Kalmia latifolia L. / Berglorbeer

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Kalmia latifolia L. / Berglorbeer

cimic. und berb. mit ausgeprägter Tendenz der

Schmerzen, von oben nach unten zu ziehen.

Ferner wird Kalmia eingesetzt, wenn vorausgehende

Infektions- und Rheuma-Erkrankungen

(Arthritis) Herzstörungen (Metastasen)

verursacht haben,

sei es Endo-, Myo-, Perikarditis,

Herzklappenfehler, Herzhypertrophie

oder Herzinsuffizienz.

Es bestehen heftige, wandernde, rheumatische

oder neuralgische Schmerzen (nehmen

den Atem) in der Herzgegend bis zur Schulter,

in den Rücken und zur linken Hand hinabziehend

mit Taubheit im linken Arm.

Gleichzeitig

macht sich ein starkes Herzklopfen (beim

Vornüberbeugen) bemerkbar, sichtbar bis zum

Hals, mit Verlangsamung des Pulses.

Oft sind

die Herzbeschwerden mit Nierenstörungen

(Albuminurie)

verbunden, wobei Kalmia als

Palliativum eingesetzt wird.

Bei Rheuma in den Muskeln, Sehnen, Gelenken

und Nerven wechseln die blitzartig auftretenden

Schmerzen plötzlich die Stelle, gehen

von Ort zu Ort und wandern von oben nach

unten wie cact. (led. von unten nach oben).

Häufig werden die Beschwerden durch Übelkeit

und langsamen Puls begleitet,

während sie

sich bei Bewegung verschlimmern.

Das Mittel wird auch bei rheumatischer Iritis

und Skleritis eingesetzt, wobei die heftigen

Schmerzen bei geringster Bewegung der Augen

verstärkt werden.

Außerdem ist es bei rechtsseitiger Gesichtsneuralgie

(spig.: links) mit Beteiligung der

Augen (Steifheit) und außerordentlich starken

Schmerzen, die zu den Zähnen ausstrahlen

(Kälte bessert), wie auch bei interkostaler

Neuralgie (Brustschmerzen strahlen in den linken

Arm hinab), indiziert. Des Weiteren ist

Kalmia ein bewährtes Mittel bei lästig wiederkehrenden

Kopfschmerzen, die mit der Sonne

im Tagesablauf erscheinen und mit dem Sonnenuntergang

(bewölkter Himmel besser) verschwinden.

Die Schmerzen ziehen oftmals

vom Rücken und Nacken zum Kopf und strahlen

bis in die Zähne hinab (Hitze und Bewegung

verschlimmern). Letztlich kuriert es auch

Kopfschmerzen kardialen Ursprungs.

Kalmia latifolia L. / Berglorbeer

Leitsymptome:

Woran die Kalmia-Konstitution

zu erkennen ist

Es ist zu beachten, dass Kalmia-Schmerzen bei

Rheuma, Herzbeschwerden, Neuralgien oder

Kopfweh oft so stark sind, als ob ein Nerv von

einer Zange erfasst und in Stücke gerissen

würde.

Vielfach wandern sie von Ort zu Ort

und ziehen von oben nach unten; ferner nehmen

sie bisweilen mit der Sonne zu (können

auch nachts auftreten). Beim Liegen auf die

linke Seite treten Brustschmerzen oder Herzklopfen

in Erscheinung. Der Kranke fühlt sich

in der Ruhe relativ gut,

aber sobald er sich bewegt,

kommt es zu Schwindel und bei weiterer

Bewegung sogar zu Übelkeit und Erbrechen.

Auffallend für Kalmia ist außerdem eine gewisse

Steifheit um die Augen und Augenlider

herum.

Psychische Verhaltensweisen

Im psychischen Verhalten fällt die Kalmia-

Konstitution durch Nachlassen der mentalen

Fähigkeiten, insbesondere bei Bewegung oder

beim Bücken auf. Der Patient ist unfähig, bei

körperlicher Betätigung zugleich geistige Arbeit

zu verrichten. Dies gelingt ihm nur in der

Ruhe, meistens in Rückenlage. Überhaupt besteht

bei ihm eine große Abneigung gegen intellektuelle

Arbeit.

Das Gesicht besitzt einen ängstlichen, fahlen

(manchmal rötlich gefärbten) Ausdruck.

Oft hat der Erkrankte Angst angesprochen zu

werden. Auch fürchtet er sich vor der Zukunft.

Mitunter zeigt er einen eigensinnigen, starrund

dickköpfigen, mürrischen und launischen

Charakter. Schlafwandeln und Sprechen im

Schlaf sind weitere Merkmale für die Kalmia-

Konstitution.

Absonderliche Beschwerden:

Kalmia latifolia

Schlaf:

• Schlaflosigkeit durch Knochenschmerzen

Vonarburg, Homöotanik Band 4. Extravagante Exoten (ISBN 3830470290) © 2001 Haug Verlag

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