Brevierle HH/06 S.1-64 - Stuttgarter Weindorf

stuttgarter.weindorf.de

Brevierle HH/06 S.1-64 - Stuttgarter Weindorf

marketing und d service ser

telefon: : 0

71 58 / 90 24-0 4-0

www.ms-messebau.de

www.mms-messebau.dde

30 330

3 30

30 0

seit s e i t m mmehr

e h r als a l s

j jjahren

a h r e n

messe m e s s e . events e v e n t s . präsentationen

p r ä s e n t a t i o n e n

30 0

auch a u c h für f ü r das d a s stuttgarter s t u t t g a r t e r weindorf

w e i n d o r f

W

e

Wir ir sind offizieller

Vertragspartner Ver ertragspartner

der LLandesmesse

andesmesse Stuttgart

S Stuttgart

l t w e i t

Weindorf

Brevierle

Heiteres, Wissenswertes und

Kulinarisches zum Weindorf

36. Stuttgarter Weindorf

27 mal in Hamburg

Von Mittwoch, den 27. Juni bis Samstag, den 14. Juli 2012

täglich von 11.00 bis 24.00 Uhr auf dem Rathausmarkt


Vergrößer‘ den

Genuss!

www.ausgezeichnet-geniessen.de

Liebe Freunde des Stuttgarter Weindorfs

in Hamburg!

Dô semmer wieder! – Ab Ende Juni

herrscht für 18 Tage schwäbische

Feststimmung auf dem schönen

Hamburger Rathausmarkt.

Statt Labskaus kommen hier Maultaschen,

statt einem Glas Alsterwasser

ein Viertele Trollinger auf den Tisch.

Das Ländle zeigt sich zum 27. Mal an

der Elbe - in Sachen Kulinarik, Wein,

Mund- und Lebensart.

Es ist fast dreißig Jahre her, dass die

Freundschaft zwischen Schwaben

und dem Norden durch das Weindorf

quasi ein Gesicht bekam. Im gleichen

Zug übrigens besucht der Fischmarkt

einmal im Jahr den Stuttgarter Karlsplatz

Liebe Freunde

des Stuttgarter

Weindorfs

in Hamburg,

1

und sorgt inmitten der Schwabenmetropole

für maritimes Wohlgefühl.

Und was erwartet die Gäste auf dem

Platz vor dem Rathaus? – 60 Lauben,

12 Wirte, 200 Beschäftigte, die

sich um das leibliche Wohl der Besucher

kümmern, über 100 württembergische

sowie badische Weine,

selbstverständlich typisch schwäbische

Kost und viele neue Freunde.

Und wissen Sie, was hier am meisten

geschätzt wird? Die Geselligkeit.

Das Zusammensitzen, Schwätzle

halten und Viertele schlotzen.

Auf Ihr Wohl


Inhalt

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .1

Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2

Maultaschen . . . . . . . . . . . . . . . .4

Grußwort Pro Stuttgart . . . . . . . . .5

Zwiebelkuchen . . . . . . . . . . . . . . .6

Laugenbrezel . . . . . . . . . . . . . . . .8

Grußwort Weinkönigin . . . . . . . . .9

Jahrgang 2011 . . . . . . . . . . . . . .10

Die neue Weindorf App . . . . . . . .12

60 Jahre Baden-Württemberg . . .14

Schwäbischer Kartoffelsalat . . . .16

Eiswein . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18

Apfelküchle . . . . . . . . . . . . . . . .20

Landesmesse Stuuttgart . . . . . . .22

Spätzle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24

Saure Kutteln . . . . . . . . . . . . . . .26

Buchtipp: Grundkurs Wein . . . . .27

Der schwäbische Oscar . . . . . . . .28

Kratzete . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30

Die Elbinsel Kaltehofe . . . . . . . . .34

2

Gaisburger Marsch . . . . . . . . . . .36

Wurstsalat/Maultaschensalat . . .38

Der Sommelier . . . . . . . . . . . . . .39

Ofenschlupfer . . . . . . . . . . . . . . .40

Kräuter-/Backsteinkäs, O’batzder .42

Das deutsche Weinetikett . . . . . .43

Nonnenfürzle . . . . . . . . . . . . . . .44

Turnsportliches Jubiläum . . . . . . .45

Schillerwein . . . . . . . . . . . . . . . .46

Sauerkraut . . . . . . . . . . . . . . . . .48

Bubaspitzle . . . . . . . . . . . . . . . .50

Spätzles-Variationen 1 . . . . . . . .52

Hermit, der Superrechner . . . . . .53

Schwäbisches Linsengericht . . . .54

Gutes aus dem Norden . . . . . . . .56

Spätzles-Variationen 2 . . . . . . . .58

Weindorf-Plan . . . . . . . . . . . . . . .60/61

Was gibt’s wo? . . . . . . . . . . . . . .62

Epilog: Ein Wort zum Schluss . . . .63

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . .64

Ramona M. – Rettungsassistentin bis 2009

Allianz Kundin seit 2006

Die Allianz Berufsunfähigkeitsvorsorge

leistet schnelle

Hilfe, wenn es drauf ankommt.

Mehr dazu erfahren

Sie bei Ihrer Allianz vor Ort

oder auf www.allianz.de

Hoffentlich Allianz versichert.


Maultaschen

für 6 - 8 Personen

400 g Mehl

4 Eier, Salz

350 g gemischtes Hackfleisch

200 g Kalbsbratwurstbrät

250 g Spinat

1 Bund Petersilie

2 Eier, Pfeffer, Muskat, Majoran

1 Eiweiß, Fleischbrühe

4 Zwiebeln, 50 g Butter

100 g gewürfelter, geräucherter

Speck

Aus Mehl, 2 Eiern, etwas Salz und

8 EL Wasser einen Nudelteig kneten

und dünn ausrollen. Hackfleisch, Brät,

grob gehackte Petersilie und die

beiden restlichen Eier untermengen.

Spinat blanchieren, abtropfen lassen,

grob hacken und in die Fleischmasse

einarbeiten. Mit Salz, Pfeffer,

Majoran und Muskat abschmecken.

Gewürfelten Räucherspeck andünsten

und in die Masse geben.

Teig in knapp 15 cm große Quadrate

schneiden, reichlich Fülle draufgeben.

Teigränder mit Eiweiß bestreichen,

Quadrate über Eck zusammen -

klappen, Ränder fest andrücken.

(Heute macht man auch Teigbahnen,

rollt die Füllung ein und schneidet

dann quadratische Maultaschen ab,

die an zwei Seiten offen sind.)

Die Maultaschen dann in heißer

Fleischbrühe ca.10 Minuten ziehen

(nicht kochen) lassen.

Maultaschen in der Brühe

Maul taschen in etwas Brühe und

mit Röstzwiebeln servieren.

Maultaschen geröstet

Eine beliebte Variante sind in

Scheiben geschnittene und in Ei

geröstete Maultaschen.

Maultaschen geschmälzt

Maultaschen mit Zwiebelschmälze

übergossen servieren.

Maultaschen-Schnitzel

Länge von 2 flachen Maultaschen

panieren, braten und mit Kartoffel-

Gurken-Salat servieren.

4

Grußwort

Grüß Gott

und

herzlich

willkommen!

Liebe Hamburgerinnen

und Hamburger, liebe Gäste!

– Ein herzliches Willkommen auf dem

Rathausmarkt!

Wir sehen es immer wieder gerne,

wenn die Besucher in einer unserer

Lauben in stimmungsvoller Atmosphäre

vom Alltag abschalten und das

Leben genießen. Der griechische

Dramatiker Euripides sagte einmal:

„Wo aber der Wein fehlt, stirbt der

Reiz des Lebens.“ Nehmen Sie sich

die Zeit zum Schwätzen und genießen

Sie die geschmackvollen

badischen und württemberger Weine

sowie die köstlichen schwäbischen

Speisen.

5

Wir wünschen einen angenehmen

und unvergesslichen Aufenthalt beim

Stuttgarter Weindorf zu Gast in Hamburg.

Axel Grau (links),

Geschäftsführer PRO STUTTGART e.V.

Werner Koch (rechts)

Vorsitzender PRO STUTTGART e.V.

www.proStuttgart.de

www.stuttgarter-weindorf.de.

www.stuttgart-weindorf-hamburg.de


Zwiebelkuchen

1/8 l lauwarme Milch,

6 EL Öl,

400 g Mehl,

Salz,

20 g Hefe,

1,5 kg Zwiebeln,

3 große oder 4 kleine Eier,

1 Becher saure Sahne,

etwas Kümmel,

50 g Fett für die Form,

150 g durchwachsenen Speck

6

Mehl in eine Rührschüssel geben,

dazu die lauwarme Milch, die 6 EL

Öl, eine Prise Salz und die zerbröckelte

Hefe. Aus den Zutaten

einen glatten, geschmeidigen Teig

kneten, zugedeckt 20 Minuten an

einem warmen Platz gehen lassen.

Zwiebeln schälen und in Würfel

schneiden. In einem großen Topf

etwas Fett erhitzen, Zwiebelwürfel

darin glasig braten.

Topf vom Herd nehmen. In die leicht

abgekühlte Zwiebelmasse die verquirlten

Eier und die saure Sahne

unterrühren. Mit Salz und Kümmel

(nach Geschmack) würzen.

Speck würfeln. Hefeteig nochmals

durchkneten, dünn ausrollen und in

eine gefettete Springform (26 cm

Durch messer) legen, den Rand so

hoch wie möglich ziehen. Zwiebelmasse

einfüllen. Speckwürfel darüberstreuen.

Kuchen im vorgeheizten Backofen

bei 200 Grad (Gas Stufe 3) eine

Stunde backen und warm servieren.

Für manches im Leben wird

es wohl niemals eine App geben.

Der neue Boxster.

Mehr unter www.porsche.de

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km) innerorts 12,2–10,6 · außerorts 6,9–5,9 · kombiniert 8,8–7,7;

CO 2 -Emissionen 206–180 g/km


Laugenbrezel

3 1/2 Pfund Mehl

1 l Milch (Milchpulver)

50 g Fett (Margarine, Butter

oder Schmalz)

30 g Salz

80 g Hefe

8

Einen festen Teig machen, Brezeln

formen, reifen lassen. In einem

etwas kälteren Raum stehen lassen.

In Lauge tunken, schneiden und abbacken.

Die fertige Lauge muß man vom

Bäcker beziehen.

Brezeln sind längst ein in aller Welt

beliebtes Gebäck, das es in China

ebenso gibt wie in den Vereinigten

Staaten und das den Bayern genauso

mundet wie den Preußen.

Allerdings, wo immer eine Laugenbrezel

angeboten wird, sei es im

Busch oder in der Steppe, dann ist

mit großer Wahrscheinlichkeit ein

Schwabe in der Nähe. Denn diese

Spezialität, ebenso wie den doppelten

„Schling“-Handgriff, haben

Nichtschwaben bisher kaum übernommen

– es sei den, sie hatten

einen schwäbischen Meister.

Stuttgarter Staatsempfangs-Brezel:

Frisch, knusprig und im dicken Teil

mit Butter bestrichen.

Grußwort

Liebe Gäste und Freunde des

Stuttgarter Weindorfs zu Gast

in Hamburg,

Württemberg glänzt mit einer

Rebsortenvielfalt, aus der viele

wunderbare sowie ausgezeichnete

Weine hervorgehen, die ich als

amtierende Württemberger Weinkönigin

mit Freude repräsentiere.

9

Kommen Sie zum Stuttgarter Weindorf

auf dem Hamburger Rathausmarkt

und probieren Sie ausgiebigst:

Ob Weiß, Rot oder Rosé, hier können

Sie die Fülle der Weine unseres Landes

entdecken und feine Tropfen

genießen.

Petra Hammer, Württemberger

Weinkönigin 2011/2012


(Bildnachweis: Deutsches Weininstitut (DWI)

Trotz recht bewegter 12 Monate, mit

etlichen kuriosen Wetterumschwüngen

und dadurch vielen bangen

Augenblicken, die den Wengertern

starke Nerven abnötigten, gab es

am Ende doch prima Ergebnisse.

Jahrgang 2011:

GROßARTIG!

10

Der 2011er war eine Herausforderung,

hört man etliche Winzer sagen.

Der recht frühe Austrieb im April und

die doch sehr kalten Nächte sorgten

für etliche Frostschäden im Frühjahr.

Im Sommer dann regnete es reichlich,

zudem war es sehr warm. Die Angst

vor Fäulnis ging um. Trotz allen Kapriolen

starteten im August die ersten

Weinlesen, die sich aber dank eines

grandiosen Altweibersommers bis in

den Oktober hinzogen. Nach den

11

mengenmäßig eher kleinen aber feinen

Erträgen des Vorjahres freuen

sich die Wengerter nun über einen

hervorragenden Jahrgang, der sich

durch eine pikante Säure, einer hohen

Mineralität und Dichte auszeichnet.

Frühreif ist er, der 2011er, aber

dennoch harmonisch, elegant und

durchweg von besonderer Güte.

„Die Weinfreunde bekommen beim

2011er viel Wein fürs Geld und können

bei allen Qualitätsstufen auf ein

großes Angebot zurückgreifen", so

Monika Reule, Geschäftsführerin des

Deutschen Weininstituts (DWI).


Damit liegt man nicht nur voll im

Trend, sondern weiß auch hundertprozentig,

wo was genau auf dem

Hamburger Rathausmarkt los ist:

die Weindorf-App. Jeder Gast, der

im Besitz eines iPhones ist, kann

sich ab sofort die kostenlose App

zu „Deutschlands schönstem

Weinfest“ im iTunes-Store herunterladen.

Neben einem Lageplan mit

Ortungsfunktion, bietet sie Wissenswertes

zu Wirten, Wengerten und

12

Quasi

überall

dabei

Die neue

Weindorf-App

ihren Tropfen, Spezialitäten, einen

Terminkalender mit Erinnerungsfunktion

sowie einen täglichen

News-Service. Die App wird von

Teinacher und dem Verkehrsverein

ProStuttgart e.V. präsentiert.

Besuchen Sie uns mobil unter: www.mobil.messe-stuttgart.de/de


60 Jahre

Baden-Württemberg

Älles Guade zom Gebordzdag!

125 Jahre Automobil, 125 Jahre

Bosch, 150 Jahre Börse Stuttgart,

100 Jahre VfB: Ein Geburtstag reiht

sich an den nächsten. Und es geht

jubilierend weiter, denn unser Ländle

begeht in diesem Jahr sein Wiegenfest.

– Wir feiern sechs Jahrzehnte

Baden-Württemberg!

Es gab ein kräftiges Hin und Her damals,

als es per Volksabstimmung zu

entscheiden galt, Baden und Württemberg

getrennt oder vereint.

Sowohl Gegner als auch Befürworter

kämpften mit harten Bandagen,

stritten und klagten. Dabei schrieb

das Grundgesetz der Bundesrepublik

Deutschland eine Neuordnung der

Bundesländer vor. Die Fusion der drei

Landesteile, Württemberg-Baden,

Baden sowie Württemberg-Hohenzollern,

haben die Bürger dann im

Dezember 1951 mehrheitlich entschieden

– immerhin fast 70 Prozent.

Der 25. April 1952 ist Geburtsstunde

des Südweststaates. Nach rechtlichen

„Rangeleien“ um den Abstimmungsmodus

von 1951 gab es im Sommer

14

1970 ein erneutes Votum, bei der das

Ergebnis von vor 14 Jahren sogar

noch einmal getopt wurde: Bei einer

Wahlbeteiligung von insgesamt 62

Prozent gaben über 80 Prozent dem

Zusammenschluss ihren Segen. Und

die Erfolgsgeschichten auf politischer,

wirtschaftlicher und kultureller Ebene

stimmten inzwischen wohl selbst den

letzten Zweifler um.

Claim des Landesjubiläums 2012 ist

„Wir feiern in die Zukunft rein“ und

so soll es sein: Die Heimat von Maultaschen,

Viertele & Co. lassen Bewohner

sowie Gäste in den nächsten

Monaten auf landesweiten Events

und Festen hochleben. Der Schülerwettbewerb

„Zukunftsbilder gesucht“,

das „Stauferlandfest“ am

15. Juli im Kloster Lorch, der Landesfestumzug

am 9. September in Donaueschingen

oder der Landes-Tag

der Verkehrssicherheit am 4. und 5.

Oktober in Pforzheim sind nur ein

Auszug aus dem kunterbunten Veranstaltungsprogramm.

Weitere Festlichkeiten

kann man auf der Geburtstagstags-Homepage

des Landes abfragen.

Dort gibt es im Übrigen auch

die Möglichkeit, sich in Form einer

persönlichen Gratulation zu verewigen.

Derzeit wurden schon etliche

Wünsche und Gedanken eingetragen:

„Freiburg grüßt den Rest der

Welt!“, „Liebes Baden-Württemberg!

Ich wünsche euch alles Gute

für das Jubiläumsjahr! Macht weiter

so!“ oder „Happy Birthday aus Neuseeland“.

– Und was wünschen

Sie dem Ländle?

Weitere Informationen:

www.bw-feiert.de oder

www.lpb-bw.de

15

Schloss Favorite in Ludwigsburg


Schwäbischer

Kartoffelsalat

für 4 Portionen

1 kg Salatkartoffeln

1 Knoblauchzehe

3 EL Essig

1/4 l Fleischbrühe, warm

1 1/2 TL Salz

1/2 TL weißer Pfeffer

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

3 - 4 EL Öl

nach Geschmack 1 Eigelb

16

Die Kartoffeln in der Schale kochen,

abgießen und pellen (schälen), dann

in mittelfeine Scheiben schneiden.

Die Schüssel mit der geschälten,

halbierten Knoblauchzehe ausreiben.

die Kartoffelscheiben hineingeben.

Den Essig mit der heißen Brühe

mischen und über die Kartoffelscheiben

gießen. Mit Salz, Pfeffer

und der Zwiebel würzen und pikant

abschmecken.

Dann das Öl zugießen und unter -

heben. Den Salat noch durchziehen

lassen. Er muß auf schwäbisch

„schmotzig“, also feucht sein.

Variation:

Senf in die Fleischbrühe verrühren,

oder Kartoffelscheiben erst mit Most

übergießen,

oder gewürfelten gerauchten Speck

andünsten und daraufstreuen.

Beste Kooperative

Deutschlands

WEINMACHER AUS LEIDENSCHAFT

Kelter Untertürkheim Kelter Obertürkheim

Strümpfelbacher Str. 47 · 70327 Stuttgart Uhlbacher Str. 42 · 70329 Stuttgart

www.weinmanufaktur.de · Telefon (0711) 33 63 81-0 · info@weinmanufaktur.de

16:44


Bingen-Dromersheim, eine Gemeinde

in Rheinland-Pfalz, gilt vermutlich

als Geburtsort des exklusiven

Tropfens. Nachdem die Qualität des

Weinjahres 1829 eher schlecht war,

mussten die Winzer mitten in der

kalten Jahreszeit, nach frostreichen

Tagen die bisher nicht gepflückten

Reste doch noch einbringen. Das

vermeintliche Viehfutter entpuppte

sich aber als eine kleine Köstlichkeit:

Die Trauben sahen zwar etwas

mitgenommen aus, schmeckten

aber herrlich süß.

18

Frisch, fruchtig,

konzentriert

Eiswein

Eiswein ist nichts, was man als Wengerter

mal eben nebenbei produziert.

Es gehört eine Menge Fingerspitzengefühl

aber auch Durchhaltevermögen

dazu. Hoffen und Bangen, denn

so mancher Jahrgang ist schon dem

Wetter zum Opfer gefallen. Die Trauben

werden bei Minusgraden – teilweise

bis weit in den Januar hinein –

abgeerntet und im gefrorenen Zustand

sofort weiterverarbeitet. Die Lese

findet zum Teil in den frühen Morgenstunden

statt, weil die Chance,

dass die Temperaturen unter Null liegen,

dann am größten ist. Die Trauben

müssen nämlich in gefrorenem

Zustand gekeltert werden. Da der

süße Saft einen niedereren Gefrier

punkt wie reines Wasser hat lässt sich

beim Pressen das Eis vom reinen

19

Traubensaft trennen. Es bleibt in der

Kelter zurück und der hoch konzentrierte

Most kann weiterverarbeitet

werden. Die Ausbeute ist meist gering

und aufgrund des hohen Zuckergehaltes

kann es auch passieren,

dass die alkoholische Gärung nicht in

Gang kommt und kein Eiswein entsteht.

Die Winzer pokern Jahr für Jahr

sehr hoch und nehmen alle Widrigkeiten

in Kauf. Es lohnt sich dennoch:

Der Wein ist eine Rarität und wird

von Liebhabern sehr geschätzt.

Unser Tipp: Probieren Sie mal! Mit

seiner fruchtigen Süsse umschmeichelt

der kostbare Tropfen sowohl

Gaumen als auch Zunge und korrespondiert

hervorragend mit einem

feinen Dessert oder einer kräftigen

Käseauswahl.

(Bildnachweis: Deutsches Weininstitut (DWI)


Apfelküchle

für 4 Portionen

200 g Mehl

3 Eier

1/4 l Milch

1/8 l Bier

1 Prise Salz

4 möglichst säuerliche Äpfel

(groß)

1 Zitrone

(oder Arrak, Rum, Kirschwasser)

1 EL Zucker

1 EL Zimt

Butterschmalz zum Ausbacken

(oder Backfett)

20

Aus dem Mehl, Eiern, Milch, Bier

und Salz rührt man einen etwas

festeren Pfannkuchenteig.

Äpfel schälen, mit dem Apfelausstecher

das Kernhaus ausstechen

und in 8 mm starke Scheiben

schneiden. Diese wendet man im

Saft einer ausgepreßten Zitrone

(oder befeuchtet sie mit Arrak, Rum

oder Kirschwasser).

Die Apfelscheiben werden kurz in

den Pfannkuchenteig eingetaucht

und in Butterschmalz ausgebacken.

Die Küchle werden dann nach dem

Abtropfen mit Zucker und Zimt bestreut

und heiß serviert.

(Sehr gut schmeckt dazu heiße

Vanillesoße oder Vanille-Eis).

E i s w e i n

Werbegesellschaft des ambulanten Gewerbes und der Schausteller

Hamburg mbH, Kieler Straße 212, 22525 Hamburg, Ruf 040-439 90 94

21


LANDESMESSE STUTTGART

Ein voller Erfolg

Die national sowie international

agierende Messe Stuttgart wirtschaftet

rentabel. Auch die kürzlich

präsentierten Ergebnisse von 2011

bilanzieren hervorragende Aussteller-

und Besucherzahlen. Für dieses

Jahr streben die Messe-Macher einen

weiteren Geschäftsaufschwung an.

„Wir haben im Jahr 2011 definitiv

unseren Erfolgskurs stabilisiert und

verfügen damit über eine hervorragende

Basis für den weiteren Ausbau

unserer Geschäftsfelder.“, fasst Ulrich

Kromer, Geschäftsführer und Sprecher

der LMS-Geschäftsleitung, das

Ergebnis zusammen. Fachmessen

avancieren zum Branchenerfolg: die

Bildungsmesse „Didacta“ oder die

Handwerksmesse „Südback“ erzielen

enorme Publikumszahlen. Das unter-

22

streicht einerseits das anspruchs- volle

Portfolio der Landesmesse, andererseits

bestätigt es den internationelen

Stellenwert des Hauses.

Für das laufende Jahr sind 43 eigene

sowie 20 Gastmessen verbucht, erwartet

werden zirka 1,2 Millionen

Besucher insgesamt – eine Richtung,

die zeigt, dass die Messe Stuttgart

weiterhin im Aufschwung ist.

Messehighlights des zweiten

Halbjahres im Überblick

10. bis 11. November 2012

wir heiraten!

Im Fokus: Der schönste Tag

im Leben!

Stuttgarter MesseHerbst

16. bis 18. November 2012

Int. Mineralien- und Fossilienbörse

17. bis 18. November 2012

Animal

Alles rund ums Tier - vom Hamster

bis zum Pferd.

17. bis 25. November 2012

Familie & Heim

Hochwertige Möbel, innovative

Küchengeräte, individuelle Dienstleistungen

oder zukunftsweisende

Baulösungen, die Informationsmesse

überzeugt seit Jahren mit einem ausgeklügelten

Programm.

19. bis 20. November 2012

Die besten Jahre

Eine Veranstaltung für Menschen ab

50 plus, die einen aktiven Alltag leben.

© PORSCHE AG

23

22. bis 25. November 2012

Hobby & Elektronik

Modell Süd

Süddeutsche Spielemesse

Kreativ- & Bastelwelt

Bei allen vier Veranstaltungen zählt:

Ausprobieren, austauschen, informieren,

Spaß haben!

23. bis 25. November 2012

Babywelt

Der Nachwuchs im Mittelpunkt:

Aktuelle Trends sowie bewährte Produkte.

eat&STYLE

Große Marken aber auch regionale

Aussteller präsentieren ihre feinen Erzeugnisse.

DIE REGION STUTTGART ENTDECKEN

Infos zur Region Stuttgart

Stuttgart-Marketing GmbH

Kartenvorverkauf: Tel. 0711/22 28 111

Hotels und Rundfahrten: Tel. 0711/22 28 100

© DAIMLER AG

Bleiben Sie in Kontakt

www.stuttgart-tourist.de

www.facebook.de/StuttgartTourismus

www.twitter.com/enjoy_stuttgart


Spätzle*

*Im schwäbischen heißen auch

Sperlinge Spätzle.

für 4 Personen

400 g Mehl

2 Eier

etwas Salz

1/8 - 1/4 l Wasser

(oder Milch verdünnt)

1 Spatzenbrett

1 Schaber

1 EL Öl

24

Mehl, Eier und Salz zu einem Teig

verarbeiten. Wasser zugießen und

den Teig weiter schlagen bis er

Blasen wirft.

In einem großen Topf Salzwasser

zum Sieden bringen. Spatzenbrett

mit kaltem Wasser anfeuchten, eine

kleine Portion Teig auf das Brett

geben und mit dem ebenfalls an -

gefeuchteten Schaber schmale Teigstreifen

ins kochende Salzwasser

schaben.

Wenn die Spätzle an die Oberfläche

kommen, sofort mit einem Schaumlöffel

aus dem Wasser nehmen, in

gut kaltem Wasser abschwenken

und abtropfen lassen. In zerlassener

Butter schwenken oder mit brauner

Butter übergießen.

Allen auswärtigen Lästerern zum

Trotz:

Von allen Regionalküchen der

Republik hat die schwäbische

die meisten Auszeichnungen der

Testesser.

��������������������

��������������������������������

���������������������������������� ������������������


Saure Kutteln

Kuttla für d’Hotwollee:

1/8 l Trollinger,

20 g Tomatenmark

300 g Krabben, 2 cl Calvados

Zubereitung wie saure Kutteln.

Nach dem Kochen das Tomatenmark

in die Soße einrühren, den Trollinger

zugeben und mit etwas Essig abschmecken.

Kurz aufkochen, Krabben

hineingeben und ca. fünf Minuten

ziehen lassen. Vom Feuer nehmen

und mit dem Calvados parfümieren.

Frisches Weißbrot dazu schmeckt

köstlich.

26

für 4 Portionen

30 g Fett

3 EL Mehl

1 Zwiebel

20 g Tomatenmark

1 ½ l Fleischbrühe

Salz, Pfeffer

2 Lorbeerblätter

600 g Kutteln

(vorgekocht und geschnitten)

1- 2 EL Weinessig

1/8 l herber Weißwein

Fett in einer extra Pfanne erhitzen,

das Mehl darin andünsten.

Inzwischen die Zwiebel klein hacken,

in Fett leicht andünsten und mit

Tomatenmark anreichern, Mehlschwitze

dazugeben, dunkelbraun

werden lassen. Brühe zugießen, mit

Salz, Pfeffer und Lorbeer würzen.

Die vorbereiteten Kutteln in die

kochende Flüssigkeit geben und in

knapp 1 Stunde bei ständigem

Rühren weich kochen.

Soße mit Essig, Wein und Salz abschmecken.

Die Kutteln in der Soße servieren.

Buchtipp:

Grundkurs

Wein

Einfach, schnörkellos und immer

mit einer Quintessenz sei

das Muster des Buches,

schreibt Jens Priewe in seinem

Vorwort. Trotzdem kann

sich der in München lebende

Weinexperte, Journalist und

Buchautor einige persönliche

Anmerkungen nicht

„verkneifen“, was seinem

neuesten Werk „Grundkurs

Wein“ absolut keinen Abbruch tut,

sondern eher von der Begeisterung

Priewes für das Thema zeugt.

Hier hat alles seinen Platz: Vom ersten

Kontakt, über Rebenkunde und

Weinbauländer bis hin zu praktischem

Weinwissen – ohne Gehabe

oder Fachjargon. Dabei kann ein Kenner

genauso in dem über 160 Seiten

starken Band blättern wie ein Anfänger.

Wein hat in den letzten Jahrzehnten

an immer mehr Bedeutung gewonnen,

er darf auf keinem Fest, zu

keinem guten Essen fehlen. Der Autor

greift das auf und wendet sich an alle,

die mehr über Herkunft, Anbau,

27

Grundkurs Wein, Jens Priewe

München: ZS Verlag Zabert Sandmann

GmbH, 168 S., zahlr. Farb-

Abb., ISBN 978-3-89883-283-0,

19,95 Euro

Herstellung oder „Handhabung“

wissen wollen. Dabei muss man sich

nicht von vorn bis hinten durch das

Buch arbeiten, sondern kann punktuell

und ohne eine Reihenfolge einhalten

zu müssen, eintauchen. Zahlreiche

Bilder, teilweise doppelseitig, illustrieren

nicht nur die jeweiligen Kapitel,

sondern machen Lust auf mehr.

„Grundkurs Wein“– sehr zu empfehlen!


©Fotos: SWR/ Sabine Stumpp

Der schwäbische Oscar

Preisverleihung durch Ottfried Fischer, hier an Timo Wopp, den Gold-Gewinner des Abends.

Im Hintergrund zu sehen: Till Reiners, der Zweitplatzierte.

And the Winner is... – kennt man

ja, oder? Im Ländle gibt es einen

ähnlichen Preis, allerdings keine

güldene Figur, sondern etwas Praktisches,

wie es sich für die Region

gehört: einen Besen. Damit werden

besondere Künstler ausgezeichnet,

genauer gesagt Kabarettisten.

Diese müssen vorher aber

einen spannenden Wettkamf austragen.

Ein Schauspiel, das sich

alljährlich in Stuttgart, und zwar

im Renitenztheater, abspielt. Sollte

man gesehen haben – unbedingt!

Der Stuttgarter Besen ist eine der

wichtigsten Auszeichnungen für

Kabarettkünstler. Veranstaltet wird

das Ganze im Rahmen des Stuttgarter

Kabarettfestivals vom Renitenztheater.

Die baden-württembergische

Landeshauptstadt stiftet die Preise –

denn zu jedem Besen gibt es auch

einen Geldpreis. Das SWR Fernsehen

zeichnet die Verleihung dieses besonderen

Preises auf und strahlt sie

zeitversetzt aus. Insgesamt werden

vier Besen-Kategorien vergeben:

eine Goldene, eine Silberne, eine

STUTTGARTER

28

Hölzerne und ein Publikumspreis.

Gewählt wird in den Genres Satire,

Kabarett, Musik-Kabarett, politisches

Kabarett und Poetry Slam. „Der

»Stuttgarter Besen« gilt als Nachwuchsveranstaltung

mit professionellem

Anspruch.

Es treten Künstler an, die schon in

der Szene bekannt sind. Allein die

Nominierung ist, wie bei einer Oscar-

Verleihung beispielsweise, schon eine

Auszeichnung, jeder Nominierte

hat quasi gewonnen.“, erzählt Renitenztheater-Intendant

Sebastian

Weingarten.

Wirft man einen Blick zurück, kann

man auf den Gewinnerlisten Namen

wie Hagen Rether, Matthias Egersdörfer

oder Helmut Schleich entdecken.

Ob als Solotalent oder Esemble,

jeder kann sich via Lebenslauf

und Demo-CD mit seinem Programm

vorstellen. Bis Mitte Dezember 2011

trudelten 80 Bewerbungen ein, und

die Preisrichter hatten es auch bei

der diesjährigen Ausgabe in Sachen

Entscheidung nicht leicht. „Es wurde

wie immer intensiv diskutiert,

jeder hat einfach seinen persönlichen

BESEN

29

Sebastian Weingarten

Favoriten. Ein Künstler muss auf

ganzer Linie überzeugen, denn Jury

und Publikum sind anspruchsvoll.

Virtuosität, politische Haltung, Aktualität,

Scharfblick – alles Punkte,

die Beachtung finden.“, schildert

Sebastian Weingarten, der selbst

auch in der Jury sitzt. Den Vorsitz

übernahm in diesem Jahr übrigens

erneut Ottfried Fischer, und zu seiner

Seite saßen sechs weitere Sachkenner

aus den Bereichen Medien

und Kultur. Moderiert wurde die

Satireshow von Christoph Sieber,

bekannt aus der SWR-Kabarettsendung

„Spätschicht“.

Wie wird man denn nun „Star-Feger“?

– Aus der Bewerbungsflut werden

durch die Preisrichter acht Kabaretti-

©Fotos: Sabine Haymann


Kratzete

für 4 Portionen

400 g Mehl

3 Eier

1/8 bis 1/4 l Wasser

(oder verdünnte Milch)

1-2 EL Öl

4 Portionen Apfelkompott

30

(Kratzete – oder Scherrete – ist ein

zerissener Pfannkuchen.)

Mehl, Eier und Wasser (bzw. Milchgemisch)

zu einem läufigen Teig

verarbeiten, etwas schlagen.

1-2 EL Öl in der Pfanne erhitzen

(1 Schöpfkelle = 1 Portion).

Pfannkuchenteig in die Pfanne

geben, goldbraun auf beiden Seiten

anrösten und dann mit einem

Schieber/Heber in mehrere Stücke

reißen.Auf Teller anrichten, mit

Puderzucker bestreuen und mit

Apfelkompott servieren.

Wir liefern die Zutaten

Der flexible

Lebensmittelgroßhändler

aus Bad Segeberg

Frische – Tiefkühl –

Trockensortiment

Telefon: 04551 / 995185

Telefax: 04551 / 995209

sten nominiert, die ihr Können innerhalb

von 15 Minuten auf der

Bühne zeigen dürfen – und nur vier

davon können „Kehrer des Abends“

werden.

Kritisch sind nebenbei auch die Zuschauer,

die am Ende der vom SWR

aufgezeichneten und ausgestrahlten

großen Sendung einen Publikumspreis

via „Applausometer“ vergeben.

„Viele kann man als Stammzuschauer

betrachten, sie kommen

schon seit Jahren zur Show und sind

überzeugt von Qualität und Niveau.

Es gibt viel Applaus, aber auch mal

kritische Stimmen nach dem Wettstreit.

Das Gesamte stimmt aber

und wir bekommen sehr gute Rückmeldungen.“

Preisträger in diesem Jahr? Timo

Wopp erhielt mit seiner „akrobatischen

Coaching- Kabarett-Jonglage“

den „Stuttgarter Besen“ in Gold,

Till Reiners, „wütender Feingeist und

polternder Philosoph“, den Silbernen

Besen, der „politische Unterhaltungskünstler“

Abdelkarim den Hölzernen

Besen und Michael Krebs, „Coverkönig

der Romantic Comedy“, den

Publikumspreis in Form eines bunten

Wollbesens.

31

Das Renitenztheater zog im Oktober

2010 an seinen neuen Spielort in

der Büchsenstraße. Seit 51 Jahren

bietet es seinem Publikum eine gekonnte

Mischung aus Kleinkunstbühne,

Kulturclub und Kabarettschauplatz.

Seit 2004 leitet Schauspieler

Sebastian Weingarten als

Nachfolge von Gerhard Woyda die

Geschicke des renommierten Hauses.

„Unser Umzug von der Eberhardstraße

war ein wichtiger Schritt.

Heute kann ich sagen: Wir sind in

der Büchsenstraße angekommen.“,

Sebastian Weingarten spricht auch

für sein Theaterteam. Alljährliche

Highlights neben dem Stuttgarter

Kabarettfestival sind die Deutsch-

Türkische-Kabarett-Woche im Frühjahr,

die Kabarettbundesliga sowie

das CHANSONGFEST im Herbst.

Weitere Informationen auf

www.renitenztheater.de


Die Elbinsel

Kaltehofe

Ein Stück Hamburger Geschichte

34

Ende des 19. Jahrhunderts entstand

auf der Elbinsel Kaltehofe eine der

mordernsten Wasseraufbereitungsanlagen

in Europa. Der Hamburger

Senat regierte damals auf eine Choleraepidemie

in der Stadt ausgelöst

durch verunreinigtes, unfiltriertes

Wasser. Bis 1990 war die Institution

der Hamburger Wasserwerke in

Betrieb, dann wurde das Gelände

nicht mehr genutzt, langsam verlandeten

die Wasserbecken. Heute

zeigt sich die Insel als ein besonderes

Schmuckstück inmitten der pulsierenden

Hansestadt: Sie ist Ausflugsziel

mit beeindruckendem Industriedenkmal,

Museum sowie

Naturreservat in einem.

Flora und Fauna auf Kaltehofe sind

für den Hamburger Stadtraum nahezu

einzigartig: Fast 300 heimische

Pflanzenarten sowie über vierzig

Vogelarten machen die Insel zu einem

wertvollen Naturpark. Ein Lehrpfad

führt über das Elb-Eiland und

gewährt interessante Einblicke in das

außergewöhnliche 45 Hektar große

Grün – eingerahmt von der Norderelbe

im Süden, von der Billwerder

Bucht im Norden und vom Holzhafen

im Osten. Das Ausflugsziel wird

durch zwei Museen komplettiert: Das

Museum Wasserkunst dokumentiert

35

mittels zahlreicher, teilweise phantasievoller

Objekte die Geschichte von

Hamburgs Brunnen, Fontänen sowie

Kaskaden. Die zwei Industriedenkmäler,

das historische Laborgebäude

und die Filtrationsanlage, berichten

mittels Zeitzeugeninterviews, Bilder,

Dokumente sowie weiteren Exponaten

vom Leben und Wirken auf Kaltehofe.

Für die Umbaumaßnahme, die

12 Monate andauerte, fielen Gesamtkosten

in Höhe von neun Millionen

Euro an. Stadtentwicklungssenatorin

Jutta Blankau: „Die ‚Wasserkunst

Elbinsel Kaltehofe’ ist ein

großer Gewinn für die Stadt Hamburg

und stellt ein beispielhaftes

Stück Stadtteilentwicklung dar. Ich

hoffe, dass viele Besucher dieses

Stück Natur mitten in der Stadt neu

entdecken, den besonderen Zauber

der von den Brunnen, Kaskaden und

Fontänen der Wasserkunst ausgeht,

erleben und ganz nebenbei mehr

über unsere Ressource Trinkwasser

lernen.“

Die schöne Insel lockt nicht nur mit

Sehenswertem: Das Café Kaltehofe

lädt zu regionalen Köstlichkeiten und

inklusive herrlichem Ausblick ein.

Mehr Informationen zu besonderen

Events, Sonderausstellungen sowie

Öffnungszeiten auf

www.wasserkunst-hamburg.de


Gaisburger

Marsch

für 4 Portionen

500 g Siedfleisch (Bug)

500 g Suppenknochen

2 Zwiebeln,

Sellerie, Lauch

3 Karotten,

Bund Petersilie

Pfeffer, Salz, Muskat

Schnittlauch,

Butter, Schmalz

400 g rohe Kartoffelschnitz

etwa gleiche Menge Spätzle

36

Suppenknochen mit einem TL Salz in

eineinhalb Liter kaltem Wasser aufsetzen

und langsam zum Kochen

bringen. Abschäumen. Siedfleisch

und Teile des Suppengemüses dazugeben

(eine Zwiebel, 2 Karotten und

die Hälfte der Petersilie zurückbehalten).

Zwei Stunden leicht sieden

lassen.

Inzwischen Spätzle machen (siehe

Rezept), in heißer Butter schwenken,

warm stellen. Kartoffeln schälen und

zu fingerdicken Schnitzen schneiden.

Die restlichen Karotten in Scheiben

schneiden.

Siedfleisch aus der Brühe nehmen

und in Würfel schneiden. Brühe abseihen

und darin die Kartoffeln und

die Karotten garen. Mit Pfeffer und

Muskat würzen. Spätzle in vorgewärmterTerrine

anrichten. Kartoffeln,

Karotten und Fleisch dazugeben und

mit Brühe auffüllen. Übrige Zwiebel

in Ringe schneiden, in Schmalz goldgelb

rösten, über den Eintopf geben,

der noch kräftig mit feingehackter

Petersilie und Schnittlauch bestreut

wird.


Schwäbischer

Wurstsalat

für 4 Portionen

150 g Schwarzwurst

500 g Schinkenwurst

(oder Lyoner/Fleischkäse)

1 kl. Glas saure Gewürzgurken

1/2 frische Gurke

1 große Zwiebel

Pfeffer, Salz, Essig und Öl

Maultaschensalat

für 4 Portionen

6-8 Maultaschen

2 Zwiebeln

1/2 Salatgurke

1 Glas saure Gewürzgurken

2 Tomaten oder

1 kleine rote Paprika

1 Kopfsalat, Schnittlauch,

Salz, Pfeffer, Essig und Öl

38

Wurst in Scheiben, dann in Streifen

schneiden. Zwiebeln in Ringe und

dann in Streifen schneiden. Saure

Gewürzgurken in längliche Scheiben

und dann in Streifen schneiden (im

Sommer evtl. 1/2 frische Salatgurke

erst in Scheiben, dann in Streifen

schneiden). Alles zusammen in eine

Schüssel geben, würzen und mit

Essig u. Öl anmachen.

Maultaschen in Würfel oder Scheiben

schneiden, Zwiebeln in Ringe, dann

in Streifen schneiden. Salatgurke

stifteln, Gewürzgurke stifteln und

entweder Tomatenstreifen oder

kurze Tomatenstreifen schneiden.

Alles zusammen in eine Schüssel

geben und mit Gewürzen, Essig und

Öl anmachen, Schnittlauch darüber

streuen, auf Blatt-Salaten anrichten.

Der Sommelier

Gaumen mit Gespür

Nein, es ist nicht nur irgendein Kellner,

der lässig mit einer Flasche

Wein herumschwenkt. Ein Sommelier

kennt sich aus: mit Wein, Kräutern,

Zutaten, Feinheiten und mehr.

Zudem hat er nicht nur den richtigen

Riecher, sondern auch Fingerspitzengefühl;

er weiß nach einem

kurzen „Checkup“ mit dem Restaurantgast,

welcher Tropfen mit welchem

gewählten Gang korrespondiert.

39

Er wird als „Genuss-Manager“ aber

auch als „Wein-Kellner“ bezeichnet

und arbeitet in guten Restaurants

oder im Weinfachhhandel. Doch nicht

nur Entkorken, Dekantieren und Verkosten

stehen für den Kenner auf dem

Programm, auch Kalkulieren und Polieren

gehören zu seinen Aufgaben.

Täglich muss sich der Profi mit Mitarbeitern

des Lokals in dem er wirkt

abstimmen: Was kommt auf den

Tisch, was sind die Zutaten? Denn


Ofenschlupfer

für 4 Portionen

70g Butter

6 altbackene Milchbrötchen

Zimt, etwas Zucker

50g Sultaninen

für den Guß:

3 Eier

½ l Milch

3 EL Zucker mit etwas Vanillezucker

(1/2 TL)

(evtl. etwas heiße Butter, ca. 20g)

Zutaten für den Guß alle mit -

einander verquirlen.

40

Mit 20g Butter kleine Gugelhupfform

gut ausfetten.

Brötchen in Scheiben schneiden.

Äpfel schälen, mit Apfelausstecher

das Kernhaus ausstechen. Äpfel in

Scheiben schneiden.

In Gugelhupfform zuerst eine Schicht

Brotscheiben, darauf eine Schicht

Apfelscheiben, dann etwas Zimt,

Zucker und Sultaninen darüber

streuen. Einschichtung fortsetzen.

(Eventuell jede zweite Schicht mit

ganz wenig Guß übergießen)

Den Abschluß der Schicht sollten

immer die Brötchen sein. Vollschichten

bis Guglhupfform voll ist. Guß

darüber gießen.

Danach den Rest Butter in Flöckchen

verteilen und mit Zucker überstreuen.

Ofenschlupfer bei 180- 200 Grad

auf der unteren Einschubleiste eine

¾ Stunde backen, bis Oberfläche

goldbraun ist.

Um den Ofenschlupfer aus der Form

zu stürzen, erkalten lassen.

Ofenschlupfer wird warm und mit

heißer Vanillesoße gegessen.

Reste können natürlich auch kalt mit

Eis serviert werden.

Erst wenn wirklich alles stimmt, erlebt

der Gast allerfeinste Geschmackserlebnisse.

Mit Weinkenntnissen allein kommt

der Sommelier – die weibliche Form

ist apropos Sommelière – im Übrigen

definitiv nicht weiter. Er muss sich

auch in der „Weinszene" präzise

auskennen und beispielsweise die

Entwicklung des Weinmarktes stets

im Blick haben. Darüberhinaus glänzt

er mit umfassendem gastronomischem

Wissen, einer hervorragenden

Allgemeinbildung, charmanten Umgangsformen

und einem schmucken

Äußeren.

41

Wer Genuss-Manager werden will,

muss mit einer beruflichen Ausbildung

im Gastronomiegewerbe starten

und vielleicht schon mal auf einem

Weingut mit angepackt haben.

Anschließend absolviert man in

Deutschland eine einjährige Ausbildung

zum staatlich geprüften oder

IHK-geprüften Sommelier. Wer nebenbei

der Meinung ist, dieser Beruf

wäre von Männern dominiert, der irrt

sich. Es sind tatsächlich mehr Frauen,

die sich mit viel Feingefühl dem Wein

mit allem „Drumherum“ verschrieben

haben.


Kräuterkäs

für 4 Portionen:

2 Hütchen Kräuterkäse

100 g Butter (oder Frischkäse)

Schnittlauch, Bier

Backsteinkäs

für 4 Portionen:

500 g Limburger (reif)

1 große Zwiebel

Schnittlauch

Pfeffer und Salz

Essig und Öl

Camembert

(O’batzder im

bayrischen) oder

angemachter

Gervais

für 4 Portionen:

500 g Camembert (reif)

oder Gervais

1 große Zwiebel

1 Becher Sauerrahm

50 g Butter

Pfeffer und Salz

(evtl. noch Paprika)

Schnittlauch

42

Kräuterkäs reiben, Butter zerdrücken

und mit gehacktem Schnittlauch

untermischen. Einen Schuß Bier

dazugeben, mit Salz und Pfeffer

abschmecken, dazu Bauernbrot

reichen.

Limburger in Scheiben schneiden,

Zwiebel in Ringe schneiden oder

fein hacken.

Käse auf großem Teller anrichten,

Zwiebel darauf geben, würzen

mit Essig und Öl anmachen und

servieren.

Camembert oder Gervais und Butter

in Scheiben schneiden, in eine

Schüssel geben, Sauerrahm darauf

verteilen, gehackte Zwiebeln und

Gewürze dazugeben, alles mit der

Gabel zerdrücken und auf einem

Teller mit Blattsalat anrichten.

Schnittlauch darauf streuen und

Bauernbrot dazu reichen.

Das deutsche

Weinetikett

Eins ist hübscher als das andere:

Das Etikett auf einer Weinflasche

ist nicht nur Visitenkarte eines

feinen Tropfens, sondern auch eine

wichtige Informationsquelle für

den Kunden. In der Bundesrepublik

müssen etliche Daten zum Wein

auf der Flasche unbedingt

annonciert werden.

Mehr Klarheit durch eine übersichtliche

Optik, das wünschen sich einige

Weinabfüller. Denn durch die Flut an

Auskünften auf einem Etikett sind

einige Kunden mehr als verunsichert.

Dabei soll das Ganze doch

eine Art Orientierung sein.

In Deutschland sind allerhand Angaben

vorgeschrieben, andere wiederum

nicht. Auf jeden Fall muss auf einer

Flasche Qualitätsstufe, Weinart,

Alkoholgehalt, Erzeugername sowie

die amtliche Prüfnummer genannt

werden. Nicht zwingend sind wiederum

Jahrgang, Rebsorte, Herkunft

oder Geschmack. Besonders die

Prüfnummer sichert einen qualitativen

Mindeststandard und natürlich

43

der (gute) Name des Erzeugers.

Die Sumerer benutzten vor zirka

6000 Jahren übrigens eine Art Rollsiegel,

um den Inhalt in den Weinkannen

anzuzeigen. Griechen und

Römer hingegen markierten ihre

Amphoren entweder mit kleinen an

das Gefäß gehängten „Zettelchen“

oder ritzten die Angaben gleich

direkt in die Tonkrüge. Die ersten

„richtigen“ Weinetiketten gab es

ab dem 19. Jahrhundert, als die

Lithografie aufkam. Mit diesem

Flachdruckverfahren, war ein Vervielfältigen

von kleinen Mengen zu

einem annehmbaren Preis möglich.


Nonnenfürzle

(Ein Nonnenfürzle ist ein relativ

kleines, hohles, mit Süßem (Gelee,

Gsälz) oder Salzigem (geriebenem

Käse) gefülltes Backwerk.

In der Ulmer Gegend heimisch.)

500 g Mehl

30 g Hefe

60 g Zucker

1/4 Liter Milch

60 g Butter oder Margarine

1 Prise Salz oder Zucker

Schale einer halben Zitrone

4 Eier, 100 g Sultaninen

Backfett

Gelee, Gsälz oder geriebener

Käse

Dieses duftige Gebäck müßte eigentlich

korrekterweise Nonnenfürtchen

heißen, was sich von dem mittelniederdeutschen

Wort „nunnekenfurt“

ableitet, und soviel bedeutet wie

„von den Nonnen am besten zubereitet“.

Ein Witzbold machte daraus

den nicht ganz salonfähigen, aber

heute überall gebräuchlichen Namen,

um den sich dann natürlich bald

allerhand Legenden rankten. So soll

bei einem Essen eine große Schale

voll dieser duftenden Köstlichkeiten

serviert worden sein, und ein alter

Domherr und Feinschmecker griff

sich gleich das größte heraus und

sagte schmunzelnd: „Ich nehme das

von der Oberin.“

Mehl in eine Backschüssel geben,

in der Mitte eine Vertiefung eindrücken,

die zerbröckelte Hefe mit

einem Teelöffel Zucker und etwas

lauwarmer Milch dazugeben und

mit etwas Mehl zum Vorteig verrühren,

der zugedeckt 30 bis 40

Minuten gehen muß. Den Vorteig

mit den restlichen Zutaten zu einem

lockeren Hefeteig schlagen, 40 Minuten

gehen lassen. Mit einem

Teelöffel Teigstücke abstechen und

in heißem Fett goldbraun backen.

(Bei salziger Version statt Zucker

geriebenen Käse in den Teig rühren.)

44

Turnsportliches Jubiläum

30 Jahre EnBW Turn-Weltcup/DTP-Pokal

Nunmehr zum 30. Mal treffen sich

in diesem Jahr Spitzenklassen-Turner

in der Landeshauptstadt zum

EnBW-Turnweltcup/DTB-Pokal.

Vom 30. November bis 2. Dezember

kämpfen sie in der Porsche

Arena um die begehrten Trophäen.

DTB-Pokal – EnBW-Turn-Weltcup:

Immer wieder hat sich das Stuttgarter

Turnier in den letzten drei Jahrzehnten

durch neue Ideen weiterentwickelt,

seinen besonderen Charme

dabei aber nicht verloren. Anerkennend

sprechen die Athleten vom

„Wimbledon des Turnens“. Die Stuttgarter

Macher waren treibende Kraft

bei der Einführung des Mehrkampf-

Weltcups. Dabei bilden vier Turniere

mit den jeweils weltbesten acht Athleten

die Weltcup-Serie. Und Stuttgart

gehört neben New York, Glasgow

und Tokio zu den Austragungsorten.

Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung,

Barren und Reck bei den Männern

sowie Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken

und Boden bei den Frauen:

Der DTB-Pokal bot in all den Jahren

auch jungen und (noch) unbekannten

Sportlern die Möglichkeit, erste Schritte

auf der großen Turnbühne zu machen.

45

Vor allem denen aus dem nahen

Kunst-Turn-Forum des Schwäbischen

Turnerbundes. Kim Bui, Marie-Sophie

und Giulia Hindermann, Pia Tolle oder

Sebastian Krimmer sind Beispiele aus

jüngster Zeit. Neben dem Mehrkampf-

Weltcup mit den acht besten Einzelstartern,

steht 2012 auch der Team-

Wettkampf im Fokus. Top-Athleten in

Viererteams ringen am Freitag um die

Finalplätze am Samstag und Sonntag

– Turnkunst der Extraklasse ist garantiert.

Auch das Rahmenprogramm

verspricht ein abwechslungsreiches

Veranstaltungswochenende: Turnbegeisterte

Kinder und Jugendliche

kommen im Kinder- und Jugendclub

auf ihre Kosten, Übungsleiter sowie

Trainer treffen sich zum Austausch

mit ausgezeichneten Referenten im

Turn-Symposium. Seit fünf Jahren ist

EnBW Titelsponsor des international

renommierten Wettbewerbs in der

Landeshauptstadt.

Weitere Infos: www.dtb-pokal.de


Schillerwein

Württembergischer Sommertropfen

Er hat eigentlich nichts mit dem

gleichnamigen im Schwabenland

geborenen Dichter gemein. Sein

Name hat etwas mit seiner schimmernden

„Erscheinung“ im Glas zu

tun: der Schillerwein. Ein leichter

A

und erfrischender Sommertropfen,

der in Baden-Württemberg neben

dem Trollinger einen gewissen Kultstatus

genießt.

UNSERE

VERANSTALTUNG

IN STUTTGART

Zum 36sten Mal veranstaltet PRO STUTTGART

das Stuttgarter Weindorf. In den gemütlichen

Weinlauben im Stadtzentrum werden über 500

regionale Weine und schwäbische Spezialitäten

serviert. 2012 ist das Weindorf zum 27. Mal

zu Gast in Hamburg (Mi| 27.6. bis Sa | 14.7.).

Im Gegenzug weilt der Hamburger Fischmarkt

zum 25. Mal auf dem Karlsplatz in Stuttgart

(Do| 5.7. bis So | 15.7.) –

Zeichen der hervorragenden

kulinarischen Städtepartnerschaft

Hamburg – Stuttgart!

46

Der Hellrote hat Tradition im Ländle

und wird mit einer Temperatur von

etwa 10 bis 12 Grad aus dem typischen

0,25 l Henkelglas geschlotzt.

Er schmeckt aber – sehr modern –

auch aus einem Stielglas ganz hervorragend.

Verarbeitet werden definitiv

nur Trauben aus dem Anbaugebiet

Württemberg, sonst ist es kein echter

Schillerwein. Rote und weiße Beeren

werden zeitgleich geerntet, verarbei-

STUTTGARTER

WEINDORF

Mi | 29. Aug. bis

So|9. Sept. 2012

www.stuttgarter-weindorf.de

tet und gekeltert. Erstmals liest man

über den „schierlenden“ (altes Wort

für schillernd) Wein Anfang des 18.

Jahrhunderts. Bis heute hat sich diese

besondere Spezialität so etabliert,

dass sie im Ländle quasi angeblich

schon zum Frühstück genossen wird.

Auf jeden Fall gehört der Schillerwein

zu den meistgetrunkenen Tropfen

Württembergs. Er glänzt mit betont

fruchtigem Anbau, besonderer Würze

und einer Vielfalt von Aromen. Alles

in allem kann man ihn zu deftigen

aber auch leichten Speisen servieren.

Beliebt ist er als Durstlöscher, gemischt

mit Sprudel, an heißen Tagen.

Kultur erleben

Die Mitglieder genießen die

Vielfalt unseres Kulturangebots:

das von uns veranstaltete

Stuttgarter Weindorf,

Lesungen, Führungen und die

attraktiven Ausflüge und Reisen

zu regionalen und internationalen

Zielen. Und wir engagieren uns

als Paten der Bäume im Stadtgebiet.

Werden Sie Mitglied!

UNSERE

AKTIVITÄTEN

Bereits im Jahr 1885 gegründet,

gehört PRO STUTTGART e.V. heute

mit seinen über 600 Mitgliedern

zu den populärsten Bürgervereinen

in der Landeshauptstadt.

Lautenschlagerstr. 3 · 70173 Stuttgart

Tel. 0711-29 50 00 · info@proStuttgart.de

PRO STUTTGART e.V.

www.proStuttgart.de

47

REZEPT

Schillerwein-Erdbeer-Bowle

Mehr aus Zufall ist diese raffinierte

Erfrischung entstanden. Und wir

wollen Ihnen diese eiskalte Variante

des Schillerweins nicht vorenthalten.

Servieren Sie die „Bowle“ in einem

hübschen Stielglas als Grillparty-Aperitiv

im Sommer. Sie sorgen nicht nur

für einige Ahs und Ohs bei Ihren Gästen,

es schmeckt auch einfach richtig

lecker!

©Fotos: DWI


Sauerkraut

für 4 Portionen

1 kg Sauerkraut

10 Wacholderbeeren

1 Lorbeerblatt, 5 Nelken

10 Pfefferkörner

1 Zwiebel

1 kl. säuerlicher Apfel

(man kann auch Apfelsaft

nehmen)

500 g gerauchten Bauch

(klein gewürfelt, später noch

200 g zugeben)

2 EL Schweineschmalz

1 Tasse Wasser

1 geriebene Kartoffel zum

Abbinden

48

Das Sauerkraut mit Wasser, Lorbeer,

Wacholderbeeren, Nelken, Pfefferkörnern,

Zwiebel und dem gerauchten

Bauch etwa 2 Stunden köcheln

lassen. Dann den geschälten, entkernten

und in Stücke geschnittenen

Apfel zugeben. Das Ganze noch eine

weitere Stunde zugedeckt dünsten

lassen. Sollte zuviel Flüssigkeit

verdampfen, muß etwas zugegeben

werden (z.B. ein Schuß herber Weißwein).

Wenn das Kraut weich ist,

rührt man das Schweineschmalz hinzu

und würzt evtl. noch ab.

Danach die geriebene Kartoffel zugeben,1

x aufkochen und das Kraut

ist fertig.

Schwäbisches Sauerkraut kommt

fast immer von der Filder-Hochfläche

vor den Toren Stuttgarts. Es ist neben

Spätzle einer der wichtigsten und

häufigsten Bestandteile der schwäbischen

Küche und wird zu einer

deftigen Schlachtplatte mit Schweinernem

ebenso gereicht wie zu einem

zarten Rostbraten (auch eine

schwäbische Spezialität).

Selbst Fasan und Forelle kann man

in Schwaben auf einem Sauerkrautfest

finden, dann allerdings ist das

Kraut in Sekt oder Riesling gedünstet.

Zutaten:

1 Flasche Schillerwein

(halbtrocken)

1 Schale erntefrische Erdbeeren

aus der Region

ein paar Stängel Minze

ein wenig Zucker für einen

dekorativen Glasrand

49

Zubereitung:

Legen Sie den Schillerwein für mindestens

2 Stunden (eventuell auch länger)

ins Gefrierfach. Schauen Sie immer

mal wieder nach der Flasche,

denn sobald der Inhalt ein klein wenig

nach Sorbet ausschaut, nehmen

Sie sie heraus. Befüllen Sie nun ein

paar Gläser – wenn Sie mögen, können

Sie vorher den Rand mit Feinzucker

verzieren – mit dem Halbgefrorenen

und schnippeln Sie ein paar

Erdbeeren dazu. Diese sollten Sie weder

Süßen noch anderweitig „bearbeiten“,

sonst wird Ihre Bowle einfach

nur matschig. Abschließend geben

Sie einen Zweig Minze in die

kühle Erfrischung – sofort Servieren.

©Fotos: Susan Kreienbrink


Bubaspitzle

für 4 Personen

1 kg Kartoffeln, mehlig kochend

Salz, Muskat

2 Eier

20 g Butter

150 g Mehl

1 Becher Sauerrahm

Kartoffeln am Vortag kochen. Kalt

durch die Presse drücken, mit Ei, zerlassener

Butter, Mehl, Salz, Muskat

und Sauerrahm zu einem Teig verarbeiten.

Ist der Teig zu weich, etwas

Mehl zugeben. Arbeitsfläche mit Mehl

bestäuben.

50

Aus dem Teig fingerlange und fingerdicke

Nudeln formen – so wie der

Name es verlangt.

Die Bubaspitzle in reichlich siedendes

Salzwasser geben. Wenn sie an

die Oberfläche kommen, noch etwa

zwei Minuten schwimmen lassen,

mit der Schaumkelle herausheben,

tüchtig abschwenken und auf warmer

Platte anrichten oder in heißer

Butter goldbraun rösten.

Bubaspitzle sind eine beliebte Bei -

lage zu Sauerkraut oder mit Ei geröstet

zu allen Arten von Salaten.

Übrigens: Die um Stuttgart herum

als Bubaspitzle bekannten Kartoffel -

nudeln erfahren etwas weiter im

schwäbischen Allgäu eine Art Geschlechtsumwandlung.

Dort heißen

sie Nackede Mariele und sind eine

mit Puderzucker bestäubte überwiegend

süße Angelegenheit.

Schwäbische Pfarrer nennen die

etwas frivol klingende Speise ganz

unverfänglich Schupfnudeln, was

sich vom oberdeutschen schupfen =

wegstoßen herleitet und die typische

Handbewegung beim Formen der

Nudeln auf dem Brett beschreibt.

Wieso

schlotzzed

Se

eigentl i tliich

h kkoi i

Essig-VViertele?

Druckereien

sind doch auch alle gleich …

Ihre Onlinedruckerei

������� �� �� �� �� �� �� �� ����� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� �� ��

�� ��������� �� �� �� �� �� �� �� ��

��

��

��

��

��

��

�����

www.weltzer.de


Spätzles-Variationen (1)

für 4 Personen

1 kg Spätzle

1 Salatgurke

Salz, Pfeffer

Hühnerbrühe

200 g Sauerrahm

200 g Sahne

für 4 Personen

1 kg Spätzle

300 g frischen Lachs

2 Scheiben Räucherlachs

Salz, Pfeffer

300 g Sahne

Auf Basis des Spätzle-Grundrezepts

für 4 Personen.

Zutaten und Gewürze nach Gefühl

und Geschmack verwenden.

Omas Gurkenspätzle

Die Gurke mit Schale in Streifen

oder Stifte hobeln und 10 Minuten

stehen lassen; leicht salzen, damit

die Gurke Wasser zieht.

Danach kurz aufkochen lassen.

Mit Salz, Pfeffer, Hühnerbrühe und

ein paar Tropfen Essig abschmecken.

Sauerrahm, Sahne und Wasser hinzugeben,nochmals

aufkochen lassen.

Die Spätzle einfach mit der Soße

mischen und einige gehobelte Gurkenscheiben

als Dekoration obenauf

geben.

Lachsspätzle

Im Mixer Lachsmus herstellen,

in den Spätzlesteig rühren, würzen.

Spätzle schaben oder durch ein

Spätzlesieb drücken und im Fischsud

kochen.

Aus dem Sud servieren, mit Safran

leicht überstreuen und die Lachsscheiben

in Streifen darüber geben.

52

Hermit, der Super-Rechner

Deutschlands schnellster Computer steht in Stuttgart

Er ist nicht unbedingt handlich, aber

fix: Hermit, Deutschlands schnellster

Computer. Immerhin schafft er eine

Billiarde Rechenoperationen pro

Sekunde, im Fachjargon ein Petaflop/

Sekunde, was einer Leistung von

ungefähr 20 000 PCs entspricht.

Ende Februar ging das „Genie“ mit

schwäbischem Einschlag offiziell in

Betrieb.

An der Universität Stuttgart, auf einer

Fläche von 8 mal 17 Metern vollführt

Hermit Spitzenleistungen: Bundesforschungsministerin

Annette Schavan

nannte ihn bei der Inbetriebnahme

„Meilenstein für die Wissenschaft,

Baden-Württembergs Ministerpräsident

Winfried Kretschmann „wissenschaftlicher

Leuchtturm mit großer

Strahlkraft“. Und was hat er so drauf,

der Hermit? Mit seiner Hilfe können

etwa Produkte entwickelt werden, die

weniger Ressourcen verbrauchen und

Energie sparen. Winfried Kretschmann:

53

„Der Rechner kann auch zur Lösung

gesellschaftlicher Herausforderungen

wie der Energiewende beitragen.“

Ein Klick ins Netz: Bei Wikipedia kann

man nachlesen, dass Supercomputer,

also auch Hermit, häufig für Computersimulationen,

die riesige Rechnerkapazitäten

erfordern, benutzt werden.

Der Stuttgarter Rechner wird vorallem

in den Bereichen Medizin, Energie,

Umwelt und Mobilität eingesetzt.

Momentan werden beispielsweise

Klimamodelle durchgerechnet, die

Bestandteil eines Sachstandsberichts

des Weltklimarats (IPCC) sein werden.

Im medizinischen Bereich ersetzt Hermit

mittels Supercomputing aufwendige

sowie kostspielige Experimente,

die in der Realität so nicht durchgeführt

werden können. Das System ist

überdies auch für die Simulation industrieller

Produktionsprozesse ausgelegt

– im internationlen Vergleich

mit der Rechner-Konkurrenz als einziges

in dieser Kategorie. Hermit

nimmt damit auf der Top500 Liste der


Schwäbisches

Linsengericht

für 4 Portionen

250 g Linsen

(über Nacht in kaltem Wasser

eingeweicht)

1 l Fleischbrühe

1 Zwiebel (mit zwei Nelken und

Lorbeerblatt gespickt)

100 g magere Speckwürfel

8 EL Zwiebelwürfel

4 EL Mehl

Salz (Suppenwürze)

54

Die eingeweichten Linsen abgießen

und in der Fleischbrühe mit der gespickten

Zwiebel weichkochen.

Speck- und Zwiebelwürfel anbraten,

Mehl anstäuben und leicht bräunen

lassen, dann in die Linsen einrühen

und nochmals aufkochen. Nach Geschmack

salzen. Zum Abschmecken

bei Tisch ein Krügchen Apfelessig

bereitstellen. Zu den Linsen ißt der

Schwabe in Butter heiß geschwenkte

Spätzle, heiße Saitenwürste und

durchwachsenen Speck.

Vornehme Variante:

Bevor die Linsen das zweite Mal

aufkochen, pro Person zwei Viertel

einer geschälten geschmackvollen

Birne hineingeben und mitkochen

lassen.

Designer-Linsen:

Zwiebel in Butter bräunen, Speck

und Mehl weglassen, dafür Bananenscheiben

und Ananaswürfel vor

dem zweiten Aufkochen in die Linsen

geben. Aber nicht auf Spätzle

und Saitenwurst verzichten!

Weltbesten den 12. Platz ein, im Ranking

der industriell genutzten Computer sogar

Platz Nummer eins. Gebaut wurde

Hermit vom US-Computerkonzern Cray.

Peter Ungaro, Präsident der Firma: „Die

Einweihung des Cray XE6 Supercomputers

Hermit am HLRS ist ein großes Ereignis

für Cray, da es einen weiteren

wichtigen Meilenstein in unserer

langjährigen Partnerschaft mit der Universität

Stuttgart, dem HLRS und seinen

wissenschaftlichen Benutzern darstellt.“

Finanziert wird das Ganze durch das

Projekt „PetaGCS“, des Bundesministeriums

für Bildung und Forschung sowie

durch das Ministerium für Wissenschaft

und Kunst Baden-Württemberg.

VDP VDP VDP VDP VDP VDP VDP

WEINGUT - LANDHAUS

Graf von Bentzel

WEINVERSAND · WEINPROBEN

ÜBERNACHTUNGEN · VERANSTALTUNGEN

Kilian Graf von Bentzel-Sturmfeder · Sturmfederstr. 3 · 74360 Schozach

Tel.: 07133 - 20 66 10 · e-mail: weingut@sturmfeder.de

www.sturmfeder.de

55

Die Kosten belaufen sich auf 22,5

Millionen Euro, dazu kommen noch

2 Millionen Euro für den jährlichen

Betrieb. Und es wird bereits weiter

geplant: Das Höchstleistungsrechenzentrum

Stuttgart (HLRS), das Leibniz-

Rechenzentrum Garching sowie das

Forschungszentrum Jülich sollen in

den kommenden sechs Jahren mit

weiteren Petascale-Systemen ausgestattet

werden. Damit bilden die drei

Standorte des „Gauss Centre für Supercomputing“

(GCS) die mit Abstand

größte und leistungsfähigste Basis für

computergestützte Wissenschaften

und Industrieforschung in Europa.

Mehr Infos unter: www.hlrs.de


Gutes aus dem Norden

Das Weinjahr am Stintfang

„Hanse Primeur“ heißt der Tropfen,

der aus Trauben des nördlichsten

Weinbergs in Deutschland, dem

Hamburger Stintfang, gekeltert

wird. Zwischen 50 bis 80 Flaschen

(0,375 l) sind das Jahresergebnis –

ziemlich ausgesucht. Der Rotling,

eine Komposition aus weißen sowie

roten Beeren, schmeckt fruchtbetont

und glänzt mit feinem Beerensäurespiel.

56

Allerdings gibt es nur wenige, die ihn

je ausführlich „geschlotzt“ haben,

denn er ist eine Rarität und käuflich

nicht zu erwerben. Lediglich die

Hamburger Bürgerschaft hat Zugang

zu den limitierten Flaschen, deren

Etikett von Jahrgang zu Jahrgang

vom Designer Ingo Offermanns

gestaltet wird. Wichtige (Staats-)Gäste

der Hansestadt sind so schon in den

Genuss des Norddeutschen mit

schwäbischem Einschlag gekommen.

Die über 70 Weinstöcke sind übrigens

ein Geschenk der Wirte des Stuttgarter

Weindorfs zum jeweils zehnten

und zwanzigsten Jubiläum des Festes

zu Gast auf dem Rathausplatz. Doch

was passiert eigentlich auf dem Stintfang

das ganze Jahr über, bevor der

„Cuvée“ der vergangenen Lese Ende

Juni seine Reise von Stuttgart-Uhlbach

– hier werden die Trauben nämlich

nach der Lese von Christel Currle und

ihrem Vater Fritz ausgebaut – nach

Hamburg antritt?

Winterruhe

Beginnt nach dem Blätterfall und endet

mit dem Schwellen der Knospen.

In dieser Zeit erfolgt der Rebschnitt.

Dabei wird alles Holz (Fruchtruten)

des letzten Jahres abgeschnitten und

nur die für den neuen Fruchtansatz

wichtigen Hölzer belassen. Christel

Currle vom gleichnamigen Weingut:

„Das Ganze kann durchaus romantisch

sein. Der klate Wind pfeift, der

Schnee unter den Stiefln knirscht...“

Frühling/Sommer

Austrieb der Knospen. Zuerst sieht

man eine Anschwellung, wenig später

57

sehr feine Wolle, die den Austrieb vor

Kälte schützt. Dann sprießt zartes

Grün und schon nach einer Woche

erkennt man den Blattansatz. „Die

Hoffnung ist von nun an unser ständiger

Begleiter. Hoffentlich kommt

kein Frost mehr, kein Sturm. Und hoffentlich

haben wir gutes Wachstum,

damit die Kräuselmilbe keine Fraßchance

hat.“Christel Currle und ihr

Vater Fritz sind für die Reben auf

dem Stintfang hauptverantwortlich.

Die Reben wachsen und gedeihen,

man kann recht bald die Gescheine

(Trauben vor der Blüte) erkennen.

Blütezeit ist im Juni und dauert zirka

acht Tage; ein feiner Duft legt sich

dann über den Weinberg. Zur gleichen

Zeit werden die grünen Triebe in

Draht geflochten, damit die Beeren

nicht nur optimal versorgt werden,

sondern sich auch viel Zucker in ihnen

sammelt. Zudem werden die

Spitzen immer wieder eingekürzt.

Die Arbeiten am Weinberg pausieren

jetzt erst einmal. Trotzdem wird ordentlich

geschafft, denn das Ernteequipment

muss vorbereitet sein: Fässer

und Tanks, Eimer und Scheren, Pumoen

und Schläuche, alles muss

grundlich gereinigt sein. Und nicht

zuletzt werden die fleißigen Helfer

informiert, dass es bald losgeht.


Spätzles-Variationen (2)

Schinkenspätzle

Krautspätzle

zum Spätzlesteig

Spätzle

250 g gekochten Schinken Sauerkraut

(gewürfelt)

200 g Schinkenwürfel

In den Spätzlesteig den feingewürfel -

ten Schinken einrühren und dann in

leicht gesalzenes siedendes Wasser

(gerieben)

4 Zwiebeln

50 g Butter

schaben.

Zwiebel würfeln, zusammen mit dem

Schinken in der Pfanne andämpfen,

Sauerkraut und Spätzle zugeben und

Kässpätzle

Spätzle

unter Wenden weiterdämpfen.

250 g Allgäuer Emmentaler

(gerieben)

Spinatspätzle

4 Zwiebeln

zum Spätzlesteig

50 g Butter

250 g rohen Spinat

Käse grob raffeln und Zwiebeln in

Muskat

Ringe schneiden. Heiße Spätzle por- Spinat roh durch den Wolf treiben,

tionsweise in eine vorgewärmte mit dem Spatzenteig verrühren,

Schüssel geben, mit einer Lage Käse etwas Muskat anreiben. Dann vom

bestreuen, wieder Spätzle drauf und Brett ins siedende Wasser schaben

wieder Käse.Am Schluß die in Butter und wie Originalspätzle weiterbe-

goldbraun gerösteten Zwiebelringe

darauf verteilen.

handeln.

58

Ernte

Es ist Oktober und der goße Tag

ist da! Die Helfer bekommen

Scheren und Eimer. Jeder darf

eine Traube abschneiden, denn

in Hamburg ist es anders als

im Rest der Republik: In der

Hansestadt ist es eine Ehre, bei

der Lese – angeführt von der

Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft

- dabei sein zu dürfen.

Es kommt sehr oft vor,

dass mehr Hände

mitarbeiten wollen,

als es Trauben gibt.

Verarbeitung

Nach erfolgreicher Lese werden die

Stintfangtrauben nach Stuttgart-Uhlbach

verfrachtet. Auf dem Weingut

der Familie Currle beert man die Trauben

ab, quetscht sie und presst sie

aus. Der gewonnene Most wird auf

Zuckergehalt untersucht und nach

der Klärung zur Gärung gebracht.

Hierbei wandelt sich Zucker durch

Zugabe von Hefen in Alkohol und

Kohlensäure. Nachdem sich die Hefen

am Tankboden abgesetzt haben, wird

Jungwein abgetrennt. „Theoretisch

wäre der Wein nun fertig, doch wer

mag schon naturtrüben Wein trinken“,

weiß Christel Currle. Er wird also filtriert

und erst dann in Flaschen abgefüllt.

59

Fertig!

Sobald Korken und Etikett abgebracht

sind, wird der Gute gelagert –

bis es wieder heißt das „Stuttgarter

Weindorf zu Gast in Hamburg“. Dort

übergibt man den Stintfang-Wein im

Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten

des Festes den eigentlichen Eigentümern.

Im Keller des Hamburger Rathauses

wartet er dann auf seinen

großen Auftritt, denn der Wein wird

nur an ganz besondere Gäste der

Stadt im Norden verschenkt.


WEINDORF LAGEPLAN 2012

IN HAMBURG

60

NEU: Die iPhone-App

fürs Weindorf!

61


Was gibt’s wo?

(Angaben ohne Gewähr)

Lauben-Nr. Rezept auf Seite

Spätzle 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 12 24

Kässpätzle 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12 58

Krautspätzle 58

Maultaschen 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12 4

Zwiebelkuchen 3, 4, 5, 10 6

Bubaspitzle 1, 4, 8, 9, 10, 11 50

Apfelküchle 1 20

Kräuterkäse 42

Camembert 3 42

Backsteinkäse 3 42

Ofenschlupfer 1, 8 40

Saure Kutteln 3, 8 26

Gaisburger Marsch 3, 9 36

Sauerkraut 1, 2, 3, 4, 8, 9, 10, 11 48

Kratzete 8 30

Nonnenfürzle 44

Schwäb. Kartoffelsalat 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 11 16

Schwäb. Wurstsalat 1, 2, 3, 4, 5, 9, 10, 11, 12 38

Schwäb. Linsen 1, 3, 4, 5, 8, 9, 12 54

Laugenbrezeln 1, 2, 3, 4, 5, 9, 10, 11, 12 8

Gurkenspätzle 8 52

Fleischküchle 8

62

Ein Wort zum

Schluss!

„Ich habe meine Ernährung umgestellt“,

teilt mir meine Freundin mit

festem Ton mit. Gerade wollte ich

ihr ein Glas sommerlich-frischen

Weißweins von heimischen Hängen

einschenken. Ich lasse die Flasche

sinken: „Aha, das heißt?“ Sie blinzelt

zweimal und antwortet: „Viel

Gemüse und Obst. Wenig Kohlenhydrate.

Kaum noch Fleisch, dafür

mehr Fisch. Kein Alkohol.“ Zum

Glück habe ich etliche Salate für

unseren Grillabend vorbereitet und

Lachs liegt auch auf dem Grill – gerettet.

Auf Alkohol verzichten, okay,

aber einen feinen Tropfen – quasi -

links liegen lassen? „Wein in

Maßen ist gesund“, referiere ich,

„das haben etliche wissenschaftliche

Studien in der Vergangenheit

gezeigt.“ Mäßiger Genuss, so die

Forscher, verbessert den Stoffwechsel

und senkt dazu noch das Risiko

von Herzinfarkt sowie Krebserkrankungen.

Verantwortlich dafür sind

die Inhaltsstoffe Magnesium und

Kalium sowie Polyphenole, die in

Verbindung mit Alkohol Wein zu

einem wahren Gesundheitstrunk

63

machen. „Bei allem sollte man

beim Kauf natürlich auf Rebsorte,

Anbaugebiet und Verarbeitung

achten, mein Herz schlägt beispielsweise

für die feinen Württemberger

Tropfen.“ Während ich all

das für meine Freundin zusammenfasse,

reicht sie mir ihr Glas: „Na,

wenn das so ist.“ Ich bin kein Gesundheitsguru,

achte aber darauf,

was ich so den ganzen Tag „zu mir

nehme“. Auf ein Viertele dann

und wann kann ich nicht verzichten

– und mein Wohlbefinden

auch nicht. Ich

wünsche Ihnen hiermit

einen genussvollen Besuch

auf dem Stuttgarter

Weindorf zu

Gast in Hamburg.

Lassen Sie es sich

gut gehen – und

probieren Sie die

fast 100 Tropfen

aus dem Ländle,

die wir Weindorf-

Wirte in unseren Lauben

servieren.

Auf Ihr Wohl!


Weindorf

Brevierle

Impressum

Herausgeber:

Verlag: „Zur Sache Stuttgart“

Erika Wilhelmer

Buschlestraße 2A, 70178 Stuttgart

Tel. 0711/66419-0

In Hamburg: (vom 27. 6. - 14. 7. 2012)

Tel. 040/30085071

Texte: Verlagsbüro Wais & Partner Gbr

Susan Kreienbrink

Reinsburgstr. 104, 70197 Stuttgart

Tel.: 0711/6201060

Bildnachweise Titel: Pro Stuttgart

Zeichnungen:

Irmela Gäßler-Strohecker, Horst Fenn

Graphik:

ENKE|WERBUNG

71642 Ludwigsburg

Telefon 07141/3899340

Fax 07141/3899341

E-Mail: enke@enke-werbung.de

www.enke-werbung.de

Herstellung:

Druckerei Hamberger

Gottlieb-Daimler-Straße 4

71093 Weil im Schönbuch

Telefon 07157 56690

info@druckerei-hamberger.de

www.druckerei-hamberger.de

64

Heiteres, Wissenswertes

und Kulinarisches

zum Weindorf

Mitherausgeber:

Pro Stuttgart Verkehrsverein e.V.

Tel. 0711/29 50 00

Mobil 0172/9999854

Veranstaltungsleitung Hamburg

Tel. 040/30085790

Schlosskellerei Affaltrach – S. 37

Allianz Versicherung AG – S.3

DB Schenker Deutschland AG – S. U3

Druckerei Hamberger – S. 51

Gastro Service Nord GmbH – S. 30

Hospes Team GmbH – S. 25

Messe Stuttgart – S. 13

Mineralbrunnen AG – S. U2

Motorpresse Stuttgart – S. 32/33

M+S Messebau – S. U4

Porsche – S. 7

Pro Stuttgart – S. 46/47

Weinmanufaktur Untertürkheim – S. 17

Werbegesellschaft des ambulanten

Gewerbes und der Schausteller – S. 21

Stuttgart Marketing – S. 23

Weingut Landhaus – S. 55

Schenker Deutschland AG

Geschäftsstelle Stuttgart-Messe

Messepiazza

70629 Stuttgart

Telefon +49 711 18560-3300

Telefax +49 711 18560-3349

fairs.stuttgart@schenker.com

www.schenkerfairs.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine