Friedensnobelpreis - Othmar Karas

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Friedensnobelpreis - Othmar Karas

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Pro Umwelt

4/2012

16, 17

Friedensnobelpreis

an die EU

Die EU wird für ihren Einsatz für

Frieden, Versöhnung, Demokratie und

Menschenrechte in Europa geehrt

In seiner Erklärung vom 12. Oktober

begründete das norwegische Nobelkomitee

seine Entscheidung mit der

stabilisierenden Rolle der EU bei der

Umwandlung Europas von einem Kontinent

der Kriege zu einem Kontinent

des Friedens.

Die größte Errungenschaft der EU sei

"ihr erfolgreicher Kampf für Frieden,

Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte."

Die Arbeit der EU stelle eine "Verbrüderung

von Nationen" dar und sei

eine Form der von Alfred Nobel in

seinem Vermächtnis von 1895 als Kriterien

für den Friedenspreis genannten

"Friedenskongresse".

Die Europäische Union ist die 21. internationale

Organisation, die den Preis

seit 1901 erhält.

Friedensstifierin

-

Die führenden Vertreter der EU die

Präsidenten des Europäischen Rates,

der Kommission und des Europäischen

-

Parlaments begrüßten die Auszeichnung.

Herman lim Rompm: der Präsident des

Europäischen Rates, erklärte, der Preis

würdige die EU als größte friedensstiftendc

Institution, die jemals bestanden

hat. "Die Bürgerinnen und

Bürger aller EU-Länder können stolz

darauf sein, Europäerinnen und Europäer

zu sein."

Kommissionspräsident Jose Manuel

Barroso sieht in dem Preis eine überaus

wichtige Botschaft an Europa. Die

EU sei etwas sehr Wertvolles, das wir

-

in Ehren halten sollten zum Wohl der

Europäerinnen und Europäer und der

gesamten Welt.

Der Präsident des Europäischen Parlaments

Martin Schulz erklärte, die Auszeichnung

richte sich an alle Europäerinnen

und Europäer. Der Preis sei

eine Anerkennung dafür, dass die EU

den Kontinent auf friedliche Weise

geeint und Erzfeinde miteinander ausgesöhnt

habe.

Preisverleihung

Der Preis wurde am 10. Dezember in

Oslo überreicht. Wie alle Gewinner vor

ihr erhielt die EU die Auszeichnung

vom Vorsitzenden des norwegischen

Nobelkomitees.

Die EU wurde durch den Präsidenten

des Europäischen Rates, den Kommissionspräsidenten

und den Präsidenten

des Europäischen Parlaments

vertreten. Van Rompuy und Barroso

hielten die traditionelle Nobelpreisrede

im Namen der EU.

Preisgeld

Die EU wird das Preisgeld in Höhe von

930.000,- Euro für Projekte zur Verfügung

stellen, die junge Opfer von Kriegen

und Konflikten unterstützen.

Der Präsident des Europäischen Parlaments,

Martin Schulz, sagte unmittelbar

nach Bekanntgabe der Entscheidung

des Nobel-Komitees:

"Es ist eine große Ehre, dass die Europäische

Union den Friedensnobelpreis

erhalt. Dieser Nobelpreis ist eine

Auszeichnung für alle Bürgerinnen und

Bürger der Europäischen Union. Wir

im Europäischen Parlament sind zutiefst

berührt. Die Europäische Union

hat unseren Kontinent friedlich vereint

und aus ehemaligen Erzfeinden Freunde

gemacht. Diese historische Leistung

ist zu Recht preiswürdig."

"Die Werte Menschenwürde, Freiheit,

Demokratie, Gleichheit, Rechtstaatlichkeit

und der Respekt vor den Menschenrechten

sind das Fundament unserer

Europäischen Union. Diese Grundwerte

sind Maßstab für all unser Handeln,

sowohl nach Innen hin als auch

nach Außen. Einige Länder verhandeln

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Regionalpolitik), Eva Nowotny (Mitglied

des Vorstandes der Österreichischen

Gesellschaft für Europapolitik)

und Melissa Ofoedu (österreichische

UNO-Jugenddelegierte) zum Thema

-

"Friedensnobelpreis an die EU Verdienst

der Vergangenheit oder Auftrag

für die Zukunft"

Für Johannes Hahn wird der Preis für

Verdienste der Vergangenheit verliehen,

die ihre Wirksamkeit für die Zukunft

bewiesen haben. Europa mache mehr

aus als das, worüber in der Tagespolitik

gestritten werde.

Othmar Karas sagte, der Preis werde

nicht an die EU-Institutionen verliehen,

sondern an eine Art, Politik zu machen.

Wenn wir diesen Preis richtig verstehen

wollen, sollten die Staats- und

Regierungschefs einen Konvent einberufen,

um über die Weiterentwicklung

der Union zu sprechen.

vlnr: Johannes Hahn, Eva Nowotny

(Osten: Gesellschaft Europapolitik),

Melissa Ofoedu (UNO-Jugenddelegieite).

Othmar Karas, Wolfgang Böhm

(Moderation), Richard Kühne! (Europäische

Kommission in Österreich).

Georg Pfeifer (Leiter Informationsbüro

des Europäischen

Parlaments in Österreich)

derzeit ihren Beitritt zur Europäischen

Union, was zeigt, dass die Anziehungskraft

unserer Gemeinschaft trotz der

schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen

nach wie vor ungebrochen ist.'"

"Die Prinzipien der Europäischen Union

und die Werte der Versöhnung mögen

anderen Regionen der Welt als Inspiration

dienen. Vom Balkan bis zum

Kaukasus ist die Europäische Union

ein Leuchtturm für Demokratie und

Verständigung. Im Namen des Europäischen

Parlaments freuen wir uns

gemeinsam mit den anderen EU-Institutionen

und mit den Bürgerinnen und

Bürgern der Europäischen Union auf

die Nobel preis-Verleihung in Oslo."

Aus Anlass der Überreichung des

Friedensnobelpreises an die EU diskutierten

im Haus der Europäischen Union

in Wien Othmar Karos (Vizepräsident

des Europäischen Parlaments),

Johannes Hahn (EU-Kommissar für

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