Blaulicht meets Party Blaulicht meets Party - bei Polizeifeste.de

polizeifeste.de

Blaulicht meets Party Blaulicht meets Party - bei Polizeifeste.de

P

D

LIZEI

EIN ARTNER

P

Kreisgruppe Bundespolizei

Flughafen Düsseldorf

G e w e r k s c h a f t d e r Po l i z e i

Blaulicht meets Party (Part VII)

Sommerfest 2013

14. September 2013 • ab 19 Uhr auf dem

Gelände der Bundespolizei Flughafen Düsseldorf


www.VDPolizei.de 14.09.2013,

ab 19.00 Uhr

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Bundespolizei

Flughafen Düsseldorf

Bundespolizeiinspektion

Flughafen Düsseldorf,

Flughafenstraße

Impressum

Verantwortlich für den redaktionellen Teil:

xxxx Jörg Podlech, Düsseldorf

Fotos: Die Verfasser

Nachdruck des redaktionellen Teils nur nach

ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers

Sämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die im

Kundenauftrag für die Drucklegung vom Verlag

gestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.

Nachdruck, Vervielfältigung und elektronische

Speicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkunden

und des Verlages erlaubt. Verstöße

hiergegen werden vom Verlag, auch im Auftrag

des Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.

Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

Anzeigenverwaltung

Ein Unternehmen der Gewerkschaft der Polizei

Forststraße 3 a • 40721 Hilden

Telefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174

AV@VDPolizei.de

Geschäftsführer:

Bodo Andrae, Joachim Kranz

Anzeigenleiterin: Antje Kleuker

Gestaltung und Layout: Jana Kolfhaus

Satz und Druck:

DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf

© 2013

Sommerfest 2013

Grußworte

Programm

Artikel

Danksagung

2

5

7

16

05/2013/72

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

© 2011

Anzeigenverwaltung


Grußwort

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

es ist mir eine große Freude, Sie zu unserem

diesjährigen Sommerfest hier und

heute begrüßen zu dürfen. Seien Sie allesamt

hierzu herzlich willkommen!

Abseits des Dienstalltages, der gerade in

diesen Zeiten durch ausgelastete Terminals,

hohen Kontrolldruck an den Sicherheits-

und Grenzkontrollstellen, intensive

Ermittlungsarbeit oder auch durch langwierige

Vorgangsbearbeitung gekennzeichnet

ist, haben wir heute die Gelegenheit,

gemeinsam mit unseren Angehörigen

Die Möglichkeit, den Dienst mit solch

privaten Interessen verknüpfen zu

können, bietet sich in unserer

schnelllebigen Zeit leider viel zu selten.

Ein Sichkennenlernen oder ein

tiefgründiges Gespräch steht meist

unter dem zeitlichen Druck dienstlicher

Abläufe.

bei entspannter Atmosphäre gute Gespräche

zu führen. Die Möglichkeit, den Dienst

mit solch privaten Interessen verknüpfen

zu können, bietet sich in unserer schnelllebigen

Zeit leider viel zu selten. Ein Sichkennenlernen

oder ein tiefgründiges

Gespräch steht meist unter dem zeitlichen

Druck dienstlicher Abläufe.

Umso mehr bin ich heute sehr froh, die

Zeit in diesem Rahmen mit Ihnen verbringen

zu können. Hierzu gebietet es sich

aber zunächst all denen zu danken, die

durch ihr Zutun dies alles erst ermöglicht

haben.

Daher gilt mein besonderer Dank Herrn

Podlech und der Gewerkschaft der Polizei

für Ihre gute Idee, die Bereitstellung

der Logistik und des Begleitprogrammes.

Aber auch Ihnen sei gedankt, die heute

am Sommerfest teilnehmen und damit

ihre Verbundenheit zur hiesigen Dienststelle

zeigen.

Ich wünsche uns allen einen erlebnisreichen

Abend

Sven Mewes

Leiter der Bundespolizeiinspektion

Flughafen Düsseldorf

2


Grußwort

Die GdP ist stolz auf diese Veranstaltung

und besonders auf diejenigen,

die sich einbringen und diese Arbeit

leisten!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

verehrte Gäste unseres Sommerfestes,

ich begrüße Euch recht herzlich im

Namen der Gewerkschaft der Polizei

zum Sommerfest der GdP Kreisgruppe

Bundespolizei Flughafen Düsseldorf.

In den letzten Wochen und Monaten

haben sich viele Kolleginnen und Kollegen,

auch im Hinblick auf die verschiedenen

Aktivitäten unserer Kreisgruppe Flughafen

Düsseldorf, mit unserer Gewerkschaft

identifizieren können. Dabei denke

ich nicht an die vielen Großbaustellen, die

sich im Rahmen des Sparzwangs der

Regierung aufgetan haben, sondern eher

an die wichtige Arbeit vor Ort bei der

Bundespolizeiinspektion Flughafen Düsseldorf,

im dortigen Personalratsgremium

und vor allem von Kollegen zu Kollegen.

Das dadurch in uns, die GdP, gesetzte Vertrauen

freut mich sehr und motiviert unsere

Funktionsträger ungemein. Das WIR

macht´s!!!

Ganz besonders möchte ich der Kreisgruppe

Flughafen Düsseldorf danken, die

unter Leitung von Jörg Podlech und seinem

Team die Vorbereitung und Ausrichtung

dieses Sommerfestes der GdP ermöglicht.

Die GdP ist stolz auf diese Veranstaltung

und besonders auf diejenigen, die

sich einbringen und diese Arbeit leisten!

Lange haben die Organisatoren an der

Umsetzung dieses Festes gearbeitet, welches

nun ein voller Erfolg werden möge!

Ich wünsche uns allen dabei viel Spaß,

Arnd Krummen

Vorsitzender der GdP-Direktionsgruppe

der Bundespolizei in NRW

3


Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe

Gäste,

herzlich willkommen, im Namen der

Gewerkschaft der Polizei Kreisgruppe

Bundespolizei Flughagen Düsseldorf

begrüße ich Euch zu unserem Sommerfest

2013. Auch in diesem Jahr freue ich mich

sehr, dass wir gemeinsam eine solche Veranstaltung

mit unseren befreundeten Partnern

und Behörden hier in Düsseldorf

feiern können.

Die große Resonanz und das positive

Feedback unserer Gäste haben uns motiviert

auch in diesem Jahr für Euch ein

gemeinsames Fest auf die Beine zu stellen.

Denn in entspannter Atmosphäre lassen

sich dienstliche Kontakte ausbauen und

pflegen.

In den letzten Jahren haben viele neue Kolleginnen

und Kollegen ihre Dienststelle

hier bei uns am Flughafen Düsseldorf

Die große Resonanz und das positive

Feedback unserer Gäste haben uns

motiviert auch in diesem Jahr für

Euch ein gemeinsames Fest auf die

Beine zu stellen.

Denn in entspannter Atmosphäre lassen

sich dienstliche Kontakte ausbauen

und pflegen.

gefunden. Die Integration der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ist sehr wichtig,

um eine größtmögliche berufliche Zufriedenheit

zu erlangen. Dazu möchten wir –

die Gewerkschaft der Polizei – mit unserem

Fest beitragen.

Wir wollen gemeinsam und bei guter

Stimmung auch außerhalb des Dienstes

zusammenkommen, um ausgelassen zu

feiern und diesen Abend ausgelassen zu

verbringen. Dies ist uns beim letzten Fest

2012 sehr gut gelungen und wir wollen an

diesen gelungenen Abend auch in diesem

Jahr anknüpfen. – Let´s have a party!

Das ist es, was Gewerkschaftsarbeit ausmacht.

Menschen die gemeinsam bemüht

sind, sich für andere Menschen einzusetzen,

Lösungen zu entwickeln und deren

Umsetzung nachhaltig zu verfolgen.

Durch die vorbildliche und vertrauensvolle

Zusammenarbeit mit der Direktion und

Inspektion ist es uns gelungen, unser Sommerfest

im Anschluss an den Familientag

der Inspektion Flughafen Düsseldorf zu

terminieren. Ein attraktiver Tag für all

unsere Gäste ist nun das schöne Ergebnis.

Ich möchte mich bei den Unternehmen

bedanken, die uns bei der Vorbereitung

und Ausrichtung unseres Sommerfestes

2013 der GdP auch finanziell durch Anzeigen

in unserer Festzeitschrift unterstützen

und natürlich auch selbst herzlich eingeladen

sind.

Ich wünsche uns allen heute einen tollen

gemeinsamen Abend, viel Spaß und schöne

Stunden mit Freunden und Bekannten.

Viel Vergnügen!

Jörg Podlech

Vorsitzender der GdP-BPOL Kreisgruppe

Flughafen Düsseldorf

4


Programm

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Bundespolizei

Flughafen Düsseldorf

Programm

Wir wünschen allen Besuchern

des heutigen Festabends frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

LIVE MUSIC ACT

DISCJOCKEY

COCKTAILBAR

5


pressto gmbh, Köln

Online-Geschäfte

Bankgeschäfte und

Einkaufen im Netz

Das bequeme Shoppen und Banken von Zuhause

oder unterwegs birgt Sicherheitsrisiken

Keine Parkplatzprobleme, eine freie Zeiteinteilung, keine Warteschlange und

schon gar kein Ladenschluss: Einkaufen im Internet und Online-Banking sind

bei den Verbrauchern mittlerweile sehr beliebt. Ob Bücher, Elektronik, Möbel

oder gar Medikamente – im Netz gibt es inzwischen so gut wie alles zu

kaufen. Geliefert wird bequem nach Hause. Und bei der Gelegenheit wird

gleich noch online der Kontostand überprüft und eine Überweisung getätigt.

Trotz aller Vorteile gilt es, bei Bankgeschäften und Einkäufen im Internet die

Sicherheitsrisiken nicht außer Acht zu lassen.

Online-Banking boomt

Online-Banking ist in Deutschland eine

Erfolgsgeschichte. Der Bundesverband

Informationswirtschaft, Telekommunikation

und neue Medien e.V. Bitkom

http://www.bitkom.org/ vermeldete

Ende 2011, dass bereits jeder zweite Internetnutzer

schon einmal Finanztransaktionen

online durchgeführt habe. „Banking

und andere Finanzgeschäfte haben sich als

Teil der Internetökonomie fest etabliert“,

so Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

creativcollection Verlag GmbH

Entspannen statt Schlange stehen –

Online-Einkäufe werden oft als

erholsame Abwechslung gesehen.

7


Online-Geschäfte

Besonders intensiv nutzen Frauen das

Online-Banking. Nur Menschen im Alter

von über 65 Jahren sind dabei noch eher

zurückhaltend.

Sicherheitstechniken beim

Online-Banking

Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik

hat auf seiner Webseite die

wichtigsten Sicherheitshinweise für das

Abwickeln von Internetgeschäften

zusammengestellt. Hier ein Überblick:

• Die Zugangsdaten sollten sorgfältig

gewählt und besonders vertraulich

behandelt werden.

• Die Kommunikation beim Online-

Banking muss verschlüsselt erfolgen –

eine solche sichere Verbindung ist

aktiv, wenn am Beginn des Texts in

der Browserzeile „https“ zu lesen ist.

• Wer über WLAN Internetbanking

betreibt, muss diese Verbindung ebenfalls

verschlüsseln.

• Geben Sie die Adresse Ihrer Bank

jedes Mal von Neuem über die

Tastatur ein – so verhindern Sie, dass

Ihnen falsche Links untergejubelt

werden, die Sie auf betrügerische

Webseiten umleiten.

• Betreiben Sie Online-Banking nie

von fremden Geräten aus, etwa über

Internet-Cafés.

• Setzen Sie gemeinsam mit Ihrer

Bank ein Limit für tägliche Geldbewegungen

auf Ihrem Konto via

Online-Banking fest und überprüfen

Sie Ihren Kontostand regelmäßig.

• Reagieren Sie nicht auf dubiose Mails,

in denen Sie zur Eingabe von PIN,

TAN oder Kontonummer aufgefordert

werden.

• Geben Sie Ihre Bankverbindung nur

vertrauenswürdigen Partnern bekannt,

prüfen Sie gegebenenfalls die

Bewertungen von Verkäufern auf

Online-Plattformen.

• Sperren Sie Ihren Internet-Banking-

Zugang, wenn Sie verdächtige

Bewegungen feststellen.

Einkaufen im Internet

Online-Shopping ist bei den Verbrauchern

mindestens ebenso beliebt wie Bankgeschäfte

im Internet. Nach Angaben des

Bundesverbands des deutschen Versandhandels

bvh wurden allein im Weihnachtsgeschäft

2011 Einkäufe im Wert von 4,4

Milliarden Euro über E-Commerce abgewickelt.

Das entspricht einem Plus von 22

Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum

im Jahr 2010.

Doch wie beim Online-Banking spielt auch

hier das Thema Sicherheit für die Kunden

eine große Rolle. Schließlich müssen sie

bei der Bezahlung ihre persönlichen Daten

preisgeben.

Die herkömmlichen Zahlungsmethoden

sind auch im beim Online-Shopping weit

verbreitet, etwa das Lastschriftverfahren

und Zahlungen mit EC-Karte oder Kreditkarte.

Ganz wichtig: Zur Bezahlung müssen

Konto- oder Kreditkartendaten über

eine sichere Verbindung übertragen werden.

Diese SSL-Verbindung ist genau wie

beim Online-Banking erkennbar an den

Buchstaben „https“ in der Adresse der

Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol

im Browser. Das größte Sicherheitsrisiko

im Online-Shopping sind

Schadprogramme auf PC oder Laptop.

Gegen Datenklau helfen hier ein ständig

aktuelles Virenprogramm, eine persönliche

Firewall und regelmäßige Sicherheitsupdates.

Reine Internetbezahlsysteme

Neben den klassischen Zahlungsarten

gibt es eine ganze Reihe eigens für den

Online-Kauf entwickelter Zahlungsmethoden.

Prepaid-Karten für den Internet-

Einkauf etwa funktionieren nach dem

gleichen Prinzip wie Telefonwertkarten.

Der Benutzer rubbelt zunächst einen PIN-

Code auf einer Wertkarte frei. Über die

Internetseite des Kartenanbieters kann er

dann mit dem PIN auf das Guthaben

zugreifen. Als zusätzliche Sicherheit wird

der PIN-Code noch mit einem persönlichen

Passwort geschützt. Weitere

Bezahlverfahren, die speziell für das

Internet entwickelt wurden, sind beispielsweise

PayPal, giropay und ClickandBuy.

Von ihnen ist PayPal – nicht

zuletzt durch seine Anwendung beim

Online-Auktionshaus Ebay – inzwischen

die auch international am meisten etablierte

Bezahlmethode. Für alle drei

Bezahlsysteme werden pro Transaktion

Gebühren fällig, die sich meist nach dem

getätigten Umsatz richten. Allen gemeinsam

ist zusätzlich der Vorteil, dass nicht

bei jeder Transaktion sämtliche Bankdaten

angegeben werden müssen. Ein weiterer

Vorteil gegenüber klassischen

Bezahlverfahren ist ihre Schnelligkeit. Die

Wartezeiten bis zum Geldeingang fallen

weitestgehend weg.

Sicherheitsmaßnahmen

machen sich bezahlt

Lasse Kristensen/Fotolia.com

Egal welches Online-Bezahlverfahren

genutzt wird: Beim Online-Kauf gelten die

selben Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen

wie beim Online-Banking. Die goldene

Regel ist: Wer mehr Zeit in die Sicherheit

seines PC und in die Prüfung der Online-

Anbieter investiert, hat umso mehr Freude

an erfolgreichen Geschäften im Netz!

8


pressto gmbh, Köln

Recht

Was darf man in

seinen vier Wänden

Tipps für Nachbarn: Grillen,

Lärm und Grundstücksgrenzen

Streit unter Nachbarn muss nicht mit einem Mord enden wie im Juli 2010 in

Krefeld: Die Polizei wurde gerufen, weil ein Mann den quakenden Frosch auf

dem Nachbargrundstück erschossen hatte. Hier einige Tipps zur Rechtslage in

Haus, Wohnung und Garten.

Erlaubt und verboten in

Haus und Wohnung

Was man in seiner Wohnung, in Haus und

Garten tun darf und was nicht, regelt das

Nachbarschaftsrecht. Dessen Inhalte sind

Ländersache und unterscheiden sich deshalb

in wichtigen Details. Damit es erst

gar nicht so weit kommt, dass

die Polizei eingeschaltet werden

muss, gibt Ulrich Ropertz,

der Pressesprecher des Deutschen

Mieterbundes (DMB),

einige generelle Tipps über

Rechte und Regeln. Zum Beispiel

zu einem Klassiker unter

nachbarschaftlichen Streitthemen:

Kinderlärm.

Kinderlärm und

Treppenhäuser

Torsten Schröder/Pixelio.de

Wer wegen nächtlichem Kindergeschrei

die Polizei ruft, hat

schlechte Karten: „Weinende

Säuglinge und Kleinkinder

müssen die Nachbarn akzeptieren“,

erklärt Ulrich Ropertz.

Auch das normale Bewegen

von Kindern, Laufen und

manchmal auch Springen und

Türenschlagen müssen die

Nachbarn dulden. Je älter und

vernünftiger die Kinder allerdings

werden, desto mehr kann man auch

von ihnen fordern, dass sie Rücksicht auf

die Nachbarn nehmen und ruhig sind.

„Die Eltern stehen in der Verantwortung,

dafür zu sorgen, dass die Wohnung nicht

als Fußballplatz verwendet wird“, sagt

Ropertz.

Nicht nur bei Geräuschen, auch bei visuellen

Maßnahmen muss Rücksicht genommen

werden: Wer in einem Mehrparteienhaus

den Raum außerhalb seiner gemieteten

vier Wände mit einem Bild oder einer

Topfpflanze verschönern will, ist auf das

Wohlwollen der Nachbarn und des Vermieters

angewiesen. Einen Rechtsanspruch

darauf, das gemeinschaftlich

genutzte Treppenhaus nach eigenem Gusto

dekorieren zu dürfen, gibt es nicht. Entweder,

der Vermieter gestaltet den

Gemeinschaftsraum nach seinen Vorstellungen

oder die Mieter stimmen sich

untereinander ab. Anders ist das, besitzt

man ein eigenes Haus mit eigenem Garten:

Wenn einem Nachbarn der japanische

Kiesvorgarten oder die Bepflanzung der

Rabatten nicht gefällt, kann er rechtlich

nichts dagegen unternehmen.

Tür an Tür mit

giftigen Tieren

In den Bundesländern Baden-

Württemberg, Brandenburg,

Hamburg, Nordrhein-Westfalen

und Rheinland-Pfalz dürfen

auch gefährliche und giftige Tiere

privat gehalten werden. Hier

gibt es bis auf Artenschutzrichtlinien

keine Haltungsbeschränkung.

Unabhängig von Tierschutzgesetzen

ist es mietrechtlich

so, dass man den Vermieter

darüber informieren muss,

wenn man exotische Tiere halten

will. „Ich kann nicht einfach ein

Krokodil in die Badewanne

legen, aber ein Kleintier im Terrarium

darf man halten, auch

ohne dass der Vermieter es

weiß“, erklärt Ulrich Ropertz. Es

kann also in einigen Bundesländern

vorkommen, dass in der

Nachbarwohnung eine Giftspinne

oder Würgeschlange gehalten

wird, ohne dass es der Vermieter

oder die Nachbarn wissen.

9


Recht

Grillen und Sonnen

auf dem Balkon

wurde noch eine Geruchsbelästigung für

die Nachbarn gibt.

Der Balkon wird nicht nur dazu genutzt,

um Würstchen zu brutzeln. Auch lässt

sich hier gut ein Sonnenbad nehmen. Ob

der Anblick nackter Nachbarn einem

gefällt oder nicht: „Es gibt keine Kleiderordnung

für den Balkon“, sagt Ulrich

Ropertz. Erlaubt ist die Freikörperkultur

dort und im eigenen Garten mietrechtlich

schon – solange die Nachbarschaft daran

keinen Anstoß nehmen kann und muss.

Das heißt: „Wenn der Nachbar sich den

Hals verrenken muss, um einen dabei zu

beobachten, dann ist das sein Problem.

Etwas anderes ist es, wenn der Balkon,

auf dem man sich nackt präsentiert, zu

einer Hauptstraße raus geht und es dort

zu Auffahrunfällen kommt.“ Man muss

unterscheiden, ob das Sonnenbad den

Ansatz von Privatheit hat oder ob es eher

eine exhibitionistische Zurschaustellung

ist. Grundsätzlich geht es niemanden

etwas an, wie man sich auf seinem Balkon

oder auch in seiner Wohnung

bewegt.

Laute Musik und

rauschende Feste

Bei Lärmbelästigung macht der Ton die

Musik: „Das Spielen eines Instruments in

der Wohnung kann vom Vermieter nicht

gänzlich verboten werden: Mieter haben

das Recht, etwa zwei Stunden am Tag zu

musizieren“, erklärt der Pressesprecher

des Mieterschutzbundes. Dabei gilt das

Betty/Pixelio.de

Ein heißes Eisen unter Nachbarn ist stets

auch das Grillen mit Kohle – vor allem in

Mehrfamilienhäusern mit Balkon.

„Grundsätzlich darf man auf dem Balkon,

der Terrasse und im Garten grillen – es sei

denn, es ist ausdrücklich im Mietvertrag

verboten worden“, erklärt Ulrich Ropertz.

Wenn es eine solche Regelung im Mietvertrag

gibt, zum Beispiel „Grillen mit Holzkohle

verboten“, dann gilt dieses Verbot

und man muss sich als Mieter daran halten.

Sowohl Mieter als auch Wohnungseigentümer

müssen zudem das jeweilige

Landesimmissionsschutzgesetz beachten.

„Danach ist es eine Ordnungswidrigkeit,

wenn Qualm in Nachbarwohnungen

dringt“, sagt Ropertz. Wenn also der Holzkohlegrill

so viel Rauch entwickelt, dass

er in Nachbarwohnungen zieht, ist das

verboten. Man darf also nur dann grillen,

wenn es weder im Mietvertrag verboten

Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Das heißt: Man sollte so leise wie möglich

sein. Wenn sich Nachbarn beschweren

und es zu einem Prozess kommt, versuchen

die Gerichte, einen Kompromiss zu

finden. Ulrich Ropertz weiß, wie dieser

meist ausfällt: „In aller Regel geht er dahin,

dass man bis zu zwei Stunden täglich auf

dem Instrument spielen darf, sich mit den

10


Recht

Oft wird die Polizei

gerufen, um bei

Nachbarschaftsstreitigkeiten

für Ruhe und

Ordnung zu sorgen.

Spielzeiten aber an den Lebensgewohnheiten

des Nachbarn orientiert.“ Das

bedeutet: Geübt wird bestenfalls dann,

wenn der Nachbar nicht da ist, weil er zum

Beispiel arbeitet.

Weniger Freiheiten haben die Fans von

elektronischen Klängen: Hier kann und

sollte man an seiner Musikanlage eine

Lautstärke einstellen, die auch für die

Nachbarn verträglich ist. Bei lauter Musik

gilt das gleiche wie beim Geräuschpegel

von Feiern: „Bis 22 Uhr ist das grundsätzlich

erlaubt, danach gilt die Nachtruhe“,

sagt Ropertz. Dann darf nur noch in geringer

Lautstärke gefeiert werden, elektrische

Geräte dürfen nur noch in Zimmerlautstärke

betrieben werden. Das bedeutet: In

der Nachbarwohnung darf so gut wie

nichts mehr davon zu hören sein. Einen

Umkehrschluss kann aus der Nachtruheregelung

allerdings nicht abgeleitet werden:

„Man kann nicht bis 22 Uhr lärmen,

auch hier gilt das Gebot der gegenseitigen

Rücksichtnahme“, erklärt Ulrich Ropertz.

Eine bundesweit einheitlich geregelte

gesetzliche Mittagsruhe gibt es nicht mehr,

aber sehr wohl viele kommunale Verordnungen,

an die sich der Mieter auch zu

halten haben. In manchen Mietverträgen

ist die Mittagsruhe noch für die Zeit zwischen

12 und 15 Uhr vermerkt.

Bäume, Teiche,

Grundstücksgrenzen

Äste, die vom Nebengrundstück bis über

den eigenen Garten wachsen, können zum

Streitpunkt zwischen Nachbarn werden.

Wie nah an die Grundstücksgrenze Sträucher,

Bäume und Hecken reichen dürfen,

ist in den Nachbarschaftsgesetzen der Länder

und in den Landesbauordnungen

unter dem Stichwort „Grenzbebauung“

genau geregelt. „Es gibt Fristen, bis wann

ich mich dagegen wehren muss, das ist

sehr unterschiedlich“, erklärt Ropertz.

Eines darf ein Nachbar, egal in welchem

Bundesland, aber auf keinen Fall tun: sich

in irgendeiner Form selbst am Baum seines

Nachbarn zu schaffen machen, dessen

Äste bis auf das eigene Grundstück reichen.

Aber er kann gegebenenfalls

Ansprüche auf einen Rückschnitt der Äste

geltend machen.

Im eigenen Garten sollte man vor allem

darauf achten, den Teich ausreichend zu

sichern. Wer ein Gewässer auf seinem

Grundstück hat, muss alle Vorkehrungen

treffen, dass dort nichts passieren kann.

Bedeutet in der Praxis: Den Teich oder das

gesamte Grundstück einzäunen und

damit Kindern unzugänglich machen.

Streitschlichtung am

Gartenzaun

Geraten Nachbarn in Streit, sollten sie

erst einmal versuchen, die Meinungsverschiedenheit

mit einem klärenden

Gespräch aus der Welt zu räumen, rät

Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

„Jeder sollte sich erst einmal informieren,

wie die Rechtslage ist, damit er

nicht mit irgendeinem Irrglauben auf den

Nachbarn losgeht.“ Kann keine Einigung

erzielt werden, können sich die Nachbarn

an Schiedsstellen oder Mediatoren

wenden. Das Problem dabei: Beide Parteien

müssen sich dazu bereit erklären –

was bei zerstrittenen Nachbarn nicht einfach

ist. „Die Polizei zu rufen, ist auf der

Eskalationsstufe schon relativ hoch angesiedelt“;

sagt Ropertz. Danach werden

kaum noch Friede und Freundschaft im

Nachbarschaftsverhältnis eintreten.

Gegenseitige Rücksichtnahme und

gemeinsam geschmiedete Kompromisse

helfen also, jahrzehntelangen Nachbarschaftsfehden

vorzubeugen. Schon der

Dichter Friedrich Schiller wusste: „Es

kann der Frömmste nicht in Frieden

leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht

gefällt.“ (ks)

choroba/Fotolia.com

11


Kriminalität

Polizeiliche Beratungsstelle

ROMANCE- ODER

Ein

LOVE-SCAMMINGDating-Seiten kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das so genann-

sind äußerst attraktiv. Aber

te Love- oder Romance-Scamming fängt harmlos an.

Die Scammer suchen auf Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken

wie Myspace oder Facebook nach Opfern, sie gehen Mitgliederlisten durch

oder verwenden Adressen aus Yahoo oder dem MSN-Messenger. Eine kurze

Online-Einladung zum Chat dient vielen als Erstkontakt. Um sich beim potenziellen

Opfer interessant zu machen, legen sich die Scammer ungewöhnliche

Lebensgeschichten zu – und sie hinterlassen immer einen seriösen Eindruck.

Typische Scammer-Profile

Scamm-Männer geben sich als Ingenieure,

Architekten, Soziologen, Konstrukteure in

der Ölindustrie oder als Tierärzte und

Computerspezialisten aus. Auf den Fotos

des Scammer-Profils bekommen weibliche

Opfer eine attraktive weiße Person präsentiert

– die Bilder sind allerdings gestoh-

Sowohl Scamm-Männer als auch Scamm-

Frauen schaffen es, sich im täglichen Leben

ihrer Opfer unverzichtbar zu machen –

und zwar ohne ein einziges Treffen. Auf

eine romantische Mail am Morgen folgt

ein kurzes Telefonat am Mittag, nach Feierabend

wird gechattet oder stundenlang

telefoniert. Bei den Gesprächen geht es zu

Beginn keineswegs um Geld, sondern um

den Beruf, die Familie sowie um Liebe und

eine gemeinsame Zukunft. Oft werden

Geschichten über verstorbene Ehepartner

und Kinder aufgetischt. Wenn die Scamlen.

Und auch wenn der „Neue“ vorgibt,

in Amerika oder im europäischen Ausland

zu leben, so sitzt er wahrscheinlich in

Westafrika. Davon merken die Opfer allerdings

nichts, denn diese Chat-Bekanntschaften

sprechen perfekt Englisch oder

benutzen kostspielige Übersetzungstools

für ihre Mails.

Scamm-Frauen geben sich bevorzugt als

Krankenschwestern, Ärztinnen, Mitarbeiterinnen

im Waisenhaus oder als Lehrerinnen,

Schauspielerinnen sowie als

Geschäftsfrauen jeder Art aus. Die Frauen

auf den Bildern in Netzwerken und auf

auch diese Bilder sind meist gestohlen

oder einzig für das Scamming fotografiert

worden. Das ist an Fotostrecken mit ähnlichen

Posen und Kleidung zu erkennen.

Viele Frauen geben sich als Russinnen aus.

Sie können aber auch aus Südamerika,

Thailand, Afrika oder Europa stammen.

Auch alle Scamm-Frauen beherrschen die

englische Sprache, manchmal sogar die

deutsche Sprache, perfekt.

Vorgehen

drubig/Fotolia.com

12


Polizeiliche Beratungsstelle

Kriminalität

mer nicht schon dort sind, dann müssen

sie dringend geschäftlich oder aus familiären

Gründen nach Westafrika. Dabei versprechen

die Betrüger, dass sie ihre neue

Liebe danach besuchen werden. Doch

bevor oder kurz nachdem das Ticket nach

Deutschland gebucht wird, gibt es Schwierigkeiten:

Überfälle, gestohlene oder konfiszierte

Pässe, ein Krankenhausaufenthalt

nach einem Autounfall oder Probleme mit

Kreditkarten. Die Opfer werden gebeten,

per Bargeldtransfer (z.B. Western Union

oder MoneyGram) Geld zu senden. Die

Liebe wird in solchen „Bettelmails“ immer

stark hervorgehoben. Manchmal werden

Opfer von einem „Arzt“, einem „Polizisten“

oder „Angehörigen“ kontaktiert, der

noch mehr Druck auf das Opfer ausüben

soll. Das geht oft so weit, dass die Scammer

ihren Selbstmord ankündigen – nur um

an das Geld zu kommen.

Zurzeit haben es die Betrüger vor allem

auf ausländische Ausweispapiere abgesehen.

Oft bitten sie ihre Opfer, ihnen Kopien

von Pass und Reisepass zu schicken – mit

der Erklärung, ein gemeinsames Konto

eröffnen zu wollen. So können leicht Ausweise

gefälscht werden. Sehr begehrt sind

auch Einladungen nach Deutschland als

Unterstützung für einen Visumsantrag.

In anderen Fällen werden Opfer gebeten,

afrikanische Schecks und Zahlungsaufträge

auf das eigene Bankkonto einzureichen

(weil das in Westafrika nicht möglich sei).

Den größten Teil des Schecks sollen die

Opfer per Bargeldtransfer über Money-

Gram oder Western Union wieder nach

Westafrika überweisen, einen kleinen Rest

dürfen sie für sich behalten. Problem: Die

Schecks sind Rückschecks, für deren Rückzahlung

an die Bank die Kontoinhaber verantwortlich

sind. Im schlimmsten Fall

droht dem Opfer gar eine Strafanzeige

wegen Betruges.

Auch kleine Päckchen, die eine dritte Person

vorbeibringt, sollen dem Scammer

nach Afrika gesandt werden. Der Inhalt

ist zumeist mit einer gestohlenen Kreditkarte

bezahlt. Das Weiterleiten oder Aufbewahren

der Päckchen ist illegal und

kann Opfer in ernsthafte Schwierigkeiten

bringen.

Oft täuschen Scammer vor, dass sie das

Flugticket für das Treffen in Deutschland

nicht bezahlen können. Auch werden Kosten

für das Visum oder die Visumserteilung

fällig – nicht zu vergessen die so

genannte PTA oder BTA, eine Art Gebühr

an die Regierung, ohne die man das Land

gar nicht verlassen könne, und die bar vor

Abflug entrichtet werden muss. Diese

Gebühr gibt es offiziell gar nicht.

Wie erkenne ich einen

Romance- oder Love-

Scammer

An der Kontaktaufnahme:

Über Netzwerke

oder Dating-Seiten

kommen Scammer an

Mailadressen.

Eine knappe Mail in englischer

Sprache mit einer

Einladung zum Chat dient

als Lockmittel. Da die

Betrüger oft mit deutschen

Mailadressen arbeiten, ist selten

ersichtlich, dass sich hinter

den netten Zeilen ein Scammer verbirgt.

Finger weg von Chatnamen mit ungewöhnlichen

Zeichen (z.B. Prozentzeichen)

– diese schicken mit ihren Nachrichten

Software mit, die dem Computer schaden

kann.

An der Sprache: Die Betrüger kommunizieren

meistens in gutem Englisch. Insider

gehen davon aus, dass rund 95 Prozent

der englisch sprechenden Kontakte

auf „deutschen“ Dating-Seiten Romance-

oder Love-Scammer sind. Allerdings

gibt es auch viele, die perfekt Deutsch

sprechen.

An den Bildern: Die Bilder sind unscharf

und in sehr kleiner Auflösung im Internet

eingestellt, da sie gestohlen wurden. Ausnahme:

Scamm-Frauen locken ihre Opfer

bevorzugt mit schönen Fotos, auf denen

sie oft leicht bekleidet zu sehen sind.

Am Inhalt der Mails: Scammer überhäufen

ihre Opfer schon nach dem ersten Kontakt

mit ellenlangen Briefen voller schwülstiger

Liebesschwüre. An den überbordenden

Liebeserklärungen und Liebesbekundungen

sind sie leicht zu erkennen. Aber

es geht auch anders: Seriös wirkende Mails

sollen das Interesse wecken. Oft wollen

die Scammer alles über ihr Opfer wissen:

Hobbies, ehemalige Partner, Kinder,

Freunde, auch der Glaube an Gott spielt

immer eine Rolle. Wichtig: Die Scammer

bezeichnen ihre neuen Partner schon bald

als „Ehemann“ oder „Ehefrau“ und

schmieden Heiratspläne. Deswegen

scheint die Bitte um ein Visum oder ein

gemeinsames Konto gerechtfertigt.

An Verbindungen nach Westafrika/

Russland/Südostasien: Ob Geschäftsreise

oder familiäre Probleme, es gibt vielfältige

Gründe für eine Verbindung nach Nigeria,

Ghana usw. Frauen hingegen leben oft in

osteuropäischen/südostasia-tischen/südamerikanischen

Ländern.

An Bitten um Geld/Visum/Päckchen- oder

Briefversand/gemeinsames Konto: Es

gibt viele Gründe, das Opfer

um Geld zu bitten. Weigert

es sich, Geld zu

schicken, finden

Betrüger andere

Wege. Gefälschte

Schecks, die in

Deutschland eingezahlt

werden sollen, gehören

dazu. Momentan sehr stark

ausgeprägt ist der Wunsch nach

einer Einladung nach Deutschland.

Hier wollen die Betrüger nicht nur auf

Kosten ihrer Opfer leben, sondern auch

weiterhin im Auftrag der Nigeria Connection

tätig sein. Die Betrüger schaffen es

auch, geschickt die Opfer für ihre Zwecke

zu missbrauchen; beispielsweise sollen

diese Briefe oder Päckchen an dritte Personen

verschicken. Scamm-Frauen erbetteln

sich häufig Einladungen nach

Deutschland. Oft geben die Betrüger vor,

ein gemeinsames Konto mit dem Opfer

eröffnen zu wollen und bitten um Kopien

von Ausweisen. Die Daten werden für Fälschungen

von Pässen genutzt.

Tipp: Geben Sie den Namen Ihres/Ihrer

Internetbekanntschaft mit dem Zusatz

„Scammer“ beispielsweise bei Google ein.

Die Suchmaschine kann in vielen Fällen

einen Verdacht bestätigen.

Was tun, wenn ich gescammt

werde

Blockieren: Sofort jeglichen Kontakt

abbrechen. Keine Mails, keine Anrufe des

Scammers mehr entgegennehmen. Am

besten ist es, sich eine neue Mailadresse

und Telefonnummer zuzulegen. Gefahr

besteht auch für Freunde im sozialen Netzwerk

und für alle Kontakte im eigenen

Mailadressbuch. Denn die Täter schicken

mit ihren Mails meistens auch einen Computervirus

mit. Dieser scannt die Daten im

13


Polizei

Mailadressbuch und erlaubt auch sonst

eine Kontrolle über den Rechner ihrer

Opfer.

Ignorieren: Nicht auf Forderungen des

Scammers eingehen. Auf keinen Fall Geld

überweisen, Schecks einlösen oder Briefe

und Päckchen weiterleiten – und auch

nicht aufbewahren. Geleistete Zahlungen,

wenn noch möglich, sofort rückgängig

machen.

Sichern: Speichern Sie alle Mails und

Chat-Texte als Beweis auf einer CD-ROM

ab. Heben Sie Überweisungsbelege usw.

auf. Wenn Sie es nicht selbst können, dann

lassen Sie sich von computererfahrenen

Bekannten und Freunden den so genannten

E-Mail-Header auslesen. Daran erkennen

Sie, woher die Mail geschickt wurde.

Selbsthilfeseiten im Internet erklären

Ihnen ebenfalls, wie Sie sich vor größerem

Schaden schützen können.

Löschen: Nach dem Sichern löschen Sie

alle Beweisdaten von Ihrer Festplatte. Vergessen

Sie nicht, auch den E-Mail-Account

zu löschen.

Hilfe holen: Gehen Sie zur Polizei. Die

Strafverfolgung solcher Täter ist zwar

enorm schwierig, weil sie aus dem Ausland

agieren, dennoch sollten Sie den Vorfall auf

jeden Fall melden. Das ist besonders wichtig,

wenn beispielsweise Banken strafrechtliche

Schritte gegen Opfer unternehmen

wollen, die unwissentlich gefälschte

Schecks eingereicht haben.

Folgen für Opfer und Mittel

der Strafverfolgung

Wenn Sie aus reiner Gefälligkeit oder

Hilfsbereitschaft einen Scheck einlösen,

der sich später als gefälscht herausstellt

und deshalb von der Bank rückbelastet

wird, bleiben Sie auf dem finanziellen

Schaden sitzen.

Der Schaden ist groß, der Ihnen durch eine

Rückzahlung an den Aussteller beispielsweise

per Bargeldtransfer (z.B. Western

Union) entstanden ist. Sie wurden Opfer

eines Betrugs gem. § 263 StGB. Allerdings

geraten gerade in diesen Fällen auch die

Opfer sehr schnell in den Verdacht, mit

den Tätern gemeinsame Sache zu machen.

Dies kann unter Umständen eine Strafanzeige

durch die Bank zur Folge haben.

Deshalb sollten Sie Menschen, die Sie nie

persönlich kennengelernt oder gesehen

haben, grundsätzlich kein Geld überweisen.

Auch auf sonstige Forderungen sollten

Sie nicht eingehen!

Wenn Sie einem Scammer bereits Kopien

von Ausweisdokumenten übersandt

haben und konkrete Anhaltspunkte dafür

haben, dass Ihre Daten für gefälschte Ausweise

missbraucht werden, sollten Sie

Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

Problematisch ist, dass die Kontaktaufnahmen

der Scammer so genannte straffreie

Vorbereitungshandlungen darstellen

– eine absurde Mail allein ist also nicht illegal.

Wenn Sie aber einen finanziellen Schaden

erlitten haben, dann sollten Sie in

jedem Fall bei der Polizei Strafanzeige

wegen Betruges erstatten.

Gernot Krautberger/Fotolia.com

15


Danksagung

www.VDPolizei.de

VIELEN

DANK!

Liebe Inserenten!

Mit der Beteiligung in der Festschrift anlässlich unseres Sommerfestes

haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür

sehr herzlich!

Liebe Leser!

Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrer

nächsten Disposition.

Jörg Podlech Achim Bernkötter

Organisatoren-Team

Ihre

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Bundespolizei

Flughafen Düsseldorf

14

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine