Kapitalmarktausblick November 2013 - Deutsche Bank - Private ...

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Kapitalmarktausblick November 2013 - Deutsche Bank - Private ...

Wealth Management

Kapitalmarktausblick

November 2013: Das globale

volkswirtschaftliche Umfeld bleibt

trotz der Störungen durch die US-

Budgetverhandlungen gut : Der

wahrscheinlichste Zeitpunkt für

den Beginn der Reduktion der

Anleihekäufe durch die US-Noten -

bank ist Q1 2014 : Das Wachstum

der Unternehmensgewinne könnte

den Aktienmärkten in den Indus -

trieländern im nächsten Jahr eine

Stütze geben : Die Schwellen -

länder in Nordasien sind gut posi -

tioniert, um von einer stärkeren

Weltkonjunktur zu profitieren


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 2

Inhalt

Inhalt

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5

13

14

Editorial

Unser Houseview

Finanzmarktprognosen

High-Conviction-

Investmentideen


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 3

Editorial

Arnaud de Servigny

Editorial

Manchmal scheint es, als lägen Ereignisse schon lange zurück, obwohl sie erst kürzlich stattgefunden

haben. Vor einem Monat waren noch einige schwierige Probleme zu bewältigen: Die Diskussion

über die Schuldengrenze in den USA hatte beinahe ganz Washington lahmgelegt, an die Commedia

dell’ Arte erinnernde Machtspiele hatten Italien erneut an den Rand einer schweren politischen Krise

gebracht, und es wurde uns wieder vor Augen geführt, wie schwer sich das Syrienproblem lösen lässt.

Heute stellt sich die Lage insgesamt erheblich entspannter dar, auch wenn die Probleme bei Weitem

noch nicht angemessen behoben sind. An den Märkten hat daher eine deutliche Erholung eingesetzt.

Bedeutet dies, dass wir zu einer neuen „Normalität“ zurückkehren Es gibt jetzt Grund zur Hoffnung,

dass 2014 nach einer langen Periode oft schmerzlicher politischer und struktureller Anpassungen

ein ruhiges Jahr wird. Einige größere wirtschaftliche Schieflagen werden zweifelsohne weiterhin be -

stehen: der hohe Verschuldungsgrad, schleppendes Wachstum und eine (für einige Länder) bedroh -

liche Deflation. Aber auch wenn das globale Wachstum nicht besonders stark ist, zeichnen sich Ver -

besserungen ab. So dürfte die Zuversicht der Investoren zunehmen, da sie ihre Entscheidungen in

einem stabileren Umfeld treffen können.

Die Märkte sind natürlich zukunftsorientiert und werden die erwarteten Verbesserungen bereits bis

zu einem gewissen Grad eingepreist haben. Wir sind jedoch der Ansicht, dass das Marktvertrauen

weiter zunehmen wird, je mehr Anzeichen es gibt, dass sich diese Erwartungen auch erfüllen. Ein

Schlüsselindikator dafür werden Unternehmensgewinne sein, die nach einem lang anhaltenden Rück -

gang 2014 wieder steigen sollten. Die Investitionen in Produktionskapazitäten – insbesondere in

Europa – dürften zunehmen. Dies würde nicht nur das kurzfristige Geschäftsklima stärken, sondern

auch positiv auf das langfristige Wachstum wirken. Obwohl es also noch etwas dauern dürfte, bis

die Märkte der „neuen Normalität“ voll vertrauen, gehen wir davon aus, dass das Umfeld für chancen -

orientierte Vermögenswerte zum Jahr 2014 hin günstig bleibt.

Arnaud de Servigny

Chief Investment Officer, Wealth Management

1. November 2013


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 4

Editorial

Jacqueline Duschkin

Marcel Hoffmann

Regionale Perspektive

Die Rezession in der Eurozone hat zumindest einen positiven Effekt: Die Erwartungen in Bezug auf

das Tempo der wirtschaftlichen Erholung sind gering. Die Trendwende des Bruttoinlandprodukts

(BIP) der Eurozone im 2. Quartal war moderat, und es gibt wenig Gründe für ein deutlich schnelleres

Wachstum im 3. und 4. Quartal. Die Erholung schreitet langsam voran, ist aber hoffentlich hin -

reichend robust.

Vor diesem Hintergrund sollte man sich von einem leichten Rückgang der europäischen Einkaufs -

managerindizes im Oktober nicht allzu sehr entmutigen lassen, waren diese doch in den letzten sechs

Monaten kontinuierlich gestiegen. Ferner lassen sie – auch auf ihren aktuell niedrigeren Niveaus –

auf einen anhaltenden Aufschwung in der Eurozone schließen. Darüber hinaus lagen sie vier Monate

in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, was positiv zu sehen ist.

Mehr Grund zur Sorge geben die weiterhin strengen Kreditvergabebedingungen der Banken. Die

jüngste quartalsweise Erhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Kreditvergabe deutet zwar

an, dass die Banken die Vergabebedingungen künftig lockern wollen. Andererseits sind viele Banken

in der Eurozone aber weiterhin mit einem Anstieg der Not leidenden Kredite und Finanzierungslücken

konfrontiert. Bei der Prüfung der Bankbilanzen (und der Qualität der Vermögenswerte) durch die

EZB im nächsten Jahr könnten weitere Einzelheiten bekannt werden. Im Anschluss werden EZB und

die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) einen Stresstest durchführen. Unsere Erwartung

ist daher, dass sich die Bedingungen im Kreditgeschäft in den nächsten Quartalen nur allmählich

lockern dürften.

Dennoch gibt es einen Trend zur schrittweisen Verbesserung. Die EZB wird auch künftig alles Not -

wendige tun und gegenüber den Märkten Entschlossenheit demonstrieren. Eine Verbesserung der

politischen Situation in Italien und der Wirtschaftslage in Spanien ist zu erkennen – zwei Kern themen,

die in den letzten Monaten für Unsicherheit sorgten. Des Weiteren zeigt Deutschland als Konjunktur -

lokomotive Europas bisher kaum Anzeichen für eine Wachstumsverlangsamung: Die stabile Ent wick -

lung am Arbeitsmarkt, der robuste Anstieg der Nominallöhne und das hohe Verbraucher vertrauen

könnten die Ausgaben der deutschen Privathaushalte auch in den nächsten Monaten ankurbeln.

Diese Faktoren können die Voraussetzungen schaffen für weiteres Kurspotenzial bei europäischen

Aktien – vor allem wenn eine Aufhellung der globalen Konjunktur zu einer Stabilisierung oder Ver -

besserung der Gewinnprognosen europäischer Unternehmen führt.

Mit herzlichem Dank für Ihre Lektüre

Jacqueline Duschkin

Marcel Hoffmann


Houseview

Makroökonomischer Ausblick

Investmentimplikationen

Asset Allokation


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 6

Houseview

Larry V. Adam

Houseview

— US-Konjunktur im Aufwind

— Positive Konjunkturfaktoren in Europa

— Gewinnerwartungen stützen Aktien

— Schwellenländer selektiv attraktiv

Optimismus hält an

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.

In den letzten Monaten sind viele Risiken für die Finanz -

märkte geringer geworden. So hat zum Beispiel die

Verschiebung des Fed-„Tapering“ (Reduktion der Liqui -

di täts zufuhr) die Möglichkeit geld politischer Fehlent -

scheidungen verringert, die Erhö hung der Verschul -

dungs grenze den möglichen Staats bankrott verhindert,

die Wahl in Deutschland ein tragfähiges Ergebnis er -

bracht und die geopoliti schen Risiken durch die Ereig -

nisse in Syrien und im Iran haben abgenommen.

Somit konnten seit Ende September Indizes wie der

S&P 500 und der DAX auf Rekordhöhe klettern, An -

leihen einen Teil der im Sommer erlittenen Verluste

wieder gutmachen, und auch die Volatilität nahm ab.

Das Global Investment Committee musste sich daher

auf seinem Treffen am 29. Oktober 2013, das vor dem

Hintergrund einer Rallye bei Anleihen und Aktien statt -

fand, mit zwei Fragen aus einandersetzen: nämlich wie

lange dieses ausgewo ge ne „Goldilocks“-Szenario an -

dauern könnte und ob die Fundamentaldaten aus Wirt -

schaft und Unter neh men das aktuelle Markt niveau

und die Gewinn erwartungen rechtfertigen oder nicht.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

US-Konjunkturschwäche nur von kurzer Dauer

Die zuletzt gemischten US-Konjunkturdaten lassen den

Schluss zu, dass die Federal Reserve (Fed) mit der Ver -

schie bung der Reduzierung der quantitativen Locke -

rungs maßnahmen („Tapering“) die richtige Entschei -

dung getroffen hat. Besonders enttäuschten die

Be schäftig tenzahlen im September, aber auch andere

Indikato ren für September wie Einzelhandelsumsätze,

langlebige Gebrauchsgüter und Klimaindizes verweisen

auf eine zumindest leichte Konjunkturverlangsamung

im Umfeld der finanziellen Lahmlegung der US-Regie -

rung. Aber ausgehend von einem Wiedererstarken von

Geschäftsklima und Ver brauchervertrauen sollten die

Auswirkungen der Lahmlegung der US-Regierung auf

die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im

Quartalsvergleich minimal bleiben. Immer hin hat die

Wirtschaft unge fähr zehn Wochen Zeit, um die mög -

liche Schwäche aus zugleichen. Darüber hinaus dürften

niedrigere Benzin preise, niedrigere Hypothe kenzinsen

und höhere Aktien kurse (durch einen „Ver mögens -

effekt“) die Kon sumausgaben in der Weih nachts saison

stützen. Aus diesem Grund rechnen wir mit einer Be -

schleunigung des US-BIP-Wachstums zum Jahresende

und in das Jahr 2014 hinein. Im nächsten Jahr sollte

das Wachs tum auch vom Abbau der Belastungen durch

fiskali sche Einsparungen (Gra fik 1), von einem welt -

weiten wirtschaftlichen Auf schwung und einem er -

neu ten Anstieg der Investitionsausgaben profitieren.

Unsere Prognose für das BIP-Wachstum 2014 liegt bei

3,0 Pro zent.

Eine weitere Nebenwirkung der vorüber ge hen den

Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität besteht

darin, dass die US-Notenbank das geplante „Tapering“

mindestens bis zum März 2014 hinaus zögern dürfte.

Somit hätte die Konjunktur genügend Zeit, Fahrt auf -

zunehmen, der Kongress könnte sein fiskalisches Di -

lem ma überwinden und Janet Yellen hätte (in ihrer

ersten Sitzung als Vorsitzende) die Ge le genheit, auf der

Pressekonferenz nach dem Treffen des Offenmarkt -

ausschusses die Beweggründe der Fed näher zu

erläutern.

In Europa setzt sich die Konjunktur allmählich

in Bewegung

Wir gehen davon aus, dass sich nach einer länger an -

haltenden Rezession die Erholung des BIP im Euro raum

zumindest mit mäßiger Geschwindigkeit fortsetzen

wird. Wir rechnen nach einem 2013 um 0,4 Prozent

gegen Vorjahr schrumpfenden Wachstum für 2014


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 7

Houseview

Larry V. Adam

mit einem Anstieg des BIP um 0,7 Prozent. Deutschland

dürfte wohl auch weiterhin die Wachstums lokomotive

der Region bleiben. Darüber hinaus dürfte die Europäi -

sche Zentralbank (EZB) die großzügige Liquiditätsver -

sorgung beibehalten. Angesichts der aktuell vorherr -

schenden Tendenz zu einer expansiven Geldpolitik ist

eine Zinssenkung (von 0,50 auf 0,25 Prozent) in den

nächsten zwölf Monaten wahrschein lich, durch die das

Wachstum zusätzlich gestützt werden könnte.

Auf der politischen Ebene haben sich die Risiken in

Italien durch eine stabilere Regierung, die bis 2015 im

Amt bleiben dürfte, verringert – obwohl auf abseh -

bare Zeit keine bedeutenden Strukturreformen wahr -

schein lich sind. Im Vorfeld der Europawahlen im Mai

2014 könnte es in verschiedenen Ländern zu leich te -

ren politischen Turbulenzen kommen, die sich negativ

auf Klimaindizes auswirken könnten.

Japan – besser aufgestellt

Die jüngsten Trends japanischer Konjunkturdaten,

besonders Verbesserungen im Geschäftsklima und

positive Entwicklungen im verarbeitenden Gewerbe,

scheinen zu bestätigen, dass die ersten Maßnahmen

der „Abenomics“ (häufig verwendete Bezeichnung

für die Wirtschaftspolitik unter der Regierung von

Premierminister Abe) an Dynamik gewinnen und eine

solidere Basis für den wirtschaftlichen Aufschwung

Fiskalische Dämpfungseffekte in den USA könnten

nachlassen

Prozentuale Veränderung des strukturellen Primärdefizits in

Prozent des BIP

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0

2011 2012 2013P 2014P 2015P

Abb. 1 Quelle: Deutsche Bank Global Markets.

Stand: 22. Oktober 2013

geschaffen haben. Auch wenn die Entscheidung der

japanischen Regierung für eine Erhöhung der Mehr -

wertsteuer (von 5 Prozent auf 8 Prozent) im April 2014

zu einer Wachstumsverlangsamung führen dürfte,

können wachstumsfördernde Initiativen zumindest

für einen teilweisen Ausgleich sorgen.

Nordasien erscheint gut positioniert

Bei den Schwellenländern bevorzugen wir nach wie

vor die asiatischen Länder. Aber genaue Unterschei -

dungen sind nicht nur zwischen den Regionen, son -

dern auch innerhalb der einzelnen Region erforderlich.

So dürfte Nordasien in den kommenden Quar talen

eine völlig andere Dynamik erleben als Süd asien. In

Südasien (zum Beispiel Indien und Indonesien) sind

weiterhin konjunkturelle und strukturelle An passun gen

erforderlich, um externe Ungleichge wichte zu ver -

ringern und das übermäßige Kreditwachstum zu ver -

langsamen. Politische Probleme könnten aber in

vielen Ländern die dazu erforderlichen Maßnahmen

erschweren. Im Gegensatz hierzu könnten die nord asia -

tischen Volkswirtschaften (wie zum Beispiel China,

Taiwan und Südkorea) 2014 eher von der erwarteten

Zunahme der Auslandsnachfrage der entwickelten

Märkte profitieren.

Investmentimplikationen

Erhöhung der Mehrwertsteuer in Japan

machbar

US-Staatsanleiherenditen könnten wieder steigen

Die Verschiebung des „Tapering“ durch die Fed und der

offensichtliche „Schwächeanfall“, den die Konjunktur

erlebt, haben einen Rückgang der Rendite von 10-jäh -

rige US-Staatsanleihen auf circa 2,50 Prozent Ende

Oktober – und somit das untere Ende des von uns auf

Grundlage des nomi nalen BIP-Wachstums erstellten

Fair-Value-Korridors – verursacht. (In der Vergangenheit

ist eine relativ stetige Beziehung zwischen nominalem

BIP im Vorjahresver gleich und der Rendite von 10-jäh -

rige US-Staatsanleihen festzustellen.) Aber später im

Jahr dürften sich Hinwei se auf ein stärkeres Wachstum

ver dichten, was be deu tet, dass die Zinsen gegen Ende

des Jahres steigen könnten. Unsere Prognose für die

10-jährige US-Staatsan lei he rendite liegt Ende 2013

bei 2,80 Prozent und in zwölf Monaten bei 3,70 Prozent.

Daher behalten wir in der Erwartung einer negativen

Kurs entwicklung in den nächsten zwölf Monaten unser

Untergewicht bei Staatsanleihen bei.

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 8

Houseview

Larry V. Adam

Ausgewählte Anleihen der Eurozone nach

wie vor attraktiv

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.

Renditeabstand von US-Unternehmensanleihen

mahnt zur Vorsicht

Auch wenn man die Phasen während der „Großen

Re zession“ (ab 2009), in denen die Renditeabstände

auf Rekordhöhe lagen, unberücksichtigt lässt, handeln

jetzt die Renditeabstände sowohl von hochverzinslichen

Anleihen als auch von Anleihen hoher Bonität (Invest -

ment Grade) nahe an oder unter ihren historischen Tiefs.

Eine Beschleunigung des US-Wirtschaftswachstums,

robuste Unterneh mens bilanzen und ein anhaltender

Risikoappetit dürften ein Umfeld mit relativ niedrigen

Ausfallraten unterstützen. Angesichts der geringen Ren -

diteabstände und dro hender Zinserhöhungen sollten

Unter nehmensanleihen hauptsächlich unter dem

Ge sichts punkt einer höheren laufenden Verzinsung

(„carry trade“) gehalten werden, da die Mög lichkeit

von Kurs verlusten besteht.

Gewinnwachstum dürfte US-Aktien stützen

Da das S&P 500-Kurs-Gewinn-Verhältnis jetzt über

seinem Zehnjahresdurchschnitt handelt, sollten

weitere Kursgewinne davon abhängen, dass sich ein

nach haltiges Wirtschaftswachstum in höheren Ge -

winnen niederschlägt. Im 3. Quartal war es den Unter -

nehmen nur des halb gelungen, die Gewinner wartun -

gen zu über treffen, weil die „Gewinnhürde“ im Vorfeld

bereits mehrfach nach unten gesetzt worden war.

Zweitens kam das Unternehmensgewinnwachs tum

in einigen Fällen dadurch zustande, dass die Steuer -

belastungen oder die Aufwendungen für Zinsen nied -

riger ausfielen als erwartet, und bei Finanz unter nehmen

spielte die Auflösung von Verlustrückstel lun gen eine

Rolle. Drittens ist festzuhalten, dass die meisten Unter -

neh men, die Gewinnprognosen abge ben, ihre Prog no -

sen bereits gekürzt hatten und die Konsensus gewinn -

schätzungen für das 4. Quartal 2013 und 2014 erneut

verringert haben.

Aber eine nachhaltige Verbesserung der Weltwirt -

schaft auf dem Weg in das Jahr 2014 dürfte sich

letzten Endes in den Unternehmensgewinnen nieder -

schlagen. Für US-Unternehmen rechnen wir mit

einem Gewinnwachstum zwischen 5 und 7 Prozent für

das gesamte Jahr, für den S&P 500 mit 116 Milliarden

USD. Eine Kombination aus besseren wirtschaftlichen

Fundamentaldaten (zum Beispiel stärkere Einkaufs -

managerindizes, Beschäftigungswachstum, Exporte),

expansiver Geldpolitik, robusten Unternehmens akti vi -

täten (zum Beispiel Aktienrückkäufe und Dividenden)

und mäßigen Kapitalzuflüssen in Aktien dürfte höhere

Kurse auch weiter unterstützen. Unser Zwölfmonats -

ziel für den S&P 500 liegt bei 1.825. Allerdings halten

wir angesichts der starken Rallye seit Jahresbeginn

(+25 Prozent) eine Konsolidierungsphase für möglich.

Bei den ein zelnen Sektoren bevorzugen wir weiterhin

Techno lo gie, Energie und Gesundheitsdienste.

Europäische festverzinsliche Anleihen – Peripherie

gegenüber Kernländern bevorzugen

Innerhalb der europäischen Rentenmärkte sind die

Staatsanleihemärkte der Kernländer weiterhin nicht

attraktiv. Trotz der Verschiebung des US-„Tapering“

könnte die Entwicklung der globalen Zinsen nach oben

verlaufen. Aufgrund der niedrigen laufenden Verzin -

sung kann schon ein geringer Anstieg der Anleihe ren -

diten der Kernländer zu negativen Erträgen führen.

Unser Zwölfmonatsziel für Bundesanleihen liegt bei

2,00 Prozent.

Auf einer relativen Basis bleiben Anleihen der Peri -

pherieländer attraktiver als Anleihen der Kernländer –

trotz der Breite der jüngsten Kursanstiege. Vor dem

Hintergrund der Spreadeinengung seit Jahres beginn

wiederholen wir jedoch, dass es sich hier um einen

Deutlichere Verbesserung der Leistungsbilanz in

Spanien als in Italien

in Prozent des BIP

Italien

Spanien

6

4

2

0

-2

-4

-6

-8

-10

2008 2010 2012 2014 P 2016 P 2018 P

Abb. 2 Quelle: Deutsche Asset & Wealth Management.

Stand: 22. Oktober 2013


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 9

Houseview

Larry V. Adam

„carry trade“ handelt und der Großteil der Kurs steige -

rungen wohl hinter uns liegen dürfte. Bei den Periphe -

rieländern bevorzugen wir weiterhin Spanien gegen -

über Italien. Außerdem sollte be son deres Augen merk

auf den kurzen bis mittleren Teil der Zinsstruktur kurve

gelegt werden.

Ein Vergleich der Anleihefundamentaldaten von Italien

und Spanien ergibt, dass in Italien das Fiskal- und

Leistungsbilanzdefizit niedriger ist als in Spanien, aber

die spanische Leistungsbilanz dürfte sich stärker ver -

bessern (Grafik 2) – und dies aufgrund steigender Ex -

porte, nicht nur sinkender Importe. Die italienischen

Anleihemärkte rechtfertigen nach wie vor einen Risi ko -

aufschlag für politische Unsicherheit und die Möglich -

keit eines Null wachstums. Wie bereits angemerkt, er -

scheinen Reformen zu gunsten des Wachstums in

Italien unwahrscheinlich. Daher würden wir zu italieni -

schen Anleihen zum jetzigen Zeitpunkt neutral bleiben.

Europäische Aktien – das Bewertungsrätsel

Europäische Gewinnschätzungen wurden im Oktober

nach unten korrigiert. Der Abwärtstrend bei den

Ge winnerwartungen war breit angelegt, wobei nur

Ver sicherungen eine Ausnahme bildeten. Aus Länder -

perspektive war Spanien die bemerkenswerte Aus -

nahme, wo die Gewinnerwartungen für 2014 leicht

nach oben korrigiert wurden.

Trotz der „Bullenmarkt-Rallye“ in Europa seit Jahres be -

ginn erscheinen europäische Aktien unter Bewer tungs -

gesichtspunkten relativ attraktiv. Seit der Ein führung

des Euros gibt es Hinweise darauf, dass europäische

Aktien mit einem Abschlag zu US-Aktien handeln,

wenn verschiedene Bewertungskennziffern heran -

gezogen werden – zum Beispiel das zwölf Monate

nach laufende Kurs-Gewinn-Verhältnis, das lang fristige

Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis oder das Kurs-Buch -

wert-Verhältnis. Die wichtigste Frage, die sich Inves to -

ren stellen müssen, lautet aber: Bedeutet der struk -

turelle Bewer tungsabschlag für europäische Aktien im

Ver gleich zu US-Aktien, dass eine „Aufhol jagd“ be -

vorsteht Aus unserer Sicht würden wir ant worten:

„Möglich, aber nicht zwangsläufig.“ Obwohl das

langfristige Gewinn wachstum in den USA und Europa

ähnlich ist (circa 8 Prozent p.a.), ist die Vola ti lität des

Gewinn wachs tums in Europa wesentlich höher und

liefert somit eine gewisse Rechtfertigung für den Ab -

schlag gegenüber US-Aktien.

Yen-Schwäche könnte japanischen Aktien

helfen

Aber dagegen sind die Erfahrungen der Vergangen -

heit zu setzen: Europa ist einer der größten Nutznießer

einer synchronisierten Beschleunigung des globalen

Wachstums, und wir sind der Auffassung, dass die

Märkte dies noch nicht hinreichend eingepreist haben

dürften. Aus diesem Grund bleiben wir trotz der Un -

sicherheiten im Umfeld der Bewertungsdebatte und

des möglichen Risikos für die Gewinne durch den

starken Euro im Allgemeinen positiv für europäische

Aktien. Ein besonders interessanter Faktor sind das

durchschnittliche Alter des Kapitalstocks der Unter neh -

men im Euroraum und Nettoinvestitionen als Anteil

am BIP (Grafik 3) – daraus lässt sich schließen, dass

Ersatzinvestitionen erforderlich sein werden.

Unsere Einstellung zum japanischen Aktienmarkt bleibt

positiv, da wir davon ausgehen, dass das Konjunktur -

programm und die Ausgaben im Vorfeld der Olym pi -

schen Spiele nicht nur die Marktstimmung aufhellen,

sondern auch das reale Wirtschaftswachstum stützen

werden. Die Gewinne der japanischen Unternehmen

sollten ihren Aufwärtstrend fortsetzen und eine Neu -

bewertung der Aktienkurse unterstützen. Die Indika to -

ren für die Lage der Unternehmen befinden sich im

Aufwind (Grafik 4). Auslöser für diese Gewinne und

Nettoinvestitionen in Europa auf Tiefstand

in Prozent des BIP

8

7

6

5

4

3

2

1

0

2003 2005 2007 2009 2011 2013

Abb. 3 Quellen: Credit Suisse Research; Deutsche Asset & Wealth

Management. Stand: 8. Oktober 2013

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 10

Houseview

Larry V. Adam

Ölpreise wohl unverändert

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.

mög liche Aufwärts überraschungen ist die von uns

er wartete Ab schwä chung des Yen (Zwölfmonats prog -

nose: 114) gegen über dem US-Dollar, durch die japa -

nische Güter und Dienstleistungen in der Weltwirt schaft

noch attraktiver werden. Das größte Risiko für diese

posi tiven Aus sichten liegt in der erfolgreichen Umset -

zung der sogenannten „dritten Säule“ der „Abenomics“,

zu der struk turelle Reformen ebenso gehören wie das

bereits erwähnte Konjunkturprogramm.

Asien – genaue Titelauswahl erforderlich

Nach unserer Einschätzung werden die nordasia tischen

Aktienmärkte nicht nur stärker vom welt weiten Auf -

schwung profitieren, sie haben auch ein attraktiveres

Bewertungsniveau und bieten somit eine gewisse Ab -

sicherung gegen Abwärtsrisiken. Kapital flüsse lassen

auch den Schluss zu, dass Nordasien noch unterinves -

tiert ist, sodass jede Veränderung in der Richtung der

Kapitalflüsse zumindest eine kurz fristige Rallye aus -

lösen könnte. Unsere Analysten, die das chinesische

Wachstum op timistischer einschätzen als der Markt -

konsens, sehen in den jüngsten Wirtschaftsdaten eher

eine nachhal tige Erholung als ein kurzfristiges vom

Lageraufbau getriebenes Strohfeuer. Aufgrund einer

erhöhten Geld umlaufgeschwindigkeit, der verbesser -

ten Rentabilität von Unternehmen, der robusten Aus -

landsnachfrage und höherer Infrastrukturausgaben

im Land rechnen sie weiterhin mit einem stärkeren Wirt -

schaftswachs tum. Die vor Kurzem erfolgte Gründung

der SHFTZ (Shanghai-Frei han dels zone) könnte sich als

Vorläufer eines aggressiveren Re formpakets in China

entpuppen, mit dessen Hilfe das Wachstumspotenzial

Chinas über eine Stärkung der Rolle des privaten Sek -

tors gefördert werden sollte. Dieser ist von überragen -

der Bedeutung, wenn die langfristige Wachstumsrate

Chinas bei mindestens 7 Prozent bleiben soll. Innerhalb

Nordasiens dürften auch Taiwan und Südkorea von

den positiveren Aus sichten für China profitieren.

Rohstoffe – ein gedämpfter Ausblick

Neben der jüngsten Dollarschwäche haben offen sicht -

lich abflauende geopolitische Risiken in Syrien und im

Iran höheren Rohölpreisen den Boden entzogen. Der

Rohölpreis für die Sorte West Texas Intermediate fiel

Mitte Oktober unter 100 USD/ Barrel und beendete da -

mit den längsten Zeitraum in den letzten fünf Jahren,

in dem der Ölpreis konstant über 100 USD lag. Obwohl

ein besserer weltwirt schaftlicher Ausblick steigende

Rohölpreise unter stützen würde, dürfte dies durch einen

aufwertenden US-Dollar und ein weiter steigendes

Angebot aus ge glichen werden. Daher rechnen wir in

den nächsten zwölf Monaten mit einem Rohölpreis

von etwa 100 USD/ Barrel – abgesehen natürlich von

geo poli tischen Schocks, die zu zeitweiligen Spitzen

führen könnten.

Die jüngste Stärke des Goldpreises, die auf die Ver -

zögerung des „Tapering“ und einen schwächeren US-

Dollar zurückzuführen ist, wird wohl von kurzer Dauer

sein. Aufgrund der von uns erwarteten Aufwertung des

US-Dollars im Zuge seiner langfristigen zyklischen Auf -

wärtsbewegung, der Unausweichlichkeit des „Tape -

ring“, steigender Realzinsen und einer gedämpften

Inflation dürfte der Goldpreis unter Druck geraten. Da -

rüber hinaus halten wir die jüngste Unterstützung

durch die Investitionsnachfrage für vorübergehend, da

die Risikobereitschaft hoch bleibt. Obwohl Gold auf -

grund der anhaltenden Unsicherheit über die US-Fis -

kalpolitik und der expansiven Geldpolitik der Fed

zwischenzeitlich Phasen der Stärke erleben könnte,

sehen wir für Gold eher Abwärtsrisiken und empfeh len,

das Engagement auf dem aktuellen Niveau zu redu -

zieren. Wir bleiben bei unserem Drei- und Zwölf monats -

ziel für Gold von 1.300 USD / Feinunze.

Belebung des japanischen Geschäftsklimas

Tankan Index, alle Sektoren, alle Unternehmen

Indexwert

20

10

0

-10

-20

-30

-40

-50

2004 2006 2008 2010 2012

Abb. 4 Quelle: Bloomberg Finance L.P.

Stand: 22. Oktober 2013


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 11

Houseview

Larry V. Adam

Asset Allokation zusammengefasst

Das Global Investment Committee (GIC)

geht weiterhin von einer Beschleunigung des

globalen Wachstums aus. Alle Kom ponen -

ten des Investmentprozesses sprechen eher

für Risikopositionen. Vor diesem Hinter -

grund hat das GIC entschieden, das Engage -

ment in Aktien der Schwellen- und Indus -

trieländer weiter zu erhöhen und gleichzeitig

das Engagement in Unternehmensanleihen

der Industrieländer zu reduzieren. Aber so -

wohl bei den Aktien der Industrieländer als

auch bei den Aktien der Schwellenländer rät

das GIC zu einer sorgfältigen Titelauswahl.

GIC-Modellportfolio Asset Allokation November 2013

Liquidität und Anleihen

Vorgeschlagene

Anlageklasse Veränderung* Gewichtung (29. Okt. 2013)

Liquidität keine Veränderung 5%

Staatsanleihen

Industrieländer keine Veränderung 13 %

Unternehmensanleihen

Industrieländer -2% 15%

Anleihen

Emerging Markets keine Veränderung 6%

Aktien

Anlageklasse Veränderung* Gewichtung

Aktien

Industrieländer +1 % 36%

Aktien

Emerging Markets +1 % 12 %

Alternative Investments

Anlageklasse Veränderung* Gewichtung

39%

48 %

Absolute Return

& Währungen keine Veränderung 11 %

Rohstoffe keine Veränderung 2%

13 %

Total 100 %

Asset Allokation

Das Global Investment Committee (GIC) bleibt beim

üblichen Dreisäulenkonzept zur Bestimmung der

Asset Allokation. Die erste Säule des Anlagepro zesses,

die Zusammenführung der einzelnen Sichtweisen

der GIC-Mitglieder, verweist auf eine Tendenz zu einer

leichten Erhöhung der Risikoanlagen im Vergleich

zur aktuellen Asset Allokation durch eine ausgewogene

Aufstockung der Bestände an Aktien Industrieländer

und Aktien Emerging Markets, während gleichzeitig

das Engagement in Unternehmensanleihen der In dus -

trieländer reduziert wird. Das Committee geht weiter -

hin davon aus, dass das globale Wirtschaftswachs tum

anzieht, äußerte aber auch die Auffassung, dass auf -

grund der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Beginns

des Fed-„Tapering“ nicht vor März 2014 die aktuelle

Asset Allokation zu überdenken sei. Die Entscheidung,

das Engagement in Unternehmensanleihen Industrie -

länder zu reduzieren, steht im Einklang mit dem Aus -

blick des Committee – im aktuellen Umfeld wird für

diese Assetklasse aufgrund der strafferen Liquiditäts -

bedingungen infolge der „Tapering“-Entscheidung

ein begrenztes Aufwärtspotenzial erwartet.

* Veränderungen gegenüber dem GIC vom 24. September 2013.

Quelle: Deutsche Asset & Wealth Management Global Investment Committee (GIC),

Wealth Management. Stand: 29. Oktober 2013.

Die Vermögensallokation kann jederzeit und ohne Vorankündigung geändert werden.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indi kator für zukünf ti ge

Wertentwicklungen. Es kann keine Gewähr über nommen werden, dass Anlage ziele

erreicht oder Ertragserwartungen erfüllt werden.

Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwick lungen. Es wird

keine Garantie dafür übernommen, dass Prognosen und Ziele tatsäch lich eintreffen.

Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen

Modellen oder Analysen, die sich als falsch herausstellen können.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 12

Houseview

Larry V. Adam

Fortsetzung der Hausse am Aktienmarkt

Die zweite Säule, die auf einer gründlichen Bottomup-Analyse

makroökonomischer, bewertungsbe -

zogener und markttechnischer Daten beruht, führte zu

dem Schluss, dass das Modell insgesamt eine leichte

Stimmungsverschiebung erfahren hat. Während das

Makroumfeld auf ein eher positives Umfeld für alle

Assetklassen verwies, da die Verschiebung des Fed-

„Tapering“ die Möglichkeit geldpolitischer Fehlent -

scheidungen verringert und sowohl die Risiken durch

die US-Fiskalpolitik als auch die geopolitischen Risiken

abgenommen haben, ergaben die Unsicherheit über

das Tempo der wirtschaftlichen Dynamik und die Mög -

lichkeit eines schwächeren Vertrauens über einen

kurzen Zeithorizont eine weitgehend neutrale Sicht.

Aus Bewertungssicht zeigte das Modell ein markt ge -

rechtes bis leicht überbewertetes Umfeld für Aktien

der Industrieländer auf, während die Aktien der Schwel -

lenländer relativ günstig bleiben. Die positive Stim -

mungsverschiebung zugunsten der Schwellenländer

(Emerging Markets) zeigte sich auch in den markt -

technischen Daten, deren Dynamik noch Spielraum

nach oben lässt. Eine der wichtigsten im Modellport -

folio vorgeschlagenen Veränderungen war die Umstel -

lung von neutral auf positiv bei Aktien Emerging

Markets.

In Bezug auf die Verwendung von Absicherungs instru -

menten sah das GIC vor dem Hintergrund der positi -

ven Dynamik der globalen Wirt schaft, der weiter hin

aggressiven Geldpolitik weltweit und unserer Erwar -

tung einer Fortsetzung der Hausse am Aktienmarkt

bis in das nächste Jahr hinein keinen höheren Absiche -

rungsbedarf.

Unter dem Aspekt einer Absicherung gegen Wäh rungs -

verluste raten wir europäischen Anlegern zu diesem

Zeitpunkt nicht zu einer Absicherung ihrer Dollarbe -

stände, zumal wir damit rechnen, dass sich die kurz -

fristige Gegenbewegung, die in der jüngsten US-Dollar -

schwäche zu beobachten war, allmählich umkehren

wird. Für Anleger, die in USD Sicht denken, sollten Wäh -

rungssicherungsgeschäfte jedoch fortge setzt werden,

da wir davon ausgehen, dass der US-Dollar am Beginn

eines Aufwertungszyklus steht, der mehrere Jahre

dauern könnte.

Das GIC überprüfte auch seine High-Conviction-Ideen

und kam zu dem Schluss, alle zehn aufrechtzuer hal ten.

Die Gründe werden auf den Seiten 15 bis 18 näher

erläutert.

Wertentwicklungen

in der Vergangenheit

sind kein verlässlicher

Indi kator für zukünf -

tige Wertentwick -

lungen. Es kann keine

Gewähr über nommen

werden, dass Anlage -

ziele erreicht oder

Ertragserwartungen

erfüllt werden.

Prognosen sind kein

verlässlicher Indikator

für zukünftige Wert -

entwick lungen. Es

wird keine Garantie

dafür übernommen,

dass Prognosen und

Ziele tatsäch lich ein -

treffen. Prognosen

basieren auf Annah -

men, Schätzungen,

Ansichten und hypo -

thetischen Modellen

oder Analysen, die

sich als falsch heraus -

stellen können.

Die dritte Säule, die mithilfe systematischer Indika to -

ren Veränderungen im Investmentumfeld identifiziert,

unterstützt weiterhin den Aufbau von Risikoposi tio -

nen. Im Portfoliozusammenhang war die Tendenz zum

Aufbau von Risikopositionen für Unternehmens an -

leihen jedoch weniger überzeugend als für Aktien.

Bei der Bewertung möglicher Veränderungen des

empfohlenen Portfolios bewertete das Global Invest -

ment Committee (GIC) jede „Säule“ und sprach sich

insgesamt für eine leichte Erhöhung des Risikos aus.

Letzten Endes beschloss das GIC eine Erhöhung der

Aktien Industrieländer um 1 Prozent, eine Erhöhung

der Aktien Emerging Markets um 1 Prozent sowie eine

Verringerung der Unternehmensanleihen Industrie -

länder um 2 Prozent. Sowohl bei den Aktien Industrie -

länder als auch bei den Aktien Emerging Markets

wurde angesichts des jüngsten Ansturms auf globale

Aktien der Aspekt der sorgfältigen Titelauswahl unter -

strichen. So war das Committee bei den Aktien der

Industrieländer zum Beispiel positiver zu Japan und

Südeuropa eingestellt, und innerhalb der USA wurde

die sorgfältige Auswahl auf Branchenebene hervor -

gehoben.


Finanzmarktprognosen

Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 13

Finanzmarktprognosen

Volkswirtschaftliche Daten

BIP-Wachstum in Prozent

2012 2013P 2014P

USA 2,2 1,8 3,0

Euroraum -0,6 -0,4 0,7

UK 0,2 1,2 1,8

Japan 1,9 1,7 1,5

China 7,8 7,5 7,5

Welt 2,9 3,1 3,7

Kapitalmärkte

Aktienmärkte Indexstand 3-Monats- 12-Monats-

Aktuell* Prognose Prognose

USA(S&P500) 1.762 1.730 1.825

Euroraum (EuroSTOXX 50) 3.022 3.030 3.190

Deutschland (DAX)** 8.979 8.900 9.400

UK (FTSE 100) 6.726 6.600 7.000

Japan (Nikkei) 14.396 14.800 17.000

Asien ohne Japan (MSCI, $) 544 570 600

Lateinamerika (MSCI, $) 3.487 3.550 3.700

Inflation in Prozent

2012 2013P 2014P

USA 2,1 1,7 2,5

Euroraum 2,5 1,6 1,6

UK 2,8 2,4 2,2

Japan 0,0 0,1 1,5

China 2,6 2,2 2,0

Kapitalmarktrenditen in Prozent 3-Monats- 12-Monats-

10-jährige Staatsanleihen Aktuell* Prognose Prognose

USA 2,53 2,90 3,70

Euroraum*** 1,75 2,00 2,50

UK 2,44 2,80 3,25

Japan 0,61 0,80 1,00

Leitzinsen in Prozent 3-Monats- 12-Monats-

Aktuell* Prognose Prognose

USA (Fed Funds-Satz) 0,25 0,25 0,25

Euroraum (Refisatz) 0,50 0,50 0,25

UK (Repo Rate) 0,50 0,50 0,50

Japan (Geldmarktsatz) 0,10 0,10 0,10

Währungen 3-Monats- 12-Monats-

Aktuell* Prognose Prognose

EUR/USD 1,38 1,33 1,25

USD/JPY 97,71 101,00 114,00

EUR/CHF 1,23 1,25 1,25

GBP/USD 1,61 1,57 1,56

USD/CNY 6,09 6,06 6,05

Budgetsaldo in Prozent des BIP

2012 2013P 2014P

USA -6,8 -4,5 -3,5

Euroraum -3,7 -2,9 -2,8

UK -5,5 -7,0 -6,5

Japan -9,5 -9,5 -8,5

China -1,6 -2,0 -1,8

Rohstoffe 3-Monats- 12-Monats-

Aktuell* Prognose Prognose

Öl ($, WTI) 99 100 100

Gold ($) 1.352 1.300 1.300

Zahlen für 2012, 2013, 2014, 3 Monate und 12 Monate, entsprechen unserer

Einschätzung per 29. Oktober 2013.

Gelb kennzeichnet Heraufstufungen, kursive Zahlen kennzeichnen Herabstufungen

gegenüber unserer Vormonatsprognose. P = Prognose

Leistungsbilanzsaldo in Prozent des BIP

2012 2013P 2014P

USA -2,8 -2,7 -2,6

Euroraum 1,3 2,5 2,7

UK -3,8 -2,9 -2,6

Japan 1,1 1,0 1,8

China 2,4 2,2 2,0

*Stand: 28. Oktober 2013.

**Total Return Index (enthält Dividenden).

***Deutsche Bundesanleihen.

Quellen: Deutsche Asset & Wealth Management; Global Investment Committee,

Wealth Management.

Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftigen Wertent -

wicklungen. Es wird keine Garantie dafür übernommen, dass Prognosen

und Ziele tatsächlich eintreffen. Prognosen basieren auf Annahmen,

Schätzungen, Ansichten und hypo thetischen Modellen oder Analysen,

die sich als falsch herausstellen können.


High-

Conviction-

Investmentideen


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 15

Überprüfung

der Anlageideen

Überprüfung

der Anlageideen

Larry V. Adam

Megan Horneman

Christian Nolting

Elke Speidel-Walz

Aktien kleiner und

mittlerer europäischer

Unternehmen

(Investmentidee

vom 24. September 2013)

Wandelanleihen

(Investmentidee

vom 24. September 2013)

Globale Industriewerte

(Investmentidee

vom 24. September 2013)

Performance

Referenzmaß

Gleichgewichtetes Portfolio

von STOXX Europe Mid 200

und STOXX Europe Small 200

im Vergleich zu Liquidität*

Performance

Referenzmaß

Barclays US Convertibles

Index im Vergleich zu

Liquidität*

Performance

Referenzmaß

MSCI World Industrials

im Vergleich zu Liquidität*

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Anlagehorizont

3 –12+ Monate

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Performance seit Initiierung

Performance seit Initiierung

Performance seit Initiierung

Die europäische Wirtschaft

beginnt sich zu erholen, wovon

die Aktien kleiner und mittlerer

europäischer Unter nehmen

profitiert haben. Die Ertrags -

erwartungen für Aktien kleiner

und mittlerer Unternehmen

sind höher als für große euro -

päi sche Unter nehmen. Im

4. Quartal 2013 und 1. Quartal

2014 werden zudem positive

saisonabhän gige Einfluss fak to -

ren erwartet.

Wandelanleihen haben sich

seit der Einführung der Idee

gut entwickelt, unterstützt

durch ihre starke Korrelation

zum Aktienmarkt. Trotz der

Kursgewinne glauben wir nach

wie vor, dass Wandelanleihen

einen attraktiven Bestandteil

eines Engagements an den

Rentenmärkten darstellen. In

der Vergangenheit hat sich

zudem gezeigt, dass Wandel -

anleihen in einem Umfeld

steigender Zinsen tendenziell

eine bessere Performance als

High-Yield-Anleihen erzielen.

Unternehmen aus Industrie -

ländern dürften weiterhin

von einem stärkeren globalen

Wirt schafts wachs tum, einer

auf gestauten Inves titionsnach -

frage, Instand haltungsmaß -

nah men und Investitionen zur

Reduzierung von Produktions -

kosten profi tieren. Gesunde

Bilanzen, bei denen das Verhält -

nis von Netto verschuldung zu

Eigen kapital auf einen zykli -

schen Tiefstwert fällt, tragen

eben falls zum Anstieg der Inves -

ti tions aus gaben bei. Ertrags -

korrekturen scheinen nun

zudem die Talsohle erreicht zu

haben.

Legende für Anlageideen

indiziert positive Entwicklung

indiziert negative Entwicklung

Ausführlicheres Datenmaterial

kann auf Anforderung zur Ver fü -

g ung gestellt werden.

*Gesamtertrag gemessen als Ge -

winn / Verlust des Referenz maßes

in USD.

Die High-Conviction-Investmentideen sind nicht unbedingt

für alle Investoren geeignet.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verläss -

licher Indikator für zukünf tige Wertent wick lungen. Es kann

keine Gewähr übernommen werden, dass Anlage ziele erreicht

oder Ertragserwartungen erfüllt werden.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 16

Überprüfung

der Anlageideen

Larry V. Adam

Megan Horneman

Christian Nolting

Elke Speidel-Walz

Real Estate Investment

Trusts in Japan (J-REITs)

(Investmentidee

vom 27. August 2013)

Mexikanische Aktien

(Investmentidee

vom 30. Juli 2013)

US-Aktien mit

Dividendenwachstum

(Investmentidee

vom 25. Juni 2013)

Unterschiedliche

Trends in der asiatischen

Wirtschaftspolitik

(Investmentidee

vom 21. Mai 2013)

Performance

Performance

Performance

Performance

Referenzmaß

Tokyo Stock Exchange REIT

Index im Vergleich zu

Liquidität*

Referenzmaß

MSCI Mexico im Vergleich

zu Liquidität*

Referenzmaß

S & P 500 Dividend Aristocrats

Index im Vergleich zu

Liquidität*

Referenzmaß

ADXY vs. Yen / USD spot**

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Anlagehorizont

3 –12+ Monate

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Performance seit Initiierung

Performance seit Initiierung

Performance seit Initiierung

Performance seit Initiierung

Auf dem japanischen Ver mie -

tungsmarkt für Büro- und

Wohnflächen verbessern sich

die Belegungsquoten und ver -

lassen die Mieten die Talsohle.

Indessen nehmen die Kapital -

aufnahmen und Immobilien in -

vestitionen der J-REITs kräftig

Fahrt auf. Der kürzliche An stieg

des Tokyo Stock Exchange REIT

Indexes wurde auch durch die

allgemeine Erholung des Nikkei

und steigende Inflationserwar -

tungen unterstützt. Für Anleger,

die nicht in J-REITs investieren

können, sind japanische Aktien

im All ge meinen, jedoch wäh -

rungs gesichert, möglicher weise

interessant.

Diese langfristige Investment -

idee basiert auf umfangreichen

Strukturreformen in der mexi -

ka nischen Wirtschaft so wie

ihrem Wachstums poten zial, zu

dem auch eine wach sende

Erwerbs be völ ke rung beiträgt.

Ein unterbewerteter Wechsel -

kurs und geringere Energie kos -

ten sollten außerdem stützen.

Wie die Underperformance im

Gegensatz zu Aktien anderer

Schwellenländer in letzter Zeit

jedoch gezeigt hat, bleiben

mexikanische Aktien anfällig

für Konjunktursorgen in den

Vereinigten Staaten und Ver -

zögerungen bei heimischen

Reformen.

Amerikanische Aktien mit Aus -

sichten auf ein anhaltendes

und nachhaltiges Dividenden -

wachstum gehören auch

weiterhin zu unseren Favoriten.

Hierbei liegt der Fokus auf

Unternehmenstiteln, deren

Bilanzen ausreichend Liqui di tät

haben und die ein kon sis tentes

Dividendenwachstum sowie

einen guten Wachstums aus -

blick aufweisen. Zudem wird

sich die Tatsache positiv aus -

wirken, dass die Zinsen auch

2014 niedriger bleiben dürften,

als es die Fundamen taldaten

nahe legen.

Wir sind der Ansicht, dass eini -

ge asiatische Länder auf grund

der Entwicklung der Inflations -

rate und anderer Gründe nicht

der japanischen Abwertungs -

politik folgen wollen. Die japa -

ni sche Regierung setzt weiter -

hin auf eine lockere Geldpolitik.

Vor eini gen Wochen haben

Währun gen wie der koreani -

sche Won, der chinesische Ren -

minbi und der Taiwan Dollar

stark angezogen, unterstützt

durch ausländische Geldzu -

flüsse angesichts der Verzöge -

rungen bei der Reduzierung

des Ankaufsprogramms der US-

Notenbank.

Legende für Anlageideen

indiziert positive Entwicklung

indiziert negative Entwicklung

Ausführlicheres Datenmaterial

kann auf Anforderung zur Ver fü -

g ung gestellt werden.

*Gesamtertrag gemessen als Gewinn/Verlust

des Referenzmaßes in USD. Die gezeigte Per for -

mance bezieht sich auf den Zeitraum seit Be ginn

der Anlageidee bis zum 29. Oktober 2013.

** Relative Ertragsidee, basierend auf der rela -

ti ven Entwicklung der beiden genannten Refe -

renz maße in USD. Die gezeigte Performance

be zieht sich auf den Zeitraum seit Beginn der

Idee bis zum 29. Oktober 2013.

High-Conviction-Investmentideen sind nicht unbedingt für

alle Investoren geeignet.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verläss -

licher Indikator für zukünf tige Wertent wick lungen. Es kann

keine Gewähr übernommen werden, dass Anlage ziele erreicht

oder Ertragserwartungen erfüllt werden.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 17

Überprüfung

der Anlageideen

Larry V. Adam

Megan Horneman

Christian Nolting

Elke Speidel-Walz

Nutznießer aus Chinas

Kampf gegen

Luftverschmutzung

(Investmentidee

vom 26. März 2013)

Erholung bei

asiatischen Aktien

(Investmentidee

vom 29. Januar 2013)

Innovative

Zahlungssysteme

(Investmentidee

vom 26. März 2012)

Performance

Referenzmaß

n/a

Performance

Referenzmaß

n/a

Performance

Referenzmaß

n/a

Anlagehorizont

3 –12+ Monate

Anlagehorizont

3 –12 Monate

Anlagehorizont

3 –12+ Monate

Performance seit Initiierung

n/a

Performance seit Initiierung

n/a

Performance seit Initiierung

n/a

China wird angesichts der star -

ken Luftverschmutzung größe -

re Anpassungen bei seiner

Wachstumsstrategie und den

entsprechenden Richt linien

vornehmen müssen. In letzter

Zeit kam es zu einer Reihe von

Initiativen, wie zuletzt dem

Angebot von Vergütun gen für

sechs Regionen auf grund

der Reduzierungen der Luft -

ver schmut zung. Wir erwarten

unterstützende Beschlüsse

beim dritten Plenum des Zen -

tral komitees der kom muni s -

tischen Partei im November.

Bestimmte Branchen werden

besonders von der Erholung

der Weltwirtschaft profitieren,

die die Auslandsnachfrage

an kurbeln wird. Für andere wird

sich der erneute Fokus der asia -

tischen Regierungen auf die För -

derung der Binnenwirt schaft

und Reformen positiv auswir -

ken. In geogra fi scher Hin sicht

bevorzugen wir nordasiatische

Volkswirt schaf ten. Da diese

Länder mit großer Wahrschein -

lichkeit mehr von der volks -

wirtschaftlichen Erho lung profi -

tie ren, sind ihre Bewertungen

attraktiver. Kapitalströme legen

ebenfalls nahe, dass diese

Märkte noch Nachholbedarf

haben.

Ziel ist es, in Branchen zu in -

vestieren, die von der zuneh -

menden Nutzung mobiler

Zahlungssysteme (dem so ge -

nannten „Wallet Commerce“)

profitieren. Dazu dürften An -

bieter von Zahlungsdiensten,

Kommunikationstechnik/-sys -

temen und Sicherheits soft -

ware sowie IT-Entwickler und

große Einzelhändler in diesem

Bereich gehören. Je nach Aus -

breitung mobiler Zahlungs -

systeme werden unterschied -

liche Branchen profitieren

Legende für Anlageideen

indiziert positive Entwicklung

indiziert negative Entwicklung

Ausführlicheres Datenmaterial

kann auf Anforderung zur Ver fü -

g ung gestellt werden.

*Von den beendeten Ideen waren

die erste und letzte auf den Ge samt -

ertrag gerichtet; US-Groß unter -

nehmen vs. mittel ständische US-

Unternehmen war eine relative

Ertragsidee. Die Per for mance wurde

in der Septem ber ausgabe des

Kapitalmarkt aus blicks beschrieben.

High-Conviction-Investmentideen sind nicht unbedingt für

alle Investoren geeignet.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verläss -

licher Indikator für zukünf tige Wertent wick lungen. Es kann

keine Gewähr übernommen werden, dass Anlage ziele erreicht

oder Ertragserwartungen erfüllt werden.


Kapitalmarktausblick

November 2013

Seite 18

Global Investment

Committee

Global Investment Committee (GIC),

Wealth Management

Arnaud de Servigny

(Chair)

Chief Investment Officer,

Wealth Management

Larry V. Adam

Chief Investment Strategist,

USA

Owen Fitzpatrick

Head of Global Equity

Practice,

USA

Ben Pace

Chief Investment Officer,

Nord- und Südamerika

Marcel Hoffmann

Head of Discretionary

Portfolio Management,

Deutschland

Elke Speidel-Walz

Chief Investment Strategist,

Deutschland

Stéphane Junod

Head of Discretionary

Portfolio Management,

EMEA

Christian Nolting

Global Head of Discretionary

Portfolio Management and

Head of Strategy,

Asien/Pazifik

Tuan Huynh

Head of Discretionary

Portfolio Management,

Asien/Pazifik

Gérard Piasko

Chief Investment Strategist,

EMEA


Wichtige Hinweise

Dieses Dokument enthält lediglich generelle Einschätzungen, welche auf der Grundlage einer fundamentalen

sowie technischen Analyse der Deutsche Bank AG getroffen wurden.

Diese Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Sie sind insbesondere keine auf die individuellen

Verhältnisse des Kunden abgestimmte Handlungsempfehlung. Sie geben lediglich die aktuelle Einschätzung

der Deutsche Bank AG wieder, die auch sehr kurzfristig und ohne vorherige Ankündigung geändert werden

kann. Damit ist sie insbesondere nicht als Grundlage für eine mittel- oder langfristige Handlungsentscheidung

geeignet.

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Soweit die im Dokument enthaltenen Daten von Dritten stammen, übernimmt die Deutsche Bank AG für die

Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten keine Gewähr, auch wenn sie nur solche Quellen verwendet, die sie

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© November 2013. Deutsche Bank AG. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe gebeten.

Herausgeber: Deutsche Bank AG, Deutsche Asset & Wealth Management, Taunusanlage 12, D-60325 Frankfurt am Main, Germany

Grafikdesign: Weigand Design und Kommunikation GmbH, Frankfurt

Druck: Adelmann GmbH, Frankfurt

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