Pfarrbrief Sommer 2013 - Katholische Pfarrgemeinde Sanctissima ...

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Pfarrbrief Sommer 2013 - Katholische Pfarrgemeinde Sanctissima ...

Pfarrbrief

Sommer 2013

Katholische Gemeinde Ss. Eucharistia

Kleinmachnow – Teltow

Visitation durch Kardinal Woelki


Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Im Jahr des Glaubens dürfen wir in unserer Pfarrei ein wenig von dem Reichtum

und der Fülle unseres katholischen Glaubens erleben: an einem Sonntag in jedem

Monat predigt jemand aus einem Orden oder einer geistlichen Gemeinschaft und

gibt uns geistliche Impulse für unser heutiges Christsein; so ergibt sich folgende

schöne Übersicht:

28.10.2012 Institut Verbum Incarnatum (P. Harold)

11.11.2012 Prämonstratenser ( P. Anselm)

09.12.2012 Opus Dei (Pfr. Dr. Weber)

13.01.2013 Dominikaner (P. Kamillus)

10.02.2013 Salvatorianer (P. Hoffmann)

03.03.2013 Neokatechumenat (Pfr. Franklin Zea)

26.05.2013 Benediktiner (Pfr. Kögler)

16.06.2013 Fokolare (Pfr. Dr. Fenski)

14.07.2013 Salesianer (P. Krottenthaler)

25.08.2013 Schönstatt (P. Herther)

08.09.2013 Franziskaner (P. Petar)

27.10.2013 Jesuiten (P. Hillebrand)

Ein Wort, eine Tat, eine Eigenschaft Jesu kann einen Menschen so tief ansprechen,

so begeistern, dass er darin einen persönlichen Anruf Jesu spürt und dass er dann

auf genau dieselbe Weise antworten will, wie sich Christus ihm zu erkennen gibt.

Franziskus möchte ganz arm dem armen Jesus nachfolgen. Dominikus will Jesus,

dem Lehrer, dem Verkünder der Frohen Botschaft ganz ähnlich werden. Ignatius

von Loyola begeistert sich für Jesus, der immer dem Willen des Vaters gehorsam

ist, und gründet den Jesuitenorden mit einem speziellen Gehorsamsgelübde, um

immer dem Willen Gottes ganz verfügbar zu sein. Antonius, der Einsiedler, wählt

als Weg der Nachfolge den Jesus, der sich nachts in die Einsamkeit zurückzieht, um

im Gebet bei seinem himmlischen Vater zu verweilen. Don Bosco mit seinen Salesianern

möchte den Jesus nachahmen, der die Kinder liebt, und kümmert sich liebevoll

um Kinder und Jugendliche.

Was von den Taten Jesu, von seinen Worten, von seinen Eigenschaften spricht mich

besonders an – wie gibt sich Jesus mir ganz persönlich zu erkennen Vielleicht können

wir in den kommenden Urlaubstagen ein wenig darüber mit dem Herrn sprechen

im Gebet und im Betrachten der Hl. Schrift und auch eine Antwort vernehmen.

Es wird uns mit einer tiefen geistlichen Freude erfüllen, wenn wir erkennen,

welchen konkreten Weg Christus zu mir einschlägt (welches Wort, welche Tat, welche

Eigenschaft Jesu begeistert mich), weil wir ja dann auf demselben Weg IHM

entgegen gehen und antworten können.

Von Herzen allen eine gute Erholung an Leib und Seele!

Im Gebet verbunden

Ihr

Michael Theuerl, Pfr.

- 2 -


Aktuelles

Firmung durch Erzbischof Woelki

Das Sakrament der Hl. Firmung spendet Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 6. September

2013 (Freitag) um 18.30 Uhr in unserer Pfarrkirche in Teltow.

Gemeindefeste

Eine freundliche Erinnerung und herzliche Einladung ergeht an alle Mitglieder und

Freunde der Pfarrei zu den Gemeindefesten in

→ Sanctissma Eucharistia, Teltow, am Sonntag, 2. Juni, nach der Hl. Messe mit

Fronleichnamsprozession bis gegen 16 Uhr;

→ St. Thomas Morus, Kleinmachnow, am Sonntag, 25. August, voraussichtlich 15 bis

18 Uhr (bitte auf die Aushänge/Vermeldungen achten).

Erstkommunionunterricht

Schüler der 3. Klasse (und älter) bereiten sich im Pfarrhaus beim Pfarrer auf Erstbeichte

und Erstkommunion vor. Wer diesbezüglich noch keinen Brief vom Pfarrer

erhalten hat, möge sich bitte im Pfarrbüro melden. Eine wichtige Voraussetzung für

den Empfang der beiden Sakramente ist die regelmäßige Mitfeier der Heiligen Messe

an Sonn- und Feiertagen.

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Inhalt

Geistliches Wort 2

Aktuelles 3

Inhaltsverzeichnis 3

Visitation Erzbischof 4

Wallfahrt nach Fatima 8

Gottesdienste 8

Papst Franziskus: Über die Kirche 11

Erstkommunion 2013 12

Dekanatstag in Lehnin 14

Geburtstag Pfarrer Adler 15

Lesung Worzalla 16

Liturgisch-Sakramentales 16

Verdienstkreuz für M. Tauscher 17

Aus Gruppen und Verbänden 18

Impressum 19

Geistlicher Impuls: Christoph Kardinal

Schönborn 20

- 3 -


Eindrücke von der Visitation unseres

Erzbischofs

Am Freitag, 26. April 2013, war unser

Erzbischof zur Visitation in unserer

Pfarrei.

Ein Bischof ist durch das Kirchenrecht

verpflichtet, regelmäßig seine gesamte

Diözese zu visitieren. Über mehrere

Jahre ist er somit in jeder Pfarrei, um

u.a. die Pfarrbücher und Dokumente

zu prüfen. Neben dem „Pflichtprogramm“

der Bücher informierte sich

der Erzbischof über die Lage in der

Pfarrei, über Probleme und Wünsche.

Seine Eminenz interessierte sich in

Kleinmachnow fürr bauliche Maß-

nahmen an der Kirche St. Thomas

Morus, er besuchte unsere Kindertagesstätte

und das evangelische Wohnstift

Augustinum. In Teltow traf er

sich mit den Erstkommunionkindern

und feierte in unserer Pfarrkirche

Sanctissima Eucharistia mit der ganzen

Gemeinde (und vielen Ministranten

aus beiden Gemeindeteilen) das

Pontifikalamt. Im Anschluss unterhielt

er sich kurz mit der Jugendgruppe.

Den Abschluss bildete ein Treffen mit

den Mitgliedern des Pfarrgemeinderats

(PGR) und des Kirchenvorstands (KV).


Heilige Messe in Ss. Eucharistia,

Teltow

Treffen mit Pfarrgemeinderat und

Kirchenvorstand

Kardinal Woelki ging im Gespräch mit

Vertretern von PGR und KV auch auf

die pastorale Neugestaltung „Wo

Glauben Raum gewinnt“ ein, er sprach

dabei sehr offen über die künftige

Entwicklung des Erzbistums. Auch die

demographische Entwicklung spielte

eine Rolle. Während viele Gemeinden

schrumpfen, manche Regionen um bis

zu 25 Prozent, ist in unserer Region

und unserer Gemeinde, insbesondere

durch den weiterhin starken Zuzug,

mit einem Anwachsen der Zahl der

Gläubigen zu rechnen. Nach Schönefeld

haben wir hier das zweitstärkste

Wachstum in ganz Brandenburg.

Unser Erzbischof beeindruckte durch

seine Offenheit und Herzlichkeit. Er

zeigte großes Interesse für die Probleme

vor Ort und nahm unsere Gedanken

und Ideen an.

Ronny Bereczki

- 5 -


Bleibende Eindrücke

Am Freitag, 26. April 2013, war unser Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im

Zuge seiner Visitation auch zu Besuch in der Kita St. Thomas Morus in Kleinmachnow.

Er hat Kleine und Große stark beeindruckt: Der Kardinal zeigte den Kindern

Jesus am Kreuz. Am Beispiel seiner Hände lud er alle zum Mitmachen ein. Begeistert

ballten die Kinder ihre Hände zu Fäusten und öffneten sie wieder. Jesu Hände

sind offene Hände – das lernten sie auf diese Weise. Mit Freude und Konzentration

waren die Kinder dabei – es war eine wirklich „himmlische“ Atmosphäre!

Noch am Montag - also nach dem Wochenende, das für Kinder immer viele neue

Eindrücke mit sich bringt - sprachen die Kinder von der Faust und von den Jesushänden.

K.: „Der Kardinal hat gesagt, dass wir immer Jesushände machen sollen. Jesushände

sind lieb. Wenn wir Fäuste machen, kann man jemandem weh tun. Die Fäuste

sind die bösen Hände.“

A.: „Die Fäuste sind böse Hände; offene Hände sind die Jesushände. Mit den Jesushänden

kann man sich aneinander festhalten.“

D.: „Wenn man einen boxt, das ist nicht gut!“

So hat jedes Kind auf seine Weise die Botschaft verinnerlicht. Die Kleinsten öffnen

und schließen die Hände – die Größeren stehen im Dialog. Wir alle sind dankbar für

diese Begegnung.

Elisabeth Grumm


Begegnung mit einigen unserer Messdiener

Fachsimpeln mit einem

FC-Köln-Fan

1. FC Köln-Fan Kardinal

Woelki wurde durch den FC

Köln-Fan Matthias Czupalla

herzlich begrüßt. M.Czupalla

überreichte dem Kardinal

zur Erinnerung einen Wimpel

des heimischen Fußballklubs

RSV Eintracht 1949. Der Kardinal

bedankte sich und

wünschte beiden Vereinen

viel Glück für die Zukunft.

- 7 -


Von der Gottesmutter geführt

44 Pilger unserer Gemeinde waren auf Wallfahrt in Fatima

S

chon früh in der Nacht vom 11.

Mai machten wir 44 Pilger aus Ss.

Eucharistia und aus Rüdersdorf

uns auf, um uns als Wallfahrer auf den

Weg nach Fatima zu begeben. Unter

der geistlichen Leitung unseres Herrn

Pfarrer wollten wir dort den Höhepunkt

der Feierlichkeiten zu Ehren der

Mutter Gottes mitfeiern.

Der Grund der großen Feiern erscheint

fast unglaublich: Im Jahre 1916 und

1917 erschien erst ein Engel und dann

später die Gottesmutter selbst drei

einfachen Kindern. Lucia dos Santos

(1907-2005) und die Geschwister

Francisco (1908-1919) und Jacinta

Marto (1910-1920) waren bis zu den

Erscheinungen ganz gewöhnliche Kinder.

Das änderte sich schlagartig mit

Beginn der Erscheinungen. Besonders

Lucia geriet unter Druck, zumal sie

auch innerhalb ihrer eigenen Familie

auf Unverständnis stieß.

Drei Mal erschien der Engel und sechs

Mal trat die Gottesmutter in Erscheinung.

Sie sprach zu den Kindern und

ermahnte sie, für die Umkehr der

Sünder zu beten. Den weithin bekannten

Kern ihrer Äußerungen bilden die

drei Geheimnisse von Fatima: die Vision

der Hölle, die Ankündigung des II.

Weltkrieges und die Bekehrung Russlands.

Das Dritte Geheimnis, das erst

im Jahr 2000 bekannt gemacht wurde,

war die Ankündigung der Verfolgung

und der Leiden der Kirche. Teile dieser

Botschaft werden auch als Ankündigung

des Attentats auf Johannes

Paul II. am 13. Mai 1981, dem Jahrestag

der ersten Erscheinung der Gottesmutter,

verstanden.

Gleich nach der Ankunft in Fatima

führte uns der Weg zum ungarischen

Kreuzweg. Er ist an der Via Sacra ge-

legen, dem Weg, den die Kinder mit

ihren Schafen zurücklegten. Nach der

Heiligen Messe in der St. Stephans-

Kirche und dem Abendessen gab es

noch die Gelegenheit zur Teilnahme

an der Lichterprozession.

Den Sonntag verbrachten wir - nach

Rosenkranzgebet und der Heiligen

Messe auf dem riesigen Platz von

Fatima - mit einem Rundgang durch

Fatima. Geführt wurden wir von unserem

außerordentlich sachkundigen

Reiseführer Dr. Gatzhammer. Ganz im

Kontrast zur alten Basilika „Unserer

Lieben Frau vom Rosenkranz“ steht

die sehr moderne Kirche der „Allerheiligsten

Dreifaltigkeit“. Unter der

neuen Basilika befinden sich verschiedene

Kapellen, unter anderem eine

Beichtkapelle, die teilweise vollkommen

überlaufen war.

Besonders eindrucksvoll war die Ausstellung

„Licht und Frieden“, die wir

am späten Nachmittag besuchten.

Hier sind Gaben, die Gläubige der

Gottesmutter aus Dankbarkeit für Gebetserhörungen

gestiftet hatten, ausgestellt:

kostbare Kelche, Monstranzen

und Messgewänder. Besonders

eindrucksvoll ist die Krone der Gottesmutter,

die portugiesische Frauen

aus Dankbarkeit für die Verschonung

des Landes vor dem II. Weltkrieg gestiftet

hatten. In diese Krone ist die

Kugel, die auf Johannes Paul II. verschossen

wurde, eingearbeitet. Auch

die Gewänder, die Johannes Paul II.

während seiner drei Besuche in Fatima

getragen hatte, sind hier ausgestellt.

Die herannahenden Menschenmassen

kündigten den Beginn des Höhepunktes

der Feierlichkeiten am 13. Mai,


dem Jahrestag der ersten Erscheinung

der Gottesmutter, an.

Am Abend fanden wir uns zusammen

mit 300.000 Menschen zum Rosenkranzgebet

mit anschließender Lichterprozession

ein. Der ganze Platz war

übervoll mit Menschen. Junge Menschen

waren gekommen, Familien,

Alte. Die Portugiesen stellten die

meisten der Wallfahrer. Aber auch aus

vielen anderen Teilen der Welt waren

Gläubige gekommen. Die anwesenden

Portugiesen wussten ganz genau, an

welcher Stelle der Lieder die Kerzen

in die Höhe gehalten werden sollten

und machten es uns vor. Diese bewegende,

stimmungsvolle und innige

Feier gab uns einen Vorgeschmack auf

das, was am nächsten Tag kommen

sollte.

Als am Montagmorgen die Heilige

Messe begann, hatten sich geschätzte

270.000 Menschen eingefunden. Gemeinsam

mit der Madonna zogen Vertreter

vieler Gruppen mit ihren Fahnen

ein; unsere Gruppe war mit der

Deutschlandfahne und der Berliner

Fahne vertreten. Die diesjährige Messe

zum Gedenken an die erste Erscheinung

in Fatima hatte eine Besonderheit:

Der Erzbischof von Rio de

Janeiro, Dom Orani João Tempesta,

weihte das Pontifikat von Papst Franziskus

I. auf dessen Bitte hin der Gottesmutter.

Gegen Ende der Heiligen

Messe schien es, als wollten die Menschen

die Gottesmutter nicht ziehen

lassen. Mit weißen Taschentüchern

winkten sie der Madonna zu.

Den Nachmittag verbrachte jeder ganz

individuell. Einige besichtigten Geburtshäuser

der Seherkinder, andere

erkundeten die Sehenswürdigkeiten

vor Ort oder erwarben Mitbringsel.

Bereits am Abend hatten die meisten

Pilger das Städtchen wieder verlassen.

An der Lichterprozession nahmen nun

weitaus weniger Menschen teil als am

Vortag. Ein schnell zusammengestellter

kleiner Chor aus unserer Gruppe

sang „Maria Dich lieben“ vor.

Am Dienstag nutzten wir die Zeit bis

zum Abflug für eine kleine Tour durch

Lissabon. Nach der Besichtigung der

Antoniuskirche und der Kathedrale

Santa Maria Maior machten wir noch

einen kleinen Gang durch die Altstadt.

Als wir am Abend gegen 20.15 Uhr,

dankbar für die gute Heimreise, in

Berlin gelandet waren, hatten wir viele

Erlebnisse mit im Gepäck. Doch

welch ein Glück: Bei den von den Medien

gemeldeten

44 Personen,

die sich

verlaufen

hatten,

handelte

es sich

nicht um

die 44

Mitreisenden

unserer

Gruppe.

Katrin

Baus


Heilige Messen

Sonntag

9 Uhr Teltow

11 Uhr Kleinmachnow

Montag

8.30 Uhr Teltow

Dienstag

8.45 Uhr Teltow

Mittwoch

8.30 Uhr Kleinmachnow

Donnerstag

18.30 Uhr Kleinmachnow

(ab 18 Uhr Rosenkranzgebet)

Freitag

18.30 Uhr Teltow

(ab 18 Uhr Rosenkranzgebet)

Samstag

18.00 Uhr Kleinmachnow

(Vorabendmesse)

******************************************************************************************************

Besondere Gottesdienste

2. Juni 2012

Fronleichnamssonntag

9h Teltow

11h Kleinmachnow

(jeweils mit Prozession;

in Teltow: Patronatsfest)

29. Juni 2012

Hochfest der Hll. Petrus und Paulus

18.00h Kleinmachnow

15. August 2012

Hochfest der Aufnahme Mariens in

den Himmel

8.30h Teltow

18.30h Kleinmachnow

Hl. Messen im Augustinum

Dienstags um 18.15 Uhr

4. und 18. Juni; 2. und 16. Juli; 6. und 20. August; 3. und 24. September 2013

- 10 -


Seniorenmessen

→ Teltow dienstags 8.45 Uhr, anschl. Kaffeetrinken und Kirchenreinigung

→ Kleinmachnow mittwochs 5. Juni und 4. September 2013 jeweils 8.30 Uhr

Beichtgelegenheiten

Sonntag, 8.30 – 9 Uhr

Samstag, 17.30 – 18 Uhr

Teltow

Kleinmachnow

Papst Franziskus: Über die Kirche

Aus seiner Ansprache im Vorkonklave

E

vangelisierung setzt apostolischen Eifer voraus. Sie setzt in der Kirche kühne Redefreiheit

voraus, damit sie aus sich selbst herausgeht. Sie ist aufgerufen, aus

sich selbst herauszugehen und an die Ränder zu gehen. Nicht nur an die geografischen

Ränder, sondern an die Grenzen der menschlichen Existenz: die des Mysteriums

der Sünde, die des Schmerzes, die der Ungerechtigkeit, die der Ignoranz, die der

fehlenden religiösen Praxis, die des Denkens, die jeglichen Elends.

Wenn die Kirche nicht aus sich selbst herausgeht, um das Evangelium zu verkünden,

kreist sie um sich selbst. Dann wird sie krank (wie die gekrümmte Frau im Evangelium).

Die Übel, die sich im Laufe der Zeit in den kirchlichen Institutionen entwickeln,

haben ihre Wurzel in dieser Selbstbezogenheit. Es ist ein Geist des theologischen

Narzissmus.

In der Offenbarung sagt Jesus, dass er an der Tür steht und anklopft. In dem Bibeltext

geht es offensichtlich darum, dass er von außen klopft, um hereinzukommen ...

Aber ich denke an die Male, wenn Jesus von innen klopft, damit wir ihn herauskommen

lassen. Die egozentrische Kirche beansprucht Jesus für sich drinnen und lässt

ihn nicht nach außen treten.

Die um sich selbst kreisende Kirche glaubt - ohne dass es ihr bewusst wäre - dass sie

eigenes Licht hat. Sie hört auf, das «Geheimnis des Lichts» zu sein, und dann gibt sie

jenem schrecklichen Übel der «geistlichen Weltlichkeit» Raum (nach Worten de

Lubacs das schlimmste Übel, was der Kirche passieren kann). Diese (Kirche) lebt,

damit die einen die anderen beweihräuchern.

Vereinfacht gesagt: Es gibt zwei Kirchenbilder: die verkündende Kirche, die aus sich

selbst hinausgeht, die das «Wort Gottes ehrfürchtig vernimmt und getreu verkündet»;

und die weltliche Kirche, die in sich, von sich und für sich lebt.

Dies muss ein Licht auf die möglichen Veränderungen und Reformen werfen, die

notwendig sind für die Rettung der Seelen.

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Unsere Erstkommunionkinder 2013

…in Teltow

…und in

Kleinmachnow


…und erneut in Kleinmachnow, an einem anderen „Weissen Sonntag“.

Zum Wahljahr

Deutschland braucht Politiker, die wahrhaftig sind. Es ist sinnlos, etwas zu versprechen,

das nicht realisiert werden kann oder nur mit einer solchen Verschuldung,

dass kommende Generationen darunter leiden müssten. Politik braucht

Politiker, die sich an den Werten - auch an den christlichen Grundwerten -

orientieren. Kandidaten, die extremistisch und demokratiefeindlich argumentieren,

verdienen kein Vertrauen, sondern ein entschlossenes Nein.

Deutschland braucht Journalisten, die Fakten vermitteln und keine Meinungsmache

betreiben, als sei Politik ein Showgeschäft. Je verächtlicher Politik und

Politiker in den Medien gemacht werden, desto geringer wird das Bewusstsein

dafür, dass die Demokratie von aktiven Bürgern lebt.

- 13 -

Rainer Maria Kardinal Woelki


Glaube, der in Liebe wirksam ist

Dekanatstag 2013 in Kloster Lehnin

Unter diesem Motto stand der diesjährige 50. Dekanatstag der Dekanate Brandenburg

und Potsdam/Luckenwalde am Pfingstmontag in Lehnin. Unser Weihbischof Dr.

Matthias Heinrich feierte mit uns die Heilige Messe. Die Klosterkirche war wie immer

bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. Das Wetter spielte mit – Gott sei Dank! –

und so gab es an einem regenfreien Tag viele schöne Eindrücke, Begegnungen und

Gespräche. Im Jahr des Glaubens war dieses Fest mit so vielen Gläubigen ein großes

Glaubenszeugnis, das für viele sicher auch zur Stärkung des eigenen Glaubens

beigetragen hat. Jeder konnte erleben, wie lebendig Kirche sein kann.

Für das leibliche Wohl sorgten Gut Neuhof mit einem Grillstand und unsere Pfarrei

mit Kaffee und Kuchen. An dieser Stelle sei allen fleißigen Kuchenbäckern gedankt,

die so viele schöne und verschiedene Kuchen gebacken haben. Bei diesem vielfältigen

Angebot fiel die Auswahl schwer. Es ist so gut wie nichts übrig geblieben!

Ein ganz großes Dankeschön sage ich auch all den vielen guten Geistern, die vor Ort

mit ihrem persönlichen Einsatz zum Gelingen unseres „Auftritts“ als Pfarrei Ss. Eucharistia

beigetragen haben. Für viele von ihnen begann der Tag um 6:30 Uhr und

endete um 17:30 Uhr an der Kirche in Teltow. Ich bin sehr froh und dankbar, dass

ich eine so tolle Mannschaft hinter mir hatte, ohne die das nicht zu stemmen gewesen

wäre! Das ist keinesfalls selbstverständlich. Es wäre schön, wenn uns beim

nächsten Mal noch einige Kleinmachnower mehr mit einer Kuchenspende oder ihrem

persönlichen Einsatz unterstützen könnten.

Da in diesem Jahr der 200. Geburtstag des seligen Adolph Kolping gefeiert wird,

war der Diözesanverband Berlin mit dem Kampagnenmobil des Kolpingwerkes

Deutschland vertreten. Über eine Hüpfburg, einen Fußballkicker und einiges mehr

freuten sich besonders die Kinder. Die Schlüsselbänder mit den Credokarten, die

allen Teilnehmern als Erinnerung an den Dekanatstag überreicht wurden, sponserte

der Diözesanverband Berlin. Auch dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Olaf Jankowski

Mitglied des Pfarrgemeinderates


Pfarrer Gert

Adler feierte

seinen 82.

Geburtstag

Am 27. Mai konnte Pfarrer Gert Adler seinen 82. Geburtstag feiern. Mehr als ein

Jahrzehnt lang hat er uns als Priester das Wort Gottes verkündet, die Hl. Messe gefeiert,

die Sakramente gespendet und vielen im Gebet, mit Rat und Tat zur Seite

gestanden. Da nun die Kräfte nachlassen, hat sich Pfarrer Adler entschlossen, in

das St. Franziskus-Seniorenheim nach Potsdam umzuziehen. Er möchte aber weiterhin

mit unserer Pfarrei verbunden bleiben, wird ab und zu (wie es seine Kräfte

erlauben) zu uns kommen und – was immer möglich ist – für die ganze Pfarrei sowie

auch für konkrete einzelne Gläubige im Gebet bei Gott Fürsprache einlegen.

Wir danken Herrn Pfarrer Adler von ganzem Herzen für seinen treuen Dienst, gratulieren

ihm zu seinem Geburtstag und wünschen ihm Gottes reichen Segen, gute Gesundheit,

Friede und Freude im Heiligen Geist.

Im Gebet verbunden

Pfarrer Michael Theuerl

………………………………………………………………………………………………………………………………………

„Wer die Zusammensetzung ihrer Gegner

anschaut, kann den Geschmack der katholischen

Kirche nur bewundern.“

Michael Klonovsky, Publizist

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Leben in Kleinmachnow

nach dem Krieg

Erneut gut besuchte Autorenlesung in der

Katholischen Öffentlichen Bücherei

Autorenlesungen in unserer Bücherei entwickeln

sich zu einer guten Tradition. Nach den Lesungen

der Kleinmachnower Autoren Joachim Jauer (Urbi

et Gorbi – Christen als Wegbereiter der Wende) und

Alfred Wolf (Im Schlagschatten der Machtpolitik)

las am 23. Mai 2013 die Waldkirchner Autorin Ruth

Worzalla im bis auf den letzten Platz gefüllten Gemeindepfarrsaal

St. Thomas Morus aus ihrer Autobiografie

„Dornige Wege in die Freiheit – Mein Leben

im Nachkriegsdeutschland“.

Frau Worzalla schilderte sehr eindrucksvoll ihre Zeit von 1948 bis 1952 in Kleinmachnow.

Hier erlebte sie Diktatur, Totalitarismus und Unfreiheit, aber auch geistige

Stärkung durch Pfarrer Moritz und Romano Guardini. Sie entging nur knapp einer

Verhaftung durch das Regime wegen ihrer kirchlichen Jugendarbeit. Sehr leidenschaftlich

trug sie ihre Sehnsucht nach Demokratie und Freiheit für alle Menschen

vor. Die Anwesenden dankten Frau Worzalla mit langanhaltendem Beifall.

Heinz Weinert

Leiter der Bücherei

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Aus dem liturgisch-sakramentalen Leben

Taufen:

Verstorben:

Richard Nikolaus Lechtape, KLM; John Joseph Marciano, Teltow

Niklas Kroll, Teltow; Tabea Philine Ester, Teltow

Nahla Cassandra Christ, Teltow; Lara Marie Wecking, KLM

Laura Wilkenhöner, KLM; Lena Wilkenhöner, KLM

Alwin Liebig, Teltow; Erno Kluge, Teltow; Luna Helena Fabian,

Teltow

Frau Ursula Kliemann, Teltow; Frau Leokadia Klekacz, Teltow;

Herr Georg Statt; Frau Ursula Gorll, KLM; Frau Gertrud

Lobemeier, KLM; Frau Sophie Sprenger, Teltow; Frau Gertrud

Großmann, Teltow; Frau Gertrud Skowasch, Teltow;

Herr Siegfried Dietrich, Stdf.; Frau Hildegard Sobala, Teltow

30jährigen Hochzeitstag feierte Ehepaar Claudia und Steffen Lawrenz, Stdf.

Goldene Hochzeit feierte Ehepaar Barbara und Norbert Lucka, Stdf.

Ebenfalls Goldene Hochzeit feierte Ehepaar Karin und Reinhard Kasseck, Stdf.

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Große Auszeichnung für

Maximilian Tauscher

Unser vielfach aktives Gemeindemitglied Maximilian Tauscher erfuhr am 22. April

2013 eine große Ehrung: In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um Volk und

Staat wurde ihm von Bundespräsident Joachim Gauck die Verdienstmedaille des

Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland („Bundesverdienstkreuz“) verliehen.

Während des Festaktes im Bürgersaal des Rathauses betonten die Laudatoren

- unter ihnen der Landrat von Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, und Kleinmachnows

Bürgermeister Michael Grubert - immer wieder auch den Einsatz Herrn

Tauschers für die katholische Kirche vor Ort. In unzähligen kommunalen Gremien

und Ämtern ist Herr Tauscher seit der Zeit der Wende ehrenamtlich aktiv gewesen –

für unsere Kirchengemeinde gilt das schon für lange Zeit davor! Wir kennen ihn als

Kantor, Kirchenvorstandsmitglied und nicht zuletzt Fotographen und Chronisten

unseres Pfarrlebens. „Die Verdienste um seine Heimatregion sind zahlreich und

bemerkenswert“, betonte Blasig. „Sie gehören zu den ganz wenigen Menschen, die

ihr Wort immer halten.“

So freut sich die Pfarrei mit Herrn Tauscher über diese große Auszeichnung und

wünscht ihm auch für die Zukunft viel Kraft, Freude und Gottes Segen in seinem

Engagement!

Christiane Heinen

- 17 –


Aus unseren Gruppen und Verbänden

Chöre

Der Kirchenchor in Teltow trifft sich

immer dienstags 19.15 bis 20.45 Uhr

im Pfarrsaal in Teltow zur gemeinsamen

Probe. Interessierte Sängerinnen

und Sänger sind herzlich eingeladen!

Bei Rückfragen: Tel. 0163/1649422

oder per Mail cantoare@yahoo.de,

Chorleiterin Birgit Henniger.

Der St.Thomas-Morus-Chor trifft sich

unter der Leitung der Musikpädagogin

Frau Katja Moritz immer montags ab

19.30 Uhr im Pfarrsaal Kleinmachnow.

Interessierte Sängerinnen und Sänger

sind herzlich eingeladen. Kontakt:

033203/22182, Maximilian Tauscher.

In Kleinmachnow trifft sich der Chor

Klangfischer mittwochs von 20 bis

21.30 Uhr zu den Proben. Jeder, der

mitsingen möchte, egal ob geübter

oder ungeübter Chorsänger, ist herzlich

eingeladen. Kontakt: Holger Philipp,

Tel. 033203 / 84575.

Kolping

Die Kolpingsfamilie hat für die nächsten

Monate viele Aktivitäten geplant

und lädt alle Gemeindemitglieder

herzlich ein.

Am Samstag, 08.06.13, ist Kolpingtag

der Region Ost in Hettstedt.

Am Montag, 10.06.2013, 19.15 h Versammlung

(Ref. Schw. Elisabeth).

Am Freitag, 05.07.2013, trifft man

sich zur Lenzelfeier in Berlin-

Niederschönhausen.

Am Sonntag, 21.07.2013, Busausflug

nach Bad Wilsnack (Interessenten aus

der Gemeinde können sich bei Kb.

Olaf Jankowski melden).

Sonntag, 11.08.2013: Auf zur Wallfahrt

nach Werder: 10 Uhr Hl. Messe.

Samstag, 17.08.2013: großes Sommerfest

der Kolpingsfamilie; Beginn:

15.00 Uhr Kaffeetrinken, 18.00 Vorabendmesse.

Am Sonntag, 08.09.2013, zieht Kolping

zur Bernau-Wallfahrt.

Am Montag, 09.09.2013, Versammlung

um 19.15 Uhr.

Zu allen Veranstaltungen ist die ganze

Gemeinde herzlich eingeladen.

Bibelkreis

Der Bibelkreis unserer Gemeinde trifft

sich am Dienstag, 04. Juni 2013, 19.30

Uhr in Teltow: Lk 7, 11-17; sowie am

Dienstag, 3. September 2013, 19.30

Uhr in Kleinmachnow: Lk 14, 25-33.

Jugendarbeit

Die Ministrantenausbildung für die

einzelnen Gruppen findet jeweils

Samstags im Pfarrsaal in Kleinmachnow

statt. Die Termine stehen im Ministrantenplan

oder gibt es bei Conny

Weckert im Pfarrbüro – 033203/23107

oder 0176/24433893. Die Ministranten

in Teltow treffen sich immer am ersten

Sonnabend im Monat um 10 Uhr in

der Sakristei. Ansprechpartner: Ronny

Bereczki (Tel. 0151 51275247). Neue

Ministranten sind stets willkommen!

Die Jugendgruppe für Jungen und

Mädchen ab 7. Klasse trifft sich vierzehntägig.

Fragen und Kontakt: Jakob

Heinen (jheinen95@aol.com), Andreas

Mann (anditaker@me.com).

Bei den Pfadfindern treffen sich die

Wölflingsjungen und -mädchen (6 bis

12 Jahre) jeden Freitag von 16:30 bis

18:00 Uhr in Teltow. Interessierte

Kinder dürfen jederzeit reinschauen!

Ansprechpartner: Donata Lipowski,

Tel. 03377/394559.

- 18 -


Anschriften

Pfarrkirche Ss. Eucharistia

Ruhlsdorfer Str. 28

14513 Teltow

Telefon 03328/41467

Telefax 03328/353312

Ansprechpartner

Pfarrer

Michael Theuerl, Teltow

Seelsorgehelferin

Sr. Elisabeth Schirowski

Kirche St. Thomas Morus

Hohe Kiefer 113

14532 Kleinmachnow

Telefon 033203/23107

Telefax 033203/80873

eMail: ThomasMorusKLM@aol.com

Kirchenmusiker

Hausmeister

Irmgard Mann

Birgit Henniger

Daniel Preuß

Bürozeiten:

Montag 8.30 – 14.00 Uhr

Dienstag 8.30 – 14.00 Uhr

Mittwoch 13.30 – 18.30 Uhr

Donnerstag 14.00 – 18.00 Uhr

www.sanctissima-eucharistia.de

Kath. Kindergarten St. Thomas Morus

Adolf-Grimme-Ring 5

14532 Kleinmachnow

Telefon 033203/24842

www.kath-kita-kleinmachnow.de

Pfarrsekretärin

Cornelia Weckert

Leiterin des Kindergartens

Claudia Falk (komm.)

Leiter der Bücherei

Heinz Weinert

Tel. 033203 70298

weinertheinz@gmx.de

Pfarrgemeinderat

Ronny Bereczki, Vorsitzender

Irmgard Mann, stv. Vorsitzende

Christiane Heinen, stv. Vorsitzende

Impressum

Bankverbindung

Ss. Eucharistia

Konto Nr. 3522020978

Mittelbrandenburgische Sparkasse

Potsdam

BLZ 160 500 00

Der nächste Pfarrbrief erscheint

am 8. September 2013.

Redaktionsschluss: 29. August

Herausgeber:

Pfarrgemeinderat der Katholischen

Pfarrgemeinde Sanctissima Eucharistia

Redaktion: G. u. Ch. Heinen

(V.i.S.d.P.; Tel. 033203/80802)

eMail: InfoEucharistia@aol.com

Fotos: Tauscher (S. 1,4,5,6,7o.,12u.,

13,15,16), Czupalla (7u.); B.Marin (9);

Baier (12o.); T.Marin (14); Jankowski

(14); Heinen (17)

Druck: Thiel Gruppe, Luckenwalde


Beten im Geist

Jesus ist ein anderer Lehrer als unsere Schulmeister, denn er kann durch

den Geist lehren. Der Heilige Geist lehrt uns beten, ja er selbst betet in uns.

„Nicht du bist es, der betet. Das Gebet ist kein Werk des Menschengeistes.“

Je geringer unser Anteil daran ist, desto besser beten wir, sagt der geistliche

Meister des 17. Jahrhunderts, Claude Séguenot. Mit leeren Händen gehen

wir in die „Betschule“ Jesu. Er, der wirkliche Beter, macht uns zu seinen

Söhnen und Töchtern. Durch seinen Geist betet er selbst in uns. Das ist das

eigentliche Geheimnis des christlichen Betens. So arm unser Gebet auch

sein mag, der Heilige Geist, der in uns betet, macht es möglich, dass wir

dann doch wirklich selbst beten können.

Christoph Kardinal Schönborn

in:

„Die Lebensschule Jesu“, Herder 2013

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