Klaaf 01/13 - Mwk-koeln.de

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Klaaf 01/13 - Mwk-koeln.de

01|13

SK Stiftung Kultur

Akademie för uns kölsche Sproch

Termine

klaaf 1


Et wor ens...

...märchenhafte

Erzählungen

VORWORT

Rolly Brings

Rolly Brings

Grimms Märchen

auf Kölsch

Niedergeschrieben

in der Tradition

der Familie Brings

304 Seiten, 60 s/w Abb.

ISBN 978-3-7616-2628-3

19,95 Euro

FOTO: JANET SINICA

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Rolly Brings

Grimms Märchen

auf Kölsch

Erzählt von der Familie Brings

und Freunden

Hörbuch: 5 CDs

Laufzeit 360 Minuten

ISBN 978-3-7616-2629-0

19,95 Euro

Rolly Brings

in einem Interview anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der »Akademie för

uns kölsche Sproch« wurde ich gefragt, was ich mir denn für dieses Jahr wünsche

Meine Antwort: Wir rufen für 2013 das »Jahr der kölschen Sproch« aus!

Von dieser Stelle lade ich alle ein, daran mitzuwirken! »Mir vun der Akademie«

machen dies in besonderer Weise und werden Sie darüber immer informieren.

Im Januar starten wir mit der kölschen Milljö-Sitzung, und es folgen im Laufe

des Jahres weitere Veranstaltungen unterschiedlicher Art und Weise. Ein

Beispiel: eine Podiumsdiskussion im kleinen Sendesaal des WDR zum Thema:

»Heimat – konstituiert sich durch Sprache und Musik« am 18. Juni.

In diesem Heft starten wir mit einer neuen Reihe von Gastkommentaren:

Kamen bisher die Damen und Herren unseres Beirats zu Wort, so sind es ab

dieser Ausgabe die Figuren des Hänneschen-Theaters und ihre Darsteller.

Der Beginn einer schönen und hoffnungsvollen Zusammenarbeit zwischen

Akademie und Theater, die ja auch zum Ausdruck kommt durch die Tatsache,

dass wir die neue Intendantin in unserer Titelstory vorstellen. Natürlich

würdigen wir auch das kölsche Jubiläum des Heimatvereins Alt-Köln mit

einem Beitrag und gratulieren zu 111 Jahren! Als Arbeitsbereich der Akademie

stellen wir Ihnen unsere sprachwissenschaftliche Abteilung näher vor

und erinnern an den ersten Todestag von Hans Knipp, dessen zahlreiche

Weihnachtslieder ja auch in unserem Adventskalender zu hören waren. Ein

interessantes Jubiläumsjahr liegt vor uns und ich bin sicher, wir sehen uns

an der einen oder anderen Stelle, ich freue mich jedenfalls sehr darauf,

Ihr

5 CDs | 360 Min.

Im Buchhandel oder unter www.bachem.de/verlag erhältlich.

Prof. Hans-Georg Bögner

Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur und

Leiter der Akademie för uns kölsche Sproch

Vorwort

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IMPRESSUM

INHALT

GASTKOMMENTAR

Herausgeber:

Akademie för uns kölsche Sproch/

SK Stiftung Kultur der

Sparkasse KölnBonn

Geschäftsführer: Prof. H.-G. Bögner

Im Mediapark 7 · 50670 Köln

Tel.: (0221)888 95-200

akademie@sk-kultur.de

www.koelsch-akademie.de

Redaktionsteam:

Ingeborg Nitt (verantwortlich),

Claudia Schlickeiser (Termine),

Marcus Cormann und

Ralf Zimmermann

Anzeigen und Gestaltung:

MWK Zimmermann & Hähnel GmbH

Elisenstraße 24 · 50667 Köln

Tel.: (0221)8 20 09–10

www.mwk-koeln.de

Titelfoto:

Ulla Scholz

Druck:

Medienhaus Garcia, Leverkusen

Keine Haftung für Irrtümer

und Druckfehler.

Einsendeschluss für Termine

April bis Juni 2013:

31. Januar 2013

Eigene Texte verwenden die

Schreibweise der Akademie för

uns kölsche Sproch. Literarische

Texte, Gastbeiträge und Veranstaltungshinweise

belassen wir in der

Schreibweise der Autoren.

VORWORT 03

GASTKOMMENTAR 05

FRAUKE KEMMERLING 06

Interview mit der neuen

Intendantin des

Hänneschen-Theaters

30 JAHRE »AKADEMIE FÖR 14

UNS KÖLSCHE SPROCH«

Die sprachwissenschaftliche

Abteilung

JECK OP KÖLLE 20

Karneval im Museum

ZUM GEDENKEN AN 22

HANS KNIPP

KLAAF EM MEDIAPARK 28

RÖDSEL 30

RARETÄTCHER US DEM 32

BÖCHERSCHAAF

KLAAF BESTSELLERLISTE 35

DE KÖLSCHE KÖCH 36

111 JAHRE HEIMATVEREIN 40

ALT-KÖLN

KÖLN IM MITTELALTER 44

Rückblick Herbstferien -

programm 2012

TERMINE 49

Januar bis März 2013

FRÜNDE 56

AKADEMIE FÖR UNS 58

KÖLSCHE SPROCH

FOTO: PRIVAT

Tag zosamme,

leev Mädcher un Junge, leev Fründe vun der »Akademie för uns kölsche

Sproch« – oder wie mir sage: vun der »Kölsch-Akademie«!

Et Hännesche-Theater un de Akademie sin zwei ganz wichtige Institutione

en Kölle. Ohne uns wöödt de kölsche Sproch ganz verdriht oder köm en

der Vergess. Mänches, wat sich en Kölle all för kölsche Mungkaat häld oder

usgitt es traurig oder ich dät sage »do gonn einem de Schohn op« un ich

han en minge 33 Johre, die ich als Poppespiller em Hännesche ben, ald esu

mänches gehoot.

Kölsch es en lebendige Sproch, die sich immer widder e bessche ändert. Mir

em Hännesche-Theater gebruchen och gään ens ganz aale Usdröck, allein us

Spass an der Freud un och öm uns Puplikum an et Simeleere zo bränge.

Noh der Vürstellung luustere ich dann gään ens om Iesermaat oder en

der Weetschaff. Wann de Lück dann sage: »Dat wor jo e herrlich Kölsch!

Wat hät dä do gesaht, dat han ich jo noch nie gehoot…«, esu bliev uns

kölsche Sproch immer jet us em Levve.

Un esu mäncher vun unsem Puplikum kütt dann op die Idee, noh der

Akademie zo gonn un och erömgedriht – noh nem Seminar bei der Akademie

ens et Hännesche zo besöke.

Ming Knollendorfer Fründe un ich freue uns dodrop, uns gägesiggig noch

mih zo ungerstütze un metenein för de kölsche Sproch Aktione zo maache!

Bes baal em Hännesche-Theater – wann et widder heiß:

»Sid Ehr all do«

Üür »Hännesche«

Jacky von Guretzky-Cornitz

Jacky von Guretzky-Cornitz,

Puppenspieler des Hänneschen-Theaters

und Darsteller des Hänneschen.

Gastkommentar

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FRAUKE

KEMMERLING

FOTO: ULLA SCHOLZ

TRADITION IN

NEUER HAND

INTERAKTIV IN DIE ZUKUNFT

Frau Kemmerling, Sie wurden als Nachfolgerin von Heribert Malchers

zur Intendantin des Hänneschen-Theaters berufen, eine der kölschesten

Institutionen. Eigentlich sind Sie Westfälin. Geht das überhaupt

(schmunzelt) Ich bin seit über zwanzig Jahren in dieser Stadt und ihr mit

dem Herzen verbunden. Meine Familie kommt wirklich aus Westfalen,

aus dem Lipperland, aus Lemgo, aus Bielefeld. Viel schlimmer ist: Mein

Großvater kommt aus Düsseldorf. (lacht) Also, auch wenn ich ursprünglich

Westfälin bin, kann ich ruhig sagen, dass es immer eine wichtige Verbindung

ins Rheinland gegeben hat. Ich selbst bin schon als Studentin nach

Köln gekommen, habe Germanistik, Philosophie und Sprachwissenschaft

studiert und mich sofort zu Hause gefühlt. Ich habe sämtliche Theater

besucht und bin damals richtig in die Szene eingetaucht.

Sie haben bereits 1993 ein Volontariat im Hänneschen gemacht.

Ich habe Germanistik studiert und mich immer für Literatur und Theater

begeistert, zum einen wissenschaftlich und zum anderen journalistisch. Ursprünglich

wollte ich schlicht und ergreifend Journalistin werden und habe

Theater- und Literaturkritiken geschrieben. Für das Memory-Magazin habe

ich dann später die Redaktionsleitung übernommen und in dieser Funktion

ein Interview mit Heribert Malchers geführt. Das war eine sehr schöne

Begegnung auf journalistischer und auf menschlicher Ebene, und weil ihm

das Interview so gut gefallen hat, hat er mich kurze Zeit später gefragt, ob

ich nicht in die Arbeit des Fördervereins einsteigen möchte, weil dort eine

Redakteurin für das Vereinsjournal »Hinger der Britz« ausgefallen war. Das

habe ich sehr gerne gemacht, bis ich jetzt die Intendanz übernommen habe.

Sie haben Ihr Herz damals nicht nur ans sondern auch im Hänneschen

verloren und sind mit Charly Kemmerling, dem Spieler des »Speimanes«,

verheiratet – allerdings leben Sie mittlerweile getrennt.

Ja, das ist richtig. Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Ich habe

damals – klassischer Fall – meine allererste Regieassistenz bei Charly

gemacht, noch bevor ich hier Volontärin war. Wir haben mit einem sehr

freundschaftlichen, vertrauensvollen Arbeitsverhältnis begonnen und

dieses quasi unbeschadet durch alle privaten Verbindungen bewahrt.

Eigentlich ist es dadurch sogar gefördert worden. Wir sind einfach sehr

tief befreundet.

Sie kennen alle Mitarbeiter schon sehr lange, und zwar nicht aus der

Chefperspektive.

Das stimmt. Es gibt niemanden, den ich hier nicht kennengelernt habe,

gerade auch über die journalistische Arbeit für »Hinger der Britz«. Ich habe

mit allen schon mal am Tisch gesessen und gefragt: »Wo kommst Du her,

was hast Du gemacht, welche Ausbildung hast Du, was für Vorlieben gibt

es« Ich habe von jedem ein Bild.

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Sie haben nicht gefeiert

(lacht) Ehrlich gesagt, es gab Champagner.

Sie übernehmen ein Haus, das sehr erfolgreich ist. Tatsächlich ist es

die wirtschaftlich erfolgreichste kommunale Bühne Deutschlands.

60 % des Etats erwirtschaften Sie selbst. Das ist für ein städtisch

geführtes Haus phänomenal. Das Hänneschen ist beliebt und immer

ausverkauft ...

Es ist nicht immer ausverkauft.

FOTOS: ULLA SCHOLZ

Hänneschen und Bärbelchen

Nach dem Volontariat sind Sie nach Hürth gegangen.

Im Hürther Bürgerhaus wurde die Stelle der Gestalterin des Kulturprogramms

frei. Diese Kulturmanagementtätigkeit auszuüben hat mich sehr

interessiert. Ich habe dort eigene Veranstaltungsformate kreiert, szenische

Lesungen geschrieben und inszeniert sowie umfangreiche, auch regionale

Kulturprojekte künstlerisch geleitet. In diesen Eigenproduktionen kam

auch die Hänneschen-Puppe zum Einsatz, die ich in meinem Volontariat

hergestellt habe: Ein Günter Grass.

Über den Sie im Studium Ihre Abschlussarbeit geschrieben haben.

Richtig.

Schließlich wurden Sie die Leiterin des Kulturamtes. Von dort haben

Sie sich um die Intendanz des »Hänneschen« beworben. Wie haben Sie

erfahren, dass man sich für Sie entschieden hat.

Natürlich war mir irgendwann präsent, dass Heribert Malchers 65 wird,

wir sind ja im Kontakt. Drei, vier Jahre vorher bin ich aus dem Ensemble

angesprochen worden, ob ich mir das nicht vorstellen könnte. So ist der

Gedanke gereift. Die Stadt hat die Stelle im Dezember 2011 ausgeschrieben

und ich habe mich beworben. Es gab 20 Bewerberinnen und Bewerber.

Letztlich hat mir dann Oberbürgermeister Roters Ende März mitgeteilt,

dass ich es werden soll.

Die Legende besagt, dass man nie Karten bekommt.

»Legende« ist das richtige Wort. Die Abendstücke sind definitiv verkauft,

die Puppensitzung ist definitiv verkauft, in den Kinderstücken gibt es noch

Kapazitäten. Oft lohnt es sich aber einfach nachzufragen, es kommen

immer wieder auch Karten zurück. In den Köpfen sollte sich auf keinen

Fall festsetzen, dass in Sachen Karten nichts ginge, das stimmt so nicht. Es

wäre doch schade, wenn die Nachfrage nachlässt, nur weil alle vermuten,

es sei zwecklos.

KÖLSCH ALS AUFTRAG

Welche Schwerpunkte möchten Sie zukünftig setzen

Ich möchte den Bereich Theaterpädagogik aufbauen. Den gibt es so eigentlich

noch nicht. Was es gibt sind sehr lobenswerte Aktionen des Fördervereins,

der Geld zur Verfügung stellt, damit Schulen oder Kinder eingeladen

werden können. Ich stelle mir darüber hinaus, nachhaltige theaterpädagogische

Maßnahmen vor, die direkt vom Theater ausgehen. Hier spielt der

Begriff der Vermittlung eine wichtige Rolle. Diese Vermittlung ist mir ganz

wichtig, das ist unser Auftrag: das kölsche Volkstheater und die kölsche

Sprache zu vermitteln und zu pflegen. Es geht darum, interaktiv zu werden.

Um welche Altersgruppen geht

es dabei

Die Kinderstücke sind derzeit ab

5 Jahre, im Grunde ab Schulalter.

»Lücken« gibt es bei den Kindergärten

und bei den Jugendlichen, die

wir quasi noch gar nicht im Blick

hatten.

Einer jener berühmten Telefonanrufe.

Genau, ich bekam einen Anruf. Der Rat der Stadt Köln musste der Entscheidung

dann noch zustimmen. Das geschah in der gleichen Sitzung mit

Dr. Marcus Trier, der nun Direktor des Römisch Germanischen Museums ist

und Dr. Birgit Meyer, die zur Intendantin der Kölner Oper berufen wurde,

Anfang August 2012.

Dann gab es Sekt.

Nein.

Sie wollen auch neue Medien einbinden,

das würde ja gut passen.

So ist es. Was die Art der Vermittlung

angeht, heißt es auf jeden

Fall »Internet neu bearbeiten«,

auch im Hinblick auf soziale

Netzwerke. Das Interaktive ist mir

ganz wichtig: dass man auch reagieren

kann, dass man dialogisch

Zänkmanns Kätt und Speimanes

8 klaaf Kölner Köpfe Kölner Köpfe klaaf 9


Das Ensemble im Frühsommer 1971 mit einigen Puppen aus

»Schnee wittchen«. Bild aus dem Buch »Mieh Hätz wie Holz«

von Frauke Kemmerling und Monika Salchert, Emons Verlag

reden kann, dass man bewegte Bilder hat. Was die Medien angeht, sind

wir heute alle einfach ganz anders dabei. Wir haben alle Handys. Wir

kommunizieren unglaublich schnell. Wir kommunizieren sehr visuell. Das

alles wird so noch nicht abgebildet. Das möchte ich gerne ein bisschen

moderner gestalten.

Dabei ist die Sprache, also Kölsch, richtig wichtig. Funktioniert das

über die neuen Medien

Von der Akademie gibt es einen Navi auf Kölsch, warum sollte es dann im

Internet nicht auch kölsche Abteilungen geben, die sich mit der kölschen

Sprache und Mentalität beschäftigen

Wir wissen, dass kölsche Künstler sich darüber beklagen, nicht verstanden

zu werden, weil das Publikum kein Kölsch mehr spricht.

In den Erwachsenenstücken und in der Puppensitzung kriegen wir diese

Rückmeldung überhaupt nicht. Da kommen Menschen, die das verstehen.

Bei Kindern und Jugendlichen ist es eben die Aufgabe, das zu vermitteln.

Deshalb werden wir uns theaterpädagogisch darum kümmern,

dass ein Schwerpunkt unter anderem auf der Sprachvermittlung liegt.

Zudem möchten wir stärker in die Kulturszene der Stadt eintauchen und

auch Kooperationen entwickeln. Das Hänneschen ist ja auch Mitglied

der Theaterkonferenz, dort werden wir uns stärker engagieren, an der

Theaternacht teilnehmen. Es gibt auch Ideen zur Museumsnacht. Wir

möchten in der Kulturszene einfach stärker präsent sein. Viele Städte

haben Schauspielhäuser und Opernhäuser, keine andere Stadt hat ein

professionell geführtes Puppentheater auf Kölsch bzw. in einem Dialekt.

Die Kölsche Sprache ist ja kein Dialekt, aber diese Ebene ist gemeint. Das

ist was ganz besonderes, das noch viel stärker herausgestellt werden

kann. Also eine stärkere Profilierung, eine Stärkung der Aufgabe und das

Ganze in Richtung Jugendliche, in Richtung Kinder und auch in Richtung

Senioren. Die möchte ich auch ein bisschen im Blick behalten, nicht nur

den Nachwuchs. Wir haben so eine fitte Seniorengeneration, da werden

wir uns auch um deren Anliegen kümmern – zum Beispiel könnten

Erwachsenenvorstellungen auch mal etwas früher beginnen. Die Leute

gehen heute bis 90 ins Theater, das ist ein Publikum, was wir auch gerne

pflegen möchten.

Das Kölsche ist generationsunabhängig

Richtig.

Möchten Sie auch selbst Stücke schreiben

»Möchten« ist vielleicht nicht die Frage (lacht). Ich bin zunächst angetreten,

um bestimmte Kompetenzen einzubringen, das Management stärker

zu strukturieren, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren, das Marketing

zu befördern und natürlich inszeniere ich jetzt auch die Puppensitzung.

Wenn Sie fragen, ob ich auch künstlerisch arbeiten möchte: Ja, auf jeden

Fall. Die Puppensitzung ist gesetzt, die werde ich weiterhin mit Ideen versehen

und auch inszenieren. Im Moment suche ich aber eher das Gespräch

mit Autoren, die ich mir vorstelle. Der Spielplan wird von mir gestaltet

werden, aber die Autoren werden andere sein.

10 klaaf Kölner Köpfe Kölner Köpfe klaaf 11


BESTÄNDIGER KANON –

WANDELBARE CHARAKTERE

Sie sind jetzt seit über zwanzig Jahren dem Hänneschen verbunden und

haben umfassende Einblicke. Es gibt im Figurenensemble Charaktere, die

sehr alt sind. Entwickelt man im Hänneschen auch neue Es taucht ja

immer mal wieder jemand aus der aktuellen Politik oder dem Sport auf,

aber es setzt sich keiner so fest wie zum Beispiel der Speimanes. Wie

funktioniert das Gibt es da eine Entwicklung

Wenn man es historisch betrachtet, haben alle Figuren drei Wurzeln. Die erste

kommt aus dem Mysterienspiel. Die Krippensituation ist die zweite, wenn man

es bühnenbildnerisch sieht. Die dritte ist ganz wichtig: die Commedia dell‘Arte.

Dort ist die Figurenkonstellation quasi schon angelegt. Die Entwicklung, die

dann stattgefunden hat, kam durch bestimmte Personen, die für diese Figuren

verantwortlich waren. Wie die Puppenspieler Ihr Spiel jeweils anlegen, gibt der

Figur ihre ganz eigene Prägung. In der Zeit von Heribert Malchers zum Beispiel

sind auch zwei Kinder neu entstanden: Röschen und Köbeschen. Also der

Sohn von Tünnes und die Tochter von Schäl. Davor ist zum Beispiel durch den

Weggang einer Puppenspielerin, die im Ensemble nicht wirklich ersetzt werden

konnte, eine Figur quasi verschwunden. Es gab einmal die Annekatring, die Frau

vom Tünnes, die taucht jetzt gar nicht mehr auf. Dadurch und durch Inge von

der Lohe als Puppenspielerin ist die Figur der »Zänkmanns Kätt« gewachsen. Es

gibt also durchaus Verschiebungen. Der Kanon steht natürlich fest. Wir haben

Hänneschen und Bärbelchen, wir haben Tünnes und Schäl, wir haben Bestemo

und Besteva, wir haben den Speimanes und wir haben den Mählwurm und wir

haben den Schnäuzer. Nimmt man jetzt die beiden Kinder noch hinzu, haben

wir auch noch Röschen und Köbeschen. Das sind die Figuren, die jetzt feste

Charaktere haben und im Grunde in jedem Stück vorkommen. Ich kann mir

aber schon vorstellen, dass es da noch mal leichte Abwandlungen gibt.

UNSER KÖLSCHES DREIGESTIRN:

Jeck, erfrischend

und voller Leben!

Sprechen Sie selbst Kölsch

Ich kann es schreiben. Ich kann es lesen und beurteilen. Das habe ich aber

vergleichsweise spät gelernt, und weil ich es nicht aus meiner Familie habe,

würde ich mir es nicht anmaßen, es im normalen Alltag zu gebrauchen. Ich

spreche so, wie mir der Schnabel gewachsen ist und das passt dann auch, das

ist einfach authentischer.

Wird sonst im Haus abseits der Bühne Kölsch gesprochen

Nur. Die Leute sprechen hier auf der Bühne und oder im Aufenthaltsraum wirklich

Kölsch. Natürlich ist da auch mal ein hochdeutscher Satz dabei, aber hier

sprechen die Mitarbeiter genau so wie sie auch im Privaten sprechen würden:

Kölsch. Auf der Bühne gibt es logischerweise noch die Konzentration auf das,

was im Text steht, aber im Aufenthaltraum ist es das alltägliche Kölsch.

Wiederum nichts Aufgesetztes, sondern von innen aus dem Herzen heraus.

Genau, hier wird sich ohnehin wenig verstellt und das soll und wird hoffentlich

so bleiben.

DAS INTERVIEW FÜHRTE MARCUS CORMANN

12 klaaf Kölner Köpfe

Offizieller Sessionspartner

des Festkomitee

Kölner Karneval von 1823

5 JAHRESZEITEN.

EIN KÖLSCH.


KOLSCH

LIERE,

LESE

UN SINGE

DIE SPRACHWISSENSCHAFT-

LICHE ABTEILUNG

Im Jubiläumsjahr blicken wir in einer vierteiligen Serie zurück auf

die Arbeitsschwerpunkte der Akademie för uns kölsche Sproch, ihre

Entwicklung und ihre Besonderheiten.

Für eine »Akademie för uns kölsche

Sproch« ist es natürlich erforderlich,

sich ganz besonders mit der Sprache

»Kölsch« zu befassen. Dies wurde

bereits seit der Gründung getan,

jedoch mehr in der Unterstützung

von Wissenschaftlern, die über das

Kölsche gearbeitet haben, sei es zur

Erlangung akademischer Titel oder zur Veröffentlichung ihrer Forschungsarbeiten.

Da es nicht nur um die Konservierung der kölschen Sprache zu

einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem festgelegten Zeitraum geht,

sondern das Kölsche, wie jede andere Sprache auch, lebt, sich verändert,

neue Wörter hinzugewinnt, während ältere aussterben, insbesondere aber

auch eigenen grammatischen Regeln unterliegt, war es 1996 an der Zeit,

eine »sprachwissenschaftliche Abteilung« einzurichten, die sich mit eben

diesen Problemen auseinandersetzt. Der Kölner identifiziert sich durch

seine Sprache, sie ist wichtigster Bestandteil der regionalen Identität.

Das öffentliche Interesse an der kölschen Sprache und gerade auch an

sprachwissenschaftlichen Fragen wuchs immer mehr, so dass der Schritt

zur Gründung eines eigenen Arbeitsbereichs hierfür unausweichlich war.

14 klaaf Stadtkultur Stadtkultur klaaf 15


Eine häufig gestellte Frage der Kölner Bürger und der Presse haben wir

an den Anfang der sprachwissenschaftlichen Arbeit gestellt: Wird in Köln

überall das gleiche Kölsch gesprochen oder gibt es regionale Varianten

Das erste eigene Forschungsprojekt war eine moderne Sprachdokumentation

und hatte zum Ziel, die Sprachwirklichkeit mit Hilfe von äußerst

exakten, umfassenden und wirklichkeitsgetreuen Momentaufnahmen der

aktuellen Sprachsituation in den einzelnen Kölner »Veedel« zu erfassen. »Alles

Kölsch« war die erste breit angelegte Veröffentlichung einer modernen

Sprachdokumentation, die basierend auf Tonbandmitschnitten freier, spontan

gesprochener Erzählungen, die weder abgelesen noch vorbereitet sein

durften, ein Portrait der Sprache und der Alltagskultur in Köln zeichnete

und einen authentischen Einblick in die Lebens- und Sprachwirklichkeit der

Kölnerinnen und Kölner bot. Die 1998 in einem Buch und vier CDs resultierende

Dokumentation über die kölsche Sprache wurde ein großer Erfolg.

Immer wieder wird in der Presse die Frage aufgeworfen, ob und in welchem

Maße Kölsch überhaupt noch gesprochen wird und ob es nicht nach

100 Jahren völlig ausgestorben ist. Den Ist-Zustand der kölschen Sprache zu

untersuchen, haben wir uns zum Inhalt einer neuen Sprachdokumentation

gesetzt, die wir im Jubiläumsjahr – 15 Jahre nach »Alles Kölsch« – in Angriff

nehmen werden, diesmal mit etwas anderen Schwerpunkten. Untersucht

wird die Sprachvarietät spontan gesprochener Sprache hinsichtlich bestimmter

Merkmale bei unterschiedlichen Sprechergruppen, wobei es eine eindeutige

Abgrenzung von Dialekt zu Regiolekt und Hochdeutsch geben wird, da

nur wirkliche Kölschsprecher für die Untersuchung herangezogen werden.

Dabei kann es durchaus Varianten gerade beim gesprochenen Kölsch geben.

Bei der Sprecherauswahl berücksichtigen wir die Altersstruktur um

festzustellen, ob ältere mehr Kölsch als junge Leute sprechen – oder auch

nicht. Bestimmte Berufsgruppen mit starkem Kölsch-Anteil stehen im Vordergrund,

wie z.B. Taxifahrer, Kiosk-Betreiber, Wirte, Bauarbeiter, etc., aber

auch Angehörige von Familien, in denen Kölsch seit mehreren Generationen

gesprochen wird. Interessant wird auch die Untersuchung der Sprache

von Kölnern mit Migrationshintergrund sein.

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie von klein an Kölsch sprechen

und uns bei unserer Untersuchung unterstützen möchten.

Die Kölsche Liedersammlung

Ebenfalls angeregt durch Fragen der unterschiedlichsten Interessengruppen

»Wie schreibt man auf Kölsch dies und wie schreibt man das« haben

die Kolleginnen der sprachwissenschaftlichen Abteilung Schreibregeln für

das Kölsche erarbeitet, in denen eine so weit wie möglich einheitliche und

nachvollziehbare Orthographie gewährt wird, die sich bei grundlegenden

Fragen an der Orthographie des Standarddeutschen orientiert und auf

der Verwendung einheitlicher Wortstämme basiert, statt wie vorher an

einer primär phonetisch orientierten Schreibweise. Dies resultierte in dem

Buch »Kölsche Schreibregeln. Vorschläge für eine Rechtschreibung des

Kölschen«. Parallel dazu entstand das zweisprachige Standardwerk »De

kölsche Sproch – Kurzgrammatik«. Beide Bücher erschienen 2002.

Die erarbeiteten kölschen Schreibregeln fanden von nun an Eingang

in die Seminare und wurden Grundlage der weiteren hier publizierten

Literatur. Sie schlugen sich ganz besonders nieder in »Das kölsche Wörterbuch«,

das in 1. und 2. Auflage 2005 und in dritter stark überarbeiteter

und erweiterter Auflage mit 26.000 Einträgen 2009 erschien. »Das

Kölsche Wörterbuch« soll all denen eine Hilfe sein, die Kölsch lesen,

sprechen oder schreiben wollen. Es kommt dem Bedürfnis von Autoren,

16 klaaf Stadtkultur

Stadtkultur

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Kölsches Wörterbuch als App

Liedtextern, Werbeagenturen, Hobby-Poeten und all den Lesern entgegen,

die eine einheitliche, nach sinnvollen und gut nachvollziehbaren

Regeln erarbeitete Rechtschreibung wünschen und sich daran orientieren

möchten.

Auch die in den Sprach-Seminaren benutzte Literatur »Mer liere Kölsch –

ävver flöck« und »Mer liere Kölsch – ävver höösch«, die von einer Kollegin

in der Akademie verfasst wurde, vermittelt die Schreibregeln der Akademie

sowie die Grammatik aus den vorgenannten Werken.

Parallel hierzu veröffentlichte Stefan Winter unter Mithilfe der sprachwissenschaftlichen

Abteilung der Akademie 2003 ein »Kölsches Synonymwörterbuch«,

das nicht nur die Synonyme zu Wörtern enthält, sondern

auch – meist belegte – Beispiele für die Anwendung.

Im gleichen Jahr erschien – entstanden aus einer Diplomarbeit, die an

der Akademie för uns kölsche Sproch erarbeitet wurde – das »Kölsch-

Medizinisch Wörterboch – Met allem Dröm un Dran«, das eine Vielzahl von

Wörtern enthält, die im weitesten Sinne mit der Gesundheit zu tun haben.

Aus einer stattlichen Sammlung spezieller kölscher Idiome, Redewendungen

und Sprichwörtern, die der Kölsche gern benutzt und für die es

oft keine deutschen Entsprechungen gibt, entstand ein Buch mit 3.000

kölschen Redensarten, das im März 2008 unter dem Titel »Lück sin och

Minsche« erschien. Damit diejenigen, die des Kölschen nicht mächtig sind,

auch ihren Spaß an diesem Buch haben, wurden alle Redensarten und

Sprichwörter ins Deutsche übersetzt.

Auf die an der Akademie erarbeitete Orthographie des Kölschen stützt

sich auch der kölsche Vokabeltrainer, der von Ila – interactive language

attendance – im Auftrag der Akademie för uns Kölsche Sproch mit 500

kölschen Wörtern als interaktive CD produziert wurde in der Reihe der Ila

»Spielerisch Sprachen lernen!« mit dem Titel »500 Wööder op Kölsch«.

Die Akademie vermittelt Informationen und Inhalte natürlich auch im Medium

Internet. Das auf der Homepage der Akademie zugängliche online-Wörterbuch

wurde 2010 zunächst aus den Einträgen der 3. Auflage des gedruckten

Wörterbuchs zusammengestellt, aber ohne grammatische Formen, Orthographieregeln

und Anwendungsbeispielen. Inzwischen wird es auf Wunsch vieler

Benutzer um Muster konjugierter Verben erweitert sowie um typisch kölsche

18 klaaf Stadtkultur

Idiome und Redewendungen. Inzwischen gibt es auch eine App, mit der das

Wörterbuch kostenlos mit dem Smartphone aufgerufen werden kann. Diese

App wird von den Benutzern jeden Monat weit über 1 Million Mal benutzt.

Der Wunsch nach kölschen Navi-Stimmen war in der Vergangenheit bereits

mehrfach an die Akademie herangetragen worden. Für zwei Hersteller

von Navigationsgeräten, TomTom und Garmin, wurden die Fahrtanweisungen

von den Kolleginnen in der Akademie auf Kölsch verfasst – humorvoll

verpackt – und von den zwei Kölner Künstlern Gigi Herr und Gerd Köster

vertont. Das »Navi op Kölsch« wurde zu einer der erfolgreichsten Aktionen

der Akademie.Hierdurch angeregt entschied sich die Sparkasse KölnBonn,

ihre Bank- und Finanzgeschäfte in den neuen Medien ebenfalls auf Kölsch

anzubieten. Dies betraf das Handy-Banking, online-Banking und einige

Videoclips auf der Homepage der Sparkasse. Alle Texte wurden der Sparkasse

von unserer Kollegin der sprachwissenschaftlichen Abteilung in teils

humorvoller Weise übersetzt und zur Verfügung gestellt.

Seit vier Jahren arbeiten die Kolleginnen an einem weiteren online-

Angebot, der Kölschen Liedersammlung, die inzwischen weit über 10.000

Liedtexte enthält und mit durchschnittlich 200.000 Zugriffen monatlich

die häufigsten Zugriffe auf unserer Homepage aufweist. Hier findet man

Lieder aus dem 18. Jh., etliche Lieder aus dem 19. Jh., natürlich sehr viele

aus dem 20. Jh., aber auch alle Lieder auf neu erscheinenden CDs oder

mp3's. Zu den Informationen eines jeden kölschen Liedtitels gehören:

Textdichter und Komponist, Interpret, Erscheinungsjahr, Musikverlag als

Rechteinhaber, Tonträger, auf denen das Lied erschienen ist, der Liedtext in

der Original-Schreibweise sowie in der Schreibweise nach den Regeln der

Akademie und in deutscher Übersetzung. Außerdem wird die Quelle genannt

und bei vielen Liedern eine Suchkategorie nach Themen angegeben.

Die Liedersammlung wird neben anderen Projekten fortgeführt, denn die

Künstler schreiben und komponieren ja weiter kölsche Lieder. Außerdem

finden wir immer wieder alte Hefte mit kölschen Liedern, die selbstverständlich

auch Eingang in die Liedersammlung finden.

Nachdem die App für das online-Wörterbuch auf derart großes Interesse

stieß, ist nun geplant, die kölsche Liedersammlung ebenfalls als App

anzubieten – wegen des Umfangs aber wohl nur für Tablets.

CHRISTA BHATT

Stadtkultur

klaaf 19


JECK

OP

KOLLE

FOTOS:© KÖLNERKARNEVALSMUSEUM

KARNEVAL IM MUSEUM

Karneval ist viel mehr als nur Spass un Dollerei: Mit einer Wirtschaftsleistung

von annähernd 500 Mio. Euro finanziert der Kölner Karneval

direkt und indirekt etwa 5.000 Arbeitsplätze im regionalen Umfeld. Seine

Botschafterfunktion für Köln und das Kölsche innerhalb Deutschlands und

darüber hinaus ist von überragendem Wert. Mehr als 1,2 Mio. Menschen

sehen sich Jahr für Jahr allein den Kölner Rosenmontagszug an, von all

den anderen Aktivitäten in der fünften Jahreszeit gar nicht zu reden. Seit

1823 sorgt das damals noch Festordnende Komitee Kölner Karneval für die

Bündelung der karnevalistischen Aktivitäten.

Mittlerweile sind über 100 Gesellschaften im »Festkomitee des Kölner

Karnevals von 1823 e.V.« organisiert. Die Vielfalt des Volksfestes einzufangen

und eine gelungene Mischung aus Historie, Brauchtumspflege und

Spass an dr Freud für Karnevalsfreunde und Jecken aufzubereiten und

angemessen darzustellen, war lange Zeit ein unerfüllter Traum der Kölner

Karnevalisten. Doch seit am 19. Juni 2005 das Kölner Karnevalsmuseum im

Kölner Stadtteil Braunsfeld seine Pforten öffnete, gibt es auf über 1.400 m 2

vielerlei zu bestaunen. Fußend auf den Archivbeständen des Festkomitees,

das bereits seit den 1960er Jahren ein fachkundig betreutes Archiv aufgebaut

hatte, wurden die Bestände durch zahlreiche Spenden und Leihgaben

ergänzt zu einer Ausstellungs- und Erlebniswelt, die schon kurz nach ihrer

Eröffnung aus einem Kreis von mehr als 1.200 Bewerbern als ein »Ort der

Ideen und Innovationen« ausgezeichnet wurde.

Die eine Hälfte der Ausstellungsfläche ist dem Museumsteil vorbehalten,

in der anderen Hälfte, einer großen Ausstellungshalle, sind Großobjekte

wie Festwagen, Tragefiguren und Kostümpuppen zu bestaunen. Wer also

immer schon Antworten auf grundsätzliche Fragen suchte wie: Warum wird

überhaupt Karneval gefeiert Wieso gibt es in Köln ein Dreigestirn Oder

grundsätzlicher: Wie geht Karneval eigentlich ist hier allerbestens aufgehoben.

Auch dem erfahrenen Karnevalisten werden die Augen leuchten.

Hier ist das Protokollbuch des Festordnenden Comitees aus dem Jahre 1827

ebenso zu bestaunen wie eine Auswahl aus den über 16.000 zum Fundus

zählenden Kostümen und Uniformen. Der Ursprung des Trifolium (aus dem

Jahre 1823) wird ebenso beleuchtet wie die Wurzeln des Karnevals in Antike

und Mittelalter sowie dessen Ausformungen in der Weimarer Republik

und in Zeiten des Nationalsozialismus. Filme und Audioeinheiten bereiten

verschiedenste Themen multimedial auf. Sehr beliebt sind die Kostümführungen,

bei denen interessierte Besucher eine Zeitreise der besonderen

Art genießen können. Verschiedene Vertreter des Karnevals in historischen

Kostümen erwecken charmant, geistreich und witzig Stationen aus der

großen Geschichte des Karnevals wieder zum Leben: von den rituellen

Festen der Römer bis in die Jetztzeit. RALF ZIMMERMANN

KÖLNER KARNEVALSMUSEUM, MAARWEG 134-136 50825 KÖLN

TEL.: (0221) 574 0076, WEB: WWW.KK-MUSEUM.DE

20 klaaf Stadtkultur

Stadtkultur

klaaf 21


ZUM

GEDENKEN

AN HANS

KNIPP

Viel zu früh und völlig unerwartet ist der urkölsche Texter und Komponist

Hans Knipp im Alter von 65 Jahren vor gut einem Jahr am 2. Dezember

2011 in Altenkirchen im Westerwald gestorben. Sein Repertoire betrug

nach eigenen Angaben knapp 800 Texte und Kompositionen. Schon seine

ersten kölschen Lieder waren außergewöhnlich erfolgreich: 1968 wurde

»Mir schenke dä Ahl e paar Blömcher« veröffentlicht, 1969 folgte »Uns

Tante Klara« und 1970 das bekannte und von vielen Künstlern präsentierte

Lied »Ne Besuch im Zoo«. Seit 1970 schrieb Hans Knipp auch Texte für die

damals noch junge kölsche Band Bläck Fööss, angefangen mit »Drink doch

eine met«, später zusätzlich für die Paveier und etliche andere Künstler.

Fast alle seine kölschen Lieder wurden große Erfolge, die an Aktualität

kaum verloren haben und die man heute noch hört und singt.

In klaaf 03/10, S. 22ff. hat Christa Bhatt einen Artikel geschrieben »Hans

Knipp – Der bekannteste kölsche Unbekannte« (http://koelschakademie.

finbot.com/pdfs/2010-3.pdf), nachdem sie zwei Künstler, die Knipp beruflich

und privat sehr nahe standen, interviewt hatte: Hartmut Priess von

den Bläck Fööss und Wicky Junggeburth. Beide bezeichnen Hans Knipp als

stillen und introvertierten Menschen, einen Einzelgänger, der sich in den

Westerwald zurückgezogen hatte. Ins Rampenlicht oder in die Öffentlichkeit

wollte der bescheidene Mann nie, selbst seine wenigen Live-Auftritte

waren nicht wirklich nach seinem Gusto, obwohl er ein guter Sänger

war. In einem Interview mit KölnInside sagte Knipp, dass die musikalische

Vielfalt der Bläck Fööss bei ihm deutliche Spuren hinterlassen habe. Für

ihn war die Arbeit besonders interessant, weil er für alle musikalischen

Stilrichtungen, ob Jazz, Blues, Foxtrott oder Country, die treffenden Texte

schreiben musste und konnte. Hartmut Priess äußert sich seinerseits

glücklich darüber, dass Knipps Sprache den Texten Leben verlieh. Er selber

sähe die Dinge manchmal zu sachlich.

WAS KNIPP SCHRIEB, WAR

KÖLSCH, »RICHTIGES« KÖLSCH

Hans Knipp hatte großen Anteil daran zu zeigen, dass Kölner Texte durchaus

Qualität haben. Jahrelang wurde die Qualität dieser Texte in der öffentlichen

Kultur in Köln nicht anerkannt, außer im Bereich der Karnevalsgesellschaften.

Aber als Hans Knipp 1998 den Kölner Literaturpreis bekam, war

das eine schöne Anerkennung.

Er wird oft mit Willi Ostermann oder Karl Berbuer verglichen. Priess

hält Knipps Texte für philosophischer als die von Ostermann. Priess:

»Da tau chen auch andere Gedanken und Bewusstseinsebenen auf, die bei

Oster mann eigentlich sehr selten vorhanden waren.«

FOTO: HANS KNIPP

22 klaaf Stadtkultur

Stadtkultur

klaaf 23


WDR. Domradio hat sich Karnevalssonntag und Karnevalsdienstag 2012

vor dem großen Komponisten und Texter Knipp mit einer zweistündigen

Sondersendung mit Menschen, die ihn gut kannten, verbeugt: Zu Wort

kamen Hartmut Priess und Bömmel Lückerath von den Bläck Fööss, die

40 Jahre mit Hans Knipp eng zusammen gearbeitet haben, Hannes Schöner

von den Höhnern und 'ne Bergische Jung, Willibert Pauels. Zu hören

waren in der Sendung Kompositionen von oder mit Hans Knipp, darunter

einige seltene Schallplattenschätzchen. Hören Sie doch einmal rein:

www.domradio.de/menschen/79734/mit-den-blaeck-foeoess-willibertpauels-und-den-hoehnern.html.

FOTOS: MONIKA SCHWEDEN

Hans Knipp mit Kurt Adolf Thelen, Willy Schweden und Toni Geller

Wicky Junggeburth betonte, dass Hans Knipp immer seinen eigenen Kopf

hatte und nur das machte, woran er Spaß hatte. Als hochsensibler Mensch

gelang es ihm sehr gut, sich in einen anderen hineinzuversetzen. Und was

Hans Knipp schrieb, das war Kölsch, »richtiges« Kölsch. Ihm war das sehr

wichtig. Denn er legte in jeder Hinsicht Wert auf Qualität. Er besaß die

kölsche Denkweise, aber eben in einer kunstvolleren Weise als die meisten

anderen. Er wählte Formulierungen um drei Ecken herum, die aber nie

platt waren. Das konnte kein anderer so wie er. Jeder Text erzählt eine in

sich geschlossene Begebenheit oder Geschichte. Das war es, was bei Hans

Knipp im Vordergrund stand.

JEDER TEXT ERZÄHLT EINE IN

SICH GESCHLOSSENE BEGE-

BENHEIT ODER GESCHICHTE

Über den viel zu frühen Herztod von Hans Knipp war nicht nur die Kölner

Musikszene sehr bestürzt. Alle namhaften Künstler in Köln sind sich einig,

dass sich mit Hans Knipp ein ganz Großer der Kölner Liedermacher- und

Texterszene verabschiedet hat. Sie sind froh ihn gekannt zu haben und

sprechen ihm posthum ihren Dank aus für die vielen schönen Lieder, die in

uns allen weiterleben werden. Sie hoffen, dass er beim Herrgott im Himmel

weiter göttliche kölsche Lieder schreibt. Wir fühlen wie Wolfgang Anton,

der schreibt »… mein Herz weint«.

Auch in der Presse wurde der Tod von Hans Knipp bedauert. So konnte

man Trauer und Bestürzung aus Berichten der regionalen Printmedien wie

dem Stadt-Anzeiger, Express und der Rundschau herauslesen, jedoch auch

im Hörfunk und Fernsehen wurde an Knipp erinnert, so zum Beispiel im

Nach seinem Tod erwiesen viele

Musiker Hans Knipp die Ehre, indem

sie seine Lieder in ihre Auftritte

einbauten. So wurde bei vielen

Konzertveranstaltungen durch die

Interpretation seiner Werke Hans

Knipp gedacht. Die Prinzenproklamation

2012 stand fast ganz unter

dem Motto »Hans Knipp zu Ehren«.

Einige Künstler hatten ein Medley

seiner Lieder zusammengestellt, als

da waren Lotti Krekel, Renate Fuchs,

King Size Dick, Marita Kölner und

die Paveier, denen Hans Knipp den

Grundstein zu ihrem musikalischen Erfolg gelegt hat. Sie haben mit dem Lied

»Alles weed jot« Knipps Lebensphilosophie interpretiert und mit »Heimat

es« sein allerletztes Lied vorgetragen,

während die Bläck Fööss ihm

mit »Stammbaum« gedankt haben.

Eine CD mit seinen Liedern erschien

bei Pavement Records unter dem Titel

»Also tschüss, maach et joot – Eine

Hommage an Hans Knipp«.

Im September 2012 hat sein guter

Freund und Weggefährte Dieter Glave,

der einige seiner Lieder komponierte,

im Marzellen-Verlag ein Buch

herausgegeben »Das Leben ist ganz

nah – Erinnerungen an Hans Knipp«

mit etlichen bisher unveröffentlichten

Liedern und Fotos (ISBN 978-3-

937795-22-5; Preis 16,95 EUR).

Im Oktober 2012 wurde Hans Knipp noch eine besondere Ehre zuteil. Er

wurde im »Gilden im Zims« am Heumarkt in die »Heimat Kölscher Helde

aufgenommen. Zur feierlichen Enthüllung des Bildes gaben Paveier und

Bläck Fööss ein kleines Unplugged-Konzert. In der Galerie im Raum »Kölsch

und Karneval« hängt sein Bild nun in einer Reihe mit Trude Herr, Willi

Ostermann, Willy Millowitsch u.a. kölschen Idolen.«

Der Heimatverein Alt-Köln e.V. hat am 19.11.2012 einen Liederabend

zu Ehren von Hans Knipp im Volkshochschul-Forum veranstaltet, für

den das Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Jansen ein buntes Programm

zusammengestellt hatte.

24 klaaf Stadtkultur Stadtkultur klaaf 25


Für Köln-Genießer

www.koelntourismus.de

FOTO: DIETER GLAVE/MARZELLEN VERLAG

Hans Knipp im Januar 2008

Wenn Sie nach Ihrem

Besuch ein Stück

Köln mit nach Hause

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an Köln

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ALS HOCHSENSIBLER

MENSCH GELANG ES

IHM SEHR GUT, SICH

IN EINEN ANDEREN

HINEINZUVERSETZEN

Am 3.12.2012 hat »de Familich« in Zusammenarbeit mit dem Brauhaus

Sion dort ein Gedenkkonzert auf die Beine gestellt, in dem verschiedene

Künstler ihre eigenen Versionen von Knipp'schen Liedern vorgetragen haben.

Vorab erhielt auch jeder Gast die Möglichkeit sich seine Lieblingslieder

zu wünschen. Zu den Mitwirkenden gehörten neben De Familich auch

Wicky Junggeburth, Joerg Weber, Kai Engel, Stefan Brings, Die Brausen,

Samy Orfgen, Micha Zass, Jupp Mendt, Paul Shigihara und La Papa Verde.

Die Akademie för uns kölsche Sproch würdigte Hans Knipp mit einem

online-Adventskalender, in dem diesmal ausschließlich Weihnachtslieder

von Knipp zu finden waren. Als besondere Hommage an ihn waren

die Lieder nicht nur zum Lesen, sondern diesmal auch zum Hören. Der

Adventskalender bleibt bis zum 6. Januar online auf der Homepage der

Akademie www.koelsch-akademie.de.

CHRISTA BHATT

26

klaaf Stadtkultur

Em Golde Kappes

„Wer uns nicht kennt,

hat Kölle verpennt!“

Genießen Sie frisch gezapftes Früh

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Aus der Küche kommen nicht nur kölsche

Brauhausgerichte und täglich frische Reibekuchen

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1913 eröffnet, 2009 von Cölner Hofbräu P.

Josef Früh übernommen und hat nach einer

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KLAAF EM MEDIAPARK

FOTO: PRIVAT

FOTO: MARTINA SCHWANENBERG

Margareta Schumacher Günter Schwanenberg Szene aus der ersten gemeinsamen Veranstaltung mit Mitgliedern der Kumede

FOTO: JANET SINICA

WIE ET FRÖHER WOR …

LEEDER UN VERZÄLLCHER US DÄM AHLE KÖLLE

Margareta Schumacher und Günter Schwanenberg laden am 12. März zu

einem lehrreichen und zugleich unterhaltsamen Gang durch die Geschichte

Kölns ein.

Zwei Aspekte wollen die Mundartautorin und der Musiker an diesem Abend

beweisen: Geschichte muss nicht trocken sein und Kölsch hat nicht nur im

Karneval seinen Platz.

Margareta Schumacher vertritt bei ihrer literarischen Arbeit das Motto

»Geschichten zur Stadtgeschichte Kölns«. Dies spiegelt sich besonders in

den vier bisher erschienenen Büchern wieder, von denen drei in kölscher

Sprache verfasst sind. Denn sie vertritt den Standpunkt, dass man mit

Kölsch alle möglichen Inhalte zum Ausdruck bringen kann, auch historische.

Entscheidend ist für sie, ob sich ihre Geschichten zu einer Zeit und

in einem Umfeld entwickeln, in dem tatsächlich Kölsch gesprochen wurde.

Ansonsten schreibt sie in Hochdeutsch. Denn die Sprache trägt maßgeblich

zur Charakterisierung der Menschen bei. Der Zuspruch zu ihren Lesungen

beweist, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Auch für Günter Schwanenberg steht die Geschichte Kölns im Mittelpunkt

seiner Aktivitäten, wobei er jedoch versucht, sie mit Hilfe der Musik

zu vermitteln. Er unternimmt »musikalisch-literarische Spaziergänge«

durch Köln und über den Südfriedhof und präsentiert Bühnenprogramme

unter dem Titel »Musikalische Stadtgeschichten«. Dabei stellt er alte

kölsche Lieder vor, deren inhaltliche, musikalische und sprachliche Qualität

die der meisten heutigen Lieder bei weitem übertrifft.

Beide stellen beim »Klaaf em Mediapark« herausragende Ereignisse und

prominente Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte vor und spannen

dabei den Bogen von der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert.

… UN IMMER WIDDER WEED ET MAI

Da die erste gemeinsame Veranstaltung im Jahr 2012 auf großen Anklang

beim Publikum gestoßen ist, planen der Heimatverein Alt-Köln und die

Akademie för uns kölsche Sproch auch in diesem Jahr einen gemeinsamen

Abend in der Reihe »Klaaf em Mediapark«. Bitte merken Sie sich den 28.

Mai in Ihrem Kalender vor! Nachdem wir beim ersten Mal an vier bereits

verstorbene Kölner Persönlichkeiten erinnert haben, wenden wir uns dieses

Mal an die heutigen Mundartautoren mit dem Aufruf, einen kölschen Text

zu schreiben zum Thema:

»… un immer widder weed et Mai«.

Es bleibt dem Autor überlassen, ob er sich mit der Jahreszeit befasst oder

mit der Bedeutung des Monats für Brauchtum und Geschichte. Außerdem

kann das Thema auch in übertragenem Sinne gedeutet und auf den Lebensweg

bezogen werden nach dem Motto: »et jeit immer widder berchop«.

Wichtig ist uns, dass sich die Texte mit der heutigen Zeit und aktuellen

Themen auseinandersetzen.

Der Umfang der Texte soll 1,5 Seiten nicht überschreiten

(1,5 zeilig geschrieben; ca. 3.300 Zeichen mit Leerzeichen).

Bitte senden Sie die Texte bis 15. März an:

Willi Reisdorf, Liegnitzstr. 5, 50737 Köln oder

Akademie för uns kölsche Sproch, z. Hd. Ingeborg Nitt,

Im Mediapark 7, 50670 Köln

Beide Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr im Saal, Im Mediapark 7.

Nähere Informationen auch im Terminteil.

INGEBORG NITT

28 klaaf Kölsches Leben

Kölsches Leben

klaaf 29


RODSEL

HINWEIS: Umlaute werden so geschrieben ä, ö, ü, äu und ß bleibt so

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2

WIE HEISS DAT OP KÖLSCH: 13 Op unser Internetsigg kann mer en

Sammlung vun wat finge

1 Koot för 'Akademie för uns kölsche 14 Wat es et eeschte Wood em Name

Sproch'

vun unsem Verein

2 Wie heiß uns Veranstaltungsreih 15 Wat gitt et zick 2011 op Kölsch

(Eesch Wood)

16 Wie vill Johr gitt et de Akademie

3 Wie heiß uns Sprochwesseschaf flerin 17 Wat es der hüchste Avschloss bei

met Nohname

der Akademie

4 Wä es för de Seminare un Üvversetzunge

zoständig (Nohname) leiter met Nohname

18 Wie heiß unse aktuelle Akademie-

5 Unse Schnupperkurs heiß: E... Kölsch 19 Wo es de Kölschakademie

6 För wä mäht et Priska Höflich Aktione 20 Uns Akademie gitt et zick nüngsehnhundert...

unachzig.

7 Uns Lierboch heiß: Mer liere...

8 Wie heiß uns Bibliothekarin met 21 Wat es de zweitbeste Not beim Exame

Nohname

22 Wie heiß et letzte Thema vun de

9 Wo kunnt mer fröher kölsche

Kölsch-Seminare

Verzällcher hüre Am...

23 Wat för ene Avschluss kann mer

10 Nohname vum eeschte Akademieleiter noh vier Semestere Kölsch krige

11 Woför han mer en eige App 24 Wat för e Thema weed em 2.

12 Wodurch es de Akademie bekannt Semester behandelt

LÖSUNGSWORT:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Senden Sie eine Postkarte mit dem Lösungswort bis Do., 31. Januar 2013:

Akademie för uns kölsche Sproch, Alice Herrwegen, Im Mediapark 7,

50670 Köln. Die Preise werden unter allen richtigen Einsendungen verlost.

1. Zwei Karten für den Klaaf em Mediapark am 12. März 2013

2. Ein Buch »Alles Kölsch« der Akademie för uns kölsche Sproch

3. Ein Buch »Weltliteratur op Kölsch« der Akademie för uns kölsche Sproch

Die drei Gewinner werden benachrichtigt und erhalten ihren Gewinn auf dem Postweg zugestellt.

Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Mitarbeiter und Seminarleiter der Akademie

för uns kölsche Sproch sind von der Teilnahme ausgenommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Personenbezogene Daten werden ausschließlich zum Zwecke der Abwicklung des Gewinnspiels

verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Dieses Mal gibt es nur einen Gewinner: Bruno Odenthal: zwei Karten für den Klaaf em Mediapark

Lösung Rödsel aus Heft 4/12: 1. Köttel | 2. Freese | 3. Hungerhoke | 4. Hangdier | 5. Geflappte

6. Senk | 7. Schlunz | 8. Böll | 9. Krabitz | 10. Gesocks | 11. Blökes | 12. Stirks | 13. Tratsch | 14. Stoppe

15. Bumskopp | 16. Knüsel | 17. Tiff | 18. Hanak | 19. Kniesbüggel | 20. Gööz | 21. Flabes | 22. Döppe

30 klaaf Rödsel

Rödsel klaaf 31


RARE-

TATCHER

US DEM BOCHERSCHAAF

Lange Winterabende verbringt man am besten mit einem spannenden

Buch oder einem interessanten Hörbuch. Claudia Schlickeiser,

Frederike Müller und Ingeborg Nitt stellen einige Werke vor, die alle

im Handel zu erwerben sind oder in unserer Bibliothek kostenlos

entliehen werden können.

Marita Dohmen

Schmitze Klaaf – Kölsche Geschichten

Hörbuch – Kölsch aus erster Hand, Dabbelju, Köln 2012

Der Ruf nach kölschen Hörbüchern

wird immer lauter. Vor allem unsere

Seminarteilnehmer sehen in ihnen

nicht nur eine schöne Unterhaltung,

sondern auch eine große

Hilfe beim Erlernen der »kölschen

Sproch«. Umso erfreulicher ist

es, dass der Dabbelju Verlag seit

einigen Jahren in Zusammenarbeit

mit der Akademie för uns kölsche

Sproch die Hörbuchreihe »Kölsch

aus erster Hand« veröffentlicht.

Auf der neuesten CD liest die bekannte

Mundartautorin Marita Dohmen einige ihre kölschen Geschichten,

die sich hauptsächlich um »et Lisbett Schmitz« ranken. So erfährt der Zuhörer

von den Nöten der kleinen Lisbett während ihrer »eeschte Bich« und

feiert ihre Kommunion mit »Mer soll de Feste fiere wie se falle«. Auch als

Erwachsene erlebt sie Freud und Leid. Das alles schildert Marita Dohmen

anschaulich und lebensnah mit viel Humor, aber auch Anteilnahme.

Fünf Bücher hat die Seminarleiterin der Akademie för uns kölsche

Sproch bereits verfasst, dies ist ihr erstes Hörbuch, das der Zuhörer sich in

aller Ruhe zu Gemüte führen sollte.

Tommy Engel mit Bernd Imgrund

Du bes Kölle

Kiepenheuer & Witsch, Köln 2012

18,99 Euro, ISBN 978-3-462-03827-9

»Ich will Musiker werden. Und sonst

gar nichts.« Das war Tommy Engel

bereits mit 12 Jahren klar. Denn

nach einer kurzen Fußballkarriere als

»Rechtsaußen«, wie sein Idol Helmut

Rahn, zeigte sich schnell: Ascheplätze,

Dreck und kalte Wintertage sind

nichts für ihn. Also doch lieber in

Vaters Fußstapfen treten.

Geboren am 28.11.1949 als

zehntes Kind, wurde Tommy Engel

das Talent für die Bühne bereits in die

Wiege gelegt. Denn der Vater Richard

Engel, »D’r Rickes« spielte bei den Vier

Botze. Oft saß der alte Herr abends

mit seiner Band zusammen, und sie

probten für den nächsten Auftritt.

Aufgewachsen ist Tommy Engel

im Vringsveedel. Der Leser erfährt

viel über die Kindheit und das

Erwachsen werden im Hause Engel. Natürlich handelt der größte Teil von

seiner großen Liebe: der Musik. Bevor sich die Bläck Fööss fanden, spielte

Tommy Engel in vielen anderen Bands. Nicht immer als Frontsänger, sondern

zu Anfangszeiten hauptsächlich als Schlagzeuger.

Allerdings wollten seine Eltern, dass der Junge etwas Anständiges lernt,

und so zog es Tommy 1963 in luftige Höhe: Eine Ausbildung zum Schornsteinfeger

sollte es werden. Dass es dann ganz anders kam, und vor allem

wodurch, erfährt der Leser im Buch.

Doch das Selbstportrait, das Engel zusammen mit dem Bestsellerautor

Bernd Irmgrund hat entstehen lassen, ist mehr. Das Buch zeigt nicht nur

den Kölner und Musiker Tommy Engel – es zeigt auch dessen politische

Seite. Wer weiß schon, dass Engels Patenonkel Thomas Liessem war, Präsident

der Prinzengarde und des Festkomitees und zufällig auch ein Mann,

der bereits 1932 in die NSDAP eintrat.

Dieses Thema spielt heute noch in Engels Leben eine große Rolle; nicht zuletzt

am 9. November 1992, als es in Köln zur großen »Arsch huh« – Kampagne

gegen rechtsradikale Gewalt kam, an der Tommy Engel kräftig mitwirkte.

Das angenehme an dieser Biografie ist, es ist keine Abrechnung! Egal, ob

er von der Trennung seiner Eltern spricht, seiner eigenen Scheidung, oder

dem Auseinandergehen seiner Bands – es fallen nie böse Worte. Manchmal

passt es einfach nicht mehr im Leben.

Viele Kleinigkeiten sind es dagegen, die den Leser ins Staunen versetzen

werden. Ob es nun der kurze Ausflug des jungen Engel an die Rheinische

Musikschule ist, oder wie und wo es zum ersten Treffen der Bläck Fööss

kam. Kurzum: Tommy Engel schafft mit dem Buch sehr kurzweilige Einblicke

in seinen Alltag. Es ist kein riesiger Wälzer, sondern ein Werk, welches

man sich wunderbar in ein paar Abendstunden aufteilen kann.

32 klaaf Köln literarisch

Köln literarisch klaaf 33


Ina Knobloch

Der Duftmacher

Pendo, München 2010, 16,95 (gebundene Ausgabe),

ISBN 978-3-86612-267-3

Ein Roman, der in die Welt der

Düfte entführt. Atmosphärisch

und olfaktorisch herausragend.

Man denkt bei dieser Einleitung

ganz schnell an »Das Parfum« von

Patrick Süskind. Einige Parallelen

sind natürlich vorhanden: Beide

Bücher drehen sich um absolute

»Super-Nasen«. Davon abgesehen

entwickeln die Geschichten sich

jedoch völlig unterschiedlich.

Giovanni Maria Farina, vielen Kölnern

als Erfinder des Eau de Cologne

(Kölnisch Wasser) bekannt, ist der

Hauptdarsteller dieses Romans.

Sein ganzes Leben war von Düften

bestimmt, ob sie nun angenehm oder

widerlich waren. Farina ging immer

der Nase nach, auch und gerade bei

Menschen, die in sein Leben traten.

Bemerkenswert ist, dass jedes Kapitel

mit einem Duft beginnt, der auch den Charakter des Buchabschnittes

vorgibt. So kann man sich auf ein angenehmes, heiteres Kapitel einstellen,

wenn der anfangs beschriebene Duft lieblich und erfrischend ist. Durch

diese Unterteilung lernt man nicht nur mehr über Düfte, ihre Wirkung und

Herkunft, die Geschichte ist so sehr kurzweilig und übersichtlich.

Das Buch ist in einer angenehm zu lesenden Sprache geschrieben, die

die Lektüre zu einem Genuss macht. Ob der Hauptprotagonist, Giovanni

Maria Farina, nun im sündigen Venedig seine ersten Schritte als Aromateur

macht, oder in Grasse neue Techniken lernt, immer stehen die Düfte

im Mittelpunkt. Auch am Hofe des Sonnenkönigs macht Farina wertvolle

Erfahrungen für sein weiteres Leben.

Man muss sich jedoch vor Augen halten, dass dies keine Biografie ist,

sondern ein Roman, der sich um das Leben von Johann Maria Farina, wie

er in Köln hieß, dreht. Demzufolge sind manche Begebenheiten erfunden.

Die Autorin klärt jedoch im Anschluss an den Roman über die historischen

Fakten und erfundenen Vorgänge auf.

Auch wenn das Buch nicht nur in Köln, sondern auch in Italien und Frankreich

spielt, dreht sich die Handlung um eine bekannte Kölner Persönlichkeit.

Sehr empfehlenswert für alle Leser, ob sie nun geschichtsinteressiert sind,

oder einfach nur gute Unterhaltung suchen. Das Buch bietet beides.

KLAAF BESTSELLERLISTE

In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen regelmäßig die Top 10 der

beliebtesten Bücher zum Thema Köln, jeweils ausgesucht von einer

der großen Kölner Buchhandlungen.

1

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5

6

7

8

9

10

ARCHITEKTURFOTOGRAFIEN

DER FÜNFZIGER JAHRE

Karl Hugo Schmölz, Schirmer/Mosel

VILLEN IM KÖLNER SÜDEN

Wolfram Hagspiel, J.P. Bachem Verlag

WE ARE COLOGNE

Athenea Diapoulis & Simon Hariman, Emons Verlag

NEUE KÖLSCHE LIEDER-KÜCHE

Robert Pütz/Tomi Ungerer,

Verlag der Buchhandlung Walther König

KÖLN UND UMGEBUNG 1933-1945

Bruno Fischer, Ch. Links Verlag

KÖLN VERTIKAL

Björn-Eric Kohnen, Emons Verlag

KÖLN – DER BILDBAND

Konzeption: Manfred Linke,

Verlag Kiepenheuer und Witsch

KÖLNER STADTBAUMEISTER UND ...

Architektur Forum Rheinland e.V. (Hrsg),

Verlag der Buchhandlung Walther König

LUFTBILDATLAS KÖLN

Uta Keil/Philipp Meuser, DOM Publishers

KÖLN – BILDER UND GESCHICHTEN

Stefan Worring, Elke Heidenreich,

Verlag Kiepenheuer und Witsch

Wir bedanken uns bei der Buchhandlung Walther König für

die Informationen und Statistiken zur Erstellung dieser Liste.

34 klaaf Köln literarisch

Köln literarisch

klaaf 35


DE

KOLSCHE

KOCH

Die Rubrik »Kölsche Köch« stellt in jeder Ausgabe Rezepte vor, die in

die entsprechende Jahreszeit passen und beschreibt Hintergründe oder

Besonderheiten der eingesetzten Produkte.

Etwa ab dem 10./11. Jahrhundert schafften sich Handwerker und Kaufleute

in der Kölner Rheinvorstadt einen Markt- und Handelsplatz. Im Laufe der

folgenden Jahrhunderte entwickelte sich dieser Teil der Stadt zu einem der

bedeutendsten Handelsplätze in Westeuropa. Nachdem die Rheinmühlen,

die bis dahin in Höhe der Mühlengasse verankert waren, im Jahre 1148

verlegt wurden, konnten am Rheinufer des Martinviertels zwischen Mühlen-

und Salzgasse die Schiffe mit den niederländischen Gütern – Salz,

Fische und Ventwaren (leicht verderbliche Waren) – gelöscht werden. Am

Fischmarkt entstand ein Fischkaufhaus. Der Lebensmittelhandel fand vor

allem auf dem Alter Markt und dem Heumarkt statt.

Zu den vorgenannten Ventwaren gehörte auch der Speck, der schon

für die Franken die ausgesprochene Leibspeise war. Obwohl in der Stadt

selbst geschlachtet wurde, reichte der Speck, der für die damaligen Küchen

nahezu unentbehrlich war, nicht aus und musste deshalb importiert werden.

Ursprünglich brachten Lütticher und Hoyer Kaufleute den Speck aus

England über den Rhein nach Köln. Es ist ein sehr vielseitiges, nahrhaftes

Lebensmittel, das frisch oder geräuchert, als fetter, durchwachsener oder

magerer Speck in den Handel kommt. Welche Bedeutung der Speck für die

Ernährung in der Stadt hatte, kann man auch daran erkennen, dass er dem

Stapelrecht unterlag und dass es für den Verkauf auf dem Heumarkt neben

den Fleischbänken auch separate Speckbänke gab.

In der Kombination mit Eiern kommt beispielsweise der durchwachsene

Speck besonders gut zur Geltung, wie das nachfolgende Rezept eines Speckpfannkuchens

zeigt. Schade nur, dass die Kölner früher mindestens die

Hälfte des Jahres auf ein solches Gericht verzichten mussten, denn Eier

waren sehr teuer. Hauptgrund war aber, dass im Mittelalter und noch bis

in das 18. Jahrhundert hinein die Fastenpraxis im katholischen Köln die

Enthaltung an insgesamt 184 Abstinenztagen vorschrieb. Dieser Verzicht

betraf nicht nur das Fleisch, sondern auch Eier, Fett und Milchprodukte.

SPECKPANNEKOCHE MET SCHLOT

SPECKPFANNKUCHEN MIT SALAT

8 EIER (FÜR 4 PFANNKUCHEN)

½ LITER MILCH

150 G MEHL

PFEFFER, SALZ

4 LAUCHZWIEBELN

100 G BUTTER

200 G DURCHWACHSENER SPECK

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit der Milch und

dem Mehl sowie etwas Pfeffer und Salz mit einem Schneebesen schaumig

rühren. Anschließend den Eischnee vorsichtig und sorgfältig unterheben.

Die Lauchzwiebeln putzen, in feine Scheiben schneiden und in den Pfannkuchenteig

rühren.

Den Speck in feine, dünne Streifen schneiden. In einer großen flachen,

beschichteten Pfanne etwa 25 g Butter schmelzen und den Speck für eine

Portion darin bei mittlerer Hitze leicht bräunen lassen. Ein Viertel des Pfannkuchenteiges

zugeben und den Pfannkuchen erst auf der einen, dann auf

der anderen Seite bräunen. Die restlichen Pfannkuchen genau so zubereiten.

FÜR DEN SALAT:

1 ENDIVIENSALAT

1 ZWIEBEL

2 GEKOCHTE KARTOFFELN

ESSIG, ÖL, PFEFFER, SALZ, PRISE ZUCKER

Den Salat putzen und in Streifen schneiden, in einer Schüssel mit kaltem

Wasser waschen, dann abtropfen lassen. Aus Essig und Öl mit den Gewürzen

eine Marinade rühren, die Zwiebel fein hacken, die Kartoffeln kneten

und beides zugeben. Den Salat unterheben.

THOMAS COENEN: »DER KÖLSCHE REZEPTE-KALENDER 2011« VON STÜCKKÖLLE

36 klaaf Kölsche Köch

Kölsche Köch klaaf 37


FOTO: © TASHKA2000 - FOTOLIA.COM

FOTO: © LECORNICHON – DE.WIKIPEDIA

ALLTAGSKOST AUF

DEM LAUFSTEG

KLEINES

KÖLSCHE-KÖCH-LEXIKON

Was auf dem Lande als eine übliche Alltagsspeise angesehen wurde, war

in vielen kölschen Wirtschaften ein besonderes Erlebnis: »Der Pannekoche«,

besonders der mit Speck und Salat. Noch nach dem Krieg wurden

in den Brauhäusern Speckpfannkuchen mit riesigen Ausmaßen serviert

und wenn der Köbes ihn aus der Küche zum Gast brachte, war das wie ein

Auftritt, der alle Blicke auf sich zog. Riesige Teller, die in der Mitte erhöht

waren, damit der Pfannkuchen noch mächtiger erschien, wurden von

großen Schüsseln Salat begleitet.

Was die Kölner so treffend unter einem »Pannekoche« verstehen, wird in

den südlichen oder östlichen Gegenden Deutschlands als Eierkuchen angesehen,

während dort der Pfannkuchen aus einem Hefeteig mit verschiedenen

Füllungen bereitet und in heißem Schmalz ausgebacken wird.

Da sich die Leute auf dem Land früher meist Hühner hielten, waren Eierspeisen

für sie etwas ganz Alltägliches. Ganz anders in der Stadt, wo die

Eier sehr teuer waren. Das änderte sich erst durch die Massentierhaltung

und Legebatterien nach dem Zweiten Weltkrieg. So kostete ein Speckpfannkuchen

im »Brauhaus Päffgen« vor dem Ersten Weltkrieg 50 Pfennige. Das

ist nicht viel Wenn man bedenkt, dass ein Schweinebraten oder sogar ein

Kalbsbraten zu dieser Zeit nur 40 Pfennige kostete, war ein solcher Pfannekuchen

schon etwas Besonderes. Die Kinder liebten eher die süße Ausgabe

mit Marmelade, Kirschen oder Äpfeln sowie Zucker und Zimt.

»Andiv«, wie in kölnischer Mundart die Endivie genannt wird, gehört zu

den Cichorienarten und wurde früher nicht nur als Salat, sondern auch als

Gemüse und in Suppen gegessen. Eingemacht wurden die Endivien wie grüne

Bohnen oder Rübstiel mit Salz in einem Steintopf und galten so als preiswerte

Wintergemüse. Teuer, aber besonders fein, waren die spät gesäten

Pflanzen, die bei Eintritt des Winters in Sandbeete im Keller umgepflanzt

wurden und dort vor dem Verzehr gebleicht wurden. Zum Bleichen band

man die Außenblätter über den Herzblättern zusammen, die inneren Blätter

blieben dann schön gelb. Da die Endivie mitunter etwas bitter schmecken

kann, bereitet man die Salatsauce mit gekneteten Kartoffeln zu.

THOMAS COENEN

ANDIV, ANDIVESCHLOT, ANTIVI: Endivien. Heute hauptsächlich

eine Salatpflanze, die meist im Winter angeboten wird. In früheren

Zeiten wurde die Endivie auch gedämpft als Gemüse oder in der Suppe

gegessen. Die Endivie ist wie der Chicorée eine Cichorienart. Die äußeren

oder dunklen Blätter schmecken meist sehr bitter, deshalb wurden diese

Salat- und Gemüsepflanzen früher gebleicht (zugebunden und vor Licht

geschützt), bevor sie für den Verzehr geeignet waren.

CICHORIEN (AUCH ZICHORIEN): Chicorée. Wird im Rheinland als

Salat gegessen. Die jungen Pflanzen werden abgedeckt, damit die Blätter

weiß bleiben. Früher dienten die gerösteten Wurzeln als Kaffeeersatz.

KÖBES: Kurzform für Jakob. Gattungsbezeichnung für den Zapfburschen in

einer kölnischen Wirtschaft. Er trägt ein blau gestricktes Wams, blauleinenen

Schurz und eine lederne, um den Leib geschnallte Geldtasche. Er ist manchmal

witzig, manchmal auch etwas mürrisch oder spitz, doch meistens munter.

PANNEKOCHE: Pfannkuchen. Ein hauptsächlich aus Eiern, Mehl und

Milch bereiteter Teig, der in der Pfanne als dünner Kuchen beidseitig

ausgebacken wird. Deftig wird er mit dünnen Speckscheiben gebraten,

in der süßen Variante mit Kirschen, Äpfeln, Heidelbeeren o. ä. und mit

Zucker und Zimt bestreut.

POSCHEIER: Ostereier. Bunt gefärbte, hart gekochte Eier, die an Ostern

verschenkt werden. Typische Osterspeise, da Eier in früheren Jahren während

der Fastenzeit verboten waren. Diese Eier kamen vermutlich aus dem

farbenfrohen Orient während der Kreuzzüge zu uns.

VENTGUT: Leicht verderbliche Ware, besonders Lebensmittel wie u. a. Butter,

Käse oder Speck, die im mittelalterlichen Köln einer besonderen Begutachtung

durch die Beauftragten des Rates der Stadt unterlagen. Diese in großem Umfang

aus den Niederlanden bezogenen Waren unterlagen der Zollpflicht.

38 klaaf Kölsche Köch

Kölsche Köch

klaaf 39


111 JAHRE HEIMATVEREIN

ALT-KOLN

Das war schon ein würdiger Beginn im Jahre 1902: Peter Klotz, der Urenkel

des Hänneschen-Gründers Johann Christoph Winters (1802) spielte

auf einem Vereinsabend, Jakob Dreesen trug Krätzchen vor, die Parodie

»De Kaventschaff« von Hönig wurde deklamiert und der Vorsitzende des

Vereins, der Buchhändler Kaspar Arnold Stauff, referierte über Kölner

Sprichwörter und Kölner Straßen.

Heribert A. Hilgers, der langjährige Vereinsvorsitzende (1980-2004) berichtet

in »Alt-Köln« (84/1992, S. 19 ff.) über die Absichten der Vereinsgründung.

Die Entwicklung innerhalb der Stadtbevölkerung wurde so eingeschätzt,

dass befürchtet wurde, die kölnische Lebensart, orientiert am Volk,

ginge durch die Orientierung an »fremder« Lebenshaltung verloren. »Das

Däftige schwand, um Äußerlichem Platz zu machen. Der Kölner Dialekt

kam in Verruf und galt mehr und mehr als unfein; es war ein allgemeiner

Niedergang des Kölnertums bemerkbar.« Hilgers zitiert die im ersten Heft

des Vereinsorgans 1906 dagegen formulierten Ziele: »'Alt-Köln' verfolgt

den Zweck, ein Sammelpunkt für den echten däftigen Kölner Bürger zu

sein, dessen Eigenart durch die rasche Entwicklung unserer Vaterstadt ...

und den massenhaften Zuzug von auswärts immer mehr zu verflachen

droht. Dem soll Einhalt geboten werden durch festen Zusammenhalt aller

alten kölnischen Elemente in einem Verein, der die kölnische Art, vorab

das unverfälschte Kölner Platt, die begeisterte Liebe zu unserer herrlichen

Vaterstadt und zu ihrem ebenso gemütlichen wie gemütvollen, ebenso

fröhlichen wie innig religiösen Volke zu pflegen, als seine vornehmste

Aufgabe betrachtet.«

Hat sich das Problem heute erledigt Immerhin erleben wir doch eine

Renaissance des Kölschen durch Musikgruppen und eine breite Darstellung

von Kölner Karnevalssitzungen im Fernsehen. Wir erleben aber

auch den Kölsch-Offenbarungseid von Millowitsch und ein kaum mehr

vorhandenes Interesse am Kölschen in Funk, Fernsehen und den Kölner

Tageszeitungen.

Der Heimatverein – übrigens im Verbund mit Kölsch Akademie, Hänneschen,

Monreal-Spielkreis und Divertissementchen – hält dagegen! Er

und seine Theatergemeinschaft, die KUMEDE (sie wird heuer 66 Jahre

alt!), arbeiten Jahr für Jahr dafür, die Kölsche Sprache zu erhalten und zu

pflegen. Jedes Jahr bringt die Kumede ein Theaterstück zur Aufführung, in

dem ausschließlich Kölsch gesprochen wird. Etwa 12000 Menschen freuen

sich, wenn sie eine Karte ergattern können. Die Kölner Mundartautorinnen

und –autoren versammeln sich ebenfalls alljährlich im Verein, um einem

FOTOS: HEINZ KOLL

Szenen aus dem aktuellen Kumedestück »Bei Hempels ungerm Kanapee«

40 klaaf Kölsches Leben

Kölsches Leben

klaaf 41


fröhlich lauschenden Publikum neue Texte vorzutragen; die kann man

dann in der Vereinszeitschrift »Krune un Flamme« nachlesen. Kölsch spielt

eine große Rolle auch bei den traditionellen Lieder-, Karnevals- und Nikolausabenden.

Kölner Geschichte und Eigenheiten bilden den Gegenstand

regelmäßiger Vorträge und Diskussionen mit ausgewiesenen Referenten.

Bei Führungen und Fahrten suchen die Vereinsmitglieder Orte mit besonderer

Bedeutung für Köln auf.

NACH WIE VOR GILT ES,

DIE KÖLNISCHE LEBENSART

UND SPRACHE ZU BEWAH-

REN ODER GAR ZU RETTEN

Im 111. Jahr seines Bestehens sieht sich der Heimatverein Alt-Köln in

einer ähnlichen Situation wie bei seiner Gründung. Nach wie vor gilt es,

die kölnische Lebensart und Sprache zu bewahren oder gar zu retten und

den Blick auf die Gegenwart der Stadt durch die Beachtung ihrer Wurzeln

in der Vergangenheit zu bereichern.

So wird der Verein auch im Jahre 2013 die Stadt Köln und ihre Menschen

in Gegenwart und Geschichte vorstellen (Vorträge 2013 zu: Festungsstadt,

Grünanlagen, Wirtschaftsstandort), wir werden Gänge und Fahrten durch

die Stadt unternehmen, Besichtigungen u.a. bei der Presse und unter dem

Dom anbieten, unseren ökumenischen Gottesdienst diesmal in der Antoniterkirche

auf der Schildergasse abhalten und vieles mehr.

Die Kölsche Sprache wird auch 2013 einen bedeutenden Schwerpunkt

unserer Angebote bilden: Nämlich bei den Aktivitäten der Kumede, zu

Karneval, beim besonders festlichen Liederabend, beim Nikolaus- und beim

Mundartautorenabend. Die kostenlose Vereinszeitschrift »Krune un Flamme«

informiert die Vereinsmitglieder alle drei Monate über den genauen

Ort und die Zeit der geplanten Vorhaben und bietet interessante Beiträge

und Informationen zum Stadtgeschehen. Mitglied kann man für 24 € pro

Jahr werden – Familienangehörige zahlen die Hälfte (s. Adresse unten!).

Zusätzlich wird der Heimatverein Alt-Köln gemeinsam mit der Akademie för

uns kölsche Sproch am 28. Mai 2013 im Rahmen von »Klaaf im Mediapark«

einen Autoren-Leseabend mit neuen kölschen Geschichten abhalten (s. S. 29).

Professor Dr. Jürgen Bennack,

Vorsitzender des Heimatvereins Alt-Köln

Rittrerstr. 62

50999 Köln

E-Mail: j.bennack@hvak.de

FOTO: WOLFGANG DICKE

FOTO: E. BENNACK

links oben: Studienfahrt an die Maas – Blick auf Dinant

links unten: Der Vorsitzende in Aktion

rechts: Studienfahrt an den Bodensee – Aussicht von der Birnau

FOTO: WOLFGANG DICKE

42 klaaf Kölsches Leben

Kölsches Leben

klaaf 43


Tauschhandel bei Kunigunde: Pilgerbeutel gegen Kappes

HANDLER,

HEILIGE,

HALUNKEN

KÖLN IM MITTELALTER

Die meisten Kölner Grundschulen bieten in den Ferien für Kinder von

berufs tätigen Eltern eine Ferienbetreuung an. Seit fünf Jahren entwickelt die

Akademie för uns kölsche Sproch für diese Kinder Exkursionen und Wettbewerbe,

die sie zu begeisterten Heimatforschern machen. Sie nehmen an

Rallyes teil, wandern über den Kölnpfad oder öffnen die Augen für Multikulti

zwischen kölsch, türkisch und afrikanisch. Die Heimatvermittlung läuft über

Spaß, Bewegung und Geschichten mit Schauspielern, Sängern und auch uns

Referenten aus der SK Stiftung Kultur. In diesem Jahr wurde das Mittelalter

fokussiert: zu Ostern die romanischen Kirchen und andere sakrale Orte, im

Herbst der Alltag von Kindern als Händler, Heiligenforscher und Halunken.

Die Ausschreibung für das Herbstprojekt lieferte das bisher beste Ergebnis:

60 Schulen meldeten Interesse an. Tatsächlich nahmen dann an die 2.000

Kinder aus 37 Kölner Grundschulen teil. Das entspricht einem Viertel aller

Kölner Grundschulen. Jede Schule durfte zwei Exkursionen wahrnehmen und

Bastelmaterial sowie Zutaten für mittelalterliche Speisen bestellen.

21 Schulen jagten als Auftragspilger nach Reliquien, die zwischen Dom, Bischofsgartenstraße,

Salzgasse und Alter Markt versteckt waren. In den Schulen

bastelten sie Reliquienschreine mit Zertifikat. So konnten sie beurkunden,

welchen Schutz die Reliquien der Stadtpatrone Gereon, Ursula sowie der

44 klaaf Kölsches Leben Kölsches Leben klaaf

45


Grundschule Balthasarstraße baute Reliquienschreine

FOTOS: ZWEIFOTOGRAFINNEN.DE

heiligen drei Könige bieten. Ganz besonders gelungen waren die Schreine

aus der Grundschule Balthasarstraße, die dafür den 2. Preis gewann. 18

Schulen spielten rund um Groß Sankt Martin eine Marktszene nach. Halunken

hatten einen Fisch gestohlen und wurden von den Marktaufsehern zum

Henker gebracht, der die Kinder unter die Spottkrone setzte. Der Henker

zwang die Kinder zu absoluter Gehorsamkeit und vermittelte die Gerichtsbarkeit

um 1200, die alles andere als gerecht und menschlich war. Nebenbei

erforschten die Kinder, was wo im Mittelalter verkauft wurde und dass Köln

durch das Stapelrecht eine bedeutende Handelsstadt wurde. Im Museum

Schnütgen besuchten die Pänz weitere Kölner Heilige wie Cäcilia, Dorothea

und Georg. Dem Alltag von Kindern im Mittelalter wurde im Kölnischen

Stadtmuseum gefolgt. Womit gespielt wurde und welche Berufe die Kinder

schon ab sechs Jahren ausüben mussten, war Thema. Dazu zählte das Hüten

von Hühnern, Gänsen oder Schafen. Und da sich der Beruf des Schäfers bis

heute kaum verändert hat, besuchten zwölf Schulen die Schafherde von

Ingolf Bollenbach im Kölner Stadtwald. Sie hielten die Lämmchen auf den

Armen und tauchten in die Welt des Schäfers ein.

Auf dem Wochenmarkt an Sankt Aposteln konnten die Kinder ihre Basteleien

tauschen. Sie kamen mit Gugeln, Pilgerbeuteln, Schutzarmbändern, Lepramasken,

Reliquienschreinen und Kronen zum Stand von Kunigunde Kappes

und Koch Lukas. Kunigunde vergab das Kölner Siegel, außerdem ein Stück

Kappes und Äpfel und regte die Kinder zum Tauschhandel an. Lukas verteilte

seine Suppe, die aus Gemüse gekocht wurde, das bereits im Mittelalter

ge ges sen wurde. Die mittelalterlich gekleideten Kinder tauschten dann an

allen Ständen ihre Schreine und Kronen gegen Blumen oder Kuchen. Zu

einem richtigen Aufruhr kam es, als die Hauptgewinne angeliefert wurden:

Der Dom aus Klopapierrollen von der Horststraße aus MüIheim und der

Dreikönigenschrein aus der Nippeser Steinbergerstrasse. Diese beiden Schulen

wurden zum Abschluss auf dem Wochenmarkt an Sankt Aposteln bei

Kunigunde Kappes prämiert. Die Leidenschaft, Kreativität und der Fleiß der

Kinder wird mit einem Tag in den Osterferien auf Burg Satzvey belohnt.

Wir danken dem Landwirt Klemmer für die Bereitstellung der Lebensmittel

für Suppe, Hildegard-von-Bingen-Mus und Brot, dem Gewalttrainer Senol

Arslan, der sechs Tage lang den Henker spielte, Gabi Weiss als Kunigunde

Kappes, unserem Koch Lukas Winkelmann, der sonst in der »Acht« kocht

sowie Kerstin Gläser und ihrem Team, die auch im Kölnischen Stadtmuseum

arbeiten. Die Kölner Kostümwerkstatt nähte die Gugeln und Klunker

Köln bastelte 21 Amtsketten und eine Spottkrone mit vier Handschellen

aus einem Adventskranz. PRISKA HÖFLICH

46 klaaf Kölsches Leben Kölsches Leben klaaf 47


TERMINE

JANUAR BIS MÄRZ ’13

Bitte beachten Sie die Termine auf unserer Internetseite.

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Serge Poliakoff (1906 – 1969) | Composition | 1966 | 72,4 x 92 cm

Ergebnis: € 195.000

Ihre Kunst erzielt Höchstpreise!

Jetzt einliefern.

Schmuck und Uhren 16. Mai 2013

Alte Kunst 17. Mai 2013

Europ. Kunstgewerbe 18. Mai 2013

Moderne Kunst 5.+ 6. Juni 2013

Zeitgenössische Kunst 5.+ 6. Juni 2013

Photographie 14. Juni 2013

Unsere Experten informieren Sie gerne über die aktuelle Marktsituation und

geben Ihnen kostenlose Einschätzungen für Ihre Kunstwerke. Einlieferungen

sind bis jeweils zwei Monate vor den Auktionen möglich.

Informationen, Termine, Online-Kataloge: www.van-ham.com

Do 3.1., 14 Uhr

KÖLSCHER

KREPPCHENSGANG

Aus der Reihe »Töurcher en Kölle un

drömeröm« der Akademie för uns

kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur

Treffpunkt: Vor St. Michael,

Brüsseler Platz

Die Krippe von St. Michael ist

eine der ältesten und künstlerisch

wertvollsten in Köln. 1928 schuf

der niederrheinische Bildhauer

Hermann Inhetvin 20 vollplastische

Figuren aus Lindenholz. Nur wenige

Jahre jünger ist die von Lambert

Schmitthausen geschaffene

Krippe von St. Gereon. Die Figuren

wirken streng, die Gesichter in sich

gekehrt, Zeichen der wirtschaftli-

Van Ham Kunstauktionen Schönhauser Str. 10 –16 | 50968 Köln

48Telefon: klaaf0221 Termine 92 58 62-0 | Fax: 0221 92 58 62-4 | info@van-ham.com

Veranstaltungen Akademie

Termine klaaf 49

FOTO: INGEBORG NITT

chen Not dieser Zeit. St. Aposteln

besitzt seit 1961 eine der schönsten

traditionellen Krippen von Lita

Mertens. Im Lauf der Advents- und

Weihnachtszeit wird die gesamte

Weihnachtsgeschichte in wechselnden

Bildern dargestellt.

Info+Anmeldung: Hilde Lunkwitz

(0221)739 29 95 oder Jutta Müller

(02233) 21176 | Kosten: 7€

So 6.1.,15 Uhr

ALLES NEU

Eine ganze Gruppe von

Sachensuchern auf dem Weg

in die Zukunft ...

Ort: Treffpunkt Ehrenstraße/Ecke

Friesenwall

Für viele ist der Jahreswechsel

Zeit für einen Rückblick und

für Visionen vom kommenden

Jahr. Zeit, Neues anzugehen, mit

Altem abzuschließen. Bei unserem

Stadtspaziergang wollen wir

»Dinge« suchen, die diesen Wechsel

symbolisieren. Bitte Handy- oder

Digicam, Zeichensachen, Stifte,

Papier, Musikinstrumente aller Art

mitbringen.

Dauer ca.1,5 Std. | Kosten: 11€/5€

ermäßigt (Schüler, Arbeitslose,

Rentner, KölnPass) | Anmeldung bei

Angelika Putzig: info@event-me.

com, über das Anmeldeformular auf

der Homepage oder einfach vorbeikommen!

www.event-me.com


Do 24.1., 19.30 Uhr

JECKEDIZ & FRÜNDE

Die Band würde sich freuen,

wenn »die Stuff« auch in diesem

Jahr wieder voll wäre!

Ort: Konzerthalle des Kurparks in

Bad Neuenahr

Eintritt: 6€/4€ ermäßigt | Karten

gibt es ab sofort im Vorverkauf bei

der Kurverwaltung Bad Neuenahr

in der Kurgartenstr. 1 und unter der

Telefonnummer: (0 26 41) 801-0

Fr 25.1.,15.30 Uhr

ALAAF, EHR KÖLSCHE JECKE

Ort: Dr. Ernst Schwering-Haus,

Blankenheimer Str. 51, 50937 Köln

Kölsche Musik mem Marie-Luise

Nikuta, dem Frauenchor »Refrather

Spätlese« und dem Kölnbarden. Et

Renate Baum spillt ens widder de

Putzfrau vum Rodhuus un verzällt,

wat do su alles passeet. De Fünfte

Johreszigg stellt evvens alles op der

Kopp. Veranstalter: Kölsch Forum

Sülz, Anmeldung und Information:

Roswitha Cöln, Tel.: (0221) 24 22 70

E-Mail: roswitha.coeln@arcor.de

Eintritt frei

Mo28.1., 19 Uhr (Einlass18 Uhr)

KARNEVALITIS III

Vereinsabend im Senatshotel

Ort: Senatshotel (Großer Saal,

Eingang Laurenzplatz).

Vom Festkomitee empfohlene

Nachwuchskräfte werden uns ein

buntes karnevalistisches Unterhaltungsprogramm

bieten.

Der Eintritt ist frei – eine Körbchensammlung

am Ende der Veran-

staltung soll helfen, die Kosten zu

decken. Nichtmitglieder sind als

Gäste sind herzlich willkommen.

Veranstalter: Heimatverein Alt-

Köln e.V. | Weitere Infos unter

www.heimatverein-alt-koeln.de

Fr 1.2., 15.30 Uhr

FASTELOVEND EM BLOT,

HE UN AM ZUCKERHOT

Ort: Dr. Ernst Schwering-Haus,

Blankenheimer Str. 51, 50937 Köln

Klaaf met Alaaf un Jeckereie vun

un met Helga Alfuß, Milli Griesbach

met Hans Land, Volker Gröbe,

Kölsche Lotterbove met ehrem

Baas Günter Mies, der Kölsch AG

Erlenwäch, Leitung Johanna Akomeah

un der Tanzgruppe Kölsche

Dillendöppcher, am Keyboard spillt

Stefan Henseler. Do weed jesunge

un jelaach! Doot Üch op der Kopp

e Hötche, loort ens wat Ehr söns su

fingk! Veranstalter: Kölsch Forum

Sülz, Anmeldung und Information:

Roswitha Cöln, Tel.: (0221) 24 22 70

E-Mail: roswitha.coeln@arcor.de

Eintritt frei

Mo 4.2.

AUSBILDUNG ZUM

STADTFÜHRER

Die gemeinnützige Stiftung

RegioColonia und Erlebnistouren

Köln & Region-Tour-Agentur bietet

den Kurs an. Es werden Menschen

gesucht, die Kölsch sprechen und

Spaß daran haben, die Kölsche

Kultur anderen unterhaltsam zu

vermitteln. Info + Anmeldung bei:

Ilona Priebe, Hohe Pforte 22,

50676 Köln, Tel.: (0221) 93 272

63 oder (0221)96 545 94, E-Mail:

info@tour-agentur.de

FOTO: INGEBORG NITT

Mo 4.2., 13 Uhr

JECKE BRUNNEWÄG EM

FASTELOVEND: MAACH DER

FREUD SULANG ET GEIHT, ET

LEVVE DUURT KEIN IWIGKEIT

Aus der Reihe »Töurcher en Kölle un

drömeröm« der Akademie för uns

kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur

Treffpunkt: Bastei am Rhein

Och dis Johr maache mer widder

unse Fastelovendsömzog lans

de Brunne un de Denkmöler vun

Kölle met vill Musik! An der Bastei

fange mer an un flaneere durch et

Jröns lans der Enteweiher nohm

Ebertplatz, wo mer der Nagelbrunne

bewundere. Mer trecke wigger

noh der Eigelsteinspooz met ehrem

kölsche Boor. Zoletz geiht et en

der Mediapark met singe Quelle,

Wässercher un dem Stäänbrunne.

Mer klemme der Cinedom erop un

geneeße am Engk der Bleck üvver

uns Stadt. Donoh künne mer uns

jet reste. Sid esu got un kutt em

Baselümche met enem löstige Hötche

un ener Pappnas em Geseech.

Brängt et Sönnche em Hätze met

un jet för der Stross zo öle!

Info+Anmeldung: Hilde Lunkwitz

(0221)739 29 95 oder Jutta Müller

(02233) 21176 | Kosten: 7€

Mo 18.2., 18 Uhr

KÖLNER BEFESTIGUNGSAN-

LAGEN SEIT DER RÖMER-

ZEIT MIT FRAU PROFESSO-

RIN DR. HILTRUD KIER

Ort: Belgisches Haus,

Cäcilienstraße 36 (Nähe Neumarkt)

Das Ehrenmitglied des Heimatvereins

Alt-Köln, Frau Professorin Dr.

Hiltrud Kier, die ehemalige Kölner

Stadtkonservatorin, berichtet

über Befestigungen Kölns seit

der Römerzeit. Der Eintritt zu

dieser Veranstaltung ist frei, eine

Körbchensammlung am Ende

der Veranstaltung soll helfen, die

Kosten zu decken. Nichtmitglieder

sind als Gäste herzlich willkommen.

Veranstalter: Heimatverein Alt-Köln

e. V. | Weitere Infos unter www.

heimatverein-alt-koeln.de

FOTO: INGEBORG NITT

50 klaaf Termine Veranstaltungen Akademie

Termine klaaf 51


Sa 23.2., 10 Uhr

E HÄPPCHE KÖLSCH

Ort: Weißer Holunder, Gladbacher

Str. 48, 50672 Köln

Wollen Sie etwas über die kölsche

Sprache erfahren Unsere Kölsch-

Seminare bieten Ihnen Gelegenheit

dazu. Neugierig, aber noch unentschlossen

»E Häppche Kölsch«, unser

Schnupperkurs, vermittelt einen

Eindruck in die Sprachpraxis. Für

das richtige Flair sorgt der Einstieg

in einer kölschen »Weetschaff«. Die

Gilden-Brauerei lädt ein zu einem

Kölsch und einem Halven Hahn!

»E Häppche Kölsch« kann auch als

Gutschein verschenkt werden.

Kursbeitrag: 12 € | Anmeldung: bei

Alice Herrwegen (0221) 88895203

(Mo–Do 9–15 Uhr)

blättert er mit Verve in Ostermanns

Lieder-Chronik, begleitet von H.P.

Katzenburg am Klavier. Mehr Info

www.willi-ostermann-story.de

Eintritt: 16€/20€| Karten im Vorverkauf

unter: (02232)7 9569 oder

über volker@heinkultur.de

Weitere Termine:

Sa 16.3., 19.30 Uhr

Pfarrheim St. Konrad Vogelsang,

Rotkehlchenweg 53, 50829 Köln

Eintritt: 15 € | Kartenvorverkauf

im Pfarrbüro: (0221) 582381 oder

über volker@heinkultur.de

Sa 30.3., 20.15 Uhr

Senftöpfchen Theater, Große

Neugasse 2-4, 50667 Köln

Eintritt: 20,90 € | Kartenvorverkauf:

(0221) 2581058 oder über

volker@heinkultur.de

FOTO: MARTINA SCHWANENBERG

Sie spannen dabei den Bogen aus

der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert.

Margareta Schumacher liest

aus ihrem umfangreichen Werk,

Günter Schwanenberg trägt zeitgenössische

Lieder aus dieser Zeit

bei. | Eintritt: 7€ | Kartenbestellung

unter (0221) 888 950

Mo 25.3., 14 Uhr

HALTE DEINE STADT SAUBER!

Besichtigung der Restmüllverbrennungsanlage

Niehl

Aus der Reihe »Töurcher en Kölle un

drömeröm« der Akademie för uns

kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur

Wer hat eine Vorstellung davon,

wie viel Hausmüll anfällt und wie

viele gute Lebensmittel weggeworfen

werden Wie lässt sich

dieser Müll reduzieren Und vor

allem, wie bringen wir unseren

Kindern bei, trotz des Überflusses

in Deutschland, Nahrungsmittel

mit Respekt zu behandeln angesichts

der Hungersnöte in anderen

Ländern Fachleute der Müllverbrennungsanlage

werden diese

Fragen in einer ca. 2-stündigen

Führung beantworten. Treffpunkt:

KVB-Haltestelle der Linie 12

Geestemünder Straße Information

und Anmeldung: Hilde Lunkwitz

(0221) 739 29 95 oder Jutta Müller

(02233) 21176 |Kosten: 7€

So 10.3., 17 Uhr

DIE WILLI-

OSTERMANN-STORY

Ein musikalisches Portrait

von und mit Volker Hein und

H.P. Katzenburg

Ort: Galerie am Schloss Brühl,

Schlossstraße 25, 50321 Brühl

Tel.: (0221) 25810 58

Erzähltheater-Spezialist Volker

Hein zeichnet die Lebensgeschichte

des Tondichters als humorvolles

musikalisches Portrait nach. Als

erfahrener Krätzchenssänger

Di 12.3., 19.30 Uhr

WIE ET FRÖHER WOR…

Leeder un Verzällcher us däm

ahle Kölle | Aus der Reihe »Klaaf

em Mediapark« der Akademie för

uns kölsche Sproch/SK Stiftung

Kultur

Ort: SK Stiftung Kultur, Im Mediapark

7, 50670 Köln (Saal 1. OG)

Margareta Schumacher und Günter

Schwanenberg stellen an diesem

Abend herausragende Ereignisse

und prominente Persönlichkeiten

aus der Kölner Stadtgeschichte vor.

FOTO: PRIVAT

FOTO: JANET SINICA

Fr 22.3., 15.30 Uhr

LEVVE UN LAACHE EM PLÖCK

Ort: Dr. Ernst-Schwering-Haus,

Blankenheimer Str. 51, 50937 Köln

Ludwig Sebus weed dismol vum

Kölnbarde begröß. Der große

Kölner Liedermacher und Charmeur

verzällt us singem Levve un bräng e

paar vun sing Leedcher. Et Johanna

Akomeah met ehr Päänz us Bickendorf

kütt dozo un mer singe dann

all zesamme | Veranstalter: Kölsch

Forum Sülz | Anmeldung und Info:

Roswitha Cöln, Tel.: (0221) 24 2270,

E-Mail: roswitha.coeln@arcor.de

Eintritt frei

52 klaaf Termine Veranstaltungen Akademie

Termine klaaf 53


HÄNNESCHEN-

THEATER

FÜR KINDER

Fr 18.1. bis Fr 8.2., 16 Uhr

KINDERPUPPENSITZUNG

Ensembleproduktion

Inszenierung: Udo Müller

Fr 08.3. bis Do 28.3., 15 Uhr

OSTERJLOCKE

Ostermärchen von Udo Müller

Drei zauberhafte Glocken hängen

in einem Turm im Knollenwald, die

jedes Jahr das Osterfest einläuten.

Dann wissen die Osterhasen, dass

sie nun Eier färben müssen, und die

Frühlingsblumen wissen, dass sie

aus der Erde kommen dürfen. Doch

in diesem Jahr sind die Klöppel verschwunden.

Hat Schäl etwas damit

zu tun Können Hänneschen und

Bärbelchen sie wiederfinden

Ort: Eisenmarkt 2-4, 50667 Köln

Preis: Kinder 8,50 €, Erwachsene

13 € | Theaterkasse: mittwochs bis

sonntags 15 bis 18 Uhr | Telefonische

Kartenreservierung: mittwochs

bis sonntags 10 bis 14 Uhr | Tel.:

(0221) 258 12 01, Fax: (0221) 221-

28488 | E-Mail: haenneschen@

stadt-koeln.de

FÜR ERWACHSENE

So 7.4. bis Fr 21.6.

EM SPIDOL

E kölsch Poppespill met Jesang,

Danz, Schläjerei & vill Jedöns von

Peter Ulrich | Für Infos bzgl. des

Vorverkaufs wenden Sie sich bitte

an: www.haenneschen.de | Theater-

kasse: Mittwoch bis Sonntag 15 bis

18 Uhr | Telefonische Kartenreservierung:

mittwochs bis sonntags 10

bis 14 Uhr | Tel.: (0221) 25812 01,

Fax: (0221) 221-2 84 88 | E-Mail:

haenneschen@stadt-koeln.de |

Abendvorstellungen: 19,50 €| Alle

Eintrittskarten gelten als Hin- und

Rückfahrkarte für KVB und VRS.

KUMEDE

Sa 5.1., Beginn 17 Uhr

BEI HEMPELS UNGERM

KANAPEE

En kölsche Kumede en drei Akte

vun Hermann Hertling

Ort: Aula des Berufskollegs Perlengraben,

Eingang Waisenhausgasse,

50676 Köln

Den Inhalt dieses Theaterstücks

finden Sie in klaaf-Heft 03/12.

Weitere Termine 2013:

So 6.1. | Sa 12.1. | So13.1. |Sa19.1.

So 20.1. | Sa26.1. | So27.1. | Sa2.2.

So 3.2. | Beginn jeweils 17 Uhr

Info: www.heimatverein-alt-koeln.de |

Eintritt: 11€ / 9 € | Der Vorverkauf

für die zweite Staffel in 2013 hat

am 15.11.2011 begonnen: Neumarkt

U-Bahn; Kaufhof Hohe Str.; KVS

Mühlheim, Wiener Platz 2a.

REGELMÄSSIGE

TERMINE

RUDI AMM: KLAAF-GRUPPEN

Sülz: Kölner Senioren Gemeinschaft

Köln-Sülz, Pfarrei St. Karl Borromäus:

1. und 3. Montag im Monat von

15 bis 17 Uhr (außer an Feiertagen)

Kalk: Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer

Str. 58, 1.Etage (kleiner Saal): 2.

und 4. Montag im Monat von 14.30

bis 16 Uhr (außer an Feiertagen)

MITSINGKONZERTE MIT

BJÖRN HEUSER

Zom Zuhüre / Metsinge!

Jeden Freitag ab 22.30 Uhr

Ort: Gaffel am Dom, Bahnhofsvorplatz

1, 50667 Köln,

Alte und neue kölsche Hits werden

unplugged live gespielt. Im Publikum

werden Texthefte verteilt,

damit mitgesungen werden kann.

Weitere Termine unter www.heuserkoeln.de

| Tel. (0221) 913 92 60 |

Eintritt frei!

KÖLSCHER SINGKREIS

GEROLD-KÜRTEN

Chorprobe montags von 18.15

bis 19.45 Uhr (außer Schulferien)

Ort: Rheinische Musikschule,

Lotharstr. 14-18, 50937 Köln-Sülz,

1. Etage, Raum 101

»Mer singe Kölsch, dat eß doch klor!

Mer singe Kölsch et janze Johr!«

Seit fast 50 Jahren folgen diesem

Motto von Prof. Albrecht Schneider

viele Menschen, die gerne kölsch

singen, in diesem von ihm gegründeten

Singkreis. Gerold Kürten

leitete und prägte ihn 14 Jahre lang

und verlieh ihm seinen Namen. Seit

1993 wird, unter der Leitung von

Stefan Krüger, den Jahreszeiten

entsprechend, aus einem breiten

Repertoire von Bläck Fööss bis

Beethoven nur in kölscher Sprache

gesungen. Der Singkreis besteht aus

über 40 Frauen und Männern im

Alter zwischen 40 und 70 Jahren.

Monatlicher Beitrag 8€ Kontakt:

Silvia Lüthy | Tel.: (0221) 17 34 21

TERMINE

NACH VER-

EINBARUNG

VOLKER HEIN

MIT »HERRSCHMITZ«

Musikalischer Altstadtrundgang

»Met Sang und

Klang durch Kölle!«

Kölsche Krätzcher un Leedcher

met Quetsch un Schnüss an

»Originalschauplätzen«

Terminvereinbarung unter

E-Mail: volker.hein@herrschmitz.info

oder unter Tel.: (0171) 280 22 52

GÜNTER SCHWANENBERG

MUSIKALISCHE SPAZIER-

GÄNGE

»Cöln 1900«

Ein musikalischer Spaziergang vom

Mittelalter in die Gründerzeit.

»Kölsche Nationalhymnen«,

Ein musikalisch-historischer

Spaziergang zwischen Pathos und

Parodie

»Wä gitt, wat hä hät...«,

Ein Spaziergang mit kölschen

Liedern und Gedichten über den

Südfriedhof

Alle Führungen etwa 2,5 Std.

Termine unter Tel.: (0221) 992964 65

E-Mail: stadtgeschichte@web.de

54 klaaf Termine

Veranstaltungen Akademie

Termine klaaf 55


FOTO: INSA LENFFER

FRÜNDE VUN DER

AKADEMIE FÖR UNS

KÖLSCHE SPROCH E.V.

KONTAKT: HEINZ-PETER HOLLÄNDER, TEL.: (02241)13 28 70, E-MAIL:FRUENDE@SK-KULTUR.DE

Pause auf der höchsten Erhebung im Kölner Stadtgebiet

am 22. September 2012, erfolgreich

»erwandert«.

Dies wurde bei einem gemütlichen

Beisammensein am 24.

November ausgiebig gefeiert.

Am 8. Dezember fand eine

Adventwanderung mit Glühwein

durch das »Kupfersiefener Tal«

statt. Schlechtes Wetter gibt es

für dieses Schmölzchen nicht, nur

die Kleidung sollte entsprechend

gewählt sein.

Für das Jahr 2013 sind unsere

beiden Wanderführer bereits mit

den Planungen beschäftigt, Einzelheiten

sollen hier aber noch nicht

verraten werden. Die nächsten Termine

und Ziele werden in unseren

Infobriefen bekannt gegeben.

Alle Wanderfreunde haben viel

Spaß miteinander, viel »Verzäll«

unterwegs sorgt für Kurzweil,

unterwegs wird sich aus dem Rucksack

verpflegt und eine gemütliche

Schlusseinkehr gehört natürlich mit

zum Programm. Schließlich wollen

die frischen Eindrücke ja auch

besprochen werden. Die Kölner

Umgebung wird kennengelernt und

gesund sind die Aktivitäten auch

noch. Weitere Mitwanderer sind

herzlich willkommen!

VORSCHAU

Im Jahr 2013 werden die »Fründe…«

neben den regelmäßigen Terminen

unserer Schmölzchen (Chor, Klaaf,

Theater, Wandern, Wein-Schmölzchen,

eigene Veranstaltungen)

selbstverständlich auch wieder ein

buntes Programm an Besichtigungen

und Führungen anbieten.

So wird unsere Reihe »Romanische

Kirchen« mit Markus Eckstein

ebenso fortgesetzt werden, wie

die beliebten Rundgänge »Ming

Veedel«, durchgeführt von unseren

Vereinsmitgliedern.

Einen Höhepunkt wird sicherlich

die Führung im »Barbarastollen«

– unter der Universität Köln –

darstellen. Darauf haben wir schon

sehr lange warten müssen.

Alle Aktivitäten werden in unseren

Infobriefen bekannt gegeben

(www.koelsch-akademie.de /Fründe /

Info – Briefe), bei Interesse bitte an

die dort angegeben Ansprechpartner

wenden. Wer noch nicht Mitglied in

unserem Verein ist, kann gerne einmal

als Gast bei uns »hereinschnuppern«

und ist herzlich willkommen.

HP. HOLLÄNDER

GESCHAFFT! DAS WANDER-SCHMÖLZCHEN STELLT SICH VOR

Das Wander-Schmölzchen der

»Fründe vun der Akademie…« gründete

sich am 26. Juni 2011 ganz

spontan während einer Südstadt-

Führung und startete am 13.

August 2011 an der KVB – Station

»Schloss Bensberg«, seine erste Tour,

um den KölnPfad unter die Füße zu

nehmen.

Von Rolf Decker und Dietmar

Kalsen hervorragend organisiert,

hatten die Teilnehmer unterwegs

viel Spaß, obwohl es zum Start

leicht regnete. Mit dem »Monte

Troodelöh« wurde die höchste

tektonische Erhebung (118,04 m

über NHN) im Kölner Stadtgebiet

bezwungen. Dort gönnten sich unsere

Wanderer nach erfolgreichem

Aufstieg einen »Gipfelschnaps«.

Diese erste Etappe war der

gelungene Startschuss für ein Jahr

Aktivitäten des Wander-Schmölzchens,

das sich nach anfänglichen

»Wehwehchen« inzwischen locker

Etappen von rund fünfzehn Kilometern

Länge zutraut. Immer dabei die

Fahne des Schmölzchens und »Miss

Rosina« – ein Frosch – als Maskottchen,

stets passend zur Witterung

gekleidet.

Der KölnPfad mit rund 170 Kilometern

Länge, wurde von unseren

Wanderern bis zur Schlussetappe

Das Wanderschmölzchen unterwegs

FOTO: DIETMAR KALSEN

56 klaaf Fründe

Fründe

klaaf 57


AKADEMIE FÖR UNS

KÖLSCHE SPROCH

ÖFFNUNGSZEITEN

Empfang der SK Stiftung Kultur:

Mo-Fr 9-18 Uhr

Tel.: (0221) 888 95-0

ANSPRECHPARTNER

Prof. Hans-Georg Bögner

Akademie-Leiter

pr@sk-kultur.de

TOP-EISHOCKEY IN KÖLN

BIST DU DABEI

HEIMSPIELE

DER KÖLNER HAIE

08.01.2013 // Di.

Haie - München

Bibliothek:

Ingeborg Nitt

nitt@sk-kultur.de

Mo+Do 9-12 Uhr u. 14-16 Uhr,

Di 9-12 Uhr u. 14-18 Uhr, Fr 9-12

Uhr; Mi geschlossen

Tel.: (0221) 888 95-202

Sekretariat:

Karola Müller

mueller@sk-kultur.de

Mo-Do 9-14 Uhr

Tel.: (0221) 888 95-200

Alice Herrwegen

Seminare & Sprache

herrwegen@sk-kultur.de

Tel.: (0221) 888 95-203

Dr. Christa Bhatt

Sprachwissenschaft

bhatt@sk-kultur.de

Tel.: (0221) 888 95-204

Priska Höflich

Kölsch-AGs an Schulen

hoeflich@sk-kultur.de

Tel.: (0221) 888 95-205

www.koelsch-ags.de

Dr. Ralf Convents

Pressekontakt

convents@sk-kultur.de

Akademie för uns Kölsche Sproch

SK Stiftung Kultur

Im Mediapark 7 · 50670 Köln

13.01.2013 // So.

Haie - Hamburg

20.01.2013 // So.

Haie - Nürnberg

27.01.2013 // So.

Haie - Wolfsburg

30.01.2013 // Mi.

Haie - Iserlohn

12.02.2013 // Di.

Haie - Mannheim

15.02.2013 // Fr.

Haie - Augsburg

24.02.2013 // So.

Haie - Straubing

01.03.2013 // Fr.

Haie - Ingolstadt

10.03.2013 // So.

Haie - Nürnberg

58 klaaf Akademie för uns kölsche Sproch

Tickets und weitere Infos unter: www.haie.de


Op Jöck zum Zwergenpreis

Mit dem bequemen TagesTicket!

+ Für Einzeljecke oder Gruppen bis zu fünf

+ Zum Beispiel ganz Köln mit Preisstufe 1b

+ Gilt bis 3 Uhr nachts

www.kvb-koeln.de/karneval

01803.504030

(9 C/min dt. Festnetz; Mobilfunk max. 42 C/min)

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