Wir über uns - Kkrn

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Wir über uns - Kkrn

Ausgabe 1 / 2010

Das Magazin für

Patienten, Mitarbeiter

und Interessierte

KKRN

Das Klinikquartett

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KKRN – Das Klinikquartett

Impressum

Herausgeber

KKRN Katholisches Klinikum

Ruhrgebiet Nord GmbH

Hervester Straße 57

45768 Marl

Redaktionsteam

Dorothea Appelhoff (da) 0 23 62 / 29 - 49 49

Birgit Böhme-Lueg (bö) 02 09 / 61 91 - 129

Werner Buthmann (wb) 0 23 64 / 104 - 401

Maike Dockhorn (md) 0 23 62 / 29 - 38 00

Dr. Mechthild Quernheim (qu)

www.dr-quernheim.de

Dr. Thomas Thies (tt) 0 23 64 / 104 - 73 04

Dr. Birte Weuster (bw) 0 23 65 / 911 - 88 70 58

Angelika Rütten (ru) 0 23 62 / 29 - 49 40

Walburga Schmidt (sd) 02 09 / 61 91 - 81 52

Ulrike Steffens (us) 0 23 65 / 911 - 88 73 45

ViSdP

Werner Buthmann

kkrn.redaktionsteam@kkrn.de

www.kkrn.de

Konzeption und Design

abcd‘ sign, Dorsten

www.ab-cdsign.de

Druck

Thiekötter Druck GmbH & Co. KG

Münster

Das Redaktionsteam freut sich auf

Ihre Anregungen (v.l.): Dr. Thomas Thies,

Ulrike Steffens, Dorothea Appelhoff,

Walburga Schmidt, Dr. Birte Weuster,

Angelika Rütten, Maike Dockhorn,

Dr. Mechthild Quernheim, Werner

Buthmann, Birgit Böhme-Lueg.

Inhalt

Editorial

Videokonferenz:

Medizin im Verbund

Geriatrie:

Selbständigkeit im Fokus

Pflege:

Modellprojekt unterzeichnet

Studium:

Fit in Theorie und Praxis

Brustkrebs:

Neue Behandlungsmethode

Ultraschall:

Die dritte Dimension

Sport:

Doris Zachow im Porträt

Kurz und kompakt:

Nachrichten

Im Gespräch:

Dr. Dirk Schulze Bertelsbeck

Stuhlinkontinenz:

Innovative Operationsmethode

Baustellen:

Was entsteht wo?

Engagement:

Humanitäre Hilfe

Bunte Seiten:

Rezepte und Veranstaltungen

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Sehr geehrte

Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, Ihnen das neue Klinikmagazin

„KKRN – Das Klinikquartett“ mit dieser ersten

Ausgabe präsentieren zu können.

Bereits in den vergangenen Jahren haben die

Krankenhäuser des Klinikverbundes mit zwei

Zeitschriften regelmäßig über die Neuigkeiten

in den jeweiligen Einrichtungen informiert.

Die Magazine fanden ein durchweg positives

Echo und wurden mit viel Interesse gelesen.

Mit Gründung der Krankenhausgesellschaft

KKRN, zu der das Gertrudis-Hospital, das Marien-

Hospital, das St. Elisabeth-Krankenhaus und das

St. Sixtus-Hospital gehören, wuchs der Wunsch,

zukünftig ein gemeinsames Magazin für unsere

vier Krankenhäuser zu etablieren.

Das Redaktionsteam, in dem Mitarbeiter aller

Kliniken vertreten sind, wird regelmäßig über

Neuigkeiten berichten, Fachabteilungen und

Einrichtungen vorstellen und über alles Wissenswerte

rund um die „KKRN GmbH“ informieren.

KKRN – Das Klinikquartett

Erfahren Sie z. B., wie eine moderne Brustkrebstherapie

aussieht oder wie für ältere Patienten

der Übergang vom Krankenhaus in die eigenen

vier Wände reibungslos gelingt.

Selbstverständlich ist das Redaktionsteam offen

für Anregungen, Wünsche und auch Kritik.

Über die angegebene E-Mail-Adresse können

Sie jederzeit Kontakt aufnehmen.

An dieser Stelle möchten wir ausdrücklich dem

Redaktionsteam danken. Mit viel Engagement

und Kompetenz hat es diese Erstausgabe des

Magazins „KKRN – Das Klinikquartett“ erstellt.

Wir wünschen Ihnen eine interessante und

anregende Lektüre!

Norbert Fockenberg

Andreas Hauke

Geschäftsführung KKRN

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KKRN – Das Klinikquartett

Eine Konferenz an vier

Standorten gleichzeitig

Videoschaltung kommt Patienten

mit Darmkrebs zugute

Es ist Mittwoch, kurz vor

14 Uhr. Zeit für die Videokonferenz,

zu der sich in

Kürze Mediziner aus allen vier

Häusern des Katholischen Klinikums

zuschalten. Dr. Christoph König, Chefarzt der

Klinik für Innere Medizin am Marien-Hospital

(Foto links), überprüft ein letztes Mal die Anlage

im Konferenzraum des Marien-Hospitals. Er

wird die Sitzung mit seinen Kolleginnen und

Kollegen aus dem St. Elisabeth-Krankenhaus,

dem Gertrudis-Hospital und dem St. Sixtus-

Hospital moderieren. Langsam füllt sich der

Raum im Marien-Hospital mit Medizinern des

Hauses. Und nach und nach schalten sich die

Ärzte aus den Partnerkrankenhäusern der

Konferenz zu – gut zu sehen auf dem großen

Bildschirm im Konferenzraum.

Einmal wöchentlich findet diese interdisziplinäre

Videokonferenz statt. An ihr nehmen Chirurgen,

Internisten, Gastroenterologen und Onkologen

aus allen vier Häusern teil. Geballtes Know-how

also, das sie in den Dienst von Patientinnen und

Patienten mit Darmkrebs stellen. Denn um sie

geht es und um ihre bestmögliche Behandlung.

An diesem Nachmittag wird unter anderem auch

der Fall eines 59-jährigen Mannes vorgestellt, der

stark abgenommen hatte und außerdem unter

Stuhlunregelmäßigkeiten litt. Er war zur diagnostischen

Abklärung im Westerholter Krankenhaus

aufgenommen worden. „Die Blutuntersuchung

im Labor ergab eine Blutarmut und erhöhte Tumor-

marker. In der Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes

konnten wir keine tumorverdächtigen Struk-

turen im Bereich der Leber feststellen. Wir haben

dann am nächsten Tag eine Darmspiegelung durch-

geführt und einen karzinomverdächtigen Befund

im Bereich des Enddarms entdeckt. Hier haben wir

mehrere Proben entnommen. Die feingewebliche

Untersuchung zeigte dann, dass es sich dabei um

Tumorzellen handelte“, referiert Dr. Eberhard

Dirks, Chefarzt der Inneren Medizin, die medizinische

Vorgeschichte, und ergänzt: „Ich bitte um

Vorschläge, wie wir in diesem Fall weiter vorgehen.“

Priv.-Doz. Dr. Christoph Elsing, Chefarzt der Klinik

für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen

am St. Elisabeth-Krankenhaus, meldet

sich als erster zu Wort: „Haben Sie bereits eine starre

Endoskopie zur genauen Bestimmung der Lage

des Tumors durchgeführt?“ Denn die Lage des

Tumors entscheidet darüber, ob man ihn sofort

operativ entfernt oder zunächst mit einer Kombination

aus Strahlentherapie und Chemotherapie

behandelt. Ein weiterer Vorschlag kommt von Dr.

Heinrich Frühauf, Chefarzt der Klinik für Chirurgie

am St. Sixtus-Hospital: Er rät zu einer Endosonographie.

Denn mit Hilfe des „Ultraschalls von

innen“ kann man die Tiefe des Tumors genau be-

stimmen und feststellen, ob das Karzinom bereits

über die Grenzen des Darmes gewachsen ist.

Die letzte Frage zum Stand der Diagnostik kommt

vom Moderator, Dr. Christoph König, der auch

ausgebildeter Onkologe ist: „Sind bereits eine

Computertomographie des Bauchraums und ein

Röntgenbild des Brustkorbs erstellt worden, um

Metastasen auszuschließen?“, erkundigt er sich.

Nun ist es an Dirks, auf die Fragen seiner Kollegen

zu antworten. „Ja“, sagt er, „ein Röntgenbild wurde

gemacht. Dabei haben wir keine Metastasen gefunden,

und die Computertomographie bestätigte den

Befund des Ultraschalls. Die Leber war frei von Metastasen,

und Lymphknotenvergrößerungen waren

ebenfalls nicht zu sehen.“ Die Mediziner beschließen

einvernehmlich, zunächst eine Endosonographie

und eine starre Endoskopie durchzuführen

Konferenzteilnehmer

im Gertrudis-Hospital...

im St. Sixtus-Hospital...

und bei der nächsten Videokonferenz das weitere

Vorgehen festzulegen.

Eine Woche später wird daher erneut der Fall des

59-jährigen Patienten erörtert. Dirks stellt zunächst

die Ergebnisse der beiden Untersuchungen vor:

Bei der starren Enddarmspiegelung habe man

einen Enddarmtumor diagnostiziert. Die Endosonographie

hingegen habe ergeben, dass die

äußere Darmwand tumorfrei sei. Die Mediziner

beraten über die nächsten Therapieschritte. Was

ist sinnvoll: eine sofortige Operation? Oder doch

zunächst eine Kombination aus Strahlentherapie

und Chemotherapie? Schnell erzielt man einen

Konsens und einigt sich auf ein dreistufiges Vorgehen:

Die Mediziner wollen mit einer Kombination

aus Bestrahlung und medikamentöser

Chemotherapie beginnen.

im St. Elisabeth-Krankenhaus...

im Marien-Hospital.

Ziel ist es, den Tumor dadurch zu verkleinern, um

bei einer anschließenden Operation möglichst viel

Darmgewebe erhalten zu können. Sechs Wochen

nach der Operation soll eine erneute Chemotherapie

begonnen werden, um eventuell vorhandene

Mikrometastasen zu zerstören. Die Therapieempfehlungen

sind bindend und werden zur

Qualitätssicherung dokumentiert. „Jeder Tumor

ist anders und jede Behandlung daher individuell.

Deshalb ist es gut, wenn in die Behandlung jedes

einzelnen Patienten das Fachwissen vieler Mediziner

aus verschiedenen Fachdisziplinen zusammenfließt

und gemeinsam ein Therapieplan erarbeitet

wird“, stellt König fest. Oder anders gesagt:

Ein Experte ist gut. Viele Experten sind besser.

(qu)

Auch Ultraschall- oder Röntgenbilder können

bei Bedarf herangezogen werden, um das

weitere Vorgehen festzulegen.

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KKRN – Das Klinikquartett

St. Sixtus-Hospital

Selbständigkeit im Fokus

St. Sixtus-Hospital startet das Projekt

„Geriatrische Komplexbehandlung“

Wer jung und gesund ist, hat in der Regel

keine Probleme, einen Krankenhausaufenthalt

zu verkraften und schnell wieder in den

Alltag zurückzukehren. Ganz anders sieht es

hingegen bei älteren Menschen aus: „Wenn sie

zum Beispiel wegen eines Schlaganfalls, eines

Knochenbruchs oder einer Lungenentzündung

im Krankenhaus behandelt werden, besteht

die Gefahr, dass die körperliche und geistige

Leistungsfähigkeit nachlässt“, weiß Dr. Thomas

Thies, Internist, Geriater und Oberarzt der Klinik

für Innere Medizin am St. Sixtus-Hospital.

Um möglichen Funktionseinbußen vorzubeugen,

startet das Halterner Krankenhaus unter Leitung

von Thies jetzt die so genannte „Geriatrische Kom-

plexbehandlung“. Mit ihr verfolgen Mediziner

und Therapeuten bei ihren betagten Patienten

zwei Ziele: Sie wollen die akute Erkrankung in

den Griff bekommen und nach Möglichkeit die

Selbständigkeit der Patienten erhalten. „Studien

haben gezeigt, dass das Programm erfolgreich ist:

Viele Menschen können weiter zu Hause leben und

müssen nicht in ein Pflegeheim eingewiesen werden.

Außerdem sinkt die Zahl derjenigen, die einen erneuten

Krankenhausaufenthalt benötigen. Und,

besonders wichtig: Die Mobilität der Patienten verbessert

sich deutlich, so dass auch die Häufigkeit

an Stürzen zurückgeht“, so Thies.

Unterstützung bei der Vorbereitung und Implementierung

des Projekts kam dabei aus dem

Westerholter Partnerkrankenhaus, das schon seit

vielen Jahren über eine eigene geriatrische Abteilung

mit hoher Fachkompetenz verfügt. Dr.

Karl Ott, leitender Arzt der Geriatrie im Gertrudis-

Hospital, wird den Aufbau der neuen Behandlungsform

auch künftig weiter begleiten.

Wie sieht die Geriatrische Komplexbehandlung

nun in der Praxis aus? Und vor allem: Für wen

kommt sie in Frage? Das wird mit Hilfe des Geriatrischen

Assessments geklärt. Künftig werden

von allen Menschen, die im St. Sixtus-Hospital

aufgenommen werden und über 75 Jahre alt

sind, Daten zur Mobilität, zur geistigen Leistungsfähigkeit

und zur selbständigen Versorgung

erhoben. So will man Beeinträchtigungen

frühzeitig erkennen. Auch das soziale Umfeld

wird mit verschiedenen Fragen in den Blick genommen:

Wie wohnen die Patienten? Allein oder

in einer Familie? Müssen sie Treppen steigen,

um zur Wohnung zu gelangen? Können sie sich

selbst versorgen, oder werden sie von einem

Pflegedienst unterstützt? Leiden sie unter einer

Depression oder unter Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen?

Auf Grundlage dieser Daten entscheidet sich,

welche betagten Frauen und Männer von der

Geriatrischen Komplexbehandlung besonders

profitieren. Zurzeit stehen im St. Sixtus-Hospital

auf einer Station acht Betten zur Verfügung, wo

sich besonders geschultes Pflegepersonal um

die Patienten kümmert. Die gewonnenen Daten

aus dem Assessment bilden die Grundlage für

den Therapieplan, der anschließend für jeden

Patienten individuell erarbeitet wird. Ein Beispiel:

Wohnt ein Patient zum Beispiel in der ersten Eta-

ge und ist in dem Haus kein Aufzug vorhanden,

dann muss er Treppen steigen können. „Um die

Therapieziele festzulegen, stellen wir drei Fragen:

Was können die Patienten momentan? Was müs-

sen sie können, um wieder selbständig zu leben?

Und was wollen sie selbst?“, fasst Thies zusammen.

Damit die Patienten die gewünschten Ziele schnell

erreichen, arbeiten Mediziner, Therapeuten (Physio-

und Ergotherapeuten sowie Logopäden),

Pflegekräfte und Sozialarbeiter eng zusammen.

„Geriatrie ist Teamarbeit“, erklärt der Mediziner.

Einmal wöchentlich trifft sich das Team, um die

Behandlungsziele für jeden einzelnen Patienten

in einem Wochenplan festzulegen. Bei der nächsten

Sitzung wird überprüft, ob diese Vorgaben

erreicht wurden oder gegebenenfalls korrigiert

werden müssen.

Hintergrund

Die Geriatrische Komplexbehandlung

Die Geriatrische Komplexbehandlung zielt darauf, den Patienten wieder in die Lage zu versetzen,

sich selbst zu versorgen oder, wenn dies nicht möglich ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen,

dass er zu Hause mit Hilfe Anderer versorgt werden kann. Dazu sind neben der medizinischen Be-

handlung auch intensive Trainingsmaßnahmen erforderlich. Ein solches Trainingsprogramm, das

standardisiert ist und das parallel zur medizinischen Behandlung eines Patienten durchgeführt wird,

nennt man eine Geriatrische Komplexbehandlung. Eine durchschnittliche Behandlung umfasst

mindestens 20 Therapieeinheiten von rund 30 Minuten und geht über einen Behandlungszeitraum

von mindestens 14 Tagen. Jeden Tag sind zwei Trainingseinheiten vorgesehen. Geleitet wird

das therapeutische Team von einem Geriater. Medizinische und therapeutische Behandlung werden

ergänzt durch aktivierende Pflege. Sie setzt das, was die Patienten in den Therapien lernen, im

weiteren Tagesverlauf fort. In regelmäßigen, mindestens einmal wöchentlich stattfindenden Konferenzen

müssen die Therapiefortschritte überprüft und weitere Maßnahmen festgelegt werden.

Ein wichtiges Fundament der Geriatrischen Komplexbehandlung

ist die sofortige Mobilisierung

der Patienten. Denn wer ausschließlich im Bett

liegt, dem geht schnell Muskelmasse verloren.

Das erschwert das Ziel, schnell wieder zu Kräften

zu kommen. „Bed ist bad“, lautet daher eine Maxime.

Das heißt für die Pflegekräfte: Aktivieren, wo

immer es geht. „Was die Patienten selbst können,

sollen sie auch selbst tun“, heißt die pflegerische

Vorgabe. Das erfordert von den Schwestern und

Pflegern viel Zeit und Geduld.

Neben Medizinern und Pflegekräften tragen auch

die Therapeuten im St. Sixtus-Hospital entscheidend

zum Behandlungserfolg bei. In der Kranken-

gymnastik trainieren die Patienten zum Beispiel

Kraft und Gleichgewicht, üben – je nach Krankheitsbild

– Aufstehen, Sitzen oder Stehen und

den Umgang mit Hilfsmitteln, wie zum Beispiel

einem Rollator. In der Ergotherapie steht der

häusliche Alltag im Mittelpunkt: Hier wird etwa

An- und Ausziehen oder die Körperpflege geübt.

Manchmal schließt das auch ein, vorhandene

Geriatrie ist Teamarbeit:

Dr. Thomas Thies (r.) mit Kathrin Lueg (l.)

und Mechthild Schult (2. v.r.).

Fähigkeiten neu einzusetzen. Wenn etwa nach

einem Schlaganfall eine Seite gelähmt ist, dann

trainieren die Patienten auch die gesunde Seite

und lernen, wie man sich etwa als Rechtshänder

mit links versorgen kann. Die Logopädie wiederum

ist für Patienten da, deren Sprach- und Sprech-

vermögen durch die Krankheit beeinträchtigt

ist oder die unter Schluckstörungen leiden. Dies

ist häufig bei neurologischen Erkrankungen

(z. B. nach einem Schlaganfall oder bei Morbus

Parkinson) der Fall.

Zwischen zwei und drei Wochen kann eine

„Geriatrische Komplexbehandlung“ dauern.

Für einige Patienten schließt sich eine Rehabilitation

an. Andere werden von den Therapeuten

im St. Sixtus-Hospital ambulant weiter behandelt.

Thies: „Unser Anspruch ist, die Patienten nach der

Entlassung nicht allein zu lassen. Und dazu gehört

auch, dass wir über den Krankenhausaufenthalt

hinaus unsere Patienten beraten und rechtzeitig

konkrete Hilfe organisieren.“ (qu)

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KKRN – Das Klinikquartett

Vertrag besiegelt (v.l.): Astrid Pietzner, kaufm. Direktorin

im Gertrudis-Hospital, Regina Kaiser, Krankenschwester

für Pflegeüberleitung, Martin Bäcker, Teamleiter Pflegekasse

der AOK Recklinghausen, Wilhelm Schmitz,

Pressesprecher der AOK Recklinghausen.

Gertrudis-Hospital

„Damit Pflege zu Hause gelingt“

Gertrudis-Hospital und AOK unterzeichnen

Vertrag für Modellprojekt

Ein Schlaganfall, ein Knochenbruch oder eine

große Operation: Viele, vor allem ältere Menschen

sind nach der Entlassung aus dem Krankenhaus

auf weitere Pflege und Versorgung

im häuslichen Umfeld angewiesen. Eine große

Herausforderung für die Angehörigen, die den

größten Teil der Pflegeleistung übernehmen.

Doch auf die neue Familiensituation sind sie

in der Regel nicht vorbereitet. Schnell können

Fragen im Pflegealltag auftauchen: Wie bettet

und mobilisiert man zum Beispiel die Kranken?

Wo bekommt man Unterstützung bei der Pflege?

Und welche Leistungen übernimmt die Pflegekasse?

Damit pflegende Angehörige auf die Zeit

nach dem Krankenhausaufenthalt gut vorbereitet

sind, beteiligt sich das Gertrudis-Hospital

seit einiger Zeit an dem Modellprojekt „Familiale

Pflege“, das von der AOK finanziell getragen und

von der Universität Bielefeld wissenschaftlich

begleitet wird.

Ziel dieses Angebots ist es, Patienten den

Übergang vom Krankenhaus in die eigenen vier

Wände zu erleichtern und Familienmitglieder

rechtzeitig durch Qualifikation und Beratung auf

die veränderte Situation vorzubereiten. Nach

einer ersten Erprobungsphase des Projekts im

Gertrudis-Hospital wurde jetzt die Kooperation

auch vertraglich besiegelt. Dazu unterzeichneten

Krankenhaus und Krankenkasse einen entspre-

chenden Vertrag. „Die Familien tragen nach wie

vor die Hauptlast in der pflegerischen Versorgung

ihrer Angehörigen. Wir wollen sie mit ihren Fragen,

Sorgen und Nöten nicht allein lassen. Unser

Modellprojekt sieht vor, ihnen durch Informationen,

Beratung und Pflegetipps die nötige Sicherheit zu

geben, um diese große Herausforderung zu meistern.

Die Angebote sind kostenfrei und können von

allen gesetzlich Versicherten in Anspruch genommen

werden, unabhängig davon, welcher Krankenkasse

sie angehören“, erläuterte Wilhelm Schmitz,

Pressesprecher der AOK Recklinghausen, bei der

Vertragsunterzeichnung. Und Astrid Pietzner,

kaufmännische Direktorin im Gertrudis-Hospital,

ergänzte: „Unsere ersten Erfahrungen mit dem

Projekt zeigen uns, wie wichtig und dringlich es ist.

Deshalb sind wir sehr froh, dass wir jetzt mit dem

Vertrag die Möglichkeit haben, unsere Pflege-Qualifizierungen

auch dauerhaft betroffenen Familien

anbieten zu können.“

Das Konzept der familiären Pflege besteht im

Gertrudis-Hospital aus drei Bausteinen: dem

Pflegetraining, dem Pflegekursus und dem Pflegecafé.

Das Pflegetraining setzt noch während des

Krankenhausaufenthaltes der Patienten ein: Direkt

am Krankenbett erlernen Angehörige unter

Anleitung von erfahrenen Pflegekräften, welche

Maßnahmen von der Grundpflege über die Lagerung

bis hin zur Vorbeugung erforderlich sind.

Bis zu sechs Schulungen von 30 bis 45 Minuten

Dauer können bei Bedarf durchgeführt werden.

„Rund 230 Familien haben in den vergangenen

Monaten dieses Angebot in Anspruch genommen“,

resümierte Regina Kaiser, Krankenschwester für

Pflegeüberleitung und federführend bei der

Umsetzung des Projekts im Gertrudis-Hospital.

Vertieft wird dieses Wissen in einem anschließenden

Pflegekursus, an dem bereits 100 Familien

teilgenommen haben. Er findet an drei Wochentagen

in der Krankenpflegeschule des Gertrudis-

Hospitals statt: Neben den praktischen Übungen

von pflegerischen Handgriffen geht es hier vor

allem darum, die Versorgung der Patienten zu

Hause auf Dauer sicher zu stellen und der Überlastung

Einzelner vorzubeugen. Flankierend dazu

werden den Familien die Möglichkeiten der öffentlichen

Hilfen vorgestellt. Das Angebot reicht

hier von ambulanten Diensten über Kurzzeit- und

Tagespflege bis hin zu technischen Hilfsmitteln

und dem Umbau der Wohnung.

Das Pflegecafé rundet das Angebot des Gertrudis-

Hospitals ab. Es ist das „jüngste Kind“ in der Angebotspalette

des Krankenhauses und wurde auf

Wunsch der Familien eingerichtet. Jeden ersten

Dienstag im Monat treffen sich hier pflegende

Angehörige zum Erfahrungsaustausch. Aber

auch Mitarbeiterinnen des Gertrudis-Hospitals

stehen für Gespräche und Probleme, die sich im

Pflegealltag zeigen, zur Verfügung. (qu)

Interview

Glückliches Paar: Hermann Rose

pflegt seine Frau Marita. Möglich

wurde dies durch das Projekt

„Familiale Pflege“, das im Gertrudis-

Hospital angeboten wird.

Im Gespräch mit Hermann Rose

„Als Angehöriger brauche

ich doch auch Hilfe“

Hermann Rose (69) ist seit 43 Jahren mit

seiner Frau Marita verheiratet. Als ihr

nach einem Sturz und einer Medikamenten-Überdosierung

eine Unterbringung

im Heim drohte, nahm er die Pflege-Angebote

des Gertrudis-Hospitals für sich

in Anspruch. Mit Erfolg: Heute betreut

der pensionierte Diplom-Ingenieur seine

Frau zu Hause, unterstützt nur durch

einen ambulanten Pflegedienst.

Herr Rose: Wie geht es Ihrer Frau jetzt?

Schon viel besser. Sie kann inzwischen wieder

einige Meter mit dem Rollator gehen.

Das war noch vor einiger Zeit undenkbar,

auch wenn sie immer noch sehr schwach ist.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass sie in absehbarer

Zeit so weit bei Kräften ist, dass sie

zur gezielten Mobilisierung ins Gertrudis-

Hospital gehen kann.

Sie hatten schon einmal vor, ihre Frau

ins Gertrudis-Hospital zu bringen.

Aber dann kam alles anders…

Ja, meine Frau war im Februar gestürzt und

musste operiert werden. Mitte April sollte

sie dann zur Mobilisierung im Gertrudis-

Hospital aufgenommen werden. Aber

daraus wurde dann eine Noteinweisung.

Denn meine Frau hat ganz plötzlich total

abgebaut, war kaum noch ansprechbar.


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KKRN – Das Klinikquartett

Interview


Gertrudis-Hospital

Wir konnten uns das überhaupt nicht erklären. Im Gertrudis-Hospital hat der leitende Geriater

Dr. Ott dann die richtige Diagnose gestellt: Meine Frau, die schon sehr lange chronisch krank

und deshalb dauerhaft auf Medikamente angewiesen ist, litt offensichtlich an einer Überdosierung

eines bestimmten Präparates. Die erste Zeit im Krankenhaus sah es gar nicht gut für

sie aus, so dass man mir riet, mich um einen Heimplatz zu bemühen.

Doch dann besserte sich der Zustand Ihrer Frau?

Ja, aber ich war dennoch total verzweifelt. Denn so geschwächt wie meine Frau war, habe ich

mich gefragt: Schaffe ich das, meine Frau zu Hause zu pflegen? Denn sie brauchte ja bei allem

Hilfe: Sie konnte nicht allein aufstehen, sich nicht waschen, geschweige denn zur Toilette

gehen. Und der Jüngste bin ich auch nicht mehr. Zudem plagen mich Rückenprobleme.

In dieser Situation sind Sie dann auf das Pflege-Angebot

des Gertrudis-Hospitals aufmerksam geworden?

In der Cafeteria des Krankenhauses habe ich das Plakat mit der Information über das Angebot

gelesen und sofort gedacht: Das könnte mir so entscheidend weiterhelfen, dass ich mir die

Pflege meiner Frau zutraue und ihr so eine Heimunterbringung erspare. Ich habe dann zunächst

am Training direkt am Krankenbett teilgenommen. Das ist sehr sinnvoll, weil man dort

wertvolle Tipps bekommt und sie auch gleich anwenden kann. Zum Beispiel habe ich dort

gelernt, wie ich mit einer einfachen Plastikunterlage meine Frau im Bett hochziehen kann.

Normalerweise kann man das nämlich allein überhaupt nicht bewerkstelligen. Oder

wie ich meiner Frau aus dem Bett helfe, ohne mir dabei den Rücken zu verrenken. Außerdem

hat das Krankenhaus dafür gesorgt, dass meine Frau alle wichtigen Hilfsmittel wie einen

Toilettenstuhl, ein Krankenbett und einen Rollstuhl erhielt. Anschließende habe ich dann

die Pflegekurse besucht. Dort wird zum einen praktisches Wissen vermittelt – etwa wie man

Inkontinenz-Unterlagen anlegt. Aber ich bekam auch Informationen darüber, welche Fachbegriffe

wichtig sind, was sich hinter ihnen verbirgt und welche unterstützenden Hilfen ich

in Anspruch nehmen kann. Den Überblick hat man ja als Angehöriger nicht. Auch das Pflegecafé

besuche ich gelegentlich, weil ich da mit anderen Angehörigen ins Gespräch kommen

kann und man dort auch noch die Probleme, die sich aus dem Pflegealltag ergeben, mit

den Mitarbeiterinnen des Gertrudis-Hospitals besprechen kann.

Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht das Pflege-Angebot für Angehörige?

Ich kann nur sagen: Ohne dieses Angebot hätte ich mir die Pflege nicht zugetraut. Als Angehöriger

ist es ja häufig so, dass man mit seinen Problemen allein gelassen wird. Die Frau oder

der Mann wird aus dem Krankenhaus entlassen, und dann heißt es: Nun sieh mal selbst zu,

wie es weitergeht. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung, dass es auf einmal ein Krankenhaus

gibt, das sich auch um die Angehörigen kümmert. Ich bin zwar kein Patient, aber als

Angehöriger brauche ich doch auch Hilfe. Das, was das Team im Gertrudis-Hospital leistet,

ist einmalig. Nicht nur in der ganz praktischen Unterstützung und Anleitung, sondern auch

durch die beständige Ermutigung. Erst dadurch habe ich die Überzeugung gewonnen:

Du schaffst das. (qu)

Fit in Wissenschaft und Praxis

Die Unterschriften sind unter Dach und Fach,

der erste „Modellstudiengang Pflege“ kann

beginnen. Er ist eine Kooperation zwischen

der Katholischen Hochschule NRW und 20

Alten- und Krankenpflegeschulen des Landes.

Mit dabei auch die Schule für Gesundheits-

und Pflegeberufe am Marien-Hospital Marl –

als einzige im Kreis Recklinghausen. Der neue

Studiengang verbindet die klassische Berufsausbildung

an Pflegefachschulen mit einer

akademischen Ausbildung. Wer die duale

Ausbildung erfolgreich absolviert, dem winkt

gleich eine doppelte Qualifizierung: zum einen

der berufliche Abschluss in der Krankenpflege

(nach drei Jahren), zum anderen der international

anerkannte akademische Grad „Bachelor

of Nursing“ (nach vier Jahren).

„Der Studiengang ist eine Antwort auf die demographischen

Veränderungen“, erläutert Antonius

Vollmer, Leiter der Schule für Gesundheits- und

Pflegeberufe am Marien-Hospital. „Unsere Gesellschaft

wird immer älter. Dadurch steigt auch die

Zahl der Pflegebedürftigen und ihr Bedarf an einer

umfassenden medizinischen und pflegerischen

Betreuung.“ Hinzu komme, so Vollmer, dass viele

Hochbetagte häufig an chronischen und mehreren

Erkrankungen gleichzeitig litten. All das stelle

hohe Anforderungen an die Pflege. Während in

anderen europäischen Ländern und in den USA

die Akademisierung der Pflege schon lange eine

Selbstverständlichkeit ist, hinkt Deutschland dieser

Entwicklung hinterher. „Aber nun fordert auch

die Politik, dass künftig 20 Prozent der Pflegenden

eine Hochschulausbildung absolvieren sollen“,

erläutert der Schulleiter.

Die ersten Studierenden werden zum Wintersemester

2011 ihr sechs Semester umfassendes

Studium aufnehmen. Weil es erst nach dem ersten

Ausbildungsjahr beginnt, können sich – nach

erfolgreichem Abschluss der sechsmonatigen

Probezeit – alle Schülerinnen und Schüler bewerben,

die am 1. Oktober dieses Jahres mit ihrer

KKRN – Das Klinikquartett

Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe am Marien-Hospital Marl

startet mit dem Modellstudiengang Pflege

Ausbildung an den Krankenpflegeschulen begonnen

haben. Über die Zulassung zum Studium

entscheidet die Hochschule. Maximal fünf Plätze

stehen jeder der am Pilotprojekt teilnehmenden

Krankenpflegeschulen zur Verfügung. Die Studierenden

aus Marl absolvieren gemeinsam mit

den Schülern ihres Ausbildungsjahrgangs ihre

praktische Ausbildung in den angeschlossenen

Krankenhäusern der Marler Schule. Auch einen

Teil der theoretischen Ausbildung übernehmen

die Lehrkräfte der Marler Einrichtung. Die Vermittlung

der rein wissenschaftlichen Lehrinhalte

erfolgt dann jeweils in verschiedenen Blöcken an

den Standorten der Katholischen Hochschule.

In Zukunft werden die studierten Pflegekräfte vor

allem Tätigkeiten übernehmen, die über die rein

pflegerischen Aufgaben hinaus gehen. So werden

die Beratung von Kranken und Angehörigen,

der Aufbau von Pflegenetzwerken und vor allem

Konzepte zur Gesundheitsförderung zentrale

Aufgaben sein. Hier sieht Vollmer auch für die

künftigen Absolventen des Studiengangs gute

berufliche Chancen: „Sie können zum Beispiel als

Fallmanager arbeiten. Das ist eine anspruchsvolle

Aufgabe, denn die so genannten Case-Manager

lotsen die Patienten durch Diagnostik und Therapie,

sorgen für die Kooperation zwischen den Abteilungen

und anschließend für den reibungslosen

Übergang von der Klinik in die eigenen vier Wände“,

erläutert er. Weitere Informationen sind telefonisch

(0 23 65 / 911 - 107) oder per E-Mail

(marl.krankenpflegeschule@kkrn.de) erhältlich.

(qu)

Schulleiter Antonius Vollmer (r.) informiert

über den neuen Studiengang.

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KKRN – Das Klinikquartett

„Dieses Verfahren hat uns von Anfang an überzeugt.

Es ist ein großer Fortschritt im Kampf

gegen den Brustkrebs“, stellt Geschäftsführer

Andreas Hauke fest. Die innovative Methode,

bei der die Bestrahlung der Brust noch während

der Operation erfolgt, nennt sich Intraoperative

Radiotherapie (abgekürzt IORT).

Möglich wird sie durch das von der Firma Carl

Zeiss entwickelte mobile Bestrahlungsgerät

INTRABEAM®. Knapp eine halbe Million Euro investierte

das Katholische Klinikum Ruhrgebiet

Nord an seinem Dorstener Standort in die neue

Technik. Sie vereint gleich mehrere Vorzüge: Sie

ist schonend, präzise und wirksam, minimiert

das Rückfallrisiko und verkürzt die Nachbestrahlungszeit.

St. Elisabeth-Krankenhaus

Schonend, präzise und wirksam

Großer Schritt im Kampf gegen den Brustkrebs:

Katholisches Klinikum führt innovative Behandlungsmethode

ein

St. Sixtus-Hospital

Jährlich erkranken in Deutschland rund 57.000

Frauen an Brustkrebs. Im St. Elisabeth-Krankenhaus

und im St. Sixtus-Hospital behandeln die

Teams um Chefarzt Dr. Peter Tönnies jedes Jahr

rund 150 Frauen, die mit der Diagnose „Mammakarzinom“

konfrontiert sind. Viele dieser Tumore

werden zunächst operativ entfernt. Danach müs-

sen sich die betroffenen Frauen häufig einer mehr-

wöchigen Strahlentherapie unterziehen. Sie hat

zum Ziel, potentiell verbliebene Tumorzellen, die

einen Rückfall auslösen können, abzutöten. Diese

Bestrahlung von außen kann aber erst nach Abschluss

der Wundheilung beginnen, im Regelfall

also frühestens nach vier bis sechs Wochen.

Dr. György Lövey, Facharzt für Strahlentherapie/

Radioonkologie (links), und Dr. Peter Tönnies, Chefarzt

der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im

St. Elisabeth-Krankenhaus und im St. Sixtus-Hospital,

zeigen den kugelförmigen Applikator,

der während der Operation direkt in das

Tumorbett eingeführt wird.

Auf einen Blick

Die Vorteile der Intraoperativen

Radiotherapie

● Die Bestrahlung beginnt ohne Ver-

zögerung direkt im OP-Saal, ohne dass –

wie bei einer Bestrahlung von außen –

die Wundheilung zunächst abgewartet

werden muss.

● Behandelt wird unter Sicht. Das heißt:

Die Lokalisation des Tumorbettes ist

ohne Unsicherheit möglich.

● Die Bestrahlung dringt nur wenige Zenti-

meter tief in das Gewebe ein. Dadurch

schont sie benachbarte Organe wie Herz

und Lungen und gesundes Gewebe.

● Die Bestrahlungszeit nach der Operation

verkürzt sich in der Regel um zwei Wo-

chen. Bei einigen Tumoren kann sogar

ganz auf eine anschließende Bestrah-

lung von außen verzichtet werden.

● Studien belegen, dass die Rückfallrate ge-

genüber der konventionellen Bestrahlung

noch einmal wesentlich gesenkt wird.

Bei der Intraoperativen Radiotherapie beginnt

bereits direkt nach der Entfernung des Tumors

und während der Operation die Strahlentherapie.

Wir behandeln also unter Sicht und können

deshalb die Tumorregion nicht verfehlen“, nennt

Strahlenmediziner Dr. György Lövey ein entscheidendes

Plus. Und Dr. Peter Tönnies ergänzt:

„Erfolgt die Bestrahlung erst nach der Operation,

dann haben wir nicht diese Sicherheit, gezielt

an die Stelle zu kommen, an der der Tumor saß.“

Zwar könne man durch kleine Metalldrähte, so

genannte Clips, das Tumorbett markieren. „Doch

der Heilungsprozess, die Narbenbildung und die

mögliche Verkleinerung der Brust durch die Operation

sind Faktoren, die eine minimale Verschiebung

bewirken können.“

Rund 70 bis 80 Prozent der Frauen, die sich einer

brusterhaltenden Krebsoperation unterziehen

müssen, können mit der Intraoperativen Radiotherapie

behandelt werden.

KKRN – Das Klinikquartett

Doch was passiert nun genau bei dem Verfahren?

Ein kugelförmiger, nur maximal fünf

Zentimeter großer Strahlenkopf wird in dem

offenen Tumorbett platziert. An dieser Stelle ist

das Rückfallrisiko am größten, 90 Prozent aller

Rezidive bilden sich hier. Dieses Risikogebiet

erhält eine hoch dosierte Bestrahlung. Umgebendes

Normalgewebe sowie Herz und Lungen

werden weniger belastet. Schließlich entfernen

die Mediziner den Strahlenkopf und verschließen

die Wunde. Die OP-Zeit verlängert sich durch die

Strahlenbehandlung um 20 bis 30 Minuten.

Weil man bereits während der Operation das

Tumorbett konzentriert bestrahlt, entfällt bei der

anschließenden Strahlentherapie die so genannte

Boostbestrahlung (von englisch to boost =

verstärken). Dadurch verkürzt sich die Behandlungsdauer

um zwei Wochen. Die Therapie-

ergebnisse der letzten zehn Jahre belegen außerdem,

dass die Rückfallrate – im Vergleich zur herkömmlichen

Behandlung – durch die IORT um

zirka ein Drittel bis die Hälfte verringert werden

kann. In der internationalen TARGIT-Studie wird

darüber hinaus geprüft, ob die alleinige intraoperative

Boost-Bestrahlung die postoperative

Bestrahlung nicht sogar ganz ersetzen kann.

„Erste Studienergebnisse sind erfolgversprechend.

Bei kleineren Tumoren scheint dies demnächst

möglich zu sein“, erläutert Tönnies.

Nicht ausgeschlossen ist übrigens, dass die neue

Bestrahlungsmethode im St. Elisabeth-Krankenhaus

in absehbarer Zukunft auch für Behandlungen

bei anderen bösartigen Erkrankungen wie

Gebärmutterhalskrebs, Magen-Darm-Tumoren

und Karzinomen an der Wirbelsäule zum Einsatz

kommt. (qu)

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Siemens-Pressebild

Präzise Diagnose ohne

Strahlenbelastung: Das Gerät

scannt die ganze Brust und erstellt

dann ein dreidimensionales Bild.

ACUSON S2000

Automated Breast Volume

Scanner der Firma Siemens

St. Elisabeth-Krankenhaus St. Sixtus-Hospital

Auf einen Blick

Die Möglichkeiten des neuen

Ultraschall-Brustscanners

● Erstmals ist es möglich, die gesamte Brust

in einem Ultraschallbild darzustellen.

Das können herkömmliche Ultraschall-

geräte nicht, deren Ausschnitt auf Schall-

kopfgröße begrenzt ist.

● Der Rechner stellt ein dreidimensionales

Bild der Brust dar. Dadurch erhalten die

Mediziner einen viel besseren räumli-

chen Befund und können horizontal

sowie vertikal Schicht für Schicht begut-

achten. Bei unklaren Befunden lassen

sich einzelne Ausschnitte vergrößern,

um so die Details besser zu erkennen.

● Die Aufnahmen werden automatisch und

dadurch standardisiert erstellt. Bei Bedarf

kann jedoch auch von Hand ein Ultra-

schall durchgeführt werden.

● Die Bilder werden archiviert und stehen

auch für spätere, vergleichende Unter-

suchungen zur Verfügung.

● Diagnostisch geben die 3D-Bílder vor

allem bei Risikopatientinnen größere

Sicherheit: Das sind Frauen mit sehr

dichtem Brustgewebe.

● Ergibt die Mammographie einen unkla-

ren Befund, dann kann die anschließende

Sonographie mit dem neuen Brustscan-

ner darüber Aufschluss geben, ob es sich

um gut- oder bösartige Veränderungen

handelt.

Siemens-Pressebild

Die dritte Dimension des Ultraschalls

Hoch auflösende Bilder in 3D-Qualität verbessern Diagnostik

in der Früherkennung von Brustkrebs

Das Katholische Klinikum Ruhrgebiet Nord

baut seine diagnostischen Angebote weiter aus.

Dazu hat es in ein neues Ultraschallgerät investiert,

das nun am St. Elisabeth-Krankenhaus in

der Brustkrebsvorsorge zum Einsatz kommt.

„Unser Haus ist eine der ersten Kliniken in Deutsch-

land, die mit diesem hochmodernen Sonographiegerät

arbeiten“, freut sich Dr. Peter Tönnies, Chef-

arzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

im St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten und

im St. Sixtus-Hospital Haltern am See über die

rund 200.000 Euro teure Anschaffung. Das Besondere

an dem innovativen System: Erstmals lässt

sich damit die gesamte Brust in einem Ultraschallbild

darstellen. „Das war bislang nicht möglich.

Denn die herkömmliche Untersuchung wird durch

die Größe des Schallkopfes beschränkt, und der stellt

immer nur einen kleinen Ausschnitt des Drüsenkörpers

dar. Mit dem neuen Ultraschallgerät erhalten

wir jedoch eine Gesamtaufnahme der Brust – vergleichbar

einer Mammographie. Dieses Verfahren

arbeitet jedoch mit Röntgenstrahlen, während

die Sonographie strahlenfrei und schonend ist“,

erläutert Tönnies.

Und so funktioniert das neue System:

Unabhängig vom untersuchenden Arzt erstellt

das Ultraschallgerät (Handelsname: ACUSON

S2000 Automated Breast Volume Scanner der

Firma Siemens) automatisch und in immer gleich-

bleibender Aufnahmequalität ein Bild der gesamten

Brust. Innerhalb von nur drei Minuten scannt

der Schallkopf das Gewebe, das der Rechner

anschließend zu einem dreidimensionalen Bild

zusammensetzt. „Auf diese Weise erhalten wir einen

viel besseren räumlichen Befund und können

horizontal und vertikal Schicht für Schicht

begutachten und auch Ausschnitte vergrößern.

Außerdem stehen uns die Bilder für

spätere, vergleichende Untersuchungen

zur Verfügung“, so Tönnies.

KKRN – Das Klinikquartett

Diagnostisch geben die 3D-Bílder vor allem bei

Risikopatientinnen größere Sicherheit: Das sind

junge Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe, bei

denen ein Röntgenbild nur eine eingeschränkte

Befundung zulässt. Denn je dichter das Gewebe

ist, umso weniger Strahlen lässt es durch. Auch

bei familiärer Vorbelastung sowie während und

nach der Behandlung von Brustkrebs eignet sich

das dreidimensionale Ultraschallbild zur differenzierten

Diagnostik, weil die hohe Detailauflösung

ein zuverlässiges Urteil auch von bislang schwer

einsehbaren Schichten erlaubt. So können die

Mediziner pathologische Veränderungen des Ge-

webes bereits in einem frühen Stadium erkennen.

Das neue Ultraschallgerät ersetzt nicht eine

Mammographie, weil man nur mit ihrer Hilfe zuverlässig

Mikroverkalkungen (das sind winzige,

nicht tastbare Veränderungen in der Brust, die

entartet sein können) und kleine Karzinome sowie

Karzinomvorstufen erkennen kann. Sie wird

daher auch weiterhin Methode der ersten Wahl

bei Untersuchungen zur Früherkennung von

Brustkrebs bleiben. „Doch der Ultraschall ist eine

medizinisch äußerst wertvolle Ergänzung zur Mammographie

– insbesondere dann, wenn Frauen ein

erhöhtes Krankheitsrisiko haben oder die Mammographie

einen unklaren Befund ergab. Mit Hilfe der

Sonographie können wir dann genauer eingrenzen,

ob es sich um gut- oder bösartige Veränderungen

handelt“, so Tönnies. (qu)

Siemens-Pressebild

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KKRN – Das Klinikquartett

„Die Freude am Laufen reicht“

Als ich Doris Zachow zu unserem Termin im St. Elisabeth-Krankenhaus treffe,

strahlt sie mir entgegen. Sie weiß, dass ich mit ihr vor allen Dingen über ihren

Lieblingssport reden will, und ich kann ihr die Vorfreude ansehen. Aber vorab

will ich natürlich auch etwas mehr über sie erfahren.

Die Kirchhellenerin ist verheiratet, hat zwei eigene Kinder und eine Stieftochter.

Sie ist examinierte Krankenschwester und absolvierte zusätzlich eine Ausbildung zur

Kauffrau im Gesundheitswesen. Nach einem Praktikum ist sie seit 2008 im St. Elisabeth-

Krankenhaus Dorsten beschäftigt. Dort arbeitet sie als Mitarbeiterin in der PhysioMed.

Nun will ich aber wissen, wie sie zum Laufen gekommen ist. Sie schmunzelt und erzählt. 1997 wollten

ihre Kinder das Sportabzeichen machen. Sie begleitete die Kinder und dachte beim Laufen „das ist doch

gar nicht so schwer, das kriege ich auch hin“. Aber so einfach war es dann doch nicht, und sie schaffte die

benötigte Zeit nicht. Der Ehrgeiz hatte sie jetzt aber gepackt, und sie trainierte für das Sportabzeichen.

Ihre Liebe zum Laufen war geboren. Sie trat einem Lauftreff bei und bestritt seitdem rund 70 Läufe.

Unter anderem war sie in der Schweiz und nahm dort am 100-km-Lauf von Biel teil. Im Juni dieses

Jahres startete sie beim Panoramalauf von Willingen. Aber einer der Höhepunkte war sicher Südafrika

2009: Dort hat sie am Two Ocean Marathon in Kapstadt über 56 km teilgenommen.

Natürlich möchte ich wissen, wie man sich auf die Läufe vorbereitet. Für Doris Zachow ist das ganz

einfach: „In der Woche trainiere ich 10-15-km-Läufe, am Wochenende laufe ich dann 30 km, und jeden

Monat nehme ich an einem Landschaftslauf, Marathon oder Firmenlauf teil. Und was die Ernährung betrifft,

gibt es vor dem Lauf genug Kohlenhydrate.“ Muss man sich denn auch mental auf solche Läufe

vorbereiten? „Die Freude am Laufen reicht für mich“,

lächelt Doris Zachow. (sd)

Gemeinsame Läufe

der KKRN-Mitarbeiter

„Die Freude am Laufen reicht“

Darum haben wir Doris Zachow gefragt, ob sie

die Koordination für gemeinsame Läufe von KKRN-

Mitarbeitern bei verschiedenen Veranstaltungen

(Marathons, Firmenläufen, Landschaftsläufen)

übernehmen würde, und sie hat ja gesagt. Unter

der E-Mail-Adresse lauftreff@kkrn.de können

sich interessierte Mitarbeiter/innen, die an einem

Lauf teilnehmen möchten, bei Doris Zachow melden.

Sie recherchiert, ob noch andere Kolleginnen und

Kollegen mitlaufen möchten, und organisiert dann

eine gemeinsame Teilnahme für das Katholische

Klinikum Ruhrgebiet Nord.

Doris Zachow

Name

Doris Zachow

Wohnort

Kirchhellen

Familie

verheiratet

2 Töchter

1 Sohn

Ausbildung

Krankenschwester und

Kauffrau im Gesundheitswesen

Hobbys

Laufen und Fahrradfahren

Mitarbeiterportrait

Kurz und kompakt

Eigenbeteiligung bei stationärem

Krankenhausaufenthalt

Wer volljährig und gesetzlich krankenversichert ist, muss bei einem stationären Krankenhausaufenthalt

für jeden Tag eine Eigenbeteiligung von zehn Euro übernehmen. Diese Zuzahlungspflicht

ist auf maximal 28 Tage begrenzt und gilt für jeden Versicherten (mit Ausnahme von

Wöchnerinnen bis zu sechs Tagen nach der Entbindung), sofern er nicht von der Zuzahlung

befreit ist. Seit dem 1. Januar 2010 gibt es für diese Regelung nun eine Änderung: Die Krankenhäuser

wurden vom Gesetzgeber verpflichtet, diese Zuzahlungen direkt bei den Versicherten

einzuziehen. Diese Eigenbeteiligung ist eine Forderung der Krankenkassen, wird in deren Auftrag

erhoben und direkt an die Krankenkassen weitergeleitet.

Marien-Hospital:

Neue Herzschrittmachergeneration

Elektronischer Taktgeber erlaubt Untersuchung in der Röhre

Zum ersten Mal implantierten Kardiologen und Chirurgen am Marien-Hospital einem Patienten

einen neuartigen digitalen Herzschrittmacher. „Der Eingriff verlief reibungslos“, freuen sich Prof.

Dr. Martin Spiecker, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, und Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener,

Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, über die geglückte Operation. Der neue

Herzschrittmacher ermöglicht es seinem Träger, sich künftig auch einer Untersuchung in einem

Magnetresonanztomografen (MRT) zu unterziehen. Dieses Untersuchungsverfahren bleibt Patienten

mit einem herkömmlichen Schrittmacher aus Sicherheitsgründen verwehrt. Bei dem neuen

Schrittmachersystem sind die einzelnen Komponenten so optimiert, dass die Magnetwirkung

keine Schäden hervorrufen kann. Die MRT ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren, um neurologische

und orthopädische Erkrankungen und Verletzungen zu erkennen. Außerdem spielt die

strahlungsfreie Untersuchungsmethode in der Krebsvorsorge eine wichtige Rolle. Spiecker:

Wir sind froh, dass wir im Marien-Hospital eine wichtige Diagnostik-Lücke für Patienten mit Herzschrittmachern

schließen können.” Eine Einschränkung gibt es allerdings: Der MRT-fähige Schrittmacher

ist bislang nur für Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen geeignet.

St. Sixtus-Hospital:

Ambulantes OP-Zentrum zertifiziert

Freude im St. Sixtus-Hospital: Das ambulante OP-Zentrum am Halterner Krankenhaus ist nun

zertifiziert. Das verliehene Gütesiegel bescheinigt der Einrichtung, dass es alle Standards der

internationalen Qualitätsnorm „DIN EN ISO 9001:2008“ erfüllt. Einen Vormittag lang prüfte eine

Auditorin der Zertifizierungsgesellschaft 3Cert GmbH die Abläufe im ambulanten OP-Zentrum

auf Herz und Nieren. Am Ende gab es keinerlei Beanstandungen, so dass der Vergabe des Zertifikats

nichts im Wege stand. Das ambulante OP-Zentrum am St. Sixtus-Hospital nutzen sowohl

die Fachabteilungen des Hauses als auch die Hals-Nasen-Ohrenärzte und die Orthopäden der

beiden Belegabteilungen des Krankenhauses. Das St. Sixtus-Hospital stellt dabei nicht nur Anästhesisten

und OP-Schwestern bzw. -Pfleger zur Verfügung. Es ist auch für die gesamte Logistik

verantwortlich – von der reibungslosen OP-Planung bis hin zur Bereitstellung der benötigten

Instrumente für die Eingriffe. Im vergangenen Jahr wurden 1.309 Patienten im ambulanten

OP-Zentrum operiert.

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KKRN – Das Klinikquartett

Hintergrund

Wir bieten das gesamte Spektrum an“

Im Gespräch mit Chefarzt Dr. Dirk Schulze Bertelsbeck

Herr Dr. Schulze Bertelsbeck:

Sie sind ja so etwas wie ein

Wanderer zwischen zwei

Welten, weil sie sowohl

im Dorstener St. Elisabeth-

Krankenhaus als auch im

Marler Marien-Hospital Chefarzt

der Unfallchirurgie und Ortho-

pädie sind. Wie schaffen Sie das?

Das gelingt nur mit der Unterstützung eines professionellen

und motivierten Teams, auf das Sie

sich verlassen können und das für reibungslose

Abläufe sorgt. Hinzu kommt, dass die leitenden

Oberärzte Dr. Magdy Ramzy in Dorsten und Dirk

Schäfers in Marl sowohl fachlich hervorragend als

auch von ihrem Engagement her kaum zu überbieten

sind. Dennoch ist es natürlich eine große

Herausforderung, in zwei Kliniken das große Spektrum

der Unfallchirurgie und Orthopädie anzubieten

und dafür zu sorgen, dass diese Abteilung an

beiden Orten gleich gut funktioniert. Es gibt einen

großen Vorteil, wenn man an zwei Standorten

gleichzeitig etwas aufbaut: Man kann die Abläufe

und Verfahren, die sich in einer Klinik bewährt

haben, in das andere Krankenhaus sozusagen mitnehmen.

So profitieren beide Häuser voneinander,

und man kann Änderungen und Verbesserungen

viel schneller und reibungsloser implementieren,

als wenn man nur in einem Haus tätig wäre.

Navigationsgestützte Endoprothetik

Orthopädie und Unfallchirurgie sind ja ein

weites Feld. Was behandeln sie im Einzelnen?

Kurz gesagt bieten wir das gesamte Spektrum

der Orthopädie und Unfallchirurgie an – mit zwei

Ausnahmen: Wir nehmen weder Eingriffe am

Kopf noch an der Halswirbelsäule vor. Und die

beiden Standorte haben jeweils andere Schwerpunkte:

In Marl liegt das Augenmerk primär auf

der Unfallchirurgie. Wir behandeln hier also Knochenbrüche

und Verletzungen an Bändern und

Gelenken, die Folgen eines Unfalls sind. Natürlich

verfügen wir auch in Marl über die notwendige

personelle und materielle Ausstattung, nahezu

alle Eingriffe des Stütz- und Bewegungsapparates

anzubieten; aber wir müssen aus verschiedenen

Gründen manche Operationen in Dorsten

durchführen. Die Flexibilität, Patienten in Marl

anzusehen und in Dorsten zu operieren, hat sich

dabei genauso bewährt wie die, Ressourcen im

Marien-Hospital zu nutzen, indem wir Dorstener

Patienten in Marl operieren.

Im St. Elisabeth-Krankenhaus widmen wir uns neben

der Versorgung von Unfällen Erkrankungen

des Stütz- und Bewegungsapparates, die verschleißbedingte

oder entzündliche Ursachen haben.

Viele Patienten leiden an so starken Schmerzen,

dass häufig eine konservative Behandlung

nicht mehr ausreicht. Dann müssen wir ein künstliches

Gelenk einsetzen. Das St. Elisabeth-Kranken-

Fast jeder Verkehrsteilnehmer kennt sie: Navigationsgeräte. Weniger bekannt dürfte hingegen

sein, dass diese Leitsysteme auch Operateure millimetergenau lotsen können. Doch genau dies

geschieht beim navigationsgestützten Einbau eines künstlichen Kniegelenks im St. Elisabeth-

Krankenhaus. Das System, das im Dorstener Krankenhaus zur Anwendung kommt, nennt sich

OrthoPilot® und besteht aus Computer, Bildschirm, Kamera und Sendern.

Und so funktioniert es: Der Chirurg bringt zunächst zwei Sender mit einem kleinen Schnitt an

Ober- und Unterschenkel der Patienten an. Ein Infrarotsender peilt dann diese Sender an. Aus den

Daten wird ein dreidimensionales Bild des Knies berechnet. So bekommt der Operateur exakte

Zahlen zu den Beinachsen, zu Spaltmaßen, Winkeln und zur Spannkraft des Bandapparates,

während er das Knie für das Implantat präpariert. Auch die Instrumente des Chirurgen sind mit

einem mobilen Sender ausgestattet, um die räumliche Position der Instrumente und Implantate zu

ermitteln. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die individuelle Beinachse exakt zu erhalten.

haus ist die einzige Klinik im Kreis Recklinghausen,

wo wir den Einsatz von Knie-Prothesen mit Hilfe

eines navigationsgestützten Systems vornehmen

(siehe dazu auch den Info-Kasten). Damit können

wir bei der Operation exakt die Achsen und Winkelverhältnisse

der Gelenke einhalten. Denn bei

den Implantaten sind es oft nur wenige Millimeter,

die über den perfekten Sitz und damit auch über

die Haltbarkeit der Prothese entscheiden.

Behandeln Sie auch Erkrankungen

der Wirbelsäule?

Ja, und zwar sowohl konservativ als auch operativ.

Unser Spektrum reicht hier von der inneren

Stabilisierung mit Wirbelkörperverschraubung

bis hin zum Wirbelersatz. Ein besonderes Verfahren,

das wir im St. Elisabeth-Krankenhaus

anwenden, ist die Kyphoplastie (Kyphos=Wirbel,

plastein =bilden). Besonders bei alten Menschen,

die unter Osteoporose leiden, erleben wir es

immer wieder, dass die Wirbelkörper brechen.

Mit Hilfe der Kyphoplastie werden diese Patienten

nicht nur schnell wieder schmerzfrei,

sondern sie können die Wirbelsäule auch wieder

voll belasten. Vereinfacht gesagt richtet man bei

der Kyphoplastie zunächst den kranken oder

eingebrochenen Wirbelkörper mit Hilfe eines

Ballonkatheters wieder auf. In den entstandenen

Hohlraum wird dann ein Bio-Knochenzement

eingefüllt. Er härtet rasch aus und verleiht dem

aufgerichteten Wirbelkörper wieder Halt.

Bleibt bei der Doppelbelastung durch zwei

Standorte noch viel Zeit für Freizeitaktivitäten?

Viel Zeit bleibt natürlich nicht. Aber ich bemühe

mich schon, auch für sportlichen Ausgleich zu

sorgen. Das rate ich auch meinen Patienten: Wer

gesund alt werden möchte, der sollte in Bewegung

bleiben. Ein älterer Herr in einer meiner Fortbildungen

in Marl zitierte unlängst Turnvater Jahn,

dessen Motto „Turne bis zur Urne“ gewesen sei.

Im Marien-Hospital:

Oberarzt Dirk Schäfers.

Dr. Dirk Schulze Bertelsbeck

Dr. Dirk Schulze Bertelsbeck ist Facharzt

für Orthopädie, Unfallchirurgie, Spezielle

Orthopädische Chirurgie und Spezielle

Unfallchirurgie. Sein Studium absolvierte

er an den Universitäten Münster, Lille

(Frankreich) und Oklahoma City (USA).

Anschließend arbeitete er an der Orthopädischen

Klinik der Universität Bonn,

an der ENDO-Klinik in Hamburg sowie

zuletzt im St. Josef Krankenhaus Moers.

Im Jahre 2009 schloss er erfolgreich den

Studiengang „Master of Health Administration“

(MHA) der Universität Bielefeld ab.

Dr. Schulze Bertelsbeck verfügt darüber

hinaus über zahlreiche Zusatzqualifikationen

in den Bereichen Kinderorthopädie,

Physikalische Therapie und Balneologie,

Spezielle Schmerztherapie, Manuelle Therapie

und Sportmedizin. Der Mediziner ist

verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Eine willkommene Unterbrechung eines knochentrockenen

Vortrags. Als ehemaliger Münsteraner

dient für mich natürlich das Fahrrad als Fortbewegungsmittel.

Wenn ich demnächst nach Gelsenkirchen-Buer

umgezogen bin, kann ich mit dem

Fahrrad sogar zu meinen beiden Arbeitsplätzen in

Marl und Dorsten fahren. Außerdem versuche ich

– man ist ja nicht mehr 18 – gelegentlich meine

Knochen mit Golfschwüngen biegsam zu halten.

Dieser Sport oder besser gesagt dieses Spiel ist

ein guter Ausgleich zum hektischen Klinikbetrieb.

Und man ist in der Natur, an der frischen Luft und

findet vor allem eines: Ruhe. (qu)

Im St. Elisabeth-Krankenhaus:

Oberarzt Dr. Magdy Ramzy.

KKRN – Das Klinikquartett

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KKRN – Das Klinikquartett

Neue OP-Methode Sakralnervenstimulation

kann bei Stuhlinkontinenz helfen

„Das ist in die Hose gegangen“: Was wir lapidar

als Redewendung für Misslungenes verwenden,

ist für manche Menschen buchstäbliche

Realität. „Stuhlinkontinenz tötet nicht, aber sie

nimmt das ,Leben‘“: So heißt es in einer Studie

über die Krankheit. Eine Aussage, der wohl

viele Betroffene zustimmen würden. Und das

sind nicht wenige: Man schätzt, dass ein bis

drei Prozent der Bevölkerung – also mindestens

800.000 Menschen in Deutschland – unter einer

Stuhlinkontinenz leiden. Mit zum Teil verheerenden

Auswirkungen: Betroffene meiden aus

Scham die Öffentlichkeit, ziehen sich sogar von

Familie oder Freunden zurück und vereinsamen.

Hinzu kommt die Sprachlosigkeit, denn

über das peinliche Thema zu sprechen, ist tabu.

„Dabei wäre genau dies der erste Schritt zur Therapie

der Erkrankung. Denn wir haben heute eine

Fülle an Möglichkeiten, den Menschen zu helfen“,

sagt Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener, Proktologe

und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie am Marien-Hospital.

Die Therapie beginnt bei den meisten Patienten

mit konservativen Empfehlungen. Dazu gehören

zum Beispiel Übungen für den Beckenboden,

Medikamente zur Regulierung der Stuhlbeschaffenheit

oder das Training der Stuhlgewohnheiten.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann

eine operative Therapie helfen. „Sie hat das Ziel,

die Schließmuskelfunktion wiederherzustellen,

den Schließmuskel selbst zu verstärken

oder im Extremfall gar zu ersetzen“,

erläutert Riesener.

Funktionsweise eines

Sakralnervenschrittmachers.

Marien-Hospital

Wenn die Dichtung schwächelt

Eine sehr erfolgversprechende Methode, die

minimal-invasiv durchgeführt wird, ist die so genannte

Sakralnervenstimulation. „Diese Methode

funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher“,

erklärt Riesener. Dabei platzieren die Chirurgen

zunächst eine Elektrode im Bereich der Nerven,

die für die Schließmuskelfunktion verantwortlich

sind. Anschließend wird eine Batterie im Bereich

des Gesäßes oder des Unterbauches implantiert

und mit der Elektrode verbunden. Sie gibt nun

– ähnlich wie ein Herzschrittmacher – beständig

schwache elektrische Impulse an die Nerven ab

und stärkt so den Schließmuskel. Manchmal ist

nach der Implantation noch eine Feinjustierung

erforderlich. Auch das ist ohne Probleme möglich,

denn die Ärzte können den Darm-Schrittmacher

von außen programmieren. Die Patienten

erhalten eine Fernbedienung, mit der sich das

Gerät jederzeit ein- und ausschalten und die Stärke

der elektrischen Impulse individuell einstellen

lässt. „Erfreulich ist, dass wir mit diesem Verfahren

bei bis zu 80 Prozent aller Patienten die Kontinenz

und damit die Lebensqualität entscheidend verbessern

können“, stellt Riesener fest.

Auch wenn sich keiner eine Darm- und Schließmuskelschwäche

wünscht: Den Kopf in den Sand

zu stecken, brauchen Betroffene deshalb noch

lange nicht. Entscheidend ist jedoch der erste

Schritt: der Gang zum Arzt. „Sprechen Sie mit ihm

über Ihre Krankheit. Denn Inkontinenz

ist kein unabwendbares

Schicksal“, appelliert

Riesener an alle Betroffenen.

(qu)

Hintergrund

Das Leben wieder in vollen Zügen

genießen – trotz Stuhlinkontinenz.

Was ist eine Stuhlinkontinenz?

Unter einer Stuhlinkontinenz versteht man

den Verlust der Fähigkeit, Darmgase und/

oder flüssigen oder festen Stuhlgang zu

kontrollieren. Man unterscheidet drei

Schweregrade der Erkrankung: Die leichte

Form (Grad 1) äußert sich durch den

unwillkürlichen Abgang von Winden und

eine leichte Verschmutzung der Wäsche.

Bei der mittelschweren Form (Grad 2) kann

zusätzlich dünnflüssiger Stuhl nicht mehr

kontrolliert werden, und gelegentlich

kommt es auch zum Verlust von festerem

Stuhlgang. Bei der schwersten Form (Grad

3) gehen Stuhl und Winde unkontrolliert

ab. Die Stuhlinkontinenz kann auch mit

einer Urininkontinenz einhergehen – besonders

bei einer allgemeinen Schwäche

des Beckenbodens oder bei einem so genannten

Vorfall von Organen des Beckens.

Eine Stuhlinkontinenz tritt sehr häufig als

Folge von Verletzungen während des Geburtsaktes

auf. Meistens klagen betroffene

Frauen allerdings erst im höheren Alter

darüber, also dann, wenn die Kraft des

Schließmuskels nachlässt. Die Krankheit

kann aber auch nach Operationen und

Infektionen im Afterbereich oder anderen

Enddarmerkrankungen auftreten. Und

schließlich gibt es neurologische Erkrankungen,

die mit einer Inkontinenz verbunden

sind.

Wie therapiert man Stuhlinkontinenz?

Der erste Schritt ist immer der Gang zum

Arzt. Ein spezialisierter Mediziner, zum Bei-

spiel ein Proktologe (Arzt für Enddarmerkrankungen),

wird dann nach der Ursache

forschen. Am Anfang steht eine sorgfältige

Befragung, mit der er die Vorgeschichte der

Erkrankung (Anamnese) und ihren Verlauf

erhebt. Die Basisdiagnostik umfasst die

Sichtung von außen (Inspektion) und das

Austasten des Enddarms (Palpation) mit

dem Finger des Untersuchers. Mit diesen

einfachen Maßnahmen kann man bereits

Hinweise auf Art, Ausdehnung und Ursache

der Krankheit gewinnen. Weitere spezielle

Untersuchungen schließen sich an, z. B. die

Darmspiegelung (Koloskopie), die Ultraschalluntersuchung

des Enddarms und des

Schließmuskels (Endosonographie) sowie

die Messung des Schließmuskeldrucks in

Ruhe und beim Anspannen (Analmanome-

trie). In einigen Fällen ist eine neurophysiologische

Untersuchung oder eine Kontrastuntersuchung

des Enddarms bzw. eine

Kernspintomographie erforderlich.

Die Therapie beginnt bei den meisten Pa-

tienten mit konservativen Maßnahmen.

Dazu gehören das Beckenbodentraining,

Medikamente zur Regulierung der Stuhlbeschaffenheit,

das Training der Stuhlgewohnheiten,

das so genannte Biofeedback-

Training – bei dem der Erfolg durch die

Patienten selbst kontrolliert wird – und ein

morgendlicher Einlauf zur Darmentleerung,

der den Patienten über den Tag Sicherheit

vor einer ungewollten Entleerung gibt.

Erst wenn die Maßnahmen nicht ausreichen,

kommt auch eine operative Therapie in

Betracht.

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22

Im Gertrudis-Hospital: v.l. techn. Leiter

Christoph Höller, Chefarzt Dr. Eberhard Dirks

und kaufm. Direktorin Astrid Pietzner.

Stillstand ist Rückschritt

Umbaumaßnahmen in den KKRN-Häusern

Unsere vier Krankenhäuser sind zusammen 318

Jahre alt und werden, wie Sie sich sicher vorstellen

können, ständig erweitert, renoviert und

modernisiert. Diese Anstrengungen sind allein

darauf ausgerichtet, für Sie, unsere Patienten,

den höchstmöglichen medizinischen Standard

sowie ein ansprechendes Ambiente zu schaffen

und den Mitarbeitern die tägliche Arbeit zu

erleichtern.

Im Gertrudis-Hospital Westerholt wird zurzeit

das größte Augenmerk auf den Umbau von acht

Dreibettzimmern in Zweibettzimmer (pro Station

zwei Räume) gelegt. Laut kaufmännischer

Direktorin Astrid Pietzner sind diese Arbeiten

zwingend erforderlich und dienen auch der Komfortverbesserung.

Die Patientenzimmer erhalten

neben größeren, farblich abgestimmten Wand-

und Bodenflächen auch eigene Badezimmer.

Helle Fliesen mit terrakottafarbenen Mosaiken,

moderne, behindertengerechte Duschen und

zeitgemäße Sanitäranlagen bekommen die neuen

Badezimmer durch den technischen Leiter,

Christoph Höller, und sein sechsköpfiges Handwerksteam.

Und da man schon im Sanitärbereich

ist, werden auch gleichzeitig die Stationsbäder

durch Zusammenlegung mit benachbarten

Versorgungsräumen zu größeren, behindertengerechten

Stationsduschen umgebaut.

Auf den Stationen wurden weitere Aufenthaltsbereiche

geschaffen, und die vorhandenen be-

kamen neue Outfits. Patienten und Besucher

nehmen dies gern an. Auf die Frage nach zukünftigen

Umbaumaßnahmen kommt von meinen

beiden Gesprächspartnern, Frau Pietzner und

Herrn Höller, spontan das Wort: Bäderabteilung.

Ab Ende des Jahres soll dort aus einer in den

70er Jahren entstandenen Bäderabteilung ein

moderner und ansprechender Therapiebereich

entstehen.

Wir modernisieren unsere fünf OP-Säle und unseren

Urologischen Funktionsraum bei laufendem Betrieb“,

erläutert im Marien-Hospital Marl Geschäftsführer

Norbert Fockenberg. Die gesamte Baumaßnahme

erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa

eineinhalb Jahren und begann Anfang des Jahres

mit der Errichtung einer neuen Technikzentrale

auf dem Behandlungstrakt. Sie dient der neuen

Klimatisierung mit Be- und Entlüftung sowie der

EDV-Steuerung der OP-Säle.

Im zweiten Bauabschnitt werden die auf zwei

Ebenen liegenden fünf OP-Säle nacheinander

runderneuert und mit modernster Technik ausgestattet.

Highlights werden dabei nicht nur die

neuen, mit 300 kg belastbaren OP-Tische, ein

umfangreiches Dokumentations- und Kommunikationssystem

sowie ein optimales Raumlichtkonzept

sein, sondern auch die verglasten Wände

der OPs. Fliesen- und Malerarbeiten, Planung und

Demontage werden von den elf Mitarbeitern der

technischen Abteilung mit ihrem Leiter Andreas

Heidinger erledigt.

Soeben wurde eine weitere Umbaumaßnahme

beendet: Jetzt betreibt das Marler Krankenhaus

eine eigene Palliativeinheit. Zwei Einzel- und

zwei Doppelzimmer, ein gemütlicher Aufenthaltsbereich

mit Kochzeile und ein zweckmäßiger

Schwesternstützpunkt stehen für die Behandlung

schwer kranker Menschen zur Verfügung.

Im St. Elisabeth-Krankenhaus: Vorstellung der neuen

Intensivstation. V.l. Architekt Detlef Wiegand, Chefarzt

Dr. Peter Tönnies, Chefärztin Prof. Dr. Gertrud Haeseler,

Geschäftsführer Andreas Hauke, kaufm. Betriebsleiter

Guido Bunten, techn. Leiter Harald Hauke.

Im Marien-Hospital: v.l. techn. Leiter Andreas Heidinger,

kaufm. Betriebsleiterin Ulrike Leissner, Geschäftsführer

Norbert Fockenberg, Leiter Zentral-OP Ludger Schnieder.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten, ein

eigentlich „neues“ Haus aus dem Jahre 1989, be-

fand sich in den letzten Jahren ständig in den

unterschiedlichsten Bauphasen. Laut kaufmännischem

Betriebsleiter Guido Bunten bedeutet der

im zweiten Halbjahr 2010 begonnene Um- und

Ausbau der Intensivstation für Patienten und

Mitarbeiter einen wichtigen Schritt in die richtige

Richtung. Auf einer Fläche von insgesamt 528 qm 2

sollen bis Frühjahr/Sommer 2011 neun Intensiv-

Einbettzimmer, fünf Betten für Intermediate Care

(engl. Zwischenpflege – Überwachungsstation),

ein großes Intensivpflegebadezimmer und ein

neuer zentraler Pflegestützpunkt entstehen. Im

Rahmen dieser Baumaßnahme wird auch der

Zentrale OP modernisiert, die Einschleusung

umgebaut und eine direkte Anbindung an die

neue Intensivstation erfolgen.

Im 2008 fertiggestellten Ärztehaus steht ein

Praxiswechsel an – auch hier müssen bauliche

Veränderungen vorgenommen werden. In die

ehemalige Apotheke wechselt die neurologische

Praxis, und in deren Räumen entsteht ein Schlaf-

atemzentrum. Für den technischer Leiter Harald

Hauke und sein 16 Mitarbeiter umfassendes

Team stehen neben allen üblichen Instandhaltungs-

und Wartungsarbeiten zum Beispiel auch

die Renovierung der Endoskopie, die Baubetreuung

beim Abriss und Neubau des Personalwohnhauses

am Schölzbach, der Umbau verschiedener

Etagen des Schülerinnenwohnheimes sowie

Umbauten im Rahmen der Nutzungsänderungen

der Verwaltung an. Durch den Zusammenschluss

unserer vier Häuser zum Katholischen Klinikum

Ruhrgebiet Nord werden bestimmte administrative

Bereiche zusammengelegt, dafür müssen

Büros geschaffen bzw. verändert werden.

Bild rechts:

Im St. Sixtus-Hospital: v.l. kaufm. Direktor Werner

Buthmann mit dem techn. Leiter Ulrich Höwing.

KKRN – Das Klinikquartett

Gebaut wird auch im St. Sixtus-Hospital Haltern

am See. Hier lohnt jedoch ein Blick zurück: Denn

in den letzten Jahren wurde so viel an-, um- und

neugebaut, dass an dieser Stelle nur die zwei

wichtigsten Veränderungen der jüngeren Vergangenheit

genannt werden sollen. Es begann vor

zehn Jahren mit dem Anbau des viergeschossigen

Nordflügels, der 48 Betten beherbergt. Fünf

Jahre später fiel der Startschuss für ein weiteres

großes Bauprojekt, das man im Jahr 2007 erfolgreich

beendete: die beiden Gebäudeteile von Alt-

und Neubau wurden miteinander verbunden.

„Das war auch dringend nötig, denn bis dahin

musste man sehr weite Wege zurücklegen, um von

einem Krankenhausteil in den anderen zu gelangen“,

erinnert sich der kaufmännische Direktor

Werner Buthmann.

Neben diesen beiden großen Bauvorhaben gab

es in den vergangenen Jahren unzählige kleinere

Projekte, bei denen vor allem die Stationen im

Altbau renoviert und die Zimmer sowie die Nasszellen

modernen Standards angepasst wurden.

Auch in diesem Jahr hatten die Mitarbeiter der

technischen Abteilung unter der Leitung von

Maschinenbauingenieur Ulrich Höwing jede Menge

Arbeit im Halterner Krankenhaus: Auf dem Programm

stand die Runderneuerung der Station 7.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und setzt

im St. Sixtus-Hospital neue Maßstäbe, was Komfort

und Gestaltung anbelangt. „Es ist sicher nicht

übertrieben, dass dies eine Station mit Wohlfühlambiente

ist“, so Buthmann. Dazu tragen nicht zuletzt

ein harmonisches Farb- und Lichtkonzept bei. Und

ganz nebenbei sind aus ehemaligen Dreibettzimmern

nun Zwei- bzw. Ein-Bett-Zimmer mit jeweils

eigener Nasszelle geworden.

Wenn sich gerade beim Thema „Umbaumaß-

nahmen“ ein Zitat behauptet, so dieses:

„Stillstand ist Rückschritt“.

Es gibt keinen Tag, an dem nicht in einem

unserer vier Krankenhäuser gebaut, gewerkelt,

saniert oder verschönert wird. Und in einem

sind sich alle technischen Leiter einig:

„Fertig werden wir nie“! (ru)

23


24

KKRN – Das Klinikquartett

Humanitäre Hilfe für

Abdul aus Afghanistan

Kliniken des KKRN-Verbundes behandeln seit vielen

Jahren Jungen und Mädchen aus Krisengebieten

Sie heißen Jamila, Justino oder Nasir und kom-

men aus Angola, Afghanistan oder Mosambik.

Länder, in denen Kriege, Bürgerkriege und

Armut herrschen. Zu den ersten Opfern dieser

schwierigen Lebensbedingungen gehören die

schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft:

die Kinder. Weil es um die medizinische Ver-

sorgung für die kleinen Patienten nicht gut

bestellt ist, fliegen verschiedene Hilfsorganisationen

einige schwer kranke oder verletzte

Mädchen und Jungen zur kostenlosen Behandlung

in westliche Länder aus. Seit vielen

Jahren behandeln auch Mediziner der vier

Krankenhäuser des Katholischen Klinikums

Ruhrgebiet Nord regelmäßig Kinder aus die-

sen Krisengebieten und versuchen, ihre

Schützlinge vor den drohenden Folgen ihrer

Verletzungen wie Verstümmelung, Amputation

oder sogar dem Tod zu bewahren.

Einer der jungen Patienten ist Abdul. Der 11-jährige

Junge aus Afghanistan wird bereits seit einem

Jahr im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus

betreut. Kontakt zu seinen Eltern und zu seinen

sechs Geschwistern hat er nicht. Ein hartes Schick-

sal, das der Junge tapfer annimmt. Er klagt nicht,

ist höflich und freundlich, wirkt fast erwachsen.

Wenn man mit ihm ins Gespräch kommt, spürt

Wann immer es geht, nehmen sich die

Schwestern der Station Zeit für Abdul, hier

Sr. Gaby Hötting (l.) und Sr. Mareike Kempe.

man trotz seiner schweren Krankheit eine Offenheit,

Neugier und Lebensfreude, die ansteckt. Mit

wachen Augen verfolgt er inzwischen das Leben

auf der Station. Das war anfangs anders. „Abdul

war verängstigt und schüchtern, und er hatte großes

Heimweh“, erinnert sich Stationsleiterin Sr. Gaby

Hötting. Wenn man heute erlebt, wie Abdul in

fast perfektem Deutsch mit den Mitarbeitern

des Krankenhauses scherzt, kann man nur noch

erahnen, wie beängstigend für ihn zu Beginn die

neuen Erfahrungen gewesen sein müssen.

„Nein, langweilig ist mir nicht“, betont Abdul auf

Nachfrage. Das mag auch zu einem Teil daran liegen,

dass immer wieder Schwestern und Pfleger

bei ihm vorbeischauen und mit ihm spielen. Regelmäßigen

Besuch erhält er außerdem von einer

ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Organisation

„Friedensdorf International“, über die der kleine

Afghane ins Dorstener Krankenhaus kam. Und

zwei Mal in der Woche besucht ihn ein Lehrer

der „Schule für Kranke“ aus Recklinghausen und

erteilt ihm Unterricht. Sein Lieblingsfach? „Rechnen“,

antwortet Abdul spontan. Aber auch nach

den Schulstunden stehen für den wissbegierigen

Jungen Lesen, Schreiben und vor allem Malen

hoch im Kurs.

Zum Verhängnis wurde Abdul in Afghanistan

seine große Leidenschaft: das Fußballspiel. Dabei

zog er sich einen Bruch des Oberschenkels zu, der

stark verdreht verheilte. Zusätzlich litt er an einer

infektiösen Entzündung des Knochenmarks. Um

eine Amputation abzuwenden, musste Abdul

dringend behandelt werden.

Viele Operationen hat

Abdul inzwischen hinter

sich. Doch sein Lächeln

hat der aufgeweckte

Junge nicht verloren.

Kommentar

„Als der Junge bei uns eintraf, hatte sich die Vereiterung

des Oberschenkelknochens bereits bis

zur Kniekehle ausgedehnt. Deshalb mussten wir

zunächst einmal die Infektion durch die Reinigung

des Knochens und die Einlage von Antibiotikaketten

in den Griff bekommen“, erläutert Dr. Dirk Schulze

Bertelsbeck, Chefarzt der Unfallchirurgie und

Orthopädie. Anschließend ging man daran, die

extreme Fehlstellung des Knochens zu beheben.

Dazu durchtrennten die Mediziner den Knochen,

um die normale Anatomie wiederherzustellen.

Gleichzeitig implantierten sie eine Platte, um so

die zueinander gehörenden Knochenfragmente

zu fixieren und eine korrekte Achsen- und Gelenk-

stellung während der Bruchheilung zu erreichen.

Weil die Infektion immer wieder zurückkam,

musste Abdul mehrere Operationen über sich

ergehen lassen. Die letzte, neunte Operation,

bei der zum Aufbau des Oberschenkelknochens

Knochenmaterial aus dem Beckenkamm verpflanzt

wurde, verlief erfolgreich. Zurzeit ist das

Andreas Hauke, Geschäftsführer KKRN

Bein zwar noch mit einem Fixateur versehen,

aber der wird in wenigen Wochen entfernt –

vorausgesetzt, dass alles gut verheilt und zusammenwächst.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass Abdul später

einmal wieder normal laufen kann und auch

die Beinlängenunterschiede nicht sehr groß sein

werden. Sein Knie wird allerdings wohl nicht mehr

so wie das gesunde funktionieren“, sagt Schulze

Bertelsbeck und ergänzt: „Wir haben uns aber

mit Abdul darauf geeinigt, dass er wieder Fußball

spielen wird. Notfalls als Torwart“. Ein Ende der

Leidenszeit ist für Abdul also abzusehen. Dann

wird auch sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung

gehen: „wieder gesund nach Hause zurückkehren.“

Und wahrscheinlich steht dann selbst seinem

Berufswunsch – zumindest aus medizinischer

Sicht – nichts entgegen. Denn der steht bereits

fest: Pilot. (qu)

Die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern des KKRN und dem Friedensdorf Oberhausen

sowie anderen humanitären Hilfsorganisationen besteht schon viele Jahre.

Als katholische Krankenhausgemeinschaft fühlen wir uns insbesondere verpflichtet, verletzte

Kinder aus Kriegs- und Krisenregionen kostenlos zu behandeln. Unschuldige Kinder leiden hier

besonders und können in ihrer Heimat oft nicht adäquat medizinisch versorgt werden. Ärzte,

Pflegekräfte, Therapeuten oder andere Mitarbeiter bemühen sich mit viel persönlichem Engagement,

gerade diesen kleinen Patienten, die oft über Monate in unseren Krankenhäusern behandelt

werden, ein wenig Geborgenheit, Wärme und Zuversicht zu geben. Wir fühlen uns verpflichtet,

hier Hilfe zu leisten und unserem Leitsatz „Medizin mit Menschlichkeit“ gerecht zu werden.

25


26

KKRN – Das Klinikquartett KKRN – Das Klinikquartett

Sternekoch Björn Freitag zauberte im

Marien-Hospital aus frischen Zutaten

gesunde Gerichte und stellte uns seine

Rezepte zur Verfügung.

Für Björn Freitag war es eine Premiere: Zum ersten Mal bereitete der unter

anderem aus verschiedenen Fernsehsendungen bekannte Dorstener Sternekoch in

einem Krankenhaus schmackhafte und gesunde Menüs zu. „Krebs und Ernährung“ hieß die

Veranstaltung im Café-Bistro des Marien-Hospitals Marl, die aus Anlass des bundesweiten

Darmkrebsmonats stattfand. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Sautierter Spitzkohl mit Kümmel, Tomate und Perlhuhnbrust – dazu Rotweinreduktion (4 Pers.)

Zutaten: 4 Perlhuhnbrüste,1 Spitzkohl, 1 TL Kümmel, 2 frische Tomaten, 2 TL Olivenöl,

0,5 l Rotwein, 4 EL dunkler Kalbsfond. Zubereitung: Den Spitzkohl in feine Streifen schneiden,

die Tomaten vierteln und vom Kerngehäuse befreien. Den Kohl mit dem Kümmel in etwas Olivenöl

anschwitzen, dann zum Schluss die Tomaten dazugeben und den Kohl auf einem Teller anrichten.

Die Perlhuhnbrust kross auf der Haut anbraten, dann die Hitze reduzieren und ca. 6 Min. von

beiden Seiten zu Ende garen. Den Rotwein im Topf auf den Herd setzen und zu 2/3 einreduzieren,

danach den dunklen Kalbsfond einrühren und um die Perlhuhnbrust anrichten.

Knusperlachs mit süßer Chilisauce und Avocadodip (4 Pers.)

Zutaten: 200 g Lachsfilet, 2 gefrorene Baguettes in hauchdünne Scheiben geschnitten,

2 EL süße Chilisauce, 1 Bd. Koriander, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Olivenöl, 1 Zucchini, 1 Zwiebel,

1 EL Currypulver, Salz, Pfeffer. Zubereitung: Den Lachs in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden,

würzen und mit der Chilisauce und dem Koriander marinieren. Dann in die dünnen Brotscheiben

einwickeln und in einer beschichteten Pfanne ca. 2 Min. von jeder Seite braten. Die Zucchini in

feine Scheiben schneiden und mit der gewürfelten Zwiebel zusammen anschwitzen. Mit Curry,

Salz und Pfeffer würzen. Dann unter dem Lachs anrichten.

Grüntee-Sabayone mit warmem Schokoladenkuchen (4 Pers.)

Zutaten: Schokokuchen: 110 g dunkle Schokolade, 50 g Butter, 40 g Haselnussmehl,

40 g Mondamin, 3 Eigelb, 3 Eiweiß, 30 g Zucker, 400 g Zwetschgen, 200 ml Johannisbeersaft,

4 cl Pflaumenschnaps, 50 g Zucker. Zubereitung: Die flüssige Schokolade mit der Butter vermischen,

anschließend Haselnussmehl, Eigelb und Mondamin unterrühren. Das Eiweiß mit dem

Zucker schaumig schlagen und unter die Masse heben. In gefettete Förmchen füllen und im Ofen

bei 200 Grad ca. 10 Min. backen. Mit den entsteinten Zwetschgen, dem Saft, Zucker und Schnaps

ein Kompott kochen und mit den Soufflés anrichten. Zutaten Sabayone: 2 Eigelbe, 2 Beutel

grüner Tee, 2 EL Zucker oder Honig. Den Tee mit 80 ml Wasser auskochen und mit den Eiern und

dem Zucker auf einem heißen Wasserbad aufschlagen.

Die Gewinner der Namensgebung für das

neue KKRN-Magazin. V.l.: Claudia Quast, Anke

Prögler, Maria Lange, Dagmar Kübber-Reis,

Diana Brauns, Claudia Müffler (fehlt im Bild)

Schwierige Entscheidung. Vielen Dank für die über 20 Ideen zur Namensgebung

unseres Magazins. Die Entscheidung wurde uns, dem Redaktionsteam, so richtig schwer

gemacht und kostete uns mehr als eine Stunde Diskussion und Abstimmung. Zu viele gute Vorschläge

waren dabei. Alle Namen wurden zur Diskussion gestellt und durch Punktevergabe durch

die Mitglieder des Redaktionsteams gewertet. Zum Schluss wurde dann ein Name aus einer Kombination

von drei sehr ähnlichen Vorschlägen kreiert. Die Preisübergabe fand vor einer unserer

letzten Redaktionssitzungen statt.

Veranstaltungen

Dorsten

22.11.2010, 19.30 Uhr

Offenes Plenum über Probleme

beim Schlafapnoe-Syndrom

Referenten: CA Dr. H. Thomas, Schlaflaborassistentin

G. Schroer und der Vorsitzende

der Selbsthilfegruppe K.-P. Karger

(Seminarraum Ebene 0)

22.11.2010, 19.00 Uhr

Herz-Lungen-Wiederbelebung

für Laien

Referent: OA Dr. med. S. Pfeil

(VHS Dorsten)

24.11.2010, 19.00 Uhr

Herzrhythmusstörungen

Referent: CA Dr. J.-B. Böckenförde

(VHS Dorsten)

26.02.2011, 13.00 – 17.00 Uhr

Dorstener Gesundheitstag 2011

Thema: Der Schmerz sitzt tief

(VHS Dorsten)

Westerholt

01.12.2010, 19.00 Uhr

Häufige Stürze: ein Alarmzeichen

Referent: CA Dr. K. Ott

(Krankenpflegeschule)

20.12.2010

DRK Blutspendetermin

(Krankenpflegeschule)

20.01.2011, 19.00 Uhr

Selbstbestimmung am

Lebensende – Vorsorgevollmacht,

Betreuungs-

und Patientenverfügung

Referent: RA G. Bultmann

(St. Martinus Pfarrzentrum,

Herten-Westerholt)

Marl

06.12.2010, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Gutartige Darmerkrankungen

(Café-Bistro)

24.01.2011, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Bluthochdruck: Der leise Killer

(Café-Bistro)

Informationsveranstaltungen

für werdende Eltern

Dorsten:

Jeden dritten Dienstag im Monat, 19.00 Uhr

Referent: CA Dr. med. P. Tönnies

(Seminarraum Ebene 0)

Haltern am See:

Jeden letzten Montag im Monat, 17.30 Uhr

Referent: CA Dr. med. P. Tönnies

(Franziskushaus)

Weitere Informationen

finden Sie im Internet unter

www.kkrn.de unter der

Rubrik „Veranstaltungen“

der einzelnen Häuser.


KKRN Katholisches Klinikum

Ruhrgebiet Nord GmbH

Gertrudis-Hospital

Westerholt

Kuhstr. 23

45701 Westerholt

Tel. 02 09 / 61 91 - 0

westerholt@kkrn.de

Betten insgesamt: 180

Mitarbeiter: Rund 340

Fachabteilungen:

Anästhesie, Chirurgie,

Geriatrie (mit Geriatrischer

Tagesklinik)

Innere Medizin

Wir über uns

Marien-Hospital

Marl

Hervester Str. 57

45768 Marl

Tel. 0 23 65 / 911 - 0

marl@kkrn.de

Betten insgesamt: 283

Mitarbeiter: Rund 600

Fachabteilungen:

Anästhesie, Chirurgie,

Innere Medizin,

Kardiologie, Urologie,

Nephrologie und Dialyse

St. Elisabeth-Krankenhaus

Dorsten

Pfr.-Wilhelm-Schmitz-Str. 1

46282 Dorsten

Tel. 0 23 62 / 29 - 0

dorsten@kkrn.de

Betten insgesamt: 311

Mitarbeiter: Rund 650

Fachabteilungen:

Anästhesie, Chirurgie,

Innere Medizin, Frauenheilkunde

und Geburtshilfe,

Pneumologie, Radiologie /

Nuklearmedizin,

HNO (Belegabteilung)

Zu unserer Krankenhausgesellschaft KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet

Nord GmbH gehören das Gertrudis-Hospital Westerholt, das Marien-Hospital

Marl, das St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten und das St. Sixtus-Hospital Haltern

am See. Die Krankenhausgesellschaft ist der größte Klinikverbund im nördlichen

Ruhrgebiet. Wir verfügen über 23 medizinische Fachabteilungen mit knapp

1.000 Klinikbetten und versorgen jährlich mehr als 33.000 stationäre Patientinnen

und Patienten.

Mit rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – darunter allein 180 Ärztinnen

und Ärzte – gehört die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH

zu einem der größten Arbeitgeber im Kreis Recklinghausen. Und sie ist auch

einer der größten regionalen Anbieter bei der Ausbildung junger Pflegekräfte.

An ihren beiden Zentralschulen in Dorsten und Marl bietet sie insgesamt 400

Ausbildungsplätze für den Pflegenachwuchs an.

St. Sixtus-Hospital

Haltern am See

Gartenstr. 2

45721 Haltern am See

Tel. 0 23 64 / 104 - 0

haltern@kkrn.de

Betten insgesamt: 220

Mitarbeiter: Rund 385

Fachabteilungen:

Anästhesie, Chirurgie,

Innere Medizin, Frauen-

heilkunde und Geburtshilfe,

Orthopädie und HNO

(Belegabteilungen)

www.kkrn.de · info@kkrn.de

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