Ausgabe April 2008 - Oberfischbach

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Ausgabe April 2008 - Oberfischbach

Evangelisch - ref. Kirchengemeinde

Oberfischbach

Nr.3

April 2008

Wir wün schen Ih nen,

dass die Aus saat in Ih rem Le ben

auch zur Frucht kommt


Monatsspruch

„Seid stets be reit, je dem Rede und Ant wort zu ste -

hen, der nach der Hoff nung fragt, die euch er füllt“.

April

2008

1. Pe trus 3,15

Was ist die Hoff nung, die mich er -

füllt

Liebe Gemeindeglieder. Warum bist

du Christ Viel leicht sind Sie das

schon ge fragt wor den. Wer Sie so an -

spricht, möch te et was über den

Grund Ihres Glaubens erfahren. Die

Ant wort kann dem Fra gen den hel fen,

sei nen ei ge nen Weg zu Gott zu fin -

den.

Wenn wir in unsere Lebensgeschichte

bli cken, wer den wir fest stel len,

dass wir im mer wie der auf Men schen

ge trof fen sind, die uns er mu tigt ha -

ben, als Chris ten zu le ben. In ih rem

Gottvertrauen und ihrer Lebenshal -

tung sind sie für uns glaub wür di ge

Zeugen gewesen: die Großmutter, un -

se re El tern, ein Leh rer, der Freund,

die Pfar re rin, ein Kol le ge oder auch

ein Unbekannter, der im richtigen

Mo ment an un se rer Sei te war. Auch

wir kön nen für andere wichtige

Begleiter zum Glauben werden.

„Seid stets be reit, je dem Rede und

Ant wort zu ste hen, der nach der Hoff -

nung fragt, die euch er füllt“, heißt es

im ersten Petrusbrief. So angespro -

chen, wer den wir uns zu nächst selbst

fra gen: Was ist die Hoff nung, die

mich er füllt Wer da rü ber nach denkt,

kann Quel len des Glau bens neu ent -

de cken und sie an de ren zei gen.

In un se rer Zeit seh nen sich vie le

Menschen nach spiritueller Erfahrung

und fra gen nach Gott. Wir sind auf ge -

ru fen, ih nen zu ant wor ten – in dem

wir von dem er zäh len, wo rauf wir

hoffen.

In die sem Mo nat fei ern über 50 Ju -

gendliche aus unserem Kirchspiel

ihre Konfirmation. Diese jungen Men -

schen brau chen un be dingt Be glei ter,

die von ih rer Hoff nung er zäh len. Hoff -

nung nicht nur im Hin blick auf Schu le

und Aus bil dung. Hoff nung, die mehr

ist als ein Schul ter klop fen: Kopf

hoch! Das schaffst du schon. Hoff -

nung, die das ganze Le ben trägt.

Als Chris ten le ben wir da von, dass

un se re Hoff nung au ßer halb von uns

liegt. Wir kön nen und brau chen sie

uns nicht zu schaf fen. Wir kön nen sie

uns aber im mer wie der neu sa gen

las sen. Im Hö ren auf Got tes Wort er -

fah ren wir von der Ewig keit Got tes,

an der wir im Glau ben an Je sus Chris -

tus teil ha ben. Wir hö ren da von und

glau ben da ran, dass wir in Freud und

Leid von Gott ge tra gen sind und,

dass sei ne Wege mit uns selbst da

nicht auf hö ren, wo un se re Wege en -

den.

Ich bin Christ, weil mir die Lie be Got -

tes in Je sus Chris tus be deut sam ge -

wor den ist. Ihm möch te ich mich

an ver trau en, heu te und mor gen. Und

dass er mich wie ein gu ter Hir te führt,

da rauf ver traue ich. Bei ihm ist selbst

mei ne Schuld gut auf ge ho ben. Im

War ten auf sei ne Ewig keit lebe ich

glau bend. Ihr Pfr. M. Brauk mann

2


Gottesdienste

Hauptgottesdienst in der Kirche Oberfischbach. Außengottes -

dienste in den jeweiligen Vereinshäusern der unten aufgeführten

Ort schaf ten.

Got tes dien ste im April

06.04.: Miserikordias Domini

Oberfischbach: 10.00 Uhr, Pfr. Schmidt, Kon fir ma ti on Bot ten -

berg / Heuslingen, mit Po sau nen chor Ober heus lin gen

Kollekte: für die eigene Gemeinde (neue Liederbücher)

13.04.: Jubilate

Oberfischbach: 10.00 Uhr, Pfr. Brauk mann, Kon fir ma ti on

Oberfischbach, mit Po sau nen chor Oberfischbach

Kollekte: für die Evang. Jugendarbeit in Westfalen

20.04.: Kan ta te

Oberheuslingen: 8.30 Uhr. Pfr. Schmidt

Oberfischbach: 10.00 Uhr, Pfr. Brauk mann, Kon fir ma ti on

Nie dern dorf / Heis berg, mit Po sau nen chor Niederndorf

Kollekte: für die Förderung der evang. Kirchenmusik

27.04.: Ro ga te

Nie dern dorf: 8.30 Uhr, Pfr. Braukmann

Oberfischbach: 10.00 Uhr, Pfr. Brauk mann, Musical der Kir -

chen mäu se (s.S. 12)

Kollekte: für die Bahnhofs- und Binnenschiffermission

Vor an zei ge:

Am 01.05., Chris ti Him mel fahrt, fin det wie der, wie im Vor jahr,

in Al chen um 10.00 Uhr ein Ge mein schafts-Got tes dienst statt,

mit Pfrn. Och se und Pfr. Schmidt

Wer eine Mitfahrgelegenheit benötigt meldet sich bitte im Gemeindebüro.

Im An schluss an den Got tes dienst sind alle herz lich ein ge la den zum Mit tag es -

sen. Der Hei mat ver ein bietet Erb sen sup pe und Würst chen aus der Gu lasch ka -

no ne an.

3


Regelmäßige Veranstaltungen:

Ge bets stun den (in den Vereinshäusern)

Bot ten berg: 21.04. um 20.00 Uhr

Heisberg: Nach Ab spra che

Niederndorf: Je den Frei tag um 20.00 Uhr

Ober fisch bach: Je den Mitt woch um 20.00 Uhr

Oberheuslingen: Je den Don ners tag um 20.00 Uhr

Mitarbeiterkreise

Bot ten berg: 29.04. um 20.15 Uhr

Be suchs dienst kreis: 02.04., 20.00 Uhr im Ge mein de haus Nie dern dorf

Bi bel stun den

Sonn tags je weils 20.00 Uhr in den Ver eins häu sern Heis berg und Ober fisch -

bach, in Bot ten berg (au ßer 1. Sonn tag); Nie dern dorf (au ßer 4. Sonn tag); Ober -

heus lin gen (au ßer 3. Sonn tag).

Nie dern dorf: Bi bel treff, je den 1., 3. (+ 5.) Mitt woch im Mo nat, 20.00 Uhr, im

Gemeindehaus

Be son de re Ver an stal tun gen:

Bot ten berg: 10.04., Pred. Hans-Jür gen Tast

Heisberg: 04.04., Pred. Karl-Erich Daub

16.04., Ge bets stun de

Oberfischbach: 02.04., Pred. Hans-Jür gen Tast

Oberheuslingen: 23.04., Pred. Karl-Erich Daub

27.04., Missionsstunde mit der Liebenzeller Mission

Nie dern dorf:

13.04., Pred. Mar tin Ha fer

25.04., Pred. Gott fried Schmidt

Herz li che Ein la dung zum Frau en mis sions fest in Ober fisch bach

am Mitt woch, dem 02.04., 14.00 Uhr

mit Schwes ter Gre tel Wal ter von der Liebenzeller Mis si on.

The ma: "Bar na bas" Ein Mensch wie du und ich, von Gott ge braucht.

Urlaub im Gemeindebüro!

Das Ge mein de bü ro ist in der Wo che vom 31. März - 04. April nicht be setzt.

!

Ach tung: vor ge zo ge ner Re dak tions schluss für den Mai-Ge mein de gruß:

07. April 2008

4


Woche für das Leben:

Gesundheit – höchstes Gut

Die Ak ti on "Wo che für das le ben"

möch te ei nen Bei trag zur Be wusst -

seins bil dung über den Wert und die

Würde des menschlichen Lebens leisten.

Es geht da bei um die Wert schät -

zung des Le bens in ei nem um fas senden

Sinn. Men schen wür de be ginnt

vor der Ge burt und en det nicht mit

dem Verlust intellektueller oder kör -

perlicher Fähigkeiten. Ebenso wenig

hän gen Le bens fül le und ein sinn er -

füll tes Le ben da von ab, was ein

Mensch an körperlicher Leistungsfä -

hig keit auf zu war ten hat. Wo Ge sund -

heit qua si re li gi ös auf ge la den und zur

alles bestimmenden Größe im Leben

wird, da droht Gefahr für die

Menschenwürde.

Ge sund heit ist ein ho hes Gut.

„Vor allem Gesundheit” wünschen

sich Menschen an Geburtstagen.

„Haupt sa che ge sund” kann man in

kri ti schen Si tua tio nen hö ren. Und tat -

säch lich ha ben wir heu te vie le Mit tel,

um Krankheiten zu besiegen oder

hinauszuschieben. Eine hoch entwi -

ckelte Medizin und Diagnostik, wirk -

same Medikamente und ein hoher

Stan dard bei Hy gie ne und Er näh rung

füh ren dazu, dass die Men schen im -

mer äl ter wer den. Vie le Men schen

sind be reit, in Gesundheit, „Vitalität

und Lebensfreude” zu investieren.

Le bens fül le ist aber mehr als

Ge sund heit.

Trotz al ler Anti-Aging-An stren gun gen,

trotz Sport und Fit ness müs sen sich

die meis ten Men schen auch mit

Krankheiten auseinander setzen und

schließlich lernen, ihr Altern anzuneh -

men und sinn voll zu ge stal ten. An de -

re sind be reits mit ei ner chro ni schen

Krankheit oder Behinderung geboren.

Sie kön nen ein Bei spiel da für sein,

dass ein sinn er füll tes Le ben trotz Be -

ein träch ti gun gen ge lin gen kann.

Kranke und behinderte Menschen ge -

hö ren in die Mit te der Ge sell schaft.

Wo sie in besondere Hilfesysteme

„abgeschoben” werden, leiden nicht

nur die Be trof fe nen. Ein fal sches

Ideal von Ge sund heit und Lei stungs -

fähigkeit verführt auch Gesunde, ihre

Gren zen zu über schrei ten, und zer -

stört die Fä hig keit zu Ein füh lung, Mit -

leid und Hilfsbereitschaft.

Ge sund oder krank - von Gott

ge liebt!

Die biblischen Heilungsgeschichten

be zeu gen, dass Je sus sich de nen zu -

ge wandt hat, die da mals am Rand

der Gesellschaft standen. Ihnen hat

er durch sei ne Hei lun gen mehr als

bloß körperliche Genesung gebracht.

Heilungen richten Gebeugte auf, ho -

len Ausgestoßene in die Gemeinschaft

zu rück und er öff nen Ho ri zon te

des Miteinanders und Perspektiven

der Hoff nung, die über die ei ge nen

Kräfte hinausgehen. Wo Jesus Men -

schen hei lend be rührt, lässt er sie die

Fül le des Le bens er fah ren. Aber auch

in der Krank heit gilt: Oft ge nug wird

deut lich, dass Krankheiten Türen

öffnen können, die Gesunden verschlos

sen bleiben: Türen zu einer

anderen Tiefe der Wirklichkeit, zu

innerer Reifung und Lebensfülle.

5


Soll sich Kirche einmischen

1.) Die soziale Frage:

In einer Umfrage vor wenigen Mona -

ten äu ßer ten weit über fünf zig Pro zent

der Be frag ten den Ver dacht, dass die

Po li tik – hier in der Per son der Bun -

deskanzlerin – bei ihrer Arbeit vorwie -

gend die rei che, bes ser ge stell te

Be völ ke rung im Blick hät te. Eine Aus -

sa ge, weit mehr als eine Mo ment auf -

nah me und frei von par tei po li ti scher

Stim mung. Viel mehr Aus druck ei nes

weit um sich greifenden Unbehagens,

das sei ne Ur sa che in ei nem grund sätz -

li chen Pro blem hat. Ein Pro blem, das

etwa zur glei chen Zeit mit ei ner an de -

ren Untersuchung belegt wurde: Zehn

Prozent der Bevölkerung besitzen zwei

Drittel des Gesamtvermögens – eine

unvorstellbare Summe in

Billionenhöhe.

Reaktionen auf dieses Ergebnis – fast

Fehlanzeige. Die, welche von dieser

Entwicklung profitieren, sehen keinen

Grund, die vor herr schen de Ver mö -

gensverteilung kritisch zu hinterfra -

gen; hier ist ein gu tes Stück so zia ler

Ver ant wor tung der Rei chen für die Ar -

men in den letz ten Jah ren ver lo ren ge -

gan gen. Und die, wel che zu den

un te ren zehn Pro zent ge hö ren, die

massiv verschuldet sind, scheinen zu

ent mu tigt und des il lu sio niert um auf -

zu be geh ren. Und ih nen fehlt da für

auch eine Organisation. Lediglich von

Sei ten der Po li tik wur de Kri tik an über -

zogenen Managementgehältern laut –

hier in der Per son des Por sche-Vor -

standsvorsitzenden mit ei nem jähr li -

chen Ein kom men in un vor stell ba rer

Millionenhöhe. Doch war dies wohl

eher ein Ab len kungs ma nö ver von

dem oben genannten gravierenden

strukturellen Problem einer

ungerechten Vermögensverteilung.

Und wo bleibt der Pro test der Kir -

chen Es blieb er schre ckend ru hig;

so still, dass man für die se Ruhe

nach den Grün den fra gen muss.

Schnell ist die Be haup tung auf ge -

stellt, die Ver tre ter der Kir chen ge -

hör ten auch zu den Besserverdie

nen den und hät ten den Kon takt

zu den ar men Schich ten ver lo ren.

Da ge gen spricht je doch, dass vie le

Kir chen ver tre ter in gro ßer Be schei -

den heit le ben und die Kir chen durch

das segensreiche Wirken von Caritas

und Di ako nie ihr Ohr und Herz bei

den Ar men ha ben. Mit mehr Be rech -

ti gung ist da ge gen die Fra ge zu stel -

len, in wel chem Maße är me re

Mitchristen in den Gre mien, Ver bän -

den und Hierarchien vertreten sind

oder ob die Kir che in gro ßem Maße

nicht eine Kir che der bür ger li chen

Mitte ist und Arme vorwiegend als

„Objekte der Fürsorge“ vorkommen

Eins scheint mit evi dent: Die Kir chen

haben ihren „heiligen Zorn“ verloren;

den Mut, Miss stän de mit al ler Schär -

fe an zu pran gern, kein „Blatt vor den

Mund zu neh men“ für die, die kei ne

Stim me ha ben. Zu groß scheint die

Angst da vor, Mit glie der, die kei ne po -

litisch oder sozial engagierte Kirche

möch ten, zu ver är gern; zu groß die

6


Sorge, gute Kirchensteuerzahler zu

ver trei ben; zu groß die Furcht, dass

eine verärgerte Politik kirchliche Privi -

legien (Körperschaftsstatus, Religions -

un ter richt an staat li chen Schu len,

Kirchensteuereinzug) in frage stellt.

Doch zur Seel sor ge ge hört auch die

Sorge um das soziale Wohlergehen.

Eine Kir che, die in die sem Be reich

ihren Biss verliert, könnte auch auf

anderen Ebenen für viele zahnlos wir -

ken.

Michael Tillmann

2.) Die Kritik der "Grünen"

am Christival:

Vom 30. April bis 4. Mai fin det in Bre -

men der Ju gend kongress "Christival"

statt. Wäh rend des Fes ti vals soll te in

225 Ar beits grup pen und Se mi na ren

Raum für Aus tausch zu den un ter -

schiedlichsten Fragen des Glaubens

oder des gesellschaftlichen Lebens

gegeben werden. Eins der Seminare

zum Thema Homosexualität sollte ein

An ge bot sein für Men schen, die ihre

eigenen homosexuellen Empfindun -

gen als Pro blem se hen und de ren Lö -

sung nicht im Aus le ben der

Homosexualität suchen.

Am 8. Ja nu ar for der te der Par la men ta -

rische Geschäftsführer der "Grünen"

Bun des tags frak ti on, Vol ker Beck (frü -

herer Sprecher des Schwulenverban -

des), die Bundesfamilienministerin

Ur su la von der Leyen auf, ent we der

die Schirm herr schaft für das Fes ti val

ab zu le gen oder für die Ab set zung des

Seminars zu sorgen. Die Verantwortli -

chen des Christivals ha ben da rauf hin

dies Se mi nar ab ge sagt, da es ih rer

Mei nung nach den ge schütz ten

Raum für verantwortliche Seelsorge

so nicht bie ten kön ne. Da mit aber

nicht ge nug. Am 24. Ja nu ar star te te

die Bun des tags frak ti on der "Grü nen"

eine Kleine An fra ge an die Bun desregierung

die letzt lich die Ar beit

größerer Teile der Evangelikalen Be -

we gung in fra ge stellt und in der

Nachfrage ihrer zur "Grundgesetzfä -

hig keit" gip felt.

Da stellt sich doch die Fra ge: Wo rum

geht es hier ei gent lich Ist es in die -

sem Land nicht mehr mög lich ein

Se mi nar an bie ten zu kön nen, das

Men schen, die sich än dern wol len,

beraten kann Wer mit homosexuel -

ler Orien tie rung zum Christival geht,

wird weder darauf angesprochen

noch kri ti siert. Es geht aus drüc klich

nur um die, die frei wil lig die ses An -

gebot annehmen wollen.

Die grundsätzliche Infragestellung

und Kri tik der "Grü nen" geht viel wei -

ter. In der post mo der nen Ge sell -

schaft, in der al les gleich gül tig und

nichts mehr ver bind lich wahr ist,

wird jede anderslautende Mei nung

als Be dro hung für die Frei heit be -

kämpft. Da mit aber geht es für die

Kirchen um die grundsätzliche Frage

der Gewissens-, Mei nungs-, und Re li -

gionsfreiheit. Wenn die Infragestellung

homosexueller Praxis (nicht

Neigung) schon als Diskriminierung

und Grund rechts ver let zu ng ver ur teilt

wird, dann kommt das ja ei nem

Maul kor ber lass gleich. Und dazu

kann man nicht schwei gen. Die

Grund sätz lich keit der Fra ge geht uns

alle drin gend an. M.Braukmann

7


Mit Psalmen beten:

„Der Herr ist mein Hir te“ – der Klas si -

ker; Psalm 23, viel leicht der be lieb tes -

te der Psal men. Ihn zu be ten, fällt

leicht. Was ver wun dern kann. Denn

die ver wen de ten Bil der sind mir, sind

– so glau be ich – vie len zu nächst

fremd: der Hir te, das Wei den auf grü -

ner Au, das Wan dern im fins te ren Tal,

Ste cken und Stab, und die Sal bung

des Haupts mit Öl. Doch die Bil der

spre chen eine Ebe ne jen seits der

Spra che an: das Ge fühl der Ver las sen -

heit und der Wunsch nach Ge bor gen -

heit. Und da rin ist der 3.000 Jah re alte

Psalm zeit los. Weil die Not zeitlos ist –

und die Verheißung.

Was Lu ther mit „fins te ren Tal“ über -

setzt, meint die To des schat ten -

schlucht, die Er fah rung tiefs ter

menschlicher Verlassenheit ange -

sichts mensch li cher Lei den und des

Ster bens. Für man che ist das fins te re

Tal Spiegelbild ihres Lebensweges.

Doch in die se Er fah rung hin ein ver -

spricht der Psalm eine an de re Wirk -

lich keit: In die Fins ter nis des Tals

fällt der Schein des Him mels. Ich irre

nicht ziel los um her, son dern mein

Lebensweg ist ein Pilgerweg. Ich

habe eine Hei mat bei Gott; er ist der

Gastgeber meines Lebens. Eines Le -

bens in Fül le. Er führt mich in sein

Haus und überhäuft mich mit

Gütern.

Was den 23. Psalm so be liebt

macht, ist – so glau be ich – die

Sehn sucht des Men schen, der er so

sprachgewaltig Ausdruck verleiht.

Die Sehn sucht nach ei nem Le ben in

bergender Fülle. Eine Sehnsucht, die

im Glau ben ihre Ant wort kennt: Gott,

den Hir ten. Wenn wir uns ihm an ver -

trau en, hat un se re Sehn sucht nur

ein Ziel: Gott, den Hir ten. Und wenn

Gott uns führt, kommt un se re Sehn -

sucht an ihr Ziel: Gott, den Hir ten.

Herr Je sus, du gu ter Hir te, lass uns

Frie den fin den auf der Weide deines

Heils.

Mi cha el Till mann

8


Alles neu - macht der April

Mit dem Ein füh rungs- bzw. Verabschiedungsgottesdienst am 30.03. konstituiert

sich das neue Presbyterium. Wir begrüßen die neuen Presbyterinnen und

Pres by ter ganz herz lich und möch ten Sie ih nen hier mit vor stel len.

Name : Iris Be in hau er

Wohn ort: Nie der heus lin gen

Al ter: 42 Jahre

Fa mi lien stand: ver hei ra tet, 2 Kin der

Beruf: Krankenschwester

Name: Dag mar Irle

Wohn ort: Ober fisch bach

Al ter: 40 Jah re

Fa mi lien stand: ver hei ra tet, 2 Kin der

Beruf: Bibliothekarsassistentin

Name: Rainer Klappert

Wohn ort: Nie dern dorf

Al ter: 53 Jah re

Familienstand: ver hei ra tet, 3 Kin der

Be ruf: IT-Systemtechniker

Name: Kars ten Schrei ber

Wohn ort: Bot ten berg

Al ter: 40

Fa mi lien stand: ver hei ra tet, 2 Kin der

Be ruf: Ausbilder

Hier die Pres by te ri ums mit glie der ins ge samt:

Iris Beinhauer (Ndhsl), Er hard Ben der (Obf) Man fred Boh land (Ndhsl), Rosema -

rie Ei chen au er (Obf), Gisela Glaesner (Db), Wal ter Hees (Obf), Dag mar Irle

(Obf), Ma ri ta Klateich (Obhsl), Rai ner Klap pert (Ndf), Ger hard Loos (Obhsl), Die -

ter Ni war (Ndf), Kars ten Schrei ber (Bo), Tillmann Stra cke (Hsb), Helmbrecht

Winkel (Ndf); sowie Pfr. Mar tin Brauk mann und Pfr. Hans-Wer ner Schmidt.

9


Konfirmation: mehr als ein

Familienfest mit Gesangbuch

Ich er in ne re mich noch gut an mei nen

Konfirmationsanzug. Ein Zweiteiler, in

ge dec ktem Blau, dazu ein neu es wei -

ßes Hemd und die Kra wat te, die mein

Va ter bin den half. Die Fo tos mei nes

Konfirmationstages zeigen unsere

Gruppe sittsam aufgestellter junger

Menschen etwas unbeholfen, aber

doch stolz – für die meis ten war es

wie für mich auch der ers te Tag in

richtig feinen Kleidern. Ein Konfirma -

tionsanzug gehörte dazu, das Gesang -

buch oder die ers te ei ge ne Bi bel mit

Widmung und Goldschnitt, die meine

Patentante schenkte.

Längst ist die Klei der fra ge nur eine un -

ter vie len, die die sen Tag be stim men.

Kon fir man den freu en sich über Ge -

schen ke und die Be ach tung, die ih nen

an die sem Tag von Freun den und Fa -

mi lie zu teil wird. Viel fach ist die Kon fir -

mation ein sorgfältig geplantes

Familienfest, der Gottesdienst füllt die

Kir chen wie sonst nur an Weih nach -

ten. Gleich wohl: Es ist nicht mehr

selbstverständlich, sich mit vierzehn

Jahren konfirmieren zu lassen. Nicht

allein familiäre Tradition entscheidet,

sondern die eigene Bereitschaft, ein

bis zwei Jah re am Un ter richt teil zu neh -

men. Konfirmation setzt Interesse vor -

aus. Die Grup pe von Kon fir man den

diskutiert, lernt Grundfragen des Glau -

bens ken nen, singt mit ein an der und

betet. Gemeinsame Gottesdienste

werden gestaltet. Besonders beliebt

sind die Konfirmandenfreizeiten.

Die Konfirmation ist eine Bekräftigung

der Tau fe. Mit ihr er langt man

Religionsmündigkeit, kann sich in

kirchliche Gremien wählen lassen

oder selbst Pate wer den. Meist wird

man zur Kin der tau fe von den El tern

ge tra gen, die Schrit te zur Ein seg -

nung geht man selbst. Die ers te Fei -

er des Hei li gen Abend mahls ge hört

in den Rah men der Kon fir ma ti on.

Bei der Kon fir ma ti on selbst wird ein

persönliches Bibelwort zugespro -

chen. Meist su chen es die Kon fir -

man den selbst aus, manch mal auch

Pfar re rin oder Pas tor. Ich weiß heu te

noch, warum ich mich für mein

Bibelwort entschied.

Am Kon fir ma tions sonn tag wird jun -

gen Men schen an der Schwel le zum

Erwachsenwerden der Segen Gottes

zugesprochen: Ganz persönlich, mit

einem Konfirmationsspruch, der für

sie be stimmt ist. Die ser Se gen hilft

auf dem Weg in die ei ge ne Le bens -

ver ant wor tung und hat stär ken de

und orien tie ren de Kraft – auch dann

noch, wenn der Kon fir ma tions an zug

längst nicht mehr passt.

Dr. Uwe Rieske

In die sem Sin ne wün schen wir un se -

ren Kon fir man din nen und Kon fir -

man den, dass sie auch wei ter hin

vie le po si ti ve und gute Er fah run gen

mit dem Glau ben an Je sus Chris tus

und in der Ge mein de ma chen. Lasst

euch ein la den, eu ren jun gen Glau -

ben ge mein sam mit uns zu le ben.

Lasst uns ge mein sam da nach fra -

gen, wel che Rol le der Glau be an Je -

sus Chri stus für uns spie len kann.

Gemeinsam macht Glauben Spaß!

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Herzliche Einladung

zum Mini-Musical

der "Kir chen mäu se Ober fisch bach"

27.April, 10.00 Uhr in der Jo han nes kir che

Der blin de Bett ler Bar ti mäus ist in ganz Je ri cho be kannt. Am nahe ge -

le ge nen Brun nen gibt es Ge rüch te von ei nem Rab bi aus Ga li läa, der wun -

der ba re Ta ten voll brin gen kann. Bar ti mäus schöpft Hoff nung, dass

die ser Je sus der ver spro che ne Messi as sein könn te. Wird von ihm nicht

auch be haup tet, er könn te Blin de se hend ma chen End lich kommt der

Rab bi nach Je ri cho. Bar ti mäus ruft so lan ge, bis Je sus auf ihn auf merk -

sam wird. Ob Je sus ihm hel fen kann

Die ses span nen de Mini-Mu si cal führt un ser Kin der chor "Kir chen mäu se

Ober fisch bach" im Fa mi lien got tes dienst am 27. April auf. Wir la den

jung und alt ganz herz lich dazu ein.

Diakoniestation Freudenberg

Telefon:

2111

Ev. - ref. Kir chen ge mein de Ober fisch bach

Pfar rer Mar tin Brauk mann, Nie dern dorf, Im Hähn chen 6, 571043

Pfar rer Hans-Wer ner Schmidt, Al chen, Vor der Nörr 24, 0271/370228

Küsterin Kirche: Bettina Fischbach, Oberfischbach, Kirchweg 1, 5170

Küsterin GMZ: Kar la Stra cke, Heis berg, Heisberger Str. 73, 5217

Küsterin "Alte Schule" : Sabine Müller-Breitenbach, Niederndorf, Im Hähnchen 4, 55239

Kin der gar ten „Ar che“, Ober fisch bach, Am Kalt land 6, 61991

Öff nungs zei ten des Pfarr bü ros: (Kirchweg 4), Sekr. Ute Schwarz

mon tags 16.00 -18.00 Uhr, don ners tags von 9.00 - 11.00 Uhr, 60787 / FAX 571680.

E-mail: Kirchengemeinde.Oberfischbach@t-online.de; Internet: www.kk-si.de

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