Brevierle HH/06 S.1-64 - Stuttgarter Weindorf

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Brevierle HH/06 S.1-64 - Stuttgarter Weindorf

Nonnenfürzle

(Ein Nonnenfürzle ist ein relativ

kleines, hohles, mit Süßem (Gelee,

Gsälz) oder Salzigem (geriebenem

Käse) gefülltes Backwerk.

In der Ulmer Gegend heimisch.)

500 g Mehl

30 g Hefe

60 g Zucker

1/4 Liter Milch

60 g Butter oder Margarine

1 Prise Salz oder Zucker

Schale einer halben Zitrone

4 Eier, 100 g Sultaninen

Backfett

Gelee, Gsälz oder geriebener

Käse

Dieses duftige Gebäck müßte eigentlich

korrekterweise Nonnenfürtchen

heißen, was sich von dem mittelniederdeutschen

Wort „nunnekenfurt“

ableitet, und soviel bedeutet wie

„von den Nonnen am besten zubereitet“.

Ein Witzbold machte daraus

den nicht ganz salonfähigen, aber

heute überall gebräuchlichen Namen,

um den sich dann natürlich bald

allerhand Legenden rankten. So soll

bei einem Essen eine große Schale

voll dieser duftenden Köstlichkeiten

serviert worden sein, und ein alter

Domherr und Feinschmecker griff

sich gleich das größte heraus und

sagte schmunzelnd: „Ich nehme das

von der Oberin.“

Mehl in eine Backschüssel geben,

in der Mitte eine Vertiefung eindrücken,

die zerbröckelte Hefe mit

einem Teelöffel Zucker und etwas

lauwarmer Milch dazugeben und

mit etwas Mehl zum Vorteig verrühren,

der zugedeckt 30 bis 40

Minuten gehen muß. Den Vorteig

mit den restlichen Zutaten zu einem

lockeren Hefeteig schlagen, 40 Minuten

gehen lassen. Mit einem

Teelöffel Teigstücke abstechen und

in heißem Fett goldbraun backen.

(Bei salziger Version statt Zucker

geriebenen Käse in den Teig rühren.)

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Turnsportliches Jubiläum

30 Jahre EnBW Turn-Weltcup/DTP-Pokal

Nunmehr zum 30. Mal treffen sich

in diesem Jahr Spitzenklassen-Turner

in der Landeshauptstadt zum

EnBW-Turnweltcup/DTB-Pokal.

Vom 30. November bis 2. Dezember

kämpfen sie in der Porsche

Arena um die begehrten Trophäen.

DTB-Pokal – EnBW-Turn-Weltcup:

Immer wieder hat sich das Stuttgarter

Turnier in den letzten drei Jahrzehnten

durch neue Ideen weiterentwickelt,

seinen besonderen Charme

dabei aber nicht verloren. Anerkennend

sprechen die Athleten vom

„Wimbledon des Turnens“. Die Stuttgarter

Macher waren treibende Kraft

bei der Einführung des Mehrkampf-

Weltcups. Dabei bilden vier Turniere

mit den jeweils weltbesten acht Athleten

die Weltcup-Serie. Und Stuttgart

gehört neben New York, Glasgow

und Tokio zu den Austragungsorten.

Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung,

Barren und Reck bei den Männern

sowie Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken

und Boden bei den Frauen:

Der DTB-Pokal bot in all den Jahren

auch jungen und (noch) unbekannten

Sportlern die Möglichkeit, erste Schritte

auf der großen Turnbühne zu machen.

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Vor allem denen aus dem nahen

Kunst-Turn-Forum des Schwäbischen

Turnerbundes. Kim Bui, Marie-Sophie

und Giulia Hindermann, Pia Tolle oder

Sebastian Krimmer sind Beispiele aus

jüngster Zeit. Neben dem Mehrkampf-

Weltcup mit den acht besten Einzelstartern,

steht 2012 auch der Team-

Wettkampf im Fokus. Top-Athleten in

Viererteams ringen am Freitag um die

Finalplätze am Samstag und Sonntag

– Turnkunst der Extraklasse ist garantiert.

Auch das Rahmenprogramm

verspricht ein abwechslungsreiches

Veranstaltungswochenende: Turnbegeisterte

Kinder und Jugendliche

kommen im Kinder- und Jugendclub

auf ihre Kosten, Übungsleiter sowie

Trainer treffen sich zum Austausch

mit ausgezeichneten Referenten im

Turn-Symposium. Seit fünf Jahren ist

EnBW Titelsponsor des international

renommierten Wettbewerbs in der

Landeshauptstadt.

Weitere Infos: www.dtb-pokal.de

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