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„Was geschieht mit THC im Körper?“

- In seiner dreiteiligen Artikelserie

behandelt Dr. med. Franjo Grotenhermen

auf Seite 4 weitere interessante

Fragen.

2 news 5 guerilla growing 7 wirtschaft 8 cooltour

Genau deshalb reich(t)en die Spice-Wirkungsspektren von

„ich merk gar nix“ bis „ich war drei Tage drauf“. Was

dann als nächstes kommt, kann sich ein jeder an fünf Fingern

abzählen: Bald wird es „Sponge“, „Spuk“ oder „Spam“ geben,

da das Betäubungsmittelgesetz nur um diese beiden nachgewiesenen

Cannbinoide erweitert wurde. So stehen noch weit

über 200 synthetische Abkömmlinge des natürlichen THC-Moleküls

zur Verfügung, die allesamt einen deftigen Rausch versprechen

und nicht im BtmG aufgeführt sind. Das Verbot ist

wieder einmal Ausdruck vollkommener Ahnungs- und Hilfslosigkeit

der (drogen)politisch Verantwortlichen, allen voran

Frau Bätzing. Anfangs war ihr das Gefährdungspotential noch

relativ egal, die Initiative zur genauen Aufklärung wurde von

anderen, namentlich der Stadt Frankfurt und der Uni Freiburg,

vorangetrieben. Frau Bätzing hätte Spice wohl nie so intensiv

testen lassen, das lässt auch ihre Antwort im abgeordnetenwatch.de

vor Jahresfrist bezüglich eines Spice Verbotes vermuten.

Die Überwachung des Spice Verbotes kostet, abgesehen

von der Nutzlosigkeit, eine Menge Steuergelder. Insbesondere

die angekündigte Strafverfolgung von KonsumentInnen wird

kräftig zu Buche schlagen. Kein Problem, wir haben es ja momentan

richtig dicke. Hier ein Milliardchen, da mal fünf, da

sind die paar Kröten auch egal. Die geschätzten zwei Milliarden

Repressionskosten aufgrund der Verfolgung von HanfkonsumentInnen,

entgangene Steuergelder in Milliardenhöhe sowie

immer mehr Menschen ohne jedwede kriminelle Energie,

die erst durch das rigorose Anbau, Abgabe- und Besitzverbot

kriminalisiert werden, interessieren da nicht.

Die Legalisierungsfrage muss in Zeiten der Wirtschaftskrise

neu belebt werden. Tabus müssen neu überdacht werden,

142x17-bushdoctor-2 24.07.2008 11:39 Uhr Seite 1

Einen Growreport der anderen Art

liefert uns dieses mal Herr Waldmeista.

Teil 1 seines rein biologischen

Kurses gibt‘s auf den

Seiten 5 und 6 ...

12 fun&action

„Keine Mittel des Zwangs“

Bundesdrogenbeauftragte fernab der Realität

Von den Wirren deutscher Drogenpolitik und ihren Folgen

Spice ist seit Anfang des Jahres illegal, weil mittlerweile

schon zwei künstliche Cannabinoide darin nachgewiesen

wurden. Baden-Württemberg kündigt an, auch hart

gegen KonsumentInnen vorzugehen. Spice enthält

die künstlichen Cannabinoide JHD-018 und CP-

47,497. Eine kontrollierte Dosierung dieser Stoffe

zum Hausgebrauch ist sehr schwer möglich, da sie

schon in geringsten Mengen hochwirksam sind.

wenn ein Weg aus der momentanen Einbahnstraße gesucht

wird. Selbst Caritas International fordert auf einer Tagung im

Januar neue Wege in der Drogenpolitik.

„Teure Massenmedienkampagnen à la ,Sag Nein zu Drogen‘,

die sich an jede und jeden richten, bringen nichts. Information

taugt kaum zur Prävention“, so Burkharts Credo, Caritas Vorsitzender

von Deutschland: „Wäre das anders, würden Ärzte

nicht rauchen.“ Aktive Teilnehmerin sowie Mitunterstützerin

dieser Konferenz war die Bundesdrogenbeauftragte Frau Bätzing

(?!).

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat als erste das um

sich greifende Phänomen der Selbstversorgung durch Indoor-

Anbau erkannt und diesen Monat eine Gesetzesvorlage einge-

unabhängig, überparteilich, legal

Text: Michael Knodt

>>> Weiter auf Seite 2

Foto: Archiv Hanf Journal

Ausgabe 02/09

In dieser Ausgabe gibt es auf

Seite 8 zwei Empfehlungen zu

audiovisuellen Hochgenüssen:

Sowohl Pflanzen-Liebhaber als

auch Freunde von Albert Hofmann

kommen auf ihre Kosten!

Change?

Der San Francisco Chronicle behandelte am 18. Mai

2008 das Thema Barack Obama und die Frage zu

Cannabis als Medizin. Hierzu hatte er sich in mehreren

Interviews positiv geäußert.

Gleichzeitig mit den US-Präsidentschaftswahlen am

Dienstag, den 04. November 2008 fanden in mehreren US-

Bundesstaaten Volksabstimmungen statt, in denen es um

Cannabis ging. Michigan wurde dank Unterstützung von

rund 63% der Wähler zum 13. US-Bundesstaat, in dem

Patienten straffrei Cannabis zu medizinischen Zwecken

erwerben und besitzen dürfen.

Nachdem auch Massachusetts reformiert wurde, wurden

auch auf Bundesebene positive Impulse erwartet.

Der frischgekürte Sieger der Präsidentschaftswahlen hatte

sich vor vier Jahren für eine Entkriminalisierung von

Cannabis ausgesprochen, machte aber später einen Rückzieher.

Er erklärte jedoch, die Polizei habe Wichtigeres zu

tun als Patienten zu verfolgen, die Cannabis medizinisch

verwenden.

Obama hatte wie Bill Clinton und Al Gore zugegeben,

als junger Mann Cannabis konsumiert zu haben. Anders

als Clinton, der sich herausredete, dabei nicht inhaliert

zu haben, erklärte Obama, natürlich habe er dabei inhaliert,

genau darum gehe es doch dabei. Er erwähnte

den Konsum auch in seiner Autobiographie. Doch eine

Cannabisreform hat für Obama im Vergleich zu anderen

anstehenden Aufgaben, wie etwa der Einführung einer

allgemeinen Krankenversicherung, keine hohe Priorität.

Er steht ihr jedoch zumindest - anders als McCain und

George W. Bush - nicht feindlich gegenüber. Zum Amtsantritt

wurde dem neuen Präsidenten das „Citizen Book“

übergeben, in dem interessierte Bürger ihre eigenen Ideen

einbringen können. Interessanterweise liegt die Legalisierung

von Hanf mit über 90.000 Stimmen weit vorne, vor

Themen wie Umweltschutz,

>>> Weiter auf Seite 2


2

news

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Mitarbeiter dieser ausgabe:

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mze, Kerstin Koch, aXXL, KIMO, Waldmeista, GM,

Janika Takatz.

Layout:

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iLLustrationen:

mark marker, Lukas Tkotz.

Fotos:

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als Prämium-Abo bezogen werden.

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Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit Genehmigung

des Herausgebers. Manuskripte, Bilder und Beiträge sind

willkommen, es wird aber keine Haftung übernommen.

Im Sinne des Urteils des LG Hamburg vom 12. Mai 1998 -

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von allen Inhalten der angegebenen Internetadressen und

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Achtung!

Jeder Missbrauch von Drogen ist gefährlich! Wir wollen

niemanden dazu auffordern oder animieren, Drogen zu

konsumieren oder zu verbreiten.

Besucht auch die Homepage www.hanfjournal.de

Wat

läuft?

Noch immer keine neuen Folgen?

Was‘n looos?

Seit mehr als vier Wochen müsst ihr euch nun

schon gedulden und immer noch keine neuen

Folgen online.

Der Grund: marker ist Schuld. Unser Grafiker ist

mit 3(!) Zeitungen überarbeitet und kann deshalb

die abgedrehten (!!) Folgen nicht zusammenschneiden.

Gerüchte, sein erhöhter Cannabiskonsum

trage ebenso dazu bei, weist das

E-Team vehement zurück.

Folge 121: Spice - Gewürztuning?

Die neuesten Infos über das famose

Spice sind inzwischen raus. Wir

fassen mit Steffen Geyer die letzten

Meldungen vom Dezember kurz zusammen.

Mehr dazu auf:

www.HanfJournal.de oder

www.usualredant.de

Wir wünschen exzessives Interesse!

Folge 122: D-Flame im Interview

Der Frankfurter Feuerwehrmann D-

Flame beehrt uns im Büro und erzählt

über sein neues Album „Stress“,

freut sich mit Obama und spricht klare

Worte zum Thema Cannabis

- stay flamed!

www.dflame.de

Diskutieren? www.hanfjournal.de/forum >>

Voll unter Strom und hyperaktiv, schau‘ rein!

Verreisen? www.cannabis-cafe.info

Glotzen? www.hanfjournal.de/exzessiv

Lesen? www.hanfjournal.de

Polen? www.spliff.pl

Tschechien? www.konoptikum.cz

Legalize It?! www.ELF-online.eu

Du möchtest deinen eigenen Film? Check uns aus

und schreib uns einfach: film@exzessiv.tv

>>> Fortsetzung von Seite 1 „Keine Mittel des Zwangs“

bracht, diesen Eigenbedarf zu entkriminalisieren. Der Antrag

wurde von der großen Koalition natürlich abgelehnt, aber immerhin

war Growing jetzt mal ein Thema im Bundestag. Der

erste Schritt zur Entmystifizierung von Selbstversorgern, beim

gemeinen Volksvertreter noch bekannt als professioneller Plantagenbetreiber,

ist somit getan. Länder wie Spanien, Tschechien,

die Schweiz, Österreich, 15 Bundesstaaten der USA, Belgien,

Kanada oder die Niederlande haben sich entschlossen, HanfkonsumentInnen

wenigstens zu entkriminalisieren. Offiziell

vertritt auch Deutschland diese Linie, was sich in der Regelung

der „Geringen Menge“ widerspiegelt. Allerdings hat die Sache

einen entscheidenden Haken: Der deutsche Staat verfolgt den

Anbau für den eigenen Bedarf immer noch genauso streng wie

den Handel, während die genannten Länder allesamt eine Regelung

gefunden haben, kleine Selbstversorger unbehelligt zu

lassen. Hier werden sie gnadenlos verfolgt, wie nicht nur die

bundesweite „Aktion Sativa“ vor gut einem Jahr gezeigt hat.

Ein Treppenwitz der Geschichte angesichts der Tatsache, dass

das Phänomen der Selbstversorgung mit wachsender Verunreinigung

von Schwarzmarkgras einhergeht und so mafiöse

Strukturen unterwandert anstatt sie zu fördern. Dann wird,

zumindest in den Augen von Richtern und Staatsanwälten, aus

einem gesundheitsbewussten Gelegenheitskiffer schnell ein

Profi-Grower. In Süddeutschland werden Menschen, die weniger

als zehn Hanfpflanzen im Garten oder im Schrank haben,

regelmäßig zu Haftstrafen verurteilt. Frau Bätzing hat in einem

Interview während der oben erwähnten Caritas-Tagung festgestellt,

Konsumenten in Deutschland seien entkriminalisiert.

Allein diese Aussage macht ihr mangelndes Realitätsbewusstsein

in Sachen Hanf offensichtlich: „Wir wollen eine deutliche

Reduzierung des Konsums [...] ohne die Mittel des Zwangs“

>>> Fortsetzung von Seite 1 „Change?“

öffentlichem Transport oder gar Maßnahmen gegen die

Wirtschaftskrise. Auch im „Open for Questions“ Teil der

Webseite www.change.gov erhielt die Frage nach der Legalisierung

viele Stimmen. Die siebte Frage der Top-Ten lautete:

„13 Bundesstaaten haben sehr gute Programme für medizinisches

Marijuana, dennoch verfolgt die Föderalregierung

weiterhin kranke und sterbende Personen. Ist es nicht an der

Zeit für die Regierung, aus dem Weg zu gehen und Doktoren

und die Familie entscheiden zu lassen, was richtig ist?” Doch

auch als solche Fragen im zweiten Durchlauf ganz oben

standen, wurden sie ganz unten auf die Liste gesetzt, als es

darum ging, Antworten zu geben. Mit einem einzigen Satz

wurde geantwortet: „President-elect Obama is not in favor

of the legalization of marijuana.” - Immerhin mal eine klare

Aussage.

Wenigstens das hat sich geändert, wenn drogenpolitisch

schon alles beim Alten bleibt. Und das heißt, der brutale

Anti-Drogen-Kampf der US-Bundesregierung geht weiter,

inklusive nächtlicher Hausdurchsuchungen, schwerbewaffneter

Spezialeinheiten und zehntausenden wegen Drogenbesitzes

Inhaftierten, darunter auch viele „Gras”-Liebhaber.

Am 9. Januar 2009 wurde ein Video auf Change.gov und

YouTube gestellt. In diesem werden vom zukünftigen Pressesprecher

des Weißen Hauses Robert Gibbs die Fragen an-

#92 +7

Können wir es uns wirklich noch leisten, weitere Milliarden

zur Verfolgung von HanfkonsumentInnen und Kleinstgärtnern

auszugeben, eine universal nutzbare Pflanze weiterhin zu illegalisieren

und zukünftig Geld für Repression auszugeben, anstatt

frei werdendes Potential und Geld aus einer kontrollierten

Abgabe unter strengsten Jugendschutzauflagen zu nutzen?

Mittlerweile ist diese Einsicht schon in höchste Wirtschaftskreise

vorgedrungen, aber es ist halt, wie es ist. Sollte sich wirklich

etwas ändern, so wird die Initiative wieder mal aus den

USA, dem Mutterland der Prohibition, kommen und Deutschland

wird, nolens volens, mitziehen:

„Warum ist es in einer Zeit, in der immer und überall darüber

gesprochen wird, in Sachen Energie unabhängiger zu werden,

illegal, diese Pflanze (den Hanf) in diesem Land anzubauen?

Ach ja, da ist ja die weibliche Pflanze........ Warum also ist diese

harmlose Pflanze illegal? Ist sie eine Einstiegsdroge? Nein,

das wäre Alkohol, der in diesem Land so heftig beworben wird.

Meiner Ansicht nach ist Hanf illegal, weil Amerikas Unternehmen,

die den Kongress in der Hand haben, viel lieber süchtig

machende Medikamente verkaufen, als das private Züchten einer

Pflanze zu erlauben, das keinen Gewinn in die eigenen Kassen

spült. Dieses Vorgehen ist lächerlich. Es hat dazu beigetragen,

dass wir von Energiequellen im Ausland so abhängig sind.

Andere Länder lachen sich über die Dummheit unserer Politik

kaputt, vor allem Kanada und einige Nationen in Europa. In

den US-Medien merkt man davon nichts, denn sie ignorieren

das Thema. Bitte, Leute, hört auf zu reden und fangt an, darüber

nachzudenken, wie wir wirklich Selbstversorger werden

können. “

(Andrew Lahde, Ex Hedge-Fund Manager in einem offenen

Brief an die Wallstreet im November 2008)

gesprochen. Doch die Frage nach dem War on Drugs und

der Cannabisreform wurde völlig ignoriert. Weitere Fragen

zu Folter, Abhörmaßnahmen, Privatraumüberwachung,

Cannabis, Drogenkrieg in Mexiko und Privatsphäre wurden

in dem Video komplett weggelassen.

Am 23. Januar durchsuchten Beamte der DEA eine Ausgabestelle

für medizinisches Cannabis in South Lake Tahoe,

California. Dabei wurde Cannabis und Bargeld beschlagnahmt,

über die Mengen gibt es keine Angaben. Es wurde

jedoch niemand festgenommen. Ein Sprecherin von ASA

(Americans for Safe Access) meinte hierzu: „Wir hoffen, dass

das die letzen Folgen des Bush Regimes sind und dass Präsident

Obama schnell eine humane Lösung für unsere verwundbarsten

Bürger finden wird.“ Obama hatte wiederholt

zugesagt, die Zerstörung von kalifornischen „Med-Hemp“

Farmen durch die DEA nicht weiter fortzusetzen.

Nun hat Barack Obama Ed Jurith zum Interimsvorsitzenden

des ONDCP (Office of National Drug Control Policy)

ernannt. Der erklärte Gegner des Einsatzes von Marihuana

zur medizinischen Verwendung hatte bereits unter Clinton

das Amt des im Volksmund genannten „Drug Czar“ inne.

Er gilt, trotz seiner ablehnenden Haltung gegenüber „Med-

Pot“, als moderater und dialogbereiter als sein Vorgänger.

Nichtsdestotrotz hätten sich die Betroffenen wohl eher eine/n

Verantwortliche/n mit einer etwas anderen Vorgeschichte

gewünscht. Yes, he can … legalize it … but he won’t.


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news

Von angeschlagenen

Banken

Wie UNODC-Generaldirektor Antonio Maria

Costa in einem Interview mit dem österreichischen

Nachrichtenmagazins „profil“ erklärte,

hat das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung

(UNODC) Hinweise darauf, dass

Interbank-Kredite mit Geld finanziert wurden,

das aus dem Drogenhandel und anderen illegalen

Aktivitäten stamme.

So sollen Banken im Zuge der Finanzkrise mit

Geld aus illegalem Drogenhandel gerettet worden

sein. Es gäbe Anzeichen dafür, dass dieses

Geld auch im Finanzsektor landet, der seit der

zweiten Hälfte des vergangenen Jahres offensichtlich

unter Druck steht.

„Vielfach ist Drogengeld derzeit das einzige

verfügbare liquide Investmentkapital“, fügte er

hinzu.

Der zehn-Jahres-Plan der

UNODC

Zwei unabhängig voneinander arbeitende

Gruppen von insgesamt 40 Forschern der Universität

von Bristol kamen übereinstimmend zu

folgendem Ergebnis:

Heroin ist die gefährlichste Droge unserer Zeit,

gefolgt von Kokain und Barbituraten. Alkohol

liegt auf Platz fünf der inoffiziellen „Drogenrangliste“,

Tabak belegt Platz neun. Hanfprodukte

liegen im hinteren Mittelfeld auf Platz elf, Ectasy

wird mit Platz 18 ein relativ geringes Gefährdungspotential

zugeordnet. Zur Erstellung der

Rangliste dienten neun verschiedene Gefahren

des Missbrauchs von legalen und illegalen Drogen

als Kriterium: körperliche Schäden, wie

etwa der plötzliche Tod durch überdosiertes Heroin,

die Gefahr körperlicher oder psychischer

Abhängigkeit, Folgen für das soziale Umfeld,

sowie die Kosten für das öffentliche Gesundheitssystem.

Diese Studie ist nun schon über zwei Jahre

alt. In der zivilen Gesellschaft hat sie, besonders

in Großbriannien, viel Aufmerksamkeit

erregt, um kurz darauf sang-und klanglos in

der Versenkung zu verschwinden. Trotz dieser

eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse hat

die britische Labour Regierung Cannabis diese

Woche wieder in Klasse B unmgestuft, was die

Strafen für den Umgang mit Cannabisprodukten

verschärft.

Doch anscheined war die akribische Arbeit

führender britischer Wissenschaftler nicht ganz

umsonst.Der Report wird im März die UN Drogenkommission

(UNCND) vorgelegt. Man darf

gespannt gespannt sein, mit welcher Begründung

Herr Costa den „War on Hemp“ angesichts

des gescheiterten Zehnjahresplans der

UNCND und diesen neuesten, wissenschaftlichen

Erkenntnissen, fortsetzen möchte.

Michael Phelps mag‘s

gerne kräftig

Jetzt wissen wir, wie der Mann zu seinem

übermenschlichen Lungenvolumen gekommen

ist: Immer fleißig Bong rauchen gibt ordentlich

Tinte uff‘n Füller, gelle. Nun tut‘s ihm aber schon

wieder total leid und er hat versprochen, es nie

wieder zu tun.

Alles andere wäre auch sehr teuer geworden,

eine Werbeikone mit Kifferimage ist selbst in

Kalifornien noch ein No-Go.

Whoopie deckt Phelps

Während der TV Diskussionsrunde „The View“

im Amerikanischen Fernsehen, des Senders

abc, konterte Whoopie Goldberg eine Mutmaßung

über Cannabiskonsum und dessen Folgen,

mit ihrem Outing selbst Marihuana konsumiert

zu haben.

Moderatorin Elisabeth Hasselbeck hinterfragte

Michael Phelps’ Verhalten und äußerte

sich über die Möglichkeit, dass ein Sportler, der

high machende Substanzen zu sich nehme,

auch die Möglichkeit in Betracht ziehen könnte,

Substanzen zu sich zu nehmen, die seine Leistungen

verbessern würden.

Whoopie Goldberg erklärte daraufhin, dass

sie Verständnis für das Verhalten Phelps’ habe,

da es sich bei dem 22 Jährigen schließlich noch

um einen Jungen handle, der wie andere Menschen

in diesem Alter offen für derartige Verhaltensweisen

sei.

Gefolgt von großem Beifall erklärte die mit

einem Oscar ausgezeichnete Schauspielerin,

dass sie selber schon „Pot“ geraucht habe, und

dass das Problem eher in der fehlenden Achtung

von Privatsphäre liege. Phelps als hochbezahltes,

gescheitertes Vorbild zu deklassieren

sei kein realistischer Ansatz, da er schließlich

nicht für seine Leistungen als Schwimmer, sondern

für seine Werbeauftritte bezahlt werden

würde.

Glücklicherweise sind die allgemeinen Reaktionen

gegenüber dem als „Superman“ betitelten

Schwimmer eher positiv gesinnt und ebenso

scheint sich die aktuelle Behandlung des Themas

in den Medien zu verhalten. Jetzt müssten

sich nur noch die anderen trauen aus dem Nähkästchen

zu plaudern.

Neues synthetisches

Cannabinoid getestet

Ein neuer Cannabinoidrezeptoragonist

(CRA13), der vom pharmazeutischen Unternehmen

Novartis entwickelt worden war, wurde

nun hinsichtlich Sicherheit, Verträglichkeit und

Pharmakokinetik in einer klinischen Phase-

I-Studie an 69 gesunden Personen getestet.

CRA13 bindet wie THC sowohl an den CB1- als

auch an den CB2-Rezeptor.

63 Teilnehmer wurden in sieben Gruppen zu

neun Personen aufgeteilt, die jeweils eine einzige

Dosis von ansteigenden Dosen des Cannabinoids

(1 bis 80 mg) oder ein Plazebo oral

morgens in nüchternem Zustand und ohne anschließendes

Frühstück erhielten.

Um die Wirkungen von Nahrung zu untersuchen,

erhielten 6 weitere Teilnehmer 40 mg

CRA13 in nüchternem Zustand und zwei Wochen

später erneut nach einem fettreichen und

hochkalorischen Frühstück. Die Nebenwirkungen

von CRA13 waren ähnlich wie nach der

Einnahme von THC oder Cannabis und waren

dosisabhängig. Die maximalen Blutkonzentrationen

wurden etwa zwei Stunden nach der

Einnahme beobachtet, ebenfalls ähnlich wie

die Ergebnisse von Studien mit oralem THC.

Die Gabe des Cannabinoids zusammen mit der

Mahlzeit verdoppelte die Bioverfügbarkeit.

Die Autoren stellten fest, dass die Aufnahme

vieler fettlöslicher Substanzen durch die gleichzeitige

Aufnahme von fettreicher Nahrung verbessert

wird, was auf verschiedene Faktoren

zurückgeführt wurde, inklusive einer verbesserten

Löslichkeit der Substanz.

Quelle: IACM, cannabis-med.org

SCHREIE EINES CANNABIS GESUNDHEITSIRRLÄUFERS

(Fortsetzung 3. Tag)

Kurz vor Mittag lasse ich mir vom Stationspersonal

meine Behandlungsakte

aushändigen, weil der begutachtende Chefarzt

und Professor (mit Sicherheit) nicht darüber

informiert ist, dass ich inzwischen Patient

seiner Klinik bin. Zusätzliche ärztliche Informationen

über meinen Zustand könnten u. U.

eine Entscheidungshilfe für ihn sein, wenn es

denn darum geht herauszufinden, ob ich aus

medizinischer Sicht in der kommenden Woche

körperlich und geistig in der Lage sein werde, den mehrstündigen

Gerichtsverhandlungs-Marathon über mich ergehen zu

lassen.

Der Professor ist nett. Er hat wenig Zeit, aber er gibt sich

dennoch freundlich und sehr interessiert. Er schaut etwas verblüfft,

als ich erkläre, dass die begutachtende Untersuchung

auf meinen Antrag hin zustande gekommen ist und auch die

anstehende Gerichtsverhandlung aus einer freiwilligen Selbstanzeige

resultiert. Danach fragt er mein Befinden ab und äußert

die Hoffnung, dass sich meine Symptome nach dem Absetzen

des Interferons bessern könnten. Über die etwaigen

Nebenwirkungen der Kombi-Medikation „Rebetol“ ist er nicht

informiert und muss sie in meinem Beisein erst per PC herausfinden.

„Na, ja“, sagt er, „die müssen ja heutzutage in die

Beipackzettel alles Mögliche reinschreiben, selbst wenn es im

Einzelfall gar nicht zutreffend sein mag...“

Diese seine Einschätzung gibt die tendenzielle Richtung des

Gesprächs vor. Meinen Einwand, dass ich mich erheblich in meiner

Verteidigungsfähigkeit eingeschränkt sehe, wenn ich mich

unter schweren Medikationsnebenwirkungen vor Gericht für

meinen medizinischen Cannabis-Gebrauch verantworten soll,

hebelt er mit der beiläufig eingestreuten Bemerkung aus, wie

schwierig es sei das Verfahren neuerlich zu terminieren und

dass eine solche Verhandlung für den kranken Angeklagten

ja durchaus unter begleitender ärztlicher Aufsicht oder auch

nur zeitlich begrenzt stattfinden könne. Der Professor klopft

beiläufig meinen Rücken ab, hört sich Lunge und Herz an und

bestellt mich schließlich für den nächsten Tag zu einer Lungenfunktionsprüfung

und zu einer Sonografie ein. Überdies wolle

er noch mit meinem Hausarzt über die Angelegenheit sprechen,

bevor er zu einem endgültigen Urteil gelange. Er scheint

(noch) nicht zu wissen, ob ich verhandlungsfähig bin. Oder er

will es mir nicht sagen. Aber er scheint auch das Gericht und

die Staatsanwaltschaft nicht verprellen zu wollen.

Zu meinem Cannabisgebrauch äußert er sich lediglich aus

Sicht des Lungenfacharztes und verweist auf die karzinogenen

Stoffe, die bei einer Verbrennung und Inhalation der Substanz

entstehen können, was ich wiederum mit der Möglichkeit der

oralen Applikation per Kekse kontere. Seinen nachfolgenden

Fortsetzung von Ausgabe 01/09

Hinweis, „...aber jugendliche Gebraucher können Psychosen

entwickeln“ beantworte ich mit dem Argument, dass die meisten

Studien hinsichtlich der tatsächlichen Ursachen für einen

vermuteten Zusammenhang von Cannabis und Psychosen

unvollständig seien. Wieder spüre ich kritische Ablehnung,

erfahre jedoch zu meiner Überraschung aus seinem Munde

auch, dass das Potential der Hanfpflanze wohl enorm – aber

noch völlig unzureichend ausgelotet sei.

Unter ziemlichem Zeitdruck („...meine Frau ist krank, ich

muss die Kinder abholen“) sorgt der Professor für das Ende

des Gesprächs und für einen weiteren Untersuchungstermin

in der prekären Angelegenheit „Axel Junker-Nebenwirkungen

von Interferon - bei Nutzung von Cannabis als Medizin“. Er

entlässt mich schließlich nur unwesentlich schlauer als vor der

Begutachtung, aber die erwarteten Würfelergebnisse sollten

bereits vorgelegen haben.

Als ich die Stufen des Verwaltungsgebäudes hinuntersteige

in den Krankenhaushof bin ich ein wenig durcheinander.

So etwas hat man nicht alle Tage. Mir ist plötzlich, als hörte

ich in der Entfernung ein Kind nach Leibeskräften schreien.

Womöglich ist es jedoch nur das Kind in mir und in Wahrheit

ist es überhaupt nicht so weit entfernt, wie`s mir derzeit noch

scheint.

>>> Letzter Teil in der nächsten Ausgabe


4

news

Augen auf beim Haschischkauf!

Der Coffeeshop Voyager sollte verreisen….nach Nimmerland!

Wer nach Amsterdam fährt, erwartet doch

eher gehobene Qualitätsware in anwesenden

Coffeeshops erwerben zu dürfen als

gewohnte Qualitätsrisiken in Kauf nehmen zu

müssen.

Doch auch im Hash-Mekka Holland kann

man derbe auf die Nase fallen. So sogar uns

Experten während des No-Mercy Weed Cups

widerfahren.

Nahe dem Hauptbahnhof, sammeln sich die

ersten Shops, um auf mögliche Kundschaft

zu hoffen. Ist der Favorit aus unersichtlichen

Gründen geschlossen, greift man zu Alternativen.

Hier ist jedoch große Vorsicht geboten. Das

Hostel/Coffeeshop „Voyager“ an der Geldersekade/

Ecke Oudezijds Kolk, lockt mit einladender

offener Tür und regulären Preisen,

bietet dafür aber das schlechteste Gras der

Stadt an. Ebenso war das im Vorbeigehen

Neue Serie

Wie viel THC gelangt über die Plazenta zum Fetus?

THC gelangt bei Tieren und beim Menschen schnell über die

Plazenta (Mutterkuchen) aus dem Blut einer Schwangeren in

den Blutkreislauf des Embryos bzw. Fetus. Der Verlauf der

THC-Blutkonzentration im Blut des Fetus entspricht dem Verlauf

im mütterlichen Blut. Allerdings waren die Blutkonzentrationen

beim Fetus verglichen mit den Blutkonzentrationen

bei der Mutter bei verschiedenen Tierarten niedriger. Die Abbauprodukte

von THC (vor allem 11-Hydroxy-THC und THC-

Carbonsäure) überwinden die Plazenta wesentlich schlechter

als THC.

Nach oraler Aufnahme (essen, trinken) lagen die THC-Blutkonzentrationen

im Fetus bei etwa einem Zehntel der mütterlichen

Blutkonzentrationen. Demgegenüber betrug die fetale

THC-Blutkonzentration nach der Inhalation (rauchen) etwa ein

Drittel der mütterlichen Konzentration. Es könnte daher sein,

dass die orale Aufnahme im Vergleich mit der Inhalation eine

geringere Wirkung auf den Fetus hat. Studien mit zweieiigen

Zwillingen haben ergeben, dass die Exposition von Feten mit

THC stark variiert und dass die Plazenta dabei eine große Rolle

spielt. Die Plazenta ist bei verschiedenen Müttern bzw. Kindern

unterschiedlich durchlässig für THC.

Wie viel THC gelangt in die Muttermilch?

Nach der Geburt gelangt THC auch in die Brustmilch von

stillenden Müttern. In Untersuchungen mit Affen tauchte 0,2

Prozent des aufgenommenen THC in der Milch auf. Bei einer

erworbene Haschisch von außerordentlich

miserabler Qualität.

Wer also zu gute Laune in Amsterdam bekommt,

kann sie sich im „Voyager“, für bares

Geld, wunderbar verderben lassen. Miese

Mumpe und übel schmeckender Stein, ohne

Wirkung und zu Fixpreisen, garantieren

einen Erinnerungsfetzen mit bitterem Beigeschmack

und ein Abenteuer mit Gesundheitsrisiko

dazu. Und das könnt ihr wörtlich

nehmen.

Also lieber etwas länger laufen, als sich

schlicht und ergreifend verarschen zu lassen.

Ps: Wem der Weg nach Amsterdam für diesen

Spaß zu weit ist, kann sich das Haschisch

auch selber machen. Einfach üblen Standard

in ein Becken mit feuchten Teerückständen

werfen, 24 Stunden ziehen lassen, trocknen,

fertig.

In der Januarausgabe wurde der Frage nachgegangen, wie viel THC den Blutkreislauf nach dem Rauchen oder Essen von Cannabisprodukten

erreicht, wie sich THC im Körper verteilt und wie viel THC dabei das Gehirn erreicht. In dieser Ausgabe der dreiteiligen Artikelserie werden

weitere Fragen behandelt. In der kommenden Ausgabe geht es um die Verstoffwechselung und die Ausscheidung von THC, beispielsweise um

die Frage, wie lange ein Cannabiskonsum im Urin nachweisbar ist.

regelmäßigen Gabe häufte sich THC in der Muttermilch an,

offenbar wegen ihres Fettgehalts. Bei einer Cannabis konsumierenden

Frau wurde eine etwa achtmal so hohe THC-Konzentration

in der Brustmilch wie im Blutplasma nachgewiesen.

Diese Konzentration bewegte sich pro Milliliter Milch im niedrigen

Nanogramm-Bereich (1 Nanogramm ist 1 Millionstel Milligramm).

Wenn man diese Konzentrationswerte auf absolute

Werte umrechnet, so lässt sich daraus folgern, dass ein Baby,

das gestillt wird, täglich THC-Mengen in einer Größenordnung

von 0,01 bis 0,1 mg aufnimmt, wenn ihre Mutter ein bis zwei

Cannabiszigaretten pro Tag konsumiert.

Wie verläuft die THC-Konzentration im Blut?

Hanfdämmung ist

gesünder

Genauso taub wie die Öffentlichkeit beim

Thema Legalisierung von Cannabis ist, war sie

auch jahrelang beim Thema Klimaschutz und

Energieeinsparung. Mittlerweile haben sich diese

beiden Themen aber zu Trends entwickelt.

Im Baubereich haben Dämmstoffhersteller erkannt,

dass sich mit dem Klimaschutz „grünes“

Geld verdienen lässt.

Dabei wird auch gern darüber hinweggesehen,

dass sich ein konventioneller Dämmstoff

auf Erdölbasis leider nur schlecht mit der Klimaschutzidee

verträgt. Die wirklichen ökologischen

Dämmstoffe – und zwar sowohl in der Dämmwirkung

wie auch im Rohstoff, werden noch viel

zu selten genutzt. Besonders beispielhaft, weil

technisch mittlerweile recht weit entwickelt, ist

die Dämmung aus Hanf.

Hanfdämmung kann insbesondere im Bereich

der Dämmung von Dachsparren und bei Trennwänden

eingesetzt werden und ist auch für den

Gelegenheitshandwerker sehr einfach zu verarbeiten.

Das liegt zum einen daran, dass Hanfdämmung

im Gegensatz zu Mineralwolle nicht

kratzt. Zum anderen lässt sich Hanf mit einem

Was geschieht mit THC im Körper? (2)

Vor allem wenn es um Blutproben im Zusammenhang mit

der Fahruntüchtigkeit geht, interessiert die Bedeutung einer

bestimmten THC-Konzentration im Blut für die Cannabiswirkung.

Werden 5 mg THC direkt in eine Vene injiziert, so findet sich

nach zwei Minuten eine Konzentration von THC im Blutplasma

von etwa 400 ng/ml (Nanogramm pro Millimeter). Diese

Konzentration fällt innerhalb von 90 Minuten auf etwa 20 bis

25 ng/ml ab.

Wird THC geraucht oder mit einem Verdampfer (Vaporizer)

inhaliert, so ähnelt der Verlauf der THC-Konzentration im Blutplasma

der nach intravenöser Injektion ins Blut. So führte in

einer Studie mit mehreren Cannabiskonsumenten das Rauchen

einer Cannabiszigarette, die etwa 16 mg THC enthielt, inner-

#92 +7

Dämmstoffmesser recht einfach schneiden. Mit

Wärmeleitgruppe 040 bietet Hanfdämmung

einen sehr ordentlichen, wenn auch im Vergleich

zu konventionellen Dämmstoffen leicht

schlechteren Wärmedämmwert. Im Bereich des

sommerlichen Hitzeschutzes ist Hanf der Mineralwolle

dagegen überlegen. Hanfdämmung

nimmt sommerliche Hitze langsamer auf und

sorgt so über die Phasenverschiebung dafür,

dass sich der Wohnraum im Sommer weniger

stark erhitzt. Die Diffusionseigenschaften des

Materials wirken sich positiv auf das Wohnklima

aus, indem der Feuchtigkeitsgehalt der Raumlauft

angenehm reguliert wird. In Sachen Nachhaltigkeit

ist der Sieger im Vergleich von Hanfdämmung

und Mineralwolle schnell gefunden:

Hanfdämmung ist biologisch abbaubar, Mineralwolle

ist Sondermüll.

Der Bezug von Hanfdämmung ist in gut sortierten

Fachhandlungen und auch über das

Internet möglich. bausep.de ist dabei einer der

Anbieter von Hanfdämmung im Netz. Sinnvoll

ergänzt werden kann eine Hanfdämmung durch

andere ökologische Baustoffe wie Lehmbauplatten

und Lehmputz.

Dr. med. Franjo Grotenhermen

Mitarbeiter des nova Institutes in Hürth bei Köln und Vorsitzender

der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

(ACM).

halb weniger Minuten zu einer maximalen THC-Konzentration

im Blutplasma von etwa 80 ng/ml. Die Schwankungsbreite lag

bei den verschiedenen Teilnehmern an der Untersuchung zwischen

50 und 130 ng/ml. Enthielt die Zigarette 34 mg THC, so

lag die maximale THC-Konzentration im Blutplasma bei etwa

160 ng/ml. Innerhalb von drei bis vier Stunden fällt diese Konzentration

auf wenige Nanogramm pro Millimeter ab.

Bei oraler Einnahme zeigt die THC-Konzentration im Blut einen

flachen Verlauf mit maximalen Konzentrationen von etwa

5 bis 10 ng/ml im Blutplasma nach der Einnahme von 20 mg

THC. Diese maximalen Konzentrationen werden nach durchschnittlich

ein bis zwei Stunden erreicht. Insbesondere nach der

oralen Einnahme variiert der Verlauf der THC-Blutkonzentration

bei verschiedenen Personen und auch bei der gleichen Person

jedoch stark. Dies betrifft sowohl die Höhe der Konzentrationen

als auch ihren Verlauf. Nicht selten wird die maximale

Konzentration erst nach drei oder vier Stunden erreicht.

Bei Gelegenheitskonsumenten lässt sich nur selten nach mehr

als 12 oder 24 Stunden noch THC im Blut nachweisen, bei gewohnheitsmäßigen

Konsumenten ist ein Nachweis nach mehr

als 24 Stunden oder auch nach 48 Stunden häufig. Da man nach

dem Straßenverkehrsgesetz mit THC im Blut als fahruntüchtig

gilt, kann es sein, dass ein regelmäßiger Konsument auch mehr

als zwei Tage nach dem letzten Konsum nach dem Gesetz fahruntüchtig

ist, was pharmakologisch allerdings Unsinn ist.

>>> Fortsetzung in der nächsten Ausgabe


#92 +7 5

guerilla growing

Unser neuer Growreporter Waldmeista war in Holland und hat Henk Paschulke beim Aufbau seines neuen Growraums

zugeschaut. Henk musste nämlich unerwartet umziehen und hat so ein wenig Zeit verloren, die er durch

einen “Schnelldurchgang” wieder kompensieren möchte.

Planungsphase

Henk geht es wie vielen unserer Leser. Er kifft gerne und

ist chronisch pleite ;-). Er ist bereit, ein wenig Arbeit und viel

Liebe zu investieren, um endlich ein klitzekleines Stück freier

und unabhängiger zu sein. In Zeiten der Prohibition und Wirtschaftskrise

bleibt ihm da nur ein Mittel: Er macht‘s sich selber,

baut einfach ´ne kleine Homebox und lässt es wieder mal bei

sich wachsen!

Gute Samen kann man sich am besten wie Henk in den Niederlanden

besorgen oder noch günstiger und einfacher online

bei Anbietern aus Spanien bestellen. Es sei denn, man lebt in

Deutschland. Dort ist der Verkauf und Erwerb dieser Pflanzensamen

illegal. Unser Freund hat sich dieses Mal für Sensi

Skunk x Original Highway Delight, Mango, Papaya, Shiva entschieden.

Zuerst einmal kommt jedoch der anstrengende wenn auch

sehr interessante Teil: Die Beschaffung der „Hardware“. Da

die Growbox erstmals in Henks Schlafzimmer stehen wird,

hat er den Aufwand nicht gescheut, die Box aus Holz zu bauen,

da sonst der Lärmpegel der Ventilatoren nicht zu ertragen

wäre – der Kaskopp pennt halt gerne. Also ab zu Ikea.nl und

zwei PAX Korpusschränke in weiß gekauft. Neben den nackten

Korpusteilen benötig er zwei Türen, sonst nichts (komplett

€118). Aus zwei solchen Schränken kann man nämlich eine

tolle Growbox mit den Innenmaßen 116cm x 96cm x 191cm

(L x B x H) bauen, also im Grunde so eine Art begehbaren

Wandschrank für Botaniker. Desweiteren benötigt Henk einen

Rohrventilator von Prima Klima mit 360m3/Sunde (dimmbar

auf 220m3/h) und einen Aktivkohlefilter mit 320m3 ( ab € 145

im Set). Dazu eine Grow Lux 400 Watt Hochdrucklampe für

Verbindung der beiden Schränke, innen.

die Blütephase von Sylvania mit Vorschaltgerät und mattem

Reflektor (ca. €65 in den Niederlanden). Vorsichtshalber kauft

er gleich noch eine zweite dazu, um einem eventuellen Ausfall

der ersten entgegenzuwirken. Sicher ist sicher. Für die vegetative

Phase sollen zwei Philips TL-D Reflex Röhren (865er) mit

jeweils 36 Watt genügen, die für die Blütephase dann gegen die

Natriumdampflampe getauscht werden. Für beide Phasen benötigt

Henk eine Zeitschaltuhr, die auf 18 Stunden Licht und 6

Stunden Dunkelheit in der vegetativen Phase und eine für die

12/12 Licht/Dunkelheit in der Blüte eingestellt wird. Kostet ungefähr

12 €. Hierbei sollte unbedingt auf eine Spezialschaltuhr

aus dem Growshop zurückgegriffen werden, da die normalen

„Baumarktmodelle“ meist die hohe Startlast der Hochdruckdampflampen

auf Dauer nicht aushalten. Die 3500 Watt, die bei

den billigen Zeitschaltuhren als Maximallast angegeben werden,

haben nichts mit der Belastung beim Starten zu tun und

verwirren die meisten Neueinsteiger ein wenig.

Im Fall unseres niederländischen Freundes soll die Vorwuchsphase

unter den CFL-Röhren kurz gehalten werden (maximal

drei Wochen, aus Samen gezogen), um die Pflanzen nicht allzu

hoch werden zu lassen und die Ernte somit früher genießen zu

können. Ein ganz normaler Ventilator, den man im Sommer)

in so ziemlich jedem Heimwerkermarkt oder Kaufhaus erhält,

ist für die vegetative wie auch die Blütephase unentbehrlich.

Dieser sorgt für ständige Luftzirkulation, beugt so Schädlingen

(und Schimmelbildung) vor und lässt die Stämme seiner Babies

dicker und stabiler werden.

Ein digitales Hygro- und Thermometer zur Messung von

Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist zwingend erforderlich,

diese gibt es bei bereits ab € 10. Eine Anzeige der Maximalwerte

der letzten zwölf Stunden ist empfehlenswert, um eventuell

Probleme bei zu hoher Temperatur oder Luftfeuchtigkeit zu erkennen.

Natürlich sind ein PH- und EC-Messgerät ebenso eine

gute Sache, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen und

Mangelerscheinungen der Pflanzen vorzubeugen, doch wird

Henk bei diesem Grow aus Kosten- und Einfachheitsgründen

darauf verzichten.

Außen, mit Styropor verstärkt

Schrauben, Winkel und Klebeband

Da man selbst im Coffeeshop

(siehe Seite vier:

„Coffeeshop Voyager)

nie wirklich weiß, mit

welchen Pestiziden, chemischen

Düngern oder

gar Streckmitteln gearbeitet

wird, hat Henk

sich entschlossen, ausschließlich

Bio-Dünger

zu verwenden, um ein

Text: Waldmeista

oder Growing@Hartz IV, Teil 1

Abluftanlage

biologisch organisches Produkt zu gewährleisten. Zum einen

kommt es seiner Gesundheit und zum anderen auch dem Geschmack

der Kräuter zugute. Er verwendet Bio Sevia Grow für

die vegetative Phase und Bio Sevia Bloom für die Blütephase.

Wenn man auf die Dosierung achtet und der Anleitung folgt,

kann gar nichts schief gehen.

Jiffy Torfquelltöpfe sind perfekt für die Keimung der Samen

und die ersten Tage danach. Eine gute Anzuchterde, ungedüngt

und mit Perlite, ist für eine gute Entwicklung der Wurzeln

ebenso wichtig. Wie man einfache Blumenerde rein biologisch

mit Nährstoffen aufpeppen kann, hat unsere Bio-Fee M.A. im

Hanfjournal 10/08 (http://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/

2008/10oktober/s06_1008_outside-in.php) beschrieben.

Wem das zu viel Aufwand ist, der sollte entweder auf vorgedüngte

Growshoperde zurückgreifen oder eine gute, also

auch teure Baumarkerde (Compo Sana) mit 20 Prozent Regenwurmdung

vermengen. Desweiteren stehen auf Henks Einkaufsliste

20 x 0,5l Töpfchen für die Anfangszeit (damit auch

alle Pflanzen in der Vegiphase unter die CFL-Röhren passen),

mehrere Schalen aus Plastik zum Unterstellen der Pflänzchen

und ein Dutzend schwarze, eckige sechs Liter Töpfe für den

späteren Wachstumsverlauf. Eine Sprühflasche zum gelegentlichen

Besprühen der Blätter ist genauso sinnvoll wie ein 20 Liter

großer Behälter zum Anmischen der Nährlösung. Auch eine

Packung Bambusstöcke legt Henk noch in den Korb, falls seine

Pflänzchen später gestützt

>>> Fortsetzung Auf Seite 6


6

guerilla growing

>>> Fortsetzung „Growreport einer anderen Art“

werden müssen. Reiner Alkohol und ein Desinfektions- oder antibakterielles

Putzmittel sind ein Muss für die Growoperation, denn Schmutz und unzureichende

Hygiene bergen die Gefahr von Schädlingen und die kann sich Henk

in seiner Box nun wirklich nicht leisten. Zuletzt werden noch Messbecher zum

Dosieren des Düngers und des Giesswassers eingepackt. Unser Hobbygärtner

plant insgesamt €400 – 450 für alles ein, die Samen nicht mit gerechnet.

Aufbau der Growbox

Jetzt geht’s an den eigentlichen Bau der Growbox. Als mehr als nur empfehlenswert

hat sich eine Menge Duct (Gaffa)Tape herausgestellt, ebenso ist

ein gewisses Repertoire an Werkzeug aus seinem heimischen Werkzeugkasten

von immenser Wichtigkeit. Hammer, Bohrmaschine, Säge, Schrauben, Nägel

und Winkel aus Metall sowie Styropor und/oder Schaumstoff zur weiteren

Schallisolierung der Lüftungsanlage sind hierbei sehr nützliche Tools und

Ausrüstungsgegenstände.

Nun hat Henk also diese beiden großen Schränke von dem besagten schwedischen

Möbelhaus gemäß der Anleitung zusammengeschraubt. Bei einem

dieser Schränke baut er die dünne Rückwand aber nicht ein, sondern lässt diese

Seite frei (aber schön vorsichtig beim Aufstellen!). Beide Schränke werden

hintereinander gestellt, in dem hinteren Schrank setzt Henk neben der dünnen

Rückwand eine weitere Lage Styropor ein . Darüber setzt er die Rückwand des

anderen Schrankes, um diese Seite ein wenig schalldichter zu machen. Beide

Schränke sind hintereinander so aufgebaut, dass sie wie ein einziger großer,

fast quadratischer Schrank aussehen.

Unser Freund verbindet beide Teile innen mit mehreren Metallplatten und

viel Duct Tape, damit alle Schlitze zwischen den Schränken dicht sind. Löcher

für Haken und Schrauben sind auf beiden Seiten der Schränke zur Genüge

vorhanden und die Position der Entlüftungsanlage sowie von Lampe und Reflektor

können je nach Wunsch angebracht werden. Für die Zuluft hat unser

Kleinstgärtner ganz unten hinten in einer Ecke ein Loch gesägt, vor das er den

Umluftventilator platziert, um ununterbrochen für frische Zuluft zu sorgen.

Diese etwas rudimentäre Zuluft reicht bei nur einer Lampe vollkommen aus.

Für die Abluftanlage sägt Henk ein rundes Loch in die obere, hintere Ecke der

Box. Dieses Loch hat den gleichen Durchmesser wie der Rohrlüfter (125mm)

und die fexiblenen Abluftrohre. Für ganz eifrige Heimwerker sind ein paar

weitere kleine Löcher für Kabel nützlich, die alle sicher aus dem Schrank führen,

wo sich Steckdosen und Vorschaltgerät befinden. Die externe Montage

des Vorschaltgeräts dient zum einen der Sicherheit und lässt als nützlichen

Nebeneffekt abgegeben Hitze gar nicht erst in die Box. An all diesen in die

Rückwand gesägten Löchern ist der großzügige Einsatz von Duct Tape notwendig,

um weder Licht noch Gerüche in oder aus der Box kommen zu lassen.

Ebenso sollten noch so kleine Ritzen an der Vorderseite des Schrankes mit viel

Duct Tape verschlossen werden. Besonders in der Blüte darf keinerlei Licht

während der Dunkelphase an die Pflanzen kommen. Zur eigenen Sicherheit

sollte ebenso kein Licht durch den Schrank nach außen dringen, um die Grow-

Op so undercover wie möglich zu halten. Denn auch in Holland ist der Anbau

von bis zu fünf Pflanzen pro Person nur toleriert, nicht aber legal. Auf dem

Boden empfiehlt unser Dauergrower das Auslegen einer wasserdichten Folie

(5€/m²) zur leichteren Reinigung der Bodenfläche und als Untersatz für austretendes

Wasser aus den Töpfen nach dem Wässern.

Teil 2 in der nächsten Ausgabe…

Henks Schrank ist nun fertig, die Ausrüstung ist komplett und

wartet nur darauf genutzt zu werden.

Zur besseren Übersicht haben wir die gesamte Hardware noch

einmal kurz zusammengefasst:

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2 x 120cm Philips TL-D Reflex CFL-Röhren (36Watt/865er für Vegi)

Jiffy Torfquelltöpfe

Compo Sana Anzuchterde mit Perlite

Viel Blumenerde

Bio Sevia grow + bloom Biodünger

Zuschläge für ungedüngte Erde (siehe Hanf Journal 10/08)

Plastikgewächshaus (Deckel nicht nötig bei Samenaufzucht) für Jiffys

Umluftventilator

400Watt HPS Lampe (Blüte) Sylvania GroLux + Vorschaltgerät

Reflektor, matt

Prima Klima Rohrventilator (360m3/Std, dimmbar)

Prima Klima Kohlenstoffilter (320m3/Std)

ca. 2 Meter flexibles Abzugsrohr

2 Ikea Pax Korpusschränke weiß mit 2m Höhe mit 2 Türen (zusammengebaut:

Anbaufläche 96cm x 116xm)

Mehrere Rollen Duct Tape Klebeband (extra stark)

Schrauben und Haken für die Monturen

Metallketten zum Aufhängen der Abluftanlage und der Beleuchtung

Säge für Zuluftloch und Abzugsloch

2cm dicke Styroporplatten zur Verstärkung der Rückwand des Growschranks

Winkel zur Verstärkung der Schränke

Weiße wasserdichte Folie für den Boden

Digitales Hygrometer/Thermometer mit min/max Anzeige der letzten 12 Stunden

Zeitschaltuhr(en)

20 x 0,5 l Töpfe, rund

12 x 6,2 l schwarze Töpfe, eckig (+ein paar Töpfe extra)

19l Behälter zum Anmischen des Giesswassers + Dünger

Sprühflasche

Messbecher

Regenwasser (dazu mehr in Teil Zwei)

Bambusstäbe

Reiner Alkohol/antibakterielles Putzmittel zum Desinfizieren

Dieser Bericht soll in keinster Weise zum Nachahmen

aufrufen, da der Hanfanbau in Deutschland

auch in solch kleinem Rahmen illegal ist.

#92 +7


#92 +7 7

wirtschaft

Profimessgerät EC-Pro-Meter von Grow In

Immer die richtige Dosis

Nicht nur für Indoor-Profis ist der genaue Leitfähigkeitswert des Gießwassers/der Nährlösung

von von elementarer Bedeutung. Dieser Wert, Wert, von Indoor-Liebhabern kurz EC-Wert genannt,

gibt Auskunft über die Nährstoffkonzentration im Wasser.

Vereinfacht gesagt: Ein EC-Messgerät

zeigt an, wie viel Dünger

in der Nährlösung ist. Das wiederum

ist eine der wichtigsten Grundlagen

für eine gesunde Entwicklung der

Pflanzen und somit eine ertragreiche

Ernte.

Das EC-Pro-Meter kann sowohl

mobil als auch im Dauerbetrieb eingesetzt werden und verfügt

über alle gängigen Maßeinheiten (mS/cm, µS/cm, Salzgehalt in

g/Kg, TDS in mg/Liter sowie die Temperaturanzeige in °C oder

°F), die man einfach per Knopfdruck auswählen kann.

Das Profigerät misst punktgenau (+/- 0,5 % !!) in einem Bereich

von 0,0 bis100,0 mS/cm, der Messbereich deckt also das

volle „Indoor-Blumen-Spektrum“ ab.

Der Vaporizer Markt wird immer größer und somit auch

unübersichtlicher, nicht wenige Trittbrettfahrer versuchen

aufgrund des Siegeszuges der Verdampfungstechnik,

minderwertige oder nicht funktionierende Geräte auf den

Markt zu bringen. Das wichtigste Teil bei der Produktion eines

guten Vaporizers ist das Heizelement, wird bei diesem gespart,

so kann das Gerät die notwendige Temperatur nicht halten, sobald

am Inhalat gezogen wird. Es wird entweder zu kalt, so

dass kein Dampf mehr entsteht, oder schlimmer, zu heiß, so

dass die Kräuter verbrennen.

Beim neuen Extreme-Vaporizer von Arize aus Kanada kann

all das nicht passieren. Der Ballonvaporizer ist mit einem Keramikheizelement

mit digitaler Temperaturkontrolle ausgestattet,

das die gewünschte Temperatur genau hält. Inhaliert wird

mit Hilfe des mitgelieferten Ballonsystems, das einfach auf den

Glaskopf aufgesteckt wird. Der Extreme Vaporizer verfügt über

drei Ventilationsstufen, mit denen die Füllgeschwindigkeit des

Ballons gewählt werden kann, wobei die ersten beiden Stufen

wirklichen „Anfängern“ oder der Bekämpfung von Erkältungskrankheiten

vorbehalten sind, Stufe drei ist dann schon

eher etwas für „Kräuterexperten“.

Unser Test des Extreme Vaporizers verlief sehr zufriedenstellend.

Das Gerät war nach knapp drei Minuten einsatzbereit

und dampfte genau wie erwartet, schön vor sich hin, bis der

Außerdem verfügt es über eine Speicherfunktion

für alle Minimal- und Maximalwerte,

was besonders bei der stationären

Installation für Übersicht in Sachen

Stabilität und Verbrauch der Nährstoffe sorgt sorgt

sowie über eine Hold-Funktion, die es erlaubt,

aktuelle Werte zu speichern.

Kurzum: Das EC-Pro-Meter ist ein High-End-Gerät

High-End-Gerät

mit allen Extras, das selbst bei höchsten Ansprüchen keine

Wünsche offen lässt.

Das gute Stück gibt es für 168,80 € im Ladengeschäft

der Grow In AG in der Kaiserin-Augusta-Allee 29 in

10553 Berlin oder einfach unter unter www.grow-in-berlin.de.

Händleranfragen Händleranfragen sind sind ausdrücklich ausdrücklich erwünscht und und werden

vom Verkaufsteam in in der der Flottenstr. 24c in in 13407 Berlin

schnellst möglich beantwortet.

Verdampftnochmal -

Rauchst du noch oder

verdampfst Du schon?

Vaporizer sind nicht zu Unrecht die wohl zur Zeit angesagtesten Geräte. Zum einen

aufgrund ihres medizinischen Nutzens und zum Anderen, weil es viel Menschen unter

Zuhilfenahme dieser Technik geschafft haben, mit dem Rauchen ganz aufzuhören oder

es zumindest erheblich zu reduzieren.

Ballon prall gefüllt war. Die Füllung dauert

selbst bei voller Power über eine Minute,

allerdings ist der mitgelieferte Ballon

für eine Einzelperson auch relativ groß.

Für „Normalverbraucher“ reicht anfangs

durchaus ein halb gefüllter Ballon. Das

Gerät verfügt außerdem über einen Shisha

Modus, bei dem der Kräuterdampf einfach

durch den Schlauch eingeatmet wird, ohne

das Gebläse zu betätigen.

Der Geschmack ist extrem lecker und die

Wirkung ist sehr effektiv. Man kann vom

feinen Dampf bei circa 180 Grad bis hin

zum dichten Nebel bei knapp über 200 Grad alle gewünschten

Aggregatzustände des Inhalats erreichen. Genau das ist

das wichtigste Qualitätsmerkmal eines guten Vaporizers mit

genauer Temperaturkontrolle.

Auch bei der zweiten und dritten Füllung des Ballons arbeitete

das Heizelement Grad genau und heizte nur dann nach,

wenn es zur Temperaturerhaltung notwendig war. Der Extreme

Vaporizer ist in fünf-Grad Schritten, Fahrenheit oder Celsius,

regelbar, verfügt über eine Timer Funktion und wird mit Fernbedienung

geliefert. Die Basic-Version bietet sogar eine Menge

Extra-Zubehör (Ersatzschläuche, zwei Kräuterkammern, Er-

satzballon und Mundstücke sowie ein EU und ein US- Streckersystem)

und kostet schlappe 259 €.

In dieser Preiskategorie kennen wir kein Gerät, das im Preis-

Leistungsverhältnis mithalten kann.

Für Menschen, die lieber selber ziehen als blasen zu lassen,

gibt es den Exterme Vaporizer auch noch als V-Tower Ausführung

für nur 169 € ohne Gebläse. Als Gimmick sind beide

Geräte noch als Potpourri einsetzbar und werden inklusive

einem entsprechenden Aufsatz sowie ein paar Blumenblüten

geliefert.

Alle Infos, Händlerlinks und Anleitungen gibt

es unter: www.verdampftnochmal.de


8

cooltour

Wunder

Cannahuana the Moweed

plant time productions

Von einem Künstlerkollektiv aus Jamaika, Deutschland

und der Schweiz produziert, hat man mit dieser DVD

die äusserst beruhigende Gelegenheit, in zwei sehr interessante

Welten einzutauchen: in die des Makrokosmos

und die der Pflanzenzeit.

Mit Hilfe von Zeitraffer-Trickfilmtechnik wird dem Zuschauer ein

Einblick in die Dimension der Pflanzen ermöglicht - eine Stunde wird

so zu einer Sekunde. Mit zwei Musikspuren unterlegt, bietet der erste

Kanal eine eigens für den Film produzierte Ambientmusik und auf

dem zweiten Kanal gibt es ein Reggae-DJ-Set aus den letzten 50 Jahren

jamaikanischer Musikgeschichte. Neben Bonusmaterial und Interviews

kann man sich in den 89 Minuten wunderbar fallen lassen,

gerade nach einer Party lädt die DVD zum perfekten Chill Out ein.

Da meine Lavalampe schon seit einigen Jahren defekt ist und der

Space-Projektor auch immer seltener Verwendung findet, kommt

„Cannahuana - the Moweed“ zum goldrichtigen Zeitpunkt. In unserer

Redaktion wird noch gerätselt, ob die Pflanzen tanzen oder Liebe machen

- wahrscheinlich beides. Der Film begeistert durch den Einsatz

neuster Makroskoptechnik mit bisher nie gesehenen Detailaufnahmen

in hoher Bildqualität und wird so zu einem bewusstseinserweiternden

Naturerlebnis. Also Hörnchen an und schon geht’s los.

www.cannahuana.com

#92 +7

LSD

Der Stein der Weisen

100 Jahre Albert Hofmann

LightRiders – Multi Art Group

Das Doppel-DVD-Set „Der Stein

Der Weisen“ ist eine fünfstündige

und dementsprechend sehr informationsreiche

Eventdokumentation des

Symposiums „LSD - Sorgenkind und

Wunderdroge“ zu Ehren des 100. Geburtstags

Dr. Albert Hofmanns 2006.

Im Vordergrund der Zusammenstellung

steht die sakrale Wirkung des

psychoaktiven Agenten LSD und

ebenso die seiner ethnobotanischen

Urahnen.

Ausschnitte aus Vorträgen über den chemisch molekularen

Aufbau, geschichtliche Fakten, verschiedene gesellschaftliche

und (drogen-) politische Ansichten, psychologische Phänomenen,

bis hin zu mystischen Erfahrungsspektren lassen den

Zuschauer neue Einsichten erfahren und den Gedanken offen,

ob das LSD oder doch sein Entdecker selbst, Dr. Albert Hofmann,

das Wunderkind ist. Als Ehrengast beglückte uns zu

diesem Symposium Dr. Albert Hofmann mit Erzählungen von

seiner Entdeckung 1943, bis hin zu seiner persönlichen philosophischen

Weltanschauung. Aber auch zahlreiche andere

führende Köpfe der psychedelischen Forschungsgemeinschaft

erläutern und diskutieren das Thema LSD genau so vielschichtig,

wie auch seine Wirkung an sich ist. Umrahmt wird

die Dokumentation durch Konzertmitschnitte mit Visuals der

LightRiders, u.a. der Welt-Uraufführung der „Vertonung des

LSD-Moleküls“ (Quantenmusik) und diversen Live-Auftritten.

Zusätzliche Highlights sind die Interviews der Künstler Thomas

D und Wolfgang Maria Ohlhäuser.

Die Vision einer gesunden, sich spirituell weiter entwickelnden

globalen Gemeinschaft erfordert, wie vielen von uns wohl

bewusst, die (Auf-)Klärung vieler verzerrter, unterdrückter

und nicht selten ganz bewusst „ausgelöschter“ Fakten, über die

historische Vergangenheit dieses mysteriösen Wirkstoffs, und

die Bereinigung des dadurch entstandenen Mythos, um dem

Wunderkind LSD in der planetaren Dorf-Gemeinschaft endlich

den Platz einzuräumen, der ihm gebührt.

Bestellungen via:

lightriders.de (DVD Onlineshop anklicken)

Weitere Infos unter:

eve-rave.net, lsd.info, akasha-project.de,

starsounds.de, planetware.de, mani-neumeier.de


#92 +7 9

cooltour

Rolys Silberscheiben des Monats Februar

Marcus Intalex presents DAT:Music Pt.II

(soul:r)

Wer nicht aus London oder Bristol

war, schien lange Zeit verdammt dazu,

nur peripher wahrgenommen zu werden.

Doch die Raveinitiation im Pantheon

des Acid House, dem Manchester

Club Hacienda im Hinterkopf und

Chicago und Detroit umarmend, setzte

sich Marcus Intalex auf den Dancefloors

fest und brachte wieder etwas ins Spiel, das lange Zeit

vernachlässigt wurde: House. Nach der Mix-CD „Soul:ution“

2003 ist die Zeit nun reif für den zweiten Part einer weiteren Labelschau,

die nicht mit Inhalten geizt. Der Kopf des Soul:R Labelverbundes

hat sich zahlreiche qualitativ hochwertige Tracks

von bekannten und aufkommenden Acts gesichert und auf der

Doppel-CD „DAT:Music 2“ veröffentlicht. Der musikalische

Fokus liegt auf reduziertem Drum’n’Bass. Mit der Liebe zum

Detail entfalten sich diese 22 ernsthaften, eher hintergründigen

Tracks auf ihre ganz eigene Weise. Ohne sich in sphärischem

Flächen hängen zu lassen oder sich mit Funk und Soulreferenzen

um den Verstand zu samplen, wird hier alles richtig

gemacht: fein durchdeklinierte Soundästhetik, pulsierender

Bass und minimale Struktur. Meine Lieblingstracks kommen

von Naibu, Lynx vs. Hellrazor, Lomax, Instra:Mental, Zero T &

Mosus, S.P.Y. & Mosus, Calibre, Chris Coda, Commix, Martyn

und S.T. Files. Ohne Soul:R wäre Drum’n’Bass um einige Perlen

ärmer. Das hier ist kein Hitfeuerwerk mit Melodien für Millionen,

sondern subtile Deepness und ein sehr erfrischender,

kristallklarer Sound mit Atmosphäre vom Feinsten.

www.myspace.com/intalex

www.soulr.com

www.grooveattack.com

DePhazz & The Radio BigBand Frankfurt: Big (phazzadelic)

„DePhazz“ leitet sich ab von destination

phuture jazz, und das beschreibt

ziemlich genau die Idee, die hinter

dem 1997 gegründeten Bandprojekt

steht. Spätestens seit dem letztjährigen

Longplayer „Days Of Twang“ wird

DePhazz weltweit als beständig feste

Größe wahrgenommen. Nun hat sich

Pit Baumgartner mit der HR-Bigband

die Hilfe eines der versiertesten Klangkörper der Republik gesichert.

Mit scharfen Bläsersätzen und angeschrägten Arrangements

bringt sie frischen Wind in die gemütliche DePhazz-

Stube. Statt einer schnöden „Greatest Hits“-Kopplung wurden

hier zwölf Gassenhauer in selbstironischen Neuinterpretationen

gegen Strich gebürstet, dass man sich überrascht die

Augen reibt. „Getrieben von der Originalität ist dieses Album

eher ein Innehalten und Zurückblicken“ lässt Pit verlauten,

„...wobei die BigBand-Arrangements unsere Musik sicherlich

adeln.“ Mehr als andere DePhazz-Produktionen wird „Big“

geprägt von den langjährigen Vokalisten Pat Appleton und

Karl Frierson, wieder begleitet von Gründungsmitgleid Otto

Engelhardt an der Posaune. Pit Baumgartner verzichtet bei

„Big“ weitgehend auf elektronische Kollagen, sondern folgt

dem analogen Klangspektrum und den Arrangements der Radio

BigBand unter Leitung von Jörg Achim Keller. Trotz wohlbekannter

Latin- und Soulgrooves entwickeln so alle Songs ein

sehr stylishes Eigenleben. Und die langlebigen Dickhäuter mit

entsprechendem Stehvermögen auf dem Cover-Artwork sind

sicher nicht zufällig gewählt. Große Tiere werfen lange Schatten.

Eine Top-Vergangenheitsbewältigung.

www.myspace.com/dephazz

www.dephazz.com

www.phazzadelic.com

Madlib: Beat Konducta Vol. 5 & 6

(stones throw)

1974 in Oxnard 40 Kilometer nördlich

von Los Angeles geboren, wird

ihm seine Leidenschaft zur Musik

schon mit der Flasche eingeimpft. Sein

Vater, Otis Jackson sr., ist ein bekannter

R‘n‘B- und Soul-Sänger der 60er

und 70er Jahre, seine Mutter, Senesca

Jackson, Songwriterin und Background-Sängerin,

und sein Onkel ist der große Jazz-Trompeter

Jon Faddis, der schon mit Dizzy Gillespie und Charles Mingus

auf der Bühne stand. Der Rest der Geschichte um Madlib

dürfte bekannt sein. Ich habe immer noch sein Instrumental zu

„Shopping Bags“, die erste Single des De La Soul-Albums „The

Grind Date“, in guter Erinnerung. Nach der Kollaboration mit

Talib Kweli auf „Liberation“ und seinem „WLIB AM: King Of

The Wigflip“-Album im Herbst 2008 präsentiert der Loopdigga

nun die Fortsetzung seiner hochgeschätzten „Beat Konducta“-Reihe:

„Vol. 5: Dil Cosby Suite“ und „Vol. 6: Dil Withers

Roland Grieshammer

Suite“. J Dillas Album „Donuts“ ist quasi die Blaupause für

diese Serie, daher ist hier Jay Dees Einfluss deutlich zu hören.

Die relaxte und sehr gelungene Hommage an einen der talentiertesten

und bedeutendsten HipHop-Produzenten vereint 42

ausnahmslos geniale Tracks. Ich erwähne trotzdem mal „Two

For Pay Jay“, „Floating Soul”, „Sacrifice“, „Rebirth Cycle“,

„The Main Inspiration”, „Anthenagin‘“, „The Electric Zone“

und „All Love”. Da versteht man besonders gut Madlib’s Statement:

„I make music from the heart. If you like it, you like it. If

not, that‘s cool.” - Soul pur und Beats galore.

www.myspace.com/madlib

www.stonesthrow.com

Smoke: Routes

(echo beach / indigo)

Seit vier Jahren gibt es diese in Mailand

beheimatete Band, nun erscheint

das zweite Album des italienischen

Quartetts. Die 17 Songs von „Routes“

umgehen geschickt vorbeiplätschernde

Trends ohne die gewisse Frische vermissen

zu lassen. Die Vorliebe zum

One-Drop-Riddim ist dabei nicht zu

überhören. Zusammen mit Europas Top-Soundsystem Pow

Pow Movement aus Köln singen sie bei „Save All The Kids“

eine Hymne über den Schutz der Rechte von Kindern, inspiriert

durch Ishmael Beahs Buch „Erinnerungen eines Kindersoldaten“.

„Ironman Wang“ ist eine Reflektion über die Konsequenzen

des maoistischen Regimes durch die Reise eines

jungen, chinesischen Arbeiters, „To Them“ eine Anklage gegen

das Apartheit-System in Südafrika und „Ken Saro Wiwa“ die

Geschichte eines Mannes, der vom nigerianischen Militärregime

umgebracht wurde, weil er gegen die Umweltzerstörungen

durch die Shell Ölförderung kämpfte. Andere Songs

betonen die Werte, die alle Menschen teilen und sprechen vom

allgemeinen Verlangen nach universeller Harmonie. Neben

den unglaublich couragierten Texten beeindrucken auch die

sauber und dick produzierten Riddims, oft garniert mit feinsten

Bläsersätzen, sowie die äusserst angenehme Stimme des

südafrikanischen Sängers Séan Daniel Martin, die mich etwas

an Horace Andy erinnert. Ein hochwertiges, sehr gesellschaftskritisches

Album mit einer gehörigen Portion Soul.

www.myspace.com/smokepower

www.smokeroutes.com

www.wayouteventi.it

www.echo-beach.de


10

cooltour

Rolys Silberscheiben des Monats Februar

Jimi Tenor & Kabu Kabu: 4th Dimension

(sähkö / puu)

Ausgestattet mit dem bei Finnen

nicht unbedingt selten zu findenden,

aber umso sympathischeren Sprung in

der Schüssel geht er seit Jahren eigene

Wege und hat sich als Komponist,

Musiker und Arrangeur mehrfach

neu erfunden. Als Jimi Tenor sich vor

gut zwei Jahren mit dem westafrikanischen

Trio Kabu Kabu zusammentat, um mit „Joystone“ ein

astreines Afro-Jazz-Album aufzunehmen, war ich schon sehr

begeistert. Auch „4th Dimension“ lebt vom Perkussiven und

seinen scharfen Bläsersätzen. Dazu kommen hier allerdings

noch ausufernde Flötensoli, brachiale Rockgitarren, polyrhythmischer

Pygmäen-Jazz und eine Dosis Souljazz. Während im

Disco-Hit „Global Party“ Bässe der New Yorker DFA-Schule

auf afrikanische Drum-Patterns und Latin-Rhythmen treffen,

gibt „Triple Helix“ eine sehr offene Freejazz-Pause, bevor mit

funkigen „Grind“ und dem schwer instrumentierten „Mogadishu

Ave“ mit verzerrter Gitarre und psychedelischen Synthieeinlagen

wieder ordentlich gegroovt werden darf. Auch

LoFi-Aufnahmen wie „Mega Roots“ verfügen über unwiderstehliche

Rhythmen, und „Me I Say Yes“ besticht mit griffigem

Bassriff und stilechtem E-Orgelsolo. Hier wird Sun Ra’s kosmischer

Sound mit den erdverbundenen Rhythmen eines Fela

Kuti kurz geschlossen. Das Ergebnis ist freier und virtuoser als

Fela und groovender als Sun Ra. Ein äusserst ambitioniertes

Album für Freunde von funkversprühenden Klängen und so

heiss wie die finnische Sauna letzte Woche.

www.myspace.com/myjimitenor

www.jimitenor.com

www.sahkorecordings.de

Harmonic 313:

When Machines Exceed Human Intelligence (warp records)

Seit 1990 zieht Mark Pritchard der

Welt mit seiner ureigenen Version von

UK Bass Music bereits in schöner Regelmäßigkeit

das Trommelfell über die

Ohren. Unter Projektnamen wie Link,

Reload, Global Communication, Jedi

Knights, Troubleman oder Harmonic

33 hat er in den vergangenen 18 Jahren

mit einem immensen Spektrum bahnbrechender Produktionen

maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der Elektro-Szene im

United Kingdom genommen. Vor allem den wegweisenden

Longplayer „7614“, vom Guardian völlig zurecht zum „Album

des Jahrzehnts“ gewählt, und seine Glanzlichter unter dem

Alter Ego Jedi Knights höre ich heute noch regelmässig. Mit

seinem neuesten Solo-Projekt Harmonic 313 ballert Mark hier

einem dermassen abgespaced-deepe Basslines vor den Latz, die

nach 20 Jahren endlich eine Antwort auf Chuck D’s uralte Frage

„Bass! How Low Can You Go?“ liefern. Die 313 im Projektnamen

markiert nicht ohne Grund den Area-Code von Detroit,

allerdings besitzt das Ganze durch Feature-Gäste wie Phat Kat

oder Elzhi (Slum Village) auch noch eine gute Dosis Advanced

HipHop und widmet sich voll und ganz der kompletten Range

des 80er-Jahre-Elektronik-Sounds. Ich werde schwach bei

den Grooves von „Dirtbox“ und „Cyclotron“, „Galag-A“ ist

Warp pur, „Battlestar“ kommt wie Rap from outer space, wäh-

rend „Call To Arms“ anmutig schiebt und es bei „Flaash“ Acid

tropft. dem verspielten „Don’t Panic“, dem befreienden „Falling

Away“ (feat. Steve Spacek) und dem epischen „Quadrant

3“. Superschöne Bassline-Sounds in alter Computer-Romantik

… und mein Herz schlägt für „Köln“.

www.myspace.com/markpritchard

www.harmonic313.com

www.warprecords.com

Scouting for Girls: Scouting For Girls

(four music)

Wer würde nicht für immer Kind bleiben

wollen, um an diesem turbulenten

Lebensabschnitt festzuhalten? Scouting

For Girls aus London sind drei

überzeugte Kindsköpfe, die gleichzeitig

aber mit einer erwachsenen, selbstverständlichen

Souveränität großartige

Indie-Popsongs schreiben. Ihr

selbstbetiteltes Debütalbum hielt sich über 62 Wochen in den

britischen Charts und alle vier ausgekoppelten Singles stiegen

in die britischen Top 10. Hierzulande sind die Jungs noch ein

Geheimtipp, doch mein Herz haben sie mit ihrer charmanten,

herzlichen und einfach wundervollen Musik, die die Komplexität

erwachsener Beziehungen durch leuchtende, unschuldige

Augen betrachtet, schon erobert. Lebhafte, dynamische Piano-

Pop-Tracks lassen die Zeit und die Themen von Kindheit und

Jugend wieder aufleben: Mädchen (wie die verführerische Verabredung

zu einem heimlichen Treffen in „She’s So Lovely“),

verspielter Witz („Elvis Ain’t Dead“ ist die Geschichte eines

frustrierten Verlassenen, der auf die Rückkehr seiner Geliebten

hofft und diese Hoffnung auf die ‚Alles-ist-möglich‘-Einstellung

von Elvis-Lebt-Theorien stützt) und Luftschloss-gleiche

Kindheitsträume („I Wish I Was James Bond“ beschreibt den

festen Glauben von Drummer Pete, eines Tages der neue 007

zu sein). Nach Italien, Spanien, Benelux und mehreren asiatischen

Ländern machen sich Scouting For Girls nun auf, auch

Deutschland zu erobern. Den Auftakt macht am 8. Februar ein

Showcase im Frannz Club in Berlin, und ich freue mich sehr

darauf, zu diesen liebevollen, wunderbar melodiösen Songs

heimlich mit meiner Freundin rumzuknutschen. Schliesslich

sollte man immer den Kontakt zum inneren Kind aufrecht erhalten.

www.myspace.com/scoutingforgirls

www.scoutingforgirls.co.uk

www.fourmusic.com

>> DVD-Digipack:

Camouflage: Live In Dresden (synthetic symphony)

Im Jahre 1983 ging für Heiko Maile,

Oliver Kreyssing und Marcus die

musikalische Erfolgsgeschichte los,

nun erscheint ein besonderer Leckerbissen

für Camouflage-Fans. Meistens

ist diese Art der Retro-Maschinerie ja

etwas bemitleidenswert, doch in diesem

Fall sprechen wir nicht von einem

belanglosen „Greatest Hits“-Event. Während ihrer Tour wurde

am 30.09.2006 in Dresden eine ansprechende Live-Performance

aufgezeichnet, in der „die deutsche Antwort auf Depeche

Mode“ ihre Hits mit ausgewählten Highlights abseits der

#92 +7

Roland Grieshammer

Charts stilvoll ergänzt. Zusätzlich zum fantastischen Fulltime-

Konzert gibt es hier im DVD-Digipack eine Tourdoku, eine

Unplugged-Version von „Something Wrong“, eine komplette

Video-Retrospektive der inzwischen 25jährigen Bandgeschichte

in chronologischer Reihenfolge und eine Live-CD mit den 17

besten Songs des Konzertes aus der Dresdner Reithalle. Darüber

hinaus traut sich hier eine Band, vier Auftritte aus TV-

Shows der 80er noch einmal an die Öffentlichkeit zu bringen.

Ein weiteres Bonbon ist eine knapp einstündige Dokumentation

über die kurze Camouflage-Tour durch Russland, in der die

Bilder für sich sprechen und die sparsam eingesetzten Kommentare

sich auf das Wesentliche beschränken. Camouflage

setzen sich selbst mit dieser retrospektiv-dokumentarischen

Box ein Denkmal. Die Gesamtspielzeit der beiden DVDs beträgt

mehr als vier Stunden, dazu kommen noch knappe 80

Minuten Audio-Material. Wer die Bandgeschichte nicht ganz

verfolgt hat, der kann sich hier informieren und erlebt gleichzeitig

die Entwicklung einer Stilrichtung über 25 Jahre hinweg

mit. Meine Hochachtung, Jungs – Moll ist gut!

www.myspace.com/camouflagemusic

www.camouflage-music.com


#92 +7 #92 +7

Ich sehe eine hübsche junge Frau. Ich ...

0 gebe ihr einen Drink aus.

+ locke sie hinters Lagerhaus, um sie zu vergewaltigen.

- bezahle sie für Sex.

Steuern ...

- muss man wohl oder übel ran.

0 prelle ich in Monaco und auch sonst wo es geht .

+ noch nie gehört, was ist denn das?

Muss man das als Drogenhändler zahlen?

Weihnachtsgeschenke ...

- zahl ich gern mal etwas mehr.

0 fallen dieses Jahr aus.

+ klaue ich im Waisenhaus.

Freizeit:

0 Wandern, aber barfuss, das schont die Schuhe.

- Weltreisen!

+ daheim Klebstoff schnüffeln.

Meiner Oma wird schwindelig. Ich ...

- gehe mit ihr zum Arzt.

0 gebe ihr Schnaps.

+ schlachte sie ab.

Fleisch:

- Am besten Bio.

0 Wenn die Katze was anbringt...

+ Diesen Winter werden wir vorraussichtlich unseren dritten

Sohn schlachten.

Das Konto ist schon Mitte des Monats leer, ich ...

0 überfalle eine Bank.

+ erfinde drei zusätzliche Kinder.

- bringe mein Rennpferd zum Pfandleiher.

Du hast einen Termin bei deinem persönlichen

Betreuer bekommen, du:

0 suchst schonmal alle deine Unterlagen zusammen.

- gehst einfach nicht hin.

+ wirst mit der Kettensäge eine fiktive Mietkostenerhöhung

beantragen.

Du verlierst deinen Job, du ...

- ziehst in dein Haus auf deiner Insel in der Karibik.

0 fängst an zu weinen.

+ verkaufst deine Niere halt einem anderen.

Du gewinnst im Lotto:

- Das sind doch nur Peanuts!

+ Du zahlst deine Schulden.

0 Yuhuu ... scheiße, wo ist nur dein Schein?

Alkohol, ich ...

0 brenn ihn mir selber.

+ gieß einfach die Reste aus den Bierdosen der letzten Party

zusammen - die Kippen sieb ich natürlich vorher aus!

- trink zur Not auch mal nur Champagner.

Fernsehen:

+ Bitte schliesst es mir an die Venen an...

- Nee also heute bekommt ihr kein Interview - ich brauch

auch mal Privatsphäre.

0 Also ich schau nicht viel - maximal 10 Stunden am Tag!

Janika Takatz

zulernen und wir erhielten die Chance uns vor Tausenden von

Menschen zu präsentieren.“

Ziggi hat gelernt seinen Songs eine ganz besondere Note zu

verleihen, welche laut eigener Aussage durch seinen persönlichen

Hintergrund entstand. Doch nicht nur durch seinen Stil

unterscheidet er sich von anderen Künstlern, sondern auch

durch seine charakteristische Stimme. Ziggi sang bereits in jungen

Jahren im Kirchenchor, da sein Alltag, wie der von vielen

karibischen Künstlern, durch eine stark religiöse Lebensweise

geprägt war. „Meine Großmutter war eine Siebenten-Tags-Adventistin.

Die Kirche war für sie das wichtigste überhaupt.

Meine Mutter gehörte wiederum den Zeugen Jehovas an und als

ich später mit ihr ein paar Jahre auf Aruba lebte, versuchte sie

mich von deren Geschichten zu überzeugen. Je älter ich wurde,

desto mehr gelangte ich zu eigenen Überzeugungen. Der Glaube

hat auch heute noch Einfluss auf mein Leben. Auch wenn ich

nicht an Religionen glaube, glaube ich an Gott“. Das ist auch

der Grund warum Rastafari keine große Rolle in Ziggis Texten

spielt, auch wenn er stets bemüht sei, sich an der positiven Einstellung

der Rastamen ein Beispiel zu nehmen und seine Mitmenschen

mit Liebe und Respekt zu behandeln.

Anfang diesen Jahres geht Ziggi mit der Renaissance

Band auf Europatour, um das neue Album „In Transit“ zu

promoten und macht dabei in folgenden Deutschen Städten

Halt: Hamburg (04.02), Köln (05.02), Stuttgart (06.02),

Dortmund (14.02), Berlin (18.02), München (20.02).

cooltour

gss-TypenTest:

Bist du fähig, mit Hartz IV auszukommen?

Wie man mit einem Mindestmaß Ehre und Einkommen auskommt, habt ihr ja schon im letzten Hanf Journal gelernt,

nachzulesen unter www.grossstadtsurvivor.de. Ob ihr dazu überhaupt fähig seid, erfahrt ihr jetzt und hier.

Geboren wurde der derzeit beliebteste Reggae Artist der

Niederlande als Ricardo Blijden 1981 in Rotterdam, der

Heimat seiner niederländischen Mutter. Jedoch wuchs er bis

zu seinem 12. Lebensjahr auf der Karibikinsel St. Eustatius bei

seinen Großeltern väterlicherseits auf, die ihm den Spitznamen

Ziggi gaben.

Danach lebt Ziggi einige Zeit zusammen mit seiner Mutter

auf Aruba bis er 2001 zum Studieren in Amsterdam in die

Niederlande zurückgeht, was sein Leben drastisch verändern

sollte. „Am Anfang war es nicht einfach. Das Leben in den Niederlanden

unterscheidet sich sehr von dem, was ich bis dahin

gewohnt war. Ich habe das Studium komplett verhauen, da

ich mehr in den Coffee Shops unterwegs war, als in die Uni zu

gehen.“ Schon bald verlässt Ziggi die Hochschule wieder und

konzentriert sich ganz auf seine Karriere als Sänger und Song

Writer. Sein Fokus liegt dabei eindeutig auf dem europäischen

Musikmarkt, welcher ihm laut eigener Einschätzung die größeren

Möglichkeiten bietet.

Ziggis erstes Album wird ein voller Erfolg und beschert ihm in

den Niederlanden einige Auszeichnungen wie „Best Album“

oder „Best Live Act“. Zusammen mit der Renaissance Band

tourt Ziggi 2007 durch Europa und begleitet Gentleman als

Support Act auf dessen „Another Intensity“ Tour. „Es war das

erste Mal, dass ich bei einer so großen Tour dabei war, das war

eine großartige Erfahrung. Meine Band und ich konnten viel da-

Auswertung:

0 Für ein Leben mit Hartz4 bist du nicht unbedingt

geeignet. Das heisst, auf dich warten Depressionen, Fertigpizza

und schlechter Sex, aber überleben wirst du.

- Hartz IV untauglich. Wir empfehlen die Selbsteinweisung

in Psychiatrie oder Strafvollzug, um

dich vor drohendem Konkurs zu retten.

11

+ Du bist ideal geegnet für das Leben an Deutschlands

unterster Armutsgrenze. Selbst eine Würmerdiät bringt dich

nicht mehr aus der Fassung. Und mit der Tatsache, dass der

Rest deines Lebens von den immergleichen Scheißshows bestimmt

wird, hast du dich abgefunden. Glücklicher Mensch,

von dir kann sich so mancher Millionär noch eine Scheibe

abschneiden! Wie wärs mit einer Runde Dschungelcamp?

eure grossstadtsurvivor.de


12

fun&action

Electro-Gaming

Die Party ist vorbei, jetzt wird gefeiert!

Scene it? - Kinohits

Drück aufs Knöpfen Max

Mit Scene it? – Kinohits präsentiert Microsoft für die

Xbox 360 einen Kinoratespaß für bis zu vier Spieler im passenden

Format. Vier kabellose Big Button Controller dienen

der Eingabe und zur Auswahl der richtigen Antworten. Somit

stimmt sofort das Gameshow-Flair, wenn sich Freunde

auf der Couch versammeln und die reaktionsschnelle Raterunde

und Punktehatz beginnt. Scene it? - Kinohits ist

für Filmfreunde und Cineasten gemacht und stichelt die

teilnehmenden Kandidaten mit abwechslungsreichen, nett

inszenierten und nicht immer ganz einfachen Fragen rund

um die wissenswerten Informationen der Geschichte des

bewegten Zelluloids. Hämisch versucht man sich übereifrig

die Fragen vor den Mitspielern zu sichern und erwischt

sich dabei doch auch mal öfter auf dem totalen Holzweg. Da

regelmäßig Original-Szenen aus 250 verschiedenen Spielfilmen

in bester Qualität über den Bildschirm flimmern, ist der

Name des Spiels auch tatsächlich Programm. Dabei wird viel

Aufmerksamkeit erwartet, was die Wissensfragen und den

Knobelspaß hinreichend mit Abwechslung versorgt.

Da ebenfalls die neuen Microsoft Avatare ins Spiel integriert

werden, sorgt dies zusätzlich für Unterhaltung bei der

Jagd nach Gamerscore, und Online kann selbstverständlich

auch geraten werden.

Scene it? - Kinohits ist im Paket, zu einem Preis von 64,99

Euro, inklusive vier kabellosen Big Button Controllern er-

hältlich. Wer bereits über ein Set der Big Button Controller

verfügt, kann Scene it? - Kinohits auch ohne Controller-Set

zu einem Preis von 39,99 Euro erwerben.

Lips

Sing dein Ding

Die Erwartungen an Lips sind groß, denn die Konkurrenz

ist weit verbreitet. Lips ist das Karaoke-Party-Spiel, das euch

die Möglichkeiten lässt, zu euren eigenen MP3´s zu singen.

Neben vierzig Original-Songs bieten sich somit einige Möglichkeiten,

die eigene Stimme zwecks lieblichen Gesangs erschallen

zu lassen. Das Spiel wird mit zwei unterschiedlich

gefärbten und hübsch beleuchteten Mikrofonen ausgeliefert,

die der Produktpalette von Microsoft entsprechend ohne Kabel

auskommen. Ebenso befindet sich ein Bewegungssensor

in der Peripherie, der vom Spiel geforderte Gestikulierungen

registriert.

So rockt man sich durchs Wohnzimmer oder stimmt zu explizitem

Schlagergesang ein Liedchen an. Im Duett singt es

sich selbstverständlich am schönsten und falls sich weitere

Stimmungsmacher in Gesellschaft befinden, können diese

mit den Joypads Rhythmusinstrumente simulieren.

Das Beste an diesem Party Mix ist der Wachstumsfaktor der

Software. Während man sich die ersten Male noch schwer

tut locker einen abzuträllern, beginnt nach kurzer Eingewöhnung

die Superstarphase, in der man stolz seiner schillernden

Stimme lauscht.

Da die Frequenzen der Stimmen verglichen und Vibratos

erkannt werden, ist Lips doch ein bisschen mehr als bloße

Hampelei zu etwas Lala. An letzteres wurde aber auch gedacht

und extra eigens für diese Bedürfnisse eine kleine Bonusspielsparte

integriert, in welcher man sich dementsprechend

abreagieren kann. Für eine Party nachts um halb Fünf

vielleicht genau das Richtige. Die Hintergrundvideos, die

teils kostenpflichtigen Download Titel sowie die Mp3 Un-

terstützung runden das Programm von Lips ab. Lips kostet

inklusive der beiden Microfone ca. 59,99€.

D 01000 >> D 10999 >> D 41000 >> D 69000 / L / NL / A >> A / CH >>

Chillhouse.de Dresden

Alaunstr. 56

01099 Dresden

THC Headshop

Alaunstr. 43

01099 Dresden

Crazy Headshop

Bahnhofsstr. 31a

01968 Senftenberg

Chillhouse.de Leipzig

Brühl 10-12

04109 Leipzig

Headshop Metropol

Spitalstr. 32a

04860 Torgau

Shiva‘s Garden

Große Brunnenstraße 1

06114 Halle/Saale

Mr. Smoker Head&Growshop

Saalstr. 40

07318 Saalfeld/Saale

LEGAL

Heinrichtstrasse 52

07545 Gera

Chillhouse.de Gera

Heinrichstr. 78

07545 Gera

Chillhouse.de Jena

Löbdergraben 9

07743 Jena

Werners Headshop Jena

Jenergasse 1a

07743 Jena

Chillhouse.de Zwickau

Peter-Breuer-Str. 29

08056 Zwickau

Nature World

Wettinerstr. 28

08280 Aue

Chillhouse.de Chemnitz City

Brückenstr. 8

09111 Chemnitz

B’52

Bahnhofsstr. 52

09376 Oelsnitz/Erzgebirge

Hemp Galaxy

Liebauerstr 2

10245 Berlin

Green Planet

Ebertystrasse 49

10249 Berlin

Flashback.de

Wolliner Strasse 51

10435 Berlin

Kayagrow.de

Schliemannstr. 26

10437 Berlin

Grow-in-Europe.de

Kaiserin-Augusta-Alle 29

10553 Berlin

Gras Grün

Oranienstr. 183

10999 Berlin

Greenlight-Shop.de

Industriestr. 4-9

12099 Berlin

Turn Systems

Albrechtstr. 125

12165 Berlin

Sun Seed Bank

Amsterdamerstr. 23

13347 Berlin

Blackmarket

Dortustr. 65

14467 Potsdam

0331-6256927

Udopea Hamburg

Schanzenstr.95

20357 Hamburg

amsterdam-headshop.com

Reeperbahn 155

20359 Hamburg

Shisha Shop Isis

Bremer Str.6

21233 Buchholz

Smoke-Temple.de

Salzstrasse 7

21335 Lüneburg

Ganja Shop Lüneburg

Am Berge 33

21335 Lüneburg

Grasweg.com

Grasweg 5

22299 Hamburg

Harlequin Headshop

Kirchstr. 39

23795 Bad Segeberg

Fantasia Head&Growshop

Staulinie 16-17

26122 Oldenburg

Para Vision Headshop

Vaderkeborg 16

26789 Leer

www.growlager.de

0049(0)4273-979940

27245 Barenburg bei Bremen

Groovy Headshop & Growshop

Kurze Geismarstr. 6

37073 Göttingen

Bloomtech Growshop+Versand

Königsstieg 94a

37081 Göttingen

https://ssl.bloomtech.de

L’Afrique

Böcklerstr. 10

38102 Braunschweig

GOA Headshop

Friedrichstr 119

40217 Düsseldorf

Indian Sun Headshop

Pommernstr. 20

41462 Neuss

Freakshop Smokey Headshop

Hochstr. 5 - 7

42853 Remscheid

Green Galaxy

Ringofenstr. 37

44287 Dortmund

Grow NRW

Königsheide 49

44536 Lünen-Brambauer

Progrow

Herner Straße 357

44807 Bochum

Freakshop

Friedrich Ebert Str.46

45468 Mühlheim / Ruhr

KA (Head-Grow-/ EsoterikShop)

Rentforterstr. 3

45964 Gladbeck

Ohrwurm-Recordstore.de

Bahnhofstr. 32

48431 Rheine

UnserLagerLaden.de

Gustavstr. 6-8

50937 Köln

Hanfzeichen

Bahnhofsstr. 89

55218 Ingelheim

KrinsKram

Goldene Ecke 8

58511 Lüdenscheid

GBK-Shop.de

Valve 40a

59348 Lüdinghausen

NEUTRAL Headshop

Fahrgasse 97

60311 Frankfurt

Subcity Grow-Head-Shishashop

Große Seestrasse 36

60486 Frankfurt

Bong-Headshop.de

Elisabethenstr. 21

60594 Frankfurt

KnasterboX

Schnurstr. 11-13

63450 Hanau

Hanf Galerie

Großherzog-Friedrichstr. 6

66115 Saarbrücken

GANJA Grow & Headshop

Goethestr. 15a

67063 Ludwigshafen

Greensmile.de

Kämmererstr. 69

67547 Worms

New Asia Shop Mannheim

F1, 10

68159 Mannheim

Glasshouse

Kettengasse 13

69117 Heidelberg

Udopea Stuttgart

Marienstr. 19

70178 Stuttgart

Pot-de-Fleurs.de

Hohenheimerstraße 56

70184 Stuttgart

Ghouse.de

Glasshouse

Vordere Karlstr.37

73033 Göppingen

Planet-Plant.de

Rollingerstr. 2

76642 Bruchsal

Highlight

Alte Lange Str. 2

77652 Offenburg

Green Ocean

Münsterplatz 32

89073 Ulm

Coffee Shop

Georgenstrasse 45

92224 Amberg

High Society Head+Growshop

Spitalgasse 22

96450 Coburg

Smoukit Grashüpfer

Head & Growshop

Hauptstraße 69

97493 Bergrheinfeld

Chillhouse.de Erfurt

Juri-Gagarin-Ring 96-98

99084 Erfurt

Werners Headshop Erfurt

Marktstr. 15

99084 Erfurt

Biocultivator.de

Friedrichsweg 2

99735 Bielen

Sound0911.de

Herrenstraße 12

99947 Bad Langensalza

LUXEMBOURG

Placebo Headshop

41 Avenue de la Gare

16 11 Luxemburg

NIEDERLANDE

www.kronkel.nl

Vlaamsegas 26/36

6511 HR Nijmegen

ÖSTERREICH

Blumen per Lumen

Neustift Ecke Ziglergasse 88-90

01070 Wien

#92 +7

Text: mze

Multiplayerpartyspiele

Potpourrie auf 360°

You´re in the Movies

„Holt mich hier raus, ich bin ein Star!“

Das wohl skurrilste Partyspiel Produkt für die Xbox 360 ist

das Kameraspiel You´re in the Movies, das euch zum Darsteller

der schlechtesten B-Movies macht.

Der Spaß für bis zu vier Spieler hält eure Person und eure

Gesten mit Hilfe der Xbox Live Vision Kamera fest und

schneidet diese passgenau in die vorhandenen Minifilme aus

den unterschiedlichsten Genres.

Während des eigentlichen Spiels löst ihr durch wilde Gestikulierungen

kleine Minispiele, welche dem Programm die

Vorlagen für das Endprodukt liefern sollen. So flüchtet ihr

vor wilden Stieren, pumpt Ballons auf, spannt ein Gummiband,

an dem ihr selber hängt und erlebt allerlei anderen

Unfug, um dann als verrückter Professor in einem B-Movie

als bester Hauptdarsteller gefeiert zu werden. Die Vorbereitungen

für das Spiel verlangen etwas Feintuning, danach

wird aber ein Feuerwerk der Albernheiten abgebrannt, an

denen man sich dank Speicherfunktion auch längerfristig

erfreuen kann.

Wer also schon immer der Meinung war, er sei ein ver-

kannter Superstar, kann hier erste Trockenübungen machen;

auf den Brettern, die die Welt bedeuteteteteten.

Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und

ab sofort zur unverbindlichen Preisempfehlung von 49,99

Euro erhältlich. Im Paket mit der Live Vision Kamera kostet

You’re in the Movies 69,99 Euro.

House of Reggae

Erzherzog Karl Str. 14

01220 Wien

HUG´s

Wienerstrasse 115 1.2

02700 Wiener Neustadt

Flower Power

Rathausplatz 15

03100 St Pölten

Viva Sativa

HempFashionHeadshop

Goethestr. 6a

04020 Linz

Viva Sativa

HempFashionHeadshop

Stadtplatz 28

04600 Wels

PuffandStuff.at

Müllner Hauptstraße 12

05020 Salzburg

Cosmic5.at

Hubert Sattler Gasse 8

05020 Salzburg

Hanfin.com

St. Julienstr. 8

05020 Salzburg

Tiroler Hanfhaus

Wilhelm-Greil-Strasse 1

06020 Innsbruck

www.Miraculix.co.at

Maurachgasse 1

06900 Bregenz

Hanf im Glück

Münzgrabenstr. 5

08010 Graz

Cannapot.at.tc

Kirchberg 112

08591 Maria Lankowitz

SCHWEIZ

Fourtwenty Growcenter

Dorngasse 10c (Hintereingang)

3007 Bern

Tel: +41 31 311 40 18

fourtwenty.ch

Kramgasse 3

03011 Bern

Tel: +41-313114018

Growbox.ch

Altelsweg 9

03661 Uetendorf

Bullet Shop

Brühlgasse 35/37

09000 St.Gallen

HOLOS GmbH / www.holos.ch

Samstagernstr. 105, 8832 Wollerau

Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 11-17 Uhr

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#92

Der Januar hat sich, wie die meisten guten Vorsätze für 2009, schon

wieder erledigt. Gut, dass ich mir gar nicht erst etwas vorgenommen habe.

Also bleibt alles wie gehabt. Ich probiere für euch die neusten Spiele aus, immer

darauf bedacht, dass es sich nicht nur um Mainstream handelt, sondern auch

das eine oder andere ausgefallene Spiel auf dieser Seite besprochen wird. Für

den Februar habe ich mir „Der Hexer von Salem“ nach den Büchern von Wolfgang

Hohlbein ausgesucht, in dessen Geschichten die gleichen Orte und Wesen

auftauchen, die auch aus dem Cthulhu-Tischrollenspiel bekannt sind. Deshalb

Kerstin Koch

dürfte es auch niemanden verwundern, dass in dieser Ausgabe die beiden neu

erschienen Quellenbücher „Terra Cthulhiana“ und „Malleus Monstrorum“ vorgestellt

werden.

+7 13

fun&action

Teamspiel

Der Hexer von Salem

Ein „Großer

Alter“ wartet

darauf, in unsere

Welt zu

gelangen. Wie

anders ist es

sonst zu erklären,

dass zwei

bis vier Abenteurer

sich zusammentun,

um zu verhindern,

dass

der Dämon

erscheint. Was

sie dafür tun

müssen? Nur

Portale finden

und verschließen

und dabei

möglichst keinen Dimensionsriss riskieren. Denn dann ist

das Spiel vorbei und alle haben verloren. Nebenbei müssen sie

noch den „Großen Alten“ bannen um dann in der Miscatonic

Universität, dem Ort, wo alles begann, ein letztes Tor zu schließen.

Wem dieses Szenario jetzt bekannt vorkommt, der hat natürlich

vollkommen recht. „Der Hexer von Salem“ ist „Arkham

Horror“-Light. Nur eines ist anders, während die Spieler in

„Arkham Horror“ alleine auf die Idee kommen, gegen das

Böse zu kämpfen, werden sie in dieser Variante von Robert

Craven, eben dem Hexer von Salem beauftragt. Er unterstützt

die Spieler, sollte er sie während des Spiels treffen. Ausgestattet

mit einer Spielertafel und Ortskarten machen sich die Spieler

auf, Friedhof, Zeitungsredaktion oder Kirche zu besuchen, um

dort herauszufinden ob sich dort ein Portal befindet oder, sollten

sie es wissen, mit dem entsprechenden Artefakt zu versiegeln.

Außerdem können sie dort eines der drei ausliegenden

Gegenstände nehmen und gegebenenfalls bezahlen. Sobald

alle Tore zu sind, dürfen sich die Spieler endlich um das Portal

in der Universität kümmern. Klingt erst einmal recht einfach.

Aber da fehlen noch die Kreaturen, die Runde für Runde auftauchen.

Solange sie alleine sind, macht das nicht so viel, sollte

allerdings eine Karte doppelt auftauchen, geht es den Spielern

an den Kragen, weil sie Gegenstände abgeben müssen oder

Necron sich dem Dimensionsriss nähert.

Und da ist ja auch noch der „Große Alte“, der in R’lyeh auf

sein Wiederkommen wartet. Und wer das ist, muss den Spielern

bekannt sein, bevor Necron ungefähr zwei Drittel seines

Weges zurückgelegt hat. Sonst ist das Spiel verloren. Dafür ist

es notwendig alle Dämonen, die auf dem Weg lauern aufzudecken,

die im weiteren Spiel als Schatten in der Universität

auftauchen können. Dann nehmen sie direkt Einfluss auf das

Spiel und sollten möglichst besiegt werden.

Um den Dämonenboss zu besiegen, bleibt einem der Spieler

nichts anderes übrig als den Geheimgang mit den notwendigen

Ausrüstungsgegenständen und genügend geistiger Stärke

nach R’lyeh zu benutzen. Das kostet ihn allerdings von diesem

Moment an Runde für Runde eine Geistesstärke, denn er muss

dort solange verweilen, bis auch das letzte Portal an der Uni

zu ist. Also sollten die anderen Spieler schon ein Artefakt parat

haben. Mit diesen und einfachen Gegenständen werden Kreaturen

und Dämonen besiegt, die Geistesstärke wieder hergestellt,

Dämonen aufgedeckt oder eben Portale aufgespürt und

verschlossen. Ereigniskarten, die das Spiel mal positiv mal negativ

beeinflussen, werden immer am Rundenende gezogen.

„Der Hexer von Salem“ ist eine einfache Variante von „Arkham

Horror“, hat aber alle wichtigen Elemente übernommen,

ist spannend und auch gar nicht so leicht zu gewinnen. Dafür

wesentlich schneller vorbei und ein zweiter Versuch an einem

Abend ist allemal drin. Es ist ein kurzweiliges Spiel, allerdings

ohne Garantie auf den Spielsieg. Wer mehr in die Tiefe gehen

möchte, der sollte gleich „Arkham Horror“ spielen.

Quellenbuch

Terra Cthulhiana

Die Erde birgt viele Geheimnisse.

Sie strotzt nur so

von geheimnisvollen Höhlen,

Kultorten, riesigen Tempelanlagen

in luftigen Höhen,

die Antarktis, die schon

für H.P. Lovecraft die Kulisse

für seine Geschichte „Berge

des Wahnsinns“ bildete.

Und „Terra Cthulhiana“ beschreibt

auf knapp 370 Seiten

viele mystische Orte auf dieser

Welt, die allerdings immer

in Zusammenhang mit

dem Cthulhu-Mythos gebracht werden. Für jeden Rollenspielleiter

ein Muss, um die willigen Spieler überall auf der Welt in

immer neue Abenteuer schicken zu können.

So wird die verkommene Hafenstadt Innsmouth mit dem

vorgelagerten Devil Reef zu neuem Leben erweckt und was

sich unter dem Riff tatsächlich verbirgt ist unvorstellbar. Oder

wen die mittelamerikanischen Anasazi-Indianer verehrt haben,

ihre Tempelanlagen, vom Schlangenvolk ist da die Rede und

deren Nachkommen. Auch die Reiselust Alexander des Großen

lässt viel Spielraum für all die Mutigen, die seinen Spuren

folgen. Natürlich werden weder die griechischen Mythen noch

biblische Gestalten ausgelassen. Die Osterinseln, Australien,

Schnee und Ewiges Eis, Vulkane Höhlen, Urwald und Wüsten,

„Terra Cthulhiana“ liefert neben Hintergrundinformationen

über Ort und Geschichte viele Bilder, Grundrisse von Tempeln

auch genügend Anhaltspunkte für Abenteuer.

Aus diesem Buch kann ein Spielleiter aus dem Vollen schöpfen.

Egal ob die Geschichte in Europa oder eben in der Antarktis

spielen soll, wie zum Beispiel am Vostok-See, der sich

unter einer kilometerdicken Eisdecke verbirgt. Er ist ungefähr

so groß wie der Ontariosee in Kanada und vor Jahrmillionen

entstanden. Da kein Kontakt zur Außenwelt besteht, ist auch

das Leben, dass dort unten tatsächlich vorkommt, uralt. Was

für ein Szenario!

Oder wer kennt schon die Insel Yonagumi am äußersten Rand

der japanischen Inseln? Dort gibt es Unterwasserwelten, die

an Pyramiden erinnern. Ein Szenario, dass Cthulhu-Fans höher

schlagen lässt. Oder der Heilige Gral, auch auf diese Suche

nach diesem Templer-Artefakt können sich Spieler anhand des

Buchs machen, sie werden nach Winchester aber auch Burg Wildenberg

im Odenwald reisen um mehr über diese Geschichte

zu erfahren.

„Terra Cthulhiana“ ist ein Nachschlagewerk, indem jeder

Spielleiter geografische und historische Informationen erhält,

die mit dem Cthulhu-Mythos in Verbindung gebracht werden

können. Zahlreiche Abbildungen, Fotos von Orten oder Personen,

Felsenzeichnungen, die an prähistorische Astronauten

erinnern, Grundrisse von Kultstätten, Landkarten, es ist alles

vorhanden um auch schöne Stimmungsbilder für ein Spiel wiedergeben

zu können.

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Breitspiele

Quellenbuch

Malleus Monstrorum

Dieses Quellenbuch ist für einen

Spielleiter, der seine Spielertruppe

immer weiter in die

cthuloiden Welten schicken

möchte, unerlässlich. Denn in

diesem 500 Seiten dicken Wälzer

sind alle Wesen des Cthulhu-

Mythos versammelt. Sie werden

beschrieben, sie haben eine

Geschichte und natürlich auch

Profile, für den Fall, dass Spieler

mal einem begegnen und bekämpfen wollen, sollte es ihre

Psyche überhaupt zulassen. Da gibt es einmal die Gottheiten

des Mythos, wie die Großen Alten, dessen bekanntester Vertreter

wohl Cthulhu selbst ist. Dann gibt es neben den Äußeren

Göttern zu denen Nyarlathotep zählt noch die älteren Götter

wie Isis. Fehlen noch deren Avatare, die Großen und einzigartige

Wesenheiten wie „Die Mütter der Schmerzen“. Aber noch

lange nicht genug, denn da sind ja auch noch die unzähligen

Kreaturen des Mythos, die grob in unabhängige Rassen und

Dienerrassen eingeteilt sind.

Auch dieses Buch ist toll illustriert mit Abbildungen, Fotos,

Zeichnungen, die größtenteils bekannt sind. So gibt es eine

Abbildung einer Plakette aus der Sammlung der Universität

Berlin, gefunden im Urwald von Guinea. Die handgeschriebenen

Seiten des Tagebuch des Sir Hansen Poplan entführen

den Leser auf den Mars, genauso wie ans Ende der Welt oder

in andere Dimensionen. Und dort wartet sicher nichts gutes auf

die Spieler.

Deutlich abgesetzt sind auch Abenteuerideen, in denen die

Spieler den Wesen des Kreaturen in älteren Publikationen aufgetaucht

sind. So kann der Leser sofort sehen, ob es sich um ein

Wesen handelt, dass schon in Texten von H.P. Lovecraft vorkommt

oder dem Mythos durch spätere Autoren hinzugefügt

wurde. Was dem Rollenspiel nur gut tut.

Wie schon „Terra Cthulhiana“ ein tolles Buch, das keinem

Spielleiter fehlen sollte und auch für all diejenigen interessant

ist, die sich für etwas andere historische Betrachtungen und Interpretationen

erwärmen können.

Der Hexer von Salem

Autor: Michael Rieneck

Verlag: Kosmos

Spieler: 2–4

Alter: ab 12

Dauer: ungefähr 60 Minuten

Preis: ca. 30 Euro

Terra Cthulhiana

Quellenbuch, 2te Edition

Autor: verschiedene

Verlag: Pegasus Press

Preis: 39,95 Euro

ISBN: 978-3-939794-22-6

Malleus Monstrorum

Quellenbuch, 2te Edition

Autor: verschiedene

Verlag: Pegasus Press

Preis: 39,95 Euro

ISBN: 978-3-939794-65-3


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fun&action

Die Hanfberatung im HanfJournal

Erste Hilfe für Kiffer

kascha@hanfjournal.de

Dennis (ohne Alter, aus dem Dorf bei

Osnabrück) fragt:

„Hallo Kascha.

Ich finde es auch gut, dass du jetzt per Mail erreichbar bist.

Ich hab auch gleich mehrere Fragen:

Ich habe so viele unterschiedliche Meinungen gehört. Da ich

mit dem Rauchen aufgehört habe, aber mir deswegen noch

lange nicht den Spaß nehmen lassen möchte, wollte ich auf

Knaster umsteigen. Frage dazu: Wie groß sind die Gefahren

von dem Zeug und ist wirklich drin, was draufsteht? Und ich

möchte natürlich wissen, ob Knaster Hemp auch wirklich nach

Hanf schmeckt.

Und zweitens: Ich wohne in einem Dorf und frag mich schon

die ganze Zeit, wie ich eigentlich den nächstgelegenen Headshop

finde. Oder die nächstgelegene Verkaufsstelle für zum

Beispiel Knaster. Wie findet man so was am leichtesten?“

Kascha antwortet:

„Hi Dennis,

gerne beantworte ich auch mehrere Fragen. Mit dem Rauchen

aufhören ist für Kiffer nie ganz leicht, und es gibt viele verschiedene

Möglichkeiten, damit umzugehen. Knaster Hanf

besteht zu einem großen Teil aus getrockneten Blättern und

Blüten von THC-freien Nutzhanfpflanzen, sowie einigen anderen

Kräutern, darunter zum Beispiel Damiana. Pur rauchen

ist insgesamt sicher unschädlicher, da natürlich auch im Knas-

Kascha ist ab sofort per e-Mail über kascha@hanfjournal.de zu erreichen. Also ran an

die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht, nur blöde Antworten.

ter-Rauch Schadstoffe enthalten sind. Wem pur rauchen nicht

so liegt oder wer lieber Haschisch raucht, wird früher oder

später einen Tabakersatz finden müssen. Beim Knaster kann

ich dir nur empfehlen: Probier es aus. Auch getrocknete Pfefferminze

und verschiedene Tees und Kräuter wie das bereits

erwähnte Damiana sind andere beliebte Ersatzstoffe. Gemeinsam

haben sie, dass sie etwas anders schmecken als Tabak

und zum Teil auch nicht so gute Abbrenneigenschaften haben.

Knaster kannst du dir ganz einfach im Internet bestellen, oder

du suchst zum Beispiel bei Google nach Osnabrück und Headshop

(oder der nächstgelegenen Stadt und

Headshop), dann dürftest du schon das

ein oder andere finden. Leider kenne ich

selbst keinen guten Shop in Osnabrück

und Umgebung, wer einen heißen Tipp hat, kann ihn mir gerne

mailen und ich würde ihn dann weiter leiten..“

Lisa (17) aus Detmold fragt:

„Hi Kascha,

ich habe letztens Lammbock gesehen. Jetzt wollte ich mal fragen,

ob es wirklich Gras gibt, von dem man 4 Tage lang breit

ist? Wenn ja, woran erkennt man das?“

Hanf Journal 03/09 (ab 01.03.2009 erhältlich)

• Herz Schmerz März

Frühlingsgefühle erwachen

und mit ihr die Sehnsucht nach

jungen Knospen.

Frische Knospen, große

Knospen, gute Knospen. Mister

Knospe? Vielleicht auch der!

Was es am Ende des Winters

zu erwarten gibt, wie man am

besten damit durchstartet und

was man davon haben könnte,

wird wieder einmal als komprimiertes

Wissen, von unseren

Experten des heiligen Krautes,

inhaliert, extrahiert und zusammengefasst in eurer Lieblingszeitung

Anfang März von uns für euch präsentiert.

Viel Spaß beim Warten.

Kascha antwortet:

„Hallo Lisa,

üblicherweise wird das aktive THC innerhalb von etwa acht

Stunden im Körper in nicht-psychoaktive Abbauprodukte umgewandelt.

Selbst bei einer sehr hohen Dosis gerauchten THCs

ist es deshalb nicht sehr wahrscheinlich, dass man wesentlich

länger als 8 Stunden eine Wirkung spürt. Normales bis gutes

Haschisch hat circa sechs bis zehn Prozent THC, es gibt Sorten

die auch über 15% THC Gehalt erreichen (bei Gras liegt der

THC Gehalt ebenfalls meist unter 10%). Aber selbst bei Sorten

mit annährend 40% THC Gehalt, was nur bei außergewöhnlich

gutem Haschisch vorkommt, ist eher eine stärkere, nicht

aber eine wesentlich längere Wirkung zu erwarten. Anders

sieht es aus, wenn man das Haschisch isst: Dann hält die Wirkung

üblicherweise 6-10 Stunden an, und gelegentlich wird

auch eine Wirkdauer von mehr als 12 Stunden berichtet. Eine

Wirkung, die darüber hinaus geht, ist wohl eher auf eine langsamere

Verdauung des (zum Beispiel: in Keksen) gegessenen

Haschisch zurück zu führen - im Laufe von 2 Tagen sollte aber

alles auf dem natürlichen Wege wieder ausgeschieden sein.“

Phil (18) aus Berlin fragt:

„Hi Kascha,

in letzter Zeit ist etwas mit meinem Gras merkwürdig. Erstens,

finde ich, sieht es beim Abbrennen etwas merkwürdig aus, vor

allem in der Bong. Außerdem lässt es sich, wenn ich es im Joint

rauche, kaum abaschen - die Asche klebt steinhart vorn an der

Glut und manchmal fällt sogar beim Abaschen die Glut mit ab.

Ich vermute, dass das Gras mit irgend etwas gestreckt ist, 5g

sehen auch weniger aus als noch vor einigen Monaten. Allerdings

bekomme ich überall nur solches Gras, kann man irgend

etwas damit machen, dass es wenigstens weniger schädlich ist

es zu rauchen?“

Kascha antwortet:

„Hi Phil,

wenn das Gras merkwürdig abbrennt, kann das verschiedene

Ursachen haben, von Überdüngung bis zu Streckmitteln. Dass

es sich schlecht abaschen lässt, ist aber kein gutes Zeichen: Das

deutet auf Zucker im Gras hin. Wie kommt aber der Zucker

ins Gras? Dazu wird schon während des Blütenwachstums

oder nach der Ernte eine Zuckerlösung oder eine spezielle Mischung

wie Brix auf die Blüte aufgetragen. Dadurch sieht das

Gras harziger aus und wiegt mehr, bei Brix laut Herstellerangaben

bis zu 22%. Das heißt, wenn du fünf Gramm gestrecktes

Gras kaufst, sind davon allein ein Gramm Zucker, Wachstumshormone

und wie eine Hanfjournal-Analyse zeigte sogar flüssiges

Polymer (Flüssigplastik).

Das Sinnvollste, was du mit solchem Gras machen kannst,

ist, es dem Dealer zurück zu geben, damit er es selbst raucht.

Nicht nur, weil er dir vier Gramm zum Preis von 5 verkauft,

sondern auch, weil das mit Zucker, Brix oder anderen Mitteln

gestreckte Gras nicht schmeckt und darüber hinaus deine Gesundheit

gefährdet. Mit einem Mikroskop kann man eventuell

genauer herausfinden, was an dem Gras dran ist, auch mit der

Zungenprobe gewinnt man einige Anhaltspunkte (Wenn es

merkwürdig süß oder salzig schmeckt oder beim drauf Kauen

knirscht, ist sehr wahrscheinlich etwas falsch damit). Du wirst

das Streckmittel aber nicht mehr aus dem Gras heraus bekommen,

durch den Gebrauch eines Vaporizers lässt sich das Risiko

eventuell trotzdem verringern. Wahrscheinlich wirst du

nicht einmal mit deinem Dealer darüber diskutieren können

- weil er auch nur verkauft, was er zu kaufen bekommt. In letzter

Zeit ist gestrecktes Gras fast normal geworden, bis hin zu

solchen Extremen wie beigemischtem Blei - Die einzige dauerhafte

und sinnvolle Lösung wird wohl eine Freigabe des Eigenanbaus

und der legale Verkauf von sauberem Gras sein.“


16

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