VO Friedhof- und Bestattungswesen - Neerach

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VO Friedhof- und Bestattungswesen - Neerach

F R I E D H O F

S T E I N M A U R

& N E E R A C H

VERORDNUNG ÜBER DAS

FRIEDHOF- UND

BESTATTUNGSWESEN

FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

VOM 1. JANUAR 2009

(mit Änderung vom 4. Juli 2012)


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

ARTIKEL

BEZEICHNUNG

SEITE

1 - 3 ALLGEMEINES 3

BESTATTUNGEN

4 Bestattungen ohne Bewilligung 4

5 Bestattungen mit Bewilligung 4

6 Leistungen des Friedhofverbandes bei Bestattungen 4

7 Särge 5

8 Aufbahrung 5

9 Bestattungen 5

10 Grabgeläut 5

11 Grab-Nummerntafel 5

12 - 23 GRÄBER 5 - 9

24 - 26 GRABMÄLER 10

SCHLUSSBESTIMMUNGEN 11

GENEHMIGUNGSVERMERKE 11

2


VERORDNUNG FRIEDHOF F STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Personenbezeichnung

Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen dieser Verordnung,

ungeachtet der männlichen oder weiblichen Sprachform,

gelten für beide Geschlechter.

Allgemeines

Zweck

Art. 1

Gestützt auf Art. 1 und Art. 17 b) der Statuten des Friedhofverbandes

Steinmaur-Neerach erlassen die Gemeinderäte der

Gemeinden Steinmaur und Neerach eine Verordnung über das

Friedhof- und Bestattungswesen.

Sargdepot

Art. 2

Der Friedhofverband führt im Friedhofgebäude das Sargdepot

der Verbandsgemeinden.

Gebührenreglement

Art. 3

Die Friedhofskommission erlässt ein Gebührenreglement zu

a) Grabplatzgebühren für Bestattungen nach Art. 4

b) Familiengräber

c) Namenstafeln am Gemeinschaftsgrab

d) Grabunterhaltsverträge

3


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Bestattungen

Bestattungen ohne

Bewilligung

Art. 4

Der Friedhof wird ohne besondere Bewilligung der Friedhofskommission

zur Verfügung gestellt:

a) für Verstorbene mit letztem gesetzlichem Wohnsitz in

Steinmaur und Neerach

b) für Insassen von Heimen und Anstalten, die in Steinmaur

oder Neerach ihre Steuern entrichteten

c) für auswärtige Verstorbene, die in Steinmaur und Neerach

starben oder tot aufgefunden wurden, für deren Heimtransport

niemand aufkommt

d) für die Beisetzung Auswärtiger in Familiengräbern

Bestattungen mit

Bewilligung

Art. 5

Über die Bestattung anderer verstorbener Personen entscheidet

die Friedhofskommission. Dabei ist die Verbundenheit mit

einer der Verbandsgemeinden zu berücksichtigen (Bürgerrecht,

in den Verbandsgemeinden wohnhafte Angehörige). Der

Friedhofverband erhebt dafür Grabplatzgebühren. Die Kosten

für die Bestattung wird nach Aufwand in Rechnung gestellt.

Leistungen des

Friedhofverbandes

bei Bestattungen

Art. 6

Der Friedhofverband übernimmt bei Bestattungen folgende

Leistungen:

a) Aufbahren im Friedhofgebäude

b) Grab-Nummerntafeln

c) auf Wunsch der Angehörigen ein schlichtes Gedenkzeichen

gemäss Art 45 BVO. Bei Bestattungen nach Art. 4 ist

dieses gebührenpflichtig

d) kostenlose Benützung des Abdankungsraumes.

Alle anderen Leistungen gemäss Verordnung über die Bestattungen,

BVO (818.61), wie Leichenschau, Bekanntmachung

der Bestattung, Einsargung und Aufbewahrung, Leichentransporte,

Kremation und Bestattung sowie Leistungen des Totengräbers

werden durch die Verbandsgemeinden erbracht.

4


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Särge

Art. 7

Die Särge sind aus Weichholz anzufertigen. Särge in Hartholz

sind nicht zugelassen. Urnen sind aus Holz zu fertigen. Urnen

aus anderem Material sind nicht zugelassen.

Aufbahrung

Art. 8

Verstorbene dürfen im Friedhofgebäude aufgebahrt werden.

Bestattungen

Art. 9

Die Bestattungen finden nur an Werktagen in der Regel um

13.45 Uhr, stille Beisetzungen um 11.00 Uhr oder 16.00 Uhr

statt. Sie haben in respektvoller und würdiger Weise zu erfolgen.

Grabgeläut

Art. 10

Für alle Bestattungen wird vom Friedhofvorsteher, sofern die

Angehörigen nichts anderes wünschen, ein Grabgeläut im

üblichen Rahmen angeordnet.

Grab-Nummerntafel Art. 11

Reihengräber für Erdbestattungen und Reihengräber für Urnenbestattungen

werden sofort nach erfolgter Bestattung mit

einer Grab-Nummerntafel versehen.

Gräber

Einteilung

Art. 12

Die Einteilung des Friedhofes und Aufstellung des entsprechenden

Bestattungsplanes erfolgen nach Massgabe der kantonalen

Vorschriften durch die Friedhofskommission.

5


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Art der Gräber

Art. 13

Auf dem Friedhof werden angelegt:

a) Reihengräber für Erdbestattungen

b) Reihengräber für Urnenbestattungen

c) Familiengräber

d) Gemeinschaftsgrab (Urnen)

Ruhefrist

Art. 14

Die Ruhefrist für Reihengräber und das Gemeinschaftsgrab

betragen 20 Jahre. Die Ruhefrist eines belegten Grabes wird

durch eine nachträglich beigesetzte Urne nicht verlängert. Für

solche Urnen werden nach Abräumung des Grabes keine neuen

Grabplätze überlassen.

Erdbestattungen im

Reihengrab

Art. 15

Es gelten folgende Masse: Länge 240 cm, Breite 90 cm. Tiefe

150 cm. Diese Masse reduzieren sich um die Wege und Plattenabgrenzungen.

Die Särge gleichzeitig verstorbener Kinder

bis zum vierten Altersjahr, sowie die Särge von Kindern bis

zum vierten Altersjahr und ihrer gleichzeitig verstorbenen Elternteile

können auf Wunsch der Angehörigen im gleichen

Grab beigesetzt werden. Die Beisetzung einer Urne auf einem

belegten Erdgrab ist auf Wunsch der Angehörigen zulässig.

Urnenbestattung im

Reihengrab

Art. 16

Es gelten folgende Masse: Länge 180 cm, Breite 80 cm, Tiefe

60 cm. Die Masse reduzieren sich um die Wege und Plattenabgrenzungen.

Auf Wunsch der Angehörigen können mehrere

Urnen im gleichen Grab beigesetzt werden.

6


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Urnenbestattung im

Gemeinschaftsgrab

Art. 17

Das Urnengrab ist auf eine Tiefe von 60 cm auszuheben. Die

Beisetzung im Gemeinschaftsgrab erfolgt auf Wunsch der

Verstorbenen oder der Angehörigen. Eine Grabnummer entfällt,

die Registrierung erfolgt intern. Eine Namensbezeichnung

kann auf Wunsch der Verstorbenen oder deren nächsten Angehörigen

erfolgen. Die Friedhofskommission erlässt dazu

verbindliche Vorschriften über die Art und Anbringung der Namensbezeichnung.

Der Unterhalt der Gemeinschaftsgrabstätte

ist Sache des Friedhofverbandes. Anlässlich von Beisetzungen

abgegebener Grabschmuck kann im dafür vorgesehenen Bereich

aufgestellt werden.

Familiengräber

Art. 18

Familiengräber werden einheitlich auf 3.00 m Länge, 2.00 m

Breite und 1.50 m Tiefe angelegt. Es können maximal 2 Särge

bestattet werden, die Zahl der Urnen ist nicht beschränkt. Solche

Grabstätten werden nur an Einwohner von Steinmaur und

Neerach, in Ausnahmefällen auch an auswärts wohnhafte

Gemeindebürger, vergeben. Die Benützungsdauer beträgt 60

Jahre. Entsprechende Gesuche sind an die Friedhofskommission

zu richten.

Familiengrabstätten dürfen nur bis spätestens 20 Jahre vor

Ablauf der vertraglich festgelegten Benützungsdauer mit Leichen

belegt werden, sofern nicht rechtzeitig eine Erneuerung

der Bewilligung eingeholt wird. Auf Familiengräbern beigesetzte

Aschenurnen sind ohne Einfluss auf die Ruhezeit der Familiengräber.

Für einen Familiengrabplatz ist bei Erteilung der Bewilligung

eine einmalige Gebühr zu bezahlen, die durch die Friedhofskommission

festgelegt wird. Die Abtretung einer Familiengrabstätte

durch die Benützer an Drittpersonen ist nicht gestattet.

Wünscht ein Benützer vor Ablauf der bewilligten Frist zurückzutreten,

kann die frühestens 20 Jahre nach der letzten Leichenbestattung

geschehen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er für den

Unterhalt der Familiengrabstätte aufzukommen.

7


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Grabräumung

Art. 19

Nach Ablauf der Ruhefrist veranlasst die Friedhofskommission

die Grabräumung. Die Räumung wird im amtlichen Publikationsorgan

der Gemeinde und im kantonalen Amtsblatt mindestens

3 Monate im Voraus bekanntgegeben. Die Angehörigen

werden durch diese Veröffentlichung aufgefordert, innert der

angesetzten Frist den vorhandenen Grabschmuck und die

Grabmäler zu entfernen. Nach dieser Frist werden Grabschmuck

und Grabmäler durch die Friedhoforgane entfernt.

Grabräumungen finden in der Regel im Frühling statt. In der

Regel werden ganze Reihen geräumt.

Ausgrabungen

Art. 20

Ausgrabungen nach §41 BVO benötigen eine Bewilligung

durch die Friedhofskommission. Anordnungen der Strafuntersuchungsbehörden

bleiben vorbehalten. Die Ausgrabung darf

nur in Anwesenheit des Friedhofvorstehers oder des Präsidenten

des Friedhofverbandes erfolgen.

8


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Bepflanzung und

Unterhalt der Gräber

Art. 21

Hat sich die Erde einer neuen Grabstätte gesetzt, werden die

Reihengräber durch den Friedhofgärtner auf Kosten des Friedhofverbandes

hergerichtet und zur Bepflanzung freigegeben.

Die Bepflanzung ist Sache der Angehörigen. Die für deren

Grabschmuck gewählte Bepflanzung hat sich dem Friedhofcharakter

anzupassen. Bäume, Sträucher oder Stauden welche

im Wachstum die Höhe von 1.50 m übersteigen, sind nicht

zulässig. Pflanzen dürfen Nachbargräber in der Ausdehnung

nicht beeinträchtigen. Nicht zulässig sind Pflanzen, welche

Wirtsträger für Pflanzenkrankheiten sind, oder als gebietsfremde

invasive Pflanzen gelten. Verwelkte Blumen und Kränze

sind zu entfernen. Bei Unterlassung werden diese Arbeiten

durch den Friedhofgärtner auf Kosten der betreffenden Erben

durchgeführt.

Grabunterhaltsvertrag

Art. 22

Der Friedhofverband kann gegen eine einmalige Pauschalabgeltung

den Grabunterhalt bis zur Räumung übernehmen.

Vernachlässigte

Gräber

Art. 23

Kann die Friedhofskommission bei vernachlässigten Gräbern

die Angehörigen nicht zum Unterhalt des Grabes bewegen, ist

dieses auf Kosten des Friedhofverbandes mit Immergrün oder

Efeu zu bepflanzen.

9


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Grabmäler

Grabmäler

Art. 24

Die Grabmäler dürfen weder die Harmonie noch die ruhige

Gesamtwirkung des Friedhofes stören. Auf einem Grabplatz

darf nicht mehr als ein Grabmal aufgestellt werden. Die Friedhofskommission

erlässt verbindliche Vorschriften über die

Beschaffenheit der Grabmäler.

Das Errichten von Grabmälern oder deren Änderung bedarf der

Bewilligung der Friedhofskommission.

Das Aufstellen von Grabmälern während der Winterzeit oder

bei Frost ist nicht gestattet. Das Aufstellen eines Grabmales

auf einem Erdbestattungsgrab darf nicht vor Ablauf des neunten

Monats nach der Bestattung erfolgen.

Unauffällige Grabeinfassungen sind mit Bewilligung der Friedhofskommission

zulässig. Der Unterhalt der Grabmäler ist die

Aufgabe der Angehörigen.

Weg- und Abgrenzungsplatten

Art. 25

Als Abschluss der Gräber lässt der Friedhofverband auf seine

Kosten Weg- und Abgrenzungsplatten verlegen.

Haftung

Art. 26

Der Friedhofverband übernimmt keine Haftung für irgendwelche

Schäden an Pflanzungen und Grabmälern, welche durch

Zerfall, Witterungseinflüsse, widerrechtliche Handlungen Dritter

oder durch höhere Gewalt verursacht werden.

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VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Diese Verordnung tritt auf den 1. Januar 2009 in Kraft. Auf den

gleichen Zeitpunkt wird die Verordnung über das Friedhof- und

Bestattungswesen der Gemeinde Steinmaur und Neerach vom

19. März 1986 aufgehoben.

11


VERORDNUNG FRIEDHOF STEINMAUR-NEERACH

NEERACH

Steinmaur,

Namens der Politischen Gemeinde Steinmaur:

12. Januar 2009 Der Gemeindepräsident Der Gemeindeschreiber

Peter Kunz

Simon Winistörfer

Neerach,

Namens der Politischen Gemeinde Neerach:

13. Januar 2009 Der Gemeindepräsident Der Gemeindeschreiber

Beat Lienhard

Martin Kunz

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