungarn 663 098 878 0,1<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Ins Ausland starteten vom Airport <strong>Leipzig</strong>/Halle<br />

im Jahr 2010 insgesamt 584 073 Passagiere, das<br />

entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem<br />

Vorjahr um 0,1 %. Umsteiger über ein deutsches<br />

Drehkreuz wurden nicht mitgezählt. An den<br />

71,0 Mill. gebuchten Auslandsflügen aller deutschen<br />

Flughäfen hatte <strong>Leipzig</strong>/Halle damit einen<br />

Anteil von 0,8 %. Beliebtestes Reiseziel ist nach<br />

wie vor Spanien. Insgesamt 188 555 Tickets wurden<br />

2010 am Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle für das<br />

Urlaubsland einschließlich Balearen und Kanaren<br />

gelöst, das waren fast ein Drittel aller hier gebuchten<br />

Auslandsreisen. Jeder vierte Flugreisende mit<br />

einem Auslandsticket bevorzugte die Türkei und<br />

fast jeder zehnte Ägypten. Weitere beliebte Ziele<br />

waren Griechenland (8,3 %), Bulgarien (5,7 %),<br />

Tunesien (4,9 %), Österreich (3,7 %) und Frankreich<br />

(3,5 %).<br />

Das Flugangebot hat sich erweitert und optimiert.<br />

Neue attraktive Direktverbindungen nach<br />

Brüssel, Prag und Wien werden angeboten. Auch<br />

Events wie beispielsweise der Sonderflug zum<br />

Weihnachtsmann am Polarkreis bereichern das<br />

Angebot. Der Sommerflugplan 2010 umfasste bis<br />

zu 256 wöchentliche Flüge zu 53 Zielflughäfen in<br />

17 Ländern, die von 26 Airlines bedient wurden.<br />

Nach dem Winterflugplan 2010/2011 werden pro<br />

Woche 196 Flüge zu 49 Zielflughäfen in 15 Ländern<br />

von 15 Airlines durchgeführt.<br />

Der Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle baute auch 2010<br />

seine Stellung als einer der bedeutendsten Luftfrachtumschlagplätze<br />

Europas weiter aus und<br />

glänzte weiterhin mit einer zweistelligen Zuwachsrate<br />

(+26,5 %). Im Frachtverkehr werden von<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle aus 56 Flughäfen in 33 Ländern auf<br />

vier Kontinenten angeflogen. Unter anderem gehören<br />

zu den Zielen New York, Cincinnati, Hongkong,<br />

Delhi, Singapur, Seoul und Lagos. Außerdem<br />

zählen noch die Aktivitäten der ab<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle eingesetzten AN-124-Frachtmaschinen<br />

von Volga-Dnepr und Antonov Design<br />

Bureau sowie Frachtcharterflüge dazu. Das<br />

Frachtaufkommen wächst weiter kontinuierlich,<br />

ständig werden neue günstige Rahmenbedingungen<br />

geschaffen. So betreibt zum Beispiel<br />

der Airport <strong>Leipzig</strong>/Halle seit August 2010 ein<br />

Animal Export Center, das optimale Bedingungen<br />

für die Verladung von Großtieren schafft.<br />

Bei den Flugzeugbewegungen verzeichnete<br />

der Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle 2010 ein Plus gegenüber<br />

dem Vorjahr von 3,5 %. Mit der größten Passagiermaschine<br />

der Welt, dem Airbus A 380, und<br />

dem weltweit größten Frachtflugzeug, der Antonow<br />

225, wurde im vergangenen Jahr Giganten<br />

der Luftfahrt am Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle begrüßt.<br />

Am <strong>Leipzig</strong>/Halle Airport sind 133 Unternehmen<br />

mit 5 106 Arbeitnehmern tätig, das entspricht einer<br />

Steigerung der Beschäftigten zu 2009 um 14,4 %.<br />

26 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Tourismus 2010<br />

Gabriele Rößner<br />

Waren bereits die Jahre 2008 und 2009 für den<br />

Tourismus in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> ausgesprochene<br />

Rekordjahre, stellten die Ergebnisse der amtlichen<br />

Beherbergungsstatistik des Jahres 2010 alles Bisherige<br />

in den Schatten. Insgesamt wurden<br />

1 121 257 Gästeankünfte in den <strong>Leipzig</strong>er<br />

Beherbergungsstätten mit mindestens neun Betten<br />

Anzahl der Betten<br />

15 000<br />

10 000<br />

registriert, das sind 94 399 Besucher bzw. 9,2 %<br />

mehr als 2009. Erstmals überschritt die Zahl der<br />

Übernachtungen die Zweimillionenmarke, das entspricht<br />

einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr<br />

von 146 594 Übernachtungen bzw. 7,8 %. Bezüglich<br />

der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer gab<br />

es mit 1,8 Tagen keine Veränderung.<br />

Kapazität der Beherbergungsstätten und deren Auslastung 1992 bis 2010<br />

5 000<br />

0<br />

1992<br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2000<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Seit 1992 hat sich die vorhandene Bettenkapazität<br />

in den <strong>Leipzig</strong>er Unterkünften mehr als<br />

verdreifacht und ist auch weiterhin im Wachsen<br />

begriffen. Die Auslastung der 12 521 angebotenen<br />

Betten in den 105 Beherbergungsstätten betrug<br />

2010 im Jahresdurchschnitt 44,7 %, 2,5 Prozentpunkte<br />

über dem Vorjahresschnitt. Mehr als 90 %<br />

der angebotenen Betten zählen in <strong>Leipzig</strong> zur<br />

Hotellerie. Insgesamt waren 40 Hotels mit 7 953<br />

Betten, 27 Hotels garnis mit 2 972 Betten, 25 Pensionen<br />

mit 576 Betten und vier Gasthöfe mit 68<br />

Betten am 31. Juli 2010 in die Berichterstattung<br />

einbezogen. Die beste durchschnittliche Jahresauslastung<br />

verbuchten die Hotels mit 47,5 %.<br />

Außerhalb der Hotellerie wurden noch drei Beherbergungsbetriebe<br />

befragt, die der Kategorie<br />

1 000 Übernachtungen<br />

2 500<br />

2 000<br />

1 500<br />

1 000<br />

500<br />

0<br />

1992<br />

Ausländer<br />

Deutsche<br />

1993<br />

1994<br />

1995<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 27<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

2004<br />

Übernachtungen 1992 bis 2010<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

Auslastung (Prozent)<br />

Jugendherbergen und Hütten zuzuordnen sind, in<br />

diesen waren 307 zu 46,5 % ausgelastete Betten<br />

vorhanden. Angaben über die <strong>Leipzig</strong>er Campingplätze<br />

liegen nicht vor.<br />

<strong>Leipzig</strong> nimmt ständig an Attraktivität zu und<br />

wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in zunehmendem<br />

Maße international als sehenswertes<br />

Reiseziel und Tagungsort wahrgenommen. Der<br />

Anteil der Gäste mit ständigem Wohnsitz im Ausland<br />

an den Besuchern insgesamt entwickelte sich<br />

gegenüber 1992 von 13,5 % auf 17,8 % in 2010.<br />

Fast ein Fünftel der Übernachtungen in <strong>Leipzig</strong><br />

(395 127) wurde von 199 777 ausländischen Bürgern<br />

gebucht. Die Zuwachsraten zum Vorjahr liegen<br />

bei 11,9 % bzw. 13,0 %. Sie blieben mit<br />

2,0 Tagen etwas länger als die deutschen Gäste.<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

2000<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010


1 000 Personen<br />

100<br />

90<br />

80<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

Ankünfte nach Monaten 2010<br />

J F M A M J J A S O N D<br />

Deutsche Ausländer<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die Gästeankünfte unterliegen im Jahresverlauf<br />

saisonalen Schwankungen. Hauptanreisezeiten<br />

waren 2010 im Mai, Juni und September. In diesen<br />

Monaten konnten die Beherbergungsstätten<br />

der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> einen Auslastungsgrad von mehr<br />

als 50 % verbuchen. Unterschiede bestehen zwischen<br />

deutschen und ausländischen Besuchern.<br />

Während die Gäste aus dem Inland hauptsächlich<br />

die Monate September und Oktober für einen Be-<br />

,<br />

Personen<br />

50 000<br />

40 000<br />

30 000<br />

20 000<br />

10 000<br />

0<br />

1992<br />

1993<br />

such in <strong>Leipzig</strong> bevorzugten, lag das Hauptinteresse<br />

der Ausländer in den Monaten Mai und Juni.<br />

Der Touristenansturm in den Herbstmonaten<br />

hängt sicherlich mit dem Kulturangebot der <strong>Stadt</strong><br />

zusammen, so waren unter dem Begriff „<strong>Leipzig</strong>er<br />

Herbstfestivals“ insgesamt sieben hochkarätige<br />

Veranstaltungen zusammengefasst. Jubiläen wie<br />

50 Jahre Opernhaus, 20 Jahre <strong>Leipzig</strong>er Lachmesse<br />

und 200. Geburtstag von Robert Schumann<br />

animierten Gäste aus dem In- und Ausland<br />

zu einem <strong>Leipzig</strong>besuch.<br />

Die Länge des Aufenthaltes in der Messestadt<br />

hat sich in den letzten Jahren im Durchschnitt auf<br />

1,8 Tage eingepegelt, wobei die Touristen in den<br />

Sommermonaten etwas länger blieben. Die ausländischen<br />

Gästen verweilten mit 2,0 Tagen länger<br />

als die Deutschen in <strong>Leipzig</strong>, im Februar, Mai und<br />

Juni sogar noch ausgedehnter. Unterschiede gibt<br />

es auch innerhalb der einzelnen Betriebsarten der<br />

Unterkünfte. Der Aufenthalt in Hotels hat sich 2010<br />

mit 1,7 Tagen so kurz wie nie zuvor gezeigt, bisher<br />

lag der Durchschnitt bei 1,8 Tagen. Dagegen hielten<br />

sich die Gäste in den Pensionen mit 2,6 Tagen<br />

länger auf als in den Jahren vorher (2009:<br />

2,4 Tage; 2008: 2,2 Tage).<br />

Gäste nach ausgewählten Herkunftsländern 1992 bis 2010<br />

1994<br />

USA<br />

Vereinigtes Königreich<br />

Niederlande<br />

Österreich<br />

Schweiz<br />

Japan<br />

1995<br />

1996<br />

1997<br />

1998<br />

1999<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Von den ausländischen Gästen, die 2010 <strong>Leipzig</strong><br />

einen Besuch abstatteten, hatten zwei Drittel<br />

ihren Wohnsitz in Europa, mehr als die Hälfte<br />

wohnte im EU-Gebiet. Von den britischen Inseln<br />

kamen 10,6 % der europäischen Gäste, aus den<br />

Niederlanden 9,9 %, der Schweiz 9,8 %, Österreich<br />

9,2 % und Belgien 8,4 %. Insgesamt 22,9 %<br />

der ausländischen Gäste stammten aus Amerika,<br />

wobei die Touristen aus den USA mit 40 721 Personen<br />

trotz leichten Rückgangs zum Vorjahr mit<br />

fast 90 % den Löwenanteil stellten. 15 494 Asiaten<br />

machten <strong>Leipzig</strong> ihre Aufwartung, ein Drittel mehr<br />

2000<br />

als im Vorjahr. Fast 35 % hatten ihre Heimat in<br />

Japan, rund 25 % in China. Vom afrikanischen<br />

Kontinent kamen 0,6 % der Gäste. 1,3 % der Touristen<br />

hatten eine sehr weite Anreise, sie waren in<br />

Australien, Neuseeland und Ozeanien beheimatet.<br />

Für das Jahr 2011 wird ebenfalls ein neuer<br />

Besucherrekord erwartet. Veranstaltungen wie das<br />

internationale Mahler Festival, die Eröffnung der<br />

Tropenerlebniswelt Gondwanaland sowie der<br />

50. ICCA-Kongress, der Weltkongress der Kongress-<br />

und Tagungswirtschaft, werden wieder für<br />

einen großen Besucheransturm sorgen.<br />

28 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

2001<br />

2002<br />

2003<br />

2004<br />

2005<br />

2006<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2010


Kinobesucher 2010<br />

Heidrun Schellbach<br />

Nach dem Kino-Rekordjahr 2009 verzeichnete<br />

die deutsche Kinowirtschaft 2010 eine rückläufige<br />

Bilanz. Diese Aussage sowie auch die Daten dieses<br />

Beitrages basieren auf Angaben der Film-<br />

förderungsanstalt. Die Zahl der Kinos in Deutschland<br />

ging seit 2005 kontinuierlich zurück und somit<br />

auch die Zahl der Kinosäle und Sitzplätze. Die<br />

Zahl der Kinobesucher war 2010 deutlich gesunken.<br />

Mit 126,6 Mill. verkauften Tickets hatten die<br />

Filmtheater einen Rückgang von fast 20 Mill.<br />

Besuchern (-13,5 %) zu verbuchen. Im Schnitt<br />

besuchte ein Einwohner 1,6-mal im Jahr ein Kino<br />

(im Vorjahr 1,8-mal).<br />

Alle Bundesländer hatten rückläufige Besucher-<br />

und Umsatzzahlen zu verzeichnen. In Sachsen<br />

gingen die Besucherzahl um 17 % und der Umsatz<br />

um 11 % zurück. Beim Vergleich der Bundesländer<br />

entfiel mit 26,0 Mill. Besuchern über ein Fünftel<br />

aller Kinobesucher auf Nordrhein-Westfalen.<br />

Es folgten mit 22,5 Mill. Bayern und mit 17,4 Mill.<br />

Besuchern Baden-Württemberg. Sachsen belegte<br />

mit über fünf Mill. Besuchern den achten Platz.<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Bayern<br />

Baden-Württemberg<br />

Niedersachsen<br />

Berlin<br />

Hessen<br />

Rheinland-Pfalz<br />

Sachsen<br />

Hamburg<br />

Schleswig-Holstein<br />

Sachsen-Anhalt<br />

Brandenburg<br />

Thüringen<br />

Mecklenburg-Vorpommern<br />

Bremen<br />

Saarland<br />

Kinobesucher 2009 und 2010<br />

nach Bundesländern<br />

Mill. Besucher<br />

2010<br />

2009<br />

0 5 10 15 20 25 30 35<br />

Quelle: Filmförderungsanstalt<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die meisten Kinobesucher konzentrierten sich<br />

auf die Großstädte. Diese verfügten sowohl über<br />

kommerzielle Kinocenter, die für die Großstädter<br />

und auch für Einwohner der Umlandgemeinden<br />

einen Kinobesuch zum Erlebnis machten, als auch<br />

über Einrichtungen mit alternativem Angebot. Die<br />

14 deutschen Großstädte mit über 500 000 Einwohnern<br />

vereinnahmten 29 % aller Kinogänger. In<br />

12 Städten überschritt die Zahl der Kinobesucher<br />

die Millionengrenze. Berlin blieb auch weiterhin mit<br />

9,5 Mill. auf der Spitzenposition. Die Hauptstadt<br />

hatte schon durch ihre Kapazität beste Voraus-<br />

setzungen für Besucherrekorde. Die Zahl der<br />

Kinoplätze in Berlin betrug fast das Dreifache der<br />

Kapazität der nächstfolgenden <strong>Stadt</strong> Hamburg.<br />

Alle Großstädte konnten jedoch das Vorjahresniveau<br />

nicht erreichen. Sechs Städte, darunter<br />

auch Dresden, hatten sogar einen prozentualen<br />

Rückgang im zweistelligen Bereich hinzunehmen.<br />

Die Auslastung der Kinos reichte von 106 Besuchern<br />

je Sitzplatz in Essen bis 295 in München.<br />

Auch <strong>Leipzig</strong> lag mit 1 196 416 Besuchern um<br />

124 000 unter dem Vorjahresniveau. Auf einen<br />

Kinoplatz kamen 159 verkaufte Kinokarten. Im<br />

Großstadtvergleich belegte <strong>Leipzig</strong> mit Besucherzahl<br />

und auch Platzauslastung Rang 12. Der<br />

durchschnittliche Eintrittspreis der Kinos war 2010<br />

in allen Großstädten gestiegen. Auch in <strong>Leipzig</strong><br />

musste man mehr zahlen als im Vorjahr. Hier war<br />

aber der Preis mit durchschnittlich 7,19 Euro noch<br />

vergleichsweise moderat und hinter den Dresdner<br />

Preisen mit am niedrigsten. Trotz erhöhter Preise<br />

konnte in den meisten Großstädten mit Ausnahme<br />

von Berlin, München, Hannover und Stuttgart<br />

keine Umsatzsteigerung verbucht werden. Gründe<br />

für die ausbleibenden Besucher waren sicher das<br />

hohe Niveau des Home-Entertainments und auch<br />

das Ausbleiben von Kassenfüller-Filmen. Die<br />

zunehmende Produktion von 3D-Filmen lassen für<br />

das Jahr 2011 bessere Ergebnisse erwarten.<br />

Kinobesucher, Kinoplätze und Eintrittspreise 2010<br />

(Vergleich deutscher Großstädte mit über 500 000 Einwohnern)<br />

Anzahl Kino- Plätze Besucher Veränderung Besucher Kinobe- Durch-<br />

<strong>Stadt</strong> (Bundesland) Kinos säle Anzahl Veränd. in 1 000 zum Vorjahr +/- je Sitz- suche je schnittszumVor-<br />

in 1 000 um % platz Einwoh- preis (€)<br />

jahr +/-<br />

ner<br />

Berlin 96 274 51 556 -2 865 9 522 -626 -6,2 185 2,8 7,37<br />

München (BY) 40 81 15 548 -539 4 587 -251 -5,2 295 3,4 7,69<br />

Hamburg (HH) 27 79 18 716 +629 4 381 -377 -7,9 234 2,5 8,01<br />

Köln (NW) 17 43 8 767 -2 248 2 312 -389 -14,4 264 2,3 7,64<br />

Stuttgart (BW) 15 48 11 190 -24 2 161 -201 -8,5 193 3,6 7,43<br />

Nürnberg (BY) 9 40 7 407 +163 2 013 -72 -3,5 272 4,0 7,90<br />

Bremen, Land (HB) 11 47 11 846 -354 1 941 -238 -10,9 164 2,9 7,93<br />

Frankfurt a.M. (HE) 17 46 9 333 -1 212 1 772 -214 -10,8 190 2,6 7,65<br />

Dresden (SN) 18 55 10 701 -3 1 686 -245 -12,7 158 3,3 6,82<br />

Düsseldorf (NW) 12 41 9 330 -11 1 561 -130 -7,7 167 2,7 7,74<br />

Hannover (NI) 13 34 7 718 +490 1 507 -78 -4,9 195 2,9 7,80<br />

<strong>Leipzig</strong> (SN) 15 42 7 511 +182 1 196 -124 -9,4 159 2,3 7,19<br />

Essen (NW) 10 27 9 061 +17 957 -120 -11,2 106 1,7 8,19<br />

Dortmund (NW) 9 20 4 569 -310 866 -113 -11,6 190 1,5 8,14<br />

Quelle: Filmförderungsanstalt Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 29


Verkehrsinfrastruktur in Sachsen<br />

Joachim Ragnitz<br />

Der Autor Dr. Joachim Ragnitz ist stellvertretender Geschäftsführer des ifo Institut für Wirtschafts-<br />

forschung, Niederlassung Dresden. Die Redaktion<br />

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur gilt<br />

gemeinhin als eine Grundvoraussetzung für eine<br />

erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung. Zwar ist<br />

eine günstige Verkehrsanbindung einer Region<br />

allein nicht ausreichend, eine eingeschränkte<br />

Erreichbarkeit ist jedoch durch Vorteile bei anderen<br />

Standortfaktoren kaum zu kompensieren. Besonders<br />

in peripher gelegenen Regionen ist ein<br />

guter Ausbauzustand der Verkehrsinfrastruktur<br />

bedeutsam, um bestehenden Lagenachteile auszugleichen.<br />

In den vergangenen Jahren wurde in erheb-<br />

lichem Umfang in den Ausbau und die Instandsetzung<br />

von Bundesautobahnen, Bundesstraßen und<br />

Staatsstraßen in Sachsen investiert. Nimmt man<br />

alle Straßen zusammen, so ist die Netzdichte in<br />

Sachsen inzwischen sogar etwas höher als im<br />

Durchschnitt der westdeutschen Flächenländer.<br />

Lediglich bei den Autobahnen liegt Sachsen hinter<br />

Westdeutschland zurück. Allerdings ist dabei zu<br />

berücksichtigen, dass die Einwohner- und damit<br />

die Verkehrsdichte in Sachsen geringer ist als in<br />

Westdeutschland, so dass Verkehrsstauungen<br />

hier deutlich seltener sind als dort.<br />

Von großer Bedeutung ist in Sachsen auch<br />

der regionale Schienenverkehr. In den Jahren<br />

nach der Vereinigung wurde das ursprünglich<br />

stark ausgebaute Schienennetz zwar um etwa ein<br />

Drittel zurückgebaut. Mit einer Netzdichte von<br />

123,3 km/1 000 km² lag Sachsen allerdings auch<br />

im Jahr 2008 noch deutlich über den Werten von<br />

Ost- und Westdeutschland (110,4 bzw. 89,5).<br />

Schließlich weist Sachsen mit Dresden und<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle auch zwei gut ausgebaute Flughäfen<br />

auf, deren Potenzial bislang allerdings nicht vollständig<br />

ausgenutzt wird.<br />

Tab. 1: Dichte der Straßennetze in Deutschland am 01.01.2009<br />

(Straßenlänge in km/1000 km²)<br />

AutobahnenBundesstraßenLandesstraßenKreisstraßen<br />

Insgesamt<br />

Brandenburg 26,8 97,7 195,1 102,7 422,2<br />

Mecklenburg-Vorpommern 23,2 85,7 142,8 178,3 430,0<br />

Sachsen 28,8 131,3 258,7 318,9 737,8<br />

Sachsen-Anhalt 18,7 113,7 193,2 209,9 535,6<br />

Thüringen 28,8 107,1 304,3 172,9 613,0<br />

Ostdeutschland 25,1 105,3 210,7 186,8 528,0<br />

Westdeutsche Flächenländer 39,1 116,2 258,4 288,8 702,4<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt (2010 a und 2010 b)<br />

Mindestens ebenso wichtig wie die rein quantitative<br />

Ausstattung mit infrastrukturellen Einrichtungen<br />

ist auch deren Qualität, die beispielsweise<br />

anhand von Erreichbarkeitsindikatoren gemessen<br />

werden kann. Im Straßenverkehr ist die Situation<br />

in Sachsen vergleichsweise günstig. So weist<br />

Tab. 2: Fahrzeiten im PKW-Verkehr 2007<br />

(in Minuten)<br />

Erreichbarkeit von<br />

Mittelzentren<br />

Sachsen bei den PKW-Fahrzeiten zum jeweils<br />

nächsten Mittel- und Oberzentrum sowie zu den<br />

drei nächstgelegenen Agglomerationszentren in<br />

Deutschland ähnliche Fahrzeiten auf wie die westdeutschen<br />

Länder und liegt damit deutlich über<br />

dem ostdeutschen Durchschnitt (vgl. Tabelle 2).<br />

Erreichbarkeit von<br />

Oberzentren<br />

Erreichbarkeit von<br />

drei Agglomerationszentren<br />

Brandenburg 15,9 50,0 117,5<br />

Mecklenburg-Vorpommern 17,9 37,8 142,3<br />

Sachsen 11,1 31,4 102,6<br />

Sachsen-Anhalt 17,0 44,6 120,9<br />

Thüringen 12,1 39,8 138,1<br />

Ostdeutschland 15,0 41,3 123,7<br />

Westdeutschland 10,9 32,4 101,9<br />

Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (2010)<br />

30 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Weniger günstig ist Sachsens Anbindung hin-<br />

gegen im Bahnverkehr. Verbindungen von Dresden<br />

und Chemnitz aus lagen mit einer durchschnittlichen<br />

Luftliniengeschwindigkeit (tatsäch-<br />

liche Fahrzeit in Relation zur Luftlinienentfernung)<br />

von knapp 55 km/h dabei deutlich hinter denen<br />

der Vergleichsstadt Nürnberg (83,9 km/h). <strong>Leipzig</strong><br />

profitiert von seiner verkehrstechnisch günstigeren<br />

Lage im Streckennetz der Deutschen Bahn und ist<br />

mit einer durchschnittlichen Luftliniengeschwindigkeit<br />

von 73 km/h auch schneller erreichbar als die<br />

beiden anderen sächsischen Städte. Bei der Häu-<br />

figkeit der Fernverbindungen liegt Nürnberg jedoch<br />

abermals deutlich vor Dresden, Chemnitz und<br />

<strong>Leipzig</strong>, was auf eine insgesamt bessere Anbindung<br />

Nürnbergs zurückzuführen ist.<br />

Auch die im Bahnverkehr erreichten Luftliniengeschwindigkeiten<br />

von den ausgewählten Städten<br />

zu den fünf größten deutschen Städten sind für die<br />

drei sächsischen Städte weniger gut als für Nürnberg.<br />

Dabei fallen die Werte für <strong>Leipzig</strong> günstiger<br />

aus als für Dresden und insbesondere für Chemnitz,<br />

das nur durch Regionalzüge an das Fern-<br />

verkehrsnetz der Bahn angeschlossen ist.<br />

Tab. 3: Luftliniengeschwindigkeit im Bahnverkehr zu den fünf größten deutschen Städten<br />

(in km/h)<br />

Von Dresden <strong>Leipzig</strong> Chemnitz Nürnberg<br />

Nach<br />

Berlin 55,0 112,5 71,6 82,7<br />

Hamburg 87,0 95,7 82,2 102,9<br />

München 59,8 78,8 66,3 128,6<br />

Köln 73,1 71,3 58,4 84,3<br />

Frankfurt/Main 77,0 84,0 60,2 90,2<br />

Durchschnitt 70,9 83,0 66,2 92,9<br />

Quelle: Fahrplan der deutschen Bahn für den 10.08.2010; Entfernung: www.luftlinie.org.<br />

Unbefriedigend ist schließlich auch die inter-<br />

nationale Anbindung Sachsens im kombinierten<br />

Flug- und PKW-Verkehr. Die durchschnittliche<br />

Reisezeit zu den 41 wichtigsten europäischen<br />

Agglomerationszentren beträgt für Sachsen<br />

277 Minuten, für Westdeutschland jedoch nur<br />

251 Minuten. So werden in Sachsen, allein an der<br />

Reisezeit gemessen, durchschnittlich 26 Minuten<br />

mehr benötigt, um mit dem PKW oder Flugzeug<br />

ein beliebiges europäisches Agglomerations-<br />

zentrum zu erreichen.<br />

Dabei wurde in diesem Maß nur die reine<br />

Reisezeit betrachtet. Vernachlässigt wurde, wie<br />

häufig entsprechende Verbindungen angeboten<br />

werden und ob es beispielsweise möglich wäre,<br />

Hin- und Rückreise inklusive eines mehrstündigen<br />

Aufenthaltes an einem Tag zu realisieren.<br />

Um einen Eindruck hierüber zu erhalten, wurde<br />

exemplarisch die Anzahl der nationalen und internationalen<br />

Abflüge von mehreren vergleichbaren<br />

Flughäfen betrachtet (jeweils ohne primär touristische<br />

Ziele). Das internationale Flugangebot ist<br />

dabei sowohl in Dresden als auch in <strong>Leipzig</strong> deutlich<br />

geringer als in den Vergleichsflughäfen. Allerdings<br />

hat zumindest Dresden mit relativ vielen<br />

nationalen Flügen bereits eine vergleichsweise<br />

gute Anbindung an große deutsche Flughäfen<br />

erreicht; für <strong>Leipzig</strong> gilt dies hingegen noch nicht<br />

(vgl. Tabelle 3).<br />

Alles in allem lässt sich feststellen, dass trotz<br />

erheblicher Erfolge beim Ausbau der Verkehrs-<br />

infrastrukturen in Sachsen noch immer gewisse<br />

Erreichbarkeitsdefizite bestehen. Dies gilt ins-<br />

besondere für den Flug- und Bahnverkehr. Auch<br />

wenn die wirtschaftspolitischen Möglichkeiten<br />

dem abzuhelfen stark begrenzt sind, sollte die<br />

Staatsregierung nichts unversucht lassen, hier<br />

weitere Verbesserungen zu erreichen, um damit<br />

die Standortqualität Sachsens auch für über-<br />

regional orientierte Investoren noch weiter zu<br />

erhöhen.<br />

Berlin b<br />

Tab. 4: Anzahl der Abflüge<br />

(pro Tag)<br />

Inter-<br />

nationale<br />

Flüge a<br />

Nationale<br />

Flüge<br />

Gesamt<br />

155 127 282<br />

Bremen 15 18 33<br />

Dresden 6 28 34<br />

Hannover 42 21 63<br />

<strong>Leipzig</strong>/Halle 4 17 21<br />

Nürnberg 14 33 47<br />

Stuttgart 67 61 128<br />

Quelle: Internetseiten der Flughäfen<br />

(Flugplan Sommer 2010)<br />

a<br />

Ohne Flüge, die primär Tourismusziele ansteuern<br />

b Flughäfen Berlin Tegel und Berlin Schönefeld<br />

Literatur:<br />

- Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung<br />

(Hrsg.) (2010): INKAR 2009 – Indikatoren, Karten<br />

und Graphiken zur Raum- und <strong>Stadt</strong>entwicklung<br />

in Deutschland und in Europa, Bonn.<br />

- Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2010a):<br />

Gebietsfläche: Bundesländer, Stichtag, Wiesbaden.<br />

- Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2010b):<br />

Statistik der Straßen des überörtlichen<br />

Verkehrs, Wiesbaden.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 31


Volkszählung? Wieso? Fehlt jemand?<br />

Ruth Schmidt<br />

Um die Frage gleich zu beantworten: Das<br />

wissen wir nicht. Wir wissen es heute nicht und<br />

werden es auch nach Vorliegen der Zensus-<br />

Ergebnisse nicht wissen. Und im Übrigen ist das<br />

eine sehr komfortable Fragestellung, denn die<br />

Datenlage gibt eher zu einer an Nestroy<br />

angelehnten Vermutung Anlass: Dass es wohl<br />

viele geben wird, die nicht da sind - denn laut<br />

Statistischem Bundesamt ist „die Bevölkerungszahl<br />

Deutschlands insgesamt wahrscheinlich um<br />

ca. 1,3 Millionen Menschen überzeichnet“. Das ist<br />

nicht erfreulich, aber kein Grund so zu reagieren<br />

wie von Stalin berichtet wird, der 1937 das<br />

unerwünschte Ergebnis u. a. der Zählung der<br />

durch seine Agrarpolitik erheblich dezimierten<br />

Bevölkerung geheim hielt und die Zählungsverantwortlichen<br />

mit Stalinscher Konsequenz<br />

behandelte. Das nächste Volkszählungsergebnis<br />

im Jahr 1939 in der UdSSR entsprach dann den<br />

1890: Veröffentlichung der Ergebnisse<br />

In der Fachbibliothek des <strong>Leipzig</strong>er Amtes für<br />

Statistik und Wahlen finden sich einige<br />

Veröffentlichungen zu Volkszählungen früherer<br />

Jahre. So beispielsweise zur allgemeinen<br />

deutschen Volkszählung am 01.12.1890. Im<br />

Verwaltungsbericht der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> aus dem<br />

Jahr 1890 ist zu lesen: „Um aber die fertig<br />

gestellten Ergebnisse nicht unnöthig veralten zu<br />

Erwartungen (https://www.statistik.tu-dortmund.<br />

de/fileadmin/user_upload/Lehrstuehle/IWuS/Publik<br />

ationen/Kraemer/Research/Lenin29012011.pdf).<br />

Der Zensus 2011 findet in Deutschland nicht<br />

mehr als Totalerhebung statt, sondern besteht aus<br />

methodisch unterschiedlichen Teilerhebungen so-<br />

wie Berechnungen, wie der nachfolgenden Grafik<br />

(Quelle: Statistisches Bundesamt) zu entnehmen<br />

ist. Trotzdem ist er mit erheblichem personellen,<br />

zeitlichen und natürlich finanziellen Aufwand<br />

verbunden. Gespannt sein darf man auf die<br />

Ergebnisse, auch wenn sie etwas auf sich warten<br />

lassen werden. Und spätestens wenn sie vorliegen<br />

wird man sich daran erinnern, dass die in unserem<br />

Kulturkreis berühmteste Datenerhebung im Lukas-<br />

Evangelium als Schätzung bezeichnet wurde.<br />

Wobei die Begriffe Schätzung, Volkszählung und<br />

Zensus durchaus in eine Euphemismus-Tretmühle<br />

geraten sein könnten.<br />

lassen und um den zahlreichen Bedürfnissen der<br />

Verwaltung möglichst bald gerecht zu werden,<br />

haben wir die vorläufigen Ergebnisse schon am<br />

5. Dezember 1890 im <strong>Leipzig</strong>er Tageblatt<br />

veröffentlicht. Auf Grund der vorgenommenen ein-<br />

gehenden Prüfung, Berichtigung und Vervoll-<br />

ständigung des Materials konnten wir dann am<br />

23. April 1891 in einer großen Übersichtstabelle<br />

die Hauptergebnisse der Zählung im <strong>Leipzig</strong>er<br />

32 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Tageblatt veröffentlichen.“ Ende Juli 1891 erschien<br />

ein Sonderheft des <strong>Leipzig</strong>er statistischen Amtes<br />

mit vorläufigen Ergebnissen und im Januar 1892<br />

wurden vom Königlichen statistischen Bureau<br />

Sachsens die endgültigen Hauptergebnisse<br />

veröffentlicht. Sie stimmten zur Genugtuung der<br />

<strong>Leipzig</strong>er Statistiker „vollkommen mit denen<br />

überein, die wir schon am 23. April 1891 ver-<br />

öffentlichen konnten.“ Für <strong>Leipzig</strong> wurden 1890<br />

insgesamt 251 224 „ortsansässige“ Einwohner<br />

ermittelt. Beachtlich sind die kurzen Zeiträume, die<br />

zwischen Zählungstag und den ersten Veröffentlichungen<br />

liegen – ganz ohne DV-Unterstützung!<br />

Mit dieser soll es beim jetzigen Zensus 18 Monate<br />

bis zum Vorliegen der ersten Ergebnisse dauern.<br />

1925: Gewinnung der Erhebungsbeauftragten<br />

Der Verwaltungsbericht von 1890 enthält keine<br />

Angaben zur Organisation der Volkszählung; diese<br />

findet man ausführlich im Verwaltungsbericht der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> für das Rechnungsjahr 1925. Darin<br />

wird auf das Problem von spät erscheinenden<br />

gesetzlichen Regelungen sowie der Gewinnung<br />

von Erhebungsbeauftragten, auch Interviewer oder<br />

Zähler genannt, eingegangen. „Am 16. Juni 1925<br />

hat im Deutschen Reiche eine allgemeine Volks-,<br />

Berufs- und Betriebszählung stattgefunden. ... bei<br />

der Zählerbeschaffung ... in <strong>Leipzig</strong> (sind) neue<br />

Wege beschritten worden. Das war zunächst nicht<br />

beabsichtigt, vielmehr sollte auch diese Erhebung<br />

wieder mit freiwilligen Zählern durchgeführt<br />

werden, zumal das Gesetz selbst diesen Weg als<br />

den in erster Linie gegebenen bezeichnete. Ein<br />

entsprechender Aufruf an die Gesamtbevölkerung<br />

in den Tageszeitungen hatte aber so gut wie<br />

keinen Erfolg. Es gingen nur acht Meldungen ein.<br />

Auch die alsbald eingeleiteten Besprechungen mit<br />

den Vertretern der Beamten- und Lehrer-<br />

organisationen hatten ein negatives Ergebnis.<br />

Allgemein trat die Abneigung gegen die<br />

Übernahme des Ehrenamtes als freiwillige Zähler<br />

hervor. Die in Aussicht gestellten Verordnungen<br />

der Reichs- und Landesministerien, die die<br />

Zählerbeschaffung aus den Kreisen der Beamten<br />

und Lehrer erleichtern sollten, erschienen viel zu<br />

spät. Unter diesen Umständen blieb nichts<br />

anderes übrig, als von der in der Verordnung<br />

des Reichswirtschaftsministeriums vorgesehenen<br />

Möglichkeit, die Hausbesitzer zur Austeilung und<br />

Wiedereinsammlung der Zählpapiere in ihren<br />

Grundstücken heranzuziehen, Gebrauch zu<br />

machen. ... Im ganzen dürften in <strong>Leipzig</strong> bei rund<br />

24 000 Grundstücken etwa 20 000 Hausbesitzer<br />

und Vertreter an der Zählung beteiligt gewesen<br />

sein.“ Die Organisatoren des Zensus 2011 dürften<br />

die eine oder andere Parallele erkennen, da es<br />

mitunter Schwierigkeiten bereitete, genügend<br />

Erhebungsbeauftragte zu finden und gesetzliche<br />

Regelungen auf sich warten ließen. In <strong>Leipzig</strong> gab<br />

es durch rechtzeitiges Werben keine Probleme bei<br />

der Gewinnung der benötigten rund 300<br />

Erhebungsbeauftragten. Betreut werden diese von<br />

in der Zensuserhebungsstelle tätigen zwei<br />

Mitarbeitern des Amtes für Statistik und Wahlen<br />

und sieben zusätzlich eingestellten Mitarbeitern.<br />

1792 und 2011: Zweck und Umfang der<br />

Erhebung<br />

Der Zweck und damit die auf diesen aus-<br />

gerichteten Fragen einer Volkszählungen änderten<br />

sich im Laufe der Jahrhunderte. 1792 bis 1830<br />

fanden in <strong>Leipzig</strong> sogenannte Consumenten-<br />

zählungen statt, basierend auf einer Verordnung<br />

Friedrich Augusts vom 19. August 1791. In ihr<br />

heißt es: „Wir befinden für nöthig, sowie zeitherr,<br />

also auch künftig alljährlich, nach vollbrachter<br />

Erndte, Consignationen über den Erndten-Ertrag,<br />

auch die sonst vorhanden Vorräthe, und<br />

Consumenten-Verzeichnisse erfordern zu lassen.“<br />

Die Erhebung erfolgte zur „Abwendung Mangels<br />

und drückender Theurung des<br />

Getreides in Unseren Landen“.<br />

(Codex Augusteus, 2. Fort-<br />

setzung, 1. Abteilung, S. 1003).<br />

Der links stehende Text be-<br />

schreibt, welche Bevölkerungs-<br />

gruppen 1792 in das<br />

„Consumentenverzeichnis“ auf-<br />

genommen und befragt wurden.<br />

Die entsprechende Fest-<br />

legung für 2011 im § 2 (1)<br />

Zensusgesetz 2011 ist wesent-<br />

lich überschaubarer:<br />

Zur Bevölkerung zählen<br />

1. die nach den melde-<br />

rechtlichen Vorschriften zum<br />

Berichtszeitpunkt meldepflichti-<br />

gen Personen,<br />

2. die im Ausland tätigen<br />

Angehörigen der Bundeswehr,<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 33


der Polizeibehörden und des Auswärtigen<br />

Dienstes (§ 2 des Gesetzes über den Auswärtigen<br />

Dienst) sowie ihre dort ansässigen Familien.<br />

Eine in der Daseinsvorsorge des Staates<br />

liegende Begründung des Zwecks der Zählung<br />

aus dem Jahr 1791 findet man auch für den<br />

jetzigen Zensus. Im § 1 (3) Zensusgesetz 2011<br />

heißt es:<br />

Der Zensus dient<br />

1. der Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen<br />

von Bund, Ländern und Gemeinden und der<br />

Bereitstellung der Grundlage für die Fort-<br />

schreibung der amtlichen Einwohnerzahlen für die<br />

Zeit zwischen zwei Volkszählungen,<br />

2. der Gewinnung von Grunddaten für das<br />

Gesamtsystem der amtlichen Statistik sowie von<br />

Strukturdaten über die Bevölkerung als Daten-<br />

grundlage insbesondere für politische Ent-<br />

scheidungen von Bund, Ländern und Kommunen<br />

auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft,<br />

Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung,<br />

Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt sowie<br />

3. der Erfüllung der<br />

Berichtspflichten nach der<br />

Verordnung (EG) Nr.<br />

763/2008 des Europä-<br />

ischen Parlaments und<br />

des Rates vom 9. Juli<br />

2008 über Volks- und<br />

Wohnungszählungen (ABl.<br />

L 218 vom 13.8.2008,<br />

S. 14).<br />

1867 und 1950: Spezielle<br />

Fragstellungen<br />

Außer den in Volks-<br />

zählungen immer wieder-<br />

kehrenden Fragen wie<br />

beispielsweise zur Bevöl-<br />

kerung gab und gibt es<br />

Fragen und Auswertun-<br />

gen, die sich aus dem<br />

aktuellen Zeitgeschehen<br />

ergeben.<br />

1867 berichtete das<br />

statistische Bureau der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> über die<br />

Bedeutung der bevor-<br />

stehenden Volkszählung<br />

am 03.12.1867 „... es wird von Tag zu Tag<br />

wichtiger zu wissen, wie unser Gemeinwesen<br />

beschaffen ist bei den steigenden Anforderungen<br />

wechselnder Zeitgeschicke. Der Eintritt in den<br />

norddeutschen Bund – um bei nahe liegenden<br />

Beispielen stehen zu bleiben – mit seiner tiefer<br />

greifenden Heeresergänzung, wirft er nicht Fragen<br />

auf, die zuletzt von der Statistik beantwortet<br />

werden? Sie zählt den jährlichen Zuwachs an<br />

männlichen Neugebornen, sie berechnet uns, wie<br />

viele das streitbare Alter erreichen, sie sagt uns<br />

also wie viele Pfeile wir dereinst noch zu<br />

versenden haben.“ (Mittheilungen des<br />

statistischen Bureaus der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 1868).<br />

Damals wurde auch erhoben, wie viele<br />

Wohnungen im wievielten Stockwerk liegen, wohl<br />

um insbesondere die Zahl der für die Gesundheit<br />

prekären Kellerwohnungen zu ermitteln. Auch im<br />

Ergebnis der anfangs erwähnten Volkszählung<br />

aus dem Jahr 1890 gibt es eine diesbezügliche<br />

umfangreiche kleinräumige Auswertung für die<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>.<br />

Das nachfolgende Foto vermittelt einen<br />

Eindruck von der Volkszählung, die am<br />

01.01.1971 in der DDR stattgefunden hat.<br />

Derartige Großereignisse waren auch immer<br />

willkommener Anlass für eine ironische Zeitkritik.<br />

So wurde angesichts der wirtschaftlichen Lage<br />

und der anhaltenden Republikflucht die am<br />

31.08.1950 in der DDR stattfindende Volkszählung<br />

um die folgende Frage „ergänzt“: „Haben Sie vor,<br />

1952 noch in der DDR leben? Und wenn ja,<br />

wovon?“<br />

Auswertung der Volkszählung 1971 in der DDR<br />

In den Hallen 18 und 22 auf dem <strong>Leipzig</strong>er Messegelände hatte die Staat-<br />

liche Zentralverwaltung für Statistik eine zentrale Signierstelle eingerichtet.<br />

1 900 Personen setzten dort die Arbeit von über 400 000 Zählern fort.<br />

2010: China<br />

Dieser Tage gab das Nationale Statistikbüro<br />

Chinas das Ergebnis der Volkszählung bekannt,<br />

für die im November 2010 sechs Millionen<br />

Volkszähler von Tür zu Tür gegangen waren. Fünf<br />

Monate nach der Zählung wurde veröffentlicht,<br />

dass 1,3397 Milliarden Menschen im Reich der<br />

Mitte leben. Fünf Monate! 1,3397 Milliarden!<br />

Vielleicht kann man ja doch hoffen, Ergebnisse<br />

des deutschen Zensus vom 09.05.2011 vor<br />

November 2012 zu erfahren.<br />

34 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Quartalszahlen für das I. Quartal 2011<br />

Alle Angaben sind vorläufig.<br />

Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung - <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

(Gleitender Dreimonatsdurchschnitt der jeweils letzten drei Monate - Veränderung zum Vorjahreszeitraum)<br />

Stand: März 2011<br />

Merkmal<br />

Mär<br />

Apr<br />

2010<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]<br />

Mai<br />

Jun<br />

Umsatz<br />

Verarbeitendes Gewerbe ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� �� �� � �� �� ...<br />

Bauhauptgewerbe �� ��� �� �� � �� �� �� � � � � ...<br />

Auslandsumsatz<br />

Verarbeitendes Gewerbe ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� � � � ��� �� ...<br />

Auftragseingang<br />

Verarbeitendes Gewerbe ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� �� �� �� ��� �� ...<br />

Bauhauptgewerbe ��� ��� ��� ��� � � �� ��� ��� ��� ��� ��� ...<br />

Übernachtungen � � � �� �� �� �� � � � � � ...<br />

Jul<br />

Flughafen<br />

Verkehrseinheiten 1) ��� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� ��<br />

Arbeitslosenzahl � � � � � � � � � � � � �<br />

Verbraucherpreisindex 2) � � � � � � � � � � � �� ��<br />

Insgesamt<br />

GESAMTTENDENZ � � � � �� � � � � � � � ...<br />

1) Eine Verkehrseinheit entspricht einem gewerblichem Passagier oder 100 kg Luftfracht/Luftpost, ohne Transit<br />

2) Angaben für Sachsen<br />

Aug<br />

Sep<br />

Veränderungsraten (ohne Preisindex): Verbraucherpreisindex:<br />

20 % � Veränderungsrate ��� 3 % � Veränderungsrate ���<br />

10 % � Veränderungsrate < 20 % �� 2 % � Veränderungsrate < 3 % ��<br />

1 % � Veränderungsrate < 10 % � 1 % � Veränderungsrate < 2 % �<br />

- 1 % < Veränderungsrate < 1 % � - 1 % � Veränderungsrate < 1 % �<br />

- 10 % < Veränderungsrate � - 1 % �<br />

- 20 % < Veränderungsrate � - 10 % ��<br />

Veränderungsrate � - 20 % ���<br />

Gesamttendenz:<br />

Die Veränderungsraten wurden mit Punkten bewertet (��� entspricht +3 Punkten, ��� entspricht - 3 Punkten;<br />

bei Arbeitslosenzahl und Preisindex entsprechend umgekehrt)<br />

21 � Punkte ���<br />

13 � Punkte � 20 ��<br />

4 � Punkte � 12 �<br />

- 3 � Punkte � 3 �<br />

- 12 � Punkte � - 4 �<br />

- 20 � Punkte � - 13 ��<br />

Punkte � - 21 ���<br />

Okt<br />

Nov<br />

Dez<br />

Jan<br />

2011<br />

Feb<br />

Mär<br />

35


Tsd. Einwohner<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Personen<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Standesamt, StaLa Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Personen<br />

Quelle: Bundesagentur für Arbeit Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Mio. €<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

525<br />

510<br />

495<br />

480<br />

465<br />

450<br />

10 000<br />

8 000<br />

6 000<br />

4 000<br />

2 000<br />

5<br />

0<br />

2 000<br />

1 600<br />

1 200<br />

800<br />

400<br />

0<br />

0<br />

Bevölkerungsstand<br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

Zu- und Wegzüge<br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

Zuzüge<br />

Verarbeitendes Gewerbe<br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

Auftragseingang<br />

Hauptwohnbevölkerung<br />

Deutsche<br />

Hauptwohnbevölkerung<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Arbeitslose<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Frauen<br />

Wegzüge<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gesamtumsatz<br />

Männer<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewerbean- und -abmeldungen<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Ordnungsamt Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Personen<br />

Anzahl<br />

Tsd. Personen<br />

Anzahl<br />

1 800<br />

1 600<br />

1 400<br />

1 200<br />

1 000<br />

750<br />

600<br />

450<br />

300<br />

150<br />

115<br />

110<br />

105<br />

100<br />

800<br />

95<br />

90<br />

0<br />

Sozialversicherungspflichtig d. Gewerbe Beschäftigte<br />

2 400<br />

2 000<br />

1 600<br />

1 200<br />

800<br />

400<br />

Eheschließungen und Ehescheidungen<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Ehescheidungen<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

Arbeitsort <strong>Leipzig</strong><br />

Geburten und Sterbefälle<br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Männer<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewerbeanmeldungen<br />

Gewerbeabmeldungen<br />

Frauen<br />

Sterbefälle<br />

Geburten<br />

2007 2008 2009 2010 2007 2008 2009 2010<br />

Eheschließungen<br />

2007 2008 2009 2010 2008 2009 2010 2011<br />

2008 2009 2010 2011 2007 2008 2009 2010<br />

2007 2008 2009 2010<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2007 2008 2009 2010<br />

36 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Mio. €<br />

Quelle: <strong>Stadt</strong>kämmerei Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Polizeidirektion Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Personen<br />

Quelle: Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle GmbH Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Besucher<br />

Quellen: Zoo, <strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Gewandhaus Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

um Prozent<br />

75<br />

60<br />

45<br />

30<br />

15<br />

0<br />

1 000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

Verbraucherpreisindex Preis im Freistaat Sachsen<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

0<br />

750<br />

600<br />

450<br />

300<br />

150<br />

0<br />

Kommunale Steuereinnahmen<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Januar 2009 bis Dezember 2011<br />

Veränderung gegenüber:<br />

Gewerbesteuer<br />

(netto)<br />

Besucher ausgewählter Einrichtungen<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum<br />

Gemeinschaftssteuern<br />

(Gemeindeanteil)<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Luftverkehr (Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle)<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Vorjahresmonat<br />

darunter: Inland<br />

Jahresdurchschnitt<br />

2005<br />

Fluggäste insgesamt<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Zoo <strong>Leipzig</strong><br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Feinstaubbelastung<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Sächs. LA für Umwelt und Geologie Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Anzahl<br />

Anzahl (Tsd.)<br />

Tsd. Besucher<br />

Tage<br />

5 000<br />

4 000<br />

3 000<br />

2 000<br />

1 000<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

100<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

0<br />

0<br />

0<br />

Verkehrsunfälle in <strong>Leipzig</strong><br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

Verkehrsunfälle<br />

insgesamt<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Übernachtungen in <strong>Leipzig</strong><br />

I. Quartal 2007 bis IV. Quartal 2010<br />

Übernachtungen insgesamt<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewandhaus-Besucher<br />

I. Quartal 2008 bis IV. Quartal 2011<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Anzahl der Tage mit Grenzwertüberschreitung<br />

Station<br />

Lützner<br />

Straße<br />

Unfälle mit<br />

Personenschaden<br />

2008 2009 2010 2011 2008 2009 2010 2011<br />

darunter:<br />

Gäste aus Deutschland<br />

2008 2009 2010 2011 2007 2008 2009 2010<br />

Mietveranstaltungen<br />

eigene<br />

Veranstaltungen<br />

2008 2009 2010 2011 2008 2009 2010 2011<br />

Jan Dez Jan Dez Jan Dez<br />

2009 2010 2011<br />

Station<br />

<strong>Leipzig</strong>-<br />

Mitte<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2008 2009 2010 2011<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 37


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Bevölkerungsstand<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Einwohner mit Hauptwohnung ..................................... 2010 ... 516 830 517 046 519 664 ...<br />

2009 518 862 515 765 516 431 517 142 518 862<br />

davon: männlich ....................................................... 2010 ... 250 449 250 603 252 039 ...<br />

2009 251 748 250 331 250 709 250 953 251 748<br />

weiblich ......................................................... 2010 ... 266 381 266 443 267 625 ...<br />

2009 267 114 265 434 265 722 266 189 267 114<br />

davon: Deutsche insgesamt ..................................... 2010 ... 486 940 487 583 489 735 ...<br />

2009 486 564 482 112 482 755 484 321 486 564<br />

davon: männlich ....................................... 2010 ... 233 763 234 243 235 380 ...<br />

2009 233 397 231 013 231 410 232 229 233 397<br />

weiblich ......................................... 2010 ... 253 177 253 340 254 355 ...<br />

2009 253 167 251 099 251 345 252 092 253 167<br />

Ausländer insgesamt .................................... 2010 ... 29 890 29 463 29 929 ...<br />

2009 32 298 33 653 33 676 32 821 32 298<br />

davon: männlich ....................................... 2010 ... 16 686 16 360 16 659 ...<br />

2009 18 351 19 318 19 299 18 724 18 351<br />

weiblich ......................................... 2010 ... 13 204 13 103 13 270 ...<br />

2009 13 947 14 335 14 377 14 097 13 947<br />

Ausländerquote (in Prozent) ........................................ 2010 ... 5,8 5,7 5,8 ...<br />

2009 6,2 6,5 6,5 6,3 6,2<br />

Eheschließungen ......................................................... 2011 ... 162 ... ... ...<br />

(Quelle: Standesamt) 2010 1 485 167 423 511 384<br />

Eintragung von Lebenspartnerschaften ....................... 2011 ... 5 ... ... ...<br />

(Quelle: Standesamt) 2010 47 5 11 15 16<br />

Ehescheidungen .......................................................... 2011 ... 218 ... ... ...<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen) 2010 876 234 242 205 195<br />

Natürliche Bevölkerungsbewegung<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Geburten ...................................................................... 2010 ... 1 021 1 296 1 464 ...<br />

2009 5 018 988 1 128 1 346 1 556<br />

davon: männlich ....................................................... 2010 ... 519 660 728 ...<br />

2009 2 587 509 596 666 816<br />

weiblich ......................................................... 2010 ... 502 636 736 ...<br />

2009 2 431 479 532 680 740<br />

Sterbefälle .................................................................... 2010 ... 1 465 1 379 1 436 ...<br />

2009 5 500 1 470 1 292 1 240 1 498<br />

davon: männlich ....................................................... 2010 ... 637 633 670 ...<br />

2009 2 531 641 611 573 706<br />

weiblich ......................................................... 2010 ... 828 746 766 ...<br />

2009 2 969 829 681 667 792<br />

Saldo Geburten - Sterbefälle ........................................ 2010 ... - 444 - 83 + 28 ...<br />

2009 - 482 - 482 - 164 + 106 + 58<br />

38 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Sachgebiet Jahr<br />

Gesamtbzw.<br />

Endstand<br />

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Räumliche Bevölkerungsbewegung (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen )<br />

Zuzüge .............................................................................. 2010 27 893 5 570 5 451 8 932 7 940<br />

2009 26 382 5 568 5 369 8 346 7 099<br />

davon: männlich ........................................................... 2010 ... 2 904 2 909 4 438 ...<br />

2009 13 187 2 855 2 772 4 077 3 483<br />

weiblich ............................................................ 2010 ... 2 666 2 542 4 494 ...<br />

2009 13 195 2 713 2 597 4 269 3 616<br />

Wegzüge ........................................................................... 2010 23 534 7 164 5 162 6 351 4 857<br />

2009 22 504 4 775 4 548 7 745 5 436<br />

davon: männlich ........................................................... 2010 ... 4 088 2 787 3 064 ...<br />

2009 11 515 2 402 2 384 3 928 2 801<br />

weiblich ............................................................ 2010 ... 3 076 2 375 3 287 ...<br />

2009 10 989 2 373 2 164 3 817 2 635<br />

Wanderungssaldo ............................................................. 2010 + 4 359 - 1 594 + 289 + 2 581 + 3 083<br />

2009 + 3 878 + 793 + 821 + 601 + 1 663<br />

Innerstädtische Umzüge (Quelle: Einwohnerregister) .... 2011 ... 12 154 ... ... ...<br />

2010 51 542 12 369 12 965 13 611 12 597<br />

Meldepflichtige übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)<br />

Gemeldete Infektionskrankheiten ..................................... 2011 ... 2 515 ... ... ...<br />

2010 5 806 2 335 1 270 990 1 211<br />

darunter: ansteckende Durchfallerkrankungen ............... 2011 ... 1 779 ... ... ...<br />

2010 5 191 2 153 1 143 865 1 030<br />

darunter: bakteriell bedingte ......................... 2011 ... 541 ... ... ...<br />

2010 1 966 399 485 564 518<br />

viral bedingte ................................. 2011 ... 1 222 ... ... ...<br />

2010 3 141 1 735 645 265 496<br />

Virushepatitis - Carrier (Träger) ..................... 2011 ... 28 ... ... ...<br />

2010 144 32 42 35 35<br />

Hirnhautentzündung (Meningitis/Encephal.) ... 2011 ... . ... ... ...<br />

2010 27 . . 17 4<br />

Keuchhusten (Pertussis) ................................. 2011 ... 23 ... ... ...<br />

2010 34 5 7 4 18<br />

Virusgrippe (Influenza) .................................... 2011 ... 517 ... ... ...<br />

2010 61 58 . - .<br />

darunter: Neue Grippe A/H1N1 2011 ... - ... ... ...<br />

2010 58 58 - - -<br />

Borreliose ....................................................... 2011 ... 5 ... ... ...<br />

2010 42 . . 25 13<br />

1)<br />

Anzahl der Häufungen obiger Infektionskrankheiten .... 2011 ... 20 ... ... ...<br />

2010 68 37 16 6 9<br />

Untersuchungen bei Kontaktpersonen .............................. 2011 ... 386 ... ... ...<br />

2010 1 828 309 512 392 615<br />

Tuberkulose-Neuerkrankungen ........................................ 2011 ... 5 ... ... ...<br />

2010 32 8 10 6 8<br />

darunter: Atmungsorgane ................................................. 2011 ... 5 ... ... ...<br />

2010 20 6 9 . .<br />

Sexuell übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)<br />

Gonorrhoe ....................................................... 2011 ... 45 ... ... ...<br />

2010 202 43 54 58 47<br />

Syphillis ........................................................... 2011 ... 8 ... ... ...<br />

2010 28 15 6 . .<br />

Urogenitale Chlamydieninfektionen ................ 2011 ... 219 ... ... ...<br />

2010 813 205 208 207 193<br />

HIV-Neuinfektionen ......................................... 2011 ... 3 ... ... ...<br />

2010 35 9 12 9 5<br />

1)<br />

zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 39


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Kommunale Finanzen<br />

(Quelle: <strong>Stadt</strong>kämmerei)<br />

Grundsteuer ...................................................... 1 000 € 2011 ... 16 752 ... ... ...<br />

2010 67 580 16 748 15 714 20 552 14 566<br />

Gewerbesteuer (brutto) ................................... 1 000 € 2011 ... 32 806 ... ... ...<br />

2010 174 285 41 799 37 139 53 712 41 635<br />

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ...... 1 000 € 2011 ... 6 547 ... ... ...<br />

2010 80 476 5 194 19 672 17 840 37 770<br />

Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ...... ...... 1 000 € 2011 ... 7 964 ... ... ...<br />

2010 29 599 7 736 6 863 7 453 7 547<br />

Vergnügungssteuer ......................................... 1 000 € 2011 ... 382 ... ... ...<br />

2010 1 213 326 294 288 305<br />

Hundesteuer .................................................... 1 000 € 2011 ... 563 ... ... ...<br />

2010 1 436 558 177 535 166<br />

Zweitwohnungssteuer .............................. ...... 1 000 € 2011 ... 25 ... ... ...<br />

2010 411 33 173 38 167<br />

Gewerbesteuerumlage .................................... 1 000 € 2011 ... - 919 ... ... ...<br />

2010 14 696 516 3 180 2 826 8 174<br />

Steuereinnahmen (netto) insgesamt ............... 1 000 € 2011 ... 65 959 ... ... ...<br />

2010 340 302 71 877 76 851 97 593 93 981<br />

Schuldenstand ................................................... Mill. € 2011 ... 702 ... ... ...<br />

2010 x 709 702 725 716<br />

Schuldenstand je Einwohner ..................................... € 2011 ... 1 344 ... ... ...<br />

2010 x 1 374 1 370 1 398 1 380<br />

Gewerbean- und -abmeldungen<br />

(Quelle: Ordnungsamt)<br />

Anmeldungen ................................................................. 2011 ... ... ... ... ...<br />

2010 6 512 1 694 1 679 1 645 1 494<br />

Abmeldungen ................................................................. 2011 ... ... ... ... ...<br />

Insolvenzen<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

2010 6 965 1 616 1 542 1 761 2 046<br />

Insolvenzen insgesamt ................................................... 2010 2 062 538 472 532 520<br />

2009 2 185 524 482 630 549<br />

darunter: Verbraucherinsolvenzen ............................... 2010 1 410 363 327 359 361<br />

2009 1 422 359 329 401 333<br />

Kriminalität<br />

(Quelle: Polizeidirektion <strong>Leipzig</strong>)<br />

Straftaten insgesamt ...................................................... 2011 ... 16 347 ... ... ...<br />

2010 60 534 14 737 14 743 15 286 15 691<br />

Aufklärungsquote .......................................................% 2011 ... 51,7 ... ... ...<br />

2010 49,0 49,2 50,0 48,1 49,0<br />

40 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte<br />

(Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen,<br />

Statistik der Bundesagentur für Arbeit)<br />

Beschäftigte am Arbeitsort <strong>Leipzig</strong> ................................. 2010 ... 208 504 211 234 215 949 ...<br />

2009 210 049 204 960 205 709 209 659 210 049<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2010 ... 108 889 109 152 111 197 ...<br />

2009 109 315 107 532 107 616 108 854 109 315<br />

Beschäftigte am Wohnort <strong>Leipzig</strong> ................................. 2010 ... 167 414 169 862 173 972 ...<br />

2009 167 761 163 372 164 372 166 909 167 761<br />

darunter: Frauen ...................................... .................... 2010 ... 85 194 85 714 87 322 ...<br />

2009 85 182 83 252 83 510 84 561 85 182<br />

Geringfügig entlohnte Beschäftigte<br />

am Arbeitsort <strong>Leipzig</strong> ..................................................... 2010 ... 42 218 42 958 ... ...<br />

2009 43 266 41 618 42 427 42 606 43 266<br />

darunter: ausschließlicher Job ...................................... 2010 ... 31 638 32 118 ... ...<br />

2009 32 278 31 451 32 209 31 839 32 278<br />

am Wohnort <strong>Leipzig</strong> ....................................................... 2010 ... ... 33 433 ... ...<br />

2009 33 579 32 513 33 222 33 021 33 579<br />

Arbeitslose in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> ..................................... 2011 ... 35 773 ... ... ...<br />

(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit) 2010 r 33 127 37 506 36 166 34 954 r 33 127<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2011 ... 15 585 ... ... ...<br />

2010 r 14 708 15 817 15 897 15 723 r 14 708<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2011 ... 3 718 ... ... ...<br />

2010 r 3 111 4 095 3 725 4 168 r 3 111<br />

Langzeitarbeitslose ....................................... 2011 ... 12 889 ... ... ...<br />

2010 12 553 13 802 13 809 13 203 12 553<br />

Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen ........... 2011 ... 13,9 ... ... ...<br />

2010 12,9 14,7 14,1 13,6 12,9<br />

Arbeitslosenquote aller abhängigen zivilen .................... 2011 ... 15,5 ... ... ...<br />

Erwerbspersonen 2010 14,4 16,5 15,7 15,2 14,4<br />

Arbeitslose nach SGB III insgesamt ............................... 2011 ... 6 865 ... ... ...<br />

2010 6 169 8 025 6 784 6 870 6 169<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2011 ... 3 132 ... ... ...<br />

2010 2 978 3 305 3 173 3 416 2 978<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2011 ... 812 ... ... ...<br />

2010 633 1 061 819 1 015 633<br />

Arbeitslose nach SGB II insgesamt ................................ 2011 ... 28 908 ... ... ...<br />

2010 r 26 958 29 481 29 382 28 084 r 26 958<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2011 ... 12 453 ... ... ...<br />

2010 r 11 730 12 512 12 724 12 307 r 11 730<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2011 ... 2 906 ... ... ...<br />

2010 r 2 478 3 034 2 906 3 153 r 2 478<br />

Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ........................... 2011 ... 2 765 ... ... ...<br />

2010 2 365 2 015 2 715 2 721 2 365<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 41


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Leistungsempfänger in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit)<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB III - vorläufige Werte<br />

Empfänger insgesamt ................................................... 2011 ... ... ... ... ...<br />

2010 6 727 9 814 7 734 7 499 6 727<br />

darunter: Empfänger ALG I ......................................... 2011 ... 7 241 ... ... ...<br />

2010 6 316 9 204 7 223 7 116 6 316<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II - vorläufige Werte<br />

Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ....................... 2011 ... 46 885 ... ... ...<br />

2010 45 241 46 438 47 095 46 250 45 241<br />

Personen in Bedarfsgemeinschaften ........................... 2011 ... 78 141 ... ... ...<br />

2010 75 714 78 331 79 195 77 599 75 714<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II 1) - endgültige Werte<br />

Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ....................... 2010 46 326 48 365 48 188 47 639 46 326<br />

2009 47 572 48 053 48 191 48 421 47 572<br />

darunter: BG mit einer Person .................................... 2010 28 727 29 699 29 689 29 479 28 727<br />

2009 29 019 29 008 29 332 29 542 29 019<br />

monatliche Leistungen pro BG in Euro .......................... 2010 762,15 771,56 768,03 764,57 762,15<br />

(auf Basis aller Bedarfsgemeinschaften) 2009 777,30 778,98 771,15 779,65 777,30<br />

darunter: ALG II ............................................................. 2010 314,21 321,51 320,06 316,12 314,21<br />

2009 323,77 323,04 320,44 326,63 323,77<br />

Leistungen für Unterkunft und Heizung ........ 2010 273,15 269,84 270,48 272,81 273,15<br />

2009 274,94 271,98 270,70 274,51 274,94<br />

Sozialgeld ..................................................... 2010 8,28 8,21 8,10 8,13 8,28<br />

2009 11,32 8,60 7,87 11,38 11,32<br />

Personen in Bedarfsgemeinschaften ........................... 2010 77 648 81 570 81 113 79 918 77 648<br />

2009 80 553 81 888 81 717 81 910 80 553<br />

davon: Erwerbsfähige Hilfebedürftige ...................... 2010 59 297 62 665 62 254 61 199 59 297<br />

2009 61 727 63 171 63 070 63 029 61 727<br />

darunter: Frauen ........................................ 2010 28 987 30 418 30 285 29 907 28 987<br />

2009 30 213 30 905 31 131 30 808 30 213<br />

unter 25 Jahre ............................ 2010 9 435 10 693 10 507 10 103 9 435<br />

2009 10 573 11 494 11 424 11 218 10 573<br />

Ausländer ................................... 2010 6 383 6 466 6 504 6 446 6 383<br />

2009 6 383 6 423 6 449 6 379 6 383<br />

Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige ............. 2010 18 351 18 905 18 859 18 719 18 351<br />

2009 18 826 18 717 18 647 18 881 18 826<br />

darunter: unter 15 Jahre .......................... 2010 17 973 18 503 18 455 18 327 17 973<br />

2009 18 437 18 337 18 258 18 507 18 437<br />

Ausländer ................................... 2010 1 229 1 242 1 253 1 244 1 229<br />

2009 1 220 1 266 1 247 1 237 1 220<br />

1) Angaben werden von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von 3 Monaten in endgültige Werte umgewandelt<br />

42 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Verarbeitendes Gewerbe 1) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2010<br />

3)<br />

65 62 66 66 65<br />

2009<br />

3)<br />

65 64 66 66 65<br />

Tätige Personen .......................................................... 2010<br />

3)<br />

12 578 12 271 12 591 12 760 12 653<br />

2009<br />

3)<br />

12 756 12 663 12 829 12 821 12 620<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2010 20 187 5 117 5 023 5 025 5 007<br />

2009 19 570 4 997 4 819 4 952 4 818<br />

Bezahlte Entgelte ......................................... 1 000 € 2010 464 642 106 221 120 099 113 379 125 423<br />

2009 453 949 105 529 115 522 109 985 121 164<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2010 6 096 872 1 406 172 1 572 367 1 521 572 1 556 031<br />

2009 4 791 044 991 083 1 177 843 1 235 257 1 432 793<br />

darunter: Ausland ....................................... 1 000 € 2010 3 437 353 765 684 901 848 877 859 846 638<br />

2009 2 499 475 496 616 556 914 706 372 794 877<br />

Auftragseingang ......................................... 1 000 € 2010 5 634 415 1 303 269 1 484 943 1 347 083 1 459 589<br />

2009 4 016 485 815 448 957 024 1 059 892 1 221 805<br />

Bauhauptgewerbe 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2010<br />

3)<br />

45 44 44 45 48<br />

2009<br />

3)<br />

44 43 44 44 45<br />

Tätige Personen .......................................................... 2010<br />

3)<br />

3 399 3 242 3 380 3 527 3 459<br />

2009<br />

3)<br />

3 377 3 165 3 372 3 468 3 387<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2010 3 901 661 1 042 1 201 997<br />

2009 3 832 678 993 1 130 1 014<br />

Bruttoentgeltsumme ................................. ... 1 000 € 2010 99 355 20 846 26 508 26 182 25 819<br />

2009 101 148 20 287 26 269 26 171 26 855<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2010 413 082 67 539 96 607 123 736 125 201<br />

2009 452 915 75 611 114 240 138 724 114 667<br />

darunter: Baugewerblicher Umsatz ........... 1 000 € 2010 405 450 65 903 95 003 121 731 122 813<br />

2009 444 770 73 613 112 328 136 739 112 416<br />

Auftragseingang ........................................... 1 000 € 2010 282 600 56 661 49 753 86 191 89 994<br />

2009 328 886 75 577 81 335 98 946 69 628<br />

Auftragsbestand ........................................... 1 000 € 2010 118 484 138 846 127 876 105 526 118 484<br />

2009 131 224 164 522 175 795 156 239 131 224<br />

Ausbaugewerbe 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2010<br />

3)<br />

63 64 64 63 62<br />

2009<br />

3)<br />

65 65 65 67 64<br />

Tätige Personen .......................................................... 2010<br />

3)<br />

2 387 2 224 2 470 2 494 2 427<br />

2009<br />

3)<br />

2 555 2 552 2 544 2 620 2 503<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2010 3 209 714 819 869 826<br />

2009 3 259 774 812 858 814<br />

Bruttoentgeltsumme ................................. ... 1 000 € 2010 63 475 13 780 16 389 16 780 17 138<br />

2009 62 994 15 092 15 820 15 683 16 399<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2010 248 294 49 098 57 569 64 821 79 483<br />

2009 259 811 56 099 66 672 62 844 74 195<br />

darunter: Ausbaugewerblicher Umsatz ...... 1 000 € 2010 245 673 48 464 57 170 63 755 78 962<br />

2009 252 295 54 680 64 752 61 048 71 815<br />

1) Betriebe mit 50 Beschäftigten und mehr 2) Betriebe mit 20 Beschäftigten und mehr 3) Jahresdurchschnitt<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 43


Sachgebiet Jahr<br />

Gesamtbzw.<br />

Endstand<br />

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Bautätigkeit (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Baugenehmigungen ....................................................... 2010 864 136 230 215 283<br />

2009 934 191 208 238 297<br />

darunter: Neubauten ................................................ 2010 392 75 94 95 128<br />

2009 469 85 104 116 164<br />

davon: Wohngebäude ............................... 2010 330 63 78 81 108<br />

2009 388 67 90 88 143<br />

Nichtwohngebäude ...................... 2010 62 12 16 14 20<br />

2009 81 18 14 28 21<br />

Wohnungen .............................................. 2010 927 119 257 198 353<br />

2009 1 285 277 197 314 497<br />

darunter: Zugang durch Neubau ............... 2010 477 99 90 98 190<br />

2009 567 104 121 113 229<br />

Wohnfläche .............................. 1 000 m 2<br />

Nutzfläche ................................ 1 000 m 2<br />

2010 114 15 25 24 50<br />

2009 128 29 26 27 46<br />

2010 32 9 10 3 10<br />

2009 74 2 49 27 - 4<br />

Veranschlagte Kosten .................. Mill. € 2010 230 34 64 42 91<br />

2009 281 50 71 94 66<br />

Baufertigstellungen ........................................................<br />

Wohnungsbestand insgesamt .......................................<br />

Gebäudebestand (Wohngebäude) ...............................<br />

2010 2009<br />

Ärztliche Notdienste, Krankentransporte, Feuerwehr (Quelle: Branddirektion / ASB)<br />

Einsätze insgesamt ........................................................ 2011 ... 36 415 ... ... ...<br />

2010 141 086 35 366 35 217 34 630 35 873<br />

davon: Rettungsdienst/Krankentransport ............. 2011 ... 29 520 ... ... ...<br />

2010 115 496 28 202 29 048 28 979 29 267<br />

Einsätze Feuerwehr .................................. 2011 ... 1 792 ... ... ...<br />

2010 8 423 2 335 2 020 2 034 2 034<br />

Kassenärztlicher Notdienst ....................... 2011 ... 4 395 ... ... ...<br />

2010 15 377 4 304 3 775 3 338 3 960<br />

Kinderärztlicher Notdienst ......................... 2011 ... 708 ... ... ...<br />

2010 1 790 525 374 279 612<br />

Feuerwehr (ohne Rettungsdienst; Quelle: Branddirektion)<br />

Einsätze insgesamt ........................................................ 2011 ... 1 447 ... ... ...<br />

2010 6 519 1 952 1 493 1 477 1 597<br />

darunter: Brände ...................................................... 2011 ... 204 ... ... ...<br />

2010 1 077 226 378 245 228<br />

davon: Großbrände ...................... 2011 ... 3 ... ... ...<br />

2010 21 7 8 2 4<br />

Mittelbrände ...................... 2011 ... 26 ... ... ...<br />

2010 128 19 51 24 34<br />

Kleinbrände ...................... 2011 ... 175 ... ... ...<br />

2010 928 200 319 219 190<br />

672<br />

316 000<br />

55 900<br />

845<br />

315 397<br />

55 624<br />

44 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Zugelassene Kraftfahrzeuge (Quelle: Ordnungsamt)<br />

Insgesamt (ohne Anhänger) ....................................... 2011 ... 225 088 ... ... ...<br />

2010 223 729 220 301 222 122 223 417 223 729<br />

darunter: PKW .......................................................... 2011 ... 197 518 ... ... ...<br />

2010 196 071 192 877 194 180 195 440 196 071<br />

LKW ........................................................... 2011 ... 13 725 ... ... ...<br />

2010 14 055 14 104 14 197 14 148 14 055<br />

Verkehrsunfälle, -delikte (Quelle: Polizeidirektion <strong>Leipzig</strong>)<br />

Unfälle insgesamt ....................................................... 2011 ... 3 250 ... ... ...<br />

2010 14 969 3 505 3 413 3 600 4 451<br />

darunter: mit Personenschaden ................................ 2011 ... 272 ... ... ...<br />

2010 1 720 262 430 554 474<br />

Verletzte Personen ..................................................... 2011 ... 316 ... ... ...<br />

2010 2 059 307 512 668 572<br />

Getötete Personen ..................................................... 2011 ... 1 ... ... ...<br />

2010 5 1 1 2 1<br />

Unfälle unter Alkoholeinfluss ...................................... 2011 ... 39 ... ... ...<br />

2010 240 45 57 63 75<br />

Unfälle mit Unfallflucht ................................................ 2011 ... 908 ... ... ...<br />

2010 3 896 903 849 949 1 195<br />

Anzahl der erteilten Verwarnungsgelder .................... 2011 ... 7 354 ... ... ...<br />

2010 34 523 6 315 9 271 8 467 10 470<br />

Anzahl der Bußgeldbescheide .................................... 2011 ... 4 955 ... ... ...<br />

2010 25 533 7 791 6 376 5 045 6 321<br />

Öffentlicher Personennahverkehr (Quelle: <strong>Leipzig</strong>er Verkehrsbetriebe GmbH)<br />

Beförderte Personen ....................................... 1 000 2011 ... 34 045 ... ... ...<br />

2010 134 346 34 529 33 544 30 517 35 756<br />

davon: Straßenbahn .................................. 1 000 2011 ... 27 415 ... ... ...<br />

2010 110 134 28 287 27 770 25 000 29 077<br />

Bus ................................................ 1 000 2011 ... 6 630 ... ... ...<br />

2010 24 212 6 242 5 774 5 517 6 679<br />

Luftverkehr (Quelle: Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle GmbH)<br />

Flugzeugbewegungen ................................................ 2011 ... 14 687 ... ... ...<br />

2010 62 247 14 041 15 532 16 890 15 784<br />

Fluggäste insgesamt .................................................. 2011 ... 402 208 ... ... ...<br />

2010 2 352 827 466 193 616 856 737 679 532 099<br />

Fluggäste (gewerblicher Verkehr) .............................. 2011 ... 401 732 ... ... ...<br />

2010 2 348 597 464 289 615 184 737 251 531 871<br />

darunter: Ankommende ............................................ 2011 ... 147 078 ... ... ...<br />

2010 923 110 156 986 240 131 302 251 223 742<br />

Abreisende ................................................ 2011 ... 149 194 ... ... ...<br />

2010 924 083 163 143 254 526 302 683 203 731<br />

Luftfracht (ohne Trucking) ....................................... t 2011 ... 177 914 ... ... ...<br />

2010 663 024 150 107 154 654 172 146 186 118<br />

darunter: Anflug .................................................... t 2011 ... 87 087 ... ... ...<br />

2010 320 865 72 062 74 409 82 259 92 135<br />

Abflug .................................................... t 2011 ... 87 150 ... ... ...<br />

2010 317 623 71 723 73 863 82 387 89 650<br />

Verkehrseinheiten (VE) 1) ........................................... 2011 ... 2 038 635 ... ... ...<br />

2010 8 232 099 1 757 973 1 977 378 2 251 422 2 245 326<br />

1) 1 VE entspricht einem gewerblichen Passagier oder 100 kg Fracht/Post, Transitaufkommen werden nicht berücksichtigt<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 45


Ausgewählte Veranstaltungen im Berichtsquartal<br />

Aus- Ausstel-<br />

Zeitraum steller Beteiligte Besucher- lungsder<br />

Messe insge- Länder zahl fläche<br />

samt in m²<br />

enertec .....................................................................<br />

TerraTec ...................................................................<br />

25.01. - 27.01.<br />

25.01. - 27.01.<br />

508 16 9 500 .<br />

MOTORRAD MESSE LEIPZIG ................................ 04.02. - 06.02. 259 . 52 000 .<br />

HAUS-GARTEN-FREIZEIT ...................................... 12.02. - 20.02.<br />

mitteldeutsche handwerksmesse ............................. 12.02. - 20.02. 1 090 . 184 000 .<br />

Beach & Boat ........................................................... 17.02. - 20.02.<br />

IMMOBILIEN ............................................................ 25.02. - 27.02. 80 . 2 800 .<br />

CADEAUX <strong>Leipzig</strong> .................................................... 26.02. - 28.02.<br />

370 . 11 400 .<br />

WORLD OF TROPHIES ........................................... 26.02. - 28.02.<br />

Z 2011 - DIE ZULIEFERMESSE ..............................<br />

intec ..........................................................................<br />

01.03. - 04.03.<br />

01.03. - 04.03.<br />

1 345 16 20 800 .<br />

therapie <strong>Leipzig</strong> ........................................................ 10.03. - 12.03. 242 . 11 300 14 000<br />

<strong>Leipzig</strong>er Buchmesse ............................................... 17.03. - 20.03.<br />

2 150 36 163 000 67 000<br />

17. <strong>Leipzig</strong>er Antiquariatsmesse .............................. 17.03. - 20.03.<br />

Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Leistungen der <strong>Stadt</strong>reinigung (Quelle: <strong>Stadt</strong>reinigung <strong>Leipzig</strong>)<br />

Restabfallentsorgung ............................................ t 2011 ... 19 343 ... ... ...<br />

2010 77 061 18 934 r 19 725 19 171 19 231<br />

Sperrmüllentsorgung ............................................. t 2011 ... 4 464 ... ... ...<br />

2010 17 930 4 000 r 5 063 4 669 4 184<br />

Sammlung von Papier ........................................... t 2011 ... 6 800 ... ... ...<br />

2010 26 902 6 885 6 448 6 445 7 124<br />

Sammlung von Glas .............................................. t 2011 ... 3 330 ... ... ...<br />

2010 11 914 3 127 3 018 2 875 2 894<br />

Sammlung von Leichtverpackung ......................... t 2011 ... 5 360 ... ... ...<br />

2010 21 203 5 110 5 430 5 311 5 352<br />

46 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Sachgebiet<br />

Verbraucherpreisindex im Freistaat Sachsen<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

NoDe- Jahr Oktober<br />

Januar Februar März<br />

vemberzember Gesamtindex (Jahr 2005 = 100) .................................. 2010/2011 109,6 109,6 110,9 110,3 110,9 111,4<br />

2009/2010 108,1 108,0 108,9 108,2 108,5 109,2<br />

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat .................... 2010/2011 1,4 1,5 1,8 1,9 2,2 2,0<br />

2009/2010 - 0,1 0,3 0,8 0,7 0,5 1,3<br />

darunter nach Hauptgruppen:<br />

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke .............. 2010/2011 115,6 116,6 118,2 118,4 119,8 119,8<br />

2009/2010 112,1 112,6 113,2 114,4 114,9 116,0<br />

Alkoholische Getränke, Tabakwaren ........................ 2010/2011 113,6 113,6 113,6 113,9 112,8 113,5<br />

2009/2010 113,3 113,4 113,2 113,4 113,2 113,6<br />

Bekleidung und Schuhe ............................................ 2010/2011 124,3 125,2 124,6 120,0 119,9 124,1<br />

2009/2010 121,9 120,1 120,8 116,0 115,8 120,1<br />

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und ........................ 2010/2011 108,2 108,4 108,7 109,4 109,6 110,1<br />

andere Brennstoffe 2009/2010 106,7 106,7 106,6 107,1 107,2 107,6<br />

Einrichtungsgegenstände, u.ä. für den ..................... 2010/2011 110,3 110,0 109,9 109,7 110,0 110,5<br />

Haushalt, Instandhaltung 2009/2010 109,9 109,5 109,8 110,0 110,0 110,0<br />

Gesundheitspflege .................................................... 2010/2011 105,8 105,8 105,9 106,0 106,1 106,2<br />

2009/2010 105,7 105,6 105,6 105,3 105,2 105,2<br />

Verkehr ..................................................................... 2010/2011 113,0 113,2 114,8 115,4 115,6 117,4<br />

2009/2010 109,8 110,6 110,4 111,4 111,3 112,6<br />

Nachrichtenübermittlung ........................................... 2010/2011 87,4 87,1 86,7 86,6 86,4 86,2<br />

2009/2010 89,5 89,1 89,0 88,8 88,6 88,5<br />

Freizeit, Unterhaltung und Kultur ............................ 2010/2011 103,5 102,6 107,3 102,8 104,8 104,0<br />

2009/2010 103,3 102,8 107,3 102,2 104,4 104,4<br />

Bildungswesen .......................................................... 2010/2011 103,0 103,0 103,0 114,0 115,7 116,1<br />

2009/2010 99,9 99,9 99,9 100,2 101,9 101,9<br />

Beherbergungs- und Gaststättendienst- ................... 2010/2011 109,0 107,8 114,3 109,4 110,0 109,9<br />

leistungen 2009/2010 108,3 107,0 113,3 108,1 108,7 108,7<br />

Andere Waren und Dienstleistungen ........................ 2010/2011 110,2 110,3 110,2 109,9 110,9 111,2<br />

Sonderauswertungen:<br />

2009/2010 109,5 109,4 109,6 109,3 109,0 108,9<br />

Gesamtindex ohne saisonabhängige ....................... 2010/2011 109,5 109,5 110,6 110,1 110,5 111,2<br />

Nahrungsmittel 2009/2010 108,2 108,1 108,9 108,1 108,4 108,9<br />

Saisonabhängige Nahrungsmittel ............................. 2010/2011 114,2 118,7 125,1 124,2 129,6 127,1<br />

2009/2010 101,4 104,1 106,0 113,1 116,6 123,1<br />

Gesamtindex ohne administrierte Preise .................. 2010/2011 109,5 109,6 111,2 110,1 110,8 111,4<br />

2009/2010 108,0 107,9 109,0 108,1 108,5 109,2<br />

Administrierte Preise ................................................. 2010/2011 109,7 109,8 109,8 110,9 111,1 111,6<br />

2009/2010 108,5 108,4 108,3 108,7 108,7 109,0<br />

Energie ...................................................................... 2010/2011 123,5 124,3 127,3 129,2 130,0 133,8<br />

2009/2010 116,8 117,9 117,2 119,3 119,1 122,2<br />

Kraftfahrerpreisindex ................................................. 2010/2011 112,5 112,8 114,3 114,8 115,0 116,9<br />

2009/2010 109,4 110,3 109,9 111,0 110,8 112,1<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 47


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Tourismus (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Ankünfte insgesamt ........................................................ 2010 1 121 257 217 686 315 234 296 648 291 689<br />

2009 1 026 858 213 824 260 173 267 584 285 277<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2010 921 480 180 925 249 199 237 121 254 235<br />

2009 850 105 176 883 216 836 213 459 242 927<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2010 199 777 36 761 66 035 59 527 37 454<br />

2009 176 753 36 941 43 337 54 125 42 350<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2010 133 439 23 367 44 893 40 472 24 707<br />

2009 114 266 22 202 28 733 36 811 26 520<br />

darunter: Länder der EU .............. 2010 106 555 18 545 36 097 32 537 19 376<br />

2009 89 981 16 911 22 543 29 431 21 096<br />

Amerika ....................................... 2010 45 750 10 408 13 752 12 802 8 788<br />

2009 46 456 12 049 10 727 12 401 11 279<br />

Asien ........................................... 2010 15 494 2 276 5 482 4 810 2 926<br />

2009 11 478 1 971 2 644 3 755 3 108<br />

Afrika ........................................... 2010 1 135 237 443 253 202<br />

2009 940 189 291 299 161<br />

Übernachtungen insgesamt ............................................ 2010 2 023 400 384 939 588 172 540 618 509 671<br />

2009 1 876 806 381 560 495 566 492 720 506 960<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2010 1 628 273 313 347 451 452 426 487 436 987<br />

2009 1 523 567 307 579 401 498 389 493 424 997<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2010 395 127 71 592 136 720 114 131 72 684<br />

2009 353 239 73 981 94 068 103 227 81 963<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2010 264 454 45 825 93 351 76 625 48 653<br />

2009 226 546 44 501 62 596 67 290 52 159<br />

darunter: Länder der EU .............. 2010 210 596 36 631 75 044 61 530 37 391<br />

2009 179 162 34 321 48 881 54 050 41 910<br />

Amerika ....................................... 2010 90 363 20 247 27 723 25 294 17 099<br />

2009 94 694 23 810 24 169 25 767 10 948<br />

Asien ........................................... 2010 28 839 3 998 11 157 8 742 4 942<br />

2009 22 023 4 166 4 968 7 729 5 160<br />

Afrika ........................................... 2010 3 341 665 1 292 766 618<br />

2009 2 568 605 624 758 581<br />

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (in Tagen) ............... 2010 1,8 1,8 1,9 1,8 1,7<br />

2009 1,8 1,8 1,9 1,8 1,8<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2010 1,8 1,7 1,8 1,8 1,7<br />

2009 1,8 1,7 1,9 1,8 1,7<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2010 2,0 1,9 2,1 1,9 1,9<br />

2009 2,0 2,0 2,2 1,9 1,9<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2010 2,0 2,0 2,1 1,9 2,0<br />

2009 2,0 2,0 2,2 1,8 2,0<br />

darunter: Länder der EU .............. 2010 2,0 2,0 2,1 1,9 1,9<br />

2009 2,0 2,0 2,2 1,8 2,0<br />

Amerika ....................................... 2010 2,0 1,9 2,0 2,0 1,9<br />

2009 2,0 2,0 2,3 2,1 1,9<br />

Asien ........................................... 2010 1,9 1,8 2,0 1,8 1,7<br />

2009 1,9 2,1 1,9 2,1 1,7<br />

Afrika ........................................... 2010 2,9 2,8 2,9 3,0 3,1<br />

2009 2,7 3,2 2,1 2,5 3,6<br />

48 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Besucher in ausgewählten Museen (Quellen: jeweilige Museen)<br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum insgesamt ........................ 2011 ... 64 311 ... ... ...<br />

2010 356 066 57 031 122 076 96 634 80 325<br />

darunter: Altes Rathaus ............................................... 2011 ... 7 972 ... ... ...<br />

2010 43 958 8 171 15 285 9 100 11 402<br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum/Neubau ........ 2011 ... 10 196 ... ... ...<br />

2010 25 784 7 777 8 136 4 829 5 042<br />

Völkerschlachtdenkmal ................................ 2011 ... 23 903 ... ... ...<br />

2010 179 611 19 357 59 645 62 041 38 568<br />

Forum 1813 .................................................. 2011 ... 7 522 ... ... ...<br />

2010 44 897 6 389 19 344 6 308 12 856<br />

Alte Börse ..................................................... 2011 ... 8 655 ... ... ...<br />

2010 28 380 9 502 8 374 5 508 4 996<br />

Schillerhaus .................................................. 2011 ... 1 428 ... ... ...<br />

2010 8 821 1 137 3 766 2 328 1 590<br />

Coffe Baum .................................................. 2011 ... 4 633 ... ... ...<br />

2010 24 591 4 695 7 520 6 506 5 870<br />

Museum der bildenden Künste ........................................ 2011 ... 33 435 ... ... ...<br />

2010 180 174 25 682 67 045 58 882 28 565<br />

GRASSI Museum für Musikinstrumente .......................... 2011 ... 6 167 ... ... ...<br />

2010 31 068 6 772 11 059 7 633 5 604<br />

GRASSI Museum für Angewandte Kunst ........................ 2011 ... 12 288 ... ... ...<br />

2010 60 816 20 535 14 019 10 033 16 229<br />

GRASSI Museum für Völkerkunde .................................. 2011 ... 9 610 ... ... ...<br />

2010 42 134 13 390 12 276 9 914 6 554<br />

Naturkundemuseum ........................................................ 2011 ... 11 575 ... ... ...<br />

2010 37 226 9 986 6 720 9 255 11 265<br />

Bach-Museum .................................................................. 2011 ... 7 852 ... ... ...<br />

2010 50 089 6 552 19 925 14 682 8 930<br />

Zeitgeschichtliches Forum ............................................... 2011 ... 40 635 ... ... ...<br />

2010 225 446 63 430 60 077 51 613 50 326<br />

Deutsches Buch- und Schriftmuseum ............................. 2011 ... 822 ... ... ...<br />

2010 958 338 233 319 68<br />

Ägyptisches Museum ...................................................... 2011 ... 3 474 ... ... ...<br />

2010 10 496 1 757 2 320 3 656 2 763<br />

Museum in der "Runden Ecke" ........................................ 2011 ... 21 030 ... ... ...<br />

2010 122 058 20 470 34 174 36 870 30 544<br />

Museum im Mendelssohn-Haus ...................................... 2011 ... ... ... ... ...<br />

2010 33 317 5 995 8 668 9 476 9 178<br />

Museum für Druckkunst <strong>Leipzig</strong> ...................................... 2011 ... 2 466 ... ... ...<br />

2010 10 569 2 730 3 041 2 398 2 400<br />

Apothekenmuseum ......................................................... 2011 ... 319 ... ... ...<br />

2010 2 048 292 634 499 623<br />

Deutsches Kleingärtnermuseum in <strong>Leipzig</strong> e.V. .............. 2011 ... 53 ... ... ...<br />

2010 1 188 83 497 542 66<br />

<strong>Leipzig</strong>er Galerie für Zeitgenössische Kunst ................... 2011 ... 4 436 ... ... ...<br />

2010 24 045 4 701 5 387 5 249 8 708<br />

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 49


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Ausgewählte Kultureinrichtungen (Quellen: jeweilige Einrichtungen)<br />

Oper <strong>Leipzig</strong> insgesamt<br />

Veranstaltungen ..................................................... 2011 ... 84 ... ... ...<br />

2010 382 97 129 17 139<br />

Besucher ................................................................ 2011 ... 35 080 ... ... ...<br />

2010 174 306 46 312 52 838 5 520 69 636<br />

darunter: Opernbühne<br />

Veranstaltungen ................................. 2011 ... 27 ... ... ...<br />

2010 144 38 48 7 51<br />

Besucher ............................................ 2011 ... 23 203 ... ... ...<br />

2010 111 978 33 037 31 916 4 121 42 904<br />

Platzausnutzung ........................... % 2011 ... 70,9 ... ... ...<br />

Musikalische Komödie<br />

2010 62,1 69,4 53,0 47,4 67,1<br />

Veranstaltungen ................................. 2011 ... 24 ... ... ...<br />

2010 136 31 45 3 57<br />

Besucher ............................................ 2011 ... 10 424 ... ... ...<br />

2010 54 760 12 222 16 109 1 102 25 327<br />

Platzausnutzung ........................... % 2011 ... 82,9 ... ... ...<br />

Kellertheater<br />

2010 77,3 76,3 68,7 69,3 85,1<br />

Veranstaltungen ................................. 2011 ... 3 ... ... ...<br />

2010 19 1 9 1 8<br />

Besucher ............................................ 2011 ... 293 ... ... ...<br />

2010 1 600 99 797 97 607<br />

Platzausnutzung ........................... % 2011 ... 98,7 ... ... ...<br />

Schauspiel <strong>Leipzig</strong> insgesamt<br />

Veranstaltungen (Summe der Bühnen mit<br />

2010 89,9 100,0 78,3 98,0 88,0<br />

Vermietungen und Gastspielen am Haus) ..... 2011 ... 211 ... ... ...<br />

2010 810 223 277 76 234<br />

Besucher ................................................................ 2011 ... 22 896 ... ... ...<br />

Centraltheater<br />

2010 103 900 23 742 36 039 7 845 36 274<br />

eigene Veranstaltungen ..................... 2011 ... 59 ... ... ...<br />

2010 203 57 62 13 71<br />

Besucher ............................................ 2011 ... 13 557 ... ... ...<br />

2010 58 635 15 415 16 604 3 023 23 593<br />

Platzausnutzung ........................... % 2011 ... 49,7 ... ... ...<br />

Skala<br />

2010 53,7 49,9 54,1 53,7 56,3<br />

eigene Veranstaltungen ..................... 2011 ... 56 ... ... ...<br />

2010 193 71 55 11 56<br />

Besucher ............................................ 2011 ... 3 366 ... ... ...<br />

2010 10 616 4 366 2 795 517 2 938<br />

Platzausnutzung ........................... % 2011 ... 72,0 ... ... ...<br />

2010 62,7 64,7 57,5 59,9 64,4<br />

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.<br />

50 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Sachgebiet<br />

Theater der Jungen Welt insgesamt<br />

Jahr<br />

Gesamtbzw.<br />

Endstand<br />

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Veranstaltungen (einschließlich 2011 ... 338 ... ... ...<br />

Vermietungen und Sonstiges) ........................ 2010 1 214 346 368 179 321<br />

Besucher ............................................................... 2011 ... 15 640 ... ... ...<br />

darunter: Theatervorstellungen<br />

2010 59 442 14 900 16 018 6 676 21 848<br />

Veranstaltungen ............................................... 2011 ... 170 ... ... ...<br />

2010 697 183 202 101 211<br />

Besucher ......................................................... 2011 ... 12 914 ... ... ...<br />

Kabarett Funzel<br />

2010 49 893 12 652 11 880 5 276 20 085<br />

Veranstaltungen ............................................... 2011 ... 72 ... ... ...<br />

2010 285 67 73 56 89<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 8 278 ... ... ...<br />

2010 33 363 7 854 6 712 7 248 11 549<br />

Platzausnutzung ........................................ % 2011 ... 76,0 ... ... ...<br />

Kabarett Academixer<br />

2010 78,0 78,1 61,2 86,0 86,0<br />

Veranstaltungen ............................................... 2011 ... 96 ... ... ...<br />

2010 440 104 94 124 118<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 16 893 ... ... ...<br />

2010 67 325 16 786 13 920 15 474 21 145<br />

Platzausnutzung ........................................ % 2011 ... 68,9 ... ... ...<br />

Gewandhaus zu <strong>Leipzig</strong><br />

2010 63,3 , 62,7 , 57,8 , 62,1 , 70,1 ,<br />

Gewandhauseigene Veranstaltungen .............. 2011 ... 70 ... ... ...<br />

2010 280 62 92 34 92<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 51 399 ... ... ...<br />

2010 190 126 49 801 56 996 25 187 58 142<br />

Mietveranstaltungen ........................................ 2011 ... 91 ... ... ...<br />

2010 268 68 70 30 100<br />

Besucher (Zahl der direkt im Gewandhaus 2011 ... 62 303 ... ... ...<br />

verkauften Karten) ......................<br />

Gohliser Schlösschen<br />

2010 201 996 56 481 57 803 15 398 72 314<br />

Veranstaltungen ............................................... 2011 ... 61 ... ... ...<br />

2010 317 91 93 77 56<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 2 325 ... ... ...<br />

Zoo <strong>Leipzig</strong><br />

2010 10 602 1 967 3 273 2 428 2 934<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 240 461 ... ... ...<br />

<strong>Leipzig</strong>er Städtische Bibliotheken<br />

2010 1 560 791 151 144 529 674 519 512 360 461<br />

Besucher .......................................................... 2011 ... 248 420 ... ... ...<br />

2010 838 003 221 842 183 573 207 485 225 103<br />

Entleihungen .................................................... 2011 ... 943 313 ... ... ...<br />

Bäder (Quelle: Sportbäder <strong>Leipzig</strong> GmbH)<br />

2010 3 588 017 824 208 754 192 794 490 1 215 127<br />

Besucher in Hallenbädern 1) ............................ 2011 ... 278 205 ... ... ...<br />

2010 883 987 263 850 229 677 160 022 230 438<br />

darunter: Festnutzer ......................................... 2011 ... 167 214 ... ... ...<br />

2010 579 683 161 542 163 764 107 664 146 713<br />

öffentliche Besucher .......................... 2011 ... 100 501 ... ... ...<br />

2010 276 851 91 914 61 212 49 621 74 104<br />

Besucher in Freibädern ................................... 2011 ... - ... ... ...<br />

2010 150 149 - 43 546 106 603 -<br />

darunter: Ermäßigt ............................................ 2011 ... - ... ... ...<br />

2010 45 318 - 14 429 30 889 -<br />

1) einschließlich Saunanutzer<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 51


Sachgebiet<br />

Lufthygiene (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie)<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Mitte<br />

NoDe- Jahr Oktober Januar Februar März<br />

vemberzember Schwefeldioxidbelastung ................................. µg/m³<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 2,4 1,3 2,8 2,1 3,7 3,0<br />

2009/2010 2,2 2,3 2,8 7,1 4,5 2,4<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2010/2011 20,2 4,2 13,8 19,1 58,6 23,3<br />

(Grenzwert: 1 000)<br />

Stickstoffmonoxid ............................................ µg/m³<br />

2009/2010 23,2 13,4 17,1 51,4 27,8 46,4<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 70 60 60 54 51 60<br />

2009/2010 54 51 60 53 52 43<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2010/2011 419 340 342 315 384 354<br />

(Grenzwert: 1 000)<br />

Stickstoffdioxid .......................................... ........ µg/m³<br />

2009/2010 248 268 292 368 313 279<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 51 44 51 46 48 59<br />

2009/2010 43 43 48 52 56 48<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2010/2011 139 121 145 114 164 155<br />

(Grenzwert: 200) 2009/2010 111 128 120 127 154 156<br />

Staubmessung (PM10) ............................ ........ µg/m³<br />

(Korngrößenbereich unter 10 µm)<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 31,43 27,40 36,91 30,79 50,34 ...<br />

2009/2010 23,42 21,05 27,29 48,70 38,10 32,41<br />

Maximales Tagesmittel ...................................... 2010/2011 51,01 75,91 98,15 93,46 90,36 ...<br />

Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³)<br />

2009/2010 56,12 44,99 52,08 143,13 96,77 75,12<br />

im Monat ...................................................... 2010/2011 1 3 6 5 12 14<br />

2009/2010 2 - 1 10 9 5<br />

seit Jahresbeginn ......................................... 2010/2011 32 35 41 5 17 31<br />

2009/2010 14 14 15 10 19 24<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Schönauer Straße<br />

Ozon ................................................................ µg/m³<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 28 26 29 36 38 46<br />

2009/2010 26 28 23 30 47 56<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2010/2011 85 70 71 78 84 114<br />

(Grenzwert: 120)<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Lützner Straße<br />

Staubmessung (PM10) ............................. ........ µg/m³<br />

(Korngrößenbereich unter 10 µm)<br />

2009/2010 68 73 63 78 91 98<br />

Monatsmittel ....................................................... 2010/2011 32,41 25,74 37,49 35,01 57,68 ...<br />

2009/2010 29,87 23,37 31,90 58,04 46,91 36,71<br />

Maximales Tagesmittel ...................................... 2010/2011 60,49 73,46 108,08 93,79 99,40 ...<br />

Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³)<br />

2009/2010 66,15 46,35 59,08 163,23 113,58 87,23<br />

im Monat ...................................................... 2010/2011 2 4 9 6 18 16<br />

2009/2010 4 - 2 13 11 7<br />

seit Jahresbeginn ......................................... 2010/2011 36 40 49 6 24 40<br />

2009/2010 49 49 51 13 24 31<br />

52 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Bevölkerung der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> mit Hauptwohnung am 31.03.2011 nach Ortsteilen<br />

OT/ Ortsteil / Insge- davon davon Anteile (in %)<br />

SB <strong>Stadt</strong>bezirk samt männlich weiblich Deutsche Ausländer unter 6 6 - u.15 15 - u.65 65 u.ä.<br />

00 Zentrum 1 650 851 799 1 411 239 14,5 5,6 6,2 65,6 22,6<br />

01 Zentrum-Ost 3 472 1 732 1 740 3 176 296 8,5 2,7 1,7 68,3 27,3<br />

02 Zentrum-Südost 10 188 4 760 5 428 8 052 2 136 21,0 4,3 3,2 68,2 24,4<br />

03 Zentrum-Süd 10 959 5 203 5 756 10 188 771 7,0 4,2 3,4 69,6 22,7<br />

04 Zentrum-West 9 030 4 392 4 638 8 119 911 10,1 5,5 4,2 68,8 21,6<br />

05 Zentrum-Nordwest 9 449 4 504 4 945 8 807 642 6,8 6,6 5,2 72,5 15,7<br />

06 Zentrum-Nord 7 611 3 687 3 924 6 767 844 11,1 9,0 7,6 70,4 13,1<br />

0 Mitte 52 359 25 129 27 230 46 520 5 839 11,2 6,2 5,2 67,0 21,6<br />

10 Schönefeld-Abtnaundorf 10 175 4 901 5 274 9 709 466 4,6 5,6 6,1 66,0 22,3<br />

11 Schönefeld-Ost 9 070 4 286 4 784 8 843 227 2,5 6,7 7,6 68,8 16,9<br />

12 Mockau-Süd 4 040 1 929 2 111 3 848 192 4,8 2,9 3,9 50,9 42,3<br />

13 Mockau-Nord 10 315 4 965 5 350 10 112 203 2,0 5,8 6,0 64,4 23,8<br />

14 Thekla 5 520 2 553 2 967 5 468 52 0,9 3,3 5,1 58,6 32,9<br />

15 Plaußig-Portitz 2 673 1 320 1 353 2 653 20 0,7 3,2 4,4 56,0 36,4<br />

1 Nordost 41 793 19 954 21 839 40 633 1 160 2,8 4,6 7,3 63,8 24,4<br />

20 Neustadt-Neuschönefeld 9 070 4 489 4 581 7 261 1 809 19,9 4,4 5,6 60,0 30,1<br />

21 Volkmarsdorf 7 732 3 937 3 795 6 324 1 408 18,2 6,5 6,9 72,9 13,6<br />

22 Anger-Crottendorf 9 446 4 593 4 853 8 862 584 6,2 6,5 7,4 70,6 15,5<br />

23 Sellerhausen-Stünz 7 535 3 557 3 978 7 266 269 3,6 6,4 7,0 69,4 17,1<br />

24 Paunsdorf 13 572 6 624 6 948 12 896 676 5,0 3,8 4,6 55,6 36,0<br />

25 Heiterblick 3 923 1 824 2 099 3 879 44 1,1 4,2 5,5 67,0 23,3<br />

26 Mölkau 5 932 2 864 3 068 5 857 75 1,3 2,8 5,2 64,1 27,9<br />

27 Engelsdorf 8 386 4 115 4 271 8 249 137 1,6 3,7 6,9 57,5 31,9<br />

28 Baalsdorf 1 680 844 836 1 672 8 0,5 4,9 7,2 65,3 22,6<br />

29 Althen-Kleinpösna 2 102 995 1 107 2 091 11 0,5 5,5 9,6 65,8 19,0<br />

2 Ost 69 378 33 842 35 536 64 357 5 021 7,2 5,4 8,5 65,2 20,9<br />

30 Reudnitz-Thonberg 17 306 8 119 9 187 16 147 1 159 6,7 5,0 6,5 66,0 22,4<br />

31 Stötteritz 14 370 6 775 7 595 13 891 479 3,3 6,8 5,8 71,0 16,5<br />

32 Probstheida 5 728 2 632 3 096 5 566 162 2,8 6,3 6,9 64,3 22,5<br />

33 Meusdorf 3 466 1 817 1 649 3 437 29 0,8 4,1 5,5 56,3 34,1<br />

34 Liebertwolkwitz 5 117 2 519 2 598 5 102 15 0,3 3,9 5,4 66,2 24,6<br />

35 Holzhausen 6 117 3 026 3 091 6 066 51 0,8 4,1 7,7 63,3 24,9<br />

3 Südost 52 104 24 888 27 216 50 209 1 895 3,6 4,4 7,2 59,8 28,6<br />

40 Südvorstadt 22 562 10 889 11 673 21 626 936 4,1 5,6 6,4 65,1 22,9<br />

41 Connewitz 17 095 8 229 8 866 16 595 500 2,9 7,7 5,4 73,1 13,7<br />

42 Marienbrunn 5 582 2 617 2 965 5 442 140 2,5 6,7 6,3 69,1 17,9<br />

43 Lößnig 10 695 4 902 5 793 9 903 792 7,4 3,9 6,4 52,7 37,0<br />

44 Dölitz-Dösen 4 046 1 950 2 096 3 959 87 2,2 3,7 5,4 55,8 35,1<br />

4 Süd 59 980 28 587 31 393 57 525 2 455 4,1 5,5 7,0 64,0 23,5<br />

50 Schleußig 12 126 5 848 6 278 11 656 470 3,9 6,2 5,9 66,4 21,5<br />

51 Plagwitz 12 230 5 917 6 313 11 592 638 5,2 10,5 9,2 69,3 10,9<br />

52 Kleinzschocher 8 568 4 147 4 421 8 302 266 3,1 7,1 5,0 72,4 15,5<br />

53 Großzschocher 8 857 4 178 4 679 8 757 100 1,1 6,0 7,0 66,9 20,1<br />

54 Knautkleeberg-Knauthain 5 130 2 534 2 596 5 101 29 0,6 3,7 5,6 56,1 34,6<br />

55 Hartmannsd.-Knautnaundorf 1 241 661 580 1 198 43 3,5 5,2 8,3 64,4 22,0<br />

5 Südwest 48 152 23 285 24 867 46 606 1 546 3,2 4,4 7,5 67,6 20,5<br />

60 Schönau 4 550 2 246 2 304 4 470 80 1,8 6,9 7,0 66,7 19,5<br />

61 Grünau-Ost 7 415 3 286 4 129 7 272 143 1,9 3,9 6,9 66,3 22,9<br />

62 Grünau-Mitte 11 689 5 581 6 108 11 043 646 5,5 2,7 4,0 55,2 38,1<br />

63 Grünau-Siedlung 3 822 1 803 2 019 3 752 70 1,8 4,0 6,9 60,2 28,9<br />

64 Lausen-Grünau 11 482 5 662 5 820 11 146 336 2,9 3,4 4,7 61,7 30,2<br />

65 Grünau-Nord 7 813 3 669 4 144 7 616 197 2,5 4,4 5,0 65,7 24,9<br />

66 Miltitz 1 933 977 956 1 919 14 0,7 5,2 7,7 64,6 22,6<br />

6 West 48 704 23 224 25 480 47 218 1 486 3,1 3,3 6,2 70,4 20,2<br />

70 Lindenau 6 083 3 030 3 053 5 569 514 8,4 4,0 5,9 62,5 27,5<br />

71 Altlindenau 12 748 6 473 6 275 11 753 995 7,8 7,1 5,7 76,1 11,0<br />

72 Neulindenau 5 565 2 595 2 970 5 399 166 3,0 6,7 7,0 73,8 12,5<br />

73 Leutzsch 8 749 4 240 4 509 8 495 254 2,9 5,1 5,6 62,0 27,2<br />

74 Böhlitz-Ehrenberg 9 821 4 728 5 093 9 611 210 2,1 5,7 6,3 66,8 21,2<br />

75 Burghausen-Rückmarsdorf 4 711 2 297 2 414 4 676 35 0,7 4,4 7,4 62,0 26,2<br />

7 Alt-West 47 677 23 363 24 314 45 503 2 174 4,6 3,9 7,2 63,9 24,9<br />

80 Möckern 12 368 5 985 6 383 11 925 443 3,6 5,6 6,7 68,0 19,7<br />

81 Wahren 5 931 2 816 3 115 5 813 118 2,0 4,9 5,8 63,8 25,6<br />

82 Lützschena-Stahmeln 3 966 2 003 1 963 3 928 38 1,0 4,7 5,4 62,2 27,7<br />

83 Lindenthal 6 114 2 981 3 133 6 052 62 1,0 3,8 7,1 65,4 23,7<br />

8 Nordwest 28 379 13 785 14 594 27 718 661 2,3 5,2 6,6 65,1 23,2<br />

90 Gohlis-Süd 16 330 7 928 8 402 15 193 1 137 7,0 4,7 6,1 63,9 25,2<br />

91 Gohlis-Mitte 14 255 6 817 7 438 13 692 563 3,9 7,6 7,2 70,5 14,7<br />

92 Gohlis-Nord 8 190 3 760 4 430 8 027 163 2,0 7,3 7,3 68,4 17,0<br />

93 Eutritzsch 11 681 5 590 6 091 10 896 785 6,7 4,4 5,2 53,1 37,3<br />

94 Seehausen 2 181 1 116 1 065 2 165 16 0,7 5,8 6,5 65,6 22,2<br />

95 Wiederitzsch 8 172 4 093 4 079 8 043 129 1,6 7,2 8,5 68,5 15,7<br />

9 Nord 60 809 29 304 31 505 58 016 2 793 4,6 4,9 8,3 66,2 20,7<br />

<strong>Leipzig</strong> insgesamt 509 482 245 428 264 054 484 448 25 034 4,9 6,4 7,0 66,1 20,5<br />

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011] 53


Bevölkerung der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> mit Hauptwohnung am 31.03.2011 nach Altersjahrgängen<br />

Altersjahrgang davon darunter Altersjahrgang davon darunter<br />

Insge-<br />

Insgevon<br />

... bis männ- weib- Aus- von ... bis männ- weib- Aus-<br />

samt<br />

samt<br />

unter ... Jahre lich lich länder unter ... Jahre lich lich länder<br />

0 - 1 5 001 2 546 2 455 139 45 - 46 7 441 3 980 3 461 410<br />

1 - 2 5 044 2 619 2 425 157 46 - 47 7 563 3 966 3 597 399<br />

2 - 3 5 040 2 545 2 495 163 47 - 48 7 605 3 922 3 683 376<br />

3 - 4 4 715 2 441 2 274 170 48 - 49 7 480 3 899 3 581 376<br />

4 - 5 4 373 2 210 2 163 191 49 - 50 7 301 3 785 3 516 342<br />

5 - 6 4 121 2 130 1 991 149 50 - 51 6 764 3 420 3 344 303<br />

6 - 7 4 142 2 125 2 017 179 51 - 52 6 800 3 462 3 338 271<br />

7 - 8 3 989 2 061 1 928 212 52 - 53 6 250 3 095 3 155 265<br />

8 - 9 3 618 1 804 1 814 158 53 - 54 6 061 2 921 3 140 260<br />

9 - 10 3 646 1 869 1 777 175 54 - 55 6 014 2 975 3 039 202<br />

10 - 11 3 621 1 837 1 784 168 55 - 56 6 287 3 085 3 202 211<br />

11 - 12 3 506 1 831 1 675 175 56 - 57 6 365 3 075 3 290 235<br />

12 - 13 3 240 1 630 1 610 179 57 - 58 6 445 3 110 3 335 199<br />

13 - 14 3 076 1 541 1 535 177 58 - 59 6 385 3 023 3 362 179<br />

14 - 15 2 816 1 456 1 360 180 59 - 60 6 317 3 012 3 305 161<br />

15 - 16 2 521 1 277 1 244 170 60 - 61 6 109 2 933 3 176 140<br />

16 - 17 2 499 1 268 1 231 210 61 - 62 6 031 2 812 3 219 142<br />

17 - 18 2 572 1 335 1 237 197 62 - 63 4 991 2 315 2 676 149<br />

18 - 19 2 939 1 449 1 490 251 63 - 64 4 647 2 141 2 506 129<br />

19 - 20 3 763 1 773 1 990 339 64 - 65 4 396 2 068 2 328 151<br />

20 - 21 6 279 2 834 3 445 422 65 - 66 3 914 1 784 2 130 113<br />

21 - 22 7 699 3 574 4 125 526 66 - 67 5 917 2 675 3 242 87<br />

22 - 23 8 145 3 822 4 323 566 67 - 68 6 718 3 076 3 642 59<br />

23 - 24 8 799 4 189 4 610 615 68 - 69 6 384 2 897 3 487 61<br />

24 - 25 8 808 4 188 4 620 699 69 -70 7 618 3 395 4 223 84<br />

25 - 26 9 089 4 321 4 768 652 70 - 71 7 166 3 276 3 890 68<br />

26 - 27 9 334 4 482 4 852 703 71 - 72 7 584 3 364 4 220 104<br />

27 - 28 9 282 4 645 4 637 731 72 - 73 6 790 3 012 3 778 85<br />

28 - 29 9 573 4 791 4 782 769 73 - 74 6 181 2 637 3 544 98<br />

29 - 30 9 020 4 561 4 459 706 74 - 75 5 939 2 552 3 387 73<br />

30 - 31 9 117 4 691 4 426 714 75 - 76 5 663 2 437 3 226 50<br />

31 - 32 8 664 4 468 4 196 769 76 - 77 5 342 2 276 3 066 53<br />

32 - 33 8 391 4 369 4 022 726 77 - 78 3 988 1 697 2 291 38<br />

33 - 34 8 079 4 315 3 764 646 78 - 79 3 683 1 513 2 170 38<br />

34 - 35 6 952 3 696 3 256 630 79 - 80 3 628 1 457 2 171 31<br />

35 - 36 6 288 3 324 2 964 597 80 - 81 3 687 1 442 2 245 31<br />

36 - 37 5 942 3 240 2 702 597 81 - 82 3 534 1 349 2 185 23<br />

37 - 38 5 673 3 025 2 648 567 82 - 83 3 206 1 098 2 108 18<br />

38 - 39 5 834 3 208 2 626 543 83 - 84 2 753 926 1 827 20<br />

39 - 40 6 926 3 818 3 108 514 84 - 85 2 471 685 1 786 19<br />

40 - 41 7 013 3 787 3 226 542 85 - 86 2 224 645 1 579 25<br />

41 - 42 6 859 3 683 3 176 524 86 - 87 1 899 486 1 413 14<br />

42 - 43 6 968 3 717 3 251 513 87 - 88 1 601 362 1 239 21<br />

43 - 44 7 132 3 784 3 348 472 88 - 89 1 588 370 1 218 8<br />

44 - 45 7 051 3 720 3 331 400 89 - 90 1 420 305 1 115 5<br />

90 und älter 4 173 714 3 459 26<br />

<strong>Leipzig</strong> gesamt 509 482<br />

245 428 264 054 25 034<br />

Quelle: Ordnungsamt/Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

54 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> I/2011]


Veröffentlichungsverzeichnis<br />

Statistisches Jahrbuch der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> (jährlich) (je 25,- €)<br />

<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> (vierteljährlich) (je 7,- €)<br />

2011<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2010 - Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Besucherbefragung 2010 - Ergebnisbericht (5,- €)<br />

Straßenabschnittsverzeichnis 2011 (7,50 €)<br />

2010<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken IV: Brücken über den Karl-Heine-Kanal und den Elster-Saale-Kanal (8,- €)<br />

Ortsteilkatalog 2010 (25,- €)<br />

Migranten in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2010 (15,- €)<br />

EU-Umfrage zur Lebensqualität in europäischen Städten 2009 (5,- €)<br />

Lebensbedingungen im Zeitvergleich 1991-2009 – Trendreport (15,- €)<br />

Deutschland-Umfrage zu <strong>Leipzig</strong> 2010 (7,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2009 – Ergebnisbericht (15,- €)<br />

2009<br />

Strukturatlas <strong>Leipzig</strong> 2009 - Karten von <strong>Leipzig</strong> nach Ortsteilen (15,- €)<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken III: Parthefließgewässer (8,- €)<br />

Bundestagswahl am 27. September in <strong>Leipzig</strong> – Ergebnisse und Analysen (5,- €)<br />

Kommunalwahlen 2009 in <strong>Leipzig</strong> – Ergebnisse und Analysen (5,- €)<br />

Landtagswahl am 30. August in <strong>Leipzig</strong> – Ergebnisse und Analysen (5,- €)<br />

Europawahl am 7. Juni 2009 in <strong>Leipzig</strong> – Ergebnisse und Analysen (5,- €)<br />

Bevölkerungsvorausschätzung 2009 für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> (5,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2008 – Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Straßenabschnittsverzeichnis 2009 (7,50 €)<br />

Menschen mit Behinderungen in <strong>Leipzig</strong> 2007 (10,- €)<br />

Vorbericht für Wahlen 2009 (5,- €)<br />

2008<br />

Besucherbefragung Weihnachtsmarkt 2008 – Ergebnisbericht (10,- €)<br />

<strong>Stadt</strong> - Umland - Region <strong>Leipzig</strong> 2008 (10,- €)<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken II: Elsterfließgewässer (10,- €)<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken I: Pleißefließgewässer (10,- €)<br />

Ortsteilkatalog 2008 (25,- €)<br />

Zuwanderung nach <strong>Leipzig</strong> 2007 – Ergebnisbericht (10,- €)<br />

Das Image der Universität <strong>Leipzig</strong> – Ergebnisse von Erhebungen 2007 (15,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2007 – Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Umfrage zur Sicherheit in <strong>Leipzig</strong> 2007 – Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Bürgerentscheid am 27.01.2008 (5,- €)<br />

2007<br />

Strukturatlas <strong>Leipzig</strong> 2007 - Karten von <strong>Leipzig</strong> nach Ortsteilen (15,- €)<br />

EU-Umfrage 2006 zur Lebensqualität in Städten (5,- €)<br />

Bevölkerungsvorausschätzung für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2007 (5,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2006 – Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Deutschland-Umfrage zu <strong>Leipzig</strong> 2007 (7,- €)<br />

Freizeit in <strong>Leipzig</strong> 2006 (15,- €)<br />

Straßenabschnittsverzeichnis 2007 (7,50 €)<br />

Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:<br />

Postbezug (zuzüglich Versandkosten):<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

04092 <strong>Leipzig</strong><br />

Direktbezug:<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Burgplatz 1, <strong>Stadt</strong>haus, Raum 228<br />

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur<br />

Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates<br />

Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages<br />

und andere. Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:<br />

Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de

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