vx 6 cds stark, schlank, schön. - Krieghoff

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vx 6 cds stark, schlank, schön. - Krieghoff

R e v i e R p R a x i s

Richtiges Flintenschießen

Erstens: Durch Sen-

ken der Mündung

wird die Wurfschei-

be abgewunken.

Zweitens: Sobald die Taube

ihre Richtung zu erkennen

gibt, wird die Flinte angehoben

und in Anschlag gebracht.

Fotos: Siegfried Traub

Olympiareif

Im Sommer finden die Olympischen Spiele in London statt. Am Start

und mit besten Medaillenchancen – das deutsche Wurfscheibenteam um

Bundestrainer Wilhelm Metelmann. Der ist zudem ein leidenschaftlicher

Grünrock und zeigt exklusiv für den JÄGER Flintentechnik vom Feinsten.

Der Olymp liegt an diesem Tag vor

den Toren von Berlin. Die Gemeinde

Hoppegarten, den meisten wegen ihrer

Galopprennbahn bekannt, grenzt

unmittelbar an die Hauptstadt und beherbergt

eine zweite traditionsreiche Sportstätte.

Die Schießanlage des SC Diana Hoppegarten

ist seit 1970 Leistungszentrum für die olympischen

Disziplinen Trap und Skeet (1996 ist

Doppel-Trap hinzugekommen). Hier haben der

heutige Bundestrainer Wilhelm Metelmann und

sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege

Hans Krüger das Flintenschießen von der Pike

auf gelernt. Hier hat sich sogar die litauische

Topschützin Daina Gudzineviciute fit machen

lassen, um dann bei den Spielen 2000 in Sidney

Gold zu gewinnen. Heute leitet Krüger den

Schießbetrieb in Hoppegarten, und Metelmann

lenkt die Geschicke der deutschen Nationalmannschaft.

Beide Trainer sind passionierte Jäger. „Mann,

hat der Krüger schon Sauen gestreckt,“ bemerkt

Metelmann bewundernd und tippt auf

ein Bild inmitten von Siegerehrungsfotos an

Drittens: Gleich-

zeitig wird der Kör-

per in die richtige

Schussposition ge-

dreht, ohne die Stellung

zu verändern.

Viertens: Aus der Bewegung

heraus wird

vor die Taube gezogen

und abgedrückt.

Immer noch wird

mitgeschwungen!

der Wand des Clubhauses, das den Freund mit

einem erlegten Keiler zeigt. Metelmann selbst

ist Revierpächter in seiner Heimatgemeinde Sewekow

unweit der schönen Wittstocker Heide

mit ihrem hohen Wildbestand: „Wir haben viel

Rehwild und gute Hirsche!“

Richtig anschlagen

Nun packt der ehemalige Weltklasseschütze

seine Flinte aus dem Futteral und murmelt ganz

bescheiden: „Ich habe schon jahrelang nicht

mehr jagdlich Trap geschossen.“ Die Unterschiede

zwischen der olympischen Disziplin

und den DJV-Regeln sind deutlich: Beim sportlichen

Schießen steht der Schütze 15 Meter

vom Bunkerrand der Wurfmaschine entfernt

– jagdlich sind es nur elf Meter. Der Olympionike

versucht, 25 Scheiben zu treffen, die aus

einem Graben geworfen werden, in dem 15

Wurfmaschinen installiert sind. Diese werden

in Höhe, Winkel und Geschwindigkeit nach

neun Wettkampfschemen eingestellt, welche

zuvor von einer Jury ausgelost worden sind. Der

olympische Trap-Schütze weiß nicht, welche


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Richtiges Flintenschießen

Übung macht den Meister: Denn außer dass

die Augen der Wurfscheibe folgen, laufen beim

jagdlichen Schießen alle anderen Bewegungen

automatisch ab – sogar das Abdrücken.

42 www.jaegermagazin.de 5/2012

Trapstand der Schießanlage

des SC Diana

Hoppegarten: Hier

üben Deutschlands

Wurfscheibenexperten

für die Olympiade.

Zwei, die es können: Hans Krüger

(links) und Wilhelm Metelmann.

Fotos: Siegfried Traub

Scheibe (gerade, rechts, links) geworfen

wird. Beim jagdlichen Schießen werden

nur 15 Scheiben beschossen, die in der Regel

langsamer fliegen. Ein DJV-Wettkampf

kann sowohl auf einem olympischen Gra-

benstand (wie in Hoppegarten) durchgeführt

werden, aber auch auf einfachen

Schießständen, die nur einen Turbulenzautomaten

haben. Dieser schleudert dann

die Ziele nach dem Zufallsprinzip, der

Schütze kennt also die Flugbahn nicht.

Zudem muss der Waidmann seine Flinte

aus dem Voranschlag, also mit dem Schaft

am Hüftknochen halten, und erst nach An-

blick der Wurfscheibe in Anschlag bringen.

Der Sportschütze hingegen hält die

Waffe bereits vor dem Abruf im Anschlag.

Immer mitschwingen!

Es ist dann wie mit dem Fahrradfahren, als

der 62-jährige Flintentrainer die Krieghoff

in den jagdlichen Anschlag bringt – das

verlernt man einfach nicht. Und so hält

der Bundestrainer die Spitze des Hinterschafts

auf Hüft- sowie die Mündung auf

Augenhöhe. Diese Grundhaltung bitte alle

üben! Winkt oder ruft der Schütze nun die

Taube ab, heißt das Kommando „heben

und drehen“. Zu diesem frühen Stadium

trennt sich bereits die Spreu vom Weizen,

denn gute jagdliche Trap-Schützen verfolgen

die Scheibe mit den Augen, bewegen

den Oberkörper in die gewünschte Schussposition

bei gleichzeitigem Heben und

Drehen der Waffe, bis der Anschlag hergestellt

ist. Dabei wird die Waffe in die

Flugbahn der Scheibe geführt. Ist das

entsprechende Zielbild hergestellt, wird

der Abzug konsequent gedrückt. Alles

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in einer fließenden Bewegung und schön

mitschwingend. Der Untrainierte hingegen

reißt die Flinte hektisch hoch, hält nach

der Taube Ausschau, fährt ihr dann wild

hinterher und stoppt die Bewegung im

Augenblick der Schussabgabe. „NICHT

stehen bleiben,“ lautet der wichtigste Lehrsatz

beim Flintenschießen. Das Schwingen

muss auch nach dem Schuss fortgesetzt

werden, die Bewegung locker ausklingen.

Finger am Abzug!

Klassischer Fehler Nummer zwei ist

das Durchreißen des Abzuges. Von der

Jägerprüfung nachhaltig eingeschüchtert,

legen viele Flintenschützen auch auf dem

Wurftaubenstand den rechten Zeigefinger

ausgestreckt an das Schaftholz („wood is

good“). Der Profi hat jedoch mit Beziehen

seines Standes das erste Fingerglied am

Abzug anliegen. Nun gilt es, vorsichtig zu

sein, denn die Abzugsgewichte der Sportwaffen

(siehe Kasten Seite 45) liegen mit

1.500 Gramm deutlich unten denen klassischer

Jagdflinten (2.500 Gramm). Der

Schütze bekommt aber nur so die Chance,

im entscheidenden Moment ohne jede Verzögerung

zu drücken und zu treffen.

Beide Augen auf!

„Nun ist es wichtig, sich sein Zielbild

gut einzuprägen,“ erklärt Metelmann. Der

Trap-Jäger muss also vor seinem inneren

Auge jenen Moment speichern, in dem er

die Garbe auf die Reise schickt. Nur so las-

sen sich Zielfehler abstellen, wenn die Tau-

be verpasst wurde. „Mit jedem Übungs-

schuss muss sich der Schütze seine Vorhaltemaße

erarbeiten und merken. Bei

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einer scharfen Rechts weiß er dann,

dass man die einen halben Meter vorhalten

muss. Die flache Taube nach vorn will

abgedeckt und die steile Links überzogen

werden.“ Das geht nur mit Routine.

Wesentlich leichter fällt selbst Anfängern

die Beinarbeit. Der Schütze steht – egal

auf welchem Trapstand – immer gleich:

Die Füße markieren eine Zwei-Uhr-Po-

sition, wobei das Gewicht (bei Rechtsschützen)

leicht auf das linke Bein ver-

lagert und der Oberkörper ein wenig nach

vorn geneigt wird. „Das linke Bein ist

das Stand- und Drehbein“, nennt es der

Bundestrainer. Schwieriger dürfte es für

viele hingegen werden, beim Flintenschießen

beide Augen offenzubehalten. „Das ist

ein wesentlicher Vorteil, weil man nur so

räumlich sehen kann. Alle Olympiateilnehmer

schießen so“, ergänzt der Diplom-

Sportlehrer. Wer jedoch rechts anbackt und

ein linkes Führungsauge hat, der muss hart

trainieren, damit wirklich das rechte Auge

über die Schiene zielt und nicht das andere

von links rüberschielt. „Dafür klebt man

am besten auf das linke Brillenglas ein

Schießpflaster. Dann ist das dominante

Auge gestört und das rechte übernimmt

das Kommando.“

Taube überprüfen!

Ein Weltklasseschütze visiert pro Jahr

so um die 15.000 Wurfscheiben an und

gibt dabei an die 20.000 Schuss ab. So

intensiv muss ein Jäger nicht trainieren,

um ein beglückendes Trap-Ergebnis zu

erzielen, aber so einmal im Monat, das

dürfte es schon mal sein. Erst auf einem

etwas gehobenen Leistungsniveau sollte

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Richtiges Flintenschießen

Beinstellung:

Links Richtung

Taube, rechts im

70-Grad-Winkel.

die Technik in den Blickpunkt des Schützen

geraten. Flinten mit Wechselchokes

können dann für Fortschritte sorgen. „Wer

immer auf demselben Stand übt, der sollte

sich mal über die Härte der Wurfscheiben

informieren“, plaudert Metelmann aus der

Trickkiste. Denn es geht nicht ausschließlich

darum, die beste Deckung auf der

Taube zu haben. Manche Scheiben sind

so hart, dass erst eine enge Garbe den Ton

zerplatzen lässt.

Beste Bohrung

Dann muss man engere Chokes (3/4, voll)

wählen als bei weichen Tauben anderer

Herstellern, die schon von wenigen Randkörner

zerstört werden. Fürs engagierte

Trap-Training sind 75/76er Läufe der

Standardlänge von 71 Zentimeter vorzuziehen.

Dieses jagdlich verbreitete Maß

passt wiederum gut für den Skeet-Stand.

Auch sind die echten Sportwaffen spür-

44 www.jaegermagazin.de 5/2012

bar schwerer als Bockdoppelflinten für

die Jagd. Metelmann: „Die springen nicht

so wie Leichtgewichte, lassen sich kompakt

führen, so der Fachbegriff für das

richtige Schwingverhalten.“

Spaß haben!

Grundposition:

Der Schaft muss

unter dem Arm

zu sehen sein.

Natürlich gilt weiterhin der alte Leitsatz

von Ludwig Krieghoff: „Die Läufe schießen,

aber der Schaft trifft.“ Und so sind

Sportflinten maßgeschäftet und/oder haben

eine verstellbare Backe. Auch setzen sich

mehr und mehr breitere und vor allem wesentlich

höhere Laufschienen durch. „Das

ist aber Geschmackssache. Jeder Schütze

hat da andere Vorlieben“, weiß der Bundestrainer.

Es ist auch viel Psychologie

dabei, wenn die Weltspitze aufeinander

trifft. So unterlagt Andreas Löw bei der

Weltmeisterschaft 2011 in Belgrad nur

um eine Taube im Stechen dem Chinesen

Li Jun. Zuvor hatten die beiden 194 von

Rechtsschütze:

Das Gros des Gewichts

lagert auf

dem linken Bein.

Das erste Fingerglied ist

stets am Abzug.

Augen auf: Und zwar

beide. Es sei denn, das

Führungsauge liegt auf

der falschen Seite.

200 möglichen Zielen getroffen – wohlgemerkt

im Doppel-Trap. Dabei werden

zwei Scheiben gleichzeitig geworfen und

müssen mit den beiden in der Bockflinte

geladenen Schrotpatronen jeweils getroffen

werden. Solche Perfektion ist bewundernswert;

uns Jägern reichen allerdings

gute Runden beim jagdlichen Trap, um

uns fit für die Krähen- und Niederwildjagden

im Herbst zu halten und richtig

viel Spaß mit Gleichgesinnten zu haben.

Fernseher anschalten!

Wer unserer Nationalmannschaft in Lon-

don die Daumen drücken und sich ein biss-

chen was abgucken möchte, der muss zwischen

dem 29. Juli und 6. August den Fern-

seher einschalten, dann finden die Wurfscheibenwettkämpfe

mit vier, vielleicht

fünf (eine Wildcard beantragt) deutschen

Startern in den Royal Artillery Barracks

der britischen Hauptstadt statt. R. Korioth

Die Sportflinte – Krieghoff K-80

Bei Krieghoff in Ulm blickt man auf eine lange,

erfolgreiche Tradition im Sportflintenbau zurück.

Los ging es in den 50er Jahren mit der inzwischen

legendären K-32, die der Amerikaner

Don Haldeman bei seinem Olympiasieg 1976

in Montreal führte. Nachdem Dieter Krieghoff

1979 in die Vereinigten Staaten übersiedelte

und von dort die US-Lieferungen seiner Mar-

ke lenkte, entstand die K-80 als kompromissloses

Sportgerät für die hart umkämpften Trap-

Schießen in den USA. Die Läufe der Bockflinten

sind thermisch voneinander entkoppelt, lassen

sich aber für ein perfektes Trefferbild zueinander

justieren. Ventilierte, teilweise verstellbare

Visierschienen, Wechselchokes (auch aus Ti-

tan) von Skeet bis Super-Voll gehören zum

Angebot. Die K-80 gilt unter Wettkampfschüt-

zen als unkaputtbar und ausgelegt für mehr

als eine Million Schuss! Das Herz der Flinte

bildet der hakenlose Verschluss mit seiner

sich selbst nachstellenden Verschlussplatte,

der nur geringstem Verschleiß ausgesetzt ist.

Die Patronenlager sind hartverchromt, und der

Einabzug mit 1.500 Gramm Abzugsgewicht ist

auf die jeweilige Fingerlänge einstellbar. Bei

den Trap- und Skeetversionen sind die Hinterschäfte

im Wangenbereich verstellbar. Auf

der IWA 2012 feierte mit der K-80 Parcours

die jüngste Variante der Baureihe Premiere –

geeignet für die Jagd wie das Parcoursschie-

ßen. Qualität hat bekanntlich ihren Preis, und

so kostet eine – auf unseren Bildern zu sehende

– K-80 für den Wettkampf ab 9.795 Euro. Wer es

allerdings in Deutschland durch Juniorenerfolge

schafft, an die Tür der Nationalmannschaft zu

klopfen, bekommt eine K-80 gestellt. Die Ulmer

unterstützen gemeinsam mit dem Munitionshersteller

RUAG den Förderkreis Nationalmannschaft

Wurfscheibe (www.fk-wurfscheibe.de)

und damit die Olympiasieger von morgen. rok

Hinterschaft: Verstellbar

bei der Trapversion.

Verschluss: Hakenlos. Die Patronenlager

sind hartverchromt.

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Abzug: Auf die Fingerlänge

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Wechsel-

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Läufe: Thermisch

voneinander entkoppelt.

Fotos: Siegfried Traub

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